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  Forum: Netzwelten
    Thema: Tim lebt
ThendaraGrüß Gott
[url]www.tim-lebt.de[/url]
Schreibt doch mal was ihr davon haltet.
Liebe Grüße
XSeelenschreiXdas klingt vielleicht hart, aber manchmal (wenn auch verdammt selten) ist es besser, auch für das baby, wenn die mutter abtreibt... aber eine so späte abtreibung ist schon fast krank.. in dem fall wäre es ja richtiger mord....
deathly_silenceDas ist doch mehr als krank!!!
Wie kann man absichtlich so ein unschuldiges Wesen töten?! Sowas werd ich wohl nie verstehen ...
belladonnaOh mein Gott, ich glaub es einfach nicht. Ich habe selbst zwei Kinder und ich hatte schon eine Verbindung zu ihnen, als sie noch winzige Punkte auf dem Ultraschallbild waren. Bei meinem zweiten Kind habe ich schon in der vierten (ich glaube sogar noch etwas früher) Schwangerschaftswoche bescheid gewußt. Da hat mir der Arzt auf dem Ultraschall das klopfende Herzchen gezeigt. Ein winziges Pünktchen Leben. Da ein drittes Kind vorerst nicht geplant ist, habe ich mich für ein sicheres Verhütungsmittel entschieden, denn eine Abtreibung könnte ich nach diesen Erfahrungen nicht mehr übers Herz bringen. Das käme mir wie Mord vor.

Bis zu einem gewissen Zeitpunkt sollte eine Frau schon die Möglichkeit haben, sich für eine Abtreibung zu entscheiden. Das ist für manche Frau wirklich der einzige Ausweg. Aber ein bereits lebensfähiges Kind abzutreiben ist abartig. Ich kenne einige Frauen, die auf die Fruchtwasseruntersuchung verzichtet haben obwohl sie in einem Alter schwanger wurden, in dem das Risiko ein behindertes Kind zu bekommen etwas höher ist. Sie sagten sich, ich will dieses Kind. Es ist willkommen, auch wenn es behindert sein sollte. Ich habe auch von einer Frau gelesen, die während der Schwangerschaft erfuhr, daß ihr Kind nicht lebensfähig sein und nur wenige Tage, im Glücksfall vielleicht ein paar Wochen leben würde. Sie hat es ausgetragen und die kurze Zeit mit ihrem Baby genossen und sich in aller Ruhe von ihm verabschiedet, als es starb. Ich hab geheult, als ich das las, aber dieses Kind hatte ein schönes Leben auch wenn es kurz war. Es ist einfach grausam eine so späte Abtreibung vornehmen zu lassen. Es gibt doch so viel andere Möglichkeiten!


Bei der Möglichkeit einer Abtreibung im ersten Drittel der Schwangerschaft, entscheiden sich nicht wenige Frauen trotzdem für ihr Kind. Das soll sogar schon bei Schwangerschaften infolge einer Vergewaltigung vorgekommen sein. Die Natur ist da sehr stark. Mein erstes Kind war auch nicht geplant, aber ich habe es von ganzem Herzen willkommen geheißen.
SinisterSisterHi,

ich denke, ihr habt mit vielem Recht, was ihr sagt. Dieser Fall des Kleinen ist wirklich erschütternd.
Ich will eigentlich gar nicht so viel dazu schreiben im Moment.
Aber diese Aussage von Barbara Wussow auf der Homepage ist mir aufgefallen:

"Ich unterstütze die Kampagne [url]www.Tim-lebt.de,[/url] weil in unserer Gesellschaft Natur, Regenwald und Tiere geschützt werden, der Mensch aber tatenlos die Tötung ungeborener Kinder akzeptiert.
Es ist in unserer Gesellschaft leichter, ein Kind im Mutterleib zu töten, als einen Baum zu fällen."

Ich finde, so einfach kann man es sich nun wirklich nicht machen. Es gibt gesetzliche Regelungen, Fristen, Beratungspflicht etc und ich glaube, für keine Frau ist es eine Entscheidung, die sie in 5 Minuten am Frühstückstisch trifft. Das mit dem Baumfällen zu vergleichen, finde ich eine Unverschämtheit.
oskadisNa, da haben die sich ja voll Zeit gelassen abzutreiben.

Trisomie 21 läßt sich sehr früh feststellen. Ich denke da ist noch was anderes im HIntergrund gelaufen bei dem Ehepaar.

