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  Forum: Von Musiker zu Musiker
    Thema: Tips für Kauf eines Keyboards
expanderIch spiele seit 10 Jahren Klavier und habe nun vor in einer Band als Keyboarder zu spielen. Die Band spielt Viking/Pagan Metal.
nun hab ich fast keine Ahnung von Keyboards und deren technischen Daten, z.B weiß ich nicht ob 61, 76 oder 88 Tasten geeignet sind oder ob 16-stimmiges polyphon ausreicht.
Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tips geben, was ein Keyboard alles für technische Daten besitzen muss.

mfg alex
BlackDragonWenn Du schon so lange Klavier spielst, dann solltest Du - wenn Du es Dir leisten kannst - definitiv ein Stagepiano wählen.
88 Tasten sollten Pflicht sein, außerdem eine gute Tastatur mit Hammermechanik und natürlich ein guter Klang. Auf jeden Fall solltest Du es vorher anspielen.
Der Nachteil bei den Teilen ist natürlich der Preis. Ein gutes Stagepiano beginnt bei etwa 800 Euro.
Gerne empfohlen wird das Yamaha P-140, welches allerdings nur Cinchausgänge besitzt. Die Kawai MP-4 und MP-8 sind ebenfalls gut, obwohl einige die Tastatur als "zu klapprig" empfinden. Ich habe beide mal angespielt, aber wahrscheinlich fehlt mir die jahrelange Erfahrung an einem echten Klavier, um das beurteilen zu können.
Wenn Du sie noch findest, solltest Du Dir auch mal Yamaha P-80, P-90 und P-120 anschauen, eventuell auch bis Juli auf das CP-33 warten.
Und von Korg solltest Du wohl besser die Finger lassen. Was Stagepianos angeht wohl auch von Casio.

@instroemen:
Thomann ist bei mir um die Ecke und das SP-40 hatte ich auch schonmal unter den Griffeln. Es fühlt sich ehrlich gesagt an wie ein Plastikspielzeug, insgesamt befriedigend, aber vor allem bei der Tastatur sehr schlecht verarbeitet.

Allgemein wirst Du wahrscheinlich hier die beste Hilfe finden:
[url]www.musiker-board.de[/url]
Keys -> Digitalpianos bzw. Keys -> Keyboards

Achso, hab ich glatt vergessen:
Wenn Du es als Keyboard einsetzen willst, dann willst Du wahrscheinlich eines mit Begleitautomatik.
Da hab ich mal was vom CN-3 und CN-5 gehört, hab mich allerdings in der Richtung nicht informiert. Du solltest Dir also auf jeden Fall vorher über den Einsatzzweck klar werden...

EDIT2: Was die Polyphonie angeht:
16fach ist Mist, 32fach das Minimum, mit 64fach bist Du auch beim schnellen spielen auf der sicheren Seite.
moerschoAn sich gäbe es da mehrere Herangehensweisen:

je nachdem war du für Sounds spielen willst. Mit deiner Pianistischen Vorbildung wäre an sich ein Keyboard/Workstation/E-Piano mit Hammermechanik am ehesten zu empfehlen. Alllerdings ists sehr sehr gewöhnungsbedürftig "nonpianistische Sounds" per Hammermechanik zu spielen. Auf 88 Tasten würd ich nach so langer Zeit an sich schon Wert legen, aber das ist sicherlich auch ne preisliche Angelegenheit

Ein preislicher Rahmer wäre sicherlich interessant gewesen...aber ok so wirds etwas ausschweifender:

1. Midi-controller-Keyboard + Midi-Expander/Sampler oder gar Laptop mit Software

Die an sich flexibelste Variante. Das Controller-Keyboard wie z.B. das von instroemen2 schon empfohlene Doepfer LMK2 oder auch diese hier [URL=http://www.maudio.de/key88pro.htm]M-Audio Keystation Pro 88 (mit Hammermechanik)[/URL] oder [URL=http://www.maudio.de/key88es.htm]M-Audio Keystation 88es[/URL] besitzen selber keine Klangerzeugung und steuern somit externe Synthesizer/sampler/expander in nem externen Rack. An sich könntest du damit auch irgendwelche Softwareinstrumente auf nem Laptop ansteuern was sicherlich die meisten möglichkeiten bietet,aber gleichzeigig auch nicht unbedingt die stabilste Variante ist (wann ist dein windows das letzte Mal abgestürtztß ;) )

2. ne Workstation ala Yamaha Motif/ Korg Phantom u.s.w.

Ne halbwegs aktuelle Workstation sollte in Sachen Soundqualität und quantität relativ wunschlos glücklich machen....zudem laden Zusatzfeatures wie integrierter Sampler oder Sequenzer zum experimentieren ein. Zudem ist auch die Hardware in allen mir bekannten geräten gut bis sehr gut, also gut bespielbare Tastatur u.s.w. Allerdings kratzen die Geräte sofern du nix gebrauchtes kaufen willst mindestens an der 1000€ Grenze, machen dafür aber auf lange sicht recht wunschlos glücklich. Spiele selber seit nem Jahr ein Yamaha Motif ES6 und hab noch nie irgendetwas vermisst....glaube habe noch nicht mal alle Features ausprobiert.

3. E-Piano

Bieten meist eine gute bis sehr gute Tastatur aber nur eine ziemlich geringe Soundauswahl. Meist werden nur eine Piano´s, E-Piano´s und ein paar Streicher angeboten......diese aber in exorbitant guter Qualität....also wenn dir das reicht schau dich da mal um.

