German Gothic Board
 
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  Forum: Augen durch die Nacht
    Thema: Gothic (Szenekritik- gesammelte Werke)
Duionmir scheint es, dass die gothicszene immer dümmer wird. früher hab ich mich für satanismus interessiert aber da es keine wirkliche satanisten szene gab, waren da halt die gothics, was wiederum eigentlich das gleiche ist. als ich noch jünger war dachte ich etwas gefunden zu haben wo ich hingehöre,nämlich leute die nicht so dumm sind wie die "normalos" (wie man die ja manchmal so gerne nennt), doch je länger ich dem treiben zusah desto mehr sank meine begeisterung von der szene.scheinbar wird die szene immer dümmer, es kann aber auch sein, dass ich mich einfach geirrt habe und das früher noch nicht kapiert habe.
wenn ich mir mal die mitgliederzahlen so ansehe scheint der zuwachs exponentiell anzusteigen. gründe dafür sieht man im fernsehen, wenn auf viva schon gothic musik läuft, ist das wohl ein zeichen dafür, dass sich damit geld verdienen lässt, genauso wie gothic als modephänomen. der komerz zielt ja darauf ab möglichst viele zu erreichen und es fallen meistens die dummen auf sowas rein, dementsprechend sehen auch die auswirkungen aus. genau das gleiche ist mit den punks passiert, es wurde daraus sozusagen das gegenteil gemacht als es gedacht war.
vielleicht ist ja das die art der gesellschaft mit gefahrenfaktoren umzugehen, es wird einfach alles in die lächerlichkeit der normalität gezogen.
jahbdie Frage die ich mir stellen würde ob vielleicht die menschheit verdummt...

Komerz, all around my brain
Duion[QUOTE][i]Original geschrieben von jahb [/i]
[B]die Frage die ich mir stellen würde ob vielleicht die menschheit verdummt...

Komerz, all around my brain [/B][/QUOTE]

ja das ist ja klar, dass die menschheit verdummt, war aber nicht meine frage. ich fragte warum es die treffen muss die versuchen sich in randgruppen davon loszulösen.
jahbja jedoch ist eine Masse nur so intelligent wie der dümste unter ihnen....und in jeder Herde gibt es schwarze Schaffe..na gut lol bei uns dann wohl weiße
praetorianer@Duion

ich teile deine gedankengänge. das ist mir auch schon durch den kopf gegangen.
AmyNunja, ich kann nicht sagen, dass ich bisher mit der Szene in Verbindung gekommen wäre, aber ich kann mir das ganze gut vorstellen. Habe, auch in diesem Forum, schon des öfteren gehört, wie oberflächlich das ganze teilweise zu sein scheint, wo ein Goth nur noch in total auffälligen Style ein Goth ist und jeder Das mit dem schwächsten Glied stimmt. Ich glaube kaum, dass sich in irgendeiner Gesellschaftsgruppe das ganze noch mal zum positiven entwickelt, das ist einfach eine Utopie. Schade ist es. Und lässt einen wie mich, der sich gerade mit dem allen anzufreunden beginnt, nicht nur zweifeln, sondern richtig verzagen.
Abs+röchel+
zunächst einmal distanziere ich mich von der aussage satanistenszene und gothicszene seien quasi das gleiche. ich distanziere mich davon so weit, dass du dir gerne vorstellen darfst, wie ich mit meinem pc gerade auf dem pluto sitze. doch lassen wir eine definition der schwarzen -, und ein pamphlet über die satanistenszene einfach mal außen vor, um dem topic gerrecht zu werden.
findest du die ansicht die schwarze szene sei intelligenter als die "normalos" nicht etwas ... großkotzig? sich schwarze klamotten anzuziehen und jedem mitzuteilen philosophie und psychologie als hobby zu haben macht noch lange nicht schlau. soll es auch nicht, ist ja nicht so ganz der grundgedanke der szene (nun hab ichs doch tangiert).
wir sind einfach eine ansammlung von menschen mit verschiedenem kulturellen, sozialen und schulischen hintergrund. wir teilen uns verschiedene interessen, wo ich eigentlich nur die musik als allgemeingültiges ansehen würde (ja, das ist heutzutage ein streitpunkt). man braucht aber keinen iq über 130 um mitmachen zu dürfen.
wir versuchen NICHT, besser zu sein als "die normalos", ganz einfach, weil wir es nicht sind. nebenbei sind wir genauso normal wie die normalos, so ausgefallen sind schwarze klamotten und unsere musik nun auch nicht.

abs
ScheolGothic = Satanismus?

Ich glaub ich bin hier falsch!

War nur ne Randbemerkung und soll keine Diskussion darüber entfachen, dafür gibts genügend andere Threads.

Zum Topic....

Nun, es ist schön das du uns das Kompliment machst das wir schlauer sind als andere, nunja, jetzt müsste es nur noch stimmen.
Ok, hier tummeln sich ein Haufen Leute rum die hinterfragend sind, die nichts mit der ach so tollen Gesellschaft zu tun haben wollen. Das macht sie aber nicht schlauer sondern zeigt nur das sie einen anderen Weg gewählt haben.

Aber ich gebe zu....wenn ich mir manchmal draußen die Leute ansehe frage ich mich auch wie dumm man eigentlich sein kann, wenn ich dann online gehe finde ich gleich ein ganz anderes Niveau wieder....sprecht doch mal mit einem der draußen rumläuft über Philosophie...wieviele blocken dann wohl ab.

Aber das ist nicht schlau, das ist einfach nur anders!

Auch wenn hier gesagt wurde das wir genauso wie die "normalos" sind teile ich nicht die Meinung.
Erstmal zur Definizion:

Normalos (benutze ich mal ausnahmsweise hier) sind für mich diejenigen die mit der Masse ziehn.
Und das ist in meinen Augen dumm, aber eben nur auf dieser Ebene.
Ich für meinen Teil bin schon anders, und wenn ich mit so einem Herdenvieh reden kann ich nicht abstreiten mich manchmal einfach schlauer zu fühlen als dieses.
Dennoch kenne ich genug "bunte" die echt was im Kopf haben, die gehören keiner Subkultur an und können trotzdem denken!
Das liegt nicht an der Szene, sondern am Menschen....

bb
Scheol
ScheolNachtrag:

Ich habe hier grundsätzlich nur von meiner Meinung gesprochen, nicht das es heißt ich spreche auch für euch.

Außerdem, wenn man schon mit der "Ich-bin-eh-schlauer-wie-ihr-scheiß-normalos" Einstellung rumläuft braucht man sich nicht wundern wenn man dementsprechend von denen behandelt wird.
Diese Einstellung habe ich nicht im geringsten, und meine Probleme mit den "normalos" habe ich auch recht wenig.
Höchstens mit HipHoppern, aber die können auch nix dafür und jeder macht mal Fehler.
Wenn einer vor mir steht und sagt er sei schlauer wie ich denke ich mir auch: "Momentmal, woher will der das wissen, der kennt mich doch garnicht". Und da liegt der Knackpunkt, man kennt nicht jeden Menschen. Woher willst du wissen das der Mann mit der Braunen Stoffjacke ein Herdenvieh ist?
Wenn man diese "ich-bin-schlauer-als-ihr" Einstellung hat kann man sie nicht verbergen, man spürt es wenn sich jemand über einen erhebt, da kann derjenige soviel Masken aufsetzen wie er will.
Der_Hattifnatte@Duion
Also die Aussage Gothik=Satanismus ist ja wohl nur schwachsinnig! So ein Unfug!

Ansonsten kann ich mich dem was Abs und Scheol schon geschrieben haben nur anschließen!

Generell bin ich aber der Meinung, daß auch die Gothik Szene nur ein Schnitt durch die Gesellschaft ist. Ich kenne da sowhl absolute "Hohlbrote", als auch Leute, die es wirklich drauf haben.
Absdas problem bei der sache ist, dass wir auch nur eine große schwarze herde sind. das bild der 20 000 individualisten auf dem wgt, die nur alle zufällig den gleichen geschmack haben erscheint mir eben immer noch mehr als nur unglaubwürdig.

diskussionen wie diese entstehen aus einem puren geltengsbedürfnis. schlauer sein als der rest. besser sein als der rest. hinterfragender (...) sein als der rest.
und das gleiche natürlich auch innerhalb der szene: kein pseudo sein. lange dabei sein. bestimmte bands nicht mögen. bestimmte sachen nicht anziehen/machen.
hauptsache besser als die anderen. und genau mit dieser einstellung macht man genau das gleiche wie der rest der gesellschaft. man beachte den terminus: "rest der gesellschaft". wir sind ein teil der selben, alles andere ist wortwörtlich asozial. ich sehe mich als teil der menscheit. aber halt jemand mit schwarzen klamotten und einem bestimmten musikgeschmack. das macht mich aber weder schlauer noch besser. und was die philosophie anbelangt: bei uns im semester sind von 30 philosphen 2 gruftis. ;)

abs
StrapsenKind"goth music auf viva"????????? aha *g

is doch scheissegal, und wenn man denkt dass IRGENDEINE jugendszene unabhängig ist, bzw. das gro derer anhänger individualisten, der rennt mit ner rosaroten brille durch die gegend.

was ist so schlimm an ner modewelle? is doch eigentlich scheissegal, obs mode ist oder nicht. das sind äussere faktoren und hat rein gar nichts mit der szene zu tun...die hat ihre eigene mode ("darkprincess" "batcave-bitch" und was et nisch alles gübt :rolleyes: )

in diesem sinne
prost!
Duionich finde das keineswegs scheissegal, weil dadurch der sinn dieser grupierung sich auflöst.
Abswelcher sinn denn? :-)
StrapsenKindwas für nen sinn?
Absich hab zuerst gefragt. :D
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Abs [/i]
[B]welcher sinn denn? :-) [/B][/QUOTE]

Eine Gruppierung bestehend aus ähnlich denkenden und empfindenden Individuen... (würd ich jetzt einfach mal ganz gewagt behaupten ;))

Sobald sowas Mode wird, wird die entsprechende Szene von Mitläufern überflutet, die ihr "Wissen" zum Besten geben wollen... aber zum Großteil mit ihrem Interesse nur an der Oberfläche kratzen...
Ist jetzt nichtmal Gothic-spezifisch... wenn ich nur an die Manga/Anime-Welle denke... *kopfschüttel*
Nachtelbin[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Eine Gruppierung bestehend aus ähnlich denkenden und empfindenden Individuen... (würd ich jetzt einfach mal ganz gewagt behaupten ;))
[/B][/QUOTE]


...und selbiges würd ich jetzt mal ganz gewagt dementieren.

Sagt mal, wer von euch sitzt denn tatsächlich schon den ganzen Tag da, philosophiert über das Leben nach, hinterfragt alles und jeden, und sei es nur die tiefere Motvation des Nachbarn mit Badeschlappen zur Mülltonne zu gehen?

Wenn ja: mein Beileid! Geht euch da nicht irgendwas abhanden? Das Leben an sich, zum Beispiel?

Ist zwar wieder das ewig selbige Lied, aber ich würd mal sagen, ihr denkt alle höchstwahrscheinlich nur deshalb, "schwarze" sind oder waren der denkende Pol der Gesell...äh, natürlich nicht der Gesellschaft sondern elitärer, [I]weil ihr euch einfach allein mit schwarzen umgebt[/I]! (natürlich sind damit nur die angesprochen, die obiges immer wieder verkünden und/oder der alten Zeit hinterhertrauern)

Ich hab bisher, ehrlichgesagt nur wenig unterschied zwischen bunt und schwarz feststellen können. Seltsam? Mag vielleicht daran liegen, dass wir alle mehr oder weniger zur selben Spezies gehören...:rolleyes:

..vielleicht aber auch daran, dass ich es mir eingestehe, dass ich bunte Bekannte, die meine Symphatie geniessen auch wirklich als bunt bezeichnen - und icht versuche, sie formulationstechnisch so zurechtzubiegen, als wären sie doch irgendwie unterschwellig schwarz, nach dem Motto "der is ja n halber gruftie", wie ich das schon öfter hören durfte, wenn jemand seine bunten Freunde "verteidigt" als wären sie niedere Wesen..

Gruß, die Nachtelbin
Abs[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Eine Gruppierung bestehend aus ähnlich denkenden und empfindenden Individuen... (würd ich jetzt einfach mal ganz gewagt behaupten ;)) [/B][/QUOTE]

kennst du die bücher "die welle" und "1984"? :-)
ich möchte jetzt NICHT schon wieder über den sinn unserer szene reden - aber als einen teil einer gleichgeschalteten herde von philosphischen schafen sehe ICH mich nicht. :D
meian@Abs
Hast du "1984" wirklich gelesen und verstanden? Wenn ja solltest du selbst merken, dass dieser Vergleich stark hinkt ;)


@Nachtelbin
Hab ich das behauptet? Lege mir bitte nichts in den Mund ;)
Wüsste nicht, wann ich gesagt haben soll, dass die "Gothic-Szene" (übrigens hasse ich das Wort "Szene", klingt so... naja...) aus Philosophen besteht.

Aber wenn ich z.B. zu einem "Schwarzen" gehe und zu ihm/ihr sage, dass mir alte Friedhöfe gefallen, dass sie eine anziehende Wirkung auf mich haben, so weiß ich, dass ich sicher nicht dumm angemacht werde...
D.h. nicht, dass er/sie unbedingt genauso denkt (auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering ist)... aber diese Person wirds toleriern... im Gegensatz zu den meisten "normalen" Menschen... (sag sowas mal zu meinem hardcore-christlichen Vater)
Desweiteren sind sie meiner Erfahrung nach meist äußerst tolerant wenn es um den Glauben Anderer geht (und sei er noch so seltsam)...

...und was trotz Allem sehr vielen (wenn nicht den meisten) Schwarzen anhaftet... der Umgang mit dem Tod... man kann mit ihnen darüber reden... es ist nicht tabu...

Um mich jetzt gleich zu rechtfertigen... bevor jetzt gesagt wird ich bediene mich der Tatsachen, die ich oben verneint habe: natürlich trifft das Ganze nicht auf alle zu... aber auf viele...

[edit]
Außerdem hab ich nicht von "Elite" gesprochen, ich selbst verabscheue die Möchtegern-Gothic-Elite, da diese wirklich nur Arrogant ist... und ich bin, nebenbei bemerkt, von der Kleidung her nicht unbedingt der typische Goth (nicht immer ;))...
Immerhin nehme ich mir es nicht heraus, andere Menschen als "Bunte" zu bezeichnen..., denn meine Bezeichnungen beruhen auf geistigen Eigenschaften... und nicht jeder "Nicht-Schwarze" ist gleich "bunt"...
[/edit]
Absbei 1984 geht es nicht um eine gleichgeschaltene herde von schafen? das wäre mir neu. ;)
Larmedesuicide[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]mir scheint es, dass die gothicszene immer dümmer wird. früher hab ich mich für satanismus interessiert aber da es keine wirkliche satanisten szene gab, waren da halt die gothics, was wiederum eigentlich das gleiche ist.[/QUOTE]

Ähhhhhhm *wortlos augenbrauen hochzieh*

[QUOTE]als ich noch jünger war dachte ich etwas gefunden zu haben wo ich hingehöre,nämlich leute die nicht so dumm sind wie die "normalos" (wie man die ja manchmal so gerne nennt), doch je länger ich dem treiben zusah desto mehr sank meine begeisterung von der szene.scheinbar wird die szene immer dümmer, es kann aber auch sein, dass ich mich einfach geirrt habe und das früher noch nicht kapiert habe.[/QUOTE]

Dümmer was welche Bereiche anbetrifft? Dumm ist ein weitschweifender Begriff, ist dir klar oder? Ja, ist schon schwer, wenn man sich aufregt auch noch richtig zu beschreiben, worüber überhaupt genau.

[QUOTE]wenn ich mir mal die mitgliederzahlen so ansehe scheint der zuwachs exponentiell anzusteigen. gründe dafür sieht man im fernsehen, wenn auf viva schon gothic musik läuft, ist das wohl ein zeichen dafür, dass sich damit geld verdienen lässt, genauso wie gothic als modephänomen.[/QUOTE]

Dann oute ich mich mal, dass mich HIM vor 6 Jahren hierhergeschleift hat... so schlimm? Bin ich jetz nicht true? Bin ich ein Modegruftie? Irgendwie wird doch jeder auf die Szene aufmerksam. Eben auch die Öffentlichkeit, die den sogenannten schönen Shockrock aufgebracht hat.

[QUOTE]der komerz zielt ja darauf ab möglichst viele zu erreichen und es fallen meistens die dummen auf sowas rein, dementsprechend sehen auch die auswirkungen aus. genau das gleiche ist mit den punks passiert, es wurde daraus sozusagen das gegenteil gemacht als es gedacht war.[/QUOTE]

Meinst du, das ist nicht etwas zu verallgemeinert? Nach dem Motto: Wenn ihr Interesse für die schwarze Szene aufbringt, weil euch die Musik im Fernsehen gefällt, dann müsst ihr wohl zu den Kommerzleuten gehören?

[QUOTE]vielleicht ist ja das die art der gesellschaft mit gefahrenfaktoren umzugehen, es wird einfach alles in die lächerlichkeit der normalität gezogen. [/B][/QUOTE]

Oder einfach in das Licht und Interesse der Öffentlichkeit. Auf der einen Seite wird sich dauernd beschwert, dass die bösen bösen Normalos uns behandeln wie Satanisten und Menschenopferer, andererseits schlagt ihr kindliche Versuche der Medien (bzw Musiksender, die bestimmte Musikvideos spielen) sofort wieder aus, weil sich dann ja auch die unterpriviligierten mit der Szene beschäftigen könnten.

Ich fordere Mitgliedsausweis erst nach Nachweis eines IQs über 130...
Montrose[QUOTE]Wenn ja: mein Beileid! Geht euch da nicht irgendwas abhanden? Das Leben an sich, zum Beispiel?[/QUOTE]
Ich hab's erkannnt, ich hab's erkaaaaannt !!!! Das ist diese Technik [QUOTE]Ihr Diskussionsgegner ist hartnäckig? Konstatieren Sie, daß Ihr Gegner zu viel Zeit für seine Sache aufbringe, weil er sonst kein Leben hätte.[/QUOTE] aus [URL=http://www.leckse.net/profilieren/argumentlos][/URL]. Danke, Cyberpagan [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=25959 ][/URL].

[SIZE=1]Was muß man da jetzt gegenkontern? *blätter, blätter* aja, das klingt ganz gut:[/SIZE]

[SIZE=3]Hör mal, Nachthemdchen, bist du jetzt der neue Blockwart hier, oder was?[/SIZE]
Duionich wollte ja nicht dass das ganze in die richtung ausartet, habe desshalb woanders reingepostet als in dies und das. aber irgendein schlaumeier musste es ja in seinem verschiebungs und schließ wahn woanders reinmurksen.:confused:
dunklfeedui, dui, dui!!!

endlich quälst du mal die anderen mir deinen theorien:D
Obsidian VoiceMenschen in Massen sind "dumm", manipulierbar etc. - ganz ohne Zweifel, und unabhängig von jeglicher Szene. Wurde und wird ja auch von der Politik, Wirtschaft ausgenutzt. Nur, wer behauptet, daß die einzelnen Individuen dumm seien, sollte vielleicht erstmal seinen eigenen Standpunkt überprüfen.

Dark Greetings


PS: Was hat Satanismus mit Gothic zu tun ? Außer vielleicht eine durch die Medien verursachte Verknüpfung => Vorurteil

PPS: Da es ähnliche Themen zu Hauf gibt => Kompendium, hätte dieser Thread ganz geschlossen werden können
Weltenbummlerja, ihr habt recht... wenn ich hier teilweise beiträge lese von wegen, was für schuhe soll ich mir kaufen, welche sind gothic??
und dann noch fett THE RASMUS darunter... nee, dann zweifel ich auch manchmal ob ich das richtige gefunden hab...
grüße, bummler

*das soll natürlich keine diskriminierung von the rasmus hörern sein.... is ja auch voll gruftig geil ey aldder, ne?*

~auf teufel komm raus, wer versteht schon ironie?~
AsmodyrianHmm.... vielleicht sind wir ja dadurch besser das wir wissen wie schlecht wir sind. ;)
Blutrotalso eine besondere szene ist die gothic szene eh nicht mehr. im prinzip wie jede anderen beliebige szene, die nur nach dem äusseren geht, obwohl die meisten sagen das das nicht so wäre. ich sehe da schon lange keinen unterschied mehr! oberflächlich, markenbezogen, kommerzgeil....

und übrigens HIM ist auch keine "gruftie" musik
OrcaDesign>also eine besondere szene ist die gothic szene eh nicht mehr. im prinzip wie jede anderen beliebige szene, die nur nach dem äusseren geht, obwohl die meisten sagen das das nicht so wäre. ich sehe da schon lange keinen unterschied mehr! oberflächlich, markenbezogen, kommerzgeil....

.... war "die" Szene jemals schonmal etwas anderes gewesen?... wenn ich alleine dieses hochmodisch, da englische, Wort betrachte: gothic :rolleyes:... wie alle englischen Begriffe im deutschen Sprachgebrauch: verwendet, um Inhaltlosigkeit zu kaschieren, nicht umsonst des Werbetexters liebstes Kind, auch wenn 46% der Werbespots laut Umfragen schlecht bis falsch verstanden werden.

Was ich seltsam finde: wieviele sich mit einer Szene identifizieren, sich über Wert und Gehalt zu mockieren in der Lage fühlen, sich für die absoluten Kenner der gesamten Menschen dieser Szene ausgeben damit... einer, die sich selber bis heute nicht in der Lage war selber zu definieren und Außenstehenden mal zu erklären, was nun genau das schwarze Lebensgefühl (darauf läuft's ja meist immer raus: auf ein [i]Gefühl[/i], was schön schwammiges eben) ausmacht, welches doch angeblich alle verbinden soll, aber eigentlich auch wieder nicht...

... hört sich dämlich an, nicht?

Ist es auch... :D - allein wenn man sich mal ernsthaft überlegt, welch Vielzahl an Lebenseinstellungen und Lebensweisen pauschal mit dem Gegenbegriff "bunt" abgetan und uniformiert werden. Im Grunde sagt das doch schon alles aus über Geistes Kind, wer in solchen Kategorien zu denken scheint.

Gruß,
Orca
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]mir scheint es, dass die gothicszene immer dümmer wird. [/b][/quote]

[quote][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[b]früher hab ich mich für satanismus interessiert aber da es keine wirkliche satanisten szene gab, waren da halt die gothics, was wiederum eigentlich das gleiche ist. [/B][/QUOTE]

quod erat demonstrandum. :rolleyes:
Duionwas stimmt damit nicht, dass sich die beiden szenen gleichen? quasi bewegen sich ja beide seiten in der gleichen szene oder hab ich was verpasst? ich könnte deine postings auch so hindrehen, dass ich dich blöd dastehen lasse, aber darum ging es nicht.
Absdafür müsstest du echt noch üben. :D
StrapsenKindwenn ich ehrlich bin, lieber Duion muss mann gar nix bei dir rumdrehen, du stellst dich selber in eine recht obskure ecke *g*

mal im ernst, die schwarze szene ist uniform, eintönig und musikalisch nicht mehr innovativ. dieses oftmals beschworene lebensgefühl ist oftmals nur irgend n aufgesetzter dreckskack, genauso wie dieses pseudo philosophische geschwafel. da krisch plack von!

[b]being goth is a chance for boring people to be interesting[/b]

:D
Montrose[QUOTE] war "die" Szene jemals schonmal etwas anderes gewesen?... wenn ich alleine dieses hochmodisch, da englische, Wort betrachte: gothic[/QUOTE]

Das ist mir schon längst aufgefallen. Die Goths werden nicht immer dümmer, die waren offensichtlich schon immer etwas verirrt. In Wirklichkeit müßte das nämlich [i]DEUTSCHE GOTHIK[/i] und ihre Mitglieder [i]Deutsche Goten[/i] heißen, wobei da natürlich auch Schweizer und Österrreicher reingehören, obwohl die manchmal etwas esoterisch drauf sind (kommt wahrscheinlich von der Bergluft).
Absalso goten haben mit englischer gruselliteratur (gothic novels(edit)) aber wenig zu tun. sinngemäß eingedeutscht wären wir deutschen also eher:
GRUSELS! :D :rolleyes: :eek:
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i]
[B]Was ich seltsam finde: wieviele sich mit einer Szene identifizieren, ... die sich selber bis heute nicht in der Lage war selber zu definieren und Außenstehenden mal zu erklären, was nun genau das schwarze Lebensgefühl ... ausmacht, welches doch angeblich alle verbinden soll, aber eigentlich auch wieder nicht... [/B][/QUOTE]Das macht sie mir sympathisch !

"Und wenn ihr redet
Wessen Geist ist eurer vielen Worte Inhalt?
Wart ihr jemals an dem Abgrund zwischen Herz und dem Verstand?
Könnt ihr sagen: Ich erlerne mich?"
(T.W.) [QUOTE][B]... hört sich dämlich an, nicht?
Ist es auch... :D - allein wenn man sich mal ernsthaft überlegt, welch Vielzahl an Lebenseinstellungen und Lebensweisen pauschal mit dem Gegenbegriff "bunt" abgetan und uniformiert werden. Im Grunde sagt das doch schon alles aus über Geistes Kind, wer in solchen Kategorien zu denken scheint. [/B][/QUOTE]Manchmal trügt der Schein ...

"Eure schreckliche Einfältigkeit
Zu glauben was man euch erzählt:
Natürlichkeit und Selbstbestimmung
Aber bitte nur im Rahmen des Systems dieser Gesellschaft"
(nochmal T.W.)

Wer erst mal geschnuppert hat, wie viele Lebenseinstellungen und Lebensweisen außerhalb der "bunten Vielfalt" noch im Dunkel verborgen sind, der kann davon nicht wieder lassen.
(Und so zieht es auch unseren Orca immer wieder dahin zurück. :) )
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Abs [/i]
[B]also goten haben mit englischer gruselliteratur (gothic poems) aber wenig zu tun. sinngemäß eingedeutscht wären wir deutschen also eher:
GRUSELS! :D :rolleyes: :eek: [/B][/QUOTE]

Jene Literaturrichtung nennt sich "gothic novel"...!

[Quote]being goth is a chance for boring people to be interesting
[/Quote]
Es gibt in der schwarzen Ecke nicht mehr und nicht weniger interessante Leute als anderenorts...
Beiderseits gibt es auch nur wenige, die aus dem Einheitsbrei herausragen, allerdings auch viele, die sich der heute viel zu leicht zu erlangenden vorgegebenden Muster bedienen...

Seit man sein schwarzes Image kaufen kann, ist es nichts mehr wert...

Dieser Fakt spornt aber die eigentlichen Individualisten nur zu Höchstleistungen an...die Nähmaschinen rattern, ebenso wie sich immer wieder Individualisten in's Tonstudio verirren, die nicht interessiert, was gerade "in" ist.

Seltsamerweise nennen sich nur wenige diese Leute noch "Gothics"

Die "Gothics" sind in der Tat ein seltsames Volk geworden...

Will sich nicht noch Jemand demontieren...?

Es hilft...!
Absstimmt.
memo an mich - gleichzeitig film guggn, kumpelgelaber anhören und tippen fällt in zukunft aus. gothic novel.
ich gebs zu. :D
(wenn man aber schon korinthenkackerisch ist: MAN nennt diese dinger gothic novels, sie selbst nennen sich gar nichts +gg+)

grüße an alle echten grusels!
abs
Scheolhmm...

Nun, auf der einen Seite denke ich....die Gesellschaft ist auch ok, dann aber singt sie mir ein ganz anderes Lied.

Es geht nicht um die Sataaaan Rufe, die interessieren mich null, dienen eher zur belustigung :D

Es geht um manch herzlosen Menschen, der sich unterdrückt, sein Leben kastriert und meint dieses anderen aufzwängen zu müssen.

Jaha....STEINIGT MICH!!!

Es tut mir leid....auch ich möchte viel Verständnis für diese Welt da draußen haben, aber ich habe es nicht.

Ich sehe mich nicht als was besseres an, und auch bezeichne ich mich als Gothic.
Ich bin ICH, und deswegen klage ich diese Welt dadraußen an!
Nicht weil ich ein Grusel ( :D ) bin, sondern weil ich ICH bin.
Ich bin hier her gekommen weil ich gleichgesinnte suchte, und ich habe sie schneller gefunden als anderswo.
Aber mindestens auch genausoviel Müll, wie überall.
In jeder Szene tummeln sich gleichgesinnte rum, man muß nur suchen....warum ich hier bin? Weil ich es düster mag!

Bin ich jetzt ein schlechter Mensch weil ich unsere Gesellschaft als Herde ansehe? Zwar schon differeziere, aber was ich zu sehen bekomme gefällt mir keines Wegs.

Ist es da so schädlich wenn ich mich zu einer Subkultur geselle und dort mein Glück versuche eine Welt zu finden die anders ist?

Ich halte nichts davon Gothic, Goten oder sonstwas eine Szene zu nennen. Sowie eine Szene drauß wird gibt es auch Zwänge, und die gibt es hier nicht.
Dennoch bekomme ich es immer wieder bestätigt....ein schwarzer urteilt nach dem kennenlernen, ein "bunter" vorher.
Ok, zugegeben, auch viele schwarze urteilen vorher, aber die wahrscheinlichkeit solche zu finden die nachher urteilen ist hier größer als bei der "normalen" Gesellschaft.
Gerade weil man sich dazu entschließt anders zu sein, und irgendwoher muß es ja kommen.

Ich bin eher der philosophisch-hinterfragend angehauchte Mensch, das hat aber nichts damit zu tun das ich ein Grusel bin sondern einzig und alleine mit MIR.

Und jetzt, köpft mich, verbrennt mich, kreuzigt mich...egal....lasst eurer Phantasie freien lauf!

Denn ich denke nicht das ein Gote das gleiche wie ein "bunter" ist...sonst wäre all dieses Schwarzanziehen sinnlos, das tut man doch um sich abzugrenzen, oder?
Jedenfalls ich tue das aus dem Grund.....

bb
Scheol
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Denn ich denke nicht das ein Gote das gleiche wie ein "bunter" ist...sonst wäre all dieses Schwarzanziehen sinnlos, das tut man doch um sich abzugrenzen, oder?
Jedenfalls ich tue das aus dem Grund.....
[/B][/QUOTE]

Ich weiß, daß es immer mehr auch deshalb machen, um dazu zugehören, weil es "cool" ist, anders zu sein...!
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Ich weiß, daß es immer mehr auch deshalb machen, um dazu zugehören, weil es "cool" ist, anders zu sein...! [/B][/QUOTE]

Oh ja, und genau das meine ich... das ist es was mich irgendwie "stört"...

Aber ich glaube, nein, ich _hoffe_, dass das Ganze nur eine Modeerscheinung ist, die wieder verschwindet und deren Verschwinden auch die mitnimmt, die sich aus genau dem oben genannten Grund an "uns" angepasst haben.


@Schoel
...wie du mir aus der Seele sprichst...


@Abs
Waaah, erst deine Definition/Interpretation macht mir klar:
Jeder Fußball- und jeder Schachverein, die freiwillige Feuerwehr, die Christen, Buddhisten, Moslems und Juden, die Auto-, Roller- und Motorradfanatiker... sie alle bilden ihr eigenes gleichgeschaltetes Ocenia... wir alle sind verloren... :D ;)
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]ich könnte deine postings auch so hindrehen, dass ich dich blöd dastehen lasse[/B][/QUOTE]
na dann mach mal.
Hirogen[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B] [COLOR=royalblue]~.HcAm#[/COLOR] [COLOR=orange]*NnAd~[/COLOR] [COLOR=firebrick]#lAm*[/COLOR] [COLOR=deeppink]#aN~[/COLOR] [/B][/QUOTE]


das ist doch jetzt echt nen alberner befehl...



mfG



Hirohito
Scheol@Seneca

[QUOTE]Ich weiß, daß es immer mehr auch deshalb machen, um dazu zugehören, weil es "cool" ist, anders zu sein...![/QUOTE]

Ist doch toll, dann sind wir doch cool!

Und die die es nur aus dem Grund machen um cool zu sein gehen auch wieder. Ich meine, die Mode verändert sich doch.

Das ein Jugendlicher erstmal ein sogenannter "Modegpth" ist, ist doch nur allzu verständlich.
Das einzige was er von Grusels (ich find's genial :D ) mitbekommt ist doch das was in den Zeitschriften steht und auf MTV und VIVA läuft.
Der sucht halt ein Ticket um genau so zu werden, und ihm fallen halt die Klamotten als erstes auf. Früher noch als die Musik.
Vielleicht ist es ja wirklich sein Wunsch sich abzugrenzen, das scheint ihm ein Weg zu sein. Wenn er sich wirklich dafür interessiert wird er es noch lernen, das es nicht nur darum geht.
Aber lasst sie doch....wovor habt ihr angst?

bb
Scheol
Scheol@Sister

Nun im Kreis drehen wir uns nicht.

Die Aussage das "Gothics immer dümmer" werden ist absurd.
Das führt höchstens zu einem Streit, aber eher zu einer lamen, unlogischen Diskussion.
Deswegen schweift man ab, das Topic an sich ist irgendwie nicht zu behandeln.
Normalerweise könnte der Thread geschlossen werden, meines Erachtens nach. So eine Aussage ist irgendwie, nunja, bizarr für mich, ich bin erst 19, also gehöre ich zu der Bedrohung dazu!
Und das sehe ich nicht ein, ich teile einige Ansichten von Duion, jedenfalls was das Nichtverständnis der Gesellschaft angeht, aber das die "Szene" (die garnicht existiert) dümmer werden soll ist einfach nur komisch :D


bb
Scheol
Duion[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]aber das die "Szene" (die garnicht existiert) dümmer werden soll ist einfach nur komisch :D [/B][/QUOTE]

komisch ist das allerdings, desshalb frag ich micht ja wie das sein kann.
Rücksitzpunkvielleicht wird die szene ja nicht dümmer, aber dafür du immer klüger.

[size=0]für deine klugheit spricht nämlich einiges. zum beispiel auch dieses thema: melancholisch, tiefgründig und thematisch vollkommen korrekt. und überhaupt nicht überflüssig. [/size]
Duionkann auch sein, dann hab ich mich halt mit dieser behauptung geirrt.
Scheol@Duion

Nunja, du trittst immer jemand auf die Füße wenn du fragst, deshalb solltest du die antworten nicht persönlich nehmen, außer die vom Rücksitzpunk :D

Nunja, kann doch sein das du an Erfahrung gewonnen hast und jetzt eher die wahrnimmst denen diese Erfahrungen fehlen.

bb
Scheol
Duionwenn man wem auf die füße tritt is die resonanz halt am größten
:D
CarndaelInteressanter Thread (wenn auch nicht wirklich neu)!
Greife nur zwei Bemerkungen heraus, die ich kommentieren will:

strapsenkind schrieb:
[QUOTE]mal im ernst, die schwarze szene ist uniform, eintönig und musikalisch nicht mehr innovativ. dieses oftmals beschworene lebensgefühl ist oftmals nur irgend n aufgesetzter dreckskack[/QUOTE]

Stimmt wohl.
Dank X-trax gibt's den Einheitslook.
Und musikalisch innovativ war die Szene nie.
Leider ging das Lebensgefühl, das mich an die Szene (ich benutze den Begriff ohne falsche Scham) gebunden hat, irgendwann verloren. Der Grund liegt in der Kommerzialisierung und der damit einhergehenden Aufmerksamkeit dessen, was gothic ist. Dadurch wurde schwarz sein fast ein Massenphänomen.

OrcaDesign schrieb:
[QUOTE]obwohl die meisten sagen das das nicht so wäre. ich sehe da schon lange keinen unterschied mehr! oberflächlich, markenbezogen, kommerzgeil.... war "die" Szene jemals schonmal etwas anderes gewesen?...[/QUOTE]

oberflächlich, markenbezogen, kommerzgeil - genauso ist die Szene in der Masse (siehe WGT). Allerdings muss ich zur Verteidigung sagen, dass ich immer noch hier im Board überdurchschnittlich viele Menschen antreffe, die eine mir ähnliche Einstellung zur Gesellschaft, zum Leben besitzen. Das gibt mir Mut.

Die abschließende Frage von Dir kann ich jedoch klar bejahen!

P.S.: Vielen Dank an Abs, Du hast mir vieles vorweg genommen.
:)
McManiaC[COLOR=crimson][i]...oder es war schon immer so und es ist euch früher einfach nich aufgefallen...[/i][/COLOR]
GothfriedMcManiac schrieb:
[QUOTE]...oder es war schon immer so und es ist euch früher einfach nich aufgefallen...[/QUOTE]

Könnte zwar sein, aber zumindest eins spricht dagegen:
Es gab kein Modediktat des Kommerz (heute z.B. Xtrax), da es auch keine kommerziellen Interessen an der Szene gab.
Was die Oberflächlichkeit angeht muss ich gestehen, dass auch ich mit 19,20 Jahren nicht gerade der tiefschürfende Philosoph war, von daher mag Oberflächlichkeit mich nicht so gestört haben. Ich wage trotzdem zu behaupten, dass schon aufgrund der anderen Anreize, sich dieser Szene anzuschließen Oberflächlichkeit nicht Programm war...
Abs[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]@Abs
Waaah, erst deine Definition/Interpretation macht mir klar:
Jeder Fußball- und jeder Schachverein, die freiwillige Feuerwehr, die Christen, Buddhisten, Moslems und Juden, die Auto-, Roller- und Motorradfanatiker... sie alle bilden ihr eigenes gleichgeschaltetes Ocenia... wir alle sind verloren... :D ;) [/B][/QUOTE]

das ein KLITZEKLEINER unterschied zwischen interessensgemeinschaften wie uns grusels (haha) und einer

[QUOTE]Gruppierung bestehend aus ähnlich denkenden und empfindenden Individuen...[/QUOTE]

besteht, sollte doch durchaus erkenntlich sein, oder? :D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]wenn man wem auf die füße tritt is die resonanz halt am größten
:D [/B][/QUOTE]

und leuten auf die füße steigen ist auch ein weg um sich zu erhöhen +philosophier+ :D

@Carndael: danke. :)
NiennaAlso vornweg, ich hab nicht alles gelesen, also sollte ich hier jemanden wiederholen - tut mir leid.

Ich denke, und diese Erfahrung mache ich in meinem täglichen unfreiwilligen Umfeld, dass die Menschen allgemein immer dümmer werden, dass keiner hinter was steht, ob es um Gerechtigkeit geht oder was anderes. Es ist unbequem sich anzustrengen, es ist bequemer sich hinter seinem Handy zu verkriechen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Glaub mir dieses Verhalten gibt es überall: Ignoranz und diesen tollen Satz " Ich will ja nichts sagen, ich meinte ja nur..."
Und warum sollte es hier denn anders sein? Was macht der Unterschied? Es gibt denkende Menschen, es gibt denkfaule, es gibt Leute, die sehr intelligent sind, es wieder um aber nicht verstehen dies auszudrücken. Oberflächlich gesehen kannst du auch einen schüchternen Menschen als dumm bezeichnen, weil er halt seinen Mund nicht aufkriegt... wird hier ein wenig verstanden auf was ich rausmöchte?
fragment[QUOTE][i]Original geschrieben von StrapsenKind [/i]
[B]wenn ich ehrlich bin, lieber Duion muss mann gar nix bei dir rumdrehen, du stellst dich selber in eine recht obskure ecke *g*

mal im ernst, die schwarze szene ist uniform, eintönig und musikalisch nicht mehr innovativ. dieses oftmals beschworene lebensgefühl ist oftmals nur irgend n aufgesetzter dreckskack, genauso wie dieses pseudo philosophische geschwafel. da krisch plack von!

[b]being goth is a chance for boring people to be interesting[/b]

:D [/B][/QUOTE]

Dem hab ich nur noch eins hinzuzufügen...nämlich das --> !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
meian[QUOTE]das ein KLITZEKLEINER unterschied zwischen interessensgemeinschaften wie uns grusels (haha) und einer

[quote]Gruppierung bestehend aus ähnlich denkenden und empfindenden Individuen...[/quote]

besteht, sollte doch durchaus erkenntlich sein, oder? :D [/QUOTE]

So, jetzt definier bitte das Wort "Interessensgemeinschaft" und erklär mir den Unterschied zu meiner Definition. ;)
Absdu siehst doch nicht etwa"interessen teilen" und "ähnlich denken und empfinden" als vergleichbare eigenschaften an?

um bei uns grusels (sorry, ich finds toll) zu bleiben: nur weil wir zb einen ähnlichen musigeschmack haben, denke und fühle ich noch lange nicht wie ihr. nicht mal zwangsläufig ähnlich.
da wird doch der grundgedanke und auch der zusammenhalt unserer subkultur stark überbewertet.
meianOh, welch Missverständnis, ich hätte explizit erwähnen müssen, dass sich das nicht auf alles (das gesamte Leben und Sein der Personen) bezieht, sondern nur auf bestimmte Gebiete und dass natürlich auch nicht wirklich alle in dieses "Schema" passen... man verzeihe mir ;)
Ja, diese etwas erweiterte Definition kann ich mit "Interessen teilen" gleichsetzen. Oder ich versteh da irgendwas falsch (mein ich jetzt ausnahmesweise ernst ;))...

Aber erkläre mir bitte woraus sich dann Interessen ergeben? Was ist die Ursache dafür, wenn man für etwas Interesse entwickelt?

Und was hat "[b]ähnlich[/b] denken und empfinden" mit Gleichschaltung zu tun?


Doch irgendwo muss ich zugeben, dass die "schwarze Szene" mittlerweile viel zu vielschichtig ist, um sagen zu können, dass _alle_ die sich darin bewegen "ähnlich denken und empfinden".
Außerdem gibt es ja noch die Goth-sein-ist-cool-darum-kleide-ich-mich-schwarz-und-gehöre-zu-ihnen-Bewegung... ;)

[QUOTE]da wird doch der grundgedanke und auch der zusammenhalt unserer subkultur stark überbewertet.[/QUOTE]

Schonmal erlebt wenn die Fans zweier Fußballvereine nach einem Spiel aufeinanderstoßen? _Das_ nenne ich ein Überbewerten des Zusammenhalts... ;)
Und was hat "ähnlich denken und empfinden" mit Zusammenhalt zu tun? Richtig gesehen denken und empfinden auch viele (Welt)Religionen ähnlich... trotz allem bekriegen sie sich... ok, ich gebs zu, das führt jetzt doch zu weit... ;)
HaevionJeder Mensch ist verschieden... ähh... oder so. ;)
Absäh. findest du das tatsächlich wichtig genug, um hier eine diskussion vom zaun zu brechen. zumal es gänzlich am thema vorbei geht? oder hast du einfach nur gern das letzte wort? oder gar ... recht? ;)

[QUOTE]Oh, welch Missverständnis, ich hätte explizit erwähnen müssen, dass sich das nicht auf alles (das gesamte Leben und Sein der Personen) bezieht, sondern nur auf bestimmte Gebiete und dass natürlich auch nicht wirklich alle in dieses "Schema" passen... man verzeihe mir ;)[/QUOTE]

oh welch gekonnter sarkasmus. :)
nun, ich könnte jetzt auch sagen "alle grusels sind haben keine pimmel". und erst wenn sich dann jemand aufregt propagiere ich: "ach, hätte ich wirklich dazu sagen müssen, dass ich damit nicht alle, sondern nur die frauen meine?
grundsatz für ein JEGLICHES gespräch ist nunmal eine ähnliche, wenn nicht gar übereinstimmende, begrifflichkeit. find ich schon. arbitrarität von symbolen hin oder her.

[QUOTE]Ja, diese etwas erweiterte Definition kann ich mit "Interessen teilen" gleichsetzen. Oder ich versteh da irgendwas falsch (mein ich jetzt ausnahmesweise ernst ;))...[/QUOTE]

irgendwie schon? wie ich ja schon in einem beispiel erklärte: nur weil ich jemandes interessen teile, muss ich nicht wie er/sie denken oder fühlen. nicht im geringsten.

[QUOTE]Aber erkläre mir bitte woraus sich dann Interessen ergeben? Was ist die Ursache dafür, wenn man für etwas Interesse entwickelt?[/QUOTE]

ich halts da wie sokrates: keine ahnung.
du möchtest jetzt natürlich hören, dass man gewisse interessen nur aus einer haltung seines fühlens und denkens heraus hat. die freude muss ich dir aber leider verwehren, weil ich es eben nicht so sehe. ;)
nehmen wir doch als beispiel unsere gruselszene: die einen machen hier mit, weil sie die musik toll finden. ob das jetzt aus einer bestimmten geisteshaltung heraus geschieht, kann man doch gänzlich außen vor lassen. (wenn mich musik "mitreißt", hat das imo nix mit einer haltung zu tun, welcher auch immer) die anderen, weil sie die klamotten cool finden. wieder andere wollen einfach coole düstere gruftis sein. dann springen andere einfach auf den fahrenden schwarzen zug. nicht zu vergessen die, welche gerne mal interessante despressivos in peinlichem outfit sein wollen .. etc pp.
grundsätzlich resultieren daraus trotzdem ähnliche/gleiche interessen wie "discobesuche", "konzerte", "musik" ... wo du darin ein ähnliches denken und fühlen entdeckst ist mir ... fremd.


[QUOTE]Und was hat "[b]ähnlich[/b] denken und empfinden" mit Gleichschaltung zu tun?[/QUOTE]

guz, gleichschaltung wäre eher "das gleiche denken und empfinden", wenn nicht gar "das selbe" (wenn das möglich ist). aber gewisse tendenzen sind da doch absehbar?


[QUOTE]Doch irgendwo muss ich zugeben, dass die "schwarze Szene" mittlerweile viel zu vielschichtig ist, um sagen zu können, dass _alle_ die sich darin bewegen "ähnlich denken und empfinden".
Außerdem gibt es ja noch die Goth-sein-ist-cool-darum-kleide-ich-mich-schwarz-und-gehöre-zu-ihnen-Bewegung... ;)[/QUOTE]

letzteres sind etwa 90% der szene, wenn du mich fragst.


[QUOTE]Schonmal erlebt wenn die Fans zweier Fußballvereine nach einem Spiel aufeinanderstoßen? _Das_ nenne ich ein Überbewerten des Zusammenhalts... ;)[/QUOTE]

wieso? die haben eben auch die gleichen interessen: "fussballspiele guggn" und manche eben auch "sich mit den fans anderer vereine prügeln".
ob sie das jetzt machen, weil sie sich gerne prügeln, weil sie gerne geprügelt werden, weil sie die anderen vereine scheiße finden oder sie einfach ihr mickriges leben kompensieren wollen - das sei außen vor gelassen.

die frage ist, was dies jetzt noch mit der unterstellung zu tun haben soll, die gothicszene würde verdummen?

abs
Brixa@Duion: Dass "Normalos" dumm sind, klingt doch etwas überheblich, oder?

Und bei der Aussage, Gothic = Satanismus... da stellen sich mir sämtliche Nackenhaare.

Und [I]Du[/I] fragst dann allen Ernstes, ob die [I]Gothicszene[/I] verdummt?

... :eek:
Rücksitzpunkneinnein, brix.

duion ist ausgesprochen intelligent, deswegen kommt er ja auf solche gedanken. ist doch toll, dass sich da einer sorgen macht.
StrapsenKindwas macht normalos zu normalos?
nur weil jmd. nicht zur eigenen szene gehört muss man ja nicht abwertend gegen andere leute eingesetellt sein!
meine fresse.

unter abs´ beitrag mach ich nur eins, meine drei (nein, nicht umgedrehten) kreuze ;O)

echt, ich find diese ganze "lebensgefühl" scheisse wird nur abgelassen, weil die leute sich selbst einreden wollen, dass man unter gleichgesinnten wandelt.

gothic szene ist das gleiche wie jede andere szene halt auch, n platz in der man seine jugend / jungen jahre verbringt, wenn mans ma realistisch sieht.

und um so zu sein wie man ist, braucht man keine szene!
Brixa[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B]neinnein, brix.

duion ist ausgesprochen intelligent, deswegen kommt er ja auf solche gedanken. ist doch toll, dass sich da einer sorgen macht. [/B][/QUOTE]

:D

Lachend verabschiede ich mich in den Feierabend.
koumori@ Abs und meian: :D Ihr bildet ein perfektes Lehrbeispiel für Schopenhauers Buch "Eristische Dialektik", in dem "Die Kunst, Recht zu behalten" in 38 Kunstgriffen genaustens erläutert wird.
Besonders erfolgreich? sind die Methoden "verallgemeinere die Theorie deines Gegenübers so weit wie möglich" und "Beschränke die eigene Theorie auf ein möglichst kleines Sachgebiet" umgesetzt worden.... ich geb zu, dämliches Post meinerseits, aber ich freue mich ja so zu sehen, dass eins der Bücher, die ich mal gelesen hab tatsächlich was "taugt" ... :D

Hm... um zurück zum Thema zu kommen - mir drängt sich gerade folgender Satz auf:

"Wir trampeln durchs Getreide, wir trampeln durch die Saat - Hurra, wir verblöden: für uns bezahlt der Staat"


Ob die Szene "verdummt", kann ich nicht sagen - dafür kenn ich sie zu wenig und man müsste ausserdem mal dumm definieren... Wissen allein kann damit ja wohl kaum gemeint sein, da sich das Wissen der Menschheit ja neuerdings innerhalb weniger Jahre verdoppelt und die Menschen geradezu mit Informationen - wenn auch über banalere Dinge, und seien es die technichen Daten der neusten Handys - überflutet werden, von denen sie auch einiges aufschnappen werden...

Aber Gegenvorschlag: Ihr könnt Euch ja was geil-kommerzielles oder gerüchtiges oder was-auch-immer ausdenken, das Eures Erachtens nach wirklich der Beweis für den Gipfel der Dummheit sein müsste. Das probiert Ihr dann auf dem WGT aus - und daran, wie viele darauf hereinfallen, könnt Ihr - prozentual gesehen - auf den Stand Dummheitspegels schliessen und überlegen, ob die Leute früher "klüger waren" ;)

So, jetzt strengt Euch allle mal an, Leute: wie könnte man denn jetzt Dummheit messen?

koumori (die grad keinen Messbecher hier hat :p )
Abs[QUOTE][i]Original geschrieben von koumori [/i]
[B]@ Abs und meian: :D Ihr bildet ein perfektes Lehrbeispiel für Schopenhauers Buch "Eristische Dialektik", in dem "Die Kunst, Recht zu behalten" in 38 Kunstgriffen genaustens erläutert wird.
Besonders erfolgreich? sind die Methoden "verallgemeinere die Theorie deines Gegenübers so weit wie möglich" und "Beschränke die eigene Theorie auf ein möglichst kleines Sachgebiet" umgesetzt worden.... ich geb zu, dämliches Post meinerseits, aber ich freue mich ja so zu sehen, dass eins der Bücher, die ich mal gelesen hab tatsächlich was "taugt" ... :D[/B][/QUOTE]

im bemühen deine freude nicht zu mindern verbleibe ich einfach mit einem breiten grinsen: :D
koumori@abs: danke, Du bist lieb!! :D
(nicht persönlich nehmen)
Absnicht persönlich? schade, sonst wärs n kompliment gewesen. ;)
koumorioooch... ich wollte nur eventuellen "Ich bin böse!!"-Streitereien vorbeugen ... wenn Du damit kein Problem hast, darfstes doch persönlich nehmen ;)
Absmache ich den eindruck als sei ich einer der praepubertären "ich bin böse"-spinner? :D
danke. ;)
(so genug offtopic)
MenedemosFür mich war "Gothic" oder wie immer man es nennen will schon immer eine Idee. Diese Idee wird sich nicht ändern, und daher interessiert es mich nicht sonderlich, was die Leute machen, die die Szene bilden oder sich auch nur für diese halten.
StrapsenKindaha
Absdann bleiben wir gleich bei der ideenlehre und sagen, dass die ganzen grusels hier in deutschland nur ein billiger abklatsch dieser idee sind, quasi schatten an einer höhlenwand ... :D

nee, kann da nur dem strapsenkind recht geben: interpretiert da doch net mehr rein, als es ist. ;)
Julya@Abs

'grusels' find' ich klasse! :D
Emigrator[QUOTE]...es wird einfach alles in die Lächerlichkeit der normalität gezogen[/QUOTE]

Was die Gesellschaft als lästig empfindet, was sie nicht verstehen kann , wovor sie Angst hat , dass versucht sie zu ihrem Gesicht zu piercen.

Das Gesicht der Gesellschaft ist mittlerweile schon so entstellt , da ist es eigentlich unnütz über sowas zu diskutieren.

Man sollte für sich selbst einfach wissen wer man ist und dem Wege folgen.
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Abs [/i]
äh. findest du das tatsächlich wichtig genug, um hier eine diskussion vom zaun zu brechen. zumal es gänzlich am thema vorbei geht? oder hast du einfach nur gern das letzte wort? oder gar ... recht? ;)[/quote]

Hey, als ob du besser wärst ;) *g*


[quote]guz, gleichschaltung wäre eher "das gleiche denken und empfinden", wenn nicht gar "das selbe" (wenn das möglich ist). aber gewisse tendenzen sind da doch absehbar?[/quote]

Da die ganze Unterhaltung zwischen uns aufgrund ("auf Grund"?) dieses Punktes zustande ("zu Stande"?) kam, legen wir damit unsere Diskussion nieder und einigen uns, dass es mehr oder weniger Interpretationssache ist, ok!? (Sag jetzt ja nicht, dass du dich weiter darüber unterhalten willst, das ist n Friedensangebot ;))


[quote]letzteres sind etwa 90% der szene, wenn du mich fragst.[/quote]

Wenn dem so ist... traurig... finde ich für meinen Teil...
Muss allerdings sagen, dass ich eher sehr wenige von dieser Sorte kenne... der Rest meiner Bekannten, den ich in die Kategorie Grusels (nein, das ist ja ansteckend *iieks*) einordnen würde, ist tatsächlich philosophisch angehaucht und ehrlich gesagt bin ich froh drüber. Mir wurde noch nie so klar, dass die "Szene" so verwaschen ist. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich mich noch nicht sehr lange für diese "Szene" interessiere, sondern bis vor kurzem (mit meinen Leuten, die alle leider viel zu verstreut in Deutschland leben -.-) mein eigenes Ding gedreht hab... mir lag nie was daran "szenekonform" zu sein. Tja, und dann kommt man aus seinem dunklen Loch und denkt, dass man hier mehr Gleichgesinnte finden kann... hat auch Anfangs den Eindruck, dass es wirklich so ist... und plötzlich kommt so ein Thread und haut einem mit dem Hammer seine Wünsche und Träume in Stücke... ich glaub ich verkriech mich wieder... *snuff* (naja, ok, vielleicht etwas dramatisiert, aber trotzdem wahr...)
Alles in allem hatte ich wohl, wies aussieht, leider doch ein etwas falsches Bild...

[quote]die frage ist, was dies jetzt noch mit der unterstellung zu tun haben soll, die gothicszene würde verdummen?[/quote]

...nichts... rein garnichts... ;) :D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Strapsenkind[/i]
echt, ich find diese ganze "lebensgefühl" scheisse wird nur abgelassen, weil die leute sich selbst einreden wollen, dass man unter gleichgesinnten wandelt.[/quote]

Wenn du so denkst... aber schließe nie auf andere... das solltest du aus Abs' Beiträgen, unter die du ja deine 3 Kreuze machst, selbst schließen können...

[quote]gothic szene ist das gleiche wie jede andere szene halt auch, n platz in der man seine jugend / jungen jahre verbringt, wenn mans ma realistisch sieht.[/quote]

Ohje, da das ja hier die stärker vertretene Meinung zu sein scheint distanziere ich mich hiermit vom Begriff "Szene" noch weiter als ich es eh schon tue.
Was ich daraus lerne ist folgendes: Wenn man wirklich wegen seiner Einstellung schwarz ist... nicht nur wegen seinem Auftreten und seinem Äußeren... und wenn man weiß, dass man stabil ist, dass man seine Einstellung nicht mit seiner Jugend verliert, so tut man gut daran, wenn man sich von der, von Kindern und jugendlichen Mitläufern, überfluteten "Szene" abschottet und sich seine geistigen Brüder und Schwestern auf andere Wege sucht.
Soll das wirklich die Nachricht sein? Irgendwie traurig... finde ich...

[quote]und um so zu sein wie man ist, braucht man keine szene![/quote]

Genau, siehe oben...



@Abs
Sorry, dass ich nicht auf alles aus deinem Beitrag eingegangen bin, bin nur gerade erst nach Hause gekommen und bin fix und alle *rausred*. Nein, wirklich... und beim unkommentierten Rest stimm ich dir jetzt einfach mal zu ;)
StrapsenKindalso was ich aus dem "schwarzen" philosophisch / nachdenklichen bereich mitgekriegt war, sind inkonsequent, weisen lücken ohne ende auf und wurden nicht zu ende gedacht. das krasseste fand ich den beitrag einer gruftöse (nennen wir sie s.) zu ner diskussion zum glauben / sinn des lebens (halt ne 08/15 philo-schwafelei ;)), indem sie auf die frage ob sie an einen gott / gottheit glaubt antwortete "nee, das is doch ausgegorener blödsinn. da find ich die idee mit den zwei paralleluniversen viel wahrscheinlicher".
phrasendrescherei an jeder ecke. hat diese antwort irgendwas mit der frage zu tun? nein. man verliert sich im selbstgefälligen geschwafel, bei dem man um den heißen brei herumschwafelt, um seine vermeintliche intellektualität hervorzuheben. daran krankt alles.
an - wenn man so will - pseudo-intellektualität und maßloser selbstgefälligkeit.

ich rede jetzt nicht von einzelpersonen, sondern den grusel-herdewesen ;) es gibt natürlich n paar schwarze schafe in der szene, die man glatt andersdenkende nenne könnte :p
will hier nich pauschalisieren, gibt auch viele leute (wie in der restlichen bevölkerung auch) die sich wirklich ernsthaft mit dingen auseinandersetzen und die sollen sich von oben genannter kritik nicht angegriffen fühlen.

unterm strich würde ich mich gedanklich jetzt auch nicht zur szene ordnen.. hmm
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von StrapsenKind [/i]
[B]gruftöse[/B][/QUOTE]
*lol*
grusels, gruftöse... mal sehn, was noch so kommt... mein wortschatz erweitert sich gerade ungemein, also bitte macht weiter. :D :D

[quote][i]Original geschrieben von Abs[/i]
[b]interpretiert da doch net mehr rein, als es ist[/b][/quote]
wo muss ich unterschreiben? mehr gibt es imho dazu nämlich nicht zu sagen.


edit: rechtschreibfehler
Duion[QUOTE][i]Original geschrieben von Brixa [/i]
[B]@Duion: Dass "Normalos" dumm sind, klingt doch etwas überheblich, oder?[/B][/QUOTE]

ja und? is das verboten überheblich zu sein?
[quote]
Und bei der Aussage, Gothic = Satanismus... da stellen sich mir sämtliche Nackenhaare.[/quote]
hihi lustige vorstellung
und ich achte nicht auf die 100%ige korrektheit der zusammenstellung der worte, so dass du es verstehst bei etwas so nebenher gesagtem. jemand wie du fühlt sich halt sofort auf die füße getreten wenn man bestimmte worte in verbindung bringt. doch bei genauerem hinschauen habe ich was ganz anderes gemeint,nämlich dass es quasi die gleiche oder ähnliche szene ist oder wie auch immer man es nennen will. komisch dass sich alle über so unwichtige nebensächlichkeiten aufregen müssen.
[quote]Und Du fragst dann allen Ernstes, ob die Gothicszene verdummt?
...
[/quote]
ja allerdings,das tue ich und vollen ernstes:D
dabei finde ich du nimmst manches doch ZU ernst.
hätt ja auch sein können das ich absichtlich so einen murks schreibe...
[quote][i]Original geschrieben von rücksitzpunk [/i]
[B]neinnein, brix.

duion ist ausgesprochen intelligent, deswegen kommt er ja auf solche gedanken. ist doch toll, dass sich da einer sorgen macht.

[/quote]
herrlich diese ironie :D
siehste brix er hats verstanden
Abs[QUOTE][i]Original geschrieben von Emigrator [/i]
[B]Was die Gesellschaft als lästig empfindet, was sie nicht verstehen kann , wovor sie Angst hat , dass versucht sie zu ihrem Gesicht zu piercen. [/B][/QUOTE]

meinst du wirklich, allem ernstes, ohne ironie, aujs tiefster überzeugung (...), dass irgendjemand da draussen ANGST vor uns hat? mit den springern, den schwarzen klamotten, den (schrecklich peinlichen imo) nieten erschreckt man doch nicht mal mehr omis asthmatischen dackel. :D

meier, äh meian: (gnihi)

klar hab ich gern das letzte wort, dem widersprech ich bestimmt nicht. ok, schieben wir es auf die arbitrarität und schließen frieden. bitte ohne friedenspfeife, ich lebe drogenfrei. ;)

boy abs
(fragt nicht.)
Brixa[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]ja und? is das verboten überheblich zu sein?[/B][/QUOTE]

Nö. Es macht einen nur nicht sonderlich sympathisch. :D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]herrlich diese ironie :D
siehste brix er hats verstanden [/B][/QUOTE]

Für Dich immer noch Brixa! :D

...und wenn einem nicht wirklich was einfällt, versucht man's einfach mal so wie Du. ;)
Ernst nehm ich Dich eh nicht, keine Angst. ;)
Carndael[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]
Was ich daraus lerne ist folgendes: Wenn man wirklich wegen seiner Einstellung schwarz ist... nicht nur wegen seinem Auftreten und seinem Äußeren... und wenn man weiß, dass man stabil ist, dass man seine Einstellung nicht mit seiner Jugend verliert, so tut man gut daran, wenn man sich von der, von Kindern und jugendlichen Mitläufern, überfluteten "Szene" abschottet und sich seine geistigen Brüder und Schwestern auf andere Wege sucht.
Soll das wirklich die Nachricht sein? Irgendwie traurig... finde ich...

[/B][/QUOTE]

Diese Erfahrung habe ich schon lange gemacht. Deswegen (und weil ich keine Zwanzig mehr bin) betrachte ich mich schon lange nicht mehr als Teil dieser ehemaligen Gruftie-Szene, die ich jetzt als WGT- oder Electro-Szene bezeichnen möchte.
Klar findet man auch unter den Goths (auch hier im Board - Gruß an den FK MZ/WI) nette Leute, aber nicht zwangsläufig die "Geistigen Brüder und Schwestern" von denen Du gesprochen hast, das habe ich mir abgeschminkt.
Auch ich find's irgendwie traurig, aber wahrscheinlich nur ein Phänomen der Zeit und der damit einhergehenden Veränderung.
:(
Ich jedenfalls habe zumindest die Erinnerung an die 80er, wo ja alles viiiiiiiel besser war ... ;)
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von Carndael [/i]
[B]aber nicht zwangsläufig die "Geistigen Brüder und Schwestern" von denen Du gesprochen hast, das habe ich mir abgeschminkt.[/B][/QUOTE]
ich würde doch auch stark bezweifeln, ob einem eine identische szenezugehörigkeit automatisch schwestern und brüder im geiste beschert. wenn es sowas überhaupt gibt, dann findet man das eher da, wo mans nicht erwartet.

@duion:
ja, wie? der ganze thread ist von anfang ironisch gemeint gewesen? mein kompliment, das hat keiner gemerkt.
[size=0]p.s.: ich glaube dir das nicht.[/size] :p
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B]ich würde doch auch stark bezweifeln, ob einem eine identische szenezugehörigkeit automatisch schwestern und brüder im geiste beschert. wenn es sowas überhaupt gibt, dann findet man das eher da, wo mans nicht erwartet.
[/B][/QUOTE]

Pseudophilosophie... ;) :p
Meinst du es ist wahrscheinlicher, dass ich mir geistverwandte Menschen (und ja, die gibt es tatsächlich...) bei den Skatern oder Schranz-Freaks finde? Wohl kaum...
Und von der Gesellschaft verstoßene (*übertreib*) werden wohl immer die Nähe Gleichgesinnter suchen... und zwar dort wo sie erwarten, welche zu finden, alles andere ist/wäre sinnlos.
Duion[QUOTE][i]Original geschrieben von Brixa [/i]
Nö. Es macht einen nur nicht sonderlich sympathisch. :D [/quote]

ich finde das kann für mich eine sehr sympatische eigenschaft sein.

[quote]

Für Dich immer noch Brixa! :D

...und wenn einem nicht wirklich was einfällt, versucht man's einfach mal so wie Du. ;)
Ernst nehm ich Dich eh nicht, keine Angst. ;)[/QUOTE]

ja da sollten sich viele ein beispiel an mir nehmen :rolleyes:

du nimmst mich nicht ernst? sah aber anders aus, wenn aber doch nicht, schade. :(
[QUOTE][i]Original geschrieben von rücksitzpunki[/i]
@duion:
ja, wie? der ganze thread ist von anfang ironisch gemeint gewesen? mein kompliment, das hat keiner gemerkt.
p.s.: ich glaube dir das nicht. [/quote]
jedem das seine... war auch nicht ironisch gemeint zumindest nicht der ganze... dass ihr immer alles so totalitär sehen müsst...
OrcaDesign[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Pseudophilosophie... ;) :p
Meinst du es ist wahrscheinlicher, dass ich mir geistverwandte Menschen (und ja, die gibt es tatsächlich...) bei den Skatern oder Schranz-Freaks finde? Wohl kaum...
Und von der Gesellschaft verstoßene (*übertreib*) werden wohl immer die Nähe Gleichgesinnter suchen... und zwar dort wo sie erwarten, welche zu finden, alles andere ist/wäre sinnlos. [/B][/QUOTE]

Hmm... interessant - dabei werden doch gerade Skater und Sprayer ständig verfolgt und ausgeschlossen von der Gesellschaft :D

Und was noch viel interessanter ist: erst verstossen werden und dann selber mit Inbrunst aktiv abgrenzen, z.B. durch die Verwendung eines Wortschatzes wie "die Bunten"?
Das passt irgendwie jetzt gar nicht in das Bild eines passiv und unschuldig ausgestossenen grauen Schwans... :p
Rücksitzpunk[QUOTE][i]Original geschrieben von meian [/i]
[B]Pseudophilosophie... ;) :p[/b][/quote]
von mir doch nicht. :p

[quote][b]Meinst du es ist wahrscheinlicher, dass ich mir geistverwandte Menschen (und ja, die gibt es tatsächlich...) bei den Skatern oder Schranz-Freaks finde?[/b][/quote]
natürlich. gruftösen (sorry, ich kann nicht anders) und grufties sollten nur mal endlich ihr elitär-gehabe, das soviele vor sich hertragen, ablegen... es gibt auch unter den "normalos" etliche ausgesprochen interessante und wertvolle personen... ja, sogar unter den von den meisten so geliebten hiphoppern oder tekkern.

[quote][b]Und von der Gesellschaft verstoßene (*übertreib*) werden wohl immer die Nähe Gleichgesinnter suchen... und zwar dort wo sie erwarten, welche zu finden, alles andere ist/wäre sinnlos. [/B][/QUOTE]
und das ist falsch. damit engt man sich doch selbst ein.

ausserdem: gleichgesinnte und schwestern und brüder im geiste sind imho zwei unterschiedliche dinge. zwei grusels *gg* finden beide lahm im hotel gut (sowas gibts auch tatsächlich :D ) ... und sind damit diesen aspekt betreffend gleichgesinnt. aber seelisch verwandt sind sie damit noch lange nicht.


edit @orca: danke sehr. deinen nachtrag finde ich sehr passend. :D
BrixaHmm, Duion, jetzt mal Schluss mit den gegenseitigen Spitzen: Gehen wir von Deinem 1. Beitrag aus, mit dem Du diesen Thread eröffnet hast. Nur mal zum besseren Verständnis für mich: Was meinst Du ernst, was ironisch? Erklär mir das doch mal, ohne Dir selbst zu widersprechen, dann kann ich Dich evtl. doch ernstnehmen. V.a. würd mich auch interessieren, was daran sympathisch sein soll, überheblich zu sein.

Zum eigentlich Thema kann ich nur sagen, was viele schon sagten: Es gibt überall dumme und weniger dumme Leute - für mich zählt der MENSCH und nicht die Szene (mag ich eh nicht), der er evtl. "angehört". Außerdem definiert "dumm" wohl auch jeder wieder anders.
OrcaDesign>edit @orca: danke sehr. deinen nachtrag finde ich sehr passend.

Bitte bitte - ich hab Dich auch gern :D.

Aber [OT für so gut wie alle] nur am Rande: sobald der Umzug vorbei ist, kommst Du bzw. ihr beiden denn hoffentlich auch wirklich mal vorbei - irgendwann muß das ja mit dem Bierchen klappen, und sei's, daß das dann die einzige Gemeinsamkeit ist - ja, so ein Bier ist teils menschenverbindender als schwarze Klamotten zu tragen :D (der berühmte WG-Kasten und das dazugehörige Schnitzel in der Pfanne)
Brixa[QUOTE][i]Original geschrieben von OrcaDesign [/i]
[B]Aber [OT für so gut wie alle] nur am Rande: sobald der Umzug vorbei ist, kommst Du bzw. ihr beiden denn hoffentlich auch wirklich mal vorbei - irgendwann muß das ja mit dem Bierchen klappen, und sei's, daß das dann die einzige Gemeinsamkeit ist - ja, so ein Bier ist teils menschenverbindender als schwarze Klamotten zu tragen :D (der berühmte WG-Kasten und das dazugehörige Schnitzel in der Pfanne) [/B][/QUOTE]

Hallo? Warum nur der Rüsipu? Und ich? Darf ich mir die Wohnung dann auch mal ankucken irgendwann?

(Wenn Ihr schon OffTopic seid... :D)
meianMan, hört doch mal mit eurer Wortglauberei auf... -.-
Es war mehr als eindeutig was ich mit "Gleichgesinnte" gemeint hab, ich will nur etwas in der Wortwahl variiern...
Aber egal...

Sorry, auf den Rest geh ich ein, wenn ich daheim bin, muss jetzt gehn ^^
Also bis dann :)
Absok, dann hören wir mit der wortglauberei auf und machen mit der wortklauberei weiter. ich glaub dir kein wort. :D
Carndael[QUOTE][i]Original geschrieben von Rücksitzpunk [/i]
[B]natürlich. gruftösen (sorry, ich kann nicht anders) und grufties sollten nur mal endlich ihr elitär-gehabe, das soviele vor sich hertragen, ablegen... es gibt auch unter den "normalos" etliche ausgesprochen interessante und wertvolle personen... ja, sogar unter den von den meisten so geliebten hiphoppern oder tekkern.
[/B][/QUOTE]

Allerdings! Elitäres Gehabe passt zu der nach innen gewandten, melancholischen, todessehnsüchtigen Art der Grusels einfach nicht!!
... aber entschuldige bitte: Unter den sprayenden Kiffern (oder kiffenden Spayern?) und pillenwerfenden Luftikussen finde ich doch keine wertvollen Leute...

und jetzt im Ernst: Die mir liebsten, wertvollsten Menschen sind keine Goths! Auch wenn ich ein paar interessante Leute in der Szene kennen gelernt habe.
StrapsenKind[QUOTE]... aber entschuldige bitte: Unter den sprayenden Kiffern (oder kiffenden Spayern?) und pillenwerfenden Luftikussen finde ich doch keine wertvollen Leute...[/QUOTE]

dazu sag ich nur eins: alle leute in schwarzen klamotten schlafen auf friedhöfen und fressen kleine kinder :rolleyes:
MontroseGoths sind nicht gefährlich. Ihre Kleidung ist so, daß jedem klar ist, daß sie sich nicht schmutzig machen wollen. Ihre magischen Accessoires sind so, daß klar ist, daß sie kraftlos sind. Interessant sind diese Handgelenk-Stacheln, denn dadurch entziehen sie sich natürlich manchem Juod-Griff und beim Bogenschießen werden Sehnen und Muskulatur geschont. Nur, die Stacheln sind meist stumpf, und welcher Grufti hätte jemals Pfeil und Bogen mit auf die Straße genommen. Die Halsbänder symbolisieren völlige Hingabe: "ich will an die Leine gelegt werden." Dies konterkarikiert jedoch den abweisend-blanken Blick. Ja was nun, wollt ihr an die Kette oder nicht? Die Stacheln am Halsband sind überflüssig. Erstens gibt es keine Vampire, die euch dort beissen könnten. Und zweitens, wenn es diese Vampire gäbe, dann wärd ihr sie doch selbst. Und man kann sich nicht selbst am Hals beissen. Und die Bodenlage, die verletzlich gegenüber Hunde macht, ist doch eher eine Spezialität von Hiphoppern mit ihren headspins.
meian@Abs
*lol* Waaah, ich geb ja schon auf *hülfäää*, hast ja recht... hab aber keinen Taschenduden in dem ich nachschlagen konnte... ;) :D
Oh man, ich glaub mir passiern solche Fehler recht selten... aber wenn, dann anscheinend gleich richtig :D



Ok, hab anscheinend meine Chance verpasst... Carndael hat schon ziemlich exakt das zum Ausdruck gebracht, was mir dazu eingefallen ist.


@OrcaDesign
Klar werden auch die "ausgestoßen", aber das bedeutet nicht, dass ich sie als mir gleichgesinnte Menschen sehe... (jaja, jetzt kommt gleich jemand, nimmt aus dem Satz ein Wort weg und regt sich drüber auf, dass ich sie nicht als Menschen sehe... ich sehs kommen ;) :D)

Ach, wo wohnst du? Darf ich auch kommen? :D ;)


[QUOTE]es gibt auch unter den "normalos" etliche ausgesprochen interessante und wertvolle personen[/QUOTE]

Wo hab ich was anderes behauptet? Sehe ich genauso... ich habs nur gern, wenn ich auch jemanden hab, mit dem ich über meine Gefühlswelt reden kann, über meine Interessen... und die mal MICH so akzeptiern wie ich bin, denn ich für meinen Teil bin alles andere als intolerant, ich kanns nur nicht ausstehn, wenn jemand etwas zu sein vorgibt, was er wirklich nicht ist. Damit meine ich dann auch explizit die Männchen, die die "Szene" überrennen und überrannt haben, nur weils ja ach so cool ist. Sorry, soll keineswegs elitäres Geschwätz sein, ich selbst bin alles andere als "elitär"...
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von StrapsenKind [/i]
[B]dazu sag ich nur eins: alle leute in schwarzen klamotten schlafen auf friedhöfen und fressen kleine kinder :rolleyes: [/B][/QUOTE]

Ich sag dazu nur: eigene (Lebens)Erfahrung ;)


Und du willst uns doch nicht sagen, dass der Großteil dieser Leute keine Pillen einwerfen oder Gras rauchen...!? Ich für meinen Teil habe bis jetzt (und das mein ich absoluter Ernst) noch keinen aus dieser Sparte getroffen, der nicht kifft oder andere bewusstseinserweiternde Mittel nimmt.
Bei denen ist es nunmal tatsächlich verbreitet... was man von deiner obigen Behauptung nicht sagen kann... ;)
Absdem halte ich entgegen, dass ich in meinem freundeskreis der einzige bin, der absolut drogenfrei (trinke ja nichtmal kaffee) lebt. kiffen (zb) ist auch in unserer subkultur sehr verbreitet. und auch diverse pillen werden geschluckt um mal ne nacht durchtanzen zu können. letzteres allerdings nicht in meinem freundeskreis, mal nebenbei bemerkt.

meian: ach was, ich bin ja selbst der meister der tippfehler. aber dazu MUSSTE ich was sagen, dass war einfach nur passend. :D

strapsenkind:
[QUOTE]dazu sag ich nur eins: alle leute in schwarzen klamotten schlafen auf friedhöfen und fressen kleine kinder [/QUOTE]

auch schornsteinfeger, pfarrer und batman? :eek:

absi
ps: lasst uns eine kampagne starten, um das wgt in [b]welt grusel treffen[/b] umzubenennen. initialen bleiben ja gleich. :D
StrapsenKindich kenn leute die speed nehmen, kiffen usw.
ausserdem is exzessiv saufen genauso schlimm und auf die dauer genauso gefährlich....
BrixaHab mir schon gedacht, dass ich darauf keine Antwort bekomme, Duion. :D Somit hab ich nichts mehr zu sagen.
Duionne ich find nur man sollte nicht so sehr vom thema abkommen
meian[QUOTE][i]Original geschrieben von Duion [/i]
[B]ne ich find nur man sollte nicht so sehr vom thema abkommen [/B][/QUOTE]

In welcher Beziehung kam Brixa vom Thema ab?
Rücksitzpunkdas verstehen alle ausser duion nicht, meian. ist aber nicht schlimm, denn alle ausser duion sind ja verdummt, somit ist das entschuldbar.
Duionnaja wenn ihr alles ins lächerliche ziehen wollt halt ich mich da raus...
StrapsenKindhey, du hast damit angefangen leute ins lächerliche zu ziehen: DICH SELBST
McManiaCHab mir jetzt hier zwar überhaupt keinen einzigen Beitrag durchgelesen auser die Überschrift, aber ich denke, ich kann mir ganz gut denken, wie diese Diskussion ablief...





Verdummung der Gothicszene? - Verdummung weiß ich nich, denn das bedeutet, dass es früher besser gewesen sein MUSS - und das bezweifle ich oder halt es zumindest nich unbedingt für nen muss - jedoch ist die, zumindest teilweiße vorhandene, Dummheit mancher "Gothics" schon allein durch diese Überschrift eindeutig nachgewiesen *fg* :p
luxHmm...

Hab mir jetzt nicht alles durchgelsen, aber ich möchte trotzdem auf den Eingangspost antworten, speziell auf den Kommerz usw.... denn wenn es ein Modephänomen ist, und gerade die "Gothic-Erscheinungen", in denen nichts "Schwarzes innendrin" ist, zunehmen - dann wird dies auch wieder vorbei gehen. Spätestens also dann, wenn wieder etwas anderes "Mode" wird.
Insofern lässt sich auch darüber streiten, was nun "Szene" ist und was nicht...

Und dem:

[QUOTE]Die mir liebsten, wertvollsten Menschen sind keine Goths! [/QUOTE]

kann ich auch nur zustimmen.

Vielleicht kann man es einfach so annehmen, wie es eben ist. Man wir sich schon die Menschen heraussuchen, die zu einem passen - und dann ist es auch nicht mehr wichtig, ob nun "Pseudo-gothics" existieren oder nicht.

Viele fühlen sich auch innerlich schwarz, aber trotzdem nicht als gothic...
BleedingHeartWie wohl schon öfter in diesem thread erwähnt,
gibt es solche und solche.
auch ein goth hat keinen freifahrtschein richtung tiefsinn.
moreMc Maniac hat mir aus der Seele gesprochen. Ich hab mir den Thread etwas länger durchgelesen als Maniac... Aber sorry, der Themenersteller fällt aber auch nicht durch blühenden Ideenreichtum, schlagfertigen Witz und hinterdachte Argumentation aus dem Rahmen.

Es ist nie gut, sich über Andere zu stellen, besonders nicht in der Frage der Intelligenz. Der Schuss kann nach Hinten losgehen. Ausserdem finde ich Leute, die sich immer für was besseres halten, die zeichnen sich durch eine absolute Arroganz und Weltblindheit aus. Und wer gegenüber der Umwelt blind ist, der kann auch nicht mehr dazu lernen.

Meines Erachtens zeichnet sich Klugheit und Weisheit durch vornehme Zurückhaltung und Akzeptanz gegenüber Jüngeren oder Schwächeren Personen aus, die vielleicht nicht dümmer sind als man selbst, sondern nur Schwierigkeiten haben sich so unheimlich hochtrabend zu artikulieren.

Man verzeihe mir dummen Blondchen meine Rechtschreibfehler...
BlutigesMähhab mir nur den ersten Beitrag durchgelesen und dann ein paar von den letzten , aber schon der Einstieg war ja ätzend und mehr als nieder: Gothics=satanisten.. jawoll, und Gummiente=Plüschteddy!
Duiondas scheint wohl das einzige zu sein was den meisten auffält, dabei ging es um total was anderes, das kanns ja wohl nicht sein, dass wenn man einmal in nen beitrag sowas wie "gothics = pustekuchen" reinschreibt, gleich der rest vergessen wird und sich über den quatsch aufgeregt wird, ihr habt wirklich einen anner waffel
moreDann würd ich mich an deiner Stelle etwas plausibler ausdrücken, lieber Duion, damit es keine Missverständnisse gibt.

Aber die Kernaussage ist doch "Gruftis/Satanisten müssten normalerweise klüger sein, als der Rest der Menschheit."
Ich lass mich gerne korrigieren, wenn ich daneben liege und du das nicht so gemeint hast.

Aber die Fragestellung allein schon polarisiert... Und dass auf diesen Beitrag kontroverse Antworten kommen war ja vorrauszusehen. Ich persönlich finde es schön, dass viele Antworter hier, sich selbst nicht für was Höheres als Andere sehen.

Ich finde, man sollte die Menschheit nicht immer in Schubladen stecken. Man kann doch nicht pauschal sagen, die eine oder andere Szene wird dümmer! Ich finde auch einige Menschen dümmer/unsymphatischer als andere, da sie nicht meine Meinung teilen, oder meiner Auffassung nichts abgewinnen können- Aber sind sie desshalb wirklich dümmer??? Sind Jüngere dümmer, weil sie nicht soviel Lebenserfahrung haben??? Sind Hauptschüler dümmer, wie Abiturienten, nur weil sie nicht die selbe Ausbildung genießen konnten, oder in einigen Fächern schlecht waren???
Was ist überhaupt Intelligenz??

An was machst du einen Intelligenten Menschen fest??? Sollte nicht zuerst diese Frage geklärt werden?
Intelligenz hat nichts damit zu tun, dass jemand immer meiner Meinung ist! Ich wüsste selbst nicht, was ich als Intelligent definieren würde. Anpassungsfähigkeit??? Sprachgeschick??? Interesse an abstrakten Themen???? Organisationsgeschick? Gutes Abstraktionsvermögen???

