| Mac | Wie nah stehen sich eigentlich die Goth-Szene und die Linke-Szene. Ich meine kann man auch schwarz sein ohne gleich politisch zu werden. Ich kenne einige Goths aber das könnten genausogut Linksextreme sein wenn man von der Kleidunng mal absieht [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ! Klärt mich doch mal bitte auf! |
| DJ Darkseed | Tja Mac, ich würde sagen in der "Schwarzen Szene" sind die politischen Richtungen genauso vertreten, wie auch außerhalb. Allerdings find ich "die Rechten" in der Szene schlimmer, weil sie meistens gewaltbereiter sind (is meine Erfahrung, muß ja nicht überall so sein). Im Netz findest du Infos dazu bei den "Grufties gegen Rechts" unter [url="http://www.geister-bremen.de"]www.geister-bremen.de[/url] und den Gegensatz dazu bei den "Gothics für Meinungsfreiheit" unter [url="http://gfm.debox.de"]http://gfm.debox.de[/url] beide sind, meiner Meinung nach, nicht ganz sauber, aber soll jeder selber seine Meinung bilden... Mit politisch gespaltenen Grüßen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img]rl] |
| Trinity Goth | Hi, ich denke auch das es alle politische Richtungen in der Szene gibt. Gewaltbereitschaft gibt bei 'rechts' und 'links' und Links Extreme sind genauso verbort, wie Rechtsextreme, auch wenn die Linken die eindeutig besseren Ziele vertreten. Allerdings sehe ich derzeit auch eine Tendenz in der Szene hinter jedem Baum einen Rechten stehen zu sehen. Viele von uns Gothic Pagans haben dummerweise darunter zu leiden. Thors Hammer kann man ja nicht mehr tragen und sich für die Germanen und das MA interesieren ist auch schon verpönt bei manchen Leuten. Gruss Trinity Goth Pagan against Nazis |
| Mac | Das alte Problem mit der Linken Szene....sie wird sich nicht eins und bekommt Paranoia. Und wer stoppt dann effektiv die Rechten? Die beiden Communities sind da genauso gefangen. Es fehlt an echten Inhalten. Es wird immer nur protestiert und aufgerufen sich nicht von den Rechten beeinflussen zu lassen aber eine Alternative wird nicht geboten. Ist eingentlich traurig und der Grund für die mangende Unterstützung in der Bevölkerung. Und wenn in der Szene Dinge wie Interesse fürs MA "verpönt" sind dann ist es schon weit schlimmer as ich dachte. Darüber muß ich erstmal sinnieren. Ein nachdenklicher Mac! |
| JCC | [quote]Thors Hammer kann man ja nicht mehr tragen und sich für die Germanen und das MA interesieren ist auch schon verpönt bei manchen Leuten.[/quote] Und, ist es schlimm, daß das verpönt ist? Soll man sich von solchen Dingen abhalten lassen? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] |
| Trinity Goth | Hi, @JCC: Ich mag das MA und auch die Germanen nach wie vor. Thor Hammer vermeinde ich in der momentanen Situation, denn ich persönlich möchte weder mit rechten noch mit linken Extremisten etwas zu tun haben. Gruss Trinity Goth |
| Raven | ich habe kein problem damit, thors hammer zu tragen! ich weiß, dass ich mit der rechten szene nichts zu tun habe und bin auch bereit, dies jedem zu erklären, der mich darauf anspricht! nur weil einige paranoid sind und überall extremisten vermute, lasse ich mich nicht davon abhalten, meine schmuck zu tragen... |
| JCC | [quote]Thor Hammer vermeinde ich in der momentanen Situation, denn ich persönlich möchte weder mit rechten noch mit linken Extremisten etwas zu tun haben. [/quote] Und wenn die ganze Szene plötzlich in den Ruf gerät, rechtsextrem zu sein? Dann vermeidest Du sie auch? |
| Trinity Goth | Hi, [quote] Und wenn die ganze Szene plötzlich in den Ruf gerät, rechtsextrem zu sein? Dann vermeidest Du sie auch?[/quote] Das ist wohl ein Unterschied einzelne Symbole zu meiden oder eine ganze Szene zu meiden. Es gibt genug Leute die auch Gothics für 'rechts' halten. Aber warum nicht zu belastete Symbole weglassen? Das ist reiner Selbstschutz. Gruss Trinity Goth |
| Fee | Hat gestern abend jemand zufällig den "tollen" Beitrag im Deutschlandfunk mitbekommen? Ich wurde auch eher zufällig darauf gestoßen. Es ging um Rechte Strömungen in der schwarzen Szene. Das wußte ich aber nicht, als ich erst etwas zu spät hinzugeschaltet habe. Ich hatte mich gefreut, daß endlich mal mit den Vorurteilen des Satanismus und den durchgeknallten Grufties aufgeräumt wurde, denn es kaemn zunächst recht vernünftige Interviews mit einigen Mitgliedern der Szene. Aber dann wurde super "elegant" über Industrial und Neofolk auf die rechten Strömungen übergeleitet. Allen voran die Gruppen Death in June und Kirlian Camera, denn sie unterwandern mit ihren naziglorifizierenden Äußerungen musikalisch die schwarze Szene. Nun frage ich euch, wie haltet ihr es mit solchen Bands, die ziemlich fragwürdige Dinge in ihren Liedern besingen? Ich für meinen Teil bin von der Musik von gerade DIJ hingerissen und auch Kirlian Camera finde ich wunderschön. Ich bin mit mir selbst den Kompromiß eingegangen, nur der Musik zu lauschen und zu versuchen den Inhalten nicht allzu viel Beachtung zu schenken. Ich will zwar nicht die Augen vor solchen Tendenzen verschließen, bin aber dennoch nicht bereit mir aus diesem Grund diese wunderbare Musik zu verwehren. |
| Trinity Goth | Hi, leider habe ich den Beitrag nicht mitbekommen. Allerdings habe ich so einiges über die fragwürdigen Bands gelesen. DiJ hat teilweise fragwürdige Texte allerdings ist nicht alles faschistoid genau wie bei Kirilian Camera auch. Ist die Frage ob man wirklich jetzt alles 'verteufeln' sollte?! Wenn man alles ganz genau nehmen würde, dürfte man auch David Bowie nicht mehr hören, denn er hat in den 70ern mal den Hitler Gruss am Flughafen in Berlin vollführt. Die Texte von Rammstein sind da auch bedenklich in mancher Hinsicht. Gruss Trinity Goth |
| Dark Poet | Welcher Text von Rammstein ist bedenklich? Die alten Sachen können zwar mit viel Phantasie so interpretiert werden, dann gibt man sich aber einem Trugschluß hin. |
| Trinity Goth | [quote]Welcher Text von Rammstein ist bedenklich? Die alten Sachen können zwar mit viel Phantasie so interpretiert werden, dann gibt man sich aber einem Trugschluß hin. [/quote] Ich sagte ja auch nur das man es so interpretieren kann. Ich beziehe mich hauptsächlich auf diesen Song mit dem Bett in Flammen. Leider kenne ich den Titel nicht mehr, weil ich die CD nicht besitze. Gruss Trinity Goth |
| Dark Poet | An dem Lied "Wollt ihr das Bett in Flammen sehen" kann man absolut nichts Rechtsorientiertes finden. Da kann man dann auch soviel Phantasie haben wie man will. Das einzige Thema mit dem sich dieses Lied befasst ist brutaler Sex... Ich weiß nicht, ob dir der Text noch bekannt ist. Wenn nicht, dann bin ich gern bereit ihn hier abzutippen. Wenn du mir dann eine Stelle zeigen kannst, die rechtsorientiert ist, dann bekommst du was schönes von mir...ähhh was denn eigentlich?...hmmmm..wie wär`s mit einem Wassereis? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Weiterhin ist zu sagen, dass auch kein anderes Lied von Rammstein "rechts" ist. Das kannst du mir ruhig glauben, denn ich kenne alle Lieder von Rammstein. Zwar kann man das bei einigen alten Liedern so annehmen, zweifellos gibt man sich dann aber einem Trugschluß hin. In diesem Sinne... Dark Poet |
| JCC | Es ist ausgesprochener Mist, im Hinblick auf "Nazi-Tendenzen" so empfindlich zu sein, denn das unterstützt nur die Leute, die so gerne die "Nazi-Keule" einsetzen, um Andersdenkende mundtot zu machen. "Das ist ja wie im Dritten Reich", blabla, Ihr wißt schon. |
| ir:ma | ... grüss Dich DarkPoet ... ... der text würd mich jetzt interessieren ... wenns also nicht zuviel mühe macht ... *augenklimper* ... würd ich mich freuen ihn hier lesen zu können ... gruss ir:ma [url="http://www.takers-world.de"]http://www.takers-world.de[/url] |
| Dark Poet | Für ir:ma und trinity Titel: Wollt ihr das Bett in Flammen sehen Interpret: Rammstein Album: Herzeleid Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen Wollt Ihr in Haut und Haaren untergehen Ihr wollt doch auch den Dolch ins Laken stecken Ihr wollt doch auch das Blut vom Degen lecken Rammstein Ihr seht die Kreuze auf dem Kissen Ihr meint euch darf die Unschuld küssen Ihr glaubt zu töten wäre schwer Doch wo kommen all die Toten her Rammstein Sex ist ein Schlacht Liebe ist Krieg Wollt Ihr das Bett in Flammen sehen Wollt Ihr in Haut und Haaren untergehen Ihr wollt doch auch den Dolch ins Laken stecken Ihr wollt doch auch das Blut vom Degen lecken (ENGLISH TRANSLATION) (Do you want to see the bed go up in flames?) Do you want to see the bed go up in flames? Do you want to sink into skin and hair? You want to stick the dagger in the bedsheets You want to lick the blood off the blade Rammstein You see the crosses on the pillow You think that innocence may kiss you You believe that to kill would be hard to do Well where do all the dead come from? Rammstein Sex is a fight Love is war Do you want to see the bed go up in flames? Do you want to sink into skin and hair? You want to stick the dagger in the bedsheet You want to lick the blood off the blade Rammstein [Directed by Alexander] |
| DJ Darkseed | [quote]Aber dann wurde super "elegant" über Industrial und Neofolk auf die rechten Strömungen übergeleitet. Allen voran die Gruppen Death in June und Kirlian Camera, denn sie unterwandern mit ihren naziglorifizierenden Äußerungen musikalisch die schwarze Szene.[/quote] Gerade im NeoFolk-Bereich wird halt viel mit Symbolen gearbeitet, die teilweise auch mit dem Dritten Reich in Verbindung zu bringen sind. Bei Industrial war´s ´ne Zeit lang so ´ne Art Mode irgendwelche Hitler-Samples einzubauen, was noch lange nicht heißt, daß die Musik oder die Bands deswegen rechts sind. Zu Douglas (DI6) kann ich nur sagen, daß er selbst behauptet vom Dritten Reich begeistert zu sein. Allerdings ist wohl allein die Tatsache, daß er schwul ist, Grund genug zu behaupten, daß er kein rechter ist (sonst müßte er sich ja selber in´s KZ stecken...) Kirlian Camera kommen (soweit ich weiß) zur Hälfte aus der linksextremen Szene und nur weil behauptet wird, daß Angelo auf einem Konzert, den rechten Arm zu weit von sich gestreckt hat, naja, ich denk ihr wißt, was ich meine... Ganz abgesehen davon spart die Linke Ecke auch nicht grad mit Gewalt (Brennende Tourbusse, gestürmte Plattenläden, ...) |
| JCC | [quote] Allerdings ist wohl allein die Tatsache, daß er schwul ist, Grund genug zu behaupten, daß er kein rechter ist (sonst müßte er sich ja selber in´s KZ stecken...)[/quote] Nicht wirklich. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Daß sich viele Schwule von all den "knackigen Jungs" in Uniform "angezogen" fühlen, ist doch bekannt, dachte ich. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] |
| Trinity Goth | Hi, schön zu sehen, das ihr euch nicht von der 'Hexenjagd ' habt anstecken lassen. Nur um es noch einmal deutlich zu machen, die Weisheit ist nicht von mir. Ich hatte eine Diskussion mit jemand, der mir das einreden wollte. Die beanstandeten Textstellen waren diese: 'Ihr wollt doch auch den Dolch ins Laken stecken Ihr wollt doch auch das Blut vom Degen lecken' und 'Ihr glaubt zu töten wäre schwer Doch wo kommen all die Toten her' Aus dem Zusammenhang gerissen kann man diese missverstehen. Die Blut Symbolik ist den Leuten wohl aufgestossen. Schwachsinn , du hast ja recht Dark Poet, aber es zeigt doch gut wie paranoid die Leute schon sind. Bekomme ich trotzdem ein virtuelles Wassereis ? :-)))))) Gruss Trinity Goth |
| DJ Darkseed | [quote]Daß sich viele Schwule von all den "knackigen Jungs" in Uniform "angezogen" fühlen, ist doch bekannt, dachte ich. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img][/quote] 1.Beweis es mir [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img] 2.Nicht nur bei den Nazis gab´s Uniformen |
| ir:ma | @DJ Darkseed ... ... also die tatsache, dass jemand schwul ist, befreit ihn noch lange nicht von einer rechtsradikalen gesinnung ... falls sich jemand erinnert, der gute göbbels hatte einen klumpfuss und hitler selbst einen verkrüppelten (oder sagen wir krankhaften) arm ... und die herren haben krüppel und behinderte vergast und zwangssterilisiert ... willst Du damit sagen sie waren nicht rechts? ... oder ... die kirche predigt nächsteliebe und bringt schon immer menschen gnadenlos um und/oder foltert sie ... sind diese menschen nächtenlieb??? ... *jetzt aber mal auf die antwort gespannt ist* ... ... ich will damit ausdrücklich NICHT sagen, dass d. rechts ist, ich fand nur Deine zeilen ... um ganz ehrlich zu sein ... eine lächerliche begründung ... ein wenig kurzsichtig oder? morgendlicher gruss, ir:ma [url="http://www.takers-world.de"]http://www.takers-world.de[/url] |
| Trinity Goth | Hi, @darkseed: Schwulsein ist nicht unbedingt ein Beweis nicht auch rechtsradikal zu sein. Hitler ist da selbst ein gutes Beispiel, wie ir:ma schon bemerkte. Selbst zu einer Minderheit zu gehören schützt nicht unbedingt davor solche Verbrechen zu begehen. Bei DiJ habe ich eher den Eindruck, das sie nicht richtig wissen was sie da verehren. Also das Kirilian Camera aus der linksextremen Szene kommen sollen habe ich noch nicht gehört. Aber ok, ich wollte ohne hin zu dem Thema mal etwas nachschauen. Auf der Webpage der 'Gothics gegen Rechts' befindet sich einiges interessantes Material. Auch zum Thema Hexenjagd auf angebliche Rechte.Leider hab ich die URL nicht zur Hand, lässt sich aber mit eine guten Suchmaschine finden. Gruss Trinity Goth |
| ir:ma | der link zu trinitys beitrag ... [url="http://www.pc-easy.de/geister/"]http://www.pc-easy.de/geister/[/url] Grufties gegen Rechts - Schwarz statt Braun gruss ir:ma |
| ATepe Fiend | [quote] 1.Beweis es mir [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img][/quote] Hi, möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, daß ein gewisser "Michael Kühnen" schwul war und an AIDS gestorben ist!! Ein gewisser "Christian Worch" hat wegen dieser Tatsache Rundschreiben in der rechten Szene verschickt, wg.der angeblichen "schwulen Tradition" bspw. der SA um "Röhm". Ich hoffe doch stark, daß euch dieser "Kühnen" bekannt ist!!! Merke: Schwul-Sein schützt vor Dummheit nicht!! A.F. |
| SIG- TIU | Die sind beide hinlänglich bekannt, leider. Was ist denn das für eine Tradition? |
| DJ Darkseed | Ich kann natürlich nicht beweisen, daß Douglas nicht rechts ist, da ich ihn nicht persönlich kenne. Er selbst sagt, daß er vom dritten Reich und Adolf Hitler begeistert ist (was ich gut verstehen kann, A.H. war doch ein hochintelligenter Mensch und hat´s geschafft, daß ihm [b]fast[/b] ganz Deutschland willenlos gehorcht, wer schafft das sonst schon...), allerdings sagt er auch, daß er nicht rechts ist... Die Typen, von denen aTepeFiend spricht kenne ich nicht, ist das schlimm ? Grufties gegen Rechts: wenn sie nur gegen rechts wären hätt ich kein Problem mit ihnen, sie sind mir aber ZU links. Ob sie gewisse Tourbusse angezündet haben kann ich nicht beweisen, allerdings weiß ich, daß sie hier in Nürnberg schon einen Plattenladen stürmen wollten, weil eben Sachen wie DiJ, Allerseelen, ... verkauft werden, die Aktion lief allerdings nicht so, wie sie wollten, weil zu der Zeit doch einige Kunden im Laden waren... |
| Trinity Goth | [quote]A.H. war doch ein hochintelligenter Mensch und hat´s geschafft, daß ihm [b]fast[/b] ganz Deutschland willenlos gehorcht, [/quote] Nope - eher die Hintermänner von A.H. waren intelligent, so wie zum Beispiel Göbbels. Er selber war eher die Marionette - lies mal Ausschnitte aus 'Mein Kampf'. Ich durfte das in Geschichte mal machen - der Mann war ganz klar wahnsinnig. [quote] Grufties gegen Rechts: wenn sie nur gegen rechts wären hätt ich kein Problem mit ihnen, sie sind mir aber ZU links. [/quote] Man sollte diese Webpage von denen auch distanziert betrachen, unter dem Aspekt das nicht alles was da geschrieben steht die einzige Wahrheit ist. Ich meinte übrigens noch eine andere Page als die von ir:ma angegebene: [url="http://www.fortunecity.de/kraftwerk/bauhaus/149/"]Gothics gegen rechts[/url] Gruss Trinity Goth |
| DJ Darkseed | [quote]Nope - eher die Hintermänner von A.H. waren intelligent, so wie zum Beispiel Göbbels. Er selber war eher die Marionette - lies mal Ausschnitte aus 'Mein Kampf'. Ich durfte das in Geschichte mal machen - der Mann war ganz klar wahnsinnig. Man sollte diese Webpage von denen auch distanziert betrachen, unter dem Aspekt das nicht alles was da geschrieben steht die einzige Wahrheit ist. Ich meinte übrigens noch eine andere Page als die von ir:ma angegebene: [url="http://www.fortunecity.de/kraftwerk/bauhaus/149/"]Gothics gegen rechts[/url][/quote] Okay, du hast gewonnen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img] Ehrlich gesagt beneide ich dich um deine Geschichtslehrer, mein Lehrer hatte das 3.Reich innerhalb von einer Stunde abgehakt. Is fas wie in Erdkunde, die Bodenbeschaffenheit von Mittelmexico is wichtiger als die eigenen Bundesländer [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Die "Gothics gegen rechts"-Seite hab ich noch nicht so genau angeschaut und hab jetz leider auch keine Zeit dazu, ich nehm´s mir allerdings für die nächsten Tage mal vor... |
| BlackBeauty | Hi ... ich gebe [b]Trinity[/b] recht und wollte grundsätzlich noch was anmerken: Nach offizieller Nazi-Propaganda hatte Hitler während seiner Haft in Landsberg 1942 die Vision, ein Netz kreuzungsfreier Straßen nur für Autos quer durchs deutsche Land zu spannen - also Autobahnen einzuführen. In Wahrheit gibt es Autobahnen schon seit 1921; damals wurde in Berlin die AVUS eingeweiht, die erste Autobahn der Welt (wer hätte das gedacht?). In Italien gibt es Autobahnen seit 1923 (die Autostrada von Mailand Richtung Schweiz), 1926 wurde die Autobahn Köln-Düsseldorf geplant, im gleichen Jahr konstituierte sich der "Verein zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte-Frankfurt-Basel" (HAFRABA) *istkeinScherz* , und als Hitler Reichskanzler wurde, waren quer über die ganze Republik und [b]ohne sein Zutun[/b] zahlreiche Autobahnen geplant oder im Bau. Daß die meisten erst unter seiner Herrschaft fertig wurden, ist nicht sein Verdienst gewesen. (H.-J.Winkler: Legenden um Hitler, Berlin 1963) Hiermit wollte ich nur aufzeigen, daß wir Menschen uns oft im Leben irren - was ja menschlich ist [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img], populäre Irrtümer ... sind mitunter "gefährlich". |
| Trinity Goth | Hi, meine Geschichtslehrerin hat das Thema Drittes Reich damals super ausführlich mit uns besprochen. Sie hatte auch einen Grund - wir hatten 2 Rechte in unserer Klasse. Tja, leider haben die das trotzdem nicht kapiert. Trotzdem würde ich mir wünschen das alle Lehrer das Thema ausführlich behandeln würden, vielleicht wären dann noch einige Kids zu retten. Gruss Trinity Goth |
| DJ Darkseed | [quote]Sie hatte auch einen Grund - wir hatten 2 Rechte in unserer Klasse. Tja, leider haben die das trotzdem nicht kapiert. Trotzdem würde ich mir wünschen das alle Lehrer das Thema ausführlich behandeln würden, vielleicht wären dann noch einige Kids zu retten.[/quote] Wir hatten auch einen rechten in der Klasse, wovon unser Lehrer aber wohl ziemlich unbeeindruckt war... |
| Dark Swarm | Hi, kleine Zwischenfrage: Wen schließt ihr in "die linke Szene" ein? Müsst ich nämlich wissen, bevor ich eine effiziente Antwort hier zum besten geben kann. |
| JCC | [quote]Das ist wohl ein Unterschied einzelne Symbole zu meiden oder eine ganze Szene zu meiden. Es gibt genug Leute die auch Gothics für 'rechts' halten. Aber warum nicht zu belastete Symbole weglassen? Das ist reiner Selbstschutz.[/quote] Nein, das bedeutet, sich einer Diktatur zu unterwerfen. Schließlich hast Du keinen Einfluß darauf, was die Leute als nächstes als "zu belastet" ansehen werden. Aber vielleicht ist das auch nicht so wichtig. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] |
| Trinity Goth | Hi, @JCC: Geh du mal mit einem Thor's Hammer, um den Hals durch gewisse Gegenden im Ruhrgebiet. Wenn du nicht masochistisch veranlagt bist würde ich es besser lassen - nur ein Tipp. Mir stinkt das auch, aber deshalb werde ich mich nicht von irgendwelchen Idioten anmachen lassen. Aber bitte ich wollte euch nichts vorschreiben: [b]Macht was ihr wollt!!!!![/b] Trinity Goth |
| Trinity Goth | [quote] Wen schließt ihr in "die linke Szene" ein?[/quote] Ich denke die 'ganz' Linken plus die radikalen Elemente. Aber das sollte Mac mal beantworten [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Gruss Trinity Goth |
| ATepe Fiend | [quote]Die sind beide hinlänglich bekannt, leider. Was ist denn das für eine Tradition?[/quote] Sorry, Antwort hat ein wenig gedauert *g* Worch wollte gegen Leute aus den eigenen Reihen argumentieren, die Kühnen wg. seiner sexuellen Orientierung ablehnten. Ich denke, mit "Tradition" meinte Worch wohl den engeren Kreis um Röhm, dem innerhalb der NSDAP vorgeworfen wurde, sich "menschlicher Verfehlungen" schuldig gemacht zu haben. Gewisse homoerotische Aspekte sind innerhalb der SA nicht zu leugnen. Ist natürlich ziemlich widersprüchlich und teilweise widersinnig, aber was will man von einer Ideologie erwarten, die auf den Gedankenkonstrukten eines Psychopathen aufbaut? Greets, ATepe Fiend |
| Mac | Jetzt würde mich doch mal wirklich was interessieren. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob wir so ein Thema schon mal hatten aber auch zu faul um jetzt zu suchen. Haben Gothics eigentlich ne politische Ansicht? Oder übt sich die Masse eher in stiller Zurückhaltung? Oder aber ist es gar so das man da wie bei so vielem keine Pauschalurteile abgeben kann, es also keine allgemeine Tendenz in der "Szene" gibt? Nun gut ich bin im Moment in einer allgemeinen Identitätsfindung. Schwankend in vielen Dingen. Also man könnte mich so zwischen FDP, SPD und PDS irgendwo einordnen.... |
| Avalon | Mhmm...schwere Frage! Soweit ich weiss halten sich die meisten Gothics aus politischen Diskussionen raus, sind aber eher in die linke Richtung einzuordnen. Ich interessiere mich nicht mehr für Politik...zuviel Korruption, zuviele Lügen für meinen Geschmack... Liebe Grüsse, Avalon |
| DJ Darkseed | Mac, wir hatten die Diskussion schon, bin bloß grad zu faul den Link zu suchen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img] Im allgemeinen geh ich davon aus, daß die politischen Strömungen unter den Schwarzen prozentual in etwa genauso verteilt sind, wie in der "Masse"... |
| sputnikkid | [quote]Nun gut ich bin im Moment in einer allgemeinen Identitätsfindung. Schwankend in vielen Dingen. Also man könnte mich so zwischen FDP, SPD und PDS irgendwo einordnen..../quote] nein, bitt nicht FDP... bei denen hab ich immer das gefühl, die wissen nicht was sie wollen und hängen sich einfach immer an das dran, was den meisten erfolg verspricht... ich denk mal, die meisten interessiert es nicht... so wie bei vielem anderen herrscht wohl auch hier allgemeines desinteresse |
| Trinity Goth | Hi! Politik ist ein Frust-Thema, nicht nur in der 'Schwarzen Szene'. Man muss schon verdammt nativ sein, um noch in Politiker zu vertrauen. Ich würde mich politisch irgendwo zwischen der PDS, links aussen, und der 'mittigeren' SPD sehen, auf jedem Fall aber im nicht extremen roten Lager. Gruss Trinity Goth |
| Mac | wie bedauerlich....nun ja ich überlege mir im moment sehr ernsthaft den beitritt zu fdp. das konzept ist noch sehr mager aber ich halte sie für die partei mit dem grössten potential im moment. nun ich werde es mir allerdings sehr reiflich überlegen. vielleicht bis nächstes jahr nach der wahl damit warten. |
| ray | Politik ist so ne Sache. Sagen das es einen nicht interessiert kann meines Erachtens keiner, denn irgendwie betrifft es wohl jeden. (Bsp. Steuern) Nur könnte ich glaub ich nicht einer Partei beitreten. Parteien sind irgendwie wie Kirchen. Da wird eine Ideologie hochgehalten, gegen die man nicht immer ankommen kann. Und gegen die Ideologien kommt man oft nicht an, weil die Partei ja auch auf ihre Stammwähler Rücksicht nehmen muss. Generell stört mich das vieles Sinnvolle nicht gemacht wird weil es unpopulär ist und ja irgendwann wieder Wahlen anstehen. Deshalb denke ich nicht das ich in einer Partei aktiv werden könnte. Politisch mag ich mich weder Rechts noch Links einordnen, ich denke sowieso das diese Einteilung ziemlich schwachsinnig ist. Es ist ja nicht so das Links das Gegenteil von Rechts wäre, was der Namen aber implizieren. (jeah ein Fremdwort, hoffentlich habe ich es richtig angewendet J) Ich denke jede Partei hat irgendwo was sinnvolles in ihrem Parteiprogramm (auch die Rechten!). Nur als ganzes taugen sie alle nicht viel. Was mich an der momentanen politischen Entwicklung sehr stört ist der Überwachungsgedanke der überall verstärkt spürbar wird. Drastisches Beispiel sind die Forderungen von Enfopol alle Internetverbindungsdaten 7! Jahre zu speichern. Big Brother (1984) lässt grüßen. Aber viele Leute sind das ja schon gewöhnt, FernsehBigBrother sei dank. Was mich auch stört ist wie in Deutschland polemisch gegen Rechte Stimmung gemacht wird. (Denke da nur an die Werbung mit den Skins wo man so toll Wäsche aufhängen kann). Wenn man sich Äußerungen von manchen CDU/CSU Politikern anhört frag ich mich immer wie die gutes Gewissens was gegen die NPD sagen können. Aber ist ja ganz einfach. Wer gegen die "bösen Nazis" ist muss ja selber zu den guten Gehören. |
| DJ Darkseed | [quote]Denke da nur an die Werbung mit den Skins wo man so toll Wäsche aufhängen kann.[/quote] Mir gefällt die Werbung [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/tongue.gif[/img] Davon mal abgesehen, wird auch gegen Linke (also im folgenden Beispiel speziell Punks) einiges gemacht. Hier in Nürnberg z.B. wurde das KOMM (früher der Treffpunkt für Punks schlechthin) zugemacht und der Bahnhof "gesäubert" (ich wär da selber mal fast dran gewesen, weil ich ein offenes Bier in der Hand hatte...)... |
| Falcon | [quote]wie bedauerlich....nun ja ich überlege mir im moment sehr ernsthaft den beitritt zu fdp.[/quote] Hilfe, das meinst Du doch nicht ernst? Wenn Du unbedingt willst, bitte schön. Aber hast Du Dir das wirklich schon überlegt? Meine Meinung zur FDP>> Partei der Mitläufer, je nach dem an wen sie sich gerade hängen müssen. Wie gesagt, ist [b]meine[/b] Meinung. Mich selbst würd ich eher ins linke Spektrum einordnen. Alles in allem ist Politik doch eher Sch****. Kommt nix bei rum, und kostet Haufen Kohle. Bei unseren Korruptniks sowieso. in diesem Sinne Falcon |
| ray | Der Staat geht gegen alle unliebsamen minderheiten vor (diese Nazis [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ), aber Linke werden doch nicht so dämonisiert wie die Rechten. Bei allem was auch nur irgendwie parallelen (in welcher Form auch immer) zum 3. Reich hat ist das Geschrei groß. (siehe Rammstein) Soll sogar schon mal vorgekommen sein das ein paar Pfadfinder zusammengeschlagen wurden weil sie wegen ihrer Kluft für HJler gehalten wurden! Oder Odins Hammer(oder Thor?). Usw. |
| Kriegerin | OHA! politik,ja tolles thema!!! nein,nein mal im ernst,ich halte politik schon für wichtig,obwohl ich sagen muß,das ich eigendlich doch ein recht unpolitischer mensch bin. ich kann nicht sagen,das ich generell links oder rechts bin,ich habe für viele dinge unterschiedliche meinungen und halte ehrlich gesagt von extremen gar nichts. wenn wahlen anstehen überkommt mich immer die große ratlosigkeit. irgendwie mag ich mich auch nicht so wirklich festlegen. und auch wenn ich mich jetzt ziemlich unbeliebt machen sollte... ich bin eigendlich mit der politischen lage im großen und ganzen ganz zufrieden,wenn ich mir da so andere länder angucke,finde ich gehts uns doch ganz gut! so das wars schon,was ich dazu zu sagen hätte! ALLES LIEBE die KRIEGERIN |
| Minian | ist das miteinander zu vereinbaren? Beides interessiert mich unheimlich.Manchmal habe ich jedoch Gewissensbisse. Wem geht es ähnlich? |
| LostGhost | Warum hast Du Gewissensbisse, wenn Du Dich aktiv mit Deiner Umwelt auseinandersetzt? Das ist völlig in Ordnung und nur zu begrüßen. Könnte es sein, daß Du hier einem Klischee nachläufst, indem Du glaubst, Goth’s sind unpolitisch. Ich denke, Goth’s sind auch ein Querschnitt der Gesellschaft und auch im politischen Engagement gibt es dort die ganze Bandbreite der Emotionen. Nimm mich als Beispiel, bis zur Wende in der damaligen DDR habe ich immer versucht, diese Welt zu ändern. Aber irgendwann im Anschluß an die „BANANENREVOLUTION“ hab ich dann völlig resigniert und kümmere mich nun gar nicht mehr um Politik, gehe nicht zur Wahl und kenne nicht einmal 10 Politiker (wirklich! – habe ja auch keinen TV!). Findest Du das besser? Oder stilechter? Ich bedauere selbst oft, daß ich so bin, aber es bleibt jetzt so. Besonders gut ist es deswegen nicht! gruß -lg- |
| Lamia | hi ich verstehe auch nicht warum das nicht vereinbar sein sollte. Ich halte nichts von Klischees, wenn du beides magst dann beschäftige dich damit, ist doch völlig egal, mach dein eigenes Ding. Gehabt Euch wohl Lamia |
| myhna | selbst wenn man kaum ahnung von politik hat, und sich vllt auch nicht sonderlich bemücht das zu ändern, so weiß man doch trotzdem was das kleinere übel ist, oder? das sollte man zumindest beim wählen aktiv beweisen... denn alles is besser als die eigene stimme verfallen zu lassen... den die idioten die man politisch definitiv nicht austehen kann, gehen wählen, dem sollte man eine stimme entgegensetzten, auch wenn es sicher nicht das optimale ist, es ist besser als gar nichts oder? mýhna |
| sputnikkid | myhna zustimm.... ich finde es sehr wichtig wählen zu gehen, weil sonst wirklich die ganz falschen leute an die macht kommen! |
| DJ Darkseed | Die falschen Leute sind doch schon an der Macht (jaja, es könnte noch schlimmer sein, aber sowas wie die DVU wird eh nicht an die Macht kommen...) |
| SON | in meien Augen haben Politik und Goth haben rein gar nichts gemeinsam. Warum also ein Zusammenwirken in Frage stellen. Intrassant wäre nur was ins besondere Politik für Dich bedeutet. Ist es das zusammenleben und deren Strucktur Deiner Umwelt, ist es die " Geschichte" der Menscheit und ihrer " Führung" ist es das momentane Gefüge aus Staat und Machtausübung...?? Um Politik in seinem Umfeld zu betreiben, sein Umfeld zu beeinflußen, kann es Hilfreich sein konform zu gehen mit seiner Einstellung als "Goth". Es ist ja der eigene Mikrokosmos. Um Gefüge wie ganze Staaten politisch zu vertreten und dem entsprechend Meinungen zu äüßern, sollte man jene bis ins kleinste verstehen und kennen. Ich finde es Falsch zu sagen, auf jeden Fall wählen! Ich finde es Falsch zu sagen das kleinere Übel zu nehmen. Lieber abstinent und distanciert und ich weiß was jetzt für Argumente kommen S.O.N. |
| sputnikkid | [quote]Diaber sowas wie die DVU wird eh nicht an die Macht kommen...[/quote] vorsicht! sowas geht schneller als man denkt. ich denk da nur an die landtagswahlen vor 2 jahren (oder is das schon länger her) in sachsen-anhalt... da hatten wir nur glück, daß sich diese typen ganz schnell selbst disqualifiziert haben.... und bei den hamburger wahlen hat dieser schill ja auch fast 20% der stimmen bekommen.... |
| FallenSisko | Mit Politik verändert man die Gesellschaft und ist es nicht das was ihr alle wollt? |
| SchwarzePest | Sicher interessiert mich auch die Politik. Nur sie hat nur ein Problem sie besteht nur aus leeren Worten. Deshalb wird sie auch von denen beherrscht die mit leeren Worten ihr Geld verdienen, den Juristen. Durch Worte wird nichts geschaffen, Taten zählen. Etwas gutes hat die Politik aber auch, denn sie lenkt von den eigenen Problemen ab und als kleines Licht kann man mit extremen Ansichten Aufmerksamkeit erregen. Also: Tue das gute, suche den Frieden und bleib dir SELBST treu. |
| *Nightchild* | Warum nicht,mit Politik kann man einiges verändern! Das Leben schreit förmlich nach Veränderung. In diesem Sinne *Nightchild* Ps:Wählt doch "Schwarz" [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] lach lach lach |
| Lugh | Politik besteht nur aus leeren Phrasen. Egal wer an der Macht ist, es wird sich nie was ändern. Wir sind ja alle unmündige Deppen. Gruss Lugh |
| pulSar | politik heisst ja nicht automatisch bundespolitik und mediengeplänkel... zum einen ist kommunalpolitik oft wesentlich greifbarer ((zwar nichtu nbedingt sinnvoller)) zum anderen kann man sich durchaus mit den entsprechenden leuten auseinandersetzen und unterhalten... (obs gleich was bringt.. ist die andere frage.. aber wer nicht kommuniziert, wird nie was ändern).. POLITIK wird aber nicht nur von politikern betrieben.. auch z.b. von vereinen.. von interessenverbänden... von geschäftsleuten... politik kann man sogar u.U. bei nem bierchen oder zwei betreiben... (gesellige geschäftspolitik) dazu muss man weder im bundestag sein, noch ein wichtiges amt inne haben... klar... das meiste ist volksverblödung und das vortragen von phrasen! ich hab auch immer sehr gerne auf politikern (an sich) rumgehackt... bis auf einem einer meiner besten freunde kommunalpolitiker wurde... dann must ich meine pauschalisierung (zumindest in einem fall) überdenken... mitlerweile kenn ich durchaus einige possen, geschichtchen und verbindungen (auf kaff-ebene!!)... und würde mal ganz dreist politik als geschwätziges, kindergartenhaftes profil-neurotisches aber doch oft ziemlich cleveres GESCHÄFTEMACHEN bezeichnen.... Je mehr medien im spiel sind.. um so mehr hat die heutige politik, die wir im fernseher sehen regelrechten kampagnen-charakter.. wahlkämpfe werden ja nicht umsonst von nahmhaften werbeagenturen ersonnen... nicht umsonst.. damit verdienen sich einige bosse ne weisse nase von unseren steuergeldern! (parteibücher und ideologien sind nur was für die, die nicht begriffen haben, wo´s langgeht) |
| pulSar | nachtrag: und davon gibt es einige.... und manche, die rethorisch begabt genug sind, die dumme masse mit ihren ängsten und neurosen ((sorry.. ich hab mich zu sehr mit neurotischer philosophie auseinandergestezt und bein eines abends drauf gekommen, dass die ERWACHSENENwelt einfach durch und durch neurotisch ist!)) geschickt aufwiegeln können und es verstehen, dem volk (was - wenn man von dem ausgeht, WIE uns information präsentiert wird) ja für ziemlich dumm gehalten wird... und es leider oft genug auch ist.... ich würd mich lieber mit nem hüttenkäse unterhalten, als mit dem durchschnittlichen talk-sho-gast .. da kann ich wenigstens noch zubeissen und hab was davon!)) politik und goth??? goths sind denk ich denkende menschen! und wer denkt, macht sich gedanken ((logisch.. pulsi.. was auch sonst)) um seine umwelt.... also seh ich durchaus ein grosses politikinteresse... und auch zwangsläufig eine gewisse (?) verdrossenheit... zu risiken und nebenwirkung falten sie den kommunalwahlzettel einer kummulierenden und panaschierenden grossstadt (ich glaub der letzte in frankfurt war sowas wie din a3 überformat) auf DIN A 8 herunter!! [Dieser Beitrag wurde von pulSar am 26. September 2001 editiert.] |
| pulSar | nachtrag: und davon gibt es einige.... und manche, die rethorisch begabt genug sind, die dumme masse mit ihren ängsten und neurosen ((sorry.. ich hab mich zu sehr mit neurotischer philosophie auseinandergestezt und bein eines abends drauf gekommen, dass die ERWACHSENENwelt einfach durch und durch neurotisch ist!)) geschickt aufwiegeln können und es verstehen, dem volk (was - wenn man von dem ausgeht, WIE uns information präsentiert wird) ja für ziemlich dumm gehalten wird... und es leider oft genug auch ist.... ich würd mich lieber mit nem hüttenkäse unterhalten, als mit dem durchschnittlichen talk-sho-gast .. da kann ich wenigstens noch zubeissen und hab was davon!)) politik und goth??? goths sind denk ich denkende menschen! und wer denke, macht sich gedanken ((logisch)) um seine umwelt.... also seh ich durchaus ein grosses politikinteresse... und auch zwangsläufig eine gewisse verdrossenheit... |
| DJ Darkseed | [quote]und bei den hamburger wahlen hat dieser schill ja auch fast 20% der stimmen bekommen....[/quote] Du willst doch den nicht ernsthaft mit der DVU vergleichen, oder ? BTW, wer mich kennt, weiß, daß ich alles andere als ´n Nazi bin, aber wenn ich sowas les, wundert mich eigentlich nix mehr... "Die Zahl der hier lebenden Ausländer hat sich zwischen 1972 und 1998 mehr als verdoppelt (von 3,5 Mio. auf 7,3 Mio.), die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer ist dagegen in dieser Zeit gesunken (von 2,3 Mi. auf 2,0 Mio.)" siehe [url="http://www.bayern.de/Politik/Initiativen/Eckpunkte/welcome.html"]www.bayern.de/Politik/Initiativen/Eckpunkte/welcome.html[/url] |
| myhna | @lugh das sich nie etwas ändern wird, kannst du erst behaupten wenn du intensivst selbst probiert hast, etwas zu tun! wer nicht kämpft hat schon verloren. und auch wenn du (und alle andren die so denken) nix tust, wird sich trotzdem was ändern: du weisst sicher was du NICHT willst, oder? die die das wollen tun aber ihrerseits etwas... und je mehr das werden umso schlimmer wirds... oder? (wiederholenderweise) mýhna |
| FallenSisko | [quote] Du willst doch den nicht ernsthaft mit der DVU vergleichen, oder ? BTW, wer mich kennt, weiß, daß ich alles andere als ´n Nazi bin, aber wenn ich sowas les, wundert mich eigentlich nix mehr... "Die Zahl der hier lebenden Ausländer hat sich zwischen 1972 und 1998 mehr als verdoppelt (von 3,5 Mio. auf 7,3 Mio.), die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer ist dagegen in dieser Zeit gesunken (von 2,3 Mi. auf 2,0 Mio.)" siehe [url="http://www.bayern.de/Politik/Initiativen/Eckpunkte/welcome.html"]www.bayern.de/Politik/Initiativen/Eckpunkte/welcome.html[/url] [/quote] *mal sputnikkid helfend zur seite spring* jemand der innerhalb von 100 tagen die kriminalitätsrate halbieren will ist für mich unglaubwürdig. er könnte es höchstens schaffen indem er alle hamburger schulen schließt *fg* und sowas wählst du? bin schwer enttäuscht. und solche statistiken sind ja wohl der letzte scheiß. besonders solche gegenüberstellungen. das is ja schon verleumdung von 7 millionen ausländern... |
| DJ Darkseed | Sisko...erst lesen... Erstens mal hätt ich "sowas" nicht gewählt, zweitens, wie sollte ich auch ? Hamburg is doch ´n Stückchen weg von mir... Ob er es wirklich schafft, die Kriminalitätsrate zu halbieren, wird sich rausstellen, kann mir prinzipiell auch egal sein... der letzte Bürgermeister (oder wie auch immer das Amt da genannt wird) von New York, hat´s zumindest geschafft (nein, ich weiß nicht, ob die New Yorker Kriminalitätsrate wirklich halbiert wurde... auf jeden Fall ist sie gewaltig gesunken...) Und die Statistik... traurige Realität... ´n guter Bekannter von mir (Arbeitsamt) kann da ´n Liedchen davon singen... |
| FallenSisko | [quote]Sisko...erst lesen... Erstens mal hätt ich "sowas" nicht gewählt, zweitens, wie sollte ich auch ? Hamburg is doch ´n Stückchen weg von mir...[/quote] Sorry mein Fehler [quote] Und die Statistik... traurige Realität... ´n guter Bekannter von mir (Arbeitsamt) kann da ´n Liedchen davon singen...[/quote] Diese zwei Statistiken gegenüber zu stellen ist riesengroßer schwachsinn. schonmal darüber nachgedacht das auch die arbeitslosenzahlen in den letzten 30 jahren gestiegen sind? |
| DJ Darkseed | [quote]Diese zwei Statistiken gegenüber zu stellen ist riesengroßer schwachsinn. schonmal darüber nachgedacht das auch die arbeitslosenzahlen in den letzten 30 jahren gestiegen sind?[/quote] Wenn ich mich nicht irre, liegt die Arbeitslosenquote in Gesamtdeutschland bei weniger als 4% |
| Seneca | @ DJ Darkseed Und wie du Dich irrst....! Wir haben seit Juni 2001 wieder über 3.8 Milionen Arbeitslose, das macht eine Quote von knapp 9.5 % erst 1999 lag die Quote erstmals seit Jahren unter 10 %. Aber 4 % ist wohl sehr Utopisch, dann hätte der Kanzler ja sein Wahlversprechen mehr als erfüllt. |
| FallenSisko | [quote] Wenn ich mich nicht irre, liegt die Arbeitslosenquote in Gesamtdeutschland bei weniger als 4%[/quote] Scheinst ja echt fundierte Kenntnisse zu haben... Häng mal noch ne 2 davor und du hast die arbeitslosigkeit in Leipzig im winter. Ich habs wir schmeißen hier mal alle Ausländer raus. Aber ich glaube kaum das sich dann was ändert weil die deutschen sind sich zu fein die Drecksarbeit zu machen die die Ausländer jetzt bei uns machen. und sag jetzt nicht jaja typisch Ossis. Das sind die Wessis wohl genauso... |
| DJ Darkseed | [quote]Und wie du Dich irrst....! Wir haben seit Juni 2001 wieder über 3.8 Milionen Arbeitslose, das macht eine Quote von knapp 9.5 %[/quote] Okay, dann sind´s halt runde 10 % 3,8 Mio. Arbeitslose in Deutschland 5,3 Mio. Nichtarbeitende Ausländer in Deutschland... ziehen wir GROSSZÜGIG Alte Menschen und Kinder ab, bleiben mit Sicherheit über eine Mio. Arbeitslose Ausländer, das macht dann doch ´nen recht hohen Prozentsatz aus... [quote]Ich habs wir schmeißen hier mal alle Ausländer raus. Aber ich glaube kaum das sich dann was ändert weil die deutschen sind sich zu fein die Drecksarbeit zu machen die die Ausländer jetzt bei uns machen.[/quote] Hab ich gesagt, daß ich alle Ausländer hier weg haben will ? Wären alle weg, gäb´s wirklich ein Problem, weil sich leider wirklich viele Deutsche zu fein für "Drecksarbeit" sind... Ich hab nur was gegen die Sozialschmarotzer und damit meine ich genauso die Deutschen ! tbc |
| pulSar | Stimmt.. Seed... Schmarotzer hat nicht (unbedingt) was mit Ausländer oder nicht zu tun.... Ich möchte hier nur mal erwähnen, dass es nicht gerade wenige sher geschäftstüchtige Ausländer gibt, die weit aus mehr aufgebaut haben als ne Döner-Bude... ICH hab mit türkishcen und griechischen Geschäftleuten SEHR POSTITVE erfahrungen gemacht! 1. Haben die die Angeberei und Profilierungssucht des typischen Deutschen Business-Man oft nicht nötig... (zumindest die Türken.. bei den Griechen...naja... liegt eine Gewisse Übertreibung im Blut)... Des weiteren sind die sich nicht zu schade RICHTIG RANZUKLOTZEN !!! lange nicht nur hinterm Döner-Stand... Ausserdem stehen die zu Ihrem Wort... (feilschen zwar wie aufm Bazar... aber das ist alles ne Frage it welchem Preis man in die Runde geht)... GERADE DAS MITEINANDER in der geschäftswelt hat auch grosse vorteile..! so... Ich steh konsequent auf dem Standpunkt, dass mir NATIONALITÄT und KULTURELLE HERKUNFT ABSOLUT EGAL IST!! mich interessiert einig der Mensch, der vor mir steht... Wenn das ein Asslan / Haback / Kanacke ist ((im übrigen sagen so die jungs hier telw. auch zu sich selbst und findens auch noch toll)), der mir aufs maul hauen will mag ich den nicht gerade besonders.... Genauso wenig wie einen Duetschen, der mir dumm kommt.... Wenn mich iner zum Bier einläd ist mir das genauso egal... wie wenn einer Geld für Kreativ-Tätigkeiten loswerden will.... Wenn mich einer mit irgendwelchen Glaubensfragen fundamentalistischer Art zutextet, ist das nicht zu seinem Vorteil.. (schon garn icht in der neuen Weltordnung)... wollt ich nur mal gesagt haben.. PS: Seed... die Flyer sind heut gekommen.. ich werd die unters schwarzvolk bringen !! |
| TrashStar | Ich lese immer öfter, dass manche entweder meinen, die Szene sei unpolitisch, oder aber sie sei links, und ich persönlich muß allerdings sagen, ich sehe im moment immer häufiger schon mal rechte tendenzen. wie steht ihr dazu? ist die szene überhaupt politisch, oder nicht, und wenn, dann wie? TrashStar |
| Wolfsspur | Sei gegrüßt TrashStar! Da ich mich nu nicht einer "Szene" zugehörig fühle, (was nicht heißt, dass ich sie überhaupt nicht kenne) kann ich nur bedingt etwas dazu sagen. Diejenigen die ich kenne sind wohl politsch weniger interessiert - hm ich glaube das trifft aber auch auf die meisten 15 - 25jährigen zu diese "Politikverdrossenheit"! Was mich aber sehr erschreckt hat waren die Auftritte ganzer Gruppen von offensichtlich stark rechts orientierten Menschen auf diversen OpenAirs und Konzerten der sog. "schwarzen Szene"! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/frown.gif[/img] Hat mich auch sehr nachdenklich gemacht! Gehab Dich wohl & beste Wünsche Wolf |
| DJ Darkseed | Auch wenn wir das Thema ja schon ´n paar mal hatten... Ich kenn einige Leute in der Szene und hab mich auch auf Konzerten & weiter abgelegenen Parties schon mit einigen Leuten unterhalten... Aus meinem näheren Bekanntenkreis passen ca. 90% der Leute politisch gesehen in die Mitte, was für mich etwa den politischen Winkel zwischen CDU und SPD bedeutet... Der Rest geht weiter in´s Linke, mal abgesehen von einer Person (die meiner Meinung nach einfach nur blöd ist), die ´ne rechte Einstellung hat. Bei den Leuten, die ich sonst mal so kennengelernt hab, ist es recht ähnlich... gerade in den neuen Bundesländern sind mir ein paar Leute mehr mit rechter Einstellung aufgefallen, aber wenn´s hoch kommt sind das vielleicht 3% (Nimmt man mal alle Leute, die in Militärklamotten oder Uniform rumlaufen, sind von denen geschätze 5% rechts) Und wie es schon in den anderen entsprechenden Themen hieß... die politischen Strömungen ziehen sich durch die schwarze Szene genauso, wie durch alle anderen Gesellschaftsschichten ! |
| Diodatis | Eine sehr gute Frage TrashStar. Meine persönliche Meinung dazu ist, das niemand wirklich unpolitisch sein kann oder ist. Das hat auch nichts mit einer Szenenfrage oder mit dem üblichen politischen Desinteresse an Politik zu tun. Es geht viel mehr darum, dass wir alle in unserem Innersten eine Stellung beziehen in dem wir Meinungen vertreten und damit bewußt oder unbewußt politisch sind. Politik ist niemals nur Parteibezogen, sondern sie zieht sich wie ein roter Faden unmerklich und mit anderen Wörtern attributiert durch unser ganzes Leben. In diesem Sinn muss erkannt werden: Ja, wir alle sind politisch. Was jedoch die Tendenz nach rechts betrifft, so beziehe ich für mich eine ganz klare Stellung dazu: totale Ablehnung. Orientierungslosigkeit die durch das völlig unkompetente und korrupte Verhalten karieregeiler Versager in allen deutschen Parteien ausnahmslos in der Bevölkerung ausgelöst wird, darf nicht von Gewalt-Intolleranz-und Hetzgewalten missbraucht werden. Der einzige Schutz davor ist wirklich das erkennen und verstehenlernen der gesamten deutschen Geschichte, die durchaus lebendig sein kann. Stolz auf dieses Land im Sinne seiner gesamten Geschichte zu sein, darf und kann nicht falsch sein. Wir haben wirklich keinen Grund uns dieses Landes zu schämen und uns weiterhin vor unserer eigenen Identität mit diesem Land zu erwehren. Das bedeutet auch nicht Rechts. Wer seine Landesvergangenheit nicht wirklich kennt, nur den seine Leere kann mißbraucht werden. Meinen Tip dazu: Besucht wirklich mal das KZ Buchenwald bei Weimar und schaut Euch die Lampenschirme aus Menschenhaut an. Wer jetzt wieder Rechts wählt, wählt genau diese Unmenschlichkeit. Mit lieben dunklen Grüssen an Euch alle Swan de Sade |
| Montrovant | Seid gegrüsst! Die schwarze szene politisch? Ich denke die Szene ist unpolitisch. Sicher haben alle Individuen ihre eigene Einstellung, aber die sind eben nicht übertragbar auf die ganze Szene. Rechte Tendenzen gibt es leider überall. Und ich denke es gibt bei weitem mehr Goths die nach Links tendieren als nach Rechts. Genauso wenig wie man sie politisch in eine Schublade stecken kann ist das auch religiös nicht möglich. Es gibt dementsprechend einfach keine Normen in der Szene, das macht sie ja auch nicht aus. Dark Greetings.......Montrovant |
| VampyreBK | Auf eine gewisse Art "politisch" oder meinetwegen auch "politikinteressiert" ist doch mit Sicherheit jeder, aber.... da stellt sich die Frage nach dem Sinn, einer ganzen ( ich sag mal: ) "Jugendkultur", ein politisches Image zu verpassen und sie in den Grabenkrieg des Wahlkampfes zu hetzen, denn ich denke, darauf wollte Trash hinaus. Ich glaube, Bruno Kramm wars, der irgendwann versucht hatte oder es immer noch versucht, der "Szene" den roten Stempel aufzudrücken und sie mit Plakaten und Sprechchören auf die Strasse zu jagen. Steckt da noch Sinn dahinter, der mit irgendwelchen schwarzen Werten vereinbar ist? BK PS: Jekura, bitte keine Hinweise auf irgendwelche Kolumnen gewisser Schreiberlinge, ansonsten werde ich hier gleich gekreuzigt [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] |
| FallenSisko | Wenn es zum Grundtenor der Szene gehört das alles sinnlos ist und die zukunft keine hoffnung bietet DANN kann die Szene nicht politisch orientiert sein. weil politik ist gestaltung der gegenwart und der zukunft. ich würde mir wünschen das sie politisch wäre weil ein enormes potential in ihr liegt. |
| VampyreBK | @ Sisko: Vom Prinzip her hast du recht, aber ich sehe keinen Sinn darin, daß man eben diesem Potential einen leuchtendroten Mode-Stempel aufdrückt und es verheizt. Die deutsche Politik ist meiner Meinung nach alles andere als gegenwarts- und zukunftsgestaltend, sondern nur noch ein Spiel um Macht und Geld und da würde ich die Szene liebend gerne raushalten, bevor sie in den Schützengräben zwischen "links" und "rechts" vor die Hunde geht. BK |
| FallenSisko | du kannst die "szene" nicht schützen. früher oder später wird sie sich ehh in etwas anderes verändern. hat sie ja schon längst getan wenn man die altgrufties so hört. also wenn du die szene schon nicht schützen kannst vor veräderungen dann kannst du ihr wenigstens einen neuen weg aufzeigen. udn dieser weg wäre vielleicht das potenzial was in ihr steckt zu nutzen anstatt depressiv rumliegen zu lassen. aber die grundeinstellung von uns allen ist je ehh das alles schrecklich enden wird. also möge die dunkelheit über uns kommen. ich freu mich schon drauf. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] |
| WinterWolf | Ich denke, es ist sinnvoll den Thread hochzuholen ;) Mein politisches Weltbild? Sagen wir es mal so, ich bin nicht gerade ein Fan von Hierarchie, aber sie lässt sich kaum vermeiden ohne, dass zig andere Probleme auftauchen. An sich bin ich politisch neutral, ich sehe nur die individuellen Lösungsvorschläge um das System zu verbessern (wie auch immer), aber nicht direkt die Parteien dahinter. Es gibt auf fast allen Seiten ein paar vernünftige Ansätze, aber das Problem ist, dass man sich lieber dauerhaft in eine Art Wahlkampf verstrickt und nicht zusammenarbeitet, da jeder sich durchsetzen will und demnach seinen Stempel auf die Lösungswege drücken will. Allgemein bin ich jedoch nicht sonderlich an Politik interessiert, ich bin da eher weltfremd - auf der anderen Seite frage ich mich, was mir das Wissen über Politik bringt? Ich sehe es als für mich selbst nicht zweckmäßig an. Ich bleibe halbwegs auf den "neuesten Stand der Dinge", aber mehr auch nicht. Ich handle und denke nach meiner Art Idealismus (gewaltlos!) und mehr nicht. |
| McSlaughter | mich interessiert jetzt einmal was ihr davon halten würdet, wenn ein "schwarzer" mensch in eine partei eintreten würde. also ich persönlich habe es vor, nachdem ich den stress mit der fahrschule egschafft habe, denn es frustet mich irgentwie zusehen zu müssen, wie unser staat untergeht und ich nichts dagegen mache! ich weiß nicht, aber es betrifft uns doch alle! andere sache: ich weiß nicht obs hier schon angesprochen habe (lesefaul ausnahmsweise *schäm*) aber stellt euch doch mal einen gothic zum beispiel als bundeskanzler vor. meint ihr deutschland gänge es dann besser oder schlechter? also damit meine ich gesellschaftlich aber auch wirtschaftlich! |
| WinterWolf | Macht verdirbt viele Menschen - ob Goth oder nicht... ich denke, dass man trotz allem als Bundi nicht soviel Macht hat wie man glaubt, gegen allzu aufstrebende liberale Mächte wird sich immer ein Mittel finden... |
| McSlaughter | junge union wenns dich interessiert ach ja und natürlich gleichzeitig in de cdu auch wenn die macht gerign ist..besser als tatanelos rumzusitzen |
| Montrose | McSlaughter, die Frage, ob Gothic eine politische Bewegung wie ehemals die Ökos werden könnte, habe ich mich auch schon gefragt. Prinzipiell schon, allerdings bündelt sich das irgendwie nicht zu einem Thema oder Kanon, weshalb derzeit keine Außenwirkung entsteht. Ob ich mir einen Goth als Bundeskanzler vorstellen könnte? Bei der übernächsten Wahl schon. :D |
| Mäs GgG Ed M&S | Gleich vorweg: Dies ist kein Thread wo es mir um einen möglichen Wandel der Gothics geht. Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein? Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen? Ich stell mir diese Frage im Zusammenhang mit dem aktuellen Sozialabbau. Die Sozialabbaugegner, also die Prowohlfahrtanhänger suchen immer wieder nach Unterstützung bei ihren Protest- und Pro-Aktionen, da sie in den Regierungen ja keine Lobby haben. Die Beteiligung der Gothicszene als Szene an sich stelle ich mir schwierig, als auch genial vor. Schwierig: Weil jeder Politiker den Gothics jeden politischen Anspruch absprechen würde, vor allem unter der Begründung das wir Underground sind. Desweiteren ist die Gothicszene eigentlich keine politische Bewegung, sondern eher eine Lebensart. Wenn sich die Gothicszene beteiligt müsste sie Forderungen stellen. Doch welche? Es trifft ja nicht die Gothicszene an sich, sondern jeden einzelnen auf eine jeweils andere Art und Weise. Die Presse würde aufgrund von Vorurteilen gleich die ganze Aktion zerreißen. Genial: Weil wir das kreative Element bei Aktionen aufwerten. So haben die meisten von Klamotten zu Hause, die andere nur zu Fasching ausleihen tun. Wenn wir bei einer Demo mitmachen sieht es gleich aus wie Trauerzug. Und Hunderte Leute in Roben erregen doch mehr Aufmerksam als irgendwelche anderen Klamotten. Wir sind desweiteren mehr als nur gut geeignet für irgendwelche friedlichen Nachtaktionen. Und eine Schar an Gothic hat doch schon immer für viel Aufmerksamkeit gesorgt. |
| Suicide-Smurf | wenn sie ernst genommen werden wollen wohl nich.... *g |
| Mäs GgG Ed M&S | [QUOTE]wenn sie ernst genommen werden wollen wohl nich.... *g[/QUOTE] Also wenn ich das auf meine Frage beziehe heißt es: Wenn die Szene ernst genommen werden soll, kann sie nicht politisch aktiv sein/oder kann sie keine Forderungen stellen. Das ist doch ein Wiederspruch. Auch wenn du ein *g dahinter gemacht hast könntest du dich trotzdem erklären. |
| Julya | nur, weil es heißt, daß gothics unpolitisch sind, denke ich nicht, daß gothics keine politische meinung haben.... nur, sie für etwas zu begeistern/bewegen ist nicht so einfach.... |
| Selian | Welche politische Meinung sollte eine Gothicpartei denn vertreten? Hat doch jeder seine eigene politische Auffassung. Ich denke von ganz rechts bis ganz links gibts alles in der Gothic Szene... Da könnte man genauso fragen ob n Fußballverein eine Partei gründen sollte... Eine Partei sollte von Menschen mit den gleichen politischen Zielen und Idealen gegründet werden und nicht von Menschen mit dem gleichen Hobby oder der gleichen Lieblingsfarbe... :rolleyes: |
| Mäs GgG Ed M&S | [QUOTE]nur, weil es heißt, daß gothics unpolitisch sind, denke ich nicht, daß gothics keine politische meinung haben....[/QUOTE] das behaupte ich ja nicht, ich sagte ja: [QUOTE]Desweiteren ist die Gothicszene eigentlich keine politische Bewegung, sondern eher eine Lebensart.[/QUOTE] Mit unpolitisch meine ich die Szene an sich. Das die Gothics auch eine politische Meinung haben zeigt ja schon dieses Forum. Ich möchte gerne die Meinungen dazu hören ob die Szene an sich, sich bewegen kann. Julya wenn du Noten(1-6) auf politisch bewegen geben würdest, welche Note gebest du der Gothicszene? |
| Julya | neinnein, ich wollte dir auch nichts unterstellen. welche note? hm..... wohl so irgendwas um vier minus. 'gothics' sind einfach nicht so präsent, wie z.b. rechte oder linke... ich denke, daß daher die meinung kommt, 'gothics' seien unpolitisch. wie du schon sagst, ist 'gothic' eine lebenseinstellung, so daß es unter ihnen eben einfach auch sehr viele verschiedene strömungen gibt, so auch politische. eben genauso wie bei 'stinos'. bewegen kann man einiges, denke ich. man erinnere sich nur an das WGT 2000 (es war doch 2000?), wo alles in einem riesenchaos hätte enden können, die schwarzen sich aber zusammengeschlossen hatten, um eine friedliche schöne zeit miteinander verbringen zu können.... wenn jemand die sache in die hand nehmen würde, beispielsweise die von dir angesprochenen demos, denke ich schon, daß es einige geben würde, die sich anschließen würden... aber, wie gesagt, einer müsste den anfang machen... |
| Suicide-Smurf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]Also wenn ich das auf meine Frage beziehe heißt es: Wenn die Szene ernst genommen werden soll, kann sie nicht politisch aktiv sein/oder kann sie keine Forderungen stellen. Das ist doch ein Wiederspruch. Auch wenn du ein *g dahinter gemacht hast könntest du dich trotzdem erklären. [/B][/QUOTE] Klar können Gothics ne politische Meinung vertreten. Nur wird die Allgemeiheit wenig drauf wert legen... Wenn es um grössere politische Sachen geht finde ich es nicht gerade seriös wenn man mit Klimberzeugs nieten und 666 antanzt .... |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Suicide-Smurf [/i] [B]Klar können Gothics ne politische Meinung vertreten. Nur wird die Allgemeiheit wenig drauf wert legen... Wenn es um grössere politische Sachen geht finde ich es nicht gerade seriös wenn man mit Klimberzeugs nieten und 666 antanzt .... [/B][/QUOTE] Lenki, kommt drauf an, wenn die für die Abschaffung der Kirchensteuer losziehen, ist es schon glaubhaft :D |
| Mäs GgG Ed M&S | @Julya. Ja genau! Und auch richtig es war 2000. Man könnte ja mal einfach den Anfang mit einer Intiative, zum Beispiel mit dem Namen Gothics gegen Sozialabbau. @selian: Ein Gothpartei? Du hast recht mit den unterschiedlichen Strömungen, das wäre dann eine super universalistische Partei. Und scheint irgendwie unrealistisch. (Aber warum eigentlich nicht, Partei heißt ja gar nicht das man einer Meinung sein soll, vielmehr müssten sich die Partein darum bemühen allen Menschen in der Gesellschaft zuhelfen, Parteien müssten Verantwortung tragen und nicht politische Ideologien) @Suicide-Smurf, jeder hat doch das Recht auf Freiheit, also wie wichtig ist dann die Seriosität. Die Leute in den sechzigern waren auch nicht begeistert von den Hippies die ja politische Forderung stellten und die wirkten ja auch nicht gerade sehr seriös. (Und wenn dann schicken wir die gemäßigte Gothics vor wirkt seriöser.) |
| Selian | @Mäsi Ich hatte das so verstanden, das es auf so eine Partei hinauslaufen sollte...wenn das nicht so gedacht war hab ich das falsch interpretiert, sorry... Aber mit oder ohne Partei ist mir immer noch nicht klar für was diese "Bewegung"(?) sich engagieren sollte!? |
| Mäs GgG Ed M&S | Mein Interesse mit diesem Thread liegt erstmal in der Antwort auf die Fragen kann die Gothicszene an sich politisch aktiv sein, Ist sie in der Lage dazu? Ausgehen tue ich vom Standpunkt der aktuellen politischen Strömungen. D.h. Die friedliche Front aus prowohlfahrtanhänger gegen den Sozialabbau durch die Wirtschaftsneoliberalen. Eigentlich hatte ich es nicht vor mich in die Richtung einer Parteigründung zu orientieren, aber wenn man darüber mal gründlich grübelt, ist es gar keine so schlechte Idee. Ich nehm es jetzt einfach mit auf in die Fragestellung, vielleicht gibt es dazu noch antworten dvon anderen die das Grübeln erleichtern. P.S:[COLOR=crimson]MÄSI?[/COLOR] :mad: Ich bestehe auf meinen Namen und wenn er zu lang ist nihm einfach eines der 4 einzelnen Wörter.:) |
| Montrose | Im Jahre 2006 wird die neue Bundesregierung gewählt. Zur Auswahl stehen folgende Parteien: SPD CDU/CSU Die GRÜNEN FDP Gothik Deutschland (GD) Die GD ist noch im Aufbau. Jedoch zeichnet sich ein wertekonservativer Humanismus als zentrale Aufgabe der GD ab. Interessenten bitte melden. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]Mein Interesse mit diesem Thread liegt erstmal in der Antwort auf die Fragen kann die Gothicszene an sich politisch aktiv sein, Ist sie in der Lage dazu? Ausgehen tue ich vom Standpunkt der aktuellen politischen Strömungen. D.h. Die friedliche Front aus prowohlfahrtanhänger gegen den Sozialabbau durch die Wirtschaftsneoliberalen.[/b][/quote] Und wieso willst du diese Initiative dann auf die Gothicszene beschränken? Denkst du Menschen mit der genannten Intention gibt es nur in der Gothic Szene? Beschneidest du die Initiative damit nicht zu ihrem eigenen Nachteil? [quote][b]Eigentlich hatte ich es nicht vor mich in die Richtung einer Parteigründung zu orientieren, aber wenn man darüber mal gründlich grübelt, ist es gar keine so schlechte Idee. Ich nehm es jetzt einfach mit auf in die Fragestellung, vielleicht gibt es dazu noch antworten dvon anderen die das Grübeln erleichtern.[/b][/quote] Nun gut, ich hab ja meine Meinung schon gesagt, ich halte da überhaupt nichts von... [quote][b]P.S:[COLOR=crimson]MÄSI?[/COLOR] :mad: Ich bestehe auf meinen Namen und wenn er zu lang ist nihm einfach eines der 4 einzelnen Wörter.:) [/B][/QUOTE] Oki, dann nenn ich dich ab jetzt ED, wie das sprechende Pferd ;) |
| Mäs GgG Ed M&S | Gut dann stell ich nicht die Frage: Wird es jemals eine Gothicpartei geben.:p Rück mal ein paar mehr Infos raus. Und gib mal dein Statement zu den 2 Fragen ganz am Anfang. Gib mal Noten von 1-6 an in Bezug auf die Möglichkeit der politischen Bewegung der Gohticszene an sich an. |
| Mäs GgG Ed M&S | @Selian: Wer sagt dass ich das beschränke auf die Gothicszene. Naja okay also ich will ja nicht gleich übertreiben und zum anderen das hier ist doch ein Gothicforum. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]@Selian: Wer sagt dass ich das beschränke auf die Gothicszene. Naja okay also ich will ja nicht gleich übertreiben und zum anderen das hier ist doch ein Gothicforum. [/B][/QUOTE] Das du es auf die Gothicszene beschränken möchtest hab ich hierraus abgeleitet: [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B] Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein? Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen? [/B][/QUOTE] Wenn dein Vorhaben oder deine Idee oder wie auch immer sich nicht auf die Gothicszene beschränkt, ist es auch keine Undergroundszene die politisch aktiv ist. Die Frage ob sich die Gothicszene politisch bewegen läßt ist müßig. Es gibt politisch interessierte und politisch uninteressierte und unter ersteren gibts wiederum rechte und linke Vögel. Politisch seh ich keinen Unterschied zwischen Gothics und dem Rest... ? |
| Suicide-Smurf | [quote]@Suicide-Smurf, jeder hat doch das Recht auf Freiheit, also wie wichtig ist dann die Seriosität. Die Leute in den sechzigern waren auch nicht begeistert von den Hippies die ja politische Forderung stellten und die wirkten ja auch nicht gerade sehr seriös. (Und wenn dann schicken wir die gemäßigte Gothics vor wirkt seriöser.)[/quote] Ja. Aber. Wenn ich die Leute für sich gewinnen will, kann man es sich schlecht leisten, dass sie sich nach meinem bla und bli richten. Das ganze sieht man in der Berufswelt. Es gibt glaub ich dort keine 666 Leute die in den "oberen Etagen" eines Unternehmens arbeiten. Entweder du passt dich an oder bye.... Klar kannst du deine eigene Partei gründen. SIe wird sicher auch ein paar Wähler und interessenten finden. (Freunde, oma, nachbar -.-) Du wirsts jedoch zu nichts grossem bringen....ergo nimmt dich niemand ernst. (abgesehen von freund, oma, nachbar -.- ) ... Note 5...(6 wär wohl unfair gewesen :O ) |
| Xavyre Wryn | Hihu, Goths können meiner Meinung nach sehr wohl politisch aktiv werden aber nicht die Szene. Es ist nämlich keine politische Meinung 'Standart', wie zum Beispiel bei den Punks die kommunistisch oder anarchistisch sind. die Szene spaltet sich hier maximal in 2 Bereiche, welche aber sehr eng bei einander liegen und so auch gemeinsam zu erreichen sind. Was sollte den eine Goth-Partei verlangen, um was soll sie kämpfen? In Dunkelheit [COLOR=crimson][i][FONT=century gothic]Xavyre Wryn[/FONT][/i][/COLOR] |
| TheTurningPoint | @ Mäs GgG Ed M&S: Politik ist nicht (nur) dieses Kasperltheater und Gezänk, das die etablierten Parteien veranstalten, und sie läßt sich auch nicht auf die simple Formel Rechts gegen Links reduzieren. [QUOTE][i]Original geschrieben von Julya [/i] [B]welche note? hm..... wohl so irgendwas um vier minus. 'gothics' sind einfach nicht so präsent, wie z.b. rechte oder linke... ich denke, daß daher die meinung kommt, 'gothics' seien unpolitisch. [/B][/QUOTE]"Politik" ist ja eigentlich von dem Wort "Polis" abgeleitet, das soviel bedeutet wie "Gemeinwesen" und "Gemeinschaft". Wenn man darüber nachdenkt, was wer für die Gemeinschaft tut, dann schneiden wahrscheinlich die Gothics gar nicht so schlecht ab. Ja, sie sind nicht so präsent, weil sie eben den Mund nicht so weit aufreißen. Aber wenn man alle Gothics, die im sozialen und kulturellen Bereich arbeiten, wegschicken würde, dann könnte man wohl dieses Land dichtmachen. Nicht zuletzt gibt es unter den Gothics eine große Zahl von Menschen, die ihre Ideale wirklich leben, anstatt darüber herumzuschwadronieren. Meine Note ist deshalb mindestens eine Zwei. [QUOTE][B]wie du schon sagst, ist 'gothic' eine lebenseinstellung, so daß es unter ihnen eben einfach auch sehr viele verschiedene strömungen gibt, so auch politische. eben genauso wie bei 'stinos'. [/B][/QUOTE]Aber es gibt einen großen Unterschied: Die vielen verschiedenen "politischen Strömungen" akzeptieren und tolerieren einander, ohne Gewalt gegeneinander (Ausnahmen bestätigen die Regel). [QUOTE][B]bewegen kann man einiges, denke ich. man erinnere sich nur an das WGT 2000 (es war doch 2000?), wo alles in einem riesenchaos hätte enden können, die schwarzen sich aber zusammengeschlossen hatten, um eine friedliche schöne zeit miteinander verbringen zu können.... [/B][/QUOTE]Ohne große Worte ein Zeichen dafür, daß die so oft beschworene - wenn auch von niemandem so recht erklärbare - Lebenseinstellung der Gothics ein tragfähiges Fundament ist. [QUOTE][B]wenn jemand die sache in die hand nehmen würde, beispielsweise die von dir angesprochenen demos, denke ich schon, daß es einige geben würde, die sich anschließen würden... aber, wie gesagt, einer müsste den anfang machen... [/B][/QUOTE]Ich kenne da ein kleines Gothic-Mädel mit quietschroten Haaren, das letztes Jahr eine deutschlandweite [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20335]"Zusammenrottung von schwarzen Gestalten"[/URL] organisiert hat ... :cool: Aber es gibt auch "richtige" politische Initiativen, die von Gothics bzw. ihnen Nahestehenden ins Leben gerufen werden, z.B. [b][URL=http://81.169.152.234/ichwillbrennen/interface.php]"Finger weg vom Recht auf Privatkopien !",[/URL][/b] von der Band [b]"ASP"[/b] und dem Label [b][URL=http://www.trisol.de]"TRISOL Music",[/URL][/b] bei dem CDs von vielen Gothic-Bands produziert werden. |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] "Politik" ist ja eigentlich von dem Wort "Polis" abgeleitet, das soviel bedeutet wie "Gemeinwesen" und "Gemeinschaft". Wenn man darüber nachdenkt, was wer für die Gemeinschaft tut, dann schneiden wahrscheinlich die Gothics gar nicht so schlecht ab. [/quote] das habe ich nicht gewusst. aber daß die schwarzen sozial engagiert sind, empfinde ich auch so... [quote]Ja, sie sind nicht so präsent, weil sie eben den Mund nicht so weit aufreißen. Aber wenn man alle Gothics, die im sozialen und kulturellen Bereich arbeiten, wegschicken würde, dann könnte man wohl dieses Land dichtmachen. Nicht zuletzt gibt es unter den Gothics eine große Zahl von Menschen, die ihre Ideale wirklich leben, anstatt darüber herumzuschwadronieren. Meine Note ist deshalb mindestens eine Zwei. [/quote] ich hab's gar nicht von der seite her gesehen und wenn ich dies jetzt tue, finde ich, daß du absolut recht hast mit deiner note... ich hatte dabei eher an demos oder engagement in parteien gedacht.... [quote]Ich kenne da ein kleines Gothic-Mädel mit quietschroten Haaren, das letztes Jahr eine deutschlandweite [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20335]"Zusammenrottung von schwarzen Gestalten"[/URL] organisiert hat ... :cool: [/quote] :rolleyes: warum bringt mich heute eigentlich alles zum heulen? :rolleyes: es ehrt mich sehr, daß du das hier erwähnst. vielen dank! ~Julya~ |
| decay73 | Wahrscheinlich werden die Grufties so lange eine zwar nichtpolitische, aber politisch zu verstehende (weil in gewisser Weise 'wertebehaftete') Gruppe sein, solange sie nicht vor einen festgefahrenen Karren gespannt werden. Bisher hats damit ja ganz gut geklappt und wenn man sich diese 'Szene' einmal im Vergleich zu anderen Gruppen bzw. etablierten Teilen der Gesellschaft anschaut, ist sie eigentlich sogar ziemlich politisch - wenn auch eher indirekt und ungewollt. Eine politische Bewegung mit einem ganz bestimmten Ziel daraus machen zu wollen ist da wohl eher kontraproduktiv. ~decay~ |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Bisher hats damit ja ganz gut geklappt und wenn man sich diese 'Szene' einmal im Vergleich zu anderen Gruppen bzw. etablierten Teilen der Gesellschaft anschaut, ist sie eigentlich sogar ziemlich politisch - wenn auch eher indirekt und ungewollt. ~decay~ [/B][/QUOTE] Inwiefern ist die Gothic Szene denn politisch? |
| Montrose | Faszinierend. Eine Gruppierung, die sich mit Sternchen vollhängt und sich gesellschaftlicher Verantwortung verwehrt, soll politischer sein als eine politische Partei, die für das Wohl des Landes handelt. Dat kapier ich nich... Und was heißt denn "vor den Karren spannen lassen"? Wenn ich Politik betreibe, bin ich selbst Karren und Kutscher. Gerade durch ihre Politikverdrossenheit sind Gruftis ja auch nichts anderes als die kleinen Hütteho-Pferdchen, jene kleinen Angestellten, die sich in ihrer Freizeit einbilden, sie könnten a bissele Zaubere und Hokuspokusele mache. Gothic ist in etwa so politisch und alternativ wie Tante Ernas Strumpfbandhalter. In Wirklichkeit war und ist Gothic die Illussion der kleinen Leute, sie hätten jetzt aber eine ganz dicke Revolution angezettelt, wenn sie ein bißchen einen auf Schwarz machen. Boooh. Den Herrschenden kann das Recht sein. Sie müssen nicht mal das Volk verarschen, denn das erledigt das Volk selbst. |
| TheTurningPoint | [b]Inwiefern ist die Gothic Szene denn politisch?[/b] Sie setzt eine Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen gegen das Schmalspurdenken, das Gezänk und das Kasperletheater der etablierten Parteien. |
| TheTurningPoint | @ Montrose: Wenn sich die Leute mit allerlei Sternchen, Kreuzchen, Glöckchen, Fledermäusen und anderem "Klimbim" behängen, ist mir das aber tausendmal lieber, als wenn alle das gleiche (Haken?-) Kreuz tragen ... |
| decay73 | Manche meinen halt politisch zu sein, weil sie in eine Partei eintreten, manche, weil sie wieder austreten, manche, weil sie auf eine Demonstration gehen um danach zu Hause wieder zufrieden in ihren bequemen Sessel zu fallen und manche, weil sie anderen vorwerfen, daß sie nicht lauthals schreiend durch die Gegend rennen und permanent ein Transparent tragen und nicht merken, daß sie vor lauter Lärm nicht mehr gehört werden. Manche sind aber vielleicht auch politischer als sie es selbst wahrhaben wollen, weil sie leise und unentdeckt ihre Vorstellung von einem besseren Leben leben und so wenigstens in ihrem Umfeld etwas konkretes bewirken. ~decay~ |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B][b]Sie setzt eine Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen gegen das Schmalspurdenken, das Gezänk und das Kasperletheater der etablierten Parteien. [/B][/QUOTE] Mal abgesehen davon, das mir der tägliche Besuch im Forum etwas anderes vermittelt, ist eine bloße Ansicht oder Lebensweise noch nicht sonderlich politisch!? |
| Montrose | [QUOTE]Sie setzt eine Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen gegen das Schmalspurdenken, das Gezänk und das Kasperletheater der etablierten Parteien.[/QUOTE] [QUOTE]Manche sind aber vielleicht auch politischer als sie es selbst wahrhaben wollen, weil sie leise und unentdeckt ihre Vorstellung von einem besseren Leben leben und so wenigstens in ihrem Umfeld etwas konkretes bewirken.[/QUOTE] Die "Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen" ist Folge der Demokratie und Menschenrechte. Und die wurden bekanntlich weder von Punks, noch von Goth oder Hipphoppern oder Peter Maffay erkämpft, sondern von richtigen Politikern. Wir sind Nutznießer von Rahmenbedingungen, aber wir haben sie nicht geschaffen. Natürlich [b]leben[/b] die Leute und [b]tun etwas Nützliches[/b]. Aber das ist noch keine Politik. Ihr redet vom Privaten. Politik (griechisch polis = Stadtstaat) ist eine öffentliche Sache (res publica). Ich bin nicht der Meinung, daß Gothic grundsätzlich nur private Weltanschauung von underdogs sein muß. Man könnte mehr daraus machen. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Manche sind aber vielleicht auch politischer als sie es selbst wahrhaben wollen, weil sie leise und unentdeckt ihre Vorstellung von einem besseren Leben leben und so wenigstens in ihrem Umfeld etwas konkretes bewirken. ~decay~ [/B][/QUOTE] Weil sie leise und unentdeckt... und damit etwas konkretes bewirken... Sorry, aber da kann ich jetzt gar nix mit anfangen. Wenn jemand sein Leben friedlich vor sich hinlebt, gibts das zum einen nicht nur in der Gothic Szene und zum anderen kann ich da immer noch nix politisches dran entdecken... |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B] Wenn jemand sein Leben friedlich vor sich hinlebt[/b][/quote] Ich glaube nicht, daß ich etwas von 'friedlich vor sich hinleben' geschrieben habe. [quote]gibts das zum einen nicht nur in der Gothic Szene[/quote] Recht hast du, aber vielleicht doch etwas öfter. [quote]und zum anderen kann ich da immer noch nix politisches dran entdecken... [/QUOTE] Wenn man unter 'politisch' die allgemein üblichen, marktschreierischen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen oder Bekundungen versteht, kann man da tatsächlich nichts 'politisches' entdecken. Aber muß das wirklich schon alles sein, oder fehlt dabei nicht etwas wesentliches? ~decay~ |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Ich glaube nicht, daß ich etwas von 'friedlich vor sich hinleben' geschrieben habe.[/b][/quote] ..."leise und unentdeckt"... klingt doch friedlich aber wenn dir das nicht gefällt, dann ersetz friedlich durch deine Worte ändert an der Sache nix... [quote][b]Recht hast du, aber vielleicht doch etwas öfter.[/b][/quote] Oder vielleicht auch nicht... [quote][b]Wenn man unter 'politisch' die allgemein üblichen, marktschreierischen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen oder Bekundungen versteht, kann man da tatsächlich nichts 'politisches' entdecken. Aber muß das wirklich schon alles sein, oder fehlt dabei nicht etwas wesentliches? ~decay~ [/B][/QUOTE] Politik wird nicht dadurch definiert ob jemand marktschreierisch oder leise und unentdeckt auftritt. Es geht wohl eher darum das sich jemand aktiv in der Gesellschaft engagiert, dabei bestimmte Ziele verfolgt und im idealfall auch eine Vorstellung hat wie er diese zusammen mit anderen verwirklichen kann. Das kann ich in deinem genannten Fall nicht erkennen. Die Frage bleibt im Raum, inwiefern ist die Gothic Szene politisch? Und ist sie wirklich politisch so müßte es ja eine gemeinsame politische Gesinnung geben!? Welche ist das denn? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Die "Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen" ist Folge der Demokratie und Menschenrechte. Und die wurden bekanntlich weder von Punks, noch von Goth oder Hipphoppern oder Peter Maffay erkämpft, sondern von richtigen Politikern. [/B][/QUOTE]Wer's glaubt wird selig ... "Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selbser tun !" [QUOTE][B]Wir sind Nutznießer von Rahmenbedingungen, aber wir haben sie nicht geschaffen. ... Natürlich leben die Leute und tun etwas Nützliches. Aber das ist noch keine Politik. Ihr redet vom Privaten. Politik (griechisch polis = Stadtstaat) ist eine öffentliche Sache (res publica). [/B][/QUOTE]Vom Verhalten der Einzelnen hängt es letztendlich ab, wie sich die Machtverhältnisse entwickeln. Privates und Öffentliches bilden eine untrennbare Einheit. Wenn die Leute das Nützliche nicht mehr tun, wenn die Bauern die Felder nicht mehr bestellen, wenn die Bäcker kein Brot mehr backen, dann verhungern die Leute, egal welche Clowns gerade die öffentliche Politik repräsentieren. [i]"Gehorchen, indem man widersteht, darin liegt das ganze Geheimnis. Was den Gehorsam zerstört, ist Anarchie; Was den Widerstand zerstört, ist Tyrannei. Diese beiden Übel rufen sich gegenseitig auf den Plan, denn während die Tyrannei die Macht gegen die Meinungen einsetzt, setzen die Meinungen dagegen die Macht gegen die Tyrannei ein; und umgekehrt, wenn der Widerstand zum Ungehorsam wird, haben die Mächte leichtes Spiel, den Widerstand niederzuschlagen, und werden auf diese Weise tyrannisch. Sobald eine Macht Gewalt anwendet, um die Kritik zu töten, ist sie tyrannisch. ... Und genau da liegt der Denkfehler, der darin besteht zu glauben, Meinungsfreiheit sei mit Gehorsam nicht vereinbar. Ich kann bezeugen, daß das Gegenteil der Fall ist. Soweit ich gesehen habe, gehorchen diejenigen schlecht, die respektieren und zustimmen. Und warum? Weil sie nicht Herr ihrer selbst und folglich zu schwach gegen ihre Leidenschaften sind. ... In allen öffentlichen Diensten ist es ebenso. Die Höflinge machen Bücklinge und drücken sich vor der Arbeit, sobald sie können. Die Querköpfe tun ihre Arbeit sehr gut. ... Das also sind die Früchte der Freiheit. Wenn sie auf ihren Kongressen ganz klar die Widerstandspflicht und die Gehorsamspflicht definierten, wäre die Tyrannei machtlos." [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458336222](Alain (Emile Auguste Chartier) in "Im Haus der Menschen")[/URL][/i] [QUOTE][B]Ich bin nicht der Meinung, daß Gothic grundsätzlich nur private Weltanschauung von underdogs sein muß. Man könnte mehr daraus machen. [/B][/QUOTE]Da stimme ich dir zu. Aber ich weigere mich dagegen, die politischen Ausdrucksweisen von Weltanschauungen auf das zu reduzieren, was Schmalspurdenker im allgemeinen unter Politik verstehen. Ist nicht schon das "trotzige" öffentliche Auftreten in schwarzen und nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entsprechenden Klamotten eine "politische" Demonstration, eine Demonstration des eigenen (politischen) Willens, der keine "Führer" braucht? Im Unterschied zu den meisten anderen Gruppierungen mit trotzigem öffentlichen Auftreten tun die Schwarzen ihre Pflichten im alltäglichen Leben (Ausnahmen ... blablabla). |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]..."leise und unentdeckt"... klingt doch friedlich aber wenn dir das nicht gefällt, dann ersetz friedlich durch deine Worte ändert an der Sache nix... ... Die Frage bleibt im Raum, inwiefern ist die Gothic Szene politisch? Und ist sie wirklich politisch so müßte es ja eine gemeinsame politische Gesinnung geben!? Welche ist das denn? [/B][/QUOTE]"Friedlichkeit und Toleranz. Ansonsten kann jeder tun und lassen was er will." Ist das nicht genug Gesinnung? Warum weiter einschränken? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i]..."leise und unentdeckt"... klingt doch friedlich aber wenn dir das nicht gefällt, dann ersetz friedlich durch deine Worte ändert an der Sache nix...[/quote] Natürlich kann "leise und unentdeckt" auch "friedlich" bedeuten, aber wenn es nur das ist, was du vereinfachend damit assoziierst, hast du meinen Satz anscheinend nicht wirklich verstanden. Du wirst mir doch sicherlich zustimmen, daß Menschen verschieden sind und auch unterschiedlich agieren. Die einen kümmern sich eher um das Grobe und 'Globalgalaktische', entwickeln Ideen und versuchen sie unters Volk zu bringen, die anderen können (oder wollen) es so nicht, und kümmern sich lieber um die Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellung -entsprechend ihrer Möglichkeiten- im Kleinen. Das eine geht ohne das andere nicht, und nicht jeder kann beides. Warum sollte dann das eine politischer sein, als das andere, wenn doch beides dafür zwingend notwendig ist? Mir scheint, daß das eine doch etwas zu enge Definition von politischer Aktivität wäre. [quote]Politik wird nicht dadurch definiert ob jemand marktschreierisch oder leise und unentdeckt auftritt. Es geht wohl eher darum das sich jemand aktiv in der Gesellschaft engagiert, dabei bestimmte Ziele verfolgt und im idealfall auch eine Vorstellung hat wie er diese zusammen mit anderen verwirklichen kann.[/quote] Eben. :) [quote]Die Frage bleibt im Raum, inwiefern ist die Gothic Szene politisch?[/quote] Wie schon geschrieben: ich halte die 'Szene' immer noch für unpolitisch, aber eben als "politisch zu verstehende (weil in gewisser Weise 'wertebehaftete') Gruppe". Das ist durchaus ein Unterschied. Die 'Szene' steht doch für etwas (und nicht nur für eine bestimmte Musikrichtung o.ä.). Mag sein, daß der Grundkonsens immer mehr in den Hintergrund rückt, aber es gab ihn zumindest mal - zumindest als 'ungeschriebene Übereinkunft'. [quote]Und ist sie wirklich politisch so müßte es ja eine gemeinsame politische Gesinnung geben!? Welche ist das denn?[/QUOTE] Der Begriff von 'politisch' (im Sinne einer Gesinnung), auf den du jetzt anspielst, ist mir zum einen zu eng, und zum anderen werde ich jetzt sicher nicht als "Goth-Vather" auftreten und eine politische und weltanschauliche Gesamtdefinition liefern. Vielleicht schreibe ich aber auch irgendwann nochmal eine Goth-Bibel, oder ähnliches ;) ~decay~ |
| Montrose | [QUOTE]Wenn die Leute das Nützliche nicht mehr tun, wenn die Bauern die Felder nicht mehr bestellen, wenn die Bäcker kein Brot mehr backen, dann verhungern die Leute, egal welche Clowns gerade die öffentliche Politik repräsentieren.[/QUOTE] Hört sich nach SED-Propaganda an (TheTurningPoint kommt aus Thüringen). Die historische Realität beweist das Gegenteil. In der alten DDR konnten die Bäcker backen so viel sie wollten... der Kaffee blieb trotzdem knapp. Und was war mit den Leuten, die in Bautzen verschwanden? Von wegen die "Clowns". Die "Clowns" haben immer schon bestimmt, wo's langgeht, weil die "Clowns" 'ne Kalaschnikow haben und die kleinen Arbeiter nur ihre Hände. "Über sieben Brücken mußt Du gehen, dumdidum" ;) |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]"Friedlichkeit und Toleranz. Ansonsten kann jeder tun und lassen was er will." Ist das nicht genug Gesinnung? Warum weiter einschränken? [/B][/QUOTE] Friedlich sind in Deutschland vermutlich 90% der Einwohner und das mit der Toleranz ist auch in der Gothic Szene nur Wunschdenken. Demnach sind 90% der Menschen in Deutschland politisch. Ne halt, die anderen 10% sind nicht friedlich und damit auch politisch!? |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Natürlich kann "leise und unentdeckt" auch "friedlich" bedeuten, aber wenn es nur das ist, was du vereinfachend damit assoziierst, hast du meinen Satz anscheinend nicht wirklich verstanden. Du wirst mir doch sicherlich zustimmen, daß Menschen verschieden sind und auch unterschiedlich agieren. Die einen kümmern sich eher um das Grobe und 'Globalgalaktische', entwickeln Ideen und versuchen sie unters Volk zu bringen, die anderen können (oder wollen) es so nicht, und kümmern sich lieber um die Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellung -entsprechend ihrer Möglichkeiten- im Kleinen. Das eine geht ohne das andere nicht, und nicht jeder kann beides. Warum sollte dann das eine politischer sein, als das andere, wenn doch beides dafür zwingend notwendig ist? Mir scheint, daß das eine doch etwas zu enge Definition von politischer Aktivität wäre.[/b][/quote] Aus deinem gesagten schließe ich, das für dich alle Menschen in einem Staat politisch sind. [quote][b]Wie schon geschrieben: ich halte die 'Szene' immer noch für unpolitisch, aber eben als "politisch zu verstehende (weil in gewisser Weise 'wertebehaftete') Gruppe". Das ist durchaus ein Unterschied.[/b][/quote] Sie ist unpolitisch aber als politisch zu verstehend? Wo ist denn da der Unterschied? [quote][b]Die 'Szene' steht doch für etwas (und nicht nur für eine bestimmte Musikrichtung o.ä.). Mag sein, daß der Grundkonsens immer mehr in den Hintergrund rückt, aber es gab ihn zumindest mal - zumindest als 'ungeschriebene Übereinkunft'.[/b][/quote] Und was war das? |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selian [/i] [B]Aus deinem gesagten schließe ich, das für dich alle Menschen in einem Staat politisch sind.[/b][/quote] Nicht alle. Ich habe mir sagen lassen, daß es Menschen gibt, die weder etwas tun, noch sich überhaupt Gedanken um das machen, was sie umgibt. [b][quote]Sie ist unpolitisch aber als politisch zu verstehend? Wo ist denn da der Unterschied?[/b][/quote] Z.B.: [quote][i]Original geschrieben von TheTurningPoint[/i] [b]Sie setzt eine Vielfalt von Ansichten und Lebensweisen gegen das Schmalspurdenken, das Gezänk und das Kasperletheater der etablierten Parteien.[/B][/QUOTE] Sie will aber nicht bewußt und konkret eine bestimmte Gesinnung verbreiten und anderen aufdrücken , aber sie lebt (jetzt einmal idealistisch betrachtet) eine Alternative...Es ist somit der konkrete Versuch, für sich und andere eine andere, bessere Welt zu schaffen, aber ohne ein mehr oder weniger festgefahrenes (Partei-) Programm. [b][quote]Und was war das? [/B][/QUOTE] Das ist vielleicht das Geheimnis des 'Anders-Seins'. Zu spüren, daß man 'anders' ist, aber nicht exakt definieren zu können, warum das so ist. ;) ~decay~ |
| Mäs GgG Ed M&S | [QUOTE]Sie ist unpolitisch aber als politisch zu verstehend? Wo ist denn da der Unterschied?[/QUOTE] Der Unterschied besteht auch darin, dass man keine politischen Forderungen stellt und trotzdem eine Politische Strömung vertritt. In der Gothicszene ist diese Strömung keine einzele Strömung, sondern sie besteht aus vielen kleineren Strömungen. Nur dadurch das wir fast alle die selbe Farben tragen und wir uns alle als Underground verstehen gibt es einen Zusammenhalt der daraus ein einzigen Strömung werden lässt. Will man die unterschiedlichen Richtungen sehen, so muß man tiefer schürfen um es zu sehen. Dies ist nicht nur in der Gothicszene so. Schau einfach in die Partein selbst. Dort gibt eine linken Flügel und einen rechten Flügel und ein Mitte. Hier stellt sich die Frage: Wenn die Gothicszene als politische Strömung zu verstehen ist, kann man ihr einen politischen Charakter geben, wenn man politische Forderung stellt? Ich würde sagen ja, die Schwierigkeit besteht dann aber darin welche Forderungen man stellen könnte die sich die Mehrheit der Gothic anschließt. In einer der aktuellen politischen Orientierungen( Konservativismus Wirtschaftsneoliberalismus und Prowohlfahrt) rein zuspringen glaube ich ist nur Möglich in die Richtung von Konservativismus und Prowohlfahrt. Konservativismus, wegen dem schon angesprochenen Wertekonservativismus. Prowohlfahrt, weil die Bereiche angegriffen werden die meisten Gothics leben und handeln. (Bei mir wäre es das Beispiel der Universität) Kein Wirtschaftsneoliberalismus, weil zum einen nur wenige(oder gar vielleicht gar keine) Gothics in den Chefetagen sitzen und weil für uns nicht das Geld sondern unsere Szene an sich im Vordergrund steht. "Leise und unentdeckt" heißt noch lange nicht Friedlichkeit, denn was ist mit der Form des passiven Wiederstandes? Dort ist man auf jeden Fall leise, und unentdeckt ist man wenn man zum Beispiel nicht zur Arbeit geht. ~Mäs GgG Ed M&S~ |
| Selian | Du sagtest eben [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Die einen kümmern sich eher um das Grobe und 'Globalgalaktische', entwickeln Ideen und versuchen sie unters Volk zu bringen, die anderen können (oder wollen) es so nicht, und kümmern sich lieber um die Umsetzung ihrer Ideen und Vorstellung -entsprechend ihrer Möglichkeiten- im Kleinen. [/B][/QUOTE] Jeder versucht irgendwo seine Ideen und Vorstellungen nach seinen Möglichkeiten zu verwirklichen. Ich würde das eher als egoistisch statt als politisch betrachten auch wenn ich es selber genauso handhabe. Allerdings behaupte ich ja auch nicht ich wäre politisch, höchstens politisch interessiert. [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Nicht alle. Ich habe mir sagen lassen, daß es Menschen gibt, die weder etwas tun, noch sich überhaupt Gedanken um das machen, was sie umgibt. [/b][/quote] Und diese Personen bewegen sich alle außerhalb der Gothicszene? Ich denke nicht das du mir jetzt sagen möchtest das sich Menschen die sich Gedanken machen nur in der Gothicszene bewegen. Dazu gibts Leute in der Gothicszene deren Gedanken kreisen darum, ob die lilanen Fingernägel zum dunkelblauen Lidstrich passen, ob sie sich den neuesten Mantel aus dem xtrax Katalog bestellen sollen und ob ihr Zimmer gruftig genug eingerichtet ist uswusw... Alles was du mir bisher genannt hast trifft auf manche Menschen in der Gothicszene zu und auf manche nicht, genauso wie es auf manche Menschen ausserhalb der Szene zutrifft und auf manche nicht. [quote][b]Sie will aber nicht bewußt und konkret eine bestimmte Gesinnung verbreiten und anderen aufdrücken , aber sie lebt (jetzt einmal idealistisch betrachtet) eine Alternative...Es ist somit der konkrete Versuch, für sich und andere eine andere, bessere Welt zu schaffen, aber ohne ein mehr oder weniger festgefahrenes (Partei-) Programm.[/b][/quote] Ein konkreter Versuch eine andere, bessere Welt zu schaffen, dadurch das man auf Deutsch gesagt sein Ding durchzieht? Im rote Knopf Thread waren nicht wenige, mutmaßliche Gothics, die würden am liebsten die Menschheit auslöschen. Irgendwie bekomm ich immer mehr den Eindruck das du mir hier eine Gothicszene verkaufen willst, die an der Realität vollkommen vorbeigeht. [quote][b] Das ist vielleicht das Geheimnis des 'Anders-Seins'. Zu spüren, daß man 'anders' ist, aber nicht exakt definieren zu können, warum das so ist. ;) [/B][/QUOTE] Das ist ein weiteres Problem. Wie könnte etwas politisch sein, was sich nichtmal selber definieren kann? Diese Szene ist viel zu sehr mit sich selber beschäftigt als das sie politisch sein könnte... Und ich muß jetzt unfreiwillig an die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa denken... :rolleyes: |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]Der Unterschied besteht auch darin, dass man keine politischen Forderungen stellt und trotzdem eine Politische Strömung vertritt.[/b][/quote] Das wird ja immer geheimnisvoller wie ihr mir eine politische Gothicszene zu beschreiben versucht... :rolleyes: [quote][b]In der Gothicszene ist diese Strömung keine einzele Strömung, sondern sie besteht aus vielen kleineren Strömungen. Nur dadurch das wir fast alle die selbe Farben tragen und wir uns alle als Underground verstehen gibt es einen Zusammenhalt der daraus ein einzigen Strömung werden lässt. Will man die unterschiedlichen Richtungen sehen, so muß man tiefer schürfen um es zu sehen. Dies ist nicht nur in der Gothicszene so. Schau einfach in die Partein selbst. Dort gibt eine linken Flügel und einen rechten Flügel und ein Mitte. [/b][/quote] Der rechte und linke Flügel einer Partei orientiert sich aber immer am Grundkonzept der Partei. Du wirst bei den Grünen keinen Rechtsextremisten finden. In der Gothicszene schon, genauso wie nen Linksextremisten. [quote][b]Ich würde sagen ja, die Schwierigkeit besteht dann aber darin welche Forderungen man stellen könnte die sich die Mehrheit der Gothic anschließt.[/b][/quote] Schließt du dann die anderen (die Minderheit) aus der Gothicszene aus? [quote][b]In einer der aktuellen politischen Orientierungen( Konservativismus Wirtschaftsneoliberalismus und Prowohlfahrt) rein zuspringen glaube ich ist nur Möglich in die Richtung von Konservativismus und Prowohlfahrt. Konservativismus, wegen dem schon angesprochenen Wertekonservativismus. Prowohlfahrt, weil die Bereiche angegriffen werden die meisten Gothics leben und handeln. (Bei mir wäre es das Beispiel der Universität) Kein Wirtschaftsneoliberalismus, weil zum einen nur wenige(oder gar vielleicht gar keine) Gothics in den Chefetagen sitzen und weil für uns nicht das Geld sondern unsere Szene an sich im Vordergrund steht.[/b][/quote] Na ich bin jedenfalls mal gespannt für was ihr euch entscheidet... [quote][b]"Leise und unentdeckt" heißt noch lange nicht Friedlichkeit, denn was ist mit der Form des passiven Wiederstandes? Dort ist man auf jeden Fall leise, und unentdeckt ist man wenn man zum Beispiel nicht zur Arbeit geht. [/b][/quote] Ist passiver Widerstand etwa nicht friedlich? |
| autumnnight | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Im Jahre 2006 wird die neue Bundesregierung gewählt. Zur Auswahl stehen folgende Parteien: SPD CDU/CSU Die GRÜNEN FDP Gothik Deutschland (GD) Die GD ist noch im Aufbau. Jedoch zeichnet sich ein wertekonservativer Humanismus als zentrale Aufgabe der GD ab. Interessenten bitte melden. [/QUOTE] 1. du hast ja mit deinem fanclub schon ein paar stimmen auf sicher montrose.. 2. und etwas ernster: die 'grufties gegen rechts'.. ist das eigentlich 'nur' eine gruppierung, die ihre zwecke verfolgt oder sind die auch unter politisch aktiv zu verbuchen?? |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von autumnnight [/i] [B]2. und etwas ernster: die 'grufties gegen rechts'.. ist das eigentlich 'nur' eine gruppierung, die ihre zwecke verfolgt oder sind die auch unter politisch aktiv zu verbuchen?? [/B][/QUOTE] Das ist eine klare politische Aussage, auti. Allerdings gilt die nur für die Leute in dieser Gruppierung und eben nicht für die ganze Gothicszene. Ich denke niemand wird bestreiten das es in der Gothicszene politisch interessierte und auch politisch aktive gibt. Im Moment ist die Frage aber ob die Szene an sich politisch ist und das wage ich zu bezweifeln und plausibel und konkret erklären konnte es bisher auch noch niemand... |
| autumnnight | dass das eine kalre politische aussage ist, ist mir klar.. ich meinte das irgendwie anders.. so richtig aktiv.. sind die das?? weil: von veranstaltungen oder ähnlichem habe ich eigentlich noch nie etwas gehört.. zumindest ist es nicht bis zu mir durchgedrungen.. was aber durchaus sein kann.. bin ja weder in der szene dabei noch aktiv.. ('szene' in dem fall 'schwarze szene'..) das wollte ich eigentlich fragen.. autumnnight /die manchmal probleme mit der richtigen fragestellung hat |
| Selian | @auti Achso, mach dir nix draus ich hab auch manchmal Probleme ne Frage richtig zu verstehen, du hast schon richtig gefragt, ich habs nur falsch interpretiert. ;) Sei's drum. Wie aktiv diese Gruppierung ist, kann ich dir auch nicht sagen. Haben die nicht vielleicht ne Web seite? |
| Mäs GgG Ed M&S | @Selian: [QUOTE]Schließt du dann die anderen (die Minderheit) aus der Gothicszene aus?[/QUOTE] Nein. Ich nehme darauf Bezug dass man es nie allen Recht machen kann. (Man sollte es aber versuchen)Ausschließen tue ich keinen. [QUOTE] Der rechte und linke Flügel einer Partei orientiert sich aber immer am Grundkonzept der Partei. Du wirst bei den Grünen keinen Rechtsextremisten finden. In der Gothicszene schon, genauso wie nen Linksextremisten.[/QUOTE] Das macht doch die Sache noch interessanter, weil man so behaupten kann, dass wir die Meinung aller vertreten, weil wir die Meinung aller sind und beherbergen. Der gemeinsame Konsenz aller solcher politischer Meinung müßte, rein idealistisch gesehen, die beste politische Meinung hervorbringen. [QUOTE]Ist passiver Widerstand etwa nicht friedlich?[/QUOTE] Er kann nicht friedlich sein, wenn dadurch zum Beispiel Menschenleben gefährdet werden, z.B.: wenn die Rettungskräfte komplett zu Hause blieben oder wenn die Leute aus der Wasserversorgung und Stromversorgung komplett/geschlossen passiven Widerstand leisten? @ autumnnight[QUOTE] die 'grufties gegen rechts'.. ist das eigentlich 'nur' eine gruppierung, die ihre zwecke verfolgt oder sind die auch unter politisch aktiv zu verbuchen??[/QUOTE] Natürlich steckt dahinter politischer Aktivismus, nur konzentrieren sie sich zumeist mit ihren Aktivitäten auf die Gothicszene und sie erheben keine poltischen Forderungen auf gesamtgesellschaftliche Ebene, sondern sie zeigen ihre Lebenseinstellung auf. So wie ich meine Lebenseinstellung als ein Gothic-gegen-Gewalt habe. |
| decay73 | (Ehrlich gesagt, ich verstehe deine Argumente tatsächlich immer weniger. Vielleicht läßt du es zunächst einfach mal sein, mir Aussagen zu unterstellen, die ich so gar nicht gemacht habe. :rolleyes:). [quote][i]Original geschrieben von Selian[/i] [b]Jeder versucht irgendwo seine Ideen und Vorstellungen nach seinen Möglichkeiten zu verwirklichen. Ich würde das eher als egoistisch statt als politisch betrachten auch wenn ich es selber genauso handhabe. Allerdings behaupte ich ja auch nicht ich wäre politisch, höchstens politisch interessiert.[/b][/quote] Klar. Nur ganz so streng würde ich es nicht unbedingt sehen. Die eigenen Ziele und Vorstellungen müssen ja nicht egoistisch sein...ist es dann insgesamnt immer noch egoistisch? [quote][b]Und diese Personen bewegen sich alle außerhalb der Gothicszene?[/b][/quote] Nein! Natürlich nicht. Wo habe ich das denn gesagt? Ich sage auch nicht, daß alle, die sich Gothic nennen, über einen Kamm zu scheren sind. Und ich würde nichtmal sagen, daß alle, die sich Gothic nennen, auch welche sind. Aber das ist ein ganz anderes, langes Thema ;) Ich würde nicht mal sagen wollen, daß alle, die auf dem „German- [b]Gothic[/b]- Board schreiben, auch Gothics sind. Auch dafür ist die ganze Frage nach „was ist Gothic“, „was ist die Szene“, etc. viel zu komplex. Wenn man z.B. mit einer gewissen Berechtigung der Szene eine friedliche Grundhaltung unterstellt, wirst du sicher genügend finden, die das nicht sind, sich aber trotzdem als „Gothic“ bezeichnen. Nein, darüber können wir noch ewig und drei Tage diskutieren, ohne zu einem konkreten Ergebnis zu kommen. Aber daß die Szene als Gesamtheit etwas anders ist, als andere Szenen/Gruppen willst du doch wohl nicht wirklich abstreiten, oder? [quote][b]Irgendwie bekomm ich immer mehr den Eindruck das du mir hier eine Gothicszene verkaufen willst, die an der Realität vollkommen vorbeigeht.[/b][/quote] Blödsinn! Ich will niemandem etwas verkaufen, und schon gar nicht etwas über die ‚Gothicszene‘. Vielleicht aber hänge ich auch noch zu sehr vergangenen Zeiten nach und das, was ich einst vorgefunden habe, gibt es gar nicht mehr und ist der Beliebigkeit anheim gefallen. Aber das glaube ich (noch) nicht. Das einzige, was man mir hier unterstellen könnte, ist eine gewisse idealistische Auffassung. Abgesehen davon habe ich anfangs gar nicht von Gothics gesprochen, weil der Begriff m.E. mittlerweile ‚alles und nichts‘ zu bescheiben scheint - aber das nur nebenbei. Eine Diskussion darüber ist hier an dieser Stelle nicht nur fehl am Platze, sondern auch absolut müßig. Eher habe ich aber das Gefühl, daß du nicht wirklich wahrhaben willst, daß es Unterschiede, ein (vielleicht zunächst nebulöses) ‚Anders-Sein‘ gibt. Darüber zu diskutieren könnte tatsächlich Bücher füllen. Vielleicht liegt der Schlüssel dazu ja auch nicht in einem zu starken Schwarz-Weiß-Denken, sondern irgendwo in den Nuancen dazwischen... ~decay~ |
| Montrose | @autumnnight. Ich hab nicht mal einen Ahnung, wieviel schon zu meinem Fan-Club gehören. Gibt's da außer Dir noch stille Teilhaber ;). @all. Politik bezieht sich auf sehr viele Themenfelder. Parteien greifen aber oft nur ein Hauptthema heraus, um sich zu profilieren. Bei den Grünen war dies der Umweltschutz. Äußerungen zu anderen Themen kamen dann später. Ich stelle mit Überraschung fest, daß die Goths hier in Tü sehr oft Studierende, ja sogar Doktoranden sind. Ich weiß nicht, ob das für die Szene typisch ist. Wenn ja, ergeben sich daraus folgende Konsequenzen: 1. Der Machtverzicht der Goths ist widersinnig, weil ja viele von ihnen durch Studium signalisieren, daß sie "Höheres" anstreben. Bereits aus soziologischen Gründen ist die Gothic-Bewegung für eine politische Führungsposition prädisponiert. 2. Wenn Goths aufgrund ihrer sozialen Stellung die Möglichkeiten haben, aktiv tätig zu werden, weshalb sollten sie diesen taktischen Vorteil aus der Hand geben und stattdessen in irgendeiner Schmollecke hocken. Das wäre ja so, wie wenn ein General der Gegenwart seine Soldaten mit Zahnstocher in den Kampf schicken würde. Warum sollte er so etwas albernes tun, wenn er bessere Mittel hat? Die Frage ist, was ist das Anliegen von Gothic. Da müßte man erst einmal ein DG-Kommitee bilden, um da einiges klar zu bekommen (unter anderem auch den Parteinamen. So ganz glücklich bin ich mit DG noch nicht). Mal ein paar Überlegungen: ------------------------------------------------- [SIZE=4] STRATEGIEPAPIER[/SIZE]------------------------------------------- a. Gothic beschäftigt sich mit philosophischen und religiösen Themen und findet sich gerne auf Friedhöfen wider, leugnet aber die Existenz Gotes. Das kapier ich nicht. Aber gut, nimmt man das mal ernst, dann haben wir einen ästhetischen Materialismus. Unsere Mädels laufen nicht nackt wie die Love-Parader in den Straßen rum, sondern haben hübsche Kleider an. Wir sollten uns demnach für die Interessen der [b]Mode-Industrie[/b] und des [b]Kunstgewerbes[/b] einsetzen. Gothic fördert [b]kulturelles Engagement[/b]. b. Gothic ist für die meisten ein Freizeitspaß mit Möglichkeit zum Kennenlernen, also ein Alternativprogramm zu Job etc., aber es soll dennoch politisch sein. Ich würde mal vorschlagen, da geht es intrinsisch-latent um die Aufzuchts-Prophylaxe. Der Rückzug ins Private mit dem Ziel zur Partnerbindung impliziert die Möglichkeit der Fortpflanzung. Der Instinkt des Kinderschutzes sucht sich ein Ventil in der symbolischen Bewaffnung der Goths durch Nietenarmbänder und grimmigem Blick. Dadurch, daß sich Goths durch Schminke älter machen, signalisieren sie die Bereitschaft, durch Früh-Berentung der jüngeren Generation Arbeitsplätze frei zu machen. ERGO: Gothic liebt [b]Frauen und ihre Fruchtbarkeit[/b] setzt sich für die [b]Interessen von Kindern[/b] ein und ist deshalb [b]familienfreundlich[/b]. Dies impliziert [b]keine Macht den Drogen, Kampf gegen Rauchen, gesunde Ernährung und ein solides Gesundheitssystem[/b]. c. Gothic ist eher friedfertig, tolerant eingestellt und will [b]Freiraum für individuelle Lebensstile[/b] schaffen. Das bedeutet eine [b]Abkehr von Verschärfungen in der Justiz[/b] und eine [b]Inpflichtnahme der Groß-Konzerne[/b]. Problematisch ist, wie wir Förderung des Individualismus wirtschaftspolitisch auf die Reihe bekommen. Das Dilemma besteht darin, daß durch Senkung der Steuern etc. die Freiheiten der Besitzenden ansteigt, gleichzeitig die Fördermöglichkeiten der Nichtbesitzenden senkt. Liberalismus oder Sozialismus? Diese Entscheidung odeer einen Mittelweg zu finden, das sind schon nicht mehr ganz so einfache Fragen. Auch stellt sich die Frage, was man Groß-Konzernen als Gegenleistung anbieten kann für die gestellten Forderungen (Abgaben, familienfreundlichere Arbeitspolitik etc). d. Außenpolitik scheint eher nicht so das Thema von Gothic zu sein. Goths wollen in der Mehrzahl nicht deutsch und nicht national sein, mit Ausländern können sie aber auch nichts anfangen. Sie besinnen sich auf alte germanische Sagen und sind deshalb vielleicht doch etwas national-romantisch angehaucht, ohne dafür aber einen Krieg anzetteln zu wollen. Daraus resultiert eine [b]Außenpolitik des So-tun-als-ob[/b]. Man wird sich in Konferenzen etc. ideologisch stärker auf die Staatssouveränität berufen, aber militärisch nicht aufrüsten und unter der Hand weiterhin zu allen Ländern die wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen. Ein raffinierter Schachzug, denn Stärke zu zeigen verbessert die deutsche Position in der EU, macht Deutschland für außereuropäische Länder interessanter und irritert die Amerikaner. Sehr gut. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]@Selian: Nein. Ich nehme darauf Bezug dass man es nie allen Recht machen kann. (Man sollte es aber versuchen)Ausschließen tue ich keinen. [/b][/quote] Nein, das sollte man nicht versuchen. Wie würdest du denn versuchen es den Rechtsextremisten recht(s) zu machen? [quote][b]Das macht doch die Sache noch interessanter, weil man so behaupten kann, dass wir die Meinung aller vertreten, weil wir die Meinung aller sind und beherbergen. Der gemeinsame Konsenz aller solcher politischer Meinung müßte, rein idealistisch gesehen, die beste politische Meinung hervorbringen.[/b][/quote] Nein, der gemeinsame Konsens aller politischen Meinungen ist Stillstand. [quote][b]Er kann nicht friedlich sein, wenn dadurch zum Beispiel Menschenleben gefährdet werden, z.B.: wenn die Rettungskräfte komplett zu Hause blieben oder wenn die Leute aus der Wasserversorgung und Stromversorgung komplett/geschlossen passiven Widerstand leisten?[/b][/quote] Ach so meintest du das. Würden die Rettungskräfte zuhause bleiben wäre das Arbeitsverweigerung und unterlassene Hilfeleistung... nein, das wäre wirklich nicht friedlich. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Vielleicht läßt du es zunächst einfach mal sein, mir Aussagen zu unterstellen, die ich so gar nicht gemacht habe.[/b][/quote] Eine Frage kann nie eine Unterstellung sein! Guck mal auf die Satzzeichen... [quote][b]Klar. Nur ganz so streng würde ich es nicht unbedingt sehen. Die eigenen Ziele und Vorstellungen müssen ja nicht egoistisch sein...ist es dann insgesamnt immer noch egoistisch?[/b][/quote] Käme dann wohl auf den Einzefall an, in den meisten Fällen aber schon. [quote][b]Nein! Natürlich nicht. Wo habe ich das denn gesagt?[/b][/quote] Das hast du gar nicht gesagt, das war (m)eine Frage! [quote][b]Ich würde nicht mal sagen wollen, daß alle, die auf dem „German- [b]Gothic[/b]- Board schreiben, auch Gothics sind. Auch dafür ist die ganze Frage nach „was ist Gothic“, „was ist die Szene“, etc. viel zu komplex.[/b][/quote] Das hier nicht alle Gothics sind, ist richtig. Das die Frage nach der Szene wie du sagst zu komplex ist zeigt nur noch deutlicher das es sich nicht um eine politische Szene handeln kann. Wie kann eine Szene politisch sein, wenn niemand diese Szene erklären kann? [quote][b]Wenn man z.B. mit einer gewissen Berechtigung der Szene eine friedliche Grundhaltung unterstellt, wirst du sicher genügend finden, die das nicht sind, sich aber trotzdem als „Gothic“ bezeichnen.[/b][/quote] Ja, wie ich schon zu TTP sagte, das Attribut friedlich paßt auf 90% aller deutschen, damit sind die auch alle politisch, denn darum gehts ja hier. [quote][b]Aber daß die Szene als Gesamtheit etwas anders ist, als andere Szenen/Gruppen willst du doch wohl nicht wirklich abstreiten, oder?[/b][/quote] Anders in Bezug auf ihre Dynamik oder anders in Bezug auf ihre Thematik? Das erstere würde ich schon abstreiten das zweitere natürlich nicht. Das beantwortet aber überhaupt nicht die Frage nach der politischen Bestrebung. [quote][b]Abgesehen davon habe ich anfangs gar nicht von Gothics gesprochen, weil der Begriff m.E. mittlerweile ‚alles und nichts‘ zu bescheiben scheint - aber das nur nebenbei. Eine Diskussion darüber ist hier an dieser Stelle nicht nur fehl am Platze, sondern auch absolut müßig.[/b][/quote] Es ging aber nunmal um die Frage ob die Gothic Szene politisch ist... [quote][b]Eher habe ich aber das Gefühl, daß du nicht wirklich wahrhaben willst, daß es Unterschiede, ein (vielleicht zunächst nebulöses) ‚Anders-Sein‘ gibt. Darüber zu diskutieren könnte tatsächlich Bücher füllen.[/b][/quote] Wieso sollte ich das nicht wahrhaben wollen? Das hab ich doch nirgendwo abgestritten? Ich sage nur das a) ein anders sein noch nicht sonderlich politisch ist, b) anders sein gut oder auch schlecht sein kann und c) anders sein (wie auch immer) kein Attribut ist, welches man nur der Szene zuschreiben darf. |
| Montrose | Sagt mal, anscheinend bin ich für Euch unsichtbar. Bin ich tot (wie in The Sixth Sense oder The others)? Bin ich nicht. Der Punkt ist doch folgender: 99,9% sind Mitläufer und ein paar wenige versuchen diese Mitläufer zu mobilisieren, so wie Selian. Das ist in allen Gremien und in allen Parteien so. Fast alle Menschen sind unpolitisch. Und diese Behauptung von wegen Goths seien mit ihren Klamotten pipapo bereits politisch, ist unzutreffend. Wir müssen solche nocjh Unentschlossene wie decay73 motivieren. Es ist Aufgabe des GD-Kommitees, die Goths zu ihren eigentlichen Wurzeln zu führen und ihre Interessen zu vertreten. Als Gegenleistung erwartet das DG-Kommitee den entsprechenden Respekt. @Selian. Man müßte mal eine Liste erstellen, welche Posten und Funktionen so eine Partei braucht. Und dann teilen wir das untereinander auf respektive finden sonst noch ein paar, die mitmachen.´ edit: in Anbetracht der kritischen Situation habe ich mich in Diplomatie geübt. |
| Selian | @Monti Ist dein Text ernst gemeint? |
| Montrose | Sicher. Besonders ernst ist der Teil gemeint, in dem ich Goths als eine noch zu schulende Menschengruppe verstehe. Wie schon gesagt, mir scheint ein bißchen, diese Leute verstehen sich selbst nicht. Und deshalb muß man sie an sich und ihre Aufgaben heranführen. |
| Selian | Nun denn. Ich hab ganz sicher nicht vor jemanden zu mobilisieren. Und ich wüßte auch nicht für was. Meine Meinung zu ner Gothicpartei dürfte ja mittlerweile bekannt sein. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Wenn die Leute das Nützliche nicht mehr tun, wenn die Bauern die Felder nicht mehr bestellen, wenn die Bäcker kein Brot mehr backen, dann verhungern die Leute, egal welche Clowns gerade die öffentliche Politik repräsentieren. -------------------------------------------------------------------------------- Hört sich nach SED-Propaganda an (TheTurningPoint kommt aus Thüringen). Die historische Realität beweist das Gegenteil. In der alten DDR konnten die Bäcker backen so viel sie wollten... der Kaffee blieb trotzdem knapp. [/B][/QUOTE]Moment mal. Ich habe mit keinem Wort behauptet, daß [b]die Umkehrung meiner Aussage[/b] zutrifft, also bitte nicht die Aussage verdrehen! In der heutigen Gesellschaft gibt es Bauern, Bäcker und Kafferöstereien zur Genüge, und trotzdem haben die Obdachlosen, die mir täglich auf dem Weg zur Arbeit begegnen, nicht nur keinen Kaffee, sondern auch keine Wohnung und nichts Vernünftiges zu essen. [QUOTE][B]Die "Clowns" haben immer schon bestimmt, wo's langgeht, weil die "Clowns" 'ne Kalaschnikow haben und die kleinen Arbeiter nur ihre Hände. [/B][/QUOTE]Nicht die Clowns haben die Kalaschnikows, sondern die Leute, die glauben, die Clowns würden bestimmen wo's langgeht, und ihnen blind folgen (und dann hinterher sagen "ich habe keine Schuld, ich habe doch nur Befehle ausgeführt"). Gerade die Leute in der DDR haben gezeigt, daß eine friedliche Revolution möglich ist. Dummerweise sind sie nach ihrem Sieg wieder anderen Clowns hinterhergerannt ... Vielleicht schaffen es ja die "Schwarzen", dem Herdentrieb zu widerstehen und nicht irgendwelchen Clowns hinterherzurennen. Dann könnten sie wirklich eine starke politische Kraft werden. |
| Mäs GgG Ed M&S | Das Strategiepapier von Montrose ist genial. Das Strategiepapier von Montrose ist genial. nächster Punkt: Wie mache ich es Rechtsextremen recht? Ich frage sie einfach womit sie ihr Geld verdiene und baue darauf eine Prowohlfahrtsargumentation auf. D.h. ich mache es diesen dahin gehend recht, dass ich mich darauf konzentriere ihnen ein finanziellen Absicherung zugeben. Also finanziell mache ich es ihnen recht. Welche Posten und Funktionen brauch eine Partei? Zum einen Posten die sich auf die 6 Säulen der Demokratie beziehen, d.h. Beauftragte für Frieden(bei Politikern heißt es gerne Verteidigung), Menschenrechte, Bildungswesen, Sozialwesen, Gesundheitswesen und Altersversorgung. Dann sind bestimmte Chefs und Finanzbeauftragte nötig. Und danoch Leute die sich mit Dingen auskennen, wofür es eigentlich Ministerien gibt: Also Justiz, Umwelt, Wirtschaft, Landwirtschaft etc. Goth als noch zu schulende Menschengruppe: Dort trifft TheTurningPoint den Kopf auf den Nagel. Die Leute sollen sich, friedlich und gewaltlos ihrer Macht bewußt werden. Denn solange es noch demokratische Prinzipien gibt, solange kann man sie auch effektiv und ohne Gewalt nutzen. Leute mobilisieren? Ich könnte Tipps geben aus meiner Erfahrung aus der Organisation von Studentenstreiks. ~Mäs GgG Ed M&S~ |
| Montrose | @Odessa. Mit dem kopieren hab ich nur dann kein Problem, wenn Du den Text ernstnimmst. Er war absolut nicht als Satire gedacht. Natürliche habe ich manchmal eine provokativ-spaßige Art, die in dem Text (Förderung der Mode-Industrie) anklingt. Insgesamt betrachtet erachte ich das Strategiepapier als echte Diskussionsgrundlage. Anstatt Dir einen abzukichern, wäre es mir lieber, Du würdest Dich mal dazu äußern, wie Du Dir Goth-typische Politik vorstellst? Das ist produktiver als meinen Text zu kopieren. @Mäs GgG Ed M&S. Wenn man jetzt was mobilisieren wollte, würde man sich für nichts zu Tode abrackern. Wir finden unter den 12.000 hier am Board derzeit nicht mal fünf, die sich politisch betätigen würden. Es geht deshalb im Moment zunächst mal darum, ein paar Leuten einfach mal überhaupt die Idee zu vermitteln, daß so etwas möglich wäre. Dieses Bewußtsein schaffen, daß Bundesrepublik Deutschland kein computersimuliertes Videogame ist, sondern das es sich dabei um echte Erde und echte 80 Millionen Menschen aus echtem Fleisch und Blut handelt. Wir müssen Goths wieder in die Realität zurückführen, hinaus aus ihren Hirn-Kerkern ins freie Licht. Goths müssen anfangen, über ihren schwarzen Tellerrand hinaus in größeren Zusammenhängen zu denken und zu planen. Nachtrag: die Rechtsextremen instrumentalisiere ich. Aus denen würde ich mir als Kanzler die unteren Kader ener Berufsarmee rekrutieren. Wenn die Jungs Geländespiele haben wollen, sollen sie sie haben. Und ab und zu bekommen sie dafür einen Orden. Werden sie innenpolitisch zu gefährlich, mach ich mit den Amis einen Deal und schick sie in den Irak. Null Problemo. Eine Demokratie braucht auch ein paar schlagkräftige Jungs, damit der normale Bürger sich nicht selbst das weiße Hemdchen schmutzig machen muß. @The TurningPoint. Der Mauerfall war eine respektable Leistung, erzwungen durch die Ostdeutschen. Ansonsten gilt: wer nicht hinterrennen will, muß führen. @Selian. Sorry, daß ich Dich unterbrochen habe. Spiel weiter mit decay73 "ich hab zwar keine Meinung, aber sag trotzdem mal was dazu." Immerhin haben decay73 und Du dadurch die Gelegenheit, sich in Rechtschreibung, Satzzeichen, Grammatik und Schreibstil zu üben. Eure Deutschlehrinnen wären stolz auf euch, ihr kleinen, braven Bubis. *jedem von euch beiden über's Haar streichel und ein Bonbon geb* |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]@Selian. Sorry, daß ich Dich unterbrochen habe. Spiel weiter mit decay73 "ich hab zwar keine Meinung, aber sag trotzdem mal was dazu." Immerhin haben decay73 und Du dadurch die Gelegenheit, sich in Rechtschreibung, Satzzeichen, Grammatik und Schreibstil zu üben. Eure Deutschlehrinnen wären stolz auf euch, ihr kleinen, braven Bubis. *jedem von euch beiden über's Haar streichel und ein Bonbon geb* [/B][/QUOTE] Monti, das heißt Deutschlehrerinnen... Ich versteh zwar gerade nicht was du mit deiner albernen Aufführung bezwecken willst aber das brauch ich ja auch nicht... |
| Montrose | @Selian. [QUOTE]Ich hab ganz sicher nicht vor jemanden zu mobilisieren. Und ich wüßte auch nicht für was. [/QUOTE] Dir fehlt nicht nur die Motivation an politischer Betätigung, sondern Du hast nicht mal irgendwelche Ziele. Was hast Du eigentlich in diesem thread hier verloren? Im übrigen finde ich die Diskussion zwischen Dir und decay73 als Rumgeschwalle. Nichts konkretes, nur ein Rumgeplänkel mit pesudointellektuellen Begriffen. Ich bin von Dir deshalb enttäuscht, weil ich für einige Zeit was anderes vermutet hatte. Nun, jetzt seh ich das klarer... noch einer, der glaubt, wenn er sich die Lippen schwarz schminkt, hätte er damit etwas vernünftiges geleistet. Träum weiter. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]@Selian. Dir fehlt nicht nur die Motivation an politischer Betätigung, sondern Du hast nicht mal irgendwelche Ziele.[/b][/quote] Wenn du politische Ziele meinst, richtig. Wenn du darüberhinaus irgendwelche Ziele meinst, bist du kaum in der Lage darüber zu urteilen. [quote][b]Was hast Du eigentlich in diesem thread hier verloren?[/b][/quote] Ich vertrete in diesem Thread meine Meinung. [quote][b]Im übrigen finde ich die Diskussion zwischen Dir und decay73 als Rumgeschwalle. Nichts konkretes, nur ein Rumgeplänkel mit pesudointellektuellen Begriffen. [/b][/quote] Das sei dir unbenommen, ist aber kein Grund den Holzhammer rauszuholen, was der letzte Beitrag sollte versteh ich einfach nicht. Immerhin schaffen decay und ich es, trotz unterschiedlicher Meinungen ohne Beleidigungen auszukommen. [quote][b]Ich bin von Dir deshalb enttäuscht, weil ich für einige Zeit was anderes vermutet hatte. Nun, jetzt seh ich das klarer... noch einer, der glaubt, wenn er sich die Lippen schwarz schminkt, hätte er damit etwas vernünftiges geleistet. Träum weiter. [/B][/QUOTE] Für enttäuschte Leser meiner Beiträge übernehme ich keine Haftung, ich hab hier keine Versprechen abgegeben. Mit den Lippen das ist...Schwachsinn...sorry ist so. Sowas hab ich bisher nicht gemacht und ich werd wohl auch nicht mehr damit anfangen... |
| Montrose | [QUOTE]Immerhin schaffen decay und ich es, trotz unterschiedlicher Meinungen ohne Beleidigungen auszukommen.[/QUOTE] Und was ist damit gewonnen? Es bleibt trotzdem imho Rumgeschwalle. Was nützt die schönste Höflichkeit, wenn kein Inhalt dahintersteckt? edit: Jetzt machen wir doch einfach mal ernst, Selian. Der thread lautet "Gothic & Politik". Unter Politik ist das Wohl der Allgemeinheit zu verstehen. Je nachdem, was es zu regeln gibt, unterscheidet man Innenpolitik, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik etc. Entweder Du nennst uns jetzt hier Deinen politischen Standpunkt .... oder Du machst die Fliege, weil Du nämlich dann hier falsch bist. Okay? |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Und was ist damit gewonnen? Es bleibt trotzdem imho Rumgeschwalle. Was nützt die schönste Höflichkeit, wenn kein Inhalt dahintersteckt?[/b][/quote] Tja, was soll man da machen, manche empfinden meine Beiträge als Rumgeschwalle und andere wiederum betrachten deine Beiträge als Rumgeschwalle. Damit kann ich leben... Mir ist Höflichkeit ohne Inhalt immerhin noch lieber als Gepluster ohne Inhalt. [quote][b]Jetzt machen wir doch einfach mal ernst, Selian. Der thread lautet "Gothic & Politik". Unter Politik ist das Wohl der Allgemeinheit zu verstehen. Je nachdem, was es zu regeln gibt, unterscheidet man Innenpolitik, Außenpolitik, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik etc.[/b][/quote] Wenn ich dich kurz korrigieren darf... Dieser Thread entstand im Kaiser und trug einen anderen Titel. Er wurde, während ich mich schon in der Diskussion befand hierher verschoben...Die Fragestellung war: [QUOTE][i]Original geschrieben von Mäs GgG Ed M&S [/i] [B]Gleich vorweg: Dies ist kein Thread wo es mir um einen möglichen Wandel der Gothics geht. [color=darkred]Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein? Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen?[/color] [/B][/QUOTE] Und genau darauf habe ich geantwortet. Wenn du nun der Meinung bist, der eine Thread passe nicht zum anderen, dann mach das mit der Moderation aus... [quote][b]Entweder Du nennst uns jetzt hier Deinen politischen Standpunkt ... oder Du machst die Fliege, weil Du nämlich dann hier falsch bist. Okay? [/B][/QUOTE] Wenn du meinen politischen Standpunkt immernoch nicht verstanden hast, dann lies einfach nochmal nach. Und ich denke nicht das du dazu befugt bist, mich aus einem Thread zu werfen. Nachtrag: Übrigens deine Vorwürfe sind umso absurder, da decay und ich zu der Sache beide nichts mehr geschrieben haben... Was wolltest du nun bezwecken? Und was hast du erreicht? |
| Montrose | @Selian [u]Was ich bezwecken möchte?[/u] Anscheinend sind Goths nicht politisch. Ich möchte aber, daß sie politisch sind. [u]Wie möchte ich das bezwecken?[/u] Durch Provokation. Ich will mal sehen, ob bei Goths wirklich nichts anderes als diese Bubenspäße wie zum Beispiel Omis zu erschrecken zu holen ist. Bislang konntet Ihr mich nur davon überzeugen, daß ihr höflich seid. Aber daß ihr politisch seid... gähn... sorry, ich seh da immer noch nichts. [u]Was habe ich erreicht?[/u] Was ich heute nicht erreiche, erreiche ich halt morgen. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Bislang habe ich hier ja auch nur mit Unter-Goths dritter Klasse diskutiert. Kann ja sein, daß es in der Szene noch ein paar Fürsten und Kardinäle gibt, die ambitionierter sind. @Odessa. Das interessiert mich. Was ist der politische Standpunkt Deines Artikels? @Mäs GgG Ed M&S [QUOTE]Meine Fragen: Kann eine Undergroundszene politisch aktiv sein?[/QUOTE] Antwort: Offensichtlich kann sie es nicht, weil sie sich nur mit sich selbst beschäftigt und nicht über den eigenen Tellerrand schaut. [QUOTE]Darf eine Undergroundszene politische Forderungen stellen?[/QUOTE] Zumindest bei den Goths ist das strengstens verboten. Wenn da einer sagt "so oder so könnte man die Gesellschaft besser gestalten" bestünde ja die Gefahr, daß jemand den Rat befolgt und die Gesellschaft tatsächlich besser würde. Nicht auszudenken :eek:. |
| Selian | Ich habs zwar vorher schonmal gemacht aber ich weise nochmal darauf hin, das man Unterscheiden muß ob man über die Szene spricht oder nen Gothic als einzelnen. Die Szene halte ich wie schon öfter erwähnt für unpolitisch. Das sagt aber nichts darüber aus ob ein einzelner politisch ist oder nicht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Anscheinend sind Goths nicht politisch. Ich möchte aber, daß sie politisch sind.[/b][/quote] Warum möchtest du, das jemand der unpolitisch ist, plötzlich politisch ist? Muß man nicht davon ausgehen das derjenige kein Interesse daran hat? [quote][b]Was ich heute nicht erreiche, erreiche ich halt morgen. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Bislang habe ich hier ja auch nur mit Unter-Goths dritter Klasse diskutiert. Kann ja sein, daß es in der Szene noch ein paar Fürsten und Kardinäle gibt, die ambitionierter sind.[/b][/quote] Du meinst so wie dich... Fürst Montrose? :rolleyes: Wieso machst du andere immer so runter? Okay, dann beantworte mir mal eine Frage... Gehen wir mal davon aus, irgendwer gründet eine Gothbewegung, -Partei, -Initiative was immer du willst. Dann wird diese Bewegung ja irgendwelche Ziele haben. Welchen logischen Grund gibt es, die Mitglieder dieser Bewegung auf die Gothicszene zu beschränken obwohl Leute ausserhalb der Szene sich rein inhaltlich auch mit der Bewegung identifizieren könnten? Wieso gründest du nicht eine Bewegung die ihre Inhalte formuliert und dann für alle Menschen offen ist? |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Sagt mal, anscheinend bin ich für Euch unsichtbar. Bin ich tot (wie in The Sixth Sense oder The others)? Bin ich nicht. [/B][/QUOTE]Wie ich schon geschrieben habe, habe ich großes Vertrauen in die Gothics, daß sie nicht jedem ... hinterherlaufen. :D [QUOTE][B]Der Punkt ist doch folgender: 99,9% sind Mitläufer und ein paar wenige versuchen diese Mitläufer zu mobilisieren ... Das ist in allen Gremien und in allen Parteien so. Fast alle Menschen sind unpolitisch. Und diese Behauptung von wegen ... seien mit ihren Klamotten pipapo bereits politisch, ist unzutreffend. Wir müssen solche nocjh Unentschlossene ... motivieren. [/B][/QUOTE]Ist das jetzt bei Lenin oder bei Adolf abgeschrieben? [QUOTE][B]Es ist Aufgabe des ...-Kommitees, die ... zu ihren eigentlichen Wurzeln zu führen und ihre Interessen zu vertreten. Als Gegenleistung erwartet das ...-Kommitee den entsprechenden Respekt. [/B][/QUOTE]Meinst du mit GD- bzw. DG- Kommitee vielleicht das [b]Zentral-Kommitee?[/b] :rolleyes: Da würde mir ein passender Parteiname einfallen: [b]GED - Gothische Einheitspartei Deutschlands. [/b] :D [QUOTE][B]Man müßte mal eine Liste erstellen, welche Posten und Funktionen so eine Partei braucht. Und dann teilen wir das untereinander auf respektive finden sonst noch ein paar, die mitmachen.[/B][/QUOTE]... und ein paar Sponsoren brauchte man auch noch ... am besten die Rüstungsindustrie, da sitzt die meiste Kohle ... Sorry, Montrose, wenn du das ernst meinst, was du da geschrieben hast, dann kann ich dich nicht mehr ganz ernstnehmen. |
| Montrose | @TheTurningPoint. [QUOTE]Sorry, Montrose, wenn du das ernst meinst, was du da geschrieben hast, dann kann ich dich nicht mehr ganz ernstnehmen.[/QUOTE] Warum nicht? [QUOTE]Wie ich schon geschrieben habe, habe ich großes Vertrauen in die Gothics, daß sie nicht jedem ... hinterherlaufen.[/QUOTE] Was machen Gothics stattdessen ? Musik hören und das Maul halten wie damals in der DDR? In der DDR war dieses Verhalten berechtigt, denn dort herrschte ein gewalttätiges Regime. In der Bundesrepublik Deutschland herrscht Freiheit. Warum wird sie nicht genutzt? Es ist okay, wenn Du mich nicht ernst nimmst. Aber ich nehme Dich ernst. Wie findest Du den Satz: Wer nicht hinterrennen will, muß führen. @Selian. [QUOTE]Gehen wir mal davon aus, irgendwer gründet eine Gothbewegung, -Partei, -Initiative was immer du willst. Dann wird diese Bewegung ja irgendwelche Ziele haben.[/QUOTE] Genau das würde ich halt gerne erfahren von Goths: welche Ziele sind das? [QUOTE]Welchen logischen Grund gibt es, die Mitglieder dieser Bewegung auf die Gothicszene zu beschränken obwohl Leute ausserhalb der Szene sich rein inhaltlich auch mit der Bewegung identifizieren könnten?[/QUOTE] Das muß ich logisch gar nicht begründen. Die geschichtliche Entwicklung zeigt, daß politische Bewegungen aus dem Eigennutz einer bestimmten Gruppierung heraus entstanden. Die CDU aus dem katholischen Bürgertum, die SPD aus der Arbeiterbewegung usw. Das schloß und schließt nicht aus, daß in die CDU auch Evangelische und in die SPD auch Großunternehmer eintreten können. Die Frage stellt sich, ob heute auch noch Interessengruppen bestehen, aus denen eine gemeinsame Bewegung entstehen könnte. Das Problem ist heutzutage meines Erachtens nicht, daß die Leute in der falschen Partei wären. Sondern sie sind gänzlich entpolitisiert. Und das halte ich langfristig für gefährlich. Wenn die Menschen ihre Freiheiten nur noch in Form von Opposition/Außenseitertum, magischen Ritualen, Esoterik, Klamotten und Musik formulieren, wer vertritt dann eigentlich noch die Interessen dieser Menschen? Sie selbst tun es ja offensichtlich nicht mehr. |
| TheTurningPoint | [b]Hinweis:[/b] Die folgenden Ausführungen sind meine persönliche Ansicht der Dinge und erheben keinen Anspruch, für irgendjemand anderen sprechen zu wollen! [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Politik bezieht sich auf sehr viele Themenfelder. Parteien greifen aber oft nur ein Hauptthema heraus, um sich zu profilieren. [/B][/QUOTE]Warum dann eine Partei gründen? Wer selbst eine starke Persönlichkeit ist, muß sich nicht durch politische Machtspielchen profilieren. [QUOTE][B]Ich stelle mit Überraschung fest, daß die Goths hier in Tü sehr oft Studierende, ja sogar Doktoranden sind. Ich weiß nicht, ob das für die Szene typisch ist. [/B][/QUOTE]Das wurde schon vielfach festgestellt. Es scheint also etwas dran zu sein. [QUOTE][B]Wenn ja, ergeben sich daraus folgende Konsequenzen: 1. Der Machtverzicht der Goths ist widersinnig, weil ja viele von ihnen durch Studium signalisieren, daß sie "Höheres" anstreben. Bereits aus soziologischen Gründen ist die Gothic-Bewegung für eine politische Führungsposition prädisponiert. [/B][/QUOTE]Ja, sie streben Höheres an, Höheres als Macht - Leben! "Wieviel Kälte muß Euer Herz nur durchdringen, und welch dunkles Geheimnis muß tief in Euch klingen, daß Ihr weniger fühlt, als selbst totes Gestein, denn kein Traum scheint mehr Hoffnung für Euch zu sein?" doch sein Blick wurde Eis und sein Wort Dunkelheit: "Längst hab' ich mich von allen Gefühlen befreit, denn wirkliche Macht kann nur jenem gehör'n, den nicht Liebe noch Angst oder Schmerzen berühr'n!" [URL=http://home.tiscalinet.de/daffodils/Neu/nenia.htm](Nenia C'alladhan)[/URL] [QUOTE][B]2. Wenn Goths aufgrund ihrer sozialen Stellung die Möglichkeiten haben, aktiv tätig zu werden, weshalb sollten sie diesen taktischen Vorteil aus der Hand geben und stattdessen in irgendeiner Schmollecke hocken. [/B][/QUOTE]Von "Schmollecke" kann keine Rede sein. Oft geht es ausgesprochen fröhlich und lustig zu - nur in der Regel nicht auf Kosten Anderer. Im übrigen hat decay73 dazu schon geschrieben: "Sie will aber nicht bewußt und konkret eine bestimmte Gesinnung verbreiten und anderen aufdrücken , aber sie lebt (jetzt einmal idealistisch betrachtet) eine Alternative...Es ist somit der konkrete Versuch, für sich und andere eine andere, bessere Welt zu schaffen, aber ohne ein mehr oder weniger festgefahrenes (Partei-) Programm." [QUOTE][B]Das wäre ja so, wie wenn ein General der Gegenwart seine Soldaten mit Zahnstocher in den Kampf schicken würde. Warum sollte er so etwas albernes tun, wenn er bessere Mittel hat? [/B][/QUOTE]Warum nicht Zahnstocher? Teppichmesser aus Plastik hatten der Erzählung nach auch schon eine ziemlich abschreckende Wirkung. :rolleyes: [QUOTE][B]Die Frage ist, was ist das Anliegen von Gothic. [/B][/QUOTE]Ich hatte es schon mal geschrieben: "Friedlichkeit und Toleranz. Ansonsten kann jeder tun und lassen was er will." [QUOTE][B]----------- [SIZE=4] STRATEGIEPAPIER[/SIZE] --------- a. Gothic beschäftigt sich mit philosophischen und religiösen Themen und findet sich gerne auf Friedhöfen wider, leugnet aber die Existenz Gotes. Das kapier ich nicht. [/B][/QUOTE]Es ist das Überwinden der eigenen Lebenszeit durch Einssein mit Vergangenheit und Zukunft. Das Übernehmen von Wissen aus der Vergangenheit und das Weitergeben von Wissen in die Zukunft ist doch letztendlich das, was uns Menschen von den anderen Tieren unterscheidet, die in ihrer Lebenszeit gefangen sind. Die Existenz eines Gottes (oder mehrerer Götter) wird nicht geleugnet, sondern spielt dabei einfach keine Rolle. [QUOTE][B]Unsere Mädels laufen nicht nackt wie die Love-Parader in den Straßen rum, sondern haben hübsche Kleider an. [/B][/QUOTE]Dann warst du wohl noch nie zu einer erotisch knisternden Gothic-Party? Aber mit den hübsche Kleidern gebe ich dir Recht, das hat Stil. :cool: [QUOTE][B]Wir sollten uns demnach für die Interessen der Mode-Industrie und des Kunstgewerbes einsetzen. [/B][/QUOTE]Im Gegenteil. Die werden überflüssig. Selbermachen ist angesagt. Allenfalls werden Grundmaterialien wie Stoffe usw. gebraucht. [QUOTE][B]Gothic fördert kulturelles Engagement. [/B][/QUOTE]... und vor allem kulturelle SELBST-Betätigung und kulturellen Genuß. [QUOTE][B]b. Gothic ist für die meisten ein Freizeitspaß mit Möglichkeit zum Kennenlernen, also ein Alternativprogramm zu Job etc., aber es soll dennoch politisch sein. [/B][/QUOTE]Es wirkt schon auch auf den Job zurück, stärkt Kreativität, Ausdauer, Flexibilität, ... gibt Kraft für den stressigen Alltag. [QUOTE][B]Der Instinkt des Kinderschutzes sucht sich ein Ventil in der symbolischen Bewaffnung der Goths durch Nietenarmbänder und grimmigem Blick. [/B][/QUOTE]Das ist vielleicht auch zum eigenen Schutz. Preisfrage: Warum hat der Igel Stacheln? [QUOTE][B]Dadurch, daß sich Goths durch Schminke älter machen, signalisieren sie die Bereitschaft, durch Früh-Berentung der jüngeren Generation Arbeitsplätze frei zu machen. [/B][/QUOTE]Ich würde nicht sagen, daß die Schminke generell älter macht. Der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit entspricht halt nicht immer (oder meistens nicht) den Schönheits-Vorgaben und dem Jugend-Wahn der Mode-, Kosmetik-, Pharma-, Farben- und anderen Industrien. [QUOTE][B]Gothic liebt Frauen und ihre Fruchtbarkeit setzt sich für die Interessen von Kindern ein und ist deshalb familienfreundlich. Dies impliziert keine Macht den Drogen, Kampf gegen Rauchen, gesunde Ernährung und ein solides Gesundheitssystem. [/B][/QUOTE]Zustimmung. Vor allem werden auch andere Vorbeuge- und Heilmethoden auf ihre Nützlichkeit geprüft, als die der Pharmaindustrie geldbringenden. [QUOTE][B]c. Gothic ist eher friedfertig, tolerant eingestellt und will Freiraum für individuelle Lebensstile schaffen. [/B][/QUOTE]Nochmal Zustimmung. [QUOTE][B]Das bedeutet eine Abkehr von Verschärfungen in der Justiz und eine Inpflichtnahme der Groß-Konzerne. [/B][/QUOTE]... oder Abschaffung der Großkonzerne, falls sie unnütz sind (wie z.B. die Rüstungsindustrie). [QUOTE][B]Problematisch ist, wie wir Förderung des Individualismus wirtschaftspolitisch auf die Reihe bekommen. [/B][/QUOTE]Indem sich die Wirtschaft anpaßt. Was nicht gebraucht wird, ist überflüssig. Das ist [b]Marktwirtschaft[/b], die ihren Namen verdient. [QUOTE][B]Das Dilemma besteht darin, daß durch Senkung der Steuern etc. die Freiheiten der Besitzenden ansteigt, gleichzeitig die Fördermöglichkeiten der Nichtbesitzenden senkt. [/B][/QUOTE]Das Dilemma läßt sich durch die Abschaffung von Geld und Besitz ganz schnell lösen. :D [QUOTE][B]Liberalismus oder Sozialismus? Diese Entscheidung oder einen Mittelweg zu finden, das sind schon nicht mehr ganz so einfache Fragen. [/B][/QUOTE]Gerade da wird es interessant. Die Gothic-Welt bietet schon jetzt eine unheimliche Fülle an Ideen, Lösungsvorschlägen, Lebensweisen, Kunstwerken, auserlesenen Speisen und Getränken, Wissens- und Erfahrungsquellen und vielem mehr, aus denen sich jeder bedienen kann, so viel er nur will - so daß man mit Fug und Recht behaupten kann. "Jedem nach seinen Bedürfnissen". Ich will die Vokabel jetzt nicht in den Mund nehmen (bzw. hier tippen), mit der das Ganze landläufig diffamiert wird. :D [QUOTE][B]Auch stellt sich die Frage, was man Groß-Konzernen als Gegenleistung anbieten kann für die gestellten Forderungen (Abgaben, familienfreundlichere Arbeitspolitik etc). [/B][/QUOTE]Unkomplizierte Sterbehilfe, falls sie das Leben satt haben. :p Mehr Freizeit = Mehr Gothic ... [QUOTE][B]d. Außenpolitik scheint eher nicht so das Thema von Gothic zu sein. Goths wollen in der Mehrzahl nicht deutsch und nicht national sein, mit Ausländern können sie aber auch nichts anfangen. [/B][/QUOTE]Es gibt schon Verbündete in allen unseren Nachbarländern, in England, den USA, sogar im fernen Osten. Und wenn man sich so einige Stücke von Dead Can Dance und einigen anderen Bands anhört, dann scheint auch die Assimilation anderer Kulturkreise voranzuschreiten ... ( :cool: Wir sind die BORG ... :cool: ) [QUOTE][B]Sie besinnen sich auf alte germanische Sagen und sind deshalb vielleicht doch etwas national-romantisch angehaucht, ohne dafür aber einen Krieg anzetteln zu wollen. Daraus resultiert eine Außenpolitik des So-tun-als-ob. [/B][/QUOTE]Wieso "So-tun-als-ob"? Wir haben doch nichts zu verbergen. Wer sich informieren will, darf gern seine Vorurteile überwinden. :) [QUOTE][B]Man wird sich in Konferenzen etc. ideologisch stärker auf die Staatssouveränität berufen, aber militärisch nicht aufrüsten und unter der Hand weiterhin zu allen Ländern die wirtschaftlichen Beziehungen ausbauen. [/B][/QUOTE]"Staatssouveränität"? Wozu das denn? Jeder kann tun und lassen, was er will, so lange er keine Gewalt gegen Andere ausübt. Wem das nicht genug ist, der muß nicht bleiben, wir sperren niemanden mit einer Mauer ein. [QUOTE][B]Ein raffinierter Schachzug, denn Stärke zu zeigen verbessert die deutsche Position in der EU, macht Deutschland für außereuropäische Länder interessanter und irritert die Amerikaner. Sehr gut. [/B][/QUOTE]Wen interessiert dieses ganze Gezänk? Leipzig als Hauptstadt ist doch unbestritten - und Oslo als Jahreswend-Kultstätte. :) |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Was machen Gothics stattdessen ? Musik hören und das Maul halten wie damals in der DDR? In der DDR war dieses Verhalten berechtigt, denn dort herrschte ein gewalttätiges Regime. [/B][/QUOTE]Bin ich jetzt ein Held, weil ich 30 Jahre lang unter einem gewalttätigen Regime gelebt habe? :D Wenn mich eins an der DDR genervt hat, dann war es die Tatsache, daß ich nicht immer die Musik hören konnte, die ich hören wollte, nicht immer die Bücher lesen konnte, die ich lesen wollte und nicht die Klamotten und Accessoirs anziehen konnte, die ich anziehen wollte. Warum soll ich also die Freuden für alle Sinne heute nicht ausleben, wo ich das kann? Das Regime in der DDR hatte nur deshalb solche Macht, weil die Leute nicht genug Selbstvertrauen hatten, die "Führung" als das zu sehen, was sie waren - Clowns. [QUOTE][B]In der Bundesrepublik Deutschland herrscht Freiheit. Warum wird sie nicht genutzt? [/B][/QUOTE]Das fragst du die Falschen. Das fragst du ausgerechnet die, die sich von niemandem vorschreiben lassen, was sie zu denken und zu fühlen haben, wie sie sich zu frisieren und anzuziehen haben, wo und wie sie ihre Informationen und Erfahrungen sammeln und wie sie damit umgehen. Stell die Frage denen, die tagtäglich nur noch das verkonsumieren, was ihnen vorgesetzt wird (inklusive der täglichen Dosis Hass und Zwietracht, die sich "Politik" nennt). [QUOTE][B]Es ist okay, wenn Du mich nicht ernst nimmst. Aber ich nehme Dich ernst. Wie findest Du den Satz: Wer nicht hinterrennen will, muß führen. [/B][/QUOTE]Ja, ich erinnere mich, da gab es mal so ein Lied in der FDJ - "Du mußt die Führung übernehmen" oder so ähnlich ... (um dann hinterrücks erschossen zu werden). Da halten wir's doch lieber mit den Bremer Stadtmusikanten und leben in unserer kleinen dunklen Höhle - und kratzen jedem die Augen aus, der unseren Frieden und unsere Ruhe stören will ... Jeder der uns so akzeptiert wie wir sind, sei willkommen! [QUOTE][B]Die Frage stellt sich, ob heute auch noch Interessengruppen bestehen, aus denen eine gemeinsame Bewegung entstehen könnte. [/B][/QUOTE]Wenn man eine gemeinsame Sprache findet (und sei es die Musik), kann man sich bestimmt auf gemeinsame Ziele und Werte einigen. Meine Ziele lassen sich kurz und knapp beschreiben: [b]Für Frieden und Völkerfreundschaft - Gegen Abschottung und Zensur ![/b] Wenn du dich politisch betätigen willst, darfst du gern [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=26742]hier mitmachen ![/URL] [QUOTE][B]Das Problem ist heutzutage meines Erachtens nicht, daß die Leute in der falschen Partei wären. Sondern sie sind gänzlich entpolitisiert. Und das halte ich langfristig für gefährlich. [/B][/QUOTE]Ich halte es für gefährlich, daß es noch zu viele Leute gibt, die sich von den Clowns zu Hass und Zwietracht verführen lassen, statt einfach den Fernseher auszuschalten und selbst zu leben. [QUOTE][B]Wenn die Menschen ihre Freiheiten nur noch in Form von Opposition/Außenseitertum, magischen Ritualen, Esoterik, Klamotten und Musik formulieren, wer vertritt dann eigentlich noch die Interessen dieser Menschen? Sie selbst tun es ja offensichtlich nicht mehr. [/B][/QUOTE]Oder doch? Wie hat es [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3458336222]Alain (Emile Auguste Chartier)[/URL] so schön formuliert: [b]"Wenn sie auf ihren Kongressen ganz klar die Widerstandspflicht und die Gehorsamspflicht definierten, wäre die Tyrannei machtlos."[/b] |
| Montrose | :) Danke für dieses ausführliche Statement. |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Genau das würde ich halt gerne erfahren von Goths: welche Ziele sind das? [/b][/quote] Na das müßtest DU mir doch sagen. Du bist doch der Meinung das da irgendwas in Gang kommen müßte. Ich vertrete doch die Meinung das eine Gothbewegung unsinnig ist. [quote][b]Das muß ich logisch gar nicht begründen. Die geschichtliche Entwicklung zeigt, daß politische Bewegungen aus dem Eigennutz einer bestimmten Gruppierung heraus entstanden. Die CDU aus dem katholischen Bürgertum, die SPD aus der Arbeiterbewegung usw. Das schloß und schließt nicht aus, daß in die CDU auch Evangelische und in die SPD auch Großunternehmer eintreten können.[/b][/quote] Stimmt, man kann auch ewig alte Fehler immer wieder neu wiederholen. Bei der CDU und der SPD hat das so toll funktioniert, weil es halt äußerst viele Christen und auch recht viele Arbeiter gibt (okay werden weniger ;) ). Wieviel Gothics gibt es in Deutschland? Wieviel von denen könnte man bewegen? So wirst du mit deiner Bewegung aus lauter Fürsten und Kardinälen in der Liga der anderen mitspielen und zwar ganz unten... [quote][b]Die Frage stellt sich, ob heute auch noch Interessengruppen bestehen, aus denen eine gemeinsame Bewegung entstehen könnte. Das Problem ist heutzutage meines Erachtens nicht, daß die Leute in der falschen Partei wären. [/b][/quote] Es geht nicht um die richtige oder falsche Partei. Vielleicht sollte mal einer die Partei der Vernunft gründen. Hast du eigentlich einen Plan davon wieviel Parteien es gibt? Es gibt so schwachsinnige Parteien wie die Autofahrerpartei, es gibt die "Violetten" für spirituelle Politik oder Terra Esoterica. Dann gibt es was ich besonders witzig finde: Die Bürgerpartei e.V. Bürgerbund Bürger macht Politik BmP Bürger - Partei Deutschland BPD Deutsche Bürger Partei DBP Bürgerrechtsbewegung Solidarität BüSo Die Mittelstandspartei Bürgerliche Mitte DMP Na wenn das nichts von der judäischen Volksfront, der Volksfront von Judäa und der populären Volksfront hat... Im Anschriftenverzeichnis beim Bundeswahlleiter findest du 91 eingetragene Parteien und Vereinigungen. Glaubst du echt da braucht es noch eine 92. die Gothicpartei? Die Leute in all den ganzen Parteien sind vermutlich stolz auf sich, weil sie politisch aktiv sind in irgendeiner behämmerten Partei. Das das ganze für den Arsch ist, scheint kaum einer von denen zu raffen. Na los laßt uns noch eine Fußballerpartei, eine Rollenspielerpartei und eine Swingerpartei gründen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hauptsache man hat politisch etwas gemacht, nicht wahr? Abgrenzung heißt die Devise! Und in jeder dieser Parteien gibts Fürsten, Kardinäle, Vorsitzende, Vizevorsitzende, Anwärter, Schleimer, Mitläufer. Während den Sitzungen werden dann so tolle Sachen wie das neue Parteilogo oder die Frage ob die Partei nun BMP oder BPM oder doch lieber PBM heißen soll diskutiert. Nein Danke, daran muß ich mich nicht beteiligen, das Schauspiel der Spalter und spaltenden Spalter betrachte ich mir lieber aus der Ecke, damit hab ich zwar auch nix bewegt aber immerhin hab ich was zum gackern... [quote][b]Sondern sie sind gänzlich entpolitisiert. Und das halte ich langfristig für gefährlich. Wenn die Menschen ihre Freiheiten nur noch in Form von Opposition/Außenseitertum, magischen Ritualen, Esoterik, Klamotten und Musik formulieren, wer vertritt dann eigentlich noch die Interessen dieser Menschen? Sie selbst tun es ja offensichtlich nicht mehr. [/B][/QUOTE] DIe Interessen vertreten dann die eben genannten Esoterischen Parteien...ist doch klar... |
| Mäs GgG Ed M&S | Wenn keine Partei, dann ein Bündnis oder so eine Art Gewerkschaft oder eine Organisation. Warum sollen sich die Leute bewegen? Warum sollten sich Goth bewegen? Hmm, Gründe finden sich in dem Punkt, dass das Deutschland seit dem 1.1.2004 ein ganz anderes Deutschland ist als ein Tag zuvor, es gibt jetzt so etwas wie eine Praxisgebühr. Deutschland verändert sich mehr als nur stark, und in diesem Wandel sollte man seinen Forderungen mit einbringen. Wer ist nicht tut soll nicht später meckern, dass es Scheiße sei. Jeder der sich nicht bemüht hat ist mit selbst Schuld. Mit Provokation Goth mobilisieren? Absolut nein. Kompromisse finden und trotzdem geradlinig sein so wird es was. Aber sie sofort zu verändern zu mobilisieren klappt nicht. Vorher muss man ihnen klar machen was Sozialabbau bedeutet, was Politik bedeutet, was Demokratie bedeutet. Es ist immer derselbe Fehler. Man ist in seiner Denkweise schon meilenvoraus und nun fordert man sie auf die Entfernung zuspringen! Dass kann nur schief gehen. Erst muß man genau wissen auf welchen Ebene im Denken sich die Goth befinden. Und dann hilft man ihnen bei jeden Schritt, den man schon selber gegangen ist, langsam zu seiner eigenen Ebene hin. Aber vorher muss man wissen auf welcher Ebene sich die Gothics sich befinden. Ist schon eine Ebene wo sie politische Forderungen stellen können? Nach den bisherigen Beiträgen bin ich hin und her gerissen zwischen ja und nein. Wobei ich mehr zum nein tendiere. |
| Montrose | Nachtrag: nachdem ich mir die Diskussion hier einige Tage durch den Kopf gehen ließ, ist das Fazit doch eindeutig. Goths sind unpolitisch. Die Argumentation von TheTurningPoint in Ehren, aber solche Auffassungen beruhen doch eher auf privaten Trotzreaktionen als auf verantwortungsvollem Denken für die Allgemeinheit. Politik ist nicht einfach nur die Forderung nach Freiheit für jedermann, sondern Politik sind konkrete Arbeitsschritte, um diese Freiheit tatsächlich verwirklichen zu können. Das machen derzeit Leute wie Schröder, Müntefering, gewerkschaftliche und zum Teil auch kirchliche Organisationen. Goths, Punks usw. sind nichts weiter als passive Konsumenten dieser politischen Prozesse. Aktiv tragen Goths weder zur gesellschaftlichen Freiheit noch zum Wohlergehen der Allgemeinheit bei. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Aktiv tragen Goths weder zur gesellschaftlichen Freiheit noch zum Wohlergehen der Allgemeinheit bei. [/B][/QUOTE]Du hast Recht. Wir sollten daran arbeiten, dieses Klischee weiterhin aufrechtzuerhalten. Man lebt ruhiger und ungefährlicher. :) |
| Nnordy | Montrose, das wundert DIch wirklich? Das ist doch schon seit Jahre klar! In welche Richtung möchtest Du denn gern "mobilisieren" - Autos sollen brennen? Oder Lichterketten? Eier gegen den Bundestag? Hochrufe für Stoiber? Oder wie oder was? Es gibt ja immerhin von Punk-Seite die Pogo-Partei. Und ich kenne 'ne Menge Leute, die sich politisch engagieren, wenn nicht in einer Partei, dann in anderen Organisationen, gibts ja genug von. Du scherst alle über einen Kamm, verstehst unter Politik offensichtlich was anderes als z.B. ich - Politik als Wohl der Allgemeinheit/Gesellschaft? Hääääääääääääääääh??? Da stellt sich mir die Frage, auf welchem Planeten Du lebst? Aktuelle Politik hat mit Utilitarismus genauso viel zu tun wie Autonome mit Neonazis... Auch wenn der Vergleich hinkt... Man kann seine eigenen politischen Ziele durch verantwortungsvolles Handeln durchaus (versuchen zu) erreichen. Wie das im einzelnen aussieht mußt Du gefälligst den Leuten selbst überlassen. Aufoktroyieren kannst Du keinem was, oder hast Du das vor? Wenn die Leute sich nicht engagieren wollen, sich alles füttern lassen - ja, auch mich kotzt das an, aber was will ich denn dagegen machen? Aufrüttelnde Reden schwingen, diskutieren - ja. Aber ob sich die Leute dann bewegen, das kann ich nicht bestimmen. Es liegt an jedem selbst, was er macht. Im Sammelpool Gothic finden sich genauso viele unterschiedliche Individuen wie anderswo auch, mit ihren eigenen Ansichten und Überzeugungen. Manche davon mögen politisch sein, andere nicht. Ich habs aufgegeben, das ändern zu wollen. Ändern kannst Du nur, was geht. Und wenn ich in meinem Umfeld was erreiche, ist das schon mehr, als ich erwarten kann. Vielleicht ist vielen nicht klar, daß man häufig für seine Überzeugungen kämpfen muß, auch heute - um sich nicht vereinnahmen zu lassen von der allgemeinen Gesellschaftsmaschinerie, als Beispiel. Und wie Turning Point das schon so schön sagte: Man lebt ruhiger und bequemer... Volle Zustimmung! :D |
| Montrose | [URL=http://de.news.yahoo.com/040228/286/3wmvs.html][/URL] |
| Selian | Tja ist halt alles Ansichtssache. Ein Gauner z.b. betrachtet kriminelle jugendliche als guten Nachwuchs... |
| Darkpoem112 | Also ich bin grad dabei neu in die schwarze Szene einzusteigen. Bisher kome ich ganz allgemein aus der Links orientierten Szene. |
| Dark_Vortex | hmm....seit ihr doof? So viele leute die meinem politick betrifft sie nicht und ändert nichts....seit ihr doof?? Wenn man nur mal täglich die Nachrichten schaut sieht man die veränderungen schon....und ich meine gescheite nachrichten nicht den dreck von rtl2 oda so Jeder mensch hat meiner meinung die pflicht sich politisch zu bilden denn immerhin regieren politiker uns!! vor den wahlen im herbst empfele ich allen wahlberechtigten die wahlkonzepte der parteien zu lesen und dann wählen zu gehen!! JEDER DER NICHT WÄHLT IST EIN PAAIVER WÄHLER DER RECHTEN ohh das war euch nicht bewusst?? nun ich erklärs euch: alle rechten gehen wählen aber nur wenige mittelständige ergo gehen den mittelpartein die stimmen flöten und die rechten bekommen mit weniger menschen höhere prozent zahlen!! ist euch bewusst das wenn die cdu (die die wahl im herbst gewinnt denke ich) auch versagt die rechten praktisch schon an der macht sind?? gut rechts nicht = nazi aber alleine deren wahlprogramme sind grausam und für deutschland der absolute tod!! ich selbst bin inner spd obwohl ich erst nächstes jahr wählen könnt denn ich habe erkannt wie wichtig die politick ist denn sie regelt unser leben! wie dem auch sei es ist ja euer prob wenn ihr euch selbst zuschreiben könnt wenn ihr von leuten regiert werdet die euch alles verbieten können was sie wollen nur weil ihr es verpeilt habt gegen sie zu stimmen!! |
| Goat93 | [QUOTE]JEDER DER NICHT WÄHLT IST EIN PAAIVER WÄHLER DER RECHTEN ohh das war euch nicht bewusst?? nun ich erklärs euch: alle rechten gehen wählen aber nur wenige mittelständige ergo gehen den mittelpartein die stimmen flöten und die rechten bekommen mit weniger menschen höhere prozent zahlen!! ist euch bewusst das wenn die cdu (die die wahl im herbst gewinnt denke ich) auch versagt die rechten praktisch schon an der macht sind?? gut rechts nicht = nazi aber alleine deren wahlprogramme sind grausam und für deutschland der absolute tod!! [/QUOTE] Schöne Milchmädchenrechnung, aber sie geht (zum Glück) überhaupt nicht auf und funktioniert überhaupt nicht. 1. Ist der Anteil an wirklichen Rechtsextremen immer noch so gering, das die Parteien nie im leben auch nur annähernd an die 5% Hürde kommen. 2. gehen sehr viele Rechtsextreme gerade nicht wählen, da sie von den Parteien enttäuscht sind. Siehe dazu auch mal den Streit REP/DVU/NPD 3. Versucht die CDU seit einiger Zeit den Rechten die Stimmen zu klauen mit genialst dämlichen Wahlplakaten wie: Rückführung der Ausländer. 4. Kommen die Stimmen, welche nicht gewertet werden, immer den Größten Parteien zu gute, da diese dann Prozentual gerechnet, weniger Stimmen im ganzen Brauchen und Erfahrungsgemäß sehr viele Stimmen sowieso bekommen. Wer nicht wählt, wählt eigentlich alle Parteien gleich- zeitig und besonders SPD und CDU ;) Einfache Rechnung: 100 Stimmen = 100% SPD = 45% = 45 Stimme CDU = 45% = 45 Stimmen Rechte = 2,5% = 2,5 Stimme Linke= 2,5% = 2,5 Stimmen 80 Stimmen = 100% SPD = 45% = 36 Stimme CDU = 45% = 36 Stimmen Rechte = 2,5% = 2 Stimme Linke= 2,5% = 2 Stimmen Während die kleinen Parteien nur 0,5 Stimmen Ersparnis bekommen um auf 2,5% zu kommen, brauchen die Großen Parteien 9 Stimmen weniger. Das sind ja nur 8,5 Stimmen unterschied, die die Großen dann als Plus verrechnen... Neee, aber die ganzen Nichtwähler stimmen für die Rechten :rolleyes: |
| Dark_Vortex | Wenn du meinst! Nur is dir bei deiner rechnung aufgefallen das die großen parteien immer weniger stimmen bekommen und sie nur deshalb noch viele prozente haben weil die wahlbeteiligung sinkt? Nun is mir ja egal was du denkst nur ist es fakt das sobald die cdu nach der spd auch versagt eine anlternative gesucht wird und die wird höchswahrscheinlich eine rechte partei sein weil die a) für werte einstehen b) viel dichter an der bevölkerung sind c) sie nur halb so komplizierte programme haben wie der rest. Denk was du willst! |
| Goat93 | Dark Vortex: Dein Gejammere nützt nichts, solange die SPD und die CDU so einen Machtmissbrauch betreiben. Bevor man auf anderen herumhackt sollte man daran gehen und es besser machen ;) Das erinnert mich an was. Irgendein OK hat die Wahlen zeitgleich mit jeweils einen SPD und einen CDU Sprecher kommentiert. Die ganze Zeit wurde immer nur auf die Gefahr von Rechts hingewiesen und wie schlimm die Rechten doch die Stimmen abfangen, statt sich nur EINMAL zu überlegen, das SIE etwas falsch gemacht hätten. Ne, das war ja nicht drinne :rolleyes: Es gibt eine ganze Masse an kleinen Parteien die irgendwie auch Stimmen bekommen und nicht Böse Nazis sind. Aber das scheint bei dir noch nicht angekommen zu sein. Das die rechten gerade wieder eine Wahlschlappe hinter sich haben und nicht einmal annähernd die 5% Hürde auch nur in Sicht hatten ist auch bei dir vollkommen egal. Immer nur diese Gedankenvergifter und bösen Rechten... tststs. Realität scheint in der Politik ein Fremdwort zu sein... edit: ach ja du Mathegenie: Wenn statt 100 Menschen nur noch 80 zur Wahl gehen kann es vorkommen das 20 Stimmen in der Gesamtwertung fehlen ;) |
| logic_system | also bevor ihr gar nicht wählen geht, geht lieber DIE PARTEI [url]www.diepartei.de[/url] wählen *g* ne quark, ich weiß schon wo mein kreuzchen hinkommt :) |
| Aza | Ich find die ganzen (vorsicht Pauschalisierung) pseudo-autonomen-linken-Punk-Deppen zum kotzen. Gegen alles Gegen Rechts Gegen das System Gegen den "Polizeistaat" Am 1. Mai die Polizei mit Steinen bewerfen, aber im Gleichen atemzug um Hilfe rufen, wenn die neuste militante Nazi-gruppierung der Stadt irgendwelchen "Punks" zu Leibe rückt. ganz furchtbar... Aber vor solchen Leuten ist auch die schwatte szene nicht gefeit. Schade eigentlich.. Zur Polit-Debatte: Ich finds auch merkwürdig, dass immer gegen Rechts gehetzt wird, aber der Linke Flügel verschont bleibt. Vor allem Gewalt durch Ausländer wird von vielen einfach als misslungene Integration abgetan (was natürlich die Deutschen selber schuld sind) fazit: Manchmal kann ich garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte -.- |
| Goat93 | [QUOTE]Zur Polit-Debatte: Ich finds auch merkwürdig, dass immer gegen Rechts gehetzt wird, aber der Linke Flügel verschont bleibt.[/QUOTE] Liegt (angeblich??) hauptsächlich an den Großen Parteien. Wo die CDU oben war, ging es eher gegen Links und die Rechten wurden nicht so im Vordergrund als Ausrede benutzt. Allerdings war die Wirtschaftliche Lage da anders und Helmut Kohl hatte auch einen der härtesten Nazi Jäger der Welt in seinem engsten Freundeskreis. und, hihi, die angesprochenen Linken: Polizei=SS/Sa=Nazis Staat=Kapitalistenschweine=Nazis Eltern=Langweilige Spießer=Faschos Taschengeld=Eltern Rechnungen zahlen=Staat passiert irgendwas: alle anderen= Nazis=böse selbst=punk=armes Opfer von Nazis (mind. das 10 Fache, als in der Örtlichkeit leben, muß ja spannend bleiben) |
| Aza | hihi, treffliche Beschreibung ;) |
| Efna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Im Jahre 2006 wird die neue Bundesregierung gewählt. Zur Auswahl stehen folgende Parteien: SPD CDU/CSU Die GRÜNEN FDP Gothik Deutschland (GD) Die GD ist noch im Aufbau. Jedoch zeichnet sich ein wertekonservativer Humanismus als zentrale Aufgabe der GD ab. Interessenten bitte melden. [/B][/QUOTE] Muss es Wertkonservativ sein, ich halte von Wertkonservativismus, der ist mir zu rechts. Ich kann mich mit dem konservativen Weltbild nicht anfreunden eher doch mit einen ehjer linksgerichteten humanistischen Weltbild. Und ich denke das meinten die meisten, Es gibt kein politische Gedankengut was das die Szene repräsentiert. |
| Efna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]@Selian [u]Was ich bezwecken möchte?[/u] Anscheinend sind Goths nicht politisch. Ich möchte aber, daß sie politisch sind. [u]Wie möchte ich das bezwecken?[/u] Durch Provokation. Ich will mal sehen, ob bei Goths wirklich nichts anderes als diese Bubenspäße wie zum Beispiel Omis zu erschrecken zu holen ist. Bislang konntet Ihr mich nur davon überzeugen, daß ihr höflich seid. Aber daß ihr politisch seid... gähn... sorry, ich seh da immer noch nichts. [u]Was habe ich erreicht?[/u] Was ich heute nicht erreiche, erreiche ich halt morgen. Mal sehen, wer den längeren Atem hat. Bislang habe ich hier ja auch nur mit Unter-Goths dritter Klasse diskutiert. Kann ja sein, daß es in der Szene noch ein paar Fürsten und Kardinäle gibt, die ambitionierter sind. @Odessa. Das interessiert mich. Was ist der politische Standpunkt Deines Artikels? @Mäs GgG Ed M&S Antwort: Offensichtlich kann sie es nicht, weil sie sich nur mit sich selbst beschäftigt und nicht über den eigenen Tellerrand schaut. Zumindest bei den Goths ist das strengstens verboten. Wenn da einer sagt "so oder so könnte man die Gesellschaft besser gestalten" bestünde ja die Gefahr, daß jemand den Rat befolgt und die Gesellschaft tatsächlich besser würde. Nicht auszudenken :eek:. [/B][/QUOTE] Politisch in welcher Hinsicht, ich glaube das würde die Szene einfach nur spalten ähnlich wie es bei der Skinhaedszene der Fall wo es Red skins, SHARP Skins, Oi Skins, Troyan Skin, rechte Skins und noch viele kleinere Gruppen die eigentlich nichts mehr miteinander Gemeinsam haben. Es spricht keiner den einzelnen Menschen das Recht ab politisch tätig zu sein und versuchen etwas in der Richtung auf die Beine zu stellen oder in eine Partei einzutreten. Nur wenn man jetzt plötzlich versucht "Gothic" zu politisieren dann gehts los da ist der eine rechtsextrem, der andere rechts, der eine wiederum Liberal, der andere Links und dann gibt es dann auch noch Linksextremisten und dann geht das Gezanke los, den jeder versucht dann natürliche seine eigene politische Meinung durchzusetzen. Aber so ist eben die Szene unpolitisch aber jede kann trotz alledem seine persönliche politische Ansicht oder auch nicht. |
| böhsesblut | Bin zu faul um mir hier alles durchzulesen.... Aber ich selber bin Politik fremd heißt ich habe meine eigenen Werte nach denen ich Lebe und lasse mich durch keine Politik oder derens gleichen aufhalten. Ich kann mich mit keiner Parte anfreunden...... Alles für mich Verlogene A**** Kurz gesagt Ich bin nicht Links und auch nicht Rechts Ich bin einfach Neutral und gehe mein eigenen Weg ohne Politik Und damit ihr mich nicht falsch versteht: Ich kann mich mit einigen Ausländern super verstehen mit anderen nicht. Genauso kann ich den einen Menschen ab und den anderen nicht. Dieses hat rein garnichts mit irgendwelchen Nationalitäten zu tun. Denn in diesem Sinne gibt es keine Grenzen .... |
| VivaMoz! | Nunja, "Gothic und Politik".... rein theoretisch dürfte die schwarze Szene eine recht unpolitische sein, die in Teilen irgendwo nach links tendiert. Schliesslich kommt das Ganze ursprünglich aus dem Punk... erinnern wir uns an die Zeiten, in denen Grufties noch "Edelpunks" genannt wurden. Allerdings ist die schwarze Szene ja nicht homogen, und später kamen Einflüsse, die mit Punk nicht mehr viel oder gar nichts zu tun hatten. Soviel zu einer groben Einschätzung meinerseits, die ihre Bestätigung in persönlichen Erfahrungen findet. Die "Schwarzen", die ich kenne, haben mit Politik nicht viel am Hut, sind im Gros aber weltanschaulich eher links/linksliberal. Zu mir persönlich lässt sich sagen: da ich vor allem durch den französischen Existentialismus geprägt bin, hatte ich stets eine Affinität zur politischen Linken, allerdings ist das Ganze stets recht undogmatisch geblieben. Persönlich gefallen mir vor allem Versatzstücke aus den Schriften Bakunins (Anarchismus) und Trotzkis (Marxismus), und grob könnte mensch mich als Sozialisten mit anarchistischen Zügen definieren. Die bürokratische Politik als solche hat mich allerdings nie wirklich angezogen- ich bin eher der Typ für politische Theorie auf der einen und aktionsorientierte Ansätze auf der anderen Seite. Trotzdem bin ich dann irgendwann in die PDS eingetreten (inzwischen heisst der Laden fusionsbedingt DIE LINKE), bin allerdings stets ein mässig begeistertes und nur selektiv aktives Mitglied gewesen. Bis heute noch. Mein Politikstil ist eher der ausserparlamentarische.... 68er, SDS, Hochschulrevolte, Anti-AKW-Bewegung... das wäre wohl eher mein Ding gewesen, leider bin ich zu spät geboren. Naja, einige Reste davon haben die ganzen Jahre ja überlebt. Und das ist gut so. In erster Linie bin ich aber wohl nur ein von Subkulturen angezogener individualistischer Bohème. ^^ Die Politik kommt dann irgendwann an dritter oder vierter Stelle. |
| VanHoven | Hmm ich denke doch das, gerade in der "Schwarzen Szene" Geistliches Gedankengut und Politisch verschiedene Einstellungen als Stützpfeiler die Szene ausmachen. Es wäre schon ziemlich kontrovers und Bemitleidenswert für einen Nazi sich als Goth zu bezeichen. Besonders im Hinblick auf dem Urpsrung der Szene in den 80`s gesehn. Gerade Die "Schwarze Szene" splittet sich in viele verschiedene Untergruppen, die im Verlauf der Jahre und der Generationen entstand. Und wenn ich Wowereit zitieren darf "Und das ist auch gut so",den wenn man genau hinschaut entwickelt sich die Szene mit der zeit weiter und bleibt nicht stehen in der Zeit. Poesie,Estetik und Musik in Der"Schwarzen Szene" sind wunderschön und so vielfältig wie wohl in kaum einer anderen Szene. Politik muss nicht bindent etwas mit seiner eigenen Lebenseinstellung zu tun haben meines Erachtens. Die Nacht zum Gruß Vincent van Hoven |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von VanHoven [/i] [B]Und wenn ich Wowereit zitieren darf "Und das ist auch gut so",den wenn man genau hinschaut entwickelt sich die Szene mit der zeit weiter und bleibt nicht stehen in der Zeit.[/B][/QUOTE]Die Szene mag sich fortentwickeln, selten etwickelt sie sich weiter. Die Menschen lassen sich von ihr eine Weile mitreissen und stranden dann doch irgendwo wo es ihnen gefällt. Da die Szene ihre Richtung oft wechselt, muss sich die Entwicklung der Szene und der Leute in ihr etwa jedes halbe Jahrzehnt zwangsläufig trennen. Zwei Schritte vor, zwei zurück... So verharrt sie dann doch immer an der gleichen Stelle...und wie schauen irgenwann auf sie zurück. |
| Demon17 | Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang. "Was ich haben kann, das will ich nicht, was ich will das kriege ich nicht." und "Verschwende Deine Jugend". Wer den Ausstieg für normal hielt, für den war die schwarze Szene nicht links, sie war aber nur im Untergrund denkbar. Was das nun mit Gothic zu tun hat weiß ich allerdings nicht. |
| VivaMoz! | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang. [/B][/QUOTE] Diese Definition gefällt mir, und bei näherer Beschäftigung mit der "Szene" und ihren Ursprüngen trifft das auch recht gut. Dennoch gibt es auch für jede/n immer wieder eine ganz individuelle Definition, die dann für andere nicht zutreffen mag, da die Beweggründe, sich einer Subkultur zuzuwenden, meist recht individuelle und somit verschiedene sind. Für mich stand seinerzeit am Beginn die Unzufriedenheit mit einem Gros der mich umgebenden Welt, eine tiefe Melancholie und der Wunsch, geistig und auch lebenspraktisch auszubrechen. Durch einen Freund hörte ich zum ersten mal "schwarze" Musik (ich glaube, das waren damals vor allem Deine Lakaien, Silke Bischoff und die Sisters), die mich sehr ansprach. Das löste zunächst einmal ein Gefühl aus, das sich schwer in Worte fassen lässt. Klingt womöglich kitschig, aber ich empfand beim Hören so etwas wie seelische Heimat. Das kannte ich bis dahin nicht, wenn auch meine Kindheit und frühe Jugend sicher keine wirklich Unglückliche, aber stets irgendwie unerfüllte war. Naja, so nahm das alles seinen Lauf, und inzwischen bewege ich mich seit Jahren in der "schwarzen Szene"- mal intensiv, mal durch anderes (Ablenkendes bzw. in-Anspruch-nehmendes) bedingt weniger intensiv. Um mal nicht abzuschweifen: für mich persönlich war die Szene kein Ausstieg aus der Politik, im Gegenteil: mein "schwarz-sein" hat mich politisiert. Über Umwege, die mit der Szene selbst höchstens indirekt etwas zu tun haben. Ich stiess irgendwann durch "Gruftis" auf den französischen Existentialismus und begann, viele Bücher regelrecht zu verschlingen. So, wie ich mich in der Musik wiederfand, fand ich mich dann im Existentialismus (v.a. dem sartrescher Prägung) wieder- vielleicht kennt das jemand: du hörst Musik oder liest etwas, und du hast das Gefühl, dich selbst darin zu sehen: da hat es tatsächlich jemand geschafft, deine Gedanken, Gefühle usw. zu vertonen bzw. in treffende Worte zu fassen. Und die Philosophie war es, die mich dann zu der Frage führte, wie das Politische zu bewerten sei. Wer den Nerv dazu hat, kann sich gern untenstehenden Text* durchlesen, den ich vor knapp zwei Jahren mal verfasst habe, um mich selbst (politisch) zu analysieren. ;-) *Am Beginn des eigenen Neu-(Er)findens stand die Hinwendung zu subkultureller Musik und ihrer Szene, die mich schon seit frühester Jugend faszinierte. In der Musik fand ich etwas, was ich als Seeleninspiration und Hilfe zum Selbstverständnis definierte und auch heute noch definiere: in den Klängen und vielen der Texte fand ich mich zutiefst wieder, zunächst emotional, später auch in meiner Auflehnung gegen bourgeoise Starrheit, angebliche Normen und Werte, die Enge der mich umgebenden Welt, aus der ich geistig ausbrechen wollte. Durch die Beschäftigung mit der Szene und ihren Zugehörigen, die heute einen wichtigen und wertvollen Teil meines persönlichen Umfelds ausmachen, fand ich eher per Zufall zu einem Buch Jean-Paul Sartres: es handelte sich um seinen (wohl bedeutendsten) Roman Der Ekel. Durch den Klappentext angesprochen, las ich das Buch zunächst aus Interesse, dann mit stetig wachsender Begeisterung. In Sartres Romanheld, Antoine Roquentin, erkannte ich meine ureigensten Empfindungen und Einstellungen wieder, die nahezu extreme Melancholie, das sich-einsam-unter-vielen-fühlen, die Suche nach Alternativen, der Versuch, sich selbst und die umgebende Welt zu transzendieren und eine andere, eigene, bessere (?) Welt zu entwerfen. Meine Begeisterung war entfacht, und im Folgenden verschlang ich regelrecht viele weitere Romane, Essays und philosophische Abhandlungen Sartres. Immer mehr wurde mir bewusst, dass die abgründige Einsamkeit des Menschen angesichts der Zufälligkeit und Grundlosigkeit seiner Existenz, die Sartre an den Beginn seiner Einsichten stellt, real ist. So niederschmetternd diese Erkenntnis zunächst sein mag, so viele Türen öffnet sie für den Einzelnen, sich von auferlegten Konventionen zu befreien und selbst Alternativen zu entwickeln. Die Freiheit, zu der wir nach Sartre verurteilt sind, ist eine absolute, wenn wir es nur verstehen und wirklich machen wollen. Schliesslich las ich einige Bücher von Albert Camus und Simone de Beauvoir, um mein Bild des französischen Existentialismus runder zu machen. Camus definierte den Menschen in der Revolte und verteidigte die Freiheit ebenso passioniert wie Sartre. Diverse Unterschiede zwischen Sartre und Camus gibt es, einige davon führten gar zu einem Bruch zwischen den beiden. Dies alles hier herauszuarbeiten ist nicht Aufgabe meiner Darstellung, die eine Selbstdefinition sein soll und ein wenig näher in meine Welt einführen soll. Die Schriften Simone de Beauvoirs, insbesondere ihre Romane, sind ein lebensnahes Spiegelbild der existentialistischen Philosophie. In den Mandarins von Paris, einem überaus spannenden, bewegenden und auch trotz seiner pessimistischen Atmosphäre durchaus heiteren Roman, wird die Welt der französischen Existentialisten in der Nachkriegszeit greifbar: ihre verschiedenen Lebensarten, ihre Überlegungen, ihre unterschiedlichen Standpunkte (deutlich wird, dass es sich beim Existentialismus durchaus nicht um eine geschlossene Weltanschauung, sondern vielmehr um eine deut- und dehnbare Grundlage handelt), ihre Zwiespalte, ihre Widersprüche- und trotz allem ihr unbeirrtes Verteidigen der menschlichen Freiheit, die Überzeugung, dass auch, wenn Gott tot ist, ein Wert existiert, den es zu verteidigen gilt: die Würde des endlichen Menschen in seinem Recht auf Freiheit. Aber warum nun die Hinwendung zum SOZIALISMUS? Wer sich ausgiebig mit dem Existentialismus befasst und diesen möglicherweise auch als Teil seiner eigenen Lebensphilosophie verinnerlicht, erhält die Möglichkeit, sich von geistigen Schranken zu befreien und einen differenzierten Blick auf die Welt zu schärfen. Das Verwerfen unsinniger, angeblich starr-unveränderlicher Realitäten und Zwänge, Konstrukte und Institutionen, eröffnet Perspektiven, die weitergedacht werden wollen. Die Frage stellt sich, welche Schlüsse aus den neuen Erkenntnissen zu ziehen sind- auch und vor allem im Politischen. Folgt mensch Sartre in seinem Standpunkt, dass der Kapitalismus einzig die Logik des Geldes repräsentiert, während der Marxismus zumindest für die Idee einere gerechten Welt steht, so ist zumindest die Beschäftigung mit diesem unabdinglich. Selbstverständlich ist es dem/der ExistentialistIn nicht möglich, eine dogmatische Position einzunehmen, die den Marxismus unkritisch verinnerlicht und bejaht. Dem Existentialisten geht es immer vorrangig um die Freiheit des Individuums, und er mag zu dem Schluß kommen, dass der Marxismus den Menschen als Individuum nicht gänzlich zu erfassen vermag. Die Frage muss aber gestellt werden, welcher politischen Strömung der Existentialist sich anschliessen kann, da der Existentialismus selbst keine politische Ideologie, sondern lediglich eine philosophische Interpretation der Welt (und somit auch des Politischen) darstellt. Diese Interpretation, die auch besagt, dass meine eigene Freiheit mich ebenso auf die Freiheit der anderen verweist, macht das Herausbilden eines politischen Bewusstseins allerdings zur Notwendigkeit. Die Frage danach, was dieses Abstraktum namens Freiheit denn nun eigentlich ist, wird aufgeworfen. Die falsch verstandene Freiheit, die von Kapitalisten und ihren politischen Vertretern gepredigt wird (im Grunde die Freiheit des Starken, die Schwachen im Sinne der Profitmaximierung auszubeuten), kann hier nicht gemeint sein, da sie selbst es ist, die bei näherer Betrachtung zu Unfreiheit und Unterdrückung führt. Freiheit meint eben neben persönlicher Emanzipation auch grösstmögliche Beteiligung an sämtlichen Willensbildungsprozessen, radikale Demokratie und eine gemeinschaftlich verstandene Ordnung der Wirtschaft- letztendlich eine Emanzipation aller, die zur Bedingung der Emanzipation des Einzelnen (diese ist vorrangige Überzeugung der ExistentialistInnen) wird. Die Hinwendung zum Sozialismus, natürlich immer kritisch hinterfragt und den Kriterien der Emanzipation unterworfen, erschien mir persönlich als folgerichtig- ein Sozialismus aber, der nicht dogmatisch einer bestimmten Linie folgt, sondern Überlegungen der unterschiedlichsten Theorien überprüft und ggbf. mit einbindet- ein emanzipatorischer, radikaldemokratischer Sozialismus im Idealfall. Um mit Sartre zu sprechen: Der Sozialismus steht nicht am Ende eines Weges wie etwa der Grenzstein, sondern er ist DER menschliche Entwurf. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang. "Was ich haben kann, das will ich nicht, was ich will das kriege ich nicht." und "Verschwende Deine Jugend". Wer den Ausstieg für normal hielt, für den war die schwarze Szene nicht links, sie war aber nur im Untergrund denkbar. Was das nun mit Gothic zu tun hat weiß ich allerdings nicht. [/B][/QUOTE] Mir gefällt der Text auch durchaus, nur kann er heute wohl kaum noch angewandt werden. Wie es mit allen anderen Facetten von Gossik ist, kann auch hier kaum von Homogenität gesprochen werden. Während Punks (für gewöhnlich) eindeutig zuordbar sind, da es sich eben auch um eine politische Subkultur handelt, gilt das für Gossik nicht. Wahrscheinlich stehen diese Erkenntnisse schon in diesem Thread, aber ich wollte das nun hier schreiben *g*. |