4. "Entertainment Keyboard"

Die preislich günstigste Variante....kann je nach anspruch sicherlich ausreichend sein....dann bist du mit ca. 300-400€ schon gut dabei.....für richtig umfangreiche Wunschlisten gibts aber auch Modelle wie das alte Yamaha PSR 8000 bzw 9000, deren Funktionsumfang schon fast an die von Workstations heranreichen.....der Preis aber dann ebenso.

So genug geschwafelt....hoff es waren zumindest 1-2 hilfteiche Informationen für dich dabei....
KappabaniDa ich selbst mit Korg Workstations arbeite kann ich dir diese nur ans Herz legen obwohl die Yamaha auch nicht schlecht sind.
Ist eine persönliche Sache was einem mehr liegt.
Wo du aber den Pagan Metal erwähnt hast würde ich tatsächlich eher die Korg Maschiene empfelen - Korg X3 würde am Anfang genügen - da diese bei den "natürlichen" Instrumenten einen bischen besseren Klang hat.
Aber wie gesagt - muß man selbst mal im Laden probieren. Aber ich vermute ihr werdet nicht nur mit Klavier sondern auch mal Streicher oder Flöten und so einsetzen.
Wir arbeiten selber sehr orchestral und wenn man an den Sounds noch ein bischen rumfeilt klingen die ganz OK im Orchesterbereich.
Wir sind inzwischen umgestiegen auf Korg Triton Studio aber das ist eine ganz andere Preiswelt - arbeiten aber nachwievor auch mit der X3.
expanderDanke für eure Tips, ich werde auch demnächst einen Laden aufsuchen und mal einige durchprobieren.
Da ich noch zur Schule gehe und zwar nebenbei arbeite, glaub ich dass die workstations u. e-piano meinen rahmen sprengen werden.
Ich lass es mir nochmal durch den Kopf gehen ob ich vorerst eine billige Variante nehme und zu späterer Zeit zu den besseren Techniken übergehe oder gleich in die teuren Versionen einsteige.
SolsticeAls Keyboarder einer Band ist man mit Begleitautomatik wohl fehl am Platze... die Masterkeyboard-Software-Lösung erscheint mir auch eher ungeeignet
Und man sollte definitiv einen Synth mit möglichst vielen Sounds nehmen, kaum eine Band gibt sich mit drei Piano- und zwei Orgelsounds sowie einem Spinett zufrieden. Somit ist auch ein reines Stage-Piano nur die halbe Miete.
Da ihr ja sicher live spielen wollt, sollte das Ding transportabel sein. 88er Synths mit Hammermechanik sind sauschwer (habe selber zwei) und mit Case fast nur zu zweit zu bewältigen. Trotzdem nehme ich als jemand, der klassisches Klavier gelernt hat, diese Arbeit in Kauf... ich hatte aber auch schon 61er Synths. Kommt darauf an, was man spielen will. Ein Band-Keyboarder spielt in der Regel nicht so, wie das ein Pianist tut, es sei denn, er will Ärger mit dem Gitarristen und Bassisten haben....:D Es gibt nur wenige Möglichkeiten, seine 10 Finger voll einzusetzen, wie man es als klassischer Pianist gewöhnt ist.

Willst Du selbst Sounds programmieren und Songs schreiben? Dann ist eine Workstation sicher eine gute Sache (und da führt klar Korg). Rufst Du nur Sounds ab, tut´s ne Maschine wie der Alesis QS8.1 oder 8.2 auch (gibt´s zur Zeit sehr günstig im Ausverkauf bei Music-Store!). Das Ding ist nur nicht schön zu programmieren (hab selbst einen), aber hat eine sehr gute Tastatur und sehr gute Sounds, besonders Piano!).
Hadt Du etwas mehr Budget, wäre mein derzeitiger Geheimtipp der Alesis Fusion 8HD. Den habe ich mir vor einem Monat gekauft und bin begeistert!! FM-Synthese, Sampling, Festplatte 40GB, Sample-Player, Virtuell-Analog und Physical-Modelling in einer Maschine mit 88 Tasten (keine Hammermechanik, aber gut spielbar) für schlappe 1500 Euro! Vergleichbare Maschinen kosten das Doppelte!!

Ich bin seit über 20 Jahren Keyboarder in verschiedenen Bands gewesen, wenn Du Fragen hast, kannst Du ne PN schicken.
SolsticeJaja, in Sachen Pianosounds ist Kurzweil seit Jahren eine Referenz.
BlackDragonDer Dragon sollte sich angewöhnen die Beiträge ordentlich zu lesen.
Der Herr Threadersteller schrieb ja Metalband. Sorry, expander, ich hatte Dich irgendwie als Alleinunterhalter eingestuft. :D :rolleyes:
expander*g, als Alleinunterhalter würde ich nie spielen.
LadyOfChaos[QUOTE][i]Original geschrieben von Solstice [/i]
[B] 88er Synths mit Hammermechanik sind sauschwer (habe selber zwei) und mit Case fast nur zu zweit zu bewältigen. Trotzdem nehme ich als jemand, der klassisches Klavier gelernt hat, diese Arbeit in Kauf... ich hatte aber auch schon 61er Synths. Kommt darauf an, was man spielen will. Ein Band-Keyboarder spielt in der Regel nicht so, wie das ein Pianist tut, es sei denn, er will Ärger mit dem Gitarristen und Bassisten haben....:D Es gibt nur wenige Möglichkeiten, seine 10 Finger voll einzusetzen, wie man es als klassischer Pianist gewöhnt ist.

. [/B][/QUOTE]

*lol* habe selbst einen 88er Korg Triton ProX, den kann ich alleine niemals tragen, das gute Teil wiegt ja inkl. case gute 40kg.
Verzichten würde ich darauf aber deswegen nicht. Habe mir dann als Ergänzung einen transportablen 61er Trinity angeschafft.

:D

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