| japanfreak | Wollte mal fragen ob es hier auch solche Leutchen gibt, die mitten in der Nacht kreischend durch das Schlafzimmer rennen und mit schwertern rumfuchteln:D ich hab nämlich mittlerweile ein tanto, ein katana, ein wazikashi, zwei säbel und einen degen und ich suche andere schwertfanatiker(obwohl..eigentlich bin ich mer ein möchtegern...) aufjedenfall wäre ich froh wenn ihr euch melden würdet MSN: [email]Japanfreakbl@hotmail.com[/email] |
| Seneca | Aha...angesichts deines Nicks, gehe ich mal davon aus, daß Du mit Einhändern, Anderhalbhändern, Katzbalgern oder Flammbergen nichts anzufangen weißt....? |
| Frost_Geist | Naja ich bin kein Waffenfreak, aber ich trainiere regelmäßig Schwertkampf mit Katana, Wakizashi, Tanto, Sai, Jo und Bo. Mit Mittelalterwaffen kann ich nicht sonderlich viel anfangen, allerhöchstens mit einem römischen Gladius. Ansonsten komme ich mit Katanas wesentlich besser zurecht. |
| Asmodyrian | Ich besitze einen einfachen Anderthalbhänder.... und fuchtel damit auch gern mal rum... aber das ich irgendwas in der Richtung kann würd ich nicht behaupten. (Spass machts trotzdem ^^) |
| japanfreak | @Seneca: wenn sich der "einhänder" von selbst erklärt, dann kann ich mir schon was drunter vorstellen.... @frostgeist was machst du denn für einen kampfsport? und noch was: JA ich kann mit den wenigsten schwertbezeichnungen etwas anfangen...aber ich bin noch jung und hab ncoh genug zweit alles zu erfahren:D |
| Sertania Zela | Schwerter sind wunderbare Waffen... obwohl ich sicher nicht wirklich Kraft hätte einen 2-Händer eine zeit lang zu "schwingen" und in den Händen zu halten, sind diese mir am genehmsten. Leider reicht das geld nicht aus, einen ordnetlichen zu kaufen! :( die hinter Sertania Zela |
| ZZ Beavis | Ich habe ein Taschenmesser:D Intressiere mich aber für die Japanische Kultur und die Schmiede kunst.:cool: "Taschenmesser" Beavis |
| japanfreak | könnte mir mal irgendein Profi erklären wie man (z.B.) einen eineinhalbhänder hält? (ich hab ja zwei hände...) oder einen guten link für verschiedene schwerter und die merkmale und unterschiede? sind säbel und degen und katanas eigentlich auch schwerter oder heisst es ich hab zwei säbel und ein schwert(bzw. schwerter die europäischen ritter) |
| Seneca | Nun ja, nach europäischer Klassifizierung sind die Katanas eher Säbel, wegen der einschneidgen gekrümmten Klingen, allerdings hat ein Säbel einen Einhändgen Griff, oft mit Griffkorb. Der Anderhalbhänder ist ein etwa 120cm langes zweischneidiges Schwert, von ca. 1,5 Kg Gewicht, mit langem Griff, so das er sowohl einhändig, als auch zweihändig geführt werden kann. Ich bin übrigens eher ein "Fan" der mittelalterlichen europäischen Schmiedetechnik, da ich mit torsierten Kompositstählen nicht zurechtkomme... Im übrigen ist es ein Gerücht, das Katanas härter oder schärfer waren als europäische Klingen.... Metallurgische Untersuxchungen eines germanischen "Sax" (Säbel aus dem 9. Jhdt) ergab einen ähnliche Qualität wie die von japanischer Stähle aus der gleichen Epoche. PS: Fechten kann ich eigentlich auch nicht, ich schmiede die Dinger nur. (vorzugsweise aus alten Blattfedern von MAN oder Mercedes Benz LKWs) |
| malchuth | hi, ich selber besitze zur zeit "nur" nen halbes dutzend bokken und shinai. geplant ist die anschaffung eines iaito da der yen zur zeit schön günstig ist. ich renne aber nicht nachts durchs zimmer und fuchtel damit herum, trainiere aber in der halle und ausserhalb damit. aber was anderes: wozu braucht oder kauft jemand soetwas, wenn er damit nicht anfangen kann? oder schlimmer, kaufen schwerter aus 420 stahl und glauben ein katana, wakizashi oder tanto erworben zu haben und meinen nun etwas aussergewöhnliches und tolles zu haben. ich würde gerne auch ein katana haben, nur wie wahrscheinlich die meisten habe ich keine ca. 2500 euro und steil aufwerts (eher 6000 für ein gutes mit zertifikat, schlagtest, usw.) dafür übrig. zur frage, säbel sind säbel, degen sind degen und katana sind schwerter, alles sind unterschiedliche kategorien und erfordern andere kampfarten. das besondere ist die verarbeitung (die faltung) und nicht die härte der klingen. die klinge anders beansprucht und "federt", einer der vorteile die bei unseren waffen nicht vorhanden ist. zudem die anderthalb ausführung die ein starkes variantenreichtum freisetzt. stahlqualität hat übrigens noch lange nichts mit verarbeitungsqualität zu sagen, und da waren (sind?) die japaner und weit voraus. zum thema schärfe, klar, auch unsere schwerter waren scharf, aber ein katana war länger schärfer. schmieden ist übrigens eine kunst um die ich dich beneide, da ich mich wohl leider noch eine sehr lange zeit nicht mit diesem thema praktisch beschäftigen kann. gruss ps: @seneca was ist ein katzbalger? noch nie gehört, klingenwaffe? du schmiedest klingen aus alten autoteilen? hört sich interessant an, könntest du mehr darüber schreiben? |