Ich denke, in der Szene treffen sich soviele verschiedene Persönlichkeiten, dass man die Intelligenz der Gruppe nicht messen kann. Denn wollte man sie messen, müsste jeder Einzelne die selben Rahmenbedingungen erhalten: Alter, Ausbildungsstand, Umfeld, Elternhaus...
Wir könnten ja den großen NW-Intelligenz-Test starten!
Abs[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]
Wir könnten ja den großen NW-Intelligenz-Test starten! [/B][/QUOTE]

bin über 70 - bekomm ich n keks? :-D
Duionich halte intelligenztests nicht für besonders intelligent
Abssie dich auch nicht.
:D
Duionja diese blöden tests
HaevionUnd ich das hier für pseudophilosophisch. :D

[img]http://www.rp-guide.net/misc/horus.gif[/img]
Duionwir sind auch nicht im philosophischen forum
moreok, meine Herren, dann schlagt mal ein vernünftiges Niveau vor, damit ich nicht wieder auf die Philosophenschiene rutsche... :D :D :D
KäferkonkurbineSalut, Salut.

Ich bin jetzt seit 4 Jahren in der Szene, lebe und liebe Sie.
Aber mitlerweile übt sie nichtmehr den selben Reiz auf mich aus wie früher, warum:

1. 4 Jahre ist zwar keine lange Zeit in hinsicht auf ein Menschenleben oder das Alter der Erde, aber trotzdem hat die Szene es geschafft sich innerhalb von 4 Jahren um mind. 90 Grad zu drehen.
Wenn ich vor 4 durch die Städte gelaufen ist, und einem Goth über den Weg lief, selbst wenn man hn nicht kannte blieb man doch stehen, machte sich kurz bekannt und wünschte sich einen schönen Tag.
Heute kann man schon glücklich sein wenn man sich eines Blickes würdigt.

2. Für mich hatte die Szene immer etwas sehr magisches, aber was ist heute noch magisch? Etwa die ganzen möchte-gern Gothic`s die total ,,schwarz" sind und zu HIM auf der Tanzfläche ausflippen? Wohl kaum.

3. Wird unsere Szene nicht immer mehr zum Massenverkaufsschlager für Quietscheteenies? OK, ich bin jetzt nicht unbedingt jemand der sagt: ,,Ihr seid auf VIVA, Ihr gehört nicht mehr dazu" ( wozu eigentlich?- anm. von mir) , aber durch diese Bands, die ich jetzt nicht benennen möchte, wird die Szene überflutet von diesen Quietscheteenies und wird sich in ein paar Jahren sicher selbst zersprengen.
Wenn Sie nicht schon dabei ist es zu tun....................

4. Musik: mittlerweile, so scheint mir, ist die unsrige Musikszene von der der ,,Normalos" kaum mehr zu unterscheiden (außer des Pudel`s kern- die Musik).
Gewinn, Absatz und Geld scheint das wichtigste, um was es eigentlich geht, die musik, wird in den Schatten gestellt und wir die Hörer sollen doch mit dem klar kommen was auf den Markt geschmissen wird.


So, ich glaub das soll es erstmal gewesen sein, weil ich steiger mich schon wieder zu sehr rein.

Aber mich würde interessieren wie ihr darüber denkt!

Liebe Grüße
HaevionIch würde einige Punkte anders formulieren, bzw. die Problematiken anders umschreiben, aber grundlegend hast Du recht mit dem, was Du hier anführst - besonders Punkt 1 ist in meinen Augen als schade anzusehen. Leider ist es inzwischen sogar soweit gekommen, dass man auf der Straße von manchen "Kindergruftis" von oben bis unten angeschaut, und mit missbilligenden Blicken bedacht wird. Aber gut, das Thema wurde anderweitig schon zutode diskutiert. Es ist nunmal "zeitgenössisch", sich so zu verhalten. ;)
McManiaCDie Käferbrigade marschiert wieder... hehe :)



1... Das beruht doch wohl auf Gegenseitigkeit. Wenn du keine Lust hast, auf jemanden zuzugehen und ihn nur mit Blicken würdigst kannst du nicht erwarten, von jedem Schwarzgewandetem aufs freundlichste gegrüßt zu werden. Vielleicht geht es ihm ja genau wie dir?

2... Hey - jeder hat mal klein angefangen. DU musst mit den Leuten nix zu tun haben, Szene heißt nicht Freundschaft sondern - im Großen und Ganzen - "Gleichheit".

3... Es zwingt dich niemand, MTVIVA zu hören und zu sehen. Quiekende Frischlinge werden wohl früher oder später geschlachtet...

4... Geld regiert die Welt - that's life. Kann man mögen oder nicht mögen, es führt trotzdem kein Weg vorbei.





Grüße, McManiaC


[size=0]...der 5. das gefühl nich los wird, schon wieder auf einen dieser miesen früher-war-alles-besser-threads geantwortet zu haben. hmpf...[/size]
SolPretoDas mit der Gegenseitigkeit kann ich nur heftigst bestreiten!

Wenn man heutzutage einem Goth zulächelt gibt er einem nur einen seltsamen Blick...
Montrose[QUOTE]Wenn man heutzutage einem Goth zulächelt gibt er einem nur einen seltsamen Blick...[/QUOTE]
Ich dachte immer, genau [b]das[/b] sei besonders true.
NnordyNaja... Sorry, aber ich nach mittlerweile 11 Jahren "Szenezugehörigkeit" kann da nur mild lächeln...
Was Du beschreibst, liebe Käferkonkurbine, haben wir zu meiner Zeit schon genauso gesehen. Allerdings gebe ich zu, daß es erst seit Ende der 90er wirklich richtig übel geworden ist. Die Magie ist noch da - wenn man sie lässt. Leider wird sie von vielen regelrecht begraben unter seichten Oberflächlichkeiten wie Klamotten, Make-Up und Dark Schlager...
Auch unter den "Neulingen" gibt es viele wertvolle Menschen. Auch unter den "Alteisen" gibt es Idioten. Worin ich Dir zustimme ist daß durch die zunehmende Kommerzialisierung der Szene (ob das nun der Musik-Ausverkauf, die Klamottenketten oder die Salonfähigkeit durch Bravo, Orsay und Co. ist ist dabei ganz egal) ein Stück Integrität und Authentizität verloren geht. Aber es gab immer wieder - auch früher - genuin "schwarze" Songs, die massentauglich wurden. Dennoch hat die Überspülung durch "Quietscheteenies" immer nur kurz angehalten. Viele sind gekommen, nach einem halben Jahr ist einer dageblieben. So ist das halt. Deswegen find ich es auch immer lustig, wenn 14Jährige hier rumflippen. Nicht, daß ich ihnen in dem Augenblick absprechen möchte, daß sie sich meinetwegen melancholisch fühlen und sich so ausdrücken wollen. Sondern eher deshalb, weil ich sicher bin, daß von denen in ein paar Jahren nur noch wenige, wenn überhaupt, übrig sind... DAs ist keine Arroganz, sondern simple Empirie.
Also, Käferkonkurbine, sei ganz beruhigt. Wenn's Dir zuviel wird, mach es wie viele aus meiner "alten Garde": Zieh Dich 'ne Weile aus den Tanzschuppen zurück die "überflutet" werden, mach privat mehr mit deinen alten Leuten, lebe dein ganz eigenes Gefühl. Denn das war die Szene ursprünglich mal - Lebensgefühl. Und das bleibt - trotz kreischender Teenies, Him und Dark Schlager. Mach nicht den Fehler, die Szene bzw. Gothic nur über die Musik zu definieren - das ist der falsche Ansatz. Goth war und ist ein Lebensgefühl. Nicht mehr und nicht weniger. Daß die Musik dazu gehört, ist unbestritten - aber sie ist nicht das Wichtigste.
So, und jetzt geh ich mein Gebiß rausnehmen. :D
Nächtlicher Gruß von

Nnordy (die sich gerade mal wieder seeeeeeeehr alt fühlt...)
TrauerwesenIch sage mal so, eine veränderung ist gleichzeitig auch eine Dynamik, und so etwas sollte es geben, sonst würden wir jetzt weiterhin nur noch Joy Division, bauhaus und The Cure hören.

Klar, diese szene mainstreamtauglich zu machen, das hat nix gutes, aber das versuchen sie nun mit allem, aber du hast ja deine gründe dich ihr zugehörig zu fühlen, und die solltest du nicht vergessen, denn jeder gruft unterscheidet sich eh irgendwie vom anderen. deswegen gehe ich nicht DEN schwarzen weg, sondern meinen, und was da irgendwelche kiddies meinen, das soll mir egal sein. sie sollen ihre chance haben, wenn sie was in der birne haben, mag es durchaus geben, mehrere wohl nicht, aber das kann dir doch egal sein, wenn du dir deiner sicher bist. deswegen geht es mir persönlich sonst wo vorbei.

mich stört am meisten dieses bild von gothic, welches atm immer mehr präsentiert wird, und irgendwie nicht wahr ist und nur auf Klischees basiert, und dass man kaum noch sicher sein kann, wen in bondage hose mit dem miss sixty pinken pulli in den creolen und sonst noch tussizubehör man trauen kann als Goth ;). soll heissen: diese klamotten werden zweckentfremdet.
NnordyWas war denn schlecht an Joy Division, Bauhaus und Cure? Im übrigen: ICH hör das immer noch (sorry, da kommen auch Cinema Strange und Co. nach wie vor nicht ran...) :o
CarndaelAls jemand, der The Cure-Alben als LP zu Hause hat, weil es seinerzeit noch keine CDs gab (und der den alten Zeiten nachtrauert) möchte ich folgendes dazu beitragen:

Neue Entwicklungen damit zu rechtfertigen, dass ansonsten ja das Alte immer noch vorherrschen würde, darf für sich genommen kein Argument sein. Neuerungen sind nicht per se gut.
Der Kommerzialisierung der schwarzen Musik kann man gegenübe stehen wie man will (ich finde es gut, dass nicht nur Wolfsheim oder HIM ein bisschen Geld mit ihrer Musik verdienen und es wäre toll, wenn mehr Menschen den Zugang zu Whispers in the Shadow oder The Awakening fänden), aber das eingangs beschriebene Phänomen hängt m.E. hauptsächlich damit zusammen.
Wenn hinter der Szene-Zugehörigkeit nicht mehr als das Faible für die Musik und die Kleidung steht, dann ist doch klar, dass die Szene heterogen wird, dass man untereinander im Wesen zu verschieden ist, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln, dass man sich in einem schwarzen Club sehr einsam fühlen kann.
Heute ist in der Szene (siehe die Nachtwelten-Themen) alles denkbar:
Gothic und Formel 1,
Gothic und SM,
Gothic und Diddl,
Gothic und Börsenspekulation,
Gothic und ...
Wie aber soll ein Gefühl des sich-heimisch-Fühlens aufkommen, wenn Goth 1 (der Formel1-Freak) und Goth 2 (der Börsenspekulant), nachdem sie sich über das letzte WGT unterhalten haben, merken, dass ihr Stachelhalsband und die Tatsache, dass sie letzten Jahr auch in Leipzig waren, nichts gemein haben, vielleicht noch nicht mal die gleiche Sprache sprechen?

Früher, ja ja, da war alles ganz anders und natürlich viel besser (seufz)!!

Ein alter Sack
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Was war denn schlecht an Joy Division, Bauhaus und Cure? Im übrigen: ICH hör das immer noch (sorry, da kommen auch Cinema Strange und Co. nach wie vor nicht ran...) :o [/B][/QUOTE]

Das meine ich ja nicht, hab ja nichts gegen die Musik von Bauhaus und co, aber eine entwicklung kann man nun mal nicht aufhalten, dementsprechend haben wir nun mehr, und neue Musik dabei, und irgendetwas, was selbst den "Altgrufts" gefallen sollte, wird ja wohl dabei sein, oder? Ich höre auch The Cure, sehr gerne sogar, einige Lieder liebe ich sogar.
aber neues kann auch gut sein. nur ist das problem nun einmal, dass Gothic gesellschaftsmähig gemacht wird, langsam, und dies dem eigentlichen Ziel von Gothic niocht gerecht wird.
absinthnaseHm, stellenweise verzeichne auch ich einen Verfall aber ich denke das irgendwann mal die kritische Masse erreicht ist und die orientierungslosen Gruftikiddies (ich bin etwa mit 15 eingestiegen, das ist jetzt 5 jahre her) wieder abspringen. Ist doch mit allem so dass es irgendwann populär wird und dann verliert die Allgemeinheit wieder das Interesse und es bleibt der harte Kern. Ich hab bemerkt dass seit auch die Musiksender mit Dark-Schlagern (irgendwie mag ich das Wort ;) ) geflutet werden die ganzen *echten* Underground Schuppen noch undergroundiger werden. Das viele einfach nur Outfit Gothics sind und auf HIM abfahren ist ja nun nix neues mehr hat aber inzwischen seinen Zenit auch schon überschritten. Ich würd das alles nicht allzu ernst nehmen. In kleineren Ortschaften ist es übrigens immernoch usus seines Gleichen zu grüßen (meine Erfahrung)
SolPretoSeht das jetzt wie ihr wollt, sarkastisch, ironisch oder ernst...

Kann mir jemand auch nur eine Band sagen die in den letzten 3 Monaten neu erschienen ist und die GUT ist? (und ich meine nicht man kann sich was davon anhören - gut, sondern richtig gut!)

Es ist mir natürlich klar wie subjektiv die Frage ist, aber genau darum geht es ja. Geht es nur mir so das es eben nichts neues gibt was gut ist? Oder liegt es an meinem Geschmack?
NnordyWEnn Du Electro nicht magst versteh ich Dich sehr gut... Denn daß es eine Electro-Bandschwemme (ebenso wie übrigens sog. "Mittelalterbands") gibt, ist ja wohl nicht zu übersehen. Die meisten Leute hören es aber nunmal und deshalb wird halt dieser "Markt" vordergründig bedient.
Echte "Perlen" kann man noch im wirklichen Underground finden, der eben oft nicht von Sonic, Orkus, Zillo und Co. gepusht wird - den man aber nur kennenlernt, wenn man sich auch mal andere Magazine fernab der Hochglanzkultur besorgt oder sich traut, mal ein wenig durchs Netz zu stöbern...
Ich denke, Du meinst, daß diverse Strömungen brach liegen bzw. sich in anderen ständig alles wiederholt. Die x-te BAnd, die wie *beliebiger Name einsetzen* klingt... Das liegt wohl einfach daran, daß es heute viele BAnds gibt, die einfach nix Innovatives zu bieten haben, oder, wie ein bekannter freier Redakteur es mal ausdrückte "die sich mangels eines kreativen Potentials auf Düster-Stampf-Mucke für den Durchschnittsgruftie" beschränken. Man kann es zuspitzen - wie viele Bands haben Frontleute, die wirklich SINGEN können?
DIe Innovation ist wohl das Hauptproblem... Früher diente "unsere" Musik mal als Ausdrucksform - was beinhaltete, das man was zu sagen hatte -, heute dient Musik häufig nur noch dem Kohle machen...
That's life. Was nicht heißt, daß man es gut finden muß.
Nicht alles Neue ist schlecht, aber teilweise ist es eine FRechheit, womit gerade die Gehörnerven belästigt werden...
SolPretoJa!

Das die meisten Bands nicht singen können ist doch eigentlich egal und war es schon immer. Das hat auch immer einen Reiz ausgemacht, das da einfach Menschen stehen mit denen man sich Identifizieren kann.

Aber INHALT und AUSSAGE werden einfach vernachlässigt. Alles wirkt immer Clichehafter.
TrauerwesenDas neue ist oft nicht gut, weil man mit dem alten dinge vebindet und es einem vertraut ist. Man muss sich an das neue erst gewöhnen und wenn man das tat, ist es auch nicht mehr neu.
NnordyNaja, was ich halt wirklich unsäglich finde ist der Pathos und Klischeeberg den die sog. "Dark Schlager" Bands in die Szene gebracht haben. Man nehme möglichst viele klischeehafte Begriffe und Szenarien, würze sie mit billigen Reimen, singe das Ganze mit einer gewaltigen Portion Pathos, unterlege es mit tanzbaren Beats, entferne jedweden (gewollten oder ungewollten) Inhalt und werfe es unter die Leute. DAS Erfolgsrezept!
Im übrigen verstehe ich unter "singen" nicht nur die Technik, obwohl ich selbst Sängerin bin. Nein, Ian Curtis und der Sänger von Fliehende Stürme konnten in dem Sinne auch nicht wirklich "singen", aber sie konnten Texte interpretieren und rüberbringen. Das fehlt mir bei vielen Bands heute ganz extrem - wobei, wo kein INhalt ist, kann ich auch nix rüberbringen... :rolleyes:
@Trauerwesen: Rein theoretisch ja. Allerdings gibt es einen Punkt, an dem man sich mit dem Neuen auch nicht mehr identifizieren WILL, weil es einfach nur ganz gräßlich ist. Wie gesagt, ich werde mich nie an "Dark Schlager" gewöhnen. Ich werde mich auch nie an die Oberflächlichkeit gewöhnen, daß heute viele unter Gothic nur noch die Musik verstehen, daß es kein "Geschichtsbewußtsein" mehr gibt. Es gibt auch eine Reihe guter neuer Sachen, ganz sicher.
Aber wie gesagt, Ausverkauf und Kommerzialisierung waren für mich noch nie eine gute Sache...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]Im übrigen verstehe ich unter "singen" nicht nur die Technik, obwohl ich selbst Sängerin bin. Nein, Ian Curtis und der Sänger von Fliehende Stürme konnten in dem Sinne auch nicht wirklich "singen", aber sie konnten Texte interpretieren und rüberbringen. Das fehlt mir bei vielen Bands heute ganz extrem - [/B][/QUOTE]

Oswald Henke konnte auch noch nie singen...!

Was mich an dieser ganzen Sache tatsächlich stört, ist viel mehr daß ich dieses "es wird auch irgenwann besser" jetzt schon seit Jahren höre, ich glaub einfach nicht mehr dran.
Einfach darauf warten, das wieder mehr Kultur in die Subkultur kommt ist der falsche Weg, man muss selbst welche machen, jeder in dem Metier welches im am besten liegt.
Das Feld umspannt dabei mehr als "nur" Musik.
Musik sollte niemals der vordergründige Indentfikationsfaktor dieser Subkultur sein.

Ich persönlich achte nicht mehr auf das, was in den "Gothic Floors" irgendwelcher Großdikotheken geschieht.

Was die Aussage "Neues ist gut" oder "Veränderung ist gut" angeht, möchte ich eindeutig widersprechen.

Die derzeitige Weltlage zeigt uns sehr gut, wie sich auch vieles zum Schlechten wendet, und viele Neuerungen oft langfristig mehr schaden, als sie nützen.

Und am meisten stört mich die Tatsache daß ich mich schon an diesen Begriff "Gothic" gewöhnt habe, und ihn mittlerweile viel zu oft benutze.
Trauerwesen@Nnordy: ich kann es ja verstehen, gerade wenn man länger in eine szene ist, und diese beweggründe, die man damals hatte, sich dieser anzuschliessen, einfach nicht mehr vorhanden sind, ist das natürlich tragisch.
und ich mag ja auch nicht alles was da so auf den markt geworfen wird, und diese darstellung nun aufgrund der erhöhten medienpräsenz mag ich auch nicht sonderlich, denn es ist für mich etwas völlig anderes als das, was nun im TV gezeigt wird. und gerade bei so drastischen veränderungen über die zeit hinweg kann ich mir dein denken vorstellen.
aber irgendwie ist es ja immer so, dass früher alles besser war. naja ch, mir gehen um diese uhrzeit nun die argumente aus, melde mich vllt nochmal dazu ;)
DyingAngel84[QUOTE][i]Original geschrieben von SolPreto [/i]
[B]Das mit der Gegenseitigkeit kann ich nur heftigst bestreiten!

Wenn man heutzutage einem Goth zulächelt gibt er einem nur einen seltsamen Blick... [/B][/QUOTE]

diese meinung kann ich nur voll und ganz bestätigen!

von seinesgleichen wird man einmal von oben nach unten betrachtet, als komme man von einem andren stern.. es wird getuschelt und gelästert - ich finds furchtbar!

und in szene läden ist es fast noch schlimmer als auf der straße.. gerade da, wo man ein, zwei schlückchen trinkt, gute musik hat - die beste voraussetzung für ein neues kennen lernen - gerade da sind die leute so in sich vertieft und gekehrt.. da scheint ein zusammenspiel noch kaum möglich!
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Oswald Henke konnte auch noch nie singen...![/B][/QUOTE]

Oswald Henke wollte auch nie singen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Haevion [/i]
[B]Oswald Henke wollte auch nie singen. [/B][/QUOTE]

Hat er aber, und ich hab die Scheiben trotzdem gekauft, weil die Art und Weise wie er es rüberbringt, einzigartig ist...!
Nnordy@Seneca: :D - dieser Logik kann man nichts entgegensetzen! :D

Naja, früher mußten die Bands wenigstens noch Instrumente haben (ich sage jetzt extra nicht: spielen können) - heute brauchst Du nur noch einen PC mit Cubase drauf... Und wenn die Stimme nicht mal mehr für Sprechgesang taugt (Oswald bspw. hat eine recht angenehme Stimme, die auch sehr viel variieren kann - das kann längst nicht jeder) tut man halt wahlweise einen Verzerrer/Vacoder/whatever drauf und schon klingt es gut... Das ist schon traurig. Aber wie Seneca schon so treffend sagte - noch trauriger ist eigentlich, daß viele Schwarz sein heute nur noch über Musik und X-tra Klamotten definieren - und von einem "schwarzen Lebensgefühl" offensichtlich noch nie was gehört haben... Das war nämlich das, was die Szene früher verbunden hat! Das und nichts anderes. Und da haben sich auch alle Diskussionen um Toleranz von vornherein überhaupt nicht erst eingestellt - man traf auf Gleichgesinnte, die sich ähnliche Fragen stellten, die die Welt ähnlich sahen, sich mit ähnlichen Dingen beschäftigten... Die Musik war sekundär, also zwar wichtig, aber die kam danach... Das war zu Anfang alles sehr endzeitmäßig - und wenn ich mir angucke, welche Stimmungen damals rübergebracht wurden, gerade z.B. von Joy Division - sowas findet man heute einfach nicht mehr... Klar, die Zeiten haben sich geändert. Aber wie bereits gesagt: Den meisten gehts doch heute nur noch ums Kohle machen. Und diese Art von Konsumterror wurde damals von den Goths nicht unterstützt. Da kaufte man sich kein Kleid von x-... (die's damals noch gar nicht gab), sondern man ging auf den Flohmarkt oder in den 2nd hand Laden und färbte sich was altes schwarz. Finanzieller Aufwand: 10 DM.
Naja, klar neigt man auch dazu, zu verklären, weil man jünger war und noch besser aussah... ;) Aber nichtsdestotrotz - dieses Gefühl von damals, das ist es, was mir heute fehlt, wenn ich mal wieder in eine Disco gehe oder auf ein Treffen. Und das ist schade.
CarndaelNnordy,
Du sprichst mir aus dem Herzen! :)
Käferkonkurbine@ Nordy: das ist zum beispiel auch so ein Punkt den ich noch gerne angesprochen hätte in meiner Eröffnung.
Ich finde es traurig das man als ,,Aushilfsgruftie" bezeichnet wird weil man Sachen von H&M oder ähnlichen Bekleidungsfirmen trägt. Ja, ich gebe es zu ich kaufe dort ein, und ? Es ist mir so dermaßen egal ob irgendjemand über mich spottet! Wenigstens entkomme ich so ein wenig dem Mainstream innerhalb der Szene.
Und ich gebe nicht unsinnig Geld für Klamotten aus, die eh nicht lange halten.
Oder Beispiel wenn ich weggeh steh ich vorm Spiegel und überlege ob es nicht zu auffällig ist was ich da gerade anhab, ich find es äußerst dumm von mir so zu denken, aber die blicke anderer möchte ich mir ersparen. Nächster Punkt tanzen, ich merke es regelrecht das wenn ich von der Tanzfläche gehe ich die Blicke nach mir ziehe, ob nachgeifernde oder spottende Blicke sind weis ich nicht. Ich tanz nunmal etwas Ausdrucksstärker, was solls, aber das man mittlerweile schon quasi für sein Wesen geächtet wird.....
Die Szene will ja immer so tollerant sein.........
PoisonSpiritSorry, einfach nur sorry, aber es tut mir in den Augen weh. @Käferkonku[COLOR=green]r[/COLOR]bine: Konkubine schreibt man ohne 'r'!!! Oder hat das eine tiefere Bedeutung. Sorry, es soll nicht böse sein, aber ich bin manchmal ein Perfektionist ;) ... nicht böse sein.
PoisonSpirit[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Oswald Henke konnte auch noch nie singen...![/B][/QUOTE]

Der spricht ja auch!

Arg, ich sollte vielleicht mehr in die Problematik dieses Threads reinlesen ... *duck* ich bin weg ...
rosaplüschschafEinen wunderschönen guten Tag!

Nun, ich bin noch nicht so lange Zeit "in der Szene" und habe auch früher schon keine Gothics die ich nicht kannte, auf der Straße begrüßt (*schüchternsei...die vielen schwarzen,bösen Menschen *GG**); bei mir ist es eher so, dass ich eigtl schon immer ein Fable für Schwarz hatte (und einige andere Meinungen, Ansichten oder Vorstellungen, wie anscheinend der Normalo-Durchschnittsmensch vielleicht..) und mich mit dieser ganzen GUTEN-LAUNE-PARTYPEOPLE-DISKOOHNEENDE-DJHIRNLOSUNDFRIENDSABAUFDENASSITOASTER-Gesellschaft, von der unsere Gesellschaft ja z.Z. ziemlich beherrscht zu sein scheint nie wirklich identifiziert habe (und auch nicht unwirklich...) und deshalb in "Gothic" etwas gefunden habe, was mir mehr gibt, was mir die Möglichkeit gibt, mich endlich halbwegs auszuleben und wo ich sein kann wie ich bin.
Was ich nur dämlich finde ist, dass sich grade hier in der Szene meiner Stadt voll die Klicken gebildet haben, die eigentlich keine Ahnung haben voneinander, wer sie sind und trotzdem so tun, als ob sie unheimlich dicke miteinander wären und einen selbst, der neu hinzukommt überhaupt nicht beachten, geschweige denn einem die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen. Natürlich gibt es auch "nette" Gothics, die einen herzlich willkommen heißen, doch sind das nur sehr wenige. Das ist mir zumindest aufgefallen, was meine Stadt angeht.

Naja und zum Thema:

[Quote] 3. Wird unsere Szene nicht immer mehr zum Massenverkaufsschlager für Quietscheteenies?

4. Musik, mittlerweile, so scheint mir, ist die unsrige Musikszene von der der ,,Normalos" kaum mehr zu unterscheiden
Gewinn, Absatz und Geld scheint das wichtigste, um was es eigentlich geht, die musik, wird in den Schatten gestellt und wir die Hörer sollen doch mit dem klar kommen was auf den Markt geschmissen wird.

[/QUOTE]

nun gut, ja auch das ist leider so; ich erinnere nur mal an sowas wie Evanescense, TheRasmus oder WithinTemptation...brrr...auweiha, sag ich da nur...(wobei alle gelegentlich ja doch mal ein halbwegs nettes Lied auf den Markt werfen...aber das ist DOCH EHER die Seltenheit...und mit Gothic hat das kaum etwas zu tun...)
allgemein scheint es ja z.Z. besonders beliebt zu sein im Popbuisness, einen auf DIRTY und DARK zu machen (man erinnere sich nur der Herzchens Jeannette Biedermann oder Christina Aguilera und jetzt neuerdings auch Britney Spears..), da kommt einem doch schon gelegentlich mal die Galle hoch..
aber was hilft es, sich darüber aufzuregen; jeder kann doch machen und hören was er will. Ich muss mir die Cds ja nicht kaufen..
naja und zum Thema HIM: jede Band muss sich nun einmal entscheiden, ob sie Geld verdienen will oder nur ihr Ding durchziehen. Und jeder Erfolg verleitet dazu, noch mehr haben zu wollen und umso mehr kommerzialisert sich alles auf Dauer. Aber was solls, dafür gibts immernoch die Erstlingswerke der "Stars" und die sind mitunter ja WWWEIIIIT besser als alles sonstige, was in den Charts weit oben landete...
Was ich allerdings auch immer erschreckend finde ist, wenn ich auf einer Gothic-Veranstaltung bin und Wesen in WEISSEN (!!) Hosen mit solariumgebräunter Haut auftauchen und allen Ernstes mitfeiern wollen. Gut, sollnse. Nur wollte ich eigtl solchen Leuten nicht begegnen, wenn ich feiern will..
naja, aber das ist gottseidank nicht oft der Fall..
naja muss erstmal schluss machen jetzt, vielleicht irgendwann nochmal mehr..
adios!
SenecaIch muss immer wieder bei dem Gedaknen Schmunzel, daß die "Goth-Punks" der 80er auch oft Zeter und Mordio geschrien haben als wir "Rüschenfuzzis" und "Lacrimosa" etc. verstärkt die "Szene" überschwemmt haben.

Ich hätte mir damals auch nicht gedacht daß ich mal in der gleichen Lage stecken würde...!

Zumindest hat die feindliche Übernahme der "Szene" durch die EBM- Industrial- Fetisch- Leute nun dazu geführt, daß sich vielerorts "new romantics" und "Waver" zum Schulterschluss bewogen haben um den "Underground" wiederzubeleben.

Mal sehen was die nächtste "Welle" von "Schwarzen" mit sich bringt.

wie wird man die eigentlich nennen...?
die 00er...? (null-nuller)
rosaplüschschafwollte auch nur schnell nochmal was anfügen:

"Aber wie Seneca schon so treffend sagte - noch trauriger ist eigentlich, daß viele Schwarz sein heute nur noch über Musik und X-tra Klamotten definieren - und von einem "schwarzen Lebensgefühl" offensichtlich noch nie was gehört haben"

ja, genau das ist mir auch aufgefallen und hat mich ziemlich enttäuscht, als ich mir die "Szene" etwas genauer angeguckt habe..es sind eindeutig zu viele "Modegrufties" unter den Leuten...ich meine: was sagt denn das Outfit bitte aus? Ich trage auch kaum Klamotten aus solchen Szeneläden- warum auch? Und ich schminke mir auch nicht das Gesicht weiß und rasier mir den Schädel kahl- WARUM AUCH? Will ich Leute schockieren? Nein! Will ich provozieren? Vielleicht ab und zu..aber vor allem möchte ich mich in meinen Klamotten wohlfühlen und anziehen, worauf ich Lust habe und ich möchte Musik hören, die mir gefällt, und auf Leute treffen, die mir gefallen. Und außerdem isses mir eigtl egal, wie Leute rumrennen, auch wenn mir manches besser gefällt als anderes (und das ist nunmal meistens SCHWARZ und extravagant), aber eigtl ist Kleidung ja nur da, um als Erkennungsmerkmal zu dienen (denke ich) und nich, um voll dirty oder verrucht auszusehen...ich erinnere nur mal an einen Kommilitionen von mir, der zu mir meinte: BOAH, SAMSTAG WAR NE PARTY..MIT DEM MOTTO: DIRTY!! UND ALLE MÄDELS KAMEN IN STRAPSEN! VOLL GEIL! ich schaute ihn nur verständnislos an, grinste, und dachte mir meinen Teil..
naja wie auch immer..
jedenfalls ist auch mir aufgefallen, dass verhältnismäßig wenige Gothics heutzutage wirklich dieses Gothic-Lebensgefühl haben...schade, wirklich. Würde es alles um einiges einfacher gestalten, denke ich..
nun gut, aber das ist die Welt.
Nichts scheint so wie es ist und nichts ist so wie es scheint.
ich bin resigniert, das war ich schon immer und doch versuche ich,
mein Leben halbwegs erträglich zu gestalten.
Tief in mir wohnt eben noch der kleine Optimist *g*
adios!
NopeIch hoffe bald ist Gothic wieder "Out", was rede ich..natürlich wird es wieder "Out" werden, was bleibt denn dauerhaft "IN"??
hip hop vielleicht, aber da hab ich nichts gegen solange sie nicht gruftige texte ansteuern ;-)
DeusExMachinavorweg:Ich zähle mich definitiv nicht als Goth, fühle mich dem aber oft sehr verbunden!

Also ich schreibe dies um mal von euch selbst zu hören, was ihr an Goth NICHT gut findet oder halt konstruktive Kritik, was ihr BESONDERS gut findet.

Mich stört zum Beispiel das düstere auftreten eiens Goth - schwarz , zurückgezogen , unfreundlich ??? ehern icht , aber manchmal

Und noch etwas genauer : Ich habe jetzt oft im Forum gelesen , dass man sich als Goth tolerant ansieht und akzeptiert werden möchte.
Jetzt sage ich: Ihr seid doch selbst eine eher intolerante Gruppe , die sich vom Rest der Gesellschaft oder besser den "normalos" abgrenzt. Ihr macht euch oft über Christen lustig und manchmal kommt es mir fast so vor ,dass man einen Hauch von Arroganz heraushört , wenn über kapitalischtische Lebensweisen eines Durchschnittsbürgers geredet wird.

Muss den alles IMMER so melanchonisch sein ? Kann man sich als Goth nicht auch mal an der Natur erfreuen ( hört sich altmodisch an , aber wer tut das denn noch). Ich finde die Vorstellung an einem warmen Tag in kurzer Hose auf einer weiten grünen Wiese zu liegen und in der Sonne zu baden sehr schön. Klar manschmal finde ich es auch schön mich mit dem schwarzen zu befassen und mich an Nacht und Einsamkeit zu erfreuen. Auch was trauriges/melanchinisches kann schön sein, aber ich fände es besser, wenn man den Blick für die Welt behält und die Welt hat auch mehr zu bieten als nur schwarz...... finde ich.
Todessehnsuchtdoll und nu hat ich in dem anderen geschrieben wiederhohlen tu ich das aber nich *grummel* also wenn es interessiert was ich zu sagen hatte denn schau bitte in deinem anderen threat nach
Todessehnsuchtunfreundlich das würd aber der toleranz wiedersprechen oder??? also ich sag mal diese szene ist eine der freundlichsten und tolerantesten geh doch mal zu den hip hoppern da wirst du doch angeschnarrt wenn du nich die neusten und "coolsten klamotten" anhast noch schlimmer ist es in der technoszene.
das christentum ist so eine sache viele sind christen aber es geht mehr darum den charakter zu kritiesieren und nich das christentum als ganzes. da die kirche eigentlich nur zur ausbeutung da war und ich finde es immer noch ist oder will sie nich steuern von mir nur weil ich getauft worden bin???
das abgrenzen fällt mit dem zusammen was du als arroganz gegen über der gessellschaft ansiehst. es ist halt so das ich und viele werden mir da zustimmen eine gewisse verachtung gegenüber einen teil der gesellschaft empfinde und den auch zeige weil diese leute sich der gesellschaft unterortnen und nicht ausbrechen wollen weil sie dann nich länger cool wären.
übrigends ein goth erfreut sich an der schönheit von lyrik bauten der natur wenn er das mag es gibt ja nich regeln die sagen sei melancholisch hab immer schwarz an sei düster allerdings musst du die schönheit auch manchmal im düsteren hässlichen suchen um sie zu finden.
Ich weiss nich ob ich jetzt alles gesagt hab was ich sagen wollte aber ich denke wenn was kommt kann ich das ja näher ausführen oder erklären was ich meine

so jetzt hab ich sie hier reinkopiert
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]Ihr seid doch selbst eine eher intolerante Gruppe , die sich vom Rest der Gesellschaft oder besser den "normalos" abgrenzt. [/B][/QUOTE]Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, was Todessehnsucht geschrieben hat. Nirgendwo vorher bin ich als "Normalo, der etwas anders ist" so gastfreundlich aufgenommen worden. Nachdem ich mich einige Jahre mehr oder weniger als Dauergast betrachtete, fühle ich mich mehr und mehr dazugehörig, auch wenn ich immer noch nicht "nur in schwarz" herumlaufe. Niemand wird gezwungen, schwarz zu tragen, um dazuzugehören.

Was du als "abgrenzen" empfindest, ist wohl eher die Eigenschaft (im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen), seine Ansichten und Vorlieben niemandem aufzudrängen oder gar für andere verbindlich machen zu wollen, wie es verschiedene Religionen und insbesondere die Verfechter der verschiedenen politischen Richtungen tun (im Extremfall mit Baseballschlägern oder Molotow-Cocktails).
Wer sich ernsthaft für diese Welt der Vielfalt interessiert, dem stehen alle Wege und Türen offen, er muß nur seine eigenen Blockaden und Mauern überwinden.
Auf dem letzten WGT ist mir das erste Mal bewußt geworden, daß man bei den schwarz gewandeten und weiß geschminkten Gestalten gar nicht mehr unterscheiden kann, wer Deutscher, Türke, Japaner oder gar Neger ist. :p Mit meinen Zeltnachbarn aus England, Italien und Griechenland habe ich mich jedenfalls prima verstanden. [QUOTE][B]Ihr macht euch oft über Christen lustig und manchmal kommt es mir fast so vor, dass man einen Hauch von Arroganz heraushört , wenn über kapitalischtische Lebensweisen eines Durchschnittsbürgers geredet wird. [/B][/QUOTE]"Lustig machen" paßt aber jetzt gar nicht zu den düsteren traurigen Gestalten. :)
Ich denke nicht, daß sich die Schwarzen über Christen lustig machen, die ihren Glauben wahrhaftig leben und nicht andere Menschen missionieren wollen, wohl aber über Heuchelei und Versuche, andere Menschen zu unterdrücken.
Das Gleiche gilt für die "Durchschnittsbürger". Spott und Arroganz richten sich nicht gegen die Menschen selbst, sondern gegen all das, was sie daran hindert, [b]sie selbst zu sein,[/b] wie z.B. Schönheitswahn, Schlankheitswahn, Modefimmel, Ordnungsfimmel usw.
Für den Spießbürger ist das zerwühlte Haar oder das Loch in der Strumpfhose das Schlimmste, was passieren kann. Aber erfriert man gleich wegen einem kleinen Loch in der Strumpfhose?

Im übrigen, wie zum Beispiel [URL=http://www.tranceform.de/goettertanz/_chronik/0304.htm]hier zu sehen und zu lesen[/URL] ist, haben nicht alle Gothics schwarze Kleidung an und hören düstere und traurige Musik.

Zum Schluß noch eine Frage zum Nachdenken:
Wieviel Leute laufen tagtäglich in dunklem Anzug, hellem Hemd und Schlips herum, und welche geheimnisvolle Religion mögen die alle wohl haben? :eek:
DeusExMachinaHey da sind ja echt gute Antworten geschrieben worden !!!
Vielen Dank für diesen Eindruck.

So nun möchte ich noch einmal für mich kritische Punkte Ansprechen: Gewalt verherrlichende Musik , Sehnsucht zum Tod , Suizid, schwarze Messen, anbetung! von Satan

Wie seht Ihr diese Dinge? Mit denen wurdet ihr ja sicherlich auch schon konfrontiert. Ich finde man kann es nicht mit Argumenten abtun wie : (z.B.:) "Ich halte keine schwarzen Messen und kenne auch niemanden der so etwas tut."
Klar das ihr soetwas nicht persönlich macht , trifft auf die meisten zu , allerdings sind die genannten Punkte für mich eng an Gothic gebunden und eigentlich die ausführende Gruppe.

Bitte um weitere Antworten! würde mich freuen !
Todessehnsucht;) diese religion nennt man geld
Todessehnsuchtgewaltverherrlichende musik musst du mir mal ein beispiel nennen ich hab viel musik zuhause aber gewaltverherrlichende hab ich nur 3 oder 4 und das sind punkbands aber gothic hab ich gar keine oder ich schnall den text nich ;) aber das glaub ich nich lol.
tja suizid, hast du schon mal darüber nachgedacht das es das eigentlich überall gibt??? ich meine in anderen subkulturen gibt es das genauso es könnte aber sein das durch die verachtung der gesellschaft gegenüber das hier häufiger der fall ist da man sich überhaupt nicht mit ihr indentifizieren kann aber das ist nur theorie ich glaube wenn man zahlen hätte würde man feststellen das es hier auch nich häufiger suizid gibt als überall anders auch. (sonst müsste es ja auf dem wgt zum beispiel hunderte tote geben :( und ich glaub nich das das so ist)
die satanistenszene hat eigentlich nix mit gothic zu tun da es sich dabei ja um eine relligion handelt und die "szene" sich ja nicht über relligion definiert. es ist wohl aber oft so das leute die sich nich wirklich auskennen satanisten oft mit gothics (dummes wort) verwechseln da sie ja durchaus ähnlich rumlaufen aber eigentlich hat das nix mit gothic zu tun wenn du mal schauen würdest würdest du wohl hier im forum viel mehr christen als satanisten finden ich denke sogar das es hier gar keine echten gibt. zu schwarzen messen kann ich gar nix sagen kenne keine war noch auf keiner und will auch auf keine ich meine nur das du irgendwie gerade die vorurteile aufzählst die sich gemacht werden weil jemand gern auf dem freidhof ist zb, aber das es dort wunderbar ruhig und weltabgegrenzt ist und man deshalb dorthin geht um dies zu geniessen kommt keiner (übrigends werden auch keine gräber geschändet man sollte allerdings sagen das es sicher einige menschen die ein bissel geistig umnachtet sind sachen wie satanismus betreiben und auch gräber schänden ich denke aber man sollte das nich verallgemeinern es gibt immer solche deppen)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]So nun möchte ich noch einmal für mich kritische Punkte Ansprechen: Gewalt verherrlichende Musik, [/B][/QUOTE]Hast du mal ein Beispiel? Unter meinen etwa 1500 CDs finde ich da auf Anhieb nichts. Es gibt wohl einige Lieder, die das Thema Gewalt zum Thema haben, aber ganz sicher nicht in verherrlichender Weise. [QUOTE][B]Sehnsucht zum Tod, Suizid, [/B][/QUOTE]Hier kann ich nur für mich selbst sprechen, da ist die Entwicklung genau umgekehrt. Vor einigen Jahren habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, mit dem Auto von der Brücke zu fahren, weil man als Mensch in dieser kapitalistischen Gesellschaft überflüssig ist, wenn man nicht als Geldquelle taugt. Mittlerweile hat sich das umgekehrt: Ich entwickle die von dir angeprangerte Arroganz gegenüber den von der Gesellschaft aufgestellten (oft extrem sinnlosen) Konventionen und nutze sie nur noch soweit, wie ich sie [b]für mich und mein Wohlbefinden[/b] brauche. Ich sehne mich nicht nach dem Tod, aber ich habe "mit ihm Freiden geschlossen", oder anders gesagt mich damit abgefunden daß er unvermeidlich ist und niemand sagen kann wann er uns ereilt - "Mors certa, hora incerta" oder auch "Suche den Tod nicht, er wird dich finden ...". Bis dahin genieße ich das Leben mit allen Sinnen, gönne mir den herrlichen Anblick der Natur zu jeder Tages- und Jahreszeit, schöne Musik, gute Speisen und Getränke und vieles mehr ... [QUOTE][B]schwarze Messen, anbetung! von Satan[/B][/QUOTE]Ich genieße gern ausdrucksstarke Musik und guten Rotwein bei Kerzenschein. Mag sein, daß das für Außenstehende wie eine schwarze Messe aussieht. :)
Ich bin zwar kein Satanist, aber soweit ich weiß beten die Satanisten (nicht zu verwechseln mit Verbrechern, die versuchen ihre Verbrechen unter diesem Deckmantel zu verstecken) keinen Satan und keinen Gott an, sondern vertrauen allein auf sich selbst. Eigentlich war "Satan" ursprünglich ein Engel und hieß Luzifer ("Lichtbringer") und hat mit seinem Licht zuviel geleuchtet und gezeigt, daß die Schöpfung doch nicht ganz so fehlerfrei und makellos war, und darum wurde er zum Erzfeind erklärt ... [QUOTE][B]Wie seht Ihr diese Dinge? Mit denen wurdet ihr ja sicherlich auch schon konfrontiert. [/B][/QUOTE]Ja, leider erscheinen sie immer wieder in Boulevardpresse und "Jugendzeitschriften", so wie all die anderen Lügen über Menschen mit anderem Aussehen, anderer Kultur, Lebensweise, Religion, ... Wer aus der Angst Anderer Gewinn schlagen will, braucht eindrucksvolle Feindbilder. [QUOTE][B]Ich finde man kann es nicht mit Argumenten abtun wie : (z.B.:) "Ich halte keine schwarzen Messen und kenne auch niemanden der so etwas tut." [/B][/QUOTE]Warum kann man das nicht? Warum kann man nicht sagen: Glaube nicht denen, die immer wieder aufs Neue Hass und Zwietracht sähen wollen, komm vorbei und überzeuge dich selbst was hier läuft und warum es so und nicht anders läuft. [QUOTE][B]allerdings sind die genannten Punkte für mich eng an Gothic gebunden und eigentlich die ausführende Gruppe. [/B][/QUOTE]So wie ein Großteil der Menschen glauben, daß böse Islamisten das WTC in Schutt und Asche gelegt haben, obwohl es bisher nicht einen einzigen stichhaltigen Beweis gibt, wer die Täter wirklich waren ... :(

Was mir an den Schwarzen aufgefallen ist (Ausnahmen bestätigen die Regel):
Sie machen wenig Gebrauch von Fernsehern und anderen Werbemedien, verbrauchen wenig Alkohol und andere Drogen, haben eine relativ sparsame Haushaltsführung, stellen oft sogar ihre Kleidung und andere Utensilien [b]selbst[/b] her ...
... Kurz gesagt, sie sind [b]schlecht für's Geschäft[/b] - das ist wahrscheinlich Grund genug, sie zu verteufeln ...
Todessehnsuchtirgendwie hast du recht zum thema suizid ich hab nur nie wirklich den mut aufbringen können es zu tun und nun sehne ich mich zwar danach aber ich werd es nich selbst tun.
sag mal verwechselst du das vielleicht mit ateisten??? ich meine satanisten beten wirklich satan an manche extremer andere weniger extrem
Tajela[QUOTE]Ich entwickle die von dir angeprangerte Arroganz gegenüber den von der Gesellschaft aufgestellten (oft extrem sinnlosen) Konventionen und nutze sie nur noch soweit, wie ich sie für mich und mein Wohlbefinden brauche. Ich sehne mich nicht nach dem Tod, aber ich habe "mit ihm Freiden geschlossen", oder anders gesagt mich damit abgefunden daß er unvermeidlich ist[/QUOTE]

Das trifft es auch für mich sehr genau! Ich würde auch sagen, dass das Leben für mich mit meiner "schwarzen" Lebenseinstellung erträglicher geworden ist, für mich persönlich ist der Tod eher wie ein Ausweg, den ich immer gehen könnte, gerade das ist es, was mir Hoffnung gibt.

Zum Thema Satanismus möchte ich mal sagen, dass es für mich überhaupt keine Verbindung zwischen Gothics und Satanisten gibt, das sind zwei verschiedene Dinge meiner Meinung nach. Ich glaube auch, dass gerade Satanisten Gothics nicht besonders mögen (zumindest meiner Erfahrung nach). Die einzige Verbindung ist vielleicht die schwarze Kleidung, aber es ist doch oberflächlich, beides deswegen als das Gleiche zu sehen.

Es sit vielleicht auch ein Problem, dass es zu viele "Gothics" gibt, die sich umgekehrte Kreuze umhängen, Leichen cool finden und somit natürlich für Vorurteile sorgen. Aber das Thema kennt man ja.
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B] Hier kann ich nur für mich selbst sprechen, da ist die Entwicklung genau umgekehrt. Vor einigen Jahren habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, mit dem Auto von der Brücke zu fahren, weil man als Mensch in dieser kapitalistischen Gesellschaft überflüssig ist, wenn man nicht als Geldquelle taugt. Mittlerweile hat sich das umgekehrt: Ich entwickle die von dir angeprangerte Arroganz gegenüber den von der Gesellschaft aufgestellten (oft extrem sinnlosen) Konventionen und nutze sie nur noch soweit, wie ich sie [b]für mich und mein Wohlbefinden[/b] brauche. Ich sehne mich nicht nach dem Tod, aber ich habe "mit ihm Freiden geschlossen", oder anders gesagt mich damit abgefunden daß er unvermeidlich ist und niemand sagen kann wann er uns ereilt - "Mors certa, hora incerta" oder auch "Suche den Tod nicht, er wird dich finden ...". Bis dahin genieße ich das Leben mit allen Sinnen, gönne mir den herrlichen Anblick der Natur zu jeder Tages- und Jahreszeit, schöne Musik, gute Speisen und Getränke und vieles mehr ... [/B][/QUOTE]

Entschuldige bitte, wenn ich, wie immer, in's Persönliche abdrifte, aber änderte dieses Augenschließen irgendetwas an dem allgemeinen Ausgangszustand? Schließlich hat sich die Welt damit nicht geändert... Arroganz ist kein Mittel, das diesen Zustand ändern würde, oder ein Individuum vorantreibt, sondern vielmehr ein Mittel zum Zweck. Ohne ein Ziel kann allerdings auch Arroganz nicht viel bewirken. Insofern ist das allgemeine "Frieden schließen" nur eine Abwendung - aber es kommt, wie Du zu recht sagtest, sowieso nur auf's Genießen an.

Todessehnsucht: Nein. Es ist vielmehr ein Lebensweg, dem "Morgenstern" nachzufolgen. Atheismus ist da als solcher freizügiger, da es keine Gottgestalt, und somit auch keine Lehren und Wege gibt, denen man folgen könnte. Selbst ist der atheistische Mensch. ;)
Todessehnsucht...keinen Satan und keinen Gott an, sondern vertrauen allein auf sich selbst...
hat er das nich gesagt also ich hab es so verstanden wie du das jetzt noch einmal gesagt hast *grübel*(bin ich jetzt total verblödet das ich den text nich schnalle oder hast du dich einfach geirrt???)
DARKANGELgvoh schön soviele klischees aufeinmal :)

nun was meine vorgänger hier schon schrieben kann ich eigentlich auch nur weitestgehend bestätigen.

nochmal in kurzform (und pauschalisiert, sonst müsste ich ein buch schreiben*g*):

schwarze kleidung: weil wir anders sind und uns abgrenzen möchten (bunt war schon besetzt*gg*) nein im ernst, schwarz ist ein zeichen der trauer in vielen kulturen und mal ganz pauschalisiert könnte man auch sagen, wir trauern um die verdummung der masse mensch :D

arroganz: japp!!!!!!!!!!!!!!!!!:D allerdings nur gegenüber der masse mensch...nicht unbedingt dem einzelnen gegenüber

zurückgezogen: ja und nein...ich für meinen teil generell wieder ja, wenn es um den "masse menschen" geht....nein bei einzelnen individuen und der schwarzen "szene" von manchen menschen grenze ich mich halt bewusst ab, weil ich mit denen nichts zu tun haben will!

Toleranz: nun was ist toleranz? dldung, respektierung der meinungen, wertvorstellungen und verhaltensweisen anderer...hmm nee, ich bin nicht immer tolerant, da stehe ich zu, es kommt halt auf den einzelfall an

unfreundlichkeit: ich denke jeder mensch ist mal mehr mal weniger unfreundlich... so auch bei uns, verallgemeinern kann man es bestimmt nicht, denn wie schon erwähnt, nirgends werden "fremde" so freundlich aufgenommen!

melancholie: ja die muss sein! sieh dir diese welt doch mal an....da kommen einem doch einfach nur die tränen. was aber eben nicht heisst, das wir nicht lachen können....ich kenne ne menge "spassgrufts" und hab selten so gelacht wie bei mancher schwarzer zusammenkunft ;)

natur: hmm...also ich kenne fast nur schwarze die die natur sehr lieben, oft ausflüge und wanderungen machen....und ...man glaubt es kaum...das bei tageslicht und sonnenschein ;)

gewalt verherrlichende musik: nun, vielleicht sollte man die texte mal richtig hören...nur weil da textpassagen vor kommen mit wörtern wie „kill“ oder „töten“ ist das nicht gewaltverherrlichend. Vieles dient auch eher dem gegenteil

todessehnsucht: nun ..ich denke es ist einfach so, dass sich in dieser „szene“ viele menschen treffen die probleme haben u a weil sie sich hier verstanden fühlen oder man ihnen zumindest aufmerksamkeit schenkt. Manchmal würde man dieser welt mit all ihren problemen halt am liebesten entfliehen...nur bei den „normalos“ darf man das nicht äussern ohne entweder verachtet oder als spinner abgetan zu werden. Hier kann man das, weil die meisten es nachvollziehen können! Ich denke die schwarze szene hat mehr selbstmorde verhindert als hervorgebracht...allerdings ist das nicht wissenschaftlich bestätigt ;) und mal ehrlich, hast du schon mal ein „buntes“ forum getroffen wo es so eine grosse anzahl von foren zu borderline, depression etc pp gab? Und das ist eben nicht so, weil alle schwarzen sterben wollen, sondern weil wir menschen mit problemen die hand reichen! Man sollte halt manchmal einfach seine sichtweise ändern ;)

schwarze messen/satan: nun das thema satanismus ist sehr schwerwiegend...generell hält ein satanist keine schwarzen messen ab bei denen tiere und menschen geopfert werden(ist allerdings auch keine erfindung von denen, gibt es in vielen religionen), aber es gibt diese idioten...wobei ich das thema auf der einen seite sehr interessant finde (satanismus) aber zuwenig darüber sagen kann, da ich mich noch nicht eingehender damit beschäftigt habe.... die allgemeine interpretation widerspricht sich....satanisten die nicht an gott glauben und deswegen satan anbeten haben im religionsuntericht nicht aufgepasst ;) allerdings ist es auch so – soweit ich das weiss – dass der satanist im allgemeinen eben niemanden anbetet, sonder mehr nach dem leitspruch lebt: „tue was du willst, solange du es verantworten kannst“ und eben nicht zu satan betet und ihm opfer da bringt, da er ihn damit ja in einen gott status erheben würde....was er ja an den christen ablehnt ..

so, ich hör lieber mal auf ;)

generell gilt: auch wir sind nur menschen und schwarze schafe gibt’s über all...sogar bei uns *lach*
Todessehnsuchtalso ich mein jetzt das er damit atheismus beschrieben hat. (sagt mal kann man seine beiträge eigentlich auch editieren wenn man was vergessen hat???)
also wenn ich dem Morgenstern folge (wer auch immer das ist ich denk mal das es nur eine andere übersetzung von luzifer ist) bete ich ihn doch theoretisch an oder nich??? ja ok ich kann nach seinen geboten leben ist in meinen augen aber auch anbeten da ich persöhnlich das niederknien vor einem objekt und irgendwas zu murmeln wohl wenig mit beten zu tun hat da ich der meinung bin relligion muss durch taten gelebt werden.

NOCH WAS: denn heisst das irgendwie ja das satanismus nich einheitlich ist sondern es mehrer formen gibt
LittleMissScary[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]
Muss den alles IMMER so melanchonisch sein ? Kann man sich als Goth nicht auch mal an der Natur erfreuen ( hört sich altmodisch an , aber wer tut das denn noch). Ich finde die Vorstellung an einem warmen Tag in kurzer Hose auf einer weiten grünen Wiese zu liegen und in der Sonne zu baden sehr schön. Klar manschmal finde ich es auch schön mich mit dem schwarzen zu befassen und mich an Nacht und Einsamkeit zu erfreuen. Auch was trauriges/melanchinisches kann schön sein, aber ich fände es besser, wenn man den Blick für die Welt behält und die Welt hat auch mehr zu bieten als nur schwarz...... finde ich. [/B][/QUOTE]

Mein Goth,Junge,du hast sämtliche andere Klischees vergessen :rolleyes: Ich glaubs nicht...achja:Ich liebe es,mich von der Sonne braten zu lassen und mich am Leben zu erfreuen.Huch,ungruftig! :rolleyes:
Todessehnsucht@LittleMissScary schäm dich davonwirst du noch braun ;)
DARKANGELgv@LittleMissScary: du bist raus:D

hmm..hast du eigentlich nen tipp, wie man das braun vorm nächsten disco besuch wieder wegbekommt??*lach*


upps..sorry...das war wohl zuviel gute laune ;)
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]vorweg:Ich zähle mich definitiv nicht als Goth, fühle mich dem aber oft sehr verbunden![/B][/QUOTE]
Bei weiterer Klischeeaufzählung, wie auch schon gesagt hier, solltest Du Dich vllt doch etwas mehr mit der Materie befassen, es ist nicht alles so, wie es scheint.

[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
Also ich schreibe dies um mal von euch selbst zu hören, was ihr an Goth NICHT gut findet oder halt konstruktive Kritik, was ihr BESONDERS gut findet.[/B][/QUOTE]
Aufgrund der blossen tatsache, dass ich mich dazugehörig fühle, überwiegen die positiven Aspekte. Und diese Aufzuzählen, dann sind wir wieder bei der allseits beliebten frage "was ist gothic", welche mich nun doch etwas zu sehr nervt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
Mich stört zum Beispiel das düstere auftreten eiens Goth - schwarz , zurückgezogen , unfreundlich ??? ehern icht , aber manchmal [/B][/QUOTE]
naja, dunkle kleidung ist ja so mehr oder weniger das bekannteste Subjekt von Gothic. Zurückgezogen, naja, nenn es Beobachter die sich ihre eigenenn gedanken machen, während andere vllt oberflächlich sind, aber das sind wieder zu pauschale Dinge, von daher, es gibt aber durchaus Clowns dabei, und ziemlich einige der besten Clowns, die ich kenne ;)
Und unfreundlich, ach ne, den meisten Spass hatte ich mit solchen Menschen und auch den netteren Umgang.


[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
Und noch etwas genauer : Ich habe jetzt oft im Forum gelesen , dass man sich als Goth tolerant ansieht und akzeptiert werden möchte.
Jetzt sage ich: Ihr seid doch selbst eine eher intolerante Gruppe , die sich vom Rest der Gesellschaft oder besser den "normalos" abgrenzt. Ihr macht euch oft über Christen lustig und manchmal kommt es mir fast so vor ,dass man einen Hauch von Arroganz heraushört , wenn über kapitalischtische Lebensweisen eines Durchschnittsbürgers geredet wird.[/B][/QUOTE]

Ist quasi eine Art kritik. Man macht sich, pauschal gesehen, Gedanken um das alles, und wenn du beachtest, dass gothic aus der Punk-bewegung entstanden ist, dann dürfte diese antikapitalistische Haltung klar sein. Wobei dies vllt nicht mehr ganz so der fall ist. Wie auch immer, da es eine Subkultur ist, die damals andere Ziele hatte usw, ist der gedanke schon anders und naja blabla.


[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
Muss den alles IMMER so melanchonisch sein ? Kann man sich als Goth nicht auch mal an der Natur erfreuen ( hört sich altmodisch an , aber wer tut das denn noch). Ich finde die Vorstellung an einem warmen Tag in kurzer Hose auf einer weiten grünen Wiese zu liegen und in der Sonne zu baden sehr schön. Klar manschmal finde ich es auch schön mich mit dem schwarzen zu befassen und mich an Nacht und Einsamkeit zu erfreuen. Auch was trauriges/melanchinisches kann schön sein, aber ich fände es besser, wenn man den Blick für die Welt behält und die Welt hat auch mehr zu bieten als nur schwarz...... finde ich. [/B][/QUOTE]

Gerade da wiederspreche ich, Melancholie ist auch eine Art des Erfreuens, hast du schon mal den Mond angeschaut und aufgrund seiner Schönheit geweint? Das ist auch melancholie, und diese geschieht auch aus freude. Und ich glaube, auch übern kamm geschert, ist gerade das, die Romantik (welche ja mit natur mehr zu tun hat als mit Liebesschnulzen und valentinstag), welche viele ausmacht hier.
Und ehm, wir kommen nicht erst nachts raus ;) und sind nicht immer einsam und nicht alle psychisch krank. Und die Welt sehen wir, vllt sogar mehr als andere, ich weiss es nicht, aber gerade bei "anderen" (*inderHoffnungnichtarrogantklingend*) zweifle ich ab und an, ob die realität gesehen wird.

So, quasi sind das schon so manch positive Aspekte, die ich da ansprach, welche mir gefallen.

Negativ finde ich, dass es so schwer ist, Blut zu bekommen und Katzen so teuer sind zum opfern ;D
kleineZauberinIch schätze mal dass das, was hier als Arroganz bezeichnet wurde, also dass Gothics arrogant gegenüber den Normalos wirken, auf jeden Fall nicht aus der Luft gegriffen ist. Doch die Gothics verachten die Normalos ja nicht, ich denke, es ist eher der Spott, der hier als Arroganz aufgefasst wird. Die normalen Leutchens sind im Grunde doch unglücklich. Sie verwenden soviel unnötige Kraft darauf, sich anzupassen und vergessen dabei ihre eigenen Bedürfnisse. Sie leben in Einschränkungen und tun eben nur, was sie wollen, wenn die Norm es erlaubt.
Und das kann auf Dauer nur unglücklich machen. Ich finde, Gothic ist ähnlich wie Punk mehr oder weniger eine der Minderheiten, die sich gegen die Gesellschaft auflehnen.
Es ist so schön, mit Gothics unterwegs zu sein. Im Grunde sind die normalen Leute dann Luft, sie scheinen nicht zu existieren.
LeilaIch finde, dass was DeusExMachina geschrieben hat, beschreibt ziemlich genau die Goth-Clique, die ich vor Jahren kennengelernt habe... Sie waren, ihrer Meinung nach, die "schwärzeste Gemeinschaft" überhaupt, die einzig wahren Goths eben. In Wirklichkeit waren sie nur ein aufgeblasener Haufen, der alles verspottete, was anders war. Sie waren/sind arrogant und intolerant, allen gegenüber, die nicht wie sie waren/sind...
Das ist zum Glück die Ausnahme. Man sollte von diesen Wichtigtuern nicht auf den ganzen Rest schließen, denn seither bin ich nie wieder solchen Pseudo-Goths über den Weg gelaufen. Dennoch gibt es sie, und ich befürchte, dass wir ihnen zum Teil unseren schlechten Ruf zu verdanken haben. Mal ganz abgesehen von den Leuten, die uns für bösartige Ritualmörder halten, weil sie es nicht kennen/verstehen [wollen]...
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]Hey da sind ja echt gute Antworten geschrieben worden !!!
Vielen Dank für diesen Eindruck.

So nun möchte ich noch einmal für mich kritische Punkte Ansprechen: Gewalt verherrlichende Musik , Sehnsucht zum Tod , Suizid, schwarze Messen, anbetung! von Satan

Wie seht Ihr diese Dinge? Mit denen wurdet ihr ja sicherlich auch schon konfrontiert. Ich finde man kann es nicht mit Argumenten abtun wie : (z.B.:) "Ich halte keine schwarzen Messen und kenne auch niemanden der so etwas tut."
Klar das ihr soetwas nicht persönlich macht , trifft auf die meisten zu , allerdings sind die genannten Punkte für mich eng an Gothic gebunden und eigentlich die ausführende Gruppe.

Bitte um weitere Antworten! würde mich freuen ! [/B][/QUOTE]

Gewaltverherrlichende Musik gibt's beim Gothic eigentlich wenig... Natürlich können die Death-Metal-Bands mit sehr brutalen Texten aufarten, aber diese Gewalt wird nicht idealisiert oder verherrlicht.
Sehnsucht zum Tod oder Suizidgedanken sind in der "normalen" Gesellschaft (zumindest nach meiner Erfahrung) sehr geächtet, hier allerdings wird man damit auch akzeptiert, weil die meisten Gothics dies irgendwie besser verstehen können (ich weiß nicht wie ich das ordentlich ausdrücken soll). Hier ist man einfach auch mit diesen Gedanken genauso anerkannt, wie ohne.
Und die schwarzen Messen und der Satanismus: Noch mal ganz deutlich: NICHT ALLE GOTHICS SIND SATANISTEN. Ich hör's oft genug, aber es gehört zum Satanismus mehr dazu als gewisse Tendenzen zu Todessehnsucht etc. Viel zu oft wird das düstere damit in Verbindung gebracht und die Tatsache, dass nicht alle düsteren Herrschaften den Satan anbeten, wird äufig vergessen bzw. verdrängt. Gewiß gibt es Satanisten in der Gothic-Szene, aber die gibt es genauso in anderen Bereichen. Das ähnliche Auftreten lässt nur diese Ähnlichkeiten viel stärker hervortreten.

Ich weiß, dass meine Worte irgendwie wirsch klingen mögen, aber ich kann's jetzt einfach nicht besser in Worte fassen... ;)

Gruß,

Black Reaper
Todessehnsuchtirgendwie macht das keinen sinn wenn der verursacher so selten mal was sagt weil wir alle ähnlich denken
LittleMissScary@Darkangel
ja,ganz einfach:eine dicke schicht Corpsepaint drüber,und fertig :D sieht so richtig schön besch...eiden aus *g*
Gothfried[QUOTE][i]Original geschrieben von Black Reaper [/i]
[B]. Noch mal ganz deutlich: NICHT ALLE GOTHICS SIND SATANISTEN. Ich hör's oft genug, aber es gehört zum Satanismus mehr dazu als gewisse Tendenzen zu Todessehnsucht etc. [/B][/QUOTE]

Das hat der Poster auch nicht behauptet. Aber: Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Die meisten Satanisten dürften wohl auch Goths sein.

Thema Arroganz:
Wer auch nur einmal in den letzten paar Jahren auf einer größeren schwarzen Tanz-Veranstaltung war (zB Dark Awakening), der kann ein Lied von der Arroganz, dem Narzismus und dem Hedonismus der sog. Schwarzen singen! Widerlich!
Und von wegen unangepasst und "so sein, wie man wirklich ist": Die Klamotten der Leute sind doch fast wie eine Uniform. Ausstatter: X-trax. Das ist der Gruppenzwang innerhalb der Szene.
Todessehnsuchtwegen ausstatter x-trax stimmt nich es gibt auch abendrot usw. ;) ausserdem wie oben schon wer sagte nähen viele sich ihre sachen selbst. und eine uniform naja ich sag auch mal so es ist ja nich so als wenn alle wirklich gleich aussehen ok manche auch in diesem forum propagieren es wie wichtig doch schwarz ist naja ....
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothfried [/i]
[B]Das hat der Poster auch nicht behauptet. Aber: Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Die meisten Satanisten dürften wohl auch Goths sein.[/B][/QUOTE]

Mir ist es doch leicht so vorgekommen, aber gut... Bei der zweiten Aussage stimme ich dir zu, allerdings sollte meine Aussage (von der Umkehrung) beachtet werden, da das denken "aus A folgt B, also folgt aus B auch A" sehr weit verbreitet ist.

[QUOTE][B]
Thema Arroganz:
Wer auch nur einmal in den letzten paar Jahren auf einer größeren schwarzen Tanz-Veranstaltung war (zB Dark Awakening), der kann ein Lied von der Arroganz, dem Narzismus und dem Hedonismus der sog. Schwarzen singen! Widerlich!
Und von wegen unangepasst und "so sein, wie man wirklich ist": Die Klamotten der Leute sind doch fast wie eine Uniform. Ausstatter: X-trax. Das ist der Gruppenzwang innerhalb der Szene. [/B][/QUOTE]

Der Gruppenzwang wird allerdings nach meiner Vermutung nach auch von vielen "Gezwungenen" selbst verursacht, weil sie nicht den Mut haben, etwas anderes auszuprobieren. Wenn man sich einer solchen Gruppierung wie dieser "anschließt", sollte man sich im klaren sein, dass viele Leute einen nicht mögen werden. Dass das auch für Leute gilt, die ebenfalls ist der "Szene" sind, ist glaube ich häufig nicht so klar, daher wird halt das gekauft, was bei xtra-x im katalog ist... (Ist nur eine Vermutung, aber für mich klingt sie einigermaßen plausibel)

Es sei allerdings auch erwähnt, dass viele sich ihre Klamotten auch selbst nähen, es existiert durchaus ein Gegenpol...

Gruß,

Black Reaper
Nnordy@Gothfried: Den Schuh wie Du ihn beschreibst - der wäre vor 12, 13 Jahren definitiv undenkbar gewesen. Ich erinnere mich da an ein Interview in dem ich genau das gefragt worden bin, und meine Antwort damals lautete (sinngemäß) "das waren keine Grufts, das waren Death-Metaller" - und genau das waren sie auch (damals - wer sich noch dran erinnern kann - wurde ein 15-Jähriger von 3 "Freunden" ermordet/geopfert...). Vor ein paar Jahren ging es auf einmal damit los daß durch Bands wie Theatre of Tragedy u.a. der (Doom?) Metal Bereich stärker auch auf die schwarze Szene bezogen wurde... Heute gehört es wohl fest dazu, wenn man sich die Bandaufstellungen auf diversen Festivals so anguckt...
Lustig ist auch, daß ich in 13 Jahren Szenezugehörigkeit noch keinen einzigen Satanisten kennen gelernt habe, ich würde nach wie vor sagen, daß es eine Minderheit ist. Ich mag mich da irren...

Ansonsten - zum Eröffnungsposter: Jede Szene wird von außen in Klischees wahrgenommen. Wenn man sich aber wirklich die Mühe macht und mal hinter die Kulissen schaut, sollte man mit den von Dir genannten Vorurteilen wirklich vorsichtiger umgehen, denn hier wird eine Gleichmacherei betrieben, die gerade der Vielschichtigkeit innerhalb dieser Szene diametral entgegen läuft und auch als Diskussionsgrundlage auf Dauer nicht wirklich geeignet ist...
Lord_FallertonZum Thema Satanisten/Satansanbeter, Menschenfresser, Katzenschänder und allen anderen nachweislich Kranken im klinischen Sinne muss ich noch was anmerken: Ich denke, dass sich solche Leute nur in den seltensten Fällen (siehe Familie Ruda) ausgerechnet einer äusserlich für jeden Deppen leicht identifizierbaren Szene anschliessen werden. Krank heisst ja nicht gleich doof. Wer wirklich Katzen schlachten will, wird seine Rituale halten und die Katzenleichen noch nächtens dem nächsten bekannten Gruftie vor die Tür legen. Damit ist ein Klischee bestätigt und niemand macht sich noch ernsthaft die Mühe nach der Wahrheit zu fragen.

Die Sache mit den Äusserlichkeiten ist ja immer mal wieder Thema hier im Board, wohl niemand kommt darum herum, sich damit auseinander zu setzen. Also oute ich mich mal: Ich hab noch nie Klamotten von X-Tra oder anderen überteuerten Mail-Order-Firman aus dem Gothic-Bereich bezogen und trotzden nie das Gefühl gehabt ein Aussenseiter oder stylischer Fehltritt zu sein. Als ich mit der Szene in Kontakt kam gabs sowas auch noch gar nicht, da wurde improvisiert, selbst genäht und gebastelt. Ergo war auch an diese Uniformisierung, die man heutzutage kennt, überhaupt noch nicht zu denken. Deswegen können mich auch keine zehn Pferde auf ein Festival zerren, [I]den[/I] schwarzen GAU werde ich mir nicht antun.
DeusExMachinaDanke für die vielen Relektionen!

Haben sich ja einige Menschen wirklich Gedanken gemacht, finde ich gut!

Ich möchten ochmal anführen, dass ich nicht den Klischees zustimmen kann, woltle sie aber nochmal nennen um euch damit zu konfontieren. also stempeltm ich bitten icht als intoleranten Menschen ab, weil ich an Gothik nicht alles so toll finde.
Todessehnsucht:mad: du blödes intollerantes etwas :q

nich ernst nehmen ;)
DeusExMachinazur Musik frage: ich muss sagen das ich in der Gothic szene nicht bewandert bin ( noch nicht). aber mir fiel auf dem festival " rock am ring" am wochenende auf, dass viele leute die schwarze kleidung trugen etc. ( ich weiss dass das nicht zwingend goths sein müssen) Aufnäher von slipknot usw. trugen .
Ich weiss nicht ob ihr Slipknot hört ( oder sowas ähnliches) .
Ich selber höre auch Slipknot , allerdings würde ich diese Musik als Gewaltverherrlichend bezeichnen.
Todessehnsuchtslipknot ist keine gothic musik oder wie man das nennen will

man nennt das glaub ich nu-metal oder so
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von DeusExMachina [/i]
[B]zur Musik frage: ich muss sagen das ich in der Gothic szene nicht bewandert bin ( noch nicht). aber mir fiel auf dem festival " rock am ring" am wochenende auf, dass viele leute die schwarze kleidung trugen etc. ( ich weiss dass das nicht zwingend goths sein müssen) Aufnäher von slipknot usw. trugen .
Ich weiss nicht ob ihr Slipknot hört ( oder sowas ähnliches) .
Ich selber höre auch Slipknot , allerdings würde ich diese Musik als Gewaltverherrlichend bezeichnen. [/B][/QUOTE]

Schwarz ist in weil Ommph in sind usw. Naja, einige bands bei RaR gehen schon in die Richtung, In Ex oder evanescence (da scheiden sich jedoch die geister), mag sein, dass da einige der art rumliefen. letztes Jahr, als Manson dort war, da kamen an dem Sonntag auch mehrere Lackgestalten zum Vorschein.

Gewaltverherrlichendes Slipknot, tja, die Kids stehen da wohl irgendwie drauf, ist aber vllt auch viel auslegungssache...

Aber Slipknot direkt hat nix mit Gothic zu tun, wie Todessehnsucht auch sagte, aber ich denke mal, es gibt einige, die das auch noch hören. ich höre auch mal grunge zur abwechslung und mehr metallastiges.
Todessehnsuchtlol ich höre auch oft reagge oder ärzte usw. und bei rock am ring sollte man dazu sagen das wie man versucht hat schon oben zu erwähnen nich alle schwarzen sind gothics (dummes wort).
Ob Slipknot gewaltverherrlichend ist weiss ich nich so wie die zum teil singen ist es schwer ein wort zu verstehen.
Der Gedanke[B]Mit dem hier aufgeführten Beschluss, lösen wir, die sogenannte „schwarze Szene“, uns mit sofortiger Wirkung aus folgenden Gründen bundesweit wieder auf:[/B]



Kommerzveranstaltungen wie das WGT oder der Pflichtbesuch in den lokalen Szenelokalen sind uns als Pflichttermine wichtiger geworden, als die Suche nach vereinzelten, gehaltvollen Abenden oder Gesprächen wieder einzelner, wertvoller Gedanken oder Seelen.


Vor Jahren noch trugen wir unsere Kleidung individuell als Zeichen unserer Gedanken, Gesinnungen oder unseres Lebensgefühls. Heute trägt die Kleidung uns. Hauptsache sie ist kommerzialisiert, szeneangepasst, von X-tra-x und täuscht als leere Hülle über unsere Inhaltslosigkeit hinweg. Nur unseren Einheitsschritt darf sie nicht berühren. Drei Schritte vor und vier zurück!


Wir, die neue, schräge Partyszene Gothic sind mittlerweile so „IN“ und gesellschaftlich etabliert, dass uns dabei das eigentliche Lebensgefühl der Ur - Gothic – Subkultur nur noch in Schmuck,- Musik, – und Bildwerk erhalten geblieben ist. Nur den Ursprungssinn dieser Werke erkennen wir oft nicht mehr. Doch Papa hat`s gelebt.


Wir haben gelernt uns zu globalisieren und uns in Massen zu finden. Wir finden uns im weltweiten Netz, in Foren je größer – je oberflächlicher – je Nachtweltenbesser. Unsere neue Intelligenzpresse von Zillo, Orcus und Co gibt uns an, was wir an Szenevorgaben denken, fühlen und verstehen.


Wir sind die geworden, gegen die wir einst in den Gründungsjahren in unserer Entstehung kämpften. Einen wahrhaftigen Grund noch weiter zu bestehen, haben wir nicht mehr.






[B]Und in all dem sind wir so dämlich, dass wir diese Zeilen hier lesen – bestätigend nicken, glauben zu erkennen und zu verstehen und auch weiterhin in uns selbst, nichts dagegen tun.[/B]







Wenn es uns nun alle nicht mehr gibt, vielleicht fängt dann der eine oder andere wieder an, allein zu denken. Vielleicht wird man nach langer Suche wieder den Einen, Leisen treffen können, der in seiner Verbundenheit und Sinnessuche, die Stille durch machtvolle und inhaltsreiche Gedanken inspiriert. Er wird wieder allein oder im Kreis nur ganz ganz weniger, wahrhafter Seelenfreunde seine tiefste, neue Erfüllung finden. Zeit zum atmen und zu leben. Dann, wenn es uns hoffentlich nicht mehr gibt.





Der Gedanke
McManiaCToll.


:rolleyes:


Es zwingt dich niemand, aufs WGT zu gehn, Zillo & Co zu lesen, deine Kleidung beim x-tra zu kaufen und dich nur noch und zwar ausschließlich in diversen Szene-Läden aufzuhalten. Such dir neue Freunde, wechsel die Stammkneipe und kram mal Muttis alte Nähmaschiene aus. Klappt wunderbar. Kann ich dir beweisen. ;)


Und: Wen interessiert's schon ob VNV Nation ne neue Platte drausen hat oder nicht?




Edit:

[i]Vielleicht wird man nach langer Suche wieder den Einen, Leisen treffen können, der in seiner Verbundenheit und Sinnessuche, die Stille durch machtvolle und inhaltsreiche Gedanken inspiriert.[/i]

Richtig. Nach [i]langer Suche[/i]. Und nicht einfach unter irgendwelchen Schwarzgewandten. Da wird sich auch nichts dran ändern wenn es "uns" nicht mehr gibt. :rolleyes:



Edit 2:

Warum schreib ich das ganze hier eigentlich? Jugendlicher Leichtsinn? Nihilistische Neigungen? Langeweile?

Man weiß es nicht genau.





:D
NopeNicht der erste Thread dieser Art.
Was willst du bezwecken? Wiegesagt, es NICHT deine Pflicht aufs WGT zu gehen und NICHT deine Pflicht die Kleidung dem Markt anzupassen. Leuten denen es trotzdem gefällt kannst du es nicht ausreden. Wenn dein Lebensstil als ein Individuum nicht der heutigen "Szene" entspricht, warum bist du ihr dann noch gebunden? Wenn du nach deinen Vorstellungen lebst gibt es doch gar kein Problem.
So sehe ich das ;)
SinofLustIch denke, was der Threaderöffner eher sagen will, außer ich irre mich stark ist die Tatsache, daß vieles kommerziell wird und es ziemlich viele Leute gibt, die sich schwarz anziehen und durch die Gegend springen und sagen "Boah, ich bin schwarz, ich bin ein Goth, cool nicht?"

Sieht man leider ziemlich oft in letzter Zeit, denn ich denke, daß zum Goth sein mehr gehört als sich nur schwarz anzuziehen, für mich ist es mehr ein Lebensgefühl und sich mit gewissen Dingen auseinanderzusetzen. Vielleicht auch eine gewisse melancholie und für MICH persönlich auch eine gewisse Affinität für das morbide und dem mystischen.

Der Autor will denke ich mal weniger damit aussagen, daß er der Szene nicht verbunden ist, sondern sich die Schwerpunkte der "Szene" sich sehr verschoben hat hin zum eher mehr cool gedresst zu sein, sich Goth Magazine zu kaufen, anstatt über viele Dinge, die die Menschen bewegen und damit auch die "Szene" zu diskutieren, philosophieren oder was auch immer.

Kann aber auch nicht mit allem hier konform gehen, denn es ist egal, wo man seine Kleiner kauft und die schwarze Kleidung ist nunmal auch ein "Merkmal" unserer Szene und für viele, zumindest für mich ist es ein Mittel um mein Inneres zum Ausdruck zum bringen. Deshalb kritisiere ich hier auch den Threadersteller, denn JEDEM ist es selber in der Hand sich individuell zu "gestalten" und sich nach außen zu tragen und jeder ist auf seine Weise individuell.

Ich hoffe, man kann mich halbwegs verstehen, rede teils wirr :D
ThalmosMir persönlich relativ egal welche Szene sich wann und warum auflöst, ich sehe mich nicht als in der Szene verankert, lebe mein Leben ohne sie, sehe mich nicht als Gothic sondern als Schwarz. In Mexiko platzt ein Sack Bohnen....
Der Gedanke[QUOTE][i]Original geschrieben von Nope [/i]
[B]
Was willst du bezwecken? [/B][/QUOTE]

Was, wenn ich statt dem wir immer ein IHR eingesetzt hätte?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Nope [/i]
[B] Wiegesagt, es NICHT deine Pflicht aufs WGT zu gehen und NICHT deine Pflicht die Kleidung dem Markt anzupassen. Leuten denen es trotzdem gefällt kannst du es nicht ausreden. [/B][/QUOTE]

Habe ich nie getan und die Intension liegt nicht im Missionieren, sondern in der Betrachtung von außen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Nope [/i]
[B]... warum bist du ihr dann noch gebunden? [/B][/QUOTE]


Ich bin dem verbunden, was sie einst war, lebte und wofür sie einst stand. Viele können dies nicht mehr nachvollziehen, sie haben die Anfänge selbst nicht miterlebt. Einst gab es einen realen Grund und eine innere Notwendigkeit, warum sich aus Punks, auch New Waver oder Gothics bildeten. Heute gibt es diese Anläße nicht mehr. Die meisten kennen nur noch diese neue kataloghochglanzpolierte Fun-Gothic-Kultur ohne realem Bezug - kein Vorwurf - nur ein Resumee - auch kein Übereinenkammscheren. Nur ein sich mehr und mehr Unwohlfühlen in ihrer eigenen Verfremdung. Die schwarze Subkultur hat sich selbst zum Absurdum geführt. Warum noch dabei? Man ist, was man ist, oder war es nie gewesen.


Der Gedanke
DrachenkindDann ist Gothic in der Tat zum Aussterben verdammt und das fände ich doch mächtig schade...

Warum möchtest du keine Weiterentwicklung zulassen?
Ich war nicht von anfang an dabei- ja und?
Ich hab auch im antiken Griechenland nicht mit Sokrates diskutiert und kann seine Gedanken trotzdem heute noch in seiner Wahrheit erfahren, wenn ich mich darauf einlasse.

Es gibt immer Mitläufer, daher liegt es in der Verantwortung des Einzelnen, sich seine passenden Seelnfreunde zu suchen und die können sich ja auch ruhig alle Goth nennen, oder nich?

GNutwS- Drachenkind
SinofLust[QUOTE][i]Original geschrieben von Drachenkind [/i]
[B]Warum möchtest du keine Weiterentwicklung zulassen? [/B][/QUOTE]


Weil es vielleicht nicht immer förderlich ist?

Aber wie du schon selber sagst, es ist an jedem selbst nicht mit dem Strom zu schwimmen, selber mehr aus sich zu machen und nicht zu einer Modepuppe des Kommerz zu werden.
DrachenkindIst zwar völlig offtopic, aber das könnte man ja auch von der Evolution des Menschen behaupten (wir erinnern uns, die Affen...) ;)

Ansonsten teile ich deine Meinung, ja es ist nicht immer förderlich, aber was kann man schon groß dagegen unternehmen, wenn die Trendsucher plötzlich die schwarzen Samtklamotten der Gothic-Szene entdecken und es alle plötzlich für cool halten?

Letztendlich zählt doch, dass man in seinem Inneren weiß, dass man noch schwarz tragen wird, wenn alle anderen schon längst wieder quietschbunt nach der Hippiemode oder was auch immer gekleidet rumrennen.

GNutwS- Drachenkind
Talarion[QUOTE][i]Original geschrieben von Der Gedanke [/i]

Ich bin dem verbunden, was sie einst war, lebte und wofür sie einst stand. Viele können dies nicht mehr nachvollziehen, sie haben die Anfänge selbst nicht miterlebt. Einst gab es einen realen Grund und eine innere Notwendigkeit, warum sich aus Punks, auch New Waver oder Gothics bildeten. Heute gibt es diese Anläße nicht mehr. Die meisten kennen nur noch diese neue kataloghochglanzpolierte Fun-Gothic-Kultur ohne realem Bezug - kein Vorwurf - nur ein Resumee - auch kein Übereinenkammscheren. Nur ein sich mehr und mehr Unwohlfühlen in ihrer eigenen Verfremdung. Die schwarze Subkultur hat sich selbst zum Absurdum geführt. Warum noch dabei? Man ist, was man ist, oder war es nie gewesen.


Der Gedanke [/B][/QUOTE]

Dann erklär den ganzen verblendeten doch mal, wo sie deiner Meinung nach ihre Kultur verraten. Sry, aber bisher ist das nicht wirklich klargeworden
Wie ist deiner Meinung nach der "Ursprung "

Ach ja, und noch was zu den ganzen Magazinen. Wers lesen will, soll das tun. Aber halt nicht sinnlos alles nachplappern sondern selber drüber nachdenken, kritisieren und dann vielleicht übernehmen.
Der GedankeWie erklärt man einem Blinden eine Farbe? Muß ich mich erklären? Nein. Könnt ich es? Nein. Entweder man fühlt es tief in sich und spürt was sich falsch anfühlt, oder eben nicht. Doch es ist schon recht: Man lebt nur was man kennt.


Ein Vergleich: Zillo wurde zum Beispiel einst zu dem einen Zweck ins Leben gerufen, um eine bundesweite Schriftplattform für alle verstreuten schwarzen Seelen zu iniziieren. Damals gab es noch keine Massenszene, nur zufällig Einzelne, die sich fanden. Es bestand der Bedarf nach einer gemeinsamen, überregionalen Kommunikation um sich einnander zu finden, was andersartig so nicht möglich war.

Heute ist Zillo ein Werbe- und Musikmagazin deren Hauptinhalte aus Rezensionen, Werbetermine und mehr- oder weniger sinnentleerte Kontaktanzeigen besteht, die meist sehr fragwürdiger Natur sind. Nicht das Magazin selbst ist daran schuld, sondern die Nutzer und der Situationsszenebedarf haben sich verlagert und verändert - aber absolut nichts mehr mit dem Gothic von einst zu tun - es sei denn, mit Ihren reinen Oberflächlichkeitsattributen.


Genau diese Verschiebung der Inhalte, hat in allen Bereichen unserer Subkultur stattgefunden - ein natürlicher, verständlicher Prozeß, der dennoch nur eines hervorgebracht hat: Den negativen Weg ins Unnatürliche und Absurde. Sie wird nur noch gespielt, aber ist längst nicht mehr echt.



Der Gedanke


Der Gedanke
NopeIch kann dich schon verstehen, das ist ja ein weit verbreitetes Problem.
Gothic verändert sich, aber es stirbt nicht aus. Ich habe immernoch die Hoffnung, dass sich der "Trend" wieder in eine andere Richtung bewegt. Die Leute, die sich verstellen, kommen eines Tages wieder ihrem "normalem" Aussehen bzw. ihrem Lebensablauf nach.

Schwarz rules :( :mad: :q :o
Sanna I.S.P.ich habe jetzt schon einige dieser threads gelesen, jetzt antworte auch ich mal ...

da wo ich herkomme - nämlich aus einer eher ländlich bis kleinstädtischen gegend in österreich - gibt es soetwas wie
"die szene" nicht;
darum kann ich diesen trouble natürlich nicht verstehen, aber auch in größeren städten sehe ich fast niemanden, der sich schwarz kleidet (im sinn von nur schwarz) - und wenn ich ein bisschen mehr in punkto soziale kontakte draufhätte und jemand wäre, der sich gerne gleichgesinnte (oder überhaupt leute) sucht, würde ich bestimmt zu jedem zweiten von denen hinlaufen und ihn ansprechen, ob er vllt aus der ecke kommt (, weil das hier wirklich sehr selten ist ...).
ich habe in salzburg, seitdem ich da studiere gerademal 6 (meine person eingeschloßen!) schwarze gesehen.

@Der Gedanke
[QUOTE]Ein Vergleich: Zillo wurde zum Beispiel einst zu dem einen Zweck ins Leben gerufen, um eine bundesweite Schriftplattform für alle verstreuten schwarzen Seelen zu iniziieren. Damals gab es noch keine Massenszene, nur zufällig Einzelne, die sich fanden. Es bestand der Bedarf nach einer gemeinsamen, überregionalen Kommunikation um sich einnander zu finden, was andersartig so nicht möglich war.[/QUOTE]

so war das? nun hatte ich natürlich keine ahnung - bisher hatte ich noch nie so ein heft in der hand, ausser eines, das mir unentgeltlich zugeschickt wurde, und ich weiß bis heute nicht warum.

aber für so jemanden wie mich, der ich mich durchaus in einer ähnlichen situation sehen kann, wie du die der früheren goths beschreibst, sehe ich dieses board als gemeinsame plattform!
McManiaCGedanke, dann sag doch mal, was deiner Meinung heutzutage im Zillo stehen sollte. Würd mich mal interessieren...

Und jetzt sag bitte NICHT, was da nicht drin stehn sollte sondern wirklich nur was da fehlt.
DarkVampire666[QUOTE][i]Original geschrieben von Der Gedanke [/i]
[B][B]Mit dem hier aufgeführten Beschluss, lösen wir, die sogenannte „schwarze Szene“, uns mit sofortiger Wirkung aus folgenden Gründen bundesweit wieder auf:[/B]


Kommerzveranstaltungen wie das WGT oder der Pflichtbesuch in den lokalen Szenelokalen sind uns als Pflichttermine wichtiger geworden, als die Suche nach vereinzelten, gehaltvollen Abenden oder Gesprächen wieder einzelner, wertvoller Gedanken oder Seelen. [/b][/quote]

Mit dem Kommerz sehe ich es nicht so eng.
Bin WGT - und Clubgänger *zugeb*
Aber ich geh auch mal gern ins Kino
oder treffe mich so mit Freunden.
Und ich lerne auch ständig neue Leute kennen,
mit denen ich mich gut unterhalten kann und Gedanken austauschen ;)


[quote][b]
Vor Jahren noch trugen wir unsere Kleidung individuell als Zeichen unserer Gedanken, Gesinnungen oder unseres Lebensgefühls. Heute trägt die Kleidung uns. Hauptsache sie ist kommerzialisiert, szeneangepasst, von X-tra-x und täuscht als leere Hülle über unsere Inhaltslosigkeit hinweg. Nur unseren Einheitsschritt darf sie nicht berühren. Drei Schritte vor und vier zurück![/b][/quote]

Ich persönlich style mich gern sehr auffällig
und habe meinen individuellen Style ( finde ich zumindest.
Ein Chatkumpel, den ich bis Mittwoch nicht real kannte,
meinte, er habe mich vor allem an meiner Augenschminke erkannt ).
Mir fallen immer wieder neue Dinge in die Hände,
womit ich zB neue Frisuren kreiere und damit
dann meine Outfits aufpeppe.
Ich steche ganz gern ein wenig heraus ;)
Habe meinen persönlichen Stil gefunden.

Andere Leute, die ich treffe, würde ich aber auch nicht
als inhaltslos bezeichnen. Ich kenne einige aus der Szene,
die ich als gute Freunde betrachte und mit denen ich mich
gut verstehe :) Auch, wenn sie vielleicht weniger auffallen
und evtl optisch "in der schwarzen Masse" untergehen.
Ich muß grad irgendwie an die "Welt der Normalos" denken.
Von ihnen sagt man ja auch, sie würden aussehen wie vom Fließband.
Alle gleich. Jeans Pulli. Angepaßt. Austauschbar.


[quote][b]Wir, die neue, schräge Partyszene Gothic sind mittlerweile so „IN“ und gesellschaftlich etabliert, dass uns dabei das eigentliche Lebensgefühl der Ur - Gothic – Subkultur nur noch in Schmuck,- Musik, – und Bildwerk erhalten geblieben ist. Nur den Ursprungssinn dieser Werke erkennen wir oft nicht mehr. Doch Papa hat`s gelebt. [/b][/quote]

Also ich lebe mein Schwarzsein immer :)
24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und lasse
mich dabei auch nicht verbiegen. Seit über 6 Jahren.


[quote][b]
Wir haben gelernt uns zu globalisieren und uns in Massen zu finden. Wir finden uns im weltweiten Netz, in Foren je größer – je oberflächlicher – je Nachtweltenbesser. Unsere neue Intelligenzpresse von Zillo, Orcus und Co gibt uns an, was wir an Szenevorgaben denken, fühlen und verstehen.[/b][/quote]

Ich finde das ganz gut, daß man heutzutage zu Gleichgesinnten
so leicht Kontakt findet. So bleibt das ganze jedenfalls lebendiger,
als wenn sich ab und zu ein paar Eremiten "Guten Tag" (bzw "Gute Nacht" :D ) sagen *gg*


[quote][b]Wir sind die geworden, gegen die wir einst in den Gründungsjahren in unserer Entstehung kämpften. Einen wahrhaftigen Grund noch weiter zu bestehen, haben wir nicht mehr.[/b][/quote]

Ich sehe das anders. Die Szene entwickelt sich weiter.
In 10 Jahren wird sie auch wieder anders sein als die jetzt ist
und vielleicht werden sich dann Schwarze von heute über
die aktuelle Szene beschweren ( "früher war das aber anders" )


[quote][b]Wenn es uns nun alle nicht mehr gibt, vielleicht fängt dann der eine oder andere wieder an, allein zu denken. Vielleicht wird man nach langer Suche wieder den Einen, Leisen treffen können, der in seiner Verbundenheit und Sinnessuche, die Stille durch machtvolle und inhaltsreiche Gedanken inspiriert. Er wird wieder allein oder im Kreis nur ganz ganz weniger, wahrhafter Seelenfreunde seine tiefste, neue Erfüllung finden. Zeit zum atmen und zu leben. Dann, wenn es uns hoffentlich nicht mehr gibt.[/b][/quote]

Dann wird es irgendwann eine neue Bewegung geben.
Gegründet von den einsamen, wahrhaften Seelenfreunden.
Sie wird größer werden und irgendwann vor ähnlichen "Problemen"
wie die heutige Gothicszene stehen *ggg*

Dunkle Grüße ;)

Melle ^v^
Der GedankeEine Aufgabe, die tatsächlich Anstrengung von mir abverlangt - find`ich gut. :D


Meine persönliche Meinung zum Zillo ist: Wir brauchen kein Zillo mehr, deshalb ist sein Blattinhalt als debatte auch uninteressant. Ich relativiere: Wenn ich wieder nach dem alten Gothsein strebe - dass heißt, eine Gegenbewegung innerhalb unserer Subkultur anstrebe, dann erst brauche ich kein Zillo mehr. Für alle anderen, die nur das Jetzt kennen (denn eine 20 jährige Goh-Lady beispielsweise, die die Anfänge nicht kennen kann, trägt keine Schuld an ihrem Alter und an dem, was sie nicht kennengelernt hat.), für die mag dies anders sein.

Also bediene ich Deine Frage mit der Vorstellung, was für ein Zillo ich mir wünschen könnte:


- Mehrere Seiten, die mit dazugehörigen Kurzberichten auf regionale Sonderveranstaltungen (Mittelaltermärkte, Lesungen, Burgentouren, besondere Konzerte) hinweisen.

- Mehrere Seiten, auf denen Privatpersonen regional bezogen auf ihre eigene, kleine Initiativen und Treffen hinweisen können (z.B. Freundeskreise am Vampirabend, Dekadente Nächte, etc.) und ebenso dazu regional einladen können. (Und dies nicht nur in Form winziger Kleinanzeigen, sondern als repräsentative Einzelbeiträge.).

- Einige Seiten die besondere Bücher, Werke, Musik, Bilder etc. von Zillo-Lesern vorstellen und rezensieren.

- Themenseiten die pro Ausgabe ein bestimmtes, wechselndes schwarzes Grundthema zum schriftlichen Mitdiskutieren besprechen.

- Eine Seite mit regionalen und überregionalen Vorstellungen ganz bestimmter Ortschaften und Örtlichkeiten, die zum Besuchen einladen. (Burgruinen, Wälder, Seen, etc.)


- Zwei Seiten, die pro Ausgabe einen Zilloleser in Bild und Wort vorstellen und diesem vom seinen Sein berichten lassen.



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Mit kurzem Wort: Themen ließen sich viele finden und ebenso erweitern. Wichtig wäre mir persönlich, dass die Grundintension des Zillo wegkommt von der kommerziellen Weitervermarktung bereits kommerzialisierter Massenprodukte und Massenevents und statt dessen wieder den einzelnen Menschen und die einzelne besondere Veranstaltung oder das einzelne besondere Kunstwerk unter nicht kommerziellem Gesichtspunkt hervorhebt.


Um dies zu verdeutlichen: Nehmen wir mal dieses Forum hier - ein sinnenreiches Forum mit Intensionsanspruch auf die schwarze Subkultur. Um sich zu tragen bedient es sich zusätzlich sogenannter Popup-Fenster (und es geht nicht cdarum, ob sie stören!), deren Inhalte oberflächlicher, dümmer und szeneunwürdiger kaum sein könnten. (Siehe aktuelles Pop-Up: I Love). Auch wenn ich natürlich nicht hinschauen brauch, aber allem im Wissen darum, kommt mir das große Kotzen. Es passt einfach alles nicht mehr zusammen. Und dies in allen Bereichen unserer Subkultur.


Und ebenso ist es mit dem Beispiel Zillo. Alles zielt nur noch auf Masse und Kommerz ab aber längst nicht mehr auf die Erhebung und Vorstellung individueller Gedanken, Gefühle und Lebensweisen.

Dies hat längst nichts mehr mit dem ehemaligen "UNS" zu tun.


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Warum habe ich den Thread gerade mit der fiktiven "Proklamation" eröffnet?


Es gab mal einen sehr bekannten Schriftsteller, der in ähnlicher Form öffentlich der "Kunst" gekündigt hat. All das was er unter Kunst verstand (Kunstwerke, Inhalte und Tiefe) wurde in seinem Erleben durch eine Kunstgesellschaft die aus versnoppten Überintellektuellen, Vernisagen und Pflichtempfindung der reichen, eh nichts verstehenden VIP-Gesellschaften, im Namen und Zeichen des Deckmantels "KUNST" niedergetrampelt und zerstört. In dieser neuen "Kunstgesellschaft" konnte er der Schaffende sich nicht mehr wiederfinden und so kündigte er in einem öffentlichen Aufruf der Kunst. Er wollte keinen Schein, sondern ein tatsächliches Sein.



Daran hatte ich gedacht und will hiermit natürlich nur eines: zum Nachdenken provozieren. Ändern wird sich kaum etwas und darum geht es auch nicht. Also keine weltergreifende schwarze Revolution innerhalb unserer Subkultur.

Mich kotzt einfach dieses oberflächliche Scheingehabe, dieser missbrauchte derzeitige Deckmantel einstiger Wertevorstellungen unter dem sich heute meistens nur noch Inhaltslosigkeit, Dummheit und echte Oberflächlichkeit verbirgt, an. Und was mich noch mehr stört: Genau das wird auch noch vermarktet zum Nonplusultra unseres Seins erhoben und wir doofen Schafe blöken fleißig und ohne Nachzudenken mit. Herdentrieb der Dummen! Wer sich hier angegriffen fühlt mag mal laut blöken! Es passt schon.


Ich will nicht missionieren, um Gotheswillen! Doch manchmal wenn ich spazieren gehe und sehe einen einzelnen Alt-Punk lesend mit einem einzelnen, abgespeckten Buch, dass ihm so wichtig erschien, dass er es mit unter die Brücke nahm, oder sehe eine einzelne schwarze Gestalt, die allein gedankenversunkend auf dem Rand eines Gemäuers sitzt ohne daraus eine Massenparty zu veranstalten und einfach nur die Gedanken fliegen läßt, oder treffe auf einen einzelnen insichschwarzen Menschen, dem es scheißegal ist, ob er nun eine zerissene Jeans oder eine schwarze Lackhose trägt, der dafür aber mit einem einzigen Satz mehr aussagt, als viele andere selbsternannte Massenszenegothics in tausend Beiträgen, dann will ich dafür mehr als nur dankbar sein und am liebsten zu dem einzelnen hingehen und ihm fremdsagen, dass ich ihn genau dafür liebe! Ja, ich weiß, es gibt ebenso viele von uns hier, die genau das für sich auch noch ausleben können und ebenso danach suchen. Ich weiß und deshalb mag ich nichts und niemanden über einen Kamm scheren. Ebenso muß die Wahrheit akzeptiert werden, dass sich auch die Zeiten geändert haben. Heute gibt es einfach keinen Grund mehr, sich sein sogenanntes Anderssein hart und nicht selten auch mit blutigen Auseinandersetzungen zwischen uns, Polizei, Skins und gleichziehenden Punks und Hausbesetzern zu erkämpfen. Man wird nicht mehr dazu aus seinem Erleben heraus gemacht, sondern sitzt brav und wohl behütet vor seinem Videorecorder, dröhnt sich zum 1000 Mal stilecht "The Crow" rein, steht beim 1001 Mal auf und denkt sich paralysiert,: Ab heute will ich Eric Draven sein, denn tief in mir find ich es auf einmal cool "ANDERS" zu sein. Also bestelle ich mir schnell hochglanzppoliert auf mein tausendfach vorher schon von anderen durchgekautes und ausgekotztes Sonderimage, meine mir passenden Klammotten bei X-tra-x und behaupte in mir drin: ICH BIN! Dann laufe ich mit geübten spiegelerprobten, matschschminkebösem Blick in die nächste Dark-Disco, denn dort lebe ich mein ANDERSSEIN mit all den anderen tausenden ANDERSARTIGEN jeden Samstag so richtig aus. Ich kann mich zwar nicht mehr gehaltvoll unterhalten, denn die neuste CD von Termical-Choice (die ich unbedingt brauche um weiter IN zu sein) dröhnt in meinen bitterbösen Ohren, aber darum geht es auch nicht - hier lebe ich mein Gothicsein. DIES IST MEINE WELT! Wieder zu Hause angekommen erprobe ich meine stilechte Melancholie und Übereinsamkeit zum Erhalt meiner Wahrhaftigkeit, erprobe meine blutrünstige sexuelle Dekadenz (ich wichse mir noch schnell einen), bevor ich tiefdeprimiert meinen Dauernietsche zum Vorzeigen und Mitlamentieren aus dem Regal krame und drücke aus versehen auf den Play-Knopf des Media-Markt - CD-Players. Tiefe schwarze Musik: Feindflug mit "Schulterschluss". Ja das passt. ... Letzte Zeilenstrophe die ich unterbewußt höre: "Wozu brauchen Menschen Köpfe, sie haben doch Schultern!!!!!!!" .... Ähhhhhm, dass verstehe ich jetzt nicht! Egal, Hauptsache der Patchouligeruch meines Zimmers wird durch meine Frage jetzt nicht ruiniert.



[B]Es ist so geil, ein echter Goth zu sein![/B]



Wichser!








Der Gedanke
McManiaC[i]- Mehrere Seiten, die mit dazugehörigen Kurzberichten auf regionale Sonderveranstaltungen (Mittelaltermärkte, Lesungen, Burgentouren, besondere Konzerte) hinweisen.[/i]

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=25[/url]

[i]- Mehrere Seiten, auf denen Privatpersonen regional bezogen auf ihre eigene, kleine Initiativen und Treffen hinweisen können (z.B. Freundeskreise am Vampirabend, Dekadente Nächte, etc.) und ebenso dazu regional einladen können. (Und dies nicht nur in Form winziger Kleinanzeigen, sondern als repräsentative Einzelbeiträge.).[/i]

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=9[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=28[/url]

[i]- Einige Seiten die besondere Bücher, Werke, Musik, Bilder etc. von Zillo-Lesern vorstellen und rezensieren.[/i]

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=10[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=24[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=14[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=22[/url]

[i]- Themenseiten die pro Ausgabe ein bestimmtes, wechselndes schwarzes Grundthema zum schriftlichen Mitdiskutieren besprechen.[/i]

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=11[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=56[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=21[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=88[/url]

[i]- Eine Seite mit regionalen und überregionalen Vorstellungen ganz bestimmter Ortschaften und Örtlichkeiten, die zum Besuchen einladen. (Burgruinen, Wälder, Seen, etc.)[/i]

Oke, gibt's nichts. Aber versuch sowas mal deutschland weit (und evtl. auch noch Österreich & Co) jedem kleinen Gruftie recht zu machen, wenn der sein stilles Plätzchen im Wald posten will... :rolleyes:

[i]- Zwei Seiten, die pro Ausgabe einen Zilloleser in Bild und Wort vorstellen und diesem vom seinen Sein berichten lassen.[/i]

[url]http://www.german-gothic-board.de/4images/[/url]
[url]http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=38[/url] - und das sogar unbegrenzt.




[b]Fazit:[/b] Nachtwelten - das Zillo deiner Träume?

Weitere Vorteile diesem Forum gegenüber einer Zeitschrift, die alle paar Wochen (Monate) erscheint: Viel schneller, einfacher und wesentlich kommunikativer. Aber man könnte ja auch Briefe schreiben anstatt eMails. ;)

Und es gibt echt Pop-Ups auf NW? Nuja... Pop-Up-Blocker helfen da evtl. auch was. Und sieh's so - Zillo zahlst du, Nachtwelten jemand anderes. ;) Aber wenn du meinst, es geht auch ohne... Kannst dem NW-Team ja deinen Server anbieten. ;)

Aber weiter gehts...



[i]Es ist so geil, ein echter Goth zu sein![/i]

Es scheint auch geil zu sein, arrogant zu sein. Jedenfalls kommt mir dein Abschnitt vor diesem Satz ziemlich arrogant vor. Oder sollte ich mich täuschen?

[i]Wichser![/i]

Kein Kommentar.








Grüße, McManiaC
Der GedankeZum Verständnis: Das "Wichser" war nicht auf Dich oder auf eine Realperson hier im Forum.bezogen, sondern auf den dargestellten Goth-Typus, den ich in übertriebenen Maßen zur besseren Veranschaulichung karrikaturisierte.


Du hast einige Links der nachtwelten angegeben - nicht einen Link von Zillo. :D Wieviele Nachtweltenlinks soll ich Dir entgegensetzen, um mein Gedankenbild für Dich zu untermauern? Ich biete Dir auf einen Handstreich mindestens fünzig davon an (darin das alte Nachtwelten-Forum vor diesem Jahr, deren Beiträge nicht mehr hier zu lesen sind) völlig außer acht gelassen. Auch ich lese. :D


Überheblichkeit und Arroganz? Nein. Nur miese, berechtigte Laune gegen über dem Ersichtlichen. Deshalb versuche ich auch weitestgehend zu relativieren und nicht alle und alles über einen Kamm zu scheren. Ich kann nicht mehr verteidigen, was so nicht mehr zu verteidigen ist. Man hat dies immer als sogenannte Arroganz in uns verstanden - falsch - nur eine ernsthafte, eigene Betrachtungsweise und ein Fazit daraus, dass uns falschverstanden arrogant erscheinen läßt.


Ich selbst habe keinen eigenen Server zum anbieten, aber ein sehr guter, und hier auch ehemals bekannter Freund, könnte den nachtwelten genügend Serverplatz geben, wenn er ihn nicht für ein ebenso wachsendes und (zumindest nach meiner Meinung) NOCH gehaltvolles Forum selbst gebrauchen würde - auch ohne bunte Kommerzwerbung und ohne Mitgliederbeiträge.


Doch es geht doch bitte sehr nicht um die nachtwelten. Diese sind nur ein Spiegelbild der jetzigen subkulturellen Empfindungen und Zeit und kein Angriffsthema. Auch die nachtwelten sind etwas Besonderes und sind einst entstanden, berechtigt und gewachsen. Sie haben ebenso ihre gehaltvollen Themen und Gedanken. Keine Frage.


NUR - Sind allein die Nachtwelten, die reale Erlebenswelt? Oder machst Du nur Werbung auf Nachtwelten-Provision ? :D Kleiner Scherz.



Der gedanke
McManiaCIch habe deswegen auf Nachtwelten verlinkt, da alle deine Vorschläge für ein besseres Zillo bereits hier in diesem Forum auf eine bessere Art und Weise umgesetzt wurden. Und somit seh ich keinen Grund für dich, dem "alten" Zillo hinterher zu trauern, wenn du dir nur mehr Kommunikation unter den einzelnen Individuen wünschst...

Lass doch den Kiddies ihren Spass, irgendwie muss man die Wirtschaft durch den Kauf solcher Hefte doch ankurbeln. :D ;)

Doch eins scheinst du nicht verstanden zu haben: Tolerant zu sein heißt nicht, alles gut finden zu müssen. Und das sollte doch ganz ursprünglich auch irgendwo wieder ein Ideal sein, nicht?



Und nein, sogar ich hab ein Real-Life und zwar sogar ein ziemlich gutes *g*
Montrose[QUOTE]Mit dem hier aufgeführten Beschluss, lösen wir, die sogenannte „schwarze Szene“, uns mit sofortiger Wirkung aus folgenden Gründen bundesweit wieder auf:[/Quote]

Dazu haben weder Du noch Deine obskuren Freunde im Hintergrund die Legitimation dazu. Der King of Gothic - meine Wenigkeit sozusagen - und der Gothic-Papst aus Kassel befehlen: die Schwarze Szene lebt weiter.
Der Gedanke[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Dazu haben weder Du noch Deine obskuren Freunde im Hintergrund die Legitimation dazu. Der King of Gothic - meine Wenigkeit sozusagen - und der Gothic-Papst aus Kassel befehlen: die Schwarze Szene lebt weiter. [/B][/QUOTE]

LOL! Welche obscuren Freunde, bzw. welche "echte" Proklamation? Wenn die Oberflächlichkeit des Denkens bei einigen hier schon mit der totalen Oberflächlichkeit des Lesens beginnt, dann habe ich hiermit mein bestes Beispiel an Gegensätzen von damals und hier und heute gefunden.


Bitte erst alle Beiträge zum verstehen lesen, Gehirn einschalten, Inhalte nach tatsächlicher Aussage verstehen lernen, IQ etwas höher schrauben und nach dem Nachdenken bitte erst antworten. Ansonsten bekommt McManiaC durch Deine Antwort ja sein erstes von mir vorgeschlagenes, sofortiges Beispiel der 50 Gegenbeispiele. Lesen und die Aussagen verstehen lernen, sollten im Einklang stehen. Mit etwas Übung kannst Du das auch. Das wird schon. Wir alle haben irgendwo schonmal Sinnlospostings gesetzt. Also nicht traurig sein. :D


Der Gedanke
Julya[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Der King of Gothic - meine Wenigkeit sozusagen - und der Gothic-Papst aus Kassel befehlen: die Schwarze Szene lebt weiter.[/QUOTE]


Na, wer der Gothic-Papst aus Kassel ist, würde mich ja nun wirklich mal interessieren. Muß man den kennen? Kann man den stürzen? *g* ;)



Und ansonsten: Warum aufregen? Sein Ding durchziehen, damit glücklich werden und wenn einen etwas stört, es eben anders [b]machen[/b]!!!


Mit freundlichen Grüßen

~Julya~
Der Gedanke[QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i]
[B]Und ansonsten: Warum aufregen? Sein Ding durchziehen, damit glücklich werden und wenn einen etwas stört, es eben anders [b]machen[/b]!!!


Mit freundlichen Grüßen

~Julya~ [/B][/QUOTE]


Liebes Totkäppchen ähm Rotkäppchen,

Im Grundtenor gebe ich Dir vollkommen recht damit. Nur was soll man machen, wenn einem die Dummheit und Oberflächlichkeit bei allen Gegelegenheiten entgegentritt? Irgendwann kotzt man sich einfach darüber aus. man ändert zwar nichts, zieht weiter sein eigenes Ding durch und hat sich einmal hier bis zur Wutentleerung ausgekotzt. Und gut ist. Muss auch mal sein.




Der Gedanke
JulyaNaja, verstehe ich ja auch. Meine Güte, ich hab mich auch schon aufgeregt über die Oberflächlichkeit und Dummheit in der sogenannten Szene, aber man fährt einfach besser damit, wenn man sich ein wenig distanziert und vielleicht einfach mal selber etwas in die Hand nimmt. Selbst, wenn man dann unter Merkwürdigen merkwürdig ist - die 'richtigen' Leute finden sich auf diese Weise schon zusammen. Davon bin ich fest überzeugt und das habe ich die letzten Jahre so erlebt.


PS: Tot bin ich übrigens noch lange nicht. Ich bin sogar ziemlich lebendig! ;)
Montrose[QUOTE]Wenn die Oberflächlichkeit des Denkens bei einigen hier schon mit der totalen Oberflächlichkeit des Lesens beginnt, dann habe ich hiermit mein bestes Beispiel an Gegensätzen von damals und hier und heute gefunden.[/QUOTE]
Nun, Du hast doch geschrieben:

[QUOTE]Mit dem hier aufgeführten Beschluss, lösen wir, die sogenannte „schwarze Szene“, uns mit sofortiger Wirkung aus folgenden Gründen bundesweit wieder auf[/QUOTE]
Das sind Deine Worte, und darauf habe ich reagiert. Meine Lesefähigkeit scheint besser zu sein als Dein Gedächtnis.

Was die Leute, die gegen die Dummheit anderer nöhlen, nicht übersehen sollten: entweder man lebt aus sich selbst heraus oder überhaupt nicht. Wenn ich für meinen Weg die Klugheit oder Dummheit der anderen bräuchte, könnte ich mich gleich erschießen. Und diese Einsicht ---- seinen eigenen Weg zu gehen ---- das ist Gothic.
Der Gedanke[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B] Meine Lesefähigkeit scheint besser zu sein als Dein Gedächtnis. [/B][/QUOTE]

Die Lesefähigkeit vielleicht, doch auch das Verstehen? Wenn man schon Perlen unters Volk wirft, damit der Pöbel ausrutscht, dann darf man sich auch ruhig über die rumliegenden, den eigenen Weg versperrenden Menschenteile beschweren. Und dies ist nicht Gothic, sondern Gothic - Livestyle = Dekadenz! :D


Der Gedanke
DarkVampire666Hmmm....

Es gibt auch Gothics, die sowas in der Art tragen.
Meist sind es Leute, die überwiegend elektronisches Zeug hören.
DrachenkindLieber Gedanke!

Mit deiner "Auflösung der Schwarzen Szene" hast dich über die Oberflächlichkeit derselbigen aufgeregt. Allerdings haben mittlerweile soviele Leute auf deine (soll ich sagen Provokation? Ich sags einfach mal) Provokation reagiert, dass du wohl sehen musst, dass es durchaus noch Leute gibt, die nicht oberflächlich sind, weil sie mehr als ein "interessiert mich nicht" oder ein unbegründetes (!) "nicht alle sind so" geschrieben haben.

Ich danke dir für die Anregung dieser Diskussion :)

GNutwS- Drachenkind
SenecaOh schön...
Da habe ich ja noch mal die Gelegenheit mein Meisterstück eines "Szene-schmäh" Textes zu veröffentlichen, der auf einem anderen Forum schon diskutiert wurde...


[i]
Angesichts des Weltgeschehens werde ich täglich darin bestärkt,
"schwarz" zu sein.
Wenn ich allerdings die "Szene" betrachte, beschämt es mich.

Ich mag "normale" Leute sehr, nicht zuletzt deshalb,
weil sie der "Szene" immer wieder vorführen wie
aufgeblasen ihre hohle Fassade mittlerweile geworden
ist.

Sobald sich die "Gothics" in den Clubs ihre Hörner
abgestoßen haben werden sie oft wieder "relativ normal".
Bis dahin sind sie meist nicht ansprechbar, es sei denn Du
baust eine "ebenbürtige" Fassade auf.

Wäre diese Fassade nicht so ungemein wichtig,
würde sie nicht ständig und allerorts
derart vordergründig thematisiert werden.
Ganze Branchen beschäftigen sich mittlerweile
fast ausschließlich mit dieser Fassade selbst

Hinter ihren Masken bewegt die "Schwarzen" das gleiche
wie fast alle Menschen, und sie sind oft genug sogar weit
weniger "tiefgründig" als der ganz normale Durchschnittsmensch
über den sie bei jeder Gelegenheit herziehen,
da er sie ja durch seine Normalität unterdrückt und mit ihr sogar
zufrieden zu sein scheint.

Die Triebfeder von "Gothic" ist nichts weiter als eine Flucht.
Flucht vor der Normalität, Flucht vor sich Selbst.
Flucht vor der Unzufriedenheit die Dich immer
begleitet, ganz egal in welche Gruft Du Dich vor ihr
zu flüchten versuchst.
Die fade Erkenntnis Deiner Unbedeutendheit ist es,
die Dich dann dazu treibt so unglaublich
"extrovertiert" und "unangepasst" zu sein.

Unangepasst, natürlich nur im Rahmen des Systems ...!"[/i]


Und dennoch bin ich weiterhin "mittendrin", nicht nur das, ich beteilige mich auch weiterhin aktiv in dieser "Szene", indem ich mich immer wieder an der Organisation und Ausführung reiner "Gothic" Veranstaltungen beteilige...!

warum...?

Weil durch meckern allein Nichts besser wird, und ich angesichts der Welt da "draußen" bisher einfach keine bessere alternative gefunden habe...!
McManiaC[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Und diese Einsicht ---- seinen eigenen Weg zu gehen ---- das ist Gothic.[/B][/QUOTE]

Da stimm ich jetzt einfach mal voll und ganz zu. ;)



Edit: Yeeeehaaaa... Schon das 2. mal in diesem Forum mit einem Account 777 Beiträge. *die zahl schön find* :D
Eldgrimja ja... Früher war alles besser. Früher war auch schon "Früher alles besser" und auch in Zukunft wird "Früher alles besser" sein. Es freut mich zu sehen das manche Leute noch Zeit und Muße haben sich über so was aufzuregen. In diesem Sinne: Viel Spaß noch dabei!
ScuanorAn Eldgrim :
Richtig, ich habe dazu noch einen anderen Gedanken...
Aufregung kann auch ein Grund sein, um einmal zum Nachdenken anzuregen,
über etwas, welches sonst einfach nur hingenommen wird.

An Der Gedanke:
Ja, mach nur, löse sie auf, nur, geht nicht, denn sie (die szene) wurde bereits
geKIDnapped, wie du selbst es in Kommerzialisierungsbezug erwähntest.
Wenn sie nun aufgelöst wird, lebt sie dennoch weiter, nur halt völlig ohne den
Kern, der sie einst erschuf.

Mir sowieso schnuppe, da ich nicht "Gothic" bin, sondern nur ein Mensch, der
in der "Gothicszene" am ehesten andere wahre Menschen fand, welche
meiner Lebens/Denkweise nahekommen, entsprechen.

Was du vor allem zu vergessen scheinst, ist, das du mit deinem Erst-Post
einfach alle in einen Topf wirfst, diejenigen, die grad wirklich genau das tun,
wie du es beschreibst, und diejenigen, welche nicht mitschwimmen, sondern
nur "dem inneren" nach der Szene angehören

Und solche (die nichtschwimmer) werden immer "Gothic" bleiben, weil sie so
geboren wurden. (das soll nun allerdings in keinster Weise irgendeine art von
Elitären Mist bedeuten)

Deshalb wird es auch immer so eine Untergrund-Szene geben, da es auch
immer Menschen geben wird, welche so denken, wie die, die heute die
kommerzialisierte Szene anprangern.

Es ist, denke ich, einfach nur eine Frage der Definition, was "Gothic-Szene"
JETZT bedeutet. Für mich bedeutet es JETZT eben nicht dass, was man bei
WGT/Return(HH) usw. am meisten sieht/hört, sondern dass, was drunter ist.

Es gibt sicher viele, die solche Veranstaltungen einfach nur deshalb besuchen,
weil sie dort noch am ehesten die Chance haben, gleichgesinnte zu treffen,
ohne allein oder zu zweit, dritt... in der Heimatstadt zu sitzen, und dort eben
nicht deshalb sind, weil es gerade "in" ist.

An Alle :
Viel Spass uns allen weiterhin, SEID !, Wer Ihr seid, DAS ist das wichtigste !

Nachtrag :
Ich lese solche Threads nicht immer komplett durch, da ich auf den
Threadstart antworte, ohne von den nachfolgenden eingefärbt zu werden,
wenn ich etwas zu einem Thread schreibe, dann zu dem Thema und nicht zu
der Diskussion, die sich an den Erst-Post anschliesst, (so kann man übrigens
auch wunderbar Gezanke und offtopic-dinge ausschliessen).

Mein Posts sind ab und zu schon lang genug, wenn ich dann noch nach 15
Seiten auf bestimmte Sachen eingehe, welche mir auffielen, erscheinen
während ich schreibe, so viele neue Posts dass ich gleich neu anfangen kann.

So, und nun werde ich mir den Thread durchlesen, denn mich interessiert
schon noch, was andere hier schreiben...
SenecaEs ist zwecklos den Kreuzug gegen Gesellschaftsnormen durch das zur Schau tragen der eigenen "Andersartigkeit" führen zu wollen.
Versuche dieses, ob nun durch reine Äußerlichkeit oder durch vermeintliches Rebellentum unter Ausnutzung der Systemtoleranz zu erreichen, sind zum Scheitern verurteilt.
Der Grund dafür liegt in der Zwangsdynamik der eingefahrenen Konsumgesellschaft, die zunehmend verzweifelt nach neuen Trends sucht, um in einer eigentlich übersättigenten Welt immer wieder neue Reize zu schaffen.
Jene "Rebellen" gaukeln uns vor, daß wir in einer freien Gesellschaft leben.
Die Gesellschaft tolleriert daher ihre "Rebellen", sie ist langfristig sogar in der Lage sie wieder als Konsumenten zu assimilieren. Sie werden Teil der Marketingmaschinerie ohne sich dessen bewusst zu sein.

Heutzutage ist alles eine Markenartikel...!
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Werter Seneca *sich zu Dir an den Kaminsims gesell*... "Aber ist es denn wirklich nötig gewesen, unsere Andersartigkeit zur Schau zu stellen? Haben wir nicht unseren Weg für uns gefunden, ohne uns sichtbar, für die Anderen, abgrenzen zu müssen dabei?[/B][/QUOTE]

Was bist Du denn schon ohne Dein Äußeres?
Wenn es nicht das sein sollte, was ihr seid, dann war alles umsonst.

Wir stehen auf der einen Seite einer Modewelt, der "Rest" auf einer anderen. Wie man es dreht und wendet, das Bild bleibt, standpunktbedingt, erbärmlich.
Seneca@ Odessa
Gerade Du müsstest wissen, daß gerade die älteren von uns tatsächlich oft nur noch Fassade sind, weil jeglicher Widerstand, der einst Legitimation für diesen ganzen "modischen Schnick-Schnack" sein sollte, längst zusammengebrochen ist.

Wie viele "Gothics" oder "Grufties" oder "Neoromantiker" gäbe es denn tatsächlich, ohne diese Marketingplattform, die man Szene nennt...?

Besonders Dir müsste klar sein, daß sich die klassischen endogenen Atributte der "Szene", nämlich Melancholie, der Wille zur tieferen Einsicht, und wieder zunehmenden Spiritualität, mit den Jahren der Reife ganz von selbst einstellen...
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B] und das tun die intellektuellen und Künstler in Pariser Cafes auch ;-). [/B][/QUOTE]

sogar in Kassel machen die das so...

Ich verbrachte schon so manchen abend mit einem langhaarigen, spleenigen Architekten in seinen 50ern ... der noch immer dem Existenzialismus frönt.
Sartre und Camus sind tot... Odessa, die Nachahmer sind noch immer da, teilweise ohne geistige Führung...!
Seneca[quote]Und eben weil ich auch denke, dass die inneren Werte wichtiger sind wie das Äussere, und weil ich wie Du denke dass sich die "Revolution" schon lange "totgelaufen" hat, ist es fast zwangsläufig dass das "schwarze Äussere" wirklich nur noch eine Mode ist, etwas um aufzufallen (mancherorts mag es tatsächlich noch gelingen, aber man muss schon weit fahren bis "da")...aber es hat nichts (mehr) mit Inhalten, mit Abgrenzung, zu tun...
[/quote]


Das unterschreibe ich Dir gerne...*g*
DarketIch schaute vorhin in den Spiegel und stellte fest: "Huch Du siehst ja so bunt aus. Dann stellte ich fest, dass der Spiegel in einem xtra-Laden hing und dass all die Menschen um mich herum mit anprobieren oder dem herumheulen über die hohen Preise beschäftigt waren, natürlich nicht ohne anschließend zu kaufen. Auf der anderen Straßenseite liegt der Second Hand Shop in dem ich meine Kleidung zu kaufen pflege.
Beides war irgendwie faszinierend.
Mag sein, dass die Szene zur Marketingplattform geworden ist, aber sie tut noch etwas anderes: Sie verleitet ihre Anhänger dazu zu versuchen sich gegenseitig an Extravaganz zu übertreffen. Warum haben sich die Vogelnest-Frisuren überlebt? Doch nicht, weil irgendwer dahinter gekommen ist, dass grad einmal Robert Smith das tragen kann und außer ihm höchstens jemand, der nicht mindestens 1,95 groß ist und nebenbei gertenschlank ist. Sie haben sich überlebt, weil die Extravaganz fehlte, weil plötzlich jeder Grufti mit dieser frisurtechnischen Eigenartigkeit herumlief.
Ich merke es an mir selbst, irgendwie laufe auch ich jedem Trend hinterher, wenn auch immer aus der Notwendigkeit geboren meist etwas verspätet. Das war schon vor meiner "subkulturellen" Zeit immer so. Irgendwann kamen diese Rucksäcke auf, gewöhnliche schwarze Rucksäcke, die sich von anderen durch ein Bändchen am Reißverschluss und den Markennamen "Eastpak" auszeichnete( nebenbei durch miese Verarbeitung, aber das ist was anderes). Ich war damals so etwa 12 oder 13, wollte unbedingt einen haben. Ein Jahr später bekam ich irgendwann auch einen, ich war zufrieden, obwohl der soziale Zwang einen haben zu müssen eigentlich nicht mehr existierte (nebenbei: er leistet mir immernoch gute Dienste, obwohl der Reißverschluss kaputt ist und die Plastikschnallen nach einem Jahr nicht mehr mitgespielt haben). Das ist in der Szene nicht viel anders, bestimmte Dinge werden Mode und sind in der nächsten Saison bestenfalls akzeptiert, was sich allerdings unterscheidet ist die Tatsache, dass höchstens ein sehr subtiler Druck zur Anpassung ausgeübt wird. Ich werde von niemandem gezwungen Röcke zu tragen, ich könnte genauso gut eine stinknormale Hose anziehen und keiner würde ein Wort verlieren. Es stimmt, bestimmte Aspekte der persönlichen Mode sind fast zwangsläufig (schwarz oder wenn nicht eben extravagant), aber die genaue Ausprägung schreibt eigentlich niemand vor.
Es stimmt, das Rebellentum ist gerade unter uns jüngeren weit verbreitet, ich hatte das auch lange Jahre lang, inzwischen bin ich davon halbwegs geheilt glaube ich. Ich laufe eben so rum, weil ich mich wohlfühle (ok, das wird so ziemlich jeder behaupten) und an Blicke und Sprüche gewöhnt man sich, es ist nichtmehr außergewöhnlich und ich glaube an diesem Punkt springen die meisten der jung-Rebellen wieder ab, der Kick fehlt eben.
Nennt mich einen Idealisten, aber ich glaube die Szene ist immernoch anders als "die Welt da draußen", vielleicht nicht viel, aber ein wenig immernoch.

Anm.:
Ich glaube die sich entwickelnde Diskussion passt nicht wirklich in die Pfade, aber vielleicht lassen die Mods den Thread dennoch offen, es scheint jedenfalls möglich eine Debatte abseits von ständig wiederkehrenden Phrasen (wie meiner oben ;) ) zu führen und das wäre zumindest wünschens wert.
JulyaSorry, Seni.... aber wie ich sagte, muß ich bei Dir ja doppelt gut gucken... ;)
Ich verschiebe den Thread ins 'Augen-Forum'...

Nich' bös' sein... :rolleyes:
JulyaNeinnein.. es hat nix mit den nachfolgenden Postings zu tun...
Es passt halt besser hier, weil's mit der Lebens-Art zu tun hat! :)
SenecaOh mein Goth...Ich bin Initiator eines Threads in "Augen duch die Nacht" geworden...!

Alles geht vor die Hunde...!
JulyaNa, wenn wir doch schon so ein tolles Unterforum haben, soll es auch genutzt werden... :rolleyes:
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Oh mein Goth...Ich bin Initiator eines Threads in "Augen duch die Nacht" geworden...!

Alles geht vor die Hunde...! [/B][/QUOTE]

Das erste Mal im Verlaufe meiner Anwesenheit: Mein ehrliches Beileid.

[quote]Na, wenn wir doch schon so ein tolles Unterforum haben, soll es auch genutzt werden...[/quote]

Also, es direkt in den Müll zu werfen.... :rolleyes:
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Es ist zwecklos den Kreuzug gegen Gesellschaftsnormen durch das zur Schau tragen der eigenen "Andersartigkeit" führen zu wollen. [/B][/QUOTE]Ich habe eigentlich im besonderen Äußeren der Grufties nie so sehr den Ausdruck von Andersartigkeit gesehen, als vielmehr den Ausdruck von [b]Eigen[/b]artigkeit (Individualität), in vielen Fällen auch, bestimmten Vorbildern (Robert Smith, Sisters, ...) Verbundenheit auszudrücken.
Ich glaube auch, daß sich die Grufties schon immer darüber im Klaren waren, mit einem "Kreuzzug" nichts ausrichten zu können, sondern wenn überhaupt, dann höchstens als "Partisanen".

[QUOTE][B]Versuche dieses, ob nun durch reine Äußerlichkeit oder durch vermeintliches Rebellentum unter Ausnutzung der Systemtoleranz zu erreichen, sind zum Scheitern verurteilt.
Der Grund dafür liegt in der Zwangsdynamik der eingefahrenen Konsumgesellschaft, die zunehmend verzweifelt nach neuen Trends sucht, um in einer eigentlich übersättigenten Welt immer wieder neue Reize zu schaffen. [/B][/QUOTE]Ich glaube, daß (nicht zuletzt durch Fernsehauftritte von schwarzen Bands) die Zahl der Interessenten an den "eigenartigen" Outfits so groß geworden war, daß die Mode-Industrie darauf reagieren mußte, um nicht einen Großteil der Konsumenten zu verlieren.
Ich sehe in der ganzen Entwicklung auch eine Chance: Je größer die scheinbare Vielfalt der "Gothic-Mode" wird, um so schwerer wird es, unter der großen Schar ihrer Anhänger die wirklichen Individualisten (als "natürliche" Feinde der Massenproduktion) ausfindig zu machen. Andererseits geht der Trend bei den Künstlern der "Schwarzen Szene" immer mehr in Richtung Schlichtheit, während die (Retorten-)"Gothic-Stars" die immer ausgeflippteren und lächerlicheren Kreationen der Mode-Industrie zu Markte tragen.

[QUOTE][B]Jene "Rebellen" gaukeln uns vor, daß wir in einer freien Gesellschaft leben. Die Gesellschaft tolleriert daher ihre "Rebellen", sie ist langfristig sogar in der Lage sie wieder als Konsumenten zu assimilieren. Sie werden Teil der Marketingmaschinerie ohne sich dessen bewusst zu sein. Heutzutage ist alles eine Markenartikel...! [/B][/QUOTE]Mag sein, daß die "Rebellen" ("Gothic-Stars") toleriert und assimiliert werden. Für die Individualisten hat sich nicht viel geändert. Sie müssen sehen, daß sie in der Konsumgesellschaft irgendwie zurechtkommen. Warum sollten sie aber nicht "Großveranstaltungen" wie das WGT dazu nutzen, um sich in Leipzig zu treffen, günstig mit der Straßenbahn zu fahren und sich dann im Heidnischen Dorf, im Schauspielhaus oder an anderen, nur ihnen bekannten, Orten zu treffen?

Wie du selbst mal irgendwo sinngemäß geschrieben hast:
Gothic muss nicht unbedingt ein teures "Hobby" sein ... :rolleyes:
Darket[QUOTE]Ich kam mir z. B. vor zig Jahren bei einem Lakaien-Konzert total "deplaziert" vor, als ich diese ganzen "aufgestrapsten" Tussen sah, die sich in LackLederGlamour geworfen hatten [/QUOTE]
Aber ich nehme an nur Du hast Dich deplaziert vor oder haben andere Leute etwas zu Dir gesagt? Ich habe festgestellt, dass man nicht so aussehen MUSS um akzeptiert zu werden. Ich habe einen Bekannten, der bei Leibe kein Grufti ist und auch nicht so rumläuft, der kommt trotzdem gerne in die Clubs, kennt die Leute dort und niemand hat ein Problem damit. Gut, es gibt Ausnahmen und ich kenne Leute, die nicht mehr aufs WGT fahren, weil irgendwelche Idioten es für nötig hielten diese Bekannten von mir anzuquatschen, obwohl sie sich kein Stück kannten, dass sie ja garkeine "echten Gothics" seien, so schlicht mit schwarzer Hose und schwarzem T-Shirt. Aber im Grunde bleibt das die Ausnahme. Das ist der Grund, warum ich mich in der Szene irgendwie sauwohl fühle, es macht mich niemand blöd an, wenn ich mich anders kleide als der Rest, ich kann, muss aber nicht.
Montrose[QUOTE]weil jeglicher Widerstand, der einst Legitimation für diesen ganzen "modischen Schnick-Schnack" sein sollte, längst zusammengebrochen ist.[/QUOTE]Widerstand an und für sich ist keine gute Motivation. Deshalb finde ich auch Punks Scheiße. Besser, als gegen etwas zu sein, ist für etwas zu sein.

Was das Anderssein betrifft, ich lauf normalerweise superspießig rum, aber deshalb fühle ich mich dennoch oft draußen. Wenn man meine Position und mich kennen würde, würde man das für sonderbar halten. Ist es aber nicht. Komplizierte Gedanken, andere sehen was anderes in einem als man ist oder nur sich selbst, man ist zu wählerisch, weil man vielleicht auch zuviel begreift (zum Glücklich-Sein gehört eine Portion Dummheit), keine "Seelenverwandten" was weiß ich. Manche Art von Andersein oder womöglich der "Widerstand" läßt sich mit Klamotten, rasiertem Schädel und Fünfzack-Kettchen überhaupt nicht ausdrücken, weil die auszudrückenden Inhalte viel zu komplex sind. Gothic, wenn es denn je soetwas gegeben haben sollte oder noch gibt, muß etwas anderes als das Äußerliche sein. Denn Schwarz an sich bedeutet gar nichts.

[QUOTE] Besonders Dir müsste klar sein, daß sich die klassischen endogenen Atributte der "Szene", nämlich Melancholie, der Wille zur tieferen Einsicht, und wieder zunehmenden Spiritualität, mit den Jahren der Reife ganz von selbst einstellen...[/QUOTE]
Das bezweifle ich. Denn für diese Attribute braucht man sehr viel Zeit, die man in jüngeren Jahren eher hat als wenn man mitten im Leben steht. Bestimmte Dinge lassen sich nicht mal kurz in zwei Minuten in der Mittagspause oder auf dem Firmen-Klo andenken.

[QUOTE]Sartre und Camus sind tot... Odessa, die Nachahmer sind noch immer da, teilweise ohne geistige Führung...![/QUOTE] Wieso ohne geistige Führung? Schon mal was vom König der Gothics gehört? Und der hat sogar vier Bücher von Sartre gelesen und dabei die immanente Tiefenstruktur der Seinsaussage rekognisziert.

Ihr werdet's kaum glauben ... ich werde das später, wenn ich mehr Muße habe, nochmals näher schildern... also ich hab heute eine Karthäusernelke gesehen. Hoff ich doch... gezähnte Blütenblätter, Farbe stimmt, nur der Stengel kam mir merkwürdig kahl vor. Vielleicht gehen die neuerdings auch nach der Mode.
Celefuin MoonliSacht mal ises eigentlich so schlimm wenn man als Goth gern ein wenig auf sein Äußeres achtet und mal bei H&M einkauft?
Ich lehne mich gegen kein Mode auf, bin nicht dagegen, aber ich mach sie auch nicht zwangsweise mit. Ich fühl mich in meinem schwarzen Rock und dem Rest wohl und ja ich hab "natürlich" ein Pentagram... ja und auch weil ichs hübsch fand (sollen ausserdem Schutzsymbole sein, hab ich mal gehört...) hängt noch ein mir wichtiger Ring dran und ein paar halsbänder sin noch da... ich gehör wahrscheinlich nich zur hochgestylten Sorte aber ich finde auch das nicht schlimm. es gehört ja trotz allem ein gewisser mut zu sowas und den achte ich... auch wenn mir einige doch etwas unsympathisch sin...
Meine geistige Einstellung ist rechtprimitiv: ich liebe kunst und philosophie, hab ich auch getan bevor ich mich zur schwarzen szene wandte - aber ich bin durchaus auch fröhlich

Ich finde auch nichts an der wachsenden zahl der "schwarzen" schlimm. ein hübsch gekleideter mensch zwischen all den pinken anzügen (kein scherz >.>) is doch ganz angenehm ^.~

So hoffe ich hab nioch alles missverstanden und stuss glabert...
IrisIst Gothic denn eine Religion? Was bedeutet denn die Aussage: " Ich brauche kein schwarz zu tragen und mich nicht um Stil zuscheren, wenn die innere Einstellung stimmt?" Ich habe nicht das Gefühl und ich möchte auch nicht einer Glaubens-Gemeinschaft angehören. Gothic ist Stil und Stil umfasst natürlich mehr als ein gewagtes/gestyltes Äußeres. Aber kann man sich Gothic wirklich ohne Stil vorstellen, als reine Einstellung? Ist es nicht immer auch ein ästhetisches Konzept, egal ob nun schwarzer Purismus, Fetisch oder samtige Romantik das Bild prägt?
Vielleicht ist auch das naiv, aber ich sehe Gothic auch und vielleicht sogar zuallererst als Stil, als ästhetischen Ausdruck, eben auch mit den Mitteln der Oberfläche, wie Make-Up, Kleidung, Bewegungen.

Aber vielleicht ist Stil, dadurch dass er vielfach als reiner Style verstanden wird, nicht mehr so leicht von Modepuppen-Oberflächlickeit zu unterscheiden. Allegemein sehe ich da allerdings einen großen Unterschied.
TrauerwesenInteressanter Denkansatz, Seneca.....hat mich echt zum nachdenken bewegt.

Nunja, Andersartigkeit, ich denke nicht, dass dies unbedingt dadurch ausgelöst wird, wenn ich bei H&M kaufe. Ob ich nun eine Netzstrumpfhose mit Pumps und Rock zu den Knien trage oder zu Lackstiefeln; oder einen Rock, den man überall kaufen kann, zu einer Seidenstrumpfhose oder zu zerrissener....ich denke die Aufmachung und Mischung machts.

Aber ich glaube, Senecas Gedanke ging woanders hin, und zwar genau dahin, was ich sehr interessant finde und mir selber mal in den sinn kam, aber in etwas anederer form: Drückt unsere Kleidung noch eine gewisse Rebellion und Provokation aus?
Wenn nun viele diesen Trend mitmachen der Gothic Kultur (scheint ja in zu sein), wird es geläufiger, die leute sehen es mehr und da Frau Müller aus M ja auch mittlerweile einen Nietengürtel besitzt, können wir uns benieten wie wir wollen, die leute, die uns damals schief anschauten, haben ja mittlerweile selber einen.
Wieso lassen wir es denn nun nicht, mit dem ganzen schwarzkrams? ist es der zwang, uns zu identifizieren als teil einer subkultur, oder um quasi unsere anschauung preiszugeben? ich denke, es ist wohl eher der sinn für ästhetik, samt finde ich z.b. ganz schrecklich, so als kleid usw, und obwohl es definitiv ein stoff der schwarzen ist, ich trage ihn nicht. ok, finden wir also unseren look toll. auch wenn ihn viele übernommen haben. nur, wo bleibt die rebellion? auch hier denke ich, beziehe mich auf den anfang meines texts, macht es die mischung. und alles andere, vieles kommt von innen. ein verqueerter geist wird sich wohl eher verqueert anziehen. irgendwann ist die grenze bei den leuten, die ihre nietengürtel tragen, erreicht. würden sie zerrissene strumpfhosen tragen?
ok, die schwelle der akzeptanz geht höher. aber in erster Linie sollten wir uns wohl doch durch unser Denken und unser Tun von den anderen unterscheiden.
Ich mag jetzt etwas vom thema abgekommen sein, weiss gerade nicht genau, aber diese gedanken kamen mir durch den eröffnungstext in den sinn.

LG
Montrose[QUOTE]Ist Gothic denn eine Religion?[/QUOTE]
Es gibt doch Inhalte bei Gothic, oder nicht?

[QUOTE]Was bedeutet denn die Aussage: " Ich brauche kein schwarz zu tragen und mich nicht um Stil zu scheren, wenn die innere Einstellung stimmt?"[/QUOTE]Genau das, was es bedeutet. Drehen wir mal den Spieß um: was bedeutet es, "natürlich" ein Pentagramm zu tragen? Soll das irgendeinen Schutzzauber haben? Leben wir neuerdings wieder in der Steinzeit? Und wenn es nichts bedeutet soll, warum wird es dann getragen?

[QUOTE]Ich habe nicht das Gefühl und ich möchte auch nicht einer Glaubens-Gemeinschaft angehören.[/QUOTE]Wenn sich die Gemeinschaft nicht aus gemeinsamen Überzeugungen ergibt, woraus dann?

[QUOTE]Gothic ist Stil[/QUOTE] Was ist Stil?
[QUOTE]und Stil umfasst natürlich mehr als ein gewagtes/gestyltes Äußeres.[/QUOTE]
Was sonst noch?

Und jetzt mal eine ganz provokante Frage: was ist, wenn irgendeiner daherkommt und dieses Gothic zu mainstreamig findet und sich dagegen auflehnt. Was ist, wenn einer in einer Grufti-Veranstaltung in bayrischen Lederhosen und Gamsbarthut erscheint und einen Schuhplattler hinlegt? Und zwar einfach deshalb, weil dieses Mode-Goth-Schnichschnack nicht mehr wie früher die outcasts und besonderen, sondern nur noch die Langweilier, die halt mitschwimmen, repräsentiert.
Trauerwesen[QUOTE]Was ist, wenn einer in einer Grufti-Veranstaltung in bayrischen Lederhosen und Gamsbarthut erscheint und einen Schuhplattler hinlegt? Und zwar einfach deshalb, weil dieses Mode-Goth-Schnichschnack nicht mehr wie früher die outcasts und besonderen, sondern nur noch die Langweilier, die halt mitschwimmen, repräsentiert.[/QUOTE]

Zum einen würde er Individualismus zeigen, seinen eigenen weg, wenn es ihm gefällt, ok.
Aber für die anderen ist er nicht mehr als einer von ihnen identifizierbar. Die sehen in ihn nur den Alm-Seppel.

Hat zwei Seiten, ok, letztere kann man auch umdrehen: Wir stecken einen Hiphopper (das antibeispiel, wie ich finde) in schwarze Klamotten und lassen ihn diort auflaufen, dann ist er immer noch keiner von "uns". ich denke, das ist alles eine Mischung aus allem, jedoch ist diese identifizierung von daher von Bedeutung, weil das äussere erscheinungsbild als erstes in Kraft tritt.


LG
BlackDragon[QUOTE]Hat zwei Seiten, ok, letztere kann man auch umdrehen: Wir stecken einen Hiphopper (das antibeispiel, wie ich finde) in schwarze Klamotten und lassen ihn diort auflaufen, dann ist er immer noch keiner von "uns". ich denke, das ist alles eine Mischung aus allem, jedoch ist diese identifizierung von daher von Bedeutung, weil das äussere erscheinungsbild als erstes in Kraft tritt.[/QUOTE]
Das Wort "Mischung" ist hier schon mehrmals aufgekommen und ich denke dies ist auch des Pudels Kern.
Stellen wir mal die zwei Extreme gegenüber:
Zum einen haben wir den "Poser", wie es so oft geschrieben wird. Äusserlich ist er extrem "individuell" in Lack / Samt / Satin oder was weiss ich gekleidet, mit Undercut, schwarzen Fingernägeln, Pentagrammanhängern und so weiter, der aber eine recht oberflächliche und angepasste innerliche Einstellung hat und für den das alles ein Mode-Trend ist.
Zum anderen haben wir einen äusserlich "normal" wirkenden Menschen, der zwar nie schwarz trägt aber all die inneren Werte vertritt, von denen Seneca gesprochen hat und auch die Musik kennt und hört.
Der Erste wäre wohl den meisten hier etwas unsymphatisch, da er die Gründe, die uns zur sogenannten Szene (und auf dieses Board) geführt haben, ad absurdum führt.
Mit dem Zweiten könnten wir uns - vllt. sollte ich hier doch besser nur von mir sprechen? - längere Gespräche vorstellen und würden ihn höchstwahrscheinlich als angenehme Gesellschaft empfinden.
Jetzt aber das Problem: Die Eigenschaften des Einen erwarten wir viel eher von unserem "Poser" - schliesslich soll(te) die "extravagante" Kleidung ein Gemeinschaftsgefühl und eine Zusammengehörigkeit (bis zu einem gewissen Grad) ausdrücken.
Wir würden den Ersten wahrscheinlich viel eher ansprechen - und sei es nur, um nach dem Weg zu fragen.

Weiter: ich gehe jetzt mal von mir aus. Das, was mich an diese "Szene" (kann mal bitte jemand ein anderes Wort dafür erfinden?) bindet ist eine gewisse Geisteshaltung - der Wille zur tieferen Einsicht, wie Seneca es so schön formulierte und eine Art Protest gegen die Konsumgesellschaft.
Die Kleidung war anfangs ein Mittel zum Zweck und ist mittlerweile zur Gewohnheit geworden - ich fühle mich wohl so und eine Art von Abgrenzung bewirkt sie immernoch. Ich weiss leider nicht, wie das in einer Großstadt ist.

Desweiteren kann ich mich Darket nur anschliessen: Ich werde zu nichts genötigt und deshalb fühle ich mich hier so wohl.
Immer wieder höre ich, wie sich "Schwarze" über die "übertriebenen" Aufmachungen, zum Beispiel auf dem WGT, aufregen mit der Begründung, dass es zu einer Modenschau verkommt.
So sehr ich das auch nachvollziehen kann, muss ich sagen, dass ich mich darum eigentlich wenig kümmere. Es ist (größtenteils) schön anzusehen und über den Menschen an sich sagt es mir noch lange nichts.
Allerdings ist mein erster Kontakt zur "Szene" gerade mal fünf Jahre her und vllt. würde ich es anders sehen, wenn ich die vielgerühmten guten Zeiten miterlebt hätte.

Gute Nacht,
BD

P.S.: Mir ist bewusst, dass ich hier sehr stark verallgemeinere, aber ich denke, dass ihr wisst, was ich damit sagen will.
Celefuin Moonli[QUOTE]Genau das, was es bedeutet. Drehen wir mal den Spieß um: was bedeutet es, "natürlich" ein Pentagramm zu tragen? Soll das irgendeinen Schutzzauber haben? Leben wir neuerdings wieder in der Steinzeit? Und wenn es nichts bedeutet soll, warum wird es dann getragen?[/QUOTE]

Nun ganz primitiv... weil ich ihn hübsch fand *nichschlagen* soll ja vorkommen... Zum anderen werde ich durchaus auch gern als Schwarzromantikerin erkannt und so eine Pentagram passt sich da ganz gut ein ne?
Ein wenig klischee ist für mich durchaus kein Vergehen...

Nun zugegebenermasen... ich glaube in gewisserweise an schutzzauber... Und zwar aus dem primitiven Grund das ich der Ansicht bin sie wirken haargenauso wie ein placebo...
Mein Pentagram ist für mich mein kleiner Glücksbringer, der sich nun da schon früher unter diesem Zweck (und das ist nicht die Steinzeit sondern doch einiges später... ich denke so gegen..... 1000 v.Chr??? tut mir leid was das angeht bin ich pingelig weil ich mich da sehr interessiere) verwendet wurde... nun ist ja goth nich nur an punk sondern auch mit metal und mittelalterszene (was ich beides auch sehr mag) verwand (oder zumindest befreundet...) und da ist ein pentagram ja au nich ganz unpassend....



Nun kurzum.. es gefällt mir!
(Und nebenbei mein natürlich war an einen vorhergehenden Komentar 8in dem, wenn ich mich recht erinnere ein wenig zwinkernd über mädchen mit mehreren P. um den hals geredet wurde) angelehnt und deshalb auch in ""
Montrose[QUOTE]Zum anderen werde ich durchaus auch gern als Schwarzromantikerin erkannt[/QUOTE]Die Frage ist, ob Du als solche erkannt werden willst oder tatsächlich eine bist. Stell Dir mal vor, wir würden uns in einer Disse treffen, ich beurteile Dich nach Deinen äußeren Signalen, denke "Ich hab manchmal gewisse Anwandlungen und die Person anscheinend auch...." Wenn dann das Äußere mit dem inneren nicht übereinstimmt, dann bist Du sauer und ich sauer. Ich denke: was will die Person, mich dumm anmachen. Und Du gehst auf mich los, weil Du Dich ertappt fühlst. Also, äußere Signale bloß wegen dem "schön sein", was bringen die?

Übrigens, Schwarzromantik gibt's wirklich und nicht bloß als Fassade.

[QUOTE]ich glaube in gewisserweise an schutzzauber... Und zwar aus dem primitiven Grund das ich der Ansicht bin sie wirken haargenauso wie ein placebo...[/QUOTE]Das ist ein Widerspruch in sich. Placebos wirken nur dann, wenn man nicht weiß, daß es Placebos sind. Wenn man aber von vornherein weiß, daß man sich anschwindelt, dann funktioniert das auch nicht.

[QUOTE]ich denke so gegen..... 1000 v.Chr??? tut mir leid was das angeht bin ich pingelig weil ich mich da sehr interessiere)[/QUOTE] Könnte in etwa hinkommen.

[URL=http://home.t-online.de/home/Martin.Marheinecke/rs-005.htm][/URL]

Gegen das, was Du da schreibst, hab ich nichts einzuwenden. Es ist halt nur so, daß Gothic und Schwarzromantik um einiges tiefer geht. Zu diesen Bewegungen kommt man -- auch ich übrigens -- eher dadurch, daß einen etwas zu denken gab, einen abstoppte, einen nach sich selbst fragen ließ, wo man eigentlich steht. Gothic ist ein Ereignis, ein Geschehen, da ist etwas passiert. Goth ist, wer eine Geschichte dazu erzählen kann, warum er das ist, was er ist.

Die Mode-Goths begreifen exakt diesen Punkt nicht: daß Gothic ohne diese innere Komponente kein Gothic ist. Wenn jemand ein T-Shirt mit Che Guevara anzieht, heißt das doch nicht, daß er besonders mutig oder revolutionär ist, bloß weil er dieses T-Shirt trägt. Wenn jemand in den gleichen Sportschuhen wie ein Olympiasiger läuft, heißt das noch lange nicht, daß er durch den Schuh selbst zum besseren Sportler oder zum Olympiasieger wird. Und das kapieren die Jungen irgendwie nicht mehr: daß man Fähigkeiten nicht kaufen kann. Wenn sich jemand schwarz anzieht und das ganze Outfit stimmt, dann ist er noch lange kein Goth, sondern er verkleidet sich nur als einer.
Goth sein ist was anderes.
gekitsuliegt bei dieser ganzen trennerei zwischen modegruft und "innerem" gruft und dem aerger der deswegen veranstaltet wird nicht in irgendwelchen umkehrschluessen der hund im pfeffer?
vereinfachen wirs mal auf die zwei modelle runter:

modeorientiert - der das halt anzieht weil ers fuer schoen befindet oder sich toll damit fuehlt.. was auch immer, aber nicht diese innere komponente (wie montrose es nennt) mit sich fuehren und deshalb als oberflaechlich gilt.

wertorientiert - der die innere komponente hat, sich aber laut schublade nicht in samt oder lack/leder wirft, nicht in konkurrenz um das tiefste dekolleté oder die groftigste kleidung steht und laut klischee eine sehr tiefgruendige person ist.

was aber wenn man daraus umkehrschluesse zieht, die jeden, der einen gewissen aufwand in klamotten und sein styling steckt als oberflaechlich abzutun und jeden der sich betont nicht schwarz stylt als tiefgehend abstempelt? das ist dann schwachsinn meines erachtens nach.

wie siehts denn aus wenn sich jemand mit dieser inneren komponente trotzdem(? - wirklich trotzdem?) gerne herrichtet?
das sind doch an sich zwei vollkommen unzusammenhaengende dinge - wie blackdragon schrieb: ueber den menschen an sich sagt es noch lange nichts.

warum nicht beides? ist es selbst "bei uns" schon wieder so verkommen, sich tiefergehende gedanken ueber sein aeusseres zu machen dass man sich davon so weit distanziert, dass ja keine verbindungsspuren zu "den gestylten" zu sehen sind? das faende ich mehr als traurig.
gerade diese kombination von geistigem tiefgang plus wert auf aeusseres war etwas, das mich seit jeher an der schwarzen szene gereizt hat. weder dieses elitaere "ach, die haben mode noetig, die hams im kopf net so", noch ein inhaltsleeres zusammenidentifiziere nur weil man sich gleich kleidet und in die gleiche disco geht.
BlackDragon@gekitsu: You took the words right out of my mouth... ;)
gekitsu*speichelvonderhandwisch* ;)
Montrose@gekitsu. Da hast Du recht. Natürlich wäre es übel, wenn bei einer Grufti-Nacht plötzlich die Leute in Jeans und Hawai-Hemdchen kämen. Das mach ich übrigens auch nicht, ein gewisser Respekt hinsichtlich des Äußeren gehört dazu. Und natürlich, auch wenn ich selbst sehr moderat auftauche, finde ich bei anderen die Aufmachung schon auch toll.

Mir geht es nur ein bißchen darum, daß die Sache nicht zu sehr vom äußerlichen abhängt. Man muß sich ein wenig auch vor Augen halten, daß ein Goth, der das Schwarzsein so sehr zum Lebensstil gemacht hat, daß er vielleicht damit gesellschaftlich an den Rand gedrängt, "verinnerlicht" oder pleite ist, eigentlich gerade deshalb als Goth gelten sollte. Es wäre doch absurd, wenn jemand, der radikaler Goth ist, gerade durch sein Gothsein plötzlich nicht mehr als Goth gelten würde. Wenn hingegen ein Töchterchen vom reichen Papi mal einen Fünfhunderter reingeschoben bekommt, sich ausstaffiert und dann als Goth-Prinzesschen verkleidet Gothic verkörpern will, sorry, das kann's ja wohl nicht sein. Da stimmt dann doch was nicht. Dieses Problem tritt bei Punks nicht auf, bei Goths schon.

Gewisse Leute, die ich als ultra-schwarz bezeichnen würde .... die also nochmals ein ganz anders Kaliber darstellen als die üblichen jungen Industriekaufmänner/Azubis/Studis usw., die nach dem Job die Fingernägel lackieren und einen auf pseudoschwul machen.... die kommen nach meiner Beobachtung selten mit einem Haufen Sternchen und Pentagrammen usw. daher. Das ist oft was relativ schlichtes: ein Kleid und noch ein komischer Gürtel dazu, Punkt. Das ist weder oversexed noch sonstwas. Und vermutlich war das auch mal das Ur-Gothic. Und diese Schlichtheit wirkt manchmal viel stärker als das allzu überladene Zeug. Ist zumindest meine Meinung. Goth mag zwar nicht Depri sein, aber wenn es an die Gruft-Idee anklingt ... man geht nicht mit dem Ballkleid ins Grab.... oder wenn es sich an Mittelalter anlehnt .... Ritter und Soldaten waren dreckig .... oder Black Metaler: okay die tragen keine Halsbandstacheln... die ursprünglichen Einflüsse des Gothic sind doch eher schlicht.
gekitsunaja... ob das bei punks nicht vorkommt wage ich zu bezweifeln :)
vielleicht momentan nicht, weil punks grad nicht en vogue sind... aber ich erinnere mich an zeiten bei denen meine halbe klasse in abgerissenen klamotten daherkam, einer den anderen mit verrueckten haarfaerbungen uebertreffen wollte und wer ein che-guevara-shirt anhatte oder gar ein kommunistisches zitat konnte war der (einaeugige) koenig (unter blinden).
BlackDragon[QUOTE]Studis usw., die nach dem Job die Fingernägel lackieren und einen auf pseudoschwul machen...[/QUOTE]
Ey!!!
Als Student mit lackierten Fingernägeln erhebe ich Einspruch! :q
Jetzt muss man sich hier noch beleidigen lassen *grummel*
;)
Celefuin MoonliIch weiß nich ich habe das Gefühl das ganze artet hier ein wenig aus...

@Montrose: Ohne diech angreifen zu wollen würde ich dich bitten etwas umsichtiger mit deinen Ausdrücken umzugehen... Worte wie Pseudo-schwul sind hier denke ich unangebracht.

Ausserdem hat man langsam ja schon fast gewissensbisse wenn man aus einer heilen Familie kommt und auch nicht völlig am schnorren ist sich als Goth zu bezeichnen...

Ich danke gekitsu die das sehr schön gesagt hat... Warum nich beides?
Das würde cih eigentlich ganz gern von mir sagen...
>Ich möcht edas die Leute sehen dass ich auffallen möchte udn auch durchaus das Interesse von anderen schwarzromantikern erwecken möchte, aber ich hoffe eigentlich auch die inneren werte bieten zu können.

Für mich sind Schwarzromantiker (ja schätzle ich weiß das es die gitb zufällig treib ich mich nämlich auch im neksus forum rum >.> ) Menschen dioe sich einerseits gern in einem, mal moderneren mal klassischerem, schwarz-romantisch also etwas altertümlichen und auch ab und an vielleicht ein wenig kitschigen (positiv gemeint... auch kitsch in maßen kann erfreun ^^) Kleidung tragen, zum anderen eben genau wie die damen und herren früherer zeiten sich gern den kreativen udn geistigen künsten hingeben, philosophieren und stilvolle unterhaltung pflegen. Die sich gegenseitig achten udn werte haben.

Und zu diesen hoffe cih mich zählen zu dürfen, oder es ist zumindest mein ziel.

Inwiefern es nun eine mode ist oder nciht mag ich nicht sagen. Ich möchte von ir selbst sagen das ich geistig schon sehr langen (schon seit ich denken kann) eine etwas andere und dieser richtung zugeandte denkweise hatte, auch wenn ich nichts von gothic wusste, andererseits bin ich äusserlich erst sehr kurz dabei und es wäre wohl anmassend über meine zukunft zu spekulieren denn die kann auch ich nicht wissen.l
gekitsu[QUOTE][i]Original geschrieben von Celefuin Moonli [/i]
[B]Ich danke gekitsu [COLOR=red]die[/COLOR] das sehr schön gesagt hat... Warum nich beides?[/B][/QUOTE]

der
Celefuin Moonliverzeih -.-;
Montrose[QUOTE]zum anderen eben genau wie die damen und herren früherer zeiten sich gern den kreativen udn geistigen künsten hingeben, philosophieren und stilvolle unterhaltung pflegen. Die sich gegenseitig achten udn werte haben.[/QUOTE] Welche Werte?

[QUOTE] Ausserdem hat man langsam ja schon fast gewissensbisse wenn man aus einer heilen Familie kommt und auch nicht völlig am schnorren ist sich als Goth zu bezeichnen...[/QUOTE]Ein schlechtes Gewissen wäre zur Abwechslung mal ganz heilsam. Mit welchem Recht übernehmen Mode-Punks/Mode-Revoluzzer/Mode-Goths von den echten Punks, der echten Linken, den echten Gothics die Ideen. Das ist doch kultureller Diebstahl.


Das ist kein spezielles Problem von Gothic, sondern die Kritik an der Kulturvermassung haben Horkheimer und andere schon Ende des Zweiten Weltkriegs formuliert. Die meisten Menschen sind irgendwie "nett", "tol(l)erant", "mainstreamig". Wußte man sehr viel früher, daß man sich bei Tetzel einen Ablaßbrief kaufen mußte, wußte man früher, daß man ein Kind zeugen/ein Haus bauen/ein Baum pflanzen muß, wußte man noch vor einiger Zeit, daß man Anzug und Krawatte trägt, um ein "guter" Mensch zu sein, so weiß man heute, daß man ein bißchen einen auf Depri macht und sich schwarz anzieht, und schon "gehört man dazu".

Und genau da ist der Denkfehler: Subkulturen wie Gothics haben nichts mit "dazugehören", sondern mit "draußen sein" zu tun. Sie sind Shangri-Las, Rückzugs- und Erholungsgebiete für Menschen, welche dieser ganzen Kommerz- und Anpassungsscheiße entfliehen wollen.

Und jetzt stellt Euch mal einen Naturschutzpark in Afrika vor, wo die letzten Berggorillas, die letzten Nashörner und vielleicht noch ein paar "wilde" Menschen leben. Und jetzt wollen alle lieben Menschen das letzte Fleckchen Natur noch erleben, die letzte Idylle, den Frieden, endlich zurück zum Ursprung, endlich mal erfahren, daß das eigene Leben, diese durchschnittlich 70 Kilogramm Eiweißpampe auf Beinen, anscheinend doch irgendwie wertwoll sein könnte, wenn man es ein bißchen mit Geld, Fummel und Adventure aufbläst. Und deshalb kommen diese lieben Menschen mit ihren Autos, Straßen werden gebaut, mit ihren Flugzeugen, mit ihren Wanderschuhen, Betonhotels werden aus dem Boden gestampft, damit jeder noch einmal die völlig unverdorbene Natur erleben kann. Vorne links neben dem Häuptlingszelt, wo jeden Abend eine afrikanische Girlie-Gruppe einen echt authentischen Tanz zu Ehren der alten Götter mit Löwenmaske natürlich aufführt, steht ein Imbißstand mit Pommes, Schweinshaxe und Wiener Würtschen, frisch vom Hamburger Warenkontor eingeflogen. Und bei diesem Treiben wird dies letzte Stück Natur irgendwie doch wieder wie das abgefurzte Sofa zuhause, wird genauso schal wie der Ort, von dem man gekommen ist. Wir begegnen nicht dem Neuen, nicht unseren Wachstumsmöglichkeiten, nicht einer besseren Zukunft, sondern wir begegnen selbst an den exotischsten Orten nur unserer eigenen Durchschnittlichkeit, Langeweile und Dummheit.

Und genau das passiert gerade auch mit Gothic. Jedes Lieschen Dööfemeyer glaubt, es müsse jetzt auch einen auf dark-huhu-gruselgrusel machen, müßte auch, obwohl so etwas für ihr Spatzengehirn genetisch gar nicht vorgesehen ist, einen auf ach-wie-tiefsinnig machen. Und es liegt in der Natur der Sache, daß diese Kulturtouristen gar nicht merken, daß sie entweder keinem oder nur einem verlogenen Wesen begegnen, dessen Gestalt unter ihren Kulturtrampelstiefel zerdrückt sich nur noch verzerrt darbietet.. Jaja, man will halt dazugehören... und man ist ja so nett, "in" und tol(l)erant. Dafür opfert man alles, wirklich alles. Wofür eigentlich?
Celefuin MoonliZum ersten:

Nun für mich sind das Respekt, Toleranz, ein gewisses maß an Höflichkeit, Ehrlichkeit und Bildung


Zum 2.
Nun falls es dir in deinem offensichtlich ein wenig auf sozial schlechter bemittelte Kreise gerichteten Blickfeld entgangen sein könnte... Soll Leute geben die auch andere Probleme haben und auch wenn cih dir ganz sicher nicht meinen Lebenslauf erzählen will, auch ich bin nicht immer, wenn auch die meiste Zeit fröhlich.

Ich habe auch kein großes Interesse daran derpressiv zu sein (Auch wenn es wundersamerweise mein Versmaß zu verbessern scheint ;) wenn ich mal das in der Sturmnacht mit dem von Freitag Nacht vergleiche ... Da sind Meilen dazwischen

Und bevor du, mein ach so toleranter (oder doch ein mädel?) Montrose mich nun wieder zu ernst nehmen, ich versuche hier einen gewissen Humor durchsickern zu lassen....

Nun wie dem auch sei ich möchte auch gar nicht mein Wesen von dir auf so primitive Weise anfechten lassen, aber bitte, bevor du es des weiteren versuchst erkläre mir doch wie man in einer kleinen Stadt wie Freiburg ohne jegliche festere Szene (ich zumindest konnte auch mit der Lupe und dem Megaphon noch keine finden - nein bitte, nicht wörtlich nehemen) ein goth "werden" soll umd dazuzugehören??? zu was???!!!! sags mir und ich renn freudig hin... en bisl gesellschaft gleicher art könnt nix schaden - nur leider treffe ich irgendwie nich so viele "Modegoths" irgendwie so gar keinen... naja vielleciht sollte ich in den spiegel sehen und deiner weisheit folgen, mich in papageienfrohe Farben hüllen und diese kindische phase zurücklegen...

vielleicht sollte ich auch vernünftig sein und auf deine anfechterei meinem wesen gegenüber nicht mehr reagieren.. aber irgendwie fühle ich mich doch etwas betroffen, wenn ich mich nun für einen mal nicht leeren geldbeutel schon schämen soll... verdien dir doch einfach mal geld... das tu ich nämlich, denn nich jeder mit nem netten vater kriegt gleich alles ind den allerwertesten geschoben


Nun irgendwie muss ich mich glaub ich für einige worte hier entschuldigen, aber ich muss zugeben etwas zornig ob deiner kommentare geworden zu sien... vielleicht habe ich aber auch einiges missverstanden, in jedem falle tut es mir leid, aber da ich doch deine worte auf mich bezogen habe möchte ich eigentlich nichts verändern.
SenecaAch bitte, reibt Euch doch nicht gegenseitig auf, hat keine Sinn um etwas zu kämpfen daß man nicht besitzen kann...
Abstrakte Werte, die "Szene" oder die ultimative Einsicht...
Celefuin Moonli@ Montrose
Nun ich denke Seneca hat recht und unsere mehr oder minder inzwischen private unterhaltung sollten wir auch privat führen...
Wenn du also Lust hast geb ich dir mal meine ICQ-nummer und solltest du das nich haben... äää mail?? nja mal so pro forma:

ICQ: 212-284-352

Mail: yueli@web.de

Oder eben auch einfach private nachricht ne ^^;
MontroseEs lag mir fern, ein persönliches Gespräch respektive private Unterhaltung oder gar Anfeindung zu suchen. Ich habe diesen thread und den einen oder anderen Satz als Aufhänger benutzt, um ganz allgemein über Gothic und die reine Lehre nachzudenken.

[QUOTE]hat keine Sinn um etwas zu kämpfen daß man nicht besitzen kann...Abstrakte Werte, die "Szene" oder die ultimative Einsicht...[/QUOTE]Immerhin erscheint es unerläßlich, zum Erhalt der Bewegung gegen eventuelle Erodierung von Innen Strategeme zu entwerfen. Dieser Aufgabe habe ich in den Grenzen meiner beschänkten Möglichkeiten nachzukommen versucht.


@Seneca. Was machen eigentlich unsere Bemühungen, zum nächsten WGT einen Blumenstand zu eröffnen. Das war ja glaub ich Deine Idee.
Mir ist da auch noch was eingefallen. Wir könnten an dem Stand Klapp-Kronen verkaufen. Richtige Goth-Kronen lassen sich so schwer transportieren und immer auf dem Kopf tragen will man sie bei dieser Sommerhitze ja auch nicht. Aber wenn man drei oder vier Scharniere anbringen würde, dann ging's vielleicht.
ScheolHallo hallo!

Auch mal wieder bereit nervig irgendeinen scheiß zu labern über ein Thema das mein Wissensbereich nicht mit einschließt.

Gothic oder Gothic? Gothic natürlich!

Jeder sieht es anders.
Ich bezeichne mich sehr gerne als Pseudo und bin stolz drauf.

In Clubs geh ich wie zur Arbeit. Scheiß Frisur, ungeschminkt, grüne Wanderschuhe aus dem Katalog, schwarze Hose, T-Shirt mit Pseudosprüchen a lá "and in darkness we shall reign" und dazu mein klischeehafter (echt) Ledermantel.

Ich schreibe schlechte Geschichten und Gedichte...liebe meine destruktive Ader...geritzt habe ich auch schon, Pentagramme trage ich keine aber finde sie sehr schön.
Unterhaltungen?
Ich schäme mich manchmal ein Gespräch zu führen weil ich nur tiefgründiges labern kann. Entweder philosophiere ich oder versuche andere dazu zu bringen gegen unsere Welt zu rebellieren. Achja, ich liebe die abwertenden Blicke der Passanten die meinen Weg kreuzen.
Wenn jemand was alltägliches redet fällt mir nichts zu ein...aber kaum geht es um Rebellion, Religion, Politik oder Liebe kann ich reden wie ein Wasserfall.
Meine Nägel lackiere ich auch ab und zu schwarz wenn ich in Clubs gehe, aber nur dann...und zwar immer NACH der Arbeit.

Ich kann kein Latein, habe kein Abitur sondern einen schlechten Realschulabschluss. Schwarzromantik, wie jeder Goth behaupte ich sie mein lebenlang in mir getragen zu haben. Wie jeder Goth behaupte ich mein lebenlang schwarz gewesen zu sein und wie jeder Goth hatte ich das Gefühl zu Hause zu sein als ich den ersten schwarzen Club betreten habe.
Wäre ja blöd wenn ich was anderes behaupten würde.
Und, wer glaubt mir das? Ist mir egal...solange ich es weiß!

Ich liebe geschminkte Frauen in ihren langen Kleidern, ich finde das wunderschön, elegant, edel und betörend.
Ich mag den Duft von Patchoulie, wirklich.

Ich hasse Modegruftis...fragt mich nicht wieso.
Hauptsache sie sind bööööööööööööööööööööse und haben blondierte Haarspitzen und tanzen im völlig falschen Takt auf der Tanzfläsche immer den selben Tanz.
Da lob ich mir doch das Headbangen.

Ihr seht...ich bin ein Pseudo.

Wieviel Goth bin ich jetzt?
Wieviel von den Werten die hier genannt wurden (Montrose, Seneca) habe ich in mir?

Genau, es weiß keiner!

Und da liegt das Problem.
Zwischen den tausend neuen Trend-Gothics gibt es vielleicht 10 die wirkliches Interesse haben. Aber wie schnell stecken wir sie zu den anderen 990?
Das geht ganz von selbst, und das tut jeder der noch an den alten Gothiczeiten festhält die ich leider nie erleben durfte.

Aber hey...hier wurde gesagt das Gothic nur ein Trend wurde weil die Industrie ihre Kunden behalten wollte.
Wie oft kommt es vor das sich die Industrie nach den Kunden richtet und nicht umgekehrt?
Seid stolz auf euch :D !!!

Die neue Obergruftibands gehen mir auch auf den Sack.
Dennoch, Evanescence machen gute Lieder mit tollen Videos!
Gerade das neue hat mich unheimlich gefesselt auch wenn ich nie wirklich für diese Band war.


Ist es nicht so das jeder seine eigene Szene ist?

Wieviel von euch wollen eigentlich eine Szene?
Dann müsst ihr aber euer Individualismus aufgeben...denn in einer Szene hat man sich anzupassen.
Man muß sich jetzt entscheiden welchen weg man geht...

ich habe mich entschieden....

meinen....aber wenn schon...dann mit Mantel!

Gruß
Scheol
Gothfried[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]. Es ist halt nur so, daß Gothic und Schwarzromantik um einiges tiefer geht. Zu diesen Bewegungen kommt man -- auch ich übrigens -- eher dadurch, daß einen etwas zu denken gab, einen abstoppte, einen nach sich selbst fragen ließ, wo man eigentlich steht.
[/B][/QUOTE]

Stimmt nicht ganz (mit Verlaub)! Viele, so habe ich im Board gelesen - und auch ich - sind über die Musik in die Szene gerutscht. Und es war nicht die von Seneca erwähnte und so gern zitierte "tiefere innere Einsicht", nein, es war lediglich so etwas wie ein Gefühl des "Daheim-ankommens", des "Sich-wohl-Fühlens".
Die innere Einkehr selbst, das Nachdenken über Gott und die Welt, die geistige Entwicklung, das alles entsteht früher (oder später, dann vielleicht ausgelöst durch Gespräche mit anderen Goths) und kann ggf. als notwendiges, aber nicht hinreichendes Erkennungsmerkmal für die Anhänger der schwarzen Szene gelten.

[B][QUOTE]
Die Mode-Goths begreifen exakt diesen Punkt nicht: daß Gothic ohne diese innere Komponente kein Gothic ist. [/B][/QUOTE]

Genau!! [B]gothic ist kein Stil, es ist eine Gefühl![/B]
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von Gothfried [/i]
[B] Genau!! [B]gothic ist kein Stil, es ist eine Gefühl![/B] [/B][/QUOTE]

sorry, ist kein Rauspicken - aber WER von Euch entscheidet WIE, ob er nun einen Mode-Gothic vor sich hat, wer maßt sich an, über deren Gefühl zu urteilen???
MontroseNiemand maßt sich das an. Angenommen aber, ein Reporter würde DIch fragen, was Gothic so ganz allgemein ist, würde ich behaupten, daß manche Antworten richtig und manche falsch sind.
aurora borealiswarum, gibt es jetzt schon ein Gothic-Handbuch mit Multiple Choice Fragen zum Ankreuzen?

Da sei es eine Gruppierung voller Individualisten und dann gibt es richtig und falsch? Wie das?
Auch wenn ich mir auf manchen Veranstaltungen wie unter laufenden Kleiderständern vorkomme, kann ich jenen nicht Oberflächlichkeit vorwerfen, weil jemand sein Lebensgefühl mit aller Konsequenz durchführen kann und das führt auch über die Kleidung.
Insofern, richtige Antworten, falsche Antworten - lasst doch Hammer und Nägel beiseite...
Montrose[QUOTE]Da sei es eine Gruppierung voller Individualisten und dann gibt es richtig und falsch? Wie das?[/QUOTE]

Okay, stellen wir mal so einen Multiple Choice Test her.

Gothic ist....

a. eine Bewegung, welche die Individualität des Einzelnen betont.

b. eine Bewegung, in denen erwünscht ist, daß alle gleich sind.


Beides kann ja wohl nicht zutreffen, also muß eine Antwort richtig und die andere falsch sein.
gekitsuich wuerde sagen, dass a wohl die richtigere antwort ist, aber in der formulieung vielleicht nicht ganz zutreffend.

wie waere es mit:

eine bewegung, in der sich in manchen zuegen aehnlich geartete individualisten zusammenfinden?

besser?
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Okay, stellen wir mal so einen Multiple Choice Test her.

Gothic ist....

a. eine Bewegung, welche die Individualität des Einzelnen betont.

b. eine Bewegung, in denen erwünscht ist, daß alle gleich sind.


Beides kann ja wohl nicht zutreffen, also muß eine Antwort richtig und die andere falsch sein. [/B][/QUOTE]

warum muss es das?
Wenn man sich manche Postings anschaut, ist es erwünscht, dass alle gleich sind, nämlich dass sie alle schwarz rumlaufen und tieftraurig sind (Vorsicht, Übertreibung), aber wenn Du von MÜSSEN sprichst.

In Multiple Choice Tests sind schliesslich auch öfters mehrere Antworten richtig.

Es ist nur erschreckend, dass Du es tatsächlich durch Multiple Choice festmachen willst.

@ Gekitsu
wenn es nur so wäre, dass es ein Zusammenfinden gäbe...
Montrose[QUOTE]Es ist nur erschreckend, dass Du es tatsächlich durch Multiple Choice festmachen willst.[/QUOTE]
Will ich doch gar nicht. Ich wollte nur zeigen, daß auch das ginge... so nach dem Motto: Nichts ist unmöglich, Toyota. In einer vermögenden Stadt könnte man wahrscheinlich mit Erfolg für irgendwelche Renter einen zehnstündigen Kurs "Wie werde ich Goth" in der Volkshochschule geben und damit gutes Geld verdienen. Why not? Oder eine wellness-Behandlung "Black is beautyful".


Ein paar Richtigstellungen.

1) Zu Gothic bin ich nicht durch "Abstoppen" gekommen, wie ich schrieb, sondern durch zwei Zufälle, wenn man's mal genau nimmt. Und diese Zufälle hatten mit Gothic überhaupt nichts zu tun. Das "Abstoppen" war eher eine Folge als die Ursache, weil ich mich fragte, was ich mit bestimmten Leuten überhaupt zu tun haben könnte.

2) Manches von dem Zeug gefällt mir und manches nicht. Die Leute und die Atmosphäre sind auf jeden Fall interessanter als in einer normalen Disse.

3) Da Gothic nun mal ist da, was kann man damit anfangen. Irgendeine Übereinstimmung, gleiche Wellenlänge, was weiß ich. Und bestimmte Gefühlsanklänge, die Auseinandersetzung mit Weltanschauung, bestimmte musikalische Aspekte (die ich aber auch in vor-gothischer Musik finden kann) und ein paar vielleicht interessante Leute?
Nüchtern betrachtet entscheidet sich die Frage, ob Leute interessant sind, gar nicht daran, ob sie Goths sind, sondern wie sie jenseits von Gothic drauf sind. Es wäre merkwürdig, wenn man jemandem die schwarze Kleidung wegnähme, und dann wäre so gar nichts mehr von dem Zauber da. Umgekehrt könnte man aber auch fragen: wenn jemand so mit Gothic verwoben wäre, daß er ohne Gothic nichts wäre, wie wäre denn so ein Mensch drauf. Was würde der den ganzen Tag machen, woher käme er, wie würde er denken, wohin ginge er. Stellt Euch mal vor, Ihr verkleidet Euch im Karneval Jahr für Jahr als Indianer, und irgendwann kommt Euch die Frage in den Sinn: was sind überhaupt Indianer?


Ich bin nicht der Meinung, daß man einen Multiple Choice Test oder eine Gesinnungsprüfung machen sollte. Und von welcher Richtung einer kommt --- über Musik, Klamotten, Bekannte, usw. -- ist auch wurscht.

Aber die Frage: "was tun wir überhaupt", das finde ich nicht wurscht. In diesem wie in anderen threads geht's darum, was Gothic ist, wie es sich verändert, ob Gothic kaputtgehen oder sogar in irgendeiner Weise falsch sein könnte. Und darüber wird man doch mal nachdenken dürfen. Die Frage nach dem Kulturklau stellt sich schon, finde ich. Und die andere Frage: was wäre, wenn eine Gruppierung statt in Schwarz nur in Himmelblau rumlaufen würde ... was wäre denn da der Unterschied?

Gibt es Gothic überhaupt oder ist das nur eine Illusion.
Sanna I.S.P.[QUOTE]Nüchtern betrachtet entscheidet sich die Frage, ob Leute interessant sind, gar nicht daran, ob sie Goths sind, sondern wie sie jenseits von Gothic drauf sind.[/QUOTE]

diesen satz von dir, habe ich so ähnlich schon einmal in einem anderen thread gelesen, glaube ich;
ich denke, dass du es damit sehr gut triffst:
viele sagen sie seien goth, weil sie ein paar seltsame, abgehakte gedichte schreiben, in denen nach mathematischen formeln vorgegeben, mindestens so und so oft die worte "tod", "blut", "schwarz" oder "dunkel" vorkommen, wahlweise auch einige griechische oder lateinische götter, oder engelsnamen, und apokryphes blabla!
weil sie in regelmäßigen abständen den städtischen friedhof besuchen, auf dem zwar zwei verwandte verscharrt sind, deren gräber aber nicht besucht werden, es sei denn, es bietet sich dadurch eine möglichkeit, sein leid möglichst theatralisch darzustellen -
"wie still trauern ..., ohne jammern? geht das?"
... nun ja, aber ich denke so oder so ähnlich wurde das schon zig male dargestellt. fakt ist für mich, dass viele "goths" so viel zeit mit image kreieren und posen verwenden, dass das was eigentlich dahinter stehen sollte, völlig auf der strecke bleibt!

ich bin aus einer gegend, in der soetwas wie eine "szene" nicht bekannt ist, und die leute nicht mal vorurteile gegen goths haben, weil sie einfach rein gar nichts damit in verbindung bringen können; ich (und ich denke, es geht vielen hier ähnlich) bin in diese scheiße hineingefallen, ohne auch nur wirklich eine ahnung zu haben, dass es irgendwo tatsächlich diese ominöse szene gibt, und ohne auch nur einmal einen goth bewußt gesehen zu haben.

die andere seite: die ich dadurch hauptsächlich (leider nicht mehr "nur") von schilderungen hier aus dieser "gemeinschaft" dieses boards kenne , nämlich diejenigen, welche sich zur szene hingezogen fühlen, zum düsteren, schwarzen, coolen, seltsamen oder mysteriösen - nennt es wie ihr wollt - bleiben in sich, und für sich, weiterhin menschen wie zuvor (von beeinflußungen, die zweifelsohne da sind, sehe ich hierbei ab), ganz gleich ob nun albern, lustig, lebensfroh etc..
gekitsuunity: naja... ueber die ganzen diskurse dies gibt wuerde ich nicht die ganzen positiven aspekte vergessen wollen.
zumindest ich habe die erfahrung gemacht, mit schwarzen verschiedenster art auf einer fete zusammenzusitzen und viel spass zu haben: da waren "alt-grufts", electros, klassische rueschengruftis, leute in bandshirts, neofolker und neu initiierte junggruftis ;) (um mal alle moeglichen klischeeschubladen zu ziehen). und auch wennskaum moeglich erscheint, es war eigentlich ne dolle feier ohne irgendwelche auseinandersetzungen oder ich-bin-goth-und-du-nicht-affaeren.

aber du hast natuerlich schon irgendwo recht, werte mitbajuwarin :)

was haltet ihr von: "goth ist was ihr (jeder fuer sich) draus macht"?
jaja, ich weiss... ich dresche phrasen, bin ja schon ruhig. :)
TrauerwesenScheol: geiler text, gut geschrieben usw, ist der von dir?


Und nun zum Rest:

vielleicht muss man ja eine mathematische formel aufstellen.

besitzt gruft A so und so viele anteile in sich, die auch noch in verschiedensten abstufungen bzw tendenzen vorzufinden sind, so hat er eine gewisse Punktzahl erreicht.

nehmen wir zum beispiel kleidung, punkt 1:

sieht aus wie sensenmann 3 pts
sieht extrem aus 2 pts
kleidet sich schwarz 1 pt

dann die nächste kategorie, was auch immer, und einer, der sich gruft nennen will, der muss dann eine gewisse punkzahl erreicht haben. angenommen, diese ist 50, und er hat 49, wird er dann nicht mehr akzeptiert oder werden weitere unterkategorien erschaffen....?

naja, ist schon schwierig das alles, so gesehen. und nur kleidung und "das innere" betrachtet wäre dann vllt so:

K = Kleidung
G = Gefühl

100% K x 100% G = ultimativer supergoth
K und G können variabel sein, sollten aber immer zwischen hier und da liegen.



so, und nehmt diesen post bitte nicht allzu ernst ;)
Scheol@Trauerwesen

jep, alles spontan ;)

Da siehste mal wie Goth ich bin :D

lg
Scheol
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]@Trauerwesen

jep, alles spontan ;)

Da siehste mal wie Goth ich bin :D

lg
Scheol [/B][/QUOTE]

Scheol:
hach herrje, du hast dann nach meiner formel alles ganz in dir, dann machen wir doch deutschland sucht den supergoth und du bist dann massgeblich :D

ich werde es wohl (äusserlich nie sein), denn ich mag keinen undercut (zumindest nicht an mir :D ). Mist, ich hab verloren....
ScheolJaha, ich bin sowieso der Referenzgoth....

und vor allem habt ihr alle verloren mwuahahaha! :D

ne, ich find es nur interessant.
die diskussion wurde schon tausendmal geführt, aber sie wird nie langweilig..jedenfalls könnte ich darüber andauernd diskutieren.

wie gestern ein freund zu mir sagte: "Ich mag die Szene so wie sie jetzt ist"....und so denke ich auch.

Was unsere Urgrufties davon halten kann man ja nachlesen....aber ich denke man muß diese Zeit miterlebt haben und kann sich schlecht reindenken.

Aber die Show ist ne gute idee!
Yeehaa, da wäre ich ja mal special guest :D

Außerdem hab ich dich eben zu weiblichen Referenz ernannt, muß es ja auch geben ;)
Trauerwesenscheol:

Oh, danke, weibliche referenz, fühle mich geehrt *freu* (achmist, sowas darf man ja nicht....*freuimkeller* :D )

ich mache mir vllt auch die haare demnächst schwarz :D , damit ich noch ein paar punkte mehr bekomme als supergoth :D

Aber ja, das thema kommt immer wieder, und ich finde es auch interessant, weil einige wohl ein problem haben. und ich finde auch ab und an, es zeigt eine gewisse unsicherheit, sich rechtfertigen zu müssen. meine güte, ich trage auch mal was unschwarzes, und das ist mir egal, solange ich selber weiss, wie ich mich identifiziere.
und jaaaa, mich nervt es auch gewaltig, wenn ich da irgendwelche komischen sehe wo mir sofort klar ist, dass dies trendgrufts sind (bei einigen ist es klar). aber das kann doch mir egal sein. wobei ich auch die gründe verstehe, dass es nicht egal ist und oh, habe mich oben nun eh wiedersprochen :D

wollte nur sagen, es beeinträchtigt mich selbst ja nicht
Seneca... ich denke, nach diesen eitlen Höheflügen, seid ihr nun sicher bereit für die [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=12929]Selbstdemontage[/url].
DarketHihi die Demontage is klasse, hatte lange nicht mehr so viel Spaß an einem Thread :D
MontroseAuch die Selbstdemontage und Ironie läuft sich mal tot gleichwie der Aschermittwoch dem Karneval den Garaus macht. Und wenn die Asche verweht ist, bleibt der kahle Schädel der reinen Lehre zurück. Gothic sustains.

Und wenn diese albernen Mode-Goths ihre schwarzen Kutten abgelegt haben werden, und sich darunter nichts als Nichtigkeit zeigt, werdet Ihr auf dem fernen Hügel den Rücken des Gebliebenen sehen. Gothic sustains.



Dark greetings,

[COLOR=teal]Der Marquis[/COLOR]
Seneca@ Montrose

Manchmal bist Du mir unheimlich.
Im übrigen wäre das, was da zurückbleibt sicher nicht "Gothic". denn gerade Gothic steht in seiner Begrifflichkeit für die heutige "Szenekultur"...!
Im übrigen bewegen sich auch viele "Ungeschminkte" sehr ungelenk in ihrem Korsett der Intelektualität, das man nicht automatisch ausfüllt, weil man sich die Äußeren Signale spart.
Scheol@Seneca

die selbstmontage ist toll! :D

wenn ich mal mehr zeit habe und ein pc der weiter als zum startbild kommt werde ich gerne was zum besten geben ;)

gruß
scheol
Darket@Monty
Wenn Du jetzt über die Menschheit allgemein gesprochen und den Begriff "Gothic" nicht verwendet hättest, würde ich sofort im Vatikan anrufen, ein neues Konzil einberufen lassen und diese apokalyptische Prophezeihung in die heilige Schrift aufnehmen lassen, oder noch besser in das vom Vatikan seit 1000 Jahren geheimgehaltene Archiv mit dem Rest :D
Als Prophet Montroziel oder so ähnlich :cool:
SilenceSpeaksIch denke wenn man wirklich mit der "Gothic-Lebenseinstelung" lebt sollte es einem egal sein was rundherum auf dem markt geschiet da man weiterhin individuell bleibt und auch die sog. Modegothics lösen sich früher oder später auf jedenfall auf, und die festgesessenen Einstellungen der Welt gegenüber wird ein "richtiger"(wenn man das def. kann) Gothic nie verlieren. Ausserdem finde ich es teilweise gar nicht so schlecht das auch diese Szene den Markt für sich gewonnen hat weil irgendwo wird es Menschen geben die damit in berührung kommen ohne je davon gehört zu haben. Vielleicht ist es ja ein ansporn nachzudenken und ein anstoss in ein neues Leben... so ähnlich war es bei mir vor ca 4 jahren und dafür bin ich dankbar... :rolleyes:

+keep the gothic flame burning+
TrauerwesenDa ich gerade wieder meine "der Tv läuft, die Musik auch und der PC sowieso und ich spamme mal so rum weil ich nix besseres zu tun habe"-Phase habe, ist mir beim nachdenken folgendes ins gehirn gekommen (abgesehen vom üblichen schwachsinn): da seneca sich ja sorgen macht um rebellion, und mittlerweile auch bärbel schmidt aus gütersloh nen nietengürtel hat, wie kann man noch rebellieren?
aber ist es nicht so, dass dieser ganze stacheldrahtkram hochkonjunktur bekommt oder schon hatte? so gesehen braucht man immer krassere sachen, aber fragt sich, wie weit diese dann gehen, um eine auflehnung zu repräsentieren. Leute mit roten strichen auf dem arm gemalt muss ich nicht begegnen, passierte mir vor einigen monaten, fand das gar nicht lustig. denn es muss halt gewisse, jedoch individuelle grenzen geben. manch einer meiner arbeitskollegen würden mich als krass bezeichnen (eine seite vorher bin ich ja auch der supegruft^^), während ich immer noch nicht im sarg schlafe (gott/wem auch immer sei dank), und andere dieser art als extrem und krank (ohne jemanden direkt angreifen zu wollen, aber ich finde es für mich zu extrem) bezeichne.
es gibt immer noch genug provokation, wenn das alles darauf hinauslaufen soll. ich meine, ich werde immer noch angeglotzt, wenn ich wenig anhabe, wenn ich schwarzen lippenstift draufhabe usw usf. oder zerrissene strumpfhose, kommt auch immer gut^^.
die problematik hierbei ist nur, man versuche sich ja selber auszudrücken durch kleidung. und wenn mir etwas nun morbide ist, aber ich rebellieren wil, komme ich in eine sackgasse.
ich sehe eh momentan sehr viel eigenironie, aber wenigstens so kann man spass im leben haben. wenn ich über mich selober lache, kann ich wenigstens die ganze zeit lachen *löl*

also, wie wir schon sagten: abwarten (und den supergoth wählen), bald ist es nicht mehr gesellschaftstauglich.


LG
AstatosDas alte Streithema...
Gibt es überhaupt den "Goth"?? Ich glaube wohl kaum... Mir geht es nicht direkt um die Rebellion. Ich laufe meist weder in schwarz rum, noch sieht man mir es oft an, wie es in meinem Inneren aussieht. Bin ich deawegen kein Goth? Nein bin ich nicht... Ich bin ICH und niemand anderes, es gibt nicht den Gothic... Die einen kommen aus reinem Gefallen an der Musik in die Szene (falls es DIE überhaupt gibt...), oder der Kleidungsstil gefällt ihnen einfach. Ab wann ist man schwarz und wann nicht? Die Frage muss sich jeder selbst beantworten. Und ganz ehrlich gesagt, es gibt keine allgemeingültige Antwort. Jeder hat andere Gründe, sich einer "Szene" zugehörig zu fühlen, bzw nicht. Bei mir und bei vielen anderen hat das sicherlich nichts mit einem Modetrend oder ähnlichem zu tun. Und dennoch gibt es auch viele "Modegrufties". Nur wer bestimmt, ob man ein "echter" Goth ist oder nicht. Dazu sollte man sich mit der jeweiligen Person auseinandersetzen und nicht nach Äußerlichkeiten gehen. Wie viele geben an, wie alternativ sie doch sind und dennoch ist die Komerzialisierung weiter fortgeschritten, als viele denken. Wie soll man heute noch wahren Individualismus zeigen, dadurch, dass man schwarz und möglichst düster durch die Gegend rennt...? Sicher nicht, denn der Mainstream streckt seine Fühler mittlerweile auch in die schwarze Szene aus.
Diejenigen von uns, die sich konsequent gegen die Gesellschafft stellen, werden ausgeschlossen, abgelehnt. Aber nur solange, bis es genügend "Ausgestoßene" gibt, dann wird es ein Teil der Gesellschafft.
Ich finde es aber auch schade, dass die Alteingesessenen die jüngere Generation als "Pseudogrufties" abstempelt... Niemand hat mich je gefragt fragt, warum ich so bin, wie ich bin. Und ich weiß es zum teil selbst nicht. Nur hat meine Andersartigkeit schon im Kindergarten dazu geführt, dass ich zum Außenseiter wurde, dasselbe Spiel habe ich in der Schule auch durchgemacht, nur wurde es immer schlimmer, ich hatte einfach nicht die gleichen Interessen wie meine Mitschüler. Aufgrund dessen wurde ich gemieden. Dies ist bis heute überwiegend so geblieben, obwohl ich mittlerweile 19 bin und gerade mein Abitur nachmache. Zwar hat das Mobbing aufgehört, trotzdem sind meine Kontakte zu gleichaltrigen recht begrenzt. Mit Gothic kam ich erst vor etwa anderthalb Jahren in Berührung, vorher kannte ich nicht mal dieses Wort. Und die Musik hat lediglich mein Innerstes wiedergespiegelt. Jeder ist letzendlich nur das Produnkt dessen, was man bisher durch andere Menschen erlebt bzw. erfahren hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es heute sogut wie niemanden mehr interessiert, wie es im Inneren eines Menschen aussieht. Wer fragt denn schon, warum man dieses oder jenes tut? Die meisten Menschen vereinsamen innerlich, auch wenn man es ihnen nicht ansieht, da sie äußerlich vollkommen angepasst sind. Es ist wissenschaftlich belegt, das Persönlichkeitsstörungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen haben. Und das meistens, weil sie dem Druck und dem Erfolgszwang der Gesellschafft nicht mehr standhalten können und wollen...
Wer mit ansehen musste, wie tief ein Mensch sinken kann, weiß was ich meine... :(
Mir ist es egal, ob man mich als "Pseudo-" oder "Freizeitgruftie" bezeichnet, daran merkt man nur wieder einmal, dass sich diese Menschen nicht wirklich mit der Person auseinandergesetzt haben. Die meisten interessiert es auch nicht wirklich... Viele Menschen bräuchten jemanden, der einfach nur zuhört, aber diese Person zu finden ist heute sehr sehr schwer geworden. Die meisten sind nur auf ihre eigenen Probleme fixiert.
Und muss man, wenn man innerlich schwarz ist, nur in schwarzen Sachen in der Gegend rumrennen? Jeder provoziert auf seine Weise, und schwarze Klamotten allein provozieren heutzutage meist kaum noch... Wer die Aufmerksamkeit will, soll halt auffallen. Viele führen aber auch eine Rebellion, die man am Äußeren nicht erkennen kann. Im Laufe der Zeit wird jede Andersartigkeit von der Gesellschaft geschluckt... Sie nimmt alles auf, was sie bekommen kann. Sie ist wie ein Krebsgeschwür, sie breitet sich aus. Betrachtet man mal den Punk, wird das ganz deutlich.
Wenn ich durch unser Gymnasium gehe (geht grad nicht, sind Ferien... :D), sieht man recht viele, die versuchen zu zeigen, wie toll links und punkig sie sind. Doch nur wenige haben wirklich eine alternative Einstellung, die meisten fallen nur auf den Kommerz rein, der den Punk für sich entdeckt hat. Und Gothic ist mittlerweile auch ganz allmählich dran... Somit werden sich wieder neue Bewegungen bilden, die jedoch im laufe der zeit akzeptiert werden und schließlich in der breiten Masse aufgehen... Und für diejenigen, die das denken der Masse nicht teilen, bleibt keine Möglichkeit ihre Andersartigkeit auf Dauer auszuleben...
Geht es euch nur darum, zu provozieren? Wenn ja, dann seid ihr früher oder später auch ein Teil der "normalen" Gesellschaft...
Ich hoffe, dass ich nie so werde, denn die Gesellschaft hat mich zu dem gemacht, was ich bin, und ich lege nicht wirklich Wert darauf, von ihr beachtet zu werden oder mich mit ihr zu arrangieren. Sie konnte sich nicht mit mir arrangieren, warum sollte ich mich also mit ihr arrangieren...? Ich lege absolut keinen Wert drauf...

Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt... fällt mir manchmal etwas schwer...


Ihr könnt über den Text denken, was ihr wollt, das ist eure Sache, aber das ist nun mal meine Meinung...
Montrose[QUOTE]Es ist wissenschaftlich belegt, das Persönlichkeitsstörungen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen haben. Und das meistens, weil sie dem Druck und dem Erfolgszwang der Gesellschafft nicht mehr standhalten können und wollen... [/QUOTE]
Personen mit Persönlichkeitsstörungen hatten oft schlimme soziale Erfahrungen in der Kindheit. Das bedeutet aber, daß auch schon das soziale Umfeld in der Kindheit bzw. die Vorgängergeneration psychisch stark geschädigt gewesen sein muß. Was wurde früher geprügelt und gedemütigt ... und man fand das gesellschaftlich sogar noch normal! Früher ging man dann halt nicht zum Psychiater, sondern man zettelte einen Weltkrieg an... so kann man psychische Probleme natürlich auch "lösen": durch kollektiven, staatlich verordneten Selbstmord.

Das bedeutet, daß Persönlichkeitsstörungen trotz "wissenschaftlicher Belege" (sind ja oft auch nur berufspolitisch motivierte Märchen wie Werbeslogans oder Predigten) wahrscheinlich nicht zugenommen haben.

Der Erfolgszwang wirkt sich natürlich aus, aber nicht unbedingt in Persönlichkeitsstörungen. Der Erfolgszwang wirkt sich eher dadurch aus, daß Kinder mit Englischunterricht im Kindergarten und ähnlicher vorsätzlicher Körperverletzung überfordert werden und dann mit Angst, Tics und Enuresis reagieren. Im Erwachsenenalter sind das dann eher Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden, Herzinfarkt, Schlaganfall. Der eigentliche Witz des Erfolgszwanges ist jedoch, daß der Erfolgszwang ins Nirgendwo führt. Wenn jemand sich um den Erfolg bemüht, kann er trotzdem rausgeworfen werden und sozial verelenden. So, was soll also die Scheiße von wegen "Leistungsgesellschaft"? Das ist ja auch wieder nur ein weiteres Märchen.

[QUOTE]Ihr könnt über den Text denken, was ihr wollt, das ist eure Sache, aber das ist nun mal meine Meinung...[/QUOTE]Ich finde Deinen Text ziemlich gut.
Ich glaube, die Menschen suchen Orientierung. Deshalb kommen auch soviele Normalos zu Gothic, weil sie glauben, dort irgendsoetwas wie einen Wegweiser zu finden. Diese Wegweiser gibt es tatsächlich, sogar auf verschiedenen Ebenen:

1) die Klamotten sind zumindest mal so ein Ritual, um irgendwas zu machen. Da ist ja immer dieser Streit um die Modegruftis... ich bin der Meinung, wenn man mit seinen Klamotten etwas ausdrücken kann und will, was mit einem selbst zu tun hat, dann ist das straight. Wenn man sich aber gothisch kleidet bloß der Mode willen, dann finde ich das Scheiße. Wenn einer ein Pentagramm trägt, dann erwarte ich, daß er weiß, wozu er's trägt.

2) die Solidarität

3) der Ausdruck von Gefühlen, Ängsten und Sehnsüchten finde ich typisch Gothic.

4) Ich glaube doch, daß Gothic auch eine höhergeordnete Weltsicht/Philosophie beinhaltet. Und damit auch das Potential, eine bessere Gesellschaft zu schaffen ohne diese vielen Lügen und Märchen.
gekitsuso langsam wirst du mir auch unheimlich monty ;)

aber du hast da nichtsdestotrotz einen ziemlich validen punkt: gothic als "wegweiser".
wegweiser scheinen ein dauerbrenner zu sein: wann kam der mensch mal ohne aus? sei es der penibelste glaube an die worte der bibel oder der "politische" eifer der 68er, der auch recht fix zum "zugehoerigkeits"-accessoire instrumentalisiert wurde. selbiges siehe punk (die kernzeit contra punk heute: bestimmte musik und klamotten).

und gerade gothic scheint als bombenalternative dazustehen, wie du gesagt hast.
zum einen gibts eine fast uniformaehnliche kleidung (die vielleicht nicht als solche gedacht war, aber durchaus als solche zweckentfremdet werden kann) und zum anderen gibts weniger zwaenge: es darf einem "bei uns" auch mal schlecht gehen - eine in der gesellschaft undenkbare situation: antworte auf die phrasenfrage "hi, wie gehts?" mal "beschissen" und sieh wie ratlos das gegenueber schlagartig wird, hat es doch gelernt, dass auf diese frage mit einem kernigen "super, und dir?" zu antworten ist.
AstatosWenn man das mit den Persönlichkeitsstörungen so auslegt, hast du allerdings Recht, Montrose. Daran hab ich noch nicht gedacht, aber eigentlich entspricht es der Realität. Man kann halt nicht an alles denken... *g*. Persönlichkeitsstörungen werden heute nur öfter erkannt, ob sie häufiger sind, lässt sich damit ja noch nicht aussagen. Das mit dem Wegweiser ist meiner Meinung nach auch richtig. Die meisten Menschen versuchen individuell zu sein, dennoch suchen viele nach Vorbildern, Gleichgesinnten... Was die Kleidung vieler Gothics, vorallem dieser sog. "Modegrufties" angeht, bin ich der Meinung, dass sie nur aus Modegründen so rumlaufen, es ist ja momentan "modern". Viele versuchen auch einfach nur aufzufallen. Ihnen geht es nicht um den Protest gegen die Normen dieser Gesellschaft, sondern nur um sich bei Gleichaltrigen "cool tun". Man muss ja so richtig böse und gruftig ausschauen, damit man "in" ist. Ich hoffe nur, dass das sich in den nächsten Jahren wieder einigermaßen legt...

Man könnte mich durchaus als Modegruftie abstempeln, da ich erst seit etwa anderthalb Jahren überhaupt weiß, was Gothic ist. Nur war meine Einstellung schon als Kind aufgrund meiner Erfahrungen mit der Gesellschaft so, ich bin halt nur nicht früher mit Gothic in Kontakt gekommen... Bei vielen wird es nicht anders sein...
Der Erfolgsdruck der Gesellschft führt letzendlich zu ihrer eigenen Zermürbung. Dadurch sind wir nicht in der Lage, wirklich wichtige Dinge in Angriff zu nehmen, z.B. den Hunger auf der Welt zu unterbinden, Umweltzerstörung zu stoppen. Jeder ist nur auf sich selbst bedacht... Somit sind die meisten Menschen nicht in der Lage, auch mal über ihr kleinliches, oftmals aus Lügen aufgebautes Leben hinauszudenken. Wozu auch, das System funktioniert ja, noch... Die, die daran kaputt gehen, interessieren nicht. Weil jeder mit seinen eigenen Problemen beschäftig ist, bemerken viele die globalen und gesellschaftlichen Probleme nicht oder ignorieren sie einfach... Aber nicht nur das, viele merken nicht einmal, wenn jemand aus ihrem Bekanntenkreis Hilfe braucht.
Immer schön die Maske aufsetzen, sagen, alles ist ok, alles ist perfekt. Das schlimme ist, die meisten Menschen haben sich damit abgefunden, sie tragen ihre Maske, denn sie wissen, wie ihre Mitmenschen sonst reagieren: Mit Verwirrtheit und Ratlosigkeit. Und alle, die ihre Maske nicht tragen, werden ausgestoßen, werden zu Außenseitern. Mit welchem Zweck tuen Menschen das? Einfach gesagt: "Egoismus regiert eine materialistische Welt, in der Gefühle überflüssig sind".
Und ich bin nicht bereit, dieses System zu unterstützen. Die Gesellschaft ist wie ein Krebsgeschwür, welches sich in die Köpfe der Menschen hineingefressen hat und ihre Gedanken, mehr noch, ihr Leben, kontrolliert.
"Individualismus ja, aber bitte nur im Rahmen des Systems dieser Gesellschaft".
Veränderungen in der Denk- und Sichtweise sind unerwünscht... :(

Jeder kann sich seinen Teil dazu denken...
TrauerwesenNunja, da ich müde bin usw wollte ich nur mal eben auf diese Punk-Modegeschichte eingehen.

Das ist mir auch aufgefallen, dass Kinder/Teenies das Anarchie zeichen tragen ohne zu wissen was es bedeutet, gleiches gilt bei irgendwelchen selbsternannten wieso auch immer Grufts mit dem pentagramm. man sollte schon wissen, was das bedeutet. aber mehr dazu gibts ja in einem dementsprechenden schon existierenden Thread.

aber wenn ich mir sogenannte linke anarchospunks anschaue, die dann mit ihren markenklamotten rumlaufen, wo das label fetter ist als die person und sowas...naja ich denke ihr wisst, was ich meine.

tja, irgendwas war noch, hm is mir entfallen, ich hols evtl nach.
Demon17Als Einzelgänger faszinieren mich diese Diskussionen über gruppendynamische Modeerscheinungen immer wieder. Ich nehme die Szene ja nur als schwarz gekleidete Gestalten in den Clubs und als Gesprächspartner auf den Boards war. Beides gefällt mir. Die aufgetakelten Leute tragen wenigstens durch ihre Kleidung zur Unterhaltung bei und an den Boards sind mir die herzerreißenden Gedichte junger Poesten ebenso wichtig wie die vielen Dikussionen. Ich seh da nichts negatives, solange die Musik in den Clubs durch zahlreiche Musikwünsche n i c h t zu sehr kommerzialisiert wird. Ich mein ich hab mit dieser Depeche Mode - Fraktion schon vor zwanzig jahren nichts anfangen können und gewöhne mich nur bedingt daran. Es sind nicht immer nur die Neuen, die dem Modetrend folgend das ganze von seinen ernsthaften Aspekten wegführen - hin zur oberflächlichen Unterhaltung. Es gibt doch auch viel positive Entwicklungen, diese ganzen Folk-Metal-Bands sind zum Beispiel ganz erträglich. Auch hört man hin und wieder mal ein ernsthaftes Stück von fast klassischer musikalischer Qualität, - ich mein wo gibt es das sonst noch? Neue Clubs und Parties sprießen aus dem Boden wie die Blumen im Frühling. Ich mein für jemand der eigentlich nur sich selbst sieht und die neuen Möglichkeiten, die sich aus dem Trand ergeben hat diese neue - alte schwarze Masche doch viel positives. Ich mag die scharfen Bräute in ihren X-Tra-X Klamotten und solange ihr Sound nicht dominiert und mich langweilt, warum nicht. Auch wenn ich das lange Schwarze unter einem schönen Gesicht doch vorziehe. Aber oh weh, wo sind sie geblieben. Für mich ist das Neue wichtig. Ich hab vor 10 Jahren alle Scheiben verkauft, weil es mir zu sentimental wurde den alten Zeiten nachzutrauern und kaufe sie heute teilweise wieder neu, weil vieles nicht die Qualität von früher hat. Aber das war doch schon immer so. Die Masse kopiert und höchstens 5% von jedem neuen Trend sind wirklich neu und haben die Qualität Jahrzehnte zu überdauern - genau wie Gothic, Schwarzromantik oder wie immer man es nennen will und was auch immer dann darunter verstanden wird.

Die sozialpsychologischen Prozesse unter Menschen sind auf Dauer in einer lebendigen Bewegung nicht zu kontrollieren. Ich habe ca. 10-12 jahre in geschlossenen Cliquen gelebt und musste erst vieles neu erlernen. Ich glaub nicht das das Sozialverhalten die Mentalität der Schwarzen sich noch signifikant von dem der übrigen Gesellschaft unterscheidet. Das ist sicher eine bedauerliche Entwicklung. Doch ist der Eindruck, das es einst so war vielleicht auch subjektiv und vom Leben in kleinen Gruppen geprägt, die sehr selektiv und zurückgezogen lebten und sich irgendwann überlebten. Solange eine Szene offen ist, kann sie immer wieder zum Gegenstand des Marketings werden. Mit ihr werden nun einmal viele neue Leute hineingespült, die das erlernte, nicht-deviante Verhalten der Hauptkultur praktizieren. Es ist dann eine Frage der Mengenverhältnisse wer dann wen beeinflußt. Die älteren haben da sicher eher ein Heimspiel. Allerdingst gibt es auch vile ernsthafte, nachdenkliche bunte Menschen. Es macht keinen Sinn Verhaltensweisen an Kleidung koppeln zu wollen. Hoffen wir, das es immer möglich sein wird, den eigenen Lebensstil zu kultivieren und weiterzuentwickeln, da ist die schwarze Szene sicher nach wie vor eine brauchbare Plattform - mehr soll es ja auch gar nicht sein. Wer ein bischen in sich selbst versunken ist, der läßt sowieso nur die Reize an sich heran, die er als konstruktiv empfindet.


never surrender


demon17
Blackvelvet_79Wir halten uns für die Denker, die romantischen, die, die angeblich den Durchblick in dieser Gesellschaft haben und deswegen so "anders" sind, etc. ... angeblich sind wir ja sooo tolerant, anders wie der Rest der Welt!
Wo denn bitteschön? Im Forum stößt man durchweg auf Threads die von dummer Eitelkeit und Selbstherrlichkeit nur so platzen! Tolerant? Ja, solange es in das eigene Denkschema passt! Einer weiß alles besser als der Andere, weil wir ja DIE Denker sind! Und wer anders denkt ist dann eben "untrue"... Im "Augen durch die Nacht" werden die endlose Diskussion über true & untrue geführt, wo in jedem Thema das Selbe zerissen wird ... brauch ich mir mittlerweile nicht mehr geben, da es keine wirkliche Antwort geben wird.
Dann steckt man mit 25 zwischen den Generationen, gehört nicht zu den Kiddies, die gerne Goths wären - aber auch nicht zu den "Alten" die seit den Anfängen dabei sind. Da vergeht einem die Lust auf Kontakt mit der "Szene" weil man nichts von Beidem ist und ich denk nur noch: so toll wie wir oft tun, sind wir dann doch nicht! Vielleicht bin ich auch nur ein hoffnungsloser Einzelgänger, dem die Einsamkeit und die Isolation besser bekommt, als die ständige Konfrontation mit anderen Menschen, welcher Gruppierung auch immer.
Etliche Fragen sind mir einfach viel zu dumm geworden... Langsam hab ich keinen Bock mehr, erklären zu müssen, warum ich nicht die Clubs oder Treffs besuche, oder warum ich Dinge tue, die man als "Goth" vielleicht nicht tun sollte.
Ich brauche die "Szene" in dieser Form nicht ... ich bin doch ich... und ich bin eben schwarz, weil ich net anders sein kann. Wozu brauche ich dann die andern, oder eine art "Kodex" an den sich gehalten werden muss? Werde ich dadurch vielleicht noch schwärzer? - Wäre vielleicht eine Frage für "Augen durch die Nacht!" *g* aber eigentlich spricht in mir der Mißmut, sich anzupassen, was mehr oder weniger notwenig ist, wenn man in einer Szene ist. Oh mein Gott, eigentlich ist [b]alles[/b] so geistlos was wir von uns geben! :eek: - oder?

Vorab sei gesagt, sinnlose Antworten zu diesem Beitrag wie: "Dann poste eben einfach nicht.." sollte man sich bitte verkneifen.
Darket[QUOTE]Im "Augen durch die Nacht" [/QUOTE]
Hinweis: Augen durch die Nacht ist nicht representativ für diese oder irgend eine andere Subkultur. Nebenbei gibt es Gerüchte, dass es Sehnervkrebs auslöst.

[QUOTE]Oh mein Gott, eigentlich ist alles so geistlos was wir von uns geben! [/QUOTE]
Gut erkannt, willkommen in der "Szene"!
Phyliss[QUOTE]Dann steckt man mit 25 zwischen den Generationen, gehört nicht zu den Kiddies, die gerne Goths wären - aber auch nicht zu den "Alten" die seit den Anfängen dabei sind. Da vergeht einem die Lust auf Kontakt mit der "Szene" weil man nichts von Beidem ist und ich denk nur noch: so toll wie wir oft tun, sind wir dann doch nicht! Vielleicht bin ich auch nur ein hoffnungsloser Einzelgänger, dem die Einsamkeit und die Isolation besser bekommt, als die ständige Konfrontation mit anderen Menschen, welcher Gruppierung auch immer. Etliche Fragen sind mir einfach viel zu dumm geworden... Langsam hab ich keinen Bock mehr, erklären zu müssen, warum ich nicht die Clubs oder Treffs besuche, oder warum ich Dinge tue, die man als "Goth" vielleicht nicht tun sollte.
Ich brauche die "Szene" in dieser Form nicht ... ich bin doch ich... und ich bin eben schwarz, weil ich net anders sein kann[/QUOTE]

Hehe, das könnte so von mir sein! Mir ist auch aufgefallen, dass der Ton hier manchmal reichlich daneben ist, Leute übergangen werden, weil sie paar Rechtschreibfehler machen, aber eigentlich interessante Dinge angesprochen haben etc..

Ich schätze, Kontakt in der "Szene" ist gut, nicht, weil du dadurch schwärzer wirst oder whatever, sondern weil sie dich bereichern soll. Da sich allerdings oft rausstellt, wie arm die "Szene" ist, hat sich das Thema eigentlich auch meist erledigt.
Imho gibt es keine Gruppierung, die durchgängig toll und hilfreich ist. Die Gothicszene repräsentiert (mein neues Lieblingswort ;) ) im Grunde nur die Menschheit im ganzen.

Es gibt Mitläufer, Querdenker, Rebellen, Gedankenlose, nette Menschen, Kotzbrocken.

Genauso sieht es in der Hip Hop Szene aus, bei den Punks, den "Stinos" und auch sonst überall.

Hör also am besten auf, in Szenen zu denken. Meiner Erfahrung nach sind in jeder größeren Gruppe 2-3 Leute, mit denen man sich gut austauschen kann, je nachdem, wie man selbst drauf ist. Und meist sind diese Leute tolerant und bereichern einen. Wie es wohl auch sein sollte, nur musst du die finden.

LG

PS.: Mit "bereichern" meine ich, dass man mit diesen Leuten befreundet sein kann und sie für einen da sind, man über normales und tiefsinniges reden, lachen und ernst sein kann. So, wie Freundschaften halt sein sollten. Nur wie gesagt heisst es nicht "Goth = Idealer Mensch, mit dem dies auch möglich ist"

Du hast dummerweise wie so oft auch nur wieder das Klischee erwischt, das du anklagst. Viele erfüllen es, aber nicht alle. Wie überall. Jeder ist nur ein Mensch, jeden bewegt menschliches, der eine hilft einem mehr, der andere weniger. Schubladen sind out ;)
HaevionDas einzige, was uns eint, ist die Farbe. Seit wann ist das Garant für Romantik oder gar Intelligenz?
PhylissMensch, sach ich doch :rolleyes:
SenecaDa Blackvelvet_79 ja nun schon erkannt hat, was offensichtlich ist, nämlich daß diese "Szene" ein Spottbild dessen geworden ist, was sie sein willl, sollte Blackvelvet auch den letzten Schluß daraus ziehen.

Immerhin ist Blackvelvet_79 schneller und cleverer als ich, denn ich musste erst 30 werden, um zu bemerken das ich immer noch im Kindergarten umherirrte...

Wilkommen im unbekanntenn Land, dem Land Deiner Selbst, abseits von Schublanden, Modertrends und Klischees.

[url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=12929]Demontage[/url] gefällig...?

@ Haevion

Seit wann sind "wir" in irgendeiner Hinsicht geeint...?
Loup de nuit...und doch seid Ihr alle noch hier:D :rolleyes:
Seneca...das ist doch nur ein Internetforum, ich kann auch im Hawaihemd vor dem Monitor sitzen, und nur so tun, als sei ich so ein alter Obergruftie...
Außerdem muss doch irgendwer die ganzen Gothics darüber aufklären, daß sie einem Irrtum aufsitzen.
Loup de nuitAlso nicht Obergrufti im Hawaihemd, sondern Oberlehrer???:D
Haevion[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Seit wann sind "wir" in irgendeiner Hinsicht geeint...? [/B][/QUOTE]

Außer durch die Farbe, und die Tatsache, dass wir alle kacken (wie vulgär :D) gehen müssen... Gar nicht. :)
NeithanSchön auf den Punkt gebracht! :D

Ich glaube der Zeitpunkt, als Gothic sich aufspaltete war als die zahl der Goths zwei erreichte...
BlackDragonZwei Arten von Threads tauchen hier immer wieder auf: Die, welche die Szene als das ultimative undergroundige was-weiß-ich darstellen und diejenigen, welche die Szene als kommerzialisierten Abklatsch von sich selbst darstellen...
Da es meiner Meinung nach - wie von mir schon mehrmals geschrieben - keine (einheitliche) Szene gibt, halte ich jedwede Diskussion in dieser Richtung mittlerweile für sinnlos.
Ich bin meine eigene Szene!
dwisl[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDragon [/i]
Ich bin meine eigene Szene! [/QUOTE]

hui, lustig, darf ich mitmachen? :rolleyes: :D
BlackDragon[QUOTE][i]Original geschrieben von dwisl [/i]
[B]hui, lustig, darf ich mitmachen? :rolleyes: :D [/B][/QUOTE]
Nö, wär ja noch schöner.
Nur ich bin true genug!

;)

(Ok, bevor ich jetzt wieder böse PNs bekomme, nochmal für alle: Obige Aussage war sarkastisch gemeint und ist (wie die meisten meiner Beiträge ;) ) nicht ernst zu nehmen... :rolleyes: )
fraeulein grauvielleicht ist das hier auch ein bisschen das problem. ich zum beispiel betone auch gerne, wie unvorstellbar true ich bin. bergeweise kreative individualität (oder individuelle kreativität?)ect.pp.
vielleicht solltest du aussagen dieser art einfach nicht von vorneherein als ernstgemeint ansehen?

blackdragon: ich muss widersprechen. ich bin noch viel truer als du oder irgendwer sonst hier. wenn ich eine tür öffne, ertönt unerklärlicherweise bachs "toccata in d-moll"..
White_FangAlles schonmal da gewesen. Ich persönlich fänds viel Spannender wenn es solche Threads nicht geben würde, da ich gerne die Opposition bin. So wird aber auch diese Freude einem verleidet.

Generell bleibt zu sagen: Alle Subkulturen sind nur ein Querschnitt der Bevölkerung. Der Anteil von Idioten, ist prozentual gesehen, überall gleich.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Blackvelvet_79 [/i]
[B]Da vergeht einem die Lust auf Kontakt mit der "Szene" weil man nichts von Beidem ist und ich denk nur noch: so toll wie wir oft tun, sind wir dann doch nicht! Vielleicht bin ich auch nur ein hoffnungsloser Einzelgänger, dem die Einsamkeit und die Isolation besser bekommt, als die ständige Konfrontation mit anderen Menschen, welcher Gruppierung auch immer.
Etliche Fragen sind mir einfach viel zu dumm geworden... Langsam hab ich keinen Bock mehr, erklären zu müssen, ... warum ich Dinge tue ... ich bin doch ich... und ich bin eben schwarz, weil ich net anders sein kann. Wozu brauche ich dann die andern, oder eine art "Kodex" an den sich gehalten werden muss?
... eigentlich spricht in mir der Mißmut, sich anzupassen, ... Oh mein Gott, eigentlich ist [b]alles[/b] so geistlos was wir von uns geben! [/B][/QUOTE]@ Blackvelvet_79:
Dein Beitrag gibt mir Hoffnung. Endlich mal wieder jemand, der langsam begreift, worum es eigentlich geht, der lernt, Fragen zu stellen und lernt, [b]in Frage zu stellen.[/b]
Je mehr Leute so wie du beginnen, [b]selbst zu denken[/b] und den Durchblick gewinnen, wie diese Gesellschaft funktioniert, um so mehr Toleranz wird es geben. Je mehr die Menschen sich auf sich selbst und ihre ureigensten Interessen besinnen, um so weniger mischen sie sich in das Leben anderer Menschen ein - so entsteht Toleranz.

Je mehr du dich zu deinen ureigensten Interessen bekennst, um so wahrhaftiger, wahrer (neudeutsch: "true") wirst du sein. Wahrhaftig wird man eben [b]nicht[/b] dadurch, dass man versucht, wie jemand anders zu sein.

[QUOTE][B]Dann steckt man mit 25 zwischen den Generationen, gehört nicht zu den Kiddies, die gerne Goths wären - aber auch nicht zu den "Alten" die seit den Anfängen dabei sind. [/B][/QUOTE]Ich glaube, du bist auf dem besten Weg, bald zu den "Alten" zu gehören, und irgendwann wird es etliche Kiddies geben, die gerne so wie du wären ... :rolleyes:
Eldgrim[QUOTE]eigentlich ist alles so geistlos was wir von uns geben[/QUOTE]

Und hier haben wir schon den Punkt der uns alle vereint: Wir reden ausnahmslos alle permanent nur Müll! Wie schon jemand gesagt hat: Willkommen in der Szene!
TheTurningPoint@ Eldgrim:
Der Unterschied zu anderen Gemeinschaften ist, dass wir wissen und zugeben, dass wir Müll reden, und dass der von uns gelaberte Müll nicht so katastrophale Auswirkungen hat, wie der von Managern und Politikern verbreitete. :rolleyes:
Ianusdas liegt wohl aber auch nur daran, weil "wir schwarzen", die wir weder politisch (außer an der wahlurne, wenn überhaupt) noch wirtschaftlich (außer als konsumenten und angestellte) aktiv sind, wirklich NUR labern und kaum handeln. naja, wie auch? es gibt kein "wir" und keine einheitliche richtung.

wir tollen gothics diskutieren ne menge und erzählen uns, wie schlecht doch die welt ist und wie sehr wir doch leiden. und wir sprechen unser beileid aus und sehen zu, wie sich die welt selbst zu grunde richtet, nur um uns dann selbst bestätigt zu sehen. toll, wie wir das vorausgesagt haben!
aber erreichen tun wir wohl nix.

wir sind kein kleiner querschnitt durch die bevölkerung, wir sind noch viel weniger. ich habe um ehrlich zu sein noch nie einen gruftie demonstrieren sehen... nur als beispiel...
ilumina@ Blackvelvet 79

[quote]Wo denn bitteschön? Im Forum stößt man durchweg auf Threads die von dummer Eitelkeit und Selbstherrlichkeit nur so platzen! Tolerant? Ja, solange es in das eigene Denkschema passt! Einer weiß alles besser als der Andere, weil wir ja DIE Denker sind! Und wer anders denkt ist dann eben "untrue"... Im "Augen durch die Nacht" werden die endlose Diskussion über true & untrue geführt, wo in jedem Thema das Selbe zerissen wird ... brauch ich mir mittlerweile nicht mehr geben, da es keine wirkliche Antwort geben wird.
[/quote]

Ich fasse es nicht!!!! Du schürst im "Augen-Forum" aus Leibeskräften diese Hatz und hier plusterst Du Dich künstlich auf!

Geht's eigentlich noch?????:eek:

Sehr passend!!!!!
moreTja, Junge, wenn du diese ganzen Träumereien hinter dir gelassen hast, und akzeptieren kannst, dass diese Szene nur aus Menschen besteht, die auch Fehler machen und Individuen sind, ja dann, dann gehörtst du dazu, dann hast du die Aufnahmeprüfung bestanden....

Und auch du solltest dich dahingehend in Tolleranz üben, die du den anderen ankreidest.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Tolleranz[/B][/QUOTE]

d.h. Toleranz
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Ianus [/i]
[B]...wir sind kein kleiner querschnitt durch die bevölkerung, wir sind noch viel weniger. ich habe um ehrlich zu sein noch nie einen gruftie demonstrieren sehen... nur als beispiel... [/B][/QUOTE]

Jeden Montag, geh einfach mal hin...!
more[QUOTE]Begründerin der more´schen Rechtschreibung! [/QUOTE]

@Seneca ich darf das *g* :p
SilentJa Velvet, das ist alles traurig und jetzt wirts auchnoch winter! (<-sarkastisch) Ich lass mich glaubich lieber einfriehren als das dumme zwangs-depressions-gerede der Szene leute mitzuhören das jetzt dann wieder losgeht.

Alles verändert sich nunmal.

Was dich nervt ist dieser Zwang zum "real" sein den viele von den leuten verlangen oder? Der Zwang das man nur diese Musik hören darf, der Zwang das man sich mit hunderten ketten, etc. behängen muss, der Zwang die Häftchen zu kaufen oder das mann sich zur Transe stylen muss um für voll genommen zu werden.

Willkommen im Club. Vergiss die Szene einfach. Denn wie der Name schon sagt, es ist eine Szene, und nichtmehr eine Bewegung, nur viele haben das Vergessen. Viele haben einfach nur Angst nichtmehr aufzufallen und keine Aufmerksamkeit zu bekommen, ich habs selbst gemerkt, viele in der "Szene" haben ein richtiges Aufmerksamkeitsdefiziet.

Ums nochmal zusammenzufassen: Die Szene ist nicht die Bewegung.
TheTurningPoint"Bewegung" klingt ja noch viel grässlicher als "Szene" ... :eek:
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Ianus [/i]
[B]wir sind kein kleiner querschnitt durch die bevölkerung, wir sind noch viel weniger. ich habe um ehrlich zu sein noch nie einen gruftie demonstrieren sehen... nur als beispiel... [/B][/QUOTE]

Ich hab schon mal demostriert... nur mal, um das gleich wieder aufzuheben...

Grundsätzlich möchte ich den Inhalt dieses Threads nicht in Frage stellen (weil ich im großen und ganzen auch dahinter stehe), allerdings denke ich auch, dass wir im Durchschnitt nicht besser oder schlechter sind, als die "Normalbevölkerung".

Wie TurningPoint richtig sagte: Wir sind nicht besser als die, die wir anklagen. Unser Handeln hat nur nicht so große Auswirkungen.
Blackvelvet_79[QUOTE][i]Original geschrieben von ilumina [/i]
[B]@ Blackvelvet 79

Ich fasse es nicht!!!! Du schürst im "Augen-Forum" aus Leibeskräften diese Hatz und hier plusterst Du Dich künstlich auf!

Geht's eigentlich noch?????:eek:

Sehr passend!!!!! [/B][/QUOTE]

Dito. :D


Zumindest hab ich gelernt, dass ich mich im Augen-Forum nicht mehr groß umgucken muss (oh Sch...e, wir sind ja verschoben worden *g*), da sich da meist ausschließlich die "Neulinge" entschuldigen, dass sie neu sind und beteuern, es wirklich ernst zu meinen, weil sie Angst haben, von Leuten wie Dir verbal zerfetzt zu werden. Und "Hatz" geschürt hab ich nicht, ich lass mich nur nicht anpissen, weder von Dir noch von jemandem anderen.

[QUOTE]Ums nochmal zusammenzufassen: Die Szene ist nicht die Bewegung.[/QUOTE]

Wie wahr, wie wahr - so muss man es wohl sehen.

[i]ingore ILUMINA [/i]
ilumina@ blackvelvet 79

[quote]

Zumindest hab ich gelernt, dass ich mich im Augen-Forum nicht mehr groß umgucken muss (oh Sch...e, wir sind ja verschoben worden *g*), da sich da meist ausschließlich die "Neulinge" entschuldigen, dass sie neu sind und beteuern, es wirklich ernst zu meinen, weil sie Angst haben, von Leuten wie Dir verbal zerfetzt zu werden. Und "Hatz" geschürt hab ich nicht, ich lass mich nur nicht anpissen, weder von Dir noch von jemandem anderen.
[/quote]

Waaaaaas???? Welche Drogen nimmst du denn????:eek:

Irgendwie scheinst Du ein klein wenig Probleme mit der Realitätsbewältigung zu haben - oder????

Ferner finde ich Deine Ausdrucksweise einfach nur unterste Kategorie......:eek:

[quote]da sich da meist ausschließlich die "Neulinge" entschuldigen, dass sie neu sind und beteuern, es wirklich ernst zu meinen, weil sie Angst haben, von Leuten wie Dir verbal zerfetzt zu werden. [/quote]

Was möchtest Du mit Deinen Worten ausdrücken???

Darf ich daran erinnern, daß diese arrogante Äußerung zum Thema "Pseudo-Kiddies" von Dir kam??? Ich hatte Dich lediglich daran erinnerte, daß Du im Prinzip nicht all zu laut brüllen brauchst, da Du nach eigenen Angaben auch nur Bj. 79 bist....;)

Ich habe lediglich den Mißstand angeprangert, daß jüngere Neueinsteiger von vorne herein als "Pseudos" abgestempelt werden, daß ich solch eine Vorgehensweise nicht für gut befinde, daß ich sowas aus meinen perönlichen "Anfängen" damals nicht kenne und daß ich eine solche Verallgemeinerung nicht billigen kann und auch nicht werde!!!

Ferner können Dir sämtliche Leute hier im Board, die mich kennen (...auch persönlich, von Treffen, etc.!) - ...andere Personen aus meinem Umfeld kennst Du ja nicht und somit wären diese hier als Beispiel auch ein klein wenig ungeeignet... - wohl bestätigen, daß ich keinerlei Probleme mit irgendwelchen Altersunterschieden habe. Ganz gleich, ob die betreffende Person jünger, älter oder in meinem Alter ist. ;)

[quote]ich lass mich nur nicht anpissen, weder von Dir noch von jemandem anderen.
[/quote]

Pfuuuiii!!! Nein, auf solche Spielchen stehe ich eh nicht. Dafür mußt Du Dir jemand anderen suchen.....;)

[quote]ingore ILUMINA[/quote]

Oh, mein Gott!!! Wie soll ich nur weiter leben??????:eek: :D
X'natos[QUOTE][i]Original geschrieben von Ianus [/i]
[B]Wir sind kein kleiner querschnitt durch die bevo:lkerung, wir sind noch viel weniger. ich habe um ehrlich zu sein noch nie einen gruftie demonstrieren sehen... nur als beispiel... [/B][/QUOTE]

*hmm* moment... irgendwo muessen noch Bilder von unseren Studentendemos liegen ;)

Aber Du hast recht, politisch aktive 'Schwarze' sieht man eher selten. Die (s.g.) Szene betreibt die Gleichgueltigkeit teilweise noch aerger als der gesamte Querschnitt der Bevoelkerung. (Steht Gleichgueltigkeit eigentlich im Aufnahmeprogramm fuer die Szene? - SCNR)
moreIch denke das Interesse an Politik ist gross in der Szene, nur wird in dieser Gruppierung nur selten zu einer Richtung Stellung bezogen. Daher kann man nicht gleich annehmen, dass kein Interesse besteht. Und weil man sich für Politik interessiert, heisst das ja nicht gleichzeitig, dass man auf Demos gehen muss.
EldgrimIch denke ein Grund warum die "Szene" nicht so öffentlich Politisch Stellung bezieht ist der: Es gab und gibt viele Bauernfänger die versucht haben die "Szene" in eine bestimmte Ecke zu drängen, sei es nun rechts oder links. Und um dem entgegenzuwirken wird dieses Thema eher aussen vor gelassen. Ausserdem ist es wie auch mit der Religion und den Lebenseinstellungen: Es gibt für die Szene kein einheitliches Konzept oder Regeln wie man sich Politisch verhält, jeder hat da seine eigenen Vorstellungen und setzt sie auch so um. Aber nur weil nicht jeder sein Politisches Verständnis an die große Glocke hängt heisst das nicht das es nicht vorhanden wäre.
Kimrah[QUOTE][i]Original geschrieben von Blackvelvet_79 [/i]
[B]... ich bin doch ich... und ich bin eben schwarz, weil ich net anders sein kann. [/B][/QUOTE]

richtig, du hast es doch erkannt, wo ist also noch das problem?

p.s.: ES GIBT GAR KEINE GOTHICS, wir sind doch eigentlich nur hippies in schwarzen klamotten und punks die sich waschen.
(womit ich nicht sagen will, daß sich punks grundsätzlich nicht waschen würden)
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von X'natos [/i]
[B]Aber Du hast recht, politisch aktive 'Schwarze' sieht man eher selten. [/B][/QUOTE]Nun schreibt aber nicht alles das noch mal auf, was unter anderem in diesen Threads zu lesen ist:
[URL]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=1883[/URL]
[URL]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20719[/URL]
[URL]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=16842[/URL]

[QUOTE][B]Die (s.g.) Szene betreibt die Gleichgueltigkeit teilweise noch aerger als der gesamte Querschnitt der Bevoelkerung. [/B][/QUOTE]Da spricht der erfahrene Szene-Kenner. :D

[QUOTE][B](Steht Gleichgueltigkeit eigentlich im Aufnahmeprogramm fuer die Szene? - SCNR) [/B][/QUOTE]Für die Einen ist es Gleichgültigkeit, für die Anderen ist es die größte Arroganz der Welt ... (gegenüber Streithähnen aller Coleur). :cool:
SathanaIch finde den Text ein wenig überzogen, aber ich denke du meinst hier etwas, das viele denken:
Viele fühlen sich hier als was Besseres, weil sie sich als Goths bezeichnen, meinen was "Besonderes" zu sein und tiefsinniger als andere. Halt dieses typische "Ich bin ja so individuell".
Einerseits würde ich mich selbst zu der Szene zählen aber gleichzeitig distanziere ich mich auch wieder davon, da es auch hier viele "schwarze Schafe" gibt wie halt überall.
Ich habe in der schwarzen Szene die Erfahrung gemacht, dass die Leute am nettesten sind, die sich nicht als Goth ansehen, sondern sich einfach nur in der Szene irgendwie aufhalten aber trotzdem sonst "ihr Leben leben", ohne dass sie diese "Goth sein" andauernd betonen müssen.
Dieses dazugehören und nichtdazugehören-Gelaber ist doch im Prinzip alles Definitionssache und daher einfach überflüssig, aber das wurde hier ja schon an die 1000 mal vorher festgestellt...
X'natosNaja, wie ich in einem anderen Thread schon erwaehnte, gibt es fuer mich eigentlich nicht 'die Szene'. Mit dem Begriff verbinde ich inzwischen eher das Klischee...

Und um einen Vorposter zu beruhigen, ich wollte keine anderen Threads aufwaermen, sondern nur einen Vorbeitrag bestaetigen und meinen Eindruck der Szene wiedergeben. Tut mir leid, wenn das missverstaendlich war und ueberzeug mich doch einfach vom Gegenteil...
Darket@illumina
Nicht aufregen, Du bist schon zu lange aktive NWlerin dafür, diesen Mist liest man jeden Tag. solltest Du Dich doch aufregen empfehle ich ein Mädchenkloster im Himmalaya (Achtung, Insider!) :D soll sehr entspannend sein und man vergisst alle NW-Member, die einem Tag für Tag auf die Nerven gehen :rolleyes:
DownfallIn der gleichen Szene zu sein bedeutet doch nicht das sich alle einig sind und alle die besten Freunde sind.....

Eine Szene erinnert mich irgendwie an einen Harem.....alle treffen sich am gleichen Ort, alle haben ähnliche interessen, usw.....aber auch dort gibt es hickhack, machkämpfe und streitigkeiten, was (imho) auf die große Anzahl zurückzuführen ist, deswegen versuche ich mich erst gar nicht in einer Szene zu etablieren.....meine 6-7 besten Freunde liefern Gedankenanregung usw...zur genüge.

Wer sich jedoch in einer Szene wohlfühlt und dort respektiert wird, dann kann sich dieser glücklich schätzen.

@ Haevion: so sieht man sich wieder :D *wink*
NeithanGeht mir im Grunde genau so...

Allerdings hab ich mich letzen Sonntag sehr lang und ausgibig mit einer Frau unterhalten die sich als die Frau eines wohl nicht ganz unbedeutenden DJs hier in der Stadt herrausstellte. Ich hab mich mit beiden sehr gut verständen und wir treffen uns wohl nächste Woche auf einer anderen Veranstaltung wieder. So gerät man dann doch wieder rein... ;)
oskadisIch habe selten so gelacht. Danke! :)

Warum aufregen?

Wir sind doch alle nur Menschen und Menschen irren bekanntlich auch. Wenn ich das Wort Szene höre assoziiere ich unwillkürlich Ausgehen, Disco, usw usf. Da ich diese Aktivitäten nur sehr selten betreibe (ich glaube ich kann die Male an beiden Händen abzählen) ist wahrscheinlich meine Szenenzugehörigkeit ziemlich fragwürdig :D

Dennoch, von allem was ich gehört und gelesen habe kann ich nur schließen, daß sich das Verhalten in der Szene wahrscheinlich nicht wirklich von das vieler anderen oder der "normalen" unterscheidet. Menschliches Verhalten ist eben der gemeiname Nenner der Menschheit, oder? ;)

Ich lebe so wie ich will. Im Kern bin ich romantisch schwarz - aber ich weigere mich irgendwelchen Klischees zu entsprechen auch auf das Risiko hin, daß ich als nicht wahrhaftig (untrue) abgestempelt werde (was mir ehrlich gesagt am allerwertesten vorbeigeht). Deshalb ist es mir mehr oder weniger egal wie ein anderer Gothic sich verhält oder denkt (ich meine damit den Bereich ob jemand Gothic genug ist, sich qualitfiziert blahblahblah) - ich muß ja nicht mit allen Freundschaft schließen. Jeder ist einzigartig - ich versuche das zu würdigen.
Kevin Lomax[QUOTE][i]Original geschrieben von oskadis [/i]
[B]
Warum aufregen?

[/B][/QUOTE]
Weil einige noch eine Zeit kennen, zu der man weit näher am heute zum nachgeäfften Klischee verkommen Ideal war...!
ilumina@ Darket

[quote]solltest Du Dich doch aufregen empfehle ich ein Mädchenkloster im Himmalaya [/quote]

Ich such schon die ganze Zeit wie wild!!!*zwinker*


@ Kevin Lomax

Du bist mir 'ne Socke!!! Immer nur meckern, meckern, meckern!!!*kicher*

Grüße an die Frau Gemahlin!;)
oskadis[QUOTE][i]Original geschrieben von Kevin Lomax [/i]
[B]Weil einige noch eine Zeit kennen, zu der man weit näher am heute zum nachgeäfften Klischee verkommen Ideal war...! [/B][/QUOTE]

Wie gut dann, daß ich zu der Zeit nie ausgegangen bin. Ich habe zwar die einschlägige Musik gehört, meine Einstellung war damals schon als schwarz bezeichenbar, doch hatte ich keine Ahnung was "Goth" "Gothic" "Dark Wave" und all diese anderen Bezeichungen waren. Ich hatte nicht einmal davon gehört - und nein ich hab damals im Ausland gelebt.

Daher habe ich, denke ich meine Gelassenheit in diesem Thema. Wer was nicht kennt, kann es auch nicht betrauern.
Darket@illumina
Siehs positiv, wenn Du keins bruachst haste wahrscheinlich noch nen paar Jahre :D
ilumina@ Darket

Neeeiiin!!! Ich such doch keins für mich - ich suche eins für meine Töchter!!!:p

Ich glaube, meine Große fängst so langsam an zu pubertieren....:eek:

:D ;) :D
DarketHehehe ich habs gesagt, viel Spaß beim Suchen, stehen diese Klöster in den Gelben Seiten?
Seena[QUOTE]aber eigentlich spricht in mir der Mißmut, sich anzupassen, was mehr oder weniger notwenig ist, wenn man in einer Szene ist.[/QUOTE]

Blödsinn.
Wenn du dich absolut anpasst, bist du selbst schuld.
Außerdem hast du recht mit deiner Aussage: Ich bin ich.
Punkt aus.
Wenn du das weißt, dann reicht das.

Lg
Seena
triggerIn letzter Zeit is eh alles am verdummen. Die Dummheit ist wie eine Seuche, sie breitet sich überall au. Leider auch in der Gothicszene. Darum hatt die Szene au einen schlechten Ruf. Denn Typen die sich ihres Handels nicht bewusst sind machen Unfug. So kommt es häufig zu Konflikten.

Eigentlich Schade, wo doch so viel Potenzial in jeden einzelnen von uns steckt.
RoseOfPainAlso, in einigem muss ich mich meinen Vorrednern anschließen: manches im Eingangspost is leider etwas unglücklich ausgedrückt. So sehe ich kaum einen Zusammenhang zwischen Goth und Satanist (Sorry, meine Meinung!) und bin auch nicht der Meinung dass das Phänomen etwas mit Dummheit oder Intelligenz zu tun hat. Sicher, etwas was ich an vielen Schwarzen schätze is gerade ihre Fähigkeit zum kritischen Nachdenken und Philosophieren, doch meiner Erfahrung nach kann auch ein sogenannter „dummer“ Mensch weil eben weniger gebildet usw trotzdem seine Gedanken gut in Worte fassen und mir dadurch Denkanstöße geben.

Über die Szene selbst kann ich nicht besonders viel sagen, habe mich noch nie viel dort aufgehalten, weder früher noch heute. Was allerdings auch mir als Einzelgänger auffällt is die Tatsache dass es vielen nur noch um Mode geht. Musik und Einstellung bleiben häufig auf der Strecke. Gerade wenn ich mich doch mal in die Disco verirre muss ich feststellen dass es dort eher wie aufm Laufsteg zugeht. Sehen und gesehen werden eben. Das hat mit MEINER Auffassung von Schwarzsein net besonders viel zu tun... Am schlimmsten find ich aber dann dass gerade von denen die null Einstellung haben Urteile darüber kommen wer nun „true“ (ich HASSE dieses Wort!!!) is und wer net. Ich denk mir eigentlich immer Leben und Leben lassen. Aber wie heißts so schön: Keiner lebt ruhig auf dieser Welt wenns dem lieben Nachbarn nicht gefällt...
Rosielletrigger hat recht. niemand will hinter etwas blicken, irgendwie ist alles so oberflächlich. einkaufen und rumzicken, ...ich glaube, viele sind einfach dumm und glücklich und manchmal beneide ich sie darum :( auch unabhängig von der "gothic szene" ist das ein umsichgreifendes phänomen das mir angst macht.
rosenkindkleiner Tip:
aus den Discos wegbleiben und auf Leute mit einer "du bist true, du bist untrue" - Einstellung scheißen.

Die vernünftigsten Leute der Subkultur sind die, die nicht so viel Wert auf Ettikette legen (meine Erfahrung)

auch wenn ich dafür jetzt sicher gleich wieder zerissen werde, aber ich hab das Gefühl, dass "draußen" 90% der Leute Idioten sind und drinnen "nur" 85%.
triggerave


Leider fällt die Verdummung in der Gothic Szene extrem auf. Das die NeoNazis und Holocaust Leugner nicht mit Intelligenz beglückt sind, ist mir klar. Auch in anderen Szenen kommt dieses Phänomen häufig vor. Aber in der Gothicszene geht es mir am meisten auf die Nerven. Die Leute können uns nicht mal von Satanisten unterscheiden. Woher sollen sie also wissen, dass wir Gothics oder Grufties sind? Diese Unart beobachte ich auch häufig bei Szene Neueinsteiger. Sie denken, um in der Szene Respekt zu bekommen, müssen sie sich wie Satanisten aufführen. Sie kennen die Ideologie der Szene zu wenig oder können sie nicht richtig interpretieren.
Locomondas was mich immer wieder fasziniert alle satanisten die ich kenne sind gar nicht "schwarz". also zumindest sieht man es ihnen nicht an den sie laufen recht "normal" rum.
was auch noch erwähnung finden sollte unter satanisten gibt es "solche" und "solche". hmm, wie soll ich das am besten erklären.... ahja! die christen *hrhr* es gibt christen die glauben an gott, gehen in die kirche, beten ect. "normal" eben und dann gibt es noch "die anderen", welche die exorzisten anheuern wenn ihre kinder krank sind, einen mit weihwasser überkippen wenn man vorbei geht ect. die "fanatiker" eben. so ists auch bei den satanisten.
nunja, das viele uns goths mit satanisten in einen topf werfen ist ja nichts neues, aber 8wie schon öfters erwähnt) machen auch viele neugoths einen auf satanist um "dazu zu gehören". da greifen einfach die klischees durch welche die neuen nachahmen wollen.
ist zwar "dumm" aber diese leute wissen es meist nicht besser.

und das die meisten clubs zu catwalks verkommen.... naja, darüber rege ich mich schon zu genüge auf. man könnte das ganze aber auch als szene "arroganz" bezeichnen was nicht einfach was mit dummheit zu tun hat. den leutchen ist einfach das brett vor dem kopf durch "arroganz" zu nah an die stirn gerückt was zur folge hatte das ihr horizont mit aufkommendem modefaschismus immer mehr geschrumpft ist und sie nicht mehr wissen das dahinter noch viel mehr steckt.

just my 2cents...
rosenkindDas Verhalten der Neueinsteiger, sich auf alle Klischees zu schmeißen, hängt meiner Meinung !auch! damit zusammen, dass jemand, der wirklich Interesse hat als Neueinsteiger mit welchen, die es aus einem Aufmerksamkeitsdefizit heraus machen in einem Topf geschmissen wird und gesagt bekommt: du weißt das das, und das nicht, kennst die und die Band nicht und trägst die falsche Kleidsung, du bist nur ein Poser. Um das nicht mehr gesagt zu bekommen, stürtzt man sich auf all das, was gothic sein soll, um den true-Kriterien zu entsprechen und in seinem Anliegen als wirklich Interessierter ernst genommen zu werden. In gewisser Weise ist die Subkultur selbst schuld.
Rosiellestimmt, rosenkind hat recht. oder ich bin der selben meinung.
decay73Ich glaube das eigentliche Problem liegt darin, daß das alles vieeeeel zu wichtig genommen wird... ;)
Rosiellezumindestens zählen die falschen dinge.
DarketSoooooo, ich kann nicht schlafen und deshalb gibts hier jetzt nen Satz warme Ohren für unsere heißgeliebte Szene, die mir in den letzten Monaten aber sowas von auf den Keks geht. Und es gibt mehr als eine Sache, die selbiges bei mir tut...

Wir alle wissen aus eigener Erfahrung oder, was weit wahrscheinlicher ist, aus den verklärten Erzählungen und Berichten anderer, dass früher alles besser war. Die Musik, die Clubs, die Festivals, die Zusammenkünfte und die (schwarze) Menschheit generell. Ob dem so ist? Keine Ahnung, ich bin auch erst Anfang 20, aber es wurde mir von einigen Leuten glaubhaft versichert.
Nun stehe ich mit meinen 22 Jahren hier und frage mich was mich vor inzwischen knapp vier Jahren (ich habe nicht mit 14 angefangen wie die meisten anderen....leider Gottes, ich könnte sonst einen weit detaillierteren Blickwinkel präsentieren) in diese Szene getrieben hat. Irgendwas muss es gewesen sein, aber ich habe keinen blassen Schimmer was es eigentlich war. Ich spüre kaum konkret manifestierte Veränderungen (einige gibt es doch, dazu später mehr), aber das Gefühl ist nicht mehr das gleiche. Ich bin seit gut drei Jahren auch fester Bestandteil der dazugehörigen Clubszene, damals waren die Clubs und die schwarze Szene für mich untrennbar miteinander verwoben. In meine Stammdisco ging ich hinein und fühlte mich zu Hause. Heute habe ich dieses Gefühl eigentlich nur noch, wenn ich mit meinen Freunden von "damals" dort bin, was noch seltenr geschieht als ich überhaupt hingehe und das ist schon nicht mehr häufig. Menschen verändern sich, einige wagen den Absprung, andere fühlen sich zu alt für sowas und wieder andere haben früher bemerkt als ich, dass das, was sich die schwarze Szene nennt eigentlich aus einem Haufen Idioten mit massiven Minderwertigkeitskomplexen besteht, der versucht seine psychischen Probleme dadurch zu maskieren, dass er sie offen zur Schau stellt. Und wer eigentlich garkeine Probleme hat, die er so nach außen tragen kann erfindet mal eben welche. Das bißchen Tiefsinnigkeit, welches (noch?) vorhanden ist, muss unter einer gewaltigen Ablagerung von Kitsch, Selbstmitleid, Profilierungssucht und einem guten Schuss Selbstzerstörungswut ausgegraben werden.

Nun, einige mögen das Lesen und sich persönlich beleidigt und angegriffen fühlen. Ich versichere, dass dies in keiner Weise meine Absicht war. Ich spreche damit niemanden direkt an, ganz ehrlich nicht, es ist eine allgemein gehaltene Aussage.

Und genau dort komme ich ins Spiel: Man mag mir meine vermeintliche Arroganz nachsehen, statt dem Wörtchen "Ich" mag jeder, der ebenso denkt seinen Namen einfügen, aber wo zur Hölle passe ich da ins Bild?
Kitsch liegt mir nicht, schon garnicht diese pseudo-Mondscheinromantik und dieser ganze Mist.
Ich kann bisweilen zwar verdammt selbstmitleidig, profilierungssüchtig und auch mal selbstzerstörerisch sein, aber verdammt nochmal, das ist nicht das, was ich unter einem dauerhaften Lebensgefühl verstehe.
Nun bin ich mir allerdings auch bewusst, dass es genügend Gruftis gibt, die da so denken wie ich. Die meisten, die ich auf die ein oder andere Weise kenne, sind verbitterte Arschlöcher, die frustriert sind, dass entweder kein Bier mehr im Kühlschrank ist oder sie heute Nacht niemanden zum F***en haben. Wie man sicherlich leicht bemerkt sind auch diese nicht diejenigen, denen ich zutraue diesen soziologischen Cocktail, der sich Szene nennt erträglicher zu machen.

Vielleicht spreche ich dahingehend eine generelle Problematik meiner "Szenegeneration" an. "Wir", die wir Anfang bis mitte 20 und lange genug dabei sind um einiges gesehen zu haben, jedoch nicht lange genug, um sich vorstellen zu können, worüber diejenigen da sprechen, die schon drei Schritte vor und drei zurück machten, als wir noch mit Duplo gespielt haben. Ich glaube da generell eine Art Rückbesinnung zu beobachten, in dem krampfhaften Versuch es werden zu lassen wie früher, etwas, das wir nie erlebt haben, was jedoch immer verklärt wird, wohl wissend, dass das ein nie erreichbares Ziel ist.
Die Älteren halten uns für Emporkömmlinge, weil wir nicht beim WGT anno 94 waren und die Jüngeren halten uns für arrogant, weil wir die lyrischen Qualitäten von Lacrimosa, LAI und Nightwish anzweifeln. Es heißt immer die 14-jährigen von heute wenden sich spätestens in einem halben Jahr wieder etwas neuem zu, ich glaube weit eher die heute 20jährigen tun das, weil sie sich in dem, was früher zu Hause war eben nicht mehr so fühlen, weil ebenjenes heute, vier, fünf Jahre später von Vollidioten überrannt wurde und sie nicht mehr dazugehören (wollen).

Nein, ich kämpfe hier eigentlich gegen Windmühlen. Früher (früher wie es für mich ist) war es auch nicht anders, ein Lesen alter Beiträge hier im Forum zeigt ganz deutlich, dass sich die Leute vor vier Jahren auch darüber beklagt haben, dass sie von der bösen Gesellschaft ob ihres Kleidungsstils nicht akzeptiert werden, in der gleichen Ignoranz und Verkennung der Tatsache, dass sie es selbst nicht anders wollen.
Das Problem ist subtilerer Natur. Nicht die Umwelt verändert sich sichtbar, wir selbst sind es. Nicht die Szene überlebt sich, wir selbst sind es und wirken somit auf sie.
Menschen verändern sich, manchmal tauschen sie sich gegenseitig aus, einer kommt der andere geht. Keine Ahnung ob dieses soziologische Konstrukt vor 15-20 Jahren besser war, ob die wenigen Überbleibsel einfach nur hoffnungslose Idealisten, die glauben es würde sich nochmal etwas ändern und ihr "zu Hause" mit aller Macht festklammern oder aber die gleichen Deppen nur 20 Jahre älter als der Rest sind.

Ich persönlich habe viel gelernt. Ich habe gelernt, dass die meisten, die laut auf die gesamte Gesellschaft fluchen (die Szene in der Verkennung ihrer Zugehörigekit zu selbiger ausklammernd) einfach nur Heuchler sind, ich habe gelernt, dass es nichts bringt auf der Suche nach interessanten Menschen in Subkulturen zu suchen, es gibt sie hier und ich habe viele gefunden, dennoch gibt es "dort draußen" nicht weniger von ihnen und auch nicht weniger Idioten, ich habe gelernt, dass man dort, wo formal underground draufsteht genauso behandelt wird, wie dort wo es das nicht tut und ich habe gelernt, dass ich "hier" eigentlich nicht dazugehöre und es gefühlsmäßig nie getan habe. "Schwarz" ist eine leere Hülle ohne Leben, bevölkert von Menschen, die gern depressiv wären, es jedoch nicht sind und es darüber werden.
Und ganz ehrlich verstehe ich rückblickend nicht mehr, was mich jemals "hierher" getrieben hat.

Falls es nun Leute gibt, die gerade eine ähnliche Erfahrung machen oder gemacht haben oder die etwas sinnvolles beiizutragen haben, würde ich mich freuen.
Falls jemand etwas wie "schwarz ist was Du draus machst.", "Was willst Du eigentlich noch auf diesem Board?", "Hey, wir sind aber nicht alle doof!" oder "Ich finde Lacrimosa sind tiefsinnig!" beitragen möchte, so möge er/sie mir bitte wenn überhaupt selbiges per PN mitteilen.

Danke für die Aufmerksamkeit.
Trauerwesennun, das würde ein wenig zu Demon17s Thread passen mit der Entzauberung.
ich weiss, dass ich anfangs jeden Clubbesuch grossartig und aufregend fand. Die Leute schienen mir so nah zu sein, sie waren wie ich - heute ist das nicht mehr so, bei den gleichen Leuten. Die Clubs meide ich, weil ich die meisten hackfressen, wie ich sie so schön nenne, nicht mehr sehen kann und ich die Musik nervig finde.

Ich glaube, eine Illusion zog mich an. Eine Illusion von etwas, was ich jedoch nach wie vor in mir auslebe, deswegen ist es schon ein wenig Teil dessen.
Jedoch musste ich zunächst erkennen, dass nicht alle so toll und aufregend sind, wie ich dachte. Im Endeffekt sind ort genauso Hirnis (=die hackfressen), Weiber, die sich nur freuen, halbnackt durch die Gegend mit dem a**** zu wackeln usw usf. Sicherlich auch Lichtblicke, könnte man nun auch eine Andersartigkeit anzweifeln. ich sehe sie irgendwo nach wie vor, auch wenn es nur in mir ist und wenigen anderen, dennoch hat sie die Illusion, die ich damals hatte aufgedeckt. Ich dachte früher, alles sei toll. Das war es aber nicht, weil in den clubs die gleichen Langweiler, Partymacher und Primitiven sind wie in Grossraumdissen. Das elitäre Denken hat aufgehört, denn auch, wie Du selber sagst, Darket, wenn es Perlen gibt bei uns, so gibt es sie auch woanders, ausserhalb.

Ich mache dennoch weiter, weil ich es, wie ich auch in Demon17s Thread schrieb, für mich selbst weiterzaubere, um die Illusion bzw das, was mich damals reizte, irgendwie weiterleben zu können. Dazu braucht man keine clubs mehr oder andere schwarze, was früher anders war. Denn wenn man wirklich weiss, wie es läuft, versteht man auch, dass nicht alles toll und besonders ist und dass nicht jeder Schwarze toll ist, nur weil er schwarz ist (oder auch nicht).
Man hinterfragt, weil man gefestigt ist. Vorher ist man einfach nur froh, jemand anders schwarzen zu kennen (war bei mir weniger, aber ich denke, es ist oft so). Man festigt sich selber, und braucht das drumherum nicht, solange man man selbst ist und damit zufrieden ist. Inwiefern die schwarze Komponente da in meinem Seelenleben mitwirkt, ist die andere Sache.

Kann auch sein, dass man sich einfach nur an etwas gewöhnt hat, was vorher toll war und die Langeweile einsetzt. Also nichts besonderes mehr oder so.

Nunja, für mich persönlich stinkt das schwarze nicht wirklich, allerdings enttäuschen mich zuviele Dinge. Von den Clubbesuchen von damals, das war mindestens einer in der Woche, sind 1-2 im Monat übrig geblieben. Denn insbesondere die kotzen mich an.
Darket[QUOTE]nun, das würde ein wenig zu Demon17s Thread passen mit der Entzauberung.
ich weiss, dass ich anfangs jeden Clubbesuch grossartig und aufregend fand. Die Leute schienen mir so nah zu sein, sie waren wie ich - heute ist das nicht mehr so, bei den gleichen Leuten. Die Clubs meide ich, weil ich die meisten hackfressen, wie ich sie so schön nenne, nicht mehr sehen kann und ich die Musik nervig finde.
[/QUOTE]
Ich habe beim Schreiben auch an Demons Thread gedacht, aber ich habe das Gefühl es ist etwas anderes, möglicher Weise irre ich da jedoch.
Es ist wie Du sagst, es war aufregend. Ich war ein Teil von etwas, das ich mochte und ich habe es die letzten Jahre voll ausgekostet. Habe Nächtelang beschissene Musik ignoriert und mir meine Zeit damit vertrieben selbige Nächte in recht intimer Weise Frauenbekanntschaften auf Bierbänken zu machen (und mir anschließend das Herz brechen zu lassen ;) ). Scheiße, wenn ich heute, ein, anderthalb Jahre später die Texte lese, die ich damals voller Trauer und Selbstmitleid hier auf Nachtwelten gepostet habe (wens interessiert der suche mal in den Nebelpfaden), stelle ich fest, dass es doch irgendwie eine geile Zeit war. Ok, ich verkläre da mit Sicherheit einiges, Leute, die mich damals ertragen mussten, werden nur verständnislos den Kopf schütteln, aber was ich meine war ein anderes Lebensgefühl als heute. Es geht mir nicht schlecht oder so, es geht mir wahrscheinlich sogar wesentlich besser als damals, aber einen Teil vermisse ich. Dieses zu Hause fühlen, wenn ich in einen Raum voller "Schwarzer" komme ist nicht mehr da. Vielleicht schimpfe ich zu unrecht auf die anderen. Wir werden alle älter und auch wenn ich mich mit 22 wahrlich nicht als alt bezeichnen kann, habe auch ich mich verändert. Aber ich bin es nicht allein. Es sind nicht mehr die selben Menschen wie früher, die einen umgeben. Mein Freundeskreis ist geblieben, aber all die mehr oder weniger guten Bekannten, mit denen man Abends an der Bar saß ohne ihren Namen zu kennen und einen Wodka nach dem anderen in sich hineinschüttete, während man mit ihnen über Gott, die Welt und die "verdammten Weiber" philosophierte sind nicht mehr da. Stattdessen sehe ich diese austauschbaren Volldeppen auf der Suche nach Gründen sich im Selbstmitleid zu suhlen und dem Versuch möglichst ohne Umwege mal eine PSychatrie von innen zu sehen.
Man mag mir vorwerfen ich hätte ja nie den Versuch unternommen mit denen mal ins Gespräch zu kommen, so ist es jedoch nicht. Ich habe es versucht, in dem krampfhaften Versuch irgendetwas von früher wiederzufinden. Aber auch wenns böse klingt: Ich unterhalte mich ungern mit Menschen, die ihre Zugehörigkeit über ihre vollständige Nightwish-Plattensammlung, aufgeschnittene Unterarme(abgesehen davon, dass mich das wütend macht, weil ich Menschen kenne, die damit ein ernsthaftes Problem haben, finde ich das Thema als abendfüllenden Smalltalk zwischen quasi-Unbekannten eher weniger prickelnd) und einen Account wahlweise bei schwarzes Glück oder Nachtwelten definieren.
Es geht um Menschen, nicht darum, dass DJs mich schief angucken, wenn ich mit meinen Musikwünschen daherkomme.


[QUOTE]Ich glaube, eine Illusion zog mich an. Eine Illusion von etwas, was ich jedoch nach wie vor in mir auslebe, deswegen ist es schon ein wenig Teil dessen.[/QUOTE]
Genau das ist es, die Illusion und die letzten Wochen haben mir diese endgültig genommen. Es fängt schon an, wenn ich in meinem Stammclub am Einlass keinen Stempel mehr kriege, weil ich mein Bier ja sonst draußen kaufen könnte und anschließend eine Leibesvisitation über mich ergehen lassen muss, wie sie im Pentagon kaum schärfer sein kann. Die Clubs werden von der gesamten Discothekenszene assimliert und daraus folgt eben auch eine neue Klientel, der es nichts ausmacht, weil sie vor zwei Wochen in der Popdisse genauso behandelt wurde, während ich dastehe und erstmal überlegen muss ob ich mich nicht in der Tür geirrt habe.
Die Illusion ist im Arsch, mich treibt im Moment nur der Selbsterhaltungstrieb diese künstlich aufrecht zu erhalten.


[QUOTE]Vorher ist man einfach nur froh, jemand anders schwarzen zu kennen (war bei mir weniger, aber ich denke, es ist oft so). Man festigt sich selber, und braucht das drumherum nicht, solange man man selbst ist und damit zufrieden ist. Inwiefern die schwarze Komponente da in meinem Seelenleben mitwirkt, ist die andere Sache.[/QUOTE]
Ich bin mit mir selbst durchaus zufrieden, manchmal etwas zu sehr, aber deswegen stört es mich dennoch, wenn ein Strohhalm, an den ich mich einmal klammerte wegbricht und sei es,w weil ich selbst erkannt habe, dass es nur ein Strohhalm ist und der meine 70kg Lebendgewicht einfach nicht halten kann. Und was die schwarze Komponente angeht: Die sehe ich bei mir selbst irgendwie nicht (mehr?). Vielleicht deshalb, weil ich versuche die Szene als Maßstab zu nehmen.
Nachtelfchengeb patra zunächst mal recht, das sind meine eigenen erfahrung mit ende 20 und über 10 jahren "szenenerfahrung", wenn man überhaupt von szene reden kann...

bei mir wars auch so mit 22,23, da veränderte sich irgendwas, ich weiss nicht, was es war... vielleicht lags an mir, dass ich beschlossen hatte, einmal mich zusammenzunehmen und mein studium ernsthaft zu ende zu bringen, damit ich nicht zur 20semesterstudentin wurde. vielleicht lags auch daran, dass es den anderen im gleichen alter um mich rum ähnlich ging... aber da fings so an, dass man nicht mehr jeden abend wegging, und auch am wochenende nicht mehr alle beisammen waren, es lebte sich irgendwie auseinander.

mit 25 gabs dann nochmal so ein einschneidendes erlebnis: der dj, der in dem "club" immer aufgelegt hatte, wo wir uns jahrelang (so zwischen 18 und 22) aufgehalten hatten, gab seinen abschiedsabend. also wir nix wie hin, es war ein abend, an dem ich viele alte gesichter sah, die ich länger nicht mehr gesehen hatte. also man hätte meinen können: so richtig wie früher... naja, danach war mir klar: es ist vorbei, es wird nie wieder so sein wie früher... ich könnt nicht mal sagen, was es war... vielleicht, dass man sich teilweise echt nichts mehr zu sagen hatte? vielleicht weil es obermässig voll war mit leuten, die alle mind. 5 jahre jünger waren als ich und irgendwie völlig anders? oder dass man von nem 15. jährigen angemacht wurde, der meinte man sei 17...:rolleyes: keine ahnung...

und vielleicht ist es wirklich eine "entzauberung"... man weiss einfach irgendwann mal wie's läuft. clubs, konzerte, weggehen ect. sind am anfang superprickelnd, irgendwann mal kennt man das "prozedere". vielleichts liegts auch daran?
Goat93Würd eher sagen, das die Erwartungen zu hoch werden und sich
die Umgebung als >normal< abgeschliffen hat.


Um mal den vergleich zu einem Junkie zu ziehen, der Kick ist einfach
nicht mehr da, die Droge wirkt nicht mehr, entweder man bekommt mehr
oder man läßt es frustriert fallen...
Das Mehr nehmen führt aber immer mehr zu Abstumpfungen und zu
Höheren Erwartungen...
rosenkindeigenartiger Weise hab ih mich allein unter (unbekannten) schwarzgestalten noch nie besonders wohlgefühlt, schon von Anfang an nicht. Sie waren mir... suspekt, besonders die Websites von 16-jährigen, die sich dabei fotografierten, aber naja lassen wir das. Ich hoffe, ich darf trotzdem antoworten, obwohl mich ein scharzer Club bisher erst 4 mal gesehen hat... im Laufe von 3 Jahren. Das erste mal wars interessant, das 2. mal schön, beim 3. Mal war ich ettäuscht, weil die Leute um mich herum wirkten wie alle alles, vor dem ich fliehen wollte - nur in schwarz und das 4. mal war die Mehrzahl der Leute nicht aus der Subkultur.

Ich denke, Szenen bleben leicht, egal welche. Es ist der scheinbare Idealismus, der offen zur Schau getragen wird, es ist das andere, was anzieht. Hinter das geschickte Theaterspiel schaut man erst nach einer Weile... der eine durchschaut es schneller, der andere weniger schnell. Und wie breits gesagt wurde: irgwann steht man selber da und erkennt erst seine Rolle. Mancher hat in der Zwischenzeit vielleicht etwas gefunden, was ihm an der Subkultur wichtig ist, etwas, was in ihm wächst, andere nicht und ziehen weiter. Ich denke, irgendwann (im laufe des Erwachsen werdens?) kommt jeder zu dem Punkt, an der er erkennt, dass nicht die Szene oder die Subkultur das zuhause sein können, sondern nur er selbst. (und damit das klar ist, damit meine ich kein: "es kommt drauf an, was du draus machst ;-)) oder wie Trauerwesen es sagte: für sich selbst weiterzaubern. Natürlich brachte auch ich Illusionen mit und wer weiß, in wie vielen ich noch lebe. Ich dachte: endlich gibts hier Menschen, die dich verstehen und dir ähnlich sind. Ich wurde recht schnell enttäuscht, was vielleicht auch am Alter liegen mag, da ich damals mit 17 schon aus anderen Gründen dabei war als die meisten 17-jährigen, die mir begegneten. Wie auch immer, egal. In gewisser Weise habe ich "die anderen" irgendwo nur geduldet. Es war eine Tatsache, die ich hingenommen habe, um "hier" sein zu können, um den Lebensstil, den ich darin sehe, leben zu können. Für mich ist es ein Lebensgefühl... für mich. Ich habe irgendwo mich gefunden, weswegen ich nicht sagen kann, dass es mich ankotzt. Mich kotzt ein [B]Teil[/B] des ganzen an. und interessanterweise sind die "Perlen", die ich bisher fand, allesamt Leute gewesen, die nie "dazugehören" wollten.

Ich denke jede Subkultur besteht aus 2 hmm nennen wir es mal Schichten, um zu pauschalisieren: zum einen aus Leuten, die wirklich dahinter stehen und sich selbst darin gefunden haben. Und zum anderen aus Dummköpfen und Leuten mit Minderwertigkeitsomplexen, die vrsuchen, durch ihre Zugehörigkeit ihr Ego zu polieren. Das ist so, das war so und das wird vermutlich auch immer so sein. Die erste Gruppe wird sich irgendwann enttäuscht aus der Subkultur zurückziehen oder beginnen ihre eigene Welt aufzubauen, die im großen Ganzen unsichtbar klein wird, vielleicht sogr aufs Privatleben beschränkt bleibt. Und die leztere Gruppe klammert sich meistens noch fester an der Szene fest. Mit der Zeit trennt sich so die Spreu vom Weizen und je älter man wird, desto größer wird die Kluft. Denn in der Pubertät z.B. lässt man sich noch sehr leicht blenden.
Meiner Meinung nach ist das ein normaler Prozess, deshalb sollte man eine Subkultur auch nicht für sich überbewerten.

ich hoffe, ich darf hier stehen bleiben, auch als Szenemuffel ;-)
Cat.Tristessehallo! (.

Wieso zur Hölle bin ich eigentlich hier ? Man müsste denken, ich könnte deinen/euren Standpunkt nicht nachvollziehen, weil ich altermäßig eben so ganz am Rande hänge....Aber auch mit 16 bekommt man einiges erzählt, von seinen älteren Freunden und Bekannten, die mit wehmütigen Blick von "früher" erzählen - wobei dieses früher wohl jeder anders definiert....Da starten regelrechte Debatten, welcher Zeitgeist der angenehmste wahr, und ob jetzt die 80er oder die frühen 90er besser waren...
Und wenn man dann so dasitzt und zuhört, wie es früher war, wie die Leute waren, die Musik, wie die Clubs waren, die "Mode" (die es ja ofiziell gar nicht gab), die WGTs, eben die ganze Stimmung, ja, dann kommen auch mir die Tränen.
Wenn es wirklich so war, wie alle sagen (okay, da habe ich meine Zweifel, aber selbst wenn nur die Hälfte davon stimmt) dann ist es erschreckend, wie schnell sich die Mentalität einer Gruppe von Leuten ändern kann.
Wenn ich mir meine Altersgenossen anschaue kommt mir regelrecht die Galle hoch......Ich will nicht arrogant wirken, wirklich nicht, aber ich hasse es mit Gleichaltrigen "in einen Topf" gesteckt zu werden...Hier kann ich das Ur- oder halburgestein echt verstehen, und ich schäme mich ernshaft für den "Nachwuchs".....
Aus diesem Grund liegt der Alterschnitt meines gesamten Freundeskreis den ich innehalb diesersogenannten """""Szene"""""" +würg+ habe wohl auch irgendwo bei 28....
Was ich damit aber jetzt eigentlich sagen wollte, ist:
Darket, ich gebe dir voll und ganz recht mit dem was du schreibst...
Aber ich habe gemerkt (und ich bin eines der lebenden Beispiele, Gott sei Dank) dass es, wie überall eben, Ausnahmen gibt...Alles andere wird sich nach nem halben Jahr wieder Anderem zuwenden, und die, die doch noch bleiben, werden dann wohl auch nich mehr davon los kommen.
DIe "anderen", die sich selber aus dieser Szene ausgrenzen, eben diese Ausnahmen bilden, sind selten, aber werden sich wohl zusammenfinden und die Mentalität, die dann wohl die von früher sein wird, die Ideale und Werte aufrecht erhalten. Und ja, irgendwann werde auch ich dasitzen und über die Jugend schimpfen und mir denken, was sich da nur aufbaut....ch werde die früheren Zeiten lobpreisen, die, in denen ich 16 war, und selber von gaaaanz früher erzählen, das, was mir heute meine Freunde erzählen.
Ich denke das ist der normale Weg.
Vielleicht macht das jede Szene mal durch, um sich selber wiederzufinden, praktrisch ein Reinigungsprozess.
Das, was danach übrigbleibt, ist das Neue, das Wahre, das Absolute, und es fängt wieder von vorne an.
Hoffentlich.
Aber wir werden sehen.

Grüße
Cat
MagnusCaudar(Bw"Die erste Gruppe wird sich irgendwann enttäuscht aus der Subkultur zurückziehen oder beginnen ihre eigene Welt aufzubauen, die im großen Ganzen unsichtbar klein wird, vielleicht sogr aufs Privatleben beschränkt bleibt. "

Tja , das trifft wohl auf mich zu ... Schöne Worte , sie kaschieren den Zerfall so schön ...

Ja , ja ... Die Clubs und die Szene ... Leider muss ich sagen das sie nie wirklich so stark verbunden waren wie viele glauben , so wie ich einst . Wenn man die ersten Male mit etwas konfrontiert wird das mit seinem Glanz einen selbst so wunderbar überragt und sich scheinbar mit auf den Takt der Seele einstellt fällt es immer leicht im Rhytmus verloren zu gehen ... Vielleicht fällt es so leicht das wir manchmal vergessen , dass auch wir nicht so stark mit der Szene verbunden sind wie wir glauben , zumindest dürfte ich das eststellen ... Nichts was sich in solchen Maße de´r Masse öffnet kann dir helfen dir treu zu bleiben , dich zu finden ... Es offenbart dir höhstens wo du dich in einem neuen Trend befindest , welche Rolle du im Rhytmus spielst ...

Tja ... Und so kommt es dann zur Entäuschung , spätestens wenn du erkannt hast das man sich zu etwas Zählt anstatt selbst etwas zu sein ... Und ging es den meisten nicht einst darum selbst etwas zu sein ? Ganz ehrlich , wenn man sein Leben so lange an solchen Illusionen festhält wie den Zauber der schwarzen Szene , der Zugehöhrigkeit zu etwas so banalen wie Gothic , bleibt am Ende vielleicht nicht mehr übrig als dieser ungeklärte Titel , Gothic ... Am Ende vergisst man vielleicht das man mehr ist als sein Titel ... Jede Entäuschung hinterlässt Lücken und ein solche ist nur schwer wieder zu füllen , so kann man leicht die wichtige Frage vergessen , "warum?" .

Tja , so ist das ... Ich erinnere mich gut an den sogenannten "Unterground" , wie naiv ... Wenn man es genau nimmt ist der Underground nichts anderes als ein Ort der , der Szene ein paar schritte hinterher hängt ...

So bleibt am Ende nur eins zu verstehen , vielleicht fügen sich ja so für diese 18-22 Goth-Generation die Einzelteile zu einem Ganzen ... Goth ist ein Titel , ein Titel der mit der Rufen neuer Mysterien lockt und seine Jünger mit dem Versprechen der gerechtfertigten Freiheit verführt , doch auch ich bin mehr als mein Titel ...
DarketIch finde einen Punkt ganz erstaunlich, ok, in diesem Thread ist es zu früh darüber zu urteilen und wahrscheinlich schrecken genügend von denen, die ich Eingangs ansprach davor zurück so viel Text zu lesen, aber immer wenn es gerade hier in den Nachtwelten auch nur am Rande auf das Thema des Grufti-Nachwuchses kommt, erscheinen in den jeweiligen Threads nur selbsterklärte Ausnahmen von der Regel. Das soll kein Angriff gegen jemanden hier sein, bewahre, ich kenne keinen hier wirklich, rosenkind bin ich immerhin schonmal über den Weg gelaufen, aber das wars dann auch. Es fällt nur auf. Wo sind sie denn die bekennenden "gothics", die jemandem wie mir schon immer mal gehörig die Meinung geigen wollten?

Ich will hier keine Debatte über einen Jung vs. alt Konflikt lostreten, bewahre nein! Es ist mir wurscht wer mit 15 schon sonstwie reif ist, schon allein aus purem Egoismus, ich habe eigentlich außerhalb dieses Forums null Kontakt zu Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (wenn man von meinen Praktika im Kindergarten absieht, aber ich glaube das zählt nicht :D ), von daher gehts mir sonstewo vorbei wie dämlich der Gruftnachwuchs ist. Mir geht es um das Lebensgefühl der ganzen Subkultur, von jung bis alt, wobei ich dahingehend Zugeständnisse machen muss, dass die etwas älteren, die ich kenne weniger in dieses Schema passen. Mir geht es darum, dass es offenbar zum Guten Ton gehört depressiv zu sein über Psychatrieerfahrungen aus erster Hand berichten zu können und wenn das nicht zutrifft zumindest zwei abgebrochene Therapieversuche hinter sich zu haben, weil Mami und Papi einen mit 13 noch nicht bis Nachts um 3 in die Dorfdisse gelassen haben. Es geht darum, dass es offenbar notwenig ist Musik mit billig zusammengereimten Texten, die von Tod, Leid und Verderben handeln zu hören um künstlich Melancholie ins Leben zu bringen. Darum, dass man, so man das nicht tut zu einem hirn- und geistlosen Proleten wird um künstliche Akzeptanz zu finden.
Besteht diese Subkultur wirklich nur aus Mimosen, die umfallen, wenn ihr Goldfisch stirbt und harten Assis, die sich die Birne mit allem zuknallen auf dessen Gefäß eine Prozentangabe steht und alles vögeln, das nicht schwul ist?
Irgendwie sehe ich derzeit nur noch diese beiden Extreme.
TrauerwesenNachdem mein Text von gerade weg war, nun mal ein Neuversuch.

Zuallererst, für mich gibt es ja eben keine Szene. Denn eben die Feststellung, dass es recht wenig gibt, dass verbindet, macht andere Schwarze uninteressanter als sie für mich vor einigen Jahren waren. Ich habe sicherlich zu vielen Schwarzen soviele Unterschiede wie zu einem Hip Hopper. Das liegt zum einen am Individualismus, zum anderen an den Unterschieden, gerade im schwarzen bereich. Man vergleiche einen Neofolker mit einem Elektropüschelmenschen: Was sollen die beiden gemein haben??? Und das nicht nur äusserlich betrachtet, davon abgesehen, dass sie sich beide irgendwo ins schwarze einordnen.
Klar gibt es Überschneidungen, ich höre selbst auch viele Stile, aber gibt es nicht auch welche unter uns, die Metal, Grunge oder Beatles hören? Von daher, die Schlussfolgerung lasse ich offen, sie sollte einfach sein.

Wobei das früher ja wohl schlimmer war, da hiess es dann Samtrüschenhemd vs. Waver....

So, weiter im Kontext. Ich denke, diese Erkenntnis entzaubert ein wenig, da man ja so sehr ein gemeinschaftsgefühl erwartete.
Des weiteren wird man erwachsen und stellt fest, dass man doch nicht so anders ist als man meint oder will. Sicherlich ist jeder anders, aber der Kleingärtner von nebenan ist ebenso individuell. Man sieht, dass die Welt gar nicht so spiessig ist und man selber vielleicht konservativer ist, als man dachte; ich will auch Hochzeit, Haus und Hund. Was hebt mich nun ab? Dass ich meist schwarz trage? Und, es gibt Leute, die bevorzugen pink, blau, grün, sind auch nicht extrem anders.

Für mich gibt es eigentlich fast nur noch ein kriterium, das ist die Musik, wobei wir schon da ins schleudern kommen, da mir ja selbst die Clubmusik gar nicht mehr zusagt. Früher fand ich jene toll, ich glaube, ich war einfach nur geblendet, ich dachte, es müsste so sein, ich bekam es vorgesetzt und fand es deswegen toll. Mittlerweile verdrehe ich nur noch die Augen. Manchmal scheint es, als würde die eigene Individualität dann doch die Masse der Subkultur überleben, manchmal aber auch nicht. Das schwarze wir mich nicht auffressen, auch wenn es in mir ist, aber das, was sich Subkultur schimpft, vorausgesetzt, es gibt sie (was ich ja leugne), wird es nicht mehr tun, weil wir merken, dass wir Individuum sind, die dann doch wieder zu individuell für einen Sammelbegriff geworden sind. Wir schätzen uns, nicht das, wo wir uns zugehörig fühlten, weil wir doch merkten, dass wir uns etwas zugehörig fühlen, was unseren Erwartungen nicht entspricht. Wir warfen uns in einen Topf, als wir die Augen schlossen und dachten, das sei das richtige. Nichts gegen das schwarze, aber ich denke, wir haben eigenes Denken wiedererlangt und unsere Individualität.
Dennoch bewundere ich einen freund von mir, der Mitte 50 ist und immer noch dabei ist. Er schmipft zwar auf neon und schreckliche Musik, aber ich bewundere ihn, denn ich kann mir auch nichts anderes vorstellen, wo ich in 10-20 Jahren noch dabei bin.

So, nun nochmal zu Darkets Beitrag.
ja, schwarzes glueck und das hier. Wenn man sich anmasst, und sich hier oder dort anmeldet, muss man ja schon schwarz sein.
Ich selbst war mal bei schwarzes Glueck, habe mich vor einigen Monaten abgemeldet, weil mir dieses "Hallo, hier bin ich, ich bin so toll und gehöre dazu" auf den Keks ging. ich wollte mir meine Anonymität bewahren und diese Zurschaustellung loswerden. Distanz von den sogenannten Hackfressen in jeder Hinsicht. Ich habe dort Leute kennengelernt, die schlimmer sind als manch "Normalo", oder auch Leute, die nicht irgendwie grossartig anders waren als Normalos. Klar, einige verspleente Leute, die meinen, sich ihr Leben lang nur von selbstgesammelten Pilzen zu ernähren, aber im endeffekt genauso spiessig und kleinkariert, durchtrieben und spassorientiert wie der Andreas von nebenan, der jeden Samstag mit seinem Muskelhemd in eine RnB Disse geht, um Chicas aufzureissen.

Dann zur Psyche: Einige meinen wohl noch immer, aufgeschlitzte Arme würden das perfekte Gruftioutfit ausmachen. ich respektiere jeden, der ernsthaft Probleme hat, aber wie ich hier vor einigen jahren mal las: "Meine Eltern wollen nicht mehr, dass ich bis nach 12 Uhr draussen bleibe, ich bin ja so depressiv!!!". Da geht mir die Hutschnur hoch. ich habe selber meine probleme, ich bin nicht stolz darauf, ich akzeptiere es jedenfalls als Bestandteil meines Lebens, aber bei sowas denke ich mir immer: Nimm meine psychischen Störungen, damit Du richtig cool bist, kann gerne jeder haben, sollte ich eventuell mal bei eBay reinsetzen: Gothic***Persönlichkeitsstörung***ultratrue oder sowas.

Und wie die anderen auch sagten eben, die Gewöhnung, nichts besonderes mehr, die gleichen Hackfressen usw usf.
Darket[QUOTE]Zuallererst, für mich gibt es ja eben keine Szene. Denn eben die Feststellung, dass es recht wenig gibt, dass verbindet[/QUOTE]
Irgendetwas gibt es aber offensichtlich. Ich hab mich die letzten Jahre beim WGT pudelwohl gefühlt, da kann man mir von Massenveranstaltung und Kommerz sonstewas erzählen, mir wurscht, ich habs genossen, keine Ahnung wieso und keine Ahnung wie es das nächste mal wird.

[QUOTE]ja, schwarzes glueck und das hier. Wenn man sich anmasst, und sich hier oder dort anmeldet, muss man ja schon schwarz sein[/QUOTE]
Sowieso, bei schwarzes Glück stand ja schon auf der Startseite, dass sich auch ja nur schwarze Gestalten da anmelden... :rolleyes:

[QUOTE]Klar, einige verspleente Leute, die meinen, sich ihr Leben lang nur von selbstgesammelten Pilzen zu ernähren[/QUOTE]
Du hast da den pulsi kennengelernt? :D

[QUOTE]Dann zur Psyche: Einige meinen wohl noch immer, aufgeschlitzte Arme würden das perfekte Gruftioutfit ausmachen. ich respektiere jeden, der ernsthaft Probleme hat, aber wie ich hier vor einigen jahren mal las: "Meine Eltern wollen nicht mehr, dass ich bis nach 12 Uhr draussen bleibe, ich bin ja so depressiv!!!".[/QUOTE]
Das meine ich und es wird "hier" immer normaler (welch Ironie) so zu denken. Ich war mal naiv genug diesen Leuten zu glauben, sie um ihre Probleme zu bemitleiden und schon damals fragte ich mich ob ich da wirklich reinpasse. Die Frage stelle ich mir immernoch, allerdings ist mein Erkenntnisstand inzwischen ein anderer.

[QUOTE]sollte ich eventuell mal bei eBay reinsetzen: Gothic***Persönlichkeitsstörung***ultratrue oder sowas. [/QUOTE]
Ich würde sie kaufen, allein für soziologische Forschungszwecke, vielleicht weiß ich dann was die Szene wirklich ausmacht.
DarketUnd ich dachte schon dieser schier geniale Satz von mir sei überlesen worden! :D
Nachtelfchendarket: ist ja klar, dass sich jeder unter, sagen wir mal 20, der sich hier meldet, sagen wird, dass er (oder sie) nicht gemeint ist weil...
und sind wir mal ehrlich: mit 16 hat man noch keine referenzstandards... ich kann heute sagen, ich tummel mich über 10 jahre in ähnlichen gefilden rum, hab also eine vergleichsbasis, das hatte ich mit 16 nicht, da hatte ich, grob gesagt, keine ahnung, denn ich gehörte zu eben jenen, deren gefälschter ausweis sie zwar in die clubs brachte, aber die bereits um 12 wieder bei den eltern anrücken musste, papa wartete schön brav jeden samstag abend auf dem sofa, bis ich eintrudelte, ein auge auf der wanduhr... :rolleyes: (und nein, das machte mich nicht depressiv...es war nur, nett ausgedrückt, ärgerlich und schrie danach, klammheimlich umgangen zu werden)

und wars bei dir nicht so, dass am anfang alles so "schillernd" und spannend war, man hats entdeckt, mitgemacht und dann sieht man irgendwann hinter die fassade?
Seneca@ Darket

Ich denke ich weiß wovon du schreibst...!
Erinnerst Du Dich auch noch, wie mein Lösungsansatz aussah...?
DarketClubs meiden und jedes Jahr brav zum Nachtweltentreffen fahren? :D
rosenkind[QUOTE]Auf der einen Seite fasziniert mich "die Szene" (so wie ich sie für mich sehe und sie interpretiere), aber auf der anderen Seite stösst sie mich auf gewisse Weise auch ab.[/QUOTE]

ja, haargenau das ist es, was ich meinte. Es hätte im Prinzip die Chance, perfekt für mich zu sein, wenn da nicht... aber das hatten wir schon.

Darket, ich glaube, das Hauptproblem liegt weniger darin, was die Leute tun, sondern wie sie es tun. Man findet kaum Originale... Selbstehrlichkeit, ich denke, das ist die Wurzel des Übels. Menschen, die sich zu ernst nehmen, Menschen, die sich selber nicht kennen. Ich habe es schon vor fast 2 Jahren im Zuge meines "ich muss alles analysieren" aufgegeben "schwarz-sein" als absoluten Gegenwert zum "Mainstream" zu sehen... zum einen, weil es hier so viel Abstoßendes gibt, zum anderen, weil auch der Mainstream sein gutes hat, bzw. vieles weder besser noch schlecter, sondern einfach eine andere Auffassung vom Leben ist. Wenn ich gerne Literatur des 19. Jahrhunderts lese und ein anderer lieber moderne, ist doch weder das eine noch das andere bessere oder schlechter, sondern eben NUR unterschiedlich. Leider begegnet man so vielen Fassaden und wenigen Originalen. Es enttäuscht mich jedes Mal, wenn mein Gegenüber schon nach einem kurzen Dialog eigentlich nicht begründen kann, wie er zu seiner Meinung kommt. Das hohle nchgelabere, dass man anderen vorwirft, trifft man doch grade innerhalb sehr oft an. Aber damit nicht genug, es ist ein großes Schauspiel, der Beitrag mit "ich darf nicht raus, ich bin depri" ist ein gutes Beispiel dafür. Denn diese Emotion ist nicht [B]echt[/B]. Was den Kritikpunkt mit "es ist schick psychische Störungn zu haben angeht", azu hab ich mich zu wenig damit befasst, wobei ich aber glaube, dass ich hier aus bestimmten Gründen, die ich nicht weiter nennen will glaube (noch) nicht objektiv sein zu können, was das angeht.

Aber wäre Melancholie denn ein Problem, wenn sie echt wäre? Das heißt ja nicht, dass du mitmachen musst, aber wenn die Menschen um dich herum sie nicht zu profilierungszwecken missbrauchen würden, sondern beispielsweise als "Überlebenselexier" für Zeiten in denen es ihnen schlecht geht oder ähnliches?

Ich kann nicht in deine Gedanken sehen, aber mein Hauptproblem mit der Subkultur ist eben dieses unechte, gespielte, wobei etwas gespieltes auch echt sein kann, wenn es bewusst gespielt wird und jeder weiß, dass es gspielt wird. Und ein bisschen das zwanghafte "du musst". Leider muss ich bei diesen Worten aber ehrlicherweise auch gestehen, dass ich selber nicht ganz frei davon bin. Man wird leider doch irgendwo mitgezogen :rolleyes:

@Nachtelfchen
ich bitte doch nicht zu pauschalisieren. Ich kenne ein paar 16-Jährige, die so manchem 22-Jährigen (Szene)-Gruftie locker das Wasser reichen könnten.

btw: ich bezeichne mich seit geraumer Zeit selbst als spießig und altmodisch. ;)
Goat93Seance:

[QUOTE]Erinnerst Du Dich auch noch, wie mein Lösungsansatz aussah...?[/QUOTE]

Wie denn, bitte mitteilen :(


nachtelfchen:

[QUOTE]mit 16 hat man noch keine referenzstandards.[/QUOTE]
Würd ich nicht sagen, man kann mit 16 auch schon Referenzstandart haben,
kommt darauf an wo man sich befindet und inwieweit man mitmacht.
Wenn man z.B mitten in Berlin lebt ist es etwas völlig anderes wie
auf tiefsten Lande mitten im Nichts...
Es wird dabei wohl so sein, das man der/m zweiteren Vorzug gibt, da diese/r
sich wohl mehr Gedanken um alles gemacht hat, statt nur von einer Gruftigen
Partie in die andere gestolpert zu sein.
Erstere wird aber mehr Leute kennen und "integrierter" sein...

Für meinen Teil wurde einfach vieles Normal, Standart, Uninteressant.
Man hat es zuoft schon gesehen, erlebt...
Nix besonderes, nix neues mehr dran...
Andererseits hofft man immer wieder darauf, das die Emotionen kommen, die
man dadurch schonmal hatte, ab und zu bekommt man sie auch.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Clubs meiden und jedes Jahr brav zum Nachtweltentreffen fahren? :D [/B][/QUOTE]
Ja, Fast...!

Im Übrigen war es doch nur eine Frage der Zeit bis es auch Dich überkommt.
"Rosie" bekommt diesen Anfall sicher auch bald...*g*

Ich zitiere mich einfach noch mal selbst. Der Wichtige Part ist rot markiert...!

[quote][i]geschrieben von Seneca[/i]

[b]Als erstes muss ich leider mit der Theorie aufräumen dass die Szene früher tatsächlich so sehr anders gewesen wäre, als es heute der Fall ist.
Natürlich gab es Veränderungen in Mode, Musik und Verhaltenskodex, aber die Grundlagen der "Szene" sind immer noch die Gleichen.
Die Leute in der Szene waren immer ein Spiegel der "normalen" Gesellschaft. Insofern daß der grundlegende "Geist" der Szene immer dem Zeitgeist der entsprechenden Dekade entsprach, oder als Antipode entgegentrat...!

Genau genommen gab es Mitte der 90er sogar Phasen, in denen die Szenelandschaft weit "schlimmer" war. als heute.
Zu dieser Zeit, in der viele der heutigen Klischees entstanden, hielten sich viele dieser Jugendlichen tatsächlich für eine Art stille Elite, und schotteten sich dementsprechend ab...
man bewahrte sich seine gerade erlangte Individualität dadurch, das man die Attitüden andere abzuwerten begann...genau genommen war das der Punkt, an dem der Inhalt überflüssig, und die Fassade vordergründig wurde...!

Glücklicherweise scheint es heute wider wichtiger zu sein, eine Persönlichkeit, anstatt eines Darstellers zu sein, dummerweise gehen dabei aber die Gemeinsamkeiten verloren.
Die Gemeinschaft war vielleicht die einzige Stärke der Gruftiebewegung der 90er, sofern man es geschafft hatte sich in deren Augen als würdig zu erweisen....nur um sehr schnell zu erfahren, das hinter den Masken auch nur ganz normale Leute mit Alltagsproblemen steckten...!

[color=crimson]Die ganze abgefahrene "Gothic" Attitüde ist nur ein Spiel der Provokation durch Symbolik und Gestus...
Wertefindung und Lebenskonzepte stellen sich, wenn überhaupt oft erst sehr spät, und oft erst durch Emanzipation vom Szenegedanken ein...![/color]

Mir sind eine Menge der Eskapaden meines früheren Lebens heute peinlich, daher sehe ich den Jüngeren auch vieles nach, denn ich sitze sozusagen im Glashaus meiner eigenen Vergangenheit.[/b][/quote]
rosenkindich war nie ein Teil der [COLOR=red]Szene[/COLOR] :D - war doch nur 4 mal in nem Club ^^

- eigens auf die Beine gestellte Dinge mal ausgenommen -
Nachtelfchengoat:

[quote]Würd ich nicht sagen, man kann mit 16 auch schon Referenzstandart haben,
kommt darauf an wo man sich befindet und inwieweit man mitmacht.
Wenn man z.B mitten in Berlin lebt ist es etwas völlig anderes wie
auf tiefsten Lande mitten im Nichts...[/quote]
ja stimmt... ich hab mich eher auf lebenszeit bezogen, dass ein/e 16jährige/r einfach gar noch nicht so lange irgendwo dabei sein kann, rein aufgrund des lebensalters..., d.h. er/sie kann langfristige änderungen innerhalb eines komplexes noch nicht aus eigener erfahrung mitverfolgen.

aber genau wie dir gings mir auch: ich wartete immer wieder, dass die emotionen (wieder)kommen würden, aber dem war irgendwie nicht so...

rosenkind: wie schon oben gesagt, es war nicht pauschalisierend gemeint, sondern wirklich eher in bezug auf horizontale, nicht vertikale.
rosenkind"wer anderen folgt, hört af der Wahrheit zu folgen"... ein Spruch auf einem Kartenorakel. Es passt so gut, finde ich. ich denke, man muss sich selber suchen, um Emotionen zu finden. Mit der Zeit passiert es leicht, dass man im eigenen subkulturellen Saft vor sich hinbrodelt, bis man sich selber verloren hat.
SenecaIh hüte mich aber davor, Anderen unbedingt einbläuen zu wollen daß "Gothic etc" für sich alleine absoluter Käse ist...diese Erfahrung muss jeder selbst machen...

Im Übrigen macht mir die "Gothic etc. Szene" seit dieser Erkennniss sogar wieder Spaß...Es ist unterhaltsamer als die Samstag Nacht Show auf RTL...

@ Darket

Willkommen auf der andern Seite des Spiegels....stolpere nicht über Oswald, und beachte den Mann hinter dem Vorhang nicht, der auf der anderen Seite die Puppen tanzen lässt...zwei Schritte vor, und drei zurück...
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]

Im Übrigen macht mir die "Gothic etc. Szene" seit dieser Erkennniss sogar wieder Spaß...Es ist unterhaltsamer als die Samstag Nacht Show auf RTL...
[/B][/QUOTE]

Das stimmt allerdings. Man hat immer was zum Lachen. Man hat immer was zum Kucken. Viele wollen ja bekuckt werden, zwar positiv, aber was solls...die können nicht alles haben.

Ich habe haufenweise Dinge, die ich immer wieder amüsant finde, und seitdem ich mal auf einer Industrialparty den Ententanz machte (Macarena und sowas passte auch mal sehr gut) und alle angepisst waren, wusste ich: ich habe nichts zu verlieren, wenn ich bei Euch unten durch bin...!

Wie gesagt, man erhebt sich aus der schwarzen Masse. Man bekommt seinen Individualismus zurück, wenn man man selbst ist, egal wie schwarz man selbst ist, das ist ja bekanntlich eh eine Sache, die in einem stattfindet und nicht in dem grossen Topf, auf dem Gossik eingemeisselt wurde.

EDIT: ich vergass, ich bin ja so intolerant, weil ich mich über andere amüsiere...das Leben ist ein Theater, und die besten Komödien würde man sonst verpassen.
SenecaPS: @ Darket

Wo bekomme ich so einen Hut her... :D

PPS: Da Du nun unzweifelhaft von gewissen "Gothics etc" für Untrue gehalten wirst, darfst Du diese aber jederzeit darauf Aufmerksam machen, daß "trueness" nur eine Phase zum Ende der Adoleszens darstellt....:D

Alternativ kannst du Dir auch einen "saufen gegen Gothic" Button an dein ansonsten total "trues" Outfit stecken...es wirkt...Du läufst somit weit weniger Gefahr, das ganze nicht doch noch ernst zu nehmen...!
Außerdem darft Du dich nun endlich gefahrlos kaputtlachen, wenn dir im Supermarkt mal wieder zwei "Schwarze Schnallen" mit unheilsschwangererer "Gothic etc." Miene entgegen kommen...!

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, mit Lametta, Warnweste, Hyper Hyper Rufen und Pressluftfanfare eine dieser 08/15 Electro/EBM/Industrial Parties zu stören...?

Ich stand neulich neben so einem Finsterling in der örtlichen Düsterbude, und sagte zu ihm: "Ich stand in den 90ern auch total auf diesen Techno, durfte das als "Gruftie" aber nicht zugeben...!

Ich glaube er war verwirrt...!
rosenkindso ihr habt es geschafft... bei so viel Szenetheorie ist mein Kopfweh von heut morgen wieder da. ich hock mich jetzt mit ein paar Grablichtern auf den Altstadtfriedhof ans Grab von Clemens Brentano in die Winterkälte. und genieße ganz alleine in trauter melnacholie mi mir selbst eine bereits leergetrunkene Flasche Wikingerblut, während ich Don Karlos für den Deutsch-LK fertig lese... ach ne, geht ja nicht, ich muss ins Bett. Dann wünsche ich euch mal gute Nacht.

ps: inwiefern "Gothic alleine"?

man verzeihe mir, ich bin müde, schlaft gut
Trauerwesenrosenkind:

Gothic alleine?

darfst morgen antworten ;)

Ich denke, das kannst Du dennoch ruhig machen. Wir wiedersprechen uns ja nicht mit dem anderen, melancholischen Thread, wenn wir hier auf die Subkultur schimpfen, es baut aufeinander auf, denn das, was wir dort anpriesen, merken wir hier, ist nicht überall existent.

Es geht hier ja weniger ums schwarz-sein, ich werde einen teufel tun und alles von mir ablegen, aber hier wird ja mehr darauf geschimpft, dass man das ganze Kasperletheater nicht braucht, um seine eigene Identität auszuleben.

Öhm jo.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]so ihr habt es geschafft... bei so viel Szenetheorie ist mein Kopfweh von heut morgen wieder da. ich hock mich jetzt mit ein paar Grablichtern auf den Altstadtfriedhof ans Grab von Clemens Brentano in die Winterkälte. und genieße ganz alleine in trauter melancholie mit mir selbst eine bereits leergetrunkene Flasche Wikingerblut, während ich Don Karlos für den Deutsch-LK fertig lese... [/B][/QUOTE]

Was hat denn das mit "Gothic etc" zu tun....:D

Im übrigen finde ich so etwas im Prinzip ganz nett...aber mach das mal Sonntag Vormittags, da trifft man noch andere "Schwarze"(Witwen), die zumiest mit der Grabpflege beschäftigt sind.

Leute unter 60 scheinen den Friedhof weitestgehend zu meiden...!
Wann wart Du zuletzt am Grab irgendwelcher Verwandten...?
Diese Toten sollten Dir näher sein, als ein Brentano...!
Schon als kleiner Junge nam mich meine Oma immer mit, um "Opa zu besuchen"...einen Toten, den ich ansonsten niemals "kennen gelernt" hätte.
EorlWenn man das ganze Kasplerltheater nicht braucht, was lohnt es sich dann darüber zu jammern, wenn ich fragen darf...

Wenn es für die eigene Identität unwichtig ist, wayne interessiert es dann? Vielleicht liegt es daran das ich absolut kein Clubgänger bin, aber irgendwie kann ich das nicht ganz nachvollziehen.

Man erleuchte mich bitte. In meiner momentanen Verfassung reicht dazu ein nasses Streichholz aus..
SenecaEs geht hier nur um das Spiel von anfänglicher Erwartung, und anschließender Entäuschung...!
Gelegentlich mischt sich auch noch etwas verflossen Hoffnung, nach der ersten Ernüchterung mit ein.
Zum Beileid bin ich allerdings nicht in der Lage, denn das setzt etwas Bedauernswertes voraus...!
Nachtelfchenso isses :D
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
Kitsch liegt mir nicht, schon garnicht diese pseudo-Mondscheinromantik und dieser ganze Mist. Ich kann bisweilen zwar verdammt selbstmitleidig, profilierungssüchtig und auch mal selbstzerstörerisch sein, aber verdammt nochmal, das ist nicht das, was ich unter einem dauerhaften Lebensgefühl verstehe. [/QUOTE]Das erinnert mich an all die Genossen in der DDR, die an "den ganzen Mist" nicht wirklich glaubten und so dahinwurschtelten, bis alles heruntergewirtschaftet war, und an die Kirchenleute, die an "den ganzen Mist" nicht wirklich glauben, und sich dann wundern (oder auch nicht), dass sie mit ihren Predigten die Leute nur anöden.
Wer über die banalen Dinge des Lebens (wieder) staunen kann, der kann Selbstmitleid, Profilierungssucht und Selbstzerstörung überwinden, und das aus dieser Überwindung entstehende Lebensgefühl hat etwas Faszinierendes.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
Man vergleiche einen Neofolker mit einem Elektropüschelmenschen: Was sollen die beiden gemein haben??? ... Wobei das früher ja wohl schlimmer war, da hiess es dann Samtrüschenhemd vs. Waver.... [/QUOTE]Wobei ich viel mehr darüber staune, dass in den Gefilden, wo ich mich herumtreibe, sich alle diese illustren Gestalten in trauter Gemeinsamkeit tummeln, und 16-jährige und Opis wie ich gemeinsam der Musik-Mischung lauschen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnte. Und ich frage mich immer wieder, wie das zusammengeht, aber es geht eben ...

[QUOTE]So, weiter im Kontext. Ich denke, diese Erkenntnis entzaubert ein wenig, da man ja so sehr ein gemeinschaftsgefühl erwartete. [/QUOTE]Ich bin ja mehr oder weniger zufällig, fast unfreiwillig da hineingestolpert, und mir ist zuerst aufgefallen, dass da jeder für sich zu wursteln scheint. Niemand schien Notiz von Anderen zu nehmen. Jeder tanzte für sich allein, ganz mit sich selbst beschäftigt. Einer meiner ersten Eindrücke war also: Ein Volk von gleichgültigen Ignoranten ...

[QUOTE]Des weiteren wird man erwachsen und stellt fest, dass man doch nicht so anders ist als man meint oder will. Sicherlich ist jeder anders, aber der Kleingärtner von nebenan ist ebenso individuell. Man sieht, dass die Welt gar nicht so spiessig ist und man selber vielleicht konservativer ist, als man dachte; ich will auch Hochzeit, Haus und Hund. Was hebt mich nun ab? Dass ich meist schwarz trage? Und, es gibt Leute, die bevorzugen pink, blau, grün, sind auch nicht extrem anders. [/QUOTE]Vielleicht ist gerade das die wichtigste Erfahrung, die man beim Durchwaten von "Gothic" gewinnen kann. Die Ent-Täuschung ist das Überwinden von Täuschungen. Man lernt, in der "Masse" plötzlich, die einzelnen Individuen zu sehen. Man lernt, jedem Menschen seine eigene kleine Welt zuzugestehen, mag sie spießig und konservativ oder eben ausgeflippt und verrückt sein. Alles sei erlaubt, solange es den eigenen Friieden nicht stört.

[QUOTE]Für mich gibt es eigentlich fast nur noch ein kriterium, das ist die Musik, wobei wir schon da ins schleudern kommen, da mir ja selbst die Clubmusik gar nicht mehr zusagt. Früher fand ich jene toll, ich glaube, ich war einfach nur geblendet, ich dachte, es müsste so sein, ich bekam es vorgesetzt und fand es deswegen toll. Mittlerweile verdrehe ich nur noch die Augen. [/QUOTE]Mir ging es auch da genau umgekehrt: Ich fand die Musik beim ersten Clubbesuch arg gewöhnungsbedürftig und teilweise echt krass. Was mich allerdings faszinierte war die Exaktheit, mit der sich die Tänzerinnen und Tänzer im Takt der Musik bewegten (natürlich jeder für sich), da hätte wohl jeder Balletmeister seine Freude daran gehabt. Einfach [URL=http://www.goettertanz.de]göttlich ...[/URL]

[QUOTE]Manchmal scheint es, als würde die eigene Individualität dann doch die Masse der Subkultur überleben, manchmal aber auch nicht. ... Wir schätzen uns, nicht das, wo wir uns zugehörig fühlten, weil wir doch merkten, dass wir uns etwas zugehörig fühlen, was unseren Erwartungen nicht entspricht. Wir warfen uns in einen Topf, als wir die Augen schlossen und dachten, das sei das richtige. Nichts gegen das schwarze, aber ich denke, wir haben eigenes Denken wiedererlangt und unsere Individualität. [/QUOTE]Liegt nicht gerade darin der Sinn des Ganzen? Ein großes, weltweites Theaterspiel, um sich selbst darin zu erkennen und zu finden?

[QUOTE]Dennoch bewundere ich einen freund von mir, der Mitte 50 ist und immer noch dabei ist. Er schmipft zwar auf neon und schreckliche Musik, aber ich bewundere ihn, denn ich kann mir auch nichts anderes vorstellen, wo ich in 10-20 Jahren noch dabei bin. [/QUOTE]Wie schon angedeutet, bin ich von dem Alter nicht mehr sooo weit entfernt. Das Outfit der Leute stört mich eigentlich überhaupt nicht, und oft ist es ja hoch erotisch :cool:
Und bei der Musik gibt es höchstens welche, die mir zu langweilig und eintönig ist (wobei das meist keine langsame und leise Musik ist sondern eher Techno-Zeug mit ewig gleichem Bum Bum Bum). Und ich scheue mich nicht, dem DJ Bescheid zu geben, wenn mir die Ohren schmerzen oder die Lautsprecher-Membranen beginnen auszureißen.

[QUOTE]ja, schwarzes glueck und das hier. Wenn man sich anmasst, und sich hier oder dort anmeldet, muss man ja schon schwarz sein. [/QUOTE]Ich war vor dreieinhalb Jahren einfach neugierig. Und ich glaube, das reicht völlig aus. Schlimmer ist, wenn jemand ohne Neugier hier auftritt und aus purer Langeweile herummotzt.

[QUOTE]ich respektiere jeden, der ernsthaft Probleme hat, aber wie ich hier vor einigen jahren mal las: "Meine Eltern wollen nicht mehr, dass ich bis nach 12 Uhr draussen bleibe, ich bin ja so depressiv!!!". Da geht mir die Hutschnur hoch. [/QUOTE]Manche müssen eben erst ihre Orientierungspunkte finden. Wenn du ihre Neugier auf etwas anderes lenken kannst, werden sie diese "Depri-Phase" schnell überwinden.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Willkommen auf der andern Seite des Spiegels....stolpere nicht über Oswald, ...[/QUOTE]:D :p :D

[QUOTE]Ich stand neulich neben so einem Finsterling in der örtlichen Düsterbude, und sagte zu ihm: "Ich stand in den 90ern auch total auf diesen Techno, durfte das als "Gruftie" aber nicht zugeben...!
Ich glaube er war verwirrt...![/QUOTE]Wie kannst du nur so gemein sein! Gehörst du jetzt zu den Böhsen Onkelz? :eek:
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Wie kannst du nur so gemein sein! Gehörst du jetzt zu den Böhsen Onkelz? :eek: [/B][/QUOTE]

Aber nicht doch, die spielen in einem ganz anderen Genre eine weit bedeutenderer Rolle.
Zerbrochener@Darket, wie gewünscht ist eine PN unterwegs, in diesem Kontext Lacrimosa zu erwähnen, kann man so nicht stehen lassen. Und für die erste Hilfe rate ich zu einer schleunigen Entsorgung Deiner "Welle Erdball"-CD's, denn diese setzen Deiner Problematik wahrlich noch eine Krone auf ;)

Vielleicht sollte sich ein jeder der sich mit irgendeiner Szene - welchen Namen diese heute auch immer trägt - auseinandesetzen oder gar identifizieren will erst einmal bewußt werden, mit welchem Zeitgeist man überhaupt sympathisiert (1. "Wave" Anfang 80er - Mitte/Spätachziger; 2. "Gruftie": Ende 80er - Mitte 90er; 3. "Gossic" Spätneunziger bis heute) oder ob man sich nicht gänzlich in falschen Szene-Kreisen bewegt und sich vielleicht nur dorthin verirrt hat ? ... dann erübrigt sich nämlich einiges und das Problem einer "Szene" die jeglichen gemeinsamen Nenner vermissen läßt ebenso :rolleyes: ... ich persönlich sympathisiere mit Typ 2 und ziehe folglich die Konsequenz die Club-Szene und alles was sich heute sonst noch als "Gossic" schimpft weitestgehend zu meiden bzw. interessiert es mich einfach nicht, weil ich dazu außer einer gewissen Farbtönung keinen Bezug habe!
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, mit Lametta, Warnweste, Hyper Hyper Rufen und Pressluftfanfare eine dieser 08/15 Electro/EBM/Industrial Parties zu stören...?

Ich stand neulich neben so einem Finsterling in der örtlichen Düsterbude, und sagte zu ihm: "Ich stand in den 90ern auch total auf diesen Techno, durfte das als "Gruftie" aber nicht zugeben...!
[/B][/QUOTE]

*rofl* das ist zu geil.

Das mit Hyper, Hyper ist gar nicht mal zu abwegig, bei uns gibt es eine Party (die schlimmste von allen), bei denen es eine Zeit mal in war, "uh-uh" zu rufen. Das zur Introvertiertheit von Gossiks. Ich glaube, im Tarm-Center machen die das auch, von der ähnlichen Musik mal abgesehen :D

Das zum Thema gruftis sind toll und sooooooooo anders, es will nur keiner zugeben. ich will immer arbeitskollegen mitnehmen, bei den meisten Parties merkt man doch fast keinen Unterschied mehr, ob schwarz oder bunt, von der Freizügigkeit mal abgesehen (oje, dazu habe ich auch meine eigene Meinung...).

ich glaube, mein Ententanz (während die anderen fleissig Evilrobic betreiben ;) ) käme in jenem Rave- Outfit noch viel besser.


TurningPoint:
Danke, ich denke, Du hast mich verstanden.


patra:
Ich denke weniger, dass es ein Trend ist. Anfangs würde sich das keiner wagen, so zu reden oder zu denken. Eben weil da alles toll ist. Dann kommt die Phase "wie true bin ich wirklickh?/Alle pseudos ausser ich", aber irgendwann sieht man eben, dass diese Dinge sowas von irrelevant sind, weil man seine eigene Idenität wiederfindet, weil diese angepasste Identität der schwarzen Masse einen ankotzt oder man eben merkt, dass nicht alles toll ist und sich dementsprechend ein wenig abheben will.

Wobei ich das mit dem Wunderland ganz gut finde, also dieses Bildnis. Immer tiefer ins rabbit-hole, bis man ganz drin ist, alles kennt/gesehen hat und dann wieder rausmöchte (oder so ähnlich).
Goat93[QUOTE]Das mit Hyper, Hyper ist gar nicht mal zu abwegig[/QUOTE]
Hab irgendwo mal gelesen, das der Herr von Scooter mal Bösen EBM
gemacht hat...

Da EBM ja heute mittlerweile als in den 90ern entstandene Abspaltung
des Gothik gilt, schließt sich doch der Kreis :D

Zerbrochener:

Ich fürchte, als Außenstehender bzw. eventuell zukommender
ist eben diese Unetrteilung nicht vorhanden.
Zudem gibt es da noch weitere Unterteilungen wie Mittelalter oder
Goth Metal oder blahblubb...

Ich konnte mich z.B köstlichst drüber amüsieren das die Leute
ebenso zu Das Ich wie auch Death in June tanzen konnten und bei
Nachfrage beide nicht kannten,. die Musik aber doch geil zum zappeln ist :D
rosenkind@ seneca ich wäre es gerne, da wir jetzt in dem Ort wohnen, in dem menie Urgroßmutter einst lebte. Aber ich habe den hießigen Friedhof (nicht der altstadtfriedhof) mehrfach stundenlang durchsucht, ohne ihr Grab zu finden. Und das versprechen meiner Eltern ihn mir zu zeigen wurde bis jetzt nicht eingelöst. Find ich eigentlich schade, ich hab Uromi nämlich sehr lieb gehabt als Kind und auf dem Speicher liegt immernoch ein Tonhufeisen, dass ich ihr eigentlich mal zu Weihnachten schenken wollte. leider starb sie vorher.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]

Da EBM ja heute mittlerweile als in den 90ern entstandene Abspaltung
des Gothik gilt, schließt sich doch der Kreis :D
[/B][/QUOTE]

Ich glaube EBM (also richtiger) war sogar ein bissl früher. Ich habe ehrlich gesagt nichts gegen EBM, höre es selber gerne und es klingt auch nicht nach Techno.

Das schlimme ist nur, dass Musikmacher wie *beliebigreinsezu* ihre Musik nun auch EBM nennen bzw EBM genannt wird, obwohl sie nichts damit zu tun hat. Ich habe sogar mal gehört, Melotron solle EBM sein :eek:
Ich glaube, heute nennt man das, was vor 10 jahren Rave/Techno war EBM oder Industrial, obwohl sie mit dem überhaupt nichts zu tun hat, hauptsache es klingt besser als "Techno".

Das nochmal dazu.
Ich fröhne heute auch dennoch der Schwarzromantik ;)
NnordyWas mir zunehmend auffällt ist, daß sich die Szene in viele kleinere 'Unterszenen' aufspaltet - und zwar durch das Differenzierungsmerkmal 'Musik'. Die strikte Abtrennung in verschiedene 'Sparten' wie Electro, EBM, Industrial, Gothrock, Darkwave, Batcave, 'Doom Metal' usw. hat m.E. der Szene nicht sonderlich gut getan. Seit Anfang der 90er ist eine Vermischung mit anderen Szenen, wie z.B. der BDSM/Fetisch-Szene, zu beobachten, repräsentiert von Bands wie bspw. Die Form. Als ich 1993 auf einem Die Form Konzert war, waren 50% Grufties und 50% BDSM-Leute da - die konnte man damals noch ganz gut unterscheiden. Heute hat sich das zu einem unauflösbaren Brei vermischt, und wer nicht mit Lackröckchen durch die Gegend scharwenzelt und zumindest auf Fesselspielchen steht, ist ja eh 'out'.
Durch die immer stärkere Differenzierung in der Musik haben sich auch regelrechte 'Modewelten' gebildet - Electros laufen andersherum als Neofolker, Doom Metaller anders als Batcaver... Ich finde das alles sehr kompliziert. Am Anfang war das alles 'Gruftmusik' - da lief Front 242's 'Headhunter' gleich nach Wolfsheims 'Annie' und danach kam Fields of the Nephilim 'Moonchild'... Und keinen hat's gestört. Da wurde aber auch noch nicht ganz so viel Rotz in den Clubs gespielt, weil - zumindest nach meiner damaligen WAhrnehmung - fast alle Songs auch irgendwie relevante Texte hatten, wenn man jetzt mal von "Waaarrrrrrrrrrrrrrrrum ist mein Himmel schwarrrrrrrrz? Waaaarrrrrrrrrrrrrrrum ist die Sonne rrrrrrrrrrrrrrrrrot?" (Danke an Relatives Menschsein... ;)) absieht. Es gab da eine gewisse Grundtendenz, die das alles verband, die ist heute schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden. Da beäugt man einander vielmehr mißtrauisch, und der eine ist dem anderen suspekt.

Ich als Musikerin habe das große Glück, Musik machen zu können, die mir gefällt. Ich gehe nur noch höchst selten in irgendwelche Clubs, weil mir die Musik größtenteils auf den GEist geht, und werde mit dieser Regel vielleicht jetzt am FR mal wieder brechen, um den Club zu besuchen, in dem ich einen meiner ersten Abende als 'Junggruftie' verbracht habe. Entzaubert bin ich schon lange - leider. Aber immerhin bleiben schöne Erinnerungen an frühere Nächte, die voll von diesem Zauber waren, und in denen ich mich aufgehoben und rundum wohl gefühlt habe...
"Schwarz sein - das ist eine Einstellungssache, so eine Art Lebensphilosophie" - das habe ich 1994 mal in einem Bericht gesagt, und da kann ich auch heute noch voll zu stehen.

@Darket: Ihr dürft das an Silvester mal sehen... Ihr werdet Bauklötze staunen... Nnordy mit süßen 18... :o


edit: Ach so, zur näheren Erklärung: Bin 30 und mit 17 in die 'Szene' gekommen...
TrauerwesenNnordy:

Ja, die Vermischung....wenn wir das auch mal auf die Musik beziehen. Zwar gibt es mittlerweile die Akzeptanz, dass man auch mehrere Stile hören "darf", aber dann irgendwie doch nicht...

Für mich sind auch die Neonpüschelelektros (soll nicht abwertend gemeint sein, aber ich denke jeder weiss, was ich damit meine) nicht wirklich schwarz, irgendwie dann doch, aber irgendwie auch nicht. Ich denke, das Problem ist auf die Undefinierbarheit des Begriffs "Gossik" zurückzuführen; jeder findet dort seine Nischen, aber komplett reinpassen tun nur noch wenige. Gossik als Melting Pot.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i]
[B]... Und keinen hat's gestört. Da wurde aber auch noch nicht ganz so viel Rotz in den Clubs gespielt, weil - zumindest nach meiner damaligen WAhrnehmung - fast alle Songs auch irgendwie relevante Texte hatten [/B][/QUOTE]

Nnordy, ich denke nicht, dass früher alles gehaltvoller war ... diese Einschätzung liegt wohl eher an Deinem persönlichen Geschmack und jenem Zeitgeist mit dem Du dich identifizieren kannst und Dir somit vor allem authentischer erscheint. Was ist denn an dem Text von "Bela Lugosi's dead" so tiefgreifend ? Paradoxerweise haben sich ausgerechnet Kult-Gruppen wie "The Cure" mit Songs wie "Friday I'm in Love", die man nicht minder als "Schnulze" oder sonstwas betiteln könnte, einen großen Namen gemacht. Und ein Kult-Song wie"Love will tear us apart" hätte auch aus der Feder von Chris Pohl stammen können, wenn er den Text noch zeitgemäß mit ein paar Schlagwörtern wie Engel und Vampire ausschmücken würde :rolleyes:
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Ich denke, das Problem ist auf die Undefinierbarheit des Begriffs "Gossik" zurückzuführen[/QUOTE]

Meines Erachtesns liegt das "Problem" weniger in der Undefinierbarkeit, sondern mehr in der stetigen Abwandlung des Begriffs, so dass der Begriff von heute mit dem Begriff von vor 10 Jahren nicht mehr viel gemeinsam hat und man dem ganzen am besten eine neue Bezeichnung verpassen würde ... ja die 4. Generation/Ära verdient einen neuen Namen, denn sie trägt ein anderes Gesicht ;)
TrauerwesenZerbrochener:

Gut, dass ich mich dann nach wie vor nicht als Goss sehe, sondern als Grufti :D

Dann käme die Definition usw in etwa wieder hin, und man differenziert dann doch wieder ein wenig ;)
Goat93Trauerwesen:

[QUOTE]Ich glaube EBM (also richtiger) war sogar ein bissl früher. Ich habe ehrlich gesagt nichts gegen EBM, höre es selber gerne und es klingt auch nicht nach Techno.[/QUOTE]

ähh, hihi

Techno und EBM sind im Ursprung das gleiche, man kann sagen, Techno
stammt aus dem EBM...

Dürften so frühe 80er gewesen sein :D

nnordy:
[QUOTE]Was mir zunehmend auffällt ist, daß sich die Szene in viele kleinere 'Unterszenen' aufspaltet - und zwar durch das Differenzierungsmerkmal 'Musik'.[/QUOTE]
Das war >früher< aber schon genauso

[QUOTE]Durch die immer stärkere Differenzierung in der Musik haben sich auch regelrechte 'Modewelten' gebildet - Electros laufen andersherum als Neofolker, Doom Metaller anders als Batcaver... Ich finde das alles sehr kompliziert. [/QUOTE]
Ist es auch, aber man darf dabei nicht vergessen, das die jeweiligen
Szenen auch eigenständig funktionieren bzw. nur oftmals
fälschlich unter Gothik laufen..Doom ist z.B KEIN Gothik...

[QUOTE]Am Anfang war das alles 'Gruftmusik' - da lief Front 242's 'Headhunter' gleich nach Wolfsheims 'Annie' und danach kam Fields of the Nephilim 'Moonchild'... Und keinen hat's gestört.[/QUOTE]
Stört heute auch keinen, nur das es eben heute keiner kennt :D

[QUOTE] Da wurde aber auch noch nicht ganz so viel Rotz in den Clubs gespielt, weil - zumindest nach meiner damaligen WAhrnehmung - fast alle Songs auch irgendwie relevante Texte hatten[/QUOTE]
Och, die Texte sind immer noch gut, man muß halt nur die Bands
danach suchen...

[QUOTE] Es gab da eine gewisse Grundtendenz, die das alles verband, die ist heute schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden. Da beäugt man einander vielmehr mißtrauisch, und der eine ist dem anderen suspekt.[/QUOTE]
Absolut nicht, das war vor 10 Jahren schon so.
Nur das zu der Zeit noch so tolle Sachen wie Lacrimosa sind Rechte
toitonen bei herauskam :D

[QUOTE] Ich denke, das Problem ist auf die Undefinierbarheit des Begriffs "Gossik" zurückzuführen; jeder findet dort seine Nischen, aber komplett reinpassen tun nur noch wenige. Gossik als Melting Pot.[/QUOTE]
gebe hierbei Zerbrochenen recht, vor allem dreht sich jeder den Überbegriff
halt so hin, wie er/sie möchte und sobald man dieses kritisiert ist man
halt Intolerant, nen fascho oder sonstwas...
Es gibt eigentlich schon Erläuterungen und Definitionen zu Gothik, nur
muß man auch betrachten, das man dann die anderen, ursupierten
Richtungen außen vor läßt, wie Gothik Metal, Doom Metal, Industrial,
Neofolk, EBM, Techno usw usf...
Nnordy@Zerbrochener: In den 80ern konnte man Texte wie One Way Ticket von Calling Dead Red Roses noch machen, weil die 'Szene' damals noch kein ganz so klischeeverkommener Haufen war wie heute. Da hatte das Ganze noch eine gewisse Intention, hatte was zu tun mit einem Hang zur 'Morbidität'. 'Bela Lugosi's dead' ist bekanntlich untrennbar mit dem Vampirfilm "The Hunger" mit David Bowie und C. Deneuve und von daher intentional absolut passend. Daneben haben Bauhaus auch andere Texte gemacht... Aber wurscht. Cure's 'Friday I'm in love' haben viele meiner Zeitgenossen inkl. mir immer belächelt - den großen Namen haben sie sich damit im Mainstream-Bereich gemacht, also quasi nach der relativ zahmen Disintegration sowieso eine FAhrkarte in die Media Control Charts, aber guck Dir doch mal die Texte der 'Pornography' an, da schlackert jeder Chris Pohl heutzutage mit den Ohren... Natürlich spielt da auch meine subjektive Wahrnehmung mit rein, aber Fakt ist, daß soviel hirn- und textentleerter Müll wie heute damals niemals in den Clubs gespielt worden wäre. Ich bitte Dich, was ist denn das bitte für ein DJ, der von den Sisters bspw. nicht anderes kennt als 'This corrosion' und den Namen Christian Death noch nie gehört hat?
Die 'hyper hyper' Sache trifft es ganz gut: Vieles von dem, was heute in sog. 'Gothic-Clubs' gespielt wird, wäre Anfang/Mitte der 90er in Technodissen gelaufen. Und so mancher schwarze Texter läuft einem Scooter auch keinen Rang ab... Traurig, aber wahr.
Vielleicht hab ich aber auch einfach damals extrem viel Wert auf Text gelegt (heute übrigens immer noch) und deshalb fast ausschließlich nur Musik gehört, in der ich sowas gefunden habe, kann natürlich sein.
Nebenbei liefen auch mit Bands wie X-Marks the Pedwalk, In the Nursery usw. auch oftmals rein instrumentale Sachen ganz ohne Text... Und 'Blue Religion' ist bis heute einer der besten Songs, die überhaupt in einem Club laufen können.

Viel hängt auch an diesem unseligen Begriff Gothic, der meines Wissens aus Amerika rübergeschwappt ist. Ich verstehe mich auch nach wie vor als 'Gruftie', maximal noch als 'Goth', aber ganz bestimmt nicht als 'Gothic'. Die Aussage mit dem 'melting pot' trifft es zum Teil ganz gut...


@Goat 93: Ich weiß nicht wo DU vor 10 Jahren warst, aber hier im Rhein-Main-Gebiet kann ich für meinen TEil Deine Auffassung absolut nicht teilen. Und ich war fast jeden Tag 'unterwegs'... Klar sind Beobachtungen immer subjektiv eingefärbt, aber so naiv war ich dann damals doch nicht, als daß ich nicht doch die ein oder andere Beobachtung objektiverer Art hätte tätigen und entsprechend darüber reflektieren und Schlüße daraus hätte ziehen können. Das die Entwicklung in den einzelnen Regionen ganz anders gewesen sein kann, mag ja sein, ich kann es halt nur von meinem beschränkten Erlebnishorizont, der sich von Frankfurt bis Karlsruhe erstreckt, beurteilen, und den habe ich entsprechend mitgeteilt. Punkt.
und noch ein edit: Die Aufspaltung in Unterszenen die musikabhängig waren war anno 1990 noch keineswegs so derartig stark ausgeprägt wie heute, ganz einfach auch deshalb, weil es da diese starke Trennung noch gar nicht gab! Es gab einfach noch keine solche Bandschwemme wie heute, natürlich hat das auch mit reingespielt. Aber wie gesagt, diese Ausdifferenzierung gab es mitnichten in der heutigen Form so, auch nicht, als ich anno 1992 angefangen habe, und mein Mann (seit 88 'dabei') bestätigt mir dies immer wieder gern... :cool:
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Trauerwesen:



ähh, hihi

Techno und EBM sind im Ursprung das gleiche, man kann sagen, Techno
stammt aus dem EBM...

Dürften so frühe 80er gewesen sein :D [/B][/QUOTE]

Schon, aber strukturell ist es ja schon anders. Goa ist ja auch kein wirklicher Trance usw usf, aber ist eher eine musikalische Sache.
Es gibt auch durchaus Technoleute (kenne da einige), die Front und Nitzer Ebb durchaus kennen und auch mal spielen, aber generell ist es ja schon anders.
Klar, EBM stellte den Anfang der elektronischen Tanzmusik dar...
Aber jetzt gibt es ja TBM *lol*

ich streite auch nicht ab, dass es heute noch gute Musik gibt. Ich habe glaube ich drei von den diesjährig erschienenen Alben gekauft, und selbst da gibt es gutes...und ich mag auch einiges aus dem Elektrobereich, so ist das ja nicht.

War früher glaube ich undenkbar, dass man aus mehreren Genres etwas hörte...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
gebe hierbei Zerbrochenen recht, vor allem dreht sich jeder den Überbegriff
halt so hin, wie er/sie möchte und sobald man dieses kritisiert ist man
halt Intolerant, nen fascho oder sonstwas...
Es gibt eigentlich schon Erläuterungen und Definitionen zu Gothik, nur
muß man auch betrachten, das man dann die anderen, ursupierten
Richtungen außen vor läßt, wie Gothik Metal, Doom Metal, Industrial,
Neofolk, EBM, Techno usw usf... [/B][/QUOTE]

Nunja, ist irgendwie so ne Mischung, würde ich sagen. Ich verneine die Aussage Zerbrocheners nicht. Es zählt eben immer mehr dazu.
Ich glaube auch, dass im allgemeinen schon Within temptation ebenso ind en Begriff passt wie Industrial...ich weiss auch nicht, es liegt auch nicht in meiner Macht, zu entscheiden, was gothic ist und was nicht. Und wenn ich mir die neue Apoptygma anhöre, denke ich, gehören die wieder raus. ist bei mir so eine Gefühlssache...
Schwierige Sache das wieder. Aber mit dem Verändern das stimmt.
rosenkind[QUOTE]Ich als Musikerin habe das große Glück, Musik machen zu können, die mir gefällt.[/QUOTE]

mir gefällt sie auch, obwohl ich bisher aus chronischem Geldmangel nur eure Demotracks kenne *seufz*
nebulosabei dem krach kann ja keiner seinen winterschlaf halten!
ich habe mir ehrlich gesagt keine mühe gemacht, jeden einzelnen beitrag durchzulesen.
eine s.g. szenenentwicklung beobachte ich seit anfang der 80er, als sich von den "schäbigeren" punks so eine art "edelgrufties" abhob, die sich schon damals für was besseres hielten und auch finanztechnisch betuchter waren. scheint mir so, als hätten sich daraus die "gothics" rekrutiert.
genau die nachkommen dieser grufties, scheinen sich heute kaum mit mehr, als über mode und musik mit einer pseudoszene zu identifizieren. genauso könnte man den trachtentragenden musikantenstadlfans eine szene unterstellen.
meiner meinung nach gibt es keine gothicszene, da es wohl keiner richtig definieren kann, was das überhaupt sein soll. ein paar elitärgesinnte clubbesucher machen schließlich keine regionalübergreifende szene aus.
die beweggründe dieser massenhaften mitläufer sind doch in der regel nur das streben nach anerkennung in der gruppe.
sowas verläuft sich meist auch recht schnell, bis sich wieder andere gruppen gefunden haben, die sich von der vorherigen wieder abheben und natürlich was noch besseres sind.

eigentlich ist das gar kein thema für mich, weil ich aus dem alter raus bin mit kindern zu spielen.
bin für mich nur schwarz und sonst nichts!
das ist alles. ich schlaf mal weiter.
Goat93Nnordy:

[QUOTE] Ich weiß nicht wo DU vor 10 Jahren warst[/QUOTE]
Besoffen Auf Partie :D

[QUOTE]der sich von Frankfurt bis Karlsruhe erstreckt, beurteilen, und den habe ich entsprechend mitgeteilt. Punkt.[/QUOTE]
Das mag sein, ich weiß aber z.B das die Leute in Köln oder auch in
Hannover schon viel offener sind, wie die Leute in Bremen oder Hamburg...

[QUOTE]Die Aufspaltung in Unterszenen die musikabhängig waren war anno 1990 noch keineswegs so derartig stark ausgeprägt wie heute, ganz einfach auch deshalb, weil es da diese starke Trennung noch gar nicht gab! [/QUOTE]
Naja, da waren die meisten Vermischungen auch noch gar nicht Zugange :D
Anfang der 90er gab es auch nicht solche einen SM/Mittelalter/Metal-Boom
wie Mitte/Ende der 90er ^^

Trauerwesen:

[QUOTE]Klar, EBM stellte den Anfang der elektronischen Tanzmusik dar...[/QUOTE]
Das war alles auf die Vermischung und eigenhinbiegung der Heutigen
Zeit bezogen :D
ich bekomm immer wieder zu hören, das EBM oder Industrial aus dem
Goth stammen und das der Goth schon immer mit dem Mittelalter
verflochten war (immer=solange ich bei bin=mind. 3 wochen)

[QUOTE]ch glaube auch, dass im allgemeinen schon Within temptation ebenso ind en Begriff passt wie Industrial...ich weiss auch nicht, es liegt auch nicht in meiner Macht, zu entscheiden, [/QUOTE]
Sobald man sich die eigentlcihen Schubladen und deren Aussagen
anschaut, stößt man eben schnell auf die Unterschiede, aber ich
werd das Gefühl nicht los, das den Heutigen Musikhörern/Machern
es mehr um Klischees als um Inhalten geht.
Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, das die meisten besucher
einer Goth-Disse Throbbing Gristle's Aussagen oder die Aussagen von
Whitehouse wirklich mögen würden...

nebu
[QUOTE]sowas verläuft sich meist auch recht schnell, bis sich wieder andere gruppen gefunden haben[/QUOTE]
Tjoah..eben nicht. Dieses verlaufen oder das nach einiger Zeit aus der
Szene sein ist eben nicht gegeben.
Die Mitläufer der älteren generation sind die >alten< von heute, die Mitläufer
von heute werden die Alten der folgenden Generationen sein...
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]

Das war alles auf die Vermischung und eigenhinbiegung der Heutigen
Zeit bezogen :D
ich bekomm immer wieder zu hören, das EBM oder Industrial aus dem
Goth stammen und das der Goth schon immer mit dem Mittelalter
verflochten war (immer=solange ich bei bin=mind. 3 wochen)[/B][/QUOTE]
Ja gut, das stimmt nicht ganz, da gebe ich Dir Recht.

Ich könnte jetzt noch vom Schock des Jahres erzählen, dass Suicode Commando EBM sei und The Invincible Spirit und Nitzer Ebb Dark Wave, aber das nur am Rande zur Aufheiterung ;)
Ich meine, Schubladen hin oder her, wenn ich sage, ich höre EBM, dann meine ich nicht Futurepop und soman und sowas, aber das auch nur am Rande, würde evtl sonst auch den Rahmen sprengen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Sobald man sich die eigentlcihen Schubladen und deren Aussagen
anschaut, stößt man eben schnell auf die Unterschiede, aber ich
werd das Gefühl nicht los, das den Heutigen Musikhörern/Machern
es mehr um Klischees als um Inhalten geht.
Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, das die meisten besucher
einer Goth-Disse Throbbing Gristle's Aussagen oder die Aussagen von
Whitehouse wirklich mögen würden...[/B][/QUOTE]
Ja, leider ist das so, klischees werden bedient aber sonst mehr heisse Luft und nichts dahinter.

Wobei es durchaus auch wie gesagt neuere Künstler gibt, wo wirklich was hinter steckt, und wie gesagt, VNV Nation machen nicht unbedingt Gesellschatskritik, teils aber recht gute Texte, und das akzeptiere ich auch.
Ich frage mich nur allzu sehr nach dem Sinn von "Ihr redet und atmet" und sowas...sollte doch mal irgendwann etwas HINTER der Musik stecken.

EDIT: Man merkt bei dieser "Analyse" doch zu gut, dass Musik teils wirklich als Spiegel der Mentalität betrachtet werden kann. Ich will jetzt keine Vorurteile verbreiten, aber ich sag mal so, die, die radikalere Musik hören (um es mal so auszudrücken), haben sicherlich noch mehr mit dem eigentlichen grundgedanken (welchen auch immer) am Hut.
Was Musik angeht, habe ich selber an mir bemerkt, wurde ich immer anspruchsvoller. Man fängt mit Mist an, den man aufgetischt bekommt, aber sobald man reflektiert, sucht man sich auch seine Komponente in der Musik....oder so...
Goat93Trauer:

[QUOTE]Man fängt mit Mist an, den man aufgetischt bekommt, aber sobald man reflektiert, sucht man sich auch seine Komponente in der Musik....oder so...[/QUOTE]
So fangen die meisten an, die ich kenne...

Ich hatte da irgendwie Glück und bin immer gleich zu den "besseren" Bands
gekommen :D

[QUOTE] stelle ich einfach mal die blöde Frage was die hier viel zitierte "Club-Szene" ist? So wie ich das verstanden habe hat sie sich erst in den letzen Jahren herausgebildet? [/QUOTE]
Also ich kann natürlich nur von dem reden, was ich halt auch kenne :)

Und das kann man ungefähr so umschreiben:

Tanzen:
Tolle evil Wichtelige Typen und Tussen rennen und Hüpfen (tanzen?) den
Abend zu BumBUmBum Täääschnoooo Hyper Hyper Musik rum, ab und an wird
was anderes gespielt, weilwegen Kuuult und so, wird fröhlich weitergetanzt,
man muß ja zeigen,das man integriert ist...

Kommunikation:
Die meisten guggn böse evil true, übersehen einen oder versammeln sich in
Gruppen, die umbedingt jeder sehen können muß.
Sobald man jemanden anspricht (je nach lage ob man selbst als Cool wirkt
oder als Looser) wird ein gespräch angefangen oder gleich abgeblockt, man
will sich ja schließlich nicht schämen müßen...
Bewirkt:
Die Gruppen bleiben meist unter sich, Einzelgänger sind eh ausgeschlossen
und tunlichst zu meiden

Verhalten:
Gruppenbildung, Auffallen, Spaßhaben durch Gruppenbildung und Auffallen
Immer Sexy und Cool aussehen, umso mehr Leute starren umso besser
ist das...

Das alles oben verfällt natürlich sobald Allololol im Spiel ist, dann sollte man
alles über Bord werfen, soweit Saufen bis man sagen kann, das man sich
später an nichts erinnern kann und richtig die Sau rauslassen.
Umso mehr Leute einen nächstesmal Grüßen umso besser war dann der
Abend

Ok, nen bissle fies geschrieben, aber leider auch keine Seltenheit :D

Zum Zweiteren..hmm letzte Jahre...
ich geh seit ca. 8 Jahren in einigen Goth Dissen und es hat sich irgendwie
nicht so irre viel geändert :D
TrauerwesenHm Goat, ich sehe schon, wir verstehen uns ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Trauer:


So fangen die meisten an, die ich kenne...

Ich hatte da irgendwie Glück und bin immer gleich zu den "besseren" Bands
gekommen :D [/B][/QUOTE]

Ja, ich gebe zu, auch wenn ich durch eine Mitläuferfreundin ("Yeah, die haben mich als Satanist beschimpft, ich bin ja so cool") zunächst wirklich auf "vernünftige" Musik stiess wie Das Ich, Deine Lakaien usw und durch meine Kindheit auch geprägt war, hatte ich kurze Ausflüchte in Mist, aber mein geschmack hat sich dann doch durchgerungen und ich habe kapiert, dass ich das Gängige auch Kacke finden kann (wo wir direkt beim Thema dieses Threads wären). Kurz geblendet, dann wieder weg. Dennoch ist die Hymne meiner Jugend ein Lied von meinem heutigen Gott, von daher ist das ok ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]

Tanzen:
Tolle evil Wichtelige Typen und Tussen rennen und Hüpfen (tanzen?) den
Abend zu BumBUmBum Täääschnoooo Hyper Hyper Musik rum, ab und an wird
was anderes gespielt, weilwegen Kuuult und so, wird fröhlich weitergetanzt,
man muß ja zeigen,das man integriert ist...[/B][/QUOTE]
Also known as Evilrobic. So nenne ich es seit einiger Zeit. Deswegen passt der macarena da so gut ;)
Zumeist auch anzutreffen auf irgendwelchen Erhebungen/Käfigen/bühnen, damit auch jeder das Rumgefuchtel sehen kann...

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
Kommunikation:
Die meisten guggn böse evil true, übersehen einen oder versammeln sich in
Gruppen, die umbedingt jeder sehen können muß.
Sobald man jemanden anspricht (je nach lage ob man selbst als Cool wirkt
oder als Looser) wird ein gespräch angefangen oder gleich abgeblockt, man
will sich ja schließlich nicht schämen müßen...
Bewirkt:
Die Gruppen bleiben meist unter sich, Einzelgänger sind eh ausgeschlossen
und tunlichst zu meiden[/B][/QUOTE]

Eine freundin, die wirklich lange dabei ist und die auch, wie ich finde, einen schwarzen Sinn hat, wurde kürzlich von so kleinen Tussen/Gören/wie auch immer dumm angeschaut, so nach dem Motto: Was willst Du denn, wer bist Du, weil die gerade mal Kontakt zu den Oberevilpillenwerfern knüpften. Ich finde es so traurig, wenn ich Leute sehe, die zu diesen Gruppen gehören wollen, bei denen irgendwie nichts dahinter steckt, bis auf Rampenlicht und extremes Auffallen (man würfele soviel komische Klamotten zusammen, bis man extrem ausschaut, aber vollkommen ohne Stil usw).
habe mich mittlerweile auch von Leuten distanziert, die gerne mit solchen abhängen, wieso ist mir nämlich schleierhaft. Sobald man gemerkt hat, dass man mit denen nichts gemein hat, verzichtet man auch gerne auf deren bekanntschaft.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Verhalten:
Gruppenbildung, Auffallen, Spaßhaben durch Gruppenbildung und Auffallen
Immer Sexy und Cool aussehen, umso mehr Leute starren umso besser
ist das...[/B][/QUOTE]
Ja, Gruppenbildung siehe oben bei mir.
Auffallen ebenso.
Du vergisst eins, was bei uns ganz populär ist: Vor jeden Fotoapparat springen, damit auch jeder, der nicht auf der Party war, sehen kann, wie toll man aussah.

Bei den vielen, die ich kennenlernte, bin ich doch froh, nach wie vor eine gewisse Anonymität zu haben. Nein, ich bin wirklich nicht neidisch, ich kann mit diesenLeuten wirklich nichts anfangen...

Diese Beschreibung passt auch gut in das Schema der von mir angesprochenen "Hackfressen". Und bevor es nun los geht mit Intoleranz usw, ich toleriere sie ja, aber genau dieses Bild ist nicht das, welches ich in einem schwarzen Club erwartet hätte. Es ist eben nicht die Verkörperung dessen, was ich schwarz nenne, und es gibt momentan nur noch einen Club, indem ich mich richtig wohl fühle, selbst wenn ich alleine unterwegs bin.
TrauerwesenArleen:

Es gibt ja anderes, aber im Endeffekt geht es ja hier darum, dass man merkt, dass eben nicht alles toll ist und man einsieht, dass man doch ein bisschen Distanz halten sollte. Es ist eben nicht mehr dieses hochloben, denn irgendwann begreift man, dass man seine Schwarzheit für sich trägt und eben nicht alles, was sich auch so deklariert, zu einem passt.

Ich will auch nicht allgemein auf Elektros oder die junge Generation schimpfen, dort gibt es genauso Leute, die mir zusagen.

Ich selber habe dementsprechend reduziert, gehe mit offenen Augen durch die Läden, weil mir die wöchentliche Party oft nur ein Weinen bereitet, was es am Anfang nicht war.
Goat93trauerwesen:

[QUOTE]habe mich mittlerweile auch von Leuten distanziert, die gerne mit solchen abhängen, wieso ist mir nämlich schleierhaft.[/QUOTE]
Kann wiederum nur aus meiner Perspeltive reden.
Ich kenne so einige, die >dabeisein< wollen und >cool< sein wollen,
freilich sind sie es in den Augen der Jüngeren, es geht dabei wirklich
nur noch um Party, Coolness, Spaßhaben will mir erscheinen...

Interessanterweise sind diese Leute mehr Goth als alle anderen :(

[QUOTE]Es gibt ja anderes[/QUOTE]
Das stimmt, weiß nicht mehr wo, aber es gibt einige Clubs, die echt noch toll
sind und Gute Sachen spielen :)
Eine Party irgendwo bei Göttingen/Kassel war echt Klasse, das hat verdammt
Spaß gemacht :D
Andererseits spielen die "Großen" Gothdissen, z.B Rabenschwarze in Bremen,
ab und zu auch echt interessante und Gute Sachen, wie Rasthof Dachau,
Di6, Moon lay hidden usw usf, und das nicht nur im Kleineren Bereich...
Kommt meines Erachtens halt nur zu selten vor...

:
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]trauerwesen:


Kann wiederum nur aus meiner Perspeltive reden.
Ich kenne so einige, die >dabeisein< wollen und >cool< sein wollen,
freilich sind sie es in den Augen der Jüngeren, es geht dabei wirklich
nur noch um Party, Coolness, Spaßhaben will mir erscheinen...

Interessanterweise sind diese Leute mehr Goth als alle anderen :( [/B][/QUOTE]

Das verstehe ich nun nicht. Sind sie Goth, und nicht Grufti, oder generell schwärzer als der Rest?
Meine Beispiele sind da weniger schwarz, davon abgesehen, wie die kucken, wenn mal Nitzer Ebb gespielt wird, als würde man heino spielen!


[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Das stimmt, weiß nicht mehr wo, aber es gibt einige Clubs, die echt noch toll
sind und Gute Sachen spielen :)
Eine Party irgendwo bei Göttingen/Kassel war echt Klasse, das hat verdammt
Spaß gemacht :D
Andererseits spielen die "Großen" Gothdissen, z.B Rabenschwarze in Bremen,
ab und zu auch echt interessante und Gute Sachen, wie Rasthof Dachau,
Di6, Moon lay hidden usw usf, und das nicht nur im Kleineren Bereich...
Kommt meines Erachtens halt nur zu selten vor...

: [/B][/QUOTE]

Ja, hier gibt es sie auch noch. Das sind dann jene, die bei den anderen total "out" sind, wo kaum Fotographen rumrennen und wo es keine Käfige oder sonstige Erhöhungen gibt, ist mir mal so aufgefallen. Achja, klein sind sie auch. Interessanterweise sind die Läden jene, die mir am besten gefallen und die meines Erachtens noch wirklich eine bunte schwarze Mischung spielen die, wo keiner "hingeht, der was auf sich hält".
Da merkt man eine gewaltige Spaltung.
Goat93Trauer:

[QUOTE]Das verstehe ich nun nicht. Sind sie Goth, und nicht Grufti, oder generell schwärzer als der Rest?[/QUOTE]
Sie erfüllen jedes Klischee eines Individuellen Schubladenfreien Schwarzkittel :D
TsafriedIch stelle mir grad die Frage, ob ich stolz sein kann, noch nie in einem schwarzen Club gewesen zu sein... zu den paar Goths die ich tagtäglich sehe auch nicht den geringsten Kontakt zu haben (bis auf das freundliche, wenn auch sprachlose Grüßen bei einem), mich auf dem Subway Konzert äußerst deplaziert gefühlt zu haben (zumindest bis das konzert begann und ich glücklicherweise neben über dreißigjährigen zu stehn die ganz gut abgegangen sind) und die gespielte Gefühlskälte einfach lächerlich zu finden?
Gleichzeitig aber auch Menschen suspekt zu finden, die ich noch nie traurig oder niedergeschlagen sah?
Soll ich mich schämen weil ich Spaß an oberflächlichem Gerede mit "Normalos" habe?
Weil ich den Spaßgesellschaftstrend nicht mag, mich aber nicht von den Leuten abgrenze und ignoriere, die ihm folgen?
Weil ich es irgendwie schwerlich hinkrieg, eine wirklich tiefgründige Diskussion lange aufrechtzuerhalten, weil mir schlicht die Argumente ausgehn?
Weil ich mir über meine Meinung zu vielen Dingen einfach nicht sicher bin?

Bin ich andererseits Kitschgruftie weil ich gerne melancholisch bin? Weil ich Mondscheinromantik etc. einfach schön finde? Bin ich spießig weil ich lieber einen Abend schön alleine bei Musik und Treiben lassen genieße, anstatt mir den Verstand aus dem Hirn zu saufen?

Ich betrachte solche "Erfahrungsaustäusche" immer mit Interesse, da ich von den Schwarzen Spaßgrufties noch nicht sehr viele kennengelernt habe, und "Altgrufties" noch nahezu gar nicht. Ich finde "Hardcore-Goths" äußerst befremdlich, mag eher den "gemäßigten", schlicht schwarzen Stil.. hm... ich bin wohl einfach noch nicht lange genug "dabei" um mir ein wirkliches Bild von der Szene oder Subkultur oder was auch immer zu machen...

kommt alles noch... immerhin bin ich ja momentan schon mal dabei meinen musikalischen Horizont zu erweitern (und die Sisters CD war ne verdammt gute Wahl, Darket:D )

So long,
Tsa
DarketIch weiß ;)
rosenkindmoment... bin ich jetzt außen vor, weil ich mich auf einem subway Konzert pudelwohl gefühlt habe? :D
Tsafriedkönnte daran liegen das ich mich davor mit leuten getroffen hatte die ne flasche martini leerten... beim konzi wars auch toll neben verrückten-uralt-fans die so gaaanz leicht gepogt haben:D
Goat93tsa:

[QUOTE]ob ich stolz ...

und die gespielte Gefühlskälte einfach lächerlich zu finden?
Gleichzeitig aber auch Menschen suspekt zu finden, die ich noch nie traurig oder niedergeschlagen sah?
Soll ich mich schämen weil ich Spaß an oberflächlichem Gerede mit "Normalos" habe?
Weil ich den Spaßgesellschaftstrend nicht mag, mich aber nicht von den Leuten abgrenze und ignoriere, die ihm folgen?
Weil ich es irgendwie schwerlich hinkrieg, eine wirklich tiefgründige Diskussion lange aufrechtzuerhalten, weil mir schlicht die Argumente ausgehn?
Weil ich mir über meine Meinung zu vielen Dingen einfach nicht sicher bin?[/QUOTE]
Nein, warum solltest du darauf Stolz sein?

[QUOTE]Bin ich andererseits Kitschgruftie weil ich gerne melancholisch bin? Weil ich Mondscheinromantik etc. einfach schön finde? Bin ich spießig weil ich lieber einen Abend schön alleine bei Musik und Treiben lassen genieße, anstatt mir den Verstand aus dem Hirn zu saufen?[/QUOTE]
Du kannst einer sein, es kommt Grundsätzlich auf deinem
Verhalten bzw. auf deine Einstellung insgesamt an...

Ist Melancholie kitsch, wenn man sie wirklich fühlt?
Nein...
Sie wird aber zuKitsch, sobald man die Melanchiolie als Schau nach
außen trägt und überall als Utensiel Präsentiert...

Wie ich das sehe, das hört sich harsch an, ist aber meine Ansicht.
Die meisten Leute sehen in der Subkultur etwas besonderes und wollen
ein Teil dieses Besondere sein, obwohl sie eben nicht besonders sind.
Besonders in diesem falle einfach Andersartig, aus der Reihe fallend,
interessant usw. ...

um mal zum Grundthema zurückzukommen und nicht weiter rumzulästern ^^

Was sind denn noch Sachen, die einen daran faszinieren?

Eentuell einfach mal nen bissle Szene Wechsel?
Bringt auch Abwechslung ^^
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
Nein, warum solltest du darauf Stolz sein?
[/B][/QUOTE]

das mit dem stolz-sein war nicht so ganz ernst zu nehmen:) ich mein weil hier irgendwie alle auf dei szeneclubs schimpfen und wie schlecht doch alles ist passte das irgendwie:p
Goat93Ich schimpf ja ned auf DIE Szene, nur auf die Leute die mir nich gefallen :D
Tsafriedkann es sein das das der weitaus größere Teil der Szene ist?:D
DarketNa deswegen gehen wir im Februar ja auch zusammen zu Bauhaus. :D

Ernsthaftere Antwort kommt noch, heute bin ich, ganz ungruftig, zu gut drauf dafür. ;)
Loki@darket, instroemen: willkommen im club.

oder sollte ich besser sagen "willkommen vorm club"? ich kenne dieses gefühl nur zu gut. als ich anfing war ich tatsächlich 14 (also gaaaaanz doll pseudo *sinister laugh*) und die gothic-szene war für mich so etwas wie ein von stilvollen und intelligenten freidenkern bewohnter garten eden.
ich fand die szene schon immer sympathisch und fühlte mich sofort wohl. jetzt bin ich 18 und obwohl nur 2 jahre älter doch gezeichnet mit dem gefühl, alles schon gesehen zu haben.
ich persönlic höre zwar auch neuere musik wie suicide commando, in schwachen momenten sogar geistloses gehämmer wie blutengel, doch jedem der hören kann, wird auffallen, dass sich gerade in diesem bereich alles wiederholt.
innovative elektronische musik ist in etwa so selten wie eine silberne kuh.

ich bin auch eher fan vom simplen schwarzen stil. je simpler desto besser. mir fehlt zwar noch ne melone, aber schirm und charme reichen vorerst ;)

meine meinung (allerdings erst nach vielen enttäuschungen): die szene ist, was man aus ihr macht :D

gruß,
Loki
BlackDragonOhne jetzt alles komplett gelesen zu haben, will ich auch mal meinen Senf dazu geben.
(Ich stell mich dann anschließend in die Ecke und schäme mich.)

Eigentlich will ich nur mal kurz ein Statement abgeben - nach dreieinhalb Jahren Nachtweltenmitgliedschaft ist man solche Diskussionen ja eigentlich allmählich leid. :D

Zu meiner Anfangszeit war ich - wie wohl die Meisten - auch noch um einiges extremer drauf. Es war eigentlich ganz lustig und damals etwas neues, aber schnell habe ich gemerkt, dass ich mich so auch nicht so recht wohl fühlte.
Ich denke, dass diese "Szene" für viele (wie mich) lediglich ein Ausgangspunkt für einen Selbstfindungsprozess ist und diesen sicherlich auch beeinflusst. Dementsprechend habe ich die Nietenarmbänder schon lange abgelegt, mir meinen Undercut vor 3 Jahren wieder wachsen lassen und die zerrissenen Strumpfhosen im Schrank verstaut - nicht, weil ich das als kindisch oder so ansehen würde, sondern weil ich das einfach nicht bin. Die Fingernägel lackiere ich mir nur noch selten und mein Auftreten richtet sich nicht mehr nach aufgezwungenen Idealen, sondern danach, wie ich mich fühle. Aus dem Krampf in eine Gruppierung zu gehören ist eine innere Gelassenheit geworden.
Nichtsdestotrotz ist auch vieles geblieben: ein Großteil meines Musikgeschmacks, die Vorliebe für dunkle Farben und gewisse Einstellungen, für die ich den Erfahrungen in dieser schwarzen Gemeinschaft geben will, so z.B. für eine gewisse Offenheit Neuem gegenüber und eine emotionale Grundhaltung, die sich nicht etwa durch Depressivität o.ä. auszeichnet, sondern durch ein...nun ja..."verstärktes Ausleben", ein nicht-abstumpfen-wollen...etwas verrückt sein.
Auch ein bestimmtes Zugehörigkeitsgefühl stellt sich noch häufiger ein, so z.B. auf dem Nachtweltentreffen oder beim Zusammensein mit anderen "Schwarzen". Nach wie vor liebe ich Pathos und emotionalen Kitsch in vielen Formen (Hey, bei mir läuft grad das Nachtlied von ExNnord und gestern habe ich zum sechsten Mal Hamlet gelesen! :D)

Was die übrige Szene angeht:
Das mit der Zersplitterung sehe ich ähnlich, wie Nnordy. Ich habe ebenfalls nicht die geringste Ahnung, was Fetischpartys mit Gothic zu tun haben sollen, aber mittlerweile ist mir sowas nur noch egal. Enttäuscht über die Szene bin ich zwar manchmal immernoch, aber wenn ich mir das ständig zu Herzen nehmen würde, würde ich schon Heulkrämpfe kriegen, wenn ich mal auf Nachtwelten querlese.
Ich identifiziere mich halt nur noch mit den Dingen, die mir auch passen und ignoriere den Rest ziemlich erfolgreich - wenn mich jemand unberechtigterweise mit Fetisch, "Dark-Techno" oder Bockmist wie Blutengel in Verbindung bringt, ist das sein Problem - er hätte mich ja einfach fragen können.
Ich habe mir hier eigentlich eine ganz gemütliche, kleine Nische gebaut...ich bin zufrieden.

So, das war mein Wort zum Mittwoch.
TrauerwesenGoat:

Ok, verstanden und absolute Zustimmung!


Sonst habe ich eigentlich nichts neues zu dem Thema zu berichten. Ich glaube, man nimmt sich selber nicht mehr so ernst im Kreise der anderen. Mal ernsthaft, man bekommt das ja mit, gerade dabei und schon geht es los "ich bin ja so true" und bla, weil man ernstgenommen werden möchte.

Bei mir ist es nun so (wobei ich schon vorher Abstand von den hackfressen nahm ;) ) , dass das alles so unwichtig wird. Es wird unwichtig, ob man nun jedesmal sieht und gesehen wird, und anstatt in die Disse auch mal ins Kino geht. Es ist unwichtig, wenn man zum Bäcker in Jeans, geht, wo es vielen zu anfangs wohl so ergeht, dass auch möglichst jeder sieht, dass man Goss ist.
Ehrlich gesagt ist es mir mittlerweile scheissegal, ob ich nun schwarz oder nicht trage, solange ich etwas trage, was mir an dem Tag gefällt.
Und viele, gerade zu Anfang behängen sich so extrem mit anderem Kram, dass es auch möglichst jeder mitbekommt. Viel heisse Luft. Bei manchen Kindern (will nun nicht hier Gruftkinder sind doof - Diskussion führen, aber finde das teils lustig), die einen böse anschauen und denken, sie seien ja so evil und ich in meiner Arbeitsuniform da sitze (blau!!!), dann denke ich auch immer, erzähl mal was.

Oh nein, es artet doch aus mit mit.

ich will nur sagen, es wird einem egal, weil man weiss, wer man ist, während viele Anfänger krampfhaft versuchen, akzeptiert zu werden und sich zubehaupten. Man gehört dazu, wenn man fotografiert wurde (ich renne immer weg), man gehört dazu, wenn man immer dabei ist und gesehen wird. Nö!

Und was die Gossik-Spassgesellschaft angeht, hat Goat das sicherlich gut geschildert. Ist aber wohl nochmal eine andere Geschichte.

ich möchte hiermit nochmal ausdrücklich hinweisen, dass ich generalisierte, und jenes auf Reflektion und Beobachtung basiert.
Goat93Tsa:
[QUOTE]kann es sein das das der weitaus größere Teil der Szene ist?[/QUOTE]

Nie [img]http://www.mysmilie.de/smilies/engel/img/009.gif[/img]

Loki:

[QUOTE]und die gothic-szene war für mich so etwas wie ein von stilvollen und intelligenten freidenkern bewohnter garten eden.[/QUOTE]
Dacht ich am Anfang auch, vor allem wenn ich als Jüngling solche Texte
wie von Das Ich (Staub) oder ähnliches gelesen hab (ohne die Musik zu kennen
:D )

Meine "Rettung" vor der totalen Enttäuschung waren die Pösän
Neofolker/Industriellen :D

Irgendwie hat mich deren Einstellung fasziniert und beflügelt.

edit:

Als Vorschlag, wieso nicht mal auf kleinere Konzerte gehen und
dort einfach wieder feiern, die Musik genießen, alle anderen ignorieren?
:D

Hat letztens beim Bakterielle Infektion /Rorschach Garden konzi Super
geklappt, hat echt Spaß gemacht (Ok, beide Bands sind eh gut :D )

oder einfach mal auf ein anderes Konzert fahren?
Hab das mit Balzac gemacht, in Hamburg.
War Saugeil (und ich besoffen :D )
Odessa---
und die gothic-szene war für mich so etwas wie ein von stilvollen und intelligenten freidenkern bewohnter garten eden.
---

Das war es wohl auch mal ;-). Und diese Leute nannten sich nicht Goten, sondern wurden umständlich als "in überwiegend französischen oder venezianischen Cafes herumsitzende schwarzgekleidete Intellektuelle, die sich über Sartre, Kafka, die Bibel, Castro (nein, DER schrieb sie nicht) unterhalten, dabei arabischen Mokka trinken und/oder Zigarren und/oder Zigaretten mit "Spitze" rauchen" bezeichnet. Die in England waren dann die, die eher "rock-mässig" drauf waren, sich nicht so sehr in Cafes denn in "unterirdischen" Schuppen aufhielten und ihre melancholischen Launen pflegten (wer englisches Essen kennt, weiss auch WOHER diese Launen stammen), aber dabei war man weder dauerjammerig-wehleidig noch schwülstig-tränenreich, eher trockenzynisch und morbide, und vor allem war man wirklich sinnlich, sexuell sehr offen und nicht so verklemmt-prüde und teilweise ja schon fast sinnenfeindlich wie es die heutigen Goten zu sein scheinen, lese ich mir manch doch recht bizarren thread auf so manchem Forum durch.

Ich bin übrigens kein Gote, nie gewesen, "ich komm aus dem Hardrock-Heavy-Metal-Bereich und dem Punk" (mein Standardsatz zur Verteidigung *g*), und war noch nie in Discos oder Clubs, aber dafür um so öfter mit den "Intellektuellen im schwarzen Rollkragenpullover in venezianischen Cafes" und von daher schob man mich dann wohl auch in diese Schublade, obwohl meine Morbidität, meine melancholisch-kitischigen (BlackDragon: JAAA ich auch *g*) ellenlangen schriftlichen Ergüsse, mein böser schwarzer Humor und meine latent vorhandene Suizidalität bei gleichzeitig überschäumender Lebensfreude und einem schon perversen Optimismus einer angeborenen Hirnfunktionsstörung ("eigener Charakter" und "gewachsene Lebenserfahrung" sowie simple journalistische bzw. schriftstellerische Nebentätigkeit/Begeisterung) zugrundeliegen.

Von daher - ich kenne keine "Szene", denn ich bin auch noch so exzentrisch und größenwahnsinnig und war schon immer meine eigene Szene;-).

Und mir sind Teenager, die die völlig normalen Pubertätslaunen a la "meine Welt ist zu Ende - ich will sterben - ich habe einen Pickel auf der Nase!" oder "Oh Jammertal, Du schnöde Welt, nun muss ich Dich verlassen, nachdem Du (fill in: "Mein Prinz der Finsternis/Mein König der Dunkelheit/Mein schwärzester Sargnagel") mich verlassen hast und ich doch die 17 Monde schon überschritten habe und mir nun das Leben nichts mehr bieten kann" nicht verdammt nochmal wie wir früher einfach mit BRAVOlesen und Dr. Sommer befragen und/oder ihre Eltern nerven überstehen, ohnehin suspekt.
Wieso die heute alle rumlaufen müssen mit 3 kg Clownsschminke im Gesicht, einem Outfit das zwischen "ich koste 20 Euro in der Stunde" und "ich bin schon 25 aber möchte aussehen wie 13,5 damit mich auch noch der letzte Pädophile für eine süsse kleine Fledermauslolita hält" schwankt und wieso zur Hölle die sich als "Gothics" bezeichnen (wo sie nicht mal eine Barockkirche von einem römischen Tempel unterscheiden können) und wieso zur Hölle II die Männer der Szene heute oftmals wie Mädchen aussehen und sich, noch schlimmer, auch so benehmen ("Heul doch!" wird langsam meine Pauschalantwort auf das Gejammere dieser teilweise schon sehr lebensunfähigen dauerfrustrierten ewig pessimistischen "Prinzesschen-Bubis"), und wieso zur Hölle III kennt keiner von diesen Leuten "Fields of the nephilim", die KEINE Gotenband sind aber die man natürlich genau deswegen zur Ur-Gotenband erkor?

Fragen, auf die ich nicht wirklich eine Antwort will weil ich ja eh kein Gote bin.

PS: Keine-Goten schreiben lange sinnlose egozentrische Beiträge in Foren, wo sich Leute über Goten und Nichtgoten unterhalten.

PPS: Ich trug schon immer nur schwarz. Tjadore und islamische Kleider sind meistens schwarz.

Noch mehr PS: hat nur ein BMW. Und ich mag Sonne.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]

PS: Keine-Goten schreiben lange sinnlose egozentrische Beiträge in Foren, wo sich Leute über Goten und Nichtgoten unterhalten. [/B][/QUOTE]

Ja, die mit ihren Beiträgen extrem darauf hinweisen, dass die Gesellschaft dumm ist, Mainstream ankotzt und die Kirche dämlich. ich meine, man mag gegen die Kirche sein, aber man kann es auch tolerieren und so ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]

Und ich mag Sonne. [/B][/QUOTE]

ich auch, nicht zum braunwerden, weil ich eine empfindliche Haut habe und es nicht allzu schön finde, aber meine Laune ist immer besser, wenn die Sonne scheint, da es mir gut tut :)
Goat93[QUOTE]aber dafür um so öfter mit den "Intellektuellen im schwarzen Rollkragenpullover in venezianischen Cafes" [/QUOTE]
Du redest aber nicht von Studenten, oder? :D

[QUOTE]enn ich bin auch noch so exzentrisch und größenwahnsinnig und war schon immer meine eigene Szene;-). [/QUOTE]

[QUOTE]Fragen, auf die ich nicht wirklich eine Antwort will weil ich ja eh kein Gote bi[/QUOTE]
ähhh...irgendwei scheint die Szene nur noch aus eben solche zu bestehen...
ist das einfacher oder nur bei kritik besser?
OdessaTrauerwesen: ich hab mich damit selbst verarscht *G*.. und ich bin gläubig und habe die Kirche noch niemals angegriffen, eher im Gegenteil ;)

Goat: ne, ich rede von brotlosen Künstlern, verarmten Adligen, durchgeknallten Visionären - meinem Bekanntenkreis "damals" halt, durch die Bank Leute, die heute weit über die 40 sind (da bin ich mit 41 noch die Jüngste), die aber evtl. begonnene Studien immerhin noch vor dem 35. Lebensjahr beendeten :D

--
irgendwei scheint die Szene nur noch aus eben solche zu bestehen...ist das einfacher oder nur bei kritik besser?
--

Es ist in erster Linie "IST", sprich: mir ist ein Rätsel, weshalb sich Menschen so krampfhaft irgendeiner "Szene" zurechnen müssen. Und gleichzeitig schreien, daß sie jegliche Uniformierung und "Norm" ablehnen. Wie genormt all die lackgekleideten und Einheits-"Arschgeweih"-verzierten Gotenmädel und -jungs sind, soll jeder selber beurteilen, aber ich könnte die oftmals echt nur noch unterscheiden, wenn man ihnen eine Seriennummer auf die Stirn prägen würde, denn vom Ausschauen her ähneln sie sich wie ein Ei dem Anderen ;-)

Ich bin ich, BlackDragon ist BlackDragon, Darket ist Darket - wir sind alle immer so scharf darauf, Individuen zu sein....aber haben anscheinend nichts Besseres zu tun, als uns "uniformiert" in eine weisse gelbe grüne rote oder eben auch schwarze "Gemeinschaft" unterzuordnen oder einzuordnen, und das dann auch noch als "elitär" oder als "besonders intelligent" zu empfinden. Ich freue mich über jeden, der - wie ein Dragon oder Darket - sagt, daß er ER selbst ist... mit all seinen schwarzen, bunten, pessimistischen, optimistischen, mal jammerigen mal starken, mal introvertierten mal extrovertierten Eigenheiten und Befindlichkeiten. Es gibt KEINE Szene. Es gibt nur einzelne Menschen, die - mal mehr, mal weniger viel - gemeinsam haben und sich darüber erstmal "grob orientierend" finden.

Ich habe mit wesentlich mehr "Bikern" und Klassik-Fans tiefe Freundschaften denn mit "richtigen" Goten. Ich habe mit wesentlich mehr "Rockern" die "tiefgründigeren" Gespräche als mit "selbsternannten" Schwarzromantikern.

Mein Beitrag war, wie der von Darket, als - etwas mich selbst auf den Arm nehmender - "Rundumschlag" zu verstehen gegen Szene"Kult" und Mode-Trends :D
TrauerwesenOdessa: *applaudier*

ja, die Individuen. Mag auch in meine Theorie passen (und die der anderen). Wir wollen anders sein, oder merken, dass wir anders sind, entdecken die schwarzen und finden das toll, weil es anders ist. Doch kaum sind wir da verankert, passen wir uns wieder an. Genau das gleiche wie Normalos tun, nur eben nicht in grün oder gelb, sondern in schwarz. Nix Individualität, man passt sich so dermassen an, damit es jeder sieht, dass man dazugehört. Bis wir unsere Individualität vermissen und uns erneut von der (schwarzen) Masse abheben wollen, indem wir eigentlich nur noch wir selbst sind. Auch wenn wir dann mal blau oder grün tragen oder total ungruftig ausschauen, aber wir sind wir. Wir nehmen diese Anpassung nicht mehr so ernst, wir nehmen die schwarze Masse nicht ernst, weil wir sehen, dass man Individualität noch am besten mit Individualität erreicht.

So, ok, zur Selbstironie:
Gut, ich bin auch sehr mitteilungs- und denkbedürftig, mag auch am Philostudium liegen ;)
Nur sehe ich da dennoch ein wenig Wahrheit. Tiefgründigkeit hin oder her, oft merkt man (ohne irgendwie an konkrete Beispiele im Forum zu denken) dann doch nur dessen versuch, anders denken zu wollen, was aber wieder dazu führt, dass man Denkklischees bedient, wie eben "Kirche ist doof", "Dumme Normalos", "Scheiss Konservatismus" usw. Zurschaustellung von gedanken, die einen zum wahren grufti deklarieren sollen, oder so ähnlich.

ich mag auch noch so anders sein (oje, jetzt fange ich selber damit an), ich habe kürzlich bemerkt, wie konservativ ich doch dennoch bin. Hallo, ich träume von Heirat, einem Beruf als beamtin (Hochschule), Haus und Hund. Das tut mein Nachbar, der Britney Spears hört, in etwa auch.
ich muss nicht Friedhofsgärtner werden, um schwarz sein zu können, und selbst wenn. ich bin schwarz, aber ich bin ich, ein schwarzes ich.
Jens II[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]



ich mag auch noch so anders sein (oje, jetzt fange ich selber damit an), ich habe kürzlich bemerkt, wie konservativ ich doch dennoch bin. Hallo, ich träume von Heirat, einem Beruf als beamtin (Hochschule), Haus und Hund. Das tut mein Nachbar, der Britney Spears hört, in etwa auch.
ich muss nicht Friedhofsgärtner werden, um schwarz sein zu können, und selbst wenn. ich bin schwarz, aber ich bin ich, ein schwarzes ich. [/B][/QUOTE]

Ja nun, für die schwarze Seele ist es ja nicht Voraussetzung, in einer 2,5-Zimmer Mietwohnung von Stütze zu leben.
Ein ertragreicher Job macht das schwarze Leben viel einfacher.
Goat93[QUOTE]mir ist ein Rätsel, weshalb sich Menschen so krampfhaft irgendeiner "Szene" zurechnen müssen.[/QUOTE]
Selbstwertegfühl, Gemeinschaftsgefühl, das Gefühl etwas zu schaffen
und zu erschaffen, das Gefühl, etwas besonderes zu sein, sich vom
Alltag abzuheben, etwas zu verändern

Alles in einer Gemeinschaft oder SZene möglich :)

Andererseits wiederum, was komischerweise gerade die
Nicht-Szene teilnehmer vor sich herschieben:

Abkapselung, Elitarismus, etwas besseres sein/schaffen, ausgrenzung
rebellion,

[QUOTE]Und gleichzeitig schreien, daß sie jegliche Uniformierung und "Norm" ablehnen[/QUOTE]
Macht man das wirklich?

Denke ich jedenfalls nicht o0
OdessaGoat, ich kenne - allein auf diesem Forum - genug Leute die sich immer so furchtbar "abheben" wollen vom Rest der "normalen Menschheit" nur durch ihr "Gothic sein". Und die z. B. eine Schuluniform nur deswegen ablehnen, weil es "Uniform" heisst und da ist man ja schon aus Prinzip anti, und die sich lustig machen über ihre Nachbarn, die im "normalen" Hemd und blauer Jeans ins Büro latschen, von wegen das sind ja "nur Spiesser" und "StiNos", wie können die es wagen neben "uns" Erleuchteten zu atmen, so ungefähr.

Das verstehe ich nicht und muß ich auch nicht (mehr) verstehen, für mich zählt der MENSCH, nicht das "Äußere" und seine Szene.

Ich kenne Ärzte in meiner Arbeit, die in braunen Bundfaltenhosen rumlaufen, aber "innen" sowas von schwarzromantisch sind, daß es Dir echt dunkel wird vor Augen. Und ich kenne Mitglieder des Schützenvereins hier, die am Sonntag in der Tracht beim Feuerwehrfest mithelfen, aber daheim jeden Abend "The cure", "Bauhaus" oder "Suicide Commando" anhören und die Gedichte über Melancholie, Einsamkeit und Wahnsinn schreiben, daß sich der Orkus drum prügeln würd *G*...

---
Andererseits wiederum, was komischerweise gerade die
Nicht-Szene teilnehmer vor sich herschieben: Abkapselung, Elitarismus, etwas besseres sein/schaffen, ausgrenzung
rebellion,
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Nachdem keines dieser Dinge auf mich zutrifft, kann ich es auch nicht nachvollziehen. Weder bin ich abgekapselt (wie schon jemand schrieb: Familie, Kind, Haus, Freunde - ein schönes erfülltes Leben würd ich mal sagen *g*) noch bin ich elitär (setze ich gleich mit Arroganz und das hasse ich wie die Pest). Ich bin einfach ich, lebe mein Leben, einiges davon mag "schwarz" sein, einiges davon ist konservativ, einiges ist mega-trendy vermutlich, und wieder einiges ist Rock-Szene, für Einige die es so definieren würden...aber "after all": es ist einfach mein Leben, und ich brauche dafür keine Schublade. Das nenne ich eigentlich das Minimum an Freiheit und Selbstwertgefühl und mit 41 sollte man auch "soweit" sein, daß man sich über sich selbst definiert und nicht über "Szenen" ;-)
SenecaIch habe heute noch mal über UNIFORMIERUNG nachgedacht...!
Ich glaubem, der Hang zu Uniformierung ist tief in jedem Menschen vorhanden.

Man sieht das schon bei Naturvölkern. Als plakatives Beispiel nehme ich mal die brasilianischen Urwaldindios.
Jeder hat sicher schon mal Bilder von ihnen gesehen, mit dem geradezu charakteristischen "Yanonami" Haarschnitt oder der Rituellen Körperbemahlung.

Ich habe mich mit diesem Völkchen mal etwas näher beschäftigt, wenn auch nur durch die Bücher Rüdiger Nehbergs, der jahrelang unter ihnen lebte, und sogar in einen ihrer Stämme "aufgenommen" wurde.

Wenn man die Bilder sieht merkt man sofort: Diese Leute verwenden einige Zeit darauf sich den anderen Stammesmitgliedern weitestgehend ähnlich zu machen.

So wundertes es auch nicht daß man auf diese Art und Weise recht leicht nur vom Äußeren zwichen den Clans und erst recht zwischen den Stämmen unterscheiden kann.

Der Mensch will eigentlich überhaupt kein wirkliches "Individuum" sein, genau davor hat er in der Regel Angst....Angst ein "Einzelwesen", ein "Außenseiter" zu sein.
Der Stamm, die Gruppe, im weitesten Sinne "die Szene", all das verspricht eine gewissen Schutz... Die "Uniform" signalisiert: "Ich bin nicht allein, hinter mir stehen noch andere, auch wenn Du sie gerade nicht siehst ".

Desweiteren liebt der Mensch eine gewisse Ordnung, er ist ständig damit beschäftigt, alles und jeden erstmal grob einzuordnen (Schubladendenken)

Uniformen sind da natürlich eine sehr große Hilfe....

Einfaches Bsp....

Als (alternativer) Teenie war ich recht oft auf dem Lande als Anhalter unterwegs, offenbar passte aber vielen Automobilisten mein Aufmachung nicht...anders gesagt...wenn mich einer mitnahm, war das meist jemand, zu dem die meisten anderen nicht eingestigen wären...(z.B. verranzter Ford Capri mit Sepultura Aufkleber auf der Heckscheibe, und "Headbanger" am Steuer etc., oder bunt bemalter VW Buss inklusive Althippie und Hare Krischna Soundtrack)...

Das änderte sich sehr schnell, als ich eingezogen wurde, und mich später als Zeitsoldat verpflichtete.

In Uniform mit adretten Kurzhaarschnitt und Barett wurde ich nicht nur sehr viel häufiger mitgenommen, auch die Leute waren ganz andere... Soldaten, BGS Beamte, eben ganz normale Leute.

Offenbar machte die "Uniform" es ihnen allen leichter, mich binnen weniger Sekunden einzuschätzen...was es ihne sehr viel leichter machte, anzuhalten.

Außerdem möchte ihc noch eines sagen...die Schwarze Uniform funktioniert noch immer....
Oder ist Euch noch nicht aufgefallen daß ihr hier im Board, oder bei unzähligen Events immer wieder Leute gefunden habt mit denen ihr was anfangen könnt...?
Sie wollen gefunden werden, daher die "Uniform".

Natürlich gibt es diese leute auch an allenm anden Farben, aber sie zu finden ist in der Regel schwieriger...
TrauerwesenDa musste ich erstmal ein wenig nachdenken....

Klar, man trägt sein gedankengut ja irgendwie nach aussen und sagt damit: Schaut her, im inneren ticke ich so und so, was zumindest für "Gleichgesinnte" verständlich sein sollte.
Und so erwartet man zumindest, dass man bei solchen eher gleiche Themen findet bzw macht man es anderen leichter, eingeschätzt zu werden, es kämen halt schneller gruftige Themen auf (welche auch immer).

Des weiteren, ich denke insbesondere bei Randthemen, wie sie vielleicht bei "uns" vorkommen mögen, bedeute dieses "es gibt mehr von mir, irgendwo" ja im Endeffekt, dass man zwar anders denken mag, aber eben nicht alleine damit auf der Welt ist.
Goat93Odessa

[QUOTE]noch bin ich elitär (setze ich gleich mit Arroganz und das hasse ich wie die Pest)[/QUOTE]
Eigentlich hat das eine nix mit dem anderen Zu tun :)

[QUOTE]Das nenne ich eigentlich das Minimum an Freiheit und Selbstwertgefühl und mit 41 sollte man auch "soweit" sein, daß man sich über sich selbst definiert und nicht über "Szenen" ;-)[/QUOTE]
Das hört sich immer so an, als ob man 24 Stunden am Tag jederzeit den
Gruftkoffer beihat um immer in Szene zu stehen...
Ich sehe es vielmehr als Teilaspekt des Seins an sich, es ist eben ein Teil
des Menschen oder es ist eben KEIN teil des Menschen. Ich verstehe hierbei
auch nciht, wieso sich so viele Menschen diesen Teil eben gern annehmen, aber
immer mit dem Verweis eben KEIN Teil dessen zu sein, was sie da gerade
vor sich herschieben..
Das geht nicht auf dich ab, sondern ist Allgemein das, was in meiner
Umgebung stattfindet.

zudem, wo ist das Problem dabei, sich zu dem zu bekennen?
Ist man dadurch irgendwie benachteiligt, schränkt man sich dadurch+
irgendwie ein, verblödet man dadurch Automatisch?

[QUOTE]Und die z. B. eine Schuluniform nur deswegen ablehnen, weil es "Uniform" heisst [/QUOTE]
Wohl eher, da dieses Zwang ist. Der Zwang stellt dann auch das größte
Problem im Bezug auf dem Thema dar. Man verbindet mit dem Wort
Uniform wohl schon etwas zwanghaftes, von oben diktiertes.
Ich kenne viele Menschen, die sich unter dem Wort eben nur eine Schul
Polizei, Sicherheitskraft oder Wehr Uniform vorstellen können, alles andere
ist für diese Leute keine Uniform, da bei der anderen Kleidung, egal wie
gleich, der Zwang nicht enthalten ist.
Wir reden hier über Gleichnisse der Kleidung, andere reden eben
über Zwänge der Kleidung...

[QUOTE]Nachdem keines dieser Dinge auf mich zutrifft, kann ich es auch nicht nachvollziehen.[/QUOTE]
Muß es immer auf einen selbst zutreffen, um es nachzuvollziehen?
Wenn ja, frag ich mich salopp, wieso du hier postest 0o
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
Als Vorschlag, wieso nicht mal auf kleinere Konzerte gehen und
dort einfach wieder feiern, die Musik genießen, alle anderen ignorieren?
[/B][/QUOTE]

genau das werde ich aller voraussicht nach silvester tun, dass ich dann wohl "alleine" verbringen werde. ich will mir unbedingt ein konzert in einer kleinen kneipe in essen ansehen, und habe die begründete befürchtung, dass mich niemand dorthin begleiten wird ;)
Goat93essen ist etwas weit weg :confused:
Nnordy[QUOTE]zudem, wo ist das Problem dabei, sich zu dem zu bekennen?
Ist man dadurch irgendwie benachteiligt, schränkt man sich dadurch irgendwie ein, verblödet man dadurch Automatisch?
[/QUOTE]

Wieso muß man sich dazu 'bekennen'? Wenn ich mich nicht als Teil einer 'Szene' fühle, aber es meinetwegen gewisse innerliche und äußerliche Überschneidungen gibt (nenn es 'Lebensphilosophie', äußerlich: schwarze Kleidung, ein bestimmter Musikgeschmack), warum muß ich mich dann zu dieser Szene, zu der ich mich als nicht zugehörig fühle, 'bekennen'? Für mich klingt DAS nach Zwang.
Man steckt sich dadurch in eine bestimmte Schublade. Wenn ich sage 'Ich bin Gruftie' dann assoziieren die Personen, denen gegenüber ich dieses STatement mache, damit einen ganzen Sack voll Dinge, Vorurteile, Klischees. Man steckt mich - oder wer immer die Aussage tätigt - in eine Schublade. Damit mag ich denjenigen eine 'Einschätzung' meinerselbst erleichtern - die aber nichtsdestotrotz komplett falsch sein kann oder ist, je nachdem, mit welcher Art von 'Weltwissen' diese Personen mein Statement übereinbringen. - Insofern schränkt man sich natürlich - rein ideell - schon in gewisser Weise ein, indem man sich selbst kategorisch in eine Schublade steckt. Das man selbst weiß, das man viel mehr ist als diese Schublade, mag manchen ausreichend sein, anderen eben nicht. Ich finde beides in Ordnung.

Und in punkto Verblödung: Noch uninteressierter als es viele 'Gothics' derzeit ohnehin schon sind, wenn es um Politik, Zeitgeschehen, Geschichte, Kunst, Kultur etc. geht ("Ich bin unpolitisch", "Ich interessiere mich nicht für sowas", "Ich geh ins Kino und nicht ins Museum"...), weil es außerhalb der eigenen Nabelschau für einen Blick über den Tellerrand nicht reicht, geht es m.E. ohnhin nicht mehr...
lioba[QUOTE]...aber "after all": es ist einfach mein Leben, und ich brauche dafür keine Schublade. Das nenne ich eigentlich das Minimum an Freiheit und Selbstwertgefühl...[/QUOTE]
Das unterschreib ich voll und ganz.
NnordyExakt. Genau deshalb finde ich es ja so kurios, dieses ganze 'Wir sind ja so unpolitisch'-Getue und der anscheinenden Tatsache, daß es nix interessanteres gibt als mit dem Handy dutzendweise SMS zu verschicken statt mal ein paar Kröten für Kultur zu investieren... So ist die Wirklichkeit, leider, bei vielen...

Im übrigen hat sich die 'Szene' auch mal auf die Fahnen geschrieben gehabt, Dinge zu thematisieren, die von der 'Gesellschaft' bewußt ausgeklammert werden: Tod, Sterben, das Interesse an Mythen und Geschichten und Gestalten, die eine gewisse morbide Faszination ausstrahlen (Vampire, Geister...)... Das spiegelte sich dann z.T. auch in der Kleidung und im Make-Up wider ('Kalkleichen' - wenn man's richtig machte, konnte das richtig richtig super aussehen). Heute verkommt das vielfach zu Klischees, weil es irgendwie 'dazugehört', das man sich mit sowas beschäftigt, ohne sich wirklich dafür zu interessieren. Ebenso wie Heidentum, weiße Magie, Runen, Okkultismus usw. usf. Alles irgendwie bei vielen total sinnentleert. Oft wird 'schwarz sein' gleichgesetzt mit schwarze Kleidung anziehen und 'schwarze' Musik hören, was m.E. eine völlig unzulässige und absolut traurige Reduktion darstellt.
Goat93Patra:

[QUOTE]und da wirds für mich zB individuell. [/QUOTE]
o0

[QUOTE]Warum nicht aussehen, wie aus einem Katalog entsprungen?[/QUOTE]
Spricht doch auch nichts gegen, außer man stellt sich eventuell als
Unkommerziell, Kreativ dar oder bevorzugt Kleider, die man nicht im katalog bekommt...

[QUOTE]Und doch würde wohl niemand bei gesundem Verstand einem anderen unterstellen, ein PseudoMensch oder als Mensch untrue zu sein...[/QUOTE]

Nunja, die Situation ist doch schon eine andere...
Wenn man aber z.B Lovecraft liest, kommen schon Pseudomenschen vor, die
auch 2 Arme haben :D

Nnordy:

[QUOTE]Wieso muß man sich dazu 'bekennen'?[/QUOTE]
Mußt du doch gar nicht, es zwingt dich keiner dazu 00

[QUOTE]Wenn ich mich nicht als Teil einer 'Szene' fühle, aber es meinetwegen gewisse innerliche und äußerliche Überschneidungen gibt (nenn es 'Lebensphilosophie', äußerlich: schwarze Kleidung, ein bestimmter Musikgeschmack), warum muß ich mich dann zu dieser Szene, zu der ich mich als nicht zugehörig fühle, 'bekennen'? Für mich klingt DAS nach Zwang.[/QUOTE]
Auch hier zwingt dich keiner dazu, dich dazuzuzählen oder dazu zu
"bekennen"

Es geht viemehr darum, das immer mehr die >Vorteile< der "Szene" nutzen
wollen, sich als Teil einer Masse fühlen wollen, sich selbst als Teil solch
einer Masse auch irgendwie darstellen und dann auf einmal ganz freiheitlich
ungezwungen gar kein Teil dessen darstellen wollen...

Das damit identifizieren, das darauf eingehen hat selbstverständlich
Nachteile, es hat selbstverständlich vorteile, es zwingt ohnehin
keinen dazu, dieses anzunehmen...

Aber solange du dich selbst nicht darauf einläßt bist du eben kein
Teil dessen...

lioba:
[QUOTE]..aber "after all": es ist einfach mein Leben, und ich brauche dafür keine Schublade. Das nenne ich eigentlich das Minimum an Freiheit und Selbstwertgefühl...[/QUOTE]
Wirklich?
Jeder Mensch baut und braucht Schubladen, denn ansonsten würde
jede Kommunikation zusammenbrechen, jede Zivilisation wäre so gut
wie unmöglich...
Liluendlich spricht das mal jemand aus (wieder). Ist aber wirklich ein Generationsproblem. Finde deine Ansichten aber wahr und gut nachvollziehbar. Ein Grund warum ich vom Gedanken her zwar die Szene OK finde, aber mich schon lange nicht mehr so Kleide. Toleranz predigen, aber anders gesinnte angreifen... Und auch wenn das immer eine Generation drüber sagt aber das Verhalten der pubertierenden The Rasmus, Him, Nightwish, oder jetzt Tokio Hotel. Jünger ist einfach ein Teeny Verhalten. Und vielleicht muss jeder mal eine extreme Phase durchleben. In dieser sind es halt die Teenis "Mir-geht-es-ja-so-schlecht-ich-weine-und-Schlitze-mir-die-arme-auf-trage-aber-kurze-Oberteile-damit-es-jeder-sieht"-Generation.... auf die eigentliche Szene kann man getrost verzichten. Denn Freunde hat man ja egal welcher Kleidungsfarbe, solange der gleiche Wille und Gedanke die Freundschaft bestimmt....ach egal, das Thema ist echt ausgelutscht! Aber ich finde deine Ansichten wunderbar und sie entsprechen meiner Wahrheit. Du solltest für Dich nur deine Grenzen ziehen und sehen wo du hingehören willst!
belladonna[QUOTE]Und auch wenn das immer eine Generation drüber sagt aber das Verhalten der pubertierenden The Rasmus, Him, Nightwish, oder jetzt Tokio Hotel. Jünger ist einfach ein Teeny Verhalten. Und vielleicht muss jeder mal eine extreme Phase durchleben. In dieser sind es halt die Teenis "Mir-geht-es-ja-so-schlecht-ich-weine-und-Schlitze-mir-die-arme-auf-trage-aber-kurze-Oberteile-damit-es-jeder-sieht"-Generation.... [/QUOTE]

Ich kann mich erinnern, daß zu meinen Einstiegszeiten auf "The Cure" zu stehen, einen ähnlichen Effekt hatte wie heute bekennender HIM-Fan zu sein. Die Neueinsteiger wurden als sogenannte "Lullabys" abgestempelt, da auf diesen Hit von The Cure hin nochmal ein Nachschub an Szenezuwachs folgte. Auch ich habe erstmal The Cure zu meiner Lieblingsband erkoren und fing an zu ritzen, weil ich dachte das müßte so sein:rolleyes: ein gewisses autoagressives Verhalten ist mir zwar schon eigen, aber es war da tatsächlich ein bißchen dieser Gedanke: das gehört halt dazu. Ich habe dann aber schnell kapiert, daß das nichts ist worauf ich stolz sein müßte und meine Narben verschämt versteckt.
Ich habe auch lange gebraucht um richtigen Kontakt zu finden, und das war es, was ich doch von Anfang an eigentlich wollte: Gleichgesinnte kennenlernen. Doch das war alles andere als einfach. Und da habe ich mich natürlich erstmal an dem orientiert, was ich so aufgeschnappt habe. Auch war ich gerade mal 16 und da hat man nicht so wirklich oft die Gelegenheit regelmäßig in Clubs oder zu Parties zu gehen. Und offiziell wurde dann eben The Cure als Gruftiemusik verkauft.
Was ich damit sagen will ist, daß Neueinsteiger auf Grund ihres meist jugendlichen Alters und der nicht eben herzlichen Art der Szene diese Willkommen zu heißen, eben jene von uns Alten verächtlich belächelten Klischees an den Tag legen. In dem Alter brauchen die eine Orientierung und wenn sie die nur von Leuten und Magazinen geboten bekommen, die von der eigentlichen Szene nicht viel Ahnung haben, da kommt dann eben diese "schwarze" Teenie-Generation bei raus. Aber einige von denen meinen es wirklich ernst und wollen eben nicht nur einem Trend hinterherlaufen. Aber sie sind halt einfach noch jung. Das war ich auch mal und da hat es bei mir wie gesagt auch einige Verirrungen gegeben:D
Was das angeht hat die Szene damals wie heute nicht viel dazu gelernt. Die "Lullabys" von damals lächeln heute spöttisch über die HIM und Nightwish-Fans.

Was wirklich anders ist als früher ist der Kommerz der jetzt im Gothic-Bereich um sich greift. Aber das ist wieder ein Thema für "Geld regiert die Welt":rolleyes:
Goat93[QUOTE]belladonna[/QUOTE]

Erstmal, toll das du sowas hier reinschreibst :)

Was ich dabei nur nicht verstehe, das bezieht sich ja in keinster
Weise auf das Alter oder die Kleidung usw., dieses von allem
"Frei" sein wollen, keine "Zwänge" haben wollen, dieses Gegen
Schubladen sein wollen um jeden Preis, obwohl man geradezu
Klischeehaft (egal welches Colour) in diese Schubladen selbst
reinhüpft und versucht alle (un)möglichen Klischees für sich selbst
zu erfüllen. Dieses Ist bei allen Altern mir aufgefallen.

Die Leute verändern sich Zwanghaft, Orientieren sich Zwanghaft an andere,
Kupfern diese Zwanghaft ab und reagiere äußerst Aggressiv auf diesen
Umstand, sobald man darauf hinweist...

Wenn sich jemand selbst als Goth sieht dann wird es sehr schwer bis
Nahezu Unmöglich diese Person davon abzuhalten :)
Dieses ist das Größte Problem des Generationskonfliktes, hat hierbei aber
einen ganz anderen Sinn, weswegen darauf auch nicht weiter eingegangen
werden sollte.
Andersherum stellen (Meiner Sicht nach) immer mehr Leute eben die
"Szene" äußerlich und Inhaltlich dar, die sich aber irgendwie von eben
solcher distanzieren, da dieses sie "beschränken" würde.

Ich denke, jeder Beschränkt nur sich selbst und jeder kann seine Grenzen
selbst abstecken.
gerade Heute ist es sehr sehr einfach sich das Herauszusuchen, was man
möchte, man hat dadurch kaum Nachteile.
Aber wieso wird denjenigen, die sich mit der Szene, mit dem Sein
identifizieren, die sich dafür den Arsch aufreißen immer mehr alles,
womit sie sich identifizieren mit der Begründung, man möge nicht in
Schubladen denken und nicht Intolerant sein.

Ehrlich gesagt mag dieses Nirgends-zugehören irgendwie toll sein,
aber man schränkt dadurch andere, denen etwas an der Sache liegt
enorm ein und man verändert die Dinge auch in einer Richtung, die einen
nicht gefällt.

edit:

[QUOTE]Das mit dem 'Bekennen' - Ich denke doch, daß das hier nicht jeder nötig hat(?).[/QUOTE]
Und gerade das verstehe ich nicht.
Du stellst jemanden, der sich selbst als oth sieht, als Minderwertig ab?
Wovor hast du dabei Angst?
Das du Kritik bekommst, wenn du dich zu irgendetwas zugehörig fühlst?
Das du Kritik bekommst, da du als Teil der Gruppe auch die negativen
Seiten übergebraten bekommst?

Und wenn du dich als Einzelgänger siehst, wieso bist du dann keiner?
Wieso schreibst du in einem Subkulturenforum, wieso setzt du dich
mit einer Subkultur auseinander, deren Teil du niemals sein willst, da diese
dich beschränkt, deren Zugehörigkeit dich Vermindert?

edit 2:

In Fragenden Ton und nicht als Agressive Äußerung, da mich das wohl
interessieren würde...

edit 3:

Worin liegen eigentlich die Beschränkungen, wenn man sich als
Goth outet?
Was sind denn die bösartigen Nachteile, was sind die Minderwertigkeiten,
die man dadurch bekommt?
TrauerwesenIch glaube auch nicht, dass alle, die die Klischees erfüllen, wirklich auch dahinterstehen. Nicht hinter allen, es mag Tendenzen geben, aber nicht in dem extremen. Nur gibt es das unbekannte, und auf der Suche nach Akzeptanz lebt man eben die Klischees aus, weil man eben meint, dies sei die grosse Gemeinsamkeit. Bis man sicherer wird, die Klischees hinter sich lässt und entweder merkt, dass man so akzeptiert wird, oder drauf scheisst, weil man eben sieht, dass auch nicht da alles das gelbe vom Ei ist.
belladonna[QUOTE]Ich könnte mir vorstellen das die Leute einfach nur dazugehören wollen. Und dies möglichst schnell. Um dies zu erreichen werden andere die vermeintlich schon dazugehören abgekupfert.[/QUOTE]

Da ist schon was Wahres dran. Ursprünglich wollte ich auch einfach mal nur ein paar Grufties kennenlernen, weil ich glaubte mit ihnen meine Ansichten über Leben und Tod teilen zu können. Ich fühlte mich zur Szene hingezogen, weil ich dachte, daß die am ehesten meine Einstellung teilen und verstehen würde. Aber wenn ich dann mal einen Gruftie anstarrte und mich nicht traute ihn anzusprechen, wird er sicher gedacht haben: "Was glotzt die so blöd. Die denkt bestimmt ich esse Kinder!":D
Naja, ich wollte dann auch dazugehören. So fing ich dann erstmal an mich dunkler zu kleiden. Ich fing aber gleichzeitig auch an Gefallen daran zu finden. Plötzlich fanden mich Gleichaltrige interessant und obwohl ich noch nicht wirklich als Szenegänger zu erkennen war, war ich in den Augen der "Normalen" schon ein Gruftie und wurde tatsächlich als solcher ernst genommen - von den "Normalen" wohlbemerkt. Von den Grufties konnte ich vorerst nicht so viel Zuspruch erwarten.
Ja, und in gewisser Weise habe ich auch abgekupfert, habe dann aber auch früher oder später geglaubt mich total von dem Rest der Szene als besonders indivuduell wegen sorgfältig durchdachtem Styling abzuheben:rolleyes:
Der gotische Stil gefällt mir bekleidungstechnisch nach wie vor noch am besten und ich trage ihn immer noch außerordentlich gern.
Aber aus dem Alter andere Gothics damit beeindrucken zu wollen bin ich raus, hoffentlich:D
Ich habe liebe Freunde und die sind nicht alle unbedingt "schwarz". Aber darauf kommt es auch nicht an. Es kommt darauf an, daß man selbst akzeptiert wird, mit seiner Lebenseinstellung und seinen eventuellen modischen Eigenheiten. Und nicht darauf, daß man sich zu der Gnade herabläßt andere zu akzeptieren die nicht so "true-gothic" sind wie man selbst;)
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Ich glaube auch nicht, dass alle, die die Klischees erfüllen, wirklich auch dahinterstehen. Nicht hinter allen, es mag Tendenzen geben, aber nicht in dem extremen. Nur gibt es das unbekannte, und auf der Suche nach Akzeptanz lebt man eben die Klischees aus, weil man eben meint, dies sei die grosse Gemeinsamkeit. Bis man sicherer wird, die Klischees hinter sich lässt und entweder merkt, dass man so akzeptiert wird, oder drauf scheisst, weil man eben sieht, dass auch nicht da alles das gelbe vom Ei ist. [/B][/QUOTE]

Naja, Klischees ist auch so ein Thema für sich. Es gibt Klischees, die für mich ein Stück Lebensqualität sind, die ich schätze und liebe. Es gibt Klischees, die sind so gut gemacht, daß man sie einfach mögen muß. Viele Songs von Type 0 negative zähle ich dazu. Mein besonderer Liebling ist da momentan der Song "Black Sabbath" von eben jener Band.
Die heutige Gothicgeneration hat scheinbar ziemliche Komplexe wegen ihres gothic-seins. Warum eigentlich? Keine Angst vor Klischees Leute! Man verpaßt dabei vielleicht das Beste. Und ohne die guten, alten Klischees ist die Szene eben nicht mehr das was sie mal war.
Warum sich ständig rechtfertigen? Seid doch stolz drauf, wenn die (normalen) Leute euch unheimlich finden und euch irgendwelche lustigen Sachen andichten. Da sollten wir doch drüber stehen, oder? Ich fand es früher immer sehr schmeichelhaft, wenn mich "Normale" über mein Outfit ausfragten. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen, anderen unter die Nase zu reiben, daß ich ein Gruftie bin. Da war ich schon ein bißchen stolz drauf. Und warum auch nicht? Vielleicht könnte uns ein bißchen mehr Stolz auf unsere melancholische Art und die Kreativität bei der Wahl unserer Outfits wieder ein bißchen mehr dahin zurückbringen, wo wir mal angefangen haben?
Heute ist es doch oft so, daß man zwar "anders" sein will, aber sich mit einem: ich bin doch auch nur ein ganz normaler Mensch! zurückzieht, wenn man auf sein Anderssein angesprochen wird.
Goat93Arleen:

[QUOTE]Ich könnte mir vorstellen das die Leute einfach nur dazugehören wollen. Und dies möglichst schnell. Um dies zu erreichen werden andere die vermeintlich schon dazugehören abgekupfert.[/QUOTE]
Das kann ich ja nachvollziehen und es ist in meinen Augen auch mehr oder
minder normal...

Aber umso befremdlicher, wenn diese Leute dann auf einmal eben NICHT
dazugehören wollen (angeblich)

belladona:

[QUOTE]Es kommt darauf an, daß man selbst akzeptiert wird, mit seiner Lebenseinstellung und seinen eventuellen modischen Eigenheiten. [/QUOTE]
Gehört zur Akzeptanz nicht auch immer etwas Kampf und Eigensinn?
Wenn man überhaupt keine Kritik oder Kontra bekommt, wie will man dann
wissen, ob das was man da macht auch bestand hat?
Ist man nicht in etwas, was man erkämpft viel mehr verwurzelt als in dem
was man so einfach bekommen kann?
Ist das Rumhacken eventuell von vielen nicht einfach ein Test der
Ernsthaftigkeit, die sie selbst durchmachen mußten?

Das wichtigste, was immer wieder betont wird, man sollte seinen Weg
gehen, man sollte sich selbst verwirklichen.
Aber so ein Weg ist steinig, sollte sogar Steinig sein, denn man
geht diesen Weg bewußt und man will damit ja etwas für sich selbst
erreichen, man will sich durch diesen Weg ausdrücken, mit diesem
Weg wachsen...

Wenn jemand sich sofort von allem Distanziert, überall durchfließen kann,
alles ihn nur "schmälert", worin ist dann der Sinn, diesen Weg ein Stück
mitzugehen?

[QUOTE]Klischees ist auch so ein Thema für sich[/QUOTE]
Das stimmt, Klischees sind in erster Linie die Darstellung nach außen.
Ob im Guten wie im Schlechten, es repäsentiert ersteinmal das
Oberflächliche Gesamtbild einer Masse.

dadurch sind Klischees unerläßlich, aber auch ständigen Veränderungen
unterzogen, je nachdem wie sich die Masse selbst darstellt...
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B] Gehört zur Akzeptanz nicht auch immer etwas Kampf und Eigensinn?
Wenn man überhaupt keine Kritik oder Kontra bekommt, wie will man dann
wissen, ob das was man da macht auch bestand hat?
Ist man nicht in etwas, was man erkämpft viel mehr verwurzelt als in dem
was man so einfach bekommen kann?
Ist das Rumhacken eventuell von vielen nicht einfach ein Test der
Ernsthaftigkeit, die sie selbst durchmachen mußten?[/B][/QUOTE]

Ich verstehe schon was du meinst, aber meiner Ansicht nach hat man doch mit den Vorurteilen der "Normalen" schon genug zu kämpfen.
Jeder Mensch braucht doch einen Ort der Geborgenheit, eine "Familie" die zu ihm hält und wo er sein kann, wie er ist und wie er sich am wohlsten fühlt. Und genau das hoffen die meisten Neueinsteiger ja in der Szene zu finden. Das ist jedenfalls meine eigene Erfahrung. Ich glaube nicht, daß es ich bei dem "Rumhacken" um eine Art Eignungstest handelt. Sehen wir den Tatsachen ins Auge: dieses "Rumhacken" ist schlichtweg Arroganz. Und ich gebe zu, daß auch ich nicht ganz frei davon bin. Auch ich kann eine ziemliche Lästertasche sein. Vielleicht entspringt diese Arroganz ja aus der Tatsache, das es gerade in der Gothic-Szene scheinbar nicht möglich ist, Akzeptanz untereinander zu finden? Jeder glaubt sich dem anderen als echter Gothic beweisen zu müssen und daraus folgt, meiner Meinung nach, dann eben jene Arroganz den Neuzugängen gegenüber. Weil man in dieser Szene eben vielleicht doch nicht die Familie gefunden hat, die man braucht um sich geborgen und gut aufgehoben zu fühlen? Ich möchte das jetzt aber auch nicht verallgemeinern, es gibt natürlich auch gute, innige Freundschaften unter Gothics und ein familiäres Gefühl innerhalb kleiner Gruppen von Gothics. Aber es ist nach wie vor so, daß ein Einstieg in diese Szene nicht eben leicht ist.

Vielleicht geht das eben auch mit der etwas introvertierten, menschenscheuen und melancholischen Art und Lebenseinstellung unsereins einher? Wir sind nunmal nicht der selbstbewußtesten einer. Selbstzweifel, Autoagressionen und sogar Selbsthaß machen uns verletztlich und um Verletzungen zu vermeiden, machen wir dicht und fühlen uns schnell persönlich angegriffen. Geben uns nach außen unnahbar und mystisch und sind dabei verunsicherte Kinder, die sich nicht wirklich vorstellen können, daß man sie lieben und akzeptieren könnte und sich doch nach nichts mehr sehnen, als genau danach.

Vielleicht sollte sich die Gothicszene einer Gruppentherapie unterziehen:D (Kleiner Scherz)
TrauerwesenGoat:

Ja, da sollte mehr hinterstecken als die Musik und die Kleidung ansich.

wozu ich auch zu belladonne komme und den Klischees.

Ich selber habe beispielsweise rotweintrinkend erfahren, dass es ein Klischee ist. Wieso dann nicht weitermachen? Ebenso Gedichte schreiben, den Vollmond geniessen usw usf. wenn es authentisch ist, ist denke ich alles erlaubt. Da sollte man auch keine Angst vor Klischees haben, wenn man nämlich wiederum versucht, entgegen der Klischees zu leben, um möglichst "anders" - eben auch von der schwarzen Masse- zu sein, ist man wiederum nicht authentisch. Also wohl doch besser, wenn man einer selbst ist.
Nur glaube ich, gerade am Anfang sind das weniger. Man nimmt etwas an, ein Bild, ohne man selbst zu sein. Da lobe ich mir doch lieber die, die dennoch in den Gesangsverein gehen, aber bei denen doch sonst im inneren alles echt ist, da sind andere Dinge, die überhaupt nicht schwarz sind, völlig egal, denn es sind ja eben Individuen. ist wohl alles eine Frage der Authentizität. Ich denke nur, dass jene, die dann ihre Akzeptanz irgendwie gefunden haben, die künstlichen Klischees wirder abwerfen und wieder sie selbst sind, was ja eigentlich wieder mehr Akzeptanz bringen sollte (also ich kann menschen nicht ausstehen, die sich irgendein Image aussuchen, nach jenem leben, aber eben nichts dahinter ist). Das ist auch so eine Sache, wieso ich es nach wie vor nicht verstehe, wieso sich einige über Satanistenrufe usw aufregen, man selbst weiss es doch besser?! Man steht doch hinter dem, was man verkörpert, weil man es IST, vorausgesetzt, diese Authentizität ist vorhanden.
belladonna[QUOTE]Nur glaube ich, gerade am Anfang sind das weniger. Man nimmt etwas an, ein Bild, ohne man selbst zu sein.[/QUOTE]

Das stimmt sicherlich, aber man sollte auch bedenken, daß die Neueinsteiger doch oftmals sehr jung sind und in diesem Alter kann man eigentlich noch nicht eine so gefestigte Persönlichkeit sein, daß man als authentisch gelten kann. Ich habe damals wie gesagt, ja auch einige Dinge übernommen, weil ich dachte das gehört dazu, Aber wie du schon richtig sagst, legt man solche Maskerade wieder ab, wenn man auf Akzeptanz und Freundschaft trifft. Wenn man lernt, daß man auch ohne Statussymbole ein interessanter, wichtiger Mensch ist. Man hat dann wirklich die Chance herauszufinden, was man selbst wirklich leben kann, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Und man findet heraus, welche "Klischees" wirklich ein echter Teil der eigenen Persönlichkeit sind und mit welchen man sich weniger identifizieren möchte.
Vielleicht sind Klischees ja auch dann gar keine Klischees mehr, wenn sie wirklich Teil der eigenen Persönlichkeit, Teil der eigenen Wertevorstellung und Lebensqualität sind?

Auf jeden Fall teile ich deine Meinung.
Goat93belladonna:

[QUOTE]aber meiner Ansicht nach hat man doch mit den Vorurteilen der "Normalen" schon genug zu kämpfen. [/QUOTE]
Wo denn?

Ein paar unnette Blicke, 2-3 Sprüche..was ist denn da der Kampf?

[QUOTE]Und genau das hoffen die meisten Neueinsteiger ja in der Szene zu finden. Das ist jedenfalls meine eigene Erfahrung[/QUOTE]
Das stimmt, so sollte es auch sein. Wird es aber nicht, sobald einfach
zuviele Leute zuviel gleichzeitig machen...
Und keiner Zurückstecken kann/möchte

Kritik wird meistens auch geäußert um etwas in Positiver Sicht
verändert zu sehen, nicht nur um einen zu Beleidigen...

[QUOTE]Sehen wir den Tatsachen ins Auge: dieses "Rumhacken" ist schlichtweg Arroganz.[/QUOTE]
Den ich eher nicht, denn die meisten "Älteren" die ich kenne sind im gegensatz
zu den "jüngeren" weniger Arrogant, Intolerant, Verschlossen, Hochge-
stelzt, besserwisserisch, Aufdringlich und von sich selbst überzeugt...

Ist aber natürlich nur eine relative Wertung meiner direkter Umgebung...

[QUOTE]Jeder glaubt sich dem anderen als echter Gothic beweisen zu müssen und daraus folgt, meiner Meinung nach, dann eben jene Arroganz den Neuzugängen gegenüber.[/QUOTE]
Muß man sich beweisen?
Ich denke, das sich ein Teil eben nicht beweisen muß, dieser Teil
kann einfach für sich selbst stehen und dieser Teil IST das, was man
Gothic nennt...

Sobald ich jemanden anderen beweisen muß, das ich dazugehöre,
lauf ich doch nur hinterher, ich identifiziere mich aber mit dem eigentlichen
nicht mehr...

[QUOTE]Vielleicht sollte sich die Gothicszene einer Gruppentherapie unterziehen[/QUOTE]
Jaaaaaaaaaaaaaaa :D
Proffessor Goaty und Psychaterin Dr. Belladonna laden zur Therapy ein :)

Trauerwesen:

[QUOTE]Da sollte man auch keine Angst vor Klischees haben, wenn man nämlich wiederum versucht, entgegen der Klischees zu leben, um möglichst "anders" - eben auch von der schwarzen Masse- zu sein, ist man wiederum nicht authentisch[/QUOTE]
Oder man erschafft neue Klischees :)

[QUOTE] Das ist auch so eine Sache, wieso ich es nach wie vor nicht verstehe, wieso sich einige über Satanistenrufe usw aufregen, man selbst weiss es doch besser?! [/QUOTE]
Eventuell weil es Spaß macht, sich darüber aufzuregen?
Scheint mir jedenfalls so, denn dann hat man Gesprächstoff, man steht
im ittelpunkt, man hat was zu erzählen...

belladonna:

[QUOTE]Vielleicht sind Klischees ja auch dann gar keine Klischees mehr, wenn sie wirklich Teil der eigenen Persönlichkeit, Teil der eigenen Wertevorstellung und Lebensqualität sind?[/QUOTE]

Doch sind sie, aber es ist nichts schlimmes in den Klischees, denn diese
dienen ja einen bestimmten Zweck.
Klischees sind eben nicht schlimm, aber wie bei dem Monsterwort
Konsum wird damit sofort etwas fürchterlich schlimmes verbunden...
Ich will mal behaupten, jeder der sich innerhalb einer Subkultur
bewegt, bedient Klischees, denn die Subkulturen bestehen aus
Klischees, diese Dinge sind mitunter Identifikationspunkte für alle,
diese Klischees sind Übereinstimmungspunkte, eben die Sachen die man
immer wieder bei den Leuten wiederfindet...

Es ist ein Klischee, das Goth schwarz tragen...

~ Klar, es tragen verdammt viele Schwarz, aber auch nicht alle..
Viele laufen in Buntbunt oder Weiß rum, sind aber trotzdem Goth
~Viele Metaller besonders Black Metaller tragen um einiges mehr
Schwarz wie Goth, haben dieses Klischee aber nicht....

Ps:

Vieles ließt sich sehr negativ und Verallgemeinernt. Dieses ist nicht
so gemeint, ich habe es nur herausgeschrieben um eben diese
Aspekte aufzuzeigen.
Zudem kommen verschiedene Aspekte auch mal gesammelt bei
Einzelpersonen vor wie das Arrogant, Intolerant, Verschlossen, Hochge-
stelzt, besserwisserisch, Aufdringlich und von sich selbst überzeugt...

Das ist KEINE Wertung aller "Jüngeren", daher auch die "", sondern
nur Beispiel für eine Mögliche Gegenaussage, die leider auch zu treffen
ist...
belladonna@Goat 93

Man hat doch leider schon mit etwas mehr zu kämpfen, als nur mit Blicken oder wenig kreativen Sprüchen der "Normalen". Das geht schon bei der Jobsuche los und wenn unsereins Kinder hat, kann das auch mit mehr als einem bösen Blick und Getuschel abgehen. Irgendwo auf Nachtwelten hat eine junge Frau geschrieben, daß die Nachbarn Meldung ans Jugendamt gemacht haben, als sie schwanger war. Das ist schon ziemlich unangenehm, finde ich. Und wenn es dann wirklich nötig wäre, hat keiner was gewußt:rolleyes:
Auch treibt einen ja das Unverständnis für die Gothics eigene Weltanschauung, ihre Vorlieben für das Mystische, Melancholische, oder auch schlechte Erfahrungen in der allgemein akzeptierten "normalen" Welt, eben weil man irgendwie anders gestrickt ist dazu, Gleichgesinnte in der Gothicszene zu suchen. Und da ist es eben schade, daß man den Neulingen den Einstieg doch oft so schwer macht.
Natürlich ist nicht jeder Altgothic arrogant. Da hast du Recht. Ich wollte das auch bestimmt nicht verallgemeinern, aber wenn jemand auf einem andern rumhackt, dann bestimmt nicht aus purer Nächstenliebe. Da, bin ich persönlich der Meinung, spielt Arroganz sicherlich eine große Rolle.

Konstruktive Kritik ist natürlich etwas anderes. Da habe ich auch nix dagegen und soetwas bezeichne ich ebenfalls nicht als Arroganz. Und auch das Introvertierte, Mißtausche, das Grufties eben manchmal an den Tag legen, ist ja nicht als Abwertung des Gegenüber gemeint. Neulinge reden sich vielleicht auch (wegen mangelnden Selbstvertrauens) ein, die Altgrufties wären so arrogant, weil sie nicht gleich mit ausgebreiteten Armen auf einen zukommen. Nehmen dieses distanzierte Verhalten vielleicht zu persönlich. Insofern verstehe ich natürlich deinen Standpunkt.
Zeibach@ Darket: Man, man man da hat es dich wohl wieder in das reale Leben geworfen was? Nun das sind die ganz normalen Randerscheinungen würde ich mal meinen.....
Wenn dir wirklich was an den alten Zeiten liegt, dann birg sie gut in deinen Erinnerungen denn - um es mal mit den Worten der Onkelz zu sagen - "Nichts bleibt für die Ewigkeit, Nichts bleibt wie es war"

Das Leben ist grausam aber darum Leben wir schließlich! :cool:

Bleib locker und denk immer daran
Goat93[QUOTE]as geht schon bei der Jobsuche los und wenn unsereins Kinder hat, kann das auch mit mehr als einem bösen Blick und Getuschel abgehen. Irgendwo auf Nachtwelten hat eine junge Frau geschrieben, daß die Nachbarn Meldung ans Jugendamt gemacht haben, als sie schwanger war[/QUOTE]

Nunja..ja einerseits hast du recht...
Andererseits ist vieles einfach Normal geworden, es ist vieles, was
früher Aufsehen erregt hat, angenommen...

Als Beispiel...dieses "Satanist" ...vor so einigen Jahren war das ein
Wirkliches Schimpfwort, die mehrheit der Leute war Wirklcih Christlich,
überzeugt Christlich.
Ich weiß nicht wie es Heute ist, aber in der Schweiz, Österreich oder auch
Bayern waren Satanisten alles andere wie gern gesehen, es war auch
nicht nur eine Abwertung...
heute sind die meisten Menschen (gerade im Norden) eher Atheistisch oder
doch Gleichgültig dem Gegenüber.
Heute ruft keiner die Polizei, weil der Verdacht einer Grabschändung oder
Friedhofsverwüstung gerade da ist, Heute kommt nicht auf einmal ein
Schulpsychologe an und fragt, ob man nicht "darüber" reden wolle, Heute
kommen nicht einfach Sektenbeauftragte und wollen mal mit dir "reden"...

Heute läuft sowas im Fernsehen, neben normaler Chartmusik läuft
SatanistenGruftiGrauenmusik...
Im Fernsehem oder Radio werden Hivi Meddle und Goschick Sachen neben
Grönemeier gespült, wad vor so einigen Jahren noch völlig undenkbar
war...
Heute rennt man einfach durch Karstadt und kann sich Darkthrone oder
Deine Lakeien kaufen für meine erste Burzum CD bin ich 70km
weit gefahren und hatte Glück, das es einen "Szeneladen" gab...

ich hab früher ne Menge Geld für Bücher ausgegeben, weil es die
einfach nirgends gab. Es war schon was besonderes die Bücher von
Crowley zu bekommen, auch in der Eschner Version, früher
ging die Gute Frau von Second Sight Books mit einer wirklich interessanten
Liste regelmäßig verkaufen und man konnte per Post bestellen, da gab
es aber keine Deutsche Version in Hochglanz und Vierfarb...

Denke, diese Sachen sind genau das, was die "älteren" den "jüngeren"
(Alter relativ, kenne auch 40 Jährige Jüngere) vorwerfen, das sie die Sachen
ZU einfach bekommen, das das Gefühl der Besonderheit dabei flöten
geht, das alles zu schnell normal wird, das alles zu schnellebig wird,
das es auch zu viel von allem gibt...
Die meisten werden sich wohl denken, das sie früher viel mehr
machen mußten, aushalten mußten, hergeben mußten, was allerdings
auch nur relativ ist (möchte mich also von diesem Gesichtspunkt selbst
freisprechen, ich konnte früher schon Briefe schreiben :D )
Ich kann mir schon vorstellen, das viele dann aus dem Grunde ersteinmal
die "jüngeren" auch testen wollen, ob auch sie bereit sind, dafür etwas
zurückzustecken, geradezustehen, einzustecken...

Aus der Konsumsicht ist es Heute ein Paradis, unter dem Gesichtspunkt
das geb ich ehrlich zu, beneide ich die "Jüngeren" (wieder total realtiv, nur so zur erinnerung :D ) auch, denn es gibt heute viel mehr und viel besseres
wie "damals" (sagen wir mal 10 Jahre)...
Man kann heute auch viel mehr Erreichen, man kann viel mehr Erleben,
das Angebot ist viel variierter und Größer...
Aber dadurch muß man auch selbst viel weniger machen, man kann sich
viel mehr treiben lassen, statt selbst etwas machen zu müßen, man
muß viel weniger in Kauf nehmen um die Sachen zu bekommen oder
Mitzubekommen, dadurch stumpft vieles viel Schneller ab, und da
wäre ich auch wieder bei dem Grundthema, ich denke man wird viel zu
schnell übersättigt, alles wird viel zu schnell normal und dadurch auch
langweilig...

Als Beispiel:

Vor 10 Jahren hatte ncht jeder i-Net (ich z.B nicht :D )
Es gab auch kaum Leute, die man selbst kannte.
Umso mehr freute man sich, Gleichgesinnte zu finden, oder zumindest
annähernd Leute mit ähnlichen Interesse.
Dies Leute sah man dann ggf. eventuell auch nicht Täglich oder jedes
Wochenende, sondern nur einmal im Monat oder alle paar Monate mal.

Folge davon, irre Telefonkosten, Briefmarkenverschleiß und immer die
Spannung auf's nächste Treffen..es gab bei mir keine großen
Negativen Erwartungen, Forderungen, Wertungen, amn war eher froh
überhaupt jemand zum Sprechen zu haben.

Heute ist dieses allerdings völlig anders. Man sieht halt wieder einen
gruftigen der wieder mal da rumhüpft...
Dort rennt wieder mal jemand mit einem Black Metalshirt rum, was
auf 50 limitiert ist (ist passiert :D ), in der Kneipe spielen sie schon wieder
die Goth Charts rauf, in der anderen die Nu Metal runter...
Wenn man dann ins Gespräch kommt und der Gesprächspartner
(eventuell zu "jüngerer" oder einfach Unwissend/Desinteressiert)
Müllt einen noch mit Belanglosen/Völlig falschen zeuchs dicht, dann
macht das leider auch keinen Spaß...
Man hat Heute die Möglichkeit sich über alles zu informieren, auch darum
beneide ich diejenigen, die Heute kommen, denn dadurch hätte ich bei
mir so manche Peinliche Aussagen sparen können :)


Hoffe, das ist jetzt nicht zu negativ :(
Lunar Light[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]essen ist etwas weit weg :confused: [/B][/QUOTE]

schade eigentlich, ich hätte dich doch glatt mitgenommen. das konzert wird bestimmt superklasse *freu*
TrauerwesenKomme gerade von der Mayday :eek: , ich lerne es nochmal, dass ich zu dieser Party nicht hingehen sollte, insbesondere nicht ohne Ohrschutz. Musste so an Senecas Worte mit der Warnweste und hyper hyper denken....:rolleyes:
Deswegen nur in Kürze:

Goat:
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Eventuell weil es Spaß macht, sich darüber aufzuregen?
Scheint mir jedenfalls so, denn dann hat man Gesprächstoff, man steht
im ittelpunkt, man hat was zu erzählen...
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Ich habe da oft das Gefühl, dass viele sich bestätigt fühlen. Aber genau das finde ich ein wenig paradox. Weil man es doch in erster linie aus Gefühl tun sollte. Klar, irgendwo schocken, aber insbesondere wenn man eben kein Satanist ist, finde ich das irgendwie albern. Ich meine, man will etwas repräsentieren, was einem wichtig ist (denke ich mal, dass es so sein sollte), und dann kichert man sich einen ab, da würde ich mich selbst und meiner Lebenseinstellung nicht ernst genommen vorkommen (deutsches Sprache, schweres Sprache, aber Sinn sollte herauskommen).
Klar haben viele keine Ahnung, aber wenn ich etwas aus Überzeugung mache, dann sollte es mir entweder sonst wo vorbei gehen und mir denken, die haben halt keine Ahnung oder was weiss ich.


Achja, die Szene stinkt! Ich sag mir Mayday und komische Leute, die einfach mal Sachen anziehen, die nicht zueinander passen. Da bald Weihnachten ist, warte ich noch auf die Lichterketten.
Sorry, aber erneut fühlte ich keinerlei Gemeinschaftsgefühl, wollte es auch nicht, weil Mayday nicht unbedingt meinen Vorstellungen entspricht (war aus anderen Gründen da). Und schande über den, der Nitzer Ebb verunreinigt/verhunzt hat!
Und genau da komme ich an den Punkt, wo man entweder die "Szene" als nicht vorhanden einstuft, oder eben aufteilt, denn auf dieser Baustellenparty gab es nichts, was man von einer "Szene" erwarten dürfte, wenn man in etwa meine Musikrichtung hört.
Das nur nochmal als Anmerkung, was auch hervorragend zum Thema passt.
ZeibachIch denke mal das die Szene einfach überlebt ist und man es immer schwerer hat eine total abgestumpfte Gesellschaft zu schocken....
Ich denke man sollte sich mehr auf die Ursprünge besinnen und wieder mehr zusammenrücken um wieder gemeinschaftlicher aufzutreten...
Goat93Trauerwesen:

[QUOTE]Aber genau das finde ich ein wenig paradox. Weil man es doch in erster linie aus Gefühl tun sollte. Klar, irgendwo schocken, aber insbesondere wenn man eben kein Satanist ist, finde ich das irgendwie albern.[/QUOTE]

Noch schlimmer find ich das, wenn jemand dann ganz Stolz erzählt, wieviele
Doofe Blicke er bekommen hat und wie Hart er dabei war ud wieviel
??Angst?? die Leute vor ihm haben, wenn er (16 Jahre, dünn, Kraftlos) durch
die Gegend rennt...

Aber in Österreich scheint es sehr viel ruhiger abzugehen o0

[QUOTE]Sorry, aber erneut fühlte ich keinerlei Gemeinschaftsgefühl, wollte es auch nicht, weil Mayday nicht unbedingt meinen Vorstellungen entspricht[/QUOTE]
Hmm, wie willst du ein Gemeinschaftsgefühl fühlen, wenn du dieses von
vornherein ablehnst?
Naja, ich war noch nie auf der Mayday, daher kann ich darüber auch nicht
urteilen :D

[QUOTE]nd schande über den, der Nitzer Ebb verunreinigt/verhunzt hat! [/QUOTE]
*_* wod? Wer? Warum?

Zeibach:

[QUOTE]und man es immer schwerer hat eine total abgestumpfte Gesellschaft zu schocken....[/QUOTE]
Es mag ja Spaß machen, damit zu "schocken" oder zu "provozieren"
aber muß das wirklich sein?
Man macht den ganzen Krams doch nicht nur, um Aufzufallen und
jeden Tag Halloween zu feiern o0

Mir war es z.B oft Unangenehm,. wenn ich damit "schockiert" habe
oder wenn ich damit aufgefallen bin...
ZeibachNaja ich denke du stehst dann damit aber ziemlich allein....
Wenn ich meinen Bihänder auf den Rücken schnalle und mir meine Lederkluft anziehe, dann tue ich dass um mit meiner breiten Statur und meiner Größe die Leute von mir fern zu halten und um mich von den anderen ab zu sondern.
Ich bin in meiner Umgebung als sehr gutmütig und hilfsbereit bekannt und jeder der mich so sieht und mich kennt weiß, dass ich dann nicht zum Spaßen aufgelegt bin...
Ich prvoziere für mein Leben gern und jene die mich schröpfen wollen werden ihrer Worte beraubt wenn sie sehen wer ihnen gegenübertritt!
Ich bin bisjetzt immer gut damit gefahren, wenn ich Leute einschüchtern will oder besonders auftreten will...
Als Goth bzw als Slayer bin ich doch etwas besonderes und ich sehe nicht ein warum ich das nicht zeigen soll?!?!
TrauerwesenGoat:

[QUOTE]Noch schlimmer find ich das, wenn jemand dann ganz Stolz erzählt, wieviele Doofe Blicke er bekommen hat und wie Hart er dabei war ud wieviel
??Angst?? die Leute vor ihm haben, wenn er (16 Jahre, dünn, Kraftlos) durch
die Gegend rennt...[/QUOTE]

Genau das finde ich ja eben auch, da bekommt die Lebenseinstellung eher eine unwichtigere Position und die Kleidung wird nur zur Fassade oder sowas. Und genau das ist es ja, was man ablehnt, Oberflächlichkeit usw.

Was mayday angeht, so hatte ich gestern das Gefühl, ich sei dort gewesen. Nichts gegen mayday, aber wie gesagt, wenn ich Techno hören will, gehe ich in einen Technoschuppen. als ich dann sagte, ich haue ab, weils scheisse sei wie immer, schaute mich jemand entsetzt an - wollte erst was sagen, liess es aber dann doch bleiben.
Abgelehnt eigentlich eher dadurch, dass ich generell weiss, was für Leute da rumturnen (turnen passt da in dem Zusammenhanggut). Und nein, das heisst nicht, dass ich Menschen ablehne, weil sie auf evil Techno stehen, aber wenn man doch sagt, mit einem anderen verbinde man soviel und Darket nun feststellte, das müsse nicht sein, konnte ich es dort nur erneut nachvollziehen. Es ist alleine die Tatsache, dass ich bemerkt habe, dass schwarz dort absolut anders definiert wird. Und das unterscheidet eben. wenn dann das nächste (schreckliche) "Lied" kommt, wo sich alle freuen und auf die Tanzfläche rennen, ich wiederum die Augen verdrehe und denke "schlimmer geht nimmer", geht das einfach nicht. Es ist wie bei Konzerten. Man steht da vor der Bühne, alle himmeln in dem Moment die gleiche Band an - das ist auch Gemeinschaft. Nur muss dieses eben nicht mehr auf einer vermeintlichen schwarzen party geschehen, eben weil es auch innerhalb Unterschiede gibt, darauf wollte ich hinaus. Hatte das eben gestern wieder gut gemerkt.
Zu Nitzer Ebb kann ich nur sagen:
Murderous klang irgendwie nach Scooter oder sowas, deswegen verhunzt ;)


Zeibach:

Als schwarzer ist man eben nichts besonderes, gerade bei diesen Aussagen scheint es mir, als wäre die schwarze Kutte Mittel zum Zweck, um sich ein Selbstbewusstsein zu geben.
Ich provoziere auch gerne, liebend gerne, aber da ich hinter etwas stehe, dass ich lebe/versuche zu leben, werde ich mich hüten, dies selbst in den Dreck zu ziehen bzw in den Dreck ziehen zu lassen. Klingt jetzt hart, aber mir fiel kein anderer Ausdruck dafür gerade ein. Naja, eben genau das, was Goat auch dazu sagte.
Darket[QUOTE]Wenn dir wirklich was an den alten Zeiten liegt, dann birg sie gut in deinen Erinnerungen denn [/QUOTE]
Ich habe ja garkeine, ich bin mit 22 nun wirklich kein alter Hase.
Goat93Zeibach:

[QUOTE]Wenn ich meinen Bihänder auf den Rücken schnalle und mir meine Lederkluft anziehe, dann tue ich dass um mit meiner breiten Statur und meiner Größe die Leute von mir fern zu halten und um mich von den anderen ab zu sondern.[/QUOTE]
Deswegen nennst du dich dann auch Rollenspieler, Larper oder MittelalterFan?

Ich sage ja nichts dagegen, aber es sollte nicht DER Sinn sein oder zuviel
Platz einnehmen...
Wie reagierst du eigentlich, sobald du wegen den Klamotten ärger bekommst?
Eventuell Zusammengeschlagen wirst?
(Sich gerade nen Dorf mit vielen Fackeln vorstellt *gg)

[QUOTE]Als Goth bzw als Slayer bin ich doch etwas besonderes [/QUOTE]
Sorry aber DAMIT bist du eben KEIN Goth....
Nur ein paar Klamotten überstreifen und auf Hart machen ist eben KEIN
Goth...


Trauerwesen:
[QUOTE]Man steht da vor der Bühne, alle himmeln in dem Moment die gleiche Band an - das ist auch Gemeinschaft.[/QUOTE]

Gutes Beispiel..ich hatte es desöfteren, das ich zu Konzerten gefahren
bin, deren Bands mich nicht interessieren..eigentlich um nen paar
Leute zu treffen und Spaß zu haben...
Wenn man sih von der Band nicht mitreißen lässt, so steht man auch nur
doof daneben und fragt sich, was die Leute da machen :D
Wenn einen eine Band aber gefällt, ignoriert man sein komplettes Umfeld und
läßt sich einfach treiben, ohne die anderen oder mit den anderen je
nachdem...
Aber alles wird eher unwichtig, die Musik/Band wird eben wichtig...
Man genießt das dann eben gerade (und macht sich für alle anderen
rumstehenden auch mal zum Affen :) )

edit:
Darket:

Entweder ist alles zu schnellebig oder du soltest dich mal nach nen
paar neuen Läden/Leuten umsehen :)
TrauerwesenGoat:

Zum Affen machen finde ich gut, erst dieses Jahr noch ungläubig in Hildesheim angeschaut worden :D
Ja hallo, wenn die schon vorne stehen, dann doch nicht nur rumstehen, als würde man TV kucken.

Tja, was die neuen Clubs angeht, nunja, habe sie ja gefunden (bzw die anderen einfach sein lassen), und halt wieder gemerkt, dass ein Mal im Monat effizienter sein kann als jede Woche, wenn man jede Affenparty mitnimmt. Wie gesagt, das Gemeinschaftsgefühl bzw fühle ich mich wohl in einem bestimmten Laden.

Naja, Rest schliesse ich mich wieder mal an *g*, Ziel sollte es doch weniger sein, andere zu schocken, damit versucht man nämlich nur, eine Andersartigkeit künstlich herbeizuführen, um dieses Ziel zu erreichen (wirkt jedenfalls so auf mich).
DarketTue ich gerade....mal sehen was mir in der Berliner Szene bislang verschlossen blieb. ;)
Goat93patra:

[QUOTE]Ich stempel niemanden, der sich einer Gruppe zugehörig fühlt, als minderwertig ab.[/QUOTE]

doch, mit deinen Aussagen wie:

[QUOTE]Wieso muß man sich dazu 'bekennen'?[/QUOTE]

[QUOTE]Die ganze Problematik ist Wahnsinn, denn sie ist rein ideell.[/QUOTE]


[QUOTE]Das mit dem 'Bekennen' - Ich denke doch, daß das hier nicht jeder nötig hat(?). [/QUOTE]

[QUOTE]Ich definiere mich nur nicht über Freundschaften oder Bekanntschaften, beziehe auch mein Selbstwertgefühl nicht von da her. Ich kann sehr lange absolut allein mit mir sein, ohne das es langweilig wird. Langweilen tu ich mich meistens in Gesellschaft.[/QUOTE]
So geht es vielen anderen auch.

[QUOTE]Die Subkultur, das bin ich selbst! [/QUOTE]
Und damit wirst du eiegntlich auch zum Teil der Subkultur

[QUOTE]Es ist einfach so, daß ich keine Lust habe, mich 'Goth' zu nennen![/QUOTE]
Stört doch auch keinen, aber wieso:
~daß das hier nicht jeder nötig hat(?).~
Dir gefällt das Wort nicht, aber im Allgemeinen hat man es nicht
NÖTIG, sich dazu zu bekennen?

Sorry, versteh ich nicht, das sieht für mich wie einer Minderung aus...
Sobald man sich dazu bekennt, hat man es nötig, ist als Minderwertig, da
man sich ja dazu bekannt hat...

[QUOTE]Ich bin Patra![/QUOTE]
Toller Spruch, echt...
Nehmen wir den mal auseinander:
1. Du bist ein Mensch
2. Du bist ein Säugetier
3. Du bist ein Luftatmer
4. Du bist in einem bestimmten Land
5. Du sprichst mind. eine Sprache
6. Du sprichst mind. die Deutsche Sprache
usw. usf...

Du bist Patra, aber du bist das alles andere auch.
Jeder besteht aus unzähligen Aspekten und Verbindungen, keiner
ist nur er selbst, das funktioniert nicht.

Und Goth sein ist eben ein solcher Aspekt, wenn jemand Goth ist, dann ist
dieses einfach ein Teil von ihm, er ist aber nicht GOTH wie du PATRA bist,
das Goth sein nimmt nicht alles ein, genausowenig wie du Absolut auf
dich festgelegt bist...

[QUOTE]Und: Wäre ich dann kein Grufti?[/QUOTE]
Wärst du dann ein Nazi?
Wärst du dann kein Nazi?
Wärst du dann ein Kommunist?
Wärst du dann ein Buddhist?
Wärst du dann kein Mensch?

Ist das nicht alles Relationssache und Eigenansicht?
Ist das nicht ein Ausspruch der eigengesetzten Grenzen?
Ist das nicht einfach Negatives Klischee, woran du dich
da klammerst?

[QUOTE]Ich selbst habe kein Problem damit, auch in mülligen, abgewetzten NormalKlamotten unter Schwarzen zu sein. Die Missbilligung bzw die Ausgrenzung geht von der Szene aus, nicht von mir. Und mit dieser Mentalität habe ich nichts gemein. Für Goths ist ein 'Bunt-Bekleideter' kein Goth. Das ist einfach Fakt. Hinzu kommen noch Innere Werte... Ich finde Goths meist ziemlich spießig, ist einfach so... Trotzdem würde ich niemals sagen, das Goths generell spießig sind...[/QUOTE]
Ersteinmal scherst du alle über einen Kamm und dann willst du
wieder keine Verallgemeinerung?
Komisch..zudem ist deine Aussage nur Klischee und nicht haltbar...
Ganz und Gar nicht haltbar, da die meisten Goth sogar mehr oder minder
Bunt rumrennen und die kleinere gruppe NUR Schwarz trägt.
Wenn du dich mal auf bestimmten Goth Treffen umgeschaut hast/hättest,
dann wäre dir aufgefallen, das man eigentlich alles anziehen kann, was man
will.
Nur, sobald man sich Klischeehaft einer anderen Subkultur zuordnend
anzieht, die dann eventuell noch Abneigungen erzeugt, dann kommen
die Ignoranten auf...
Witzigerweise sprichst du aber gerade den aktuellen Umstand an, der von
vielen hier auch immer wieder aufgegriffen, wurde, das Klischee und das
festhalten an diesen in den gerade verruchten TechnoGothtemepeln :D
Dadurch sprichst du auch den von mir genannten Wandel der Klischees
und der Betrachtung an, denn deine Aussage bestätigt dieses nur...

Zudem, warum sollten die dich Leute aufnehmen, nur weil du deren
Kleidung trägst?
gehört da nicht noch ein bissle mehr zu, eine Gemeinschaft zu gründen?

[QUOTE]Ich werde genügend kritisiert, gerade dadurch, daß ich Einzelgänger mit einem eigenen Kopf bin. Und für mich gibt es nicht den Schutz einer Gruppe.[/QUOTE]
Also, ersteinmal kommt es drauf an, wie du dich als Einzelgänger
präsentierst. Bei deinen Beitrag hier bekomme ich z.B das Gefühl, als
ob du dazugehören wolltest, die bösen dich aber nicht lassen und du
jetzt schmollst. Sorry, aber den eindruck bekomm ich dadurch...
Welchen Schutz der Gruppe?

[QUOTE]Einen speziellen Szenenamen 'nicht nötig' zu haben, habe ich nicht abfällig gemeint - ich habe damit nur darauf hinweisen wollen, daß es auch Leute wie mich gibt...*huhu wink*...[/QUOTE]
Es kommt aber abfällig herüber und ich versteh trotzdem nicht, wieso
du dieses auch so darstellst...
Das beantwortet zudem immer noch nicht meine Frage bezüglich der
Schubladen (leider)

Aber mal fiktiv genommen, jeder wäre Einzelgänger und keiner hätte
es nötig Schubladen zu haben oder sich zu einer Subkultur zu "bekennen"..

Worin läge denn dann der Unterschied zwischen mir und einem HipHoper?
Wenn es keine Musikalischen, Kleidungstechnischen, Ideologischen,
Themenbezogenen, Ästethischen Schubladen oder Abgrenzungen gibt, würde
es nur noch die Masse Mensch geben...

Aber wollte man gerade DAS nicht verhindern?

Noch unterscheidet man sich ja von anderen..noch...
Wie ist es denn dann in 10 Jahren,wenn wirklich überall alles normal
geworden ist und Gothik absolut Alltäglich ist?
Wo ist denn die eigenidentifikation, die eigenentfaltung?
Ich würd sagen, dann werden sich wieder Subkulturen bilden um gerade
nicht so zu sein wie alle anderen...
Und, bös gesagt, kann ich jedem, dem das nicht gefällt, der lieber
Schubladenfrei masse Mensch spielen möchte, nur empfehlen dann bitte
sich nicht als Goth darzustellen und dann auch Konsequenterweise
sich als Masse Mensch zu präsentieren, ohne provokation oder
Schockelemten der pösän Goth zu nutzen, ohne Coole Friedhöfsbesuche
oder Supertolle Borderlineprobleme..denn damit würde man sich ja
auch schon in Schubladen stecken ;)
Montrose[QUOTE]Ich selbst habe kein Problem damit, auch in mülligen, abgewetzten NormalKlamotten unter Schwarzen zu sein. Die Missbilligung bzw die Ausgrenzung geht von der Szene aus, nicht von mir. Und mit dieser Mentalität habe ich nichts gemein.[/QUOTE]

Da sind drei Dinge anzumerken:

1. Ich denke, daß sich unter Schwarzen schwarz zu kleiden einfach einen gewissen Respekt ausdrückt oder zumindest eine Provokation verhindert. In etwa so, wie die Italiener verlangen, nicht halbnackt in den Kirchen rumzurennen.

2. Du schreibst von "abgewetzten Normalklamotten".
Ich teile Deine Bedenken, daß Gothic wie Adidas oder Joop oder Benetton dazu dient, durch teure und reißerische Kleidung sich zum "besseren Menschen" zu stilisieren. Daß ich von solchen Leuten nichts halte und ihre Hohlheit zutiefst verachte, habe ich schon desöfteren zum Ausdruck gebracht.

3. Hier wurde eingewandt, daß man nicht nur alleine lebt, sondern in einer Gemeinschaft. Das ist richtig.
Allerdigs sind die Gemeinschaften unterschiedlich wichtig. Die Zugehörigkeit zu einer Berufsgruppe z.B. dürfte um einiges gewichtiger sein als ob man quasi als Party-Gag Gothic oder Hiphopper ist.

Gothic ist keine Religion, keine politische Ansicht, überhaupt keine Weltanschauung. Gothic ist keine Gemeinschaftsform, die man ernstnehmen müßte. So betrachtet stimme ich teilweise mit patra in mancher Hinsicht überein.

[QUOTE]Es ist einfach so, daß ich keine Lust habe, mich 'Goth' zu nennen![/QUOTE]Die Bezeichnung "Goth" ist, wie Seneca schon mehrfach einwarf, schlecht gewählt.

Das, was gemeint ist, hat weder was mit den spätantiken Goten, noch mit der mittelalterlichen Gotik zu tun. Sorry. die mittelalterliche Gotik war exakt das Gegeteil von Gothic .... die Errungenschaft des gotischen Baustils war, mehr Licht in die Gemäuer zu lassen.

Gothic novel als Ursprung? Damit wäre Gothic mit einem Mischmasch aus früher Aufklärung und ihrem Protest dagegen (Schiller's Geisterseher als Aufruf zur Re-Katholisierung) verwandt. Aber auch solche Spekulationen sind hinfällig, weil Gothics (wie allen derzeitigen Deutschen, selbst wenn sie studiert haben) das intellektuelle Niveau und das historische Bewußtsein für solche Ableitungen fehlt. Das derzeitige Deutschland kann mit kulturellen Kategorien so wenig anfangen wie die Steinzeitmenschen mit der NASA.

Vielleicht wäre statt "Gothic" eine bessere Bezeichnung "Happy Sadness".
nebulosadas ist es was ich meine:
einfach nur "schwarz sein"! wenn sich über kleidungsstil, musikgeschmack und anschauungen gemeinsamkeiten ergeben, dann ist da noch lange keine szene, die irgentwelche ansprüche an kultur zu erheben hat. aus diesem grunde nenne ich mich ausdrücklich NICHT gothic.
über die aussage: "Happy Sadness" lohnt sich mal nachzudenken....
Goat93nebu:
[QUOTE]aus diesem grunde nenne ich mich ausdrücklich NICHT gothic.[/QUOTE]

Nun...ab wann würdest du dich denn so nennen?

Und, ich denke das die meisten deine Ansicht teilen, ich übrigends auch,
aber sollte man dann nicht das was man unter Gothic versteht auch wieder
hervorholen und das was man Heute unter Gothic versteht dann absetzen?

Sich davon awenden und sagen:
ne binnichnich

verändert es leider nicht...
Darket[QUOTE]"Happy Sadness"[/QUOTE]
Das lässt sich aber viel schlechter personalisieren als "Gothic" :D
nebulosadas schubladendenken ist schon recht alt. da will ich einfach nicht reingesteckt werden.
wenn ich bluejeans, turnschuhe und ein rotes shirt anhabe bin ich darunter immer noch schwarz! (nicht die hautfarbe)
ungefähr so, wie wenn ein schwarzes auto ferrarirot überlackiert würde, bleibt es darunter schwarz, es sei denn man würde den ursprungslack abschleifen.
nebulosaim gegentum ist man nicht schwarz, wenn man sich "passend zur gelegenheit" mal über das "bunte gemüt" schwarze klamotten stülpt.
Goat93patra:
[QUOTE]''Minderwertig' ist eine Wertung (steckt ja schon im Wort).
Dieses Wort hast Du mit hineingebracht. .[/QUOTE]
Ja

[QUOTE]Ich habe in Hinsicht Bekenntnis aber nicht gewertet.[/QUOTE]

Was impliziert der Satzteil:

Nötig haben?

wohl sonst?

[QUOTE]Weder habe ich Dich angefeindet[/QUOTE]
Wurde ja auch nirgends behauptet, oder?

[QUOTE]Die neuen Fragen, die Du stellst, sind nur Aufgüsse der alten Fragen. Ich betrachte sie deshalb ebenfalls schon als beantwortet.[/QUOTE]
Wären sie schon beantwortet, warum sollte ich sie dann wiederholen?
Zudem sind neue Fragen zugekommen und die alten wurden eben
nicht beantworten...


[QUOTE]Du vertrittst eben einfach einen anderen Standpunkt.[/QUOTE]
ich habe um eine Erklärung meiner Fragen gebeten, ich habe deswegen
aber keinen Standpunkt vorgeschoben...

[QUOTE]Gibt es schon Gothic-Zuckertüten und Schulzeugs (Ränzen, Schreibhefte usw)? [/QUOTE]
Ja
NnordyHinsichtlich des 'unfreundlich' muß ich mich patra echt anschließen. Achte mal ein bißchen auf den eigenen Tonfall, Goat. Du klingst immer so, als wolltest Du anderen Leuten ihre eigene Meinung 'vorwerfen'. Wir diskutieren hier nicht, um einen Konsens zu erzielen (der ist wohl nicht erreichbar), sondern hier werden Meinungen ausgetauscht. Man sollte doch in der Lage sein, es zu akzeptieren, wenn jemand eine andere Meinung hat, wie falsch oder unkorrekt sie in den eigenen Augen auch sein mag, ohne einen 'anklagenden' Tonfall anzunehmen.

Mich wundert ein bißchen, daß Du, Goat, Dich so drüber echauffierst, wenn Leute sagen, sie seien kein Teil der Subkultur bzw. fühlen sich nicht zugehörig. Wie ich auch schon sagte: Ich bin kein 'Gothic'. Ich finde den Begriff einfach unpassend, weil er originär in dem Zusammenhang, in dem er aus Amerika rüberschwappte, etwas völlig anderes impliziert als das, was ich für mich als 'schwarz sein' definiere. Früher nannten wir uns 'Grufts', und es war nicht bloß ein anderer Name für die gleiche Sache, sondern es gab signifikante Unterschiede zu dem, was heute unter dem Schild 'Gothic' geführt wird.
Aber ob da nun jemand zugehören will oder nicht, ist doch jedem seine eigene Sache...
Goat93patra:

[QUOTE] Was der Satzteil 'nötig haben' bei Dir oder sonstwem an Assoziationen lostritt, ist dann nicht mehr mein Problem, wenn ich nun zum Dritten Mal erkläre: Das war nicht wertend gemeint.[/QUOTE]

Das glaub ich dir ja, nur liest es sich verdammt Wertend, wenn man dein
letztes Beispiel mit den Spielzeug dazunimmt, bekommt man (ich)
das Gefühl, das man als Gothic eben nicht erwachsen ist, sondern immer
noch mit dem (falschen) Spielzeug spielt...

Dieses Gefühl hatte ich eben auch mit dem Nötig haben, welches im
Endeffekt das gleiche aussagt...

[QUOTE]Und Du liest Dich nunmal etwas unfreundlich, Goat.[/QUOTE]
o0

[QUOTE]Und ich habe arge Bedenken, daß Du meine Texte in ihren wesentlichen Aussagen überhaupt erfasst hast [/QUOTE]
Wie wäre es dann, die Aussagen nochmal für kleine doofe Goatys
zu schreiben, damit ich sie verstehen kann? :(

[QUOTE]Fakt ist, daß Du meine Antworten garnicht wahrgenommen hast bzw. für Dich nicht gelten lässt.[/QUOTE]
Weiß ich nicht, ich bin auf die Antworten eingegangen, wie ich sie aufgefasst
habe, eventuell habe ich sie einfach falsch aufgefasst...

Eventuell reagiere ich auf Sätze wie:

[QUOTE]Das mit dem 'Bekennen' - Ich denke doch, daß das hier nicht jeder nötig hat(?).[/QUOTE]

einfach zu Allergisch, eventuell interpretiere ich in solch einen Satz einfach
zu viel rein...

zudem kann ich irgendwie die Antworten dieser Fragen nicht finden:

[QUOTE]Zudem, warum sollten die dich Leute aufnehmen, nur weil du deren
Kleidung trägst?
gehört da nicht noch ein bissle mehr zu, eine Gemeinschaft zu gründen?[/QUOTE]

[QUOTE]Welchen Schutz der Gruppe?[/QUOTE]

Und ich erkenne immer noch nicht was es nun an Nachteilen hat, wenn
man sich als Goth selbst deklariert. Du hast bisher nur verlauten lassen,
das du dazu keine Lust hast, aber leider nicht, inwieweit es nun in irgend-
einerweise ungenügend ist oder was nun der Nachteil dessen ist...

Nnordy:

[QUOTE]Hinsichtlich des 'unfreundlich' muß ich mich patra echt anschließen. Achte mal ein bißchen auf den eigenen Tonfall, Goat.[/QUOTE]
Ich find zwar nicht, das ich im Tonfall unfreundlich bin, werd dieses aber
nochmal nachschauen... :)

[QUOTE]Du klingst immer so, als wolltest Du anderen Leuten ihre eigene Meinung 'vorwerfen'.[/QUOTE]
nein, das möcht ich in dem Sinne sicherlich nicht, ich möchte vielmehr
wissen, wie jemand zu seiner Meinung kommt bzw. wie jemand seine
Meinung darstellen kann :)

[QUOTE]Wir diskutieren hier nicht, um einen Konsens zu erzielen (der ist wohl nicht erreichbar), sondern hier werden Meinungen ausgetauscht.[/QUOTE]
ich sehe es eher so, das ich gern etwas erklärt bekommen möchte, was
ch in dem Sinne nicht verstehe.
Patra kann mir dieses Begreiflich machen, sobald seine Antworten
das beantworten, was ich nicht verstehe bzw. sobald ich seine
Aussagen halt verstehe...

[QUOTE]Man sollte doch in der Lage sein, es zu akzeptieren, wenn jemand eine andere Meinung hat, wie falsch oder unkorrekt sie in den eigenen Augen auch sein mag, ohne einen 'anklagenden' Tonfall anzunehmen.[/QUOTE]
Ich sage nichts gegen seiner Meinung, ich will diese auch nicht in Frage
stellen, soetwas würde ohnehin nichts bringen.
Ich Hinterfrage diese Meinung aber, und das darf ich zudem auch.
Ich habe einen Anklagenden Tonfall angenommen, weil in Meinen
Augen eine Anklage vorher erhoben wurde.
Wie gesagt, eventuell habe ich in dem Sinne überreagiert, in dieser
Aussage zuviel hineininterpretiert, mir diese Aussage eventuell auch
falsch vorgestellt...

[QUOTE]Mich wundert ein bißchen, daß Du, Goat, Dich so drüber echauffierst, wenn Leute sagen, sie seien kein Teil der Subkultur bzw. fühlen sich nicht zugehörig.[/QUOTE]
Hmm,. darüber beschwer ich mich eigentlich gar nicht, eher das Gegenteil,
es wird mir immer wieder vor die Nase gesetzt, das es besser wäre
eben KEIN Teil der Szene zu sein. Wie ich das schon mehrfach geschrieben
habe, versteh ich diesen Zusammenhang nicht, wieso Menschen sich
zwar in der Szene bewegen, diese Mitgestalten, diese Umgestalten
aber sich dann von dieser distanzieren...

[QUOTE]Früher nannten wir uns 'Grufts', und es war nicht bloß ein anderer Name für die gleiche Sache, sondern es gab signifikante Unterschiede zu dem, was heute unter dem Schild 'Gothic' geführt wird. [/QUOTE]

[QUOTE]Aber ob da nun jemand zugehören will oder nicht, ist doch jedem seine eigene Sache...[/QUOTE]
Das ist es sicherlich, das kann man ohnehin auch nicht ändern (will man
ja auch nicht), das prangere ich auch gar nicht an.
Aber ich verstehe dabei auh nicht, wenn ich definitiv nicht dazugehören
will, warum wird dann immer mehr dadurch geändert?

Hoffe, das ist jetzt freundlicher :)
NnordyJa, ist es! :cool:
Demon17Ich finds blöd auf der Szene herumzuhacken, sie wird amnipuliert, verwertet und verwurstet. Die meisten Clubbetreiber verwursten uns doch nur, so nach der Salamitaktik ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, aber pfui das könnte die Leute aus den anderen Areas stören. Macht was für die Szene und ihr werdet merken, das es viele Szenen sind. Wir brauchen Infrastruktur, nicht nur im Internet sondern auch eigene Clubs, die von Leuten geführt werden, die wissen worum es geht. Die nicht nur aus finanziellen Motiven handeln. Wir werden uns nie einigen aber das müssen wir auch nicht. Wichtig ist, das die Seele brennt.
liobaDarf ich den letzten Satz als Sig. klauen?:)
Demon17gern :)
Darket[QUOTE]Wir brauchen Infrastruktur, nicht nur im Internet sondern auch eigene Clubs, die von Leuten geführt werden, die wissen worum es geht. Die nicht nur aus finanziellen Motiven handeln.[/QUOTE]
Das blöde ist natürlich, dass es Geld braucht um einen Club zu eröffnen, ihn zu betreiben und am Leben zu halten. Ich verstehe diejenigen durchaus, die versuchen Kohle damit zu machen, ist ja auch ne gewaltige Arbeit. Es gibt viele Einzelpersonen, die mal hier mal da eine Veranstaltung machen, aber zum eigenen Club ist es in Tagen des Überangebotes ein steiniger Weg.
Goat93Patra:

Danke :)

Hab einige Sachen einfach falsch verstanden :(
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Das blöde ist natürlich, dass es Geld braucht um einen Club zu eröffnen, ihn zu betreiben und am Leben zu halten[/B][/QUOTE]

Lasst die "Clubs" (welch' gotische Wortwahl) doch der Techno-Szene .... wofür gibt es denn die zahlreichen Burg-Ruinen und leerstehende Fabrikhallen ?

... "back to the roots", Kreativität und Eigenständigeit heißen das Stichwörter, dann funktioniert es auch wieder mit der "Gothic"-Szene :)
TrauerwesenJo, man kann ja nach wie vor mit seinen schwarzen Freunden eine schwarze Party feiern, mit allem an Klischees, die man so mag (Grablichter, Rotwein usw).

Wie gesagt, es gibt noch einige gute Clubs bei mir, und die unterstütze ich auch gerne.
Den Rest boykottiere ich, da können die Technoleute hingehen, und bei den anderen hoffe ich nur, dass sie nicht aussterben, denn bisher sind sie ihrem Konzept treu geblieben. Und nach und nach passen sich immer mehr an, eben weil es Geld bringt.
Oder ich muss wirklich selber DJ werden und nen Laden schmeissen (hier gab es mal eine leere Kirche, die wollte ich damals schon dafür verwenden, jetzt ist da eine Lagerhalle drin) ;) .

Nunja, die Hoffnung stirbt zuletzt, dass vielleicht auch mal die Technoparties mit was anderem als EBM, Industrial und Wave deklariert werden, dann kann man sie auch meiden ;)
belladonna[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]Das blöde ist natürlich, dass es Geld braucht um einen Club zu eröffnen, ihn zu betreiben und am Leben zu halten. Ich verstehe diejenigen durchaus, die versuchen Kohle damit zu machen, ist ja auch ne gewaltige Arbeit. Es gibt viele Einzelpersonen, die mal hier mal da eine Veranstaltung machen, aber zum eigenen Club ist es in Tagen des Überangebotes ein steiniger Weg. [/B][/QUOTE]

Tja, das liebe Geld. Irgendwie muß es sich ja auch rechnen, damit der Veranstalter nicht auf seinen Unkosten sitzen bleibt. Und ich habe dabei immer das Bild vor Augen, wie ein großer Pulk Gothics an der Tankstelle 100 m weiter Bier kauft, weil es da 10 Cent billiger als im Club ist:rolleyes:
Die Gothics wollen tolle Parties in Clubs, wo der Veranstalter weiß worum es geht. Klar. Aber sehen wir mal den Tatsachen ins Auge. Selbst etwas dafür tun und vielleicht mal ein paar Cent mehr investieren wollen dann plötzlich die allerwenigsten:(
NnordyIch weiß noch, daß in Ingelheim unsere Stammdisco, das 'Scarabäus', damals zumachen mußte, weil eben so ab Mitte der 90er viele in die 'großen Clubs' gefahren sind - z.B. ins Dorian Grey am Frankfurter Flughafen oder in andere 'angesagte' Clubs, da war das 'Scarabäus' nicht mehr gut genug. Will sagen, ich beobachte schon seit langem, das alteingesessene Discos, die für uns immer klasse waren, von vielen heute (und nicht erst seit heute, sondern schon seit 10 Jahren) abgelehnt werden, weil sie nicht groß/schön/... whatever sind. Das ist echt schade, zeugt aber auch von einer gewissen Übersättigung. Das zeigt sich auch an vielen Konzerten. Früher (ja, ich weiß...) sind wir auf fast jedes noch so kleine Konzert gegangen, einfach auch aus dem Grund, weil es nicht so schrecklich viele gab... heute spielen teilweise gar nicht mal so unbekannte Bands vor 50 Hanseln (wenn's hoch kommt), weil viele nur noch für solche Mega-Events wie Mera Luna und Co. vor die Tür gehen, weil da ja Nightwish/VNV Nation/Evanescence/beliebig fortsetzbar... spielen. Will sagen, was ich auch schon anderswo bemängelt habe, daß m.E. das Interesse an vielem, was abseits vom 'Gothic-Mainstream' liegt, bei einem Großteil der 'Szene' verloren gegangen ist. ich finde das schade, aber das ist nur meine persönliche Meinung...
belladonna@Nnordy

Mit der Meinung stehst du nicht allein da. Du hast recht, es gibt da eine gewisse Übersättigung. Wie Goat93 schon ansprach hat die Szene es heute schon sehr viel einfacher als früher. Heute wird Gothics eigentlich alles geboten, was in ihren Interessenbereich fällt. Vom schwarzen Nagellack bis zum großen Gothicevent. Die Zeiten der kleinen Partys auf denen man im Kasettenrecorder eine auf welchen Wegen auch immer ergatterte MC mit dunklen Klängen laufen hatte und die dann den ganzen Abend immer wieder abspielte sind finsterste Vergangenheit. Das ist einerseits schön, aber man hat, und darum geht es in diesem Thread ja, dabei die eigentlichen Werte sehr weit in den Hintergrund verdrängt. Ist ja eigentlich total untrue, aber scheinbar mutiert die Gothicszene auch zu Jüngern der Spaßgesellschaft:D . Bitte unterhaltet mich, möglichst aufwendig und in einem Maße, daß mir jede eigene kreative Anstrengung erspart bleibt, nur kosten darf es nicht zu viel, bitteschön!

Irgendwie geht das Besondere mehr und mehr verloren. Man wird ja nicht mal mehr in dem Maße angestarrt wie früher, wenn man einen Einkaufsbummel macht. :( :D
Auch an mir selbst stelle ich fest, daß ich mir früher mal mehr Mühe gegeben habe. Da war ich z. B. was die Klamotten angeht, sehr viel kreativer als heute. Da kam nur Flohmarkt und Nähmaschine in Frage. Irgendwie hatte das ja was.

Kann mich erinnern, daß ich früher mit Freunden Ausflüge gemacht habe z. B. zum Friedhof nach Stansdorf (bei Berlin) oder wir irgendwelche dunklen Kellergänge in Ruinen erkundet oder auf den Dächern von Berlin unterm Sternenhimmel Wein getrunken und Tarotkarten gelegt haben. Daß wir per Mitfahrzentrale zu Konzerten und Parties gepilgert sind und die Nacht dort durchgemacht haben. Daß wir in Museen, Theaterstücke und auch in die Oper und ins Balett gegangen sind, wenn es dort etwas zu sehen und zu hören gab, das Balsam für unsere dunklen Seelen war. Wir sind auch beim Mozart-Requiem in der Kirche gewesen.
Das war eine echt schöne Zeit. Jetzt sind wir leider ziemlich verstreut, haben Kinder und leiden auch etwas unter der "Übersättigung". :(

Naja, mit etwas Einfallsreichtum kann man sich auch jenseits von Clubs und Festivals eine kleine gotische Welt erschaffen. Aber heute gibt es fast überall einen Club mit Gothicparties und da geht man dann eben hin, lästert übereinander ab und das wars dann meistens schon. Schade eigentlich.
Darket[QUOTE]Daß wir per Mitfahrzentrale zu Konzerten und Parties gepilgert sind[/QUOTE]
Hey, das mache ich notgedrungen immernoch :D Das nächste mal vor Sylvester zu Nnordy :D
NnordyUnd wir fünf freuen uns schon drauf... :)
Demon17[QUOTE]Das blöde ist natürlich, dass es Geld braucht um einen Club zu eröffnen, ihn zu betreiben und am Leben zu halten. Ich verstehe diejenigen durchaus, die versuchen Kohle damit zu machen, ist ja auch ne gewaltige Arbeit. Es gibt viele Einzelpersonen, die mal hier mal da eine Veranstaltung machen, aber zum eigenen Club ist es in Tagen des Überangebotes ein steiniger Weg.[/QUOTE]

Das mit dem Überangebot kannst Du vergessen bei uns. Die Schwarzen werden mehr und mehr an den Rand gedrückt, die Djs dürfen nicht spielen was sie wollen und es werden nur die allerkommerziellsten Sachen zugelassen, oder das schwarze Volk, das bequem alle drei Areas füllen kann in einer Besenkammer zusammengepfercht. Deshalb denke ich wenn ein paar Leute zusammenlegen, und ein paar DJ´s die schön legendäre große Läden füllten, oder zumindest schwarze Parties dauerhaft am Leben hielten auflegen, dann kann es was werden. Aber warten wir mal ab.;)
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Das mit dem Überangebot kannst Du vergessen bei uns. Die Schwarzen werden mehr und mehr an den Rand gedrückt, die Djs dürfen nicht spielen was sie wollen und es werden nur die allerkommerziellsten Sachen zugelassen, oder das schwarze Volk, das bequem alle drei Areas füllen kann in einer Besenkammer zusammengepfercht. Deshalb denke ich wenn ein paar Leute zusammenlegen, und ein paar DJ´s die schön legendäre große Läden füllten, oder zumindest schwarze Parties dauerhaft am Leben hielten auflegen, dann kann es was werden. Aber warten wir mal ab.;) [/B][/QUOTE]

Bei uns hier ist es so, dass man genug Parties hat jede Woche, ABER: Alle auf Futurepop und Baustelle ausgerichtet. Da liegt zumindest ein Schwerpunkt. Parties, wo hingegen auch mal Silke Bischoff oder sowas läuft, gibt es hingegen weniger, bis jetzt habe ich diese Band in nur einem Laden zu hören bekommen. ich habe nichts gegen Futurepop, bin nur total übersättigt davon. Man muss es ja nicht komplett streichen und da, wo ich noch am liebsten hingehe, läuft eben alles, von Cure, Siouxsie und Sisters über Wumpscut, VNV Nation und And One zu Nitzer Ebb, Front 242 und DAF bis hin zu In Extremo, Schandmaul und haste nicht gesehen. Klar stört mich da auch mal was (insbesondere letzteres), aber zum einen ist es erfrischend, wenn man mal eben doch weiss, dass nach einem utz-utz-utz nicht unbedingt ein weiteres utz-utz-utz kommen muss.

Was ich sagen will: Das Überangebot gibt es auf Seiten von Electrozeugs, aber eben nicht bei dem Rest. Da ist derzeit eben auch die grösste Popularität vorhanden, eben weil sie die Clubszene dazu gewandelt hat, was man auch bei Techno u.ä. beobachten kann (also tanzen, tanzen, tanzen und Spass und so).
Nur, wenn jene Läden gut gefüllt sind, und die anderen sich durchringen müssen, sollte man sich fragen, ob es wirklich genügend Leute gibt, die was anderes als utz-utz-utz hören wollen. Denn es gibt auch Läden, die sich dann eben anpassen, damit die Zahlen auf dem Konto noch stimmen.
Aber an diesem Thread sehe ich, dass es sie dennoch irgendwo geben muss, die Leute, die auch mal was anderes als Xotox, shnarph, Feindflug und Blutengel hören wollen.
Tsafried@ instroemen
was für ein tausendster Post:D

und welche stiefel sind denn schöner als die mit Stahlkappe?;)
Demon17[QUOTE]The Stranglers' "Golden Brown" aufzulegen... da kann keiner dazu tanzen, das ist ein 5/4-Takt... [/QUOTE] Also mir waren die Stranglers als Punkband lieber, aber das war das schöne früher, die Rhythmen waren so schwierig, dass auch in vollen Clubs die Tänzer genug Patz hatten.:)
SenecaEinwurf:

In der Regel finden in den meisten Läden schlicht deshalb nur noch Electropop & Co. Anklang, weil echte "Gruftie Nächte" in der Regel zu schwarzen 80ern und 90er GothRock & Wave-Nächten werden...das spricht nur noch eine Bruchteil der Clubklientel an.
Zuletzt genannte Programme erleben hier derzeit einen Einbruch der zu Überlegungen bezüglich derer Einstellung führte.
Goat93Trauerwesen:

[QUOTE]Bei uns hier ist es so, dass man genug Parties hat jede Woche, ABER: Alle auf Futurepop und Baustelle ausgerichtet. Da liegt zumindest ein Schwerpunkt. [/QUOTE]

Also am Angebot verglichen, ist es in Bremen, Hamburg oder
Göttingen (wo ich ab und zu rumrasseln :D ) nicht anders, es gibt
etliche Möglichkeiten, wo man hinkann.
Diese spielen Hauptsächlich Tanzmusik, die meisten die dort hingehen
erwarten diese Musik aber auch.
Es wird aber auch anderes gespielt, man muß nur die Gedult haben
und etwas Glück, das man dann auch gerade im Laden ist :D

Oder zu Zeiten anwesend, wo die Masse an Tanztechno schon weg oder gar
nicht erst da ist. Dann kann man ab und an auch Musikwünsche abgeben...
Sofern die DJ's das auch dahaben -_____-

Das Thema ist etwas zwiespältig. Einerseits kann man wirklich sagen, die
Betreiber der Clubs müßen nunmal Geld verdienen und soviel Getrunken
wird dann auch nicht (Jedenfalls was ich so kenne oder die Leute pilgern
zur Tankstelle, was ich aber bei manchen Preisen auch selbst mach)
Dazu kommt, das viele ja genau das spielen, was die Mehrheit auch hören
möchte und eben dazu Tanzen ind feiern möchte.
Da kommt es etwas befremdlich, wenn man dieses aufgrund einiger
Leute ändern würde und die Mehrheit der Gäste mit der Musik und damit
mit dem Abend nichts anfangen kann.
Andererseits ist es auch oftmals so, das die Betreiber nicht wirklich
wissen, was sie dort eigentlich machen, besonders wenn es das erste mal
ist, eine Schwarze Partie zu geben.
Auch schon erlebt, das Nightwish und Schandmaul als DER Schwarze
Goth hingestellt wurde und am Abend recht befremdliche Musik unter
dem Banner Gothic laufen mußte, obwohl Musik vorhanden war...
Das Mittelmaß ist wohl das idealste, sprich nicht ganz so voll, dafür nett.
Man kann seine Musik mitbringen und der Laden muß nicht voll werden,
leider sind diese Abende meistens mitten in der Woche... :(

instroemen:
Wiesooo Crowley :(

Ansonsten Guter Satz :D
Goat93Ich kann die Konzerte auf der [URL=http://www.stubnitz.com/]MS Stubnitz[/URL]
empfehlen, die Atmosphäre da bei Electronischen Sachen ist toll :)

Das Exil / Outpost in Göttingen war vor ein / zwei Jahren echt nett, wie
es jetzt allerdings ist, weiß ich nicht.

Die Oldenburger Metro hat meines Wissens (war ich auch lang nicht mehr)
arg nachgelassen...

Wir können ja eine Liste an guten bzw. erträglichen Clubs machen :D
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen [/i]
[B]

Naja, zum Glück gibt es noch einige wenige Clubs, die nicht ganz der Marktwirtschaft verfallen sind: [url]http://www.cat-ulm.de[/url] ist so einer, finanziell und auch ansonsten sehr unabhängig und auf Basis ehrenamtlicher Mitarbeiter. [/B][/QUOTE]

Sind alkoholisierte HIM-Fans auch ehrenamtlich bei Euch tätig ? ;)

[url]http://www.cat-ulm.de/bilder/nacht3/d017.jpg[/url]
Goat93Hey an den Nacht & Nebel Bilder kann man ja ne Goth-Kleidungs
Studie machen :D

Netzhämdchen sind wohl in :eek:

(Achtung Lästermodus ^^)
Strix-alucoIst wohl doch der Gestank, der so ein luschtiges Völkchen anzieht wie die Fliegen...
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]TSchandmaul als DER Schwarze
Goth hingestellt[/B][/QUOTE]

wie taub muss man sein:D
wo soll das den Gothic sein?:q
SenecaJetzt macht aber bitte keinen Anti- HIM oder Netzhemd oder "true goth music" Thread aus dieser Geschichte, das entspricht nicht seiner Absicht.
Goat93[QUOTE]etzt macht aber bitte keinen Anti- HIM oder Netzhemd oder "true goth music" Thread aus dieser Geschichte, das entspricht nicht seiner Absicht.[/QUOTE]

ne, bloß nicht, dafür bräuchte man 10 Eigene Treads :D

Außerdem ist es eigentlich egal,was man an Musik hört oder was
man da trägt...denke soweit waren wir schon :)
Locomon*um meine wenigkeit mal in die "club diskission" mit einzuschalten*

Mich nervt es zwar auch das (meistens) so viel "Elektro-Mukke" (auch wenn ich diese selbst gerne höre) gespielt wird, aber ebenso würde es nerven nur "Oldschool", "Wave" oder "Rock" zu hören (die ich ebenfalls alle gerne höre).
Ich bin generel für eine "bunte" Mischung in einem "schwarzen" Club. Leider hab ich das noch nie (!!) erleben dürfen... Weswegen es mir inzwischen (fast) egal ist was gespielt wird, wenns zu sehr nervt geh ich halt Heim und mach selbst den DJ. (Den Musikhören kann man auch daheim, da braucht man keinen Club für)


*um zur szenedisskuision zu kommen*

Einen (vom aussehen her) "Schwarzen" behandele ich ebenso wie alle anderen auch die mir begegnen und die ich noch nicht kenne: Mit Skepsis (bzw. einer kleinen portion Vorsicht), Neugierde, und der Vorstellung das dies ebenso ein A****loch sein kann wie ca. 80% der restlichen Menschheit.
Schwarz ist für mich nicht gleich gut, auch wenn ich zugebe das ich weniger Hemmungen habe jemand "Schwarzen" anzusprechen als jemand "Bunten". Aber weniger Hemmungen heisst nicht gleich das besagte Person gleich mein bester Freund wird nur weil wir "gleich" sind.

Die meisten (noch lange nicht alle ;) ) Schwarzen die ich bisher kennenlernen durfte (privat) sind nicht besser als die meisten Bunten (ebenso nicht alle ;) ). Argh, was ich mit diesem ganzen dummen Geschwäz ausdrücken wollte:

In der "Szene" gibt es genausoviele Idioten, wie draussen, und umgekehrt (und das sind nicht wenige, aber vielleicht bin ich auch einfach zu anspruchsvoll).
rosenkinddarf ich mal deinen Thread missbrauchen?
danke :)

ich finds immer recht traurig, wenn ich Leuten begegne und die erste Frage ist: kennst du den und den Club? und dass von einem dann auch automatisch ausgegangen wird "die und die kennst du sicher, die ist oft da und da" und man sich dann erstmal wehren muss indem man sagt :"ich geh nicht in clubs".

Besteht das Lebensgefühl eigentlich nur daraus, in welchen Clubs man rumhängt, welche Leute man kennt und wo man einkauft? Ich kann den Begriff 2Goth" nicht mehr hören. Eine flüchtige Bekanntschaft erzählt mir von einer ihrer Bekannten und "ach die ist ja Goth, die geht da und da hin und stylt sich so und so". Und ich hab jedesmal den Eindruck, dass es hier nur um Fassaden geht, um Darstellung, um Scheinbilder, um nicht mehr.
Gut, das ist nichts neues. Aber dass mich das schon so weit bringt, dass ich den Begriff nicht mehr ertrage, erschreckt mich schon etwas.

2 Seelen schlagen in meiner Brust, nennen wir es hassliebe, was mich mit der schwarzen Subkultur (und ich sage bewusst Subkultur und nicht Szene ;-)) verbindet. zum einen das, was ich selber für mich dort entdeckt habe, quasi "mein Gothic" und wirklich erstaunliche Bekanntschaften, die ich ohne das nicht gemacht hätte. Zum anderen aber dieser Haufen von - verzeihung - Idioten, die sich in ihrer Vereinsmeierei beschränken und selbst nichtmal Ahnung davon haben, was sie eigentlich tun.
ich mag nicht "szene" sein, ich mag ich sein, in einer größeren Gruppe, ja, aber diese Gruppe darf mich doch nicht "auffressen", vorallem, weil es so unecht ist.

Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass "Goths" und "Gothics" die eigentlichen Poser sind, bei denen nichts dahinter steckt. Oder WARUM ist mir noch keine einzige vernünftige Person begegnet, welche darauf bestand so genannt zu werden?

danke, ich musste mcih mal auskotzen... so und nun diskutiert ruhig weiter :)
Locomon@rosenkind: du sprichst mir aus der seele! das ist genau das welches ich versuchte durch meine stümperhaften worte näher zu erläutern....

und deshalb mag ich den begriff "goth" (und alle abwandlungen davon) auch nicht. "goth" ist für mich eine modeerscheinung, ein trend.

"schwarz" hingegen ein lebensgefühl das man auch abseits von clubs, mode und poserei erleben kann. abseits der szene, ist man ebenso in der "schwarzen" subkultur, im "schwarzen" lebensgefühl, im denken, als wenn man "in der szene" ist.

schliesslich ist man immer noch man selbst, und nicht teil eines kollektivs das sich "szene" nenn welche versucht einem werte aufzuzwingen welche sie selbst als verwerflich und falsch betrachtet....
rosenkindich hab inzwischen eh das Gefühl, dass Subkultur viel zu überbewertet, viel zu hochstilisiert wird. Um was geht es eigentlich? Um Menschen oder um Schein? offensichtlich vielen um Schein. Aber was bringt eine Subkultur, wenn sie aus Marionetten und nicht aus Menschen besteht? Was mich derzeit am meisten nervt ist dieses elitär-fühlen, dieses "wir sind aber was besseres". Paradoxerweise findet man aber sämtliche Werte, die in der Subkultur ja so groß geschrieben werden, oftmals ehr außerhalb als innerhalb. Nehmen wir mal an, Goth A beurht sich darauf, nicht blind gegenüber dem Leiden in der Welt zu sein: wie viele Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und ähnliches existieren, die KEINE Goths sind? kunstliebe, ein weiteres Thema. In meiner Stadt laufen nun nicht grade wenige Schwarze rum. Dennoch waren in der Kunst AG des Jugendzentrums keine einzigen davon (außer mir), man könnte es noch beliebig fortführen. Da rühmt man sich ja so anders als die Gesellschaft zu sein... fühlt sich als was besseres und verkennt dabei, dass "draußen" noch viel mehr Lete sind, die keine Szene brauchen, um den Idealen, die man hat zu entsprechen, OHNE dabei Gruftie zu sein. Grade dieses elitäre macht es mir schwer, drüber zu stehen, gäbe es das nicht, könnte ich sie getrost als ähm "Idioten" abstempeln und der Käse wäre gegessen. Ich glaube die schwarze Szene ist ein riesiges Paradoxon. Und eben wegen deswegen kann ich Goth(ic) nicht mehr hören. Subkultur an sich ist ja nicht schlimm, Subkultur an sich ist sogar etwas gutes, aber ur solange sie nicht einnehmend wird, solange sie die Bühne ist und niht das Stück selber... solange Menschen die Subkultur tragen und nicht die Subkultur den Menschen. Mir fehlen die Originale. Gut, ich bin Originalen begegnet. Ich habe Menschen auf nachtwelten kennengelernt, die ich zum ersten Mal real sah ohne vorherigen intensiven Mailkontakt und noch nichtmal eine Stunde später in einer derart interessanten und tiefen Diskussion steckte, wie ich sie mit manchen anderen um mich herum, die ich ewig kenne, nie hätte führen können, das muss man auch sehen. Aber insgesamt gibt es so viele Darsteller, die sich selbst zu ernst, zu wichtig nehmen. Und das schlimme ist, ich fürcte durch meine Unsicherheit könnte ich selbst so wirken. Ich wünschte, es gäbe einen großen Knall und nur noch Menschen hier, die "echt" sind, ich meine nicht "true", sondern eben echt. Ich verlange ja nicht mal, dass sie so drauf sind, wie ich, sie dürfen völlig anders sein, grade Heterogenität macht es auch spannend, aber sie müssen Originale sein, Originale, die sich bewusst sein, dass eine Subkultur kein Patent auf bestimmte Werte hat, die man auch außerhalb finden kann, sondern lediglich als Sammelbecken dieser Werte, das es einem vereinfacht, seine Welt dort einzurichten. Dann würde ich mich auch wieder whl drin fühlen.

darf ich die Diskussionteilnehmer eigentlich mal frecherweise nach ihrem Alter fragen. man diskutiert ja nicht das erste Mal, würde mich einfach mal interessieren.
NnordyOk, ich mach den Anfang: Ich bin 30 und seit 13 Jahren 'schwarz'. Demgemäß fühle ich mich hier berufen, mitzudiskutieren... ;)

Aber rosenkind, verwechsle 'elitär sein' nicht mit 'arrogant sein' - das sind zwei verschiedene paar Schuhe, auch wenn es auf den ersten Blick meist nicht so aussieht. Zweiteres ist heute häufig anzutreffen... ich leite mich eher aus dem ersten her, auch wenn es viele Leute geben mag, die mir vorwerfen, ich sei arrogant (wer mich kennt weiß, daß das nicht stimmt, und wie ich auf der Bühne bin/wirke, ist wiederum etwas völlig anderes). Was ich im Laufe einiger Jahre gelernt bzw. mir angeeignet habe und was einigen, meist gerade den Jüngeren oder neu Hinzugekommenen, fehlt, ist die Attitüde, daß es mich nicht mehr im geringsten schert, was andere über mich denken oder sagen. Das ist mir schnurzpiepegal, seien es nun 'Gothics' oder 'Normalos' oder whatever. Ich mache mich und mein Äußeres nicht mehr von einer vermeintlichen Wirkung welcher ARt auch immer auf die Außenwelt abhängig, ich unterwerfe mich keinem Modediktat (und quetsche mich demgemäß weder in Lack und Latex noch in Skull-Unterwäsche...), ich gehe oft ungeschminkt aus dem Haus, ich trage nicht nur schwarz, ich hasse Rotwein (und trinke Weißwein), ich liebe die Atmosphäre auf Friedhöfen, bin aber dort trotzdem nicht häufiger zu finden als anderswo, ich liebe alte Burgen und Schlösser, ich setze mich mit dem Mittelalter auseinander (v.a. im Rahmen meines Studiums) und hasse diese verklärende Auffassung, die viele 'Gothics' diesbezüglich an den Tag legen, ich bin musisch v.a. an Literatur und Kunstgeschichte interessiert, malen kann ich leider gar nicht, ich habe Chinchillas als Haustiere und keine Fledermäuse, ich mag Fairy Divas und kann Spinnen nicht leiden (auch wenn sie nützlich sind), ich zocke lieber KOTOR als GOTHIC... Will sagen: Ich lebe nicht nach dem, was ich vermeintlich tun müßte, was mich vermeintlich interessieren müßte, sondern nach dem, was ICH möchte, was mich interessiert. Trotz allem fühle ich noch eine gewisse Verbundenheit zu einer 'schwarzen Szene' die es in der Form, wie ich sie kennengelernt habe, natürlich - leider - nicht mehr gibt. Ich kann mich als Teil dessen fühlen, ohne mich davon abhängig zu machen, ohne ihre 'Trends' mitzumachen oder mein Selbstwertgefühl vom Urteil anderer...
Und wenn ich heutzutage manche Grüppchen sehe (die es auch früher schon gab), dann merke ich immer wieder, wie viele Menschen es doch gibt, die sich vom Urteil anderer abhängig machen auf der verzweifelten Suche nach Anerkennung und Akzeptanz (wie hier auch schon gesagt wurde). Das ist zum einen ganz klar eine Altersfrage, zum anderen ist es aber auch eine Frage des Selbstbewußtseins.
rosenkindIst es wirklich eine Altersfrage, ich bin auch schon Leuten begegnet, die deutlich älter waren, wo ich mir dachte :rolleyes:

man muss aber auch sagen, dass es deine Generation, zumindest nach deinen Erzählungen, etwas leichter hatte als "wir Jungen" im Bezug auf dieses Thema. Du hast damals etwas kennengelernt, was dich anzog, worin du dich finden konntest, das ist dir erhalten geblieben, weil du deinen Platz in diesem System gefunden ahst, aufgrund der damals herrschenden Struktur. Absoluter Newbie bin ich auch nicht mehr, immerhin sinds 3 Jahre, aber die Subkultur sieht heute anders aus. Da sieht man das glänzende Ideal, das einem entgegenströmt und denkt sich "klasse". Doch eh man sich selber darin etwas aufbauen konnte, das man verteidigen kann wird man mit der Realität der derzeitigen Sturktur konfrontiert. Du hast die Erinnerung an "damals", eine Vorgeschichte, die es hilft, das damals irgendwo zu verteidigen. Ich habe dieses "damals" eben nicht, vor 13 Jahren hab ich mit einer riesigen Schultüte in der ersten Reihe der ersten Klasse gesessen. Der Konflikt zwischen dem, was es ist und dem, wie ich es gern hätte, ist sofern problematisch, als dass ich meinen Platz irgendwo darin finden muss, eben ohne mich auf ein "damals" berufen zu können.
aurora borealis[QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen [/i]
[B]Ich bin zarte 21. Manchmal komme ich mir bei meinem reaktionären Gewäsch aber vor, als wär' ich seit 21 Jahren in dieser Szene :rolleyes: :D [/B][/QUOTE]

in der Tat, hätte Dich älter geschätzt.

Was das Gruppengeblubber betrifft: manche vergessen dabei, dass Zugehörigkeit zu einer Gruppe nicht notwendigerweise zu Abneigung gegenüber einer anderen führt.
nebulosawas waren das noch für zeiten, als sich in den s.g. szenekneipen ein "bunt"gemischtes volk aus punkern, grufties und hippies traf. da hat sich keiner an dem anderen gestört, noch lief da spez. nur eine richtung mucke ab. lang, lang ists her. ich besuche solche treffs schon lange nicht mehr. es kommt mir auch so vor, als ständen da torwächter, auf uniformierung achtend, die da sagen:
[SIZE=3]Du kommst hier nicht rein![/SIZE]
rosenkind[QUOTE]Aber wer echt ist und wer nicht, bestimmst doch letztlich Du.Und wenn alle hier Echte sein sollen, dann wünschst Du Dir eigentlich nur die perfekte Harmonie, in der Du 100% uneingeschränkt selbst zum Ausdruck und zur Geltung kommen kannst.[/QUOTE]

"Echt" sind in meinen Augen Menschen, bei denen ich nicht den eindruck habe, dass ihre vielbeschworene Lebenseinstellung nichts mehr als eine leere Fassade ist. Diese Menschen können das genaue Gegenteil von mir sein.
Goat93[QUOTE]Eine Lebenseinstellung HAT man, die braucht man nicht zu beschwören *arrogant grunz*...[/QUOTE]
Klar, eine Nase hat man auch ^^

Es kommt aber darauf an, ob diese Lebenseinstellung mit dem, was man
selbst Ausstrahlt, auch übereinstimmt bzw. dem entspricht..

Als Beispiel würde ich gern einen Evil Pösän Trve Satanic Gothic
herannehmen, der weder vom Satanismus, noch vom Böse sein eine
Ahnung hat bzw. einen wirklichen Bezug, trotzdem er diese Elemente
Visuell und Verbal versucht darzustellen...

In dem Falle möchte ich aber, da das Beispiel sehr Klischeehaft
ist, darauf hinweisen, das es bei der Aussage auf jeglicher Art
der Ausdrucksform und nicht nur auf dieser oben genannten
übersteigerten Form handelt...

Jemand, der Belesen ist oder jemand der versucht nur diesen Eindruck
zu hinterlassen, wäre ein konkretes unkompliziertes Beispiel :)
rosenkindDas Problem, dass ich mit der derzeitigen Szene/Subkultur habe ist, dass ich aufgrund der hohen Anzahl der Blender in meiner Altersklasse (oder etwas jünger) es schwer habe, selber irgendwo einen echten Standpunkt zu finden und nicht zu schauspielern. Ich bin aufgrund meiner Vergangenheit nicht so weit abgeschottet genug, dass ich das meine sehen kann, ohne den Standpunkt anderer mit einzubeziehen (finde mich auch oftmals in irgendwelchen Automatismen an Verhaltensmustern wieder, die mir völlig entgleitet, entfremdet sind, das natürlich generell). Und wie instroemen schon sagte: jenes Früher kennt man dann auch nur vom Hörensagen, insofern kann man dort auch keinen Halt finden.
Wenn ich eine Person kennenlerne, gehe ich im kopf erstmal sämtliche Raster durch "für was interessiert sie sich?" und stempel sie relativ schnell ab. An 2Bunte" trau ich mich nicht ran, weil ich Angst davor habe, dass ich dort eine vernünftge Person finde, was wiederum den Konflikt in mir verstärkt, wo ich mich eigentlich befinde. Ich denke irgendwo automatisiert in Rastern und Schubladen und das macht mir Angst, weil es eigentlich nicht das ist, was ich will.

achja, der Fainrness halber: bin 19
Goat93Patra:

[QUOTE] ist genau wieder der Punkt, den wir neulich hatten;[/QUOTE]
Nein, aber wieder ein Punkt des Missverständnisses :)

[QUOTE]denn was der andere, dem Du Trueness oder das Gegenteil unterstellst,[/QUOTE]
Inwieweit unterstelle ich dieses denn jemanden?

[QUOTE]mehr noch: Es wird von Dir abgewertet.[/QUOTE]
nein, ich werte hierbei überhaupt nicht. Ich erkenne es oder eben auch nicht.
Aber das ist keine Wertung über jemanden...


[QUOTE]Denn eine Lebenseinstellung ist ja nicht nur Sache bestimmter Bereiche des Hirns (wie beim Belesensein), daran ist der GANZE Mensch beteiligt, auch geschichtlich - und lehnst Du seine 'Lebenseinstellung' ab, dann lehnst Du ihn GANZ ab.[/QUOTE]
Nein, seh ich völlig anders.
Wenn ich eine Lebenseinstellung ablehne, so lehne ich sicherlich nicht
jene ab, die dieser Lebenseinstellug folge leisten.

[QUOTE]Ob sie sich nun besonders evil gebärden oder besonders nett, und man merkt, eh eh, da stimmt was nicht, im Grunde sind sie doch ganz anders bzw ist da noch mehr.[/QUOTE]
Was hat das eine jetzt mit dem anderen zu tun?

[QUOTE]Aber da ist dann dennoch dieser vordergründige, extrovertierte Teil der Persönlichkeit... Ich habe da mitlerweile Schwierigkeiten, ernsthaft Untrueness oder Lebenslüge zu unterstellen[/QUOTE]
In dem Beispiel sieht sich jemand als Trve, also andere als Untrvue...
Er wird aber seinen eigenen Gesichtspunkten, also Anforderungen, also
der Trveness, nicht gerecht...
Also SEINER eigenen Vorstellung...

Von Lebenslüge wurde gar nicht geredet...

[QUOTE]Wenns nicht so wäre, könnte jeder rumlaufen wie er wollte und auch sagen, was er wollte und niemand würde auch nur einen Gedanken daran verschwenden, ob es true ist oder nicht.[/QUOTE]
Nunja, ganz so einfach ist es nun auch nicht mit dem runlaufen wie er/sie
möchte...

[QUOTE]Was ist denn ein 'Pseudo-ich'?[/QUOTE]
Eine Aufsetzung von Elementen, die nicht passen, die nicht
zusammengefügt werden können...
Jemand der bei dem Anblick von Blut Ohnmächtig wird, kann z.B
kein Schlachter werden, wenn er sich aber als Schlachter gebähren
würde, so wäre es aufgesetzt, Pseudohaft, denn sobald er in ein
Schlachthaus kommen würde, würde er Onmächtig werden...

Also Dinge die im Gegensatz zur eigentlichen Persönlichkeit liegen
und trotzdem dargestellt werden...
Goat93[QUOTE]Und wenn nun jemand partout ein Punk sein will[/QUOTE]
Mööp und da sind wir dann auch...

Was ist denn ein Punk und inweiweit gibt es denn unterschiede
zwischen Punks und jedem anderen Menschen?

Und schon haben wir Unterschiede, und diese Unterschiede sind
tatsächlich vorhanden. Wenn man diese Unterschiede aber in
keinster Weise erfüllt, sondern sie nur als Show vor sich hinschiebt, dann
mag man Punk sein mögen, ist man dann einer?

[QUOTE]denn Du unterstellst Fake![/QUOTE]
Nein, nocheinmal, ich hatte das aber schon geschrieben:
In anderen Worten:
Wenn jemand sich mit etwas identifiziert, dann tut ER es SELBST.
Wenn er dann aber nichteinmal SEINEN EIGENEN Standarts gerecht wird,
dann haben wir das Beispiel :)

Ich ich ich ich ich komm dabei gar nicht vor ;)

Du vermischt irgendwie, so scheint es mir jedenfalls, Grundeinstellungen,
Lebensstandarts, Klischees und Subkulturen und versuchst dabei für alle
das gleiche herauszubekommen...
Dem kann ich aber leider nicht folgen....

Eine Subkultur unterscheidet sich von anderen, von anderen Subkulturen
und von anderen Kulturen.
Diese Unterschiede sind mannigfach und diese Unterschiede zeigt jeder
selbst in seiner eigenen Ansicht auf. Für den einen ist es dieses, für den
anderen das, alles sehr relativ.
Wenn man aber seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, wenn man
das Bild, welches man selbst präsentieren möchte, nicht erfüllt, dann
ist das nunmal recht seltsam, oder?

Dann werden innerhalb der Subkulturen auch gewisse Ansichten
und Weisheiten vermittelt. Dieses kann man ggf. ablehnen/ablegen
aber es wird trotzdem getan :)

ich dacht, das Beispiel mit dem Schlachter hätte das zum Ausdruck gebracht :(
Montrose[QUOTE]Und wenn nun jemand partout ein Punk sein will[/QUOTE] Man kann nicht einfach etwas sein wollen.

Ich kann ja auch nicht einfach sagen: ich will Musiker sein, wenn ich kein Instrument spielen kann und keinen Ton richtig singe. Oder "ich will Schriftsteller sein".

Oder ...und da sind wir mitten in der Gothic-Szene.... man kann auch nicht einfach wollen, "philosophisch" oder "tiefsinnig" oder weise zu sein.

Das eigentlich Untrue ist, daß die Leute zackzack auf die Schnelle etwas sein wollen, das sie nur im Laufe von Jahren werden können. Man sieht das am Sport: blutige Anfänger kaufen sich die teuersten Sportausrüstungen, weil sie meinen, alleine das Sportgerät würde sie zum Meister machen. Oder Habenichtse und Torfnasen, die mit ihrem letzten Geld tolle Klamotten kaufen, um Reichtum und Establishment darzustellen --und das schon bei Schülern --- obwohl sie im Leben noch nichts erarbeitet und geleistet haben. Man will sich erkaufen, was man nicht erkaufen kann. Und das ist eben untrue.

[QUOTE]Und er wird mit seinen Leuten zusammenhängen und sich wie ein Punk fühlen, obwohl er in meinen Augen gar keiner ist.

Welche Rolle spielen 'meine Augen' in seiner Wahl des Selbstausdrucks?[/QUOTE]Woher willst Du wissen, daß er sich so fühlt. Ich glaube, die meisten Menschen merken sehr wohl, wenn sie eine Rolle spielen anstatt sich selbst zu sein. Der Naive ist aber meist der Betrachter, der die Rolle unbesehen abkauft.

Wenn Du mich nach "meinen Augen" fragst.... sie sind leichtgläubig und blind. Wie oft bin ich im Leben schon auf Bluffer und Aufschneider reingefallen!!! Wie oft hat mich die anscheinende Selbstsicherheit und Coolness von Leuten beeindruckt, und erst später merkte ich, daß die Coolness nur der Scheiß-Egalismus einer Person war, die nichts zu verlieren hatte.

