| Ghoostwriter | Im Thread über Narzissmus schreibt Sanna I.S.P.: Zitat: -------------------------------------------------------------------------------- Original geschrieben von Sanna I.S.P. ich sehe in dem begriff des Narzissmus schon das ausgefilterte "schwarze " der selbst- und eigenliebe - (...) beim narzissmus handelt es sich per definition um eine krankheit, die weitab von einem gesunden körperverhältnis steht. -------------------------------------------------------------------------------- Das "ausgefiltert [B]Schwarze[/B] " wird von Sanna mit einer Krankheit in Verbindung gebracht. Ich habe in dem genannten Thread (hier im Forum "Dunkelheit und Licht") dagegen versucht zu erklären, dass Narzissmus nicht an und für sich selbst schlecht ist, es kommt nur auf das richtige Maß an. ich hatte mich gewundert, dass der narzissmus von den meisten Diskussionsteilnehmern so negativ bewertet wurde. Auf der Suche nach der wahren Tugend gerierten sich die "Goths" wie bessere Gutmenschen der Zeugen Jehovas.. Wenn das "Schwarze" ein Zeichen von Krankheit sein soll - wie Sanna am beispiel "narzissmus" unterstellt, müssten logischerweise alle Menschen, für die die farbe "schwarz" eine besondere Bedeutung hat, irgendwie "krank" oder vielleicht gar "pervers" sein. Tatsächlich ist ja traditionell das "Böse" = "Schwarz" und das "Gute" = Weiß. Demnach sind die Goths böse oder kranke Menschen. Offenbar vertritt Sanna in diesem Punkt die Meinung der Kirche. Provokativ gefragt: Müssen alle Goths zum Psychiater, weil sie die Farbe "schwarz" lieben? [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]tatsächlich ist eine der wesentlichsten merkmale eines goths für mich (und das war sie auch schon immer), dass die person eine (mitunter) ordentliche macke hat - das soll nicht abwertend gegen alle leute hier auf diesem forum gewertet werden, aber ich sehe das so, und nehme mich von dieser ansicht auch nicht aus! [/B][/QUOTE] |
| Sanna I.S.P. | hallo ghoostwriter, finde ich wirklich sehr ansprechend, dass du daraus nen eigenen thread gebastelt hast ... nun, schwarz steht, für viele menschen (zugegeben goths sind meist nicht darunter) für die kehrseite des lichtes, das böse, das schlechte etc. ich habe in meinem thread schon zurückgeschrieben, dass ich den begriff schwarz in genau diesem zusammenhang benutzte, nicht in dem, den du hineininterpretierst, aber nichts für ungut ... also, um gleich mal konstruktiv auf diesen thread, der durchaus sehr interessant ist, von der problematik, die er anspricht, einzugehen: MEINE MEINUNG ist, dass niemand, der sich dieser szene wirklich verschreibt, normal ist, und ich würde auch soweit gehen, diese menschen als ... nunja vllt psychisch verstört - nicht zwangsläufig gestört(!!) - anzusehen. von vielen hier wird dieser persönliche eindruck, den ich mir erworben und gebildet habe, verstärkt, und untermauert, aber vllt ist es auch erwähnenstwert, dass ich mich hierbei nicht ausnehme. ich möchte hiermit niemanden beleidigen, oder zu nahe treten; ich wollte lediglich stellung beziehen, wo sich der threadersteller doch so große mühe machte, mich so deutlich zu erwähnen. |
| Little Dreamer | Ich kann dem nur hinzufügen, dass ich nur einen einen Einzigen Menschen kenne, der sich der Szene zugehörig fühlt und den ich als psychisch komplett gesund, also weder verstört, noch gestört bezeichnen kann. Der Rest, mich eingeschlossen, hat irgendeine "Macke". Dachte langsam schon, dass das nur mir auffällt. Little Dreamer |
| Melisande | Hallo zusammen! Was ich bis jetzt so mitbekommen habe (das ist aber zugegebenermaßen noch nicht so lange) gibt es in der Szene viele Leute, die erfahrungen gemacht haben, durch die sie sich innerlich von "der Masse" unterscheiden, und villeicht ist es deshalb für viele (wie für mich eben auch) wichtig sich auch äußerlich abzugrenzen. Ich sehe das Ver-rückt sein bezüglich des schwarz tragens als ein "sich bewust außerhalb des Einheitsbreis bewegen". Aber ich hüte mich davor, Gothic sein als Zeichen einer Psychischen erkrankung zu sehen. Hoffentlich hab' ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.:) Ver-rückte Grüße Claudia |
| Haevion | Ich kann mich Sanna I.S.P. da nur anschließen - liegt in dieser wahren Feststellung etwa eine negative Wertung? Nein. Das ist nunmal die Tatsache. ;) |
| Trauerwesen | Wenn wir zum eigentlichen Sinn der Kultur (der gotischen) zurückgehen, dann fällt auch auf, dass wir uns gegen etwas auflehnen, allein daher haben wir Anpassungsstörungen, bei einigen weniger, bei anderen stärker ausgeprägt. Jedesmal, wenn ich in einem Club bin, frage ich mich, was meine non-Gothic friends (*lol*) dazu sagen würden, und naja, da wird mir bewusst, wir haben alle einen an der Klatsche, verschieden ausgeprägt. Gibt auch andere, ich kenne genug, die einen an der Waffel haben und nicht schwarz sind, aber da haben irgendwie fast alle einen... Exzentrik verbildlicht durch die Outfits, Anpassungsdifferenzen durch das andere Weltbild. Dennoch würde ich alleine den Hang zur Farbe schwarz nicht unbedingt als Indiz für eine Macke sehen. |
| Hiddn Rose | [QUOTE][i]Original geschrieben von Little Dreamer [/i] [B] Dachte langsam schon, dass das nur mir auffällt. [/B][/QUOTE] und noch einer! ;) wie schön! jetz sind wir schon zu dritt. aber ich würd niemals "Psychisch gestört" sagen. Am Beispiel "MIR" sag ich mal: Ich bin sehr nachdenklich, zurückgezogen, "schüchtern" sehr vielen Leuten gegenüber(die schweine haben mir ein teil meiner seele geklaut, ich hasse sie), interessiere mich vor allem für Musik und Philosophie, mir fällt es, aufgrund der "schweine" schwer, mich jdm. anzuvertrauen/bzw. mich von jdm. lieben zu lassen. Würdet ihr das als gestört ansehen? Ich finde, ich häng so in der Mitte zwischen ja und nein. Aber Sanna I.S.P, wie bist du denn? Bezeichnest du dich als Goth? (anscheind nicht) Was machst du hier? Denkst du, du bist gestört? Wie kommst du auf den Gedanken? |
| rainraven | Dann frage ich mich, ob Leute, deren Hosen beispielsweise in den Kniekehlen hängen oder die allesamt ihre Stringtangas sehen lassen oder was weiß ich für modische "Undinge" zur Schau stellen, weil sie sich damit entweder optisch von der Masse abgrenzen oder andererseits auch nur ihr Zugehörigkeit zu einer bestimmten "Szene" kundtun wollen, auch alle "gestört" oder "psychisch krank" sind. Ehrlich gesagt, habe ich noch nie über die Farbe Schwarz als Ausdruck einer bestimmten Geisteshaltung nachgedacht, zumindest bei mir nicht. Schwarz gefällt mir einfach, macht schlank und paßt zu allem und sieht cool aus und betont die anderen Farben, die man dazu trägt oder das Gesicht, wenn man keine Farben dazu trägt, aber ich will damit nicht sagen "mir geht es schlecht" oder "bleibt mir vom Leib" oder "Ich bin anders als Ihr". T.R. |
| Kampfsau | Es gibt echt keinen der nicht wirklich eine Macke hat oder der mehrheitlichen Norm als solche nicht ganz entspricht. Das kann ich von mir in vielen Dingen auch sagen. Aber es gibt eben größere und kleiner Macken.Ich meine Schwarz ist ja eine schöne Farbe und so aber ist es für euch nicht langweilig immer nur diese eine Farbe zu tragen.Vielleicht noch ein paar kleiner rote oder braune schnüre oder etwas in der Art aber meistens eben Schwarz.Sollte man sich nicht eine gewisse Vielfalt erhalten?Immer nur Schwarz ist doch echt langweilig.Es gibt noch viele andere Farben die zu gefallen wissen.Und dann immer diese Depressivität.Und wenns dann zur Philosophie kommt wird es ganz schlimm.Es ist ja nett sich gedanken zu machen auch über extentielle Dinge aber manchmal nervt es auch einfach immer zu Sinnen über Dinge die so fern oder unlöslich oder im Grunde auch unwichtig sind.Diese Leute wirken immer etwas abgehoben von der Realität.Und im Grunde stellen sich oft die selben Fragen wie unzählige Menschen vor ihnen auf die es dann eigentlich auch immer die selben Antworten gibt.Das nervt in dem Sinne das Schwarze andere Leute eventuell als weniger tiefsinnig ansehen. es kommt einen sogar fast vor als hätten Goths die Begriffe Nachdenklichkeit und Melancholie für sich gepachtet nur weil andere sich nicht grössenteils oder für alle sichtbar mit dieser Seite des Lebens befassen.Ich meine z.B. das Gothics recht elitär sind was die Anhänger ihrer Szene betreffen.Z.B. kommt es so rüber als dürfen nur wahre Goten schwarze Kleidung tragen. Ich fänd es relativ egal wenn irgendein Idiot sich meiner Kleidung annähern würde.Er hätte immerhin guten Geschmack. Ich fass es mal so zusammen.Ich hab mindestens genau so viele Macken wie die Goten.Und nicht alles was ich geschrieben habe stimmt für alle in der Szene ,ganz und gar nicht.Nur kommt es von aussen wie die kleine erlesende Gesellschaft vor die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen,sich selbst zu ernst nehmen und eigentlich selbst nicht soviel besser sind.Immerhin fassen viele die Menschen ihrer Umwelt auch als kollektiv zusammen. Und auch ihr wollt z.B. auf Versammlungen wie dem WGT auch mal die anderen mit tollen Kleidern beeindrucken und tragt zum Großteil ähnliche Kleidung.Ihr wisst schon worauf ich hinnaus will. |
| Ikonos | Hi, vieleicht gibt es in der Gothic-Szene im vergleich zur breiten Masse, einfach mehr Leute, die zu ihren psychischen Problemen stehen und dies nicht als Stigma betrachten. Wahrscheinlich sind unter den "gut-bürgerlichen" genausoviele (oder wenige), die "Verrückt" sind, aber dort wird es einfach mehr versteckt und man redet nicht drüber, so dass diese Probleme seltener bemerkt werden. Gunter |
| DarkVampire666 | Huhu ;) Ich denke auch, daß es unter den "Normalos" ähnlich viele "Verrückte" gibt wie in der Schwarzen Szene. Nur wird es eben anders ausgelebt. Die Leute öffnen sich mehr ihren eigenen Problemen und finden wiederum Menschen, denen es ähnlich ergeht wie ihnen. Ich selbst kenne wirklich einige, die ganz normal ticken. Ich finde auch, daß ich ganz normal ticke. Zumindest weitestgehendst ;) Sicher hat jeder seine Macken - aber wer hat die nicht ? Alco ich stehe zB schon auf krasse, verrückte Stylings - aber vom Wesen her stufe ich mich eher als normal ein. Keine Drogen, kein Alkohol, keine Zigaretten ( na gut - DAS ist für manche natürlich nicht normal :D ), eher lustig drauf etc... Gut - ich hatte jetzt keine so tolle Kindheit, was mich natürlich auch geprägt hat. Aber es gibt sicherlich auch viele "Normale", denen es ähnlich erging. Melle ^v^ |
| rochus | ich bin gestört. ja, ich glaube, ich hab total einen an der klatsche und das mein ich jetzt nicht sarkastisch oder ironisch, aber wenn ich mich so im gegensatz zu anderen menschen betrachte, dann sehe ich mich immer relativ anders. wahrscheinlich werde ich auch deswegen von leuten, die mich nicht kennen und das erste mal sehen, als psycho bezeichnet.. mir ist es aber egal, und wisst ihr warum? weil ich in dieser szene die erfahrung gemacht habe, dass es niemanden stört, ganz im gegensatz! wo ich bei anderen auf ablehnung treffen würde durch meine art (und die ist sehr bizarr), finde ich hier einfach - nicht anerkennung, aber eben keine ablehnung. hier kann ich sein, wie ich bin und das macht das gothic sein eben auch aus. (neben den anderen grundzügen halt, aber lasst das nun bloß nicht wieder zu soner pseudo-was-ist-goth aktion werden!! sonst bin ich raus aus der diskussion) gruß rochus |
| Lesther | Tagchen. Finde das hier sehr interessant. Also, widersprechen wäre das Falsche ... ich meine, es ist ja auch nicht ganz ohne Grund, dass es auf dieser Seite ein eigenes Forum für Magersüchtige, Borderliner und Selbstmordgefährdete gibt, oder? Wir wollen es einmal so ausdrücken: Nicht jeder Kranke ist ein Goth - aber jeder Goth ist leicht krank. Muss ja nix schlimmes sein. Jeder mensch hat seine macken, die einen so, die andern so ... Nur: jemand, der rundum "normal" ist, würde wahrscheinlich mit seinem äußeren auch lieber die "normale Seite" der Bevölkerung anziehen, und würde kaum ganz in Schwarz gehen. Mal abgesehen davon muss ich sagen, dass für mich ganz generell schwarz zu tragen kein zeichen von trauer ist. Schwarz kann elegant sein, oder als Schlankmacher dienen, oder einfach dezent wirken. Das hat verschiedene gesichter. Zudem möchte ich erwähnen, dass in schwarz alle anderen farben enthalten sind. Also wozu das Ganze. Gruß, L. |
| Tristesse_77 | Ich will mir jetzt keine Feinde machen, zumal ich hier recht neu bin und es mir hier im Grunde auch recht gut gefällt, aber ich finde schon, dass es Goths gibt, die ein wenig "extrem" sind, denen es fast nur um Selbstdarstellung geht und um klug klingendes Geschwafel, das im Grunde aber nicht wirklich vielsagend ist, wenn man genau hinter die Worte schaut. Mir selbst sieht man nicht an, dass ich Gothic mag und ab und an eine kleine Exkursion in diese Welt mache. Ich mache daraus nichts Besonderes, aber auch kein Geheimnis. Was das Schwarze angeht, so denke ich, gäbe es ohne Dunkelheit auch kein Licht. Das eine muss existieren, um die Existenz des anderen zu wahren. Für mich steht Dunkelheit nicht für das Böse, sondern mehr für Geborgenheit und Stille, einfach nur Ruhe und Harmonie ohne stressige Bewegung und Bilder. Was das Kranksein angeht, so ist das Schwachsinn. Allerdings - und ich spreche auch und insbesondere für mich - denke ich, dass dunkle Menschen sich mehr Gedanken über das Leben, den Tod, Gott und die Welt machen, mehr hinterfragen. Das macht zuweilen melancholisch und führt zu tiefgründigeren Gesprächen. Es kann allerdings auch depressiv machen, und das ist eine Krankheit... |
| Kimrah | habt ihr schonmal in einen schwarzen opal hineingesehen? dort finden sich alle farben in der dunkelheit wieder... außerdem passt schwarze kleidung immer und überall hin, man muß sich also keine großen gedanken machen, was man anzieht. schwarz ist die bunteste aller farben p.s.: selbstdarstellung ist sinn und zweck einer jeden subkultur, oder nich? |
| Tristesse_77 | Zu dem PS: ich weiß nicht, ich finde, Selbstdarstellung in übertriebenem Maße lässt Menschen oberflächlich wirken, so wie eine dicke Kruste, die einen weichen Kern ummantelt. Selbstdarstellung ist so etwas wie eine Mauer, die das wirkliche Ich abschottet. Weiß nicht, wie ich das genauer erklären soll. Und zu der "Farbe" Schwarz. Schwarz ist ja an sich gar keine Farbe. Schwarz entsteht eben gerade dadurch, dass man alle möglichen Farben mischt - genauso wie weiß... |
| Kimrah | aber wenn du dein wahres ich nach außen trägst, dich also selbst darstellst, ohne mauer und so, ist doch genau das selbstdarstellung im wahrsten sinn des wortes. |
| Tristesse_77 | Hmm... ich finde, einen Goth macht nicht das aus, was er nach außen trägt, sondern, was er in sich trägt... Und es ist nicht das dunkle Aussehen (schwarze Kleidung, Schminke und Co.), das einen Menschen zum Goth macht (und das glauben viele), sondern die Dunkelheit, die dieser Mensch in sich birgt, egal, wie bunt er angezogen ist. Ich bin halt der Meinung, dass es bei vielen (das ist meine Feststellung, wenn ich tanzen gehe) mehr so etwas wie Maskerade/Fasching o.ä. ist... Ich glaube auch nicht, dass es das darstellt, was sie in sich spüren. Sie wollen einfach anders sein und auch Menschen, die von dieser Welt keine Ahnung haben, provozieren. Dadurch fühlen sie sich stärker und erhaben. Ich mag alles, was mit Gothic zu tun hat, aus ganz anderen Gründen. Klar, mache ich mich zum Tanzen auch zurecht, allerdings immer noch so, dass es nicht nach Maskerade aussieht und es immer noch sexy ist (was ich für weibliche Goth eigentlich typisch finde), aber ich definiere das Goth-Dasein eigentlich ganz anders und vielmehr als Liebe der Natur, Tiefgründigkeit, Harmonie und Ruhe. Ich denke auch, dass die Liebe zum Friedhof mehr die Liebe zur Ruhe/Stille und Natur ist, als die Liebe zum Tod, welcher zugegeben auch irgendwie für Ruhe steht... |
| Nathanael | [QUOTE]aber ich würd niemals "Psychisch gestört" sagen. Am Beispiel "MIR" sag ich mal: Ich bin sehr nachdenklich, zurückgezogen, "schüchtern" sehr vielen Leuten gegenüber(die schweine haben mir ein teil meiner seele geklaut, ich hasse sie), interessiere mich vor allem für Musik und Philosophie, mir fällt es, aufgrund der "schweine" schwer, mich jdm. anzuvertrauen/bzw. mich von jdm. lieben zu lassen.[/QUOTE] sorry wenn ich Mundraub begehe aber dass trifft auch auf mich zu. Stimmt, es kommt auf die Dunkelheit in der Seele an, nicht auf das was man trägt. Nath |
| Sanna I.S.P. | hehe, ich hatte mich ja eigentlich schon auf so manches gefasst gemacht ... ;) ! nun, zu der immer wieder in posts aufkommenden sicht, dass schwarz allein nicht ein ausdruck von krank ist ... dem kann ich doch nur zustimmen! aber ich schrieb es ja auch nicht so, mir ging es um das persönlichkeitsbild der grufties ... @ Haevion: das du mir zustimmst, war doch irgendwie klar ;) :D ! @ Hiddn Rose: zu dritt? wohl schon etwas mehr :D [QUOTE]Aber Sanna I.S.P, wie bist du denn? Bezeichnest du dich als Goth? (anscheind nicht) Was machst du hier? Denkst du, du bist gestört? Wie kommst du auf den Gedanken?[/QUOTE] also, ich habe schon indirekt erwähnt, dass ich mich für goth halte (obwohl ich das eigentlich nie so sagen würde ...), aber ja, ich fühle mich "schwarz". was ich hier mache? was machen denn all die anderen schwarzen hier? posten !? ja ich denke, ich bin gestört (auch das, habe ich indirekt schon erwähnt). wie? hehe, durch sorgfältige beobachtung meiner umwelt, wie ich mich darin einfüge und verhalte (auch die unterschiede, versteht sich, oder?), sowie durch genaue relexion meiner handlungen, gedanken und sonstiger innerer regungen, die ich selber für mich wahrnehmen kann ... (klang das zu geschwollen? ... wahrscheinlich) @ Little Dreamer: jaja, du bist nicht allein, hehe ... |
| Nathanael | @ sanna Ich hatte auch schon beim Treffen das Gefühl das du ...."anders" bist als Kaja, Pride,Black, Ich....; Eher nachdenklich, zurückgezogen. Du hast die Aussicht da oben genossen, oder? Nath |
| Sanna I.S.P. | ne, die aussicht war mir egal, aber überall und nirgends hinzusehen hilft bei so manchem unterfangen, das anderen besser verborgen bleibt .... (das geht bisschen offtopic - das sollte eher in den fks besprochen werden!) |