| Seneca | @ malchut Ein Katzbalger ist ein einfacher leichter Zweihänder aus der Zeit des 30 Jährigen Krieges. Die Landsknechte steckten in oft auf höhe des Gurtes in ein Katzenfell, wobei der Großteil der Klinge frei blieb, und man auch ohne das Schwert zu ziehen, zustechen konnte. Auch hier in Europa wurden die wirklich guten Klingen aus gefaltetem Stahl hergestellt, auch Damast, oder Damaszener-Stahl genannt. Der große Qualitätsunterschied ergab sich daraus, daß ab dem 16. Jhdt so ziemlich jeder Landknecht, Soldat oder Conquistador mit einem Schwert ausgerüstst war, das lediglich Arsenalqualität entsprechen musste. Die Waffen aus Meisterwerkstätten waren alles andere als Massenware, nd daher sehr wohl mit den Schwerter Japanischer Meister vergleichbar. Im übrigen blieb den Schmieden bis zur Erfindung der modernen Stahlverhüttung im 19. Jhdt auch garnichts anderes übrig, als Kompositstähle zu verwenden, da man nur duch die Verschweißung harter und weicher Stähle einen brauchbare Klinge herstellen konnte. Stähle mit genauen Kohlenstoffwerten herzustellen gelang erst mit dem Puddel- später dem Thomas-Verfahren. Die Japaner hatten lediglich das Glück, das ihre Erze von Natur aus recht Phosphor und Schwefelfrei waren.... PS: moderne homogene CV Stähle wie der 1.7103 (Federstahl) lassen sich bruchfrei bis 62 HRC härten...! wie man das macht, hab ich [url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=257573#post257573]hier[/url] schon mal erwähnt. |
| Asmodyrian | [QUOTE][i]Original geschrieben von malchuth [/i] [B]wozu braucht oder kauft jemand soetwas, wenn er damit nicht anfangen kann? [/B][/QUOTE] Zum Beispiel als Dekoration ? Meins hängt meist auch nur an der Wand....allerdings nicht wiel es eine Nur-Zierde-Funktion erfüllt... sondern weil ich mir nach wie vor nicht sicher bin ob es "härtere Benutzung" übersteht. Schließlich sagt die Tatsache das es gut ausbalanciert ist zB nichts über die Härte und Stabilität. Ausserdem gibt es mE auch ne Menge Leute die sich zwar ein Schwert geleistet haben... aber Zeit von Schule oder Arbeit ist da nun mal nicht inklusive. |
| malchuth | hallo, von der eigenart habe ich gehört, wusste die bezeichnung aber nicht, vielen dank. als angehender ing. bin ich mit stählen und deren herstellungstechniken einigermaßen vertaut. auch damaststahl ist mir bekannt und meine liebe brennt heiß und innig. die durch die ätzungen entstehenden kennzeichnungen suchen etwas vergleichbares. leider kann ich mir als student es mir nicht leisten viele (noch nicht einmal einige, sondern nur ein paar) davon zu erwerben, daher beneide ich auch die schmiede. habe mich letztens mit einem messermacher unterhalten, dieser hat mir noch einige stähle aufgezählt, mit denen arbeitet: ATS 34 (reiner doppeltgewalzter Stahl Rostfrei und sehr schnitthaltig) früher, jetzt RWL 34 (selbe Legierung wie ATS 34 nur als Pulfermetallurgische Legierung- Pulferpressstahl) und CPM-S60V (extrem verschleißfest wegen viel Vanadiumcarbide aber schwer zu bearbeiten) auf ca. 60HRC oder weniger gehärtet. ich bin ein mensch der immer themen-abschnittsweise vorgeht. beschäftige mich gerade mit dem schärfen und instandhalten/pflege von klingen. möchte aber demnächst gerne mehr über klingen-herstellung und deren materialien wissen. gruss |
| Asmodyrian | Wenn du dich so mit den Materialien auskennst weißt du doch bestimmt auch wie man die Härte und Qualität eines Schwerts prüfen kann OHNE das es zerbricht, oder ? |
| malchuth | naja, das ist schon ein problem, weil doch immer irgendwie beschädigungen auftreten. früher (und einige leute vielleicht heute noch) konnten eben durch gewicht, farbe, glanz, balance, schliff, usw. die qualität einer klinge beurteilen. dazu zähle ich mit sicherheit nicht. es gibt den wert der rockwellhärte, dabei wird eine pyramide mit einer bestimmten kraft eine bestimmte zeit in den stahl gedrückt und je nach eindringen klassifiziert. hinterlässt einen abdruck. schlagtest, um eine neue klinge zu testen wird diese an einen norm-ipe-stahlträger ausprobiert. hinterläst (mindestens) eine kleine kerbe deswegen stellen meisterschmiede in japan immer zwei schwesterschwerter her, eins zum prüfen der klinge und eins zum verkaufen. also zahlst du letzendlich zwei und bekommst eines. es gibt noch etlich mechanische tests aber alle zerstören das testobjekt. daher würde ich sagen: durch erfahrung, wissen, gespür und materialkunde. vielleicht weiß seneca noch mehr/besseres? wie prüfst du deine kunstwerke? gruss |
| Termy | naja, um die härte mit möglichst geringer beschädigung festzustellen ist wohl die vickers-methode am besten geeignet, dabei wird nur ein extrem kleiner eindruck hinterlassen. allerdings kannste aus einer "normalen" härteprüfung lediglich rückschlüsse auf die verschleissfestigkeit der klinge ziehn. alle anderen aussagekräftigen tests zerstören leider das prüfobjekt. das einzige was mir noch einfallen würde wäre vielleicht ultraschall oder röntgen, um eventuelle verunreinigungen oder lufteinschlüsse aufzuspüren....allerdings denke ich, dass sowas bei nem guten schmied - und vor allem bei so oft gefalteten schwertern wie z.b. katanas - sowieso relativ ausgeschlossen werden kann.... aber mit der schmiedekunst würde ich mich auch gerne beschäftigen...wenn da nur nicht der geld- und zeitmangel wäre :/ |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von malchuth [/i] [B]vielleicht weiß seneca noch mehr/besseres? wie prüfst du deine kunstwerke? [/B][/QUOTE] Da ich weder über einen Anlassofen, noch Tabellen für den Stahl verfüge, weil es sich