[QUOTE]Was habe ich also davon, ihm Pseudoness (=Lebenslüge, Untrueness...) zu unterstellen?[/QUOTE]Sich selbst zu schützen. Wenn man etwas gut findet, an eine Person oder seine Sache glaubt, dann investiert man oft Zeit und Kraft in solch eine Person. Und man sollte mit seiner Zeit und Kraft haushalten denn sonst unterstützt man womöglich das Falsche.

Sympathie und Freundschaft sind eine recht zweischneidige Sache. Nehmen wir mal an, patra, Deine allerbeste Freundin würde zum Beispiel Deinen Glauben für lächerlich halten. Auch wenn wir leicht bei der Hand sind zu sagen "dann ist es halt nicht die beste Freundin" oder "sie glaubt das ihrige und ich das meine", so sind da schon Kräfte am Werk, die einen auf die andere Seite ziehen so nach der Art "Du bist mir sympathisch, deshalb muß etwas an Deiner Weltsicht richtig sein".

Die großen Manipulatoren der Welt ---von Caesar über Napoleon bis zu Schröder --- wissen ganz genau, welche Gesichtsmuskeln man bewegen muß, um bei anderen Menschen Sympathie und Bewunderung hervorzurufen. Ein rein technischer Vorgang, auf den der andere wie Mütter auf das Kindchenschema anspringt.

Ist es denn da falsch, mal nachzufragen: Wendest Du gerade einen Trick an oder meinst Du das wirklich, was Du da verkörperst?

[QUOTE]und EIN PUNK in klassischem Outfit, ein 'echter' Anarcho also,[/QUOTE]Man kann nicht von der Kleidung auf die Einstellung schließen. Zum einen kann "klassisches Punker-outfit" sehr teuer sein, wenn man es bei einer entsprechenden Boutique kauft. Outlaw-Klamotten sind demnach kein Anzeichen von "Anarcho", sondern das kann auch das Outfit eines Millionärsjungen sein, dem halt langweilig ist.
Was ein 'echter' Anarcho ist, würde mich ohnehin interessieren. Leute mit zerissenen Kleidern und üblen Manieren haben diese nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie es ---aus welchen Gründen auch immer --- müssen.

[QUOTE]Entscheidet die Mehrheit, was Wahr ist und was nicht, oder Du alleine?
Wenn alle um Dich herum sagen würden: 'Hör endlich auf, Dir was vorzumachen und werd endlich Du selbst!' - wie würdest Du darauf reagieren?[/QUOTE]Wo ist der dritte Standpunkt in Deiner Betrachtung? Der fehlt.

[QUOTE]Und das halte Ich für die eigentliche Lüge, den eigentlichen Fake, das eigentlich Pseudohafte am modernen Menschen: Seine zertifizierte Authentizität![/QUOTE]Zustimmung. Etwas besonderes zu sein, hatte und hat immer einen hohen Preis. Und den will niemand bezahlen. Es ist einfacher, sich die Identität von anderen zu borgen als sich selbst zu sein.

[QUOTE]Weißt Du, wie VIELSCHICHTIG Deine Persönlichkeit ist?
Und weißt Du auch, daß Persönlichkeit auch ein ZEITLICH bedingtes und darum sich WANDELNDES Phänomen ist?[/QUOTE]Was Du schreibst, ist nicht wahr.

Menschen sind nicht vielschichtig. Sie sind eher wie Amöben, die auf entsprechende Umstände reagieren. Demnach sind nicht die Menschen, sondern die Umstände vielschichtig. Ich merke das daran, wie leicht Menschen vorher noch geäußerte Überzeugungen über Bord werfen, wenn es Nachteile bringt.

Und aus der Universitätspsychologie (und der Lebenserfahrung) weiß man, daß Persönlichkeiten sich über Jahrzehnte nicht ändern. Die Menschen bleiben sich gleich.

[QUOTE]Und dann wollen die Leut heutzutage schon mit 20 'wissen, wer sie in echt sind', [/QUOTE]Es ist vielleicht einer der letzten Zeitpunkte in ihrem Leben, in welchem sie sich noch selbst distanziert sehen und formen können.
Im fortgeschrittenen Leben kommt man selten noch dazu, über sich nachzudenken, weil einen die mittlerweile eingenommenen sozialen Rollen im Privatleben und Beruf fordern. Und wenn man dann über sich und sein Leben nachdenkt, glorifiziert man es, weil man die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.

Zu jungen Leuten sag ich "Ihr seid dumm" nicht weil ich glaube, ihre Jugend mache sie dumm. Denn die Alten sind genauso dumm geblieben. Sondern um sie noch einmal den Stachel des Zweifels spüren zu lassen (der Ursache allen Fortschritts ist), bevor ihnen die Gesellschaft Rollen zudichtet, die sie vor weiteren Selbstanfragen bewahren.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von patra [/i]
Richtig. Doch darf man nicht vergessen, daß man als Teil einer Subkultur selbst auch Maßstäbe SETZT bzw. EIGENE Ansichten und Weisheiten haben und ggf. verbreiten kann. Davon LEBT ja Kultur. Aber wem erzähl ich das.... [/B][/QUOTE]

Einspruch! Davon lebt keine [b]SUB[/b]kultur, denn sonst würde diese als solche nicht mehr existieren (können) ...

Triviales Beispiel: Ich kann als "Goth" auch gelbe Hosen anziehen, ich kann das Tragen von gelben Hosen aber deshalb nicht auch als ein Bestandteil auf die Gothic-Kultur übertragen, nur weil man sich als ein Teil dessen sieht, denn das "Tragen von gelben Hosen" entbehrt jeglichen kulturellen Hintergrund.

Fazit: Wer es für nötig hält, sich "Gothic" auf seine Fahne zu schreiben, muß diesem Anspruch auch in irgend einer Art und Weise gerecht werden bzw. sich irgendwie von allem, was nicht unter diese Subkultur fällt, abgrenzen oder unterscheiden! Im Sinne der Subkultur darf dies natürlich nicht unter zwanghaften Umständen geschehen zwecks Zugehörigkeit, sondern es muss in der Natur des Sympathisanten liegen. Der verbreitete Slogan "schwarz geboren" trifft demnach voll ins Schwarze.
rosenkindZustimmung!

nochmal meine Ansichten zum Thema "Echtheit":
vorerst: "wissen wer man wirklich ist" ha in meinen Augen nicht grade viel mit dem Alter zu tun, sondern mit dem Maß und der Fähigkeit der Selbstrefelxion.

zur weiteren Erklärung:
Ein absolutes Selbst-Sein existiert ebensowenig wie ein absolutes nicht-selbst-sein, da sich das Individuum immer im Spannungsfeld zwischen sozialer Erwartung und eigener Persönlichkeit bewegt. Somit lebt im Prinzip jeder in seiner eigenen Scheinwirklichkeit des selbstbildes. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch vollkommen normal und kann deshalb auch nicht unter Fassade im Sinne der Anklage gefasst werden. Der Ansatz muss ein anderer sein und hier kommt wie gesagt der Aspekt der Selbstrefelxion ins Spiel. Ob ein Mensch sich selbst refelktiert, lässt sich meist daran erkennen, wie sehr er - im Rahmen seiner kognitiven Fähigkeiten - seine Ansichten begründen kann (je nach Sache emotional oder logisch) und wie sehr er - ebenfalls je nach Sache - dazu steht. Ich nehme mal ein Beispiel aus meinem Freundeskreis. Ein Freund von mir unterhielt sich mit einem Punk. Die Diskussion lief sinngemäß so ab. Punk: "Anarachie ist toll". Freund: "so, warum denn?" Punk: "ja, keine Ahnung" Freund: "ja, warum sagst du dann sowas" Punk: "ja, weiß nicht, aber anarchie ist toll". In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass dieser Punk kein Anarchist war, denn er konnte nicht begründen, warum er Anarchie gut findet. Ob er dieses bewusst spielt oder nicht, sei mal dahin gestellt. Im ersten Fall wäre es purer, absichtlicher Selbstbetrug und Betrug der Umwelt, aus welchen Gründen auch immer. Im 2. Fall wäre er aus Mangel an Selbstreflektion nicht zu dem Schluss gekommen, dass er kein Anarchist ist. Doch erst wenn ich durch Selbstreflektion zu dem Schluss gekommen bin, dass ich im Großen und Ganzen (ich sage im Großen und Ganzen, weil ein gewisses Maß an Selbstbetrug wie oben erwähnt normal ist) der Sache zustimmen kann, ich dahinterstehen kann, erst dann bin ich in diesem Ding auch "echt", weil es vorraussetzt, dass Schein und Sein sich zum Großteil decken. Andernfalls ist das Ding ein Vorwand, um mir damit einen anderen Defizit aufzufüllen (Zugehörigkeitsgefühl z.B.), wenn das "Nein" überwiegt oder ich bin noch nicht genügend "eingearbeitet" um mich damit authentisch identifizieren zu können. Die Arbeit des Individuums im Bezug auf Echtheit besteht darin, sich einer Sache nach Möglichkeit bewusst zu werden und zu überprüfen, ob sie sich damit identifizieren kann. Das nicht nur im Bezug auf Subkultur. Es geht in erster Linie um den Willen zur Selbstehrlichkeit und dazu gehört auch die Außeinandersetzung mit den Dingen, denen man sich widmet. In der Diskussion wurde oft auf das Empfinden des Individuums verwiesen, welches sich selbst als "echt" wahrnimmt. Dieses mag zutreffen, es ist jedoch nur eine Seite der Medallie, die andere ist die definition der Eigenschaft/Einstellung oder was auch immer selbst. Es entscheidet nicht nur die Wahrnehmung des Individuums alleine, sondern die Wahrnehmung der Masse, die schließlich sogar zu festgelegten Definitionen führt. blond z.B. ist eine optische Eigenschaft, die genau festgelegt ist. Wenn sich das Individuum als bond wahrnimmt, obwohl es schwarze Haare hat, macht es das dadurch immernoch nicht zu einer Blondine, weil es nach der Begriffsdefinition keine Blondine ist. Die schwarze Subkultur ist zwar nicht so fest definiert wie blond, dennoch ist sie definiert durch deren (Gründungs-)Mitglieder. Natürlich ist sie wie jedes soziologische Gebilde dem sozialen Wandel unterworfen und ändert sich somit auch. Eine Definition kann allerdings nur von denjenigen ausgehen, welche nac obiger Definition "echt" sind - und zwar von der Masse derer, erst dann ist der Inhalt des Begriffes überhaupt existent und mehr als ein Wort. Wird die Definition geprägt von denen, die nach obigen ausführungen nicht echt sind, so ist auch der begriff nicht echt, da er objektiv nicht stimmig ist. Beispiel: die Masse der dunkelhaarigen bezeichnet sich als Blondine (die echten Blondinen als gar nichts) und füllen die Definition von blond für sich mit: Haare in einer hellen Farbe. Das heißt: die Definition des Wortes existiert zwar, der Ursprung dieser Definition entspricht der definition aber selbst nicht = paradoxon, womit der "unechte" Ursprung der Definition unecht bleibt, weil er objektiv der Definition nicht entspricht. ("überraschender" Weise ist das genau das, was derzeit mit der Subkultur passiert). Um dieses Paradoxon zu schaffen, muss natürlich auf bereits definierte Dinge (hier das Wort "hell") zurückgegriffen werden, die in die Definition eingehen, was in der Subkultur auch der Fall ist, z.B. durch die Nennung gewisser Werte oder auch ganz banale Dinge wie das Optische. Wenn allerdings die Schwarzhaarigen sagen: blond beudetet dunkle Haare zu haben, so ist dies eine neue Definition, die gültigkeit erreichen kann, sobald sie stärker als die vorherige ist, weil sie objektiv in sich stimmig ist, dies wäre dann im Bezug auf die Subkultur leidglich der ganz normale soziale Wandel. Das Problem ist aber, dass eben nicht das passiert, sondern ehr das Paradoxon.
Von all dem mal abgesehen ergänzend: Für mich gehört zur Selbstehrlichkeit auch das Wissen um seinen eigenen Selbstbetrug, denn was Selbstrefelktion richtig gemacht ebenso ans Tageslicht befördert ist eben die Erkenntnis, dass Mensch sich selbst niemals zu 100% selbst entsprechen kann und irgendwo immer entweder unbewusst sich selbst betrügt oder durch gewichtige Umstände (z.B. soziale Zänge, aber auch rein persönliches, z.B. Angst) sich irgendwo zu arrangieren und selbst betrügen zu müssen. Wenn ich weiß, wo ich eine Fassade trage bzw. weiß, dass ich Fassaden trage, deren ich mir gar nicht so bewusst bin, macht mich das noch ein Stück authentischer (solange nicht alles daraus besteht).

edit: mein Gedächtnis um diese Uhrzeit ;). Meiner Ansicht nach gehört Veränderung dazu, kein Mensch bleibt ein Leben lang so wie er ist oder wahr. Selbstehrlichkeit bedeutet also auch, sich ständig wieder neu zu suchen, weil durch innere Entwicklung aufgrund äußerer und innerer Umtände die alten Überzeugungen, Gewohnheiten, Eigenschaften ect. pp nicht mehr dem eigentlichen Selbst entsprechen. oder wie heißt es so schön: nur wer sich ändert, bleibt sich treu.

und weiter gehts:
[QUOTE]Ein Milchbubi in schwarzem PVC-Umhang mit Killernietenarmband und InversPenta um den Hals usw, der aber beim Blutabnehmen in Ohnmacht fällt - ist sein 'Goth-Sein' eine Lüge?
Oder das Goten-Mädel, das sich super tolerant und weltfrauisch gebärdet, aber beim Anblick eines Afrikaners in Stammestracht, der einen Balztanz abzieht, in albernes Gelächter ausbricht - ihr 'SchwarzSein' nur eine Maske?[/QUOTE]

Das Problem an diesen Beispielen ist, dass hier ein [B]Teilaspekt[/B] der schwarz/goth-seins absolut gesetzt wird. Über die definition lässt sich sicher lange streiten, abder dass der "dark way of life" nicht nur daraus besteht, tolerant zu sein und Blut sehen zu können, steht außer Frage. In diesen Beispielen müsste man halt prüfen, inwiefern sich beide mit den jeweils anderen Aspekten identifizieren (und welche Gewichtung diese haben in der Subkultur) und wie sehr sie dieses auch erfüllen (wobei bei Beispiel 1 ja gar nichts von der Identifikation mit blut sehen können steht). Was ich im realenLeben natürlich als schwierig gestaltet, da Subkultur ein derart komplexes Gefüge ist, dass es schwer wird, objektiv zu bleiben.

Das Problem ist glaube ich, dass du hier vieles zu sehr absolut setzt, wie oben bereits erwähnt richte ich hier (wie bei vielem auch) nach Mehrheitsverhältnissen aus. Was übr "echt" und "unecht" (nicht true und untrue) entscheidet, ist in meinen Augen, was überwiegt, das authentisch sein oder das sich selbst nicht entsprechen. Und das basiert letztendlich im Willen zur Selbstreflektion.

btw: Beispiel 2 wäre imAspekt "Toleranz" aber eindeutig "unecht", weil sich ihr Verhalten ihrer Selbstdefinition widerspircht, es sei denn sie hat es modifiziert mit "außer ein paar Dinge, in denen ich schrecklich intolerant sein kann". Davon steht da aber nichts.
Goat93Patra:

[QUOTE]Denn die Form, unter der Dieses oder Jenes daherkommt, ist letztlich egal, wenn es um das Verständnis von Persönlichkeit als kleinstem gemeinsamen Nenner, wenn es also um den Topf selbst geht. [/QUOTE]
Nein, ist es sicherlich nicht...

[QUOTE]Denn DU bist derjenige, der den Fake feststellt!! [/QUOTE]
ich hab ehrlich gesagt keine Lust, es nocheinmal zu widerholen -,-

[QUOTE]Der Faker wird sich selbst ganz anders wahrnehmen - nämlich als True[/QUOTE]
Was ist denn der Unterschied zwischen IST Zustand und dem Schein Zustand, um den es hier geht?


[QUOTE]Und während er/sie vielleicht die trueste Person sein kann, die es gibt, bist Du nur damit beschäftigt, seine/ihre menschlich-allzumenschliche Widersprüchlichkeit-In-Sich zu kritisieren.[/QUOTE]
Irgendwie nüxt es nix, ich hab was völlig anderes ausgesagt -___-

[QUOTE]Wie oft hält ein Mensch das nicht, was er (sich selbst und anderen) verspricht?![/QUOTE]
Ist das ne Ausrede oder soll das nun als Leitmaßstab geltend gemacht
werden?

[QUOTE]

Zitat:Dann werden innerhalb der Subkulturen auch gewisse Ansichten
und Weisheiten vermittelt. Dieses kann man ggf. ablehnen/ablegen
aber es wird trotzdem getan


Richtig. Doch darf man nicht vergessen, daß man als Teil einer Subkultur selbst auch Maßstäbe SETZT bzw. EIGENE Ansichten und Weisheiten haben und ggf. verbreiten kann. Davon LEBT ja Kultur. Aber wem erzähl ich das....[/QUOTE]
Wenn man Maßstäbe setzt, so wirken die doch auch auf andere, oder?
Laut deiner Aussage aber nicht möglich o0
ALso kann keiner Maßstäbe setzen, da man dadurch ja andere
Einschränken würde...

[QUOTE]Wenn also jmd überzeugt ist von sich und seinem Style usw...[/QUOTE]
Muß er denn davon überzeugt sein, um es zu tragen?

Nein, und auch darum geht es...

[QUOTE]Da Bluffer und Aufschneider offenbar schwierig allein anhand ihrer äußerlichen Erscheinung (zu der auch der einstudierte Gesichtsausdruck, das Gebaren usw zählt) entlarvt werden können, stellt sich doch gerade DESHALB die Frage, inwieweit eine (Vor)Verurteilung aufgrund des reinen Augenscheins bzw oberflächlichen Hinhörens ok ist?![/QUOTE]
Deiner Aussage nach gibt es aber weder Aufschneider, noch Bluffer ;)
rubberhydeIch bin jetzt 30 und habe das auch mehrfach in verschiedenen Subkulturen erlebt.
Skater, Punk, Skin, Techno, Gothic, Fetisch& SM waren Stationen.
Es ist immer dasselbe: Am Anfang ist es interessant und aufregend. Nach einer Weile wird es Routine und am Ende nervt es. Zumindest teilweise.

Es bleibt am Ende die Erkenntnis, dass dieses Subkultur-Schubladendenken ohnehin zu engstirnig ist. Je älter man wird, desto individueller wird die Persönlichkeit.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von rubberhyde [/i]
[B]Je älter man wird, desto individueller wird die Persönlichkeit. [/B][/QUOTE]

Bei manchen irgendwie nicht, die stecken sich dann in eine Schublade, um ihr Leben aufzupeppen.

Dennoch, wenn man das mitmacht, und umso länger man es mitmacht, umso mehr merkt man, wie ein Freund von mir mal sagte, dass man die Reflektion der anderen nicht braucht. Anfangs sieht man die anderen, man refkletiert sein toll-sein gegenseitig und fühlt sich deswegen toll, bis man kapiert, dass die anderen gar nicht so toll ist und man selbst als Individuum im Endeffekt toller.
Zerbrochener[QUOTE]Es bleibt am Ende die Erkenntnis, dass dieses Subkultur-Schubladendenken ohnehin zu engstirnig ist. Je älter man wird, desto individueller wird die Persönlichkeit. [/B][/QUOTE]

Sehe ich nicht so. Es gibt Leute, die entsprechen dem Inhalt einer Schublade von Natur aus ohne sich einzuschränken oder zu verstellen. Im eigentlichen Sinne einer "Subkultur" ist Schubladen-Denken demnach völlig überflüssig.

Noch einmal: Wer sich in eine Schublade reinpresst oder sich mit etwas schmückt, was einem nicht steht, ist selber schuld. Niemand wird gezwungen sich unter irgendeinem "Gothic"-Deckmantel zu verstecken, aber jeder der dies für nötig hält, sollte sich dem bewusst sein und sich fragen, in wie fern er dem gerecht wird. Und dies ließe sich konsequent auf alle Lebensbereiche übertragen:

Ich finde es z.B. ein Witz, dass Millionen Leute katholisch/evangelisch getauft sind, ohne gläubig zu sein. Und ich verstehe nicht, warum die Kirche da keinen heiligen Riegel vorschiebt und eine Taufe nur noch nach einem religiösen Wunschbekenntnis im fortgeschrittenen Alter beauftragt wird. Ist das Christentum tatsächlich so tief gesunken ? Ja, denn denen geht es halt auch nur ums Steuergeld, genauso wie es XtraX um den Jahresumsatz geht.

Fazit: Schein und Sein sind in unserer Gesellschaft zwei Welten. Ein Hoch auf die Heuchelei! Und immer dran denken, [b]DU[/b] bist Deutschland!
Silverwolf[QUOTE]ich hab inzwischen eh das Gefühl, dass Subkultur viel zu überbewertet, viel zu hochstilisiert wird. Um was geht es eigentlich? Um Menschen oder um Schein?[/QUOTE]

Ja, sie wird überbewertet. Es ist traurig zu sehen, wie wir Menschen unsere Umwelt selber zustellen. Mir scheint es farblich. Stellen wir uns aber mal vor, das Leben wäre schwarz weiss und alle würden den gleichen Kleidungsstil mögen. Manchmal sollte man eine person nicht "sehen" sondern "riechen" mögen...

Auch dieses tiefgründige Getue mag ich nicht. Ich philosophiere nicht, und ich hab auch keine Ahnung von Nietzsche. Soll ich mich meiner selbst erledigen? Auch mag ich die Texte von Him. Scheisse bin ich noch in den Anfängen :) Vielleicht sollte man von "Geschmack" reden, der ist ja bekanntlich unterschiedlich. Ich mag keine Leute, die genau so sind wie ich - kein Reiz. Ich möchte mich inspirieren lassen vom Gegenteil. Und ich stehe zu dem was ich mag. Aber sollte das deswegen jeder tun?

Man kann lachen, man kann weinen, aber nichts desto trotz wird sich nichts an nichts ändern. Die Welt dreht sich weiter, und jeder sollte seinen Beitrag dazu geben. Am Ende ist alles eine Illusion....
Goat93[QUOTE] Es gibt Leute, die entsprechen dem Inhalt einer Schublade von Natur aus ohne sich einzuschränken oder zu verstellen. Im eigentlichen Sinne einer "Subkultur" ist Schubladen-Denken demnach völlig überflüssig. [/QUOTE]
Nein, ich denke, Schubladendenken ist nicht überflüssig.

Ersteinmal entstehen Subkulturen aufgrund diesem Denkens,
dann ist dieses Schubladendenken ja eigentlich nur eine
Abgrenzung von anderen, da man kein Teil deren sein
möchte.

Und dazu stehe ich. Ich möchte weder in einer Namen/Gesichts-
losen Masse noch in bestimmten anderen Subkulturen beheimatet
sein.
Das heißt aber nicht, das ich mich absistenzlerisch wie ein
Klostermönch nur auf meine Ansichten berufe oder das man
sich nach irgendwelchen Regeln fest innerhalb einer Gruppe
bewegen müßte.
vengeanceWas mir viel mehr auf den Senkel geht, als die paar modegrufties, die es zur Zeit gibt, ist, dass einfach viel zu viel geunkt, gejammert und gehetzt wird.

[i]Das[/i] ist es, was wirklich zerstört, was wirklich die Mystik aus unserer Welt nimmt und uns nicht mehr wohlfühlen lässt.

Wenn man dafür belächelt wird dass man Friedhöfe mag, Zeichnungen und Bilder gewisser Art, Musik von gewisser Richtung oder Güte oder auch einen Kleidungsstil, den man persönlich mag, dann ist das sehr bedenklich für eine Welt, die eigentlich Anlaufstelle sein sollte, für Menschen, die "anders" sind.

Klar, ich weiß woher das rührt, viele Bands z.b. reiten mit auf der gothicwelle, viele Kleidungsmacher stellen auf schwarz um und viele kleine Mädchen (warum eigtl immer Mädchen) finden es schick, auf gothic zu tun. Aber das ist doch alles sowas von wurscht.. Eigentlich niht wert, drüber diskutiert zu werden.
Jene Musik, die es nicht wert ist, kann ignoriert werden, Clubs, in denen nur schwarzes Techno aufgelegt wird, müssen ja nicht besucht werden.

Aber nein, es wird darauf rumgehackt, die Szene als solches verworfen, und was mir wirklich am meisten wehtut : Die szene verarscht sich selbst, indem sie sich selbst parodiert (man sieht das hier sehr schön im Board) Klar mag keiner mehr "wirklich" darüber reden, was einen mystischen Moment auf dem Friedhof ausmacht, wenn nebenan das gleiche in mehreren Threads verascht wird (hier nur mal beispielhaft)

Wenn die Leute ihre eigenen Ideale und Vorlieben nicht mehr ernst nehmen, ist es kein Wunder, das nichts mehr übrigbleibt.

Natürlich gibt es genug Leute die mit Friedhöfen nichts anfangen können, andere mögen kein Bauhaus dafür Lâme .. Und ? sind doch alles verschiedene Aspekte, die problemlos coexistieren können.

Ausserdem wird gerne vergessen: Gotensein ist kein Zwang zu irgendwas - auch nicht zum Philosophentum (Weil ich immer wieder lese, dass sich Leute dafür entschuldigen, dass sie nicht tiefgründig am philosophiren sind)

Ich dachte auf Leute zu treffen, die meinen Geschmack teilen, oder diesen zumindest nicht in den Dreck ziehen, wie es eben viele der Menschen da draussen tun. Wen dem nicht so ist, macht es irgendwie wenig sind. Komisch auch, dass gerade die "Goten der alten Garde" sic so gerne lustig machen..

Die sollten doch die typischen Werte innehaben und etwas anders reagieren.. Oder vielleicht, wenn sie wirlkich die xte Diskussion über ein Thema nicht mehr hören mögen, die Klappe dazu halten.

Danke
vengeancePS:

Ich lebe übrigens ohne eine Szene. Bin also sozusagent stiller Teilhaber. Ich lebe und fühle für mich, lese ab und an im Forum, und teile meine Gedanken mit 3-4 Freunden
Goat93[QUOTE]Was mir viel mehr auf den Senkel geht, als die paar modegrufties, die es zur Zeit gibt, ist, dass einfach viel zu viel geunkt, gejammert und gehetzt wird.

Das ist es, was wirklich zerstört, was wirklich die Mystik aus unserer Welt nimmt und uns nicht mehr wohlfühlen lässt.
.[/QUOTE]
Also jammern ist schon immer dabei gewsen :D

[QUOTE]Klar, ich weiß woher das rührt, viele Bands z.b. reiten mit auf der gothicwelle, viele Kleidungsmacher stellen auf schwarz um und viele kleine Mädchen (warum eigtl immer Mädchen) finden es schick, auf gothic zu tun. Aber das ist doch alles sowas von wurscht.. Eigentlich niht wert, drüber diskutiert zu werden.[/QUOTE]

Nein, seh ich anders, da ist das jammern besser.
Wenn man alles Stillscheigend ignoriert und "seinen"
kram nur macht, bekommt man ja genau das,w as jetzt ist nur
noch viel Schlimmer, sprich man kann davon ausgehen, das
"Schwarz" bald HipHop als Megatrend ablöst.
Wenn es soweit ist (wir sind meiner Ansicht nach schon weit dabei), hilft auch kein Gejammere mehr.

Klar kann man die Techno Dissen ignorieren, dumemrweise
hat man dann zwar gar keine mehr, wohin man gehen kann, aber
Zuhause einschließen bringt die Welt bestimmt wieder in
Ordnung :(

[QUOTE]Ich dachte auf Leute zu treffen, die meinen Geschmack teilen, oder diesen zumindest nicht in den Dreck ziehen, wie es eben viele der Menschen da draussen tun. Wen dem nicht so ist, macht es irgendwie wenig sind[/QUOTE]
Und dann?
Alle lieb Freude Eierkuchen?
ist das interessante nicht gerade im Non-Konformen?

[QUOTE]Die sollten doch die typischen Werte innehaben und etwas anders reagieren.. Oder vielleicht, wenn sie wirlkich die xte Diskussion über ein Thema nicht mehr hören mögen, die Klappe dazu halten.[/QUOTE]


Typische Werte?
Was sind denn das?

Und wieso sollten sie die Klappe halten, wenn Jüngere mal
eben komplett alles verdrehen und sich alles so
entwickelt, das sich die "alten" schon gar nicht mehr mit dem
Identifizieren können, was die "jüngeren" Heute als das
eigentliche Darstellen?
Haben nicht gerade die "älteren" ein Recht darauf, zu diskutieren?

Ich seh mich in keinster Weise als "älterer", ich sehe es nur so,
das diese Entwicklung mir immer mehr gegen den Strich geht.
Und wieso sollte ich tolerant gegenüber dem "neuen" sein, wenn
es genau das Darstellt, warum ich früher mich von der Masse
überhaupt erst distanziert habe?
Ich sehe das als Widerspruch an...
TrauerwesenSchliesse mich Goat da an. Mittlerweile kann ich mich da nicht mehr mit identifizieren, weil es genau zu dem geworden ist, was es gerade nicht sein sollte, nur mit anderem Namen. Und niemand will das einsehen und betitelt sich nach wie vor als achso fern vom mainstream. Ist aber im Endeffekt nichts anderes, denn im Gossbereich gibt es bereits einen ausgeprägten Mainstream. Und ich befürchte, dass dieser bald alles schlcuken wird. Wenn es dann eben keine Läden mehr gibt (einige sind es ja noch), wo Bauhaus und Cure gespielt wird, wenn man dann nur noch das kaufen kann, was gerade Mode ist (na, selbst hier gibt es mittlerweile Trends....das zum Thema weit ab vom mainstream), wenn man eben niemanden mehr dort findet, mit dem man was gedanklich teilen kann, eben weil es so grundverschieden ist ins ich selbst und und und.
Montrose[QUOTE]Mittlerweile kann ich mich da nicht mehr mit identifizieren, weil es genau zu dem geworden ist, was es gerade nicht sein sollte, [/QUOTE] Na und?

Wenn Du in irgendeiner anderen Organisation hinter die Kulissen schaust und "aufsteigst", dann sieht die Sache doch immner ganz anders aus.

Uni zum Beispiel. Während die kleinen, niedlichen Studienanfängerinnen den Tutor noch mit großen Augen angaffen, merken sie irgendwann vielleicht, daß oft nur mit Wasser gekocht wird und daß selbst dort Berufspolitik neben der "hehren Wahrheit" eine Rolle spielt.

Die Konsequenz zu ziehen "Da gehöre ich nicht mehr dazu" wäre etwa so, wie wenn man im Supermarkt immer die Schlange wechselt, weil die andere kürzer ist ... und dann erst recht lange warten muß.

Ständig zu sagen: "ups, das ist ja ganz anders als ich mir das dachte" und dann ständig den Zug zu wechseln .... der sicherste Weg, nirgends anzukommen.,

Oder, wie mein Lieblingssatanist sagt: Das Leben ist kein Wunschkonzert. :q :)
Goat93Montrose:

[QUOTE]Die Konsequenz zu ziehen "Da gehöre ich nicht mehr dazu" wäre etwa so, wie wenn man im Supermarkt immer die Schlange wechselt, weil die andere kürzer ist ... und dann erst recht lange warten muß.[/QUOTE]

Eben, gerade darum ist das "gejammere" und "gemeckere"
ja auch Begründet und berechtigt...
vengeanceHi!

Es wurde wohl ein bisserl missverstanden.

Natürlich soll für jeden richtig gestellt werden, jeder korrigiert werden, der hier was verdreht oder meint er müsse sich irgendwie verbiegen usw usf .. Schließlich gehört es auch zu unserer Lebenseinstellung, eben gerade kein Blatt vor den Mund zu nehmen, nicht stillschweigend hinzunehmen.

Ich meinte vielmehr die Art, wie das geschieht. Da kommt jemand daher und kennt sich noch nicht aus, weiß nichts über die Welt und fragt. Vielleicht ist er ein wenig ungeschickt beim Formulieren und - zack, schon bekommt er einen Riesenbatzen zynischer Antworten. Das finde ich im Widerspruch zu den Idealen die *ich* vertrete (und die ich meinte auch von anderen Leuten dieser Szene geteilt werden) Wenn dieser jemand ein Faker ist oder es klar wird, dass er eigtl keine schwarze Seele besitzt, kann das ja vermittelt werden.
Und wer [i]hierzu[/i] keine Lust mehr hat, soll bitte schweigen. Denn was bringt es sich ständig über diese Leute lustig zu machen.

Dann zum stillschweigend-hinnehmen des "Szeneverfalls"
Was kann man denn bitte aktiv tun? Es gibt keine Instanz "Szene" die beschließen kann dass z.B. Pink nicht erwünscht ist. Es kann de fakto nichts getan werden.
Gegen den mainstream jedoch schon - einfach nicht mitmachen. Techno - vor 8-10 Jahren waren die Radiosender voll mit Techno und Dancefloor- Nummern .Wie sieht es heute aus? Kaum noch was da, gelegentlich mal synthetische Anleihen in der Musi, das wars.
Bei "unserer" Musik ist es noch viel weniger schlimm, denn ausser Nightwish und Within Temptation, vielleicht noch Xandria war nicht viel in den Medien. Ich möchte fast schon annehmen, dass sich das gelegt hat. Klar wird wieder der neue Titel von Evanescence hoch und runter gespielt werden, aber inwieweit diese Band zur Szene gehört ist eh fraglich.

Und andersrum: Was nimmt es jedem Einzelnen von seinen Träumen, Idealen und Werten, wenn es innerhalb der Szene ein wenig Kommerz gibt? Gar nichts! Denn jeder kann nach wie vor seine Kleider selber schneidern oder in einem gaaanz unbekannten Laden kaufen, es gibt noch genug Bands die keiner kennt und die sher sehr gut sind, aber auch Bands die jeder in der Szene hört und die auch sehr sehr gut sind.

Keiner wird gewzungen aufs M'era zu gehen oder aufs WGT, es gibt genug kleinere Festsivals. Klar ist es schade dass ich nie ein WGT erleben werde das so ursprüunglich war wie in seiner Anfangszeit, da ich eben noch nie auf einem WGT war. Pech für mich.

Worum geht es also? Vielleicht darum, dass Leute nicht mit diesen N00bs (führe ich mal ein für Leute die der neuen, kommerzigen Gothicszene folgen) assoziert werden wollen? Dass ganz-schwarze sich unwohl fühle in der Gesellschaft von Pinkies? Hm da bleib wohl nur das Meiden.

Das Internet führte zwar zu einer Absoluten Schwemme innerhalb der Szene, aber es macht es auch leichter, neue Leute zu finden die genau zu einem passen.

Am Ende möchte ich noch mal betonen, dass es eigtl wirklich keinem selbst schadet, wenn mainstream und kommerz einzug gehalten haben, denn ausser dem Bewusstsein, dass es das gibt, belastet es einen nicht wirlich, in einer Form die einen in seiner schwarzen Enfaltung behindern würde ..

Wie schön finde ich da diesen anderen Thread wo jeder schreiben kann was für ihn das schwarze Leben so einzigartig und unabkömmlich macht, als immer wieder zu lesen wie scheisse und verkommen alles ist..

vengeance

PS: "Wahren Wert" .. hmm Idealismus - Offenheit - Wertschätzung (um ein paar zu nennen)
Goat93[QUOTE]Ich meinte vielmehr die Art, wie das geschieht. Da kommt jemand daher und kennt sich noch nicht aus, weiß nichts über die Welt und fragt. Vielleicht ist er ein wenig ungeschickt beim Formulieren und - zack, schon bekommt er einen Riesenbatzen zynischer Antworten[/QUOTE]

Ok, da hast du recht :)

[QUOTE]Was kann man denn bitte aktiv tun? Es gibt keine Instanz "Szene" die beschließen kann dass z.B. Pink nicht erwünscht ist. Es kann de fakto nichts getan werden. [/QUOTE]
Doch, anderen einfach Zeigen/Sagen das das so nicht dem
Entspricht :)
Duskussionen führen, selber Parties machen und das dort
darstellen, das in Treffen/Gesprächen einfließen lassen.
Umso mehr sowas machen umso mehr Erfolg hat man eventuell.
Aber nirgends mehr hingehen, sich einmauern und "Sein"
Ding nur noch machen macht alles schlimmer, denn dann sieht
man als "Neuling" ja ohnehin nur die "Neue" art und denkt
dementsprechend das das völlig normal ist...

[QUOTE]Bei "unserer" Musik ist es noch viel weniger schlimm, denn ausser Nightwish und Within Temptation, vielleicht noch Xandria war nicht viel in den Medien[/QUOTE]
:eek:
L'a immortelle, Oomph, Marylin Manson, Rammstein, Subway to
Sally, Schandmaul, HIM, Rassmussen, Tokio Hotel, NuPagadi,
Dimmu Borgir, Immortal, Chandeen sind alles Chartbands, die
mir so spontan einfallen, die als "Schwarz" verkauft wurden...

Betonung liegt dabei auf Charts...nicht auf in den Medien, da
waren so einige Sachen mehr...

[QUOTE]Ich möchte fast schon annehmen, dass sich das gelegt hat. Klar wird wieder der neue Titel von Evanescence hoch und runter gespielt werden, aber inwieweit diese Band zur Szene gehört ist eh fraglich.[/QUOTE]
Nein, das wird noch viel Schlimmer kommen, denn es wird
immer mehr dieser "Szene" zugeteilt.
Und ob es zur "Szene" gehört, bestimmen ja Heute schon andere
und nicht mehr die "Szene" Gänger, wobei wir wieder bei dem
Einmauern wären, denn dadurch können die es ja machen.

[QUOTE]Was nimmt es jedem Einzelnen von seinen Träumen, Idealen und Werten, wenn es innerhalb der Szene ein wenig Kommerz gibt? Gar nichts! [/QUOTE]
Also, zwischen Kommerz und Szenegrundfestwandlungen
seh ich nen kloinen Unnaschied...
Was nimmt es mir denn wenn alles um mich herum nur noch
auf Primitives Laberniveau sinkt, wie ich es nie haben wollt
(Dann hätt ich auf inner Dorfdisse gehen können), das alles
über Sex-Sells mittlerweile läuft, das man sich für so manche
Leute echt schämen muß, das man vor lauter Techno-BumBUm
Musik nirgends mehr ohne Kopfweh hingehen kann, das man
absolut nix mehr blind kaufen kann mit dem Etikett Gothik
Black Metal Industrial, da hinter allem immer wieder ein kleiner
Chris Pohl hervorluggt...ja, was nimmt mir das denn, das Handy
Klingeltöne und Tolkien Philosophen sind, das Pimkie und
Xtra DIE Kleidungsdealer überhaupt sind, das man besser total
besoffen Partie macht und möglichst Halbnackt rumhüpft
zur Kirmsesmusik in der Örtlichen Disko?
Eventuell den Tiefgang?
Eventuell die Identifikation?
Eventuell den Spaß an der Sache?

[QUOTE]Am Ende möchte ich noch mal betonen, dass es eigtl wirklich keinem selbst schadet, wenn mainstream und kommerz einzug gehalten haben, denn ausser dem Bewusstsein, dass es das gibt, belastet es einen nicht wirlich, in einer Form die einen in seiner schwarzen Enfaltung behindern würde ..[/QUOTE]
Sagt an sich auch keiner :D
Solange dabei aber nicht das Grundbild an sich völlig
ausgeschlachtet wird ;)

Es behindert einen dann, wenn man selbst immer wieder mit
dem anderen Konfrontiert wird und dementsprechend damit
verbunden.
Denn es Hemmt und Nervt ungemein. Ähn lich wie es nervt
als Satanist abgestemplet zu werden...
Trauerwesenvengeance:

Ich denke, das Problem was insbesondere für mich entsteht ist, dass ich eben mit dieser Entwicklung nicht mehr wirklich in der Disse hänge und denke "hey, wir gehören irgendwie zusammen", eben weil alles so schwammig geworden ist. Das ist wohl eines der Probleme, und wie gesagt, von der Musik mal abgesehen, aber immerhin gibt es noch einige Läden, wo man brauchbares findet.
Silverwolf[QUOTE]....und denke "hey, wir gehören irgendwie zusammen", eben weil alles so schwammig geworden ist.[/QUOTE]

Am Ende sind alle Menschen gleich, weil sie von Grund auf verschieden sind.
Montrose[QUOTE]Nein, das wird noch viel Schlimmer kommen, denn es wird
immer mehr dieser "Szene" zugeteilt.[/QUOTE]Weil diese "Szene" keine klare Konturen hat, ist sie die Rumpelkammer der Kultur, wo jeder seinen Mist reinstellt.

Das ist ein system-bedingtes Problem: wenn man sagt "wir sind für alles offen", "wir sind tolerant", "jeder kann Gothic sein ohne jedwede Vorleistung" ....und so ist ja die Grundmeinung hier.... dann strömen natürlich auch alle in die offenen Türen rein.

Wir bekommen, was wir selbst wollen. Eine Tür, nämlich eine Art "Dogma" und Festlegung von Gothic, haben wir ja bislang immer gescheut.

Gothic ist alles. Gothic ist Allgemeingut. Niemand hat das Patent auf Gothic, deshalb kann es jeder benutzen. Shareware, billig und beliebig.


Die Katholiken haben das Problem nicht. Es käme kaum einer auf die Idee, einfach mal aus Jux zu sagen "Ich bin katholisch". Klar, weil die Aufnahmehürden höher liegen. Weil es im Katholizismus ....anders als bei Gothic.... echte Provokation, echte Kanten zum Anstoßen gibt, weil das eben nicht x-beliebig ist.

[QUOTE]Am Ende sind alle Menschen gleich, weil sie von Grund auf verschieden sind.[/QUOTE]Warum nicht alle in einen riesengroßenn Mixer werfen und dann schrrrrrr. Hast Du nachher eine schöne, pinkfarbene Pampe. Und mehr ist die mainstream-Kultur auch nicht.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Weil diese "Szene" keine klare Konturen hat, ist sie die Rumpelkammer der Kultur, wo jeder seinen Mist reinstellt.[/B][/QUOTE]

siehe hier:

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=48903[/url]

:D
Goat93Montrose:

[QUOTE]Das ist ein system-bedingtes Problem: wenn man sagt "wir sind für alles offen", "wir sind tolerant", "jeder kann Gothic sein ohne jedwede Vorleistung" ....und so ist ja die Grundmeinung hier.... dann strömen natürlich auch alle in die offenen Türen rein.[/QUOTE]

Ich mag mich jetzt iren, aber gab es nicht mal sozusagend
solche "Aufnahmebeschränkungen", die sich sozusagend
wie von selbst ergaben?
TrauerwesenGoat:

Meinst Du das nun im wörtlichen Sinne? Ich denke kaum, dass man bestimmte Dinge abhaken muss bei einem Profil von jemanden. Ich weiss nicht, es sind Dinge, die fühlt man irgendwie. Ein Raver auf dem Friedhof macht auch noch keinen Grufti aus ;D . Ist dann wohl eher ein Zusammenspiel....und ich habe das Gefühl, dass wenn man weiter von Toleranz spricht usw die eigentliche Grenze dessen, was man als "Grufti"/"Gossik" definiert überschreitet.

Es ist ja schon so weit gekommen, dass jene, die wirklich bleich geschminkt sind usw und dass die Musik, die ursprünglich wirklich als schwarz betrachtet werden kann (eben die ganzen Urgesteine und sowas) mittlerweile in die Nebenhallen von Gossik-parties verfrachtet werden, während die grossen Hallen mit guter Akustik bumm-bumm spielen und dort nur noch Buntvolk (Im Sinne von Püschel und Neon) rumläuft. Daran sieht man die Verschiebung von allem, und wenn es so weitergeht, dann ist Gossik nur noch bunt und der Rest....tja, die machen ihre eigenen Parties oder so.
Oder manch andere Stammgäste, die man immer sieht und sich fragt, wieso die nicht gleich ind ie grossraumdisse gehen mit ihren Gogogirl-Outfits...ich meine, man will doch Gleichgesinnte treffen? ich fühle mich vehementer unwohler, wenn ich weggehe.
Ein Lichtblick war letzten Samstag eine Gruppe von Leuten, die mich einfach mal ansprachen, weil sie sich mit mir unterhalten wollten.
Aber der Rest? Da wird dann gekuckt, was für ein Outfit der und der wieder anhat, wieviel Haut die und die zeigt usw. Haben die nichts besseres zu tun? Das gibt es in Grossraumdissen sicherlich auch, nur mit mehr Anonymität.
vengeanceAuch ein sehr schöner Punkt. Dieses ständige Geschaue und Vergleichen wie jemand aussieht,wie sich jemand gibt - kommt mir so bekannt vor.. Ist genaudas Gleiche wie in der Schickeria auch (und was mich sehr ankotzt) Ich fände es angenehm, wenn ein besonders schönes Outfit natürlich gelobt würde, aber ein unauffälliges oder vielleicht auch schlechtes nicht abgewertet. Denn das ist auch eines meiner Ideale: Dass man Menschen eben so nimmt wie sie sind und wenn sie sich z.B. nicht aufstylen wollen oder mit viel Haut präsentieren, dann werden sie ihren Grund dafür haben.

Irgendwie aber zieht es mich nicht so wahnsinnig in die Clubs - um genau zu sein war ich noch nie in einem. Früher natürlich Disco und Techno und bla, aber seit ich davon abstand genommen habe, hat es mich auch nicht mehr , auch nicht in einen schwarzen, Club gezogen. Denn irgendwie ist das nicht viel anders als jenes Leben damals und das brauch ich nicht. Mich ziehts dann ehr zu Konzerten, und das Publikum ist dort auch irgendwie angenehmer!


Nein es gibt - zum xte mal - "keine Aufnahmeregeln". Jeder, wirklich jeder kann für sich selbst entscheiden ober sich als goth ansieht oder nicht. Viele werden es von sich glauben, und nach zwei Jahren merken dass sie sich anders entwickeln. Andere bleiben, andere wiederrum geben es noch eine Weile vir zu sein und geben dann auf.

Stört mich nicht sonderlich, mich stören ehr die Menschen die mich verurteilen mit Sprüchen wie "Wilslt Du wirklich rumlaufen wie all die kleinen Mädchen die es so cool finden?" Das ist eine negative Seite von der ganzen Schwemme, dass man leicht mit den -sich-cool-findenden- verglichen wird. Abe rdas kann nun auch wieder nu von Menschen kommen, die einfach nichts verstanden haben.. und die können dann einem herzlich egal sein, oder - wenn sie einem wertvoll sind, kann man es ihnen versuchen zu erklären.
Solange man vor sich selbst dazu stehen kann und weiß dass man eben kein "cooly" ist, sondern wirklich im Innersten schwarz fühlt, passt denke ich alles.
vengeanceNoch was - ein Zitat aus dem Eingangsposting:

"Kitsch liegt mir nicht, schon garnicht diese pseudo-Mondscheinromantik und dieser ganze Mist. "

Genau solche Sätze möchte ich eigtl von Leuten hier nicht hören müssen.

Wieso Pseudo?
Wieso Mist?

Manch andere mögen Mondschreinromantik, für viele ist es kein Pseudo, vielleicht für manche (weil sie es cool finden) aber nicht für alle
Ein Teil der schwarzen Gefühlswelt ist nun mal das, was man vielleicht Mondscheinromantik nennen mag, und es darniederzutrampeln finde ich eine Frechheit. Gerade von diesem Autor, der sich ja schhon etwas tiefer mit der Szene verwurzelt zu sein scheint
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i]
[B]Noch was - ein Zitat aus dem Eingangsposting:

"Kitsch liegt mir nicht, schon garnicht diese pseudo-Mondscheinromantik und dieser ganze Mist. "

Genau solche Sätze möchte ich eigtl von Leuten hier nicht hören müssen.

[/B][/QUOTE]

Du darfst den Darket nicht so ernst nehmen, er selber bezeichnet sich nicht als "schwarz" wenn ich ihn richtig verstanden habe, sondern hört lediglich gerne die "Sisters of Mercy" .... somit ist es natürlich sein Recht sich über den Schwarz-Kult lustig zu machen, der Eldritch macht es ja nicht anders ;) Die Frage ist nur, warum sich immer mehr Leute in einer "Szene" bewegen, zu deren Inhalte sie null Bezug haben. Wahrscheinlich muss man tatsächlich immer mehr zwischen Subkuktur und Szene unterscheiden, letztgenannte umfasst schließlich alles und jeden, sei es auch nur der Gaffer von nebenan :confused:
Goat93Trauerwesen:

[QUOTE]Meinst Du das nun im wörtlichen Sinne?[/QUOTE]
Ne, das sich diese Werte halt aus der Sache selbst von Allein
ergeben haben

vengeance:

[QUOTE]Ich fände es angenehm, wenn ein besonders schönes Outfit natürlich gelobt würde, aber ein unauffälliges oder vielleicht auch schlechtes nicht abgewertet[/QUOTE]
Mir Persönlich geht es nicht um Gute oder Schlechte Outfits,
mich wundert es immer nur, wenn so viele nahezu gleich
aussehen

[QUOTE]Abe rdas kann nun auch wieder nu von Menschen kommen, die einfach nichts verstanden haben.. [/QUOTE]
Meinst du nicht, das das auc etwas vorschnell vervorurteilt
ist?
Wieso sollten diese Menschen nichts verstanden haben?

[QUOTE]Solange man vor sich selbst dazu stehen kann und weiß dass man eben kein "cooly" ist, sondern wirklich im Innersten schwarz fühlt, passt denke ich alles.[/QUOTE]
o.O ich denke, das nicht alles passt, muß ich zugeben.
Ich steh nicht so auf dieses Open Mindet, denn dadurch
kommt imemr soviel Komisches Zeugs mit rein.
Ich will z.B keine politik haben, auch wenn sowas irgendwann
mal dolle Trend sein sollte und auch wenn alle denken, das
Politische Aussagen dann Cool seien, will ich das nicht haben.
Die Sache kann sich durch die Massenbewegung zu schnell
in Bahnen entwickeln, die mir nicht gefallen.
Was würdest du denn manchen, wenn die Neonazis z.B
aufgrund von alten Bildern (Rozz Williams, Siouxie, Boyd Rice
usw. usf) nun in Massen alles überwandern und das alles
als total Normal in der Szene darstellen? o0
Wäre nur mal ein etwas Provokanteres Verlagern der
selben Sachen im Prinzip...

Ich sehe es nicht als so unterschiedlich an, wenn jemand kommt
und sagt: Du ziehst dich ja an, wie diese kleinen Kinder
oder wenn er sagt:
Du ziehst dich ja an wie diese kleinen Neonazis

Stört mich Imho beides sehr doll :(

Vor allem interessiert es auch dann keinem, was man selbst
denkt, wie Heute übrigends anscheinend auch schon
:confused:
Dark ReligionSeid gegrüsst,
um alle nicht Gothics auszuschliessen:

Gothic= englischer Begriff für Grufti
Gothics sind nicht böse= doch, böse auf Oberflächlichkeit die zu 99% die Menschheit beherrscht.
Gothics sind keine Satanisten= manchmal doch
Gothics ham nen knall= immer
Gothics sind tolerant= sind vielleicht toll aber noch lange nicht tolerant
Gothic politisch = quatsch. Echte Gruftis verabscheuen Politik und Politiker
Gothics tanzen= ja drei Schritte vor und zurück alles andere ist neumodischer Quatsch
Gothiks sind sinnlich= Gothiks akzeptieren die Endlichkeit der Dinge und tragen deshalb die Farbe der Traurigkeit (Schwarz) um dieses nach aussen zu zeigen.
Gothics sind eine Subkultur= na logisch und erkennen alle die nur, weil Gothic zur Zeit von den Medien gepuscht wird, sofort als Fake Gruftie.
Ein echter Gothic bezeichnet sich in Deutschland als Gruftie und all die anderen hängen sich an die Grufties aber sind keine.
So jetzt habt ihr die echte Szene und ihr Definition.
:eek: :rolleyes: :D :)


Edit: VERGESSEN: GRUFTIES GEHEN EINMAL DIE WOCHE AUF DEN FRIEDHOF ABER SCHÄNDEN DORT KEINE GRÄBER !!!!!

Nochmal Edit: Das muss natürlich heisen
Gothic= neumodischer englischer Begriff für Grufties und andere
vengeance[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Trauerwesen:


Ne, das sich diese Werte halt aus der Sache selbst von Allein
ergeben haben

vengeance:


Mir Persönlich geht es nicht um Gute oder Schlechte Outfits,
mich wundert es immer nur, wenn so viele nahezu gleich
aussehen


Meinst du nicht, das das auc etwas vorschnell vervorurteilt
ist?
Wieso sollten diese Menschen nichts verstanden haben?


o.O ich denke, das nicht alles passt, muß ich zugeben.
Ich steh nicht so auf dieses Open Mindet, denn dadurch
kommt imemr soviel Komisches Zeugs mit rein.
Ich will z.B keine politik haben, auch wenn sowas irgendwann
mal dolle Trend sein sollte und auch wenn alle denken, das
Politische Aussagen dann Cool seien, will ich das nicht haben.
Die Sache kann sich durch die Massenbewegung zu schnell
in Bahnen entwickeln, die mir nicht gefallen.
Was würdest du denn manchen, wenn die Neonazis z.B
aufgrund von alten Bildern (Rozz Williams, Siouxie, Boyd Rice
usw. usf) nun in Massen alles überwandern und das alles
als total Normal in der Szene darstellen? o0
Wäre nur mal ein etwas Provokanteres Verlagern der
selben Sachen im Prinzip...

Ich sehe es nicht als so unterschiedlich an, wenn jemand kommt
und sagt: Du ziehst dich ja an, wie diese kleinen Kinder
oder wenn er sagt:
Du ziehst dich ja an wie diese kleinen Neonazis

Stört mich Imho beides sehr doll :(

Vor allem interessiert es auch dann keinem, was man selbst
denkt, wie Heute übrigends anscheinend auch schon
:confused: [/B][/QUOTE]


Hi Goat!

Mit dem letzten Absatz hast Du leider nur zu recht. Momentan ist ein Vergleich harmlos, aber wenn der oberflächliche Vergleich mit etwas absolut nicht vertretbarem aufkommen würde, hätte ich auch ein Problem.
Kommt ja jetzt schon manchmal anscheinend auf - siehe Springers z.B.

Hm, klar dass das zu Konfrontationen führen würde.. Ok - das Szenario wäre wohl in etwa, dass die Medien Bilder ziegen würden von schwarz gekleideten, geschminkten Gestalten die dann sonstwie rechts bezeichnet würde.. und perfekt wäre die allgemeine Assoziation mit schwarz = rechts .. am Besten noch rechte Satansopfer und bla - das kann man sich so richtig schön vorstellen.

Oder braucht blos mal so ein Satanistenpäärchen wie die Rudas (?) zufällig rechts zu sein schon haben wir das Szenario..

Da bleibt dann halt nur ein cooler Gothics gegen Rechts Aufnäher auf der Jacke ;-)

Aber ich denke ich würde weiterhin schwarz tragen, und jedem der mir krumm kommt erklären dass [i]mein[/i] schwarzes Leben keine politische Aussage innehat. (Ich aber natürlich grundsätzlich gegen rechts bin, nur eben meine Lebenseinstellung keine pol. Aussage hat)

- nicht so leicht

[quote]
Meinst du nicht, das das auc etwas vorschnell vervorurteilt
ist?
Wieso sollten diese Menschen nichts verstanden haben?
[/quote]

Ich meinte hier so Menschen wie -bei mir- ein sehr naher Mensch an sich, der hier aber ignorant und engstirnig ist..
Mit nicht verstanden meine ich genau, daß eben nur nach der Oberflächlichkeit geurteilt wird. Nicht hinterfagt, warum jemand so rumläuft. Dieses allgemein Über-Den-Kamm-Scheren .. ich laufem so rum, 100e von anderen auch die anscheinend das nur tun um cool zu sein (was z.t.) ja auch stimmen mag aber daher bin ich genau so. Daher trage ich das auch nur, um cool zu sein, und habe keine anderen Beweggründe. Kann nicht sein, gibt es nicht. Alle machen das weil sie cool sein wollen - Diese engstirnige Auffassung meine ich mit "nichts verstanden"
Das kann man wahlweise auch noch übetragen auf "man trägt schwarz nur um aufzufallen" oder "man trägt schwarz weil man in einer rebelleische Phase ist" usw usf

vengeance
Goat93[QUOTE]Ok - das Szenario wäre wohl in etwa, dass die Medien Bilder ziegen würden von schwarz gekleideten, geschminkten Gestalten die dann sonstwie rechts bezeichnet würde.. und perfekt wäre die allgemeine Assoziation mit schwarz = rechts .. am Besten noch rechte Satansopfer und bla - das kann man sich so richtig schön vorstellen.[/QUOTE]

Das wird ja schon seit einiger Zeit getan, wie Rudas oder
bei Death in June z.B das Buch Ästethische Mobilmachung,
schau dir mal jedes Jahr die Diskussionen zum WGT an...

[QUOTE]Da bleibt dann halt nur ein cooler Gothics gegen Rechts Aufnäher auf der Jacke ;-)[/QUOTE]
Das ist aber genau der Falsche Weg, denn ich will mich ja nun zu
keiner Politischen Aussage zwingen lassen.

Und wie sollte man das bei den Schwarze Techno Problem
machen?

Gegen Scooter Aufnäher?

[QUOTE]Aber ich denke ich würde weiterhin schwarz tragen, und jedem der mir krumm kommt erklären dass mein schwarzes Leben keine politische Aussage innehat. [/QUOTE]
Und wen interessiert das?

Diese Frage ist ja das Problem dabei, denn wie auch Aktuell
interessiert es kaum jemanden das Göthisch kein
Schwarzer Teschno ist, es wird dann auch keinen Interessieren
das Goth nicht rechts ist, die Skins haben da ja nun auch
Riesen Probleme sich vom Rechten abzukoppeln, mal als
Beispiel...

Wenn ersteinmal das Gesamtbild so dargestellt wird, ist es
sauschwer davon loszukommen.

[QUOTE]Ich meinte hier so Menschen wie -bei mir- ein sehr naher Mensch an sich, der hier aber ignorant und engstirnig ist.. [/QUOTE]
Hmm, auch recht schwer, denn diese Leute müßen ja gar
nicht Ignorant sein, sondern reagieren eher aus Resignation
so, sprich du hast 100 Leute kennengelernt, die alle das
nur aus dem Trend heraus machen, dann gehst du davon aus
das der 101, der sich in der gleichen Gruppe bewegt und
sich zudem nicht von den 100 Leuten unterscheidet, dieses
auch so macht.
Es sind dann Zufälle, wenn man jemanden trifft, der dieses
widerlegt und umso mehr freut man sich dann über solche
Personen :)

Dark
[QUOTE]So jetzt habt ihr die echte Szene und ihr Definition[/QUOTE]
Du hast aber das mit dem Alkoholiker vergessen (Rotwein) :D
Dark Religiono verflixt wie konnte ich nur denRotwein vergessen ? Auf den schreck muss ich mir gleich mal ein zuckersüsser "Wickingerblut" gönnen.:cool:
Lord MoonchaserInteressanter thread.

Meine folgenden Anmerkungen werden sich an den ursprüngl. post richten.

also @ darket:


Es ist wohl manchmal nötig "laut" zu werden, bedauerlich ist es jedoch, wenn man seine Sicht der Dinge als Maßstab nimmt, um auf alles andere zu fluchen.

(ganz nebenbei frage ich mich, was dich so auf "die Palme" gebracht hat ???)

Ob pseudo, notgeil, dumm, dreist, verbittert, arrogant oder sonst was - all jenes unterliegt einer subjektiven Beurteilung/Empfindung und die kann sich ändern.

Wie schon gesagt wurde, es ist der Mensch der sich ändert und mit ihm die Sichtweise - was einst sehr cool war, kann plötzlich nur noch nerven, ob dies jedoch eine Berechtigung ist, das Nervige erstmal "nieder zu machen", sei mal dahin gestellt. :rolleyes:

Sicher gibt es Dinge die jeden Mal zur Weißglut bringen und einige der Punkte die hier angesprochen werden, sind mit gesundem Menschenverstand (sofern es so etwas gibt) schwer zu verstehen, dennoch kann man nicht alles einfach mit dem Stempel "Vollidiot" versehen !

Wie du schon sagst, weißt du nicht mehr, was du hier verloren hast - ein denkbar ungünstiger "Betrachtungswinkel" !

Warum und ob sich jemand die Arme aufschlitzt, den Friedhof besucht, das Kreuz "umdreht" oder weiß der Geier was, kann viele Gründe haben, die Frage ist nur, ob man das selbst nachvollziehen kann !!! :)

An diesem Punkt entscheidet dann jeder für sich über: cool oder idiotisch, gut oder schlecht, richtig oder falsch...


in diesem Sinne


moonchaser


p.s.

Ich mag den Mond sehr, auch wenn ich sonst kaum ein Klischee erfülle ! ;)
vengeanceDas hat Victoria schön gesagt.

Es wird niemals eine Gruppierung in dieser Größenordnung von Menschen geben, die alle so "gleich" denken und fühlen und sich verhalten, dass jeder zufrieden ist, sich verstanden fühlt und was weiß ich sonst noch.

Wie ich schon mal sagte, man findet eh nur einen Bruchteil von Menschen sympatisch, auch innerhalb einer Szene. Das, was man abesucht, wird man wohl innerhalb von Szenenangehörigen ehr finden als im gros der Menschheit.

Von daher ist eine szene auch wieder nicht so schlecht. Man darf nur nicht zu viel erwarten :)

vengeance
Goat93[QUOTE]Von daher ist eine szene auch wieder nicht so schlecht. Man darf nur nicht zu viel erwarten [/QUOTE]
Nunja, auch wenn es doof klingt, aber vor 10 Jahren
waren die meisten noch Offen und netter...

Aber es kommt ja auch immer auf die Umstände an, wenn
es Zuviel gibt, nervt es halt auch...
vengeanceDas Problem ist halt auch, dass "Gothic" an sich nicht etwas wirklich neues bietet, oder etwas was wirklich der große Teil der Subkultur machen könnte. Klnigt jetzt blöd.. Naja Skater skaten halt. Satanisten predigen Satanskult. Wicca beschäftigen sich mit Hexerei.

Gothics? Das was sie ausmacht, ist, dass sie vielleicht das sie bei dem was sie tun und erleben den dunklen Aspekt mehr lieben als den Rest..
Da kann man dann schlecht feststellen wer nun ein goth ist und wer nicht.

Ein skater ohne Board ist da schon ehr auszumachen ;)

veng
Goat93[QUOTE] Naja Skater skaten halt. Satanisten predigen Satanskult. Wicca beschäftigen sich mit Hexerei.[/QUOTE]
ähh, is ded ned etwas dooflich?

Satanisten predigen nich unbedingt Satanskult und
Wicca ist nicht unbedingt "Hexerei"..
Und Skater skaten auch nicht nur :confused:

[QUOTE]Das was sie ausmacht, ist, dass sie vielleicht das sie bei dem was sie tun und erleben den dunklen Aspekt mehr lieben als den Rest.. [/QUOTE]
Och ned unbedingt...
Was Gothen auszeichnet(e) war eine andere, Desillusioniertere
Lebensart und Umgang mit dem Sein.

Das ist mehr, als nur "Schwarz" zu lieben und sich als ähh
Kind der Nacht im Dunkeln auf die Fresse zu legen (da man
nix sieht :D )

[QUOTE]Ein skater ohne Board ist da schon ehr auszumachen [/QUOTE]
Och ned o0
Wieviele Biker haben gar kein motorrad?

Tausende :D
Dark ReligionSeid gegrüsst(nochmal),
da ich mit 30 Jahren ja anscheinend schon zu den Grufties unter den Grufties gehöre, der aus der Black Punk Bewegung kommt, kann ich nur IMMER WIEDER feststellen, das es den sozusagen "harten Kern" gibt (Black Punks,Grufties,Wicca´s aller Art),
die eben auch häufig den gängigen Klisches entsprechen (die negativen wie Grabschänder) mal ausgenommen.
Die sich auch niemals selbst mit der Gothicszene identifizieren sondern von aussenstehenden dazugezählt werden.
Und dann gibt es alle anderen die sich direkt zur Gothic Szene zählen (Cybergoth und ähnliche).
Und solche die von Aussenstehenden wiederum sowie der "harte Kern" zu der Gothic Szene gerechnet werden um sie einordnen zu können.
Meine Frage ist nun:
Wieso stöhren sich Grufties, Wiccas und Black Punks daran, das andere unter dem Begriff Gothics zu Ihren Gruppen hinzugezählt werden ?
Kann uns das nicht einfach egal sein ? Es wird nunmal immer Versucht, Menschen in eine gewisse Zuordnung (Schubladendenken) zu bringen.
Muss das den harten Kern wirklich stöhren ?
Man kann doch, wenn es wirklich jemand genau wissen will, sagen
ich bin Gruftie oder Wicca................ und habe mit der Gothicszene nichts am Hut.
Die echten Gothics können ja sagen ich bin Cybergoth unsere Szene ist so und so.............
Und alle anderen müssen eben mühsam erklären, warum sie schwarze Klamotten, ne schwarze Seele, oder sonstwas haben, was für Aussenstehenden düster oder traurig genug ist, um als Gothic bezeichnet zu werden. Und sich dann halt als Szenenlose bezeichnen.
Wo liegt da das Problem ?
Die Gothicszene gibt es zwar, aber jeder muss halt wissen ob er dazu gehört oder nicht und manchmal (wenn jemand sehr Begriffstutzig ist) muss man halt akzeptieren, das man für den anderen ein "Gossik" ist.
Goat93[QUOTE]Muss das den harten Kern wirklich stöhren ? [/QUOTE]

Ich will z.B keine politik haben, auch wenn sowas irgendwann
mal dolle Trend sein sollte und auch wenn alle denken, das
Politische Aussagen dann Cool seien, will ich das nicht haben.
Die Sache kann sich durch die Massenbewegung zu schnell
in Bahnen entwickeln, die mir nicht gefallen.
Was würdest du denn manchen, wenn die Neonazis z.B
aufgrund von alten Bildern (Rozz Williams, Siouxie, Boyd Rice
usw. usf) nun in Massen alles überwandern und das alles
als total Normal in der Szene darstellen? o0
Wäre nur mal ein etwas Provokanteres Verlagern der
selben Sachen im Prinzip...

Oder, wie es versucht wird, die Linken schaffen es und
stellen den Gothicbereich von Rechts Unterwandert dar, das
alle es glauben o0
Versucht wird es ja nun immer und immer wieder

Ich sehe es nicht als so unterschiedlich an, wenn jemand kommt
und sagt: Du ziehst dich ja an, wie diese kleinen Kinder
oder wenn er sagt:
Du ziehst dich ja an wie diese kleinen Neonazis

Stört mich Imho beides sehr doll


so selbstzitat :D mit ergänzung ^^
Dark ReligionNa, aj ich gebe nicht viel auf das Geschwätz der Leut.
Sollen sie doch sabbeln es gibt wichtigeres im Leben find ich.
Und mal ganz abgesehen davon würden selbst Leute die mich nur vom hörensagen kennen mich niemals freiwillig als Nazi bezeichnen. Egal wie die Deppen durch die Gegend schlurfen. Ne das würde bestimmt keiner.........
*DAS GIBT DANN ABER AUCH MÄCHTIG ÄRSCHER IM REVIER*
ups wollte nicht schreien:confused:
Und alle anderen müssen mich doch nun wirklich nicht jucken oder?
Goat93[QUOTE]Und alle anderen müssen mich doch nun wirklich nicht jucken oder?[/QUOTE]
Nicht?

Es kommt immer darauf an, wieweit sich etwas
verändert und wo es landet...

Wenn du (als Extrembeispiel) deswegen Drohungen
bekommst, dein Job fast gekündigt wird, du als
Neonazi in jeder Zeitung stehst, auf der aktuellen
Antifa-Seite mit Passbild und Adresse glänzt, weil du
die "falsche" Band veranstalten wolltest, dann wird
dich das jucken...

An sich kann es einen ja egal sein, ob die Leute
so und so das und das machen, normalerweise hat man
ja seinen eigenen Freiraum um dort zu hantieren.
Nur wird uns (mir) der Raum leider immer mehr einge-
schränkt, es sind kaum noch nette Veranstaltungen,
man trifft kaum noch nette Leute, man begegnet ja kaum
auch nur Annähernd Gleichgesinnte mehr...

Zusammengefasst:
1. Weggehen lohnt sich nicht mehr, außer zu bestimmten
(leider auch weit weg oder seltenen) Veranstaltungen
2. Man trifft kaum bis gar keine Gleichgesinnten Menschen
innerhalb der EIGENEN Subkultur, man kann sich ja
fröhlich einschließen
3. Es wird immer mehr Quantität verbreitet, immer weniger
Qualität, man muß immer mehr suchen und aussortieren
(z.B im Musikbereich)
4. Man wird (eventuell) von der Seite dumm angemacht aufgrund
einer Ausrichtung, die mit der eigenen nichts zu tun hat, man
muß sich also entweder von irgendwas distanzieren oder für
irgendwas entschuldigen, womit man eigentlich nix zu tun hat
(Ob das nun irgendwelche Politischen Sachen sind oder
sonstwas)

Weiß nicht, mich juckt das :(
Dark Religion[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
Wenn du (als Extrembeispiel) deswegen Drohungen
bekommst, [/B][/QUOTE]

ständig

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]du als
Neonazi in jeder Zeitung stehst, [/B][/QUOTE]

na dann reicht aber keine Panzerdivission und keine Batterie Rechtsanwälte um die Verantwortlichen zu schützen
Ewig[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]
Zusammengefasst:
1. Weggehen lohnt sich nicht mehr, außer zu bestimmten
(leider auch weit weg oder seltenen) Veranstaltungen
2. Man trifft kaum bis gar keine Gleichgesinnten Menschen
innerhalb der EIGENEN Subkultur, man kann sich ja
fröhlich einschließen
3. Es wird immer mehr Quantität verbreitet, immer weniger
Qualität, man muß immer mehr suchen und aussortieren
(z.B im Musikbereich)
4. Man wird (eventuell) von der Seite dumm angemacht aufgrund
einer Ausrichtung, die mit der eigenen nichts zu tun hat, man
muß sich also entweder von irgendwas distanzieren oder für
irgendwas entschuldigen, womit man eigentlich nix zu tun hat
(Ob das nun irgendwelche Politischen Sachen sind oder
sonstwas)
[/B][/QUOTE]


Den Kern wie ihr bereits sagtet gibt es immer. Und für den lohnt es immer schwarz zu sein.

Die alte Szene, Atmosphäre und Tiefe lebt immer. Man muss sie nur vereinen.
Ich habe diese Mentalität oft gefunden bei Älteren der 80ger und 90ger Generation (auch jüngeren!) und lange Gespräche geführt, schliesslich die Email bekommen um sich mal zu treffen bei meiner Veranstaltung.
Mein Ziel ist eine Veranstaltung oder mehrer in Deutschland mit Musik der 80ger und 90ger, viel ausgefallenes sowie Möglichkeiten für Lagerfeuer, zelten, grillen, usw. Kein Kommerz kein Geld, nur Subkultur.
Ich möchte eine düstere Atmosphäre, gute Musik, sowie Ruhe, tiefsinnige Gespräche, Toleranz, Natur und dunkle Mentalität.
Ich denke das gibt einen Rahmen für eine Veranstaltung dieser Art, ein Rahmen der für mich gothc definiert. Ein Rahmen muss schon lange wieder her für eine quasi "Subszene".
Ich biete hiermit einen.

Meine Ansprüche sind hoch und ich werde alle erdenklichen Opfer dafür bringen. Doch meine Leute sind bisher noch zuwenige um was auf die Beine zu stellen, deswegn bin ich auf euch angewiesen. In dem ganzern Schlamassel sollte man aus dem Kern wieder eine Szene formen.
Wenn ihr nicht so faul seit wie einige, sehe ich da einen wirklichen Sinn. Ein wenig müsst Ihr tun (Kontakt halten, zusagen) den Rest machen wir. Unsere letzte Veranstaltung war in Leipzig.

Ich bin mit meinem Alter trotz vieler Enttäuschungen noch lange nicht am Ende der Motovation.
Und ich habe viele getroffen die mit der heutigen Szene und Ihren Veranstaltungen nichts mehr anfangen können, wohl aber mit dem was ich und meine Leute vor haben.
Goat93[QUOTE]Original geschrieben von Goat93
du als
Neonazi in jeder Zeitung stehst,
--------------------------------------------------------------------------------



na dann reicht aber keine Panzerdivission und keine Batterie Rechtsanwälte um die Verantwortlichen zu schützen[/QUOTE]

Sorry, aber außer dich bei dem Örtlichen Antifa Laden ausheulen
kannst du da auch nicht, wenn man dich Bundesweit diffamiert...

Schau dir mal die Aufschreihe bei dem Letzten Sol Invictus
Konzertversuch an...

[QUOTE]Ich bin mit meinem Alter trotz vieler Enttäuschungen noch lange nicht am Ende der Motovation.[/QUOTE]
Das hört sich gut an :)
Dead PsychoJa ich war nicht mal ganz 14 als ich mich angefangen habe in der dunklen Szene zu bewegen...

Hey klar ich war dumm! Hatte keine Ahnung! Aber waren wir nicht alle so, als wir neu in der Szene waren, unabhängig vom alter?
Und alle (es gibt immer schwarze Schafe) haben sich weiterentwickelt!

Und es schmerzt mir, wenn ich als Möchtegern abgestempelt wenn ich mal mit „normalen“ schwarzen Jeans und nem Kapuzenshirt zur schule gehe, werde abschätzend angeschaut... so normal angekleidet und die bezeichnet sich als Goth? Zurückzuführen auf mein alter? Ja vielleicht... wahrscheinlich...
an dieser stelle: kann ich etwas dafür wenn es die schule nicht erlaubt „aussergewöhnliches und provokatives“ (sicherlich bekannt wie schnell etwas in diesen bereich fällt) anzuziehen?

Was aber nicht heisst, dass alle so sind! Nein das möchte ich hier ganz und klar nicht sagen!
Ich habe mit Goths Kontakt die so alt sind das sie meine Mutter sein könnten, teilweise sogar wirklich Goth-Mami sind, welche mein alter akzeptieren und mich auch um meine Meinung fragen wenn es um ihre Kinder geht. À la „wie wäre es für dich, wenn deine Mutter auch ein Goth wäre?“
(das mit dem alter soll keine beleidigung sein *sry*^^)


Schlussfolgerung: wie immer kommt es ganz auf die Person an! Nur weil man einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat, müssen nicht alle so sein!
Trotzdem sollten wir ALLE mal lernen die anderen nicht so schnell aufgrund ihres alters zu beurteilen
Little ShadowIch finde den Thread wirklich interessant, auch wenn ich jetzt nicht jeden einzelnen Beitrag gelesen hab.

Meine Meinung dazu: Es ist wie bei so vielen Dingen im Leben, man entdeckt etwas neues, interessantes, ist ganz begeistert und macht sich Hoffnungen, hier das zu finden was man schon so lang gesucht hat. Eine Art Idealvorstellung, die sich einem im Kopf aufbaut. Dann, nach einiger Zeit, kommt die große Enttäuschung, da dieses Idealbild nicht aufrecht erhalten werden kann. Im Grunde findet sich auch hier dasselbe wieder wie im "normalen" Leben. Es gibt nicht nur gut und schlecht, sondern auch die mal hellere, mal dunklere Grauzone.

Will damit sagen: Auch ich musste erkennen, die Gothic-Szene ist nicht perfekt, ebenso wenig wie die Menschen. Es gibt solche und solche. Dennoch zieht mich irgendetwas zu dieser Szene hin, selbst wenn ich bei weitem nicht mit allem im Einklang stehe. Im Laufe der Zeit hab ich geschafft mein eigenes "Ich" aus dem ganzen zu entwickeln, während ich davor eher versuch hab, mich so gut es geht anzupassen (das war auch schon vor der Gothic-Zeit so gewesen).

Das sind meine Erfahrungen zu dem Thema ;)
TrauerwesenDead Psycho:

Das hat überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Es gibt auch 30jährige, die keinen Plan haben und mitlaufen, was das Zeugs hält und im Endeffekt auch auf diesen Technomist stehen, der überall woanders auch läuft und dann meinen, sie seien etwas besonderes, obwohl es mittlerweile der ganze 08/15-Kram in grün bzw schwarz ist.

Das Alter spielt da keine Rolle, das Problem ist einfach, dass es unter dem Siegel schwarz steht obwohl es der gleiche scheiss wie überall anders auch ist. Grufti-Singleparties, jawoll, und überhaupt...
Goat93[QUOTE]Dead Psycho:

Das hat überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Es gibt auch 30jährige, die keinen Plan haben und mitlaufen, was das Zeugs hält und im Endeffekt auch auf diesen Technomist stehen, der überall woanders auch läuft und dann meinen, sie seien etwas besonderes, obwohl es mittlerweile der ganze 08/15-Kram in grün bzw schwarz ist.

Das Alter spielt da keine Rolle, das Problem ist einfach, dass es unter dem Siegel schwarz steht obwohl es der gleiche scheiss wie überall anders auch ist. Grufti-Singleparties, jawoll, und überhaupt...[/QUOTE]

[img]http://www.mysmilie.de/generator/ablage/92/15.png[/img]

Was mich noch stört, wieso soll man als *hüstel* Älterer
immer auf alle zugehen, bekommt aber von allen anderen
nur Ignaoranz entgegen?

Wenn ich schon mal auf andere zugehe, die eine bestimmte
Schemata entsprechen (jaja, so Täschno-Arschwaggl un so :D )
dann sind die Reaktionen schon recht seltsam.
Von Beleidigen bis einfach rigoros wegrennen ist da alles schon
passiert :(

Wie soll man jemanden Tolerant gegenüber sein, der
Desinteressiert, Gleichgültig und Arrogant ist?
Domenikus2806@Darket....
Bei Gott ich stimme dem was du zur Eröffnung dieses Treads geschrieben hast sowas von zu!!!! 100%ig genau das denke ich auch!
ich weis auch nicht mehr genau was ich mit Szeneverbinden soll und ws sie mir noch gibt! und ja früher war alles besser! ich rede aber von vor 3 Jahren.....ich bin mit 17 ind die Szene...jetzt werde ich 21...meine Einstellung hat sich kein Stück geändert..aber alles um mich herum irgentwie...kann man schlecht beschreiben..es sind sehr viele möchtegern Gothics in der Szene die sich im Mantel und in schwarz ganz toll fühlen aber dieses Gewisse Gefühl das man hat wenn man die Szene kennenlernt..deren Einstellung man schon immer hatte und sich deshalb in der normalen Gesellschaft immer komisch gefühlt hat...dieses "ja endlich ich bin zu Hause angekommen, ich werde verstanden" Gefühl...das kennen die doch gar nicht...gothic ist durch die größere Präsenz im Fernsehen zu einer Art Modeerscheinung geworden...und auch ich beobachte es in meinem damaligem Freundeskreis das sich immer mehr aus der Szene verabschieden...und auch ich mittlerweile stark an ihr zweifel...aber ich kann sie nicht mehr aufgeben weil sie mein Leben geworden ist...und ich hoffe das sich die Zeiten wieder ändern und man sich wieder mit Stolz in der Szene bewegen kann...denn damals.....bis vor ca einem Jahr war ich auch noch stolz auf die Szene..auf die Leute...und auf die Musik..die nunmal nicht jeder kannte..ich war stolz etwas zu kennen das mir im Leben sehr geholfen hat meine eigene Identität zu finden oder zu erkennen und zu leben ...und wo die meisten Leute auf der Straße keine Ahnung von hatten...die nicht wussten das es außer Chart Musik auch Musik mit Sinn und Gefühlen gab...mit ergreifenden und sehr guten Texten die einem aus der Seele sprachen.....jetzt ist es "cool" wenn man uns nachäfft.....und das ist schon zur Seuche geworden....das sollte sich schnell wieder ändern und normal werden
Herr van ReesIch bin gerade in peaciger (oder sagt man da jetzt pacig zu?) Stimmung :)

Lasst uns doch einfach alle in ein Dorf ziehen / ein Dorf gründen!
Was soll das Hierarchische Getue? Ich freu mich immer öfter, wenn ich was Schwarzes sehe, und da da jetzt eine wahre Flut davon das Land und die Städte überschwemmt, freu ich mich immer mehr :D. Und die sogenannten Junggoths, mein Gott, ich find es süüüß :eek: wenn da jemand an mir vorbeiflattert, der aussieht, wie aus 'nem H.Potter-Film.

Die Welt muß schwärzer werden.

Und was soll das andauernd mit den inneren Werten?
Wenn ich da genau hinsehen und das Haar in der Suppe suchen würde, dann finde ich diese dollen inneren Werte überall, auch bei Schwarzafrikanern :D.

Also, lasst uns doch nicht so stino miteinander sein. Das hat so was .... Mittelmäßiges.

Pace BoSis's
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Herr van Rees [/i]
[B]Das hat so was .... Mittelmäßiges. [/B][/QUOTE]
Genau das, was die heutige Szene ausmacht. :D
SenecaEin höherer "Reifegrad" ist vielleicht erst dann erreicht wenn die "Szene" keine Rolle mehr spielt.
Ich habe z.B. das gesamte letze Wochenende in einem Pfadfinderlandheim draussen im nordosthessischen "Busch" verbracht.

Da trug zwar fast jeder schwarz, aber das Wort "Gothic" oder "Szene" ist nicht einmal gefallen...!

Genau so sollte es sein...immer...!
Dark ReligionSei gegrüsst Seneca,

Nordosthessischer "Busch":D

Der wahr gut;)

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