| Montrose | [QUOTE]beim narzissmus handelt es sich per definition um eine krankheit, die weitab von einem gesunden körperverhältnis steht.[/QUOTE] 1) Narzismus ist "per definitionem" zunächst mal keine Krankheit, sondern ein ziemlich mißverständlicher Begriff. Es kann sich dabei um ein tiefenpsychologisches Konstrukt, ein Persönlichkeitsstil, eine Persönlichkeitsstörung oder aber auch nur eine Herabsetzung eines anderen so nach dem Sinne "huch bist Du egoistisch" handeln, mit dem man einen anderen ins Unrecht setzt. 2) Wenn man seine Interessen durchsetzt, sich über sich Gedanken macht oder Gefühle zeigt, ist das weder Narzißmus noch eine Krankheit, sondern schlichtweg gesund und normal. 3) "Gesundes Körperverhältnis"??? Was hat das denn mit dem Thema zu tun? 4) Gothic ist weder eine psychische Krankheit, noch Narzißmus, noch ausschließliches "Depri-Sein". Wenn man mal die Berichte zum WGT anschaut, sind Gothics sogar ---huch, jetzt wird's aber untrue --- oft ziemlich lebensbejahende Menschen. [QUOTE]Wahrscheinlich sind unter den "gut-bürgerlichen" genausoviele (oder wenige), die "Verrückt" sind, aber dort wird es einfach mehr versteckt und man redet nicht drüber, so dass diese Probleme seltener bemerkt werden.[/QUOTE] Exakt. |
| rainraven | Ich würde einerseits nicht behaupten, daß ich "100 Prozent Gothic" bin, denn normalerweise trage ich durchaus andere Farben, allen voran ein kräftiges Blau.:) Wenn ich ausgehe, ist es sogar kaum der Fall, daß ich "farblos" daherkomme. Und wenn ich privat z.B. eine schwarze Cordhose und einem schwarzen Sweater, dicke Boots und eine schwarze Flokatijacke trage, denke ich nicht groß darüber nach, ob ich jetzt "gothic" wirke, es gefällt mir einfach. Andererseits würde ich mich auch nicht als "anormal" oder "krank" bezeichen, zumindest nicht mit Stolz, mich dadurch von anderen abzuheben. Ich bin leider sensibler als der "Durchschnittsmensch", leide viel mehr unter Problemen, Belastungen und Verlusten, habe Ängste und mache mir (zu) viele Gedanken, aber ich bin nicht psychisch krank. Sagt auch meine Psychotherapeutin. Und derartige Gefühle und Probleme, bloß andere, zusammenhängend mit meinem jeweiligen Leben, Freunden und Schule/Beruf/Weiterkommen hatte ich schon, als ich noch in der Metal-, Indie- und Technoszene war, also würde ich nicht sagen, daß das für mich mt dem "Gothicsein" zusammenhängt. Ich wäre auch froh, wenn es mir besser ginge, aber ich würde deshalb nicht Szene oder Kleidung wechseln. Sicherlich stehe ich manchmal auf Selbstdarstellung, aber wer tut das nicht, egal, in welcher Weise? Ob mit Make-Up oder ausgelassenem Partyleben, Dekoration seiner Wohnung oder seines Körpers, Kleidung oder Hobbies? Gothic ist halt nur eine Bewegung, wo das vielleicht nach außen eher deutlich wird, weil die Leute zum Teil auf viel "krasseren" Stil stehen als Andere. Doch verglichen mit der Technoszene, wo ich viele wirklich "kranke" und oberflächliche Menschen (krank durch Drogen und deren Auswirkungen oder unakzeptable Lebensansichten, oberflächlich in Bezug auf Probleme und ernste Themen) kennengelernt habe, ist mir die "schwarze" Szene wesentlich lieber. Und ich würde jetzt nicht jemanden als "anormal" oder "krank" bezeichnen, weil er Vogelspinnen hält, einen Plastikschädel im Auto liegen hat oder wallende schwarze Gewänder trägt. Da ist jemand, der sich erst mal eine Nase Koks reinziehen muß, um überhaupt mit mir zu reden oder jemand, der aus Spaß seinen Drucker und Aktenmappen unter einer Autobahnbrücke verbrennt, weil er mit dem Studium fertig ist, wesentlich eher als "krank" zu bezeichnen, finde ich. T.R. |
| Sanna I.S.P. | @ Montrose: lies dir den thread durch, aus dem Ghoostwriter zitiert, dann erklärensich vllt einige deiner fragen, und ich muß nicht alles wieder neu vor mir ausbreiten. und ich habe auch nicht gesagt, dass goth-sein an sich, eine psychische krankheit ist (oder hab ich das?), sondern, dass die vertreter, meiner meinung nach, ne macke haben, um soetwas als lebensstil zu erreichen, bzw durchzuführen und zu leben, denn melancholisch oder depressiv können andere auch sein. und das grufties auch sehr lebensfroh sein können, ist mir schon aufgefallen. |
| dark loneliness | Beispiel: 4 (in ihren Augen) normale Menschen und 1 (nach Meinung der Normalos) psychisch Kranker. Ist der psychisch Kranke wirklich krank? Oder ist er der einzige Normale und die Ansichten der 4 anderen haben sich nur soweit verbreitet, dass er überall als krank hingestellt wird. Wenn jemand nicht dem "Normbild" entspricht, sei es, weil er schwarze Sachen trägt oder auf irgendeine andere Art und Weise aus der breiten Masse heraustritt, wird derjenige sofort als eine Art Problemfall angesehen. Meiner Meinung jedoch nur, weil eben diese breite Masse durch die größere Zahl ihrer Anhänger sich selbst für normal hält. Für mich ist das nur ein Resultat aus Vorurteilen und Unverständnis. Um jeden Preis innerhalb der breiten Masse so "normal" wie möglich sein, nur nicht ausbrechen. Sonst könnte man am Ende noch selbst zu den "psychisch Kranken" gezählt werden. dark loneliness |
| Montrose | @Sanna. [QUOTE]dann erklärensich vllt einige deiner fragen[/QUOTE] Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten. [QUOTE]und ich habe auch nicht gesagt, dass goth-sein an sich, eine psychische krankheit ist (oder hab ich das?), sondern, dass die vertreter, meiner meinung nach, ne macke haben, um soetwas als lebensstil zu erreichen, [/QUOTE] Welche Vertreter denn? Die Staubsaugervertreter? Ich habe mich hier eingemischt, weil die Zuordnung von Gothic zu psychischen Problemen etwas heikel ist: 1) So, wie es das Vorurteil gibt, die Goths sind Satanisten, so gibt es auch das Vorurteil, Goths hätten alle eins an der Klatsche. Ich finde, man sollte solchen Vorurteilen nicht Vorschub leisten. Die Presse, der ganze Medienzirkus wartet doch nur darauf, unsereins als Monster sensationsgeilen Omis in irgendwelchen Talkshows etc. als Dessert zu servieren. Das wird der Sache einfach nicht gerecht. 2) Es besteht die Gefahr, daß psychisch gesunde Goths, denen halt einfach der Lifestyle gefällt, in eine Ecke gedrängt werden, wo sie nicht hingehören. Und ich finde ganz und gar nicht, daß Menschen mit Problemen Gothic für sich gepachtet hätten oder nur diese "true" wären. 3) Ich finde es in Hinblick auf die deutsche Geschichte problematisch, einen Musikstil, ein Lebensgefühl usw. pseudowissenschaftlich als "gestört" zu bezeichnen. Das hatten wir schon einmal... Stichwort "entartete Kunst" und das Verbot von Jazz durch Goebbels. 4) Dieses um sich werfen mit pseudowissenschaftlichen Begriffen wie "Narzißmus" halte ich für schwierig. Ich persönlich finde, daß psychisch Kranke oft total nerven und meist auch böse sind in dem Sinne, daß sie andere schädigen. Auf der anderen Seite haben sie alle Menschenrechte und man muß --- selbst wenn eine Therapie, wie nicht selten, scheitert --- irgendeine Form menschenwürdigen, bereichernden und ausbaufähigen Lebensmöglichkeiten im Sinne von Glück und Wachstumschancen zur Verfügung stellen. Und das ist jetzt mal KLARTEXT geredet. Mit solchen Psychowischiwaschi von wegen "Narzißmus" und auch JUNG und der andere Quatsch kann ich nicht viel anfangen, weil sich die Leute von einem klaren Standpunkt herausmogeln, psychische Probleme mystifizieren und damit dieses Thema völlig unkontrollierbar machen. 5) Gothic ist für mich eine ernstzunehmende Weltanschauung. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, ist es eine folgerichtige Ablösung von der 68ger- und Anti-Atomkraft-Bewegung. Die vorangegangene Generation hat durch ihre politische Sichtweise die gesellschaftliche Macht errungen. Damit die Jüngeren, die ja unsere Zukunft bilden werden, nicht von alten Strukturen und Werten stranguliert werden, haben sie eine Gegenbewegung gebildet: Betonung des Privaten; persönliche Verantwortung statt alles nur auf Strukturen zu schieben; Gefühl, schönere Kleidung gegenüber den alten Schlabberjeans, weniger aggressive Musik usw. als Ausdruck neuer Werte. @dark loneliness. Psychisch krank ist nur, wer sich selbst als solches definiert und/oder durch einen Arzt oder Psychologen oder Richter als solches deklariert wurde. Was der Nachbar, die Eltern, die Medien etc. sagen, ist belanglos. Die letztgenannten Personen oder Institutionen haben überhaupt kein Recht, andere für krank zu erklären. Dies schließt allerdings ganz und gar nicht aus, daß man natürlich gerade auch als "Gesunder" für sein Handeln Verantwortung trägt. |
| TheTurningPoint | Für mich ist eine Eigenschaft oder Verhaltensweise nur dann krank, wenn sie zur Zerstörung des Betroffenen führt oder er selbst darunter leidet. Um die Krankheit zu heilen oder wenigstens ihr Voranschreiten zu stoppen ist es wichtig, die Ursachen für ihr Auftreten und ihr Voranschreiten zu finden und soweit möglich auszuschließen. In den meisten Fällen liegen die Ursachen in den Umgebungsbedingungen oder Einwirkungen aus der Umgebung. |
| Sanna I.S.P. | @ Montrose [QUOTE]Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten.[/QUOTE] dann hoffe ich doch, dass du dich wenigstens mit den hintergründen etwas vertraut gemacht hast ... und nun auch noch so billig (tut mir leid, aber anders kann man diesen "staubsaugervertretersager" einfach nicht bezeichnen); also, nachdem, was ich so von dir gelesen habe, denke ich, bist du durchaus in der lage, ohne derlei auszukommen. ad1) darin muß ich dir unbestritten recht geben, und ich erkenne auch, dass meine aussage, in dieser hinsicht (wie auch generell in einigen mehr) problematisch ist. ad2) eine true - untrue ausführung möchte ich mir hier aber tunlichst ersparen! ich habe meine bemerkung, der dieser thread zugrundeliegt auch nicht so ausgeführt, dass gothic-sein, ein privileg für die VERstörten menschen sei, sondern, dass es mein eindruck von der szene ist. ad3) ich habe es ja gerade vermieden, es als gestört zu bezeichnen - ich benutzte den ausdruck verstört, der für mich, doch eine andere bedeutung besitzt. und jetzt mach mal halblang! das, was ich geschrieben habe, in zusammenhang mit goebbels und nationalsozialistischer propaganda und politik zu bringen, geht eindeutig zu weit!! ad4) [QUOTE]Mit solchen Psychowischiwaschi von wegen "Narzißmus" ...[/QUOTE] was meinst du damit, wenn ich fragen darf? das hat für mich erklärungsbedarf. |
| Seraphyte | hm, wurde schon erwähnt, dass zb in china schwarz als rein und gut gilt und hingegen weiß als böse und verdorben? wer hat denn schon das recht irgendwas oder irgendwen als "normal" zu bezeichnen!? |
| Montrose | [QUOTE]und nun auch noch so billig (tut mir leid, aber anders kann man diesen "staubsaugervertretersager" einfach nicht bezeichnen)[/QUOTE] Ich habe Deinen Satz einfach nicht verstanden, das ist alles. :) [QUOTE]der dieser thread zugrundeliegt auch nicht so ausgeführt, dass gothic-sein, ein privileg für die VERstörten menschen sei, sondern, dass es mein eindruck von der szene ist.[/QUOTE] Deine Ausdrucksweise ist für mich mißverständlich. Bei mir kommt das so an: eigentlich hältst Du die Szene für bekloppt, aber irgendwie willst Du das nicht so deutlich ausdrücken. Und deshalb kommen dann so komische Formulierungen wie "verstört" und "mein Eindruck von der Szene". Möglicherweise meinst Du was ganz anderes ... sogar dasselbe wie ich ... daß die Szene in eine falsche Ecke geschoben wird. Vielleicht hast Du aber auch Ressentiments, zu denen Du nicht stehst. Für mich ist das unklar. [QUOTE]ich habe es ja gerade vermieden, es als gestört zu bezeichnen - ich benutzte den ausdruck verstört, der für mich, doch eine andere bedeutung besitzt.[/QUOTE]Ich kann da keinen Bedeutungsunterschied erkennen. Verstört meint ja irgendwie auch orientierungslos, verpeilt usw. Und ich finde, das trifft so nicht zu. Die meisten Goths haben doch recht konkrete Vorstellungen von dem, was sie wollen und für richtig halten. [QUOTE]und jetzt mach mal halblang! das, was ich geschrieben habe, in zusammenhang mit goebbels und nationalsozialistischer propaganda und politik zu bringen, geht eindeutig zu weit!![/QUOTE] Das war nicht auf Dich gemünzt, sondern eine ganz allgemeine Überlegung. Wenn jemand einen Musikstil mit medizinischen Kategorien in Verbindung bringt, gibt es dafür ein Vorbild in der deutschen Geschichte. Wenn Du tatsächlich behauptet hättest (Konjunktiv), diese Musik sei Ausdruck einer Krankheit, dann ginge meine Behauptung durchaus nicht zu weit. Aber Du hast das ja nicht behauptet. [QUOTE]was meinst du damit, wenn ich fragen darf? das hat für mich erklärungsbedarf.[/QUOTE] Für mich auch. Warum benutzt Du statt "Narzißmus" nicht einfach ein deutsches Wort, damit wir verstehen, was Du sagen willst. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Ich stelle keine Fragen, sondern gebe Antworten. [/B][/QUOTE] :D [QUOTE][B]Ich habe mich hier eingemischt, weil die Zuordnung von Gothic zu psychischen Problemen etwas heikel ist: ... [/B][/QUOTE]Volle Zustimmung zu 1) bis 4). [QUOTE][B]5) Gothic ist für mich eine ernstzunehmende Weltanschauung. ... Damit die Jüngeren, die ja unsere Zukunft bilden werden, nicht von alten Strukturen und Werten stranguliert werden, haben sie eine Gegenbewegung gebildet: Betonung des Privaten; persönliche Verantwortung statt alles nur auf Strukturen zu schieben; [/B][/QUOTE]Die strangulierende Wirkung von alten Strukturen wird m.E. wahrgenommen, ob bewußt oder unbewußt. Das qualitativ Neue sehe ich darin, daß statt der Parole "Macht kaputt was euch kaputt macht" genauer unterschieden wird, was kaputt macht und was nicht, und vor allem, daß [b]neue Strukturen aufgebaut und gelebt[/b] werden. Diese Strukturen mögen Außenstehenden als Gleichgültigkeit oder Arroganz erscheinen, aber sie bieten dem Einzelnen genügend Raum zur persönlichen Entfaltung. [QUOTE][B]Gefühl, schönere Kleidung gegenüber den alten Schlabberjeans, weniger aggressive Musik usw. als Ausdruck neuer Werte. [/B][/QUOTE]Um den Widerspruch zwischen den von dir genannten neuen Werten und dem teilweise bizarren Äußeren einiger Goths aufzulösen, möchte ich hinzufügen, daß die alten Werte und Konventionen, wie gerade diktierte Haar- Kleider- und Schuhmode, Markenwerbung, sonnengebräunte Haut, geschlechtsbetonte Kleidung und Panik vor dem Loch in der Strumpfhose oft durch Überbetonung des Gegenteils persifliert werden. [QUOTE][B]Psychisch krank ist nur, wer sich selbst als solches definiert und/oder durch einen Arzt oder Psychologen oder Richter als solches deklariert wurde. Was der Nachbar, die Eltern, die Medien etc. sagen, ist belanglos. Die letztgenannten Personen oder Institutionen haben überhaupt kein Recht, andere für krank zu erklären. [/B][/QUOTE]Ich frage mich auch, ob die erstgenannten per se das Recht haben, jemanden für Krank zu erklären. Dieses "Recht" wurde in der Vergangenheit auch schon mehr als genug mißbraucht. [QUOTE][B]Dies schließt allerdings ganz und gar nicht aus, daß man natürlich gerade auch als "Gesunder" für sein Handeln Verantwortung trägt. [/B][/QUOTE]Das ist bei freieren Strukturen ganz besonders wichtig. |
| LaChatte | irgend eine Ecke ab haben alle, die ich hier getroffen habe... auch ich, darum bin ich wohl noch hier.:D Allerdings, ständig schwarz tragen würde mich persönlich tatsächlich krank machen., und warum sich so viele Leute in schwarz so wohl fühlen, ist etwas, was ich wohl nie begreifen werde... |
| Sanna I.S.P. | hey, so langsam kommen wir der sache näher (hab ich so zumindest das gefühl :) ) [QUOTE]Deine Ausdrucksweise ist für mich mißverständlich. Bei mir kommt das so an: eigentlich hältst Du die Szene für bekloppt, aber irgendwie willst Du das nicht so deutlich ausdrücken. Und deshalb kommen dann so komische Formulierungen wie "verstört" und "mein Eindruck von der Szene". Möglicherweise meinst Du was ganz anderes ... sogar dasselbe wie ich ... daß die Szene in eine falsche Ecke geschoben wird. Vielleicht hast Du aber auch Ressentiments, zu denen Du nicht stehst. Für mich ist das unklar[/QUOTE] also, ich halte die szene nicht für bekloppt, aber ich habe oft recht verquere anschauungen (was andere für schlecht ansehen, muss für mich nicht unbedingt etwas negatives sein!) - so ähnlich lässt sich das vielleicht erklären - ich mag seltsame, komische leute, die "eigen" sind, die auch ein wenig wahnsinnig sind! schließlich bin ich selbst auch so. von daher sehe ich die szene durchaus nicht negativ, wenn du verstehst. verstört ist für mich einfach eine abgeschwächte und weit nicht so harte form wie gestört (für mich ist es dieser feine unterschied, der die differenzierung zwischen ... hm, verständnis bzw mitgefühl und andererseits ablehnung und abwertung ausmacht - ich weiß, dass dies mein persönliches wortverständnis ist, und dass dadurch auch missverständnisse entstehen können, aber naja ... und wenn jetzt wieder der gedanke in deinem kopf auftaucht, dass ich all die goths, die diese einstellung aus reiner freude am lebensgefühl (oder wie man das nun auch immer sagen soll), als nicht "echt" bezeichne, sage ich gleich, dass es für mich schon die zugehörigkeit, und das gefühl, das diese hervorruft bzw ausmacht, ist, das doch schon eingermaßen "seltsam" anmuten könnte. aha, ein deutsches wort, nun ... narzissmus = überzogene/krankhafte selbstliebe so verstehe ich das (was ich schon des öfteren erwähnt habe), und so ist dieser begriff in meinen beiträgen zu verstehen. |
| Windspiel | Habe ich eine Klatsche,nur weil ich die ganze Woche in Schwarz rumlaufe oder mich ein bisschen im Philosophieren übe?Wohl kaum.Realität ist nur so lange real,wie sie als solche von einer großen Masse empfunden und definiert wird.Gothic ist eine Auflehnung gegen die Realität,wie sie momentan in der Welt definiert wird.Wir zeigen bewusst seelische Abgründe,welche nur zu gerne unter den Teppich gekehrt werden,wir versuchen den Flair des Morbiden und der Vergangenheit zu wahren,dem Streben zum Ende der Zukunft verfallend,wir beschäftigen uns mit Poesie,Lyrik und Philosophie,welche kurzweiligeren Beschäftigungen gewichen sind,wir stellen das Gegenparadoxon zum "Normalen" dar.Das Schwarz ist Teil von uns,das für die Umwelt untrügliche Zeichen für die Schattenseite der maskenhaften Gesellschaft,welches vielleicht dazu anregt nachzudenken,jedoch immer passiv bleibt(oder leider nur bleiben sollte).Wir sind in Gedanken frei,könne alle Teile unseres Geistes innerhalb unserer Umgebung frei ausleben. Für die "Normalen" werden wir immer gestört und unbegreiflich sein,wir sind ihnen ebenso unbegreiflich wie sie uns. @Sanna I.S.P: Wieso sollte Philosophie sinnlos sein?Welches Unterfangen hätte mehr Sinn,als der Versuch seine physische wie psychische Umwelt von Grund auf aus eigenem Antrieb und auf eigenen Grundlagen ergründen zu wollen?Die dünne Blase durchbrechen zu wollen?Nur ein Narr könnte annehmen,die von ihm erfasste Welt sei die "wirkliche"!Ich möchte dich nicht angreifen,jedoch halte ich diese Haltung für sehr bedauerlich. Schöne Grüße,euer Windspiel |
| Montrose | @Sanna. Leuchtet mir jetzt eher ein. @Rest (inklusive Sanna). Interesssante Beiträge. @LaChatte: Kennst Du das Buch "Ich bin okay, Du bist okay" von Harris glaub ich. ;) |
| Sanna I.S.P. | @ Windspiel: nun, keine angst, ich fühle mich schon nicht angegriffen :) ! ich habe mich nie direkt auf die philosophie bezogen, aber für dich ist sie ein selbstverständlicher teil deines lebens, und auch ein essentieller teil, deiner anschauung von gothic, stimmt doch so? nun, es gäbe auch andere wege, zu phiosophieren, nicht nur die im hinblick auf ein gothisches leben - verstehe mich nicht falsch! ich will nicht sagen, dass du einen anderen weg einschlagen sollst, aber die philosophie ist nur ein element dieser kultur, und einstellung. gibt es denn jemanden, der nur, aufgrund der philosphischenaspekte goth wird? @ Montrose: haha, schön, das zu lesen :) ! |
| LaChatte | @Monti ja, der Titel sagt mir was... ich finds ja auch absolut ok, solange ich nicht dazu gezwungen werde, ständig Schwarz zu tragen.. vor allem jetzt, wo es so heiss ist, sind helle Farben einfach angesagter. Weisse Hosen mit rosa-beigen senkrechten Streifen, zum Beispiel. Ist das auch OK?:cool: |
| Montrose | Nein. :D |
| LaChatte | :eek: :mad: :mad: :mad: :cool: |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Sanna I.S.P. [/i] [B]ich habe mich nie direkt auf die philosophie bezogen, aber für dich ist sie ein selbstverständlicher teil deines lebens, und auch ein essentieller teil, deiner anschauung von gothic, stimmt doch so? [/B][/QUOTE](Meine persönliche Ansicht) Philosophie ist ja sozusagen die Mutter aller Wissenschaften, weil sie den direkten Bezug zwischen dem Ich und der Welt zum Inhalt hat. Sie bildet quasi die Grundlage der Lebenseinstellung. [QUOTE][B]nun, es gäbe auch andere wege, zu phiosophieren, nicht nur die im hinblick auf ein gothisches leben [/B][/QUOTE]Ich nutze die Philosophie als Hilfsmittel für [b]MEIN[/b] Leben. Ob das jemand anders als "gothisch" bezeichnet, ist mir eigentlich ziemlich egal. Klar, man kann Philosophie auch als Hobby und rein theoretisch betreiben, aber das ist so als wenn man theoretisch weiß, daß die Erde eine Kugel ist, aber trotzdem Angst hat, daß man herunterfällt, wenn man zu weit an den Rand geht. [QUOTE][B]gibt es denn jemanden, der nur, aufgrund der philosphischen aspekte goth wird? [/B][/QUOTE]Sie waren ein Hauptgrund für meine Neugier auf "das Schwarze", neben einem Gefühl der Geborgenheit, als ich das erste Mal mehr oder weniger zufällig in eine größere Ansammlung von "Schwarzkitteln" (ca. 500) geraten bin. @ LaChatte: Auf dem [URL=http://www.lvz-online.de/fotogalerie/2004_lvz_wgt01/index.html]letzten WGT[/URL] habe ich auch einige weiße Goths gesehen, und natürlich wieder eine Menge Mädels in wunderschönen nicht-schwarzen Kleidern. :cool: Aber was spricht nun für Schwarz? Auf jeden Fall macht's schlank. Und wenn die Kleidung weit genug ist, kann man sie auch bei Hitze tragen. Viele Leute in den heißen Ländern tragen weite schwarze Gewänder und Schleier bzw. Turbane. Notfalls hilft auch ein schwarzer Sonnenschirm. |
| Montrose | [SIZE=1]Auf einem der Bilder ist Julya drauf[/SIZE]:D |
| TheTurningPoint | [SIZE=1]Psssst ! Nicht weitersagen ... Ich habe auch ein Bild, wo Montrose drauf ist ...[/SIZE] |
| littlelilith136 | Ich hab das Thema wiedereinmal nicht ganz durchgelesen... aber... Ich bin der Ansicht, dass nicht nur alle Gothics, sondern jeder Mensch dieser Welt eine Macke hat. Ich rede hier nicht von einer ausgeprägten Psychischen Krankheit, sondern nur von einer Macke. Wenn einmal alle hier nachdenken würden, dann müssen sie sich sicher eingestehen, dass mindestens eine klitzekleine Kleinigkeit an ihnen einen Phsychologen schon aufhorchen lassen würde. (Manche Psychologen nehmen solche Kleinigkeiten aber schon als Selbstverständlichkeit hin.) Dies müss nichteinmal als Störung an sich angesehen werden, es können schon Gewohnheiten oder Vorlieben sein, die nicht unbedingt etwas mit Kleidung oder ähnlichen zu tun haben muss, sondern einfach nur einen pychologischen Hintergrund haben. (Ich will jetzt keine Beispiele geben). Jeder Mensch hat eine Macke. Es gibt keinen Menschen ohne Macke. Zeigt mir einen! Ich hab genauso eine Macke... Zu dem Argument, dass Schwarz unbedingt mit Macken zu tun hat: So ein Blödsinn, wie gesagt, es ist egal ob schwarz oder rosa. Schwarz als Farbe des Bösen... jaja, das hat sich wirklich schon arg in den Köpfen der Otto-Normal-Bürger eingeprägt. Schwarz wird mit dem Tod in Verbindung gebracht, der Tod mit Schlechtem, wie zum Beispiel Krieg und Armut. Schwarz wird (Meine Meinung) hauptsächlich deswegen mit dem Tod in Verbindung gebracht, weil man sich auf Begräbnissen schlussendlich schwarz kleidet. Der alte Aberglaube (oder auch kein Aberglaube), der hinter diesem Brauch steht, wurde heute schon vollkommen vergessen. Früher zogen sich die Menschen auf Begräbnissen schwarz an, weil sie der Meinung waren, schwarz würde böse Geister abhalten. Demnach müssen sie die Frabe schwarz als gut angesehen haben. Schwarz = Tod = Schlecht ???????? Weiß als Farbe des Guten, lässt sich meiner Meinung darauf zurückführen, dass das Gute mit Reinheit in Verbindung gebracht wird. Reinheit erschwert es Krankheiten sich auszubreiten, weniger Krankheiten, weniger Tote durch Krankheiten. Auf Weiß kann man Schmutz sehr schnell erkennen. Weiß = Reinheit = Gut ??????? Das Schwarz Depressinen hervorruft, wage ich zu bezweifeln. Ich persönlich finde die Farbe Rosa viel depremierenter, keine Ahnung warum.... In diesem Sinne Lilith |
| Windspiel | Philosophie ist in meinen Augen das Fünfte Element,neben Feuer, Wasser,Erde und Luft.Sie unterscheidet uns von den Tieren,nichts weiter. Zu meinem Antrieb in die "Szene" zu geraten sei gesagt,dass ich nicht sie gefunden habe,sondern sie mich.Sie fing mich in meinen Ansichten und Überlegungen auf,bot mir halt und schenkte mir Gewissheit,dass auch dieser Teil der Welt "real" existiert und nicht nur aus Träumen und Gedanken besteht. Natürlich gibt es andere Formen der Philosophie,die durchaus im Alltag anklang finden mögen,um mich mit ihnen zu begnügen bin ich jedoch leider viel zu sehr Schwarzromantiker,das trifft es noch am ehesten... Schöne Grüße,euer Windspiel |
| LaChatte | Hm ja, den einen Weissen kenn ich sogar... ;) |
| Montrose | [QUOTE]Ich persönlich finde die Farbe Rosa viel depremierenter, keine Ahnung warum....[/QUOTE] [SIZE=3]Wahrscheinlich, weil Du unbewußt immer ein Junge sein wolltest.[/SIZE] *ernst über die Brille guck* [SIZE=1]*Monty schmeißt sich weg vor lachen*[/SIZE] |
| littlelilith136 | Neee, sonst wär ich schwul geworden... Mit nem Mädl wär ich nicht gern zusammen, die sind sooo zickig. Und außerdem haben es jungs im Leben schwiriger, denke ich... |
| Leanna | hach solche diskusionen sind immer wieder toll zu lesen... ich bin auch kein 100% goth..und denke das das auch gut ist weil das einfach so ein "schubladen denken ist" [möchte damit niemanden angreifen is nur meine meinung] ich laufe gern in schwarz rum und bin ich deswegen verrückt? nein! ich höre keine komerzmusik sondern was mir gefällt bin ich deswegen anders? nein! meine güte, jeder hat seine eigene lebenseinstellung. jeder mensch hat macken und niemand gleicht dem anderen! jeder mensch ist anders, normal gibt es nicht. normal ist einstellungssache und somit teil der eigenen lebenseinstellung. es gibt under hip hoper genauso verrückte wie unter Gothiks.. so ist das eben, es gibt überall leute die en bils mehr macken haben als andere..so ist das leben.. ich finde es furchtbar das so oft gesagt wird das gochticsa verrückt und alle depri sind.. nur weil man schwarz trägt..ja und? ich mag eben hosen die bis zu den kniekehlen hängen nich, und ich mag keine aufgestylten haare und rose make up... mir gefällt schwarz also trage ich es, deshalb muss ich doch nich depresiv sein? verrückt?? ja bin ich und? ich bin stolz drauf *g* |
| Minibruja | heya.... ich finde es schon lustig hier sowas zu lesen. unsere ganze gesellschaft ist krank, und da tragen ja nun wahrlich nicht alle leute schwarz..*g meine erfahrungen mit 'goth's' sagt mir, dass diese sich meist auf eine eigene art und weise gedanken über diese unsere welt machen. krank (auch nicht psychisch) kann ich das nicht finden. es ist in meinen augen eher eine form des 'wie verarbeite ich das'. ich selber zähle mich äusserlich eher zu den spiessern als zu irgendeiner anderen gruppierung, aber was sagt das schon über das, was drinnen steckt aus??nichts....eben... |
| Azra | eins vorweg ich hab mir nicht den kompletten thread durchgelesen nur bis dahin , dass sich herauskristallisierte: wie normal sind goths und sind sie es überhaupt? ich hätte jetzt gerne einfach nur gesagt, dass ich viele goten kenne die wesentliche ehrlicher, offener realistischer usw usw usw sind als otto normalverbraucher und das genau DAS für mich eher normalität darstellt. allerdings kann cih das nicht so einfach sagen, da ich unter goths genauso viele wirklich irre und ich würde fast sagen verrückt-kranke menschen kenne... also gleicht sich das wohl wieder aus. eine sache sollte ja allerdings klar sein, wenn wir von NORMAL reden... die norm ist immer die masse, da wir allerdings eine randgruppe darstellen, sind wir von vornherein NICHT normal. das bietet auch schutz und den suchen nicht nur die die sich äusserlich von der umwelt abgrenzen, sondern auch die, die einfach anders SIND. |
| Vampirinchen | Ich persönlich bin ja nun wirklich psychisch krank und depressiv. Vielleicht trage ich auch deshalb immer schwarz, aber ich kenne viele die ebenso krank oder kränker sind und lauter bunte Kleidung tragen. Andersherum kenne ich auch Schwarze die meistens gut drauf sind. Na und? So ist es halt. Ich werde nie verstehen, warum manche Leute immer meinen "trägt schgwarz=depressiv und überhaupt psychisch krank". Bye |
| Ghoostwriter | [B]Hi, kommen wir nun zu dem philosophischen Aspekt dieses Threads![/B] Ich habe diesen Thread aufgestellt, nicht um irgendwelche Goths zu beleidigen: Ich halte auch viele sogenannte Normalos, die den ganzen tag nur vorm fernseher sitzen und sich ansonsten keine gedanken machen für sehr viel kranker als die goths, die in der Regel sehr viel mehr über leben und tod nachdenken als andere. [B][COLOR=crimson] Meine Frage ist: Weshalb wurde die Farbe [/COLOR] SCHWARZ[COLOR=crimson] immer (eher) für negativ gehalten? Und welche Art von Lebenseinstellung bezeichnet die Farbe "schwarz"? Oder ist "schwarz" nur eine Mode?[/COLOR][/B] (das ist sicherlich ein Dauerthema hier, aber man kann sich nicht genug drüber unterhalten, oder?) |
| Sanna I.S.P. | [QUOTE]Meine Frage ist: Weshalb wurde die Farbe SCHWARZ immer (eher) für negativ gehalten? Und welche Art von Lebenseinstellung bezeichnet die Farbe "schwarz"? Oder ist "schwarz" nur eine Mode? [/QUOTE] tja, da braucht man doch wirklich nicht weit zu gehen ... vor was musste man sich fürchten (als elektrisches licht noch nicht bekannt war, und das beste leuchtgerät eine laterne war, die in ihrer leistung von guten taschenlampen der heutigen zeit weit übertroffen wird)? vor dem dunkel! in der dunkelheit lauerten für das verständnis der früheren menschen tausende gefahren, von wilden tieren, räubern und dieben (die alle im schutz der dunkelheit agier(t)en), über gefährliche, weil nicht sichtbare hindernisse und gefahren auf reisen in der nacht, bis zu den ausgegliederten der gesellschaft, die man in der gemeinschaft nicht sehen wollte und die sich in die dunkelheit der nacht zurückzogen ... und was ist nun einmal das (ausser der gefahr, die von ihr ausgeht), was am häufigsten mit dunkelheit assoziiert wird (und das ist irgendwie logisch) - ja, genau! SCHWARZ!! der mensch lebt und handelt nun einmal bei tageslicht; er ist von natur aus, nicht für ein leben in der dunkelheit ausgestattet, in der er diversen raubtieren ein noch leichteres opfer war, als er es ohnehin schon ist. ich würde sogar soweit gehen, diese angst vor dem dunkel, als tradiertes element der spezies mensch zu betrachten, denn in der entwicklunggeschichtlich längsten zeit, war es sehr sehr nachteilig, sich in der dunkelheit der nacht, aus einem eher sicheren versteck zu bewegen. was wie ich denke, auch noch hinzukommt, ist die angst vor dem unbekannten, die ebenso entwicklungsgeschichtliche wurzeln aufweist, und in engen zusammenhang mit der obigen angst vor dem dunkel steht. |
| Dragon-fire6 | Ich gehöre zwar auch zu den depressiven Menschen, aber nicht erst, seit ich weiß, was Gothic ist. Ich war schon als Kind nicht ganz normal in dieser Hinsicht, aber was ist schon "normal"... Man darf das nicht auf alle Goths verallgemeinern, obwohl Gothic sicherlich viel mehr Menschen mit einer depressiven Persönlichkeit anzieht als andere Szenen... |
| Silverwolf | Guten Morgen Ich denke nicht, dass man Schwarz als "Böse" bezeichnen kann. Genauso wenig wie man Weiss als "Gut" bezeichnen soll. Schwarz und Weiss sind zwei neutrale "Farben". Ich kenne viele Menschen, die die farbe schwarz magisch anzuziehen scheint. Und ich weiss nicht warum diese menschen dann psychos sein sollen! Wenn jemand ganz in Voilett herumläuft sagt auch niemand was oder? Vielleicht bringt man die Farbe Schwarz einfach gerne in den Zusammenhang mit Satanisten. Ich weiss nicht warum. Satanisten sind Christen. Nur im Christentum gibt es einen Satan. Jeder Mensch hat eine gute und böse Seite. Und meiner Meinung nach zeichnen sich diese nicht nach den Farben aus. Das wars schon meinerseits! BB Silver |
| Charnel | Das ich nicht mehr alle tassen im schrank ahbe weiss ich, und offen gesagt bin ich damit zu frieden weil ich mich mit meiner denkweise von der masse abhebe ! Ob das "schwarze" krank ist oder nicht soll jeder für sich selbst entscheiden, krank ist es nur sich ner szene auf gedeih und verderb anschliessen zu wollen ... |
| OceanGypsy | Man muss hier aber auf jeden Fall zwischen 'krank' und 'krank' unterscheiden...sonst ist es nämlich eine Beleidigung für alle, die wirklich krank sind! |
| Llynna | wir haben da letzlich eine unterscheidung gefunden: normal krank und wirklich krank *gg*. haben uns einfach als normal krank definiert und leute wo dann sogar wir denken die hätten eine macke als wirklich krank (nich wirklich ernst nehmen). jetzt mal ernsthaft, phsychische Krankheiten haben nichts mit der Farbe der Kleidung zu tun. In meiner WG sind die die am normalsten aussehen die mit den schweren psychischen Problemen und den größten Selbstzweifeln. Wohingegen meine Freundin und ich (ok zugegeben haben wir auch eine leichte Macke) da, dann eher "normal" sind. |
| shadowlady* | Ich war schon immer anders. Ich weiß das ich kaputt bin. Aber ich genieße es manchmal sogar. ;) |
| Blondi | manchmal? man sollte viel öfter sich dessen bewußt werden-und es somit genießen! |
| Tzevi | Ich weiß auch, dass ich nicht ganz normal ticke (ist sogar ärztlich bestätigt :p ) Aber auch ich bin ziemlich froh darüber und genieße es (meistens...) Ich kann aber sonst in meinem Bekanntenkreis nicht sagen, dass Gothics auffallend oft so komisch drauf sind, kenn auch nen HipHopper, der total krank ist (aber das ist eher lustig bei ihm :rolleyes: ) |
| Ghoostwriter | [QUOTE][i]Original geschrieben von shadowlady* [/i] [B]Ich war schon immer anders. Ich weiß das ich kaputt bin. Aber ich genieße es manchmal sogar. ;) [/B][/QUOTE] Gut, shadowlady: Der Begriff "psychisch krank" orientiert sich ja offenbar an einem bürgerlichen Begriff von "Normalität". Wer da nicht hineinpasst, wird als "krank" bezeichnet. Nun ist die Bürgerlichkeit ja selbst ein sehr fragiles gebilde, dass sich der in ihr wohnenden Dämononie meist nicht bewusst ist. (Die Schatten werden verdrängt). Die Gothics haben offenbar eine Sensibilität für diese "Schatten", wenn sie sich nicht nur als eine modische Erscheinung verstehen und nur "schwarze Kleidung" tragen, darüber aber unbewusst sind, warum sie solche Kleidung tragen. ich behaupte hier einmal, dass es einen Unterschied gibt zwischen "bürgerlichen Gothics" und "nicht bürgerlichen Gothics". Für die "bürgerlichen Gothis" ist Gothic nur eine Mode. Für die nicht bürgerlichen Gothics ist Gothic dagegen mehr, nämlich eine Lebensform der Nicht-Angepasstheit, eine Philosophie. Sollte man sie als "kaputt" bezeichnen? Ist das nicht wieder eine bürgerliche Wertung? Oder was an dir würdest du als "kaputt" bezeichnen? |
| OceanGypsy | Ich glaube, viele schmeißen hier mit den Befriff 'psychisch krank' nur allzu schnell um sich...:rolleyes: |
| shadowlady* | [QUOTE] Sollte man sie als "kaputt" bezeichnen? Ist das nicht wieder eine bürgerliche Wertung? Oder was an dir würdest du als "kaputt" bezeichnen?[/QUOTE] Hm... ich hab hier niemand außer mir als "kaputt" bezeichnet. Und damit meinte ich dass ich eben teilweiße große Schwierigkeiten habe mich anzupassen bzw. ein "normales" Leben zu führen, auf manche Dinge sehr eigen reagiere usw. Ja, in unserer spießigen Gesellschaft werden Dinge, die nicht der Norm entsprechen als krank oder kaputt oder auf jeden Fall abwertend bewertet. Ich hab nicht gesagt, dass ich das auch tue oder als gut befinde. Ich kleide mich zwar schwarz, aber ich denke nicht aktiv dabei "Ich will annecken", ich tue es weil mir es rein optisch gefällt und ich mich darin wohl fühle. Trotzdem mache ich es nicht nur aus modischen Gründen, sondern weil das Äußere und die Kleidung auch immer eine Art ist sich Auszudrücken und deswegen denke ich das ich sowas unterbewusst fühle bzw. denke, sonst würde es ja nicht "soweit kommen". Fühlst du dich von meiner Aussage denn so angegriffen? :confused: |
| Krisha | Ist denn nicht jeder ANDERS? Gibt es überhaupt ein normal? Oft hält man sich für unnormal oder so, weil man seine eigenen gedanken und gefühle kennt. vielleicht denken ja andere auch so, zeigen das nurn icht, weil sie sich eben auch unnormal fühlen? hm.... schwarz wird ziemlich oft mit dem bösen und schlechte verbunden aber ich finde, dass schwarz auch für romantik, melancholie, gebrogenheit, undendlichkeit.... steht :) LG krisha |
| shadowlady* | [QUOTE]aber ich finde, dass schwarz auch für romantik, melancholie, gebrogenheit, undendlichkeit.... steht[/QUOTE] Ja genau.. Geborgenheit... das ist es auch was ich daran finde... Und ich will hier nicht irgendwie behaupten dass ich sooo besonders bin oder so was... "kaputt" das kann man auch umgekehrt deuten... dann sind die "kaputten" im Endeffekt die Normalen ;) |
| art of silence | Mein Statement zu diesem Thema heißt: Leben und Leben lassen! Ich finde eine uniforme Welt langweilig und bin daher froh, dass es bunte- und darunter fallen auch - schwarze Vögel gibt, die ihr eigenes Ding machen. Schwierig wird es nur, wenn dabei andere Menschen verletzt, manipuliert werden. Solang sich jeder friedlich wohlfühlt ist alles kein Problem. Ich persönlich erschaudere vor Borniertheit und unreflektierter Konsumsucht(u.a. mehr,aber zuwenig Platz dafür). Diese Eigenschaften können aber auf jeden zutreffen ob Goth, Rastafari oder bürgerliches Beamten. Es kommt auf das Individuum an. Daher ist es falsch hier generalisierte Urteile zu fällen. Fazit: Exzentrik kann, aber muß nicht krank sein. Originalität ist in jedem Fall sympathisch und interessant- geht den meisten Menschen jedoch - Goths leider nicht ausgenommen- ab. |
| Blackvelvet_79 | Manchmal habe ich den Eindruck, dass "psychisch krank" eine Modeerscheinung bei Goth´s ist. Ist irgendwie geschmacklos, denn wer psychisch krank ist leidet ziemlich heftig und das sollte man nicht mit "anders sein" vergleichen. Dazu gab es eine bööösen Cartoon in der Zillo... welcher den Nagel aber auf den Kopf trifft! - Leider! [IMG]http://www.arcor.de/palb/alben/43/995743/400_3738343637616666.jpg[/IMG] |
| DevilsDaughter | Ich muss Blackvelvet wirklich recht geben.. Der Begriff des "psychisch Kranken" sollte doch mit äußerster Vorsicht zu genießen sein.. denn leider viel zu viele sind solche psychischen Wracks, dass sie daran zugrunde gehen... das sollte man sich immer in Hinterkopf halten, auch wenn man sich selber gern als psychisch krank bezeichnet... Ich habe bisher eigentlich bei den meisten Menschen, die in irgendweiner Weise "anders" waren (z.B Goth, Punk, etc), dass bei ihnen wirklich etwas sehr kaputt war, in den meisten Fällen das Elternhaus (wie auch bei mir), der Verlust eines geliebten Menschen...all so etwas. Aber dann gibt es ja auch noch solche, die wirklich krank sind und in den schlimmsten Fällen eingewiesen werden. Leute die an Borderline oder ähnlichem leiden. Was ich noch dazu erwähnenswert finde, ist, dass sehr häufig zu beobachten ist, dass SVV (SelbVerletzendesVerhalten) eine Art Mode in der schwarzen Szene geworden ist. Eigentlich ist das auch eine psychische Krankheit. Und fast in allen Fällen nicht unbegründet. So, soweit meine Meinung zum Thema.... LG |
| art of silence | Hallo Black- Velvet, Du schreibst: "...auch wenn man sich gern als psychisch krank bezeichnet..." Wer bezeichnet sich denn ernsthaft GERNE als psychisch krank? Psychische Erkrankungen bringen einen Einschnitt ins Leben mit sich, der vom Betroffenen als großer Leidensdruck empfunden wird. Auf der einen Seite steht die Problematik den eigenen Ansprüchen an den Lebensalltag nicht mehr gerecht werden zu können, auf der anderen Seite die gesellschaftliche Stigmatisierung ( leider immer noch sehr präsent ). Wenn man etwas gern tut, dann heißt das, dass man für sich aus etwas einen positiven Nutzen zieht. Angesichts der oben angeführten Tatsachen ergibt sich dieser aus psychischen Erkrankungen aber keineswegs. SSV als Modeerscheinung in der schwarzen Szene? Das ist für mich neu, ist jedoch ein Anwärter für ein interessantes Thema. Wie kommst Du zu dieser Annahme- irgendwelche Erfahrungen diesbezüglich gemacht ( an alle Reader ) ? |
| OceanGypsy | Ich könnte platzen vor Wut, wenn ich lese, dass manche Leute hier SVV als 'Modeerscheinung' bezeichnen!!:mad: Ein noch beschisseneres Wort dafür kann man ja wohl kaum finden...SVV ist ein Symptom für diverse psychische Krankheiten und keine 'Modeerscheinung'! |
| Krisha | ich denk mal dass wenn man sich selbst als "psychisch krank" bezeichnet, das immer eine art Ruf nach Aufmerksamkeit ist, oder? und Selbstverletzung ist nicht nur in der schwarzen szene weit verbreitet man kommt ausserdem sehr schwer nur davon wieder los... lg krisha |
| Door | Dennoch muß man leider feststellen, daß es wohl kaum eine andere "Szene" gibt, in welcher man als Borderliner etc geradezu gefeiert wird. Auf´m WGT war ich ein wenig entsetzt, wie viele "hübsch" Zerschnibbelte unterwegs waren. Und: NEIN ich mache mich nicht in geringster Weise lustig drüber. Ist wohl eher als relativ treffender Spiegel unserer Gesellschaft zu werten, wenn sog. "Randgruppen" derartige Symptome aufweisen - und das ist wirlich net witztig, oder modern... |
| shadowlady* | [QUOTE]ich denk mal dass wenn man sich selbst als "psychisch krank" bezeichnet, das immer eine art Ruf nach Aufmerksamkeit ist, oder?[/QUOTE] Nur nicht immer alles so ernst nehmen... man kann auch mal was sarkastisch meinen oder nen Witz machen :rolleyes: Wollte jetzt keinen persönliche angreifen... aber ist doch so... |
| DevilsDaughter | Ich gebe zu, "Modeerscheinung" war vllt nich das richtige Wort, allerdings kenne ich mehrere Leute, die sich frisch der Schwarzen Kleidung zugewandt haben und sich selbst als Gothics bezeichnen, die anfangen sich die Unteramre zu zerschneiden. Und ich mache mich bei weitem NICHT darüber lustig, ich kenne mich selber (leider) viel zu gut mit dieser Krankheit aus um sie als Spaß zu behandeln!!!!!! |
| Elentari | Was ist schon *normal*? --> Das, was Psychater, schlaue Menschen, führende Leute oder himmel weiß wer als normal definiert hat. Bereits mit der Geburt erlebt jeder Mensch sein erstes Trauma. Sogesehen ist niemand auch nur annähernd normal. Nur: der eine weicht mehr von der Norm ab, der andere weniger, der nächste gleicht sich dem, was ihm als Norm vorgesetzt wird, an, um nicht aufzufallen... aber im Grunde ist niemand normal... und wieder andere sind *wirklich* psychisch krank, so schlimm, dass sie ihr Leben nicht mehr leben können... und jeder, egal aus welcher Szene, der ein so großes Problem hat, braucht Hilfe... Vale, Ele |
| Ghoostwriter | 1. Wenn Gothic als eine Lebensphilosophie gelebt wird, ist Gothic ein Ausdruck von Fantasie und Originalität und Subversivität. 2. Wenn Gothic als eine bloße Mode betrieben wird, ist Gothic Ausdruck von Fantasielosigkeit und Mitläufertum - nach dem Motto: weil andere es machen, mache ich es auch. Gothic ist also nicht krank, weil nur Menschen krank sein können. In unserer Welt ist viel Verzweiflung. Und wer sich selbst zerstümmelt, ist einem enormen leidensdruck ausgesetzt, dem man nicht gerecht wird, wenn man ihn pauschal als "krank" bezeichnet. Man kann über dieses Phänomen auch pauschal keine Urteile abgeben, weil jeder mensch eine andere lebensgeschichte hat. |
| ingrevia | @Nath Ich kann mich mit deiner Meinung identifizieren. Nicht jeder, der schwarz trägt, ist gleich Gothic. Nur auf die Lebenseinstellung kommt es an. ich beschäftige mich auch hauptsächlich mit Musik, schließe mich in mein Zimmer ein, hänge die Fenster zu, zünde Kerzen an und spiele auf meiner E-Gitarre oder sitze einfach nur da und starre vor mich hin, während ich über alles mögliche Nachdenke. ich habe gerne meine Ruhe, zum Ärger meiner Mutter, die meint, die würde mich gar nicht mehr sehen. Deshalb bin und bleibe ich auch überzeugter Single. Immer dieses Rumgenerve des Freundes, da würde bei mir schnell die Sicherung durchbrennen. Im Gegensatz dazu steht allerdings, dass ich gerne mit meinen Bands probe, gerne auftrete und auch gerne Konzis besuche, nur danach will ich Ruhe, dann hab ich auch mal genug. |
| latentia | ich persönlich denke nicht dass sich der schwarzen szene zugewendet zu haben und jegliche art von psychischer krabkheit zusammenhängen. psychische krankheiten haben ganz andere ursprünge die sich in verschidenen 'formen' äussern können. psychische krankheiten kommen gesellschaftsübergreifend vor sprich in jeder szene und bevölkerungsschicht und bevölkerungsgruppe. es kommt garantiert nicht darauf an ob man nun 'schwarz' ist oder nicht. und da hier das thema svv angesprochen wurde. ich denke nicht dass irgendwer zum spass oder weils 'modisch' ist svv anfängt . svv ist eine krankheit und wenn jemand dazu bereit ist warum auch immer sich selbst zu verletzen dann gibt es dafür gründe die man nicht pauschal sagen kann weil jeder betroffene andere gründe dafür hat aber niemand macht das nur weil es 'modisch' oder sonstwas ist. |
| ingrevia | Es gibt wohl ein paar verrückte, die es tun, weil es modisch ist. ich kenne zwei. Halte ich für ziemlich blöd. |
| OceanGypsy | [QUOTE][i]Original geschrieben von ingrevia [/i] [B]Es gibt wohl ein paar verrückte, die es tun, weil es modisch ist. ich kenne zwei. Halte ich für ziemlich blöd. [/B][/QUOTE] Ich kenne auch jemanden...ich glaube, diese Menschen können sich in ihrem merkwürdigen Kopf gar nicht vorstellen, wie weh es jemandem tut, der wirklich damit zu kämpfen hat. Mich hat es immer sehr verletzt, wenn diese Person darüber gesprochen hat...als ob es was tolles wäre, was man unbedingt mal ausprobieren muss!:mad: :mad: |
| ingrevia | Es muss schon sehr cool sein, soetwas zu tun. Die Leute, die ihren Freunden davon aufgeregt und stolz erzählen, tun es wirklich nur um vielleicht anders zu sein oder, aus Langeweile. Diese Leute kann man aber auch nicht von der Schlechtigkeit dieser Handlungen überzeugen, weil sie es nicht registrieren wollen. Das müssen sie selbst herausfinden und es ist ziemlich schwer für einen Außenstehehnden zu begreifen, dass man ihnen nicht helfen kann. Da ist eine Blockade im gehirn, die nur sie selbst durchdringen können. |
| Horatio | (Ich hab sämtliche Threads unter dem Suchbegriff 'Psycho' durchgelesen und Keines als passend empfunden) Ich wollte nur fragen wie ihr zu dem Thema Goth = Psycho steht? Gerade Außenstehende und Neueinsteiger denken ja das man als Goth depressiv, suizidal und SVVler sein [B]muss[/B] . (Ist echt so. Traurig aber wahr.) Ich selbst habe aber in den Kliniken verdammt wenige Goths angetroffen. Da gab es depressive und suizidale Mütter, Hausfrauen, Sparkassenangestellte, viele Kiffer aus der linken oder HipHop Szene, Türsteher etc. Und SVVer gab's auch genug die zwar schon oft schwarz, aber genauso oft bunte Sachen, trugen und auch sonst eher un-goth waren. Warum also besteht dieses Klischee? Klar sind viele Goths depressiv weil sie 'etwas' mehr über gewisse schwer verdauliche Dinge nachdenken; aber muss es gleich in einem psychischen Leiden ausarten? Irgendwie nervt mich das. Depressiv und allgemein krank sein sollte sich nicht zu einem StandartGrundsatz einer Gruppe entwickeln. Dazu ist es zu schrecklich. Ein bisschen fühl ich mich da auch manchmal verarscht wenn ein anderer Schwarzträger auf mich zu kommt und mir 'Mann, bin ich heut depri ey.' zu nuschelt. :( |
| nebeltaucher | Ich nehme an, dass dieses Klischee besteht, weil die Leute Schwarz als Trauerfarbe ansehen. "Oh nein! Da hat jemand schwarze Klamotten an! Der trauert sicher um seine verstorbene Frau! (oder was weiß ich nicht) Der ist sicher depressiv!" |
| Horatio | Hm. Das trifft sicher auf Aussenstehende zu; aber was ist mit den Leuten in der Szene bzw. die, die reinkommen wollen? |
| nebeltaucher | [QUOTE][i]Original geschrieben von Horatio [/i] [B]Hm. Das trifft sicher auf Aussenstehende zu; aber was ist mit den Leuten in der Szene bzw. die, die reinkommen wollen? [/B][/QUOTE] Da habe ich auch keine Erklärung parat... :( |
| Horatio | Traurige Sache; oder? *zu heulen anfang* Krank-sein ist in geworden. Was ist das nur für eine Welt!!!!??? |
| nebeltaucher | Diese Welt ist eh oft Schei*e. Vorurteile sind immer da und es wird sie auch immer geben. Das hat die Menschheit nunmal so an sich... :( |
| Horatio | Wären es nur dumme Vorurteile so wäre es ja noch in Ordnung. Über sowas kann man ja lachen. Aber wenn plötzlich eine 15 Jährige vor mir steht und den Ärmel hochkrempelt um mir ihre neuesten Schnitte zu zeigen weil sie ja so super depri ist und das auch erst seit sie Nightwish hört (obwohl ich mir da auch gerne die Pulsadern aufschneiden würde *sidekick-joke*)!? |
| nebeltaucher | Keine Ahnung. |
| die Aversion | Die angesprochene Nightwish-Hörerin ist meines Erachtens damit zu erklären, dass dümliche true-untrue-Diskussionen solch eine Dominanz gewonnen haben, dass die einzige Möglichkeit, die 'Neulinge' haben, ihre moralische Integrität zu beweisen, das Heranziehen immer 'überzeugenderer' Mittel ist. Letztlich ist es doch nichts als ein sehr verzweifelter Ausdruck des Versuches, Anerkennung und Zugehörigkeit zu erlangen. Was die Depression betrifft, möchte ich sagen, dass in den meisten Fällen, in denen von ihr gesprochen wird, kein Bewusstseinszustand gemeint ist, der den pathologischen Kriterien dafür genügt, sondern der sich vielmehr auf ein allgemeines augenblickliches Unwohlsein beschränkt - "Depression" wird er in dem Augenblick, da es der Betroffene entweder nicht besser einzuordnen vermag oder da er diesen Bewusstseinszustand dahingehend integriert, dass er dem Trugschluss "Depression = Tiefgründigkeit" anheimfällt. Gruß, Eure Aversion |
| TwilightSun | [QUOTE][i]Original geschrieben von die Aversion [/i] [B]Die angesprochene Nightwish-Hörerin ist meines Erachtens damit zu erklären, dass dümliche true-untrue-Diskussionen solch eine Dominanz gewonnen haben, dass die einzige Möglichkeit, die 'Neulinge' haben, ihre moralische Integrität zu beweisen, das Heranziehen immer 'überzeugenderer' Mittel ist. Letztlich ist es doch nichts als ein sehr verzweifelter Ausdruck des Versuches, Anerkennung und Zugehörigkeit zu erlangen. Was die Depression betrifft, möchte ich sagen, dass in den meisten Fällen, in denen von ihr gesprochen wird, kein Bewusstseinszustand gemeint ist, der den pathologischen Kriterien dafür genügt, sondern der sich vielmehr auf ein allgemeines augenblickliches Unwohlsein beschränkt - "Depression" wird er in dem Augenblick, da es der Betroffene entweder nicht besser einzuordnen vermag oder da er diesen Bewusstseinszustand dahingehend integriert, dass er dem Trugschluss "Depression = Tiefgründigkeit" anheimfällt. Gruß, Eure Aversion [/B][/QUOTE] es gibt wenige Menschen, die innerhalb weniger Sätze einen Zustand derart präzise beschreiben können. |
| OceanGypsy | Hab' hier noch 'nen feinen Link: [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=33522[/url] |
| decay73 | Ich habe die beiden Psycho- Threads zusammengeführt. [i]decay[/i] |
| Darkpoem112 | Ich finde Gothis sind nicht unbedingt phychisch krank. Ok, die meisten (ich auch) sind depressiv, auch wenn es viele nicht erkennen (siehe Platz der Philosophen-> Deprsion, nur eine Krankheit?). Aber generell muss ich für mich den zusammen hang Gothic und phychisch Krank verneinen. In einem der ersten Beiträge beschreibt jemand die Farbe Schwarz als "Ausdruck des Bösen". Ich finde Schwarz eher als die Farbe der Nacht, un in der finde ich eine friedlich, eegiegebende Macht, die wohl nur ein Gothi versteht. Aber nichts Böses. |
| ingrevia | Ich glaube auch nicht, dass schwarz jetzte eine "böse" Farbe ist, aber es geht eine gewisse Faszination von ihr aus, weil sie eben viele mit dem Bösen in Verbindung bringen. Wenn du nur schwarz trägst, ist es gewiss schwerer bei jemandem Sympathie für dich zu erwecken, als wenn du ganz normal rumlaufen würdest. Da gehen die Menschen wahrscheinlich automatisch auf Distanz, weil es etwas ist, dass sie nicht genau einordnen könne, etwas, das ihnen fremd ist. |
| latentia | [quote]Ich finde Gothis sind nicht unbedingt phychisch krank. Ok, die meisten (ich auch) sind depressiv[/quote] ich denke nicht dass man sagen kann die meisten 'schwarzen' wären psychisch krank(depressiv). es mag sein dass es vermehrt in schwarzen kreisen vorkommt oder eher bekannt ist als in anderen gruppierungen da es doch in unserer heutigen welt eher psychische probleme verschwiegen werden. ich denke mit dem thema wird einfacher in schwarzen kreisen offener und 'normaler' umgegangen als woanders aber ich denke es wäre falsch zu sagen die meisten wären psychisch krank, vielleicht viele aber nicht die meisten. dafür gibt es zuviele die nicht depressiv sind und trotzdem 'schwarz' sind und das ist auh gut so. liegrü latentia |
| Tajela | Meiner Meinung nach ist es ein großes Problem, dass viele Leute sich der schwarzen Szene anschließen, eben weil sie meinen unter Depressionen zu leiden oder weil sie gerade schwere Zeiten durchleben. Für mich persönlich ist eine "Depri-phase", wie es immer so schön heisst oder das Gefühl nicht geliebt zu werden oder sich selbst nicht zu lieben, wie auch immer, kein Grund, sich zu der schwarzen Szene zugehörig zu fühlen. Ich verstehe "schwarz" sein immer noch als ein Lebensgefühl, dass aus idealistischen Gründen heraus entsteht und der Liebe zu gewissen Dingen, wie Natur, Melancholie, Kleidung, Musik etc. Für mich ist das auch eine Art der Gesellschaftskritik, eine Kritik an Oberflächlichkeiten und eine Befürwortung von tiefsinnigeren Gefühlen und anderen Wertvorstellungen als Geld und Besitz, anders als es heute in unserer Gesellschaft üblich ist. Ich finde es nicht richtig, dass sich Leute, die gerade eben eine schlechte Phase haben oder Probleme mit sich selbst, der Gothic-szene anschließen und darin in erster Linie eine Verbundenheit mit dem Tod, einen Hang zum Depressiven oder das Auseinandersetzen mit Selbstmordgedanken sehen. Ich selbst bin seit einigen Jahren "schwarz" und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das nocheinmal ändert. Ich bin glücklich verheiratet und ein generell fröhlicher Mensch, das alles steht für mich in keinerlei Widerspruch zu der schwarzen Szene. Äh..nun ja, ich hoffe Ihr habt verstanden, was ich damit sagen wollte! Liebe Grüße Tajela |
| cät | dito, tajela finde es auch ehrlich gesagt peinlich, wenn manche das "Gothic-Darsein" als Synonym für "Böse-Sein" verwenden. da gehören gewisse Leute mal aufgeklärt. und möcht noch was hinzufügen, bzw. fragen, da einige hier im Forum nur so mit den Begriffen "normal" und "unnormal" um sich werfen: Was ist [I]normal[/I] ? |
| ingrevia | Ich glaube jeder, der die siebste Klasse in der Schule besucht hat, wird darüber gesprochen haben, viel zu ausführlich! Deshalb, bitte nicht mehr diese Frage stellen. es weckt böse Erinnerungen, viel böser, als ein armer, kleiner Gothic(natürlich nur im übertragenden Sinne). |
| Solathek | jaja, die Schule ist auch in der 10 Klasse noch ein Graus.. Also, ich persönlich störe mich ein wenig daran wenn Leute (aus der Szene oder nicht) Gothik gleich mit Depressionen und Todesphantasien gleichstzen. Leider STEHT es immer wieder im zusammenhang, irgentwie zieht es viele manisch-depressieve Teenies immer mal wieder für zwei Monate hierher. Letztendlich führt es aber dazu das viele Leute die Szene dafür verantwortlich machen wenn sich Gothiks umbringen. Ich würde an dieser Stelle das Beispiel aus der Zeitung zizieren.. hab den Artikel aber leider verlegt.. ein Teenie lässt sich von seinen schwarzen Freunden umbringen (gibg gottseidank schief) und die Szene wird dann gleich als Todeskult bezeichnet.. Ich persönlich bin ein ausgesprochen fröhlicher Mensch, stehe halt auf diese schwarze, melancholische (nicht depressieve) Romantik. Ausserdem ist es eine gute möglichkeit sich abzugrenzen von dieser Gesellschaft die mMn der wirkliche Kranke ist. hoffe mich nicht zu wirr geäußert zu haben, Solathek |
| ingrevia | Letzte Woche fragte jemand einen Freund von mir: Wie du warst mit der in Hamburg? ( bezogen auch mich!) Das ist doch die Schwarze. ich schlitze auch Menschen auf! Ich trinke auch Katzenblut! ich sehe auch so aus, als täte ich es. Ich bin doch so harmlos, warum glaubt mir das keiner? Zehnte Klasse ist der Haupt-Kochtopf für die Gerüchte an unserer Schule. Ich bin auch ein fröhlicher mensch, manchmal etwas zu albern. das passt wohl nicht immer zu meiner erscheinung ( bin ich vielleicht ein Dämon?). Lustig, lustig! Wenn sich hier jemand wirr ausdrückt, dann bin ich das!!! |
| LaVampiressa | [B][I][COLOR=purple]also des mit dem wirr ausdrücken kenn ich doch irgendwoher *g* ... :) Also ich finde das Thema an sich eigentlich total amüsant... Also vor drie Jahren, da kam auch ein Schüler aus meiner Parallelklasse zu mir und fragte mich, ob das stimme was er da gehört hatte ... Es wurde doch tatsächlich behauptet, dass ich von ner überfahrenen Katze die Wirbesäule entfernt hätte und sie mir an meine Tasche gehängt hätte... :D Und wenn das nicht schon alles wäre, später habe ich erfahren, dass ich auf unserem Dorffriedhof scharze Messen abhalten würde und die Gräber schänden würde ... Nur komisch, die Gräber waren nie kaputt ider beschädigt *g* :D Ich denke, es lässt sich nie vermeiden, dass Goth-sein mit irgendwelchen total überheblichen und irrealen Vorstellungen gesehen wird ... Und zudem sind wir ja sowieso alle irgendwo suicidal veranlagt *lol* Zu dem Thema mit den Teenies: Also die sind ja sowieso alle in der pubertät und ich find es gut wenn sie experimentieren und sich alles mal anschauen, was gerade zu "pubertätsabschnitt" passt. Es sollte eben nicht ins extreme gehen wie mit dem Beispiel, das solathek angebracht hat. Also ich bin keine suicidale, Katzenwirbelsäulenraubende Satanistenqueen .... Ich liebe zwar auch tiefdunkle Romantik und melancholische Literatur und so, gehört mittlerweile zu meinem Leben dazu, aber bin immer gut drauf und vorallem viiiiiiiel zu albern *g* .... [/color][/I][/b] |
| higgL | zu dem "depressiv" wollt ich mal mein senf abgeben... eigentlich ist "depressiv sein" medizinisch gesehen immer hormonell veranlagt, d.h. ich kann körperlich nicht glücklich werden, weils einfach net geht, und die meisten leute, die das haben, bringen sich nun mal um. ist aber völlig uninteressant :p wir (wenn ich das wort so verwenden darf) vertreten hier glaub ich eher eine "tiefere, durchdachte" lebenseinstellung. wenn ich mal anfange, ein bischen über das dasein nachzudenken, werde ich auch ein bisschen "depressiv", weil man irgendwo mal zu dem punkt kommt, dass es vielleicht die ein oder andere sache gibt, die einem die schlechte laune verdibt. und so ein mensch denkt eben ein bisschen anderst, und naja, die meisten von ihnen ziehen sich eben auch anderst (schwarz) an. der großen mehrheit ist das meistens ein dorn im auge, wenn einer anfängt, gegen die normalen gesetze zu denken. und schwimmt man dann gegen den strom... glaubt nicht dass das dem "strom" an sich passt. und daraus folgt dann eben diese sache, dass man diese "gegen-strom-schwimmer" mit solchen sachen eben niedermachen will. auf deutsch: Mobbing (sau blödes wort find ich). Diejenigen die mit diesem "nicht mobben!" um sich werfen, sind meistens die ersten, die mit ihrem verhalten eigentlich damit anfangen, da man ja als "schwarzer" etwas anderes als der strom tut, und das ist dann gegen ihre regeln. Diese leute erfinden dann diesen ganzen quatsch, rituale für satan, katzen opfern und was weis ich... |
| LaVampiressa | [B][I][COLOR=deeppink][QUOTE]wir (wenn ich das wort so verwenden darf) vertreten hier glaub ich eher eine "tiefere, durchdachte" lebenseinstellung.[/QUOTE][/COLOR] [COLOR=PURPLE]Also ich finde, dass das jeder individuell für sich macht, über den Sinn des Lebens nachzudenken und nicht nnur die Goth-Szene. Das macht jeder und ich kenne auch Leute, die Hip Hop hören und eine "tiefere, durchdacht" Lebenseinstellung haben. Man kann nicht sagen, dass die Goths eine durchdachtere Einstellungen haben als andere. Natürlich hast du recht, dass wenn man über bestimmte Dinge nachdenkt, man etwas down ist. Ich finde aber nicht, dass das was mit psychisch krank sein was zu tun hat. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Jeder, nicht nur die Goths, hatte mal ansatzweiße Depressionen, und wenn es nur die Winterdepression ist, oder auch andere Dinge, die andere Leute als krank bezeichnen. Außerdem ist ja jedem bekannt, dass man Subkuluren immer krank nennt.[/COLOR][/I][/B] |
| ingrevia | Menschen fürchten ja bekanntlich immer das, was sie nicht kennen. Wenn dann also ein Nitenbesetzter Typ mit schwarzen langen Haaren und schwarzer Kleidung Nachts durch die Gegend streift, ligt doch auf der hand, dass der nicht von einem Konzert kommt, sondern vom Gräberschänden auf dem Friedhof! |
| Dreamless Angel | also was ich allgemein zu dem ganzen sagen kann, ist recht gering. ich bin auch noch recht neu in der szene... Ich bin durch en paar 'freunde' in das ganze etwas 'eingeweiht' worden. Und sicher, ich höre auch Nightwish, oder so sachen... und ich geb auch zu, dass ich teils ziemlich nen Schuß hab. Es ist wirklich schwer für Neulinge, sich dem Ganzen anzupassen, man weiß nicht wirklich, wo man anfangen soll. Das ist auch der Grund, wieso, wieso ich dem Forum beigetreten bin. Ich weiß nur, dass es mich doch recht viel Überwindung gekostet hat. Und manchmal fühl ich mich auch ziemich schlecht, wenn die eute mir auf der Straße nachschauen, nur weil ich meine augen schwarz geschminkt habe (selbst wenn ich ncht ganz in Schwarz bin). Und ich mach as sicher nicht aus ner laune oder Modeerscheinung heraus. Ich fühle mich von dem ganzen angezogen. Sicher... in gewisser Weise hab ich sie nicht alle, aber ich hab etliche Leute gefunden, die so denken wie ich und mit denen ich mich austauschen kann. Abgesehen davon... ich bin jetzt vielleicht so en Jahr in dieser Szene und sehe mich selbst eigentlich doch sehr als Neuling... manchmal hab ich einfach nicht das Gefühl so dazu zu gehören. Und geritzt hatte ich lang, bevor ich mich entschlossen hab, zu dieser 'schwarzen Seite' über zu gehen. Es muss nicht ales miteinader zusammenhängen, doch ich kenne auch nur genug Leute (mein Eltern) die das alles zusammenwerfen und daraus nur 'Satanswerkzeug' oder sowas sehen! Herrje! Ich unterscheide mich nciht von anderen! ich ziehe schwarze Klamotten an, aber auch nicht AUSSCHLIEßLICH... ich philosophiere vor mich hin und sicher bin ich hin und wieder depressiv, aber hey, das is doch jeder, oder? Dafpr muss man sich nicht Goth nennen müssen. Und das weiß ich auch. Ich binde es niemandem auf die Nase und wenn jemand fragt, dann sag ich, es ist eben, was mir gefällt. Zudem kann ich nicht solche Leute verstehen, die unglaublich Stolz herumzeigen, wie sie sich die Arme aufgeschlitzt haben! ich weiß selbst nur zu gut, welch ein Problem sowas darstellt und die Menschen sind es eben, die sich im Endeffekt über solche Leute, oder über das Ganze lustug machen! So Menschen suchen nach Aufmerksamkeit! Ich kann nur sagen, dass ich, seit ich dieser Szene beigetreten bin, auch diese ganze Sachen mit dem Ritzen aufgehört hat! Ich kann nicht verstehen, wieso andere Gothics als böse oder so ansehen. Dazu muss ich sagen, dass ich in meinem Freudeskreis sehr auf Rückhalt vertrauen konnte, als ich mich dafür entschlossen hab, und es war nicht leicht i9hnen das beizubrungen. Doch dadurch hab ich mich nicht als mensch verändert! Ich seitze nicht Tagelang in meinem Zimmer und höre Nightwish, schlitz mir dabei die Arme auf und demnke darüber nach, wie erlösend doch der Tod ist. Ich sehe die ganze Welt etwas realistischer, als das was mein Umfeld mir versucht von einer 'rosa-zuckerwatte-Welt' vorzugaukeln. und dafür stehe ich eben mit meinen Klamotten und meinem Auftreten. Das schließt doch nicht automatisch aus, dass ich nicht lache und mich über Dinge freue!!!! Oh Mann, ich bin gerade total aufm Tripp... ich könnt so stundenlang weiter schreiben... @.@ Sorry, wenn ich euch gelangweilt hab, doch ich musste as einfach mal schreiben... hatte bislang nciht wirklich mal so die Gelegenheit... Bye! |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von higgL [/i] [B]eigentlich ist "depressiv sein" medizinisch gesehen immer hormonell veranlagt, [/B][/QUOTE] Nein, das stimmt nicht. Depression hat nichts mit Hormonen im eigentlichen Sinn zu tun, sondern mit der Verminderung von [B]Transmittern[/B]. Hagzissa |
| ambi†valent | [B]Psychogene Depression[/B] - rein seelisch ausgelöste und unterhaltene Depression - reaktive Depression (belastende Lebensereignisse) - neurotische Depression (neurotische Entwicklung mit depressivem Symptom-Schwerpunkt) [B]Endogene Depression[/B] - von innen kommende, also biologische Depressionsursachen - unipolare und bipolare Depression (entweder nur depressive oder depressive Zustände, die mit manischen Phasen abwechseln) [B]Somatogene Depression[/B] - körperlich ausgelösten und unterhaltenen Depressionen Bitteschön! :rolleyes: |
| Montrose | Ich vermute mal, das wollte ambi+valent mit ihrem Beitrag sagen, und da stimme ich vollkommen zu: die Behauptung, Depressionen seien ausschließlich von "Hormonen" oder Neurotransmittern verursacht, ist so nicht richtig. Die Ausgangssituation ist die, daß jemand ein bestimmtes Verhalten oder Erleben zeigt, daß von der Person oder von anderen als ungut empfunden wird. An diesen Beobachtungen alleine kann man nicht entscheiden, ob sie "seelisch ausgelöst" oder "biologisch" sind? Derzeit geht man vom "biopsychosozialen Modell" aus, das besagt, daß Depression eine Mischung aus allen Faktoren: biologischen Besonderheiten, inneren/lebensgeschichtlichen Konflikten und sozialen Faktoren ist. Was da jetzt Ursache und was Folge ist, das läßt sich oft gar nicht eindeutig trennen. |
| ambi†valent | Guten Morgen Montrose :) [QUOTE]Ich vermute mal, das wollte ambi+valent mit ihrem Beitrag sagen[/QUOTE] Nur mal so nebenbei erwähnt, wenn schon, dann "mit seinem Beitrag" ;) Was Du geschrieben hast ... Mischung verschiedener Faktoren, Ursache - Wirkungsprinzip ... die Grenzen sind wirklich fließend. Selbst bei der Klassifizierung psychischer Störungen ist die "alte Wissenschaft" an ihre Grenzen gestoßen, überholt. Es wird etwas diagnostiziert, was nur einen kleinen Teil der Störung ausmacht, die Störungen ansich sind heutzutage viel komplexer geworden, wohl parallel zu der gesellschaftlichen Entwicklung!?Depressionen sind bei sehr vielen psychischen Störungen sekundär mit vorhanden. Für jene welche die`s interessiert -> [url]http://icd.web.med.uni-muenchen.de/ALL/A00-Z99.html[/url] Carpe Noctem |
| Montrose | Zur Kenntnis genommen, Herr ambi+valent. :) Es sind wohl zwei Probleme: 1. Die Diagnose-Instrumente sind nicht besonders ausgefeilt. Eigentlich müßte man eine Störung zum Beispiel der serotonergen Aktivität nicht apriori postulieren, sondern auch am Einzelfall konkret nachweisen. Das ist möglich, aber nicht etabliert. 2. Es wird eigentlich immer so gehandelt: die Diagnose ist für die Krankenkasse, die Behandlung ist von der Diagnose unabhängig. Hauptsache, die Symptome sind weg, egal wie und warum. Es werden zwar viele (Lehr-)bücher geschrieben, aber so richtig nach medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien (genaue Ursachenbestimmung -> gezielte Behandlung) verläuft das oft nicht. Mich stört da weniger die praktische Seite (irgendwie funktioniert das System ja dennoch) als die erkenntnistheoretische. Es ist doch irgendwie blöd, daß man trotz zahlreicher Lehrbücher im Detail doch so vieles noch nicht weiß. |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B] die Behauptung, Depressionen seien ausschließlich von "Hormonen" oder Neurotransmittern verursacht, ist so nicht richtig. [/B][/QUOTE] Das habe ich auch nicht behauptet. Ich habe lediglich einen medizinischen Sachverhalt richtiggestellt. ;) Hag! |
| Elfenkind23 | so jetzt muss ich diesen alten thread mal aufleben lassen. ich habe mich gleich gefragt was "Narzissmus" mit dem schwarzen kleidungsstil zutun haben soll.ein narzist ist doch jemand der selbstverliebt und zugleich selbstzerstörerisch ist.das kann durchaus genauso gut ein raver sein |
| Trauerwesen | Nehmt meine derzeitige und untersucht das, wie ihr wollt, hauptsache weg bei mir :D! Nun, zum Thema ganz allgemein. Ich denke, dass es hier nicht unbedingt mehr psychisch kranke gibt als woanders auch. ich denke nur, hier geht man offener mit um. Dennoch denke ich, wie es auch schon gesagt wurde, dass die Tendenz dazu da ist, weil halt viele hinterfragen (sollten^^) und sich dementsprechend eher in solchen bewusstseinszuständen befinden. und sich Leute wohl dann gerne und gut im schwarzen bereich aufgehoben fühlen, quasi als Anker usw.... |
| Pseudo-Gruftiii | so, jetzt lass ich mich mal aus.... ich muss dem elfenkind fast so ziemlich zustimmen. ich habe schon mal gehört, dass narzißmus "selbstverliebtheit" bedeutet, aber wenn man vom krankhaften narzißmus spricht (also krankhafte selbstverliebtheit, so hat das doch die sanna gesagt, oder?) dann spricht man soweit ich weiss in den meisten fällen von derbster selbstverliebtheit PLUS dann dem gegensätzlichen, nämlich den blanken selbsthass-->was ja zu dieser bereits erwähnten selbstzerstörung führt (wenn mans mal ganz im groben sieht). diese zwei völlig gegensätzlichen dinge wechseln nämlich immer hin und her bei den betroffenen. könnts noch weiter ausführen, aber ich glaube das tut hier jetzt eh nicht so krass zur sache. dann noch zu einem alten beitrag von der sanna (keine lust den zu zitieren, bis ich den finden würd......) in dem sie geschrieben hat, warum sie die farbe schwarz als ....negativ? ansieht. erstmal zu dem "früher hatten alle menschen angst vor der dunkelheit, weil da allerlei gefahren auf sie lauerten": das war vielleicht früher, aber heutzutage kann sich jeder je nach belieben das licht anknipsen, die taschenlampe anmachen, eine kerze anzünden, etc. . heutzutage muss man die dunkelheit nicht als etwas bedrohendes ansehen, nein, ich denke die meisten menschen nutzen diese um zu entspannen, in die dunkelheit zu versinken und sich sicher und geborgen zu fühlen (ich werd doch wohl nicht die einzige sein, oder?). schlafen bedeutet ja auch erholen, also in einem gewissen sinne entspannen und die meisten menschen "schlafen" nun mal am besten im dunkeln. und dann noch zu dem "menschen sind tagaktiv, sie sind nun mal nicht für die nacht/die dunkelheit geschaffen": für mich hat sich das nach einer verallgemeinerung angehört, so als ob du ein paar ausnahmen vergessen hättest. immerhin gibt es ja mondscheinkinder, sonnenallergiker, etc. :D . also unabhängig ob ich jetzt ein gruftie bin oder nicht, ich krieg nun mal IMMER kopfschmerzen, schwindelanfälle und ein gefühl im magen, als ob mir gleich schlecht werden würd, wenn ich zu lange in der sonne bin (ob ich da schon zu den sonnenallergikern dazuzähl?). wieso führe ich eigentlich diese themaverfehlung fort, es ging ja eigentlich ursprünglich um die farbe schwarz und nicht darum, warum dunkelheit schlecht/böse ist (ja, ich differenziere da eigentlich schon ziemlich). also, schluss jetzt *miraufdiefingerhau* und noch was letztes: vielleicht sollt ich mir das recht nicht nehmen, über dich, sanna zu urteilen, aber du scheinst den trend des psychisch kranken grufties ja auch ziemlich nachzugehen, also was soll das ganze hier eigentlich? ich will nicht wissen, wievielen leuten du hier im forum wieder erzählt hast, dass du ja sooo magersüchtig und depressiv wärst *schonwiederfastdaskotzenkrieg,wennichdarandenk*. naja, zumindest (oder zum glück) nehmen dich die leute in dem letzten forum in dem du warst in dem sinne nicht mehr ernst. das essstörungstopic hat damals echt für einiges an aufklärung über dich gesorgt. wenn du schon ach so toll magersüchtig sein willst, dann informier dich wenigstens wies richtig geht, damit dir solche peinlichkeiten wie die im letzten forum das nächste mal erspart bleiben (nur ein kleiner tipp von mir;)) sei mir nicht böse, aber ich krieg echt nen hass, wenn man mich an so einem wunden punkt erwischt. edit: und nochwas allgemein zum thema: die leute aus der obergruftieszene hier in meiner stadt zählen zu den dümmsten und oberflächlichsten menschen die ich kenne. ihnen fehlt es nicht am alter, nein im gegenteil, erwachsen und reif sind sie alle, aber......naja, ziemliche hohlköpfe halt. ich finde es halt dann nur schade, dass leute wie mein freund dank diesen leuten ein völlig falsches bild von der goth-szene kriegen. aber es ist ja auch kein wunder, da sich die ausnahmen (falls es diese in meiner stadt überhaupt gibt) anscheinend immer ziemlich versteckt halten. |
| Arawn | Also meiner Meinung nach haben irgendwo alle Menschen eine Macke, denn ohne diese Macken wären wir keine „Richtigen Menschen“. Wir wären (ohne Macken) etwas perfektes, was der Mensch schon immer sein wollte, es aber nie erreicht hat (und ich glaube das, dass sich nicht so schnell ändern wird ;) ). Aber ich frage mich was ist daran so schlimm. Es ist doch nur menschlich Fehler zu machen, manche halt mehr und andere weniger. Man muss aber auch aus seinen Fehlern lernen und ich finde das „schwarz-sein“ bringt mich da weiter, vielleicht etwas näher an die Perfektion. Grüße von Arawn (Timo) |
| Sanna I.S.P. | ts ts ts, da ist mann mal ein paar monate ausser haus, und schon wird während heißer sommermonate über einen geschimpft ... also wirklich. also wirklich, will mich da jemand irgendwie persönlich auflaufen lassen, und liegt doch so weit daneben ... hehe, ich wäre magersüchtig, depressiv und eine frau, ich bitte dich, werde doch realistisch - keines dieser äußerst schmeichelhaften attribute trifft auf mich zu. und wirklich hohl in der birne bin ich auch nicht, das gestehe ich mir durchaus zu, ganz ohne narzissmus und dergleichen ;). |
| mortem | Ich habe jetzt leider nur die Zet die ersten Beiträge zu lesen, aber dabei fällt mir auf das viel von psychischen störungen geredet wird, und das gothics annormal sind. Aber ist nicht jeder in einer Form verrückt ? Und normal ist meiner Meinung nach sowieso nichts. |
| Korax Korbinian | Meine Rede.. Normal in dem Sinne gibts doch nicht. Für die Japaner ist es normalste Hune zu essen obwohl die nie Kässe anrühren würden weil das in deren Augen nur verschimelte Milch ist. Bei uns hingegen andersherum.. Ich finde das Gothics genauso gestört sind wie Christen, Muslime,Juden,buddisten, Punks HipHoper Metaler u.s.w und alle anderen Menschen die es gibt auch solange sie keinem anderen damit schaden gibt es doch kein problem. Und mit der Sache Schwarz=Böse Weiß=Gut das ist eine Sache die sich halt im lauf der Jahtausende so in unseren Köpfen festgesetzt hat. In der Dunkelheit liegt das ungewisse doch vor der Ungewissheit fürchten wir uns und dann gehts los Fürcht ---> Angst----->Wut----->Hass----> Und alles was wir hassen soll ja angeblich böse sein... auch wenn das in den meisten Fällen nicht stimmt. Das is wie mit der weißen Taube und dem schwaren Raben.. gehen wir dochmal in die Bibel...Ihr kennt doch alle die geschichte mit Noa und der Arche ,ne ? Und wer hat die botschaft vom rettenden Land gebracht....natürlich die weiße taube der schwarze Rabe tat das nicht er kamm mit leeren Händen/Krallen wieder... |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, Eigentlich bin ich mein grösster Gott und somit ein waschechter Satanist. Obwohl ich viele bunte Tiere zu Hause habe (Echsen,Katzen und Fische) umgeben ich mich gerne mit Eulen, Fledermäuse und Raben. Somit bin ich wohl ne waschechte Hexe. Wenn ich tanze dann gerne die berühmten drei Schritte vor und zurück (das sonstige rumgehoppse währe mir auch zu anstrengend wenn ich nüchtern bin). Und somit wohl ein waschechter Gruffti. Ich hasse Leute die Ausländerheime mit Bierflaschen bewerfen und über die Strasse rennen und heil Hitler rufen obwohl sie die ersten gewesen währen die Hitler mit vergast hätte. Somit bin ich dann ein waschechter Punk.... Rundum habe ich soviele Mücken im Kopf das die grösste Klatsche nicht aussreicht diese zu erjagen. Was soll´s ich lebe wunderbar in/mit meinem Psychotrip. In diesem Sinne leg ich jetzt Subway to Sally auf und höre Feuerland und Knochenschiff weil wenn jemand eine an der Klatsche hat sind diese Lieder Pflicht:rolleyes: |
| VivaMoz! | Nun ja... ich bin schon seit Jahren diagnostiziert endogen depressiv, aber das hat nicht wirklich viel mit meinem schwarz-sein zu tun. In meinem "schwarz-sein" kommt mein melancholisches Temperament zum Ausdruck. Melancholie (einige nennen sie die gesunde Schwester der Depression) bedeutet, Gefühle wie Trauer, Sehnsucht etc. tief zu empfinden und zur Nachdenklichkeit und Träumerei zu neigen. Depression hingegen habe ich stets als totale Leere empfunden, sie ist somit quasi das Gegenteil jeglicher tiefer/intensiver Gefühle. Mir geht im Übrigen die Assoziation vieler von "Gothic" zu Depression fast ebenso auf den Keks wie die zum Satanismus. |
| Morbid Princess | [QUOTE][i]Original geschrieben von Korax Korbinian [/i] [B] Und mit der Sache Schwarz=Böse Weiß=Gut das ist eine Sache die sich halt im lauf der Jahtausende so in unseren Köpfen festgesetzt hat. In der Dunkelheit liegt das ungewisse doch vor der Ungewissheit fürchten wir uns und dann gehts los Fürcht ---> Angst----->Wut----->Hass----> Und alles was wir hassen soll ja angeblich böse sein... auch wenn das in den meisten Fällen nicht stimmt. [/B][/QUOTE] Hat das nicht vielleicht auch ein wenig mit unseren Ursprüngen zu tun? Ich meine, Menschen sind auch nur Tiere - und früher hieß aufgrund der Ernährung (Früchte, wozu eine gute Farbunterscheidung von nöten ist, weswegen die Nachtsich zurückgeschraubt werden musste) die Nacht ist zum Schlafen da. Dabei waren unsere Vorfahren immer schön darauf bedacht aufm Baum zu pennen und im Notfall schnell fliehen zu können, falls irgendwo ne Säbelzahnkatze rumhüpft... und so hat sich vielleicht auch in unseren Instinkt gewissermaßen eingebrannt, Nacht ist schwarz, Nacht und schwarz -> Gefahr -> Furcht -> usw. wie Korax ja schon sagte. Und eine Krankheit ist ja im Grunde nichts anderes als ein Abweichen des physischem und psychischem Befindens von der Norm - sprich einem Standart, einem Durchschnitt der Mehrheit (- welche laut Definition Unwohlsein und Leistungsminderung zur Folge hat). Und das gibt es halt überall, und wenn man schonmal ein gewisses 'Krankheitsbild' zeigt, also eben jenes Abweichen von der Norm, sei es nun grade mit der bewussten Konfrontation der Farbe schwarz, die in uns an gewissen Urinstinkten rüttelt, dann kann das ja nur krankhaft sein, denn jedes einzelne Individuum sieht ja immer sich selbst als Standart (oder kann einer von euch alle Durchschnittsstatistiken auswendig?). Und wenn man dann nunmal einen 'Normalo' hat, für den aus dem 'Instinkt' heraus eben schwarz gefährlich und falsch bedeutet, und dieser sich ohne weiter nachzudenken eben auf jenen Instinkt verlässt, dann ist es kein Wunder, dass alles, was 'anders' ist, schlecht sein soll - denn das frühere Leben in der 'Herde' oder im 'Rudel' sicherte das Überleben der Schwächsten. So erkläre ich mir jedenfalls das, was die 'Durchschnittsbevölkerung' (wo wir wieder dabei wären) so am 'Anderen' abschreckt - ein kleiner Instinkt der vielleicht immernoch in uns lebt und den wir eben nicht abschalten können, jedoch mit Intelligenz beherrschen. |
| Henour | [QUOTE] aber ich würd niemals "Psychisch gestört" sagen. Am Beispiel "MIR" sag ich mal: Ich bin sehr nachdenklich, zurückgezogen, "schüchtern" sehr vielen Leuten gegenüber(die schweine haben mir ein teil meiner seele geklaut, ich hasse sie), interessiere mich vor allem für Musik und Philosophie, mir fällt es, aufgrund der "schweine" schwer, mich jdm. anzuvertrauen/bzw. mich von jdm. lieben zu lassen.[/QUOTE] Ich glaube diese Beschreibung trifft auf mich auch ganz gut zu. Krank ist man deshalb noch lange nicht. Und zum Thema normal, normal ist relativ ;-) |
| sascha27283 | nachdem ich jetz ma ein paar posts gelesen haben, auch mal meine meinung: Ich weiss nicht ob ich mich als wirklicher Goth bezeichnen kann. Gut ich höre gerne Metal/Gothic trage auch gerne schwarz, habe mir letztens auch nen Kutschermantel gekauft und denke teilweise auch nach, war mal schüchtern, mir is so ziemlich alles egal (kann man auch als ein zeichen von flexibilität werten). Aber ich kann jetzt nicht sagen, dass ich depressiv wäre. Ok nach einigen Versuchen in der Frauenwelt hat mich dass schon immer einen Tag lang gekümmert, aber am nächsten Tag gings halt weiter wie bisher. Im Beruf kann ich es mir als Verwaltungspraktikant eigentlich nicht leisten z.B. meinen Mantel oder exotische Kleidung zu tragen. Schminke und Corpse paint find ich ehrlich gesagt ein bisschen zu übertrieben aber ich denke jetzt deswegen von niemandem schlecht. Alles in allem kann ich sagen dass ein Gemisch aus vielen unterschiedlichen Zutaten bin. Ich picke mir die Dinge aus bestimmten Bereichen raus die ich gut finde, muss deshalb aber nicht zwangsweise komplett einem Bereich oder dessen wichtigstem Aspekt zugeordnet sein. Es wurde auch schon öfters gesagt, dass Goths nicht "normal" und krank seien. Die Frage ist: was ist normal? Ich definiere normal so: Etwas, das ein Großteil der Menschen gleich sieht oder tut. z.B. viele Menschen tragen bunte Sachen und hören Pop Musik oder es ist normal fröhlich durchs Leben zu gehen. Was ist also anormal? Anormal sind demzufolge Ansichten und Praktiken die nur von einer Minderheit oder wenigen Menschen vertreten wird. Anormal ist also nur eine "andere" Haltung zu einem bestimmten Thema. Aber warum sollte eine "andere" Meinung oder Praktik schlecht sein? Sie ist eben nur "anders". Deshalb ist auch jeder Mensch anders, da jeder andere Ansichten vertritt. haben aber viele Menschen die gleichen Ansichten auf ein bestimmtes Thema so sind sie im Volksmund "normal". Es gibt also keine kranken Goths oder psychische Irre. Sie sind eben anders, egal ob es der Irre in der Nervenklinik ist oder der Selbstmörder (extreme Beispiele O_o). Ähhh... ich glaub ich erzähl hier grad ziemlichen Mist ...egal ^^ Auf jeden Fall denke ich man sollte die anderen Menschen so leben lassen wie sie wollen. Ich bin auch nicht einverstanden, dass meine Freunde ein wenig rechtsradikal eingestellt sind (ich hab ma das Gefühl nach ihren Kommentaren zu urteilen), aber ich lasse sie ihren eigenen Weg gehen. Wenns mir allerdings mal zu deftig wird kann ich ja immer noch den Kontakt einschränken. Is mir ja schliesslich egal was die anderen machen. Solange ich mich mit Ihnen verstehe gut und wenn net dann halt nimmer. Ich sage immer: Du kannst alles tun was immer du willst, du musst nur dir Konsequenzen für dein handeln in deiner derzeitigen umgebung übernehmen. verdammt ich war eh immer schlecht im erklären von dingen :P |
| .kb | ich denk die vorurteile kommen daher das man sich eher schwer in so eine subkultur hereinsetzen kann, da eine menge gefühle usw. verstanden werden müssen zur lebenseinstellung .. warum findet man morbide bilder schön? na? .. geschmack kann man halt nich erklären .. punks müssen ne gewisse message rüberbringen .. die eindeutig ist.. z.b. was sollen gothen rüberbringen? ich buddel leichen aus ... naja nich wirklich wie wir alle wissen ;) |
| RuudschMaHinda | Irgendwie finde ich diesen Thread wrdig, hier meinen ersten Post in dieses Forum zu setzen. Ich kleide mich nun schon seit vielen vielen Jahren bevorzugt schwarz, sehe mich jedoch nicht wirklich als Goth an. Ich finde es sieht einfach gut aus. In letzter Zeit habe ich einen Spleen für das Mittelalter bekommen, habe mir nen schwarzen Umhang besorgt etc. Außerdem bin ich ein Star Trek Fan... wie ist das nun mit einander zu vereinbaren? Die Antwort darauf weiß ich leider nicht. Bin ich deshalb vielleicht Schizophren? Trekkie und Schwarz nicht aber wirklich in der Gothic Scene verankert? Wärend meines Studiums habe ich einen Kumpel kennen gelernt, der Trug auch dauernd schwarz und heute noch genau so, seine Freundin auch, in unserer WG ist einer eingezogen, der sich als Goth bezeichnen ließe. Aber dennoch konnte ich mich mit ihm auch über Themen unterhalten, die fernab dieser Lebenseinstellung waren. Wenn ich wirklich psychisch krank sein sollte, weil ich mich dem Schwarz so hingezogen fühle, sollte ich das wohl mal mit einer bekannten abchecken, die ist angehende Psychologin. An alle die sich nicht sicher sind ob sie psychissch krank sind: Solange ihr nicht auf Friedhöfen Leichen ausbuddelt, oder Opfergaben und -riten veranstaltet (es sei denn es ist Show zum Wohlfühlen) dann könnt ihr bestimmt beruhigt be Sonnenaufgang schlafen gehen. Nun da hab ich ja noch ein paar Stunden. Ruudsch Ma' Hinda |
| Ripperhead | Moin, ich würde mal so generell sagen dass jeder Mensch ne macke oder ürgendeinen Tick (etc) hat es ist halt nur bei jeder Person unterschiedlich was für ein Tick (etc) er hat und wie er diesen auch zeigt/auslebt. Wir mögen halt das Schwarze andere Leute mögen HipHop und sind davon voll die Anhänger oder sind stark gläubig (oder glauben generell an Jeseus etc.) und so weiter. Nehmen wir mal an großteils alle Menschen wäre Gothics dann würde man die anderen (die nicht Gothics) auch als gestört usw. bezeichen oder??? Drückt einfach mal frei aus was ihr dazu meint ich freu mich üer alles (Lob und Kritik)!!! |
| Lady_Psycho | Hallo, ich habe mir jetzt auch einige der Post zu diesem Thema durchgelesen und möchte auch meinen Senf dazu abgeben... Ich selbst bin psychisch krank (essgestört, depressiv, Boderlinerin) und in meinem Freundeskreis befinden sich auch kaum Menschen, die keine psychischen Probleme haben... unter den Schwarzen jedenfalls... Ich bin der Meinung, dass psychisch kranke sowie schwarz eingestellte Leute sich einfach mehr Gedanken über sich, die Gesellschaft, etc. machen, als die meisten "normalen" Leute...das merkt man einfach schon an den Gesprächsthemen. Und ich denke, daraus folgt dann eben auch, dass man sich von der Gesellschaft abgrenzen will und viele psychisch kranke Leute schwarz sind/werden... |
| Pseudo-Gruftiii | .....oder viele "schwarze menschen" werden (gruppen)zwanghaft psychisch krank. dieses phänomen ist besonders bei uns ziemlich verbreitet. ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber sogar schon dein name wirkt auf mich so, als ob du auf irgendwas in der art stolz wärst.... |
| hagzissa13 | @ Pseudo: Zwei doofe - ein Gedanke! :D ;) |
| Lady_Psycho | Wenn ihr meint...ich hab' zwar die Leute erst kennen gelernt, als ich schon längst in Therapie war, aber ok... Und auf meine psychische Krankheit bin ich ganz bestimmt nicht stolz - im Gegenteil. Ich hab' nur lange genug versucht, es zu verstecken und inzwischen gelernt, (offen) damit umzugehen. Klar, es gibt sicher genug Leute, die's toll finden, psychisch krank zu sein, weil sie sich für intelligenter oder sonstwas halten, da kenn' ich auch einige, aber zu denen gehör' ich ganz sicher nicht. Für mich wär's echt das Schönste, ohne die Krankheit(en) leben zu können, auch nur einen einzigen Tag essen zu können, ohne darüber nachzudenken, wie ich die Kalorien danach wieder los werd', eine Woche ohne Heulkrämpfe, Verlustängste , etc. oder ein Jahr ohne Suizidgedanken zu verbringen... Und wenn es irgendwas in Bezug auf meine Psyche gibt, auf das ich stolz bin, dann auf die Fortschritte, die ich in der Heilung mache oder bereits gemacht habe... Und der Nick is auch nicht wegen meiner psychischen Krankheit, sondern, weil ich auch sonst einfachoft gestörte Dinge mach', aus Spaß - scheiße bauen halt...und "Fuck, ich bin so psycho" (inkl. Lachflash) einfach zu meinen Standardsprüchen gehört... So...hab jetzt ziemlich viel geschrieben, aber das musste irgendwie raus :) :rolleyes: |
| ave end | gothic ist (meiner meinung nach) anderst sein. alles was die (zwanghaft) normalen als anderst ansehen ist krank. am eigenbeispiel kann ich nur zustimmen, dass goth/ anderstsein krank ist. ich habe einen hang zum dunklen, dieser hang wurde aber erst durch starke einsamkeit ausgelöst. vll fühlen sich viele menschen durch die andersartigkeit bedroht weil sie in konfrontationskurs mit der dunklen seite(der vergänglichkeit) des lebens geraten. dunkel an sich mag ja bedrohlich sein, wieso gehn aber so viele liebespaare gerne sterne und mond beobachten? die angst vor goth'S liegt vielleicht in der undurchschaubarkeit und der magie unserer wesen, die von einem großteil der bevölkerung als Abart oder bedrohung empfunden wird. goths generell als psychisch krank zu deklarieren ist, wie wenn mann sagt, dass alle tiere dumm sind. für viele mag es ja zu treffen (mich eingeschlossen :D ) doch nicht für alle. zu dem thema: psycho kann man darauf stolz sein wieso sollte man nicht darauf stolz sein anderst, oder "krank" zu sein, es ist eine art das problem das besteht zu verarbeiten. alle die es nicht vertstehen können, dass man auch auf negative eigenschaften stolz sein kann, sollen es ignorieren! dies sind meine gedanken zu dem thema ;) mfg ave end |
| Pseudo-Gruftiii | nichts verstanden. |
| ave end | musst du auch nicht ;) mfg ave end |
| Pseudo-Gruftiii | nicht ich, DU hast einiges wohl noch nicht verstanden. dein wissen über die definition von "psychisch krank" ist einfach falsch. |
| ave end | dann erklär mir bitte was psychishc krank ist, per pn/mail/icq/... um nicht noch weiter ins ot abzudriften |
| Pseudo-Gruftiii | frag einfach wikipedia. oder bücher. oder einen arzt. oder beschäftige dich einfach mal etwas mit psychologie. oder oder oder. und du wirst merken, dass nur eine abweichung von bestimmten normen nicht sofort eine krankheit ist, bzw. auch andersrum. die kurzgefasste richtige definition wäre wohl eher: ein psychisch kranker mensch ist nur dann psychisch krank, wenn er selbst oder die mitmenschen in seinem umfeld in irgendeiner form darunter leiden bzw. "schaden davontragen". |
| rosenkind | ich hätt niegedacht, dass ich das mal sag, aber Ausnahmsweise muss ich dir mal zustimmen. Wobei der "Schaden" nicht immer sooo offensichtlich ist. |
| glasengel | Genau dieses "Problem" habe ich aktuell wieder stark. So lange Zeit bin ich nun mit dieser Thematik in Ruhe gelassen worden, dass ich mir schon beinahe gesagt hätte: Hey, jetzt bist du aber so was von erhaben über dieses ganze Rumgezicke, das wird wohl am Alter liegen! " Denkste! Es ist doch wirklich so, dass es immer abhängig ist, in welcher Gesellschaft man sich bewegt. Dann gibt es genau diese süße kleine Frage, wie viel Individualismus deine Mitmenschen vertragen, und sofort geht das Geschrei los, wie krank man doch ist. Ich kenne keine andere Gruppierung, na ja, vielleicht kommen BDSM-ler noch heran, die sich so viele Gedanken um ihr eigenes Sein und dem, was sie ihrer Umwelt "zumuten" können, machen. Also, um es ganz deutlich zu sagen: Ich bin schwarz, und das schon seit knapp zwei Jahrzehnten. Es geht mir saugut damit, es entspricht mir. Ich bin stolz auf mich, denn ich weiß, was ich schon alles hingebogen habe. Ich finde mein Leben gut, und würde die Zeit rückwärts gedreht werden, ich würde alles wieder ganz genauso machen, inklusive aller sogenannten Fremddeklarierten "Fehler", denn sie waren wichtig für mich und mein Leben. Ich habe zwar nicht direkt vor, meinen Mitmenschen auf die Zehen zu treten mit meinem Sein, aber mein Individualismus ist mir wichtig, denn das bin ich. Und wenn sich irgendjemand angepisst fühlt durch mich, nun, ich lasse zwar bis zu einem gewissen Punkt mit mir reden, aber ich bin nicht der einzige Mensch auf dieser weiten Erde, der fähig ist Fehler zu machen. Und ich werde mich nicht für jeden Dahergelaufenen bis zum Erbrechen verbiegen! Es gibt ja auch noch so was wie Toleranz, und mir ist aufgefallen, dass gerade die, die laut brüllen, tolerant zu sein, genau dies manchmal überhaupt nicht sind! Ich bin nicht der Meinung, dass ich narzisstisch sei, aber wenn sich andere einreden wollen, ich sei es, bin ich gelassen genug diese Meinungsäußerung tolerieren zu können. Ich bin ja nicht gezwungen, ausnahmslos jeden Menschen gerne haben zu müssen, es reicht aus, wenn ich mich selber, meinen Mann und die Menschen liebe, die mir teuer sind. |
| Lady_Psycho | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]kurzgefasste richtige definition wäre wohl eher: ein psychisch kranker mensch ist nur dann psychisch krank, wenn er selbst oder die mitmenschen in seinem umfeld in irgendeiner form darunter leiden bzw. "schaden davontragen". [/B][/QUOTE] Ich bin aber auch der Meinung, dass man nur wirklich RICHTIG psychisch krank ist, wenn man die Krankheit nicht erkennt...und wenn dann noch 'ne Unfähigkeit zur Reflexion eigener Handlungen hinzukommt. Oder wenn man zwar irgendwie Krankheitseinsicht hat, aber dann einfach alles auf die Krankheit schiebt, und nicht versucht, irgendwas unter Kontrolle zu bekommen... Ich mein'...ich weiß, dass ich 'nen Schaden hab' und dass ich oft scheiße bau'...auf gut deutsch...aber ich weiß hinterher - bzw. oft auch in dem Moment schon - genau, wieso ich wie handle. Und ich weiß auch genau, dass ich viel emotionaler reagiere, als die meisten anderen Menschen und mich oft nicht richtig unter Kontrolle hab. Aber ich versuch' ja, was dagegen zu tun und schaff's inzwischen auch schon oft, mich in Situationen zu beherrschen, in denen das früher nicht möglich gewesen wäre... Ich mein'...hm...ich weiß auch nicht. Ich würd' noch zwischen psychischen Problemen und wirklicher psychischer Krankheit unterscheiden...oder so ähnlich... ich mein', ich schade durch meine Handlungen auch manchmal anderen Menschen und mir selbst ja sowieso, aber...hm. Ach ich weiß auch nicht. |
| Baumwächterin | Ich hab mal einen Heilkräuterkurs bei Wicca (so heisst die dame wirklich steht auch im pass) gemacht und diese erklärte uns dort als wir ein schutzsäcklein machten dass schwarz die grösste schutzfarbe von allen farben ist und das gerücht dass es was böses sei völliger humbuk ist. wir sind also geschützt durch die schwarze hülle die uns umgibt. ausserdem ist schwarz so wunderbar schön so schön so schön :-) |
| virtualG | Psyche ist viel zu komplex um sie einfach als krank oder gesund klassifizieren zu können. Paul Watzlaw gab mal ein Beispiel in einer seiner Lesungen: "1973 wurden schlagartig millionen von Menschen von ihrer Krankheit geheilt. Man strich homosexualität aus dem Index für Mentale Störungen" Daher bin ich auch der Meinung, das (die meisten) Gothics zwar anders sind, als der Mainstream(zum Glück), aber nicht krank sind, nur wei sie sich intensiver mit ihrem Geist und ihrer eigenden Vergänglichkeit beschäftigen. Im grunde find ich es eher krank, das Thema Tod totzuschweigen. Ist das nicht eine Form von realitätsflucht? Ich würde von mir sagen, wenn ich mich auf die allgemeinheit bezieh, als krank definieren. Ich habe massive Probleme mit meinem sozialen leben. Das tut aber der Tatsache keinen abruch, dass sich davon nichts bemerkbar macht, solang ich nur die richtige Gesellschaft habe. Das was mich nun von den "normalen" unterscheidet, ist die Tatsache, das die Menge meiner Gesellschaft um größenordnungen kleiner ist, als die Mengen der Anderen. |
| SchwarzerSpäher | Ahja.... Wusstest du das schwarz in china normal ist und weiß die farbe des trauerns. es gibt menschen die kennen satan nicht. weder den begriff noch dessen bedeutung, haben wir goth einen an der klatsche // narzismus? - aber hallo! =D zeugen jehovas sind der hammer. ehrlich. ich lad die menschen immer zu mir ein. watt denn? die sind bei jedem wetter da, egal ob es schneit oder strömend regnet. armer obdachlose. trinken leider kein bier, schade auch. ich hab zwr nicht ganz verstanden auf was für nem trip die sind, aber das passt scho. will auf keinen fall den tag verpassen wenn sie das raumschiff alle abholt und sie ins exodus reisen wo sie alle happy mit der teletubbie family parties schieben =D |
| Baumwächterin | Hm.. also die Zeugen Jehovas kamen bei uns früher immer... Aber gesehn hab ich die schon lange nicht mehr... *lol* Ich glaub in unser Dorf wolln die net... Naja meines erachtens ist eher die "normale Gesellschaft" psychisch krank. *lol* da die sich nicht wirklich mit sich selbst befassen können und vieles nicht verstehn... und das macht sie dann gleich irgendwie fertig. Und dann trinken sie Alkohol oder machen sonstigen blödsinn... Wir sind eben die kultivierten *gggggggggggggggggg* ^^ |
| Asari Garou | Ich habe hier so einiges interessantes in diesem Thread gelesen und hier einfach mal meine Meinung: Hier von dem Thema Gothic psychisch krank abgeleitet das jeder der gerne schwarz trägt und die Farbe mag krank ist. Man kann doch auch jemanden der nur weiß trägt (jetzt mal ohne die Bedeutung weiß=gut, schwarz =böse) und diese Farbe mag doch genauso als pshychisch krank bezeichnen. Oder genauso jemanden der krampfhaft immer den neusten Moden nacheifert. Ich finde es einfach doof immer etwas das anders ist, als krank zu bezeichen. Gothics sind anders als die "NORMALEN MENSCHEN" und wers nicht akzeptieren kann oder will solls lassen. mfg Asari Garou :) |
| Dunkelwolke | . |
| Avaly | Hallo an alle, Ich denke, dass in der Schwarzen Szene öfter psychische Krankheiten (etwas harter Ausdruck), ich würde sie mal als Persöhnlichkeitsstörung bezeichnen, auftreten. Denn meiner Meinung nach sind die meisten eher "nach innen gekehrt", haben mit ihrer Umwelt Probleme und ich denke dass sich Menschen in dieser Szene vielleicht mehr Gedanken machen als vll gesund für sie ist (z.B. das vermehrte Interesse an Philosophie sagt schon vieles aus). Ich denke gerade das "viele Gedankenmachen" ist ein Grund für eine Persönlichkeitsstörung, denn vor allem bei Gedanken über sich selbst und seine eigene Stellung in dieser Welt findet man meistens Dinge, mit denen man nicht wirklich zufrieden ist. Soviel zu meiner Theorie, wie überall gibts natürlich Ausnahmen, aber mich persönlich hat gerade dieser Tiefsinn und das "Gedankenmachen" zur Szene hingezogen...und ich habe so meine Probleme damit. Avaly |
| Mestigoth | Ich sehe das so, dass beispielsweise depressive Menschen eher zum Dunklen neigen und (nur) deshalb von der Schwarzen Szene angezogen werden. Sie müssen dabei noch lange kein Szenebestandteil sein. Sie sind in erster Linie Sympathisanten. Jemand der Gothic- bzw. Schwarzsein mit Depression oder gar SVV gleichsetzt und derartige Probleme als Zugehörigkeitsgrund vorschiebt, hat irgendwie was falsch verstanden. |
| Andras | Ich würde mich selbst zwar nicht als Gothic bezeichnen, ich denke dazu fehlt mir einfach noch an Erfahrung und Lebenseinstellung in dem Gebiet. Aber ich habe dennoch eine Meinung zu der Ausgangsfrage hier. Ich denke, jeder Mensch hat eine Macke. Zwangsläufig kann man nicht sagen, dass nur oder besonders Anhänger dieser Szene, ver- oder gestört sind. Wenn man sich fragt ob man normal ist, sollte man sich erst fragen WAS normal ist und da glaube ich drehen wir uns im Kreis. Letztendlich ist Normal, das was man selbst ist oder meint zu glauben. Auch wenn von vielen die Eigenaussage "ich bin nicht normal" kommen mag. Demnach sind also entweder alle normal ... oder niemand. Da ersteres gegen die allgemeine Gestörtheit der Menschen spricht, deren Egoismus, deren Gier und deren sonstige Macken (womit wir wieder beim Thema wären), bleibt wohl nur noch die letztere Variante. Was auch wiederum meine These wäre. LG Andras |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Andras [/i] [B]Ich würde mich selbst zwar nicht als Gothic bezeichnen, ich denke dazu fehlt mir einfach noch an Erfahrung und Lebenseinstellung in dem Gebiet. Aber ich habe dennoch eine Meinung zu der Ausgangsfrage hier. Ich denke, jeder Mensch hat eine Macke. Zwangsläufig kann man nicht sagen, dass nur oder besonders Anhänger dieser Szene, ver- oder gestört sind. Wenn man sich fragt ob man normal ist, sollte man sich erst fragen WAS normal ist und da glaube ich drehen wir uns im Kreis. Letztendlich ist Normal, das was man selbst ist oder meint zu glauben. Auch wenn von vielen die Eigenaussage "ich bin nicht normal" kommen mag. Demnach sind also entweder alle normal ... oder niemand. Da ersteres gegen die allgemeine Gestörtheit der Menschen spricht, deren Egoismus, deren Gier und deren sonstige Macken (womit wir wieder beim Thema wären), bleibt wohl nur noch die letztere Variante. Was auch wiederum meine These wäre. LG Andras [/B][/QUOTE] Welch großartiger Beitrag! Das meine ich ernst, mir fällt nämlich immer öfter auf, dass selbst jene, die keine richtige psychische Krankheit in meinem Umfeld haben, trotzdem ne Macke haben. |
| Schwarzer Prinz | Dito ;) |
| Cthululu | Ich persönlich liebe die Farbe schwarz. Schwarz hat einfach was an sich. |
| Fleur-de-lys | Hallo um den Tread zu verständlich zu beantworten muss ich weiter aushohlen. Bei mir fing die Neigung zu unserer Richtung sehr früh an um genau zu sein mi 10. Damals ist mein Opa gestorben (ganz plötzlich darauf war niemand vorbereitet). Ich bin davor im Streit mit ihm auseinander gegangen und deswegen mache ich mir manchmal jetzt noch Vorwürfe. Das war im August im September/Oktober/November habe ich daraufhin eine Herbstdepession bekommen. Die seit dem jedes Jahr wiederkehrt (ich bin jetzt 19). Inzwischen kann ich (und Teilweiße mein Umfeld) aber ganz gut damit umgehen. Damals verspürte ich schon den dran mich dieser Scene anzuschließen. Ich habe es aber aus Angst vor den Verurteilungen der Gesellschaft nicht getan außerdem hätte ich dann massive Probleme mit meinen Eltern bekommen. Mit 15 ist meine Mutter für 2 jahre Krank geworden (Ängste, Durchfall, ihr ging es so schlecht das sie andauernd geheult hat) in diesen Jahren habe ich mich sehr zurück genommen. Ich habe augepasst das ich mich nicht mit ihr Streite weil dann das ganze erstmal noch Schlimmer geworden ist. Von vielen Freunden wurde ich als "unselbstständig" bezeichnet, weil ich einfach nicht meine Mutter belasten wollte und deswegen Abends nicht weggegangen bin oder sowas. Da meine Mutter mich nicht laufen lassen wollte musst ich mich dann später wirklich mit vielen Streitereien loseisen was in der zeit davor einfach nicht möglich gewesen währe (ganz hab ich es immer noch nicht geschafft) Mit 16 Also mittendrin kam jetzt auch noch dazu das vom meiner "2 Familie" (Nachbarn, mit meiner derzeitigen besten Freundin und die Eltern waren auch sehr eng mit einander befreundet) der Vater (wie ein zweiter Vater für mich) an Krebs erkrankte. Kurz nachdem meine Mutter ihre sach halbwegs Unter kontrolle hatte ist er dann Gestorben wir (d.h meine Eltern und Ich) waren dabei und natürlich war das ganze im Herbst. Ich habe mich also das zweite mal mit dem Thema Tod und Leben nach dem Tod auseinander setzen müssen. Seit einem halben jahr ist meine Mutter wieder voll "belastbar" und deswegen habe ich mich dazu entschieden endlich einmal so zu Leben wie ich bin und wie ich mich fühle. Als ich von einem Tag auf den anderen auf eine ganz andere Lebensweiße und auf ein anderes Auftretten umschwenkte waren die meisten erstmal ziemlich überrascht und viele fragten mich ob ich einen Trauerfall in der Familie hätte. Inzwischen hat sich das aber alles gelegt. Meine Mutter hat es inzwischen auch Akzeptiert obwohl sie immer noch manchmal versucht mich dazu zu bringen wie früher (also nett und Süß) Rumzulaufen. Und an besonderen Tagen tu ich das auch ihr zu liebe. Also ich kann nur von mir sprechen. Aber ich würde sagen das jeder hier irgendwie eine an der Klatsche hat was nicht Umbedingt etwas Schlechtes ist es heißt nur das man Narben auf seiner Seele hat die einen Prägen (kann auch zum positiven sein). lg Fleur |
| Bartimäus | Also meiner meinung nach sind alle die sich bewusst von der gesellschaft abgrenzen und das tuen "goths" ja (nicht die die es tun um als cool oder böse zu gelten) in irgendeine weise psyisch krank oder waren es auch wenn man es vielleicht nicht weiß denn um von der Norm abzuweichen muss irgendwann irgendwie was passieren das einen dazu bringt... Ich selber bin von dieser Aussage ebenfalls betroffen... die osterfeiertage hab ich nehmlich in einer psychatrischen anstalt verbracht... zusätzlich muss ich sagen das meiner meinung nach alle die sich bewusst von der gesellschaft abgrenzen in der regel sozialer, netter, freundlicher und in vielen punkten auch schlauer/intelligenter als "normalos" und psychisch krank sein ist nichts schlechtes in fakt hab ich mich in der oben erwähnten anstalt unter anderen kranken wohler gefühlt als bei sonst irgendwelchen menschen... weil man einfach intelligente gespräche mit ihnen führen kann wie mit sonst niemanden.... |
| kolnidre | Ich habe mir jetzt keine 11 Seiten Text zu dieser Fragestellung durchgelesen, will aber dennoch mal ein paar spontane Gedanken hier festhalten - möglicherweise plappere ich unwillkürlich andere nach oder schreibe Dinge, die ich nach längerer Überlegung zurücknehmen muss, ich bitte das zu entschuldigen. Psychisch krank, mit diesem Begriff habe ich hier Schwierigkeiten. Diejenigen, die meinen in ihrem Umfeld viele Fälle "psychisch kranker Gothics" zu haben: Liegt für jeden dieser Fälle eine eindeutige, offizielle Diagnose vor? Oder ist das eine persönliche Einschätzung von euch selbst? Ein Eindruck, eine grobe, instinktive Klassifizierung dieser Menschen als depressiv, irgendwie "anders", irgendeine "Macke" habend? [I]Es gibt nämlich noch mal einen großen Unterschied zwischen einer psychischen Erkrankung/Störung/wie auch immer und einem Persönlichkeitsmerkmal, das stärker oder schwächer ausgeprägt ist als im Durchschnitt.[/I] Jeder Mensch zeichnet sich z.B. aus durch eine individuelle Motivation, sich über Dinge Gedanken zu machen - Fakt. Es gibt Menschen, die mehr grübeln, und Menschen, die gedankenlich fast nie unter die Oberfläche gehen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun - ich möchte mich hüten, zu behaupten, Gothics seien überdurchschnittlich intelligent - sondern mit genetisch bedingter Motivation. Ich denke durchaus, dass Gothics, zumindest ein großer Teil von ihnen, "von Natur aus" nachdenklicher ist, als die Norm. In dieser Hinsicht also "anders" ist, eine "Macke" hat. [B]Die Tendenz sich viele Gedanken zu machen, ist jedoch keine PATHOLOGISCHE Auffälligkeit, keine Erkrankung oder Störung, sondern eben "nur" ein Persönlichkeitsmerkmal.[/B] Narzissmus..Narzissmus kann durchaus im pathologischen Sinne gemeint sein, kann eine Diagnose sein. ABER Narzissmus kann auch nur die Bezeichnung für ein Persönlichkeitsmerkmal sein: Ein Mensch, der selbstverliebt und in übertriebenem Maße von sich selbst überzeugt ist, der sehr empfindlich und aggressiv auf Kritik reagiert, der allerdings nicht "krankhaft" ist (wo hier die Grenze ist, sei den Therapeuten überlassen?), ist ein Narzisst. Dem ersten Poster möchte ich widersprechen: Narzissmus ist im Allgemeinen NICHT -niemals- positiv. Es gibt auch kein gesundes Maß an Narzissmus, denn der Begriff bezieht sich nur auf den Extremfall. Aber Narzissmus muss keineswegs eine psychische Erkrankung sein. Was wollte ich hiermit sagen? Falls mein Beitrag zu konfus und "assoziativ" war, um noch von irgendjemandem verstanden zu werden, hier noch mal die Kurzform: Gothics sind meiner Meinung nach nicht "normal" insofern, dass sie gewisse Auffälligkeiten in individuellen Persönlichkeitsmerkmalen aufweisen, etwa nachdenklicher sind als die Norm, meinetwegen auch mehr auf sich selbst fixiert, bis hin zum Narzissmus. Sie sind vielleicht nicht "durchschnittlich", müssen aber keineswegs psychisch gestört sein. Die Grenze zur psychischen Erkrankung wird hier weit unterschätzt, glaube ich. Es liegt noch mal ein ganzes Stück zwischen einem eher labilen Menschen (PERSÖNLICHKEITSMERKMAL, CHARAKTERZUG) und einem Depressiven, Schizophrenen oder sonstwas Menschen. Noch was: Einige der "typisch schwarzen" (;-)) Charakterzüge können psychische Erkrankungen natürlich begünstigen, schließlich kann man sich durch übermäßiges grübeln auch so sehr in Negativität hineinsteigern, dass man in der Tat depressiv wird. Aber eine bestimmte Konstellation von Merkmalen allein reicht noch lange nicht aus um eine Störung hervorzurufen. Mein Vorposter regt mich gerade noch zu etwas an... [QUOTE]Also meiner meinung nach sind alle die sich bewusst von der gesellschaft abgrenzen und das tuen "goths" ja [/QUOTE] Also: Ich würde mich ja nicht als "Goth" bezeichnen, aber ich tendiere in dieser Richtung, fühle mich in dieser Richtung wohl. Ich versuche aber ganz und gar nicht mich bewusst von der Gesellschaft abzugrenzen. Das, wozu ich mich hingezogen fühle, ist für mich kein Protest gegen die Gesellschaft oder so, sondern ein Trost (vielleicht?) Oft fühle ich eben Dinge, die in der Gesellschaft..nun ja GEDULDET werden, klar, aber nicht ausgesprochen werden können, nicht dargestellt werden könnten, einfach nicht gute-laune-alltagstauglich sind. In der "schwarzen Szene" (der ich nicht wirklich angehöre) fühle ich mich wohl, weil sie all das ausdrückt, ausspricht und in den Vordergrund rückt. In schwarzer Kleidung fühle ich mich wohl, weil ich dadurch irgendwie etwas ausdrücke, was in der Gesellschaft irgendwie, trotz all der theoretischen Toleranz, noch tabu ist. Und das was ich ausdrücke hat übrigens nichts mit meiner vermeintlichen psychischen Erkrankung zu tun, sondern mit meiner Persönlichkeit ;-) Hoffe, was ich sagen wollte, ist einigermaßen klar geworden *lach* |
| Bartimäus | ich muss mich mal ganz schnell entschuldigen ich habe grade eben mein eigenen post nochmal gelesen und aufgefallen das ich mich in ein paar stellen ganz falsch ausgedruckt habe... (bin kein deutscher und mein deutsch ist nicht so...) ich meine nicht das alle goth und psychisch kranken intelligenter sind wie andere... und ich meine nicht das ALLE goths psychisch krank sind/waren sondern das sie einfach irgendwas haben/hatten/erlebt haben oder sonstwas das als nicht "normal" giltet und dies denke ich wird oft mit einer psychischen krankheit zusammenhengen.. z.B. ich: wurde gemobt in der schule + probleme daheim -> hab depressionen bekommen/entwickelt -> dies hat zu einem anderen denken meinerseits geführt -> hab mich dan von der schwarzen szene angezogen gefühlt.... (bin übrigens kein richtiger "goth" sondern ein Freidenker der sich der schwarzen szene angehörig fühlt) |
| IvyS | Mmmh... gibt es noch immer keine Antwort auf die Frage, was denn ein 'Goth' ist...? *schmunzel* Das obige mit den Charakterzügen... [quote]Es gibt nämlich noch mal einen großen Unterschied zwischen einer psychischen Erkrankung/Störung/wie auch immer und einem Persönlichkeitsmerkmal, das stärker oder schwächer ausgeprägt ist als im Durchschnitt.[/quote] ... finde ich als Diskussionsgrundlage recht interessant. Ich selbst denke, dass ich eine Borderline-Störung habe (und das hab ich sogar von einer Ärztin, mittlerweile, schriftlich) und frage mich des öfteren, ob das ganze Symptombild nicht irgendwie auch als eine Sammlung persönlicher Eigenschaften gesehen werden kann, mit der ich eben leben muss. Weil, besonders bei dieser Störung ist klar, dass Normalität durchaus lebbar ist, solange die Rahmenbedingungen stimmen. Und meine Psychologin meinte dazu auch, es sei nicht eine Frage ob haben oder nicht, sondern eine Frage der Intensität. Ich halte es auch für bedenklich, Entscheidungen irgendwelchen 'Ärzten' zu überlassen... also... was bringt dir eine Diagnose, die du selbst nach intensivem Auseinandersetzen damit, in keinem Punkt als treffend empfindest... dann hilft es dir nicht, weil du damit nicht arbeiten kannst... dann hast du ein Stigma, und sonst nichts... Zu dem Thema 'Macke'... Na ja... ich persönlich beobachte mich selbst und andere nun seit fünf bis zehn Jahren. 'Macken' habe ich dabei eher keine gefunden. Ich halte das Wörtchen eher für eine Abgrenzung gegenüber Verhaltensweisen, die jemand selbst nicht versteht... Der Ausdruck könnte aus meinem familiären Umfeld stammen. Oder einfach aus dem, was ich Mainstream nenne. Nach dem Motto, ich weiß nichts, und will mich damit nicht auseinandersetzen, halt eben 'ne Macke, der Kerl/die Trulla. Meine Erfahrung zeigt, dass hinter jeder solcher Macke irgendeine Ursache steht. Man muss ja nun nicht jede dieser Ursachen, meist Probleme, als psychische Krankheit hinstellen... aber, es ist nicht einfach eine Macke, es steht etwas dahinter... Und nun um den Kreis zu schließen... 'Die Psycho-Szene (gibt es sowas?) fühlt sich von der Gothic-Szene' angezogen... Öhm... na ja... siehe oben. Um da nun auszusieben müsste jetzt die ehrenwerte Gesellschaft der wahren Goths konkret mal sagen, was nur das ganze eigentlich aus macht. Ich weiß, dass das wohl so schnell kein Ende finden dürfte, da letztlich alle sich für die wahren halten. Jeder auf seine Weise mit seinen Gründen, Motiven etc... Ich bin für den Weltfrieden. Auch im schwarzen Lager. ;-) |
| Bartimäus | für mich ist ein gothic jemand der anders denkt als die norm, dies vertritt, und in der regel zu dunkler romantik, aktivivtäten und gedanken hingezogen fühlt |
| BösesMädchen | Liebe MitGothics, Ich glaube ich bin wirklich von euch allen eine Außnahme, (vom psychischen Standpunkt betrachtet). Ich bezeichne mich wirklich als psychisch krank, und bin das auch. Ich bin psychisch schwer krank, und habe eine Persönlichkeitsstörung. Ich habe Depressionen, Sozialphobie (krankhafte Schüchternheit) und Bulemie. Außerdem eine leicht schizoide und narzisstische Persönlichkeit. Ich war auch schon in der Psychatrie. (In der Psychatrie war ich sogar nicht die einzige "schwarze") Ich war eine von 3 Gothics auf meiner Station. Ich brauche die Gothic Musik, die schwarze Kleidung, die melancholische Lebenseinstellung. Mich abzugrenzen hat mir sehr geholfen. Denn ich BIN anders. Und ich glaube viele von euch spüren dass sie "anders" sind als andere, und wollen sich abgrenzen. Viele von uns sind melancholisch und depressiv. Aber nicht alle. Wir sind wie alle Menschen, jeder anders. Sigmund Freud sagte dass depressive oder ps.kranke Menschen besser wissen was das Leben bedeutet. Und das ist so. Bitte um Antwort.... Fetter Gruß an alle Gothics!!! |
| BösesMädchen | WARUM ANTWORTET DENN KEINER HAB ICH DAS JETZT UMSONST GESCHRIEBEN ALSO JETZT ANTWORTET DOCH JEMAND SONST WERD ICH ALS EMO ABGESTEMPELT EGAL SCHREIBT IRGENDWAS DAZU Ich glaube es schreiben viel zu wenig leute viel zu wenig in diesem Forum, dabei gibt es so viel zu sagen. SIND WIR NICHT ALLE EIN BISSCHEN BLUNA? |
| JohnSteed | @Böses Mädchen Wir alle müssen unseren Weg finden und wie "gesund" wir im Kopf sind, weiss eigentlich keiner... Somit sind nicht alle, die nicht als "krank" gelten, deswegen gesund. Heilung ungewiss. Aber das ist nebensächlich. Du weisst durchaus, was du willst und wo du hinwillst oder wenigstens hinkannst, bildlich gesprochen. Das würde ich sicher nicht als "krank" abstempeln. Naja, das wollen wir die Kirche im Dorf lassen, den Gothicstatus bescheinige ich dir gern! So Emo klang das jetzt nicht. Geh deinen Weg und lasse dich von niemand ablenken! |
| Knallgiraffe | Is ja interessant, dass von ästhetischen und philosophischen "Neigungen" gleichmal auf ne Krankheit geschlossen wird. Aber nur, damit wir uns verstehen, dann haben Christen genauso einen an der Waffel, Moslems, Hopper, Juden, Hindus und jeder der kein Neutrum ist! Das macht das "Einen an der Waffel haben" schon wieder zur Norm....hat sich was mit Krankheit, ob man krank ist oder nicht, das entscheiden Psychologen und Ärzte und kein dahergelaufener Hobbyfreud. Sorry, wenn ich das so krass sage. Der Autor der These meint zwar, alles relativieren zu können, indem er sich in seiner These nicht ausklammert aber nur weil er selbstbescheinigt "einen an der Waffel" hat, muss das nich für alle gelten, da er bei sich schon eine Macke diagnostiziert, schieb ich seine These einfach mal auf die Folgen seiner Krankheit. Tadaaa und schon hat es sich wieder was, ein Hobbyfreud analysiert den anderen Hobbyfreud und am Ende steht Aussage gegen Aussage....oder sollte ich sagen Diagnose gegen Diagnose. Wir können ja mal im ICD-10 nachschauen, ob das Bild "schwarz mögen" irgendwo zu einem Krankheitsbild passt. Sich vom Mainstream abzugrenzen hat nicht automatisch was mit einer Störung zu tun, es ist einfach nur eine Variation! Wer ist denn dann noch gestört, wenn wir schon so anfangen? Jeder, der graue Jeans trägt statt Blaue? Jeder, der Lacoste trägt anstatt Bench? Jeder, der eine Lieblingsfarbe hat? Jeder, der sich nicht an gesellschaftliche Tabus hält, die nur für den jeweiligen Kulturkreis gelten? In Afrika und Australien hüpfen Menschen ums Feuer rum und singen sich in Trance....das wird als normal gesehen, wenn das einer hier macht, bescheinigt man dem Schwachsinn. Hat sich wieder was mit allgemeingültigen Aussagen über das Schließen auf eine Krankheit aufgrund der Gebräuche oder Interessenlage eines Menschen. Ich bestreite nicht, dass ne Menge Goten schräg drauf sind aber ich bezeichne sie nicht als krank. Es gibt einen Unterschied zwischen "einen an der Klatsche" haben und einer Krankheit. Denn Macken hat jeder Mensch, es gibt Leute, die schließen ihre Tür zu und dann wieder auf, weil sie denken, der Kühlschrank ist noch offen. Es gibt Leute, die schlafen nachts mit Licht. Bezeichnet man sie als krank oder gestört? In den meisten Fällen nicht. Denn wenn es danach geht, dürfte es gar keine gesunden Menschen geben. Stellt sich die Frage, wie man dann eine Krankheit diagnostizieren soll, wenn einem Referenzobjekte fehlen. Variation != Störung Mn sollte das schon unterscheiden können bevor man sich anschickt, als Seelenkundiger umherzuziehen. Ich behaupte auch von mir, nicht ins Raster der Allgemeinheit zu passen, ich kann Sonne nicht leiden, mag Herbst und Winter und die Farbe schwarz und mein Humor ist so dunkel wie mein Kaffee und meist genauso bitter, ich erfreue mich nicht an fetten Autos und ultratollen Stinodiskos aber ich bin deswegen noch lange nicht krank nur, weil ich nicht das teile, was sonst "alle" teilen. Wir können natürlich auch daherkommen und alle Subkulturen als krank oder gestört (oder verstört, wie hier jemand erneut relativierend versuchte einen anbiederenden Unterschied zu machen, wo keiner ist) bezeichnen, dann sind wir wieder im Mittelalter und es ist nur eine Frage der Zeit, bevor Schwule wieder in die Psychiatrie eingewiesen werden. |
| Flexy | Ich denke, dass es ein riesengroßer Fehler ist, die Erkenntnis der Belanglosigkeit menschlicher Existenz, die daraus resultierende Weltsicht und das dadurch komplett andere Verhältnis zum Tod, zum Leid, zur Vergänglichkeit und zum eigenen Ich mit einer psychischen Krankheit gleichzusetzen. Abgesehen davon, dass es eigentlich weder "die schwarze Szene" noch "die Goths" gibt - denn letztlich sind das alle Individuen mit höchst unterschiedlichen An- und Weltsichten und durchaus stark differierenden Vorlieben und Bedürfnissen - das ist einfach eine komplett andere Ästhetik, die da in der Szene gelebt wird. Es ist lediglich eine ganz andere Art und Weise durch die Welt zu gehen. Es ist ein bewusster Umgang mit seiner Realität. Mit Schmerz, Leid und Tod, Leben und Liebe. Mag sein, dass das von außen manchmal ziemlich arrogant aussieht. Mag sein, dass das manchmal selbstverliebt aussieht, elitär und narzisstisch. Ja, und? Dann ist es eben selbstverliebt, arrogant und elitär - aber das dann sicher mit gutem Grund. Manchmal hat man einfach die Schnauze voll von einer Oberflächenwelt, mit der man sich ständig einsam streiten muss, denn manchmal wird man geradezu wahnsinnig, dass alles über bunte Nichtigkeiten lacht, denn manchmal freut man sich einfach geradezu, irgendwann Asche im Himmel und in der Hölle, Erde für einen Baum zu sein. (um mal bisschen was von Das Ich zu zitieren...) Das ist aber noch lange nicht krank. Das ist nur anders. Es ist das Ego als Universum. Selbstverliebt, weltfremd scheinend, dunkel und dennoch blendend hell, traurig und wütend und schmunzelnd zugleich. Aber es ist gut so. Weil es sich einfach gut anfühlt. Krank ist nur wer leidet. |
| FeuerEngel666 | Halllo. Ich glaube nicht, dass alle Goths psychisch krank sind. Aber mir ist das natürlich auch aufgefallen und ich denke, schwarz bedeutet halt in erster Linie traurig,/ evtl. depressiv/ melanchonisch, böse, der Dunkelheit zugewandt oder so was. Naja, dass schwarz nicht so fröhlich ist wie gelb ist klar, aber ich finde das alles Unsinn. Nicht jeder, der schwarz trägt ist depressiv und nicht jeder Goth ist psychisch krank. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von FeuerEngel666 [/i] [B]Halllo. Ich glaube nicht, dass alle Goths psychisch krank sind. [/B][/QUOTE] Sind wir ja schon zwei. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Flexy [/i] [B]Ich denke, dass es ein riesengroßer Fehler ist, die Erkenntnis der Belanglosigkeit menschlicher Existenz, die daraus resultierende Weltsicht und das dadurch komplett andere Verhältnis zum Tod, zum Leid, zur Vergänglichkeit und zum eigenen Ich mit einer psychischen Krankheit gleichzusetzen. [/B][/QUOTE] Wer macht denn sowas? |
| mystica26 | Nur weil man schwarz trägt über viele Dinge anders denkt oder besser gesagt sich intensiver mit verschiedenen Themen wie Tod, Leid und Schmerz auseinander setzt, ist man doch noch lange nicht psychisch krank. Ich würde sogar sagen, dass Menschen die sich auch mit nicht so schönen Themen beschäftigen mehr mit der Realität verbunden sind als andere. Tod und Leid gehören zum Leben wie Glück und Zufriedenheit und wenn man sich darüber im Klaren ist, ist man mit sich selbst im reinen. Menschen die unangenehme Seiten des Lebens ständig ignorieren haben ein Problem und genau diese laufen dann auch Gefahr psychisch zu erkranken wenn das Schicksal einmal härter zu schlägt. Gothic=psychisch Krank ist einfach nur Blödsinn und typisch für unsere Gesellschaft; alle Gothics in einen Topf werfen und fertig! |
| Nahimana-Amar | Diese Vorurteile sprechen doch eindeutig für das engstirnige und beschränkte Schubladendenken unserer ganzen Gesellschaft. |
| Ronin76 | Verallgemeinerungen waren und sind selten haltbar. Deutsches Recht definiert Krankheit so: [QUOTE] Krankheit im Sinne des Sozialversicherungsrechts ist eine Störung des körperlichen oder seelischen Wohlbefindens, somit eine Abweichung von der Norm „Gesundheit“. (vgl. § 120 Abs 1 Z 1 ASVG, wonach Krankheit „ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand ist, der die Krankenbehandlung notwendig macht“.) [/QUOTE] Es lässt sich leicht erkennen daß sich alles nach einer Norm richtet. Was von der Norm "Gesundheit" abweicht und laut der Definition dann als regelwidrig gewertet wird, ist krank. Es wird dabei die Person des "Kranken" und dessen Wünsche und Meinung dazu völlig übergangen, indem gefordert wird, daß eine Behandlung notwendig sei. Wenn nun zB Gothic als Krankheit bewertet wird, müsste das laut dem Sozialversicherungsrecht behandelt werden. Über die Art der Behandlung steht nichts weiter im Text aber dazu gibt es bestimmt auch Normen und diese können sich ändern. Es gab mal einen Zeitraum in Deutschland, da wurden Kranke und Behinderte, die auch als krank galten, laut Behandlungsplan getötet. Ob sie wollten oder nicht. Daher ist die Formulierung "der die Krankenbehandlung notwendig macht" höchst gefährlich. [QUOTE] Der deutsche Bundesgerichtshof hat am 21. März 1958 juristisch definiert: „Krankheit ist jede Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers, die geheilt, d. h. beseitigt oder gelindert werden kann.“ Nach einer neueren Formulierung wird im deutschen Kranken- und Unfallversicherungswesen unter Krankheit „ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der ärztlicher Behandlung bedarf und/oder Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“ verstanden (BSGE 35, 10, 12 f.). [/QUOTE] Hier ist zwischen dem Gerichtsbeschluß von 1958 und der neueren Formulierung unbekannten Datums eine Radikalisierung zu erkennen. 1958 wird Krankheit noch als Störung definiert, die geheilt, gelindert oder beseitigt werden kann. Also kein Muß. Laut der neueren Formulierung ist es dann schon (wieder) ein regelwidriger Zustand, der ärztlicher Behandlung bedarf. Das kann als Zwang ausgelegt werden. |
| liftred | hui der letzte post ist etwas her :D Also ich gebe hier mal offen zu dass ich tatsächlich eine psychische Störung habe, genaugenommen sogar mehrere (Und ein Syndrom, was man zu diesem Thema grob auch als Störung interpretieren könnte.) Dann passe ich ja schön ins Klischee ;) Ich würde jedenfalls nichts behaupten wie Ich bin Gothic, weil ich gestört bin oder anders rum. Allerdings muss ich sagen, dass die "richtige" Störung schon teilweise in diese Szene führen kann/etwas in die Richtung schubst oder einfach gut dazu passt. Bei mir ist es so, dass ich deshalb von grundauf eine Distanz zu den meisten Menschen hab und wenn man denn so alleine vor sich hin vegitiert hat man genügend Zeit über Gott und die Welt nachzudenken und zu "entdecken" wie schlecht doch die oberflächliche Norm ist und sich eventuell mit Subkulturen zu beschäftigen weil man doch das Bedürfnis hat sich irgendwo einzuordnen(Ich bin angekommen ;)) Aber wenn es nciht grade so ist wie bei mir dann hat das eine doch wirklich ncihts mit dem anderen zutun... |
| Demon17 | Also sogenannte psychische Störungen hatten fast alle Leute, die ich früher interessant fand. Besonders die Frauen, aber da war keine besondere Gohicaffinität festzustellen. Bei dem momentanen platten Gothrock, der den stumpfen NeoEBM abzulösen scheint, ist das aber auch schwierig hochsensible Bereiche der Psyche musikalisch in die richtige Stimmung zu versetzen. Aber gut zu wissen, das es noch Leute in der Szene gibt, denen die Szene noch was gibt. Ich weiß halt nicht mehr wie es ohne ist. |
| hera | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kimrah [/i] [B] außerdem passt schwarze kleidung immer und überall hin, man muß sich also keine großen gedanken machen, was man anzieht.[/B][/QUOTE] Stimmt. Daher ist ja auch nicht jeder gleich Gothic, der schwarze Kleidung trägt. |
| Redemeer | Es gibt eine ´´norm´´ die menschen aufgestellt haben um alle leute in einen topf werfen zu konnen...is einfacher sich nich mit individuellen wesen befassen zu müssen ...sondern alle sind so und das wars.. alle die aus der reihe tanzen ...ob goth oder menschen die ihren job verloren haben..und vom staat leben und nicht ´´normal´´ wie jeder andere arbeiten können daher schnell als abschaum oder irre bezeichnet werden aber jeder mensch weich irhendwie von dr norm ab..auf seine art meinetwegen trennt er den müll nich sachgemäß und schon is er anders es kann nie so laufen wie es vorgesehen wurde denn jeder mensch is anders ..und wer krampfhaft versucht sich an die norm zu halten der wird wohl meiner meinungnach nich happy..weil er dann funktionieren müsste wie eine maschine da was die norm betrifft keine emotionen berücksichtigt werden ...da ja jeder gleich is also normal und auch normal denkt aber wer legt die norm fest...das tv...ganz oft..und die gesellschaft...und vater staat.. Und ob gothics irre sind oder nicht...man kann selbst gothic nich in eine tonne werfen ...weil es menschen sind und auch diese untereinander verschiedene denkensarten ,meinungen und gefühle haben und wohl wirklich nicht alle gleich aussehen.. Und jetzt meine fragen was ist normal? was ist irre ? kann man wirklich selbst beurteilen ob man normal ist oder nicht ? und wenn ja dann woran will man das selbst festlegen? sorry für den langen text :) |