| SON | Monat für Monat, Thema für Thema, immmer wieder über all die Seiten im Netz grübelnd und lesend kommt mir die Frage: deffiniert sich die schwarze Szene, all das düstere all das morbide nur noch über den Liebeskummer, ich bin verlassen also schwarz also düster so trauernd... ja irgendwo beginnt der weg, irgendwo ist ein Schritt und doch... gibt es noch den "Grufti" der Freude am Schwarzen hat nicht nur als Rückschlag...nicht nur als momentane Krise... ja Gefühle bestimmen das Leben und doch das Leben ist da noch mehr überrascht mich seit schwarz seit morbid..."Gruftis werden nicht älter als 24" O-Ton 1987... |
| Seneca | @ SON Ich persönlich möchte mich nicht als Teil der Szene bezeichnen, eigentlich habe ich vor 10 Jahren aufgehöhrt mit diesem Zirkel und Szene Gekungel. Liegt warscheinlich daran das ich älter bin als 24, oder das man in dem was man Szenen nennt, oft auf "manisch depressive Teenies" trifft. Im allgemeinen hatte ich den Kontakt zu Menschen abgebrochen, und beobachtete die Welt aus meinem "Elfenbeinturm". Das ich in letzter Zeit wieder Kontakt zu schwarzen Seelen suche liegt wohl daran, das mir Die Welt heute viel zu bunt und oberflächlich ist. Für mich ist es so eine Art Fluchtburg, wo man über Dinge reden kann, und Zuhörer findet, die von Vielen als "spinnert", "langweilig" oder "zu schwierig" abgetan werden. (Ich habe schon früher, als Internatsschüler, alle mit meinen Gesellschaftstheorien beim Frühstück genervt.) Selbst in studentischen Kreisen, findet sich heute nur noch schwer jemand, mit dem man über mehr als "Fun" und "Party" reden kann. Selbt wenn man an den Problemem selbst nicht viel ändern kann, wer darüber spricht, rührt zumindest daran. Irgendwie mag ich die düstere, melancholische und ruhige Stimmung, und ich bin bestimmt nicht depressiv. Vergleichbar mit der Ruhe, die ich aus dem Bestattungsinstituts meines Vaters kenne, und es ist teilweise ein krasser Schnitt, wenn ich dann auf die Straße gehe, in diese unangenehme, laute, schrille und viel zu bunte Welt aus Plastik, Blech und Wohlstandmüll. |
| Fee | Ich zähle mich jetzt auch mal zur schwarzen Szene, ich höre halt gern die Musik, laufe in schwarz rum und bin auch auf der ein oder anderen Party zugegen. Mein Freund und ich lieben uns heiß und innig, also keine Spur von Liebeskummer sondern eher Leidenschaft. Wir haben natürlich auch Sorgen, aber wir haben es nicht nötig, sie derart nach außen zu tragen und unseren "Seelenschmerz" zu zelebrieren. Die von dir erwähnte Lebensdauer eines Grufti von 24 haben wir nun auch bald überschritten, aber eigentlich sträuben wir uns eh gegen diesen Ausdruck und sehen uns eben auch nicht als solche an. Wir sind gerne schwarz, aber wir wollen nicht ständig depressiv sein und denken auch nicht, daß es dazu gehört. |
| gin'iro | Hoia, ähnlich lautende und laufende Threads hatten wir hier schon, schau Dich mal um. Ich lasse ihn hier mal stehen. ... und die Sache mit den 24 Jährchen ... *lach* ich bin jenseits der 30 [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] ... nennt man das dann Relikt? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] |
| LostGhost | [quote]... nennt man das dann Relikt? [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img][/quote] Nein Kaiki Antei, das nennt man Fossil! [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] |
| Trinity Goth | Hi! ...hurra, ich bin Gothic, 31 und in lebe noch [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] @Lg:Besser kein Fossil, eher ein guter alter Saurier [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] @Seneca: Das Problem mit den Party Studenten kenne ich auch, alles dumme Blagen. Inzwischen habe ich ein paar Leute an der Uni gefunden in meinem Alter, die der gleichen Ansicht sind. Gruss Trinity Goth |
| Dark Satanic | Die "schwarze Szene" besteht ja nun nicht nur aus Gruftis oder Gothics (von denen ich einige kenne, die weit entfernt vom Liebeskummer-Syndrom sind, hm aber auch jenseit von 24 [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] ). Satanisten gehören da ja auch hinein, in die "Szene" und die sind weder depressiv noch unglücklich verliebt (Ausnahmen bestädigen die Regel). @LG Tja zu den Fossilen kann ich mich wohl auch zählen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Heil Satan...Dark Satanic |
| gin'iro | @Dark Satanic: *huch* Dich und Deinesgleichen hatte ich glatt vergessen - mea culpa - doch die Sache mit dem Liebeskummer kenne ich auch bei 40-jährigen [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] |
| Blackadder | Meine Güte, da bin ich ja noch regelrechtes "Frischfleisch" mit meinen zarten....*ähem-nuschel-nuschel* Jahren [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] Zum Thema...tja, fällt mir nicht soviel ein. Ich bin zwar schwarz, aber trotzdem trage ich keine geschälte Zwiebel oder ähnliches mit mir herum um bei Bedarf in Tränen ausbrechen zu können *schnüff*....nachdenklich, ja, manchmal. Wobei.....die meisten Schwarzen die mir begegnet sind haben sich eher um ein sehr toughes Auftreten bemüht "Ich bin hart und böse,mir kann keiner was". Sind das regionale Phänomene??? Beste Wünsche, BLACKADDER |
| GwendolYnn | black, ist das eine anspielung? "mir kann keiner was?" hehe...ich bin BÖÖÖSEEE!!! nein, scherz... ohnehin wird die schwarze szene zu verallgemeinert. alles sollen tod-traurig sein, depressiv oder hass-erfüllt. ich finde da steckt tieferes dahinter als nur bloße worte die eine bestimmte gefühlsregung beschreiben. gothic definiert sich durch viel mehr. wir sind doch immer auf der suche nach erklärungen. am ende definieren wir uns selber durch unser leid. dem mond zum grusze! |
| myhna | hab kein bissl liebeskummer (im gegenteil) und bin trotzdem (anscheinend) recht jung, so vergleichsweisse... aber den begriff szene mag ich nicht... vielleicht liegts ja dadran [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/biggrin.gif[/img] ? mýhna |
| Blackadder | GwendolYnn, neinnein, keine Anspielung [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Reine Erfahrungswerte. In meinem kleinen Teil der Welt heisst GOTH sein schlechtgelaunt sein und möglichst finster sein Grablicht vom KODI schwenken, während man darauf achtet, dass bei Regen der Kajal nicht verläuft. Keine Spur von Depression, eher von übertriebener Agressivität. Beste Wünsche, BLACKADDER |
| SON | Dear Seneca, Wenn man länger als 10 Jahre neben der Szene herlebt, sie verurteilt, sie ignoriert, ja meidet, wird man wohl mehr zum Teil jener als die welche sich so zugehörig um die Szene bemühen. Auch ich versuch nun schon mehr als 16 Jahre mir einzureden das ich jenseits der Masse und Szene mein denken und Leben ungetrübt, unbeeinflußt führe und doch versteinert Stück für Stück die schwarze Berührung der Szene mein Wesen. Ich hab sie gesucht jene manisch depressiven Wesen...sie blieben auf der Strecke jene die so waren an sonsten war viel Schein und Trug schwarzer Fasching der Nacht. Das du jene Wesen noch findest in der Szene das neid ich dir ein wenig, denn genau das war der Zorn der mich zu jener Frage trieb. Das Schwarz Um mich wird einfach viel zu Bunt( Achtung Metaphern)selbst trag ich nicht stets das schwarze Kleid, da buntes mich vor zu viel Freude feit Fazit je mehr ich die Szene scheue all den Trug versuch zu fliehen, sehne ich mich nach dem Wunschtraum den jene offenläßt und so oft ich depression und selbstverstümmlung Geistiger Natur schwelge, so oft wird da auch Freude sein. S.O.N. P.S.:Ist die erzwungne Ruhe nicht grausam erstickend, so kommt sie doch nicht zufällig, soll stetz an diesem einen Ort sein? Und die Flucht auf die lärmende Straße war das nicht oft der Weg in die Ruhe?Wo kann man alleiner sein als in überfüllten Räumen, wo kann man besser lauschen als in zu lauten Hallen... ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| amalzia | ich gehöre eigentlich auch nicht zur "szene" will ich auch gar nicht. weder zur schwarzen, noch zu sonst einer. auf dieser seite bin ich durch zufall (oder schicksal???) jedenfalls nicht bewusst gelandet. mir gefiel die atmosphäre und ich fühle mich hier wohl. naja mit zarten 18 habe ich ja dann noch sechs jahre zeit mich hier einzuleben [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/smile.gif[/img] ------------------ ...es gibt nie ein glückliches ende denn es endet nichts... |
| SON | Der Außenseiter außen steht um inneres nach außen zu verbergen was außenstehende niemals verinnern sollen um nicht zu sehr äußerlichkeiten innerlich zu empfinden die innen falsch wärmen wie sie äußerlich kleiden sollten... verzweifel, dear belly.white, einsam, ja . Traurig allein, gern doch nicht immer Und ja du verstehst mich denn Leben ist ein Genuß und wenn es einzig den Kampf um jenes beinhaltet "Ich habe mein Leben damit zugebracht, mir auszureden selbiges zu beenden" I.Cur. keine Angst kein weiterer Suicidkanidat eher eine tägliche Herrausforderung genau an jene Existenz berechtigende Frage Meine Antwort steht schon auf diesen Board Was bewegt das Universum von Seneca 17.8. glaub ich S.O.N. ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| belly.white | sera oh ja ,ein genuss obsession equals possession?oh no?oh no ein sinnloser beitragsversuch mehr sera |
| SON | dear belly.white, Dein "Serum" bekommt mir nicht, verwirrt steh ich wie einst hinter Halle und doch Genuß des Zustandes ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| Mother of the Lost | ....Hallo Ihr da ja einige Fossilien schon hier sind, will ich mich mit meine 32 Herbsten gerne dazugesellen. Wirf doch irgendwie auch die Frage auf, was kommt nach Gruftie-Kompostie?? ...ne im Ernst. Die Kiddies die glauben es geht nur um Depressionen haben da wohl irgendetwas falsch verstanden. Ich kann die nicht Ernst nehmen! (Dazu stehe ich) Ich für meinen Teil habe gerne Party und kein Problem damit laut, lange und herzhaft zu lachen. Szene: Ich muß ehrlich zugeben, ich gehe gerne auf "Veranstaltungen". Allein schon deshalb weil es mir nach all den Jahren immer noch tierischen Spaß macht mich zu stylen und ich beobachte zu gerne Menschen wenn sie sich in ihrer "Unnatürlichen Umgebung" bewegen. Meine "Favoriten" sind diese "Mädels in Lack" denen man bei jeder Bewegung ansieht, daß sie sich so gar nicht wohlfühlen, aber wenn das nun mal IN ist ja...(läster, abschweif). Das sind aber auch genau die Typen, die Einen schräge anschauen, wenn man auf einer Party Spaß hat... |
| belly.white | son,es war nicht meine absicht,dich in irgendeiner art zu "verletzen"-ich weiss ,das wort trifft es nicht... no feeling no control mir ist ehrlichgesagt noch nie einer eurer sogenannten pseudodepressiven kindergrufties über den weg gelaufen,ich glaube wirklich ,dass es denen um andere (womöglich noch beknacktere?) dinge (ideen,hintergründe,"anti-gruppenzwang-und-unbewusst-doch-mittendrin"...) geht,die wissen einfach nicht wohin und sind auf der suche;ist zwar auch ne verallgemeinerung aber so ist es wahrscheinlich größtenteils beste wünsche ,belly |
| SON | Dear belly.white, Irgendwie ging das ganze in die Falsche Richtung(Kein Wunder reiner Frustbeitrag). Verletzen ist gut, wo Schmerz ist da ist auch noch Gefühl... Es ging nicht um die neue Kinder Generation, ist mir so egal. Ganz allgemein war die Frage ist denn Depression und deren Obssesion zwangsläufig nur an Liebeskummer festgemacht oder ist da dann doch noch ein Lebensgefühl, was man ausleben kann ohne ebend jeniges gleich beenden zu wollen.Kritik bezog sich nicht auf irgend welche bestimmten Leute, Gruppen, alter. Nur wenn man die Beitäge ein wenig filtert bleibt da sarkastisch gesehen nur Liebeskummer,(dann Lücke) Suche,Endeckung des neuen,whats news, sinn des Lebens und der letzte kleine Teil Lebensgefühl Sorry ich wahr der Clown der mit den Finger auf meine Fehler in anderer Leute zeigte S.O.N. ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| belly.white | ich glaub nicht(wenn ich mal von mir ausgehe),dass das nur mit liebeskummer zutun hat vllt pusht man seine probleme selbst hoch und depression ist für manche sowieso anders definiert als die "medizienische" depr. wahrscheinlich nimmt sich diese frage keiner zu herzen ,aber :kann der druck ,ein "gutes &glückliches" leben zu führen ,nicht genau das gegenteil auslösen ?( mir gings jedenfalls so,ich war so blöd und bin dem hinterhergerannt,im nachhinein hats vllt auch wieder sein gutes...,ach scheiss..) naajaa gut confused but feeling good today,bye belly [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] |
| Andrej Delàny | Seid Gegrüßt, nachdem wir in diesem Thread soviele Fossile am Start haben, was bin ich dann mit meinen 34 Jahren? Na ja, egal. [img]http://www.nachtwelten.de/ubb/wink.gif[/img] Meine Meinung zu der ganzen Geschichte ist das wahrscheinlich in der "szene" (blödes Wort) jeder mal irgendwie angefangen hat und ob ihr es glaubt oder nicht, ich denke bei den meisten war der Auslöser Liebeskummer oder die Musik, aber die lassen wir hier mal aussen vor. Ich denke wenn man die ganze zeit als Teeny und Twen vorgebetet bekommt das man ja glücklich sein müsse. Man das dann mit einem Partner auch ist und dieser einen dann verläßt, fällt man erstmal in ein tiefes Loch. Wenn man dann niemanden zum reden hat, ist das in der Szene schon ziemlich passend, denn hier kommen viele fast um vor Selbstmitleid. Es wird Exessiv betrieben, ausserdem gibt es hier auch jede Menge Leute die wirklich zuhören und dann nicht nur sagen: wird schon wieder werden wie das in unserer Gesellschaft heutzutage leider Gang und Gäbe ist. Was auch noch wichtig ist, ist das es auch Leute gibt die versuchen einem zuhelfen, denn die meisten von uns haben das auch schon mal erlebt, wenn auch nun nicht mehr, erinnert euch mal, wie war das früher? Ich denke das wir "Alten" uns um die "Jungen" kümmern sollten. Vielleicht stände uns mal ein bisschen weniger Arroganz gut zu Gesicht, zeigt den Jüngeren das Schwarz sein eben nicht nur Depremiert sein bedeutet, sondern wesentlich mehr. Manchmal glaube ich das die "Szene" nichts anderes ist als Ein Exakter Spiegel der Gesellschft, mit all ihren Zwängen und Einschränkungen. Aber meist stolpere ich just in dem Moment über einen Thread in dem das anders ist, wo die Leute aufeinander zugehen. Das ist ein gutes Zeichen denke ich. Ausserdem glaube ich das weder dieses Board noch die "Szene" im Internet repräsentativ für die gesamte schwarze Szene ist. Dunkle Grüße Andrej ------------------ Wir sind alles Engel mit nur einem Flügel und wir müßen uns umarmen um fliegen zu können. (In Strict Confidence) Take a look @: [url="http://www.pfeifi.de"]www.pfeifi.de[/url] [Dieser Beitrag wurde von Andrej Delàny am 28. August 2001 editiert.] |
| seelenmord | Salut, >Ausserdem glaube ich das weder dieses Board >noch die "Szene" im Internet repräsentativ >für die gesamte schwarze Szene ist wohl wahr, wohl wahr ... (läßt man mal den Aspekt: was ist die Szene? außen vor) verbeugend seelenmord ------------------ Es gibt keine Lösung keinen Ausweg keinen Sinn ... |
| SON | Dear Andrej D., Selten Worte ohne Einschränkung und doch ich stimme zu. Richtiger gehts nimmer S.O.N. ------------------ Stück für Stück zerteilt bin ich doch eins... |
| East_Insiderin | Au mann, endlich hab ich das Forum gefunden, wo ich alterstechnisch auch hinpasse! Bin grad 30 geworden - und seit 15 Jahren "Grufti". Ich sage bewusst nicht "in der Szene". Genau DAS verwechseln meiner Meinung nach viele von den jungen Goths. Sie wollen nur dazugehören, ziehen sich schwarz an, weil es ja so schön anders ist, und daheim hören sie Hip Hop. In meiner unmittelbaren Umgebung ist mir das aufgefallen. Ein Mädel von 17 Jahren lernt einen "dunklen Prinzen" mit langem Haar (ich hasse diese Klischees) kennen und färbt sich prompt die Haare auch schwarz. Alle Klamotten werden eingefärbt, ich werde zu Rate gezogen, welche CDs man jetzt zu kaufen hat und geschminkt wird sich jetzt jeden Tag. Auch die Schmuckfrage und die Sache mit dem richtigen Tattoo muss geklärt werden. Und ein halbes Jahr später werde ich von genau der selben Person hämisch ausgelacht, weil ich "Die Ärzte" gern mal höre. Ich warte jetzt darauf, welcher "Szene" ihre nächste Liebe angehört. Vielleicht färbt sie dann all ihre Sachen wieder bunt... Ich kenne diese Szene eigentlich gar nicht. Goth zu sein bedeutet für mich, immernoch dieselben Ideale, Wünsche und Gedanken, dieselbe Musik und denselben Geschmack an der Dunkelheit zu haben wie vor 15 Jahren. Ich lebe mit einem völlig normalen - meinetwegen spießigem - Mann zusammen, der mich halt einfach so akzeptiert, wie ich bin. Auch das geht. Manchmal tausch ich die Gruftklamotten auch mit dem Business-Kostüm - deshalb ändert sich aber meine Einstellung nicht! Es wird viel zu viel wert auf Äußerlichkeiten gelegt in der jungen Szene. Gibt es noch mehr, die so denken? |
| ..:[Rashka]:.. | Hallo zusammen.... ich bin ein (wie ihr es nennt) bunter. Aber bitte nicht gleich den Thread überspringen!!! Ich weiß das ich hier eigentlich nichts zu suchen habe, aber ich bin durch zufall auf dieser page gelandet, (Ich hab bei Google nach Gothic 2 gesucht...) und hab mir gedacht: Ach komm les mal 1 oder 2 Threads, mal gucken was die so schreiben. Ich hab jetzt fast 3 stunden im Board gestöbert. Dann entschloss ich mich, das ich mich registrieren, da ich es hier doch sehr interessant finde. Meine endlose neugier war ebenfalls ein Grund. In meiner Stadt laufen einige wenn nicht sogar viele "Gruftis" rum (Nicht böse sein, aber so werdet ihr hier genannt!!!). Diese sind jedoch nicht sehr kontaktfreudig.... Ich wollte unter andrem wissen was genau eure Denkweise ist, warum ihr nur in Schwarz rumlauft, und was eure Beweggründe sind. Auch interessiert mich was der Unterschied zwischen euch und einem Satanisten ist, da ich in einem Thread gelesen habe das ihr es nicht leiden könnt, als solcher tituliert zu werden. Mir ist es so ziemlich egal wie ein jeder daher läuft, denn ich bin der Meinung, das jeder tun und glauben sollte was er für richtig hält. Ich selber glaube weder an Gott, noch sonst wen....denn ich habe für mich (denke ich zumindest) keinen Grund an eine "höhere Macht" zu glauben. Ich hoffe ihr nehmt es mir nicht übel das ein "bunter" so neugierig ist, aber ich habe "Angst", oder eher "Respekt" vor allem was ich nicht kenne. Und jeder weiß, das Menschen alles was sie nicht kennen oder verstehen (einfach ausgedrückt) für böse halten. Ich jedoch versuche lieber etwas über das "Unbekannte" herauszufinden. Ein freunlicher Gruß und ein Dank für alle die sich die Mühe machen, und mir helfen zu verstehen... |
| Shyam | Also hör mal, ich glaube in diesem Forum wird jeder aktzeptiert, solang er niemanden beleidigt, oder sonstweitig negativ auffällig wird. Ob du bunt bist, oder nicht, dass ist doch vollkommen egal. Hier sieht dich doch sowieso keiner. ;) Und weisst du was? Ich glaube, längst nicht jeder auf diesem board, ist tiefschwarz gekleidet. Nimm mich z.B. Gut, ich bin zwar nicht "bunt", aber ein richtiger Goth würde mich wohl im Schlimmstfall als "Normalo" bezeichnen. Dabei wäre ich mit "alternativ" schon zufrieden. Was die Kleidung angeht: Im Bezug auf gothic-style stehe ich persönlich noch ganz am Anfang - ich weiss nichtmal ob ich diesen Anfang je überschreiten werde. Denn mein pers. Stil ist zwar schon "anders", ein wenig verdreht vielleicht und ich denke man sieht mir sogar an, was für Musik ich mag (in etwa), aber so der männliche Bilderbuch-Goth ist vom Stil her nicht mein Ding. Ich finds zwar gut, aber nicht unbedingt an mir. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich den "männlichen Stil" ohnehin nicht bevorzuge - auch wenn ich (eigentlich) ein junger Mann bin und bleiben werde. :) Äh, egal. Ich wollte jetzt gar nicht so auf das äußerliche eingehen. Denn: Darauf kommt es nicht an! Das ist meine Meinung. Wann ist ein Punk Punk? Sobald er sich punkige Klamotten anzieht, nen Iro schneiden lässt und diesen färbt?? Wohl eher nicht! Das entscheidene ist das, was man nicht sieht, dass was im Kopf ist. Und so ist das mit gothic auch. (auch wenn letzteres jetzt keinen politischen Hang umschreibt) Verstehst du was ich meine? In meinen Gedanken und in meinem Herzen bin ich tiefschwarz, aber äußerlich eben nur angehaucht. "Kleider machen Leute!" ~ Von diesem Sprichwort, halte ich nichts! Soviel also zu deiner Frage, ob du hier überhaupt willkommen bist, als bunte. Hast du irgendwo ein Schild gesehen, auf dem steht: "Zutritt nur für Schwarzträger!"? :D Es geht hier doch in erster Linie um tiefsinnige Gedanken, Gespräche und Diskussionen. Das ist doch keine Sekte hier. Und deine Frage in Bezug auf Satanisten...! Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Genauso könnte ich fragen: Sind eigentlich alle HipHopper Neu-Apostolen? Hier hat das eine absolut nichts mit dem anderen zu tun. Vielleicht solltest du erstmal wissen, dass Gothic weder eine Nation, noch eine Religion ist. :D Es ist eine Subkultur. Und Satanismus ist...nunja, was denn eigentlich? Okkulte-Strömung, oder Anti-Christentum - oder, oder, oder, naja, in jedem Fall hat Satanismus nichts mit Gothic zu tun. Die meisten goths tragen außerdem schwarz nicht, um das Böse zu repräsentieren, sondern um ihre zu Seele zu reflektieren. Mal abgesehen davon steht Schwarz auch für das geheimnissvolle - und für vieles weitere. Hmm, wirklich helfen konnte ich dir vielleicht nicht, aber wie gesagt, ich bin ja in erster Linie auch "nur" KopfGothic. ;) Wobei man es mir mittlerweile auch äußerlich ansehen dürfte. Aber ich denke, andere hier können dir besser helfen. Grüße der Nacht, Shyam~ |
| gin'iro | Hallo ..:[Rashka]:.. - willkommen auf Nachtwelten. Das Thema haben wir hier schon ein paar Mal angesprochen und durchdiskutiert. Ich empfehle Dir einen Blick in die "Nebelpfade" und da direkt Deinen Weg ins "Kompendium". Hier posten, wie überall auch, nur Menschen mit ihren Ansichten, Einsichten und dem Wunsch sich mit anderen auszutauschen oder die eigenen Abgründe (manchmal auch weniger ;)) anderen näher zu bringen. Fühl Dich wie zuhause, beteilige Dich und Du wirst schnell feststellen, dass auch hier "nur mit Wasser gekocht wird"... Hier die Links zu den [url=http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=64]Nebelpfaden[/url] und dem [url=http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=65]Kompendium[/url]. Thread Closed. |
| sleepy | Das Thema:Schwarz sein,Gothic sein zur Szene gehören usw. scheint wirklich beliebt zu sein,aber ich habe das Gefühl dass das ganze falsch betrachtet wird... Ich weiß zwar nicht ob ich mich so ausdrücken kann wie ich es möchte,aber ich versuche es einfach mal: Das fängt schon alles mit dem Wort "Szene" an.Was soll das heißen?Alle die da drin sind,sind hoch schwarz,gliebt und beliebt???Genau weil man von einer "Szene" spricht,fängt doch diese ganze Sache mit Intoleranz,Oberflächlichkeit usw. an.Jeder versteht es nun mal anders Gothic,Schwarz zu sein.Wenn jemand meint es ist damit getan sich jeden Tag schwarz zu bekleiden,dann ist es für sie so.Und wenn jemand meint,es ist damit getan sich jeden Tag schwarz zu bekleiden und böse auszuschauen,dann ist es eben für sie so.Und wenn jemand meint,es ist damit getan sich jeden Tag schwarz zu bekleiden,böse auszuschauen und sich selbst zuzerstören dann ist ist es für sie eben so.Und wenn jemand meint(lasst euer Phantasie freien lauf...)... Aber mal im Ernst (nicht dass das was ich davor geschrieben hab nicht Ernst gemeint wär...) :Ist das denn wirklich wichtig?Menschen nach ihren Aussehen und Verhalten zu beurteilen und darauf zu bestehen ob man sie in dieser "Szene" haben will oder nicht?! Keiner hat doch das Recht über sowas zu urteilen,denn keiner gehört in eine "Szene",ist das nicht so?Jeder Mensch ist ein Individuum und jeder ist auf seiner eigenen Art schwarz.Ob alle anderen diese Art mögen oder nicht spielt doch keine Rolle.Denn jeder sucht sich sowieso nur die als Freunde aus,die diesen Menschen so akzeptieren wie der ist. Ich könnte zwar noch zig Zeilen dazu schreiben,aber ich warte doch lieber auf die Reaktion... Kritik... Morddrohungen? |
| DeaTh.6SiC6 | Carpe Noctem... Meine Frage steht ja eigentlich schon in der Überschrift, aber ich werde sie hier noch einmal genauer stellen: Wie würdet [B]ihr[/B] die (für mich) Lebenseinstellung "Gothic" definieren oder beschreiben? Ich würde mich sehr über Antworten freuen. |
| Seneca | Nun ja, da diese Zeit schon zielmlich lange vorbei ist, kann man das natürlich schlecht genau definieren. Aber ich denek man kann generell davon ausgehen, das die Menschen zwischen 1100 uns 1300 ein ganz anders Leben hatte als wir. das Lehnswesen stand zu dieser zeit in voller Blüte, und die wenigsten Menschen hatten tatsächlich ein selbsbestimmtes Leben. Die Zeit war sicher besser als das darauf folgende Zeitalter der Inquisition. Unsere Vorstellungen von heilen Mittelalter gründen hauptsächlich auf diese Epoche. Nd saogar de Stil wirkt heute noch nach, als belegt nehme ich mal den X-tra Katalog. In diese Zeit entstanden die bis heute eindruckvollsten Kathedralen und Burganlagen, deren stilistische Erkennungszeichen, der Spitzbogen, auch heute noch seine Anhänger findet. |
| Nike | Wie ja allgemein Bekannt ist, ist Gothic ein weitaus dehnbarer Begriff, nun, was sagt er denn dann für euch aus? Wie definiert ihr ihn, warum seid ihr Gothics(zb. wegen der Schwarzromantik, wegen der Musik etc etc etc?)? Also, ich bin Gothic, weil ich die Outfits überalles Liebe, die Farbe schwarz, weil Schwarzromantik schon immer was für mich war, weil ich irgendwie in meinen Phantasien leben kann, die wunderbar sind, die halt auch was mit Gothic zu tun haben, weil es einen Flüchtung der wahren Realtiät für mich ist, weil ich anders sein will, weil die Musik halt mag, weil es MEINE WELT ist... weil ich diese Mystik liebe, weil mich alles Geheimniss volle interessier, und Gothic ist für mich was Geheimniss volles, die Leute, auch irgendwie die Hexen und anderes die mit im Spiel sind, irgendwie... Diese Kraft, welche sich in der Szene ausbreitet, dieses Zusammenhalten... Ich glaub, das ist der reinste Schwachsinn gerade, aber das sind Teile warum ich Gothic bin! |
| Loxley | Hell-O ich bin neu hier und das ist jetzt das erste thema das ich erstelle. Ich habe mir schon einige beiträge durchgelsen und muss sagen das mich einige schicksale / geschichten sehr mitgenommen haben. viele menschen erleben nicht gerade die sonnenseite des lebens, und so wird verständlich warum schwarz die farbe ihres lebens geworden ist. für mich ist aber gothic, schwarz und alles was dazu gehört keine ausdrucksweise depressiver menschen( vielleicht sehen das viele von euch anders) ich bin durchaus sehr positiv dem leben gegenüber eingestellt. Klar, man macht auch sehr viele schmerzhafte erfahrungen auf die man gerne verzichten könnte aber das gehört nunmal dazu. Was ich einfach sagen will ist das ich gothic`s als durchaus sehr lebensfrohe, nette, tiefgründige und romantische :-)) menschen sehe! die auch wissen wie man richtig feiert:-) nun meine frage was bedeutet es euch ? wie betrachtet ihr die szene ? hochachtungsvoll euer LOXLEY !!!!!!!! |
| Seneca | Die ewige, endlose Diskussion... Ich weiß nur eines, nämlich das sich Aufmachung und Art der Modererscheinung "Gothic" oder "Schwarzromantik" stark verändert haben, und diese Veränderung längst nicht abgeschlossen ist. Eine Bekannte sagte mir vor 2 Wochen auf einer großen "gothic party", zu der sie das erste mal seit 4 jahre wieder kam, das sie sich hier nicht mehr wiederfindet. So geht's vielen in diesen Tagen. Von daher kann ich kein Urteil mehr abgeben, ohne als Fossil zu wirken, oder mir anhören zu müssen, ich wüsste nicht "worum es geht". Es gibt schon genug Leute, die "schwarz" auf Musik und Klamotten reduzieren... |
| Jester | Ich kann Seneca nur zustimmen, es ist müssig geworden darüber zu sprechen was Gothic denn nun sei, denn was tausend mal definiert wird hat keine definition mehr! Ich seh es ähnlich wie du, das Gothics auch fröhliche Menschen sein [B]können[/B]. Es sind imemr noch Menschen wie jeder andere auch, leben genauso das gesamte Spetrum der Gefühle aus, die fassen es nur anders auf. Wie das allerdings genau der Fall ist unterscheidet sich dann wieder von Person zu Person. Ich halte alledings Goths immernoch für sehr Gefühlsbetonte Menschen, die sich noch wirklich die Mühe machen nachzudenekn, aber selbst das ist nicht mehr uneingeschränkt der Fall. Durch die Modebewegung des schwarz seins ändert sich die ganze Szene momentan und es steht noch in den Sternen wie diese Änderungen sich entwickeln. |
| Pestilence | *wieder mal Jester zustimm* Und zudem kommt das hier z.B. im Hospital ja nicht gerade für positive gedanken gemacht wurde. Komischer weise gibt es hier kein eigenes Forum für positive Erfahrungen ? Wäre doch mal ne Idee =) ! Ich habe meine Seele im Hospital ausgekotzt, und merke allerding wie miene Lebensfreude stück für stück wiederkommt. *bei allen noch mal bedankt* Jester kann bestätigen das ich eigentlich sonst auch ein lebensfroher Mensch bin. Ich mache nur gerade ne miese Zeit duch. Und das Hospital hilft mir. |
| darkpainsc | [QUOTE]nun meine frage was bedeutet es euch ? wie betrachtet ihr die szene ? [/Quote] Vor einem halben Jahr hätte ich die Frage noch anders als jetzt beantwortet..... In den letzten Monaten habe ich zur sogenannten "Szene" Abstand genommen. Sicher habe ich davor mir wichtige Menschen dazugewonnen. Nur ging es mir eine längere Zeit - sagen wir mal vorsichtig - nicht gut. Und dieses ganze "Schwarze" hat mir einfach alles andere als gut getan. Mit einer gewissen Distanz erlebe ich heute Leute/Dinge, sehe die Sachen mit anderen Augen, habe meine Lebenslust wiedergewonnen. Die Partys machen mir nach wie vor - in gewissem Maß - Spaß, man lernt durchaus nette Leute kennen. Aber mir haben einige Begebenheiten zu denken gegeben, und ich stand irgendwann - für mich - vor einer Entscheidung, welche dazu führte, mein Leben komplett zu verändern - d.h. Umzug, Kontakte abbrechen, und eine andere - frühere, lebenlustigere - Denkweise zu bekommen. Natürlich lag es nie im Leben nur an all dem sogenannten "Schwarzen", aber das hat mir in den letzten Monaten, bevor ich mich verändert habe, den Rest gegeben. Sicher lag die "Schuld" niemals bei Außenstehenden, sondern bei mir, weil ich viele Sachen zu nah an mich herangelassen habe; Dinge, die einfach nicht in mein Leben passen. Und was Nachtwelten angeht - durchaus gibt es noch interessante Sachen, aber nicht mehr wirklich oft. Vielleicht habe ich mich auch zu sehr in eine andere Richtung entwickelt, wer weiß. Aber nach monatelangem Abstand mal wieder (beispielsweise) in den Chat zu gehen - ich habe mich zugegebenermaßen etwas erschreckt. ____________________________________________________ Die Neigung vieler Leute, sich in manches reinzusteigern, anstatt zu handeln, zu ändern, zu kämpfen - das ist etwas, was nichts für mich ist. Sich in depressive Stimmung zu versetzen, über die schlechte Welt zu klagen, sich über Einsamkeit beschweren, das Licht zu hassen, über die Intoleranz unserer ach so beschissenen Kommerzgesellschaft zu diskutieren - nope. Sicher gibt es viele, die anders sind, aber ich habe aufgehört, die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen. ____________________________________________________ @Seneca Mit dem Reduzieren auf Klamotte & Musik gebe ich Dir vollkommen recht ..... Ansonsten - mir würde noch wesentlich mehr einfallen, allerdings sprengt das dann den Rahmen. In diesem Sinne, greetings, darkpain |
| Saraschan | Hallo ich wollt mal wissen was eure einstellung dazu ist. Wenn jemand von seiner denkweise und seinen Gefühlen her Goth ist oder sich sehr stark damit indendifizieren kann aber er von aussehen eher selten der "Szene" enspricht. Weil mir geht es nämlich so. Ich mag es mich mit solchen Leuten ( Goths ) zu unterhalten ich finde auch die Klamotten und das alles ziehmlich geil und auch einfach die innere Einstellung der meisten den viele Ansichten teile ich auch und auch diesen hang zum Mystichen und Okulten. Aber ich selber trage fast nie solche Klamotten, obwohl ich schwarze Kleidung zur genüge Besitze, hab mein Zimmer oder so auch nicht besonders eingericht und investiere auch sonst wenig in diese "äußerlichkeiten"......... ich weis nicht ob es einfach dazugehört wenn man etwas vertritt auch sich so zu gleiden oder seine umgebung zu gestalten. Würde mich über eure Meinung und Worte dazu freuen. Saraschan |
| Custos Noctis | Ja zu beiden: 1. Ich selbst bin äusserlich garnicht als Goth zu erkennen, ausser an speziellen Events oder so. 2. Wenn ich mich mit Baggys im Spiegel gesehen habe (als ich schon lange Goth war) dachte ich auch immer: Das bin ich nicht. Fazit: Goth bin ich zu 99% innen. Das bedeutet für mich, dass ich es zwar nicht nach aussen tragen muss, aber auch ebenso wenig Kleidung trage die auf einen anderen Stil (HippHopper, oder sonstwas) schließen lassen würde. Die Szene regt mich teilweise ziemlich auf. Wenn ich mal zu "Veranstaltungen" gehe, oder einfach so welchen begegne bekomme ich immer wieder das Gefühl, dass ihr Ziel ausschließlich darin besteht optisch aufzufallen. Es ist ein Unterschied Goth zu sein, und das eventuell auch zeigen zu müssen (was ich schon für nicht unbedingt nöte halte, bis zu einem gewissen Maß), aber manches ist doch nurnoch übertriebener Kitsch und Provokation. Manchmal frage ich mich, ob da überhaupt noch eine innere Einstellung und das Gefühl, dass uns eigentlich alle verbindet, vorhanden ist. |
| Schwarze Maus | Ave... Also ich bin der Meinung...es gibt so viele "Goths" die sich so geben,sie haben schwarze Lippen...naja..dann sagen sie so ganz stolz: ICH BIN GOTH!!! ich finde...wenn man sich so fühlt..die richtige einstellung zum goth verwart...dann kleidet man sich auch dementsprechend.... es kommt als erstes von innen denke ich..wenn man das dann ersma waiss von sich selbst..dann empfindet man es auch so...anders hat es doch gar kainen sinn..ausser für diese "Möchte-gern-goths"... naja.... das is mal meine meinung dazu..weiss nicht ob ihr auch so denkt.... |
| Custos Noctis | Ja, genau diese "Poser"-Goths hab ich gemeint. Und soo wenige sind das ja spätestens seit HIM und neuerdings auch Marylin Manson nicht. Mich stört es nicht, wenn Leute ihr Inneres nach aussen tragen wollen, aber manchmal denke ich, dass es viele als eine Art Show sehen in der es aufzufallen gilt. "Es mögen sich Gemeinschaften, "Szenen" bilden, wenn sich Menschen treffen, die ähnlich denken und fühlen, aber dann immer wieder die Frage zu stellen, ob man "gut" genug ist um dazuzugehören und dann sogar noch die Frage nach Äußerlichkeiten. Also ich weiß nicht, entweder man versteht sich oder nicht." Ja, da geb ich dir irgendwie Recht. |
| Twosides | Ich finde die Bemerkung, dass man sich Goth kleiden muss um Goth zu sein, in einer Szene in der Tolleranz und Individualität so gross geschrieben wird wie in der Schwarzen, mehr als unpassend. |
| Custos Noctis | [QUOTE][i]Original geschrieben von Twosides [/i] [B]Ich finde die Bemerkung, dass man sich Goth kleiden muss um Goth zu sein, in einer Szene in der Tolleranz und Individualität so gross geschrieben wird wie in der Schwarzen, mehr als unpassend. [/B][/QUOTE] Wer sagt denn auch sowas? Wenn das eine Anspielung darauf ist: "Es ist ein Unterschied Goth zu sein, und das eventuell auch zeigen zu müssen " dann kann ich dich 'erleichtern'. Der Satz war so gemeint: "Es ist ein Unterschied als Goth das bedürfnis zu haben das auch zeigen zu wollen (was ich selbst für nicht unbedingt nötig halte = ich tu's kaum) ..." Falls das bisher falsch rübergekommen ist: Mir ist die Kleidung und Äusseres an mir und anderen völlig egal. PS: Wenns noch Missverständnisse gibt, dann sagt mir das. Anscheinend (das Gefühl hatte ich schon öfter), kann man meine Aussagen ziemlich oft falsch verstehen oder anders interpretieren. |
| Saraschan | hhhhmmmmmm eure Worte geben mir ein seltsames Gefühl. Ich finde es schön das den meisten das äußerliche ziehmlich egal ist. Und einige haben ja auch gesagt das man zuerst inner richtig zum Goth wird und das dann früher oder später auch nach außen, die einen mehr die anderen weniger, trägt. Vieleicht liegt es auch daran das ich sehr stark dem Buddhismus zugeneigt bin und somit sehr oft versuche den Weg der Mitte zu gehen mit gelegendlich ausschwenkern in diese Richtung. Ich frage mich oft ob der Weg der Mitte bedeutet normal zu sein oder gerade der schwierigste Weg ist ....... aber ich glaube das gehört in einen anderen teil des Forums. @twosides Ja und was die toleranz angeht nun ich habe selber schon erlebt und auch von einigen anderen gehört das viele Goth denken sie sind die tolsten und die besten und alle anderen sind einfach unwürdig. Was ich damit sagen will ist viele sind inzwischen nicht mehr so tolerant wie sie vieleicht seinen sollten wenn sie das wirklich vertreten wofür sie stehen. Saraschan |
| Twosides | @custos dein thread hab ich schon richtig verstanden. Das was ich schrieb war auch nicht auf dich bezogen. Es war auf die (viel zu vielen) "Poser" Goths bezogen, die meiner Meinung nach absolut nicht begriffen haben um was es beim Gothic geht. Denn Leute die immer wieder von Tolleranz und Individualismus predigen und im selben Atemzug sagen, dass alle so rumlaufen müssen wie sie, machen sich in meinen Augen nur lächerlich und unglaubwürdig. Ich habe es bei mir selbst gemerkt, dass erst die innere Einstellung kommt und erst später der Drang diese auch zu zeigen. In der Zeit als ich noch nicht als Goth rumlief, bin ich oft auf Ablehnung gestossen. Allerdings hab ich auch durchaus positive Erfahrungen gemacht, sonst wäre ich wohl nicht in der Szene gelandet. In diesem Sinne.... |
| Seneca | Goth is dead Mal wirklich, es ist längst vorbei. Heute gibt es diese tollen extrem gestylten Wochenendschwarzen, deren Outfit garnicht mehr alltagstauglich sein kann...! In der Woche schauen die dann ganz erstaunt, das man ja immer so aussieht, wärend man dann also am Samstag eher die graue Maus im Club ist, wobei man sich selbst langsam fragt warum man hier überhaupt noch hingeht, zumal ja ohnehin fast nur noch "Techno" gespielt wird, zu dem sich die "Lacklederluder w./m." dann ganz lasziv verbiegen können. Sieht für mich immer mehr wie die Anfänge der Raverszene aus..! Etwas zu "zeigen" wird immer wichtiger, und da wundern sich einge der vorzeigefreudigen Damen schon, warum so viel Gaffer kommen...andernorts müssen die für so eine Show viel mehr bezahlen. Es gibt für mich keinen Grund, mich "schwarz" anzumalen, oder irgendwelche Szeneklamotten zu kaufen, das sind bereits die Auswüchse die diese "Szene" zu einer Farce machen... Ich bleibe dabei: es gibt keine Szene das ist lediglich eine Marketingidee... Sobalt man extra Geld ausgibt, um "goth" zu sein, kann man sich relativ sicher sein, das etwas falsch läuft... Und vielleicht waren die "Alten" in letzter Zeit einfach zu tolerant, und haben zugelassen das man ihre Kreise aufgebrochen und zerstört hat. Ich vermisse schon zu viele, die sich für immer abgekehrt haben, nicht zuletzt wegen dem, was aus "uns" geworden ist... eine Lachnummer... |
| spongebob | ich trage zwar schwarze hemden/hosen und t-shirts aber eher ganz schlicht. ich mag es auch andere zu sehen die sich toll schminken usw aber ich glaube bei mir selbst würde es künstlich aussehen und net so ganz zu mir passen.wird sich viellecht noch ändern aber ich glaubs eigentlich net.ich fühl mich so wie ich momentan rumlauf eigentlich ganz wohl und die leute in der "gothszene" die net mit mir reden würden nur weil ich mich net schminke usw.,auf die kann ich eh verzichten.also mach ich mir da gar net so viele gedanken drum. |
| Seneca | Nachtrag: Noch mal zum Thema Erscheinugsbild Zu meiner Jugendzeit war es einfach so, daß man sich mit den Schwarzen Kleidern, den Symbolen, dem Schmuck, zu etwas bekannt hat, und auch gewillt war, die negativen Konsequenzen zu tragen, wie eben schräg angesehen zu werden oder auch durchaus Ärger mit der "Obrigkeit" (damals vor allem Lehrer, Eltern etc.) oder Mitschülern zu haben, Diese Negativen Auswirkungen habe ich gerne in kauf genommen, weil ich eines wusste, die Gemeinschaft derer, die sich dadurch fanden, ähnlich dachten und vor allem fühlten, war es wert. Nun, da schwarz mehr und mehr eine ganzjahres Halloween Party wird, und man über gewisse Dinge nur noch am allmonatlichen "Heidenstammtisch" sprechen kann, macht dieses Opfer keinen Sinn mehr, denn die äußere Erscheinug sagt dieser Tage nicht mehr viel aus, seit es schwarze Klamotten auch schon bei C&A gibt, und dieser Stil, inklusive Kruzifix und Petruskreuz, allgemeine Mode geworden ist. Es ist nicht mehr viel übrig, von der Außenseiterrolle, und nun stürzt sich jede(r) drauf, der(die) mal anders sein will...viel Spaß damit...den ursprünglichen Geist dahinter und die Gemeinschaft werden sie so niemals erleben....! |