dabei ausschließlich um "Altmetall" handelt, prüfe ich nur Schartenbeständigkeit und Flexibilität....wenn man damit einen Zimmermannsnagel spalten kann, ohne das es Scharten gibt, und die Kligen um federnd um 30° biegbar ist, bin ich zufrieden.... Einen Härtetest habe ich nur einmal gemacht, als ich ihm Rahmen eines Projektes an der Uni mal an die Testapparatur kam.....lag um die 57 HRC... Der Ferderstahl vergibt ohnehin einiges an Fehlbehandlung...! Ganz in Gegensatz zu den genannten Messerstählen, speziell die Pulvermetallurgischen, welche ohnehin kaum ausschmiedbar sind, und sich nur abtragend bearbeiten lassen. Wenn Du dem Fachbereich lange genug treu bleibts, ergibt sich vielleicht mal im Rahmen der Projektarbeit die Möglicheit zum Selbermachen....! Ich habe allerdings vor dem Studium einen Lehre als Metallbauer absolviert, was die Grundlagen der Schmiedetechnik und des Härtens mit einschloss. |
| AngelOfDisease | Zusammen mit 2 Kumpel und bin ich seit ein paar monaten dabei Schaukämpfe mit mittelalterlichen Klingen einzustudieren. Wir achten dabei allerdings nicht auf historische Originalität , weil das langweilig wäre. Uns stehen zum üben 3 Einhänder , 1 Bihänder und 1 Zweihänder zur Verfügung und ich muss sagen : Es macht echt Spaß :) |
| Emporial | Ich würde einem Schwert immer eine G-36 oder G-3 vorziehen. Ist aber nur meine bescheidene Meinung. |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Emporial [/i] [B]Ich würde einem Schwert immer eine G-36 oder G-3 vorziehen. Ist aber nur meine bescheidene Meinung. [/B][/QUOTE] He-Man hat aber auch ein Schwert ! |
| Emporial | He-Man war aber kein Elite-Soldat der Marines Commando, der gelernt hat True-Life zu kämpfen, oder? |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Emporial [/i] [B]He-Man war aber kein Elite-Soldat der Marines Commando, der gelernt hat True-Life zu kämpfen, oder? [/B][/QUOTE] Nein , aber He-Man ist ein Superheld ! |
| malchuth | ähem, schusswaffen sind klingenwaffen überlegen, ich glaube da brauchen wir hier nicht zu diskutieren (wers nicht glaubt studiere 10min lang die geschichte oder denke nach), was nicht heisst das es situationen gibt wo ich klingenwaffen bevorzugen würde (versteckmöglichkeiten, lautlos, usw.) daher würde ich euch bitten dieses sinnlose gerede doch in einem anderen thread zu führen (nicht zwingerdermaßen in einem wo es um SCHWERTER gehen sollte und nicht diskussionen um effekt und wirksamkeit von waffen allgemein (oder comicfiguren)). meinen persönlichen dank dafür. ps: was sind sogenannte elite-soldaten? das ist genauso wie, das viele kampfsport trainer früher mal soldaten, polizei, usw. ausgebildet haben. tausende von soldaten die "bestens gerüstet und ausgebildet" sind aber noch nie im einsatz waren. über die greulel und dem ausmass an leid innerhalb eines krieges soetwas ständig hören zu müssen. was sind wir deutschen (überhaupt alle soldaten und budosportler) nicht für kampfschweine, von nichts ne ahnung aber auf dem papier steht es, sieht ja auch toll aus. dieses ist meine eigene persönliche meinung und soll keinen angreifen oder beleidigen. wenn dies doch der fall sein sollte entschuldige ich mich und gebe die meinungsfreiheit des einzelnen zu bedenken. gruss malchuth |
| Seneca | Ich verstehe den Einwurf nicht, beim Reenactment werden selbstverständlich nur historisch korrekte Waffen und Ausrüstung benutzt... Ein G3 also nicht vor 1959 und ein G36 nicht vor 1995. Das nennt man dann aber nicht Reenactment, sonder Truppenübung.... |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von malchuth [/i] [B]ähem, schusswaffen sind klingenwaffen überlegen, ich glaube da brauchen wir hier nicht zu diskutieren (wers nicht glaubt studiere 10min lang die geschichte oder denke nach), was nicht heisst das es situationen gibt wo ich klingenwaffen bevorzugen würde (versteckmöglichkeiten, lautlos, usw.) daher würde ich euch bitten dieses sinnlose gerede doch in einem anderen thread zu führen (nicht zwingerdermaßen in einem wo es um SCHWERTER gehen sollte und nicht diskussionen um effekt und wirksamkeit von waffen allgemein (oder comicfiguren)). meinen persönlichen dank dafür. [/B][/QUOTE] Ich glaube du hast die letzten 4 Posts ein wenig zu ernst genommen :D He-Man GIBT es garnicht (Ja es ist wirklich wahr) und deswegen würde ich diese Passage des Threads nicht unbedingt als Diskussion bezeichnen ;) Zumindest waren meine beiden letzten Post völlig sinnfrei und eher eine Reaktion auf den völlig zusammenhanglosen Post von Emporial ;) |
| malchuth | hallo, mag ja alles sein und vllt. habe ich mich etwas zu voreilig kommentiert, ich konnte gestern nicht schlafen und habe hier versucht ein wenig zu lesen, nur um dann festzustellen das oft (min. 60%) der inhalte nicht zum thread gehören (=spam). zudem dann noch solche aussagen wie true-life-fighting und ähnliches. ich denke meine meinung zu solchen aussagen habe ich ja nun auch schon getätigt. gruß |
| AngelOfDisease | Man hat zwei Möglichkeiten auf dumme Kommentare zu reagieren ... entweder man gibt ihnen was sie wollen und ärgert sich ... oder man nimmt ihnen den Wind aus den segeln und siehts mit Humor :) Naja hab mich ja schon sinnvoll zum Thema geäußert ;) |
