German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Von Musiker zu Musiker
    Thema: Rechtliche Frage: Samples aus Filmen
BelgarionDarf ich kurze Sprachsamples aus Filmen für meine Tracks verwenden, die ich in nicht-kommerzieller Absicht dann auf mp3.de hochlade? Da es viele vor allem EBM-ähnliche projekte gibt, die noch nicht mal nen Plattenvertrag haben (nur mal zufällig auf nen Sampller gekommen) aber trotzdem oft solche Samples benutzen, kann ich mir kaum vorstellen, dass das was kostet bzw. SEHR teuer ist - sonst würd man den satz/spruch ja besser selber einfach nachsprechen... Hat da jemand Erfahrung mit? Wie sieht es mit Samples aus Nachrichten aus?
alphaquadrantwürde mich auch mal interesieren.

ich meine die benutzt ja jeder 2te heutzutage...
RookieHallo Belgarion,

sogenannte Sprachfetzen aus Filmen oder ähnliches sind rechtlich geschützt. Ich hatte mal mit meiner Band dasselbe Problem, als ich für einen Song über Zahrah Leander Sprachfetzen aus deren Filmen haben wollte. Die GEMA wies mich darauf hin, dass die Rechte bei den Drehbuchautoren liegen müßten. Da es gleich um verschiedene Filme ging, schrieb ich die Autoren der Reihe nach an, um ein O.K. zu bekommen. Manche waren recht kooperativ und freuten sich sogar über das Interesse an den Filmen. Andere wollten richtig fettes Geld sehen. Ich erinnere mich, dass die Friedrich Murnau Stiftung, die für einen der Filme die Rechte innehatte, für ein paar Worte ganze 1000 DM haben wollte. Als ich darauf hinwies, dass es sich um kein kommerzielles Projekt handele, kürzte man den Betrag auf 500 DM runter.

Hoffe dir weitergeholfen zu haben.
SystemEntropyHabe mal mit dem Wumpscut-Rudi drüber gesprochen und der meinte, dass er bis jetzt erst bei einem Sample was nachzahlen musste. Das waren glaube ich 20 Cent pro verkaufter CD. Bei den anderen ist das wohl niemandem aufgefallen. Und wenn man sowas macht, dann eh nur direkt über die GEMA. Dazu ist sie ja schließlich auch da. Wenn man an die Urheber direkt schreibt, ist das kein Wunder, dass manche mit völlig überzogenen Forderungen daherkommen. Meines Wissens nach ist der Betrag, den man an die GEMA bei "Sprachfetzen" entrichten muss verschwindend gering.
BelgarionInteressante Antworten... Also, dass bei "Anfrage" an eine Filmfirma es teuer würde, das hab ich mir gedacht. Wollte nur sichergehen, dass ich nicht plötzlich eine Klage ins Haus geflattert kommt... Ihr könnt Euch das ja mal anhören, ist ein langsames bis auf das Sample instrumentales elektronisches Stück, könnte zB als "Trenner" oder Zwischenstück, vielleicht auch als Intro auf einer Synthpop/EBM-Album sein: [url]http://www2.mp3.de/musik/bands/de/2/224693?param=52[/url]|52

Hör gerne Eure Kritik, vor allem soundtechnisch (bin im mischen eine null, da ich auch keine passende hard+software dafür hab).
Red_SparrowIch hab auch schon Samples aus Filmen und Nachrichten in Stücken verwendet. Diese Stücke waren auch lange Zeit online, obwohl man bei mp3.de ja eigentlich KEINE fremden Samples verwenden darf, aber kontrollieren tun die nicht alles.

Verboten wurden mir Samples aus Liedern, bzw. Coverversionen ("Died In Your Arms"/Cutting Crew, sowie "Words" F.R. David)...

Eigentlich halte ich aber auch nicht sehr viel von diesen ganzen inflationär verpulverten Filmsamples im Electrobereich, im Grunde sollte man Samples nur verwenden, wenn sie wirklich das Lied aufwerten, bzw. ohne das Sample das Lied nicht dasselbe wäre.

Aber im Grunde ist es kein Problem Samples zu verwenden im kommerziellen Zweifelsfall musst Du halt an die Sampleinhaber Anteile der verkauften Scheiben zahlen und/oder das Stück zurückziehen.

