| +Liara+ | Mein Kopf platzt beinahe vor Musik, am liebsten möchte ich tanzen, schreien, jedem meine Ideen, meine Musik an den Kopf werfen, meine Hände beginnen zu zittern, wollen meine Vorstellungen und Songs verwirklichen,... Ich renne heim, schmeiß meine Sachen auf den Boden, stürz mich ans Klavier und - Nichts.... ich kann meine Ideen nicht in Taten verwandeln. Kann mein Innerstes, meine Musik nicht in Worte fassen und zu Papier, geschweige denn aufs Instrument bringen... Das einzige was vom Tag übrigbleibt ist ein zerissenes Papier mit ein paar Noten... nicht die Noten, die ich ausdrücken wollte... nicht die Noten, die mich den ganzen Tag beschäftigt haben... ich könnte wahnsinnig werden... das muss doch irgendwie gehen????!!! *ratsuch* |
| Mondtraum | Hi Liara, ich bin auch Musiker (Klavier, Synthesizer und Kirchenorgel) und mir geht es derzeit so ähnlich. Und manchmal geht es mir auch in einem anderen kreativen Bereich genauso (Programmieren). Ich würde es nicht als Krise sehen, ganz und garnicht. Ich möchte mal einen - vielleicht seltsamen - Vergleich bringen: Das Kind kommt nicht gleich nach der Befruchtung auf die Welt, es dauert eine Weile bis man das lebende Kind sehen kann. Es ist im Bauch, man kann es fühlen, aber noch nicht sehen. So sehe ich es auch mit der Musik und mit der Softwareentwicklung; es braucht eine Weile. Mir persönlich hilft einfach ein drauflosspielen und irgendwann kommt daraus etwas neues. Nicht verzagen, ich denke, das passiert anderen auch. Schattige Grüße Mondtraum |
| +Liara+ | na, da bin ich ja einigermaßen erleichtert, dass das nicht nur mir so geht... war ja eigentlich klar, es musste mir nur mal gesagt werden... ich hoffe, dass das schnell vorbeigeht. Ich programmier übrigens auch.. allerdings nur Musik *g ich weiß nicht, worauf du angespielt hast ?!..... wenn auch musik --> können wir uns da mal austauschen? Stay dark +Liara+ |
| Rookie | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mondtraum [/i] [B]Das Kind kommt nicht gleich nach der Befruchtung auf die Welt, es dauert eine Weile bis man das lebende Kind sehen kann. Es ist im Bauch, man kann es fühlen, aber noch nicht sehen. So sehe ich es auch mit der Musik und mit der Softwareentwicklung; es braucht eine Weile. [/B][/QUOTE] Schöner Vergleich. Das trifft es ziemlich genau. Trotzdem ist es schon arg, wenn man seine Ideen nicht umzusetzen vermag. Dieses Gefühl kenne ich auch. Meist bin ich dann noch so dämlich, meine Ideen in einer Art Hauruckaktion zu erzwingen. Das geht natürlich regelmäßig daneben. Dann wünsche ich mir, das ich mehr Zeit hätte. Manchmal hilft es auch, wenn ich mir vorher eine schöne Atmosphäre schaffe. Kerzen anzünde, einen Tee koche und mich dann ans die Tasten setze. |
| Solstice | Wenn ich mal Songideen habe, die ich auf keinen Fall verlieren möchte (meist unter der Dusche... unpraktisch...), dann nehme ich eben nicht das Klavier (obwohl sie meist da entstehen) sondern setze mich an den Synth (nach dem Duschen... :D )mit angeschlossenem PC (Cubase). So kann ich einfach mal ne Spur recorden, selbst wenn ich noch etwas unstrukturiert drauflosspiele. Nach einiger Zeit kann man dann immer noch die Idee aufgreifen und gegebenenfalls "veredeln". Aber mir passiert es auch, dass die Idee wieder weg ist, wenn ich nicht die Zeit habe, sie schnell irgendwo festzuhalten. Und ich kenne sehr gut das Gefühl, dass man am Instrument sitzt und das Hirn erscheint völlig leer... |
| LadyOfChaos | Und kennt ihr das auch, dass mán seine Bruchstückhaften Ideen festhält (auf dem Synthie speichert, oder aufschreibt) , sie aber nie zuendebringt, so dass nie oder selten ein kompletter Song draus entsteht? Oder man hatt tolle Ideen aber es fallen einem einfach keine zufriedenstellenden Texte ein, oder man schreibt was auf und am nächsten Tag denkt man, dass es blöd ist... Also mir geht es oft so. Bezüglich der Texte denke ich dass vielleicht Schüchternheit die Ursache ist. Muss aber nicht sein. |
| Solstice | Bei den Texten gebe ich dir recht! Meistens findet man die eigenen Texte furchtbar und braucht erst den (ehrlichen) Zuspruch von Anderen. Bezüglich der Musik ist es bei mir zwar auch manchmal so, dass ich etwas nicht zu Ende bringe, kommt aber eher seltener vor. Ich zwinge mich dann schon zur Weiterarbeit. Es soll ja auch mal wieder was rauskommen... Aber ich hatte vor ca. zwei Jahren mal eine Phase, in der ich kreativ völlig ausgelaugt war und über fast ein Jahr nix geregelt gekriegt habe. Erst danach habe ich viele Ideen überhaupt mal fertig machen können. |