| Emporial | Mein Beitrag war etwas locker, ich wollte nicht aufmischen. Andere nehmens mit Humor, der Thread von Seneca fand ich sehr zum schmunzeln. Unsere Waffen waren aber ziemlich neu. :) @malchuth Ich fand das aber schon komisch das gleich so ne Wertung von dir vorgenommen wurde. Auch den Rest in deinem Thread habe ich nicht so verstanden. |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Emporial [/i] [B]Mein Beitrag war etwas locker, ich wollte nicht aufmischen. Andere nehmens mit Humor, der Thread von Seneca fand ich sehr zum schmunzeln. Unsere Waffen waren aber ziemlich neu. :) @malchuth Ich fand das aber schon komisch das gleich so ne Wertung von dir vorgenommen wurde. Auch den Rest in deinem Thread habe ich nicht so verstanden. [/B][/QUOTE] Ach ich geb auch dauernd dumme , unpassende , sinnfreie und unlogische Kommentare von mir :D Manche nehmens mit Humor , manche nicht. Wär ja auch blöd , wenn jeder Mensch auf der Welt gleich denken würde. |
| Black_Abaddon | Hmm.. Klingenwaffen... Da kommt mir gleich Die (baldige) Blade Trilogie in den Sinn.. aber icgh denke ich weiche vom Thema ab. Meine erfahrungen stützen sich auf Aikido. Also Katana und Bo. Ausserdem kann ich einen wunderschönen Dolch mein eigen nennen, der sowohl surreal aussieht, aber dennoch funktionell ist (Briefe öffnen :p ) Ausserdem ist Schaukampf ein Hobby von mir welches ich leider sehr vernachlässige. Denn im Schwertkampf braucht es sowohl Kraft, als auch enorme Konzentration und innere Ruhe. Also.. das was mal wieder mein Senf |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black_Abaddon [/i] [B]Ausserdem ist Schaukampf ein Hobby von mir welches ich leider sehr vernachlässige. Denn im Schwertkampf braucht es sowohl Kraft, als auch enorme Konzentration und innere Ruhe. [/B][/QUOTE] Mit welcher Art von Klingen denn ? |
| Seneca | Lichtschwerter, verwandt mit der Luftgitarre...! |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Lichtschwerter, verwandt mit der Luftgitarre...! [/B][/QUOTE] Um damit wieder auf das Thema He-Man zurückzukommen ... ? Das leuchtet auch immer so :D Naja lieber nen Lichtschwert als nen Luftschwert ! |
| Aglaija | Ich mag Waffen, allen voran Schwerter, auch sehr gerne :) Trainiere seit paar Jahren Ken Jitsu (jap. Schwertkampf v.a. mit Katana, Wakizashi, Tanto, Naginata, ...) und etwas Kobudo. Waffenlose Kampfkunst hab ich mittlerweile wieder aufgegeben, man fühlt sich einfach so nackt ohne einer Waffe in der Hand... :D Meine Zimmer wird mittlerweile geschmückt von 3 Katana (wovon nur eins fürs Training ist, die anderen sind schlecht verarbeitete Dekoschwerter, 2 Wakizashi, 1 Tanto, Sai, Kama, Tonfa und an Fantasywaffen "The Valdris", "Dragon Lord", "Sword of Darkness", ein selbstgebasteltes Larp-Schwert und paar andere Waffen, die ich jetzt nicht aufzähle ;) Ich find die meisten Fantasywaffen superschön :) Den Valdris würde ich gerne in einen Part des kleinen Showteams, in dem ich mitwirke, mit einbauen, muss ich mir nur noch ne gescheite Kampftechnik und Waffenkombi damit überlegen ;) Für den Schaukampf würde ich mich auch sehr interessiere, leider hab ich keine dementsprechenden Schwerter... wenn ich mehr Zeit hätte, hätte ich schon versucht mir selbst eins zu machen, aber naja mal schaun... |
| malchuth | hallo, @ Aglaija trainierst du auch mit den kama? würde gerne diese waffen beherrschen, habe aber hier in deutschland noch keinen sensei auftreiben können. desweiteren könntest du mir vllt. dein dojo nennen? würde mich mal sehr interessieren. herzlichen dank schon einmal im voraus. gruß |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aglaija [/i] [B]Ich find die meisten Fantasywaffen superschön :) Den Valdris würde ich gerne in einen Part des kleinen Showteams, in dem ich mitwirke, mit einbauen, muss ich mir nur noch ne gescheite Kampftechnik und Waffenkombi damit überlegen ;) Für den Schaukampf würde ich mich auch sehr interessiere, leider hab ich keine dementsprechenden Schwerter... wenn ich mehr Zeit hätte, hätte ich schon versucht mir selbst eins zu machen, aber naja mal schaun... [/B][/QUOTE] Ich hab einem Freund mal vor Jahren eine B'atleth aus 4mm V4A Blech plasmageschnitten, das war sogar halbwegs schaukampftauglich, von leichten Scharten mal abgesehen... |
| Aglaija | Hallo! @malchuth ja, ich trainiere auch mit den Kama, wenngleich Kobudo - und dazu gehören v.a. Bo, Tonfa, Kama, Sai, Nunchaku - derzeit im Dojo und auch von mir persönlich etwas vernachlässigt werden... vom Beherrschen der Waffe kann da leider auch noch überhaupt nicht die Rede sein. [url]http://www.shogun-dojo.de/[/url] Wenn du in der Nähe wohnst, kannst du gerne jederzeit zum Probetraining vorbeikommen. :) Aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass wir hier die einzigen sind, die Kobudo trainieren. @Seneca Das hört sich gut an, seid ihr dann auch auf anwendbare Kampftechniken gestoßen? Ich hab mal Wakizashi + Valdris ausprobiert, aber das schaut ja doch irgendwie komisch aus, außerdem verknote ich mich dabei ;) Aber mit dem Ding allein lässt sich zu schlecht blocken... Ich glaube, wenn ich doch mal die Zeit für ne Anderthalbhänder-Herstellung finde und die ersten Probs auftreten, dann werde ich dich um Rat fragen :D Schönen Gruß, Aglaija |