Dein Stück ist ja irgendwie noch sehr leer und nichtssagend, aber ich denke es sollte auch nur als Demonstration des Samples in einem eventuellen Songkontext dienen. Die Synths und Drums sind auf jeden Fall schon mal ok.

Ein Stück von mir, was online ist und von Samples nur so strotzt ist "Totentanz" von meinem Nebenprojekt "Zone 23"

[url]www.mp3.de/zone23[/url]


Also: das mit dem Bezahlen für Samples ist nicht durchführbar, denn ansonsten müsste die Herren Stumpff, Ratzinger, Groth, Klumb, etc. KRÄFTIGST nachzahlen für all die Samples, die sie schon verwendet haben...
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von Red_Sparrow [/i]
[B]Verboten wurden mir Samples aus Liedern, bzw. Coverversionen ("Died In Your Arms"/Cutting Crew, sowie "Words" F.R. David)... [/B][[/QUOTE]das ist klar...

[QUOTE][B]Dein Stück ist ja irgendwie noch sehr leer und nichtssagend, aber ich denke es sollte auch nur als Demonstration des Samples in einem eventuellen Songkontext dienen. Die Synths und Drums sind auf jeden Fall schon mal ok. [/B][/QUOTE]es enstand auch an nur einem abend und könnte eher als ne art intro oder interlude dienen. ich tu mich halt immer noch schwer mit dem mixing und "trau" mich nicht so recht, komplexere stücke auch zu veröffentlichen. was ein compressor ist hab ich erst nach jahren zufällig mal erfahren, wie man ihn verwendet weiß ich immer noch nicht so recht... ich hör immer immer wieder "vergleich mit dem, was profis so machen, und mach's nach" - sehr witzig: wenn ich nicht weiß, wie man eine drum in den hintergrund bringt und vocals in den vordergrund bei gleichzeitig gut hörbarer hihat, dann nutzt mir jedes noch so intensive probehören rein gar nüscht... nur mit lautstärke und meinen mischpult-EQs (bass/mitte/höhe) krieg ich's jedenfalls nicht hin. der og. track ist quasi das beste rein was ich rein vom mixing hinkriege. zudem muss ich mit 30DM-PC boxen die erstabmischung machen, erst nach brennen auf CD kann ich's anderen quellen testen.

kürzlich hab ich was von jemand gehört, der nur fruityloops benutzt hat - der typ hatte keinen schimmer vom mixing, wußte mit grundelementen nix anzufangen ("was is'n ein eq? wie meinst du das: chorus?"), und trotzdem hörte es sich professionell an - wahrscheinlich waren die verwendeten samples halt schon aufeinander abgestimmt...

hast du vielleicht buch/Internettipps mit einsteiger-tutorials betreffend mixing?
alphaquadrant[QUOTE][i]Original geschrieben von Belgarion [/i]
[B]Interessante Antworten... Also, dass bei "Anfrage" an eine Filmfirma es teuer würde, das hab ich mir gedacht. Wollte nur sichergehen, dass ich nicht plötzlich eine Klage ins Haus geflattert kommt... Ihr könnt Euch das ja mal anhören, ist ein langsames bis auf das Sample instrumentales elektronisches Stück, könnte zB als "Trenner" oder Zwischenstück, vielleicht auch als Intro auf einer Synthpop/EBM-Album sein: [url]http://www2.mp3.de/musik/bands/de/2/224693?param=52[/url]|52

Hör gerne Eure Kritik, vor allem soundtechnisch (bin im mischen eine null, da ich auch keine passende hard+software dafür hab). [/B][/QUOTE]

du hast einen jd990 am start ?

fettes teil, oder ?

soll gut sein f. flächen!

zum mixen kann ich dir auch keine geheimtipps geben.
ich mach´s halt so nach gefühl.
obwohl ich sagen muss, mein letztes stück ( eher techno mässig )
klingt ganz gut, zumindest bummst es ganz gut.

dein stück ist wie du schon sagtest evtl. als intro o. so verwendbar.

gruß

frank
alphaquadrant[QUOTE][i]
Also: das mit dem Bezahlen für Samples ist nicht durchführbar, denn ansonsten müsste die Herren Stumpff, Ratzinger, Groth, Klumb, etc. KRÄFTIGST nachzahlen für all die Samples, die sie schon verwendet haben... [/B][/QUOTE]

nicht zu vergessen die herren leeb + erickson :)
Belgarion[QUOTE][i]Original geschrieben von alphaquadrant [/i]
[B]du hast einen jd990 am start ?

fettes teil, oder ?

soll gut sein f. flächen![/B][/QUOTE] ja, allerdings ist es auch mein einziger echter synhtie, softwaremäßig hab ich da nix am start. kleiner nachteil: der JD990 hat einen multimodus mit bis zu 6 sog. patches, also quasi "instrumente", zB ein leadsynhtie oder ein bass oder ein klavier. ein patch bastelt man sich wiederum aus bis zu 4 ich nenn sie mal grundsounds zusammen, der synthiesound in meinem track zB basiert auf 2 grundsounds, einem sägezahnklang und einem vioceklang. ein GUTER flächensound besteht aus 3-4 grundsounds. nun kommt der nachteil: der JD990 hat wie jeder synthie eine begrenzte stimmanzahl. wenn man nun 2 flächensounds benutzt mit jeweils 3 grundsounds, dann sind schon 2 mal 3 = 6 stimmen "belegt". spielt man nun auch noch evtl. mal akorde, dann sind noch mehr weg, zB sagen wir mal man spielt mit dem einem grad C-G-C2 und mit dem anderen als bass ein G, dann sind das 4 töne mal 3 grundsounds => 12 stimmen weg... und sind diese auch noch einem delay-effekt ausgesetzt, werden pro "nachklang" noch mal diese stimmen belegt. daher verwende ich entweder SEHR wenig patches pro song oder ich verwende patches, die auf nur 1-2 grundsound basieren, damit nicht zuviele stimmen schon belegt sind... davon, erst die einzelnen patches auf dem PC aufnehmen und dort als WAV im sequenzer einfüzugen halte ich wenig, da man das nur schwer im nachheinein ändern kann (Filterwerte, Noten, Effekte...).
alphaquadrant>>>>>ja, allerdings ist es auch mein einziger echter synhtie, softwaremäßig hab ich da nix am start. kleiner nachteil: der JD990 hat einen multimodus mit bis zu 6 sog. patches, also quasi "instrumente", zB ein leadsynhtie oder ein bass oder ein klavier. ein patch bastelt man sich wiederum aus bis zu 4 ich nenn sie mal grundsounds zusammen, der synthiesound in meinem track zB basiert auf 2 grundsounds, einem sägezahnklang und einem vioceklang. ein GUTER flächensound besteht aus 3-4 grundsounds.

kommt mir bekannt vor, das system verwendet z.b. auch der cs2x. allerdings heisst es da eine performance, die dann wieder aus 4 einzel sounds besteht. hier ist der nachteil , dass man auf die voices ( d.h. kanäle 5-16 ) nicht direkt am geraät zugreifen kann sondern nur über den umweg über einen sequencer. allerdings hat der cs2x auch 32 stimmen. die sounds könntne zwar besser sein, aber manches kann man echt brauchen und als masterkeyboard taugt er auch.


nun kommt der nachteil: der JD990 hat wie jeder synthie eine begrenzte stimmanzahl. wenn man nun 2 flächensounds benutzt mit jeweils 3 grundsounds, dann sind schon 2 mal 3 = 6 stimmen "belegt". spielt man nun auch noch evtl. mal akorde, dann sind noch mehr weg, zB sagen wir mal man spielt mit dem einem grad C-G-C2 und mit dem anderen als bass ein G, dann sind das 4 töne mal 3 grundsounds => 12 stimmen weg... und sind diese auch noch einem delay-effekt ausgesetzt, werden pro "nachklang" noch mal diese stimmen belegt. daher verwende ich entweder SEHR wenig patches pro song oder ich verwende patches, die auf nur 1-2 grundsound basieren, damit nicht zuviele stimmen schon belegt sind... davon, erst die einzelnen patches auf dem PC aufnehmen und dort als WAV im sequenzer einfüzugen halte ich wenig, da man das nur schwer im nachheinein ändern kann (Filterwerte, Noten, Effekte...

wieviel stimmen hat der jd denn insgesamt ?

und das mit den einzel spuren aufnehmen ist gar net mal schlecht ( machen z.b. die profis fast immer ) da man dann die einzelnen spuren noch mit effekten etc. des sequencers weiterbearbeiten kann. bzw. eq´n komprimieren usw. wenn man genug outboard effekte hat könnte sich das natürlich erübrigen, aber wer hat das schon ? ich habe noch ein boss SE50 effekt + 1 kompressor aber sonst nix.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur