| Lord Pyrus | Guten Morgen alle miteinander, ich hab gleich mehrere Fragen: 1) Gibt es hier in den NWs nur so rein zufällig natürlich einen halbwegs professionellen Gitarristen/in , die/der auch noch aus der Umgebung von FFM kommt? 2) In puncto selbstlernen ist mehr oder weniger mittlerweile die Luft raus. Will heißen, ich lerne rein gar nichts mehr über Tabulatoren etc. Trotzdem: Kennt vielleicht jemand von euch wirklich gute Bücher (womöglich auch schon auf etwas fortgeschrittener Ebene, dennoch mit Erklärungen) explizit für die E-Gitarre? 3) Mir scheint es, als würde ich um das Notenlesen nicht mehr herumkommen. Gibt es irgendwo im Netz oder in Buchform etwas, das relativ leicht das Notensystem und ein paar Tonleitern auf der Gitarre aufzeigt? 4) Kennt ihr irgendwelche Kniffe, mit denen es leichter fallen würde, die autodidaktischen Fähigkeiten zu entwickeln? Die sind bei mir zwar gegeben, jedoch nicht sonderlich weit entwickelt. Bevor ich am Mittwoch mal wieder die Kollegen im Musikladen besuche, dachte ich mir frage ich hier erst einmal, vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen... Schonmal danke vorweg! ;-) |
| Johannes | also eigentlich halte ich mich aus musikerdiskussionen raus, aber um auf der e-gitarre wirklich weiter zu kommen, solltest du dich intensiv mit der akustischen gitarre befassen. zum einen zur ausbildung der ergonomischen fähigkeiten, die zugleich die muskulatur stärken und zum anderen um das gehör zu schulen. |
| Lord Pyrus | Danke für den Tipp, aber ich habe mich mehrere Jahre mit der Akustik-Gitarre beschäftigt - Muskulatur, Feingefühl, Saitenwechsel etc... sind relativ gut bei mir entwickelt. Und selbst wenn es daran liegt: Mir fehlt das Geld für eine Akustik-Gitarre. Ich sage nicht das ich gar nichts autodidaktisches hinkriege, nur das bischen das ich hinkriege hört sich - nach gut 4 stunden des rumprobierens - nicht grade richtig an. =/ |
| GenocideMachine | wie lang spielst du denn schon? |
| Lord Pyrus | insgesamt... lass es mal 5 oder 6 Jahre sein, davon die ersten ca. 2 auf der Akustik-Gitarre. Mag vielleicht auch an fehlendem Selbstwertgefühl liegen, ich bin aber einfach nicht der Meinung das ich sonderlich viel gutes spielen kann. |
| GenocideMachine | sorry, aber wenn du solange schon zockst und nach 4 stunden üben nichts gescheites hinbekommst, kann es ja vll. auch einfach daran liegen, dass du einfach nicht mit musiklaischem talent gesegnet bist... aber dass dir üben nach tabs gar nichts bringt, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen... wenn man häufig sachen nachzockt, kann man daraus ja sachen für seine eigenen umsetzungen "mitnehmen"... |
| Lord Pyrus | Mir bringt das Üben nach Tabs in der Hinsicht nichts, das ich meine Lieblingssongs bereits aus dem FF beherrsche, einen Teil davon konnte ich selbst heraushören. Und für andere Songs die ich zwar auch gerne spielen würde - aber Probleme mit dem Heraushören habe - zeigen die Tabs utopische Tunings und Techniken für mich an, die mir nicht 'real' vorkommen. Deswegen will ich einfach nur noch ein paar meiner Techniken erweitern - weswegen ich halt noch div. Bücher suche, in denen sind so manche Dinge erklärt, die in kaum einem Tab vorkommen. Puncto musikalisches Talent - kann ich weder verneinen noch bestätigen. Darum geht es mir hier auch gar nicht. Ich will einfach noch ein wenig mehr lernen als das, was imho schon beherrsche. (Wieviel das ist schreibe ich hier jetzt nicht ausführlich). Zumal einige der Techniken, die ich gelernt habe, anscheinend falsch gelernt habe. Will heißen, das ich über längere Zeit gesehen nicht mehr Gitarre spielen kann, wenn ich so weiter mache. Die Finger-Partien sind mtlw. Arthrose gefährdet. (Ob das nun vom Gitarre spielen kommt oder nicht kann ich mtlw. nicht mehr sagen) Und mir fehlt es eben an den Tonleitern - die fand ich nämlich nirgendswo erklärt. Ich denke mal wenn diese Basis da ist wird auch so manches noch leichter fallen, z.b. transpondieren etc. |