| malchuth | hallo, @ Aglaija danke für den link, leider wohne ich im hohen norden, die seite sieht echt gut aus, nur solltest du deine leute vllt. mal darauf hinweisen das weder nunchaku noch sai traditionelle japanische waffen sind (auch wenn sie durch die chin. in okinawa eingeführt wurden, aber geschichtlich gesehen hat okinawa sowieso einen speziellen rang). zudem verstehe ich nicht ganz warum alle jutsu noch mit i geschrieben werden (konnte leider nicht finden seitwann das dojo/ der verein existiert), die diese schreibweise nur durch ein missverständniss (aussprache) in den anfängen, als budo hier im westen noch nicht verbreitet war, aufgetaucht ist. leider konnte ich in letzter zeit nicht viel trainieren aber die bilder machen mir wieder lust auf mehr. achtungsvolle grüße hals- und beinbruch |
| Aglaija | Nabend, naja, ich weiß, inhaltlich und bildlich hapert es da an einigen Stellen der Homepage :rolleyes: Habs ja auch nicht erstellt... nur ein paar Bilder sind von mir angefertigt. Aber sie soll wohl auch nur einen Grobüberblick für Anfänger darstellen. *nachdenk* vor längerer Zeit, sollte mal jeder ein Referat über die Entstehung einer Waffe halten. Ich hatte Sai... waren das nicht so Fischerwerkzeuge mit denen die Bauern von Okinawa die Fische an Bord geholt haben oder so? Zu Ken-Jitsu kann ich dir jetzt nicht allzu viel sagen, wir trainieren Yama-Bushi-Ryu, das von zwei Großmeistern entwickelt wurde... die haben das eben so genannt ;) (von ihnen wurde im übrigen auch mein Trainingskatana geschmiedet) Jedenfalls schade, dass du so weit weg wohnst. Viele Grüße, Aglaija |
| Black_Abaddon | @ Angel of Decease Normalerweise Kämpfe ich mit etwas leichten Schaukampf Versionen eines Zweihänders, Flambergs oder Breitschwertes (je nach "gegner") Jedoch bevorzuge ich eher Stabwaffen, da mit solchen, auf jeden fall aus meiner sicht, irgendwie mehr möglich ist. Ich sage aber nicht das Stabwafen den Klingenwaffen deshalb überlegen sind. Ich finde sie legendlich im allgemeinen interessanter. Ausserdem bin ich mit einem Kollegen in Absprache über eine schaukampf-koreographie mit Klingenbesetzten Stabwaffen. |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black_Abaddon [/i] [B]@ Angel of Decease Normalerweise Kämpfe ich mit etwas leichten Schaukampf Versionen eines Zweihänders, Flambergs oder Breitschwertes (je nach "gegner") Jedoch bevorzuge ich eher Stabwaffen, da mit solchen, auf jeden fall aus meiner sicht, irgendwie mehr möglich ist. Ich sage aber nicht das Stabwafen den Klingenwaffen deshalb überlegen sind. Ich finde sie legendlich im allgemeinen interessanter. Ausserdem bin ich mit einem Kollegen in Absprache über eine schaukampf-koreographie mit Klingenbesetzten Stabwaffen. [/B][/QUOTE] Zweihänder ? Wir haben auch nen Zweihänder (stolze 170 cm lang) , aber so recht viel damit anfangen können wir nicht. Uns gefallen Einhandschwerter/Bihänder bis jetzt eigentlich am besten. Ich hab ja irgendwie ne Leidenschaft für zwei Schwerter gleichzeitig entwickelt ... ;) Stangenwaffen haben wir noch nicht probiert , aber da wir im allgemeinen jede Waffengattung mal antesten wollen kommt das sicher auch nochmal ! Aber da wir grad erst in den allerersten Anfängen sind und erst mal nen Gefühl für die Waffen bekommen wollen , wirds noch etwas dauern bis dahin ;) Ich glaub wir sind erst mal ganz froh und stolz , wenn wir unsere erste Schaukampfeinlage drauf haben *g* Du hast übrigends meinen Namen falsch geschrieben , aber deine Version gefällt mir auch :D |
| Lucas de Vil | +hm+ Stabwaffen sind wirklich nett -- vor Allem mit übel anmutenden Enden wie stählernde Stachelkugeln :) Ob und wie gut man damit rumhantieren kann weiß ich allerdings nicht... Hat wer ne Ahnung, wo man sowas in Lübeck oder notfalls auch in Hamburg lernen kann? Interessant ist solch Waffenfertigkeit allemal... |
| malchuth | hi, @Black_Abaddon, @AngelOfDisease, betreibt ihr den show-kampf mehr hobbymässig oder eher mit dem ziel der erwerbsmöglichkeit? tretet ihr mehr auf mittelaltermärkten oder auf budogalen auf? wie oft trainiert ihr eigentlich so in der woche? seid ihr nur eine lose gruppe oder direkt im verein? welche stahlsorten/-güte wird benutzt (schartenvermeidung)? wie groß ist eure gruppe? wieviel wiegen eure waffen? wielange dauert ein szenario bei euch? @Black_Abaddon, habe bisher noch keinen flamberg zu erwerben gesehen, der showkampftauglich wäre, hast du den selber (oder vom freund) gemacht? was für stab-klingen? speer, hellebarde, glefe, partisane? woher und wie hast du die benutzug dieser waffe gelernt? so viele fragen, entschuldigung, ist wohl ein wenig mit mir durchgegangen, gruß |
| malchuth | @Lucas de Vil in lübeck kannst du naginata und bo auf jedenfall lernen. wie es mit anderen stabwaffen aussieht weiss ich nicht. es gibt aber eine menge budo/kampfsport angebote hier und es existiert eine live-rollenspiel gruppe die sich do trifft und waffenkampf übt (war aber noch nie da, frage mal im laden "futureworld" nach) gruß |
| Lucas de Vil | Echt? Wo? Bis auf die Kung Fu - Schule (?) in Schlutup ist mir da eher nichts bekannt. |
| malchuth | @Lucas de Vil hast post ;) |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von malchuth [/i] [B]hi, @Black_Abaddon, @AngelOfDisease, betreibt ihr den show-kampf mehr hobbymässig oder eher mit dem ziel der erwerbsmöglichkeit? tretet ihr mehr auf mittelaltermärkten oder auf budogalen auf? wie oft trainiert ihr eigentlich so in der woche? seid ihr nur eine lose gruppe oder direkt im verein? welche stahlsorten/-güte wird benutzt (schartenvermeidung)? wie groß ist eure gruppe? wieviel wiegen eure waffen? wielange dauert ein szenario bei euch? [/B][/QUOTE] Ich machs kurz ok ? Ist ja schon spät ! :D Hobbymäßig - des Spaßes halber. Wir wollen niemanden was beweisen , wir machens einfach weils uns Spaß macht. Auftreten garnicht -> Wir haben grad mal angefangen.Aber WENN dann irgendwann auf Mittelaltermärkten. Üben tun wir derzeit in der Freilichtbühne einer alten Festungsanlage. Ist im Winter nicht in Gebrauch. So oft wir Zeit und Lust haben , da wir alle erwerbstätig sind , ist das mit der Zeit sonen Haken. Lose Gruppe von Kumpels. Federstahl - Es entstehen auf jeden Fall viele Scharten , aber die schlagen sich nach etwas längerem gebraucht wieder ein und es werden immer weniger -> Die Fläche ebnet sich von selbst etwas und härtet sich. Sieht nicht unbedingt schön aus , aber es sind Gebrauchsgegenstände. Da wir Schwerter aus Federstahl haben ist die Bruchgefahr gering. Zur Zeit 4 Mann -> Wir üben aber auch mal zu zweit oder so. Einhänder : 1300 g , 1450 g , 1550 g Bihänder : 2200 g Zweihänder : 4800 g Je nachdem : Unsere Übungseinheiten sind kurz bzw unendlich lange zu wiederholen. Ein Szenario setzt sich dann aus verschiedenen Übungseinheiten zusammen. Aber wie gesagt wir sind in den Anfängen - da ist noch nicht viel. So noch Fragen ? ;) |
| Black_Abaddon | Nun denn.. wie ich gesagt habe, ist es ein Hobby das ich vernachlässige. Ich treffe mich ab und zu mit kollegen mit denen ich kleinere koreographien ausarbeite und etwas übe bis sie sitzt. Auftreten ist an sich kein thema. wir gehen in den wald auf eine lichtung damit wir keine leute gefährden und auch nicht gestört werden. Aber im moment ist meine Lehrabschlussprüfung und die Selbständige Vertiefungsarbeit im vordergrund. Deshalb komme ich momentan nicht gerade viel zum trainieren. und später kommt ja auch noch das militär, ect... die zeit wird es zeigen wie es weiter geht. Ausserdem hat AngelOfDisease eigendlich schon alles gesagt. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von AngelOfDisease [/i] [B]Federstahl - Es entstehen auf jeden Fall viele Scharten , aber die schlagen sich nach etwas längerem gebraucht wieder ein und es werden immer weniger -> Die Fläche ebnet sich von selbst etwas und härtet sich. Sieht nicht unbedingt schön aus , aber es sind Gebrauchsgegenstände. [/B][/QUOTE] Ähem...hart sich bei Euch noch nicht herumgesprochen, das man Schläge nicht mit der Schneide, sondern mit der Klingenfläche pariert...das ist übrigens auch historisch korrekt...! |
| malchuth | ja? wäre mir auch neu, halte ich auch für unklug da dann die gefahr besteht, das die klinge zerbricht (da belastung um die schwache achse). gruß |
| Black_Abaddon | Stabwaffen sei dank. Parieren mit allen :D Seiten möglich |
| Rosendorn | Salut! In meiner Eigenschaft als 1. Vorsitzender und Trainingsleiter des Zornhau - historische Fechtkunst e.V. praktiziere ich schon etwas länger europähisches Schwertfechten. Ursprünglich aus dem Kendo-und Kenjutsu kommend, trainiere inzwischen 8 Jahre den Kampfkunst mit dem langen gotischen Schwert, und etwas weniger lang den Kampf mit Kurzschwert/Buckler, Dussack, Haumesser, Stange, Dolch und das unbefaffnete Kampfringen, alles streng nach historischen Quellen und disziliniertem Trainingskonzept. Unterricht und Seminare gebe ich seid 5 Jahren. Wer mehr sucht als Fantasy-Gedengel und Markt-Haudrauf, ist bei usn gut aufgehoben. Mein Verein hat ca. 35 Mitglieder und belegt in zwei Hallen in Offenbach. Wer Interesse hat kann ja mal hier kucken: [url]www.zornhau.de[/url] |
| Seneca | hab geguckt...! |
| AngelOfDisease | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ähem...hat sich bei Euch noch nicht herumgesprochen, das man Schläge nicht mit der Schneide, sondern mit der Klingenfläche pariert...das ist übrigens auch historisch korrekt...! [/B][/QUOTE] Bitte nochmal alles lesen was ich vorhergehend geschrieben hab. Danke. Zudem sind sich die Forscher sowieso noch uneinig wie genau sowas abgelaufen ist. In einer Schlacht ist sowieso wieder alles anders als in der Theorie. Zugegebenermaßen sind Paraden mit der Schlagkante am unsinnigsten, da man bei scharfen Klingen extrem tiefe Scharten schlagen würde. Paraden scheinen aber im allgemeinen unrealistisch - Eine Bewegung durchzuführen um einen Angriff abzuwehren ist eine verschenkte Aktion. Wahrscheinlicher war, dass Angriffsbewegungen benutzt wurden um die Klinge des Gegners abzulenken ohne den Angriff zu verlieren. Jeder Schlag sollte eine Angriffsbewegung sein - ob dir nun erfolgreich ist oder nicht. Mit dem Gebrauch eines Schildes ändert sich das dann allerdings. Aber um dir die Suche in meinen alten Posts zu ersparen : Ich zitiere mich selbst : Zusammen mit 2 Kumpel und bin ich seit ein paar monaten dabei Schaukämpfe mit mittelalterlichen Klingen einzustudieren. Wir achten dabei allerdings nicht auf historische Originalität , weil das langweilig wäre. Allerdings sollte ich hinzufügen , dass wie viele Schläge auch mit der flachen Seite pareiren , aber es so extrem auf korrektheit anzulegen ist uns einfach zu langweilig. |
