German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Von Musiker zu Musiker
    Thema: Anfänger braucht Tipps (Industrial)
IFOHallo,

in letzter Zeit spiele ich mit dem Gedanken selbst Musik zu produzieren. Bevorzugt würde ich in Richtung Industrial tendieren, wobei ich als Orientierungspunkte alte Einstürzende Neubauten, Test Department und Skinny Puppy anführen möchte. Dies heißt also, dass ich größtenteils mit Alltagsgegenständen und auch Samples arbeiten möchte. Nur habe ich das Problem, dass ich von entsprechender Hardware absolut keine Ahnung habe. Könnt ihr mir eventuell weiterhelfen?
goth_mwie waere es wenn du erstmal die softwarevariante versuchst ?

gute software: reason 2.5 (virtuelles studiorack)
wavelab 4.0 (mastering, sampling, effects)
cool edit 2.0 (gleiche wie wavelab)
fruity loops ( lustiges proggi)
IFOIch möchte lieber von Anfang an mit Hardware arbeiten, so dass der potentielle Umstieg nicht gegeben ist und die Musik zugleich auch individueller klingt, was bei Software wohl nicht gegeben sein wird.
Danke aber trotzdem für die Tipps!
Astatoshabe zwar auch mal einige zeit mit diesem gedanken gespielt, da ich aber kein instrument spiele wieder aufgegeben... hab nämlich null ahnung, ganz ehrlich gesagt...:(

Viele grüße
Astatos
BuckyIch produziere EBM und Industrial. Mein Equioment:

3 Synthesizer: Yamaha W7/V2, Yamaha EX-5, Quasimidi Technox
Mixer: Behringer Eurorack MX1602A
Mikro: AKG 1000 S
Zum Recording: Sony Atrac 3 DSP Type-S (MiniDisc)
Brenner: Philips CDR 820

Mit dem Equipment brauchste kein Studio mehr. ;)
Und es eignet sich eben hervorragend für oben erwähnte Musik.

Den W7/V2 empfehle ich, weil du mit der Kiste einfach jeden beliebigen Klang nachstellen kannst. Schwächen hat das Teil nur im Drum-Bereich. Der war so um 3500 DM; Kriegst du wohl nur noch gebraucht.

Der EX-5 ist mein Hauptgerät und ist Synthesizer und Sampler in einem. Der Sequenzer ist leistungsstark (128 Noten polyphon) und du kannst 2 Synthies an den EX anschliessen.
Ist eine Hi-End-Maschine, war um 5500 DM. Auch heute dürfte der Preis noch recht hoch sein.

Den Technox brauchst du nicht unbedingt; Er ist nur eine Ergänzung im Drum-Bereich. Ich weiß auch nicht, ob man den überhaupt noch irgendwo bekommen kann.

Das AKG ist ein Studio-Mikro, Preis weiß ich leider nicht mehr - Mußt du aber "klar" auch ganz schön was für hinlegen.

Der Mixer von Behringer ist ausnahmsweise mal nicht so teuer (War um 500 DM; Dürfte heute wesentlich billiger sein). Ich würde mir da aber einen neueren besorgen, wobei ich Behringer empfehlen kann.

Als Synth-Workstation kann ich noch den Korg Triton empfehlen. Auch diese Kiste ist zugleich Sampler und in derselben Preisklasse, wie der EX. Aber: Ich kann ihn nur als Ergänzung empfehlen! Er hat halt viele Top-Sounds, die du aber nicht so gut modifizieren kannst.

Tja, ich hoffe, du hast viel Geld. ;)
Belgarion@bucky: und was für ne software benutzt du, oder hast du nen hardware sequenzer?


@ifo: auch mit den softwarevarianten kannst du selbstverständlich auch geräusche als sound aufnehmen, editieren und verwenden - da muss nicht zwingend ein hardware-sampler her. im grunde ist der unterschied nur die bedienung, ich wage aber zu bezweifeln, dass deine tracks anders werden nur weil du statt mit maus und software die sounds per drücken und drehen von schaltern und reglern am sampler editierst... ;)
Bucky@Belgarion: Diesbezüglich bin ich ´ne Flocke - Hab ´nen "Mörder-PC" ;) und benutze dennoch den internen Sequenzer des EX. Zum einen, weil die Polyphonie/Notenauflösung völlig ausreicht, und zum anderen kann ich mit den Yamaha-Sequenzern einfach schneller arbeiten.
goth_malso ich fuer meinen teil nutze reason 2.5 - wavelab 4.0 und gelegentlich cool edit zwecks recording + mastering.........

als hardware fuer den drumbereich koennte ich den KORG ER1 empfehln - klein - relativ guenstig und macht sehr druclvolle sounds - kommt noch die unheimliche benutzerfreundlichkeit hinzu die das ding hat denn arbeiten mit ihm hat man im nu raus.........

bin zwar kein profi in sachen musik machen aber nun gut =)
Move over KateIch für meinen Teil hab mir so ziemlich alles bei Ebay ersteigert, gehe aber eher so in Richtung elektronischer Gothic. Alle Software-Anhänger werden mich für wahnsinnig halten, aber letztlich ist die Entscheidung für Soft- oder Hardware-Recording, Sampling etc. eine philosophische... Klar, die Plug-Ins etc. machen professionelles Recording am heimischen Rechner mit dem richtigen Know-How einfach und erschwinglich. Letztlich hab ich mich gegen softwarebasiertes Arbeiten entschieden, da ich mit dem Computer immer nur meinen Job assoziiere. Zum Spaß will ich was in der Hand haben - wie im richtigen Leben... *g*

