| True Zombie | Also ich muss jetzt mal folgende Feststellung machen: Als ich angefangen hatte mit dem Musik machen, da strebte ich irgendwo immer nach einer gewissen Professionalität. Meine Sachen wurden im Laufe der Jahre demzufolge auch immer komplexer und durchdachter. Doch verlor ich immer mehr den Spaß an der Sache, je mehr sich meine Musik der kommerziell erfolgreichen Musik klanglich annäherte. Ich ziehe außerdem noch eine gewisse Parallele, daß es mir selbst auch psychisch immer beschissener ging, obwohl sich meine Musik erheblich qualitativ verbesserte. Doch hab ich mein altes Anfänger-Level gerade wiederentdeckt und merke, daß die Mucke zwar nicht so ausgefeilt ist, aber dafür wieder auf eine grobe Art eine gewisse Freshness und Unverbrauchtheit verkörpert. Mir selbst geht es damit auch wieder psychisch etwas besser. Fazit: Professionalität macht krank!!! |
| Red_Sparrow | [QUOTE][i]Original geschrieben von True Zombie [/i] [B]Fazit: Professionalität macht krank!!! [/B][/QUOTE] Als Profimusiker hat man oft eine gewisse Umgebung, die einen auch krank machen kann. Gerade im Bereich Alternativmusik gibt es sehr viel Musik, die es ohne Drogenmissbrauch und/oder die innere Zerrissenheit einzelner Künstler so nie gegeben hätte. Ich halte die Aussage dass Professionalität krank macht aber doch für zu simpel und unfundiert. Vielleicht gibt es ja auch andere Zusammenhänge. Aus eigener Erfahrung weiss ich auch, dass in den schlimmsten Phasen meines Lebens am kreativsten war. Das Anfängerlevel wiederzufinden halt ich auch für Humbug und frage mich ernsthaft wie das gehen soll. Vielleicht verwechselst du auch Professionalität mit Komplexität oder meintest du, dass du nach Profit schieltest und anfingst deine Musik danach auszurichten? |
| True Zombie | Ich meine es so, daß ich mich irgendwann dabei ertappte, anstatt einfach weiter freestyle aus Spaß an der Freude mein eigenes Zeug zu basteln, immer mehr erfolgreiche Musik kopierte. Und ich hatte damit auch einen gewissen Erfolg - vielleicht nicht was Kohle angeht, aber immerhin den Ruhm und den Respekt, den man dann bekommt. Was sich letztlich auch wiederum negativ auf mich auswirkte, da ich dann süchtig danach wurde und immer bessere Sachen anstrebte. Aber wenn auch meine Anfängerteile nicht so professionell waren, so verbinde ich damit eine bessere Atmosphäre, einfach weil ich relaxter und sozialer war zu ihrer Entstehungszeit. |