German Gothic Board
 
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    Thema: Die optische Angleichung
rosenkindEs gibt gruftige Klamotten und es gibt normale Klamotten, das wissen wir inzwischen alle. Neu scheint aber irgendwie zu sein, dass es auch normale gruftige bzw gruftige normale Klamotten gibt.

Ist euch das eigentlich schon mal aufgefallen? Ich sehe in den letzten Monaten immer mehr junge Mädchen, die schwarz rumlaufen. Aber nicht gruftig, aber dann doch irgendwo wieder schon. Um genau zu sein: ich sehe immer mehr Outfits, die vom Stil her, sprich Schnitte, Material, Kleidungsstück "stinknormal" sind, man kriegt sie zuhauf bei orsay, pimkie, H&M, New Yorker,... . Das einzige auffällge: sie sind schwarz. Gut, schwarz soll auch außerhalb der Subkultur sehr beliebt sein. Aber wenn dann noch schwarze Nägel hinzukommen, schwarze Haare, das obligatorische K(r)ampftäschchen oder neuerdings auch diese emily strange, ruby gloom und vorallem nightmare before christmas Printhandtaschen, die ebenfalls von orsay, pimkie,... stammen könnten und Patches von "einschlägigen" Band wie HIM, und das junge Mädchen einem eigentlich jeden Tag nur in schwarz über den Weg läuft, da zieht man schon so seine Schlüsse.

Nichts gegen Newbies, auch ich hatte mal nicht sooo viel Geld in der Tasche, meinen Kleiderschrank auf einen Schlag umzukrempeln, nichts gegen Leute, die sich dem Modediktat nicht unterwerfen wollen, ich nenn viele davon meine Freunde, aber in diesem Modemix frage ich mich wirklich, was das soll, bzw es gefällt mir einfach nicht. Was wird damit eigentlich bezweckt? Es sind ja nun keine Einzelfälle, sonst würde ich nicht schreiben, sondern es bebegnet mir andauernd, dass der Mainstreamstil in schwarz getaucht wird. Meine Frage zielt auch nicht unbedingt auf die Leute alleine ab, denn irgendwoher muss dieser Trend ja kommen. Ist das ein weiterer Versuch, die Subkultur "einzugemeinden"? will heißen, sie zu normalisieren? Diese Outfits haben für mich nichts mehr mit Subkultur zu tun, sie sind lediglich eine Variante des Mainstreams.

Doch nicht nur bei den realen Menschen wandelt es sich. Man gehe auf ebay, man gebe bei den Taschen das Suchwort "Gothic" ein und betrachte sich die Ausbeute. Als ich meine geliebte Handtasche kaufte, wimmelte es auf ebay nur so von Samthandtaschen mit Stickereien und Spiegelpailetten oder mit Ornamenten drauf und lauter solche Sachen. Bei meiner letzten just-for-fun-Suche gab es grade mal 2 oder 3 Taschen, die in diese Richtung gingen, der Rest waren Kampftaschen und diese Täschchen von Emily Strange, Ruby gloom und nightmare before christmas, die sich nun wirklich überhaupt nicht von dem Zeug unterscheiden, dass man sonst so zu kaufen kriegt.

dass auch eine Subkultur sich optisch verändert im Laufe der Zeit, ist ja normal, dass neue Stile innerhalb der Subkultur kreiert werden ebenfalls. Aber kann man einen Stil, der sich entwickelt, der sich vom Hauptstrom nicht unterscheidet noch als Kleidungsstil einer Subkultur nennen?
Ich wage es zu bezweifeln.

Eure Meinung dazu?
NebelwandererHmm aber muss die Subkultur die das entwickelt hat davon abrücken, bloß weil der Mainstream das für sich endeckt hat.
Ich denke nicht, weil die Leute, die die Sachen aus Motiven tragen die dem Mainstream entspringen, auch schnell wieder davon abkommen. Kenne das von nem Kumpel der hatte sich aus Modelaune Schwarzen Wollmantel und New Rock Halbschuhe gekauft. Jetzt da seine Freundin das net mag und weil Mode anders ist, trägt er Tarnfleck. Die Schuhe und Mantel verstauben zuhause. Meiner Mutter hat da mal bei Einkaufen was schönes gesagt: "Mir würde es ja gefallen, aber es ist nicht in Mode! Deswegen zieh ich es nicht an" Und das muss man sich vor Augen halten. Es gibt Leute die es aus Modegründen die sind aber sehr launenhaft und auch schnell wieder verschwunden. ;)

Warum dieser Stil nun ich denke es ist der Gegenpol zu dieser hell bis weiß angehauchten Tussenstil mit dem ganzen Fellpuschelzeug. Weiß nicht seh das öfters wenn die "Normalen" in ihre Clubs gehen. Und wenn man sich davon abheben, will geht man eben ans andere Ende. Ohne vielleicht gleich ganz in den Bereich zu gehen.
Natürlich kann es auch sein, ihr Schwarzsein eben auch in den Alltag holen wollen. Das aber aus beruflichen Gründen nicht so machen können, wie sie gerne wollten.
rosenkind[QUOTE]Hmm aber muss die Subkultur die das entwickelt hat davon abrücken, bloß weil der Mainstream das für sich endeckt hat.[/QUOTE]

Bitte nochmal genau lesen: Der Satz ist absolut falsch. Es ist genau [B]umgekehrt![/B]. Die Sachen, die ich in letzer Zeit sehe, existieren schon [B]seit Jahren[/B] im Mainstream, aber in der Subkultur erst seit [B]kurzem[/B] . Der Satz wäre korrekt, wenn er hieße:
Hmm aber muss [b] der Mainstream, der [/b] das entwickelt hat davon abrücken, bloß weil [b] die Subkultur das [/b] für sich endeckt hat.

Vor 2 Jahren waren die "schwarzen" Kiddies, die nicht mehr trugen als einen schwarzen Steppmantel, eine Stoffhose von Orsay und eine Tasche mit Comicprints noch in der Minderzahl. für die "Stinos" war das aber ein Standartoutfit.

solch eine Jacke:
[IMG]http://i3.ebayimg.com/04/i/06/a2/d4/a4_1_b.JPG[/IMG]

solch eine Hose:
[IMG]http://i22.ebayimg.com/01/i/06/a4/6a/3d_1_b.JPG[/IMG]

und solch eine Tasche (von der Art her):
[IMG]http://i16.ebayimg.com/04/i/06/66/9a/c5_1_b.JPG[/IMG]

in Kombination waren in selbiger oder auch anderer Farbgebung ein Standartoutfit, das jede 2. anhatte.

Man kann wohl unmöglich davon sprechen, dass die Subkultur da irgendeinen Stil entwickelt hätte, wenn sie sich anzieht, wie seit Jahren jeder rumläuft.

[QUOTE]Modelaune Schwarzen Wollmantel und New Rock Halbschuhe gekauft.[/QUOTE]

New Rock Boots sind Teil der Mode des Mainstreams? Also da ist mir irgendwas entgangen... ich dachte in wären diese ugg boats, mukkuwas weiß ich was und komische spitze Ballerinas, die keine sind...
NebelwandererNa da hab ich dich falsch verstanden. ^^ Kam nicht so ganz rüber ob du meinst, das Mainstreamleute ihren Stil an Schwarz anpassen, sondern Gruftieleute Mainstreamelemente für sich benutzen. ;)
Ist das aber nicht wieder die elendige Modefrage: "Was anziehen um true zu sein?"

Zu deinen Beispielen:
Die Jacke entziehts sich mir in der Wahrnehmung, sowas hab ich hier noch nicht gesehn.
Die Hose ist ja wohl sowas von unkritisch. Schwarze Stoffhosen sind schon lange Teil, selbst sogar in der formalen Mode.
Die Tasche naja. Es gibt halt Grundformen und die Audrucke varieren halt. Ich würde das nicht so kritisch sein.

Zudem streuen die Interressen ohnehin immer stärker und damit eben auch die Mode. Den Electroleuten zum Beispiel geht doch der klassische Stil ohnehin immer mehr verloren. Allerdings empfinde ich das als nicht kritisch, wenn man mitbekommt das derjenige von der ganzen Sache eine tieferes Verständniss hat. Was nützt mir ein ansprechendes gruftiges Aussehen, wenn dann "...Bauhaus wat dat denn kommt..." oder "...Hauptsache Spass und Partüüüü..." zu hören ist :rolleyes:

Es war ne Modelaune von ihm mit den Schuhen. Sie hatten ihm gefallen. Aber als er Gegenwind mit dem Look bekam, hat er es gelassen. Jetz halt Tarnfleck. :rolleyes:
curupiraLass die Leute doch rumlaufen wie sie wollen! Die Kiddies fangen an nur noch schwarz zu tragen und die ,,Gothics" tragen auf einmal rosa? Es wandelt sich sowieso alles ständig in Modefragen. Es sollte sich lieber jeder fragen warum er schwarz trägt, und was er damit ausdrücken will, besonders auch für sich selbst.
Es gehen halt viele mit dem Trend und das findest du überall, was halt grad angesagt ist, und im moment scheints halt schwarz zu sein. Denke aber auch das hat mit dem Winter zu tun, da ziehen sich viele Leute dunkel an, und das ist schon Jahre so, aber warum ist das jetzt zum aufregen?
Fatal*DesireWie hier schon oft diskutiert, weitet sich die Szene eben immer mehr aus. Dadurch wird der Personenkreis, der sich als "Grufties, Gothics, etc." bezeichnet immer größer und dadurch wohl auch automatisch die Vielfalt in der Mode. Man schaue doch nur mal auf (hier doch relativ unbeliebte) Bands wie z.B. Tokio Hotel, New Pagadi, etc. pp. die machen solche schwarzen Mainstreamklamotten doch gerade erst recht populär!
Aber ganz ehrlich: Für mich ist jemand, der in den besagten Comic- Klamotten mit den passenden Accesiores rumläuft nicht unbedingt auf den ersten Blick als Gothic zu erkennen...
Hoffe, dass ich den Thread jetzt nicht auch noch falsch verstanden habe, sonst... schlagt mich halt oder so:D :D :D
NebelwandererDas Problem ist aber auch, das nichts wirklich Neues in letzter Zeit entstanden ist. Es wurde vielfach ohnehin importiert. Bestes Beispiel die ganzen Bondage und Fetish Stilelemente. Ist in der Musik ja dasselbe gibt entweder an alte Sachen angelehnt (Retro)oder verschiedene Stile gemixt (Crossover). Von den nicht massenkompatiblen Sachen abgesehen, aber die sind auch nicht so jung.

Ich zeichne ja auch öfters Klamotten und gerade bei dem Thema ein neues Herrenoberteil, welches keine alte Stilelemente beinhaltet. Mir fällt dazu nicht viel ein, vielleicht hat ja einer ne Idee. ;)
rosenkind[QUOTE]"Was anziehen um true zu sein?"[/QUOTE]

Das meine ich nur bedingt. Es geht hier nicht um den Menschen, sondern um den Stil. Als Subkultur dieser Art gehört es dazu, dass ein eigener Kleidungsstil existiert. (der muss natürlich nicht von jedem getragen werden). Wenn dieser Stil sich aber soweit verändert, dass er im Prinzip nicht mehr ist als ein Farbspiel mit dem Mainstream, dann existiert dieser eigene Stil der Subkultur nicht mehr und das macht mir Sorgen. Es ist mir schnuppe, was für neue Kleidungsstile entwickelt werden, nicht alle gefallen mir, aber solange diese Stile die Subkultur äußerlich noch als "anders" kennzeichnen ist alles in Butter. Paradox wird es zu dem Zeitpunkt, in dem man etwas als subkultureigener Stil bezeichnet wird, der im Prinzip wie bereits erwähnt, nur noch ein Farbspiel mit dem Mainstream ist, denn dieser Stil ist dann nicht mehr [B]subkultureigen[/B]. Und damit kommt auch die Frage auf: was wird bezweckt? zum Beispiel die Taschen kommen ja nicht von irgendwoher, sondern es ist zu beobachten, dass die "einschlägigen Unternehmen" mehr und mehr Sachen in Richtung Mainstream produzieren und das wirklich "gruftige" Zeug verschwindet. Die Seiten von x-tra-x z.B. haben sich auch verändert im Vergleichzu dem vor 3 Jahren. Dabei wird aber keine neue, eigene Stilrichtung geschaffen, sondern mehr und mehr das produziert, was schon lange in der breiten Masse in ist. Man produziert nicht mehr für die kleine Advantgarde in der Gesellschaft, sondern schaut als Zielpublikum auf die breite Masse, nimmt dabei aber das Stichwort mit.