| Custos Noctis | @Seneca: Ich muss dir in vielen Punkten Recht geben. "Etwas zu "zeigen" wird immer wichtiger, und da wundern sich einge der vorzeigefreudigen Damen schon, warum so viel Gaffer kommen...andernorts müssen die für so eine Show viel mehr bezahlen." Ich glaube ich kann ohne zu übertreiben sagen, dass mindestens 5-10% der männlichen Besucher auf größeren Veranstaltungen nur da sind, um bei Mädchen zu spannen. Dass es mittlerweile auch viele Gothic-Pornoseiten und Gothic-Pornofilme im Internet gibt sagt ja doch einiges aus, meiner Meinung nach. "Die Szene" ... gabs das überhaupt jemals richtig? Ich wüsste nicht. Man lernt mal paar andere Goths kennen, oder trifft welche auf Veranstaltungen (welche ich grundsätzlich nicht mehr mag), aber das ist für mich nichts was ich unter Szene verstehe. Doch vielleicht schon, aber das Wort Szene hat so interpretiert für mich nicht die Bedeutung einer großen Zusammengehörigkeit ("Einer für alle, alle für einen"). Naja. |
| Seneca | @ Schlafender Mond ...Wie sagte man einst...nur getroffene Hunde jaulen... Was das Selbermache angeht, das hört bei mir mit Bekleidung noch lange nicht auf...! Gerade außerhalb der Clubs fand und findet das eigentliche schwarze Leben statt, doch gerade da herrscht meist gähnende Leere. Vor noch 5 jahren gab es in meiner Gegend keine schwarzen Musikclubs...was glaubt ihr denn habe wie da wohl gemacht...? Vielleicht spielte Musik und "Szene" auch einfach kaum eine Rolle...? Vielleicht war man mehr unter sich, und hat einfach gelebt, anstatt etwas darzustellen. Es sind einfach schon zu viele von den "Alten" gegangen, und das hat seine Gründe...Wandel kann sehr vernichtend sein...! "Düsterwald", und "Dunkelalb"...liegt mit weit mehr...überleg mal wo die Begriffe herkommen...! |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von SchlafenderMond [/i] [B]Auf jeden Fall willst du uns weismachen, dass jetzt all unsere Prinzipien und Lebenseistellung nur ein Vorwand sind um schwarz rumzulafen.[/B][/QUOTE] sorry, aber ich habe Senecas text völlig anders verstanden und bin auch etwas verwundert, daß du dich da jetzt persönlich angegriffen fühlst. was er schreibt, ist doch eine kritische auseinandersetzung mit dem, was sich heutzutage "szene" nennt und als solche vermarktet (!) wird oder karikiert. und ich denke, da kommt ihr euch in euren meinungen doch wieder sehr nahe. ~~~~~~~~~~~~ zum eigentlichen diskussionsthema: ich bin auch nicht der typ, der äußeres überbewertet. ich laufe nicht mehr so extrem gestylt rum wie früher... ich habe damals sachen gebracht nach dem motto, grundsätzlich schwarzer lippenstift, nichts buntes mehr im schrank, mit korsett in die schule oder zu spät kommen, weil ich mir im spiegel noch nicht gefallen hab'. ich schätze, damals habe ich das gebraucht und es war ein teil meines selbstfindungsprozesses, das so stark auszuleben und mich damit auch auszuprobieren, zu erproben. andererseits muß ich heute auch drüber grinsen :rolleyes: :D inzwischen besitze ich auch rote oder lilane kleidung, finde praktikable und gemütliche kleidung lebensnaher und habe gemerkt, daß "schwarz sein" nicht bloß dann spürbar ist, wenn man es überzeichnet nach außen trägt. manche leute haben auch in völlig schlichten klamotten noch eine starke ausstrahlung. natürlich freue ich mich, wenn ich hübsch zurechtgemachte goths, deathrocker, punks oder waver sehe... und hab' auch selber oft noch spaß daran, mir mein outfit bewußt zusammenzusuchen... aber so wichtig wie früher ist es mir lange nicht mehr, und wenn ich jetzt zum nächsten nachtwelten-treff mit blauem batikpulli erscheinen wollte, dann müssen die anderen damit leben... ABER... es gibt ein [b]anderes[/b] extrem, das ich ebenso ablehne... und das sind leute, die mir sätze sagen wie "ich fühl mich ja total goth" oder "schwarz ist [i]die[/i] farbe für mich", aber dann wie eine erdbeere auf lsd oder tagtäglich nur in beigen klamotten antanzen. denn wenn jemand sich mit einem bestimmten lebensgefühl oder einer subkultur identifiziert und diese dann NIE nach aussen trägt, dann stimmt für mich auch dort etwas nicht!! das ist für mich dann eine mogelpackung: etwas für sich in anspruch nehmen, aber nicht nach außen tragen - A sagen, aber B nicht tun. man muß nicht rund um die uhr als gestylter goth rumlaufen, das ist, hoffe ich, durch meine vorangegangenen worte klargeworden. aber man sollte auch zu dem stehen, was man ist bzw. sein will. einige leute haben es schon recht treffend ausgedrückt: im idealfall fängt man irgendwann an, das äußere dem inneren anzupassen. ---------------------------- noch etwas zum thema "gaffer": der satz [i]und da wundern sich einge der vorzeigefreudigen Damen schon, warum so viel Gaffer kommen...andernorts müssen die für so eine Show viel mehr bezahlen[/i] hat mich insofern ziemlich aufgeregt, weil es dann wieder mal so aussieht, als seien ja die mädels selber schuld wenn sie belästigt werden. sorry, aber ein ähnliches argument wird immer ganz gern von vergewaltigungs-schönrednern benutzt... [i]was laufen die denn auch so rum![/i]... zwar sollte eine goth-party nach wie vor nicht mit einem fetisch- oder s/m-event verwechselt werden... (vielleicht war es auch das, was du meintest, seneca?)... aber "sexy" war damals schon Siouxsie Sioux ganz gern... und ich finde es übelst, wenn nun einige dahergelaufene gaffer der grund sein sollten, warum man sein outfit anpassen müßte! :mad: grüße und dergleichen, alyander (demnächst mit stempel: der einzig wahre und unglaublich düstere [img]http://www.nachtwelten.de/vB/public/01_uebergoth.gif[/img] ;) |
| Seneca | Alyander Das ist beileibe kein Vorwurf an die besagten Damen, aber manchmal weiß ich eben nicht mehr, ob ich nicht doch auf einer BDSM Party gelandet bin... Ich war auch ziemlich baff als eine Dame mir mit letztes anvertraute, das ihr neues heißes Teil aus dem "Orion" ist...! Schon nach dem ersten "Schaulaufen" war ihr klar, das sie besser nur noch mit Eskorte zum und vom Club unterwegs ist. Man dreht sich nur einmal um, und schon kommt so ein netter junger Mann und fängt an sie anzubaggern... Gut fand ich was sie geantwortet hat: "...klar findet Du mein Styling toll, aber dich mit mit so in der Stadt sehen lassen willst DU sicher nicht...!" Alyander, ich mache mir machmal etwas Sorgen wegen den netten junge Herrn, die nicht so gut damit umgehen können, wie der Goßteil der "Szeneinsider". Probleme mit dummen Anmachversuchen gibt's drinnen nämlich kaum, aber draußen...! |
| Bloody Angel | Ich muss Seneca auch total recht geben. Ich persönlich bin nun auch schon einer der "älteren", wenn man das so überhaupt sagen kann. Bei mir fing damals alles zuerst im Kopf an, ich konnte mich nicht mehr mit dem Gesellschaftsbild abfinden und wurde immer mehr zum "Goth". Am Anfang nur sehr langsam da ich aus Bayern und auch aus einer sehr christlichen Gegend komme, in der schwarz nur zu Beerdigungen oder zu feierlichen Anlässen getragen wurde. Doch nach einer Zeit war mir das egal und ich trug nur noch schwarz da ich das bunte nicht mehr sehn konnte. Wenn ich etwas weisses anhatte fühlte ich mich einfach unwohl, so "sauber". Es begann alles schlicht, doch nach einiger Zeit wurden die Klamotten ímmer auffälliger und auch die Lippen hin und wieder etwas schwärzer. Auf den Straßen und im ganzen Ort war ich schon sowieso der verrückte da man sowas wie mich nicht kannte. Ich muss zugeben, nach einiger Zeit gefiehl es mir sogar wie die Leute über mich redeten ja wie sie sogar teilweise richtig Angst vor mir hatten (damals war wieder das Thema "satanismus" ziemlich aktuell in den Nachrichten). Ich hatte/habe einfach das bedürfnis mein inneres nach aussen wiederspiegeln zu lassen. Naja dies ist jetzt schon doch auch wieder einige Zeit her und heute laufen viele, besonders junge "Goths" rum und wenn du mit ihnen ein Wort wechselst merkst du schnell das sie doch nur von wenigen eine Ahnung haben, das sie nur auffallen wollen, vor ihren Freunden als cool angesehen werden wolln da ja immer noch viele (besonders alte Menschen) immer noch "Angst" vor diesem Erscheinungsbild haben. Heute trage ich ziemlich viel "schlichte" und "elegante" schwarze Sachen, doch hin und wieder brauch ich einfach was auffälligeres. Beruflich bin ich dazu gezwungen weisse Sachen zu tragen (sozialer Beruf) und es macht mir auch nicht mehr soviel aus wie früher, ich habe mich daran gewöhnt. Zu dem Thema ob ein "Goth" schwarz tragen muss will ich nur sagen das dies Blödsinn ist, das äußerliche ist ja nur ein Erscheinungsbild, auf das innere kommt es an und das innere ist es auch was vielen (den "richtigen" Goths) wichtig ist. Bei vielen kommt es halt automatisch das man sich in schwarzen Sachen einfach besser fühlt. Ich habe schon gesehen wie "möchtegern" Goths, in teuersten X-tra Klamotten mit einer Flasche Bier in der Hand in Bierzelten auf Tischen gestanden sind und bekannte deutsche Schlager alla "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" gesungen habe, sowas ist es was mich an der scene stört denn sowas passt einfach nicht. In solche momenten sehne ich mich nach der "guten" "alten" Zeit zurück, als ich doch noch ein Exot war und Gothic noch kein Modetrend war. Grüße Bloody |
| AniMee | Ich selbst halte die Kleidung, das Äußere nur für mäßig wichtig. Es wurden von meinen Vorgängern ja schon einige Sachen angesprochen und ich möchte dazu auch mal meine Meinung loswerden. Wie gesagt, das Äußere ist für mich nur mäßig wichtig. Es ist wichtig, was der jenige denkt und fühlt, wie er zum Leben mit allem drum und dran steht. Ein Mensch definiert sich nicht nur über Kleidung, sondern vor allem über das, was sich darunter verbirgt. Nur das kann man schnell vergessen. Man kann sich zwar als Goth fühlen und eine gewisse Denkweise besitzen, aber wenn man seine Gefühle nicht nach außen trägt können die anderen das nicht sehen. Man sieht leider nur das Äußere und jemand der normal gekleidet ist würde nicht in die Sparte Gothic eingeordnet werden, dh an würde sich wohl gar nicht erst mit ihm beschäftigen als solchen. Erst wenn man hinter das Ganze Äußere sehen kann erkennt man das, was wirklich zählt. Aber man kann ja leider nicht einfach so in die Seele eines Menscheln blicken. Aber ich möchte nicht sagen das die Kleidung unwichtig oder nebensächlich ist. Sie ist der Ausdruck des Gefühls, der eigenen Ästhetik. Man trägt das, was gefällt und das ist auch nicht verkehrt. Nur, wenn man sich innerlich anders fühlt, als der Rest, so ist es für mich auch selbstverständlich das man das in einer gewissen Form nach außen trägt. Nur weil einem Gothics gefallen muss man jetzt nicht die ganze Zeit schwarz rumlaufen oder aussehen, wie sie. Ich meine mehr: Wer sich innerlich anders fühlt, dem sieht man das auch an. An der Ausstrahlung, an der Art und Weise sich zu kleiden. Seinen eigenen Stil zu haben. Dieser muss nicht ausgefallen oder nur schwarz sein. Es ist für mich wichtig das er etwas eigenes hat, etwas, dass sich abhebt. Um das noch mal zu betonen: Sich abheben bedeutet für mich nicht besonders aufgestylt oder exotisch rumzulaufen. Wer schon mal solchen Menscheln begegnet ist, die nicht sehr auffällig rumgelaufen sind, aber trotzdem etwas verkörpert haben, das man bei manchen Modeleuten nicht findet. Es ist die Art und Weise, wie man sich kleidet. Wie das ganze zur Ausstrahlung passt.. Es muss sich ein Gesamtbild ergeben, das nicht nur aus Kleidung besteht. Sie ist wichtig für mich, ja. Ausdruck dessen, was ich fühle. Wie Alyander sagte: Wer A sagt muss auch B sagen. Ich würde sagen man kann das aber auf seine eigene Weise tun. Jeder sollte seinem Stil nachgehen. Dieser muss für mich nicht schwarz sein, sollte sich aber auch in einem gewissen Rahmen bewegen. Es gibt da auch Grenzen in meinen Augen. Das, was ich am wenigsten mag: Am Wochenende stundenlang aufstylen und dann zu Party und in der Woche die kleine graue Maus. Alles muss ein Gesamtbild ergeben.. der Mensch muss das darstellen, was er sein will und vergibt zu sein- von der Kleidung und vom denken her. Und das die Ganze Zeit. Entweder ganz oder gar nicht. Aber um das noch einmal zu betonen. Das Ganze bedeutet für mich nicht nur schwarz und aufgestylt zu sein. Es bedeutet eigen zu sein, in einem gewissen Rahmen. Und die Kleidung ist wichtig, ja.. aber sie ist weiß Gott nicht alles. Nett fürs Auge ist das Ganze, es gibt Menschen, die könnte ich den Ganzen Tag nur ansehen, weil sie es mir so angetan haben.. Kleidung und Ausstrahlung zusammen. Nur die Kleidung macht noch keinen Gothic.. *laber laber* So, Schluss jetzt. |
| Saraschan | Hallo ja ich würd gern das hema etwas ausweiten und zwar mir ist etwas aufgefallen was immer mal wieder aber nicht so richtig angesprochen wird und zwar die Alltags Kleidung was tragt ihr so wenn ihr auf Arbeit seid ????? Ich arbeite z.B. mit behinderten Kindern und da werten die Klamotten ganz schön strabaziert also loht es sich nicht was tolles anzuziehen ........ hhhhmmmmm sagt ihr dazu. Saraschan |
| Erlik | hmmm ich wundere mich doch sehr über diese Vorurteile der sog. Vorurteilsfreien........................ Ich finde jeder muß sich selbst mit dem Identifizieren was er meint zu sein.............................................. Also dark sein ist für mich eigentlich eine Lebenseinstellung, aber muß ich alle nötigen an meiner Einstellung teilzuhaben? Es gibt bei den Satanisten einen Grundsatz der Lautet: [B]Belästige niemanden in der Öffentlichkeit. Wirst du selbst belästigt, sage ihm, daß er damit aufhören soll.............. [/B] Eventuell soolte mal einer von Euch einen Gothic-Knigge verfassen dann wäre geklärt was soll und was net:D ;) |
| Seneca | "dark" sein (wie niedlich) ist aber keine Lebenseinstellung mit Geboten, so wie sie LaVey für die CoS geschaffen hat. Es gibt ja nicht mal eine einheitliche Lebenseinstellungm denn hier trifft sich alles vom anarchischen Goth-Punk bis zur okkultistischen Schwarzromantikerin in Samt und Spitze. Das kann man kaum als einheitlich bezeichnen. Alleine diese Aufspaltung der Stile, in Musik und Erscheinung sorgen schon dafür, das es keine Szene als Ganzes gibt. Das WGT ist dafür wohl der beste Beweis... Einzige Gemeinsamkeit ist Andersartigkeit, mit einigen Berührungspunkten melancholisch/symbolisch/gedanklicher Art, aber auch das weicht auf. Und die "schwarzen" Satanisten passen in das Bild auch noch irgenwo rein. |
| Erlik | sorry hab keinen passenden Begriff gefunden und dark sein klingt irgendwie passend. Ich wollte hier auch net auf LaVey eingehen sondern habe es als beispiel herangezogen um zu sagen das man net immer alle nötigen muß mitzumachen..... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Saraschan [/i] [B] ...ja ich würd gern das hema etwas ausweiten und zwar mir ist etwas aufgefallen was immer mal wieder aber nicht so richtig angesprochen wird und zwar die Alltags Kleidung was tragt ihr so wenn ihr auf Arbeit seid... [/B][/QUOTE] Je nachdem wie es die Etikette erfordert, ein schwarzes Hemd zur Hose mit Bügelfalte, dazu eine altmodische Weste mit gestickten Rankenmuster, oder einen schwarzen Anzug, mit dunkelbordeauxroter Kravatte. Dazu einen schwarzen Kurzmantel aus Wolltch, etwas tailliert, mit geraden Schultern, ähnlich einem Gehrock. Und wenn es nach dem Dienst zur Uni geht, ziehe ich einfach ein Hemd mit dezenter Rüsche unter den Mantel...fertig...! Die Ringe bekomme ich ohnehin nur mit Wasser und Spülmitel von den Händen, eine schmerzhafte Angelegenheit, die ich längst vermeide, Im aufgeklärten 21. Jhdt wird wohl kaum jemand etwas gegen Pentagramme haben. Nur mit den Haaren gibt es manchmal etwas mißmutige Kommentare von der Geschäftsleitung... Nichts was man nicht mit etwas Haarfestiger und einen Lederband hinbekommen würde. Amulette kann man auch unter dem Hemd tragen... |
| winter | hm. ich bin auch eher nur innen gothic. zwar trage ich auch schwarz, aber eher das normale schwarz. Bei mir ist es so das ich früher in der schule eigentlich immer gothic angezogen war, nur da ich ja irgendwann auch arbeiten musste und gothics naja...eben nicht soo tolle chancen haben einen job zu bekommen musste ich mich etwas neutralisieren. hauptsächlich zählt das innere, denn nicht jeder der sich schwarz kleidet denkt auch wirklich schwarz. |
| Schehezerade | Ich schließe mich der Meinung an, dass es DIE schwarze Szene nicht mehr gibt. Die Gruppen, die sich heute in sogenannten schwarzen Clubs treffen, sind zu unterschiedlich, als dass man von einem gemeinsamen Lebensgefühl sprechen kann, was sicherlich auch u.a. daraus entstanden ist, dass die "Szene" so groß geworden ist. Trotzdem lese ich hier immer wieder "ich bin innerlich Goth". Was versteht ihr darunter? In welcher Hinsicht definiert ihr euch als Goth? Und glaubt ihr wirklich, dass all die anderen, die sich als schwarz bezeichnen dieses Lebensgefühl teilen? Es gibt keinen richtigen oder falschen Gothic. Man ist was man ist und Gothic ist für mich eher zu einem Sammelbegriff geworden für Favorisierung schwarzer Kleidung und musikalischer Vorliebe der Musikrichtung, die man in Plattenläden unter "Independent" findet. Thema Alltagskleidung: im Beruf eher schlichte schwarze Kleidung mit ausgefallenen Details. In der alltäglichen Freizeit auch auffälliger. |
| issy | Ich finde gerade das Innere macht es aus ob man Goth ist oder nicht. Wenn du halt lieber mit bunten Klamotten rumlaufen willst tu's halt, der einzige Nachteil daran ist das man nicht als Goth direkt erkannt wird. Ich selber zieh schwarze Klamotten an, weil's mir halt einfach gefällt und ich mich so auch wohler fühle. |
| Seneca | So, was zeichnet den nun die "inneren" Werte eines "Goth" aus, ich kenne nämlich so direkt keinen persönlich, der in dieser Hinsicht jemals präzise geworden wäre...! Ich sebst verwehre mich übrigens dagegen, "Goth" genannt zu werden, ich sehe mich in einer ganz anderen "schwarzen" Tradition , die weit älter ist...! Wenn mich jemand auf meine Lebensgefühl anspricht, verweise ich gerne auf die Werke vom Bram Stoker, E.A. Poe, Lord Byron oder Mary Shelley... ja sogar Oscar Wilde...(aka the gothic novels) |
| Schehezerade | Das regt mich so auf! Es wird immer nur vom "Inneren" des Goths gesprochen ohne, dass, wie Senaca schon sagt, jemand präzise wird. Die "innere Einstellung", das "Lebensgefühl" ist ein beliebtes Thema, aber noch nie hat sich jemand derjenigen, die sich dieser Begrifflichkeiten bedienen dazu äußern können. Wißt ihr überhaupt wovon ihr redet? |
| Schehezerade | Es geht mir nicht darum eine präzise Antwort zu bekommen, sondern einfach nur meine Meinung zu verdeutlichen, dass die "Einstellung", das "Lebensgefühl" subjektiv gefärbt ist!!! Und damit kann es kein gemeinsames schwarzes Lebensgefühl geben. Die "Szene" ist zu groß, zu unterschiedlich, als, dass es da wirklich innere Verbundenheit gibt. |
| Seneca | Amen...! |
| Alyander | einererseits wird sich von bestimmten leuten, wie ihr aufgrund eurer postings wohl auch seid, immer beschwert, die "szene" WÄRE ja gar nicht "das schwarz-sein" (sucht euch eine bezeichnung aus) und hätte mit dem ursprünglichen (oder echten / gruftigen / schwarzromantischen / ...) lebensgefühl gar nichts mehr zu tun. im umkehrschluss wird also sehr wohl ein lebensgefühl beschworen, nämlich ein selbst zelebriertes und "aussterbendes", das es in der "szene" nicht mehr gibt oder das sozusagen "korrumpiert" wurde. in der gegenargumentation ist aber plötzlich die unvereinbarkeit (da vielseitigkeit) der ungeliebten und verachteten "szene" eine untermauerung der behautung, daß es ja überhaupt kein lebensgefühl gäbe, ja gar nicht geben KÖNNE! ja ihr lieben... [i]was denn nu[/i]? ;) *ein wenig amüsierte grüße* (ich höre deine klagen ja nicht zum ersten mal, Seneca... und da sagt der kerl, der sonst spitzfindig sezieren kann, jetzt "amen"...!) alyander |
| Schehezerade | Das Lebensgefühl ist meines Erachtens immer unterschiedlich, egal zu welchem Zeitpunkt man Szenen betrachtet. Wenn sich in den Anfängen Menschen zusammengfunden haben und eine Art Subkultur entwickelt haben, dann hatten sie gemeinsame Bezugspunkte bzw. Gründe warum sie sich zusammengefunden haben. Z.B. Rebellion gegen gesellschaftliche Missstände. Aber heute sehe ich keine gemeinsamen Gründe, warum sich die Szene z.B. schwarz kleidet (nur ein Punkt von vielen). |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Alyander [/i] [B]*ein wenig amüsierte grüße* (ich höre deine klagen ja nicht zum ersten mal, Seneca... und da sagt der kerl, der sonst spitzfindig sezieren kann, jetzt "amen"...!) [/B][/QUOTE] Erste Zeichen einer gespaltene Persönlichkeit... Das etwas mit mir nicht mehr stimmt habe ich erst dann gemerkt, als ich so ziemlich gleich nach verfassen eines meiner Szene-schmäh-Beiträge losgezogen bin, um einen Brokatgehrock zu kaufen...! Ich glaube ich brauche geistlichen Beistand |
| Nacktschnecke | Hi,bin hier im GB zwar die "Neue",mit meinen 37 Jahren aber schon etwas länger im Dunstkreis dieser "Szene" unterwegs.Ich kann Seneca`s Äusserungen nur zustimmen. Ich mag mich nicht mehr als "Goth" bezeichnen ,auch wenn ich noch immer "nur" schwarz trage. |
| Alyander | läuft es denn inzwischen (auch und vor allem bezogen auf diesen thread) dann lediglich auf wortklauberei / begriffsdefinition heraus? das erstellungsposting war da noch etwas anders ausgerichtet... nicht auf die frage, ob man "goth" sei oder "szenezugehörig", sondern ob innere einstellung und äußeres kundtun derselben zwanghaft miteinander verbunden sein müssen... |
| FallenSisko | Also mir muß echt mal einer erklären wie man so von grundauf seine Lebenseinstellung ändern kann. Nicht so wie Darkpain wo es langsam sich ändert. Ich meine die Leute die von einem Tag auf den anderen sagen "Ich hab keine Lust mehr darauf". Wie was worauf? Es hatte mich besonders geschockt bei meiner Ex. Wie kann man von einen Tag auf den anderen die Sicht der Dinge ändern? Wie kann man das Gefühl der Vergänglichkeit, der Sterblichkeit und Unbedeutsamkeit einfach so ablegen? Ich habe den Eindruck das es diese Leute einfach nicht ernst meinen. So als ob sie an einer Sache (Goth sein) gefallen finden, austesten und es dann links liegen lassen. So als ob jemand Rote Grütze mag. Und davon dann jeden Tag 3 Kilo von ißt. Bis er es nicht mehr sehen kann. Und dann was anderes ißt. Schrecklich. Ich versuche mich mit dem leben zu befassen. Und die Ansicht die ich dann aus meinen Erfahrungen und Antworten über das Leben finde. Und das führte mich hierher. Und ich hasse es zu diesen Modegrufties Vertrauen aufzubauen. Um dann 1 Monat später zu erfahren das sie nichts mehr über Goththemen hören wollen. Weils Ihnen zu depressiv ist. Ich hoffe das die Leute die ich kenne, sich nicht auch mal so negativ ändern werden. Ja es spricht der Frust aus mir. Das mit meiner Ex liegt 1 1/2 Jahre zurück aber ich höre immer noch den Satz in meinem Ohren "Ich steh da nicht mehr so drauf" *grummel* |
| Seneca | @ Nacktschnecke Ich glaube ich habe verstanden... @ Alyander Mir ging es nur darum, mal wieder in Erinnerung zu rufen das es nicht nur "Goth" gibt. Leider rückt dieser Begriff in allen Diskussionen diese Art zu schnell in den Vordergrund. Das eine Einstellung, oder besser gesagt Attitüde, sich in der außeren Erscheinung äußern kann, ist wohl bekannt. Aber was wenn es letztlich nur noch um diese Oberfläche geht. Wenn man gewissermaßen alle unangehmen "Konsequenzen" (die so schlimm nie waren) ausklammert. Dann bekommt der ganze Tanz immer mehr von einem Trachtenverein, denn der persönliche "Stil" tut seinen Zweck dann nur noch am Samstagabend...an einem Ort wo man ohnehin unter sich ist...!(Vereinsheim) Ich weiß nicht...ich wollte nie Teil einer reinen Musik&Clubkultur sein...aber genau darauf steuert der Karren hin...! Ich will mich einfach nur noch distanzieren dürfen...! Ich rede hier nicht von Leuten die einfach nur gerne mal die Band XYZ hören, denn es gibt genug "Karohemdenträger" die auf Nightwish oder Subway to Sally stehen. (grüße an David) Ich meine jene Leute die "Goth" sein wollen, aber nicht dazu stehen wenn es umbequem wird , aber dann Samstags zu ihren eigenen Kulissenschiebern werden...! Und lassen wir das Thema Arbeitsbekleidung bitte gleich außen vor, das ist ein ganz anderes Thema. |
| Seneca | Liege ich jetzt völlig falsch. oder waren Gothics nicht diese netten Leute mit dem extravaganten Styling...? Wenn morgen ein Banker vor mir aus seinem BMW steigt, seinen Anzug glattstreicht, und mir dann erzählt das er innerlich ein Punk ist...dann war das sicherlich ein guter Gag, und ich lache dann dementsprechend darüber...! Ich bin ja auch nicht gleich ein Feuerwehrmann nur weil ich weiß was ein Stützkrümmer ist, und gerne mal LF8 fahren würde...! Und nicht jeder Fan von schwarzer Musik und Morbider oder mystischer Romantik ist gleich ein Goth... genauso wie auch ich kein Goth bin, weil ich einfach nicht dem Phänotyp eine "Goth" entspreche, ebensowenig wie dem eines Punk, Raver oder Hip Hopper. Ansonsten gäbe es ja nicht diese "bunten" Leute dazwischen, die trotzdem mitmachen, und sich alleine Aufgrund der Tatsache das sie keine Kostümchen tragen eben nicht automatisch ein "Goth" sein wolle. Muß man jetzt alle bisherigen Definitione aufbrechen, nur weil jemand nicht von seinen Holzfällerhemden und den Blue Jeans lassen kann, aber unbedingt als "Goth" gesehenwerden will...? |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Loner [/i] [B]Ach ja, eine Frage hätte ich noch. Was ist mit denen, die leider nicht die passenden Klamotten im Schrank haben und auch nicht das Geld sich andere zu kaufen?[/B][/QUOTE] worauf beziehst du das? auf das sich-nach-außen-geben allgemein oder wieder speziell auf die goth- bzw. waver-szene? a) so weit sind wir noch nicht, daß ich an den schwarzen klamotten anderer immer noch das preisschild und einen aufnäher "gekauft bei x-tra-x und es war teuer!" gesehen hätte. dir wird vielleicht schon aufgefallen sein, daß es in dieser szene so gut wie keine MARKEN-klamotten (wie ansonsten HH, Fishbones, Buffalo's etc., so richtig schön mit werbeaufdruck) gibt. ob ich also mein spitzenshirt bei einem teuren "gruftiladen" oder auf dem flohmarkt oder im sonderangebot bei kik's kaufe, sieht man mir nicht an. ich hoffe, daß so etwas auch nie so extrem relevant wird. b) wenn man nun gothic/wave mit lack-leder-fetish oder mittelalter verwechselt - nun, das entzieht sich meinem einfluß, denn DIESE sparte [b]ist[/b] verdammt teuer. da hilft höchstens noch connections & selbernähen, wenn man das nötige geld nicht hat. das sind aber auch die einzigen richtungen, wo ich die knete als so relevant empfinde - selbst meine feinen jacketts hab' ich in second-hand-läden gefunden und schnürstiefel in einem "ganz normalen" laden. die ausrede, sich aufgrund von fehlendem geld nicht "schwarz kleiden" oder selbst verwirklichen zu können, lasse ich in ersterem falle gar nicht und in letzterem nur eingeschränkt gelten. |
| Alyander | [QUOTE][i]Original geschrieben von Loner [/i] [B]Und wenn er es nur nach und nach kauft? Würde er sich damit vorerst selbst verleumden?[/B][/QUOTE] sehe ich nicht so. im gegenteil - ich wäre eher skeptisch, wenn jemand "von heute auf morgen" zum perfekt ausgestatteten grufti, punk, was auch immer mutiert. das liegt daran daß ich so etwas als entwicklungsprozeß sehe, der dann auch seine zeit erfordert. man setzt sich mit vielem auseinander, nimmt informationen auf, stellt viele fragen, und beschäftigt sich mit verschiedenen möglichkeiten des ausdrucks, bis man "seine" findet. auch bei mir war das ein langer prozeß und ich habe aus den verschiedenen jahren bzw. phasen jeweils fotos, auf denen freunde mich nicht wiedererkennen wenn sie mich nur von heute kennen. und zuguterletzt steckt ja auch ein körnchen wahrheit in dem satz "jeder fängt mal klein an". wenn ich nun von jemandem höre, der einen grufti auf der strasse sieht, denkt "boaaah!", sofort zum nächsten laden rennt und sich mit allen nötigen accessoires eindeckt um sie am nächsten abend stolz in der disco zu präsentieren, dann würde ich eher davon ausgehen daß diese person nur das outfit konsumieren will und einer laune nachhängt, ohne sich intensiver mit der jeweiligen subkultur beschäftigt zu haben. wie gesagt... auch wenn es mit sicherheit "aha-erlebnisse" gibt, sehe ich insgesamt einen selbstfindungs- und entwicklungs[i]prozeß[/i] über einen längeren zeitraum darin. |
| Julya | [QUOTE][i]Original geschrieben von Loner [/i] [B]Und an diesem Punkt sehe ich das Problem. Wenn die [i]innere einstellung und äußeres kundtun derselben zwanghaft miteinander verbunden[/i] wären, hieße das jetzt, dass dieser jemand sich nun eine Komplettausstattung in schwarz kaufen müsste. Das dürfte dann allerdings (egal wo man es kauft) doch einiges kosten. Und wenn er es nur nach und nach kauft? Würde er sich damit vorerst selbst verleumden? Oder müsste er dann damit warten bis er in der Öffentlichkeit zu seiner "neu entdeckten" Einstellung stehen darf? [/B][/QUOTE] bei mir hat es viele jahre gedauert, bis ich meinen kleiderschrank auf meinem jetzigen stand hatte. jahr für jahr kamen immer mal wieder kleinigkeiten dazu. hin und wieder mal zwei röcke auf einmal aber abgeschlossen ist das ganze auch noch nicht.... deine bedenken, loner, ob man sich, wenn man nur "teilweise" schwarz rumläuft, selbst verleumdet, halte ich für unbegründet. ein teil des schwarzseins bedeutet für mich, meinen eigenen stil zu haben und das war auch am anfang der "schwarzen-klamotten-sammelreihe" so. vor der ganzen sache war ich eher ein kleiner hippie, meine klamotten bestanden nur aus flicken *g*, also schon immer etwas alternativ. nach und nach wurden die farben immer gedeckter. dann kam eine kurze "spießerzeit", aus der ich mich, meine persönlichkeit entwickelt habe. ich habe mich gesucht und dann im "schwarzen" gefunden... ich hatte auch noch nie geld und habe vieles in secondhandshops gekauft. da ich auch ein bißchen begabt bin, was entwerfen und selbermachen angeht, hab ich auch viel in billigmärkten (wie in dem von aly erwähnten kik und ähnliche) gekauft und dann dranrumgeschnitten, genäht und drangebastelt.... das schwarzsein bedeutet (für mich) auch individualität. rumlaufen, wie es [b]mir[/b] gefällt.. also ist es im grunde doch auch völlig egal, was "richtige schwarze", die schon seit zehn jahren so rumlaufen, darüber denken, wie [i]ich[/i] rumlaufe! also, [b]SEI[/b] einfach! Julya |
| Alyander | p.s.: [QUOTE][i]Original geschrieben von Loner [/i] [B]Fetisch sollte bei dieser Diskussion wohl ganz außen vor gelassen werden, dass ist (jedenfalls für mich) etwas ganz anderes.[/B][/QUOTE] ich sagte ja auch... "wer es damit [i]verwechselt[/i]..." ... weder mittelalter noch fetish sind zum goth&wave zu zählen, sondern eigene strömungen, auch wenn es berührungspunkte geben mag. |
| Seneca | Dunkelblaue Grüße Loner Ich ab hier mal ein Bildchen für Dich, welches auf einem kleinen Nachtweltentreffen geschossen wurde... Ich denke es spricht für sich... |
| Julya | @loner so hatte ich das auch verstanden.... war eben nur so aus meiner sicht erzählt... :rolleyes: @seneca nettes bild. das hab ich gestern erst angeschaut... aber könnte man das kleine dicke kind rechts unten bitte raussägen? ;) :D |
| Julya | loner, du hast recht... das war mißverständlich ausgedrückt von mir. obwohl ich deins richtig verstanden habe, war ich irgendwie zu blöd, unmißverständlich zu antworten.. tüdelü, ich geh wohl lieber ins bett... iss wohl einfach zu spät... gute nacht Julya |
| Seneca | [QUOTE] [i]Da bleibe ich lieber mir selber treu und ziehe das an, was mir gerade gefällt und nicht was andere vielleicht von mir erwarten.[/i][/QUOTE] Hmm... das könnte auch von dem Herrn im Karohemd stammen... Aber der besteht ja auch nicht darauf als Gothic angesehen zu werden. |
| Seneca | Wenn jemand erwartet, das seine Einstellung auch äußerlich erkannt wird, wird dies wohl nur durch entsprechend äußerliches Kundtun erreicht werden. |
| Lunaris | Seid mit hier mal frech einmischenden Gedanken gegrüßt !! Beim ausführlichen Studium dieser äußerst lebhaft (wenn gewiß auch zum x-ten mal) geführten Beiträge über die Innenseiten und diversen Außenansichten eines "Goth's" oder "Schwarzen" (oder wie man es eben am liebsten benennt) muß ich mit einigem Erstaunen zugeben, daß mich dabei eine recht wehmütige Nostalgie überkommt und lang verschüttet geglaubte Emotionen hervorgerufenden werden ....... Eigentlich wurde auf diesen bereits 4 (!) Seiten lang ausgebreiteten Meinungen all das schon gesagt, was ich beim Durchlesen auch gern dazu beigetragen hätte. So muß ich gleichfalls den seit Jahren schleichenden Verfall der einstigen "Szene-Erkennungsmerkmale" am äußeren Erscheinungsbild im Wandel zur kommerziellen Sinn=los=igkeit und völlig entarteter Zur=Schau=Stellung mit ansehen, spüre dadurch ebenso das hier bereits angesprochene Verlangen, mich von dem damals so unerschütterlich stolz getragenen "Titel" zu distanzieren ....... Aber seien wir doch mal ehrlich - wenn wir uns in diesem so unübersehbar vielfältigen Dschungel der "Schwarzen Szene" (was immer der geneigte Leser jetzt darunter verstehen mag) [B]nicht[/B] einer [I]annähernd[/I] richtungsweisenden "Schublade" zuordnen zu lassen bereit wären - dann hätten wir uns doch eher mit "Alfred & Lisa" in diesem Bord registrieren lassen und [B]nicht[/B] mit diesen sehr wohl durchdachten, individuellen "Nicknamen", und schon gar nicht mit den hier so zahlreich und zum Nachforschen anregenden "Untertiteln" !! Oder ?!? Zumindest damals, bei unser aller ersten Gehversuche in der neugewonnenen Persönlichkeitausdrucksfindung haben wir doch ähnlich dem Gruß der Motorradfahrer auf der Straße mit leuchtenden Augen all jene Fremden gegrüßt, die uns mit gewissen "schwarzen" Gesinnungs-Erkennungs-Accessoirs (Kleidung, Schmuck, Amulette, persönliches Auftreten) im Alltag über den Weg liefen. Und heute ? Heutzutage ist es uns wohl beinahe eher unangenehm, als solcherlei Subkulturen offensichtlich angehörend erkannt zu werden ..... Nun, mir nicht, aber vielen anderen. Warum ? Weil das damals so stark empfundene Zugehörigkeitsgefühl nicht mehr dasselbe ist, wie heute ? Weil die Gleichgesinnten, mit denen man einst diese Gefühle teilten durfte, mehr und mehr aussterben bzw. sich zurückziehen ? Weil die Masse der erschreckend phantasiearmen "Gesichtslosen" scheinbar überhand nimmt ? All das habe auch ich zu beklagen (laß' uns statt "Szene-schmäh-Beiträgen" einen Lamentier-Nostalgie-Club gründen, Seneca ;)), doch wenn wir als Einzelne jetzt auch noch unser letztes, zerschlissenes Banner resignierend niederlegen, dann wird es bald [B]niemanden[/B] mehr geben, der dieses Andenken an die "wahrhaftige Alte Zeit" noch lebendig zu erhalten vermag !!! Die vielzitierte "Innere Einstellung & Schwarzes Lebensgefühl" gründet sich doch auf in der tiefsten Seele erlebten [I]Erfahrungen[/I], sei es mit Kunst, Literatur, oder auch mit dem für eigene Erkenntnisse so notwendige Gesprächsaustausch mit anderen Lebewesen - all dieses und jene haben es doch geschafft, Antworten auf unsere [B]innerste Sehnsucht[/B] zu geben !! Und [I]das[/I] lohnt es sich, durch alle äußeren Entfremdungen hindurch bewahrend weiterzutragen ....... @ Saraschan : Du sagst es doch selbst - Du [I]fühlst[/I] eine bestimmte Wesensart und ein damit verbundenes Lebensgefühl in Dir - stehe dazu, egal, ob nun nur "innerlich" oder auch "äußerlich". Allein wichtig ist es, daß Du Dir selbst [B]AUTHENTISCH[/B] bleibst !!! Schau' in Deine Seele und sage "ja, das [I]bin[/I] ich !" @ Seneca : So vielen Deiner Gedankenausführungen fühle ich mich ungewohnt seltsam "beheimatet" ....... Aber das mit dem "Brokatgehrock" haut mich schlichtweg um - willkommen in meinem 17. Jahrhundert !! Verspüre grad den unangemessenen Wunsch, mich nur allzugern der niedrigen Gesinnung hinzugeben, Euch darin [I]sehen[/I] zu wollen ..... *entzücktundverträumtlächel* @ Julya : Seufz ....... Ja, auch ich verteidige [I]leidenschaftlich[/I] die unleugbare Wirkung jener in bewußter Vielzahl angebrachter Punkte am Ende eines Satzes ....... So höre [B]nicht[/B] auf, Julya, diese schöne Spielart der Kommunikation zu kultivieren ;) !! (Ups, das mit den Punkten war wohl in einem kurz davor gelesenen "Thread" ?! Egal, Du weißt ja, was ich meine :D ). |
| Seneca | Nun, zuletzt wurde aus diesem Thread wohl eher so ewas wie ein Stellungskrieg, in dem beide Seiten um jeden Zentimeter kämpfen. @ Lunaris Dann sollte ich wohl das erste Bild von mir überhaupt in die Bilddatenbank stellen, natürlich im Gehrock, mit passende Accesoires...nun mal meine Art, mein Inneres nach Außen zu kehren...! |
| Elkantar | Seid gegrüßt also ich kann mich mit der Meinung von Saraschan am meisten identifizieren. Es ist bei mir das gleiche: Ich finde "schwarz" einfach cool, gehe auch gerne in schwarze dissen aber werde von einen Goth der meint "true" zu sein bestenfalls als normalo bezeichnet. Es kommt mir auch nicht auf die Kleidung an, sondern meinen Einstellungen, Gedanken finde ich nunmal bei Goths wieder. Und das ist das einzige was zählt! mfg Elkantar |
| BlackWater | Hallo, wenn ich mir manchen Thread hier so anschau stelle ich mehr und mehr fest, das ihr aus der Gesellschaft flüchtet. Und warum? Um dann wieder eine Gesellschaft mit Regeln, Denkformaten, usw. zu gründen. Es geht nicht darum ob man schwarze, rote oder pinke Kleidung trägt, sich gern alleine oder in der Gruppe aufhält. Auch nicht darum ob man negativ oder positiv zum Leben steht. Es geht doch einzig und allein darum nicht wie ein machtloser und unbedeutender Partikel in dem Sog der Gesellschaft zu verschwinden! Sich Gedanken zu machen vor denen sich die Menschheit seit jeher scheut! Sich zu fragen was das eigentlich alles soll. Nicht JA sagen wenn alle ja sagen. Aber auch nicht NEIN sagen weil alle ja sagen. Nachdenken und eine eigene Meinung finden und diese kompromisslos vertreten. Das ist das was uns alle verbindet, das interresse an "anderen" Themen!! Gruß BlackWater |
| Seth Epitaph | Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich erst heut frisch angemeldet bin (seit 5 Minuten etwa) und begeistert von der Masse und der Vielfalt des Forums bin. Ich bin schon seit mehreren Jahren Fan der Szene und halte mich auch gerne darin auch. Jedoch muss ich immerwieder feststellen, dass es 2 Arten von Goths geben muss. Die eine Seite genießt das Gruftie-Sein in vollen Zügen, pflegt Kontakte, interessiert sich für die Music usw...setzt sich halt gerne mit der ganzen Sache auseinander. Was die Gesellschaft davon hält ist ihnen egal, weil sie in der Lage sind ihr Leben unabhängig von ihr zu gestalten. Die andere Seite ist mit ihrem Leben nicht zufrieden. Ich rede nicht von den Menschen, die in ihrer Vergangenheit schlimmes durchgemacht haben. Wer schon im "Hospital der Traurigkeit" dieses Forums war, stößt auf dutzende Fälle von unbegründeter Depression. In meinem Freundeskreis, der aus Blackmetallern besteht herrscht eher die Einstellung der ersten von mir genannte Gruppe. Meine Frage ist nun kurz: Herrscht ein fester grundlegender Zusammenhang zwischen krankhaft depressiven Teenagern und der Gothic Szene? D.h. sind wir nur in der Szene weil wir (vielleicht auch nur im Unterbewusstsein) seelische Schmerzen ertragen. Ich denke viele Menschen kommen zuerst in die Szene und setzen sich erst danach mit der damit verbundenen Lebenseinstellung und der Music oder der Kunst auseinander. In jeder anderen Szene (z.B. Hip Hop, oder Reggie, Rave) besteht das Interesse an der Music und der Kultur zuerst. Danach orientiert man sich und erschließt für sich ein Umfeld und passt sich der Umgebung der man angehören will an, durch Sprache und Kleidung usw. Ist es ein Zufall, dass jede 3. Person auf einer Gothic Veranstaltung Narben am Körper hat? Zieht dies eurer Meinung nach die Szene nach unten? Ist die Szene nicht mehr die Gruppe Mensch, die sich geistig und äußerlich über alle anderen erhebt? Bin gespannt über Reaktionen und Antworten von eurer Seite. Gute Nacht Seth Epitaph |
| SchlafenderMond | Ein wirklich fester Zusammenhang zwischen den "Leidenden"- und den voll szeneintegrierten Gothics ist ja zumindest die einheitliche Farbe, welche ja eine hohe Relevanz für beide Seiten darstellt. Die Farbe schwarz steht ja nicht zufälligerweise für Trauer, Leid und Tod, darum sollte man nicht unbedingt erstaunt sein, dass ein grosser Teil der Gothic-Szene aus leiderfüllten und deprimierten Wesen besteht. Ich meine, ein zentraler Teil der Szene dreht sich ja auch um Themen wie den Tod und das Leid dieser Welt und ist auch ein Bestandteil vieler Songs. Darum denke ich, dass es überhaupt kein Zufall ist, dass es soviele Depressive in der Szene gibt, es erscheint mir sogar logisch und natürlich und ich denke auch nicht, dass es die Szene irgendwie herunterzieht. |
| Menedemos | Eine gewisse Korrelation besteht da natürlich, sowohl grundsätzlich als auch realiter. Obwohl [i]ich[/i] persönlich mich eher über Eigenschaften wie "ernst" und "ernsthaft" definieren möchte als über "depressiv" oder "pessimistisch". (bin aber auch nicht repräsentativ). Aber du mußt keine abgebrochenen Therapien vorweisen, um in die "Szene" aufgenommen zu werden - normalerweise nicht... :D |
| Selian | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seth Epitaph [/i] [B]Meine Frage ist nun kurz: Herrscht ein fester grundlegender Zusammenhang zwischen krankhaft depressiven Teenagern und der Gothic Szene? D.h. sind wir nur in der Szene weil wir (vielleicht auch nur im Unterbewusstsein) seelische Schmerzen ertragen. Ich denke viele Menschen kommen zuerst in die Szene und setzen sich erst danach mit der damit verbundenen Lebenseinstellung und der Music oder der Kunst auseinander. Ist es ein Zufall, dass jede 3. Person auf einer Gothic Veranstaltung Narben am Körper hat? Zieht dies eurer Meinung nach die Szene nach unten? Ist die Szene nicht mehr die Gruppe Mensch, die sich geistig und äußerlich über alle anderen erhebt? Bin gespannt über Reaktionen und Antworten von eurer Seite. Gute Nacht Seth Epitaph [/B][/QUOTE] Schon möglich das es einen Zusammenhang zwischen der Szene und den von dir angesprochenen Symptomen gibt. Allerdings wird da gerade bei Teenagern wohl auch zu schnell und oft von Depressionen gesprochen oder geschrieben. Nicht jedes Stimmungtief ist gleich eine Depression. Ansonsten bezweifel ich aber, das es jemals das Ziel dieser Szene war, sich über alle anderen zu erheben. |
| Black Garden | Ich glaube, es gibt einen erheblichen Teil der Szene, in dem ein solcher Zusammenhang besteht. Es gibt natürlich auch die von Dir beschriebene 'erste Gruppe', die der Fun-Goths. Wenn Du das 'Teenager' in der Definition wegnimmst, dann würde ich mich ganz klar in die zweite Gruppe zählen, und ich kenne eine Menge Leute, denen es genauso geht. GOtt, ich bin bald doppelt so alt wie ein Teenager :( Das mit den Narben ist mir übrigens nicht aufgefallen. Ich trage vorsichtshalber (meist) lange Ärmel, nehme das bei anderen Betroffenen ebenso an und spekuliere lieber gar nicht erst, was sich unter welchem Ärmel verbergen könnte... Ich kann in diesem Zusammenhang nicht erkennen, was Du mit 'Zieht dies eurer Meinung nach die Szene nach unten? Ist die Szene nicht mehr die Gruppe Mensch, die sich geistig und äußerlich über alle anderen erhebt?' meinst. Wir sind nicht dazu da, uns über oder unter irgendjemanden zu stellen. Ich bin in der Szene, weil a) hier 'meine' Musik gespielt wird und ich mich somit wohler fühle als bei DSDS, Love Parade und Mutantenstadl und b) weil es Zeiten gibt, in denen ich nur hier diese Welt ertragen kann (Reihenfolge vertauschbar). Das Leben hat mich zu einem Gutteil zum Zyniker gemacht. Insofern kann die Antwort zu Deiner obigen Frage nur lauten: Nein, diese Szene erhebt sich nicht geistig über andere Szenen. Es geht leider in weiten Teilen der schwarzen Szene genauso kommerzialisiert, wölfisch und banal zu wie anderswo in dieser Gesellschaft. Mit stillem Gruß... |
| Ragnar | Nun Ehrlich gesagt weiss ich garnicht genau wie das mit der definition Gothic aussieht. Also ich mag diese Gefühl das ich meistens Nachts in Vollkommener Stille habe . Glasklar im Kopf zu sein, Echter innerer frieden, einen guten Gesprächspartner zu haben der mit dir über Irgendwas Tiefgehendes redet(z.B. über die art zu denken etc.). Dann noch dieses........ich sage mal düstere Ambiente, z.B. dieser frieden der von einem Friedhof ausgeht diese Statuen, was sie Aussagen.Gar nicht mal die Trauer, wie soll ich sagen...........Mensch sein halt.........sich Wohl fühlen. Voll im Leben zu stehen...............und ja ...........das hat für mich eine gewisse Romantik. Fernab von der Trivialen Oberflächlichkeit. Die einfachen Dinge im Leben genießen.............keine Sportwagen, keine THX Anlage, kein Computer und kein Motorrad. Eifach mal ganz Tief die Frische Luft einatmen und Endlos Genießen. Wem geht es auch so?............... |
| Ragnar | hmmm.......bestimmt die falsche Uhrzeit |
| Heleon | hmm.. ich will mich auch nicht wirklich zuer Szene dazuschreiben (Mir hat noch nie jemand gesagt ich bin aufgenommen :P ) Naja.. mir gefällt es nach einbruch der Nacht mich auf unseren Friedhof hinzusetzen und einfach zu entspannen, Mir gefällt es in Schwarz rumzurennen um so die Blicke auf mich zu ziehen, Ich mag es auch allein zusein.. doch von Depressionen usw. Keine Spur, Ich bin ein rundum glücklicher Mensch! |
| Misis | @ Blackgarden, Ich möchte Dir voll und ganz zustimmen....cih würde gerne auch sleber etwas dazu schreiben, aber Du hast eigtl. das Wichtigste schon gesagt.Und @ragnar, mir geht es auch oft so, dass ich die nacht, die friedliche Stimmung der Friedhöfe mag, um klar zu werden. Mich von der von Dir so schön beschriebenen "Trivialität" entfesseln zu lassen. Dunkle, unerhobene Grüße, Misis |
| smerles | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ragnar [/i] [B]Nun Ehrlich gesagt weiss ich garnicht genau wie das mit der definition Gothic aussieht. Also ich mag diese Gefühl das ich meistens Nachts in Vollkommener Stille habe . Glasklar im Kopf zu sein, Echter innerer frieden, einen guten Gesprächspartner zu haben der mit dir über Irgendwas Tiefgehendes redet(z.B. über die art zu denken etc.). Dann noch dieses........ich sage mal düstere Ambiente, z.B. dieser frieden der von einem Friedhof ausgeht diese Statuen, was sie Aussagen.Gar nicht mal die Trauer, wie soll ich sagen...........Mensch sein halt.........sich Wohl fühlen. Voll im Leben zu stehen...............und ja ...........das hat für mich eine gewisse Romantik. Fernab von der Trivialen Oberflächlichkeit. Die einfachen Dinge im Leben genießen.............keine Sportwagen, keine THX Anlage, kein Computer und kein Motorrad. Eifach mal ganz Tief die Frische Luft einatmen und Endlos Genießen. Wem geht es auch so?............... [/B][/QUOTE] Miiir! ;) Du beschreibst meine eigenen 'Vorlieben' doch recht genau. Noch kurz zum Thema Lebenseinstellung: Ich lache gern und viel. Ich treibe gern Schabernack, und ich bin eigentlich ein recht fröhlicher Mensch - Trotzdem behaupte ich mal, ein Goth zu sein, weil ich geren auch nachdenke und diskutiere. Weil auch ich mal in depressionen falle, mich aber immer wieder rauskämpfe (wie hoffentlich jeder...) - Und weil diese neonbunte Konsumwelt aus Plastik mir viel zu oberflächlich geworden ist. |
| Talianna | Mir geht es auch so, Ragnar... Lebenseinstellung... Hm... Ich denke nicht dass das "Gothic" viel mit der Lebenseinstellung zu tun hat. Ich meine ich kenne viiiiiiele Gothics die absolut eine andere Lebenseinstellung haben als z.B. ich. Die "Gothic-Szene" beschreibt für mich einfach nur menschen, die die Selben Vorlieben wie ich in Sachen Musik und Kleidung haben. Früher war ich da anderer Meinung, aber einige Leute haben mich da eines besseren belehrt... Ich dachte immer die Gothicszene wäre nicht so primitiv wie manch andere Szenen (hiphop oder so) aber das stimmt nicht.. (leider) |
| Abraxas | primitiv würde ich sie nicht nennen, aber im grunde ist unsere szene fast gleich wie jede andere. ich schließe mich hiermit mal aus, aber eigentlich sind goths auch ganz normale leute, nur einfach mit gewissen vorlieben, wie zB schwarze kleidung, MA, auffällige schminke, düstere räume usw. und das bringt uns zusammen. oder gibts sonst noch was besonderes? sorry ich glaub der beitrag war gerade völliger mist :((( |
| LadyGwendoline | Hm, eine Lebenseinstellung? Die kann mal wohl kaum von einer Szene abhängig machen. Das wäre ja auch ein wenig zu einfach, nicht? Sonst wäre ja niemand von uns etwas besonders. Aha, hier handelt es sich um Nr. 85323 im x-tra-x-Katalog, wie langweilig *gähn*. Seine Lebenseinstellung auf nur auf Szene zu fixieren, wäre ziemlich armseelig. In dem Falle muss ich Abraxas Recht geben. Eigentlich sind Goth auch normale Leute. Und im Falle Toleranz auch nicht viel besser, als andere "Normale"! Ich bin auch gern in dieser Goth-Szene, aber sie bestimmt nicht jeden Bereich meines Lebens. Sonst würden wir es den Schubladen-Denkern ja nur all zu einfach machen! |
| Schattenwesen | Ich habe schon viele verschiedene "Szenen" ausprobiert. Bei der schwarzen bin ich geblieben, weil ich mich hier wiederfinde. Und das nicht im depressiven Sinne, sondern in einer gewissen Nachdenklichkeit, Melancholie, Tiefgründigkeit... die ich woanders nicht entdecken konnte. Hier kann ich sein, wie ich bin. Das ist alles! |
| Shira69 | was sagt ihr denn zu den leuten die euch fragen: WARUM TRÄGST DU EIGENTLICH NUR SCHWARZ?!? ich brauche keine antworten wie "sowas fragt mich niemand", "weil's mir spass macht" oder "ich trag garnich nur schwarz..." *g* - die geb ich nämlich selber meistens... aber ich frage mich ob es etwas gibt, was auch nicht-szene-angehoerige verstehen oder zumindest akzeptieren und was das schwazre leben auch wirklich wiederspiegelt! also..?!? ShiRa |
| Blinder Mann | ich behaupte diese sogenannte szene exestiert nicht .... wenn es eine szene wäre dann müssten alle "gothics" gleich sein ... sind sie aber nicht (oder bin ich nun wirklich BLIND) wenn man es genau betrachtet haben wir ( die sogenannten "gothics") meistens nur eins gemeinsam ... wir wurden von der gesellschaft ausgestoßen ... da unsere einstellung nicht zu dem durchschnittsbürger passt ... in einem buch ("die jungen satanisten" von Bernd Harder) habe ich gelesen, das wissenschaftler so etwas als eine "gemeinschaft der einsamen" nennen ... da haben die doch irgendwie recht oder ??... jeder von uns ist ein individium, keiner gleicht dem anderen, aber dennoch finden wir uns in gruppen wieder ...nur zusammengehalten von unsere einsamkeit ... ich glaube jetzt habe ich mal wieder gehörig am thema vorbei geredet ... alles in einem es ist die Lebenseinstellung und gedankengut was mich als "gothik" ausmacht aber um ehrlich zu sein traue ich mich nicht, mich darauf festzulegen ... ich bin gerademal 17 und ungefähr 4 jahren unterwegs ein "waschechter gothik" zu werden = habe noch nicht sehr viel erfahrung darin ... das heist wenn mich jemand eines besseren belehren kann so soll er dies bitte tun ( bin wissbegierig) achja dieses Buch " die jungen satanisten" das ist so eine art hilfestellung buch für lehrer und eltern falls die mal einem "satanisten" oder einen von uns begegnen ( wenn ihr gerne über alte klischees lacht dann ist dieses buch das richtige für euch *gg*) |
| Kaija | ich kann nur definieren was es für mich selber bedeutet ohne jemanden anderen einzu beziehen. warscheindlich werde ich jetzt sowieso als dumm,unwissend e.c. hingestellt aber... für mich ist goth hauptsächlich eine innere angelegenheit. ich finde mit goth ist vorallem die schwarze seele gemeint,das bestimmte gefühl das ich nicht beschreiben kann. es ist einfach da,es kam wie aus dem nichts und ich habe das gefühl das es nie wieder weg gehen will.man hat einfach innerlich so ein drang so zu sein wie man will und man sich wohlfühlt und es zieht einem einfach zum dunklen (klingt immer komisch so zu schreiben) hin fast schon zwanghaft. sie drängt dich auch über die welt nachzudenken,du sollst versuchen so friedlich wie möglich zu leben und andere so gut wie möglich zu akzeptieren und versuchen die welt nicht noch schlechter zu machen sondern höchstens besser. man entwickelt automatisch eine beziehung zu einer gewisse/n musik art/en ,kunst und hauptsächlich dunkler kleidung. man lässt sich einfach treiben in dem worin man sich wohlfühlt und unterdrückt sich nicht oder lässt sich unterdrücken von intoleranten menschen die selber versuchen so unaufällig wie möglich zu sein,nur um sich der gesellschaft anzupassen. er ist einfach so wie er ist und er zeigt es offen.so auf die art "seht her ich bin das was ich bin ,und ich fühle mich darin wohl in dem was ich tu und wie ich bin und ich bin froh darüber". so jetzt dürft ihr über mich schimpfen! |
| shadowshine | hallo, *auchmaleinmisch* ich denke, diese szene ist, genau wie andere auch, entstanden und unterstützt worden von denjenigen, welche eine identifikation suchten. Ich selbst bezeichne mich lediglich als ,,Ich", da es für mich die einstellung ist, auf die es ankommt, nicht der ,,Titel". ich selbst laufe nicht immer in schwarz herum, weil mir nicht jeden tag danach ist(auch wenn das ziemlich selten vorkommt), ich folge keinem klischee, sondern meinen bedürfnissen und wünschen. Ist es nicht egal, zu welchen szene man ,,gehört"? Ich bin sogar der Meinung, eine starke persönlichkeit benötigt keine szene. hier gelandet bin ich eigentlich zufällig, da teilweise bis ganz meine eistellung hier vertreten ist, jedoch hatte ich nicht die absicht, zu einem klischeegetreuen goth zu werden... wer darüber mit mir diskutieren möchte oder der gleichen ansicht ist kann sich ja mal über icq melden (steht im profil), da ich u.a. leute suche, die nicht nur in schwarz herumrennen,weil es so vorgeschrieben ist, sondern sich noch ,,individuell" verhalten können... so, und jetzt dürfen alle lachen und mich vielleicht nicht ernst nehmen da ich selbst erst 16 bin...:D |
| Le Dalois | [QUOTE][i]Original geschrieben von Kaija [/i] [B]man hat einfach innerlich so ein drang so zu sein wie man will und man sich wohlfühlt und es zieht einem einfach zum dunklen (klingt immer komisch so zu schreiben) hin fast schon zwanghaft. sie drängt dich auch über die welt nachzudenken,du sollst versuchen so friedlich wie möglich zu leben und andere so gut wie möglich zu akzeptieren und versuchen die welt nicht noch schlechter zu machen sondern höchstens besser. so jetzt dürft ihr über mich schimpfen! [/B][/QUOTE] Wieso sollte jemand darüber schimpfen? Ich finde es sehr schön, wenn dieses Gefühl, das Du beschreibst in Dir wächst und ich hoffe für Dich, dass Du diesen Weg weiter gehst. Er wird nicht nur Deinen Mitmenschen nützen, sondern auch Dir selbst im Sinne eines erfüllten Lebens. Liebe Grüße :) |
| Kaija | danke! :D obwohl es mir ind er ziwschenzeit wieder "schlecht" geht fühle ich mich wohler als früher. :rolleyes: :D leider kenn ich keinen der das verstehen kann. :( |
| *)Arogweniel(* | Hallo.Ich bin erst ganz neu hier und hätte mal ne andere Frage ,aber auch irgendwo zu dem Thema:Wie ist denn eurer Meinung nach die Lebenseinstellung eines ,,wahren´´Gothics?Was muss man denn haben um als Gothic zu gelten.(ausser schwarze Klamotten und die Musik) |
| Trauerwesen | @ Arogweniel: Schwer zu sagen, das variiert, kiffen denn alle Hip Hopper? Nein, denke nicht! Und naja, wer hat denn dann zu entscheiden, wie der wahre goth auszusehen hat? Es ist zwar schon etwas da, was zusammenschweisst, also mehr als die Musik, ein gemeinsames Lebensgefühl, aber das is auch bei jedem goth anders. nicht einmal ich würde sagen, ich bin ein goth, irgendwie schon, aber irgendwie auch nicht, denn klare prinzipien gibt es nun einmal nicht. @shadowshine (btw netter nick :) ) meine worte! man ist, was man ist, und nicht das, was die "szenenregeln" sagen (oje gibbet sowas?) |
| LordUngol | Ich kann dieses Wort nicht ab: SZENE! Das klingt immer nach irgendeinem beschissenen exklusiven Club mit Türsteher. Meiner Auffassung nach gibt es keine Szene. Es gibt aber sehr wohl einer Gemeinschaft. Und in die ist jeder herzlich aufgenommen, der sich dort geborgen fühlt. Diese "Einstellungskriterien" haben bei uns Schwarzen, Goths, Gruftis - whatever doch wirklich einen Dreck zu suchen. Entweder man kann etwas mit diesem Lebensgefühl anfangen oder es bleibt einem sowieso fremd. :q |
| *)Arogweniel(* | Sorry,hab noch mal ne andere Frage^^" Würde es euch etwas ausmachen,wenn ihr mir sagen könntet ,wie eure Lebenseinstellung denn ist?Ich meine seit ihr permanent melancholisch oder habt ihr immer noch euren Spaß und seit auch mal kindisch o.ä.?Wie seht und wie steht ihr zu der Welt? Danke jetzt schon für die Antworten. |
| LordUngol | @Arogweniel: Hmmm...*angestrengt nachdenk*. Ist vielleicht nicht das, was Du Dir erhofft hast - aber ganz plump: Man spürt's einfach. Kann da wieder nur für mich selbst sprechen. Ich liebe die Farbe Schwarz und mag's generell düster. Es ist einfach ein unheimlich befriedigendes Gefühl, wenn man so lebt wie es sich für einen am Besten anfühlt. Es ist einfach richtig. Verständlich, daß man sich dann auch zu den Leuten hingezogen fühlt, die genauso ticken. Allein dieses Verständnis, diese Seelenverwandschaft ist es schon, die einem so viel gibt. Ich mag auch die Melancholie, weil in ihr gefühlsmäßig so viel Wahrheit steckt. Aber - glaub mir - ich bin alles andere als melancholisch, sondern ein ziemlich lebenslustiger Typ, der verdammt gerne viel und oft über jeden Blödsinn lacht. Es ist echt nichts verkrampfter als ein geschminkter Gruftie, der ständig mit ner Trauermiene rumspringt. Ich laufe so rum, weil ich mich so am wohlsten fühle. Es ist mir eine Lust, mich einfach so geben zu können, wie ich bin. :cool: |
| Kaija | ich kann nur zustimmen. es ist viel schöner so zu sein wie man wirklich ist und sich nicht verstellt. es ist auch viel schöne andere leute zu aktzeptieren und in frieden zu leben. ich denke viele menschen haben angst davor,da sie denken das akzeptanz und freundlich sein sie "schwach" macht,das sie leicht opfer von mobbing anderer werden und man hats im leben schwieriger. dawaeil ist es gar nicht so.gut,es gibt immer idioten aber so schlimm ist das alles gar nicht ,es ist so viel schöne aber viele sehen das nicht ein und deshalb verstecken sie sich. wenn doch nur viele leute das überwinden würden,dann würde alles anders werden. ich halte nichts von als "goth" tun sollen oder nicht tun sollen. goth ist doch nur ein überbegriff ,von ein paar haufen leute die sich den dunklen hingezogen fühlen,und da heißt es nichtmal das jeder schwarz herumrennt oder rennen muss. aber schwarz ist eben düster darum hat sich das so entwickelt. und auf so ein angeblichen insiderwissen will ich erst recjts nicht wissen. weil was für ein insiderwissen soll das sein? was nützt mir das? was ändert das? gar nichts. dumm finde ich auch die "bunten" als böse hinzustellen. solche leute sind meiner meinung nach genau so wie viele andere bunte,die glauben auch das der jenige böse ist. ausserdem "goth" ist man unabhänig von anderen. das ist tief in dir drin und man ist nicht erst goth durch irgentwelche leute. |
| tardeus | ich glaube persönlich, das gothic einfach nur etwas mit romantic und tiefer Liebe und Leidenschaft zu den Dingen: Musik, Kunst, Liebe etc. zu tun hat. Man muss ja nicht unbedingt schwarz gekleidet sein oder mit einem grimmigen Gesicht herumlaufen, ich selbst bin im innern meiner Seele total dunkel |
| Darkshadow | Ich bezeichne mich nicht als Teil der Szene, und bin auch kein Gothic, weil ich einer sein will, sondern weil ich so bin (geworden bin). All dieses oberflächliche rumgequatsche über irgendwelche Patrys oder Freundschaften, was weiß ich. Ich selber habe ja kaum richtige Freunde, sondern bin eher ein Aussenseiter, bzw. zu einem gemacht worden. Also hab ich mich von den anderen abgewandt und mich eben so angezogen wie ich mich fühle. Schwarz (Ich finde zwar, dass das Outfit ein wenig mit dem Gothicdasein zu tun hat, aber gar nicht so wichtig ist, was die Einstellung betrifft...Finde ich;).) Und dann von irgendwelchen Typen (die sowieso kein Brot von einem Stein unterscheiden können) sagen lassen zu müssen : Ey du Satanist, oder Ey du Grufti... Hab ich nicht nötig. Ich meine es gibt keine klare deffinition, von Gothic oder so, genausowenig wie es eine klare Definition von einem bestimmten Menschen gibt. Man ist, was man ist. |
| Kaija | bei mir gibts nur ein problem ,ich bin nicht so der romantische typ. also ist es bei jedem schon mla ganz anders. bei mir gibts nur ein "etwas schön oder wohl finden". |
| Black Reaper | Ich für meinen Teil mag einfach das Düstere, Stille und die Melancholie. Mag sein, dass ich beim Psychologen für Depressiv gehalten werde, aber ich kann einfach nicht ständig fröhlich sein wie die Welt um micht herum. Außerdem mag ich die Musik und die Kleidung der Gothics und von daher... zähl ich mich langsam dazu... Und weil hier das Thema Liebeskummer und der Bezug zur Szene aufgekommen ist: Ich glaube bei mir hat dieser mich teilweise hier hin gebracht, weil ich einfach sehr melancholisch wurde. Auch mit Freundin war ich (bis auf eine Ausnahme) nicht wirklihc glücklich, weil sie immer nur auf Partys, Saufen etc. aus waren und mit meiner Gesinnung nichts anfangen konnten. Mittlerweile suche ich nach einer Freundin mit einer ähnlichen melancholischen ruhigen Seele... ;) @Tardeus und Darkshadow: +++ (wobei ich Kleidung als großartiges Ausdrucksmittel für meine Seele halte...) |
| XxXNightwishXxX | Bei mir ist es auch so. Ich finde einfach das dunkle faszinierend und bin dennoch romantisch. Wenn ich mit meiner besten Freundin unterwegs bin, sind wir auch nur am lachen, bin ich jedoch irgendwo allein unterwegs (was wesentlich öfter vor kommt, da ich Einzelgängerin bin), mache ich wohl immer einen ziemlich nachdenklichen Eintrug. Ist ja auch so, ich denke vor allem in letzer Zeit sehr viel über den Sinn des Lebens und natürlich das Leben allgemein nach. Das sieht man mir dann natürlich auch an. Allerdings schaffe ich es auch nicht ein "immer-glückliches-Wesen" zu sein. Auch ich muss mal mies drauf sein oder eben etwas depressiv. Meistens gehe ich dann einfach etwas alleine spazieren. Einmal im Monat hab ich mindestens eine Woche in der ich total down drauf bin. Das einzige was ich dann will, ist allein sein, meine Ruhe haben. Vielleicht entspricht das nicht den "Anforderungen" (wenns denn welche gibt) eines Goth. Aber was solls ... is doch meine Sache. Und wo kämen wir denn hin wenn wir alle gleich wären?! |
| lye | Also, ich geb hier auch mal mein Statement ab :) Genau kann ich gar nicht mal sagen, wie und warum das alles jetzt bei mir so wie es ist. Ich renne nicht den ganzen Tag in Schwarz rum oder setz die ganze Zeit ne Trauermaske auf, so verstehe ich die "schwarzeSzene" auch nicht. Würd jetzt auch net sagen dass ich dazugehöre... isch guck halt überall mal rein :) Ich bin ein recht fröhlicher oft verwirrter*Fg* Mensch und für mich ist es schon wichtig Spaß am Leben zu haben, da kann es gut passieren, dass man schnell als oberflächlich abgestempelt wird. Aber ich denke nicht, dass ich es bin *hoff* :) Oft suche ich nach Hintergründen und dem Sinn verschiedener Dinge, egal welches Thema.. ob Politik, Wirtschaft, Lebensgefühl usw. Ich versuch Menschen in ihrem Denken zu verstehen, egal was für einer Meinung sie sind. Es gibt nur selten Leute, mit denne man eben darüber (auch mal als Leie) diskutieren kann, egal in welcher "Szene". Allerdings find ich die meisten "Leidensgenossen" in der Gothicszene, aus dem Grund, dass man hier eher offen und ohne blöd angesehen zu werden über eben solche Dinge reden kann. Dadurch dass es heutig so viele Informationen gibt, die man alle gar nicht auffassen kann und überall versucht wird, Menschen zu manipulieren, zieh ich mich lieber in eine ruhige skeptische melancholische Stimmung zurück und beobacht was um mich rum passiert. Wenn ich mir allerdings sicher bin was ich tu, dann hau ich auch ordentlich auf die Pauke :). Für mich gibts oft nur ganz oder gar nicht... im übetragenen Sinn macht sich das in der Kleidung bemerktbar: schwarz+eine Farbe oder wirklich bunt (sprich normal :). Und auch in der Wohnungseinrichtung...da arbeite ich noch stark dran:) (möglichst dunkle Möbel, aber helle Wände, Decken und Böden) zur Zeit sinds da auch nur drei Hauptfarben: schwarz, rot und weiß. Das einzige was für mich im Leben 100%ig sicher ist, ist dass nichts sicher ist . |
| Rafael | [b] Viel zu lange habe ich die Augen verschlossen und mich isoliert von der Welt, bin eingetaucht in diese kleine Gruftiewelt, und noch tiefer. Es ist sehr einfach seine "Konkurenz" und "Inspiration" gleichermaßen runterzuschrauben, wenn man nur die Augen verschließt, man sich einredet: ach, nur einige wenige Menschen sind besonders und haben tolle Talente und sind wunderbar geistig und so weiter - du gehörst dazu. Ist es jetzt ein Schock zu erfahren, dass es nicht so ist? Dass diese "Anderen" ebenso und zu oft viel stärker sind in dem was sie sind, in ihrer Kreativität und ihrem Selbst? Nein. Immer schien ich es gespürt zu haben und verhärtet habe ich mich nicht, war offen, nur habe ich nicht hingeschaut. Nun ja, jetzt lerne ich eine andere Welt kennen mit ihren bunten Protagonisten. Es ist nicht immer die Art von Ästhetik, die mein Sein in Nebel und Schleier taucht ??=== Traum!!!, aber es gibt doch so mehr, die mir gleichen. Wie dumm war ich mich zu isolieren! Dumm? Nein. Ich hatte Angst. Angst. Angst Angst. Das ist nicht zu verrufen, verteufeln. Es ist okay. Und es ist ein zwycienstwo / Sieg, dass ich diese Angst überwältigt habe. Wie oft schafft sich der Mensch Hindernisse, um daran zu wachsen? [/b] |
| Windspiel | So,und jetzt kannst du uns nochmal gaaaaanz langsam den Sinn deiner Topic erklären.Ich seh dadrinnen weder einen solchen noch eine klare Aussage.Worauf willst du hinaus?Darauf,dass es auch Denker und Schöngeister außerhalb "der kleinen Gruftie Welt" gibt?:rolleyes: Das wir uns nicht verschließen sollen?Nun,damit schneidest du nichts Neues an,Toleranz ist eine der Grundsäulen der Szene.Außerdem sollte es immer so gelagert sein,dass Gothic ein Teil von uns ist und nicht wir ein Teil von Gothic sind.Von daher fürchte ich,dass es für diese Diskussion wenig Beteiligte geben wird. Schöne Grüße,euer Windspiel |
| wildnightbat | dann geb ich halt auch mal meinen senf ab... [definitionsmodus ein] für mich ist das vielgerühmte "gothic-lebensgefühl" eine allgemein skeptische haltung der welt gegenüber verbunden mit einem hang zu düsterkram. [definitionsmodus aus] ansonsten mach ich, wonach mir der sinn steht, egal obs jetz sonderlich "gothisch" ist oder nicht. mir ging es 'ne ganze zeit lang ziemlich schlecht, aber das ist vorbei und ich hab mich zu einem fröhlichen lebensfrohen menschen mit einem gesunden sinn für humor entwickelt. und trotzdem bin ich noch goth und das liebendgern! :D ausserdem hab ich die beobachtung gemacht, dass niemand so albern ist wie das "gruftvolk". die vielberedeten "dauerdepressiven" sind mir jedenfalls noch nirgends begegnet. @shatterlur dazu fällt mir ein spruch ein: lieber etwas bereuen, dass man getan hat, als etwas bereuen, das man NICHT getan hat. insofern: carpe noctem! wild |
| wildnightbat | @shatterlur bei mir hatte es andre gründe. hab ne scheiss-schulzeit gehabt. bin immer nur getreten worden, von der ersten klasse bis zum abi. musste erstmal da raus und das verarbeiten. und dann ganz langsam mich der welt zuwenden, lernen dass es auch wahre freunde gibt, menschen, die einem nicht nur weh tun. hat lange gedauert. aber jetz is wirklich alles ok. zum beziehung/liebe/etc. thema kann ich nix sagen, da dieser aspekt des lebens bei mir bislang nicht stattfindet. aber ich hör von vielen, dass einen beziehungskisten total runterziehen, wenn der andere ein A. ist. von daher kann ich dich verstehen. lg wild |
| wildnightbat | @shatterlur da zieh ich meinen hut vor dir. hab es nie geschafft, mich zu wehren. hatte nicht das selbstbewusstsein und den mut dazu. freut mich zu hören, dass du es geschafft hast, deine situation zu verbessern. :) meine familie akzeptiert mich. naja, halbwegs. bemerkungen und kleine sticheleien gibts immer mal wieder. meine ellies haben eh ne art von humor, die ich noch nie nachvollziehen konnte. mein bruder is selber ein wenig schwarz angehaucht (hab ihn angesteckt. :D ), für den is das völlig in ordnung. die denken, du gehörst ner sekte an? is ja schräg. aber solange sie dich in ruhe lassen, können sie ja denken, was sie wollen. ;) lg wild |
| Dunklmutter | Puh, ok, jetzt habe ich mich endlich durch die 10 Seiten hier gewühlt und möchte nun auch etwas zum Thema schreiben. Zuallererst: ich bin nicht durch Liebeskummer zur "schwarzen Seite" gekommen, auch nicht durch andere negativen Erlebnisse in meinem Leben. Mein Leben verlief im Grunde genommen bis jetzt eigentlich sehr positiv. Ich bin auch ein sehr positiv denkender Mensch, glaube zuerst einmal immer an das Gute im Menschen und bin auch noch nicht an dieser Welt verzweifelt - obwohl ich die, die dies tun, sehr gut verstehen kann. Schon seit ich denken kann, interessiert mich das "Dunkle" in der Welt und im Menschen. Auf dieser Schiene bin ich wohl schließlich da gelandet, wo ich jetzt bin: Musikgeschmack, Vorliebe für düstere Literatur, Kunst, schwarze Kleidung, Berufswunsch (wenn man so will, Erforschung der Abgründe der menschlichen Seele - Psychologin). Dennoch bin ich nicht depressiv, auch nicht melancholisch - und wohl im ursprünglichen Sinn, bzw. anfänglichen Sinn, dem jetzt von einigen hier hinterhergetrauert wird, nicht als "Goth" (ich nenn es jetzt einfach so, die Diskussion um die Definition und das, wie mans jetzt am besten nennen soll, gabs ja schon zur genüge) zu bezeichnen. Aber ich liebe die Musik, die Kleidung (und nicht nur die Farbe, auch die wunderbaren Stylings). ABER: meine Einstellung ist bestimmt nicht vom derzeitigen Modetrend abhängig! Ich habe hier gefunden, wonach ich schon lange suchte: einen Stil, der mir gefällt, MEINEN Stil, eine Musikrichtung, die mir gefällt, eben einfach das RICHTIGE für mich. Ich bin darüber hocherfreut. Ich bin also nicht durch ein Gefühl (Liebeskummer) zum "Dunklen" geführt worden, sondern habe mich im "Dunklen" gefunden. Ächts, kann das jetzt jemand verstehen? War wahrscheinlich ziemlich unzusammenhängend. Wäre auch gerne schon um einiges eher in die Diskussion hier eingestiegen, aber habe diese Seite hier erst vor ein paar Tagen gefunden... |
| Kleines Ich | Hey Ho! Also ich bin durch die Musik auf diese "Sachen"(weiß jetzt nicht wie ichs ausdrücken soll)gekommen.Fand die Farbe schwarz auch immer schön und liebe richtige!!! Musik!! Darunter versteh ich Musik die gute Texte hat und eine schöne Melodie(obwohl dass nicht so notwendig ist!!).Hip hop ist meiner meinung scheiße da die Texte richtig dämlich sind "joa schwing deinen geilen Arsch..."Pop is *räusper*, da die fast alle Lieder gleich sind. Es gibt natürlich auch außnahmen.Punk is auch nich so mein Fall...Naja und dann hab ich Deine Lakaien gehört und es ward um mich geschehn *g* Natürlich hatte ich auch einig scheiß Zeiten in meinem Leben, da ich einfach zu, naja das klingt jetzt scheiße, nett bin.Ich verzeihe sogut wie jedem und helfe auch wo ich kann. Da hab ich mich dan vergessen.Ich bin aber in keinster weise depressiv. Ich lache oft und gerne. Ähm jetzt hab ich vergessen was ich schreiben wollte.Mist in meinem Alter...:) Grüße ich |
| Charnel | Ich glaube nicht an das gute sondenr eher an das shclechte im menschen ! ich verlasse mich auf niemanden udn erwarte auch nix von anderen, ich bin mein eigener herr und lasse mcih nicht von ausen beinflussen ... und schon gar nicht durch gessälschaftliche regelen oder religöse bräuche ... |
| nicht_viel_zeit | Ehrlich gesagt: Mich nervt diese ewige aufgesetzte Traurigtuerei. Ob ich mich nun in Foren umsehe oder mich mit anderen Schwarzen unterhalte: Andauernd muss ich mir anhören, wie unerträglich das Leben und die Gesellschaft sei und wie tröstlich dagegen der Gedanke an den Tod. Damit einher geht die Überzeugung, furchtbar anders als andere zu sein. Das ist natürlich ein Pauschalurteil, aber ich glaube, dass bei einigen die Tendenz zu einer aufgesetzten Traurigkeit besteht, die letzten Endes nichts anderes ist als der ausgedrückte Wille, dazu zu gehören und sich gleichzeitig von etwas anderem abzugrenzen. Und natürlich: Wer sich eine Bezeichnung geben kann, sei es "Gothic", "Punk", "Linker" oder was auch immer, der füllt m.E. eine Lücke in seinem Ich auf, die entsteht, wenn man erwachsen wird. (Menschen, die wirklich traurig und depressiv sind, sind hier natürlich nicht gemeint!) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gothics, Schwarze (oder wie auch immer man sich nun bezeichnen will, wenn übrhaupt) nicht besonders originell sind, geschweige denn "anders". Denn erstens gleichen sie sich durch ihre - im weiteren Sinne - Uniformierung. Und zweitens sind Modetrauer und das Bestehen auf Originalität ziemlich berechenbare Eigenschaften. Nur kurz zum Abschluss: Wenn ich davon spreche, dass es weder in dieser Szene, noch in einer anderen noch irgendwo auf dieser Welt (meiner Ansicht nach) so etwas gibt wie echte Originalität, so ist das kein Werturteil, und ich beziehe mich darin mit ein. Aber das Trauergetue und das zwanghafte Andersseinwollen in der Gothic-Szene nervt mich, trifft aber natürlich nicht auf alle zu. Was mag ich an schwarzen Szene? Zunächst mal die Oberflächlichkeiten: Die Mode, die Musik, kurz: Die Szene als ein vortreffliches Forum zur Selbstdarstellung. Und daneben ganz zweifellos der Hang zur Philosophie und zur Nachdenklichkeit (wobei auch hier Schein und Sein nah beieinander liegen). Was meine Lebenseinstellung angeht, so würde ich diese niemals als "Gothic" charakterisieren wollen. Allerdings hat es mich ja nun einmal hierher geführt, so dass es da sicherlich Überschneidungen gibt, zumindest, was das ästhetische Empfinden angeht. |
| Charnel | [QUOTE][i]Original geschrieben von nicht_viel_zeit [/i] [B]Was mag ich an schwarzen Szene? Zunächst mal die Oberflächlichkeiten: Die Mode, die Musik, kurz: Die Szene als ein vortreffliches Forum zur Selbstdarstellung. Und daneben ganz zweifellos der Hang zur Philosophie und zur Nachdenklichkeit (wobei auch hier Schein und Sein nah beieinander liegen). Was meine Lebenseinstellung angeht, so würde ich diese niemals als "Gothic" charakterisieren wollen. Allerdings hat es mich ja nun einmal hierher geführt, so dass es da sicherlich Überschneidungen gibt, zumindest, was das ästhetische Empfinden angeht. [/B][/QUOTE] wollkommen im meiner welt |
| Aratarya | [QUOTE][i]Original geschrieben von nicht_viel_zeit [/i] [B] Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gothics, Schwarze (oder wie auch immer man sich nun bezeichnen will, wenn übrhaupt) nicht besonders originell sind, geschweige denn "anders". Denn erstens gleichen sie sich durch ihre - im weiteren Sinne - Uniformierung. Und zweitens sind Modetrauer und das Bestehen auf Originalität ziemlich berechenbare Eigenschaften. ... Aber das Trauergetue und das zwanghafte Andersseinwollen in der Gothic-Szene nervt mich, trifft aber natürlich nicht auf alle zu. ...Was meine Lebenseinstellung angeht, so würde ich diese niemals als "Gothic" charakterisieren wollen. Allerdings hat es mich ja nun einmal hierher geführt, so dass es da sicherlich Überschneidungen gibt, zumindest, was das ästhetische Empfinden angeht. [/B][/QUOTE] Sicherlich treffen deine Ansichten auf einen Großteil der sogenannten "Goths" zu, aber überall gibt es Ausnahmen und diese sind hier nicht gering vertreten. Sicherlich, sind viele Leute hier eher Geschöpfe der Trauer, doch in den meisten Fällen hat das auch einen Grund...man wird ja nicht einfach so aus Spaß Goth. Viele haben einiges erlebt und diese Erlebnisse sind meistens nicht sehr guten Ursprungs. Ich selbst möchte mich zu ihnen zählen, doch verfließe ich nicht in Trauer und Eigenmitleid. Ich habe genauso, wie alle anderen "nicht Goths" auch "normale" Freunde und liebe es mit ihnen zu lachen. Dennoch hege ich große Abscheu gegen Menschen die mich nicht "ich" sein lassen und das, was ich bin, wie ich bin, immer und immerwieder (auf gut Deutsch) in den Dreck ziehen. Ich Philosophiere gern, denke über Sachsen nach, über die es sich mehr oder weniger lohnt. Du meintest diese "Szene" sei oberflächlich, doch denke ich nicht, dass es auchnur anteilhaft mit Oberflächlichkeit zu tun hat. Ich denke die Menschen, die einfach in den Tag hinein leben, die einfach Dinge tun und nicht darüber nachdenken, sind oberflächliche Menschen. Aber "wir" philospphieren, denken nach, versuchen Antworten auf diverse Fragen zu finden. Ist das für dich etwa wirklich oberflächlich? Denk mal drüber nach. Salut, Aratarya |
| nicht_viel_zeit | [quote]Sicherlich, sind viele Leute hier eher Gesch�pfe der Trauer, doch in den meisten F�llen hat das auch einen Grund...man wird ja nicht einfach so aus Spa� Goth.[/quote] Ich verstehe Dich richtig: Gothic sein heißt, seine schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten, in dem man sich einer Szene anschließt, die Trauer zum Thema hat. [quote]Du meintest diese "Szene" sei oberfl�chlich, doch denke ich nicht, dass es auch nur anteilhaft mit Oberfl�chlichkeit zu tun hat.[/quote] Ich habe auch nicht gesagt, dass die Szene an sich oberflächlich ist, ganz im Gegenteil! Ich behaupte nur, dass sie nach den Mechanismen jeder Subkultur funktioniert (Erkennungsmerkmale, Rituale, Grundkonsens über den ideellen Kern). Darüber hinaus zähle ich mich allerdings auch irgendwo am ausgefransten Rand dazu, zumindest als Sympathisant, wenn Du so willst. Ich habe ja unten schon gesagt, dass ich den Hang zum Nachdenken und zur Philosophie über das Existenzielle sehr schätze, und das findet man wiederum nicht in jeder Szene. Nur: Auch diese Ansprüche können oberflächlich werden. Was meinst Du, wie viele Schwarze ich schon erlebt habe, die sich ihre Tiefgründigkeit auf die Stirn gepappt und sie genauso zur Schau gestellt haben wie ihre Lackhosen und Samtmäntel. Und da beginnt es, in meinen Augen lächerlich zu werden. [quote]Aber "wir" philospphieren, denken nach, versuchen Antworten auf diverse Fragen zu finden. Ist das f�r dich etwa wirklich oberfl�chlich?[/qoute] Siehe oben. Ansonsten: Für das Nachdenken brauche ich kein "Wir", und die "Wir gegen die anderen", damit kann ich gar nicht. Wenn [i]Du[/i] einen ernsthaftem Anspruch an Dich hast, begrüße ich das. Übrigens: Der [i]Anspruch[/i], tiefgründig zu sein, ist oft genug nicht deckungsgleich mit der [i]Tatsache[/i]. Habe ich auch selber feststellen müssen. [quote]Dennoch hege ich gro�e Abscheu gegen Menschen die mich nicht "ich" sein lassen und das, was ich bin, wie ich bin, immer und immerwieder (auf gut Deutsch) in den Dreck ziehen.[/quote] Was meinst Du, wie oft man mich schon Freak oder Satanisten genannt hat, und das sowohl auf Grund meines Äußeren als auch auf Grund dessen, was ich sage. Das ist so abgegriffen und berechenbar, das kann ich nur belächeln. |
| TheDark | Ich lass euch mal ein kleinen Blick hinter mein „Nick“ oder meine „Maske“ blicken eine zusammen fassund der dinge die mich nachvollziehbar geprägt haben: Alter 30 und bis heute auf der suche und keine Ahnung wonach….. Kindheit: wohlbehütet und frei mich zu entfalten (Was nicht heissen soll das ich tun und lassen konnte was ich wollte) Mein Kinderschicksal: Extremer Gräserpollen Allergiker, wenn die Sonne schien und Andere sich draußen auf dem rasen tollten hab ich die kühle meines Zimmers vorgezogen. ( War doch erträglicher als mit permanenten Schnupfen und geschwollenen Augen die jucken durch Mutter-Natur zu springen) Das hieß für mich, mich anders beschäftigen Fernsehnen, Lesen, Computer spielen. Später auch Rollenspiele aller Art, Jugend: Weiter Rollenspiele Abenteuer gestaltet, was von Interesse war wurde irgendwie recycelt (Kirche, Mittelalter, Antike Geheim Gesellschaften). Und die frage was steckt hinter den einzelnen Themen Großeltern gestorben, bei einem besuch des Grabes, Mitte Dezember, die ruhe genossen, die doch mitten in der Stadt war, kaum eine Person unterwegs, und der Schneefall überzog alles mit einem leichten weißem Tuch. Und eine frage dich mich beschäftigte „wer waren die anderen die neben meinen Großeltern lagen, was hatten sie wohl erlebt“. Nicht so das ich nicht ohne Gottesacker leben kann. Aber es hat ein Flair, das egal zur welcher Tages zeit man das ist sich nicht erklären lässt Volljährig: Zoff mit freunden -> Freundeskreis flöten (Details lass ich weg, dauert zu lang) Und seit den in diversen Szenen unterwegs in keiner zu hause Ach die Musik seit Anfang der 80iger alles was mir gefällt doch der Stimmung Entsprechend Vorlieben der Musik: Punk, Rock, Kirchenmusik, Metall, Folk (am liebsten alles gemischt) Klamotten irgendwie viel schwarz, weil’s immer passend ist egal wo man sich hinbegibt, Schlicht und zeitlos. Was es ist oder wie man es bezeichnet ist mir egal und übelasse ich anderen. Vielleich hilfts dem beitrag eine "art erklärung" zu erlangen wofür es, glaub ich, keine gibt........ |
| TristesseAngel | Hi! Ich möchte mich nicht als eine aus der Gothicszene bezeichnen, denn das wäre gelogen. Trotzdem geh ich dem Wesen der schwarzen Musik und Kleidung nach, d.h. aber nicht, dass ich ein manisch, depressiver Mensch bin. Ich lebe 2 Leben - eins in der Öffentlichkeit, wo ich lsutig bin und lebensfroh und dann gibt es noch mein anderes Leben, welches sich im Verborgenen abspielt, für mich ganz allein und ein paar wenige andere Menschen, die davon wissen. Nur in der gegnwart von gleichgesinnten Menschen (wie es sie zum Beispiel hier sehr viele gibt) fühle ich mich verstanden und geborgen. Ich habe das Gefühl nur unter diesen Menschen mein wahres Ich zeigen zu können und alle meine gefühle zu zeigen, die ich sonst in meinem Herzen versteckt hallte. Jedenfalls sollte man nicht nur cvion den Klamotten ausgehen, sondern auch vom Charakter des Menschen, denn manchmal liegt etwas in einem Menschen verborgen, was man nach außen hin nie gesehen und vermutet hätte. Bye deine TristesseAngel |
| rosenkind | wenn man sich in diesem Forum umsieht, so scheint sich hier alles in 2 grobe Lager zu spalten: Lager Nr 1: die Individualisten Hier finden sich zu einem diejenigen, welche von sich sagen "ich bin ich" und - obgleich der Musikgeschmack und das Aussehen übereinstimmt - sagen, sie hätten mit der Szene nichts zu tun Hier finden sich zum anderen aber auch diejenigen, die anerkennen, dass sie zu dieser Subkultur gehören, jedoch immer wieder betonen, dass es die Subkultur als solches nicht gibt, sondern hier unzählige von Strömungen aufeinanderprallen. Lager Nr 2: Die Gruppenmenschen Hier finden zum einen diejenigen, für die die Schublade Gothic viel bedeueten und die ohne das Ettikett nicht leben könnten, jene welche sich über "Poser" aufregen und ein True- Untruedenken an den Tag legen. Zum anderen finden sich hier aber auch Menschen, die nicht so extrem drauf sind, aber Wert auf die Gemeinschaft, das Miteinander legen (siehe beispielsweise Thread was zun nachdenken). Mir ist klar, dass das beschriebene nicht in allen Details auf jeden zutrifft, deswegen sagte ich ja: es ist eine grobe Einteilung. Die Frage, die sich mir nun stellt ist: ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl verboten, wenn man die Augen vor der Vielseitigkeit der Szene nicht verschließen will? Sein wir mal ehrlich: ein jeder hier im Forum oder zumindest 90% definiert sieht sich selbst als Mitgleid dieser Subkultur oder zumindest als jemand, der sich im Dunstkreis davon bewegt, auch wenn er die gebräuchlichen Begriffe für die Szene ablehnt. Wenn dem nicht so wäre, wären 90% der Leute, die in diesem Forum sind nicht da, auch in der Bilddatenbank gäbe es weniger Fotos von schwarzgekleideten Menschen. Auch muss es irgendwas gegeben haben, dass uns an dieser Szene fasziniert hat, das uns angesprochen hat, sei es nun Musik allein, Kleidung allein oder irgendein anderer Aspekt, dessen genaue Betitelung nur wieder darin ausarten würde, Gothic definieren zu wollen. Kurz gesagt, wir haben für uns in dieser Szene etwas gesehen, dass uns zusagte und uns dieser Szene angeschlossen. Für mich persönlich empfinde ich die Subkultur (und mit Subkultur meine ich nicht zwangsläufig soziale Kontakte) als eine Art geistiges zuhause. Als ich mich dieser Subkultur anschloss, hatte ich hier je mehr ich mich damit beschäftigte desto mehr Sachen gefunden, die eigene Interessen/Einstellungen spiegelten, für die ich zuvor keine Plattform in meinem Leben und Umfeld fand. Ich bin mir im Klaren darüber, dass das, was ich in der Subkultur (als abstrakten Begriff) sehe nicht das ist, was ein anderer darin vielleicht sieht, dass es viele Schwarze gibt, die mir mehr als unsympatisch sind und dass ich auch hier nur in Ausnahmefällen einen geistigen Zwilling finden werde. Doch wenn ich in der Szene mehr sehe, als die Menschen, die sich in ihr bewegen, wenn ich - für mich persönlich wohlgemerkt- bestimmte andere Dinge mit "Gothic" verbinde, bestimmte Lebensweise, Interessen, Einstellungen, die mir liegen, ist es dann verkehrt, wenn ich sage "ich bin Goth aus Leib und Seele", wenn ich meine Definition allein für mich in Anspruch nehme und jedem anderen zugestehe die Sache anders sehen zu dürfen? (also kein true - untrue- gedöns betreibe). Und wenn ich mir bewusst bin, dass mich mit vielen Leuten in der Subkultur nur wenige Aspekte verbinden, aber mit den anderen, wenigen, mit denen mich mehr verbindet, sher vieles verbindet, was mir wichtig ist und die Leute mir ähnlich sind und ich diese Art von Leuten in dieser Subkultur um einiges häufiger antreffe als außerhalb, kann man mir dann den Vorwurf der Naivität machen, wenn ich mich als Teil der Subkultur fühle? Ist es dann noch Naivität, wenn ich ein Zugehörigkeitsgefühl auch gegenüber den Menschen in der Subkultur empfinde, auch wenn ich weiß, dass in den meisten Fällen nur der Musikgeschmack oder Kleidungsstil übereinstimmt. Ein Zugehörigkeitsgefühl nicht im Sinne von "wir gehören zusammen und sind alle gleich" sondern im Sinne von "hier ist mein zuhause, hier gehöre ich hin, auch wenn viele anders sind als ich"? Ist es dann verwerflich die Subkultur als Wegweiser zu nehmen, wenn ich die Erfahrung machte, dass hier 10% mir ähnlich sind, während es außerhalb nur 0,1 % sind? Ich sehe wie gesagt die Subkultur als eine Art geistiges zuhause an. Die Welt ist ziemlich groß und ohne Identifikation mit irgendetwas, was einem Rückhalt gibt, fühle ich mich manchmal recht einsam und verloren. Ich bin mir der unterschiedlichen Strömungen, die unter dem Begriff "schwarze Szene" laufen durchaus bewusst und obgleich ich kein Fan von zu engen Schubladen bin, brauche ich eine kleinere Welt als Rückzugsmöglichkeit. Diese kleine Welt habe ich nun in dieser Subkultur gefunden aus Gründen, die ich oben bereits genannt habe. Sie ist nicht so klein wie die reine private Welt, aber auch nicht so groß wie unsere Gesellschaft als solches. Natürlich bin ich ich, aber ich bin auch Goth, ich definiere die Subkultur für mich, nicht umgekehrt, Gothic ist ich. Ich sehe es halt als dieses abstrakte Konstrukt an, welches sich aus dem zusammensetzt, was alle innerhalb der Szene damit verbinden. (Ala Gothic kann man definieren, aber den Goth nicht, ich hoffe ihr versteht, was ich meine). Und dieses Konstrukt sagt meiner Persönlichkeit mehr zu als das, was ich bis dato im Mainstream meiner Altersklasse erlebt habe. Natürlich nicht zu 100%, man lebt immer in einer Welt, die am ehesten zu einem passt, nicht in einer maßgeschneiderten. Mag sein, dass es an meinem Alter liegt oder daran, dass ich bisher von 99% der "normalen" Menschen um mich sehr verletzt wurde oder keine Freunde fand, die mir hier begegneten, aber ich brauche einfach das Gefühl zu wissen: hier bin ich zuhause und der da drüben im schwarzen T-shirt auch. Ohne dabei zu verkennen, dass jeder anders ist und dass auch ich ein Individuum im üblichen Rahmen bin, da ich mehr das abstrakte Konstrukt sehe, nicht die Menschen, es aber mal ganz gut tut, beispielsweise jemanden zu haben, der die gleiche Musik toll findet, auch, wenn er sonst nichts mit mir gemein hat. |
| Darket | [QUOTE]Ist es dann verwerflich die Subkultur als Wegweiser zu nehmen, wenn ich die Erfahrung machte, dass hier 10% mir ähnlich sind, während es außerhalb nur 0,1 % sind? [/QUOTE] Das ist ein Satz, mit dem ich mich zu 100% identifizieren kann. Ich mag das Zugehörigkeitsgefühl. Ich brauche es inzwischen auch ganz einfach und finde es in keiner Weise negativ. |
| more | Alles ist einem Wandel unterworfen und es fällt einfach auf, dass Menschen sich nicht immer sofort diesem Wandel anpassen können und wollen. Als ich auf dieses Board sties, waren hier zu 80% Schwarzromantiker, oder auch Gruftis... Nun bin ich hier seit ca. 3 Jahren, es hat sich viel getan, und viel verändert. Mit vielem kann ich mich auch nicht mehr indentifizieren. Doch trotz all dieser Verwandlungen und Veränderungen ist ein harter Kern, den ich schätze und dem ich mich verbunden fühle geblieben und es ist in mir etwas aufgekeimt, was mich stolz macht auf alle Strömungen die hier zusammenfliesen. Denn hier sind wir doch an einem Punkt, an dem alles seinen Anfang nimmt und auch sein Ende findet. Es ist für mich das Zentrum. Und auch wenn ich nur ein kleiner Teil von diesen wahnsinnig vielen Strömungen bin, und sicher weniger als 10% der Member hier, oder auch der Szene ausserhalb mit meinen Interessen übereinstimmen so ist es trotzdem meine geistige Heimat. Und durch all diese verschiedenen Menschen habe ich mehr und mehr herausgefunden, wer ich bin, was meine Meinung ist und dass ich trotz allem ein Zusammengehörigkeitgefühl empfinde! |
| starsnostars | @ rosenkind (wie kommst du nur auf solche Gedanken... :rolleyes: ) Den wichtigesten Ansatz zur Kritik hast du bereits selbst genannt: [QUOTE]obgleich ich kein Fan von zu engen Schubladen bin, brauche ich eine kleinere Welt als Rückzugsmöglichkeit. Diese kleine Welt habe ich nun in dieser Subkultur gefunden aus Gründen, die ich oben bereits genannt habe. Sie ist nicht so klein wie die reine private Welt, aber auch nicht so groß wie unsere Gesellschaft als solches.[/QUOTE] Meiner Meinung nach ist das der Grund, warum Subkulturen existieren, und aus ihm lassen sich alle anderen Motive wie Identifikationsstiftung und soziales Handeln ableiten. Die Welt ist ein riesiges Chaos an Menschen, Gefühlen und Informationen, welche ein Einzelner nicht annähernd verabeiten oder auch nur einschätzen kann. Deshalb ist er auf die Fähigkeit der Kontingenzreduktion (ich liebe dieses Wort :D) angewiesen, was auf deutsch wohl soviel heißt wie Schubladendenken. Nichts anderes erschafft Subkulturen, wobei das nicht bedeutet, dass der negative Charakter des Wortes "Schubladendenken" auf eine Szene und deren Mitglieder übergeht - es zeigt eher, dass Schubladendenken ein völlig neutraler Begriff ist, und kein Mensch ohne auskommt, genauso wie das Wort Elite ansich völlig neutral ist wenn man sich näher damit auseinandersetzt, aber das ist ein anderes Thema... Wie du schon gesagt hast, finden sich in der schwarzen Szene eher Leute die deinem Wesen entsprechen als woanders, wobei sich diese Schublade von selbst gestaltet hat und erst in zweiter Hinsicht deiner eigenen Wahrnehmung entspringt. Deshalb wirst du objektiv gesehen dort nie eine wirkliche Heimat finden, da eine wirkliche Heimat dich hervorgebracht haben muss. Das Gefühl des Geborgenseins in der Subkultur ist zu einem großen Teil nur Fiktion - die Projektion der positiv und familiar wahrgenommenen Aspekte des Ganzen auf das Ganze. Denn, wie du selbst gesagt hast, besteht die Szene sagen wir mal einfach aus 10% Leuten mit denen du klarkommst und aus 90% "Idioten". Kein rationales Wesen würde sich dort heimisch fühlen, es sei denn, man klammert diese 90% zumindest aus der obersten Bewusstseinsebene aus und überdeckt sie mit der angenehmen Athmosphäre der Dunkelheit, mit Gesprächen mit Freunden aus der Szene, mit den identitätsstiftenden Symbolen einer Kultur, deren Zusammenhalt wie der jeder anderen zu einem großen Teil nur an der Oberfläche existiert. Wenn du darüber nachdenkst wird dir dieser Punkt stets bewusst sein - du weißt genau, dass die Szene sich aus den verschiedensten Strömungen zusammensetzt und allen möglichen Individuen von Punks bis Faschisten ein Dach bietet - aber in deiner allgemeinen Betrachtung werden diese inneren Differenzen immer zurücktreten und einer positivierten Oberfläche Raum geben. Man mag das naiv nennen, man kann aber auch einfach menschlich dazu sagen... Andererseits ist es - wie an anderer Stelle von mir bereits angedeutet :rolleyes: - durchaus fragwürdig, ob sich in der Gothicszene mehr verwandte Seelen befinden als außerhalb, und ob diese Wahrnehmung - ob richtig oder nicht - nicht dazu führen kann, dass man Chancen jenseits dieser Welt nicht wahrnimmt. Was in gewisser Weise genauso menschlich und naiv ist... |
| Demon17 | Also verwerflich finde ich ein Zugehörigkeitsgefühl absolut nicht. Nur würde ich mich davor hüten meine sozialen Kontakte an irgendwelchen Äußerlichkeiten auszurichten. Ich habe Menschen aller möglichen Kategorien kennengelernt und kann nur sagen, es hat nichts mit dem Outfit zu tun ob sie interessante für mich waren oder nicht. Glücklicherweise habe ich das hinter mir, aber wers braucht oder mag, der solls genießen.:) |
| Mondsilbertaufe | [QUOTE]Ich sehe wie gesagt die Subkultur als eine Art geistiges zuhause an.[/QUOTE] Das geistige "Zuhause" sollte dein Kopf sein, die sog. "Subkultur" ist nur ein Spielplatz. |
| Demon17 | Irgendwie ist es aber schon was anderes. Man sieht immer die gleichen Leute alle tragen schwarz und egal wohin man geht, man hat eine gewisse Infrastruktur auf die man sich verlassen kann. Auch wenn es in meiner Gegend mindestens drei verschiedene schwarze "Szenen" gibt, so daß ich den Begriff auch nicht für so glücklich halte, aber wie soll man so etwas diffuses bezeichnen? |
| rosenkind | Du distanzierst dich in deiner Denkweise von etwas, was erst durch deine Denkweise entsteht. So wie du die Szene siehst und ablehnst, so ist sie nur ein Produkt deiner Sichtweise. Mal angenommen du schließt dich selber von der Subkultur aus, weil du Kleidungstechnisch nicht ins typische Bild passt, dann legst du damit die scheinbaren Richtlinien für die Subkultur selbst. Nun, ich kenne Leute, die sich als Goth bezeichnen und eigentlich fast nur bunt rumlaufen. Zugegeben, es sind wenige, es gibt sie. Wenn du also aufgrund von Kleidung sagst "ich kann da nicht dazugehören", sprichst du ihnen ebenso ab "Goth" zu sein. Diese Sichtweise ist äußerst subjektiv, da du Gothic, "schwarz" oder was auch immer nur nach deiner eigenen Definition ansiehst, die nicht auf die Allgemeinheit der Szene zutrifft. Wenn du eine Subkultur auf ihre Äußerlichkeiten reduzierst, verkennst du damit andere Dinge, die die Mitglieder einer Subkultur mit dieser verbinden. Um sagen zu können "Gothic kann man gar nicht leben" muss es einen festgelegten Codex, eine Liste, auf der man Kreuzchen machen kann, geben, die einen als Goth auszeichnet oder nicht. Dieser Codex existiert aber nicht, das heißt, er existiert vielleicht in deinen Gedanken, aber nicht in der Wirklichkeit. Was bedeutet Subkultur? Was bedeutet Szene? zunächst einmal ein Begriff, der im Raum steht: Gothic/schwarze Szene/ect. ect.. Hinzu kommen Leute, die sich mit dem Begriff identifizieren, entweder direkt ("ich bin Goth") oder indirekt "ich würde mich nicht als Goth bezeichnen, aber..."). Diese ganzen Leute verbinden mit diesem Begriff nun gewisse Dinge, dem begriff wird eine individuelle Bedeutung zugemessen. Der einzelne definiert diesen Begriff für sich und bringt damit verschiedene Dinge in Verbindung. Wenn man die Gesamtheit aller Dinge nimmt, die die Mitglieder einer Subkultur mit dem Begriff verbinden, so hat man eine weitgefasste Gesamtdefinition. Doch ist es ein fataler Fehler aus dieser Gesamtdefinition darauf zu schließen, dass jeder in der Subkultur dieser Gesamtdefinition entspricht, da jeder dazu nur einen kleinen Teil beigetragen hat. Beispiel: Gothic A: "für mich macht Gothic aus, schwarze Klamotten zu tragen und auf Friedhöfen rumzuhängen. Aber mit der typischen Musik kann ich persönlich nichts anfangen ebensowenig mit Philosophie" Gothic B: " für mich ist Gothic nur die Musik alleine, alles andere ist egal" Gothic C "was Gothic ausmacht ist der Hang zu Philosophie, Romantik und Melancholie. Ich mag die Musik ganz gerne, alufe aber nicht schwarz rum" Alle 3 definieren sich als Gothic, also haben alle 3 Aussagen Gültigkeit. Würde man zusammenfassen, was alle mit Gothic verbinden, würde das so aussehen: "Gothic bedeutet auf Friedhöfen rumzuhängen, auch Philosophie, Romantik und Melancholie wird viel Bedeutung beigemessen. Nicht weniger wichtig sind Musik und Kleidung". würde man aus dieser Gesamtdefinition darauf schließen, dass allen 3 Musik und Kleidung wichtig ist und das alle 3 Friedhöfe mögen und Wert auf Romantik, Philosophie und Melancholie legen, würde man ihnen großes Unrecht tun. Und genau das meinte ich mit der Vielseitigkeit der Szene, denn grade bei Gothic ist es von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich. Die Szene als solche existiert also sehr wohl, weil es Menschen gibt, die sich mit dem Begriff identifizieren oder sich im Dunstkreis davon sehen. |
| Demon17 | Das find ich jetzt einerseits dehr scharfsinnig von Dir Rosenkind, aber auch ein bischen sophistisch. Ich denke ohne Definition des Gothic-Begriffes macht das einfach keinen Sinn. Es bleibt notwendigerweise Diffus und das ist auch gut so. Denn mit wem müßte man sich nicht alles identifizieren. Es gibt sicher die unterschiedlichsten Gemeinsamkeiten von Teilgruppen und jedem steht es frei sich zu identifizieren oder auch nicht. Ich mein das kernproblem ist doch, das Gothic an sich eine QSubkultur von Außenseiter war oder ist, die innerhalb dieser Gruppe aber keine mehr sind. Damit beginnen für mich die Schwierigkeite. Individualisten vertragen nun mal keinen Gruppenzwang. Andererseits sind nicht alle Individualisten. Insofern kommt es dann zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen an die Szene. |
| Gothik Lady | Seid gegrüßt, ich denke,hinter dem goth sein steckt viel mehr dahinter als nur schwarz gekleidet und geschminkt rumzulaufen. und auch diese böse miene aufsetzen finde ich gehört nicht immer dazu. ich habe die erfahrung gemacht,das goths in der regel sehr freundliche menschen sind und auch nicht jeder ist depressiv. es wird meist verallgemeinert. ein depressiver gpth=alle goth sind depressiv und selbstmord gefährdet ich finde das ist absoluter müll. ich selbst fühle mich in dieser szene bzw. von diesen menschen einfach verstanden. man kann mit ihnen gut feiern,reden und auch weinen. |
| Bittersüßes Gif | Hallo, Wer sagt denn das jeder ein Goth ist der schwarz rumläuft? Ich kenne ein paar, denen man das absolut nicht ansieht, wo man es aber fühlt. Und meiner Erfahrung nach zu urteilen fühlen dies auch nur Personen die selbst in der Szene sind. Ein Goth zu sein fängt nicht etwa bei der Keldiung an, ich finde das is eher Mebensache, so zu sagen eine Gewohnheit. Es fängt im Kopf an und meiner Meinung nach kann man sich nicht nach einem halben Jahr bereits als Goth bezeichnen, denn dazu gehört wirklich weit aus mehr als dieses ganze drum herum. Ich denke auch, das "wir" einfach durch Erlebnisse oder Erfahrungen gelernt haben Dinge mit einem gewissen Feingefühl zu betrachten. Das man in Sätzen, die man von jemandem hört, nicht nur den Sinn der wörter begreift sondern eben auch den tiefgründigen Sinn, das was dahinter steckt. Und ich finde auch nicht das die Szene nur aus trauer besteht, ich persönlich bin eine sehr lebensfrohe Person und so gibt es auch viele viele andere, die nicht den ganzen Tag am trauern sind, sondern mit einem Lächeln durch die Straßen wandeln. Gothic bedeutet für mich nicht Tag für Tag depressiv zu sein. Jeder sollte Gothic für sich selbst definieren und nicht anderen nach dem Munde reden... |
| Teire | [QUOTE]Jeder sollte Gothic für sich selbst definieren und nicht anderen nach dem Munde reden...[/QUOTE] Ich erlaube mir mal...diesen Satz fortzusetzen... Also ich denke, dass viele mit ihren eigenen Interpretationen angefangen haben, "schwarz" zu denken oder gekleidet zu sein oder wie auch immer... doch habe ich (leider) im Laufe der Jahre beobachten müssen, dass stetig die persöhnlichen Ambitionen Anderer übernommen werden... Wohl immer auf der Suche nach dem perfekten Lebensstil... Man kann sagen dass sich viele kleine Flüße einem Strom angeschlossen haben, um "größer" und "gewaltiger" zu erscheinen. So vermischten sich die einzelnen Tropfen mit all den Ähnlichen um irgentwann einen gleichen Status zu erhalten. Gleicher Status wie "universelle Lebenseinstellung"... die nicht mitgingen fließen immer noch unbemerkt nebenbei... Öhm... Jetzt komme ich vom Thema ab :rolleyes: Also es geht ja um Gothic und ihre Lebenseinstellungen...;) Eine eigene Identiät ist halt wichtig aber diese ausleben zu können heisst sich selbst treu zu sein...ähm...Ich z.B. lebe (wie viele andere bestimmt auch?) auf einer eher mentalen Weise. Das "schwarz" Denken und all ihren verzweifelte Romantik, was es ausstrahlen kann ist für mich wie ein unendlicher Speisetisch, an dem ich mich endlos weiden könnte. Die schwarze Kleidung ist für mich, Prestige/Provokation und Notwendigkeit gleichermaßen. Da fühlt man sich halt viel wohler bei und es verleiht eine dezente Note. Aber was ich nach all der Zeit nicht so recht begriffen habe ist, kann man auch so schwarz wie man ist eine Stimmungsebene erreichen, die sich nicht durch ein bloßes Fingerschnippen stürzen lässt? Argh, schon wieder Thema verfehlt:q |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Bittersüßes Gif [/i] [B]Jeder sollte Gothic für sich selbst definieren und nicht anderen nach dem Munde reden... [/B][/QUOTE] Dieser Satzt könnte als einer der Hauptgründe gelten, warum sich so viele innerhalb der "Szene" mitlerweile so "angepisst" fühlen...! Da hatte man endlich mal halbwegs einen Konsens in Bezug auf ein paar gemeinsame Nenner gefunden, hatte endlich die Gemeinsamkeiten erkannt, da kommt schon wieder eine neue Generation daher die alles, Kraft eigener Arroganz, nach eigenem Gusto umdefiniert, sich dann aber wundert, warum sie den Vorgängern auf Ablehnung stößt. Wenn ich mich selbst dazu noch mal zitiren darf, es stellt den Versuch einer Definition dar, um die sich viele doch lieber drücken. [i]Die Hintergründe und Motive der schwarzen Subkutur erfuhren mit jeder neuen Generation immer wieder grundlegende Wandel. Trotzdem finden sich heute wie vor zwanzig Jahren Szene-Mitglieder aufgrund ähnlich lautender Motive zusammen. Die düster-morbide Ästhetik steht dabei nicht alleine im Vordergrund. Vielmehr ist es das Wissen, in der Szene Gleichgesinnte für den Ausdruck der eigenen Gedanken und Gefühle in Bezug auf das Leben an sich und das Dasein in dieser Gesellschaft zu finden, welches einen entscheidenden Anreiz zum Anschluß an die Szene bildet. Vom Bürgertum geächtete, persönliche Einstellungen und Vorlieben geistiger oder auch sexueller Art stoßen in der Szene in der Regel nicht auf Ablehnung. Man trifft vielmehr gleich denkende und fühlende Leute, mit denen ein Austausch möglich ist und die einem darüber hinaus das Gefühl geben, nicht "anormal" oder "pervers" zu sein. In diesem geschützten Umfeld ist es den Szene-Mitgliedern möglich, ihre Phantasien auszuleben und kreativ in Form von Kunst, Literatur, Mode oder Musik umzusetzen. Anders als andere Szenen, welche sich oft nur auf einen gemeinsamen Nenner wie etwa Mode, Musik, politische Aktivitäten oder Haß gegen Minderheiten reduzieren lassen, wird die schwarze Szene mit ihren Hintergründen nie "out" sein oder Gefahr laufen, sich zu überleben. In jeder Generation gibt es Menschen, deren Lebenseinstellung und Selbstdarstellung in der Szene ihr Ziel finden. So lassen sich z. B. geistige Brücken zu der Minne-Bewegung des Mittelalters, dem Mystizismusboom im 18. Jahrhundert, zu der düsteren Romantik des 19. Jahrhunderts (welche besonders in den "Gothic Novels" ihren Ausdruck fand), den freien und als dekadent geltenden 20er Jahren, der existenzphilosophischen Bewegung und den Hippies der 60er Jahre, bis zu unserer heutigen, durch allgegenwärtige Medienpräsenz zur Faszination an Tod und Grauen geschulten Zeit schlagen. Gothic ist keinen Lebensphilosophie per se, ebensowenig wie das Leben einen speziellen Grund oder einen Sinn hat. Vergessen wir den Begriff Gothic auch besser sogleich wieder, denn nicht jeder definiert sich gerne so. Manche sehen darin mitlerweile schon eine Beleidigung. Was diese Bewegung, die wie schon gesagt, früher sehr viele Anleihen aus der Epoche der Aufklärung, des Humanismus und den Ideen der Existenzialisten bezog, aber auf jeden fall sein wollte, war der Weg zur Selbstfindung, zur Selbstdefinition, eben jene erwähnte Plattform, auf der man sich ausprobieren kann, ohne auf nichts weriter als Unverständniss oder sofortige Ablehnung zu stoßen. Auch dieser Weg war lang, denn als sich die schwarze Szene bildete, ging es den damals ausschließlich jungen Anhänger in erster Linie nur darum, anders zu sein, fast alles etablierte abzulehnen, sich abzugrenzen und zu schockieren... Wenn man nicht gerade Rockstar ist, kann man damit natürlich kein Leben aufbauen, es sei denn, man bringt sich mit 23 um. Daher haben sich die meisten der "Gruftis" von früher, spätestens in den 90ern zu etwas anderem entwickelt, sofern sie nicht komplet ausgestigen sind, was man angesichts der Schwierigkeiten niemandem Übel nehmen kann. sie entwickelten eben jene Subkultur, die gerne Anleihen aus antihedonistischen Lehren bezog, ohne dabei zu einer dogmatischen Heilslehre werden zu wollen, im Gegenteil. Man ist sich der Tatsache sehr wohl bewusst, daß es keinen realen Ausweg mehr gib, das keinen "Heilsbringer" geben wird. Dies mag die Grundlegende Melancholische Komponete ausmachen, die innerhalb aller Splittergruppen mitschwingt. Man bezog damit aber auch ganz klar Stellung gegen die ebenfalls gerade erwachsende Rave-Kultur. Welche Werte der Einzelne nun wie weit für sich annimmt, kann ich von meiner Warte aus nicht beurteilen. Es ist aber auffällig daß die Subkultur, nicht zu verwechseln mit der "Clubszene", sich stark aus Charakteren mit halbwegs kompatiblem Lebensphilosophien zusammensetzt, die nach wie vor auf menschlicher Nähe, und gegenseitiger Unterstützung sowie einer gewissen überdurchnittlichen, nicht aber unbegrenzten Toleranz innerhalb der Subkultur setzen. Tugenden die zwar allgemein gerne zitiert werden, in der Praxis aber eher ein braches Feld darstellen. Es fällt natürlich leichter, diese im kleinen auszuleben, und eben diese Plattform, die subkultur vor Ort, macht es oft leichter, weil sich dort leichter Individuen finden, die sich diesem Ideal verpflichtet fühlen. Kurz gesagt: Der eigene Existenz einen Sinn geben, Sinn für Asthetik abseits der eigetretenen Pfade, Misstrauen gegenüber Etabliertem, und der Mut, dieses Streben nach einer anderen Lebensart auch für jeden erkennbar kundzutun...![/i] |
| more | Alles in der Welt ist einem stetigem Wandel unterzogen. Es bringt nichts dem Vergangenem hinterherzutrauern und dem, was da sich neu entwickelt feindlich gegenüberzu stehen. Einen Wandel kann man nicht aufhalten. Die schwarze Szene bietet einem einen wundervollen Eintopf aus zigtausend Möglichkeiten sich zu definieren. Aber was viele dabei vergessen ist, das Selbst. Die "Szene" ist keine Wahl, die man sich einfach aussucht. Ich steh nicht vor einem Regal mit tausend Möglichkeiten und denk bei mir, was suchen wir uns denn heute aus. Es ist eine Heimsuchung, und das ist die Lebenseinstellung. Eine Mageritte wird schliesslich auch nicht zur Rose, nur weil man die Blätter rot anmalt... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Alles in der Welt ist einem stetigem Wandel unterzogen. Es bringt nichts dem Vergangenem hinterherzutrauern und dem, was da sich neu entwickelt feindlich gegenüberzu stehen. Einen Wandel kann man nicht aufhalten. Die schwarze Szene bietet einem einen wundervollen Eintopf aus zigtausend Möglichkeiten sich zu definieren. Aber was viele dabei vergessen ist, das Selbst. Die "Szene" ist keine Wahl, die man sich einfach aussucht. Ich steh nicht vor einem Regal mit tausend Möglichkeiten und denk bei mir, was suchen wir uns denn heute aus. Es ist eine Heimsuchung, und das ist die Lebenseinstellung. Eine Mageritte wird schliesslich auch nicht zur Rose, nur weil man die Blätter rot anmalt... [/B][/QUOTE] Was heißt denn hier dem Vergangenem...wenn man geradezu hinausgedrängt wird, ist eine gewisse Abneigung gegenüber den Verdrängern ja wohl legitim...! Wenn du eines Tages einfach nicht mehr zu alteingessessenen Veranstalungen gehen kannst, weil sich überall laut gröhlende Gören in Kustledermäntel breit gemacht haben, denen Inhalte, außer dem ihrere Flasche, egal sind, und Clubbesitzer auf diese Massenmäßig überlegene neue "Szene" anspringen, ist einen gewisse Verstimmung wohl vorprogrammiert...! Ich bin nun schon seit 5 Jahren auf der Flucht, und es macht einfach keinen Spaß mehr, wenn man immer mehr Zeit mit Verhandlungen über Veranstaltungslokationen führen muss, oder einfach zusehen darf, wie alte Bekannte einfach dem Druck nachgeben, was mitunter auch Persönlichen Erfolg bedeuten kann, wenn man sich zu vermarkten weiß...! |
| more | @Seneca, sehe ich genauso wie du, ich bezog meinen Text jetzt auch auf Musik (ausgenommen Elektro und Industrial) und oder auch evt Lebenseinstellungen, die sich nicht nur um Trauer, Tod und Depressionen drehen, sonder heutzutage wieder mehr auf reellere Themen bezogen sind. Was sich heutzutage in den Clubs abspielt, finde ich auch erschreckend... Aber ich denke, das hat nicht viel mit der Grufti-Szene zu tun, sondern kommt viel mehr von einer übersättigtem Techno-Szene, die in die schwarzen Clubs drängen, weil das mal was Neues ist... so ist jedenfalls mein Eindruck. Weil komischerweise, jeden den ich kenne und frage findet es grauenhaft, drum frage ich mich, wer hört das dann, wenn es jeder fürchterlich findet?! |
| Seneca | Aber More Sogar als wir Werthers Leiden dutzendmal übertrafen, und uns zu Tode betrüb zu Liebesnächten an Mausoleen trafen, ging es doch immer nur um eines...um's Leben...! Wie waren schon immer äußerst Lebensbezogen.... Nicht wenige Jünglinge wurden schließlich von einem geheimnissvollen, ach so kränklich blassem und doch feenhaftem Weibe in diese Gefilde gezogen...!!! |
| more | ja... Seneca, auch da muss ich dir Recht geben... Schliesslich war so eine Liebe auch mein Hauptgrund und Anstoss in diese Gefilde abzutauchen und es hat mich sehr viel Mut gekostet, das kannst du mir glauben *g*, aber denkst du, sowas geschieht heute nicht mehr? Sind wir alle..., oder lass es mich besser sagen, sind die "Jungen" so abgeklärt? Was sind heute die Gründe, warum man in die Szene geht? Seine Lebenseinstellung so offen mit sich herumzutragen wie wir es tun, ist eine harte Bürde, man muss doch Gründe haben, warum man das tut? Liebe? Kunst? Poesie? Ästhetisches Empfinden...? Ich denke die Gründe von vielen sind noch die Selben wie sie das auch bei uns Älteren waren... |
| Duvessa | [QUOTE]Wenn du eines Tages einfach nicht mehr zu alteingessessenen Veranstalungen gehen kannst, weil sich überall laut gröhlende Gören in Kustledermäntel breit gemacht haben, denen Inhalte, außer dem ihrere Flasche, egal sind, und Clubbesitzer auf diese Massenmäßig überlegene neue "Szene" anspringen, ist einen gewisse Verstimmung wohl vorprogrammiert...![/QUOTE] Was du da beschreibst macht mich sehr traurig, obwohl ich nicht behaupten kann dass ich es nachfühlen kann, was nochmal ein Grund ist traurig zu sein, irgendwie. Ich bin eine von "Den Neuen"...Theoretisch gehöre ich erst seid ca. 3 jahren zur Szene; hab bessergesagt damals erkannt dass ich mich dazuzählen möchte. Ich möchte mich hiermit aufrechtig bei dir entschuldigen !Dafür dass sich durch Menschen wie mich anscheinend tatsächlich lautgrölende Gören dort breitmachen wo sie nicht hingehören ! Ich bin aber auch sehr traurig dass ich die Szene so kennenlernen muss/musste wie sie jetzt ist. Denn nachdem ich erstmals von "Gothic" hörte und erstaunt feststellte wie gut mich diese Bezeichnung und ihre Definition traf, da war ich erstaunt wie wenig mir die Leute ähnelten die sich auch zur Szene zählten. Kein bißchen Poesie in deren Leben, nichts von schwarzer romantik... [QUOTE]Ich denke die Gründe von vielen sind noch die Selben wie sie das auch bei uns Älteren waren...[/QUOTE] Danke dass du daran noch glaubst ! [QUOTE]Was sind heute die Gründe, warum man in die Szene geht? [/QUOTE] Was waren eure Gründe "in die Szene zu gehen"? Mein Hauptgrund war, dass ich erkannte dass ich irgendwie reinpasste. *g* Ich hab son Mädchenheft gelesen (also ein, ein wenig anspruchsvolleres als die Bravo..) und da stand was von "Andersartigkeit" usw... Ich bin ziemlich schnell auf Nachtwelten gestoßen und seiddem sied ihr "meine Szene" :) Die Gründe im Allgemeinen sind vielleicht, dass auf den Musiksendern im Fernsehen und Radio wirklich nur Schrott und Wiederholungen von Schrott gespielt werden. Menschen sind eben doch relativ intelligente Säugetiere und können auch etwas anspruchsvollere Themen und Texte gut verstehen. Manche Teenies erkennen einfach dass es keinen Sinn macht sich immer den gleichen Mist reinzuziehen. Was natürlich noch lange nicht heißt dass sie sich in der Szene wohlfühlen oder "dazu gehören"...Aber kennst du einen anderen Ausweg ?? So jetzt reichts...ich bin doch viel zu müde um solche Beiträge zu schreiben :rolleyes: D. |
| Duvessa | Und ich erkenne immer erst hinterher dass der letzte Beitrag vor mir schon Wochen her ist *g* D. |
| blackmania | Was dich nicht traurig machen muss (das du das so spät erkennst! Ich weis nicht schon seit ich denken kann sehe ich mir Horrorfilme an, lese Bücher über diverse Dinge. Auch die Musik hat mir schon immer zugesagt. Nur habe ich mich eine ganze zeit lang nicht getraut dies außerhalb meines Hauses zu tun bis ich begriffen hatte das dies mein leben ist und als ich der Außenwelt zeigte, dass ich anderst denke und anderst sein will, da wurde es zu nehmend stärker, der drang nach Gleichgesinnten. Mich hat die Nacht regelrecht Gerufen. |
| JackDaniels | Ich denke ich und meinesgleichen lassen sich nicht blenden von der Welt wo wir leben. Ich versuche alles Realistisch zu sehen und aus allen das beste zu machen. Ich Unterhalten mich gerne über Wichtige und Historische Themen (Mein Lieblings Thema ist die Kulturrevulotion ich China). So ich bin nicht Depresiv ich habe kein Hass auf die Menschen ich meistere mein Leben. Und ich fühle mich hir halt wohl fertig. Ghotic hat nichts mit der Lebenseinstellung zu tun jeder hat einen Anderen Grund warum er sich hir wohlfühlt. mfg JackDaniels |
| Aluca | Auch wenn ich mir damit vielleicht an einigen Stellen Feinde machen werde, will ich hier auchmal ein Statement meinerseits abgeben. Früher dachte ich, dass Gothics, Gruftis... und wie auch immer sie von der Gesellschaft noch so bezeichnet werden, nur eine Art Modeerscheinung sind, jedoch habe ich schnell danach feststellen müßen, dass auch ich mich zu ihnen hingewendet fühle... Aus meiner heutiigen Sicht würde ich sagen, dass es bei mir damit angefangen hat, als ich gegen meine Eltern anfing zu rebellieren, meine eigene Person in Frage stellte, und mich auf den Weg nach mir selbst befand. Ich war es Leid, wie oberflächlich die Menschen waren, worüber sie redeten, worüber sie nachdachten... es war für mich einfach keine Wärme und Menschlichkeit mehr in ihren Äußerungen... Durch Freunde fing ich an ins "Radhaus" zugehen, eine Art Jugenddisco hier bei uns, wo allerdings nur Leute hingingen, die ich früher selbst "Zecken" nannte, ohne weiter drüber nachzudenken... jedoch habe ich dort erkannt, dass genau das, was mir immer fehlte von ihnen geboten wurde. Trotz meiner ablehnenden Haltung gegen Fremde, nahmen sie mich herzlich in ihre Reihen auf, machten mich mit tiefgründigeren Dingen vertraut... und ich schloß sie ins Herz. Heute ist es so, dass ich von innen, vom Herzen her genauso bin wie sie... meine Gedanken sind "dunkel"... Ich denke über andere Dinge nach, als manch ein anderer aus der Gesellschaft... Ich fühle mich im "dunklen" sicher... meiner Auffassung nach, wählt man diesen Weg nicht, weil man ihn schön findet, man lebt ihn, weil man ihn fühlt... Nur ich weiß nun, dass sie wunderbare Menschen sind, und dass ich sie damals verurteilt habe, weil ich Angst vor mir selbst hatte, weil das gleiche Potential in mir steckte,... |
| MySuicide | Das Gothic ein Lebensgefühl ist, ist mir ja klar... aber lässt sich eigentlich genau erklären was für eines?? Ich wurde schon oft gefragt was Gothic ist und als ich sagte "ein Lebensgefühl", da wurde ich natürlich direkt gefragt was für eines und sowas... kann man "normalos" überhaupt seine Art das Leben zu leben erklären? Was sagt ihr wenn euch jemand fragt was Gothic überhaupt ist und evt. was das für ein Gefühl ist? |
| Herr Jiska | An MySuicide: Wie erklärst du jemandem, der nicht einmal Sympathie für jemanden empfindet, die Liebe. Siehst du? |
| Seneca | Die Szene existiert in ihrer heutigen, sichtbaren und omnipräseten Form eigentlich nur seit wenigen Jahren. Vorher bestand sie nur aus kleinen Gruppen von Leuten, die wenig Interesse an Öffentlichkeit und großen Veranstaltungen hatten, oft sogar auch untereinander nicht viel miteinander zu tun haben wollten. Doch mit dem steigenden Angeboten und der agressiven Werbe-Strategie einzelner Profiteure, wuchs auch einen völlig neue Klientel heran, die mit der ursprünglichen nur noch wenig gemein hat. Die Hintergründe und Motive der schwarzen Subkultur erfuhren mit jeder neuen Generation immer wieder grundlegende Wandel. Trotzdem finden sich heute wie vor zwanzig Jahren Szene-Mitglieder aufgrund ähnlich lautender Motive zusammen. Die düster-morbide Ästhetik steht dabei nicht alleine im Vordergrund. Vielmehr ist es das Wissen, in der Szene Gleichgesinnte für den Ausdruck der eigenen Gedanken und Gefühle in Bezug auf das Leben an sich und das Dasein in dieser Gesellschaft zu finden, welches einen entscheidenden Anreiz zum Anschluss an die Szene bildet. Vom Bürgertum geächtete, persönliche Einstellungen und Vorlieben geistiger oder auch sexueller Art stoßen in der Szene in der Regel nicht auf Ablehnung. Man trifft vielmehr gleich denkende und fühlende Leute, mit denen ein Austausch möglich ist und die einem darüber hinaus das Gefühl geben, nicht "anormal" oder "pervers" zu sein. In diesem geschützten Umfeld ist es den Szene-Mitgliedern möglich, ihre Phantasien auszuleben und kreativ in Form von Kunst, Literatur, Mode oder Musik umzusetzen. Anders als andere Szenen, welche sich oft nur auf einen gemeinsamen Nenner wie etwa Mode, Musik, politische Aktivitäten oder Hass gegen Minderheiten reduzieren lassen, wird die schwarze Szene mit ihren Hintergründen nie "out" sein oder Gefahr laufen, sich zu überleben. In jeder Generation gibt es Menschen, deren Lebenseinstellung und Selbstdarstellung in der Szene ihr Ziel finden. So lassen sich z. B. geistige Brücken zu der Minne-Bewegung des Mittelalters, dem Mystizismusboom im 18. Jahrhundert, zu der düsteren Romantik des 19. Jahrhunderts (welche besonders in den "Gothic Novels" ihren Ausdruck fand), den freien und als dekadent geltenden 20er Jahren, der existenzphilosophischen Bewegung und den Hippies der 60er Jahre, bis zu unserer heutigen, durch allgegenwärtige Medienpräsenz zur Faszination an Tod und Grauen geschulten Zeit schlagen. Gothic ist keinen Lebensphilosophie per se, ebenso wenig wie das Leben einen speziellen Grund oder einen Sinn hat. Vergessen wir den Begriff Gothic auch besser sogleich wieder, denn nicht jeder definiert sich gerne so. Manche sehen darin mittlerweile schon eine Beleidigung. Was diese Bewegung, die wie schon gesagt, früher sehr viele Anleihen aus der Epoche der Aufklärung, des Humanismus und den Ideen der Existenzialisten bezog, aber auf jeden fall sein wollte, war der Weg zur Selbstfindung, zur Selbstdefinition, eben jene erwähnte Plattform, auf der man sich ausprobieren kann, ohne auf nichts weiter als Unverständnis oder sofortige Ablehnung zu stoßen. Auch dieser Weg war lang, denn als sich die schwarze Szene bildete, ging es den damals ausschließlich jungen Anhänger in erster Linie nur darum, anders zu sein, fast alles etablierte abzulehnen, sich abzugrenzen und zu schockieren... Wenn man nicht gerade Rockstar ist, kann man damit natürlich kein Leben aufbauen, es sei denn, man bringt sich mit 23 um. Daher haben sich die meisten der "Gruftis" von früher, spätestens in den 90ern zu etwas anderem entwickelt, sofern sie nicht komplett ausgestiegen sind, was man angesichts der Schwierigkeiten niemandem Übel nehmen kann. sie entwickelten eben jene Subkultur, die gerne Anleihen aus antihedonistischen Lehren bezog, ohne dabei zu einer dogmatischen Heilslehre werden zu wollen, im Gegenteil. Man ist sich der Tatsache sehr wohl bewusst, daß es keinen realen Ausweg mehr gib, das keinen "Heilsbringer" geben wird. Dies mag die Grundlegende Melancholische Komponente ausmachen, die innerhalb aller Splittergruppen mitschwingt. Man bezog damit aber auch ganz klar Stellung gegen die ebenfalls gerade erwachsende Rave-Kultur. Welche Werte der Einzelne nun wie weit für sich annimmt, kann ich von meiner Warte aus nicht beurteilen. Es ist aber auffällig daß die Subkultur, nicht zu verwechseln mit der "Clubszene", sich stark aus Charakteren mit halbwegs kompatiblem Lebensphilosophien zusammensetzt, die nach wie vor auf menschlicher Nähe, und gegenseitiger Unterstützung sowie einer gewissen überdurchnittlichen, nicht aber unbegrenzten Toleranz innerhalb der Subkultur setzen. Tugenden die zwar allgemein gerne zitiert werden, in der Praxis aber eher ein braches Feld darstellen. Es fällt natürlich leichter, diese im kleinen auszuleben, und eben diese Plattform, die Subkultur vor Ort, macht es oft leichter, weil sich dort leichter Individuen finden, die sich diesem Ideal verpflichtet fühlen. Kurz gesagt: Der eigene Existenz einen Sinn geben, Sinn für Ästhetik abseits der eingetretenen Pfade, Misstrauen gegenüber Etabliertem, und der Mut, dieses Streben nach einer anderen Lebensart auch für jeden erkennbar kundzutun...! |
| Fleur-de-lys | Hallo Also ich bin for einem halben jahr in die Szene gekommen also bin noch zimlich grün hinter den Ohren. Ich bin aber auch wie eintlich alle hier nicht wegen einer Deppression dazu gekommen sonder weil ich Ruhe gesucht hab ich hatte genug von Hellen farben und unnötigen sachen da ich sowieso noch nie ein starker matrialist war. Ich muss sagen ich bin sehr viel glücklicher seidem ich dabei bin ich bin ausgeglichener und gerate nicht kaum noch in panik oder rege mich stark über etwas auf. Ich behalte auch vor großen prüfungen die Ruhe und so bin ich auch da besser geworden. Die Szene ist in allen dingen eine bereicherung. [SIZE=1]ich weis das die bemerkung nicht ganz zum thema passt aber ich finde ich ist sie am besten aufgehoben[/SIZE] Fleur |
| Lord Moonchaser | Ich sag mal kurz Hallo - bin ganz neu hier und ausführl. hab ich mich im Foyer schon vorgestellt. Bin nach wie vor zieml. erschlagen von der unheimlichen Themenvielfalt hier, aber ich denke dieser thread ist als Einstieg nicht schlecht !? Mein "Weg in die Dunkelheit" :) könnte klischeehafter nicht sein - ein Mädchen war Schuld, d.h. nein, ich sollte ihr nicht Unrecht tun, Sie war die Ursache - Schuld war ich, zu schüchtern, ect..... Werde das hier nicht breit treten, bin mir sicher solche Dinge kennt jeder zur Genüge. In diese emotionale Talfahrt "stolperte" eine Kassette - ja ein "Kassette" - mit Musik drauf um genau zu sein. (hab sie heute noch !!!) Was drauf war ist nicht schwer zu erraten: Sachen wie Type O, Lakaien, Wolfsheim, usw. ... ...damit war mein Schicksal natürlich besiegelt. Ist nun gut 10 Jahre her, glaub ich - Vieles hat sich geändert, Einiges ist auch geblieben. Die Vorstellung anderer haben mich nie sehr gekümmert. Definitionen, Werte, Erwartungen alles Dinge die ich nach meinem Kopf "gestaltet" habe. Natürlich wird man bein einigen Punkten von "Außen" beeinflußt, kopiert vielleicht sogar mal hier und da - experimentiert, versucht, probiert.... Letztlich nimmt das wohl mit zunehmendem Alter ab, bei mir war es jedenfalls so. (wobei alle o.g. Dinge bei mir sehr schwach ausgeprägt waren - wie gesagt, der eigene Kopf) Auch bin ich nicht sehr kontaktfreudig, daß betrifft hauptsächlich neue persönl. Bekanntschaften - deshalb hab ich mir auch dieses Forum gesucht, man ist so schön anonym hier. *g* Mit meinen Freunden (von denen keiner wirkl. "schwarz" ist) bin ich nat. gern zusammen. Um die ursprüngl. Thematik mal aufzugreifen: Es läßt sich wohl nicht vermeiden, daß gerade im Teenie Alter das Thema Liebeskummer allgegenwärtig ist. Man kann sich gegen dieses hormonell gesteuerte Chaos kaum wehren und die logische Konsequenz ist, daß es in dieser Altersgruppe das "schwarz sein" definiert. Man definiert sich selbst nunmal über die Dinge die einem wichtig sind und was das ist, kann man sich nicht aussuchen. Entweder eine Sachen bedeutet einem etwas oder nicht. Da unser aktueller "Nachwuchs" :) von dieser emotionalen Achterbahn genauso geplagt wird, wie Millionen vorher, wird der "Liebeskummer" immer DAS Thema sein und ich denke, das kann man auch keinem übel nehmen. Natürlich wird das Ganze auffällig, wenn die Subkultur, zur Mode wird und das Netz der "unbegrenzten Möglichkeiten" die Fashion Victims :D plötzlich vereint ! (z.B. hier im Forum) Geben wir ihnen Zeit - so wie wir uns verändert haben, werden sie sich ändern. Viele werden wieder aussteigen, einige "auf der Strecke" bleiben und hoffentlich auch ein paar übrig, die jene magische Grenze von 24 überschreiten und trotzdem noch Beiträge in diesem Forum posten... Ich freue mich jedenfalls, daß es hier Themen gibt, wo all die "Gothic Opas", zu denen ich mit 26 wohl auch fast zähle, sich noch etwas unterhalten können. In diesem Sinne beende ich meinen 1. "richtigen" post und hoffe, es war nicht mein letzter Beitrag ! ;) moonchaser p.s. Ich verkehre eher selten in schwarzen Kreisen, liegt allein schon daran, daß meine Wohngegend zieml. ab vom Schuß ist, was das betrifft, aber es betrübt mich natürlich zu lesen, daß diese Sauf-, Party- und Brüllkultur auch in der "Szene" immer stärker anzutreffen ist. Es ist wohl eine Tatsache, daß die Menschen immer mehr verdummen - leider will die Gesellschaft das scheinbar so und so wird die Kluft zw. jenen die ihren Verstand gebrauchen und jeden die ihren Verstand versaufen immer größer, ebenso wie das zahlenmäßige Verhältnis ungünstiger ! Dafür habe ich leider auch bestenfalls theoret. Lösungsansätze. :confused: |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, da es diesen Thread wohl doppelt und dreifach gibt (zumindest in ähnlicher Form) erlaube ich mir mein Posting im anderen Thread einfach zu kopieren dann brauch ich ihn nicht doppelt zu schreiben im Original geht es um die Klamotten aber das gehört bei mir mit zu der Lebenseinstellung (PS: Ich bin 30 und erst letztes Jahr von der düsteren Seite der Punkszene endgültig zum Gruftie geworden die ja wohl einen Teil der Gothic Szene ausmachen): Sei gegrüsst, düsteres Aussehen ist für mich Ausdruck von vier Dingen: An erster Stelle währe da: Lass mich in Ruhe wenn du leben willst: Ich bin der letzte der die Hand gegen eine anderen erhebt und das nicht aus sozialem Grund sondern aus Eigenschutz. Selbst wenn mich mal jemand Angreift dauert es lange bis ich mich richtig wehre. Wenn ich dann mal gegen Körperliche Gewalt angehen muss, dann aber richtig. Gnade oder Mitleid kenne ich dann nicht mehr (obwohl oder weil ich ne klassisch Asiatische Kämpfererziehung Genossen habe, keine Ahnung). An zweiter Stelle währe da: Demo: Ich hasse die Oberflächligkeit die in unserer und fast allen westlichen Ländern an den Tag gelegt wird. Dieses bunte kreischende Treiben bei uns während andere gleichzeitig verhungern oder Kinder und Frauen von "möchtegern Männern" vergewaltigt,geschlagen und getötet werden und ähnliche Dinge kotzen mich einfach nur an und davon möchte ich mich gern sichtlich etwas abgrenzen. An dritter Stelle währe da: Identifizierung: Ich finde das schwarzes düsteres Aussehen genau meinen Charakter und meine Seele wiederspiegelt. Schwarz bedeutet in meinem Fall ehrlich zu sein. Ich bin böse und gemein und Suche meinen Vorteil wo es geht. Ausgenommen sind da nur die engsten Verwandten und die echten Freunde. Für meine Familie und Freunde tu ich fast alles und für meine Frau ausnahmslos alles. An vierter Stelle: Religion: Ich trage die (un)Farbe schwarz in Verbindung mit Ketten wie z.B. dem auf dem Kopfstehenden Kreuz, einer Fledermaus in Vampirgestalt und/oder einer geschlachteten Kuh (als Gegensatz zu den heiligen Kühen) um klar zu zeigen, das ich jede Art von Gottesanbetung eines liebenden Gottes ablehne. Ich glaube da eher an die Version der bösen und herrschende Götter, als an die liebenden und helfende Götter. |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, da viele Fragen wie wahr die "alte" schwarze Szene mal ein Text (Verfasser mir unbekannt) der meine Definition selbiger teilt. (Und in der stillen Hoffnung das User Ewig das genaus sieht) [U]Wertvorstellungen und Lebensgefühl der Grufties der alten schwarzen Szene:[/U] Der Stil ist gegen stark kontrollierte Strukturen, wie man sie noch oft in Kleinstädten und in Dörfern antrifft. Für die Grufties ist der Stil ein Forum, wo die Zweifel am Sinn des Lebens in introvertierter Weise bewältigt werden können. Eine beliebte Aktivität vieler Gothics ist daher auch sich seiner Melancholie hinzugeben, die eigenen Probleme zu verinnerlichen. Ihre Gedanken sind auch mit dem Tod anderer Menschen beschäftigt, mit dem Schicksal der Menschheit, mit Vorstellungen von Apokalypse, Endzeit und Umweltzerstörung.Die Gruppe wird fernab von Eltern und Schule, die keinen Halt mehr bieten, für die einzelnen Mitglieder zu einer sozialisatorischen Reproduktionsinstanz. Der Stil verleiht der individuellen Existenz eine symbolische und kulturelle Artikulationsmöglichkeit zur imaginären Bewältigung der Probleme. Die Grufties sind eine Subkultur der Trauer und der Melancholie, die auf subjektiv erlebten und kollektiv geteilten Enttäuschungen aller Mitglieder basiert und zur Verarbeitung der resignativen und pessimistischen Lebenseinstellung führt. Es bildet sich eine Gemeinschaft der Einsamen, die ihren starken Kontaktwunsch zu Gleichgesinnten auch an bestimmten Treffpunkten, wie den "schwarzen" Discos, realisiert. Dieser Kontaktwunsch ist aber für Außenstehende nur bedingt wahrnehmbar. An diesen Orten wird vermittelt, daß die Isolation gepflegt und Coolsein kultiviert wird. Das freiwillig gewählte Exil, auf das man auch stolz ist, formuliert sich nochmals extrem im Tanzstil.Das Absetzen von den normalen Jugendlichen und vom erwachsenen Bürger ist wie bei jeder Subkultur ein zentraler Wert. Auch die Grufties haben zwei Gegenpole: den authentischen Gothic und den Mode Schwarzen. Dies ist bei den Grufties erstaunlich, da für die eigene Stilisierung oft auf vorfabrizierte Accessoires und Kleidungsstücke zurückgegriffen wird, die im Laden gekauft werden können. Es gibt im Vergleich zum Punk weniger kreativ Selbstgestaltetes. In Interviews bestätigen die Grufties, daß das Äußere "total wichtig" ist.Entscheidend für die Wertvorstellungen dieses Stils ist, daß die Grufties interne Tabuisierungen vornehmen: Eine davon betrifft den "Gool" , den Totengräber, der auf dem Friedhof Gebeine ausgräbt, um sich oder sein Zimmer damit zu schmücken. Dieser sich größter medialer Beliebtheit erfreuende Typ erfährt innerhalb der Szene starke Ablehnung. Man bezeichnet ihn als einen Perversen. Das Ausgraben von Leichenteilen stellt für die Grufties eine nicht mehr tolerierbare Nähe zum Tod dar. Dies deshalb, weil dieser direkte Eingriff in den Bereich der Toten und des toten Körpers den nötigen Respekt vor der Ruhe der Toten vermis-sen läßt. Der unmittelbare Kontakt zum toten Körper und Grab, zur Selbststilisierung, wird als eine andere Form von Konsum kritisiert. Das heißt also, daß das, was als wesentli-ches Merkmal des Stils in der Wahrnehmung von Außenstehenden wie Erwachsenen und Medien erscheint, wie Grabrituale und nekrophile Aktivitäten, ein Gruppen-"tabu" sind. Wer der medialen Typisierung entspricht, ist in der Szene eher ein Außenseiter. Extremgrufties, die nur noch nachts die Wohnung verlassen, keine Disco mehr besuchen, also die existentiell wichtigen sozialen Kontakte abbrechen, werden von den Grufties nicht akzeptiert. Diese Außenseiter haben nämlich die notwendige Verarbeitung ihrer todesnahen Grundstimmung aufgegeben. Der "Gool" ist für Außenstehende unerreichbar. Es bildet sich der Mythos einer verbotenen Zone der schwarzen Kultur. Diejenigen Personen, von denen man erzählt, daß sie mit Leichenteilen umgehen, sind trotz vehementer verbaler Ablehnung ein Faszinosum der Szene. Diese extremen Gothics stehen für die Existenz des realen Todes in der Szene, während der Rest der Szene den Tod stilisiert. Die Ablehnung dieser Praktiken hält die gruppenspezifische Todesfaszination in Grenzen.Die Intensität der Beschäftigung mit dem Tod zieht auch eine Beschäftigung mit dem Selbstmord nach sich. Der Suizidgedanke ist vertraut und nachvollziehbar, wird aber nicht als Lösung der Probleme eigener Existenz akzeptiert, sondern als Flucht und eingestandenes Scheitern an den eigenen Gefühlen von Verlust, Tod und Trauer, ausgelegt. Damit wird der Selbstmord zum zweiten Faszinosum der Szene, das auf der imaginativen Ebene verarbeitet wird. Daher sind die Gothics keine Subkultur des Todes, die ihre Mitglieder in den Suizid treibt, wie es Medien und Politiker behaupten, sondern das Gegenteil davon: ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und Todesnähe kritisch und zusammen mit anderen auseinanderzuset-zen. Sie sind daher ebensowenig wie die Menschen der Romantik - von denen Aries gleiches behauptet eine Jugendkultur, die den Tod liebt oder sehnlichst herbeiwünscht. Grufties entwickeln eine andere Beziehung zum Tod, da sie die große Angst anderer Menschen vor dem Sterben überwunden haben und dadurch neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen. Die Beschäftigung mit dem Tod verdeutlicht den Grufties, daß sie hier und jetzt leben und ihre Probleme bewältigen müssen. Im Gegensatz zu anderen Menschen haben sie sich mit dem eigenen Tod auseinandergesetzt. In welchem Maße der subkulturelle Stil bei der Bewältigung des konkreten Todes eines Anderen, z.B. eines Gruppenmitgliedes, helfen kann, darüber kann hier keine Aussage gemacht werden, weil es dazu keine Selbstzeugnisse der Grufties gibt.Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Stils ist die Auseinandersetzung mit Religion. Die "Schwarzen" verstehen das Spiel mit der Kombination von christlichen, magischen und Symbolen alter Kulturen als eine Religionskritik. Die schwarze Szene besitzt religiöse Merkmale, die auf eine diffuse Revision von Christentum und dessen Bräuchen verweisen. Man versucht, sich an christlichen Werten in säkularisierter Form, wie z.B. der Gewaltlosigkeit, zu orientieren. Der Hauptglaubensin-halt ist aber nicht, wie von den Medien behauptet, der Glaube an den Satan oder einen Gott - man kann sie eher als atheistisch bezeichnen sondern an den Tod als eine übergeordnete Macht, der sich kein Mensch entziehen kann. Viele der Gothics kreieren eine Privatreligion mithilfe einer Art von "Religionsbricolage" , durch die sie kulturell tradierte Religionen und die Religion anderer Ethnien als Rohstoff verarbeiten.Der Umgang mit magischen und okkulten Praxen ist für die Grufties deshalb attraktiv, weil sie mit einer anderen Zeit und damit mit einer anderen Zivilisationsstufe verbunden sind. Eine magische, von anderen Gesellschaftsteilen als irrational abgestempelte Symbolik kann die Unzufriedenheit mit der Institution Kirche und der durchrationalisierten modernen Zivilisation ausdrücken. Die okkulten Prakti-ken werden von den Grufties meist mit einer größeren kritischen Distanz als bei den "normalen" Jugendlichen systematisch erprobt. Der praktizierende Satanist, der die Mächte des Bösen anruft und schwarze Messen in ihrer Extremform feiert, wird wie der "Gool" von der Mehrzahl der "Schwarzen" abgelehnt. Das Magische, Übersinnliche wird eine Quelle der Selbsterfahrung. Die reflexive Auseinandersetzung mit religiösen und okkulten Tradi-tionen mündet nicht in eine okkulte Gruftiereligion. Das Gegenteil ist der Fall: Es wäre widersprüchlich, wenn sich die Grufties nach ihrem stilistischen Ausbruch aus ihrer dörflich religiösen Eingleisigkeit wieder freiwillig in ein sie wiederum einengendes, geschlossenes System begeben würden.Straße und Öffentlichkeit sind nicht existentiell wichtig für die Präsentation des Stiles, d.h. die Grufties sind kein "street style". Sie sind nicht so präsent im Straßenbild, wie es die Punks einst waren, für die die Aufhebung der Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum eine große Rolle spielte. Die Gothics treffen sich lieber privat oder an ruhigen Orten wie dem Friedhof, wo sie nicht von Polizei und Bürgern gestört werden.Ein weiteres wichtiges Kennzeichen der Grufties ist ihre prinzipielle Friedfertigkeit. Sie schlagen oft nicht zurück, wenn sie angegriffen werden und weisen auch nicht den aggressiv provokativen Gestus der Punks auf. Auch wenn ihre Symbolik für Uneingeweihte vielleicht erschreckend erscheint, sie enthält weniger explizit aggressiv wirkende Accessoires, wie sie in der Drohgebärde der Punks vorherrschend sind. |
| rosenkind | Es gehört in meinen Augen ein bisschen mehr als Tod und Religion dazu. Dass sich sämtliche Texte im Internet immer darauf [B]reduzieren[/B] :rolleyes: |
| Dark Religion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i] [B] da viele Fragen wie wahr die "alte" schwarze Szene mal ein Text der[U] [B]Meine[/B][/U]Definition selbiger teilt. [/B][/QUOTE] Hallo Rosenkind, sorry aber so ist [B]meine[/B] Erklärung halt. Das ist für mich der Kern. Musik, Lyrik, Gedanken u.s.w. gehören dazu, aber nicht zum Kern. [B]Für mich[/B] wohl gemerkt. |
| nebulosa | ich zähle mich eigentlich schon eher zu den "alten", jedoch in deinem text finde ich mich nirgens wieder... warum muß denn immerzu kategorisiert werden? ich lasse mich in keine schublade stecken! schwarz individuellen gruß, nebu |
| rosenkind | @Dark Religion dass es deine Definition ist, mag dir unbelassen sein. ich bezog mich aber auf den Text. Es wird ja wol noch erlaubt sein, sich dazu zu äußern. Wenn dem nicht so ist, warum schreibst du das dann als eigener Thread ins Forum und nicht in die Threads, in denen die Frage aufkam? empfinde ich als Platzverschwendung, sorry. Mal abgesehen davon stand in deinem Eingangspost nichts von direktenFragen an dich, sondern den allgemeinen. @nebulosa das ist nicht sein Text (jedenfalls halte ich es für unwahrscheinlich. Den gabs schon vor Jahren auf sämtlichen Websites im Netz. laut der Seiten der Uni Frankfurt stammt er ursprünglich aus: Todesbilder in Kunst und jugendlichen Subkulturen der Gegenwart. Dissertation Essen 1994, 382 S. -> womit sich auch meine Frage in einem anderen Thread erübrigt hätte. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst nebu, da ist sie wieder diese seltsame Individualiät jedes einzelnen. Die Szene enstand nicht aus einem Haufen wo jeder anders war als der andere. Das ist genau was die Goth Szene kaputt macht. Grufties (Goths) haben einen einheitlichen Kleidunsstil und eine eindeutige Musikrichtung. Eigentlich hätte sich die Szene zum ersten mal in zwei Teile spalten müssen als Dark Wave aufgekommen ist, b.z.w. die Anhänger des dunkle Punkrock und des Dark Wave hätten sich niemals vermischen dürfen. Das ist doch schon ziemlich schnell der Anfang vom Ende gewesen. Auch wenn Schubladen Denken zurecht in der Breite abgelehnt wird, hat so mancher Schuh doch auch bei uns gepasst. Zum Beispiel die Friedhofs Aufenthalte oder das absichtliche Meiden der normalos, genauso wie man Gools verflucht hat wegen den Scherereien die sie einem bereitet haben, durch ihre Leichenfläderei. Wobei ich nochmal heraus stellen will ich Rede bewusst von der Gruftie oder "alten" schwarzen Szene. Nicht von der schwarzen Szene, wie sie heute im allgemeine Definiert wird. In dieser "alten" Szene gab es keine Vampire, keine Cyber Goths und schon gar keine Leute die sich einfach nur gerne in Schwarze Kleidung werfen, aber Heino hören. Wenn du nichts aus dem Text lesen kannst und sagst das hab ich auch schon lange nicht mehr gemacht oder schade das das heute kaum noch eine Rolle spielt, kann ich nicht so ganz folgen, was du meinen könntest mit: [QUOTE]ich zähle mich eigentlich schon eher zu den "alten", jedoch in deinem text finde ich mich nirgens wieder[/QUOTE] Edit: Sorry oben vergessen Verfasser des Textes ist mir unbekannt. |
| Zerbrochener | [QUOTE][i]Original geschrieben von nebulosa [/i] [B]warum muß denn immerzu kategorisiert werden? ich lasse mich in keine schublade stecken! schwarz individuellen gruß[/B][/QUOTE] Das ist aber ein Widerspruch. Indem Du "schwarz" sagst, kategorisiert auch Du. Denn auf irgendeine Art und Weise muss sich dieses "schwarz" ja von allem "nicht schwarzen" unterscheiden. Aber keine Angst, Deine Individualität wirst Du dadurch nicht verlieren ;) Ansonsten stimme ich Dark Religion zu. Der Tod ist die Urkraft von allem, was auf "Gothic" zurückzuführen ist, darauf reduzieren nein, aber man sollte das Kind doch schon beim Namen nennen (dürfen). In diesem Sinne: Memento Mori |
| Montrose | Manches an dem Text finde ich recht gut getroffen. |
| rosenkind | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Manches an dem Text finde ich recht gut getroffen. [/B][/QUOTE] das bestreite ich auch nicht. Aber es ist wie gesagt mal wieder alles reduziert auf 2 (gut getroffene) Punkte. ja, ich war 94 süße 8 Jahre alt. Aber ich habe auch hier im forum schon Statements von Älteren gelesen, die damals dabei waren und z.B. Kunstinteresse als Punkt aufführten. Mal abgesehen davon, dass mich dieser Umstand an sämtlichen Texten allgemein stört, ob jetzt die alte Szene gemeint ist oder die heutige. Als ich vor 3 Jahren als Newbe durch das schwarze Web streifte, stand in sämtlichen [B]Definitionstexten[/B] meist NUR etwas über Tod und Außeinandersetuung mit negativen Themen. Wenn dann der Begriff Religion ins Spiel kam, war das schon was Besonderes. Und die restlichen Texte waren eigentlich nur Abhandlungen über die Entstehung der Subkultur, ihre Kleidung und welche Musik sie hört. Aufgrund dieser Tatsache ist dann der Text auf meiner Website entstanden (der mal wieder überarbeitet werden müsste...) [SIZE=1]heute regt man sich über die Partypeople auf, die auf eine andere Art und Weise Leichenfläderei betreiben *scnr*[/SIZE] |
| Zerbrochener | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]das bestreite ich auch nicht. Aber es ist wie gesagt mal wieder alles reduziert auf 2 (gut getroffene) Punkte. ja, ich war 94 süße 8 Jahre alt. Aber ich habe auch hier im forum schon Statements von Älteren gelesen, die damals dabei waren und z.B. Kunstinteresse als Punkt aufführten. Mal abgesehen davon, dass mich dieser Umstand an sämtlichen Texten allgemein stört, ob jetzt die alte Szene gemeint ist oder die heutige. Als ich vor 3 Jahren als Newbe durch das schwarze Web streifte, stand in sämtlichen [B]Definitionstexten[/B] meist NUR etwas über Tod und Außeinandersetuung mit negativen Themen. Wenn dann der Begriff Religion ins Spiel kam, war das schon was Besonderes. Und die restlichen Texte waren eigentlich nur Abhandlungen über die Entstehung der Subkultur, ihre Kleidung und welche Musik sie hört. Aufgrund dieser Tatsache ist dann der Text auf meiner Website entstanden (der mal wieder überarbeitet werden müsste...) [/B][/QUOTE] Das mag vielleicht einfach nur daran liegen, dass der Themenschwerpunkt "Tod und Vergänglichkeit" eine übergeordnete Rolle spielt, auf dem vieles aufbaut oder als Inspiration dient... sei es nun z.B. in der Kunst oder Architektur, in der Vanitas-Symbole ja keine Seltenheit sind und auf schwarzbeseelte Wesen demnach natürlich Interesse wecken, oder der (morbiden) Mode/Ästhetik ... der Charakter des Todes ist in allen Bereichen der Subkultur symbolisch präsent und wird deshalb so denke ich - insbesonders von Außenstehenden - immer als erstes erwähnt. Wenn sich die Berichterstattung damit zufrieden gibt kann man die Darstellung natürlich auch als oberflächlich bedrachten. Die Ausführungen auf Deiner homepage gehen halt weiter ins Detail, vielleicht gerade deshalb, weil Du ein Stück Deiner eigenen schwarzen Persönlichkeit in diese miteinbringen kannst/willst. |
| Dark Religion | Sei gerüsst rosenkind, Musik,Friedhof und Styling (eventuell auch Politik aus den Überresten der Punkszene) wahren die drei (oder vier) Ausgangssäulen. Alles andere hat sich dank der toleranz der Grufties in die Szene eingeschlichen oder wurde im nachhinein als nützlich von den Grufties selbst, in die Szene getragen. Manche Teile (wahrscheinlich sogar der grössere Teil) der Kunst und Lyrik die später als Szene typisch beschrieben wurde ist bekanntlich sogar älter als die Szene selbst. Aber es ist nicht wichtig wer welche Teile noch für sich perönlich wichtig findet, sondern herauszuarbeiten was der absolute Kern des ganzen ist. Der gemeinsame Punkt den alle haben müssen die sich zu einer bestimmten Subkultur dazuzählen. Wer keinen dieser zwei,drei oder vier Punkte auf sich beziehen kann weis das er vielleicht sehr sehr individuell ist, aber er kann unmöglich zur Gruftie/Goth Szene gehören. Auch nicht im weitesten Sinne. Ich bin mir sicher das es die Subkultur noch genaus gibt wie vor 20 Jahren. Es sind halt sehr sehr wenige die ihr angehören aber tausende die dazu gezählt werden. Nur damit die Wirtschaft eine Zielgruppe hat auf die sie ihre Konsumgüter und Werbung zuschneiden kann. Je weniger Kernpunkte das man hat, um so mehr fallen raus und der innere Kreis wird wieder hergestellt. Ein Prozess der leider sehr sehr lange dauern wird. |
| Dark Religion | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]@Dark Religion warum schreibst du das dann als eigener Thread -[/B][/QUOTE] Sei gegrüsst, extra ein neues Post um auf Deine Frage zu antworten:) Ich will den Kern der Gruftie Szene ansprechen. Der zentrale Punkt einer ehemaligen Jugendszene der für viele aus der selbigen zum Lebensinhalt wurde. Welche andere Jugendszene kann von sich behaupten das viele 50 Jährige ihr angehören und sie somit eher eine Generations übergreifende Subkultur geworden ist und immer noch Existent ist ? (ja ich weis ein paar Hippis soll es auch noch geben;) ) |
| TheTurningPoint | Ich finde den Text ziemlich treffend, zumindest für die Zeit von etwa 1987 bis 1990, als mein Bruder seine Blütezeit als Gruftie hatte. [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] Aber es ist wie gesagt mal wieder alles reduziert auf 2 (gut getroffene) Punkte. [/QUOTE]Wie Zerbrochener schon angemerkt hat, sind die Auseinandersetzung mit dem Tod und die daraus gewonnenen "neuen Perspektiven für das Leben" nun mal die Urkraft von allem "Gothic". [QUOTE]Aber ich habe auch hier im forum schon Statements von Älteren gelesen, die damals dabei waren und z.B. Kunstinteresse als Punkt aufführten. [/QUOTE]Kunstinteresse ist auch [b]ein[/b] Punkt. Aber auch dieses ist eng mit den Themen Trauer und Melancholie - und [b]daraus[/b] gewonnener Lebenskraft - verbunden. [QUOTE]Mal abgesehen davon, dass mich dieser Umstand an sämtlichen Texten allgemein stört, ob jetzt die alte Szene gemeint ist oder die heutige. [/QUOTE]Möglicherweise liegt das daran, dass du diese Auseinandersetzung mit dem Tod in der heutigen Szene kaum noch findest. Das muss aber nicht bedeuten, dass die Texte falsch sind, die die "alte Szene" beschreiben. Es deutet vielmehr darauf hin, dass dieser Hauptinhalt mehr und mehr verlorengegangen ist. [QUOTE]Als ich vor 3 Jahren als Newbe durch das schwarze Web streifte, stand in sämtlichen [B]Definitionstexten[/B] meist NUR etwas über Tod und Außeinandersetuung mit negativen Themen. [/QUOTE]Im Unterschied zu vielen anderen "Definitionen" bringt der von Dark Religion zitierte Text m.E. deutlich zum Ausdruck, dass die Auseinandersetzung mit den "negativen Themen" "zur [b]Verarbeitung[/b] der resignativen und pessimistischen Lebenseinstellung führt", und die Grufties dadurch "neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen". Es ist eben eine grundlegend neue Herangehensweise, so wie Kolumbus seinerzeit gen Westen segelte, um im Osten anzukommen. Der Name des Unterforums "Augen durch die Nacht" kommt auch nicht von ungefähr ... :rolleyes: [QUOTE]Wenn dann der Begriff Religion ins Spiel kam, war das schon was Besonderes. [/QUOTE]Die Religionen hängen ja auch eng mit den Themen "Tod" und "Leben nach dem Tod" zusammen. In dieser Frage schafft der obige text Klarheit. Für Alle, denen das Lesen des Textes zu mühsam ist, versuche ich mal, die m.E. wichtigsten Aussagen stichpunktartig aufzulisten: ------------------------------------------------------------------------ Wertvorstellungen und Lebensgefühl der Grufties der alten schwarzen Szene: - [b]gegen stark kontrollierte Strukturen[/b] - ein Forum, wo die Zweifel am Sinn des Lebens bewältigt werden können. - sich seiner Melancholie hinzugeben, die eigenen Probleme zu verinnerlichen - Gedanken sind [b]auch[/b] mit dem Tod anderer Menschen beschäftigt, - - mit dem Schicksal der Menschheit - - mit Vorstellungen von Apokalypse, Endzeit und Umweltzerstörung - Subkultur der Trauer und der Melancholie - - die auf subjektiv erlebten und kollektiv geteilten Enttäuschungen aller Mitglieder basiert - - und zur [b]Verarbeitung[/b] der resignativen und pessimistischen Lebenseinstellung führt - Gemeinschaft der Einsamen, die ihren starken Kontaktwunsch zu Gleichgesinnten realisiert - für eigene Stilisierung wird oft auf vorfabrizierte Accessoires und Kleidungsstücke zurückgegriffen, - - die im Laden gekauft werden können - was in der Wahrnehmung von Außenstehenden erscheint, wie Grabrituale und nekrophile Aktivitäten, - - ist ein Gruppen-"Tabu" - Suizidgedanke ist vertraut und nachvollziehbar, - - wird aber [b]nicht[/b] als Lösung der Probleme eigener Existenz akzeptiert, sondern als Flucht - - und eingestandenes Scheitern an den eigenen Gefühlen von Verlust, Tod und Trauer, ausgelegt - [b]keine[/b] Subkultur des Todes sondern das Gegenteil davon: - - ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und Todesnähe kritisch - - und zusammen mit anderen auseinanderzusetzen - eine andere Beziehung zum Tod, - - da sie die große Angst anderer Menschen vor dem Sterben überwunden haben - - und dadurch [b]neue Perspektiven für ihr Leben[/b] gewinnen - Beschäftigung mit dem Tod verdeutlicht den Grufties, daß sie [b]hier und jetzt leben[/b] - verstehen Spiel mit christlichen, magischen und Symbolen alter Kulturen als Religionskritik - an christlichen Werten [b]in säkularisierter Form[/b], z.B. Gewaltlosigkeit, orientiert - Hauptglaubensinhalt ist [b]nicht[/b] Glaube an Satan oder einen Gott - - [b]eher atheistisch[/b] - - Glaube an den Tod als eine übergeordnete Macht, der sich kein Mensch entziehen kann - kulturell tradierte Religionen und Religion anderer Ethnien [b]als Rohstoff verarbeitet[/b] - magische, von anderen Gesellschaftsteilen als irrational abgestempelte Symbolik - - [b]kann[/b] Unzufriedenheit mit Kirche und durchrationalisierter moderner Zivilisation ausdrücken - okkulte Praktiken [b]mit größerer kritischer Distanz[/b] als "normale" Jugendliche systematisch erprobt - Straße und Öffentlichkeit nicht existentiell wichtig für die Präsentation des Stiles, - - Grufties sind kein "street style" - - treffen sich lieber privat oder an ruhigen Orten wie dem Friedhof, - - wo sie nicht von Polizei und Bürgern gestört werden - weiteres wichtiges Kennzeichen der Grufties ist ihre prinzipielle Friedfertigkeit |
| rosenkind | @Zerbrochener darauf habe ich ja auch hingewiesen, dass es eine Interpretation aus meiner Sicht ist. [QUOTE]Aber es ist nicht wichtig wer welche Teile noch für sich perönlich wichtig findet, sondern herauszuarbeiten was der absolute Kern des ganzen ist. Der gemeinsame Punkt den alle haben müssen die sich zu einer bestimmten Subkultur dazuzählen. [/QUOTE] Die Erwähnung des Kern alleine, kann aber niemals als ausreichende Definition der Subkultur, bzw als authentische Darstellung bezeichnet werden. Davon mal abgesehen mag es sein, dass Menschen, die dem Kern nicht entsprechen kein Teil der Subkultur sein können, der Kern alleine mahct aber noch keine Subkultur. Eine Subkultur (und ich sage hier bewusst Subkultur, nicht schwarze Szene, denn es gilt für jede!) ist immer das Produkt aller Faktoren. Die Außeinandersetzung mit dem Tod alleine macht noch keinen Gruftie, denn viele Menschen sind durch ihren Beruf, persönlichen Verlust oder Nachdenklichkeit mit diesem Thema ebenso konfrontiert und bilden darüber mitunter auch eine ähnliche Einstellung zu diesem Thema wie im Text beschrieben. Für andere Faktoren gilt das ebenso. Die Mitglieder des hießigen Kunstverbands dürften auch sehr kunstinteressiert sein und eine ehemalige Klassenkameradin hat heute rein schwarze Klamotten (nur die Farbe, nicht der Stil) angehabt. Psychologen und Psychiater sind mit anderen ähnlchen Themen, wie z.B. Selbstmord oder Missbrauch ebenfalls konfrontiert und der Germanistikstudent Hans Müller dürfte sich nicht weniger mit der literarischen Vergangenheit Deutschlands außeinandersetzen als die Jugendlichen, die blöd angeschaut werden, weil sie Goethe freiwillig lesen, usw usw usw. Was macht es also im Endeffekt zur Subkultur? Das Zusammenspiel eben dieser Faktoren. Davon mal abgesehen, zweifele ich daran, dass eben jener Kern ermittelt werden kann, durch die Meinung einier einzigen Person (die sich darüber hinaus auch noch auf einen Text bezieht, der [B]von Außenstehenden[/B] geschrieben wurde. Was wieder den Konflikt aufwirft, was diese Szene denn überhaupt ist (das möchte ich an dieser Stelle gar nicht diskutieren), darüber gehen die Meinungen sehr weit außeinander und das vermutlich nicht nur im Bezug auf heute. Denn ich kann mich erinnern, wie hier z.B. schon darüber geklagt wurde, dass die Schwarzromantik durch Partymachen ersetzt wird, der literarische Verfall, die mangelnde Kreativität des Selbermachens der Kleidung und ähnliches, was nicht explizit der Tod ist, beklagt wurde. Auch über die Entstehungsprozesse waren hier schon verschiedene Meinungen von verschiedenen Leuten der älteren Generationen zu lesen. Beispiel: einer bezeichnete alles vor den Samt- und Rüschenkinder als "Modetrend" und die Szene wäre damals erst entstanden. Ein anderer sieht die Szene davor als die ursprüngliche und die Samt- und Rüschenkinder als neue Ära, die die Altwaver ablöste. Ich gebe nur wieder, was ich hier schon gelesen habe. Du schreibst zunächst, dass es dir um [B]deine[/B] Definition ging und im nächsten Augenblick, dass du den Kern der (damaligen) Szene herausarbeiten willst. Das klingt etwas nach "Maß aller Dinge" sein. Was du als nebensächlich erachtest können andere "Zeitgenossen" mitunter als ebenfalls wichtigen oder sogar gleichberechtigten Anteil sehen, der für sie unbedingt dazu gehört. Ich weiß es nicht, ich bin damals ja nicht dabei gewesen. Aber bitte, wenn du das nächste Mal vorhast diesen Kern allgemeingültig herauszuarbeiten, stehe dazu und sage vorher nicht, es sei deine Meinung, um im Nachhein Kritik abzuweisen. um es nochmal zu wiederholen [QUOTE] Aber es ist nicht wichtig wer welche Teile noch für sich perönlich wichtig findet[/QUOTE] damit gibstdu dir eigentlich schon selbst die Disqualifizierung, weil du dich aufdas beziehst, was dir wichtig ist. Was andere drüber denken, muss überprüft werden, Fakt ist aber: eine Subkultur setzt sich aus der Masse dessen zusammen, was alle Mitglieder mit eben selbiger verbinden, diese Aussage ist versteckt nicht mehr als das true - untrue. Wenn z.B. Kunstinteresse (ich weiß es nicht) von seeeehr vielen, sprich mehr als sagen wir 3/4 derjenigen, die sich der Subkultur zugehörig fühlen als Teil desse, was ihr Dasein in der Subkultur ausmacht, dann kann dieses nicht mehr als "persönlich" angesehen werden, sondern muss als Eigenschaft der Subkultur anerkannt werden. Nur so ist eine faire und authentische Definition überhaupt möglich. Das gilt auch für: [QUOTE]Es sind halt sehr sehr wenige die ihr angehören aber tausende die dazu gezählt werden[/QUOTE] denn auch, wenn das viele nicht gerne hören: objektiv gesehen [b]sind[/b] diese Tausende die Subkultur! Sich als elitäres Grüppchen zu fühlen und den alten Werten nachzutrauern und den anderen die Zugehörigkeit absprechen ist nicht mehr als irreales Wunschdenken. Das haben viele im Forum schon erkannt, auch (oder grade?) die Älteren. Es ist nunmal nicht mehr das, was es war. Und die Definition der Subkultur über dieses übrig gebliebenen Haufen zu machen wäre mit zweierlei Maß messen, da wie bereits gesagt, die Definition nur über die Masse möglich ist. Deine Argumentation, dass es den Kern geben muss, den [B]ALLE[/B] der Subkultur haben müssen, genauso. Würdest du Wales noch als walisisch sprechendes Land bezeichnen, obwohl diese Sprache dort kaum einer mehr kann? Würdest du Irland heute als keltisches Land bezeichnen, obwohl dort das Christentum sehr stark ist, nur weil es keltische Wurzeln hatte? Es funktioniert einfach nicht. Die [B]Gothicszene[/B] ist nicht mehr die Alte. Die Alte ist nur noch eine Minderheit in der Gothicszene, so sieht es aus. Langsam sollte man das einsehen und sich emanzipieren, sich wieder in einer [B]neuen[/B] zusammenfinden (das passiert ja auch, langsam) und nicht darauf bestehen, dass die Tausend nicht die echte Subkultur sind, sondern nur die anderen paar 100. |
| rosenkind | @TheTurningPoint danke. ich warte dennoch mal ab, was andere, besonders, die ich ich im Hinterkopf hatte, dazu schreiben. Was den zweiten Absatz angeht in meinem Quote von Montrose, so ging es mir dabei nur um meine persönliche Empfindung. Diese möchte ich auch in keinem Fall zur diskussion, was damals allgemein war, mit einbringen. Das wäre anmaßend, zum einen, weil eine Person nicht für alle sprechen kann, zum anderen, weil ich auch noch eine Person bin, die damals noch ein Kind und somit nicht dabei war. [B]Mich [/B] stört es halt. Meine weitere Kritik bezieht sich ja auf Fremdbeiträge von Menschen, die damals dabei waren. Falls das missverstanden worden sei, etschuldige ich mich. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst rosenkind, bei dem Satz: [QUOTE]Aber es ist nicht wichtig wer welche Teile noch wichtig findet[/QUOTE] nehme ich mich nicht aus;) [QUOTE]objektiv gesehen sind diese Tausende die Subkultur![/QUOTE] Klares nein aus meiner Sicht (aber nicht aus Deiner, macht ja nix:) ). Die tausende sind die schwarze Szene, aber nicht die Subkultur. Und den Kern muss es geben, sonst gibt es keine Szene und erst recht kein Subkultur. Und ich bin mir sicher es gibt ihn. Also auf suchen wir ihn. Wenn nicht die Mitglieder dieses Forums ihn finden können wer dann ? Es muss ihn geben. Alles was ist bassiert auf einem Kern (und sei er noch so winzig:) ). Edit: Da meine Kunst, Gedanken in Worte zu fassen äusserst begrenzt ist habe ich mir erlaubt einen Text zu nehmen, der wenn ich die Idee überhaupt gehabt hätte ihn zu verfassen, so oder so ähnlich eh ausgesehen hätte. Man(n) (b.z.w. Frau) möge mir verzeihen. |
| rosenkind | Das ist nicht meine Sicht, das ist das Ergebnis, zu dem man konnt, wenn man das Ganze mal objektiv betrachtet. Das Wort Subkultur ist definiert als kleinere Sonderkultur, die von der Hauptkultur einer Kultur abweicht. (Eine Subkultur („Unterkultur“) bezeichnet in der Soziologie eine bestimmte Untergruppe (Teilmenge) einer Kultur, deren grundsätzliche Werte und Normen die Mitglieder der Subkultur teilen, wiki) Szene ist definiert als Synonym der Subkultur (eine soziale Gruppe im Sinne einer bestimmten Art von Subkultur bzw. Milieu, siehe Szene (Soziologie), wiki). Deine eigene Definition kannst du für dich verwenden, aber du kannst sie nicht einfach aufs allgemeine übertragen. Wenn unter das Wort Gothic nunmal die Tausende fallen, die dir missfallen und die eine soziale Gruppe in diesem Sinn bilden (und das tun sie), wenn diese bestimmte Normen und Werte (schwarze Kleidung, Titel, Musikstil, Selbstdefinition, ect) teilen, so sind sie eine Subkultur und in diesem Fall die Gothicszene/Subkultur, denn das Gothic ist einer der werte, den sie alle teilen, der Stolz auf dieses Ettikett. Der Versuch Szene und Subkultur zu differenzieren radiert das auch nicht aus. Du kannst dich nicht als Mitglied einer Gemeinschaft sehen, die es gar nicht mehr gibt. Entweder du akzeptierst, dass diese Masse die "Gothics" sind und du eine Randgruppe unter ihnen oder du bist so konsequent und siehst dich als Teil einer neuen, seperaten Subkultur. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] Davon mal abgesehen, zweifele ich daran, dass eben jener Kern ermittelt werden kann, durch die Meinung einier einzigen Person (die sich darüber hinaus auch noch auf einen Text bezieht, der [B]von Außenstehenden[/B] geschrieben wurde. [/QUOTE]Naja, eine Dissertation ist etwas mehr als nur ein Text. Ich gehe mal davon aus, dass die darin herausgearbeiteten Erkenntnisse sich auf eine repräsentative Zahl an Aussagen von Leuten stützen, die keine Außenseiter waren. [QUOTE]Du schreibst zunächst, dass es dir um [B]deine[/B] Definition ging und im nächsten Augenblick, dass du den Kern der (damaligen) Szene herausarbeiten willst. Das klingt etwas nach "Maß aller Dinge" sein. [/QUOTE]Er hat nicht geschrieben, dass [b]er allein[/b] den Kern herausarbeiten will. Ich sehe den Text als einen Ausgangspunkt, von dem aus man gemeinsam nach "dem Kern der alten Szene" suchen kann. [QUOTE]Fakt ist aber: eine Subkultur setzt sich aus der Masse dessen zusammen, was alle Mitglieder mit eben selbiger verbinden, diese Aussage ist versteckt nicht mehr als das true - untrue. [/QUOTE]Der "Kern der alten Szene" und "eine möglichst vollständige Zustandsbeschreibung der (alten oder gegenwärtigen) Subkultur" sind in meinen Augen zwei völlig verschiedene Dinge. Zu wissen, wie sich eine Subkultur zusammensetzt, mag ganz lustig und interessant sein, aber trägt m.E. kaum dazu bei, dass "die Zweifel am Sinn des Lebens bewältigt werden können". Hinter der Suche nach "dem Kern" steht für mich die Frage, [b]WAS[/b] an der "alten Szene" ihren Mitgliedern geholfen hat, ihr Leben zu meistern und wieder einen Sinn darin zu sehen. [QUOTE]denn auch, wenn das viele nicht gerne hören: objektiv gesehen [b]sind[/b] diese Tausende die Subkultur! Sich als elitäres Grüppchen zu fühlen und den alten Werten nachzutrauern und den anderen die Zugehörigkeit absprechen ist nicht mehr als irreales Wunschdenken. [/QUOTE]Es geht m.E. nicht darum, den alten Werten nachzutrauern, sondern sie möglicherweise auch heute noch irgendwo zu finden und sie zu nutzen, um damit das eigene Leben lebenswerter zu gestalten. [QUOTE]Die [B]Gothicszene[/B] ist nicht mehr die Alte. Die Alte ist nur noch eine Minderheit in der Gothicszene, so sieht es aus. Langsam sollte man das einsehen und sich emanzipieren, sich wieder in einer [B]neuen[/B] zusammenfinden (das passiert ja auch, langsam) und nicht darauf bestehen, dass die Tausend nicht die echte Subkultur sind, sondern nur die anderen paar 100. [/QUOTE]Aber auch beim Neu-Zusammenfinden stellt sich die Frage, unter welchen Prämissen man sich zusammenfindet, an welchen Werten sich die neue Gemeinschaft orientieren soll und an welchen nicht. |
| rosenkind | [QUOTE]Ich gehe mal davon aus, dass die darin herausgearbeiteten Erkenntnisse sich auf eine repräsentative Zahl an Aussagen von Leuten stützen, die keine Außenseiter waren.[/QUOTE] [B]allgemein[/B] führt aber auch eine solche Arbeit nicht immer zum Erfolg, gradein einer Subkultur, deren Ideale von vielen selbstschwer in verständliche Worte gepackt werden können. Trasportschwierigkeiten sozusagen. Ich finde diesen Text ja auch nicht schlecht, er ist gut, aber [B]mir persönlich[/B] fehlt halt etwas dabei. [QUOTE]Er hat nicht geschrieben, dass er allein den Kern herausarbeiten will. Ich sehe den Text als einen Ausgangspunkt, von dem aus man gemeinsam nach "dem Kern der alten Szene" suchen kann.[/QUOTE] dann verstehe ich aber nicht, wieso er sich gegen meine Kritik zunächst mit einem "das ist ja bloß das, wasmir wichtig ist" wehrte auf meinen ersten Satz. Für mich klang das nach "ungreifbar machen", indem man es eben als rein persönliche Meinung degradierte, um es dann erst wieder in den allgemeinen Kontext zu bringen, sobald die erste Pro-Meinung folgte. Es besteht ja auch noch ein Unterschied zwischen "das ist was ich damit verbinde" und einem "das ist, was ich denke, dass andere damit (auch) verbinden). [QUOTE]steht für mich die Frage, WAS an der "alten Szene" ihren Mitgliedern geholfen hat, ihr Leben zu meistern und wieder einen Sinn darin zu sehen.[/QUOTE] und eben dazu sind viele Statements von Zeitzeugen notwendig zu den letzten beiden Absätzen: das, was du ansprichst steht natürlich völlig außer Frage. Ich bezog mich auf die Aussage, dass diese 1000 dazugezählt werden, ohne es zu sein. Und das stimmt so faktisch nunmal nicht. |
| Ewig | Gothic hat sich mehr und mehr geöffnet. Wer will da wo denn eine Grenze ziehen? Das hat wenig Sinn und gibt nur Streit. Die mutigen zu denen ich mich auch zähle, veröffentlichen ihre Definition bzw ihren Rahmen und finden somit ihre Anhänger oder Gleichgesinnten. Oder man sucht sich entsprechende Leute hier und da heraus. Gothic ist für mich auch weit mehr als eine vorrübergehende Problemlöseszene. Sondern ein Lebenstiel. In der Gesellschaft die nur eins kennt fehlt immer wieder das dunkle Gegenteil und der Bedarf danach ist dauerhaft vorhanden. Das einzige was mich immer gestört hat ist zwar ein unwesentlicher aber mir doch wichtiger Punkt: Die Entmystifizierung. Das Geheimnisvolle und der Reiz des Andersseins ist verloren. Alles andere lässt sich wieder schaffen. Es gibt genügend Musikauswahl, genügend Leute, genügend Internet usw... |
| Herr van Rees | [quote]Das Geheimnisvolle und der Reiz des Andersseins ist verloren.[/quote] Ich seh es so: Moden kommen und gehen, ich aber bleibe (so ungefähr). Wenn ich mir das menschliche Drumherum zu sehr gebe, dann frustriert mich das nur, denn es ist nicht das, was ich will. Das war schon immer so. Also bin ich sowas wie ein Rückzugsmensch und genieße die Menschheit aus der Ferne, während ich mein Ding mache und dabei manchmal einem ähnlich gearteten Wesen wie mir begegne. Und in solchen Momenten sehe ich ganz klar: [u]Nichts[/u] ist verloren! Im Gegenteil, wo Ratz und Rübe aufeinander treffen, da rappelt's in der Kiste! Und das tut soooooo gut :) |
| Dark Religion | Sei gegrüsst rosenkind, unsere Meinungsverschiedenheiten bassieren nur auf meiner unvollendeten Ausdrucksweise in der Schriftform. Dein Eindruck täuscht dich aus Deiner Sicht nicht. Theturningpoint hat mich zum Glück verstanden. Also nochmal zusammen fassend. Klar ist der Text im Ausgang meine eigene Definition, die ich erst mal niemand aufdrängen will(auch Dir nicht). Wenn es dann Leute gibt die diesen Text als mögliche Basis sehen wo aber noch etwas fehlt (wie z.B. bei Dir) dann sollen sie ihn quasie so verändern das er Ihrer Definition entspricht. Habe ich ja nix dagegen. Aber es geht mir darum endlich einmal heraus zu finden und heraus zu stellen, was der Ursprüngliche Gedanke wahr und in wie weit dieser heute noch vorhanden ist. Nur so kann man meiner Meinung nach die längst überfällige Trennung vollziehen, um die Subkultur weiter am leben zu erhalten. Seltsamerweise sind sich doch die meisten einig das die jetzige "schwarze" Szene mehr oder minder ein Witz ist. Aber warum gibt es den kaum jemanden der für die Subkultur "kämpft". Viele hier stellen fest wie Individuell sie sind. Aber der Ursprung wahr nicht das jeder ach so Individuell ist, sondern die Grufties an sich wahren gleich, aber individuell gegenüber allen anderen Szenen (erst recht gegenüber der normalen Gesellschaft) und wahrscheinlich die toleranteste. Aber genau diese toleranz hat diesen nichtssagenden Mischmasch von heute doch verursacht. Ich erhebe für den Text im Ausgangsposting keine absolut Güligkeit, hoffe aber das am Ende dieses Threads ein Text steht der die Gruftie Szene erklärt und die wischiwaschi "schwarze" Szene von heute darin in keinem Wort wieder zu finden ist. Es gibt nach wie vor die Gothic Subkultur. Und es gibt auch die "schwarze" Szene. Beide haben zwar ihre Schnittpunkte. Aber trotzdem will ich ein für alle mal klären (mit eurer Hilfe) das es nunmal nicht die gleichen Szenen sind. Zwischen echten Grufties,Goths und Black Punks und dem Rest gibt es nach wie vor einschneidende Unterschiede. Diese heraus zu Arbeiten und zusammen zufassen könnte ein Ansatzpunkt sein. Ich bin also heraus getreten und vertrete meine Definition. Will die Definition anderer lesen und suche den Schnittpunkt der alle Goths vereint und alle anderen abtrennt. Warum sollten Goths die zu einem Zugpferd einer neuen Marktnische geworden sind, nicht das tun was sie schon immer getan haben. SICH DAGEGEN WEHREN !!!! |
| Lady Ligeia | Ich kann von mir sagen dass ich noch zum ursprünglichen Lebensstil Schwarz zu sein gehöre ... da ich mich weder über die Kleidung oder über Musik definiere ... das will ich auch gar nicht. Ich versuche jeden Mensch zu tolerieren, natürlich nur die, die mich auch akzeptieren und tolerieren ... logisch. :) |
| Lady Ligeia | PS ... passt dieser Thread nicht auch irgendwie zu meiner Schublade, die links unten! |
| Dark Religion | Sei gegrüsst, gegen Schubladen hab ich eigentlich nix (Wenn sie schwarz lackiert ist *grins*). In die Gruftschublade lasse ich mich gerne stecken. Und ja ich tu alles um so ziemlich jedes Klischee zu erfüllen. *Darki gerade in seinen Eichensarg schaut und lächelt*. |
| rosenkind | [I]Forum für schwarze Lebensart, Lebensgefühle und Lebenssinn - oder die Suche danach. Eine Welt von Empfindung und Leidenschaft, im bittersüßen Rausch unbändiger Sehnsucht... im Bedürfnis nach Geborgenheit, Akzeptanz, Toleranz und Verstandensein.[/I] So leitet die Beschreibung für das Board "Augen durch die Nacht". Lebensart, Lebensgefühle, die Suche danach und der bittersüße Rausch scheinen jedoch allzuoft unterzugehen und einer Diskussion um Definition, Konflikte von Gruppierungen, Intoleranzund vielen mehr. viel zu sehr sind wir in diesem Forum damit beschäftigt, festzunageln, Worte zu speien, Streitgespräche zu führen, als einfach nur zu schwimmen im schwarzen Meer, uns treiben zu lassen, das Denken zu vergessen, um einfach zu fühlen. Die Mystifizierung, eine unserer größten Stärken, wird zerstört, dadurch, dass wir sie selbst in Definition undAbgrenzung selbst entmystifizieren. Ich spreche aus Erfahrung, so manche Diskussion in diesen Hallen verdarb mir den Spaß am Schwarz-sein, stürzte mich in Sinnleere. Zeit, den Meinungsaustausch ruhen zu lassen. Zeit, einfach nur zu erzählen und zuzuhören. Dieser Thread soll ein ähnlicher werden wie "der schwarze Lebensgenuss", doch noch ein Stück weiter gehen, denn auch in "der schwarze Lebensgenuss" ging es um Definition und um Diskussion. In diesem Thread möchte ich eine Art "mininebelpfade" schaffen. Ähnlich wie in diesem Board soll es hier einfach darum gehen, den Gedanken freien Laufzu lassen, um in poetischen Worten den Weg zu virtuellem Papier zu finden. ich hoffe nicht, dass dies wieder in einer Diskussion endet! Dies soll ein freier Raum werden, für emotionen, Gedanken, Anekdoten, Assoziationen, ohne beurteilt, veruteilt, gerichtet, eingeordnet zu werden. Erzählt einfach, wie in Nebelpfade, was euch in den Sinn kommt. Fiktionen sollen ebenso erlaubt sein, wie reale Geschehnisse! Eigentexte ebenso wie Fremdwerk. Nur eine Bedingung: es muss mit (eurem) Schwarzsein zu tun haben. Ob es Einsteigsgeschichten sind, Schwärmereien für einen wunderschönen alten Friedhof, Sichtweißen der Außenwelt, was auch immer, ist egal! ich hoffe, dass ein Thread dieser Art auch in diesem Forum erlaubt ist, denn ich halte ein solches Projekt einfach bei der ganzen Diskussion hier für richtig, um mal wieder zu Lebens[B]gefühl[/B] zurückzukehren. Seid ihr bereit? Dann haut in die Tasten! |
| rosenkind | folgender Text ist geklaut von belladonna aus dem Thread "die bösen Grufties" guckst du [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=4551&perpage=15&pagenumber=6]hier[/URL]. Solle sie es lesen: sorry, konnte nicht widerstehen, es passt einfach zu gut hier her *duck*. Aber immerhin hast dus auch nur bgetippt ^^ SCHWARZES TRAUMA - ROTES TRAUMA Ihre Augen versinken in schwarzem Kajal, und ihre Haare schimmern wie die dunkle Nacht. Die Gesichter sind blass wie die Wand und die Kleider wie eine Wolke aus schwarzem Tüll. Mir wird etwas schwummrig, als sich das junge Paar in der S-Bahn zu mir auf den Sitz quetscht. Still und starr schauen die Kajal-Augen aus dem Fenster in die dunkle Nacht. Wie heißen die noch, diese Typen: Grufties? Gothics? Satanisten? Wo die wohl hinfahren an diesem Samstagabend? Zum Friedhof? Um schwarze Katzen zu opfern? Und Blut zu trinken? Die dunkle Braut zieht einen schwarzen Lippenstift aus ihrem langen Spitzenrock und lächelt mir unerwartet zu: "Können Sie mal schauen, ob der richtig sitzt?" Sie zieht ein breites Schmunzelmaul und streicht genüsslich in präzisem Schwarz mit dem Stift über die Lippen. "Ist gut so", reagiere ich perplex. Und weil ich so erschrocken bin, leere ich spontan den Inhalt meiner Handtasche auf dem Schoß, krame nervös zwischen Fahrkarten, Portemonnaie und Gummibonbons, halte dem Kind der Nacht einen Handspiegel entgegen. "Schön was?", fragt sie mit ihrer schwarzen Lippe in den Spiegel hinein. "Und sogar kussecht!" Zum Beweis drückt sie den frisch geschminkten schwarzen Mund auf den blassen Hals ihres Begleiters... Da, so scheint mir, sieht sie mein Entsetzen. "Sie mögen das nicht, oder?" Ich zucke zaghaft die Achseln. "Wir fahren jetzt auf eine Party, wissen Sie. Da gehen nur solche Leute hin. Wir finden das einfach schön. So wie Sie wahrscheinlich Ihre rote Jacke gut finden." Ich verliere die Orientierung. Wie kommt die freundliche Stimme in diesen weiblichen Vampir? "Ach", sage ich mit gespielter Welterfahrung, "als ich jung war, habe ich auch gern Schwarz getragen. Wir späten Nach-68er waren ja auch eher düster als farbenfroh. Aber jetzt, wo ich gelernt habe, das Leben zu genießen, da mag ich's lieber bunt." "Natürlich", plaudert mein schwarzes Gegenüber freundlich weiter, "das ist alles Psychologie! Wir verarbeiten mit unserem schwarzen Style nämlich auch die traumatischen Erfahrungen unserer Kindheit. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Hab ich letztens gelesen. In der Bücherei, wo ich arbeite." Meine notdürftige Welterfahrung bricht in sich zusammen: Dieses geisterhafte Wesen ist Bibliothekarin? Aber zum Glück sind wir endlich am Hauptbahnhof. Schnell krame ich meine ausgeleerte Handtasche zusammen, dränge aus dem Abteil. "Halt!", ruft der schwarz geschminkte Mund hinter mir her: "Sie haben doch Ihr Geld liegen lassen!" Und bevor die S-Bahn wieder in die dunkle Nacht ausrückt, streckt mir eine zarte Mädchenhand mit schwarz lackierten Fingernägeln mein volles Portemonnaie entgegen. Betroffen schaue ich an mir und meiner roten Jacke hinunter. Welches Trauma habe ich? |
| rosenkind | Blaue Blume ein Wort, dass bei mir wunderschöne Assoziationen hervorruft. mit dem Gedanken daran, werde ich nun zu Bett gehen, morgen gibt es mehr zu lesen. :) |
| jorinde | Lebensgefühl.. Etwas das schwer zu deffinieren ist, aber mein lebensgefühl entspricht wohl eher dem eines kleinen kindes das nicht kind sein darf. Ich trauere meiner kindheit nach, der unbeschwertheit mit der man durchs leben geht, die narrenfreiheit die man in jungen jahren genießt und dem zauber der verloren geht wenn man beginnt immer mehr vom leben zu lernen. Ich suche diesen zauber, ich versuche ihn zu leben und mich emotional von dem zu lösen was mich krank macht, von der realität die so hoffnungslos scheint... Ich lebe ein leben voll träume, in dem ich mir vorstellen kann ein leuchtendes einhorn durch dunkle wälder schreiten zu sehen, engel im firmament wenn ich die sterne beobachte und feen in den schatten alter bäume...ich weigere mich anzuerkennen und zu akzeptieren das die wissenschaft mein leben mit fakten entzaubert und kleide mich in einen mantel aus kindlichkeit, träumen und eleganz in dem ich wie eine königin durch meine kleine realität schreite Zu meinem bedauern muss ich der realität jeden morgen meinen tribut zollen. Ich kann mich nicht gänzlich von ihr lösen und lebe ein zwischendasein bis ich wieder heimkehre zu meiner spielzeugkiste ein versuch das ganze in worte zu fassen |
| tithyos | Ja, die Lebensart. Das Umfeld. Führen wir nicht alle leider ein Doppelleben? Das Alltägliche, Job - und die eigene Welt, das Miteinander. Selten werde ich mit meinen Gefühlen in der Welt des Alltags verstanden - manchmal fühle ich mich stehend in der Flut. Ein jeder strebt nach Materialismus - das größte Haus, das neuste Auto, die neuesten Spielzeuge. Prahlerisch in die Alltagswelt zeigend - und doch selbst niemals Hilfe anbietend denen, die darauf angewiesen sind. Doch dann ist die Welt, in welcher ich mich geborgen fühle. Wo ich verstehe und verstanden werde. Wo schönere und bessere Werte zählen - das Individuum. In seiner Gesamtheit. Die Frage stelle ich mir täglich aufs neue, ohne Antworten zu wissen, geschweige denn zu finden. Rastlos wie ein Blatt im Herbststurm - getrieben bis es zerfällt. tithyos |
| rosenkind | [I]die namenlose Subkultur[/I] Goth(ic), Gruftie, Schwarzkittel, ect pp. 1000 Namen, 1000 "Sparten" und ein ewig währender Streit darum, was sie bedeuten. Was dazugehört, um sich so nennen zu dürfen, ein Konflikt, der längst absurd geworden ist, absurd, weil zu viele zu viele Definitionen in den Raum stellen, weil keine Basis mehr existiert und ohnehin jeder "untrue" ist, weil er niemals allen Anforderungen genügen kann. die "Echten" gibt es ja gar nicht mehr, weil sie jeder anders beschreibt. Selbstdie Eckpfeiler sind in dem Wust um Definition aufgebrochen. Die Statik des Inhalts untergegangen im Kampf um die Form. Und die Menschen "als [inster word] musst du die 80ger mögen/auf Friedhöfe gehen/schwarz tragen/parties verachten/in keinem Verein sein/alte Gemäuer lieben/Rotwein trinken/den Verfall beklagen/Literaturkenntnisse besitzen/die Gesellschaft verachten..". Gut, kann ich mir alles aneignen, wenn ich ohne das nicht dazugehören kann, denn eigentlich will ich doch einzig und allein eine Plattform für das finden, die ich woanders nicht fand, weill das leben, was mir wichtig ist. Wenn es anders nicht geht, dann, fang ich an, nur 80ger-Jahre Bands zu hören/über den Friedhof zu laufen/meine lieblingskleidung zu verkaufen/keine partyehrzu besuchen/aus dem heißgeliebten Sportverein auszutreten/meilenweit zur nächsten Ruine fahren/Rotwein zu trinken/nur noch zu meckern/Goethe zu lesen/"die Gesellschaft ist schuld" in jedem 2. Satz zu sagen. Aber beim trinken des Weins, verziehe ich das Gesicht, Goethe langweilt mich, der Satz, der mit "die Gesellschaft" beginnt, stört mich mehr als die Gesellschaft, die Musik aus den 80ger qäult meine Ohren und wieso ich soviel Geld ausgebe, nur um eine Ruine zu sehen, weiß ich auch nicht. Und wenn ich dies zugebe, so bin ich wieder der "Poser", der ja keine Ahnung hat und cool sein will und doch nur dazugehören will. Ja, wieviel muss man denn tun, um das leben zu dürfen, was man fühlt, ohne Vorwürfe? Seht was mir (geworden) sind: eine Kultur von Zwänglern, die sich gegenseitig einschränken, Regelnauferlegen und fertig machen. Ist es das, was wir woll(t)en? ist das nicht das eigentliche Falsche? überdefiniert zu sein, so sehr, dass alles andere bedeutungslos wird? nicht von ungefähr spreche ich diese Worte, denn auch ich bin nur eine Gefangene im subkulturgewebten Korsett. Egal, was ich tue, irgendwo falle ich damit in Ungnade, irgendwo bin ich immer Poser, wie alle irgendwo Poser sind. Absinth schmeckt mir nicht, Met tut es, aber Alcopops ebenfalls. meineWände sind weiß und auf meinem MP3-Player ist immernoch Sophie Ellis Bextor gespeichert. Die einen fordern gnadenlose Invididualität, die anderen Anpassung, meist beides aufeinmal. ich hätte mir das Top kaufen können, dass mir so gut gefiel, ich konnte es nicht, es war eben nicht "goffik". Es ist der März 2006. ich sitze in unserem Stadtpark auf einer Bank vor der wunderschönen Kirchenruine. Eigentlich sollte ich diesen Moment doch genießen, wie ich es früher tat. Besonders jetzt, wo der Schnee eine Winteridylle zaubert und freilaufende Enten sich nah an mich heran trauen. ich kann es nicht. Denn meine Gedanken schweben nur um Diskussionen, um Definition, Analysen, Hinterfragen, Augen durch die Nacht. Seit Stunden, Tagen, Monaten. Menschen einfach erstmal kennenlernen? unmöglich, erst muss geprüft werden, ob sie einige Eckpfeiler erfüllen. Wie erbärmlich! Dabei gehe ich selbst doch nur hin zu den alten Gemäuern, wo wir vorm Regen Unterschlupf suchten, weil ich selbst nur eine schwarze Marionette war, ferngesteuert, gezwungen. Ja, das war es damals, vor grade mal 2 Monaten. Unddabei liebe ich sie doch. doch alles machte keinen Spaß mehr, die Zwänge, die aus der Definition entstanden, verdarben mir jede Lust, jede Lust aus allem. mache etwqas gern und lass dir danach suggerieren, dass du eben das tun musst, das Ergebnis istein seltsames Gebräu. Aufwachen, Rosie! Schluss damit, du brauchst eine Pause. Sie war kurz: 2 Wochen. 2 Wochen allerdings, die ausgereicht haben, den Stein ins Rollen zu bringen, den Stein zur Veränderung! Vor 3 Jahren, damals gab es diese Zwänge nicht in dem Maße. klar, alles war neu und man hatsich ausprobiert. Natürlich fand man es auch irgendwie cool, es war ja neu, alles und die "langzeitgrufties" fürchtete man damals auchschon ein bisschen, abr man hatte nichtsmit ihnen zu tun und beschränkte es sich nur darauf, dass man eigentlich sich die Haare schwarz färben sollte, "weil das braun nicht passt". Verzeihen wir es, ich war neu.Gedanken um Definition? ja, die gab es schon ein bisschen, man verfasste ja einen Text darüber. Aber Diskussion? nein. Man lebte, was man fühlte, wenn auch nur alleine. und dann kamen sie, die Diskussionen und das Dilemma begann. Schluss damit! lange war ich dabei, um zu verstehen, mich anzuschließen, um Respekt zu kämpfen. mancher wird sich noch erinnern, das sich bestimmte Menschen kennenlernen wollte, um sie zu verstehen, einordnen zu können. Auch das ist Vergangenheit. 3 Jahre sind genug Zeit, um sich ein Bild zu machen, um sich hinstellen zu können und seine Meinungzu sagen, mit der Rechtfertigung: ich binkein Neuling mehr, ich hab schon in bisschen kennengelernt!. Wäre es dann nicht Zeit, wieder zu dem zurückzufinden, was man damals darin sah, was einem faszinierte, das "eigene schwarz", dass man damals für allgemeingültig hielt? gewiss, ist man inzwischen Desillusioniert und hat eines erkannt: Subkultur ist auch nicht perfekt und keineswegs sind alle so, wie man selbst. Aber was man selbst damit verbindet, das ist doch nicht tot! Das lebt doch immer noch fort! man muss es nur von den Maden bfreien, die sich eingenistet haben, seit man zu viel analysierte! Goth(ic), Gruftie, Schwarz(romantik)e(rin), usw usw usw. Alles Begriffe, die uns einengen? gewiss, mein Beispiel nur eines von vielen. Begriffe, die uns in ein Raster fügen wollen, die ewigzum Streit führen, weil das Kollektiv sich nie einig wird, die inzwischen ein Eigenleben führen, in der schwarz-bunten Welt, weil sie längst nicht mehr allein den Zweck erfüllen, sich zu finden, wie eine Hausnummer sinnvoll ist, wenn an einen Brief verschicken will. Aber die Hausnummer ist längst das Haus. Der Begriff Indetität. Willkommen im Land der Etiketten und Marionetten! Der Zwängler. Aber es gibt da noch ein Wort, ein Wort, das jeder kenntund doch, wie gehen viel zu oft falsch damit um. Leugnen es oder messen ihm viel zu viel falsche Bedeutung zu. Das Wort heißt: [B]ich[/B]. Ich ist namenlos, ich heißt nicht Gruftie oder Gothic, ich kann Rotwein mögen oder nicht, ich kann die 80ger hören oder auch nicht. Und um Ich streitet sich auch keiner, wie Ich nun zu verstehen verstehen ist. Was man mögen/können/haben muss, um sich Ich nennen zu dürfen. Kein Palttenlabel verkauft Ich-Musik, es gibt keine Ich-Festiavls und keine Ich-Klamotten und keiner sagt "Ich ist eine Lebenseinstellung". Und trotz dieser Inexistenz, dieser Leere, dieses nicht gebraucht werdens, dieser Definitionsfreiheit, hat dieses Wörtchen "Ich" viel mehr inhalt als "Schwarzkittel" oder "Schwarzer". Denn ich gibt die Freiheit zu sein. Ich verlangt nicht, dass du Musik hörst, die dir nicht gefällt, Kleidung trägt,die dir nicht gefällt, Veranstaltungen besuchst, die dir nicht gefallen. Und dennoch kannst du als ich Goethe lieben, Burgruinen toll finden und Nächtelang philosophieren. soagr, wenn du Sophie Ellis Bextor auf deinem Mp3 Player hast und unter die schwarze Kleidung vielleicht mal den kanllbunten Schal mischst, der dirso gut gefiel. Und das schönste ist: all das tust du, weil es dir wirklich gefällt, weil es dir wichtig ist. Und ekinder dir sagen kann: das musst du, das darfst du nicht. Du bist halt einfach namenlos Ich. Vielleicht sollten wir einfach mal damit beginnen, all unsere Namen zu vergessen. Welchen Wert haben sie denn, wenn darüber ein Kampf um Ettikette entsteht, wenn man sie nur zum Verkauf von Ware sinnvoll verkaufen kann. Wenn sie Menschen in Gruppen einteilt und uns frustiert, weil wir fststellen, dass sich hinter dem Begriff ein anderer vrstekct, als wirbei dem Begriff dachten, oder wir immer außen vor sind, weil wir nicht alles daran aus überzeugug tun?Das sind doch die wahren Hülsen. vergessen wir sie einfach mal. Und bleiben bei dem Ich. vielleicht kann es dann passieren, dass sich auf der Straße 2 Ichs begegnen, die die gleiche Kleidungtragen, die gleichen Gedanken denken und die gleiche Musik hören. Vielleicht trinkt das eine Ich gerne Rotwein und das andere barcadi. Vielleicht geht das andere ich gerne in der Dunkelheit spazieren und das eine mag Parties. Und vielleicht sind diese Untrschiede dann aber auch völlig irrelevant, weil einendieMusik, die kleidung und die Gedanken zusammenschweißen, zu einem Inhalt. Und vielelicht treffen noch mehr Ichs dazu, die diesen Inhalt haben und dieser Inhalt, der brauchtdann keinen Namen, keine Form, weil er sich aus sich selbst erklärt. Aus lauter ichs, die eine Gemeinschaft bilden, weil ihre ichs zusammenpassen und nicht, weil sie in ein Wort fallen, das ohnehin dadurch zerbricht, dass jeder es anders definiert und einzig und allein Zwänge und Ausgrenzung erzeugt! |
| rosenkind | bevor ich weiterschreibe, möchte ich euch einfach nur mal sagen, dass ich eure Worte förmlich trinke, so poetisch alles, wunderschön!. Besonders gilt dieses Lob tithyos und Jorinde. in euren Worten steckt sehr viel (lebens)gefühl! nun aber zu mir, ein zweites mal für heute [I]Nostalgie[/I] grade eben, vor ein paar Minuten habe ich mal wieder, wie so oft einen Beitrag in einer Diskussion abgesetzt (man ist halt doch ein Junkie *g* und wer ebenfalls einer ist, weiß auch welcher Post das war). Der oben beschriebene Effekt jedoch bleib aus. nichts gelähmtes. Woran das liegt? vielelicht daran, weil ich ein Stück meines Empfindes preisgab? Von der Vergangenheit erzählte? ja, die Vergangenheit, die wars wohl. Alle Illusionen, aller Idealismus, alles Glückgefühl, meiner Anfangszeit kehrte in einer lieblichen Erinnerung zurück, in einem Bild, einer Methapher, in der ich damals ausdrückte, was mir schwarz sein bedeutete. "Gothic war für mich die schwarze Erde, in die mein Samenkorn fiel, damit ich Gänseblümchen zur Rose wachsen konnte", so oder so ähnlich, jedenfalls kamdieRose, die Erde und das Samenkorn darin vor. Eine liebliche Erinnerung, die man aus der heutigen Sicht einer Desillusionierung nur lächelnd über die damalige Naivität unter dem Gesichtspunk der Verklärung beäugen kann? keineswegs! nichts als die pure Wahrheit, auch heute noch. Die Rose blüht ja immernoch! gewiss, sie hat Blätter verloren und je mehr die Form den Stellenwert des Inhalts einnahm, umso mehr fehlte ihr das Wasser, das sie brauchte. ja, sie ist ein bisschen angeschlagen, aber noch keineswegs verdorrt. Möge der Himmel sich öffnen und aus seinen schwarzen Wolken sich in unzähligen Tropfen auf mich ergießen. In den letzten Tagen ist hier der Frühling verfallen. Es war Sommerlich bis dahin, nun ist es kalt und herbstlich fast. Und es gewittert! wie treffend! nicht nur, dass ich Gewitter liebe, spricht man nicht auch von einem klärenden Gewitter? Man ganz außer Acht gelassen, wie oft ich im Jahre 2003 durch den Regen tollte, weil er mich befreite, von sämtlichen seelischen Schmerzen, die ich damals fühle. Wie das prasseln beruhigte, während die Tropfen aufder puren Haut (solangees ging, im Sommer) belebten und der Duft in meine Nase stieg. Es war, als wollte der Regen alles in mir wegwaschen, allen Dreck, mich reinwaschen. Er war meine Erlösung, einige Gedichteaus der Zeit sind nochheute meine Zeugen. natürlich, die klaren Fronten, die ma schafft, wenn man Newbie ist, wenn man sich siene Existenz hier drüben grade erst erkämpft und sich somit stark distanziert, sind vorbei. heute bin ich doch eine gestandenes Gruftsbild ^^. und schwarze Szene löst keine neugierde, kein "es ist neu, es ist cool, wie aufregend" mehr aus, sondern höchstens ein Gähnen, wenn einem die Gerichtsshows, die man zur stupiden Untermalung stupider Näharbeiten hört, um sich nichtbei der einen oder anderen Tätigkeit gänzlich totzulangweilen (ja, ich brauch beim Nähen nunmal etwas Ablenkung...) mal wieder demonstrieren, wie böse man doch angeblich ist, weil mal wieder ein viel zu schwarz geschminkzer Typ mit einer Dame in hässlicher Katalogkleidung auf der Anklagebank sitzten und heil Satan rufen. man macht sich auch nicht mehr selbst in der neuen Klasse zum Außenseiter, weil man ja weiß "wie diesen bunte Volk drauf ist" und dass man mit ihnen nichts anfangen kann. ja, man hat "drüben" endlich Wurzeln geschlagen und kann so seine Äste über die Grenze wachsen lassen, weil man dieses Land nun gut kennt. Doch weil man es gut kennt, vergisst man manchmal, wie es war, als man noch auf der anderen Seite stand. Und genau diese Erinnerung kam wieder heute. wie es war, als es da noich keine Goethes Erben oder ähnliches gab, schwarz nur höchstens 1/8 des Kleiderschranks ausmachte und philosophieren daraus bestand, den anderen zuzuhören, wie sie über ihre Eroberungen sprachen. Gewiss, wir sind alle ältergeworden, man kommt leichter mit Exoten klar oder eben mit den "Normalen".Aber einmal durchgedacht, so weiß ich heute auch wieder, dass ich mit fastallen Klassenkameraden ebenfalls wie damals nur Freundschaften schließen könnte, in denen etwas von mir außen vor blieb. Manchmal merktman erst, was man hat, wenn es einem fehlt. Und ichhatte leider vergessen, wie sich "fehlen" anfühlt. Vergesser bis zur Erinnerung schöne nostalgie! |
| Trauerwesen | Lebensgefühl....da gibt es sicherlich ein Wort, das bei mir ziemlich gut passt: Suchend. Nicht mal spezifiziert, sondern fast schon allgemein. Aber da es so schön passt, sicherlich auch suchend nach dem Gefühl, melancholisch und glücklich zu sein, innere zufriedenheit durch Dinge, die einem was bedeuten. Zufriedenheit mit sich selbst, oftmals ausgelöst durch viel Schwarzromantik und Melancholie. Sich als Teil dieser Welt zu betrachten, das düstere sich zu nutze machen, weil es einem ein unbeschreiblich schönes Gefühl geben kann. Geborgenheit. Nicht verstanden werden von der menschlichen Masse, sondern von sich selbst. Sich selbst als Teil von etwas grossartigem verstehen, dem Zauber dieser Welt. Aber die Suche wird nie vorübergehen. Es gibt immer was zu suchen. |
| tithyos | Ist nicht das Gefühl anheim, zu sein als das was man sich wünscht zu sein? Rollen werden gegeben - ausbrechend liege ich auf der Lauer nach dem, was Sinn gibt für das was ich tue. Romantik ist ein wesentlicher Bestandteil, Kerzenlicht, Stille mein liebster Begleiter. Interessiert an immateriellen Dingen, Materialismus nutzend - aber im Grunde aus Acht lassend. Manchmal schauen mich Humanoide an, manche fragen, warum ich so sei. Nun - dies ist meine Antwort. Mein Gefühl, mein Sinn steht mir danach, denkend und fühlend zu sein. Mich meiner Melancholie hinzugeben wie meiner Albernheit, meinem Schmerz wie meiner Freude. Kraft zu finden für das Leben über Tage, fremdgeboren in eine Welt, die niemals die Meine ist und werden wird. Erklärungen wurden schon oft in meiner Lebenszeit gefordert für dies - geben will ich keine. Aus dem "cool und anders" Statement vor 20 Jahren wurde eine Lebensphilosophie. Erst vor wenigen Monden wiederentdeckt und mir innerliche Stärke, Ruhe und Frieden gebend. Im Herzen immer schwarzdenkend, hinterfragend alles das, was die "Welt" als sich selbst ansieht. Wünschen würde ich mir dieses Gefühl den "Newbies" zu vermitteln, all das mitzunehmen auf ihrem Wege, der beständigen Gefahren ausgesetzt und doch so wunderbar ist, das es sich lohnt diesen zu gehen. carpe noctem, tithyos |
| lacrimae_bx | der regen, von dem andere sagen man müsse sich dagegen mit hilfe eines schirmes schützen, ich mag ihn. ich mag das gefühl im regen zu stehen bis man völlig durchnässt, sich tanzend von ihm wendet. die schmale linie, die das genie vom wahnsinn trennt, und man nicht weiß auf welcher seite man wandelt. die wahrheit, von der es viel zu viele gibt und mich folglich immer weiter suchen lässt, damit die leere der langeweile verdrängt. der bittersüße schrei nach veränderung, der an nicht zu überwindende wände prallt und als echo mich selbst zu infizieren scheint. hass, gegenüber der macht die manche menschen zuwider ihrer natur besitzen und folglich genau wegen ihrer natur missbrauchen. hass, gegenüber mancher gleichgültigkeit. einsamkeit, kompensiert durch freunde, jedoch unfähig verwandte im geiste zu finden. abgeschnitten von dem ort wo man gern wäre. und doch da. another mindless ________________________ irrende geister gebrochener willen gierige meister verborgen im stillen gedanken gebrochen durch der massen zwang ewigkeit gesprochen und doch minder lang. individuen zerfallen sklaven entstehen dir gegenüber... des meisters vergehen wird ein ende nie finden bis zum tode dich binden __________________©2001 angst. interesse. an der gewalt riesiger feuerstrahlen die vom himmel kommen. nahe. extrem nahe. die mich veranlassen schluss zu machen, vom fenster weg zu gehen und den computer auszuschalten :D |
| Winterborn | Lebens.Gefühl Was ist ein Lebens[I]gefühl[/I]? Das Gefühl, das ich beim Leben habe? Das Gefühl, das mir das Leben bereitet? Das Gefühl, das ich mir konstruiere, damit ich das Leben besser ertrage? Und was hat es damit zu tun, wie ich rumlaufe, welche Musik ich höre, auf was für Typen ich stehe? Ist ein Lebensgefühl so oberflächlich? Und wenn nicht, wieso verschwende ich dann soviel Zeit mit solchen Dingen, wo sie mich doch nur dabei stören würden, mein Leben zu fühlen? Oder unterstützen sie mich dabei? Ist mein Leben schwarz? Und wenn ja, welche Farbe hat dann das Leben eines Mädchens mit blondierten Haaren und Miss Sixty Hosen? Pink? Rosa? [I]"Ich weiß, welche Farbe deine Seele hat. Aber es ist keine Farbe wie du sie kennst."[/I] Ist das Lebensgefühl das, was meine Seele nach außen trägt? |
| TheTurningPoint | [CENTER][COLOR=limegreen]* Beim Tanzen ist kein Weg geplant. Und wer nach Plan sich Wege bahnt kann trotzdem falsche Wege gehen. Und wenn, ganz nüchtern angesehen, doch jeder Weg ins Grab nur führt, dann lasst uns einfach ungerührt entlang des Lebensweges tanzen. *[/COLOR] [URL="http://www.mercyground.com/evidence.htm"][SIZE=1](Faith And The Muse - "Scars Flown Proud")[/SIZE] [/URL] [/CENTER] |
| vengeance | Lebensgefühl - für mich bedeutet es, meine Gefühle bewusst zu leben, meine Gedanken, meine Gefühle ausleben. Auch, diese in gewisser Weise nach Aussen zu tragen. Sie unterstützt zu wissen durch passende Musik im passenden Moment. Nicht-Konform zu gehen mit so vielen "Gesetzen" der Gesellschaft. Kompromisse zu finden zwischen kompletter Versacken und Realität. Schwarzromantische Gefühle zuzulassen, zu fühlen und zu spüren, und irgendwie auch zu zeigen, wie ich ticke. Spaß zu haben ohne (allzu) oberflächlich zu sein, diesen Grat zu gehen. In diesem Leben das für mich Beste mitzunehmen. Mein Leben nicht einzuschränken durch Ideale und Vorstellungen anderer. Meine Ideale ausleben. Ich bin Idealist. -v- |
| rosenkind | [B] mein schwarzes Städtchen[/B] Es war im Januar oder Februar, als der Deutsch-Lk lieblich versammelt im Klassenzimmer saß und beim Blick in das Deutschbuch auf eine Zeichnung von Caspar David Friedrich den Ausführungen meiner Lieblingslehrerin zu der Entstehung der Deutschen Romantik folgte. Heidelberg, so sagte sie oder so ähnlich, in dem Clemens Brentano und Joseph von Eichendorff waren, würde ja geprägt durch etwas ganz besonderes. Die Ruine. Kein Wunder, dass man dort auf die Gedanken der Romantik käme, inspiriert durch solch ein wundervolles Denkmal. Schon damals wichen meine Gedanken ab... und ich fand mich leise an meine Heimat erinnert. Doch so oft der Gedanke auch kam, so sprach ich ihn doch niemals aus. Aus Bescheidenheit, vielleicht aus Angst unverstanden zu sein? Wenn eine Stadt mit ihrer Ästhetik die Keimzelle eines Lebensgefühls sein kann, so ist meine Keimzelle, diese Stadt, in der ich lebe. Eine Kleinstadt am Main, nicht Heidelberg, doch ebenfalls nicht wunderschön? König Ludwig I. von Bayern war immerhin so angetan von diesem Städchen, dass er es das "bayrische Nizza" nannte und das Pompejanum, ein Nachbau eines Hauses aus Pompej, errichten ließ. Und auch ich stelle immer wieder fest, wie sehr ich dieses Städchen liebe. So richtigzu schätzen weiß ich das erst, seitdem ich täglich das graue, überfüllte Frankfurt sehe. Nichtdass ichetwas gegen Frankfurt hätte, nur ist es nicht meine Welt. zu viele graue Häuser, zu überfüllte Straßen, zu viele Menschen, zu wenig Platz für Träume. wie sehr freue ich mich jedesmal darauf, "mein Aschaffenburg" wieder zu sehen, wenn ich heimkomme. Wenn der Bus mich vorbeiträgt am Schloss, der Jesuitenkirche, der Innenstadt dem "gleben Schloss" Schönborner Hof, auf dessen kleine Fenster im Dach ich vor der Ampel stehend blicke und mir träume, im schwarzen Samtkleid dort obenzu hausen. wie sehr mich der Anblick erfreut, wenn ich die Fußgänerzone hinunterlaufe und zwischen den Häusern den Turm der Stiftskirche erblicke, der sich erhebt. Und die Häuser selbst sind keine riesen, keine übertirebenen Ladengeschäfte, Häuser aus der Gründerzeit, mit schönen Fassaden. Einmal, ich erinnere mich gut, es war im letzten Sommer, lief ich vom nahe gelegenen Jugendzentrum durch die Stadt, weil ich in einer anderen Ecke noch einen Termin hatte und kam durch die Fußgängerzone. Ich hörte die Musik schon von weitem. Denn sie sind oft dort, in dieser Ecke, die Straßenmusiker und passen so herrlich ins Stadtbild, anders als die Musiker aufder Zeil in Frankfurt. ich liebe sie, dieses bisschen freie Kunst, das sich so herrlich einfügt. Auch wenn ich selten stehen bleibe. Doch diesmal war es ein ungewohnter Klang und ich lief die Fußgängerzone hinauf. Da sah ich sie. Die Spielerin jener engelsgleichen Töne. Ich konnte nicht weiter, ich musste stehen bleiben und lauschen, zusehen. Was dort für ein Instrument aufden grauen Pflastersteinen war, war nichts geringeres als eine Harfe! Eine echte Harfe! mitten in der Fußgängerzone. und es war so wunderschön. Die Töne flogen, der Kirchturm im Hintergrund, die letzten goldenen Sonnenstrahlen. ich blieb stehen und lauschte. Und als sie fertig war, klatschte ich. Es war Abend, ich war alleine, leider, es standen natürlich noch andere Leute da, doch die waren bereits weitergegangen, als sie zuende war. ich klatschte allein, aber kräftig. das letzte Geld in meiner Tasche wanderte in ihre Büchse. Sie strahlte, nicht über das Geld, über den Applaus. ich kam zu spät, fast 10 Minuten, aber es war egal. für die Harfe war es mir wert. was es mir ebenfalls wert war, war eine Erkältung, die ich riskierte, als ich mit der Digicam bewaffnet an einem eiskalten, aber lichtintensiven Wintertag mich aufmachte, die Altstadt zu durchforsten, um schöne Bilder zu schießen. und mich zu laben, an den putzigen alten Häusern, den Toren, den engen Gässchen, dem Zauber stehen gebliebener Zeiten. Es ist, als tauche man in eine andere Welt und manche Ecke sieht so aus, als hätte sie sich nie verändert. seltsame Treppchen führen hinab und man weiß nicht, wo man rauskommt, von den Straßen aus sieht man Tore, hinter denen ebensolche Treppchen hochlaufen und wenn man neugierig zu einer Mauer läuft, um darüber hinaus zu blicken, so stellt man fest, dass man sich in schwindelnder Höhe befindet und wenn man das unten Anschaut, dann weiß man auch, dass man auf dem höchsten der Abschnitte der "Schlossmauer" steht. Und ohja, Das Schloss ist nicht zu vergessen. wie es da drohnt, unser Wahrzeichen, direkt über dem Main: Schloss Johannisburg. Es gibt bekanntere Schlösser, es gibt schönere, aber keines davon steht in meiner Stadt. Ich erinnere mich, wie ich einst mich mit einer neuen Bekanntschaft dort traf. wir liefen den *Gang* entlang, um uns blühten Rosen, neugierig immer weiter, vorbei am weißen Pavillion, vorbei am Pompejanum, bis wir in einem Garten von griechischen Statuen standen und es nicht weiterging. Unvergessen auch die Galerie, das Bild, das mich so faszinierte. oder die Treffen mit einem Freund im Winter, jedesmal liefen wir ums Schloss herum. Die Schlossweinstube ist inzwischen zu meinem Lieblingsort geworden, um neue Leute in AB zu empfangen. leider war die Gewölbehalle immer zu. Doch das für mich schönste ist eine Kleinigkeit im Vergleich dazu. Es ist ein Tor, nach dem eine Treppe folgt, die nach unten führt zur Mainwiese, doch so gebaut, dass man aufeine gewisse Entfernung von diesem Tor meint, es führe ins nichts, nur hinaus in den freien Himmel. ein wunderschönes Bild. Auch dir Kirchenruine darf nicht vergessen werden, die, im Park. 1522 ist sie niedergebrannt. man kann sie nicht betreten, wohl aber vor ihr sitzen. Um sie herum wasser, mit einer wunderschönen kleinen Brücke. Schwäne und Enten schwimmen darin. im alten Gemäuer unzählige Tauben und auf dem Gemäuer? Da sitzt in blau und grün ein Pfau. Ruine. Erinnert das nicht an wen? Brentano und Eichendorff? Ersterer ruht schon seit über 150 Jahren auf unserem Altstadtfriedhof, der gleich neben dem Jugendzentrum liegt und wohl zu den seltenen Friedhöfen gehört, die nachts [B]nicht[/B] abgeschlossen sind, zumindest nicht unter der Woche. Und dann wäre da noch die Stiftsbasilika bzw. deren Kreuzgang, wo ich mich einmal mit einem anderen Bewohner der Nachtwelten vor dem Regen schutzsuchend hinflüchtete. ich könnte noch weiterschwärmen, von den herrlichen Häusern, den Toren, den Schnörkeln, den Fratzen mancher Wasserspeier, den Fachwerkhäusern, dem was auch immer. Es würde alles nur zu einem Ergebnis kommen: ich liebe diese Stadt in ihrem wunderschönen Stadtbild, in ihren Gebäuden, Gassen, Anlagen, wo der Geruch längst vergangner Zeiten in allen Ritzen und Winkeln schwebt. Wo man an der Bushaltestelle steht und einen Blick hat, rachts das Schloss, links die große Jesuitenkiche, in der Mitte die Altstadt, aus der einem grade 2 Schwarzgestalten entgegenkommen, die sich so herrlich einfügen. Von Straßenmusikern, Sommerabenden auf Friedhöfen, von Entdeckungsreisen in der Altstadt und vielem, vielem mehr. Schwarzromantik liegt überall in der Luft. sollte es mich da wundern, dass man in dieser Stadt keinen cm gehen kann, ohne einem schwarzgewandeten Etwas über den Weg zu laufen? immerhin istes nicht nur das herrliche Stadtbild alleine. Wir haben sogareinen Gothicshop und bis letztes Jahr 2 Orientshops, die schwarze Sachen führten. Unsinnig zu erwähnen, dass einer davon in einem der Fachwerkhäuser war. An den Springbrunnen in der Esotherikbuchhandlung, in die mich Mama als Kind manchmal mitschleppt, der mich so faszinierte (wer hatschon einen Brunnen mitten im Raum?) und der Duft, der dort immer war, bleibt mir leider nur noch die Erinnerung. Denn die Wirtschaftskriese hat auch diesen vernichtet. nicht aber den Laden, in dem man neben unzähligen Second Hand Büchern auch noch Scheiben von den sisters oder the cure findet für unter 10 Euro. oder den "Second Hand Shop meines Vertrauens", der 3 Etagen groß ist und eine große Auswahl an moderner Kleidung führt, worunter man auch oft etwas schwarzes findet, den ich ebenfalls seit meiner Kindheit kenne. Die Zeit rückt weiter, ich werde älter und das macht mir Angst, Angst, dass ich diesen Ort, den ich so liebe einmal verlassen muss. Vielleicht sollte ich dann nach Heidelberg gehen? |
| rosenkind | [SIZE=3] [B][COLOR=deeppink]Gothic 2026 - der Neubgeinn[/COLOR] [/B] [/SIZE] 15. Juni 2026. Es war ein heißer Sommertag und ich lag halb dösend halb lesend in der Hollywoodschaukel auf der Veranda des Efeubewachsenen Einfamlienhauses, dass ich mit Kind und Kegel vor 8 Jahren bezogen hatte. Ich las Heinrich von Ofterdingen von Novalis und passend dazu glänzte vom Garten herüber der Rittersporn im schönsten blau. Lange war es her, dass ich mir dieses Buchgekauft hatte, 21 lange Jahre und mehr als die Hälfte dieser Zeit stand es in der hintersten Ecke meines Schrankes. Ebensolange trug ich keine weitschwingenden Röcke mit Samtvolant mehr. Die Nähmaschine, die vor 20 Jahren keinen Tag stillstand, war irgendwo auf dem Dachboden verschwunden, genau wie sämtliche Mäntel, Röcke und Armstulpen, die damit gefertigt wurden und darauf warteten, dass meine Kleinen mal so groß sein würden, um ihnen zu sagen: seht mal, so sah eure Mama aus, als sie noch ein junges Mädchen war. Wie ich so lese, vergeht die Zeit. Vorwärst und rückwärts zugleich. Die alten Zeilen erinnern mich an jene Tage meiner Jugend, in der ich die Dachenbodenkostüme noch stolz trug, in der ich noch fühlte, was heute eine Erinnerung war. [I]Wir lebten zur Endzeit[/I] schlich sich in meine Gedanken. Denn schon damals war jene Subkultur, die ich Heimat nannte, im Untergang begriffen. Schon damals war es schwer, unter dem seinerzeit noch schwarzen Volk jene seltenen Gestalten zu finden, die jenes Gefühl mit mir teilten, schon damals regierte Enttäuschung, jedes Mal wieder, wenn man jemanden kennenlernte, der genauso aussah und doch nicht "genauso" war. Die Klagegeister fanden sich, dank technischer Möglichkeiten dennoch und so wurde ich aktiv, stellte etwas auf die Beine und endlich trafich sie, jene Seelen, die dasselbe fühlten. Wie könnte ich vergessen, als wir zu dritt lachend durchs Goethehus liefen. Freiwillig, 3 Jugendliche, eine 16, einer 18, eine 19. wie wir in unserer Stammkneipe saßen und der jüngsten aus Goethes Faust vorlasen? Wie wir ein halbes Jahr später in lockerer Runde erörterten, ob Wände ein Bewusstsein haben. So manche Freundschaft wurde geschlossen. Freundschaften, von denen einige Fortbestanden, einige zerbrachen. Doch immernoch war da etwas gemeinsames, ein gewisser Stolz, der Existenz. Auch, wenn man sich nicht mehr als "Gothic" begreifen konnte, da Gothic einem zuwider wurde in Anbetracht der Tatsache, was Gothic damals bereits war, so gab es dennoch jenes Lebensgefühl, dass einen zusammenschweißte, eine Gemeinschaft daraus machte. All das war vorbei! Gewiss sah man einige von ihnen immernoch. Und man sah sie gerne. Doch die Tage, in denen man mit dem Menschen, den man liebte 320 Km von zuhause weg nachts im Wald spazieren ging oder den Sommerabend am Grab von Clemens Brentano und wunderschönen Grabsteinen auf dem Altstadtfriedhof ausklingen ließ waren vorbei. Die Menschen, die man kannte, die damals "die alten" waren, gingen nun auf die 60 manche soagr auf 70 zu. Keiner trug mehr schwarz, keiner lief mehr über Friedhöfe, keiner führte mehr tiefsinnige Gespräche, außerhalb enger freundschaftlicher Bande. Goethes Erben hatten sich getrennt und alle taten es ihnen nach. Außer der Bands des spöttisch genannten "schwarzen Technos", die wuchsen immer mehr. Die alten Schallplatten und CDs liefen manchmal noch. Dochder Schmerz der Erinnerung ließ sieuns selten hören. Uns? ein Uns gab es nicht mehr. Eine der Anti-christinnen, die ich mit 17 kennenlernte, war inzwischen Gemeindereferandarin. Sie erkannte mit 26, "wie lächerlich dieses Antichrist-zeugs ist" und wandte sich wieder dem christlichen Glauben zu. Unser Buddhist ist 2013 nach Asien ausgewandert und der Punk meiner Realschulklasse, der immer gegen den Kommerz schimpfte, war inzwischen im Vorstand eines großen Unternehmens. Alles zerfiel mit der Zeit. Ich legte das Buch zur Seite, stand auf und lief in die Wohnung. Denn ich bekam spontan Lust, etwas aus der guten alten Zeit zu hören. mein alter Mp3-Player funktionierte erstaunlicherweise immernoch, nachdem ich ihn aus der Kiste auf dem Dachboden befreit hatte. Das erste Lied, das ich hörte, war eines von Mantus. neue Welt. Wie oft habe ich dieses Lied gehört? Erinnerungen stiegen in mir hoch. mit dem Kopfhörer auf dem Kopf machte ich mich wieder auf den Weg zurück nach unten. im vorrübergehen erblickte ich eine Kiste, die meine beiden Süßen offensichtlich umgeschmissen hatten. Unter den Gegenständen, die auf den Boden gekullert waren erkannte ich einen meiner alten Kettenanhänger. ich griff nach dem Silberding, das Lederband war noch dran. Schwelgend nahm ich ihn an mich und zog ich über dem Kopf. Im roten Sommerkleid, mit Pentagrammanhänger und Mantus im Ohr machte ich mich wieder auf den Weg zur Hollywoodschaukel, mir zwischendurch noch ein Gläschen Meteinschenkend, dem einzigen Übrigbleibsel von damals, das mich bis heute begleitete. Ich nahm den Platz wieder ein, den ichzuvor verlassen hatte und genoss die Klänge. zu lange hatte ich so eine Situation nicht mehr erlebt. Es war im Jahre 2012, als die Band "Gosths Death", welche von uns später zynisch in "Goth's Death" umgetauft wurde mit "pink is the new black" die schwarzen Clubs und später die Charts stürmte. Dass es bergab ging, wussten wir bereits, ichverfolgte nun seit 9 Jahren die Klagen in einer unserer letzten Treffpunke, einem schwarzen Forum und erlebte auch jeden Tag "draußen" den Zerfall mit. Aber dass es so rasant gehen würde, ahnte keiner. Innerhalb von nur 3 Jahren danach, war die schwarze Szene tot. nicht tot in dem Sinne, wie wir es früher in den Foren meinten, nein, sie war wirklich tot. Schwarz verschwand schlagartig. x-tra-x stieg komplett auf pink und neon um. sämtliche jungen Dinger, die man 2 Monate zuvor noch in schwarz sah, waren auf einmal pink. unsere "letzte Bastion", jenes Forum, wandelte sich in ein Technoforum. Das WGT hatte den Status und Bekanntheitsgrad der Loveparade erreicht und wir, ich und meine Bekannten, sahen, wie alles, wirklich alles plötzlich zerfiel. im Jahre 2015 fingen auch die Bands an sich aufzulösen, eine riesige Welle, die alles fraß, selbstwas Rangund Namen hatte, die kleinen und die Großen, waren nicht mehr existent oder zu "schwarztechno" geworden. es zog sich noch bis zum Jahre 2018, als auch der letzte Gruftie ausgestorben war. nacheinander stiegen alle wieder auf "bunte Kleidung" um, denn "es macht ja keinen Sinn mehr". Auch ich wechselte irgendwann wieder zu blau und grün, zu gelb und orange. Die letzten, die nicht aufgeben wollten, versackten im pinken Sog, wurden Teil jener Welle, die sie erst bekämpften. Und die vereinzelten, die "standhaft" blieben, sind inzwischen tot oder in der Psychatrie. Auch wuchs die von nun an pinke Szene so weit an, dass man sie nicht mehr als Subkultur bezeichnen konnte. In 10 Jahren seit 2012 war "goth" so gesellschaftsfähig geworden, dass es nunmehr den Stand erreichte, den Hip Hop in den letzten Jahren des alten und den ersten des neuen Jahrtausends hatte. Es war eine Untergruppe des Mainstreams geworden. "gruftig" auszusehen hatte nun in etwa dieselbe Bedeutung wie in meiner Jugend das wörtchen "cool". Sämtliche Modegschäfte führten pinke "Gruftieklamotten". Wobei der Trend seit 4 Jahren wieder am abflauen war und die pinken Gestalten weniger wurden, so war jenes Gefühl der "alten Subkultur" tot, tot,tot. ... |
| rosenkind | ... [i]Niemand mehr weiß heute etwas davon, wie wir damals fühlten [/i] dachte ich und dachte an Tiefsinnigkeit, Philosophie, Melancholie, jenen Geschmack des schwarzen Lebensgefühls, an Ruinen und alte Bauten, an Genuss der kleinen Dinge, an Unendlichkeit, ein Kerzenlicht und noch viel mehr, als mich auf einmal ein Wort aus der Lethargie riss. "Saaataaan". Hatte ich mich verhört? oder schrie da jemand tatsächlich jenes Wort, dass ich in meiner Jugend nur allzuoft hinter mir hörte. nochmal "Saaataaan". Jetzt wusste ich, dass das keine Einbildung war. ich riss mir die Höhrer vom Kopf, schmiss den MP3 Player aufdie Hollywoodschaukel und dabei auch fast noch dasglas Met. Ich lief ins Hausund dann hinaus auf die Straße. Und dort sahich sie. Eine Gruppe Jugendlicher und ein Stück von ihnen ein Mädchen. Kein gewöhnliches Mädchen. Sie hatte pinke haare, einen pinken rock, pinke Armstulpen, aber ein Top aus schwarzem Pannesamt und ein silbernes Pentagramm, eines wie das meinige und sie war auch ebenso geschminkt, wie ich es früher war. Erstaunt blieb ich für einen Moment stehen. Doch als die Gruppe Jugendlicher zu ihr liefen und sie packten um an ihr zu zerren und sie wohlmöglich noch zu schlagen, ging ich auf die meute zu und zerrte sie aus ihren Fängen. Sie rührte sich nicht, wirkte abgekehrt, depressiv. Ich tellte die Jungen zur Rede und drohte ihnen. Was ich erntete war ein freches Grinsen, doch schließlich zogen sie ab. Nun wandte ich mich ihr zu. Sie muss wohl etwa 15 gewesen sein. Ich sah, wie langsam tränen über ihre Wangen liefen und legte den Arm um sie, sie wehrte sich nicht. "Hey", sprach ich, "vor denen brauchst du dich nicht mehr zu fürchten. Wenn sie wieder was tun, ich wohne gleich hier" und deute auf mein Haus. In diesem Moment fing sie an zu schluchzen und ich spürte wie sie schwach wurde und zusammen zu sinken drohte. Also lief ich mit ihr zur nahegelegenen Bank am Rande des Tadtparks, der vor meiner Haustür begann und setzte mich mit ihr. Ich sprach tröstend auf sie ein und stellte ihre Fragen, bis sie sich nach ein paar Minuten beruhigt hatte. Sie erzählte mir, dass diese Jungs in ihre Klasse gingen und wie sie sie jeden Tag fertig machten. Wir sprachen lange, ich erzählte von mir damals und baute sie auf und allmählich trockneten ihre. "ist es schlimm anders zu sein", fragte sie schließlich und schaut mir ernst in die Augen, "ist es soo schlimm?". "Nein", entgegnete ich leise, "die anderen... verstehen es nur nicht immer. Man muss Menschen finden, die es verstehen" und ich dachte zurück an damals. "Die gibt es nicht", seufzte sie und sank wieder in sich zusammen, "niemand ist so wie ich". "wie bistdu denn?" fragte ich sie schließlich, "vielelicht kann ich dir helfen". "ich weiß nicht", antwortete sie, "ich bin irgendwie... naja eigentlich bin ich ja wie alle anderen, trag gruftige Kleidung, höre pink scullcave und so, aber irgendwie..." "irgendwie interessiert du dich für Sachen, für die sich sonst keiner interessiert, machst dir Gedanken, die sich sonst keiner macht, hast einen Geschmack, den sonst keiner hat", ergänzte ich es und sprach dabei doch nur von meinem Schicksal. Sie schaute mich erstaunt an: "genau", sagte sie. "Dieses Top z.B. gefällt mir viel besser und die Kette. Das ist alles mehr ich als pink". Ich lächelte. "was gibt es da zu lachen", fragte sie etwas beleidigt. "ich lache nicht über dich", sagte sie schließlich. "Aber was du sagst, erinnert mich an meine Vergangenheit". Sie schaut mich mit großen Augen an. "als ich noch jung war, etwa in deinem Alter, war ich Gruftie". Sie seufzte wieder: "ach, die sind die anderen doch auch alle und alle so draufwie die auch". ich lächelte sie großmütterlich an. "nein, damals noch nicht", setzte ich fort und sie blickte wieder neugierig auf. "weißt du, damals als ich jung war, da gab es auch schon viele, die so waren, wie diese Jungs vorhin. Aber es gab auch die anderen. und zu denen gehörte ich und viele meiner Freunde. Wir haben damals nur schwarz getragen und viel Samt, so wie dein Top und wir haben silberne Symbole an Lederbändern getragen, so wie dein Amulett und noch vieles vieles mehr". Die Neugierde in ihren Augen wuchs und gab mir das Zeichen weiter zu reden, also setzte ich fort: "manche von uns erinnerten ein bisschen an die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts. Die Mädchen trugen gerne weitschwingende Röcke und Korsagen und Tops mit Spitze dran, wir trugen Samthalsbänder und antik aussehenden Schmuck, trugen Samt, Spitze und Satin" ihre Augen schimmerten plötzlich in einem Glanz, der tiefste Begeisterung in ihrer Vorstellungskraft verriet. Ich lächelte und erzählte weiter "aber die Kleidung war nicht alles. Es war noch viel mehr als das. Es war ein Lebensgefühl. Wir gingen in Gedanken versunken über Friedhöfe". "das tu ich auch", schrie sie freudig auf", "lasen und schrieben Gedichte", "das tu ich auch, rief sie wieder und noch mehr Begeisterung klngaus ihrer Stimme" "ich selbst las viel von Goethe und aus Der Romantik" und ich wie ich vermutete bekam ich auch diesmal ein "das tu ich auch", das schon fast in ein Juxen überging. So setztees sich fort und auf alles, was ich erzählte folgte ein "das tu ichauch" oder "das würde ich gerne". ich erzählte ihr von Ruinen und Burgen, von philosophischen Abenden, von Tiefsinn und Melancholie, von der Scuhe, von der Tiefe, von Spaziergängen, von Romantikern und Philosophen, von Nachdenklichkeit und vielem mehr. Als ich am Ende meiner Erzählungen angelang war, kehrte unerwartet die Traurigkeit wieder in ihr Gesicht zurück. und sie sank zurück auf die Bank. "Das klingt alles so wunderschön, wie ihr damals zusammenwart aber ich, ich bin alleine." "noch", sprach ich leise zu ihr, "aber hab Geduld, mich kennst du doch schonmal". Sie lächelte wieder etwas. "Wie kommt es eigentlich, dass es euch heute nicht mehr gibt?", fragte sie schließlich ernst. "ach je", seufzte ich und begann ihr das ganze Drama zu erzählen. "Das tut mir leid", sagte sie, "das ist echt traurig". Und wir saßen eine Weile schweigend nebeneinander. "Aber wissen Sie was", sagte sie schließich und mich erstaunte der plötzliche Mut des Mädchens. "wenn ich darf, dann würde ich Sie gerne mal wieder treffen und vielleicht erzählen sie mir ja noch etwas mehr und vielleicht", den ltzten Satz beendete sie nicht, weil ein Busum die Ecke bog und auf die nahegelegene Bushaltestelle zufuhr. "ich muss los", sagte sie, "wann..." ich lächelte und sagte: "ich wohn da drüben, wenn du magst, ich bin täglich ab 16 Uhr zuhause, einfach klingeln". "vielen Dank", sprach sie und war schon gleich eiligen Schrittes um die Ecke verschwunden. Lächelnd kopfschütteln über dieses Erlebnis ging ichnch Hause und nahm wieder Platz auf meiner Hollywoodschaukel. Als ich den Kopfhörer wieder aufsetzte, war der mp3-Player noch an und Mantus lief auf repeat. Ich hörte die Zeile "wenn die Erde heut zu staub zerfällt dann erschaffen wir eine neue Welt, wenn der Himmel heut zusammenfällt, dann geh'n wir in eine bessre Welt". Vor mir stand halbvoll das Glas mit dem Met und die Sonne war am Untergehen. ich überlegte, ob ich nicht nochmal hoch auf den Dachboden gehen sollte, um meinen alten Sommermantel, den ich mir vor exat 20 Jahren genäht hatte, auszugraben. Als ich zurückkehrte war es bereits dunkel und so zündete ich ein paar Kerzen an und wartete. Wartete darauf, dass es an der Türe klingelte... |
| Black Dawnie | Naja, kann ich mich denn als Gothic bezeichnen? Andere ind der Schwarzen Szene sind tätowiert oder gepierct und rennen vor allem immer perfect gestylt durch die gegend, Kontaktlinsen, Sonnenbrillen, Sonnenschirme, "ich-bring-mich-um-Highheels", lange bunte Haare.... Ich habe schwarz-lilane Haare, trage schwarz, höre HIM(am liebsten),Linkin Park, within temptation, Evanescence, Blutengel (bisschen), Zeraphine u.ä. Ich bin, seit ich meine Beziehung führe, ein glücklicher mensch! Es gibt einige Ausnahmen aber ich bin im großen und ganzen Glücklich.Ich liebe es mich mit interessanten Menschen zu unterhalten(ob schwarz oder bunt)! Ich lebe nicht in einem Keller, doch trage ich schwarz, bin nachdenklich, schreibe Gedichte, habe einen faible für schöne Gothic Shops und Kleidung. Ich bin ein eher ruhiges Wesen, streite nur sehr ungern, bin userfriendly ^^! Ich lache viel und in den letzten Tagen saß ich viel in der Sonne! Geschlussfolgert bin ich wohl eher schwarz als Gothic! Doch meine Lebenseinstellung basiert manchmal schon fast auf Mitleid für alle die, die andere hassen und dissen! Ich verurteile Gewalt, sollte ich sie anwenden, ist mir vorher auch Gewalt angetan worden!Ich bin melancholisch und nachdenklich, aber realisiere diese Welt nicht als die "meine"! Ich denke ich habe hier etwas zu erledigen :) Lächeln ist eben der beste Weg um dem Leben die Zähne zu zeigen! ;) Aber ich versinke nicht in selbstmitleid sondern freue mich über all die kleinen und großen Wunder dieser Erde! Und all das, obwohl ich immer dachte dass ich hier nicht hingehöre! |
| MiG | Black Dawine mir geht ähnlich wie dir. Ich Trage gerne schwarz da es mich auf irgendeine Weise beruhigt und natürlich auch gefällt. Bin auch eher der ruhige Mensch, lehne Gewalt ab und übe mich stets in Gedult. ^^ Meine Musikrichtung ist ziemlich kunderschwarz. ;) Angefangen von Amon Amarth über Sentenced bis hin zu Samsas Traum ist bei mir alles vertreten. Auserdem Mag ich es im Wald spazieren zu gehen, wärend der Dämmerung. (oft Nebel). Und ich habe ein Gefühl von Geborgenheit wenn ich, auf dem Friedhof bin. (in der Nacht umgeben von einem roten Lichtermeer) Noch ein Punkt ist das ich überzeugter Christ bin. Für manchen mögen das Wiedersprüche in sich sein ( Amon Amarth / Friedhof / Christ) Aber so bin ich nunmal - Anderst als die Meinsten Menschen Nun stellt sich die Frage bin ich 'Gothic' ? Ich weis es nicht, aber ich sage immer wenn mich jemand fragt, das ich 'in Richtung Gothic gehe'. Dunkle Grüße MiG |
| Helldog | ja wie MiG sehe ich das auch naja bis auf die musik.....ich bin eher so der morbid,ruhige,und stille typ aber gewalt lehne ich strengstens ab aber obwohl ich evangelisch bin habe ich doch eher das gefühl dass ich mich in den naturreligionen am wohlsten fühle es mag seltsam klingen aber ich denke dennoch dass die natur mehr ist als bäume und tiere, für mich hat jedes wesen eine seele und darf nicht aus purer ignoranz getötet werden, was aber nicht heißt dass ich ein vegetarier bin, aber ich entschuldige mich im stillen für die seele des tieres....lacht mich ruhig aus aber das ist meine einstellung |
| Timberwolf | Also ich bin kein Goth. Ich würde mich viel eher als Anhänger der Cash'schen Weltanschauung bezeichnen - sozusagen ein streng gläubiger Cashizist. Das Gruftitum ist im Kontext von Johnny Cashs Lebenseinstellung ohnehin nur die gekonnte Kommerzialisierung des neu erfundenen Rades, schon seit seinen Anfängen Ender der 70er Jahre. Aufmerksame Produzenten und Manager von legendären Bands wie zum Beispiel The Cure wussten einfach nur, neue Musik mit Hilfe steinalter Lebensphilosophien als quasi gänzlich neues Konzept zu vermarkten - Recycling à la Popkultur halt. Der einzig wahre Außenseiter ist schon längst gestorben und nun streiten sich heutige Generationen der so genannten Gothics/Waver um ein legitimes Erbe, dessen niemand von ihnen wirklich würdig ist. Lustig sind dann vor allem solche ausdrücklichen Distanzierungen von der Szene, die von Leuten getätigt werden, die zu den Powerpostern dieses Boards gehören. Diese konsequente Inkonsequenz ist amüsant (oder lächerlich; je nach Standpunkt). ;) Aber das gehört dann wohl einfach zu der inneren Zwiespältigkeit der Irrlehre dieser musikalischen Subkultur namens Gothic-Szene. "Ah, I'd love to wear a rainbow every day, and tell the world that everything's okay, but I'll try to carry off a little darkness on my back, 'till things are brighter, I'm the Man In Black!" - Johnny Cash: Man In Black - |
| Isaac | Ich hab mir aus Faulheit mal es erspart alles aus diesem Thread zu lesen, deswegen entschuldigt bitte falls ich aufgrund meines beschränken Wissens, nun sagen wir mal ein wenig Müll erzähle... Ich hatte nur den Eindruck das viele etwas gegen Goths die jünger sind, darf ich mit 17 Jahren keine schwarzen Sachen tragen und mein Lebensgefühl mit dem des Goth vergleichen? Und dann ist mir noch folgendes aufgefallen, öft wird von euch die Trauer, einsamkeit etc. mit dem Goth dasein in verbindung gebracht. Ich dachte bis jetzt immer das man Goth als eine Art Relegion ansehen müsste, nur halt ohne einen Gott den man anbeten müsste u.ä. Deswegen dachte ich immer diese "emotionale Lebensweise" gehöre zu den Emos... Aber wo genau liegt denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Goth und Emo? |
| Dr. Fusselpulli | [QUOTE][i]Original geschrieben von Isaac [/i] [B]Aber wo genau liegt denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Goth und Emo? [/B][/QUOTE] Goth hat 4 Buchstaben und dieses coole "th" im Wort. :) |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Isaac [/i] [B]Aber wo genau liegt denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Goth und Emo? [/B][/QUOTE] Dazu hatte ich mal eine Theorie aufgestellt, zu finden [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=65263]hier[/URL] . Ein richtiges Ergebnis hatten wir nicht, weil da noch niemand was mit "Emo" anfangen konnte, aber vielleicht hilft dir das ja weiter. |
| elle! | ich weiß nicht, sicher GÄBE es gewaltige unterschiede... aber ich habe das Gefühl ~emo~ überspült die ganze große glückliche familie der schwarzen szene einfach und macht darazs eine pink - fröhliche faschingsveranstaltung mit konfetti in herzform und nein "gothic " ( allein dieses wort schon, aber benutzen wir es eben als allerobersten überbegriff) ist keine "religion ohne gott" der man dennoch treu sein müßte... das ist unsinn !! sie es als kritische, manchmal melancholische art der betrachtung der Existenz allen seins... es gibt da keine grenzen, definitionen und dergleichen... das würde dem in sich doch widersprechen ? verbessert mich wenn ich das falsch sehe... mfg E. |
| böhsesblut | Eigentlich schließe ich mich keiner Schublade an. Aber sehe ich Gothics bzw mich als jemanden der Gefühle härter und Emotionaler aufnimmt als andere. Nein nennt mich nicht ein Weichei denn diese Emotionen verarbeite ich anders als andere Menschen ich verschluck sie nicht ich setze mich mit Ihnen auseinander. Ich schaue was hab ich Falsch was richtig gemacht. Ich denke sehr viel über Leben Sinn und Wahrheit nach.. wo steckt sie was ist wahr was nicht. Ich mag das romantische das Schwarze das unnormale.... Ein wenig Außenseiter zu sein und doch anerkannt von engen Freunden zu sein. Wenige Freunde dafür ehrliche und immer ein zu seite stehende. ich mag auch einige Altertümliche sachen. Wie Märchen von Burgen wie Rollenspiele von DSA. ich setze mich näher mit den Tod zusammen Phylosophiere ( schreibt man das so ? ) gterne und naja denke über vieles nach. Besuche auch gerne Friedhöfe so schön ruhig zu relaxen. Ich liebe die Stille und das Meer. Ich liebe Kerzenschein, Sterne etc. Das sind so meine Gefühle zum Gothictum..... |
| LordByron | ich wollt auch ma meinen schwarzen senf dazu geben xD :) Also ich persönlich mag auch eher die melancholische und nachdenkliche atmosphäre... depri bin ich deswegen nicht automatisch. Natürlich bin ich manchmal depri aber nicht so dauerhaft. :-) Ich genieße einfach die atmosphäre , die Musik , und das befassen mit dem dunkeln. |
| BrokenWings | Hallo, Bin zwar noch ziemlich jung und bin schon ziemlich früh in diese richtung geraten.Ich muss zugeben das es am Anfang ein Flüchten war. Ich hatte Probleme zuhause, mit mir, mit anderen...mit so ziemlich allem. (Das nennt man wohl pubertät):) Jedenfalls war es aber nicht so das ich geschaut habe wie Gothics so ausssehen. Ich habe angefangen schwarz zu tragen weil ich zeigen wollte wie es mir geht und hab mich dadurch irgenntwie sicher gefühlt. Zur Musik habe ich nach und nach gefunden.Ich habe mich nie selber als Gothic bezeichnet..und würde es auch jetzt nicht unbedingt tun. Andere haben mich so bezeichnet. Ich wusste anfangs gar nicht was das ist. Ich war ziemlich verwirrt. Jedenfalls habe ich mich etwas damit beschäfftigt und habe auch Freunde gefunden die ebenfalls in die richtung gingen. Mittlerweile ist das vier Jahre her. Ich bin zwar noch sehr jung aber ich würde mich jetzt schon als "schwarz bezeichnen". Mir gefällt einfach diese düstere , geheimnisvolle,melancholische Atmosphäre. Mir gefällt auch die Kleidung und die Musik. Ich mag die Ernsthaftigkeit ,sich über Dinge Gedanken zu machen.Was ich teilweise vermisse ist wohl toleranz. Habe schon bei vielen erlebt , dass sie sich schlecht fühlen weil die Gesellschaft sie nicht akzeptiert. Und wiederrum werden andere Menschen mit deren Lebenseingestellung auch nicht akzeptiert. mfg Broken |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von BrokenWings [/i] [B]Mir gefällt auch die Kleidung und die Musik. Ich mag die Ernsthaftigkeit ,sich über Dinge Gedanken zu machen.Was ich teilweise vermisse ist wohl toleranz.[/B][/QUOTE]Wer es mit der Ernsthaftigkeit hat, kann sich nicht ständig der Toleranz hingeben. Da Ernsthaftigkeit in der Verteidigung eines Standpunkts ihren Ursprung findet, nicht im umherzappen zwischen Anschauungen und andauerndem Appeasement jedem Quatsch gegenüber. Wer es ernst meint wird sagen: "Halt bis hier und keinen Schritt weiter!" und nicht: "Ja mach mal, ich schau so lange weg!" |
| Dark Religion | Hallo, Seneca hast du mal wieder schön gesagt ! |
| BrokenWings | Sorry ich sagte doch ich vermisse sie teilweise bei einigen...damit war nicht gemeint das man alles gutheißen sollte was andere tun. |
| Avaly | Also,vorneweg,ich würde mich (noch) nicht der schwarzen szene zugehörig nennen,allerdings bin ich fasziniert und auch sher interessiert daran,mir gefällt der "livestyle",denn es ist wirklich schwierig menschen in meinem alter (zarte 17 *gg*) zu finden,die sich für mehr interessieren als für party,aussehen oder irgendwelche trends.naja, und ich denke,dass das ja irgendwie auch ein größer teil der "schwarzen einstellung" ist,sich mit allem möglichen auseinanderzusetzten... naja,aber zum thema,ich denke viel außenstehende verwechseln diese depristimmung mit nachdenklichkeit.also ich meine wenn man sich mit dieser welt wirklich beschäftigt,kann man nich immer gut drauf sien,also ich merke dass an mir,wenn ich mir mal wieder über irgendetwas den kopf zerbreche denken auch immer wieder menschen ich sei schlecht drauf...also deshalb denke ich auch,dass viele denken,jemand der sich schwarz kleidet ist depesiv und nicht in der lage glücklich zu sein...ich hoffe man versteht was ich zu sagen versuche :-) |
| DarkHeart | Schwarze Szene leider nicht, aber schwarze Seele, die hab ich wohl entstehend aus schmerzhaften Erfahrungen des Elternhauses durch die Oberflæchlichkeit & Standesduenkel einiger Menschen, deren Vorstellungen wie ein anderer sein muss und Verbiegungsversuche Die allgemeine Verstændnislosigkeit und nur das an sich denken. Daraus vielleicht folgend meine Liebe zur Melancholie, Lyrik, Ruhe, Musik und Einsamkeit |
| Rosaceae | Melancholie und Einsamkeit... Das sind wohl die zwei schönsten Worte die die Einstellung von mir und vieler meiner Freunde am besten beschreibt. Alles andere sehe ich als Hilfsfaktoren, wie die Musik, die Natur und die alten Gemäuer. |
| Schattenfrosch | Ich gehöre zu keiner Szene, Gruppe, Religion, Partei oder sonst irgendwas. Ich bin ein Einzelgänger, der sich weder an beschriebene Regeln Anderer hält, noch besonders an seine eigenen hält. "Lebens"-Gefühl habe ich momentan keines, wohl eher ein "Ablebens"-Gefühl... Doch meine Lebenseinstellung lässt sich wohl am Besten mit der Farbe Schwarz beschreiben, wobei oftmals auch ein kräftiger Tropfen Rot dabei ist. Bisher habe ich nichts wirklich tolles vom Leben bekommen, immer nur Stress, Ärger, Trauer, Leid und solchen Kram. Aber ich warte immer noch auf den Tag, an dem mir einmal etwas gutes passiert. |
| Blackened Soul | Ich hatte seit jeher das Gefühl anders zu sein, nicht hineinzupassen. |
| ShainaMartel | Meine Meinung zur "Lebenseinstellung"... Ich denke, jeder definiert die Lebenseinstellung schon aus dem Grund anders, dass keiner einsieht, sich für andere anzupassen und Menschen von Natur aus nun mal verschieden denken. Für mich bedeutet diese „gothische“ Lebenseinstellung, der ich nach vielen Jahren einen Namen geben kann, solange ich das denn will ;), dass ich ich selbst bleibe und mich für niemanden verstelle. Davon geht eben alles aus. Würde ich das nicht tun, wäre ich angepasst und hätte nicht die Interessen und Hobbies, die ich habe, würde mich so sehr anpassen, dass ich mich selbst verleugne. Die Lebenseinstellung (nennen wir sie liebevoll und brav verallgemeinernd mal „Gothic“ ;) ) bedeutet für mich ganz einfach, den Leuten, die einen Namen für mein Fühlen und Denken haben wollen, diesen Wunsch erfüllen zu können, ohne mich groß erklären zu müssen; Ich kann sie nicht irgendwie bezeichnen, da es meine persönliche Einstellung ist, die mit großer Wahrscheinlichkeit nur ich alleine besitze; Jeder sieht die Welt anders. Nun aber mal für die Leute, die gerne nachdenken und wahrscheinlich verstehen, wie ich mich fühle. Ich habe mich früher nie für Vampire o.Ä. interessiert, anders als eine „Freundin“ von mir, die damals für diese Nachtgestalten schwärmte – und zudem auch immer Bestatterin werden wollte. Ob sie das heute noch werden will, weiß ich nicht. Das kann bei ihr auch mit der „Phase“ zusammengehangen haben, in der viele Menschen, Göttin sei Dank nicht alle, eben alles, was die Gesellschaft in irgendeiner Weise abschreckt, „cool“ finden. Wofür ich mich interessiert habe, das war zum Beispiel die Mythologie, die für mich untrennbar mit Teilen der Archäologie verbunden ist, meinem Traumberuf. Ich weiß, falls hier der eine oder andere Archäologe sein Unwesen treibt, wird er oder sie wahrscheinlich meinen, ich hätte ein zu romantisches Bild von diesem Beruf. Aber ich weiß, dass die berufliche Realität anders aussieht, allerdings kann man auch nicht sagen, das Mystische hätte gar nichts damit zu tun. ;) Ich weiß, Vampire gehören so gesehen auch zur Mythologie, allerdings würde ich das, was mich früher angezogen hat, eher als „Düster-“ bzw. „Dunkelromantik“, denn als Schwarzromantik bezeichnen. Heute habe ich Tendenzen zu beidem; sowohl „Düster-„, als auch „Schwarzromantik“. Ich interessiere mich an mystischen Wesen sowohl für Vampire, als auch für die durch Literatur wie Herr der Ringe stilisierten Elfen bzw. Elben. Hinzu kommt alles Andere, was man sich – abgesehen von diesen „Standards“ - in einer pseudo-mittelalterlichen Fantasy-Welt vorstellen kann. Meiner Vorliebe für introvertierte, kreative, philosophische, naturverbundene Wesen wie „Elfen“ habe ich es auch zu verdanken, dass ich an meinem Fantasy-Roman schreibe… Wie dem auch sei. Zu meiner genauen Einstellung, mal abgesehen von den Interessen: Wenn man in ein simples schwarzes Oberteil, eine ganz einfache schwarze Armee-Hose und Boots gehüllt über einen alten, verwitterten Friedhof geht, der seit 250 Jahren nicht mehr „in Betrieb“ ist, oder einen mittelalterlichen Pfad im Wald entlang schlendert und seinem philosophischen, verträumten Gedankengut nachhängt, ist dort nichts Oberflächliches, was einen vom Nachdenken ablenkt. Die Vergänglichkeit wird einem bewusst, es ist diese „süße Melancholie“, die für mich das Leben bedeutet. Gäbe es das Negative nicht, könnte ich das Positive nicht sehen; solange man das denn überhaupt vom jeweilig anderen trennen kann. Man kann sich eben auf das Wesentliche, das Innere, die Gedanken und Gefühle, konzentrieren. Damit spreche ich natürlich auch nicht für alle, aber das ist ein wesentlicher Teil meiner „persönlichen“ gotischen Lebenseinstellung; mein Desinteresse an Äußerlich- und Oberflächlichkeiten, meine philosophische Seite, der ich viel meiner freien Zeit widme, die Verträumtheit, diese „Endzeitromantik“, wie man sie ja auch nennt, eben die nachdenkliche Melancholie. Aus diesem Gefühl, was ich dann habe, resultieren meine Weltabgehobenheit und Introvertiertheit. Das sind zwei Eigenschaften, die ich wohl schon immer an mir gehabt habe, mit denen ich nur umzugehen lernen musste, da sie einem je nach Situation gesellschaftlich gesehen schon mal den einen oder anderen Nachteil bringen können. In solchen romantischen Situationen, der Einsamkeit der Natur zum Beispiel, ist das noch deutlich stärker ausgeprägt, als wenn ich in der Schule, Stadt, auf der Arbeit oder sonst wo bin. Ohne diese Weltabgehobenheit, man könnte es fast schon Überheblichkeit nennen, da es wohl ab und an relativ arrogant wirkt, ob man will oder nicht ;), würde ich mich allerdings wahrscheinlich auch nicht trauen, mein nichts als „normal“ ansehendes, kritisches Denken beizubehalten. Es ist so gesehen im wahrsten Sinne ein „Teufelskreis“, aus dem ich im Übrigen gar nicht raus möchte ;); Durch die Weltabgehobenheit bin ich kritisch, durch das kritische Denken bleibe ich geistig – und von der Einstellung her – weltabgehoben und bin stolz darauf. Vielleicht wirkt diese Eigenschaft ab und an auch mal arrogant, aber so ist das. Wenn ich in einem Wald spazieren gehe (und ja, ich gebe es zu; Ich traue mich nicht in jeden Wald alleine rein – vor allem die schönen großen, düsteren Wälder, die jagen mir irgendwie Angst ein, obwohl sie auch auf eine Art anziehend wirken ;) ), dann bin ich entweder am Nachdenken, oder ich träume mich in irgendwelche anderen Welten hinein. Mit passender Musik müsste das relativ gut nachvollziehbar sein, ob etwas in Richtung Mittelalter, Klassik, Neoklassik, Darkwave oder Future Pop. :) Das Resultat dieser geistigen Ausflüge in irgendwelche düster-fantastischen Fantasie-Welten besteht meistens darin, dass ich dadurch neue Inspiration zum Ausleben meiner Kreativität gewonnen habe und somit an meinem Roman weiterschreibe. Ab und an kommt auch noch ein Gedicht zustande, wobei ich früher deutlich mehr gedichtet habe als heute. Meinetwegen nennt diese „Ausschweifungen“ auch Realitätsflucht, allerdings fragt man sich in der heutigen Zeit doch, was die „Realität“ überhaupt ist: Zumindest ist sie definitiv nicht das, als was sie durch Medien und diese spaß- und konsumgesteuerte Gesellschaft, in der wir leben müssen, dargestellt wird. Ich finde übrigens auch Samt, Satin, Spitze etc. sehr schön, wirklich schön. Allerdings ist das wieder eine Äußerlichkeit (Oberflächlichkeit würde auch passen :D), die für mich nicht allzu wichtig ist, und die ich nicht zum Ausdruck bringen will. Wenn ich jedoch mal gut aussehen möchte, vielleicht dann, wenn ich unter Menschen gehe und absichtlich auffallen will, dann bevorzuge ich diese Art. Aber die „simple“ Kleidung ohne viel Schnickschnack macht mir im Alltag auch nichts aus, da sie eben einfach, klassisch ist und meine Einstellung widerspiegelt. ;) So seltsam das klingen mag: Auf Make-up verzichte ich auch bei der „simplen“ Variante nicht… ^^ Von dieser Andersartigkeit und Abgrenzung geht wiederum die Toleranz aus. Da ich von jedem Menschen so akzeptiert – oder zumindest toleriert – werden möchte, wie ich bin, gebe ich auch mein Bestes, das Gleiche bei allen Anderen walten zu lassen und niemanden aufgrund seines Denkens, Aussehens, seiner Einstellung etc. zu diskriminieren. Daher verabscheue ich diese „Massen an Individuen“, die diese Spaßgesellschaft ausmachen; die einzelne Individuen, die vielleicht introvertierter oder schüchterner sind als der Rest; meinetwegen auch einfach nur „anders“, ausgrenzen, und das nur zu ihrem eigenen Nutzen. Mit anderen Worten, ich hasse die Einstellung der Leute, die so egoistisch sind, dass sie nur zu ihrem eigenen Vorteil handeln und sich lieber zu denen stellen, die mobben, als dem beizustehen, der gemobbt wird. Es hat mich zum Beispiel relativ hart getroffen, als ich im Frühling eine Internet-Bekanntschaft real kennen lernen durfte, die – so dachte ich – zum Teil diese Einstellung hat, da sie in diese Discos geht, die Kleidung trägt und ein wenig von der Musik hört. Ich hatte gehofft, sein würde mich tolerieren, wie ich bin. Das war allerdings nicht der Fall – leider… Ich war ihr zu introvertiert. Manchmal werfen einen solche Erlebnisse völlig aus der Bahn und lassen einen anfangen, an sich selbst zu zweifeln. Doch bevor ich das tue, zweifle ich lieber weiterhin an der Einstellung dieser Gesellschaft… Seltsam, während ich diese Zeilen hier schreibe, merke ich, wie schwierig es ist, das eigene Lebensgefühl in Worten auszudrücken. Das hätte ich nicht gedacht; Über etwas nachzudenken ist scheinbar etwas Anderes, als wenn man es schriftlich ausdrücken muss. Ich merke, dass ich hier viele Dinge umschreibe, die ich eigentlich klarer ausdrücken könnte, aber irgendwie bekomme ich das nicht besser hin. Wie dem auch sei, ich hoffe dennoch, dieser Text hier ist eingermaßen verständlich. ;) *mich für den seltsamen, vielleicht etwas verwirrenden Text entschuldige und verneig* Ich habe versucht, es so klar auszudrücken, wie irgend möglich, allerdings bin ich momentan schon 24 Stunden auf und dementsprechend k.o. … ^^ Liebe Grüße, ShainaMartel |
| lupus85 | Hallo ShainaMartel Du sprichst mir aus der Seele, besser hätte ich es wirklich nicht äußern können. Aber sag mal ehrlich - wo trifft man solche Leute wie Du ? Nach 7 Jahren fragt man sich ob das alles noch sinn hat. Die Leute die ich kenne und sich als Gothic bezeichnen und das auch so nach außen darstellen, konzentrieren sich eher auf das urbane Nachtleben. Das gefällt mir zwar auch und ich würde nie darauf verzichten wollen aber irgendwie habe ich den Eindruck sie kämen mit meiner Abgehobenheit und ich mit ihrer Realitätsnähe und Lebensdynamik irgendwie nicht ganz klar. Wir sind uns zwar in sehr vielen Aspekten sehr ähnlich aber leben doch in verschiedenen Welten, schöpfen unsere Lebensfreude aus anderen Quellen. Ich selbst habe die Stimmung die Du beschreibst vorallem untertage in der Szenerie verlassener Bergwerke gefunden. Es ist diese Geborgenheit, die totale Stille, die mystische Atmosphäre und das Gefühl sich hunderte Jahre in der Zeit zurückversetzt zu haben die mich vereinnahmten und zu meiner fotografischen Tätigkeit inspiriert haben. Die ewige Dunkelheit, die Kälte und der Schutz der Erde verhindern jeglichen Verfall, jegliche Bewegung oder Änderung dessen was hunderte Jahre zuvor zurückgelassen wurde und frieren somit den einzigartigen Charakter längst vergangener Zeit für alle Ewigkeit ein. Wie wunderbar und vielfältig erscheint dir dann die Farbentracht der Welt des Lichtes wenn du aus den tiefen wider emporsteigst. Naja die meisten sagen einfach nur dass ich aus Angst mich den Problemen die mit dem Erwachsenwerden zusammenhängen zu stellen, in meinen Jugendjahren in denen man soetwas aus Neugier aufsucht hängen geblieben und geistig einfach nicht erwachsen geworden bin. Aber was heißt dieses Erwachsen sein denn ? zu verrohen ? sich von jeglichen Träumen zu trennen ? seinen Lebensinhalt auf die Fortpflanzung bzw. Karriere zu beschränken ? egal wenn sie es so wollen, dann bin ich in ihren Augen eben ein Versager, aber das stört mich nicht im geringsten denn es bedeutet ja dass sie mich aus ihrer Gesellschaft ausgeschlossen haben mit deren "Werten" ich sowieso nie klarkommen oder mich identifizieren konnte. Aber eines würde ich trotzdem von ihnen erwarten, dass sie zumindest den Mum aufbringen es dir ins Gesicht zu sagen. Was den Kleidungsstyl angeht, habe ich nie wirklich auf meine äußere Erscheinungsform geachtet. Aber seit einiger Zeit habe ich das Bedürfnis auch Leute mit ähnlicher Einstellung oder Weltbetrachtung zu finden was zwangsmäßig dazu führt sich auch äußerlich zu definieren zu müssen. Da meine Kleidungsart eher zurückhaltend, primitiv und eintönig ist werde ich unter den eher sehr prachtvoll geschmückten Leuten der Gothics wahrscheinlich weniger positiven Eindruck erzeugen obwohl ich sie für ihre künstlerische Fähigkeit der Äußerung ihres Inneren eher beneide. Aber soviel Aufmerksamkeit will ich eigentlich gar nicht, und genau dass soll unter anderen diese bescheidene Art auch vermitteln. Dann ist da auch noch die Eigenschaften wie Nachdenklichkeit, ewige Suche nach dem Sinn jeglicher Existenz die ihr Ziel darin darstellt nie die endgültige Antwort zu finden, Abgehobenheit von der realen Welt, Ablehnung der Gesellschaft, eine eher alles anzweifelnde und pessimistische Lebenseinstellung, die Sehnsucht nach Tieferem – in empirischer, spiritueller, geistiger und zwischenmenschlicher Beziehung und die Ablehnung der materialistischen, sozialdarwinistischen u. chauvinistischen Sichtweisen. Und jetzt bitte ich um Kritik. Gruß lupus85 |
| Choro | Tja, ganz schön viele Meinungen und jede für sich ist richtig, weil es der Einzelne so betrachtet und für sich als wichtig erachtet. Nun ich sehe mich nicht der "Szene" zugehörig, vermutlich deshalb weil die Szene neu für mich ist. Mich hat meine schon einige Jahrzehnte gelebte Lebenseinstellung zum Thema Gothic geführt. Für mich ist es eine Lebenseinstellung und die Wahl der Kleidung ist eher zweitrangig. Ich hab mich schon immer gerne schwarz an gezogen aber mich bis heute nicht als Goth bezeichnet. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht mal ob ich einer bin. Was ich nicht will, ist mich irgendwelchen "Gruppenzwängen" oder "Klisches" unter zu ordnen. Ich bin schon 46 Jahre wie ich bin und so werde ich bleiben. Eines habe ich bei den Schwarzen (die ich kennengelernt habe) immer geschätzt. Ich bin auf wenige Vorurteile gestoßen, fand die Themen und die Tiefe der Unterhaltungen sehr ansprechend. Also alles in allem ein sehr tolerantes Umfeld, dass ich als sehr angenehm empfinde. Ob diese Bekanntschaften jetzt bunt oder schwarz gekleidet sind, hätte meine Eindrücke wohl kaum beeinflusst, ebenso wenig die Innenausstattung ihrer Wohnungen. Die Ehrlichkeit, anderes Denken und Fühlen auch zu leben und sich von der Gesellschaft mit der man nicht immer klar kommt ab zu grenzen, fand ich immer mutig. Ich denke all zu oft wird man da mit Vorurteilen bedacht und abgewertet. Was mir gelinde gesagt egal wäre. Wichtig ist nicht was andere über mich denken, sondern welchen "Stellenwert" ich mir selbst gebe. Gruß Choro |
| Selene71 | [QUOTE][i]Original geschrieben von SON [/i] [B]Monat für Monat, Thema für Thema, immmer wieder über all die Seiten im Netz grübelnd und lesend kommt mir die Frage: deffiniert sich die schwarze Szene, all das düstere all das morbide nur noch über den Liebeskummer, ich bin verlassen also schwarz also düster so trauernd... ja irgendwo beginnt der weg, irgendwo ist ein Schritt und doch... gibt es noch den "Grufti" der Freude am Schwarzen hat nicht nur als Rückschlag...nicht nur als momentane Krise... ja Gefühle bestimmen das Leben und doch das Leben ist da noch mehr überrascht mich seit schwarz seit morbid..."Gruftis werden nicht älter als 24" O-Ton 1987... [/B][/QUOTE] Bin eindeutig älter als 24. Aber wie schon bei meiner Vorstellung erwähnt zähle ich mich auch nicht direkt zur "Szene". Ich trage schwarz und Kleidung in Richtung Gothic-Style, weil es mir gefällt. Angefangen habe ich relativ spät und zwar vor gut drei Jahren. Damals hat sich mein Freund von mir getrennt und ich habe mich praktisch selbst neu entdeckt. Oder anders: Im Inneren war ich schon immer "schwarz", aber ich habe es nie nach außen getragen und gelebt. Erst in der Zeit nach der Trennung und seit dem fühle ich mich erst richtig wohl in meiner Haut. Es war fast wie eine Befreiung. :) Und dann habe ich noch meinen Schatzi kennengelernt und bin seitdem rundum glücklich und zufrieden mit meinem "neuen" Leben. |
| Furvus | Für mich ist das eine Lebenseinstellung die viel mit der Nutzung des Verstandes einhergeht.Aber auch der geistigen Kompetenz und der seelischen Empathie,die Fähigkeit anderen Schmerz nachzuempfinden- Ich liebe melancholie,liebe,trauer aber auch die schönen Dinge des Lebens, was die oberflächlichkeit angeht ist das so ne Sache. Ich kanns absolut nicht haben wenn Leute als wandelnde Werbeschilder alá Karl Khani rumlaufen (was is daran toll Oo). Die Personen die ich kennengelernt habe waren bisher allesamt eigentlich sehr Intelligente Menschen,was mich davon überzeugt hat dasses der Großteil der "Schwarzen" einfach ist,also,Intelllent : ). Philosophie Referendare an meiner Schule waren so,die Leute die ich online traf waren allesamt gscheit. Bisher konnte ich keine "dummen" Menschen in diesem Lebensbereich finden. (klar,Idioten gibts überall,aber die die nix kapieren sind dann auch tatsächlich die kleinen die sich sagen ,,Schwarz is toll,ich trags jetzt bin ich Goth") Man muss dazu sagen dasses auch Untergruppierungen gibt. Zum einen die Künstlerischen,die gerne Bilder malen in denen sich diese EInstellungen abspielen,oder die Philosophen (siehe Philosophie Forum,ich bin immernoch total überrumpelt von dem Fachwissen der Leute!!) Oder die Menschen die ihr Leben der Poesie widmen,bzw der schwarzn Romantik,so wie ich es für mich bevorzuge.Man verarbeitet Dinge,und sucht antworten,oder auch nicht,sondern will nur was loswerden. Ich glaube aber das fast alle etwas gemein haben. Vielen ist in irgendeiner weise ein helles Licht (harhar) aufgegangen,das Leid in der Welt,wie Menschen sich schlecht behandeln oder die Konsumgier des Viruses namens Gesellschaft. Jeder hat etwas erkannt was ihn erschüttert hat,oder trauern lässt,und viele suchen dann in dieser Richtung eine Antwort,das ist das was ich weiß und wie ich das sehe. Es gibt aber bestimmt auch Menschen die den "lifestyel" (wie ich dieses Wort hasse xD) mögen und gerne in Dunklem schwelgen und dunkle Romantik lieben,das Gefühl der Melancholie,aber dadurch sind sie auch ein Teil dieser Menschen,Individuen die sich von anderen dahingehend unterscheiden das sie wirklich fühlen und nicht einfach nur ihre Probleme,sonder das Leben an sich verarbeiten. Ich glaube aber das man diese Frage im Endeffekt nur für sich selbst beantworten kann warum weshalb wieso man es toll findet "schwarz" zu sein. Ein paar möglichkeiten die ich zietiert habe sind die die ich persönlich kennegelernt habe bzw an anderen wahrgenommen habe. Mfg |
| LoveDarkMusic | Also ich bin auch kein Gothic, ja auch wenn das blöd klingt,wär ich gern einer,denn ich habe das gefühl das die menschen sich mehr mit den vielen facetten des lebens beschäftigen als andere.(Oder ist das auch nur ein Voruteil?!) Wobei mir eine frage unter den nägeln brennt die wahrscheinlich oberflächlich ist: Ich habe blonde Haare und von natur aus extrem blasse haut und mir steht kein schwarz, bzw. seh ich dann wirklich leichenhaft aus,kann ich auch (dunkel)grau tragen und mich als gothicbezeichnen? und was ich auch gerne wüsste ist ob man sich als gothic immer schwarz schminken muss,oder gar nicht oder nur ein bisschen? Ein mädchen aus meiner schule ist gothic,mit allem drum und dran,schinkt sich immer schwarz usw...und ich überlegte ob das sein muss mit der schminke...ich fühl mich dann so maskenhaft. ich würde wirklich extreeeeem gerne in die szene einsteigen weil ich sehr daran interressiert bin und es einfach anders finde und das einzige "bedenken" von mir ist: A) das meine Freunde mich auslachen würden. b)ich bin 12 und damit noch sehr jung und das ich mich zum gespött vieler leute machen würde c)das viele "echte" gothics meinen das ich den richtigen "grund" vom gothic-sein nicht verstehe(warum auch immer) So.Noch eine Letzte frage: tragen gothics auch im sommer,wo es bekanntlich warm ist,auch lange schwarze klamotten? oder "darf" man kurze sachen tragen? ich hoffe/denke meine fragen werden beantwortet?! PS: ist gruftie und gothic das gleiche? |
| poison | hallo lovedarkmusic wenn du so blond und blass in schwarz einen leichenhaften look bekommst, ist das doch schon die halbe miete ... andere verwenden unmengen an zeit und schminke dafür, so auszusehen ... nein, mal ganz im ernst - auch wenn ich kein goth bin und deine fragen also nicht hinlänglich beantworten kann - gestatte mir doch ein paar worte wieso meinst du dich entsprechend kleiden bzw. verkleiden zu müssen, um irgendwo dazugehören zu können ? möchtest du tatsächlich nur aufgrund von äusserlichkeiten akzeptiert werden und nur denjenigen etwas bedeuten, zu denen du optisch passt ? sei einfach du selbst - okay, du bist erst zwölf und in diesem alter kann man keineswegs wissen, wer man ist ... ich versuch es mal anders - kleide dich, wie du dich wohlfühlst (sei es bunt, schwarz, grau ... egal), schminke dich, wenn es denn sein muss, bis dir der spiegel sagt, so gefalle ich mir - experimentiere, probier aus, finde dein eigenes ... weg vom gruppenzwang, darauf kommt es an, um eine eigenständige persönlichkeit zu entwickeln wenn du dich wohlfühlst und zu deinem selbst gewählten outfit stehen kannst, wirst du auch damit klarkommen, wenn andere über dich lächeln allen wirst du es ohnehin nie rechmachen können ich denke in punkto auffälligkeit und eventueller ablehnung stehen menschen in schwarzer kleidung nicht allein da - nur - wenn man sich bewusst dazu entschieden hat, so durch die öffentlichkeit zu wandeln, treffen einen negative kommentare nicht - selbstbewusstsein ... ich lass dir deins - du lässt mir meins - fertig keiner kann dich daran hinden, dich mit den verschiedensten facetten des lebens zu beschäftigen, schön, wenn du das tust suche dir dahingehend gesprächspartner - aus welcher szene, richtung auch immer - dadurch entstehen eher verbindungen als durch oberflächlichkeiten wie kleidung |
| TheSiren | [QUOTE] [B]Also ich bin auch kein Gothic, ja auch wenn das blöd klingt,wär ich gern einer,denn ich habe das gefühl das die menschen sich mehr mit den vielen facetten des lebens beschäftigen als andere.(Oder ist das auch nur ein Voruteil?!)[/b][/quote] Hm jein. Ich sage es mal so: Der eine Teil tut dies wirklich, beschäftigt sich wirklich mit den vielen Facetten des Lebens und dann gibt es aber leider einen Teil in der Szene, der das nur vorschiebt um die schwarze Kluft zu rechtfertigen. Zumindest kommt es mir so vor. Aber wenn du im Allgemeinen Interesse an all diesen Facetten hast, auch an den Facetten die, die Gesellschaft eher vermeidet oder davon schiebt, dann bist du u.U. hier gar nicht mal so falsch. [quote][b]Wobei mir eine frage unter den nägeln brennt die wahrscheinlich oberflächlich ist[/b][/quote] Ich nehme dir ungern die Illusion, aber je mehr du die Szene mit den Menschen darin kennenlernst, desto mehr wirst du feststellen, dass Oberflächlichkeiten hier Gang und Gebe sind. [quote][b]Ich habe blonde Haare und von natur aus extrem blasse haut und mir steht kein schwarz, bzw. seh ich dann wirklich leichenhaft aus,kann ich auch (dunkel)grau tragen und mich als gothicbezeichnen?[/b][/quote] Auch hier scheiden sich die Geister. Die einen sind der Meinung, solange man diese Lebenseinstellung hat ist es egal, wie man aussieht. Die anderen sagen, dass es einfach dazu gehört, da es ja die Szene kennzeichnet. Außerdem bedeutet Subkultur sich abzugrenzen von Normen...und dazu gehört auch das Aussehen. Ich persönlich trage deswegen ausschließlich schwarz, weil ich auch dieser Meinung bin (also, es ist einer der vielen Gründe, warum ich so aussehe). Ob ich das unbedingt auf andere projeziieren muss, weis ich aber ehrlich gesagt selbst nicht. Es ist ein Zwiespalt. Wenn du dich nicht wohlfühlst, hat es keinen Zweck. Andererseits wirst du dann von "Gleichgesinnten" erkannt...manchmal hilft das um Connections in die Szene zu finden. Manchmal schließt es dich allerdings aus... Kurz und bündig: Diese Frage, ob das Aussehen nötig ist, kannst du dir nur selbst beantworten. Auch wenn Subkultur in mancherlei Hinsicht eine gewisse Uniformität mit sich bringt, sollte man nicht alles tun um auf biegen und brechen dazuzugehören. Das macht dich schnell zu einer gedankenlosen Marionette - und damit hättest du den Kern des Denkens verfehlt ;) [quote][b]und was ich auch gerne wüsste ist ob man sich als gothic immer schwarz schminken muss,oder gar nicht oder nur ein bisschen?[/b][/quote] Nö muss man nicht. Zumal auch extremes Schminken im Alltag irgendwann einfach albern ist. Ich z.B. trage auch gerne mal dicker auf bei meinem Aussehen und dennoch käme ich mir albern vor, mit schwarzen Lippen die Schulbank zu drücken, auch wenn meine Klassenkameraden sowas gar nicht stören würde. Aber auch hier gilt: Ausprobieren. [quote][b]ich fühl mich dann so maskenhaft.[/quote][/b] Na dann haste ja die Antwort :D [Quote][b]ich würde wirklich extreeeeem gerne in die szene einsteigen weil ich sehr daran interressiert bin und es einfach anders finde und das einzige "bedenken" von mir ist: A) das meine Freunde mich auslachen würden.[/quote][/b] Wenn das der Fall sein sollte und sich besagte "Freunde" auch nicht für die Hintergründe interessieren würden, dann solltest du dir eh Neue suchen. Aber ich denke dass in deinem Alter die Reaktionen anfangs schon sehr schroff sein könnten... wenn sie sich nach dem ersten Schock aber immer noch lustig machen und dich nicht für voll nehmen, dann sind sie Idioten. [quote][b]b)ich bin 12 und damit noch sehr jung und das ich mich zum gespött vieler leute machen würde[/quote][/b] Gespött ist man auch mit 20 noch. Glaub mir :D Aber das ist ein Punkt mit dem man lernen muss umzugehen. Und wenn man das nicht kann, dann sollte man sich fragen, ob man auch wirklich richtig ist. [quote][b]c)das viele "echte" gothics meinen das ich den richtigen "grund" vom gothic-sein nicht verstehe(warum auch immer)[/quote][/b] Die meisten Goths kennen doch die Gründe nicht mal. Wenn du Zeit hast, dann schau dich mal hier im Board um: Das ist nur ein Gezanke und hin- und her. Goth ist einfach eine Gefühlssache, die sich schlecht definieren lässt. Das Problem dabei ist, dass es viele gibt, die das ausnutzen und den Satz "Goth ist ein Lebensgefühl" nur so daherschwafeln und in Wahrheit feiern sie Technoparties, betrinken sich und fangen an zu schreien, wenn man ihnen ein Buch in die Hand drückt. Wie gesagt, es ist schwer zu sagen, was der gedankliche Kern der Szene ist. Es gibt deswegen auch mittlerweile Generationenkonflikte noch und nöcher. Das ist wirklich schwer zu verstehen. Selbst für die, die schon jahrelang dabei sind und die Pubertät schon längst hinter sich gelassen haben. Ich denke man wächst da auch irgendwie rein, wenn man immer weiter macht. Es ist meiner Meinung nach z.B. auch sehr wichtig immer wieder zu hinterfragen. z.B. sich zu fragen, woher die Szene kommt, oder welche Musik zur Entstehung beigetragen hat etc. Ich denke, das hilft einfach um sich zu orientieren. Ich weis, das klingt jetzt echt fürchterlich kompliziert und du sitzt sicher vorm Rechner und verstehst gar nichts mehr. Aber das macht nichts. Die schwarze Szene ist mittlerweile so extrem zersplittert und aufgeteilt und groß und wasweisich, dass man da beim ersten "Kontakt" einfach nicht anders kann, als verwirrt sein. [quote][b]tragen gothics auch im sommer,wo es bekanntlich warm ist,auch lange schwarze klamotten? oder "darf" man kurze sachen tragen?[/quote][/b] Ach klar. Wer so dumm ist und bei 40°C mit einem bodenlangen Ledermantel durch die Gegend rennt, sollte meiner Meinung nach sowieso eingewiesen werden. Aber wie schon gesagt: Halte dich nicht an schwachsinnigen, kleinkarierten Dingen wie diesen auf ;) [b][quote]PS: ist gruftie und gothic das gleiche? [/B][/QUOTE] Ja. Nein. Ich glaube, das kann man mittlerweile nicht mehr so genau sagen. Also, das behaupte ich. Aber vielleicht kommt jetzt Mestigoth oder Vorwärts FDJ! und erzählen dir wieder was anderes. Was aber praktisch wäre, dann würdest du gleich mal sehen, wie ich das mit der Undefinierbarkeit meinte :D So zum Abschluss: MUSIK ist das Wichtigste...hier mal ein paar Klassiker: Joy Division - Love will tear us apart [url]http://www.youtube.com/watch?v=bUcv7UMW4Ck&feature=related[/url] Bauhaus - In the flat field [url]http://www.youtube.com/watch?v=7pR7_9mLOM4&translated=1[/url] The Sisters of Mercy - This Corrosion [url]http://www.youtube.com/watch?v=dMFgYVA0-e4&translated=1[/url] The Cure - Fire in Cairo [url]http://www.youtube.com/watch?v=7iGHgjOHyN8&translated=1[/url] Siouxsie & The Banshees - Mirage [url]http://www.youtube.com/watch?v=F4ynm9gOxS8&translated=1[/url] Alien Sex Fiend - Ignore the Machine [url]http://www.youtube.com/watch?v=Dnz7qkeQTf4&translated=1[/url] und mal zum Abschluss was relativ Neues: Frank the Baptist - Scars forever [url]http://www.youtube.com/watch?v=bnT-v1DGHis[/url] |
| Klinischtot | Hallo, also ich habe auch gedacht das ich in dem alter von etwa 12-13 einfach mal anfangen sollte in schwarzen Klamotten rum zu laufen und den ganzen Tag böse zu schauen. Na ja ich kam mir in dem alter dann auch ziemlich cool vor und war einer von diesen Kinder Goth. Heute bin ich nun fast 24 fühle mich dem ganzen aber immernoch seher verbunden. Gut ich laufe nur noch selten in Schwarz rum auch wenn ich es gerne häufiger tun würde. Aber von innen herraus fühle ich mich immer noch "schwarz" ich weiß hört sich doof an aber ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll. Ich liebe noch immer die Musik. Die Menschen um ich herum sagen immer zu mir ich solle nicht alles so negativ sehen. Ich Antworte drauf das ich nicht immer alles negativ sehe sondern realistisch. Vieleicht fühle oder sehe ich auch anders als andere Menschen. Heute ist es mir eigentlich egal ob ich nun dazu gehöre oder nicht. Für mich ist es heute ein Lebensgefühl was in mir drinne ist, was ich aber nicht mehr jeden Tag zeigen muss. Ich habe nach langer Zeit wieder in dieses Forum gefunden und lese es immernoch mit Freude. Für meinen Musikgeschmack werde ich heute noch verspotet aber es ist mir egal. Andere Leute lachen über diese Musik, ich lache über Techno......... Na ja so ist das wären alle gleich wärs auch doof :-) |
| Ruri | Das erste Mal bin ich etwa mit 10 Jahren dort reingeschlidert, dazumal hatte ich starke misantrophische Neigungen. Und bevor ich nun höre "Das kann nicht sein, dass würde bedeuten du hast auch dich selbst gehasst!" muss ich sagen: Doch. Dazumal war nur meine Mutter ein Mensch den ich akzeptieren konnte, ich selbst hasste mich für die Tatsache ein Mensch zu sein, geschweige den die anderen. Mich störte ihre Ansichten, ihre Zerstörungskraft, ihre Dummheit und Belanglosigkeit. Via Internet lernte ich dann paar Goths kennen und dort empfand ich das erste Mal genugtuung. Die Oben erwähnten Punkte fanden keinen Platz in ihren Leben und so waren Goths eigentlich die Türöffner für Kontakte mit anderen Menschen. Auch die ersten Menschen zu denne ich mich verbunden fühlte und mir den Weg zeigten wie man mit anderen umgeht. Leider konnte ich in der Schweiz selbst nicht in die Szene einsteigen. Meine Mutter war doch etwas überfordert dass ihre so junge Tochter in eine düstere Szene eintauchen wollte, äusserlich wie innerlich. Auf eine gewisse Art und Weise hat sie dabei nur gestört dass ich in meiner Individualität blockiert gewesen wäre. Nun bin ich 16 und einigermasse in der Szene intregriert, jedoch hat sich all das verloren was ich dazumal so sehr schätzte. In der Schweiz ist es eine grosse Partyszene, in der jeder über den anderen Lästert. Indem man diskutiert wie schlecht die Klamotten des anderen aussieht und mit wem man zusammen ist. Es unterscheidet sich kaum noch von den anderen Partyszenen sprich: Rumgevö.. , trinken und tanzen. Selbst die nicht-partygänger haben am Wochenende das hauptziel sich zu betrinken, auch wenn sie noch so eine grosse Ahnung über die nordische Mythologie haben. Ich bin ehrlich: Auch ich habe mich gewandelt und leider bin ich mitgezogen. Mittlerweile gehör ich selbst zu diesen Leuten, aber ich bin mir dessen Bewusst und versuche immer wieder mir vor Augen zu führen was ich verloren habe und wieder finden will/soll. Was ich eigentlich damit sagen wollte: Für mich war Goth einst, das alternative, das rebellische. Die Szene die nach mehr Gedanken schreit, mehr tiefsinnigkeit, nach mehr Mitgefühl, mehr Kultur, mehr Individualität, weniger Gruppenzwang, mehr Freiheit. Heute aber finde ich ist sie nichts wert, es ist eine Partyszene geworden, die sich durch Party definiert und eventuell interesse an spezielleren Themen. z.B Nordische Kultur, Mittelaltermärkte usw. aber auch dass ist wohl eher seltener der Fall. |
| rabenrose | Also ich liebe und lebe jetzt seit 3 Jahren als Goth und ich hab es in keiner Sekunde bereut. Bei mir war das auch eine recht... süße Geschichte, ich war immer der Outsider und ich wurde viel gemobbt, an einem Tag sind mir dann diese Typen hinterher gerannt um mich weiter aufzuziehn, ich war am heulen und dann kam Ro, er war sozusagen mein schwarzer Ritter, er hat mich vor denen beschützt und er hat mir von der Szene erzählt. Ro und ich sind jetz seit 3 Jahren ein Paar, nach diesem Tag hat er nicht mehr locker gelassen und wollte mich immer wieder treffen, er war für mich da und ich hab von ihm die Liebe und Anerkennung bekommen die ich mir immer gewünscht habe. Wohlgemerkt war ich damals noch "bunt" aber er hat mich genommen wie ich bin! Er hat mich zu seinen Freuden gebracht und jetzt sind sie meine zweite Familie, sie verstehen mich! Ro sagte damals "Im Großen und Ganzen ist Gothic eine Faszination fürs Schwarze, ein anders Denken der Menschen das oft Missverstanden wird, wir sind die Kinder der Nacht und sind froh zu wissen dass wir uns haben, das Leben ist wie ein weites wunderbares Land, dass einfach mal in tiefen Winter sinken kann, aber irgendwann auch die Blumen erblühen lasst und der Tod ist das Meer, endlos und unergründlich ". Seit ich ihn liebe (und das tun wir wirklich, NIX MIT LIEBESKUMMER) fasziniert mich das genau so, ich liebe die schwarze Romantik abgöttisch, das ist mein Lebensgefühl, dieses verträumte, einfach mal in ferne Welten schweifen, meine Poesie in der ich meine Gedanken sammeln kann, die zeitweilige Melancholie aber dann auch wieder die Freude am Leben und einfach über ALLES nachzudenken. Ich bin ein neugieriger Mensch, ich glaube an viel okkultes z.B. Chakra. Viele wissen das Leben nicht zu schätzen, das Leben ist ein Festmahl, der Tod ist das Dessert. Realisiert wie viele Wunder täglich geschehen, Realisiert dass ihr aber in jeder Sekunde eures Lebens eine Sekunde vom Tod entfernt seid und nutzt sie! Eine schwarze Mentalität! |
| Hybrid Andante | [QUOTE][i]Original geschrieben von rabenrose[/i] Viele wissen das Leben nicht zu schätzen, das Leben ist ein Festmahl, der Tod ist das Dessert. [/QUOTE] Der Tod ist doch kein Wackelpudding mit Schlagsahne :D |
| MephistoX | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheSiren [/i] So zum Abschluss: MUSIK ist das Wichtigste...hier mal ein paar Klassiker: Joy Division - Love will tear us apart [url]http://www.youtube.com/watch?v=bUcv7UMW4Ck&feature=related[/url] Bauhaus - In the flat field [url]http://www.youtube.com/watch?v=7pR7_9mLOM4&translated=1[/url] The Sisters of Mercy - This Corrosion [url]http://www.youtube.com/watch?v=dMFgYVA0-e4&translated=1[/url] The Cure - Fire in Cairo [url]http://www.youtube.com/watch?v=7iGHgjOHyN8&translated=1[/url] Siouxsie & The Banshees - Mirage [url]http://www.youtube.com/watch?v=F4ynm9gOxS8&translated=1[/url] Alien Sex Fiend - Ignore the Machine [url]http://www.youtube.com/watch?v=Dnz7qkeQTf4&translated=1[/url] [/QUOTE] Abgesegnet vom schwarzen Ministerium, mit Stempel und Blumengrüßen. :D [QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i] [B]Der Tod ist doch kein Wackelpudding mit Schlagsahne :D [/B][/QUOTE] Nicht??? :confused: |
| Scheol | [QUOTE]Der Tod ist doch kein Wackelpudding mit Schlagsahne[/QUOTE] Wenigstens ein Wackelpudding ohne Sahne? [QUOTE]Eine schwarze Mentalität![/QUOTE] Hip Hop? |
| Nóirín | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i] [B]Der Tod ist doch kein Wackelpudding mit Schlagsahne :D [/B][/QUOTE] Gott sei dank! Von wegen Henkersmahlzeit... [img]http://www.cosgan.de/images/smilie/ekelig/g025.gif[/img] |
| ShaitanJr | Hei und Salve allerseits, normalerweise schreibe ich hier selten. Ja praktisch nie. Aber schon seit einiger Zeit bin ich mal wieder am nachdenken und zwar über genau dieses Thema. Lebenseinstellung. Nein. Lebensphilosophie. Denn gothic ist für mich mehr als nur eine Meinung. Da ich nicht nur in diesem Forum viel darüber lesen musste, dass die Goten von heute irgendwie keinen Plan mehr haben, was sie da eigentlich leben und wie so oft erwähnt in die "Fit for Fun"-Gesellschaft hineinrutschen, möchte ich einfach mal einen längeren Beitrag schreiben, der euch meine Sicht näher bringt. Ihr sprecht immer davon, dass schwarz für viele etwas mit Weltschmerz, mit Trauer und mit "auffallen" zu tun hat. Ich sehe schwarz völlig anders. Und zwar losgelöst von den Dogmen der Gesellschaft, der abendländischen Gesellschaft. In meinen Augen ist schwarz das Sinnbild des positiven. Ich kenne keine Farbe (nichtmal weiß), die mich so wenig verwirrt. Schwarz ist eindeutig, eine einzige Masse. Dagegen sehe ich bunt oder gar weiß als verräterische Kobolde, die hier und da um mich herumhüpfen um bei mir Augenkrebs zu verursachen.^^ Spaß beiseite. In den Morgenländern wie Ägypten ist Schwarz eine sehr lebensbejahende Farbe, weiß dagegen symbolisiert den Tod. Das ist aber nur ein Aspekt. Gothic bedeutet für mich auch, dass ich ohne das erzwingen zu müssen die Ästhetik des Hässlichen hoch schätze. Wie oft habe ich das bereits an anderen Stellen erwähnt. Aber es ist wahr. Haut, deren bleiche Zurückgezogenheit vornehme, ja introvertierte Tiefe ausdrückt. Schwarzes Haar, das die Seele so wunderbar verbirgt. Ich trage schwarz nicht um aufzufallen. Ich trage es, um mich zurück zu ziehen, um unter all den bunten unerkannt zu bleiben, wie ein Schatten den man nur im Augenwinkel wahrnimmt. Viele Leute meinen, man müsste in der Dunkelheit Angst haben. Ja vor was denn? Wir sind doch die "Dämonen", wir sind doch die, die in der Dunkelheit herrschen, weil wir die einzigen sind, die sie beleben. Ich sehe mich als Wesen der Dunkelheit. Ich habe die Möglichkeit weiter zu sehen als Menschen die im Licht leben. Licht blendet, es macht dich blind. Du konzentrierst dich so stark darauf dein Augenlicht zu behalten, dass du vergisst, dass du auch noch Hände hast. Tastsinn. Auch das ist gothic. Sensibilität. Genau deshalb sind doch die meisten so still. Alles andere als aggressiv. Weil wir Aggressivität und Brutalität einfach nicht vertragen. Das macht uns nicht nur Angst, es erschüttert und traumatisiert uns gerade zu als ginge es um unser Leben. So jedenfalls habe ich die Goths in meinem Umfeld kennen gelernt. Schweigen. Das ist gothic. Leise, langsame Musik mit tiefen Chorälen, Bassstimmen, die die Seele in sanfter Sicherheit wiegen. Nur nicht die innere Harmonie aus der Balance bringen. Kunst ist gothic. Und zwar in Perfektion. Es ist nicht nur das Bild vom Engel mit schwarzen Flügeln. Es ist das Wort, das in seiner Eindeutigkeit tiefste Wellen schlägt. Wellen, die bis an den Rand des Denkvermögens reichen, sich in Zeiten verlieren und abtauchen in unausgesprochene Emotionen. Kritik ist gothic. Wie Furvus schrieb - ich habe bisher ausschließlich durchweg intelligente Menschen getroffen. Intelligenz zeichnet sich nicht immer durch besonders gute Schulnoten aus. Worauf ich hinaus will ist die Bereitschaft sich für Themen zu begeistern, die dem Menschen nicht nur Nutzen bringen, sondern auch mal negativ nachdenklich machen. Auch die Bereitschaft etwas in Frage zu stellen, was längst so gefestigt ist wie die Tatsache, dass die Erde keine Scheibe ist. Beispielsweise die Frage, was mit uns nach dem Tod passiert. Es ist keine Verherrlichung des "Lebens nach dem Tod", sondern eine berechtigte Vorstellung. Ich persönlich bin schwarz im Herzen. Schwarz heißt für mich, mein Leben nach dem Spaß auszurichten. Die Freiheit, mich nicht überall sklavisch unterzuordnen - schon gar nicht der Vorstellung, dass das Leben nur aus Arbeit und Geldverdienen bestünde. Ich suche mir ausschließlich den Job aus, in dem meine persönlichen Vorlieben und Kompetenzen voll ausgeschöpft werden. Wo ich nicht nach Hause kommen und mich der unbequemen Klamotten entledigen muss, um wieder ich zu sein. Wo ich eben nicht meine Schwächen nach außen kehren muss. Mein Job ist Schriftstellerei. Professionelle, wohlgemerkt. Mein Leben ist das Wort. Nicht zuletzt hängt das auch mit gothic zusammen: Wir Goths können uns überhaupt vorstellen in einer Welt zu leben, die anders ist, als die Gesellschaft es vorgibt. Wie viele schauen einen schräg an und können sich nicht ausmalen, wie jemand "so abgedreht" sein kann oder gar etwas an Fantasy finden kann. Aber ich muss es so sagen. Ich lebe Fantasy. Meine Welt wendet sich ab von den Dingen, die ich sowieso nicht ändern kann. Ich kämpfe für meine Ziele, die nicht grade Haus, Familie und Karriere heißen. Aber die Sache, dass man Geld für etwas eintauschen muss, um sich ernähren zu können, kann kein einzelner Mensch ändern. Also wird das als Nebensächlichkeit mal so im Vorbeigehen mitgenommen. Thema Religion. Ich hatte es schonmal woanders gesagt. Ich bin Satanistin. Das bedeutet, dass ich stets bewusst das ausnutze, was mich meinen persönlichen Zielen näher bringt. Und wenn es eben das Geld ist. Bitteschön. Aber ich bleibe mir wenigstens treu und sage graderaus was ich denke. Zum Abschluss. Ich habe inzwischen sehr gute Freunde innerhalb der Szene gefunden und ich bin stolz darauf, ein Teil der Szene zu sein. Sie mitzugestalten, sie zu erhalten und vor allem das Lebensgefühl und die Intelligenz auf so hohem Niveau zu erhalten, das ist mein Lebenssinn. Ich versuche im Gegensatz zu vielen hier, mein Leben innerhalb der Szene zu halten. Ich will meine Kleidung nur von Goths kaufen, die meine Vorlieben verstehen. Ich will meine Bücher nur bei Goths verlegen und dafür sorgen, dass sie nur von Goths gelesen werden. Ich will Tierschutz innerhalb der Szene betreiben und und und... Das ganze führt etwas zu weit, aber ihr versteht was ich meine. Ich bin ein Schubladenmensch und stolz darauf. Warum sollte ich auch nicht? Die Gesellschaft war schon immer in Klassen eingeteilt und genauso sehe ich sie auch. Es gibt eben die Assis, die die was versuchen aus sich zu machen und die, die es geschafft haben. Es gibt die dummen und die intelligenten. Elitedenken? Mit Sicherheit! Und das ist auch gewollt. Denn das ist es, was mich am Leben erhält. Ich halte nichts von "wir sind alle so gleich", finde das weder sinnvoll noch kann ich mich überhaupt damit anfreunden. Ah und grade eben fiel es mir nochmal ein. Dazu wollte ich meine Meinung loswerden: Mir ist bewusst, dass gothic für die "alten" damals etwas anderes bedeutet hat. Doch ich bin ein 1990er Kind und habe dementsprechend null Plan wie es in den 80ern war. Vielleicht hat man damals alles das was oben steht, nicht unter Gothic gezählt. Aber der Begriff ist doch mit der Zeit gewachsen. Hat sich verändert. Und die, denen er ursprünglich gehörte, haben dazu keine Stellung bezogen. Sonst wäre der Begriff heute nicht so fremd. Das heißt, die neuen Generationen haben nun das Wort für sich deffiniert und genau deshalb nehme ich mir raus, gothic anders zu sehen, als die alten Hasen unter uns. Das wars. DG, shaitan |
| kleine Eule | [QUOTE][i]Original geschrieben von Selene71 [/i] [B]Bin eindeutig älter als 24. Aber wie schon bei meiner Vorstellung erwähnt zähle ich mich auch nicht direkt zur "Szene". Ich trage schwarz und Kleidung in Richtung Gothic-Style, weil es mir gefällt. Angefangen habe ich relativ spät und zwar vor gut drei Jahren. Damals hat sich mein Freund von mir getrennt und ich habe mich praktisch selbst neu entdeckt. Oder anders: Im Inneren war ich schon immer "schwarz", aber ich habe es nie nach außen getragen und gelebt. Erst in der Zeit nach der Trennung und seit dem fühle ich mich erst richtig wohl in meiner Haut. Es war fast wie eine Befreiung. :) Und dann habe ich noch meinen Schatzi kennengelernt und bin seitdem rundum glücklich und zufrieden mit meinem "neuen" Leben. [/B][/QUOTE] Das kommt mir auf seltsame Weise irgendwie sehr bekannt vor....... ^^ Irgendwie sehr ähnlich. Habe mich für meinen Exmann auch jahrelang selbst verleugnet......jetzt lebe ich es. |
| Eloandra | Heo, Ihr Wesen der Nacht. Tut mir Leid, wenn ich gerade Eure Unterhaltung störe, aber ich wollte mich nur kurz gemeldet haben. Mein Name ist Eloandra und ich bin ein Frischling hier in diesem Forum. Ich möchte mich zuerst durch einiges hindurch lesen, doch bei der Registrierung stand, man solle innerhalb von 12 Stunden etwas schreiben. Dann hake ich das schoneinmal ab. Tut mir wie gesagt leid, dass ich euch gestört habe. Herzlichste Grüße Eloandra |
| Demon17 | Du störst hier niemanden Eloandra. Dieses Board ist wie ein alter Friedhof, ein Gedankengrab längst Verschollener in der Einöde des Web 2.0. Ein stiller Ort an dem manchmal noch ein Vogel zwitschert und einsame Stimmen in der Dunkelheit verklingen. |
| Leichengift | Huhu, Nun mal zu meiner Geschichte, wie ich zu der Szene kam.... Es war ein schleichender Prozess.. Im Alter von 12... 13... aber auch durch meine Schwester,die schon immer der Metalszene angehörig war. Man muss dazu sagen, ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Schwester, damals mehr wie heute, aber so ist das eben. Dadurch, dass ich viel Zeit mit ihr verbringe / verbracht habe, habe ich dann natürlich auch ihre Musik mitgehört und Sie hat mich eben fasziniert, worauf ich dann auch anfing, Metal zu hören.. Das ging dann eine ganze Weile so, über Monate hinweg, bis ich merkte "Verdammt, dass ist eigentlich nicht dass wo du dich zugehörig fühlst. Was deine Einstellung zum Leben widerspiegelt." Und so kam ich dann zu dem "Gothic Metal" woraus dann später die ersten Bands wie "Lacrimosa" "Bauhaus" gehört wurden,und ab da hat es dann irgendwie "Klick!" gemacht und ich habe mir gedacht... "Verdammt, dass ist es!" Hab mich dann auch noch ausführlich über die Szene informiert, und gemerkt, dass es total meinen Einstellung und Sichten zum Leben widerspiegelt. Ja...und so war dann der schleichende Prozess..Anfangs habe ich nur die Musik gehört, später dann auch so gekleidet...Die ersten Konzerte, Festivals wie das eben so ist, bis heute... Nun sind es gute 5 Jahre und ich muss sagen, ich könnte es mir anders auch nicht mehr vorstellen.. Ich habe es nie bereut, so zu sein wie ich bin, im Gegenteil ich bin stolz darauf. Beispielsweise als "Stino" oder in bunten Klamotten, da würde ich mich einfach wie in einer Verkleidung fühlen, selbst wenn ich es machen würde, ich würde mich darin eben nicht wiederfinden und auch nicht dauerhaft glücklich sein können... Für mich ist es auf jeden Fall eine Lebenseinstellung! Das was mich das ganze Leben lang begleiten wird, und nicht enden wird, einfach wegen der Einstellung. Und auch die offenen Leute in der Szene, waren ein aspekt, warum ich mich in der Szene so "Zuhause" fühle! Klar, gibt es auch in der Gothicszene Arschlöcher aber mal ehrlich, die gibt es in jeder Szene, dass ist eben so über die muss man hinweg sehen!! ;) Dunkle Grüße, Leichengift |
| Gothic_Blondie | Also mein Motto ist da eher, dass ich nicht an das gute sondern eher an das schlechte im menschen glaube. Ich verlasse mich schon gar nicht auf niemanden und erwarte auch nix von anderen. |
| Scheol | [QUOTE][i]Original geschrieben von Gothic_Blondie [/i] [B]Also mein Motto ist da eher, dass ich nicht an das gute sondern eher an das schlechte im menschen glaube. Ich verlasse mich schon gar nicht auf niemanden und erwarte auch nix von anderen. [/B][/QUOTE] Hmm...hattest nicht an anderer Stelle davon geschrieben, dass du Freunde hast? Was bedeutet da Freundschaft wenn du so denkst? |
| rinaleis | Sicherlich gibt es keine eindeutige Definition von Gothic. Für mich bedeutet es wirklich, anders zu sein als andere. Und ganz gewiss definiert sich Gothic nicht nur durch schwarze Kleidung. |
| Nix | Sonst wäre ja auch jeder Schornsteinfeger ein Gothic. |
| Virulent | Nicht nur die. |
| SarahDark | Das stimmt. Doch obwohl die schwarze Kleidung nicht alles ist, ist sie meiner Meinung nach doch ein unabdingbarerer Bestandteil der Gothic-Szene, der dieser auch einen ganz bersonderen Glanz verleiht. |
| Corona | Na klar, als richtiger Gothic sollte man schon schwarz oder weinrot etc. tragen. Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass sich das Leben als Gothic vor allem im Kopf abspielt. |
| SarahDark | Bei manchen äußert es sich aber dazu noch in der Kleidung, wie man [URL=http://www.facelinking.com/2012/01/gothic-szenen-innerhalb-der-szene/][B]hier[/B] [/URL] sehr schön nachlesen kann. Aber auch hier sollte jeder selbst wissen, was er daraus macht. Schließlich ist die Gruppendynamik nicht so meins... |
| Gamaliel | Ich habe gerade einige Beiträge überflogen. Auffällig, dass 1.) sich jeder von "der Szene" - mal mehr, mal weniger - distanziert 2.) die eigene Individualität betont, 3.) sich von dem brutto Normalmensch abhebt. Sind vielleicht gerade dies die Charakteristika der Szene? Nun, dann gehöre ich nicht dazu. Ich bin relativ normal. Mittlerweile grenze ich mich auch nicht mehr von bestimmten mir zugeschriebenen Vereinen und Szenen ab. Denn von außen betrachtet, wirkt es ja tatsächlich so als würde ich dazugehören. Und gleichzeitig differenziere ich bei manchen anderen Szenen auch kaum (Banker, HipHoper etc. auch weniger). Das liegt schlicht und einfach daran, dass man sich und sein Umfeld besser kennt und deswegen immer für komplexer hält als das des Anderen. Deswegen hat es mir nie geschadet durch viele verschiedene Aquarien zu schwimmen. Und seien wir ehrlich: Welcher Mensch ist schon deckungsgleich mit einer Szene? Das würde den Begriff Mensch geradezu negieren... Anders ausgedrückt: Ich stehe vor einer Sache und nie dahinter - ich habe einzelne Anknüpfungspunkte, bin aber nicht die Szene. Zum Glück. Individuell. Ein bisschen. Zu sehr um meine Weltanschauungen als wandelndes Plakat mit mir herumzutragen, zuwenig um zu betonen, wie individuell ich bin. Gehöre ich also zur Szene? Ich weiß es nicht. |
| Lady Ash | Ich mag die schwarze Szene ganz gerne, im großen und ganzen. Aber die Szene würde mich nicht mögen, mich mochte nie irgendeine Szene, mit der ich sympathisierte. Ich mag einige der ästhetischen Elemente im "Gotentum" (grausiges Wort, welches Völkerwanderung und Bärenfelle impliziert), auch wenn ich viele Symbole als das erkenne, was sie ursprünglich waren, und sie weder selber nutzen noch ewig passiv tolerieren würde. Aber en passant ist manches ganz nett oder zumindest sehr schräg anzusehen. Für mich ist es die Musik, die das bisschen Szenezugehörigkeit ausmacht, das ich habe. Die Gedanken und den kulturellen Geschmack würde ich auch anderswo finden und ich neige nicht dazu, mich über Kleidung zu definieren, weder welche mit rosa Blumen noch welche mit schwarzer Spitze ... |
| Darkangel170819 | Ohje Mit 24 sterben naja hab ich früher auch geglaubt nur der tod wollte mich wohl nich .........welch Ironie .......Jetzt zähle ich wohl mit 38 zu den fossilen relikten jener zeit :) .......dabei hab ich aber eins gelernt man muss sich nicht unbedingt schwarz Kleiden um sich schwarz zu fühlen,da mein Herz und meine Seele eh schwärzer sind als deine Cola brauch ich das nicht unbedingt an der kleidung fest machen ......mir gefällt nur halt der Stil. In dem sinne Carpe Noctem :cool: |