| Teufelchen | Hi Lord Pyrus Vielleicht findest du hier was Brauchbares... [url]http://www.gitarrist.ch/guitarrahmen.htm[/url] Ich hab Zuhause einen riesen Stapel Bücher und schau mir die mal durch, wenn du willst. Es gibt ein Buch namens Guitar Scales (evtl. Rock Guitar Scales) - weiss allerdings nicht mehr von wem das stammt. Das enthält einige ganz gute Beispiele und Erklärungen. Desweiteren habe ich noch einen Jazz-Lehrgang (jedoch mit Noten), in welchem man auch sehr viel interessante Sachen findet, die ein wenig helfen den Horizont zu erweitern :D ...wie du willst - ich nehme mir heute gerne einige Minuten Zeit, wenn es von dir gewünscht ist... |
| Lord Pyrus | Teufelchen: Würde mich sehr freuen wenn du dir ein paar Minuten Zeit nehmen würdest :-) Werd mir die Seite jetzt gleich mal anschauen, das Buch schreib ich mir so mal auf, vielleicht finde ich ja dann morgen was im Musikladen... Danke schonmal! |
| Teufelchen | Null Problemo - ich schau daheim nach, wie das Buch richtig heisst. Glaub sogar, dass es von Peter Fischer ist... Morgen geb ich dir die Details durch. Viele Spass:) |
| Move over Kate | Ich kann Rock-Guitar-Secrets von Peter Fischer empfehlen. Kann zwar lange nicht alle Flitzfingersachen daraus spielen, aber z. B. die Beschäftigung mit Kirchentonarten hat mich sehr weiter gebracht. Aus dem AMA-Verlag fand ich auch "Masters of Jazz-Guitar" und "Masters of Rhythm-Guitar" klasse - die Bücher haben meinen Horizont auf jeden Fall erweitert. Jim-Hall-Licks mit Distortion, Chorus und Delay zu spielen klingt klasse... Hm, und letztlich ist Technik im Bereich Gitarren-Goth und -Wave nicht alles - wenn man jetzt mal an alte Cure, Joy Division oder Chrome denkt. Ich glaube hier gelten andere Maßstäbe als z. B. im Metal. Eine New Model Army oder The Cure-Scheibe kann jeder durchschnittlich talentierte Gitarrist spätestens nach zwei Jahren mitspielen. Aber auch Größen wie Morello, Santana oder Hendrix zeichnen sich nicht durch Supertechnik, sondern durch Kreativität und eigenen Stil aus... Darüber läßt sich aber trefflich streiten. Grüße MOK |
| GenocideMachine | achso... ja, rock guitar scales hab ich hier auch rumliegen, sehr empfehlenswert... alles von einfachen petatoniken zu den modi, mit ganz netten übungen... andere nette übungen und ähnliches findet man übrigens auch auf [URL=http://www.mxtabs.net]www.mxtabs.net[/URL] was meinst du denn mit "utopischen" tunings und techniken beispielsweise? |
| Evil Minded | Hi, also ich spiele auch Gitarre und ich finde das diese ganzen Gitarrentabs die man so im Internet findet nicht so toll sind. Denn ich meine wenn man jetzt einen song spielen will den man ja gar nicht kennt, dann wird man das auch nicht mit diesen Gitarrentabs aus dem Internet hin bekommen. Denn bei diesen tabs aus dem net, kann ich keine Imformationen über die Notenlänge der einzelnen Töne finde! Na ja aber meiner Meinung nach muß man auch gar keine Noten lesen können! Denn was nützt es denn, wenn man praktisch jeden song nach Noten nach spielen kann, aber man ist nicht in der lage eigene Soli bzw. Riffs zu improvisieren... Das nützt ja dann auch nix. Denn ich finde, das ein guter Gitarrist auch seinen eigenen Spielstil entwickeln muß. Es ist ja total langweilig wenn man jetzt versucht irgendwelche anderen Gitarristen total zu kopieren. Und es gibt ja auch sehr viele Techniken speziell für die E-Gitarre. Ich weiß ja jetzt auch nicht was du so genau lernen willst. Ein paar Technicken auf der Gitarre wären z.B. Hammer Ons, Pull Offs, Unison Bendings, Bendings, Slides, Palm Mute, Flageoletts, Tackern, Tapping Technik, Ghost Notes, Akkordbrechungen, Single Note Riffs usw. Und dann kann man ja auch noch verschiedene Akkordtypen wie z.B. Power Chords, Slash Chords, Open Chords, Dreiklangsumkehrungen usw. auf der Gitarre spielen. Gerade die E-Gitarre umfasst meiner Meinung nach ein sehr weites Gebiet. Und dann gibt es natürlich noch harmonische und melodische Intervall und eine Intervallformel usw. Da gibt es halt auch sone ganze Tabelle, wo die ganzen Intervalle wie z.B. große Terz, kleine Terz usw. mit ihren jeweiligen Bezeichnungen aufgeführt werden. Also meine Buchtipps wären: 1.Rock Guitar Basics von Peter Fischer, in diesem Buch werden Power Chords, Slash Cords, Open Chords, Dreiklangsumkehrungen erklärt. 2.Das neue Gitarrenbuch von Jürgen Kumlehn, in diesem Buch sind songs zum nach spielen wie z.B. Lady In Black, To Be With You, House Of The Rising Sun u.a. Aber in diesem Buch befindet sich hinten nur ein kleiner Teil speziell für die E-Gitarre. Aber man kann diese ganzen songs natürlich auf einer E-Gitarre und auf einer Akkustischen Gitarre spielen. 3.Masters Of Rock Guitar von Peter Fischer, dieses Buch bezieht sich auf ein paar Spieltechniken bekannter Gitarristen. In diesem Buch befinden sich z.B. Spieltechniken im Stil von Jimi Hendrix, B.B. King, Chuck Berry, Eddie Van Halen u.a. |
| Lord Pyrus | Ok, der Thread hat jetzt schon sämtliche Erwartungen meinerseits und mein geplantes Budget für morgen gesprengt ;-) Unter "utopischen" Tunings und Techniken verstehe ich z.b. - nehmen wir jetzt mal ein paar Beispiele, die ich mittlerweile beherrsche, mir aber damals utopisch schienen. Creed - What if. Das Interlude ist dermassen schnell das es mir damals unöglich war, das nachzuspielen. Mittlerweile hat es dafür gesorgt das ich mit allen 4 Finger volle Barrées hinkriege. Bleiben wir bei der Band, so erscheint mir das Tuning für den "Weathered"-Song (DADDAD) recht utopisch, da afaik Tremonti permanet Dropped-D spielt. Bei diesem Song hab ich mir mit meinem bisherigen Wissen puncto Scales von Tremonti das Genick (respektive das Handgelenk ;-) ) gebrochen. Transpondieren bzw. bessere autodidaktische Fähigkeiten hab ich mir hier recht oft gewünscht. (Tremonti ist der Grund das ich Gitarre spiele und hat mich bisher auch meist weiter gebracht, als es von anderen Bands zu behaupten wäre.) Andererseits z.b. Staind-Tuning respektive das gesamte C#- bzw. die gesamten Fis/Des - Tunings. Mein Stimmgerät kriegt das nicht hin und bei einigen hab ich das Gefühl, das ich danach die Saiten wegschmeissen kann. "Utopische" Techniken waren ebenfalls für mich hammer-ons/pull-ofs im 1st Fret. Das kriege ich zwar mtlw. auch recht gut hin, zufrieden bin ich damit aber noch nicht. Apoyando, Tirando, Flageolett - hatten auch einige Zeit benötigt, spanisches Gitarrenspiel ist nicht unbedingt meins. Und doch reizt mich das Flamencospiel etwas - allein wg. den Techniken. Ich kann nur Beispiele liefern, es ist sicherlich keine adeqaute Antwort - das kann ich dir nur sagen, wenn ich ein Tab vor mir habe. Mit Tabs bin ich soweit, das ein durchlesen beim Spielen fast in richtiger Taktfolge zum Song erfolgt. Mein Problem ist vielleicht weniger die Technik an sich, da ich wohl schon so einige Techniken beherrsche und die die Evil Minded aufgelistet hat sagen mir alle etwas (d.h. spieltechnisch auch kaum ein Problem) mir macht es eher Sorgen, evtl. irgendeine dieser Techniken falsch erlernt zu haben - ich will in Zukunft auch noch was von meinen Fingern haben und nicht mit 30 Jahren steife Finger haben. Und die Notenlehre sagt mir kaum etwas. Ok, darüber lässt sich jetzt streiten, inwieweit das überhaupt nötig für das Gitarrespiel ist, ich finde mich nur ab und an in Situationen wieder, in denen ich mir sowas doch wünsche. Ich hab mir die bisherigen Buchtipps alle aufgeschrieben und werde mir morgen im Musikladen die Zeit nehmen und mir die Bücher anschauen. Hoffe mal, das ich jetzt keine Fragen ausgelassen habe. |
| Teufelchen | ...kleiner Tipp am Rande. Suche für 2 bis 3 Stunden einen Gitarrenlehrer auf (muss keiner sein, der an einer Musikschule arbeitet - habe in einem anderen Thread auch schon angemerkt), der mit dir Probleme bespricht und zu beheben versucht. Kann sicher nicht schaden... |
| GenocideMachine | für manche tunings ist in der tat schon etwas mehr nötig, als einfach nur an der mechanik rumzuschrauben... creed und z.b. auch die goo goo dolls sind ja leider bekannt dafür, manchmal abartige tunings zu benutzen... da empfiehlt es sich dann mit verschiedenen seiten rumzuexperimentieren, die spannung des tremolos zu verändern und vll. auch ne andere gitarre zu nehmen, die für sowas mehr geeignet ist... ne gute ESP bekommt beispielsweise mit n bisschem tricksen problemlos auf drop c, ohne dass die seiten nen hänger haben, während dass bei ner 300 euro strat kopie weniger möglich ist ;) zur spanischen gitarre: hab mich noch nicht viel damit beschäftigt, aber ich denke fast, dass es ohne geeigneten lehrer kaum perfektioniert werden kann... oder es eben ne ganze weile brauch... einfach immer schwerpunktmäßig üben ;) hammerings im 1. bund sind auch ne sache für sich, da kommts wieder auf die gitte an, wie stramm und stark die saiten sind... |
| Teufelchen | Ich habe während meiner Zeit, als ich die Musikschule besucht habe, um die klassische Gitarre zu erlernen, einen Lehrgang für Flamenco besucht. Ist nicht ganz einfach, die Sache. Ich schliesse mich deshalb der Meinung von Genocide an. Es braucht jemanden, der einem auf die Finger guckt. Haltung und Disziplin ist sehr wichtig. Es gibt eine sehr gute Lektüre für die verschiedenen Spieltechniken des Flamenco inkl. Kassette (heute gibts wahrscheinlich auch schon 'ne CD) und detaillierten Beschreibungen / Ausführungen von Juan Martin. Sehr gute Lektüre - empfehlenswert. |
| Lord Pyrus | Erstmal einen finden - ich scheine in der Hinsicht in einem "Musikalischen Loch" zu wohnen ;-) Ich werd mal schauen, alles was ich bisher finden konnte ist eine Musikschule - seltsamerweise angeblich an der Stelle, wo afair vor 2 Jahren ein Bau abgerissen wurde. Vielleicht sollte ich meine Software hier mal aktualisieren ^^ . (Deswegen auch eingangs die Frage, ob wir hier unter uns einen professionellen Gitarristen im Raum FFM haben...) |
| Lord Pyrus | Hm, die 2te Seite gar nicht bemerkt... Im Moment hab ich eine etwas ältere Career-Gitarre mit 0.11er D'dario Strings (nein, die waren nicht standard dadrauf, ich hab einen satz stärkere saiten benötigt...) - wie gesagt, hammerons und pullofs kriege ich im 1st fret schon noch hin - nur etwas gedämpft. Und finanziell gesehen kann ich den Plan, mir ne Epiphone oder ne Gibson / Les Paul zu holen erstmal um ein oder 2 Jahre verschieben... *** Nachtrag: Ich habe mir jetzt das Buch "Rock Guitar Scales" von Rainer Baumann gekauft. Plus dazu noch ein Buch über die Technik an sich der E-Gitarre. Was hier so rauszulesen war, scheint doch zu stimmen - alle anderen Bücher die dort aufzufinden waren gestalteten sich für mich (mit vielleicht ausnahme der letzten 10 seiten) als bereits bekannt/gespielt ergo etwas langweilig. Und selbst bei dem Skalenbuch musste ich mit Entsetzen feststellen, das ich ein paar der Skalen bereits spiele. Das war das letzte Buch das ich mir für die Egitarre gekauft habe, scheinbar bin ich über das Wissen der meisten Bücher schon hinaus (was ich mir nicht vorstellen kann...) Trotzdem nochmal vielen Dank für die Hilfe! |