| Goat93 | [QUOTE]Es wäre schon ziemlich kontrovers und Bemitleidenswert für einen Nazi sich als Goth zu bezeichen. Besonders im Hinblick auf dem Urpsrung der Szene in den 80`s gesehn.[/QUOTE] versteh ich nicht, da seit den Anfängen auch böse "Nazis" dabei sind :D Bei den Punks der 80er oder auch 70er liefen viele "Nazis" mit, die Übergänge waren damals in vielen Bereichen fließend. Aus Punk wurde Nazi, aus Nazi Punk und aus beiden wieder nichts :D Seit Mitte der 70er, wo langsam die Skinkultur sich der Politik angenommen hat, war "Rechts" und "Nazi" Jugend- livestyle und dementsprechend der Dynamik der Jugendlichen in allen Konsequenzen untergeordnet. Party, Saufen, Prügeln statt Strammstehen und Arschversohlen. Brüllen, Schreien und Wände beschmieren, statt "Meine gute Kampfgeschichte", auf den Straßen randalieren statt Bücher wälzen. Pogen und wilde, laute Musik statt Marschmusik... Das geht in den Punk ebenso rein wie in den Goth usw. die Politik wurde dem Lifestyle hintergestellt, was nicht mehr das Leben und damit konnte man alles mit allem vermischen. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von VanHoven [/i] Politik muss nicht bindent etwas mit seiner eigenen Lebenseinstellung zu tun haben meines Erachtens.[/QUOTE]Besser ist das aber, sonst besteht die Gefahr, schizophren zu werden ... [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark_Vortex [/i] nur ist es fakt das sobald die cdu nach der spd auch versagt eine anlternative gesucht wird und die wird höchswahrscheinlich eine rechte partei sein weil die a) für werte einstehen b) viel dichter an der bevölkerung sind c) nur halb so komplizierte programme haben wie der rest.[/QUOTE][QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] Dein Gejammere nützt nichts, solange die SPD und die CDU so einen Machtmissbrauch betreiben. Bevor man auf anderen herumhackt sollte man daran gehen und es besser machen ... Die ganze Zeit wurde immer nur auf die Gefahr von Rechts hingewiesen und wie schlimm die Rechten doch die Stimmen abfangen, statt sich nur EINMAL zu überlegen, das SIE etwas falsch gemacht hätten.[/QUOTE]Die Worte von Dark_Vortex sind kein "Gejammere", sondern eine nüchterne Betrachtung. Die Mehrheit wird immer die Parteien wählen, von denen sie ihre Werte und Interessen am besten vertreten [b]glaubt.[/b] Das werden selten Parteien sein, von deren Programmen sie kein Wort versteht. [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] Da die Szene ihre Richtung oft wechselt, muss sich die Entwicklung der Szene und der Leute in ihr etwa jedes halbe Jahrzehnt zwangsläufig trennen.[/QUOTE]Oder andersherum: Weil die Leute die Szene nach einiger Zeit verlassen (oft um von der Abgrenzung und Rebellion in ein bürgerliches Leben zu wechseln), wechselt die Szene oft ihre Richtung. Die heute teilweise gegebene "Familientauglichkeit" könnte zu einer Stabilisierung führen, wenn der Modetrend "Gothic" abgeklungen ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von VivaMoz! [/i] rein theoretisch dürfte die schwarze Szene eine recht unpolitische sein, die in Teilen irgendwo nach links tendiert. Schliesslich kommt das Ganze ursprünglich aus dem Punk... erinnern wir uns an die Zeiten, in denen Grufties noch "Edelpunks" genannt wurden ... Die "Schwarzen", die ich kenne, haben mit Politik nicht viel am Hut, sind im Gros aber weltanschaulich eher links/linksliberal.[/QUOTE]Das Wort "Liberal" würde es m.E. am besten treffen, wenn es diverse Parteien nicht so in den Dreck getreten hätten. [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] Ich fand das Schwarz war eine Abkehr vom linksalternativen Mileu mit seiner Orthodoxie und seinen Zwängen. Es war ja auch die Farbe der Anarchie, allerdings ohne die Engstirnigkeit der Punks. Eine Art Befreiung von der Politik vor dem Hintergrund totaler individueller Freiheit und der Ahnung vom Untergang."Was ich haben kann, das will ich nicht, was ich will das kriege ich nicht." und "Verschwende Deine Jugend".[/QUOTE]In meinen Augen war Punk nicht generell linksalternativ. Es war Rebellion, Dagegen-Sein, oftmals Dagegen-Sein um jeden Preis. Das machte die Punks aber berechenbar und verletzbar. Ein Teil von ihnen gab dieses Dagegen-Sein um jeden Preis auf und sagte sich "Was ich haben kann, das nehme ich, [b]wenn ich es will[/b]". Schwarz war zum einen edler und erhabener als die zerrissenen Jeans der Punks (daher der Begriff "Edel-Punks"), und zum anderen eine Abgrenzung gegen die bunte Disco-Welt. [QUOTE]Wer den Ausstieg für normal hielt, für den war die schwarze Szene nicht links, sie war aber nur im Untergrund denkbar.[/QUOTE]In der DDR konnten Punks und schwarze Szene schon deshalb nicht links sein, weil Staat und Gesellschaft (gegen die man rebellierte) für sich in Anspruch nahmen, "Links" zu sein. Die Abkehr vom Dagegen-Sein um jeden Preis brachte hier eine Hinwendung zu Tabu-Themen wie Glauben, Umwelt und Vergänglichkeit. Zudem dienten die verwahrlosten Friedhöfe und Kirchgemäuer als Treffpunkte und Zufluchtsorte, was (neben ihrer dunklen Kleidung) sehr dazu beigetragen hat, dass sie von Szene-Fremden als "Grufties" bezeichnet wurden. [QUOTE]Was das nun mit Gothic zu tun hat weiß ich allerdings nicht.[/QUOTE]Die "Ahnung vom Untergang" führte auch zur Beschäftigung mit "negativen Gefühlen" und vor allem zum Ausdruck dieser in der Musik. Das und das teils bedrohlich wirkende dunkle Oufit haben sicher Einigen das Gruseln gelehrt. :cool: Und spätestens mit "Bela Lugosi's Dead" waren auch einige direkte Bezüge zu den "Gothic Novels" gegeben. Falls sich deine Frage auf das heutige "Gothic" bezieht: Nun, man hat aus der äußeren Erscheinung der Gothics einen Modetrend gemacht, und das wars auch schon. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von VivaMoz! [/i] für mich persönlich war die Szene kein Ausstieg aus der Politik, im Gegenteil: mein "schwarz-sein" hat mich politisiert.[/QUOTE]Mein Weg führte mich in weitem Bogen von der Politik hin zum "Schwarz-Sein", und dieses dann zu einem "Wiedereinstieg" in die Politik - allerdings auf einer vollkommen anderen Ebene. Wenn ich dich hier zitiere, VivaMoz!, dann in keinster Weise, um deine Aussagen zu bewerten oder in Frage zu stellen. Sie liefern mir nur gute Stichworte, um meine eigene Entwicklung und Einstellung zur Politik darzulegen. [QUOTE]Klingt womöglich kitschig, aber ich empfand beim Hören so etwas wie seelische Heimat. Das kannte ich bis dahin nicht, wenn auch meine Kindheit und frühe Jugend sicher keine wirklich Unglückliche, aber stets irgendwie unerfüllte war.[/QUOTE]Meine Kindheit und frühe Jugend kann ich wirklich glücklich nennen. Zwar zähle ich eher zu den sensiblen Menschen, aber ich hatte auch genügend Freiraum, um meine "unstillbare Sehnsucht" zu lindern. Das mögen mir Diejenigen nicht glauben, für die "DDR" gleichbedeutend mit "ein großes Gefängnis" ist, aber ich hatte wohl großes Glück, in den 60er-70er Jahren aufzuwachsen, als die Exzesse des Stalinismus einigermaßen überwunden waren und ein gewisser wirtschaftlicher und sozialer Aufschwung stattfand. Mein traurigstes Erlebnis in dieser Zeit hatte wenig mit Politik zu tun. [QUOTE]vielleicht kennt das jemand: du hörst Musik oder liest etwas, und du hast das Gefühl, dich selbst darin zu sehen: da hat es tatsächlich jemand geschafft, deine Gedanken, Gefühle usw. zu vertonen bzw. in treffende Worte zu fassen.[/QUOTE]Ich habe meine Gedanken und Gefühle in einigen Werken von Bach, Beethoven und Schubert wiedergefunden. Die halfen mir besonders während meines Armeedienstes über einige Abgründe hinweg. In diese Zeit fallen auch die ersten starken Zweifel am Sozialismus, wie er in der DDR praktiziert wurde (z.B. der Umgang mit Wolf Biermann), aber ich machte andererseits Bekanntschaft mit Werken der Romantik (besonders Hölderlin), mit Gedichten und Büchern von Hermann Hesse und mit der Bibel. [QUOTE]Am Beginn des eigenen Neu-(Er)findens stand die Hinwendung zu subkultureller Musik und ihrer Szene, die mich schon seit frühester Jugend faszinierte.[/QUOTE]Ich machte die erste nähere Bekanntschaft mit der schwarzen Szene, als mein kleiner Bruder eines Tages ganz in Schwarz und mit hochrasierten Schläfen aus dem Lehrlings-Internat nach Hause kam. Wir sprachen oft über Beweggründe und Inhalte, er spielte mir seine Musik vor (vieles von The Cure) und ich lernte einige seiner Freunde kennen. Ich stand der Szene trotzdem eher skeptisch gegenüber, obwohl sie sich wie ich mit Themen wie Glaubensfreiheit und persönliche Freiheit, Umwelt und ähnlichem beschäftigten. Die Musik fand ich ganz gut, allerdings erschien sie mir ziemlich traurig und mutlos im Vergleich zu den oft kraftvollen und aufbäumenden Klängen bei Beethoven und Schubert. Auch was Kleidung und Styling betraf, hatte ich meine Bedenken: Zum einen erschien mir (als Außenstehendem) die "schwarze Einheitskleidung" nicht gerade als Ausdruck von Individualität. Zum anderen machte sie deren Träger zur Zielscheibe von Staatsgewalt und Leuten "die allet wat anners is stört". Schwarz oder nicht - den Versuchen, den Sozialismus in der DDR lebenswerter zu gestalten, war kein Erfolg beschieden, die "Friedliche Revolution" war spätestens mit der Währungsunion beendet (eigentlich schon mit der Mauer-Öffnung). Fortan hatten wir wieder "ganz normalen Kapitalismus", und die folgenden Jahre hatte ich vorrangig mit dem Kampf ums tägliche Überleben zu tun. [QUOTE]Immer mehr wurde mir bewusst, dass die abgründige Einsamkeit des Menschen angesichts der Zufälligkeit und Grundlosigkeit seiner Existenz, die Sartre an den Beginn seiner Einsichten stellt, real ist.[/QUOTE]Die Zufälligkeit und Grundlosigkeit meiner Existenz wurde mir 1994/95 deutlich [b]bewusst gemacht.[/b] Glücklicherweise war ich zu feige, sie zu beenden. [QUOTE]So niederschmetternd diese Erkenntnis zunächst sein mag, so viele Türen öffnet sie für den Einzelnen, sich von auferlegten Konventionen zu befreien und selbst Alternativen zu entwickeln.[/QUOTE]Ich befreite mich von der Konvention, "gut" sein zu wollen und begriff, dass "Survival of the fittest" [b]nicht[/b] bedeutet "Der Stärkere überlebt" ... [QUOTE]Folgt mensch Sartre in seinem Standpunkt, dass der Kapitalismus einzig die Logik des Geldes repräsentiert, während der Marxismus zumindest für die Idee einer gerechten Welt steht, so ist zumindest die Beschäftigung mit diesem unabdinglich.[/QUOTE]Ich habe bei Marx vor allem gelernt, dass Kapital mehr ist als nur Geld, und konnte dieses infolgedessen etwas vermehren. In der Zwischenzeit hatte ich noch einige "schwarze Musik" kennengelernt und festgestellt, dass es da neben traurigen und mutlosen auch kraftvolle und aufbäumende Klänge gab. Vor allem in den Texten der Inchtabokatables fand ich meine eigene Befindlichkeit treffend beschrieben. Auswege aus dieser sah ich aber noch nicht. Ein Schlüsselerlebnis hatte ich dann Silvester 1999/2000. Da spielten neben den Inchies noch Atrocity und Lacrimosa, und ich fand mich plötzlich mit meinem knallroten Inchies-T-Shirt in einem Meer von Grufties wieder. Diese machten aber gar keine Anstalten, mich "Fremdkörper" aus ihrer Mitte zu mobben. Im Gegenteil: die Mädels waren freundlich, sprachen und tanzten mit mir, und es gab keine "Macker", die mir dafür die Fresse polierten. Das erste Mal seit 15 Jahren fühlte ich wieder so etwas wie "Heimat". Ausgerechnet bei Lacrimosa, neben Sopor Aeternus "die Heulsusen schlechthin", fand ich dann endlich meinen "Turning Point". Ich begriff, "that I only loved your half in me" und dass "not every pain hurts" ... Die Entdeckung der Nachtwelten tat dann ein Übriges ... [QUOTE]Dem Existentialisten geht es immer vorrangig um die Freiheit des Individuums, und er mag zu dem Schluß kommen, dass der Marxismus den Menschen als Individuum nicht gänzlich zu erfassen vermag.[/QUOTE]Ich habe mich bisher leider noch nicht näher mit dem Existentialismus befasst (meinen Weg zu den Grufties habe ich gerade beschrieben), ich werde das umgehend nachholen. Aus deinen Worten schließe ich eher, dass die Existentialisten den Menschen als Menschen nicht gänzlich erfassen (vielleicht tue ich ihnen damit Unrecht). Um Individuum sein zu können, muss der Mensch (über-)leben. [QUOTE]Diese Interpretation, die auch besagt, dass meine eigene Freiheit mich ebenso auf die Freiheit der anderen verweist, macht das Herausbilden eines politischen Bewusstseins allerdings zur Notwendigkeit.[/QUOTE]Aus marxistischer Sicht ist politisches Bewusstsein zum (Über-)Leben nicht zwingend notwendig. Es kann aber sehr nützlich sein, weil ein Miteinander größere Überlebenschancen bietet als ein Gegeneinander. [QUOTE]Die falsch verstandene Freiheit, die von Kapitalisten und ihren politischen Vertretern gepredigt wird (im Grunde die Freiheit des Starken, die Schwachen im Sinne der Profitmaximierung auszubeuten), kann hier nicht gemeint sein, da sie selbst es ist, die bei näherer Betrachtung zu Unfreiheit und Unterdrückung führt.[/QUOTE]Hier ist nun doch meine Versuchung groß, dir zu widersprechen. Das werde ich aber an anderer Stelle tun, da hier off-topic. [QUOTE]Um mit Sartre zu sprechen: Der Sozialismus steht nicht am Ende eines Weges wie etwa der Grenzstein, sondern er ist DER menschliche Entwurf.[/QUOTE]Er ist EIN Entwurf von vielen ... |
| Demon17 | [QUOTE]In meinen Augen war Punk nicht generell linksalternativ. Es war Rebellion, Dagegen-Sein, oftmals Dagegen-Sein um jeden Preis. Das machte die Punks aber berechenbar und verletzbar. Ein Teil von ihnen gab dieses Dagegen-Sein um jeden Preis auf und sagte sich "Was ich haben kann, das nehme ich, wenn ich es will". Schwarz war zum einen edler und erhabener als die zerrissenen Jeans der Punks (daher der Begriff "Edel-Punks"), und zum anderen eine Abgrenzung gegen die bunte Disco-Welt. [/QUOTE] Ich komme vom Lande Turning Point, da gab es zwar eine breite, aktive Hippie-Szene die Bands aus aller Welt in die Kleinstadt holte oder auch mal Jimi Hendrix in die Kreisstadt, aber Punks gab es nur in Bielefeld. Die "Wende" kam Anfang der 80er und da war es gleichzeitig eine Entpolitisierung, eine Abkehr vom unangepassten linksalternativen Mileu und der gesellschaftlichen Totalverweigerung. Mit der Matte bekam man eh keinen guten Job und Schulterlang ging ja auch. Es war aber rein oberflächlich, es kam ein weiteres Nein hinzu, aber kein neues ja. Es ging darum die Überlebensfähigkeit zu erhöhen, in einer Zeit in der manche starben. Es ging darum nicht krampfhaft glücklich sein zu wollen, sondern die Trauer zu genießen und sich nicht von irgendwelchen Utopien bzw. deren Vertreter beeinflussen zu lassen. Es ging um maximale Autonomie, sowohl von der alten Subkultur als auch von der Gesellschaft. |
| Goat93 | [QUOTE]Original geschrieben von Dark_Vortex nur ist es fakt das sobald die cdu nach der spd auch versagt eine anlternative gesucht wird und die wird höchswahrscheinlich eine rechte partei sein weil die a) für werte einstehen b) viel dichter an der bevölkerung sind c) nur halb so komplizierte programme haben wie der rest. -------------------------------------------------------------------------------- Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Original geschrieben von Goat93 Dein Gejammere nützt nichts, solange die SPD und die CDU so einen Machtmissbrauch betreiben. Bevor man auf anderen herumhackt sollte man daran gehen und es besser machen ... Die ganze Zeit wurde immer nur auf die Gefahr von Rechts hingewiesen und wie schlimm die Rechten doch die Stimmen abfangen, statt sich nur EINMAL zu überlegen, das SIE etwas falsch gemacht hätten. -------------------------------------------------------------------------------- Die Worte von Dark_Vortex sind kein "Gejammere", sondern eine nüchterne Betrachtung. Die Mehrheit wird immer die Parteien wählen, von denen sie ihre Werte und Interessen am besten vertreten glaubt. Das werden selten Parteien sein, von deren Programmen sie kein Wort versteht. [/QUOTE] Kewl, nach 2 Jahren ne Antwort :D Nur erkenn ich da nen kleinen Widerspruch. Die Mehrheit wählt SPD und CDU, Dark Vortex befürchtet aber, das die Leute sich nach einfacheren Programmen wenden. Nur, die der Rechten sind alles, nur nciht einfach (doch, einfach lächerlich ^^) Andersherum sind die Programme von CDU und SPD direkt auf den Wählern zugeschnitten, lesen sich dann auch supie, nur der Unterschied ist, die Programme der großen Parteien kann man so im Müll werfen, da nichts davon wirklich umgesetzt wird, was einen was nützt. Die großwerblichen Wahlversprechen werden ja auch sofort wieder über Bord geworfen nach der Wahl. Und genau darum geht es mir doch. Die wenigsten Menschen wählen Heute überhaupt nach Wahlprogrammen und ich möcht mal behaupten, es kennen mehr Leute das Programm der NPD als jeder anderen Partei, da deren Programm ab und an im Schulunterricht durchgenommen wird. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i] Kewl, nach 2 Jahren ne Antwort :D[/QUOTE]Ich habe den Thread erst jetzt entdeckt. Die Frage nach den Beweggründen für Wahlentscheidungen stellt sich aber bei jeder Wahl. [QUOTE]Nur erkenn ich da nen kleinen Widerspruch. Die Mehrheit wählt SPD und CDU, Dark Vortex befürchtet aber, das die Leute sich nach einfacheren Programmen wenden.[/QUOTE]Er schrieb "sobald die cdu nach der spd auch versagt". Noch scheint die Mehrheit [b]zu glauben,[/b] dass SPD und CDU ihre Werte und Interessen besser vertreten, als NPD oder Ex-PDS. [QUOTE]Die großwerblichen Wahlversprechen werden ja auch sofort wieder über Bord geworfen nach der Wahl. [/QUOTE]Menschen sind eben auch ziemlich vergesslich ... [QUOTE]Die wenigsten Menschen wählen Heute überhaupt nach Wahlprogrammen und ich möcht mal behaupten, es kennen mehr Leute das Programm der NPD ...[/QUOTE]... und die Grundaussage ist: "Weg mit allem, was stört !" Das ist noch einfacher als die Wahlsprüche von SPD und CDU, und erst recht einfacher als "Diktatur des Proletariats" oder "Expropriation der Expropriateure" ... Was die Mehrheit von der NPD-Wahl abhält ist vermutlich die von allen anderen Parteien ständig aufgefrischte Erinnerung an den Holocaust. [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] VivaMoz! ... Hier ist nun doch meine Versuchung groß, dir zu widersprechen. Das werde ich aber an anderer Stelle tun, da hier off-topic.[/QUOTE]@ VivaMoz! Ich habe meine Bemerkungen [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1564834#post1564834]dort im Kaiser[/URL] hinterlassen. |
| Goat93 | [QUOTE]Er schrieb "sobald die cdu nach der spd auch versagt". Noch scheint die Mehrheit zu glauben, dass SPD und CDU ihre Werte und Interessen besser vertreten, als NPD oder Ex-PDS.[/QUOTE] Naja, die CDU hat vor und jetzt nach der SPD schon versagt, dieses Versagen prangere ich da ja schon an. Ob es aber von der Masse als Versagen in der Form ange- nommen und überhaupt verstanden wird, ist die Frage, die ich vor 2 Jahren mir insgeheim schon nicht beantworten konnte, daher hab ich das auch weggelassen. Die Linke wird sicherlich noch mehr Zulauf bekommen, gerade weil sie sich in gewisser Weise etwas von der SED/PDS weiter- entwickelt hat, die NPD wird immer eine reine Protestwahlpartei bleiben, denen die Hände zur Veränderung gebunden sind, das wird sich auch nicht weiter ändern. Allerdings wird die Masse sich wohl eher vom Wählen selbst, statt von den großen Parteien distanzieren, wie bei der letzten Wahl ja schon sichtbar. [QUOTE] und die Grundaussage ist: "Weg mit allem, was stört !" Das ist noch einfacher als die Wahlsprüche von SPD und CDU, und erst recht einfacher als "Diktatur des Proletariats" oder "Expropriation der Expropriateure" ... Was die Mehrheit von der NPD-Wahl abhält ist vermutlich die von allen anderen Parteien ständig aufgefrischte Erinnerung an den Holocaust. [/QUOTE] Das Programm der NPD hat mehr als nur weg mit allen was stört, da sind so einige andere Problematiken noch mit drin. Einfacher ist es sicherlich nicht, da man die Kommunistischen Parteien ebenso auf einem Slogan runtersetzen kann, so wie du es gerad getan hast. "Alle Macht vom Volk" hört sich doch eigentlich Supie an, oder etwa nicht? Ich denke nicht, das es der Holocaust ist, den die Leute davon abhält, denn, ich fürchte das dieser keinen mehr wirklich noch Großartig interessiert und eine Positive Lehre aus den Fehlern macht eh keiner, die Schuld wird auch von der bevölkerung als solches entweder abgewiesen oder als "Erbschuld" total verdramatisiert, was schon teilweise ins Masoristiche abdriftet. Man kann sogar eher vermuten, das die NPD durch die Holocaustthematik Sympathisanten bekommt, da den meisten das Thema eher auf die Nerven geht, als das sie es noch aufnehmen würden. Die NPD ist wohl sich dessen auch bewußt, denn die bringt das Thema auch immer wieder an die Tagesordnung, wenn zuviel Ruhe darum ist (Siehe Dresden Holocaust und andere solche Sachen). Die NPD hat ein recht dumpes und Aggressives Image, was den Leuten stört, das hält sie aucuh davon ab, diese noch zu wählen. In Mecklenburg und Sachsen hat man ein saubereres Image versucht und damit auch gleich mehr Wähler bekommen. Das wurde recht Einseitig im Spiegel und Stern dann auch kommentiert, wo weiter das Skinhead Image verbreitet wurde, was recht interessant zu lesen war. |
| Carol_Skeletons | Ohje die arme NPD. Wollen wir hoffen dass bald mehr Bürger die rechtsradikalen Klischees überwinden und zu ihrem intellektuellen und weitsichtigen Kern finden. :rolleyes: [url]http://www.youtube.com/watch?v=Mz8pUhwBsfQ[/url] Wenigstens outen die von der NPD sich von vornherein als die Vollidioten die sie sind und tun nicht so als wären sie zu irgendwas zu gebrauchen (wie jede der großen Parteien). Zum Thema selber ist zu sagen dass ich froh bin, dass die Szene nach wie vor mehr oder minder politneutral ist weil viele "die Politik" in ihrer ganzen Insignifikanz und Durchtriebenheit längst als unverbesserlich abgelehnt haben. Natürlich muss man sich mit den üblichen unvernünftigen links- und rechtsradikalen (bzw. -lastigen) Dödeln herumschlagen, aber die gibt es in jeder Szene und an jedem Ort. |
| Carol_Skeletons | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Du verwechselst unpolitisch mit neutral, vermute ich. Doch selbst wenn Du dies nicht tätest, würde ich Dir widersprechen. Ich traue nämlich der Mehrheit zu, in einzelnen Fragen - ganz differenziert, versteht sich - durchaus klare politische Standpunkte zu beziehen. Es gibt keinen besseren Beleg dafür als dieses Forum. Dass diese einzelnen Standpunkte sich nicht durchweg in größeren politischen Strömungen oder gar Parteiprogrammen wiederfinden (besser: sich dort einordnen lassen), verführt nur den Durchschnitts-Bildzeitungsleser dazu, sich weismachen zu lassen, die Menschen interessierten sich nicht mehr für Politik. Ein Zustand, der zu allen Zeiten seitens der jeweils Herrschenden durchaus gewünscht war. "Politneutral" ist im übrigen ein grauenhaftes Wort. Aus dem Kontext Deines Beitrags heraus lese ich das Wort als apathisch, desillusioniert, gelangweilt, uninspiriert, ideenlos und überfordert. Solche Urteile sollte man sich nun wahrlich nicht anmaßen, finde ich ganz persönlich. [/B][/QUOTE] Was ich meinte war, dass sich viele der Leute die ich kenne weder in der hiesigen Politik wiederfinden, noch sich von ihr verstanden fühlen und deshalb eine neutrale bzw. ablehnende Haltung eingenommen haben. Einen Standpunkt hat jeder, da stimme ich natürlich zu, wirklich "unpolitisch" kann man als denkendes Wesen nunmal nicht sein (nun gut, die Wortwahl war doch etwas unglücklich). Aber einen Standpunkt zu haben (und den habe ich auch) heißt noch lange nicht politsch etwas zu tun. Mag sein, dass es auch viele politisch aktiver sind, sich für ihre Interessen angagieren und eintreten und sogar eine Partei gefunden haben, aber die Erfahrung konnte ich bisher noch nicht machen. Daher ist es gut zu wissen, dass es solche Menschen innerhlab der Bewegung ebenfalls gibt, das ist für mich eine neue Erfahrung...darum lass ich mir auch nicht den Bildleser-Schuh von dir anziehen (was glücklicherweise in keinster Weise anmaßend ist, denn spätestens wenn die neue Fotostrecke zu Dieter Bohlens Cockringsammlung veröffentlicht wird oder ein neuer Bericht über die Nazi Zombies der Arktis erscheint kauf ich mir das Ding tatsächlich wieder /Ironie aus )!;) |