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  Forum: Bekanntschaften
    Thema: Der Werwolf
Animal[I]Dieser Text richtet sich an junge Bauernstöchter ab 20 Lenzen, Weiber darunter anzufallen, bereitet selbst einem Tier wie mir Gewissensbisse...;) [/I]


[B]Der Werwolf[/B]

Der Weg erscheint mir schleierhaft. Nicht der Weg der vor mir liegt - oh nein, nicht dieser Weg, dieser ist zwar voller Nebel, jedoch wenn sich die geisterhaften Schleier der Zeit ab und an lüften, dann sehe ich schon eine gewaltige Bestie dahinter umgehen: Mit Zähnen so lang wie Dolche, rasiermesserscharfen Krallen, einem dickem undurchdringlichem Fell und tiefschwarzen Augen, deren Blick so stechend wie eine Nadel ist. In meiner Zukunft lauert ein entfesseltes Monster auf mich, bereit aus meinen Tiefen vollends hervorzubrechen und mein Selbst mit Haut und Haar zu verschlingen. Nein, wahrhaftig - dieser Teil des Weges scheint mir Gewiss. Kann ich es doch in meinem Innersten schon spüren, wie es kratzt, beisst und wütet - wie es sich selber zur Welt bringen will und wird. Voll von animalischer Triebkraft, von instinkthaftem Verhalten, von unbändigem Hunger nach Fleisch - der Wolf und Ich - miteinander verschmolzen zu einem Sklaven unstillbarer Begierden. Gefangen in einem Bannkreis den wir immer wieder durchlaufen werden, wenn wir nur einmal das Blut der Beute geleckt haben.
Welcher Teil des Weges mir nicht deutlich ist, ist der Weg welcher hinter mir liegt: Wie konnte ich mich nur so verirren? Ich folgte dieser breiten Strasse durch mein Leben von kultivierten Landschaften voller bürgerlicher Gehöfte, vor denen sich grüne beschnittene Wiesen aneinander reihten und überall gezüchtete rote Rosen am Wegesrand wuchsen, der mit einem weißen Holzzaun flankiert war. Die Sonne schien warm von einem Himmel mit einem schier unendlichen blauen Horizont und wenn der Herr es so wollte traf ich eine nette Bauernstocher, die sich über eine gepflückte Rose erfreute, meine Hand nahm und mich ein Stück begleitete.
Das alles ist vorbei.
Seitdem bin ich weit, weit von diesem Pfad abgekommen. Ich weiß noch, es war einer dieser langen sternenlosen Nächte die nie zu enden schienen, da hörte ich zum ersten mal aus der Ferne das Heulen eines Wolfes. Es war ein fiebriges Jaulen das schnell von einem tiefen Stöhnen zu einer hellen Klagestimme anschwoll. Welcher Wolf auch immer da heulte, er war gepeinigt von purer Fleischeslust, von Zügellosigkeit, von brennendem Verlangen, so stark das er seine Schmerzen der Welt klagte und gleichzeitig den Weibern drohte auch die höchsten Zäune zu überspringen, um ihr süßes Fleisch zu reißen. In diesem Augenblick erwachte tief in mir etwas. Es war ein zweites Ich im Wolfspelz und sein erstes Heulen war Geburtsschrei und Antwort zugleich - der Wunsch mich dem großen Wolf in der Ferne anzuschließen war erwacht. So kletterte ich über den weißen Zaun und setzte meinen ersten Fuß fernab des Weges quer Feld ein, immer dem Heulen der Wölfe nach.
Auf meiner Reise in die ungebändigte Natur gelangte ich zu vielen Orten. Orte an denen der große Wolf bereits Spuren hinterlassen hatte, wo Menschen über seine Verruchtheit sprachen mit klagenden, mit ängstlichen, mit bewundernden sowie erregten Stimmen und wo bereits Halbblüter wie ich umherstreiften, viele von der Bestie in ihnen schon schwer gezeichnet. Aber all diese Orte habe ich jetzt vergessen, jetzt wo ich hier stehe inmitten des Herzen der Wildnis, umgeben von dicht an dicht stehenden Baumriesen, die wie stumme Zeugen auf mich herabblicken: Auch sie wissen - heute Nacht wird der Mond aufgehen und mit ihm eine neue Kreatur sein fahles Licht erblicken - halb Mensch, halb Wolf. Wenn ich die Augen schließe kann ich bereits das Blut von unschuldigen Töchtern auf meiner Zunge spüren und Träume aus Klauen, Zähnen und Blut springen mich wie ein Raubtier an, aus denen ich mit dem Schrei einer Frau wieder erwache. Der große Wolf der mich vor so langer, langer Zeit rief ist nah und pirscht sich aus dem dunklen Wald an und mit jedem lautlosen Schritt auf mich zu sprießen meine Haare, wachsen mir Fangzähne, werden meine Sinne schärfer, schwellen Sehnen und Muskeln zu dicken Strängen und beginnt das Blut in den Adern zu kochen.
So hört alle her: Als letzte Tat die ich als Mensch bei schwindender Vernunft noch tun kann, kette ich mich jetzt hier fest! Ja, genau hier! So soll die Kette dem verdammten Werwolf in mir ein letztes Andenken an die Menschlichkeit sein, ein Testament des sterbenden jungen Mannes der da noch immer irgendwo in mir wohnt und alle Bewohner des Waldes um Erlösung anfleht - alle Elfen, alle Feen, alle Nymphen und Hexen - ihr Zauberwesen, findet ihr einen Weg mich zu retten? Wer auch immer das vollbringen möchte, dem schenke ich das was von mir noch übrig ist, all die Sensibilität, die Geistigkeit, den Glauben, die Offenheit, die Leichtigkeit, die Freude, die Tiefe und vor allem die Liebe. Nehmt mich, verwerft mich oder lehnt mich ab - euch stehen die gleichen Rechte zu wie über ein Tier, ich habe keine Kraft mehr für Würde - nur befreit mich von dem Werwolf...oder befreit den Werwolf von der Kette.
WerwolfHNhm hm :cool:
ancientund nun ? falsches forum ???

bitte mal dazu äußern...sonst muß ich es entfernen...

grüßle
ancient
Animal[QUOTE]und nun ? falsches forum ???[/QUOTE]

Nein, richtiges Forum - liess mal was da steht, ich suche Nymphen und Hexen, die mich befreien...wenn ich schon eine Kontaktanzeige schreibe, dann kein 0/815-Ich-bin-einsam-Mist. Jedes holde Weib, dass sich also angesprochen fühlt, kann per PN oder Mail mit mir Kontakt aufnehmen :)
Ich bin groß, blond, blauäugig und ach ja: Ein Weeeeeeeeerwolf! Und zwar einer der 24 Lenzen zählt ;).


Animal
FürstinWow, beeindruckend. Sag mal, woran erkennt man denn einen Werwolf im alltag, soll heissen wenn du mir über den weg laufen würdest, woran merkt man, dass du einer bist?
AnimalDu hast eine PN:) .
FürstinDu auch!!:D
AnimalRaaaawww...!:D

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