| JohnSteed | Nun, ich habe da so eine Idee... Grundvoraussetzung ist, dass du kein Problem damit hast auf Papier zu schreiben und ob mit oder ohne Ferrari zum Briefkasten zu fahren/gehen. Egal, wo du dich gerade befinden magst, in welcher Region, du könntest Briefe nicht nur in Hochdeutsch verfassen, so wie wir alle das mal gelernt haben, aber mehr so wie man Linkshändern das Rechtsschreiben beibringt...... So schreibe ich meine Antwort in meinem Dialekt (keine direkte Lautschrift/Regeln gibts eigentli kane...). Und du schreibst halt dei Mundart. Hochdeitsch war gestern. Wia xagt, wos bist ist wurscht, vielleicht könnt ma uns verständigen, dass ma komplizierte Wörter oder Begriffe, de grad amal drei Leit in deim Dorf wissen, erklärt... Und Menschen auf Halligen oder Bergdörfer (höher 3000m Seehöhe) soitatern damit rechnen, dass ma ned glei ois versteht....Die Bearbeitungszeit könnt si a a bissal verzegern. Aber des geht scho. Wennst Lust hast, schreibst ma halt a PN oder wia des Haast. Egal. Kriang ma scho. Werd scho wern, sagt Frau Kern. Oiso. De Idee hat was. |
| Nix | Ein Arzt in Berlin hat immer gemurmelt: Wird schon wer'n mit Mutta Bär'n. Mit Mutta Horn is's ooch jewor'n. Nur Mutta Schmitt'n die hat jelitten, drei Tage hamse am Been jeschnitten. Bis se jemerkt ham, det et 'n Holzbeen war. Ich fand den immer etwas gruselig. In diesem Sinne: viel Erfolg auf der verbal-separatistischen Schiene. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Ein Arzt in Berlin hat immer gemurmelt: Wird schon wer'n mit Mutta Bär'n. Mit Mutta Horn is's ooch jewor'n. Nur Mutta Schmitt'n die hat jelitten, drei Tage hamse am Been jeschnitten. Bis se jemerkt ham, det et 'n Holzbeen war. Ich fand den immer etwas gruselig. In diesem Sinne: viel Erfolg auf der verbal-separatistischen Schiene. [/B][/QUOTE] Hmm..."echte" Baliner vergangener Tage stammen wohl aus Schlesien.. In diesen Zeiten sind sie aus Schwaben und arbeiten als Staatsanwalt. Ein ähnliches Problem haben wir in Bayern, aber unsere Roigschmeckten sind meistens Westfalen. Auch so ein variantenreiches und spannendes Volk.:D |
| Nix | Variantenreich. Schön gesagt. Fällt mir Hausmeister Krause ein. :D |
| Evillight | Missverständnisse sind hier wohl vorprogrammiert. :D Nähe Leipzisch möchte ein Vater seinem 8-jährigen Sohn die Tiere im Wald zeigen. Sie steigen auf einen Hochsitz. Der Junge schaut nach Norden und sieht zwei Füchse, der Vater beobachtet den Süden und erblickt eine nackte Frau. Der Sohn ruft begeistert was er sieht: "Baba, Fichse, Fichse." Der Vater, ist zwar überrascht, meint aber: "Nü, wenn de de Muddi nüscht sochst." |
| Odessa | :D Ja varreck, Dialektbriaf - imma häa damit, gib ma dei Adräss und ich schreib Dia glei im schensdn obaboarisch, mit original tiroler einschlag ab und oo. Und wannsd soweid bisd, dasd oachkatzlschwoaf und loawedoag song kost mit richdig vaschmoiznan o und a, wennsd eiso des oifa und omega der göttlichsten sprach so in dia drin hosd wia as schmoizdiache in da joppn - dann griagsd a mass starkbier vun mia ausgem, oida niedabayer;) A Bussal füas Häazerl und a weißblaues Hianbazl mit dazua;-) |
| JohnSteed | Do kost ned meckern.:D |
| Odessa | Gmäckad wiad äh nix, Du woasd doch - notfois einfach an Hoizhamma übaziagn (eiso, dem däa dir bläd kommt üban Schädl!) oda mit da Heigobi ind Wadl stecha.. Oda aba, wannsd amoi wos zum Lacha ham wuisd oda wenns da grod fad is - nachha schbuisd "Breissndabläcka" mit Woipatinga. "Funktioniert immer noch", die glaum no heid daß es die Viecha wiakle gibt bei uns :D. Dem Marinus hob i des am Anfang aa äazäid, von weng daß bei uns im Leitzachtal da Woipatinga erfundn woan is. Hod a fast glaubd, aba aa nua fasd. Damischs Abidua, des machd soga de Breissn a bissal missdrauischa und ma ko eana nimma jedn schmoan (Achtung: fränkische Einlage nur für Menedemos: GSCHMARRI) vazäin :D |
| JohnSteed | Marketingdechnisch miessat ma dess de Iabaseeturis obiaten... Unter der Iabaschrift "Jack-a-lope" spottet in the bavarian Highlands (Oberland). Song mas moi aso, wo soizn de Viacherl sunst gem?:D |
| Odessa | Ja varreck, des lies i ja jezz äasd... du, i hob da eh scho gschriem auf dei letzte imäil, aber die frog konn i dia a hia beantwordn: Die Gschichd vum Woipatinga is a Gschichd volla Irrtüma. D' Woapatinga kemma wiakle ausm Leitzachtoi, rein vun da Sagenwäid häa. Oiso genau die Eckn, wo ich wohn: zwischen Hausham, Fischbachau und Miesbach gleng, am Fluß Leitzach entlang. Friara woan de Woipatinga dazu do, die Jungfraun zum Daschrecka. Von weng weil die triabign Buaschn gern moi aufgsprunga warn und de Madln aba gschmaig warn und sie ned lassn ham. Dann hod ma de Menscha vazäid: wenn i die omds ned hoambegleid, kannt di ja da Woipatinga fressn. Es is abba a ofd andasrum glaffa: Wenns dann aba doch moi soweit woa, dass a Bursch a Madl rumkriagd hod, dann hods de Eltern vazäid: da Woipatinga hod me bissn bzw. verführt. - Ob des stimmd, woas i ned... des is vamudle nua OANE von fui Gschichdn und Legenden über de Woipatinga. Do drahd sie wahrscheinle jeda boarische Gau die Sach so hi, wias äam passd;-) edit/Für unsere deutschen Mitleser: Die Geschichte des Wolpertingers ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Der Wolpertinger wurde erfunden im Leitzachtal bzw. ist dort beheimatet laut der Sage, also genau in der Ecke in der ich wohne: zwischen Hausham, Fischbachau und Miesbach gelegen (das Leitzachtal), am gleichnamigen Fluß. Früher waren die Wolpertinger auch dazu da, um Jungfrauen zu erschrecken, da die "Gelüste verspürt" habende männliche Jugend gerne mal einem weiblichen Wesen sehr nahe gekommen wären, die Mädchen jedoch schamhaft waren und die Jungs nicht ran ließen. Dann hat man den Mädchen erzählt: wenn ich Dich nachts nicht heimbegleite, könnte Dich ja der Wolpertinger auffressen. Es ging aber auch andersrum: Wenns dann aber doch mal passiert war, daß ein Bursch ein lediges Mädl rumgekriegt hat zu intimen Kontakten, dann hat sie den Eltern auf Nachfragen (Knutschflecke oder Bisswunden betreffend) erzählt: "Ein Wolpertinger hat mich gebissen" bzw. verführt. - Ob das stimmt, weiß ich nicht... es ist vermutlich nur EINE von vielen Geschichten und Legenden über die Wolpertinger. Da dreht sich vermutlich jeder bayerische (bewohnte) Landstrich die Sache so hin, wie es ihm gerade am besten paßt (am meisten schmeichelt) ;-) |