Yamaha QY 700 Sequenzer mit GM-Tongenerator
Quasimidi Quasar mit TRE und Hardcore-Ergänzung
Tascam 788 HD-Recorder
Akai S01 Sampler (billigster Mono-Sampler unterster Schublade - nutze ich nur für Effekte und Spielereien)
Behringer Ultrafex II Exciter (zum Pushen des Quasars)
Behringer Ultragain Vorverstärker
Zoom Studio 1202 FX
T-Bone SC 2000 Großkondenser (für Gesang)
T-Bone 750 Kondenser-Mikrophone (z. B. für A-Gitarren)
Rath-Range-Master Gitarren-Top
Rath-Speaker-Simulator (DI-Box)

Soundtechnisch bin ich mit den Ergebnissen bislang sehr zufrieden - der Quasar bietet die typischen 80er und 90er Sounds zu relativ günstigem Preis, wenn beide Ergänzungsmodule dabei sind.

Falls Du dich wirklich "nur" mit Sampling beschäftigen willst - einen Sequenzer wirst Du natürlich auch benötigen - Standard zu den Hochzeiten der von dir genannten Bands dürfte der AKAI S-1000 gewesen sein, den Du heute relativ billig bekommst und für den es nach wie vor Unmengen von Sampling-CDR gibt...

Infos gibts
[URL=http://www.synthmuseum.com/akai/akas100001.html]www.synthmuseum.com/akai[/URL]

Zeitgemäß ist er sicherlich nicht mehr - aber das ist alles eine Frage der Ansprüche. Welle Erdball zeigen immerhin, daß man heute noch mit einem C64 witzige Sachen machen kann.

Viele Grüße
MOK
IFOVielen Dank für eure Tipps! :)

Wenn es meine finanzielle Situation in naher Zukunft zu lassen sollte, werde ich mich an euren Tipps orientieren und nach dementsprechenden Gerätschaften Ausschau halten.

Noch zwei anderen Fragen: Wie lange habt ihr ungefähr gebraucht, bis ihr euch halbwegs mit der Hardware zurecht gefunden habt? Zudem würde es mich interessieren, inwiefern explizite musikalische Vorkenntnisse vorhanden sein sollten?
Move over KateHi,

also musikalische Vorkenntnisse hatte ich schon von jahrelangem Gitarrenspielen. Programmierkenntnisse gleich null, als ich mir den Sequenzer zulegte. Meine frühere Band programmierte über einen alten Atari ST, und ich hatte damit rein gar nix zu tun. Bis ich dann irgendwann raus hatte, wie der ganze MIDI-Kram zusammen hängt, wie ich einen Harddiscrecorder bediene und synchronisiere, wie ich dem Sampler die Programme etc. zuweise - dazu ging schon ein Jahr ins Land. Allerdings war das so ne Art "Training on the Job", ich hab mich nie in erster Linie damit auseinander gesetzt, sondern immer gesehen, "wie passt das neue Gerät in die Landschaft und was kann es beim nächsten Song bringen". Hilfreich sind auch die unzähligen Foren wie "www.homerecording.com", wo man andere Leute mit ihren Problemen trifft.

Gute Tips gibt es auch in den Büchern "Mixing-Workshop" von Uli Eisner und "Das eigene Musikstudio" von Ingo Raven. Letzteres konzentriert mehr sich auf softwarebasiertes Recording. Wenn Du absoluter Neuling bist sind die Bücher Gold wert, allein wegen der Tips zum Arrangieren und den Hinweisen über den vernünftigen Umgang mit Effekten etc.
BuckyHier mal die optimistischen Schätzungen ;) :
Als absoluter Anfänger wirst du schon etwa ein Jahr brauchen, um einen guten Synthesizer im Groben zu beherrschen. Bis du ihn voll ausreizt, vergeht nochmal mindestens ein Jahr. Betonung liegt auf "Synthesizer", nicht "Music Workstation", wie z.B. der Korg Triton oder die Yamaha Motif-Reihe welche sind (Workstations haben deutlich weniger Funktionen in den Bereichen Sequenzer und Soundbearbeitung).
Musikalische Vorkenntnisse sind natürlich von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Mit Noten umzugehen lernst du ja während der Arbeit mit dem Gerät. Bei allem kann ich dir übrigens sagen, daß du Anleitungen gleich in die Ecke klatschen wirst, da sie in der Regel nicht wirklich Rücksicht auf Anfänger nehmen - Schon gar nicht in höheren Preisklassen (Irgendwo aber auch klar... Man geht ja davon aus, daß sich ein Anfänger nicht gleich einen Yamaha EX-5 zulegt). Heißt: Dort kriegst du nur Fachbegriffe um die Ohren "geballert" und das hilft dir natürlich in keinster Weise. So wirst du dir also das meiste sebst erarbeiten müßen.
Wobei ich dir mal einen "heissen" Tip gebe ;) : Mach ein paar Kröten locker und zieh einen Profi zu Rate. Hefte/Bücher antworten dir nicht, ferner stellt sich ein Fachmann auf dich ein und kann dir Wissen von Jahren in Wochen "einhämmern". Außerdem lernt man so mit Sicherheit viele Kniffe, die in keiner Literatur beschrieben sind.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur