| Demon17 | Die spinnen die Amis, nachdem gerade Hacker Millionen von Internetusern durch einen DNS Changer auf ihre Server umgeleitet haben, will die USA die gleiche Technik zum Schutz des Copyrights legalisieren. Technisch läuft das so ab: [Quote]Das Adress-Verzeichnis des Internets soll manipuliert werden Denn wie eine Telefonauskunft stellt das DNS die Verbindung von maschinenlesbaren Internet-Adressen und klarschriftlichen Namen her. Also zum Beispiel die Zuordnung von [url]www.welt.de[/url] zu dem computerlesbaren Adresscode, der den Aufruf der Netzsite überhaupt erst technisch möglich macht. Sollten tatsächlich, wie es der US-Gesetzentwurf vorsieht, Privatpersonen sogar ohne richterliche Anordnung bei Verdacht auf Verletzung von Urheberrechten in das Internet-Adresssystem eingreifen dürfen, würde das der Willkür Tür und Tor öffnen. Es wäre, als ob Privatpersonen Zutritt bekämen zu einer zentralen Telefonvermittlungsstelle um ein paar Kabel herauszuziehen, andere einzustöpseln, gerade so, wie es ihnen in den Sinn kommt, um das weltweite Telefonsystem zu manipulieren. [/Quote] Sicher, die Musik und Filmindustrie haben unter den vielen Raubkopien sehr gelitten, doch würde das Ganze völlig unkontrolliert auf Verdacht von Privatpersonen vonstatten gehen. Das gibt das totale Chaos und die USA maßen sich an, dass dieses Gesetz auch außerhalb der USA gültig wird. Also können auch deutsche Rechner, die auf deutsche Server zugreifen betroffen sein. Das ist größenwahnsinnig! Momentan verlaufen die Fronten so, Internetaktivisten wie Wikipedia, aber auch die großen Companies wie google und Facebook gegen Hollywood und andere Contenthersteller. Quelle: [URL=http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13819703/Stoppt-das-Guantanamo-Gesetz-fuer-das-Internet.html]Welt[/URL] |
| Scheol | [URL=http://www.youtube.com/watch?v=eNQh56czKgc#t=1m55s]Klick 1[/URL] [URL=http://www.vice.com/read/lamar-smith-sopa-copyright-whoops]Boulevard 1[/URL] [URL=http://netzpolitik.org/2012/exportieren-die-usa-sopa-nach-europa/]SOPA, USA und was Spanien jetzt damit zu tun hat[/URL] Tja, wie war das noch mal mit dem Embargo für Cuba? Die Amis machten, die Europäer mussten obwohl sie nicht wollten, einfach so, weil die Amis wollten. So wird das auch hier laufen. Dennoch habe ich Hoffnung, das Europa da nicht mitzieht, weil sie gerade selbst ihr Süppchen kochen. |
| Ronin76 | [QUOTE]Denn wie eine Telefonauskunft stellt das DNS die Verbindung von maschinenlesbaren Internet-Adressen und klarschriftlichen Namen her. Also zum Beispiel die Zuordnung von [url]www.welt.de[/url] zu dem computerlesbaren Adresscode, der den Aufruf der Netzsite überhaupt erst technisch möglich macht.[/QUOTE] Anderst ausgedrückt verbindet das Domain Name System (DNS) den Hostnamen (URL) und die IP-Adresse des Zielrechners. Wer das DNS kontrolliert, kontrolliert auch den Großteil des Internets. Darüber hatte sich jedoch in den letzten Jahrzehnten kaum jemand Gedanken gemacht, obwohl der Mißbrauch vorhersehbar war. Es ist immer der gleiche Prozeß wenn Macht zentralisiert ist, und das ist kein Zufall sondern von langer Hand geplant. Viele denken im Gegensatz zu Regierungen und anderen Großkapitaleignern, viel zu kurzfristig, um das bemerken zu wollen. [QUOTE]Sicher, die Musik und Filmindustrie haben unter den vielen Raubkopien sehr gelitten, [/QUOTE] Nein, das haben sie nicht, und es gibt auch keinen relevanten Zusammenhang zwischen den von den Konzernen veröffentlichten Verkaufszahlen ihrer Medien und anderer Privatkopien. Diese Parole, welche die betreffenden Firmen selbst skandieren, ist ein Scheinargument, welches Regierungen, welche wiederum durch Lobbyisten gerade auch dieser Medienkonzerne gesteuert werden, für False-Flag Operationen benutzen, um das Internet zB mit SOPA zu zensieren und völlig kontrollieren zu können. |
| Scheol | Ich gebe zu, dass das Urheberrecht SOPA nicht rechtfertigt. Auch, das man Scheinargumente benutzt um offensichtlich etwas anderes durchzusetzen. Und auch, dass man nur eine Legitimation sucht, um das Internet beherrschbar zu machen. Oder...beherrschbarer. Aber das die Platten- und Filmindustrie nicht durch Piraterie geschädigt worden sind, dass sehe ich nicht so. Wenn ein Mensch die Möglichkeit hat, Dinge umsonst zu bekommen, die Geld kosten, dann wird er diese Möglichkeit nutzen und sich das Geld sparen. Es wird dann versoffen oder verfressen, aber Musik wird davon dann sicherlich nicht mehr gekauft. Und das schadet. Zumal Film und Musikproduktionen sehr teuer sind. Der Film hat den Joker Kino. Die Musik hat nur noch Konzerte die wiederum ein schweine Geld kosten, um sie zu veranstalten. Piraterie schadet der Musik. Ich sehe darin keinen Logikfehler. Dennoch...SOPA wird sich hoffentlich nicht durchsetzen. Und die Chancen stehen nicht schlecht. |
| Ronin76 | Die Musikindustrie hat Verkaufszahlen und Gewinne nicht gepachtet, und es gibt keine Garantie für die Fortsetzung eines Trends. Der Markt hat sich eben verändert und die die meisten Menschen haben sowieso nicht das Geld (und immer weniger Geld), sich original gepresste Rohlinge in der entsprechend bunten Verpackungen, kaufen zu können. Wenn nun ein für die Medienindustrie positiver Trend abbricht, was jedoch gar nicht der Fall ist, kann man dafür nicht Menschen die sich selbst auch Kopien (wie die Industrie) anfertigen, verantwortlich machen. Mit Logik allein lässt sich das nicht erklären, dazu benötigt es schon empirische Daten und Fakten. Die fehlen hier jedoch. |
| Scheol | Du vergisst hierbei, dass die Qualität der Musik von heute sich ausschließlich durch die Industrie entwickelt hat. Dazu gehört auch, dass sie Gewinne erzielt. Glaub mir, es ist mehr die Gier und die Geringschätzung die Piraterie am Leben hält, als eine Veränderung in der Gesellschaft. Denn kopiert hat der Mensch schon immer. Das Internet bietet nun jetzt flächendeckend die Möglichkeit dazu. Wenn wir dann wieder beim Garagensound angekommen sind, der mit einem 50€ Kassettenrekorder produziert wurde, dann werden wir uns nach den gepressten Rohlingen zurücksehnen. So schlimm wird es natürlich nicht kommen. Aber wir werden keine Künstler mehr haben, die sich mit Musik richtig auseinandersetzen können, da sind 10 und mehr Stunden am Tag unterwegs sind, um Geld zu verdienen. Die Qualität wird dermaßen leiden, sag ich dir. :p |
| Ronin76 | [QUOTE]Du vergisst hierbei, dass die Qualität der Musik von heute sich ausschließlich durch die Industrie entwickelt hat.[/QUOTE] Gute Musik benötigt keine Industrie und besondere Technik. Von der technischen Seite waren es die Musikliebhaber, welche durch ihren Konsum die Industrie finanziert und den technischen Fortschritt vorangetrieben haben, um zB Tonaufnahmen archivieren zu können. Ohne die Konsumenten ist die Musikindustrie ein Nichts und würde nicht existieren. Sie maßt sich allerdings an, über den Konsumenten welche sie groß gemacht haben, zu stehen, und über diese bestimmen zu wollen, indem sie jetzt sogar direkt in der Regierungspoltik mitmischt. Das Kind (Musikindustrie) wendet sich nun, da es genug Macht und die damit verbundenen Möglichkeiten hat, gegen seine Erzeuger und ist zu Frankenstein geworden. [QUOTE]Glaub mir, es ist mehr die Gier und die Geringschätzung die Piraterie am Leben hält, als eine Veränderung in der Gesellschaft. Denn kopiert hat der Mensch schon immer. Das Internet bietet nun jetzt flächendeckend die Möglichkeit dazu.[/QUOTE] Na dann ist doch alles in natürlicher Ordnung. Der Mensch und das Leben besteht ja seit dem Beginn der Zeit nicht nur aus Kopieren sondern wohl auch schon immer aus Gier und Geringschätzung, auch wenn dies nur Facetten und keine alleinstehenden Merkmale sind. Leben bedeutet nun mal gierig zu sein. Hunger ist Gier, Durst ist Gier, das Leben ist gierig. Alles Leben ist also gierig, sonst könnte es gar nicht in der uns bekannten Form existieren. Die eigentliche Frage ist doch, wie die Ressourcen verteilt werden um die Gier Aller stillen zu können. Piraterie ist natürlich und das weitaus kleinere Übel als der Moloch aus Regierungspolitik und Musikindustrie, welche die natürliche Ordnung, also die Bedürfnisse der Mehrheit der Lebewesen, pervertieren. Menschen wollen nun mal Musik konsumieren und das möglichst kostenlos. Das Herrschaftsinstrument Geld, Herrschaft selbst, und daraus resultierende Herrschaftsgesetze, stehen den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschen nun mal kontraproduktiv im Weg und schränken bis verhindern Lebensqualität und Quantität, also das Leben selbst, massiv ein. Ich habe nichts gegen Garagensound einzuwenden, schließlich waren die von mir als am besten erlebten Konzerte jene in kleinen Lokalitäten bei relativ schlechtem Equipment. Live Musik ist in der Qualität eh nur schwer zu überbieten. Das Konzept der Musikindustrie, also angefangen bei den kleinen Bands, bis hin zu großen Labels, hat sowieso keine Allgemeingültigkeit, und ist komplett durchkommerzialisiert. Das große Problem das Profi-Musiker haben ist doch, daß sie ihre Existenz häufig allein durch ihre Musik finanzieren und bewerkstelligen müssen, und wenn das nicht reicht müssen sie eben wie die meisten anderen Menschen jobben gehen. Allerdings sind Musiker auch nicht dazu gezwungen Musik zu machen, um damit ihre Umfeld zu beglücken, denn das ist offensichtlich gar nicht erwünscht, sonst würde Musik, vor allem Live Musik viel höher entlohnt werden. Das Angebot an Musik ist seit Jahrzehnten weitaus höher als die Nachfrage. Schön wenn jemand Musik machen will, sie/er sollte sich dann nur nicht über die allgemein bekannten Zustände beklagen und Anderen, wie zB den Privatkopierern, die Schuld für seine Existenzprobleme aufgrund seines Musikmachens geben. Vielmehr sollte er/sie das gesamte System in Frage stellen. Wieso zB der Mensch so abhängig vom Geld ist, wieso Wohnraum und Nahrung Geld kosten, wieso ihm eine Staatsbürgerschaft aufgezwungen wird, wieso er Steuern zahlen soll, wieso er fremde Gesetze befolgen soll, etc. Darin nämlich liegt die Wurzel dieses großen Übels, und ich betrachte Privatkopierer als bequeme Sündenböcke, um sich nicht mit den Großen anlegen zu müssen. Der Weg des geringsten Widerstandes war schon immer der Einfachste, aber nicht der Nachhaltigste. PS: Wertschätzung von Musik lässt sich nur teilweise kommerziell beurteilen, da so traurig das vielleicht klingen mag, Musik in der heutigen, kapitalistischen Welt, einen nicht notwendigen Luxus bedeutet. Da ist es nur logisch, daß häufig eh schon knappes Geld für dringend benötigte, existenzielle Bedürfnisse wie Nahrung und Wohnraum (Sicherheit) bevorzugt ausgegeben wird, so daß am Ende nichts mehr für kommerziell erhältliche Musik übrig bleibt. Andererseits ist es ja schon pervers für etwas das auch historisch in der Kultur der Menschen so stark etabliert ist daß man es durchaus als etwas Natürliches bezeichnen kann, also Musik, Geld zu bezahlen, was aber auch für andere Dinge gilt. Hier wird eigentlich nur wieder deutlich, wie fortgeschritten kommerzialisiert die Welt geworden ist. Hier sollten sich auch mal so einige Musiker an der eigenen Nase packen, da sie Teil des Kommerzes sind. |
| Scheol | [URL=http://www.bbc.co.uk/news/technology-16642369]Es hat begonnen[/URL] |
| Scheol | [URL=http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Verfassungsgericht-Kein-garantiertes-Recht-auf-frei-verfuegbare-Werke-1418257.html]Und es geht weiter...[/URL] |
| Seneca | Bevor sich als nicht US-Amerikaner über SOPA aufregt sollte man als Europäer erst mal vor der eigenen Haustür kehren. SOPA is eine Sache der USA, da haben wir nichts zu melden, oder wählen wie hier die US-Senatoren? [url]http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/interview-markus-beckedahl-acta-sopa[/url] |
| Scheol | ist es nicht. die usa haben spanien unter drohung von handelssanktionen dazu gezwungen, bei sopa mitzuziehen. das wird auch ein europäisches thema |
| Ronin76 | Seneca: Wieso SOPA auch für die Menschen in Europa wichtig ist, steht teilweise gleich am Anfang des von dir verlinkten Artikels. Wahlen und Senatoren sind dafür eh nicht entscheidend, falls du auf die Repräsentative Demokratie anspielst, welche einen antidemokratischen Prozeß verkörpert. Wir, die Bewohner des von der BRD in Besitz genommenen Gebiets, haben nicht nur in den USA, sondern auch hier nichts, bzw nicht viel, zu melden. Gerade aufgrund von Machtverhältnissen, wie zB der Repräsentativen Demokratie, welche von den USA übernommen, bzw von dort aus in Zusammenarbeit mit den anderen Alliierten (Frankreich, England, Rußland) nach dem Zweiten Weltkrieg implantiert, und niemals vom "Volk" selbst auserwählt und bestimmt wurden. [QUOTE] Zunächst haben die USA eine Vorbildfunktion in der Internet-Gesetzgebung. Sie haben einen gewissen Einfluss und eine Leuchtkraft auf europäische Gesetzgebungen. Außerdem sitzen eine Vielzahl von beliebten kommerziellen und nicht-kommerziellen Plattformen in den USA, die von europäischen Bürgern genutzt werden – von Wikipedia bis Facebook. Wenn diese Plattformen, Unternehmen oder Communitys einer anderen Gesetzgebung unterliegen, hat das unmittelbaren Einfluss auf unser Leben im Netz. [/QUOTE] |
| Ronin76 | SOPA liegt nun erst mal auf Eis: [url]http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36617/[/url] |
| Scheol | Das war zu erwarten und ich bin froh, dass das so gelaufen ist. Dennoch wird die Idee weiter verfolgt werden. Die Frage ist nur, ob die Öffentlichkeit auch in der Lage ist ein entsprechend anderes Gesetz, das scheibchenweise Fuß fassen will, zu erkennen und ebenfalls zu blockieren. Die Einführung einzelner Minigesetze, die später zu einer großen Internetüberwachung und Zensur führt, funktioniert in Deutschland momentan sehr gut. Obwohl das eher daran liegt, dass unsere Gesetzgeber weder die technische Kompetenz für eine endgültige Gesetzesvorlage haben, noch wirklich wissen, wo sie genau hin wollen. Egal, ich bin froh, dass sich hier ein demokratischer Prozess abgezeichnet hat. |
| Ronin76 | Es geht manchmal schneller als einem lieb wäre: Faschos von der Union wie Günter Krings, verfolgen die Idee der Internetkontrolle schon weiter. Mit der Salamitaktik soll, wie du Scheol schon angedeutet hast, schleichend Kontrolle erlangt werden: [url]http://www.rp-online.de/politik/deutschland/unionspolitiker-loben-plan-fuer-us-netzsperren-1.2686092[/url] [QUOTE]Bei der Durchsetzung des Urheberrechts gehe es nicht um Zensur, "sondern einzig und allein darum, Kreative vor Ausbeutung zu schützen."[/QUOTE] Durch und durch ein Gutmensch welcher der Menschheit einen Bärendienst erweisen will. Wer schützt eigentlich wahnsinnige Politiker, denen ins Gehirn geschissen wurde ? Für was [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untertan]Der Untertan[/URL] Krings sonst noch steht: - Verlängerung des Terrorismusbekämpfungsgesetzes = totale Überwachung und damit Kontrolle der Bevölkerung - Als Unterpunkt des TBEG: Sperrung von Webseiten ermöglichen (Horst Köhler hatte durch die Verweigerung seiner Unterschrift die Legitimierung verweigert ! Er entließ sich danach selbst aus dem Amt.) - Vorratsdatenspeicherung - Klarnamenzwang im Internet / Verbot von Pseudonymen und Anonymität - Gegner der Homoehe - Anhänger des Eheabstandsgebots (Ehe soll hierarchisch über eingetragenen Parnterschaften stehen) [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Günter_Krings[/url] |
| Scheol | Das war von der CDU/CSU zu erwarten. Es wundert mich, warum gerade die CSU einen recht bescheidenen Applaus zu SOPA gab. :rolleyes: Die Forderungen dieses K(r)ings sind völlig absurd und werden sich so nicht 1:1 in der Rechtsprechung wiederfinden, dennoch nehmen solche Clowns durchaus Einfluss auf das spätere Recht. Das wird noch sehr spannend. SOPA ist zwar vorläufig geschlagen, wird aber wieder kommen. Anderer Name, andere Wörter aber gleiches Ziel. Die machen das schon. Das Internet ist der einzig wirkliche demokratische Raum den wir noch haben. Das darf natürlich nicht sein! |
| Seneca | SOPA is kein Thema und ohnehin außerhalb unseres Einflusses, darum müsse sich die Amerikener kümmern. Man solte sich lieber im ACTA kümmern den das passiert HIER, dehalb ist es ja auc so still drum, der SOPA Rummel ist doch 'ne tolle Ablenkung. Immer erst vor der eigenen Haustür kehren, denn die AMis interesssiert es incht was außerhalb ihrer grenzen passiert, auch die US bürger helfen und da incht weil sie traditionell von Desinteresse an Europe geprägt sind. |
| Scheol | @Seneca Ich gebe dir vollkommen recht, dass man erst mal bei sich schauen sollte. Aber nochmal; die Amis schalten mit SOPA Server in der ganzen Welt ab. SOPA hat Einfluss auf den gesamten Erdball, nicht nur auf Amerika. Das SOPA es nicht schaffen wird war dennoch klar. Ich glaube, die Empörung gilt weniger dem Gesetz als mehr der Art und Weise, wie die Führungsspitze einzelner Länder denkt und handeln möchte. |
| daimos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Man solte sich lieber im ACTA kümmern den das passiert HIER, dehalb ist es ja auc so still drum, der SOPA Rummel ist doch 'ne tolle Ablenkung.[/QUOTE]In der Tat: "[url=http://netzpolitik.org/2012/eu-unterzeichnet-das-acta-abkommen/]EU unterzeichnet das ACTA-Abkommen[/url]. Noch besteht Hoffnung, denn das EU-Parlament und die nationalen Parlamente können das ACTA-Abkommen noch ablehnen." |
| Ronin76 | Seneca geht es um den Einfluß, den man selbst ausüben kann. Da wir keine US-Staatsbürgerschaft haben, ist unser Einfluß auf SOPA tatsächlich kaum bis überhaupt nicht vorhanden, so daß man es eigentlich nur beobachten kann. Doch selbst bei ACTA wird es mit der Einflußnahme schwierig, da EU-Parlamentarier nicht von Wählern gesteuert werden noch deren Interessen vertreten. Wer nur auf etwas hofft und untätig bleibt hat sowieso verloren, denn er bekundet damit seine Machtlosigkeit. Da sich die Interessen von Parlamentariern und Wählern immer gravierender unterscheiden, muß man sich schon fragen was noch alles passieren muß, bis die Wähler begreifen, daß sie sich bei jeder Wahl nur selbst abwählen und sich so nie etwas ändern wird. Es benötigt mehr Mut zur eigenen (direkten) Aktion, anstatt immer nur zuzusehen, wie die Welt um einen herum immer schlechter wird. Man muß sich schon entscheiden was man will, denn Rechtstaatlichkeit und Freiheit lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Anstatt immer nur Symptome wie ACTA zu bekämpfen, und dabei sinnlos Energie zu verschwenden, sollte man die Wurzel des Übels beseitigen. Aber spätestens an diesem Punkt steht der Revolutionär alleine da, weil sich deutsche und imigrierte Duckmäuser unter der Decke verkriechen und der Obrigkeit Rede und Antwort stehen, wenn es ernst wird. Ich halte den Orwellschen Staat daher für unaufhaltbar. |
| Seneca | [img]http://z1.demoty.pl/e31d50a3e3d920f97d57ee974ac3f93309902e6a/wyborcy[/img] Der deutsche Arsch dagegen ist zu schwer um sich noch zu bewegen, er starrt nur noch gen USA und mockiert sich über Fernpolitik. das errinert stark an China, dort wird auch nur die US Politik kritisiert, nie die eigene. Die Polen werden uns allerdings nicht retten die kümmrn sich um Polen so wie sich die US Amerikaner nur um die USA Gedanke machen. Occupy Wallstreet wird nicht nach Frankfurt kommen um da unsere "Arbeit" zu machen. |
| Scheol | den kollektiven zusammenhalt, den wir dafür bräuchten, ist jahrzehnte lang an zaunkriegen und polemik der massenmedien (rtl) zerbrochen. es gab ansätze für occupy ffh noch lange vor new york, aber die demos und aufrufe zum organisierten, zivilen ungehorsam sind abgesagt worden wegen verhaltenem interesse der bevölkerung. schade, ich hatte mir schon urlaub für diesen tag genommen. ein kollege auch. |
| Seneca | ich sehe darin auch zeichen einer vergreisenden Gesellschaft, nicht nur die Gesellschaft in D als ganzed vergreist ( 50% der Deutschen sind über 50) sondern besonders die Politik vergreist. Wenn man schon auf 40 jährige als Revoluzzer angewisen ist ist der Ofen schon aus. Klassischer weise wäre das die Rolle der 18-24 jährigen die noch nicht zu verlieren haben und ungebunden sind...aber bekomm die heute mal von der PS3 weg. Protestieren auf Facebook gilt nicht, das hat keine Wirkung, ebensowenig wie E-mail an abgeordnete...die müssen stattdessen in echter Post absaufen, denn was auf Papier kommt lässt sich nicht so leicht abtun...und selbst wenn dann belastet es sichtlich den Papierkorb. |
| Scheol | damit hast du sicherlich recht. also, im gesamten. protestieren auf facebook? wäre ich nicht gerade hier über handy drin, würde ich dir jetzt ein artikel posten, der die verhaftung eines 18jährigen thematisiert, der über fb eine revolution ankündigte. da man ihn nicht ins gefängnis werfen konnte, sitzt er jetzt in der psychiatrie. soviel zu sozialen netzwerken in deutschland. |
| Scheol | Hier mal was zu Polen und ACTA: [URL=http://netzpolitik.org/2012/anonymous-demonstriert-im-polnischen-parlament-gegen-acta/]Klick[/URL] Und der Link mit der Verhaftung: [URL=http://www.fr-online.de/wiesbaden/drohung-auf-facebook-18-jaehriger-kuendigt-revolution-an,1472860,11516356.html]Klick 1[/URL] und [URL=http://www.fr-online.de/wiesbaden/nach-revolutions-drohung-auf-facebook-18-jaehriger--in-psychiatrie-eingewiesen,1472860,11523256.html]Klick 2[/URL]. Dabei ist die Tatsache, dass es auf FB war eher nebensächlich. Es geht um die Art und Weise, wie unsere Polizei und Justiz handeln. Es ist nichts passiert, dennoch Psychiatrie? Das extreme Vorgehen ist zweifelhaft. Motive hin oder her. Und das der Junge bewaffnet war, sagt nicht viel aus. War es jetzt ein Kartoffelschäler oder ein Küchenmesser? Man weiß es nicht. |
| Scheol | Und nochmal ACTA: Wer will kann [URL=http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?fp]hier[/URL] an einer internationalen Petition teilnehmen. |
| Ronin76 | [QUOTE]ich sehe darin auch zeichen einer vergreisenden Gesellschaft, nicht nur die Gesellschaft in D als ganzed vergreist ( 50% der Deutschen sind über 50) sondern besonders die Politik vergreist.[/QUOTE] Ich stelle mal folgende Thesen auf, wieso ältere und besonders alte Menschen nichts verändern wollen, denn darin liegt der Kern des Problems, welches vor allem die Jüngeren betrifft und noch mehr betreffen wird: - Sie haben im Durchschnitt deutlich mehr Besitz und Geld, zB Immobilien, als Jüngere - Ihr Lebensende ist absehbar, und darum ist es ihnen egal was mit der Gesellschaft passiert, solange es ihnen selbst noch einigermaßen gut geht - Sie sind obrigkeitshörig und egoistisch erzogen und konditioniert worden, und lassen lieber machen anstatt selbst etwas zu machen - Alte Menschen leben häufig allein und haben nur wenig soziale Kontakte - Sie fühlen sich klein und schwach, sind es zum Teil auch, ignorieren jedoch daß Stärke durch Wissen, Solidarität und Menschenmassen entsteht - Sie sind Konservative welche das Etablishment der 6 großen Parteien wählen, und noch immer an die Illusion der Demokratie und von unendlichem Wachstum und Wohlstand durch Arbeit und Konsum glauben - Sie verstehen nur wenig von Politik; sind zum Großteil bis auf berufliche Aspekte völlig unwissend (Fachidioten), können dafür jedoch umso besser Plattitüden rezitieren, die zB Politiker, Theologen und andere Vorbilder von sich geben [QUOTE]damit hast du sicherlich recht. also, im gesamten. protestieren auf facebook? wäre ich nicht gerade hier über handy drin, würde ich dir jetzt ein artikel posten, der die verhaftung eines 18jährigen thematisiert, der über fb eine revolution ankündigte. da man ihn nicht ins gefängnis werfen konnte, sitzt er jetzt in der psychiatrie. soviel zu sozialen netzwerken in deutschland.[/QUOTE] Zeigt deutlich unter welcher Angst und Paranoia die Herrschenden leiden. Nur weil Einer mal den Mut hat es zu äußern, wird er weggesperrt und gefoltert. Und was ist mit den vielen Tausend die es denken ? :) Gedankenpolizei ! [QUOTE] Und nochmal ACTA: Wer will kann hier an einer internationalen Petition teilnehmen. [/QUOTE] Da liegt doch genau das Problem. Zu glauben, daß sich durch eine Unterschrift bzw ein paar Adressdaten irgendetwas ändern wird. Inzwischen ist das Netz ja voll mit solchen mehr oder weniger dubiosen, zumindest bedenklichen Unterschriftensammelaktionen. Sie haben im Prinzip den finanziellen Spendenaufrufen den Rang abgelaufen, heute ist es eben die Unterschrift um welche gebettelt wird. Mehr als Gewissensberuhigung ist das nicht. Selbst aktiv zu werden geht einen Schritt weiter und das ist dann auch nicht mehr unbedingt mit legalen Mitteln umsetzbar, denn die von der Obrigkeit auferlegte Legalität soll ja gerade einen Machtwechsel verhindern. |
| Scheol | @Ronin76 Ich habe nicht die Zeit um Bomben zu bauen. Und bevor ich gar nichts mache, setze ich meinen Namen auf eine Liste. In Deutschland wie in der EU müssen Petitionen ab einer bestimmten Größe beachtet werden. Ich verstehe nicht was daran jetzt falsch sein soll? Es ist ja nicht so, dass es zu SOPA keine Petition gab. Denkst du nicht, dass jeder dieser Bausteine wichtig ist? Petition, Demonstration, Emails, Briefe, Anrufe...der Mix ist doch gut. Und sich in so eine Petition einzutragen dauert nicht mal eine halbe Minute. Du bekämpfst hier die falsche Sache. |
| Ronin76 | [QUOTE]Ich habe nicht die Zeit um Bomben zu bauen. Und bevor ich gar nichts mache, setze ich meinen Namen auf eine Liste.[/QUOTE] Keine Sorge, du mußt sie nicht bauen, nur legen. ;) Aber genug der Polemik, spätestens seit der RAF weiß man daß Bomben einem Widerstand mehr schaden als nutzen. Ich denke da eher an gemäsigte aber mutige und wirksame Aktionen wie in Venezuela, als eine US-Marionette Hugo Chavez durch einen Putsch ersetzen sollte. Tagelang waren Millionen Menschen auf Caracas´ Straßen vor dem Parlament anwesend und hatten protestiert. Ich stelle mir vor wie es wäre, wenn Millionen Deutschlandbewohner den Bundestag, das Kanzleramt, die Frankfurter Börse, und andere Machtzentren besetzen würden, um der Maskerade von Gerechtigkeit, Freiheit und Fürsorge ein Ende zu bereiten und endlich mal das zu leben, was die Meisten unter Demokratie, also Herrschaft des Volkes, verstehen. Wie es wäre wenn Millionen Menschen nicht mehr wählen gehen würden, um sich damit selbst zu entmündigen und zu entmachten. I have a dream. [QUOTE]In Deutschland wie in der EU müssen Petitionen ab einer bestimmten Größe beachtet werden. Ich verstehe nicht was daran jetzt falsch sein soll?[/QUOTE] Es geht ums Prinzip. Ich möchte selbst entscheiden und agieren, und nicht fremdgesteuert werden. Mal ganz unabhängig davon, ob Politiker und Staatsbeamte korrupt sind. Ich hatte mal gelesen, daß nur ein winziger Bruchteil aller Petitionen seit dem Bestehen der BRD überhaupt das Quorum erfüllt hatte, um im Petitionsausschuß des Bundestag beachtet und behandelt worden zu sein. Der Erfolg war gleich Null. Meiner Ansicht nach wird durch die Möglichkeit einer Petition lediglich Demokratie vorgetäuscht. Entscheidungen werden im Bundestag von ganz anderen Interessen beeiflusst, sonst wäre die BRD zB nicht in der EU und hätte noch die Deutsche Mark. Typisch für den autoritären Marionettenstaat BRD ist doch, daß der Wille des Volkes ignoriert, und über die Köpfe hinweg entschieden wird. [QUOTE]Denkst du nicht, dass jeder dieser Bausteine wichtig ist? Petition, Demonstration, Emails, Briefe, Anrufe...der Mix ist doch gut.[/QUOTE] Einerseits besser als nichts, aber es sind die falschen Ansatzpunkte, und führen meistens ins Leere. An die Wurzel des Übels, bzw die Pfeiler der Macht, getrauen sich eben nur sehr Wenige heran und alle friedlichen Reformversuche seit dem Bestehen der BRD, haben nicht wesentlich etwas an den Machtstrukturen geändert. Ich bin mir darüber im Klaren, daß nur der radikale Wille zur Veränderung auch wirklich Veränderung bewirken kann, und das funktioniert nicht mit Wunschzetteln und Bittschriften, wie sie auch kleine Kinder an den Weihnachtsmann und das Christkind schreiben. Das demonstriert nur Schwäche und Hilflosigkeit. |
| Schattenmelodie | Am 11. Februar sind bundesweite Demonstrationen gegen ACTA geplant, hier weitere Infos: [url]http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/acta-protest-deutschland[/url] |