Belladonna hat alles gut auf den Punkt gebracht, denke ich. Abtreibung ist keine Selbstverständlichkeit für die meisten Frauen.

Außerdem möchte ich noch anmerken, daß nicht nur Frauen für Abtreibungen verantwortlich zeichnen. Wie viele Fälle gibt es, wo Männer schwangere Frauen so unter Druck setzen, daß sie letztendlich keinen anderen Ausweg sehen?

Bitte keine Klugscheißmodus Antworten zu meinem letzten Satz. Nicht jede Frau ist sich aller Möglichkeiten bewußt oder ist in jedem Moment ihres Lebens voll reaktionsfähig.

Gruß

~Oskadis~
MondsilbertaufeDie Gynäkologen dürften mächtig in den Arsch gekniffen sein. Erst verlangen die Eltern eine Abtreibung und dann werden die Ärzte auch noch verklagt, weil der "Cleaner" nicht sauber genug gearbeitet hat.
Demnach verdienen es Arzt und Eltern sich eine Zelle teilen: Der Arzt wegen Dummheit, die Eltern aufgrund von Grausamkeit.
DemonsAngelIch bin sprachlos, schockiert und entsetzt. *sich erst mal sammeln muss*
Also in dem Fall des kleinen Tims, gehören nicht nur die Ärzte verklagt, sondern auch die Eltern. Wie kann man so ein kleines Würmchen da 10 Stunden liegen lassen auf die Art 'ma guggen obs schafft'. Ich finde das absolut ... mir fällt kein passendes Wort ein um diese Tatsache zu beschreiben ohne ausfallend zu werden.
Und die Mutter, also...was soll man dazu sagen? Jeder Frauenarzt sagt, dass ab einem gewissen Alter einfach ein höheres Risiko besteht und ich denke mal, dass auch jede Mutter wissen will, ob das Kind gesund ist. Wir haben heute diese Möglichkeiten das recht früh zu erkennen.

Zur Abtreibung: also ich bin für mich ganz klar dagegen und würde nicht abtreiben. Und für Frauen, die meinen Abtreibung sei ne gute Verhütung, für die habe ich auch null Verständnis.
Ja ich weiss es gibt einfach Fälle, da geht es nicht anders, wie z.B. wenn man feststellt, dass das Kind eine so hohe Behinderung aufweisen würde, dass es kaum oder garnicht selbstständig leben kann, oder es aus einer Vergewaltigung heraus enstanden ist. Dann kann ich es noch etwas nachvollziehen. Wobei ich sagen muss, dass so ein Würmchen nichts dafür kann, aber das muss die Frau dann in so einem Fall selbst entscheiden.
belladonna[QUOTE]Außerdem möchte ich noch anmerken, daß nicht nur Frauen für Abtreibungen verantwortlich zeichnen. Wie viele Fälle gibt es, wo Männer schwangere Frauen so unter Druck setzen, daß sie letztendlich keinen anderen Ausweg sehen? [/QUOTE]

Das ist wahrlich nicht so abwegig. Man möchte gar nicht glauben, welchem Druck manch Schwangere ausgesetzt ist. Ich selbst habe eine Freundin, die ist jetzt alleinerziehende Mutter. Als sie damals 19jährig ihrer Mutter eröffnete, daß sie schwanger sei, bekam sie ein: "Abtreiben oder du kannst sofort hier ausziehen!" zu hören.
Es ist unglaublich wie manche Frauen von Verwandten, die es angeblich doch nur gut meinen, derart in die Ecke gedrängt werden. Da habe ich auch mal einen Bericht einer jungen Frau gelesen, die sich auf den massiven Druck von außen zu einer Abtreibung halbwegs entschieden hatte, sich in der Klinik aber im letzten Moment für das entschied was sie selbst wirklich wollte. Nämlich dieses Kind bekommen und großziehen.
MondsilbertaufeNa dann will ich die junge Frau aus dem Bericht zu gern sehen, wie sie die Frage des Sprößlings beantwortet, ob es denn ein Wunschkind gewesen sei.
Aufrichtigkeit hieße: "Ich lag schon auf dem Tisch, aber dann habe ich es mir nochmal anders überlegt. Du hast nur Glück gehabt, mein Schatz. Wahrscheinlich warens die Mutterhormone."
Traurig, wenn man in bezug auf das menschliche Wesen, was in einem wächst so wenig Standpunkt beziehen kann und derart entscheidungsschwach ist.
Das ist meines Erachtens das größte Problem der Abtreibungsdiskussion: die Eltern oder Nichteltern selbst.
belladonna@Mondsilbertaufe

Na auf´m Tisch hat sie noch nicht gelegen;). Der Gedanke an eine Abtreibung war für sie furchtbar. Alles in ihr sträubte sich dagegen. Dachte sie widerum daran, wie es wäre das Kind zu behalten, wurde ihr ganz warm und es fühlte sich einfach richtig an. Wenn du diesen Bericht gelesen hättest, könntest du es vielleicht eher nachvollziehen. Ich habe zwei erfolgreiche Schwangerschaften hinter mir. Da steht man teilweise ganz schön neben sich. Es heißt nicht umsonst: "andere Umstände". Was da so gefühlsmäßig abgeht, das hätte ich mir vorher nie träumen lassen.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Der Gedanke an eine Abtreibung war für sie furchtbar. Alles in ihr sträubte sich dagegen. Dachte sie widerum daran, wie es wäre das Kind zu behalten, wurde ihr ganz warm und es fühlte sich einfach richtig an.[/QUOTE]
Kann ich gut nachvollziehen, denn das ist Biologie.
[QUOTE]die sich auf den massiven Druck von außen zu einer Abtreibung halbwegs entschieden hatte, sich in der Klinik aber im letzten Moment für das entschied was sie selbst wirklich wollte.[/QUOTE]
Das aber kann ich nicht nachvollziehen, wenn oben Zitiertes den Gedankengang der Schwangeren darstellt.
Aber möglicherweise gehörte sie einem anderen Kulturkreis an...
oskadis[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]
Das aber kann ich nicht nachvollziehen, wenn oben Zitiertes den Gedankengang der Schwangeren darstellt.
Aber möglicherweise gehörte sie einem anderen Kulturkreis an... [/B][/QUOTE]

Kann sein, kann aber auch nicht sein.

Die Mutter ist ein zentraler Mensch für viele Frauen. Eine Mutter kann das verursachen, was Belladonna geschrieben hat. Ehrlich gesagt, nicht jeder ist mit 19 so weit zu sagen: "Na und? Dann ziehe ich eben aus."
Schon von Liebesentzug gehört und wie sich das als effektive Nötigung einsetzen läßt? Funktioniert auch gut zwischen Mann und Frau hab ich gehört.

Gruß

~Oskadis~
MondsilbertaufeOch Mönsch, oskadis....
Schonmal was von Emanzipation gehört, dass Liebesentzug keine Strafe ist, die man über sich ergehen lassen muss und davon, dass Kind nicht gleich Abhängigkeit bedeutet?
Anstatt ständig die Verständnisvolle zu mimen, solltest du lernen, dass es manchen Leuten ganz gut bekommt, mal einen Schubser von anderen zu erhalten.
Es ist schlichtweg inakzeptabel, dass Köperverletzung auf einzelnen Wunsch von fremden Personen an einer werdenden Mutter und ihrem Ungeborenem begangen wird. DAS hätte man unserer jungen Mutti aus dem Bericht mal vorher sagen müssen, bevor sie die Vergangenheit zur Lüge machen muss oder dem Kind gesteht, dass es kein Wunsch-, sondern ein Glückskind ist.
Black MoniPoste jetzt ohne eure Posts gelesen zu haben (mache ich sonst nicht), habe auch nur sehr wenig auf der verlinkten Site gelesen.
Emitionen kochen hoch: Wut, Trauer, Gänsehaut, Empörung...
Der Grund ist einfach der, als ich las dass der Kleine nicht leben sollte, weil er ein Down - Syndrom - Kind ist, hätte ich ko**** können. Und konnte auch nicht weiterlesen. Es gibt sicherlich so schwerwiegende Behinderungen, dass es verständlich ist, wenn Eltern sich für eine Abtreibung entscheiden (auch wenn ich es für mich nicht nachvollziehen kann), aber bei einer Trisomie 21?
Das erinnert mich fatal an die Frage "lebenswertes/nichtlebenswertes Leben". Das gab es schon mal. Woher nehmen sich die Eltern dieses Recht??? Wie verantwortungslos und egoistisch muss man sein? Nur weil "so ein Kind" nicht in die "normale Schublade" passt? Weil es kein Vorzeigekind sein wird? Weil es einen ein Leben lang braucht, nicht nur einige Jahre bis zur Selbständigkeit? Das ist krank!!!
(Entschuldigt diesen spontanen Post (meine Tochter "war" ein Down - Syndrom - Kind), mußte das jetzt erstmal loswerden, bevor es sich in meine Gedanken frisst), lese morgen in Ruhe alles und werde sicherlich noch mal antworten)
RankshaOh Mann... Also würde ich erfahren, dass das kleine Mäuschen in meinem Bauch (gesetzt den Fall, ich sei schwanger) behindert sein würde, z.B. Trisomie 21, würde ich auch abtreiben. Und da dann durchzudrehen find ich falsch, es ist nämlich Jederfraus eigene Entscheidung (Gott sei Dank). Ich persönlich WEIß, dass ich ein behindertes Kind vermutlich nicht wirklich akzeptieren würde, hört sich hart an, aber es ist so und so denken garantiert viele Frauen, würde aber niemand freiwillig zugeben, denn das macht einen ja herzlos und makaber. Ich steh dazu, ich könnte das nicht, auch wenn´s "nur" Trisomie 21 wäre und bevor ich das arme Ding dann in ein Heim geben müsste oder es ihm an Liebe fehlen würde, würde ich eben bis zum 3.Monat abtreiben.

Was mit diesem kleinen Tim passiert ist, ihn da so verkümmert liegen zu lassen, ist ene andere Geschichte, dazu fällt mir echt nix mehr ein...
Ich bin froh, dass man hierzulande die Möglichkeit hat, bis zum dritten Monat abzutreiben (aus welchem Grund auch immer). Einigen Frauen jedoch sollte man es schlicht weg verbieten, auch nur Sex zu haben. Frauen, die Abtreibung als Verhütung ansehen und nicht als letzten Ausweg oder Frauen, die "ja die Pille eigentlich genommen haben"...
oskadisVor 10 Jahren habe ich genauso gedacht wie du Mondsilbertaufe.

Du kannst über Emanzipation so viel schreiben und glauben wie du willst. Es ändert die Menschen nicht. Ich ziehe es vor meine Augen zu öffnen und zu sehen was Menschen bewegen mag. Das hilft mir weniger Frust über vieles in der Welt zu empfinden. Nur auf Emanzipation zu beharren würde mich Blind und Taub machen. Ist zwar auch bequem, aber nicht sehr zufriedenstellend.

Gruß

~Oskadis~
FeuerdracheAslo nach meinem alten Sonderpädergogik Lehrer ist jedes Leben lebenswert und hat ein Recht auf ein Leben.

Ist ja alles schön und gut, aber für mich persönlich würde ein behindertes Kind auf keinen Fall in Frage kommen. Ich abreite selbst mit behinderten Menschen zusammen,die unterschiedleichen Behinderungsarten und Grade aufweisen.
Und es ist weiss Goth nicht einfach.
Wenn ich Gespräche mit Eltern führe, merke ich schon das es eine Belastung ist ein behindertes Kind zu haben. Und ich nehme es den Eltern auch nicht übel, wenn sie so eine Situation nicht gewachens sind diese langfristig bei sich daheim zu betreuen und sie ins Heim bringen.
Man muss doch nur mal manche Gedanken einfach weiterspinnen, z.B. wie sieht das aus mit den Rechten der Behinderten. Integration wird heut doch in diesen Bereich sehr Gross geschieben.
Was ich selbst ganz abstrus finde,daß sehr viele dieser Sonderpädergogen die Meinung haben, Behinderte sollen ein Recht auf Kinder haben
"Hallo"! Wie sieht es dann für die Zukunft dieser Kinder aus? Sozialfall??? Wer fänkt diese Kinder auf??


In der heutigen Zeit finde ich doch das die Medizin schon weit genug ist um den Eltern die Entscheidung zu überlassen abzutreiben, ob Kind gesund oder nicht.
Caranaldion[i]Verschoben in die Netzwelten, da die Internetseite im Zentrum steht.

Caranaldion, Mdoeration des Kaiser's Bart[/i]
hagzissa13Die page ist natürlich sehr einseitig beleuchtend. Klar, hinter ihr steht eine Initiative von Abtreibungsgegnern.

Sicher sollten solche Methoden kritisch betrachtet werden, aber man sollte nie vergessen, daß es immer 2 Seiten der Medaille gibt.


Hagzissa

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