| Rosendorn | [QUOTE]Ähem...hart sich bei Euch noch nicht herumgesprochen, das man Schläge nicht mit der Schneide, sondern mit der Klingenfläche pariert...das ist übrigens auch historisch korrekt...![/QUOTE] Jein, das ist so nur halb richtig. Eines vorweg: Das Wort "Parade" gibt es in der mittelalterlichen Fechtlehre sowieso nicht, sondern man spricht vom Versetzen oder Versatz. Die Versatz-Diskussion beschäftigt die führenden deutschen Fechtschulen schon seid einigen Jahren und inzwischen gilt es als ausgemacht, daß BEIDES absolut belegbar ist. In diversen Originalmanuskripten spätmittelalterlicher Fechtmeister lassen sich Anleitung für den Verssatz sowohl mit Fläche (z.B. beim Langen Messer von Leküchner) als auch mit Schneide finden. Letzterer kommt vor allem bei sehr aggresiven Kontertechniken zum Einsatz, welche gleichzeitig auch ein Angriff sind, z.B. bei "Zornhaw-Ort" (Lignitzer, Ringeck, von Danzig) Wenn man wie sich die meißten der ca 50 erhaltenen deutschprachigen Fechtmanuskripte bis zum Jahre 1570 mehr oder weniger durchgearbeitet hat, kommt man außerdem zu dem Schluß, daß der Versatz mit der Schneide häufiger als der mit der Fläche vorkommt. Übrigens wurde, wenn überhaupt, nicht mit dem vorderen, scharfen Teil der Schwertklinge, Schwäche genannt, versetzt, sondern mit dem stabileren, oft auch stumpferen Teil nahe der Parierstange, der sogenannten "Stärke". In mehreren Quellen heißt es: "Mit der Stärke versetze, mit der Schwäche verletze." Grundsätzlich ist es aber viel eher "historisch korrekt", um deine Sprache aufzugreifen, sogenannte "Paraden", also harte Blocks, so weit als möglich zu vermeiden. Statt stupider 2-Schritt-Versatzungen nach dem Prinzip "Parade/Konter" trainierte. wie schone rwähnt, man damals Techniken, die einen hegnerischen Angriff brechen und den Gegner gleichzeitig verletzen. Von diesen Techniken seien die Meisterhäue wie Zwerchau, Schielhau oder Krumphau als Beispiele genannt. Einer der wichtigsten lichtenauerschen Fechtreime heißt nicht umsonst "Vorm Versetzen huet dich, geschieht's dir doch- es mühet dich!" Also: Weniger dengeln, mehr recherschieren. Falls sich jemand intensiver mit derartigen Fragen beschäftigen möchte: Interessierte können gerne mal in unserer Trainingshalle vorbeischauen und mit uns fachsimplen. Ich verfüge weiterhin über eine umfassende Bibliothek und kann das meißte, was ich sage, recht gut an Originaltexten belegen. Die Einladung an alle Kämpfer steht. Hoffe, konstruktiv zum Thema beigetragen zu haben. |
| AngelOfDisease | Sowas in der Art wollte ich mit meinem begränzten Fachausdruck-Schatz auch sagen ^^ Aber jedem das seine : Manche wollen halt lieber historisch korrekt kämpfen und andere eher so, dass es auf Aussehen/Spaß gedrillt ist. Eigentlich lässt sich sowas sehr gut mit Gärten vergleichen (Da kommt der Gärtner raus *g*) Manche haben lieber naturnahe Gärten nur mit einheimischen Pflanzen und andere wiederum setzen auch Exoten und Hybriden in ihren Garten ;) In meinem Garten stehen übrigends Hybriden und Exoten *g* |
| Rosendorn | [QUOTE] Aber jedem das seine : Manche wollen halt lieber historisch korrekt kämpfen und andere eher so, dass es auf Aussehen/Spaß gedrillt ist.[/QUOTE] Ja, da soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Der Unterricht von Zornhau richtet sich erb nicht nur an Menschen, die historisch korrekt fechten wollen, sondern dadurch auch automatisch an diejenigen, die GUT fechten wollen. Denn je disziplinierter, historisch korrekter und Stilgenauer ein Kämpfer trainiert umso eher hat er die Chance, seinen Gegner wirklich zu besiegen. Diese, zugegeben etwas arrogant klingende, Logik, begründet sich aus der Vermutung, daß der belegbare Kampfstil des Mittelalters ja immerhin von Meistern ihres Faches entwickelt wurde, für die es wirklich um Leben und Tod ging. Wer nichts drauf hatte und früh umgebracht wurde, konnte ja kein Fechtbuch schreiben... Es ist übrigens auch ein Vorurteil, daß historisch korrekt recherschierte Kämpfe langweilig aussähen udn keinen Spaß brächten. Im Gegenteil: Zornhau-Vorführungen sind verdammt akkrobatisch und schnell... |
| Rosendorn | Hmmm... Hab einige der alten Postings nochmal gelesen und möchte noch einige allgemeine Irrtümer ausräumen: [QUOTE]Ein Katzbalger ist ein einfacher leichter Zweihänder aus der Zeit des 30 Jährigen Krieges.[/QUOTE] Katzbalger waren *immer* einhändige Waffen. Der Katzbalger ist die wuchtige, einhändg geführte Seitenwehr mit abgerundetem Ort des Landsknechtes und es passt genau eine Hand . Gut erkennbar ist das [URL=http://www.popinj.com/longsword0a.jpg]hier[/URL] und [URL=http://landsknechtsvolk.de/Geschichte/landsknecht4.gif]hier[/URL] [QUOTE]Die Landsknechte steckten in oft auf höhe des Gurtes in ein Katzenfell, wobei der Großteil der Klinge frei blieb, und man auch ohne das Schwert zu ziehen, zustechen konnte.