Es geht nicht darum, welche Kleidung einen jetzt true macht, ich hab schon etliche Menschen kennengelernt, welche "ganz normal" aussahen, sich aber trotzdem dazu zählten. Bei ihnen stand halt die Philosophie im Vordergrund (und viele davon hatten die sogar nich wesentlich mehr drauf als so mancher Supergruftie, der mir begegnet ist). Aber diese Leute bezeichnen ihre blue Jeans mit dem roten Pulli auch nicht als schwarzen Kleidungsstil. das ist der Unterschied.

[QUOTE]Was nützt mir ein ansprechendes gruftiges Aussehen, wenn dann "...Bauhaus wat dat denn kommt..." oder "...Hauptsache Spass und Partüüüü..." zu hören ist [/QUOTE]

darum gings doch gar nicht. Es gibt ja wohl einen Unterschied zwischen einer Diskussion über den Gothic (Ideologie) und die Grenzen der Definition für die Kleidung! Das hier ist ja das Modeboard, also nehme ich mir mal raus, hier über Kleidungzu diskutieren.

Damit wir uns richtig verstehen: Es geht hier um den Stil, nicht um die Menschen. Um es etwas deutlicher zu machen, mal ein Beispiel bei der Musik: die Diskussion wäre in etwas vergleichbar, wie wenn ich feststellen würde, dass mehr und mehr Black Metal Bands sich anhören für 50 Cent und ob man das dann noch als Variante des BM bezeichnen könnte. Da würde auch keiner sagen: was nützt mir jemand, der BM hört, wenn der nur Partymachen im Sinn hat. Die Diskussionen sind etwas völlig anderes.

Mich macht es halt traurig zu sehen, dass die stilistische Eigendynamik der Subkultur flöten geht. Es gibt in dieser (und anderen!) so viele Sytlings und Outfits, die einfach toll aussehen und völlig anders. Grade eben stilistisch sich abzugrenzen, etwas eigenes als Subkultur zu entwickeln, künstlerisch zu sein, ist doch ein Teil dieser Subkultur. Natürlich gibts welche, die nicht mitmachen, das ist okay, dieser Aspekt ist ihnen halt nicht wichtig. Aber es ist doch traurig, wenn mit der Zeit all diese Stile untergehen würden, weil die szeneinterne Wirtschaft die Subkultur normalisiert hat. Mal abgesehen davon ist die Subkultur dann stilistisch auch keine Subkultur mehr.

Die Kreativität versiegt ohnehin nach und nach, seitdem man sich sooo viele Sachen kaufen kann und nicht nähen muss. Wenn man schon einen Stil für eine Subkultur schafft, dann sollte dieser doch zumindest etwas anders sein, als das Zeug, das ohnehin dauernd getragen wird. Man muss es ja nicht übertreiben damit, es gibt auch "einfache" unaufdringliche Outfits, die dennoch anders aussehen. Nur sollte der Stil nicht völlig gleich sein.

[QUOTE]Die Jacke entziehts sich mir in der Wahrnehmung, sowas hab ich hier noch nicht gesehn.
Die Hose ist ja wohl sowas von unkritisch. Schwarze Stoffhosen sind schon lange Teil, selbst sogar in der formalen Mode.
Die Tasche naja. Es gibt halt Grundformen und die Audrucke varieren halt. Ich würde das nicht so kritisch sein.[/QUOTE]

Es ging [b]nicht[/b] um die [B]einzelnen[/B] Kleidungsstücke, das wäre ja sonst auch etwas absurd, denn die Tasche z.B. kann ich ja auch zu einem Barockkleid tragen, sondern es ging um die ganze Kombination dieser Kleidungsstücke, welche in ihrer Gesamtheit oftmals kaum abweicht, wie ich mehr und mehr sehe. zumindest bei der Beschreibung der Outfits einzelner Personen.

Wenn es um die Unternehmen geht, ist das wieder eine andere Sache. Gut, die Stoffhose betrifft das jatzt nicht so sehr, weil die ein allrounder ist, aber die Tasche z.B. hat ja schon einen bestimmten Stil und eben einen Stil, der wie gesagt schon seit Jahren im Mainstream Trend ist. Warum produziert ein "Gruftie"unternehmen also eine Tasche, die stilistisch in den Mainstream gehört? Warum produtiert ein Gruftieunternehmen überhaupt "normale" Sachen, die derzeit noch nicht zum Standart des ettablierten Stils gehören? Mehr als normalisierung der Subkultur fällt mir nicht ein, bzw. erschließung neuer Märkte, der Wirtschaft gehts schlecht, die Marktlücke wirft sicher nicht mehr genug ab, also erschließung der Masse als Zielgruppe, aber warum dann unter dem Gruftlabel?

[QUOTE]Lass die Leute doch rumlaufen wie sie wollen! Die Kiddies fangen an nur noch schwarz zu tragen und die ,,Gothics" tragen auf einmal rosa? Es wandelt sich sowieso alles ständig in Modefragen. Es sollte sich lieber jeder fragen warum er schwarz trägt, und was er damit ausdrücken will, besonders auch für sich selbst.
Es gehen halt viele mit dem Trend und das findest du überall, was halt grad angesagt ist, und im moment scheints halt schwarz zu sein. Denke aber auch das hat mit dem Winter zu tun, da ziehen sich viele Leute dunkel an, und das ist schon Jahre so, aber warum ist das jetzt zum aufregen?[/QUOTE]

oh man, wie ich solche Statements liebe :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

hallo, wir befinden uns in einem [B]Diskussionsforum[/B], da ist es normal, dass [B]Diskussionen[/B] geführt werden! Wer damit Probleme hat, sollte vielleicht nicht in ein [B]Diskussionsforum[/B] gehen.

Lass die Leute doch so rumlaufen.... tu ich ja, ich war noch auf keiner Demo, um dafür zu protestieren, dass es eine Änderung im Grundgesetzt gibt, die Grufties nur gestattet in dem Kleidungsstil rumzulaufen, der sich Anfang der 90ger Jahre entwickelte. und man stelle sich vor, ich hab auch noch keines von diesen Mädchen blöd angemacht. Ja, das solls tatsächlich geben...

Es gehen halt viele mit dem Trend.... ach ne, wenn das hier nicht gesagt worden wäre, hätte ich das ja gar nicht gemerkt. Komisch, dass ich dann genau das kritisch hinterfrage, wenn mir das gar nicht aufgefallen ist.

Warum wird eigentlich jedes kritische Statement oder auch nur der Ansatz einer Analyse und Diskussion sofort mit einem "lass sie doch" totgeschlagen.

Darf man keine Diskussionen mehr führen? Muss man alles toll finden? Darf man keine Kritik mehr äußern? Ist Toleranz Kritiklosigkeit?

Das einzige, was mich aufregt, sind solche "Ach lass sie doch" - Statements, weil sie jede Diskussion zu unterdrücken versuchen.

Und um es nochmal zu sagen: ich habe diesen Thread gestartet, weil ich einfach gerne diskutiere! Wenn das verboten ist, kann man gleich das Forum dicht machen.
curupiraWarum muss auch immer alles einen bestimmten stil haben, warum kann man sich nicht einfach mal so kleiden wie man sich wohl fühlt. Ich mache das und dann interessieren mich auch nicht irgendwelche Meinungen ob das angemessen ist oder nicht, und ich finde es falsch andere danach zu beurteilen.

@Nebelwanderer: hast denn wegen deinem Oberteil schon eine grobe Vorstellung
rosenkind[QUOTE]Warum muss auch immer alles einen bestimmten stil haben, warum kann man sich nicht einfach mal so kleiden wie man sich wohl fühlt. Ich mache das und dann interessieren mich auch nicht irgendwelche Meinungen ob das angemessen ist oder nicht, und ich finde es falsch andere danach zu beurteilen.[/QUOTE]

Hier ging es gar nicht darum, dass man sich (nicht) so kleiden darf, wie man sich wohlfühlt oder das den ganzen Menschen danach beurteilen. Hier ging es um die Definition eines Stils, um den Wandel eines Stils und letztendlich auch um die Bedrohung eines bestehenden Stils. Hier ging es um die Frage, was stilistich überhaupt noch dazu gezählt werden kann, inwieweit der Wandel, die Eigendynamik einer Subkultur bedroht und was die Ursachen dafür sind.

Es besteht ein Unterschied zwischen Sache und Mensch.

@Fatal*Desire
nein, du liegst goldrichtig, du bist die erste, die die Intention dieses Threads bisher inigermaßen richtig verstanden hat. :)
Zerbrochener[QUOTE]

Warum wird eigentlich jedes kritische Statement oder auch nur der Ansatz einer Analyse und Diskussion sofort mit einem "lass sie doch" totgeschlagen.

Darf man keine Diskussionen mehr führen? Muss man alles toll finden? Darf man keine Kritik mehr äußern? Ist Toleranz Kritiklosigkeit?

Das einzige, was mich aufregt, sind solche "Ach lass sie doch" - Statements, weil sie jede Diskussion zu unterdrücken versuchen.

[/QUOTE]


[i]Das[/i] ist Gothic anno 2006, werte Hohepriesterin.

Ich habe meine Konsequenzen bereits gezogen.
rosenkindtja, ich als Priesterin muss halt predigen.

Aber Zerbrochener, ich hoffe, DU hast diesen Thread vrstanden? ;)
curupira@ Rosenkind:
zu nerDiskussion gehören aber auch gegenargumente, du kannst nicht erwarten das sich jetzt hunderte hier versammeln und mit dir über die bösen schwarztragenden Menschen schimpfen.
Wie gesagt ich finde es auch nicht grade toll das in der gothic- szene immer mehr rosa zu sehen ist, vor allem weil ich diese Farbe für die schlimmst überhaupt sehe. und das ist für mich irgendwie vergleichbar. Die Normalen fangen an vermehrt schwarz zu tragen, da stimme ich dir vollkommen zu, aber die ,,Gothics" werden immer bunter. Das trägt dazu bei das die Unterschiede häufig nicht mehr zu erkennen sind. Und das im Moment so viele Bands wie Tokio Hotel unterwegs sind begünstigt das eben auch, aber das ändert sich auch wieder. Das war schon immer so.
Wenn man es aber schafft seine eigene Individualität zu erhalten, ohne sich irgendwelchen Moderichtungen anzupassen wird man immer erkannt, egal was man anhat, auch bei ner Orsay-hose.
rosenkind[QUOTE]zu nerDiskussion gehören aber auch gegenargumente, du kannst nicht erwarten das sich jetzt hunderte hier versammeln und mit dir über die bösen schwarztragenden Menschen schimpfen.[/QUOTE]

Zeig mir den Satz, wo ich das erwarte! Wenn das meine Intention gewesen wäre, hätte ich diesen Artikel anders formuliert. Ich kann dir nur raten: schau dich im Forum mal etwas geanuer um. Ich analysiere und definiere gerne, ich diskutiere gerne. Woher willst du wissen, was meine Erwartung ist? Ichhabe nirgendwo etwas von bösen schwarztragenden Menschen geschrieben, ich habe im Gegensatz immer wieder versucht deutlich zu machen, dass es hier um eine Diskussion über Kleidung und nicht über Menschen geht.

Mal abgesehen davon betreibst du grade das, was ich meinte: du versuchst die Diskussion zu ersticken. Du kritisierst, dass keine Gegenargumente da sind und unterstellst mir irgendwelche Erwartungen. Und das nach 3 Posts, die im Prinzip nur daraus bestanden, klarzustellen, was ich eigentlich ausdrücken wollte nachdem ich missverstanden wurde?!?

Ich glaube, was du mir sagen willst ist einfach: es ist sinnlos darüber zu diskutieren, also lass es bleiben. Wenn das deine Meinung ist, dann verstehe ich aber nicht, warum du in diesem Thread überhaupt postest.

[QUOTE]Die Normalen fangen an vermehrt schwarz zu tragen, da stimme ich dir vollkommen zu[/QUOTE]

Das habe ich nirgendwo gesagt in diesem Thread. Von den "Normalen" war hier keine Rede.

[QUOTE]Wenn man es aber schafft seine eigene Individualität zu erhalten, ohne sich irgendwelchen Moderichtungen anzupassen wird man immer erkannt[/QUOTE]

auch der/die Stil/e der Subkultur sind Modestile, denen sich ihre jeweiligen Mitglieder anpassen. Der Unterschied besteht aber darin, dass sie subkulturtypisch sind, während dieser neue Trend kaum noch als subkulturtypisch erkannt werden kann.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Aber Zerbrochener, ich hoffe, DU hast diesen Thread verstanden? ;) [/B][/QUOTE]

Ja, natürlich, und ich bewundere Dein kulturelles Engagement. Nur wage ich so etwas gar nicht mehr in Foren anzusprechen. Es wird ohnehin anders ausgelegt, so dass man hinterher den "schwarzen Peter" zieht.

Aber dafürt gibt's ja zum Glück noch Stammtische (... was bleibt uns auch sonst noch ?...) ;)
rosenkindich hoffe den werten Herren am Freitag begrüßen zu dürfen. ich geb dir noch ne halbe Stunde, zum Zusagen.

naja, es kommen IMMER irgendwelche Kommentare, die davon zeugen, dass alles missverstanden wurde. Wenn man danach geht, müsste das Forum eigentlich dicht gemacht werden. Aber ich bin optimistisch, dass doch noch ein paar Leute kommen, mit denen man debattieren und analsyieren kann oder sich die bereits anwesenden sich dem noch annehmen.

magst du nicht was dazu sagen?
NebelwandererDas viele eben Stile bevorzugen die mit der breiten Masse konform gehen, ist gerade Folge dieser Modelästereien. Ich kenne in DD vielleicht vier Personen, die mir sofort auffallen. Wo ich weiß das ist die und die. Eine finde ich ist dabei sehr experimentierfreudig und einfach immer wieder erfrischend. Allerdings bekommt sie die meisten negativen Reaktionen und es wird immer gelästert. Sie stört das nicht, aber jemand der nicht so selbstbewußt ist könnte daraus folgern, das es besser ist sich weniger persönlich auffällig zu kleiden.
Auch herrscht heut die Meinung vor das aufwendige Gestaltung ganz bestimmt teuer gewesen sein muss. Also könnte einem auch ganz schnell Kommerz nachgesagt werden. Du kannst dir ja nicht ein Schild ranmachen: "Selbst genäht" Also werfen die einen den anderen Kommerz und Schaulaufen vor und die anderen ihnen Verwässerung und fehlende Authenzität.
Diese Lästereien treffen aber beide Gruppen, die Pullovergrufts und die Kunstwerker. Wenn beide damit aufhören wären beiden Raum gegeben, aber die klare Linie geht natürlich verloren. Wer dann für sich in Anspruch nehmen kann als vertretend für authentischen Stil gelten kann, sehr schwierig. Ich denke jedes Modell trifft die Wirklichkeit nur zu einem Teil und immer wird sich jemand nicht angemessen vertreten fühlen. Diesen Konflikt wird man nicht lösen können. Man kann nur im begrenzten Bereich ein Urteil fällen was auch nicht verwundert, weil dieses Ideal aus einer Zeit stammt, wo überwiegend die Gruppen doch recht isoliert diese Sache lebten. Heute ist das durch den weltweiten Austausch und Telepräzens der Menschen, dieses Bewertung sehr sehr schwammig zu treffen. Es kommt eben auf den Bezug an. Was in Unterfranken noch gültig ist, kann in Friesland nur noch teilweise gelten, von Mittelengland ganz zu schweigen.

Was mir auch hier (DD) aufällt ist, das es so gut wie keine rein weiß geschminkten Gesichter gibt. Also dieses Klischee ist hier gar nicht erfüllt. Einige sehen das als überholtes Klischee an und verzichten deswegen darauf.
Ein gutes Beispiel war doch dieses eine Video von einer Reportage Anfang Neunziger. Da wurde gemeint das man das nicht mit heute vergleichen kann. Heißt das jetzt das ein Neuling deswegen die alten Stilelemente heute nicht aufgreifen kann?
rosenkind[QUOTE]Auch herrscht heut die Meinung vor das aufwendige Gestaltung ganz bestimmt teuer gewesen sein muss. Also könnte einem auch ganz schnell Kommerz nachgesagt werden. Du kannst dir ja nicht ein Schild ranmachen: "Selbst genäht" [/QUOTE]

Da muss ich kurz Einspruch erheben. Mit ein bisschen Erfahrung kann man sehr schnell erkenne, ob etwas selbstgenäht oder von den großen Labels gekauft ist, das sieht man den Sachen durchaus an, nicht nur qualitativ (es gibt auch sehr gute Hobbyschneider), sondern auch anhand von Schnitt, Material ect. Diese weichen nämlich durchaus von dem ab, was zu kaufen gibt, wenn man genau hinschaut, natürlich nicht bei allen Sachen, aber doch bei vielen.

Es ist ja nun auch nicht verwerflich sich mal was zu kaufen. Was mir dabei allerdings auffällt ist, dass viele darauf einen übermäßigenWert legen, der Markenwahn hat Einzug gehalten und viele Freiheiten zum "selbstdkorieren" lassen viele der gekauften Sachen auch nicht, aber das ist ein anderes Thema.

natürlich erfordert es Mut, sich anders anzuziehen. Aber dieser Mut ist ja eigentlich auch das, was die Mitgliedschaft in der Subkultur ausmacht, eine bewusste Abkehr von Massenidealen, natürlich nicht nur auf optischer Ebene. Wenn nun jemand sagt: ich mag mich diesem Modediktat nicht beugen und laufe rum, wie esmir gefällt, dann ist das ebenso okay. Und natürlich muss man nicht dogmatisch in allem, was einen Menschen prägt, rebellieren, aber es geht um etwas grundsätzliches. Die Abkehr von der Massengesellschaft ist und war ein zentraler Punkt jeder so gearteten Subkultur, das Äußere entwickelte sich ja (auch) aus dem Gedanken des sichtbaren Protests, natürlich nicht allein, aber es ist ein Faktor, denn die Inhalte könnten auch still und heimlich in der blue jeans mit dem roten Pulli ausgeübt werden, was ja einige auch tun. Insofern frage ich mich, was bewegt die Schwarzen dazu, sich dem Hauptstrom stilistisch wieder anzunähern? Dabei geht es auch nicht (nur) um kunstvolle Outfits. Eine Cordschlaghose und ein Oberteil aus Pannesamt tuns ja auch, denn Pannesamt ist derzeit nicht in und Cordhosen meines Wissens auch nicht, das ist schön einfach, unauffällig und dennoch "anders".
Bei einigen mag dieser "Mainstream in schwarz"-Stil sicherlich Geschmack sein, denn ein paar Leute, die so aussahen, gab es immer, aber wei gesagt, scheinen es in letzter Zeit immer mehr zu werden. Der Grund daüfr kann in meinen Augen unmöglich sein, dass sie alle eben diesen Geschmack haben, auch wenn das gerne behuptet wird, das erklärt diesen Anstieg nicht. Desweiteren waren es Jugendliche, die bekannterweise für Modetrends noch anälliger sind (und mit Modetrend meine ich alles an optischen Veränderungen! und jedes Mädchen!), mag es an der Entwicklung liegen oder dass die Umstände es zulassen (kein Arbeitgeber, der Stress machen könnte). Somit sind die Ursachen wohl auch darin zu suchen, wie ihnen der schwarze Stil vermittelt wird und da bin ich wieder bei den Unternehmen, die mehr und mehr Sachen produzieren, die du in jedem Modegeschäft kriegst.

Ein paar Beispiele aus x-tra-x:
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/23296-g.jpg[/url] (Oberteil)
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/19292-g.jpg[/url]
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/21569-g.jpg[/url] (Gürtelschnalle)
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/20603-g.jpg[/url]
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/24008-g.jpg[/url]
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/24178-g.jpg[/url]
[url]http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/21646-g.jpg[/url]

all das sind Sachen, die in nur minimalst abgewandelter Form schon seit Jahren angesagt sind.
Die Frage ist nur: warum produziert eine Gruftiemakre sowas bzw verkauft es?
LesbiaIch laufe auch einfach nur in "normalen" schwarzen Klamotten herum, weil mir die gekauften sachen einfach zu teuer sind und ich nich nähen kann....
colaeisbärhey ihr!
also mir is das auch aufgefallen,dass es viele mädels gibt,die in schwarzen klamotten herumlaufen...aber so mainstreammäßig.
es gibt sogar schon kampftaschen beim new yorker oder sonstigen geschäften und es tragen so viele menschen in der zwischenzeit diese taschen...für mich hat sowas ne bedeutung und ich finds echt schade,dass sich das im laufe der zeit so entwickelt hat.
ich hab eine in der schule,die is irgendwie en möchte-gern-punk,hat auch ne kampftasche,das restliche outfit von h&m,c&a oder sonst wo her und die hat etliche buttons und patches von che guevara,the exploited etc drauf und als ich sie ma gefragt hab,wer che guevara war,da kam nur ein dumpfes öööhhhm...von ihr...ich weiß,dass es eigentlich nich so sehr um punkoutfit geht,aber ich wollt das beispiel einfach ma nennen im zusammenhang mit dem,dass viele leute solche klamotten,taschen tragen ohne eigentlich zu wissen,was es wirklich bedeutet.
die denken darüber glaub ich gar nich so richtig nach,es is irgendwie in mode gekommen und deshalb muss man's haben...ganz toll -.-
LesbiaAuf der einen Seite ist das natürlich scheiße...
Aber grad ich finds praktisch, dass man im Moment wenigstens einigermaßen passable Kleidung zu erschwinglichen Preisen in dem Stil bekommt.
colaeisbärLesbia ok in dem sinne is das schon praktisch,aber das is auch der einzige vorteil,den ich daraus ziehen kann....
LesbiaJa, hast schon recht. Mich selbst nerven die kleinen "Ach ich bin ja so cool und pöse weil ich schwarz trag" kinners auch, aber was solls. das geht vorbei.
Trauerwesenhm, kulturell gibt es insbesondere bei Subkulturen Codes, die mit der Kleidung ausgedrückt werden. So hatten Hippies beispielsweise lange Haare, dazu schlaghose, Glöckchen, Kajal, usw usf (kennt man ja). Damit wurden Statements gesetzt.

Mittlerweile stört es mich ehrlich gesagt auch ein wenig. Denn angenommen, es gäbe noch ein Gemeinschaftsgefühl *lol*, kann man nicht wirklich differenzieren, wer denn nun zu meiner Gemeinschaft gehört und wer nicht. Das Auge isst mit und wenn wir jemanden sehen, ordnen wir ihn schon grob ein. Wenn wir nun einen sehen, der das gleiche mit seiner Kleidung zum Audsruck bringt wie man selbst, kann man ihn eigentlich noch leichter einschätzen (blauäugig wie ich nun mal jetzt bin ;)). Tja, wie kann man differenzieren. Man sieht vermehrt Technooutfits, die uns wohl dann doch näher sind als manche Göre, die sich ihre neuesten Klamotten mit Hilfe der Bravo zusammengestellt hat.
Da fragt man sich wahrhaftig, ob der Code nicht mehr existiert, gebe Dir, rosenkind mit Deiner Frage einfach mal Recht, denn sie ich berechtigt.

Nunja, die Kleinigkeiten machen es dann vielleicht aus. Das Detail usw. Meine Arbeitskollegin sieht trotz Uniform extrem gruftig aus.
Und dieses Detail mag bei manchem nicht-Grufti eventuell fehlen. Dort fehlt dann eventuell die nötige Konsequenz, um wirklich noch diesen Code sehen zu können.

Und nochwas: Mir geht es hier weder um true/untrue, noch darum, dass Junggrufts keine Existenzberechtigung haben, denn wir reden hier von dem Teil der Gesellschaft, der mit "uns" schlichtweg nichts zu tun hat, ausser die Kleidung derzeit.
Fatal*DesireWow, ich hab mal was, was rosenkind zur Diskussion stellt auf Anhieb richtig verstanden...:D :D :D :D :D
Also, ich oute mich jetzt mal: Jap, ich kaufe [FONT=courier new]TEILE[/FONT] meines Outfits auch bei C&C, H&M und Co!!!
Aber eben nur Teile davon! Das liegt zuallererst einmal daran, dass ich nihct nähen kann und ergo alle "selbstgenähten" Klamotten bei mir made by Mama sind... Aber die näht mir eben auch nicht alles...
Ich denke, es kommt immer auf das liebevolle (dämliches Wort, trifft aber den Kern der Sache) und konsequente Kombinieren von Klamotten an, das ist das einzige, woran man nen Grufti evtl. noch von nem schwarztragenden Modefreak unterscheiden kann. Wenn ich im C&A Sweater mit Samtrock made by Mama rumlauf, merkt man glaube ich schon, dass ich nihct unbedingt zum Mainstream gehöre...:cool: :cool:
Aber schwarz steht nun mal für "böööse sein", v.a. bei den kleinen Kiddies:cool: :cool: Und daqs schwarz jetzt ne tolle Modefarbe ist, hilft einem auch nicht gerade die Modefreaks(noch so'n dummer Ausdruck) von den Gruftis zu unterscheiden...
Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, das die kleinen Kinder, die Tokiohotel hören(mein neues Lieblingsthema:D) sich ihre Klamotten bei x-tra-x und Konsorten kaufen, also muss sich die Grufti- Szene irgendwie gewandelt haben, sonst wären für die Comic Klamotten, etc. ja keine Käufer da! Man kann das Problem also nicht nur auf die bööösen Mode- Mitläufer abwälzen, in der Szene an sich gibt es einen Markt für vermainstreamte Klamotten!!
colaeisbärvor allem gibt es so viele kinners die in schwarz rumlaufen und gaaaaaaaanz böse sind,weil sie tokio hotel hören,die ja im prinzip -denk ich ma- für manche en vorbild sind,bill hat ja schwarze fingernägel (er lackiert sie sich selber :D :D :D ),er hat schwarz gefärbte haare,singt ja soooo böse sachen,trägt meistens nur schwarz....uiuiui... einfach nur LoL.
diese leute halten sich für besonders böse,aber eigentlich erkennt man bei denen ja schon am outfit,dass sie so sind wie bill...nämlich möchte-gern-böse *g*
rosenkindan und für sich kommt es auch nicht darauf an, wo man kauft, zumindestwas die normalen Läden angeht, denn viele davon führen ja auch "simple" Sachen, die als Basics auch in der Subkultur zeitlos sind und die man durchgezieltes kombinieren wieder dem Mainstream völlig entfremdet aussehen lassen kann, z.B. die Cordschlaghose.
Aber was mir an diesem Stil halt auffällt, ist, dass eben nicht diese Basics gekauft werden, sondern schon die typischen Sachen. Zum Beispiel diese "Sporthosen" aus Satin oder wie auch immer mit weißen Streifen daneben, dann z.B. noch schwarze Sneakers mit weißen Streifen, der Steppmantel und eine von den gelinkten x-tra-x-Taschen, dazu noch eine schwarze Schildkappe mit Tribal. Und schwarze Haare, Undercut, grüne Strähnen und ein Nietenhalsband.
Für mich hat das nichtsmehr mit gotischen Stil zu tun.

was das kaufen bei x-tra-x angeht. Och Fatal Desire, du irrst dich. Es gibt genug Jugendliche, die ne Menge Sachen von dort (und ähnlichen Marken) haben, ich frage mich immer, wo die das Geld hernehmen, aber die Eltern scheinens ja zu haben.

Ich red hier von 2 Sachen:
-> einmal, dass sich viele aus den normalen Läden offensichtlich nicht mehr die Basics sondern typisches Mainstreamzeugs kaufen
-> und dass die einschlägigen Unternehmen Mainstreamsachen produzieren

und dass das letztere wohl zu dem wird, was das erste bedingt (Vorbildfunktion).

Ein völlig anderer Punkt war die Kritik, dass viele nicht mehr kreativ sind und einfach nur kaufen und anziehen, das war wieder was anderes.

Aber eine Gruftiemarke sollte halt eben auch Gruftiesachen verkaufen und nicht *normale* Sachen unter dem Stichwort Gruftie. Es ist ja schon paradox genug, wenn die Gruftiesachen als Mainstreammode verkauft werden, noch paradoxer ist es dann aber, wenn Mainstreamsachen als "Gothic" ausgegeben werden. Weil das passt einfach nicht zusammen, passt nicht zu einer Subkultur, die einen bzw mehrere eigene Kleidungsstile entwickelt hat.
Fatal*DesireNein, das hat auch wirklich nichts mehr mit gotischem Stil zu tun!
Aber sollen die Gruftis denn als einzige neue Mode entwerfen, wenn sich alles andere Rundherum immer mehr auf Retro und Crossover verlegt??
Gothics sind halt auch nur Menschen!
rosenkind[QUOTE]Aber sollen die Gruftis denn als einzige neue Mode entwerfen, wenn sich alles andere Rundherum immer mehr auf Retro und Crossover verlegt??[/QUOTE]

nein. Sie sollte sich selber treu bleiben, die alten Stile bestehen bleiben oder zumindest durch andere advantgardistische ersetzt werden.
Das ganze Retrozeugs zur Zeit ist auch nur ein Modetrend, Sommer 2007 sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Die Sachen, die ich allerdings aufführte sind dinge, die schon seit mehreren Jahren unverändert zum Hauptstrom gehören, also kein schneller Trend in dem Sinne sind. Die paar Jahre, wo retro und crossover in sind, übersteht man auch.
Trauerwesen[QUOTE]Zum Beispiel diese "Sporthosen" aus Satin oder wie auch immer mit weißen Streifen daneben, dann z.B. noch schwarze Sneakers mit weißen Streifen, der Steppmantel und eine von den gelinkten x-tra-x-Taschen, dazu noch eine schwarze Schildkappe mit Tribal. Und schwarze Haare, Undercut, grüne Strähnen und ein Nietenhalsband.
Für mich hat das nichtsmehr mit gotischen Stil zu tun.[/QUOTE]

Hm, da fällt mir der Herr Pohl zu ein. Mag vielleicht ein blöder Zufall sein, aber das letzte Mal, als der irgendwo rumwuselte, wo ich auch war, wirkte er fast, als käme er vom Sportplatz ;)
Aber nein, nichts hier mit Pohl anzetteln.


Was xtrax angeht, habe ich mich das auch schon oft gefragt, wieso die nun so hässliche Sachen haben und wer denn bitteschön normale T-shirts für 50 euro kauft :eek:
Vielleicht wohl einfach nur Erweiterung des ganzen? Quasi noch andere Leute heranziehen? Oder einfach nur die Chance auf mehr Gewinn.

Was Trends angeht, beugt sich der gemeine Grufti derzeit zu sehr. Wenn xtrax solche T-Shirts hat, muss das wohl toll sein. Da sollte man aber auch am grufti selbst zweifeln, wieso er denn seine Dekadenz aufgeben möchte (heisst ja nicht, dass man nicht mal eine Jeans oder so tragen kann).
rosenkind[QUOTE]Vielleicht wohl einfach nur Erweiterung des ganzen? Quasi noch andere Leute heranziehen? Oder einfach nur die Chance auf mehr Gewinn. [/QUOTE]

Das dürfte außer Frage stehen. Aber man kann das ganze doch trennen, hier eine "normale" Nische und dort eine "Goth&Alternative" oder wie auch immer. Aber durch diese Vermischung geht im Endeffekt doch alles irgendwie unter.

An sich begrüße ich es ja, dass die Labels nach und nach "normal" werden. Dann werden in 10 Jahren die Bonbonfarbenen Püppchen bei x-tra-x kaufen und ihren Kommerz und ihre Partygesellschaft pflegen und die schwarzen Gestalten vielleicht mal wieder das sein, was sie heute nur zu sein scheinen. Aber das muss dann auch sperat verkauft werden und nicht einfach das edle Samtkleid dem selben Publikum angeboten werden, die eigentlich nur die Schmetterlingsgürtelschnalle wollen...
BomretAlso ich habe mir diesen Thread jetzt lange angesehen und wirklich versucht dahinterzusteigen. Ich denke ich weiß auch was Du willst, aber es ist dennoch schwer, dass nachzuverfolgen. :D
Ich hoffe dennoch, dass ich hier meine Gedankengänge schildern darf, ohne wie curupira angegriffen zu werden. Denn wenn man ihres genau liest, stimmt sie Dir in vielen Dingen zu.

Es stimmt schon. Immermehr (gerade) Mädels laufen in besagtem Look herum. Es sieht in Ansätzen 'alternativ' aus, aber nicht 'gruftig'. Wenn man sie fragt, so sagen sie aber sie zählen sich dazu. Du bist jetzt für eine Abtrennung zwischen Mensch und Kleidung... Geht das wirklich? Warum machen die "Gruftimarken" da mit und vermarkten das? Meine pauschale Antwort wäre: Weils sich halt gut verkauft. Die Welt von heute besteht auf Profit. Der Trend heißt Massenkonsum. Doch das würde jetzt zu weit in die falsche Richtung gehen. Was Du sagst ist natürlich auch nicht falsch:
[QUOTE]Aber man kann das ganze doch trennen, hier eine "normale" Nische und dort eine "Goth&Alternative" oder wie auch immer.[/QUOTE]

Allerdings sehe ich das Problem eben eher doch in den Menschen, nicht darin, dass diese Kleidung angeboten wird. Denn wie Du schon sagtest. Diese Mainstreamklamotten gab es früher schon. Ich glaube aber, dass die Intention des "Goth-Seins" heutzutage verwässert. Früher wollte man sich abgrenzen, hat viel Liebe in seine Werke gelegt. Die Frage muss doch wirklich sein "Warum greifen die Leute zu diesen Klamotten, die mit der 'Subkultur Gothic' nicht mehr viel gemein hat?" Man kann nicht nur sagen, die Subkultur entdeckt den Mainstream. Viele von denen, die das tragen haben den Sinn hinter der 'Subkultur' nicht mal ansatzweise verstanden.
Mir fällt es wirklich schwer, die Menschen aus dieser Diskussion rauszuhalten, weil doch eben die Menschen die Klamotten kaufen, nicht umgekehrt.
Der Mainstream hat auch die HipHopper oder deren Vorgänger, die Rapper "entsubkulturisiert". Jetzt sind wir dran. Der Rapper, der einst in seinem Ghetto lebte und Tag und Nacht von Mord, Drogen, Gewalt etc. umgeben war und dies nach außen hin zeigte, ist nicht mehr. Heutzutage rennt man damit rum, weil alle so rumlaufen. Der mainstream ist immer auf der Suche nach etwas 'anderem'. Denn sonst würde sich auch der Mainstream nicht ändern. Und das tut er. Heute sind mal wieder die 80er in, morgen die 50er... Subkulturen bieten dem Mainstream eine unglaubliche Fülle, eine neue Basis. Er stürzt sich drauf und kreiert sozusagen 'seine Variante' dessen, was er 'klaut'. Halt den Mainstream-Hopper oder eben auch den Mainstream-Gruft. Das macht er mit Hilfe von "Manipulation der Meinungsbildung" (Medien, Tokio Hotel, Nu Pagadi, Kommerzialisierung des Goth, blablabla...). Ganz einfach: Dem Mainstream fällt von selbst nichts neues ein, und so bedient er sich bei denen, denen noch was einfällt: den Subkulturen. Das bedeutet aber noch lange nicht das Ende dieser Subkulturen. Der Kreis derer, die sich dazu zählen schrumpft auf die 'wirklichen Angehörigen' ("True People" :D) zurück. Die Subkultur wird wieder 'SUB'Kultur. Sozusagen "reinigt" (hier kann man ein dem Sinn passenderes Wort einsetzen, wenn man eins hat) der Mainstream die Subkulturen. Die Masse zählt zwar nun mehr Leute dazu, doch die True People wissen, wer wirklich dazugehört (Mehr brauchen wir ja auch nicht wollen, oder? Das Zugehören hängt meiner Meinung nach auch immer vom Denken und Fühlen ab, aber darum gehts hier nicht). Ich denke, dass das Interesse der Massen an diesen 'vermainstreamten' Subkulturen auch irgendwann aufhört. Spätestens dann, wenn dieser eine neue Subkultur zum Ausnehmen gefunden hat. Also wie ein Parasit, der auf einen Wirt hüpft, diesen schädigt und weiterhüpft. Der Wirt hat es schwer, doch meist erholt er sich. Es gibt auch immernoch "echte" Rapper, die nicht auf "BlingBling" aus sind, sindern etwas mit ihrer Musik aufzeigen wollen. Allerdings stehen die halt nicht im Rampenlicht, sindern die "falschen Rapper". Sie sind wieder "subkulturisiert" worden.

Hoffe mal, dass war jetzt nicht zuviel, aber das Thema, dass Du ansprichst, ist ein reichlich diffiziles... Wie gesagt, ich habe auch Probleme, es wirklich völlig zu erfassen, aber ich denke, dass meine Gedanken in die Richtung gingen.

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