| +Liara+ | ja, genau so gehts mir auch lady..(+die anderen) ein paar Ideen hab ich schon mal, aber entweder ich vergess sie, weil ich nichts zum aufschreiben hab oder sie werden nie zuEnde gebracht... Tragisch.... die ganzen schönen sache ... :) ich werd mal meinem KlavierLehrer davon erzählen.. mal sehen, wies dem so ergeht...... Stay dark +Liara+ aus dem Nebelwald |
| LadyOfChaos | Also zur Übung kann man das auch so machen, dass man eine Melodie, Phrase, Motiv oder was auch immer von einem Song nimmt, den man sehr gerne mag und das dann so verfremdet, dass von dem ursprünglichen Motiv etc. nichts mehr zu erkennen ist. Daraus macht man dann etwas neues, die Ideen kommen dann schon von alleine, wenn der Anfang erstmal gemacht ist. |
| Angelus Ater | +Liara+ Wichtig ist vor allem erste Melodien festzuhalten und aufzunehmen. Fang mit der Basis an, Klavier Streicher oder Bass. Ist eigentlich egal, hauptsache ein Instrument mit dem dein eigenes Stück idetifiziert werden soll. Und dann immer Stück für Stück dazukomponieren. Spur für Spur. Du wirst sehen, es wird gelingen. Das Wichtigste ist, niemals auf Biegen und brechen was versuchen, sonst hast du schnell ne Schreibblockade. Ging mir früher auch so. Erst wenn ich das Zeug weggelegt hatte und ne Woche später noch mal angehört hatte ging es richtig vorwärts. Probier es mal aus. Wirkt Wunder. |
| Lestard | Genau am besten etwas Gras darüber wachsen lassen, eine Woche ist da ideal. Vielleicht auch einmal eine Woche alles kreative kreativ sein lassen und einfach dem Drang etwas zu schaffen wiederstehen, dann ist man auch wieder offener für neue Ideen und Einflüsse. Auf der anderen Seite ist es auch immer hilfreich ein funktionstüchtiges Diktiergerät dabei zu haben und die Text und Melodieideen darau festzuhalten um sie wenn die Zeit, Ruhe und vor allem die nötige Muse da ist zum tatsächlichen Werk werden zu lassen. Die meisten modernen Handys haben einen wenn auch begrenzten Speicher den man dafür nutzen kann. Und vor allem wenn die Idee da und reif ist sollten alle Leute die außen rum sind egal sein, kein falscher Scham sollte der Kreativität im Wege stehen, sonnst vergeht einfach zuviel Zeit und der Schwung ist raus. Was geht's die an :eek: Es geht um deinen Seelenoutput nicht um coolnes! Viel Erfolg und Muse Lestard deNoir @->-- |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von LadyOfChaos [/i] [B]Und kennt ihr das auch, dass mán seine Bruchstückhaften Ideen festhält (auf dem Synthie speichert, oder aufschreibt) , sie aber nie zuendebringt, so dass nie oder selten ein kompletter Song draus entsteht? [/B][/QUOTE] aarghh. das ist wirklich schlimm. der einzige weg ist sich zu zwingend erst ein stück zu ende zu machen ( bzw. soweit dasses halbwegs als "stück" durchgehen kann ) bevor man was neues anfängt. habe noch bis zu 10 unvollendete songs u. weiß tlw. die sounds nicht mehr, einstellungen sind verlorengegangen,´samples verschwunden. so eine arbeits weise ist sehr uneffektiv u. ich weiß es :rolleyes: evtl. kann man sich ja mal austauschen ? ich mach aber eher electro, ambient etc... |
| Vaith | Nun um einen Song zu vollenden, sollte man sich in seine Grundemotion fallen lasen, dann geht doch meist alles wie von selbst. Genauso verhält es sich beim Schreiben des Textes. Carpe Diem Vaith |
| Das Wesen | Hi Ihr da draußen, wenn ich mal ne Schaffenskrise habe, dann halte ich alles fest, was mir einfällt und speicher alles in einem Ordner "Schaffenskrise". Dann schaue ich nach ein paar Wochen alles durch und im Regelfall muß ich dann über mich selbst lachen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß genau das mir die nötige Distanz gibt, die man als Künstler braucht. Schließlich geht es ja nicht nur darum, die eigenen Emotionen zu äußern, sondern darum, daß man das Gefühl hat, daß das, was man zu sagen hat, auch anderen etwas zu sagen hat. Dazu - so denke ich - braucht man die Distanz, und die äußert sich bei mir immer in einer Schaffenskrise, weil man dann eben an einem Punkt - meistens dem wichtigsten - nicht weiter kommt. Wenn ich also dann meine Ergüsse über mich ergehen lasse, und so vor mich hin schmunzle, dann gönne ich mir eine gute Flasche Wein, ein schönes Räucherstäbchen und jede Menge Kerzen. Dann wird mir irgendwann klar, was ich in allem sagen wollte, was ich da geschrieben habe, ob jetzt Musik, oder Text, oder Bild. Das Resultat ist dann meistens recht klein im Vergleich zu dem, was ich wegschmeiße, beziehungsweise weiter im Ordner "Schaffenskrise" lasse. Aber so haben es ABBA auch gemacht, und es hat funktioniert. |