[/QUOTE] Auch da sist eine Legende und weder durch Bilder noch texte aus der Zeit belegbar. Wahrscheinlich beruht die Bezeichnugn eher darauf, daß man sich mit einem Katzbalger "wie eine Katze balgen", also in den extremen Nahkampf gehen musste. Das Katzbalger *immer* in einer ganz normalen, mit Leder verkleideten Holzscheide getragen wurden, sieht man auf *allen* original-Holfschnitten und Kupferstichen, in denen zeitgenossen Landsknechte abgebildet haben. z.B. [URL=http://www.sammlerdomaine.com/bilder/s2958.jpg]hier[/URL] [URL=http://www.illoyal.kampagne.de/nr04/images/seite9.jpg]hier[/URL] [QUOTE]Der Anderhalbhänder ist ein etwa 120cm langes zweischneidiges Schwert, von ca. 1,5 Kg Gewicht, mit langem Griff, so das er sowohl einhändig, als auch zweihändig geführt werden kann.[/QUOTE] Auch das ist leider eine unausrottbare Mähr, an denen moderne Waffenkundler und die Fantasyfraks der letzen 30 Jahre schuld sind. "Anderthalbhänder" ist ein moderner Begriff und kommt im Mittelalter nicht vor. Dort sprach man entweder vom "langen Schwertd" (immer zweihändig geführt) oder der "kurzen Wehr"), die alles mögliche, egal ob Kurzschwert, Haumesser, Dussack u.ä. sein konnte. In keinem, ich wiederhole, in keinem Fechtbuch des Mittelalters wird die ein-und zweihändige Benutzung des gleichen Schwert-typs gelehrt. Wenn man das lange Schwert doch mal mit einer Hand festhält, dann nur, weil man die andere Hand zum Ringen in der nahen Mensur benötigt. Der "Anderthalbhänder" als Hybridwaffe zur ein- oder zweihändigen Benutzung ist eine Legende, die bei nährerer Betrachtung auch keinen Sinn macht. [QUOTE]Auch hier in Europa wurden die wirklich guten Klingen aus gefaltetem Stahl hergestellt, auch Damast, oder Damaszener-Stahl genannt.[/QUOTE] Leider auch nicht richtig. Gefalteter Stahl wurde in Europa lediglich bis ins 11. Jahrhundert hinein verwendet und niemand wird ernsthaft behaupten wollen, daß die Schwerter des Hoch-und Spätmittelalters "midnerwertig" sind. Bei genauer Betrachtung stellen wir fest, daß die Faltung von Stahl dazu dient, beim Schiedeprozess Unreinheiten zu entfernen und durch geduldige Bearbeitung des Werkstückes haus verhüttetem Eisen homogenen Stahl zu erzeugen. Allersings tieg während des Hochmittelalters durch eine Verbesserung des Gewinnungsprozesses die Qualität des gewonnenen Renneisens erheblich, so daß eine Faltung einfach nicht mehr nötig (!) war. Moderner Stahl steht spätestens seid seiner massenindustriellen Gewinnung im 15. jahrhundert in Güte der Materialeigenschaften gefaltetem Stahl in nichts nach. Weder ist er weniger äh, nochw eniger hart, deswegen sind ja auch z.B. Blattfedern ein absolut ausreichender Stoff um gut zu schmieden. Damast ist im Grunde eine veraltete Methode, um aus schlechtem Erz brauchbaren Stahl zu erzeugen. [QUOTE]Im übrigen blieb den Schmieden bis zur Erfindung der modernen Stahlverhüttung im 19. Jhdt auch garnichts anderes übrig, als Kompositstähle zu verwenden, da man nur duch die Verschweißung harter und weicher Stähle einen brauchbare Klinge herstellen konnte.[/QUOTE] Ok, damit hast du deine Aussage ja ein bsichen relativiert. Dennoch mußt du den Übergang vom gefalteten zum soliden Schwert in Europa wesentlich früher ansetzen. Ich behaupte mal, du wirst für das 15. und 16. Jahrhundert kaum ein damasziertes Schwert in Europa finden. Und wenn doch, dann sind es Schmuckwaffen, die nciht zum Fechten taugen und deren Damast viel zu grob (und absichtlich auffällig) gearbeitet ist. |
| trigger | mal ne frage zum Schaukampf (bin totaler Anfäger) Ist das ned zimlich gefährlich (selbst mit stumpfen Klingen) dass man sich die Finger absäbelt? Hab mir mal die Fingerkuppe abgeschnitten..kein Vergnügen... Was für Schwerter empfehlt ihr für Anfänger? etwas Pallasch mässiges mit Korb? oder ein Katzbalger? |
| Montrose | Jemand auf einer Führung auf einer Burg erzählte, die Ritter hätten auch mit stumpfen Klingen gekämpft, weil sie durch die Rüstung mit der Klinge -egal ob stumpf oder scharf - sowieso nicht durchgekommen wären. Deshalb sei das eher ein Prügeln denn ein Stechen und Schneiden gewesen. Hat jemand so etwas schon mal gehört? Bei den Japanern ist das sicherlich anders. Die waren ja recht leicht gerüstet, oft mit Bambusgestänge als Brustschutz, so dass man sich vorstellen kann, dass dies zu durchschlagen ist und dann ein Schnitt erfolgt. Bei den europäischen Rittern mit Blechschutz müßte die Kampftaktik allerdings anders ausgesehen haben. Was nützt es zu treffen, wenn man nicht durch's Blech kommt? |
| samui | [QUOTE][i]Original geschrieben von malchuth [/i] [B]hi, zur frage, säbel sind säbel, degen sind degen und katana sind schwerter, alles sind unterschiedliche kategorien und erfordern andere kampfarten. -> nicht zwingend erforderlich, siehe ninjutsu-kampftechniken zum thema schärfe, klar, auch unsere schwerter waren scharf, aber ein katana war länger schärfer. -> nein sie waren nur anders geschliffen und werden anders geführt, sind jedoch genauso scharf und werden ebenso schnell stumpf wenn man damit nicht umgehen kann. [/B][/QUOTE] |
| samui | [QUOTE][i]Original geschrieben von Arleen [/i] [B]Es wurde mit Vorlieben Hände und Füsse abgehackt [/B][/QUOTE] jep und die rückseiten der gelenke bzw innenseiten sind bestenfalls durch ein kettenhemd geschützt und das ist sehr schnell durchtrennt.. egal wie hart das blech vorn ist, wenn das bein oder der arm von hinten abgehackt ist, ist es ab.. |