| Whitchking | Hallo alle zusammen! Ich habe mal eine Frage... ist es in euren Augen sinnvoll alles in schubladen zu verfrachten? Ich für meinen teil habe den entschluß gefasst zumindest was meine Person betrifft mich nicht in eine Kathegorie einzuordnen ich denke das ich mich darauf beschränken kann zu sagen ich bin ein denkendes Wesen. ich bin werder Goth noch Normal ich bin ich....... ich will mein denken begründen: aleine wen ich sehe in wie vielen Themen hier gefragt wird "Wann bin ich Goth und wann nicht?" fühle ich mich bestätigt... ich denke das man sich nicht in solche Kathegorien einordnen muß um sich selbst zu verwirklichen... Ich denke das man keine Gruppen zugehörigkeit braucht um sich selbst zu verwirklichen sondern nur ein gewisses Wohlbefinden ( und das erlangt man nicht durch zwanghafte Anpassung) Ich denke das man nur durch freies denken / nachdenken sich findet und nicht dadurch sich in eine schublade zu schieben und nur deshalb so zu leben... Sicherlich giebt es eine Schublade die eventuel verdammt gut auf einen passt (eventuel - auf mich nämlich nicht, nur: Denkender Mensch) Nicht das sich hir jemand zu nahe getreten fühlt..... Es geht mir nur darum: weil ich gerade ein Blauen Kapuzen Pulli und ne weite schwarze Jeans Hose anhab binn ich nicht Normal - nur weil die meißten so rumlaufen... und weil ich hier meine Gedanken frei lasse bin ich kein Gothic... ich bin egal was ich mache ein Denkendes Wesen (Ihr merkt ich neuige zur veralgemeinerung...) Denkt ihr auch irgendwie so oder total anders? ich denke mit noch nichtmals 17 Jahren darf ich mich auch noch Irren... also wen das der Fall ist bitte ich um belehrung;) Ansonsten hoffe ich auf nette Antworten... Marcel |
| espenlaub | Menschen generell in Schubladen einordnen zu wollen ist mit Sicherheit ein ziemlich alter Gedanke, der aber wohl noch nie wirklich geklappt hat - wirds in meinen Augen auch nie. Sicher, jeder hat Ähnlichkeiten, reine Äußerlichkeiten, Vorlieben, Abneigungen, die sich irgendwo zu decken scheinen - aber ganze Gruppen von Menschen mit ein und demgleichen Begriff titulieren zu wollen, der sie aufs Trefflichste beschreibt, wird wohl nie gelingen. Jeder ist anders, jeder Mensch, jedes Lebewesen wird auf gleiche, ideale Situationen anders reagieren, auch wenn diese Reaktion bei manchen ähnlich ausfallen wird - was der Mensch, der dahinter steckt, für sich denkt, empfindet, sieht, wird sich nie einordnen lassen. |
| Whitchking | Aber trotz dem probieren Die mehr zahl von uns sich doch irgendwie einzuordnen und sei es sich in diesem Forum als Goth zu auten.... auch das ist eine schublade... Noch mal zu den schubladen: Es gibt sicherlich schubladen die unausweichlich sind sowie ich mich als Denkendes Wesen Bezeichne trofft das auf viele andere auch zu.. Ich bin Mensch kla sind viele andere auch.... Mir geht es hier eher um die "Komplaxeren Schubladen" wie z.B. bin ich Goth oder nicht? hir sind ja denke ich mal der Großtei lbekennende Goth... was finden diese Menschen daran sich als Kathegoriemitglied zu bezeichnen? Ist es nicht viel befreiender wen man sagt das man so ist wie man ist.... Marcel |
| mrs.yearning | Hallo, [QUOTE][i]Original geschrieben von Whitchking [/i] [B]ist es in euren Augen sinnvoll alles in schubladen zu verfrachten?[/B][/QUOTE] Verallgemeinerung ist nie gut. Leider ist man aber alle durch Umwelt und Medien vorbelastet und nicht völlig frei vom Schubladendenken, so sehr man sich auch bemüht. [QUOTE][B]Ich für meinen teil habe den entschluß gefasst zumindest was meine Person betrifft mich nicht in eine Kathegorie einzuordnen[/B][/QUOTE] Das erledigen auch gern andere für dich ;) [QUOTE][B]... Ich denke das man keine Gruppen zugehörigkeit braucht um sich selbst zu verwirklichen sondern nur ein gewisses Wohlbefinden ( und das erlangt man nicht durch zwanghafte Anpassung)[/B][/QUOTE] Zwanghafte Anpassung hat auch eher etwas von Selbstaufgabe und mangelndem Selbstbewusstsein und kann nichts mit Selbstverwirklichung zu tun haben - Zwang eben. [QUOTE][B]Sicherlich giebt es eine Schublade die eventuel verdammt gut auf einen passt (eventuel - auf mich nämlich nicht, nur: Denkender Mensch)[/B][/QUOTE] "Denkender Mensch" heisst der Schrank, in dem die Schubladen aufbewahrt werden, unter anderem auch die Schublade für die Menschen, die sich nicht einordnen lassen möchten (ich hab dir einen Platz freigehalten...ist ein ziemliches Gedränge hier) :D [QUOTE][B]hir sind ja denke ich mal der Großtei lbekennende Goth... was finden diese Menschen daran sich als Kathegoriemitglied zu bezeichnen? Ist es nicht viel befreiender wen man sagt das man so ist wie man ist....[/B][/QUOTE] Jeder ist so, wie er ist. Das ist wohl eine feststehende Tatsache über die es nicht viel zu sagen gibt. Wer sich nach Außen unverkennbar auch für Andere zu etwas bestimmtem bekennen will, tut das in jedem Lebensbereich, denk mal an die Fußballfans und dem ganzen Merchandise-Kitschkram (sorry, blöder Vergleich - ich weiss :( ). LG y. |
| rosenkind | drehen wir den Spieß mal um: ich behaupte, dass der zwanghafte Versuch alle Schubladen zu umschiffen ebenso ein Zeichen von mangelndem Selbstbewusstsein ist wie der zwanghafte Versuch sich in eine Schublade zu pressen, der einzige Unterschied ist wohl der, dass die eine Partei sich über die Gruppe definieren will, die andere Angst davor hat die Definition über sich selbst zu verlieren. Jeder gehört automatisch irgendeinander Schublade an. Die Frage ist nur: wie sieht man die Schublade? alles starres System mit festgelegten Regeln oder nur als Zusammenfassung einiger Leute, die eine oder ein paar Eigenschaften gemeinsam haben, völlig egal, wie sie sonst noch drauf sind. Ich bin Goth - ich laufe in schwarz rum, ich höre schwarze Musik, ich vertrete so manche Dinge, die man bei vielen Gothics sieht und die scheinbar zum Lebensgefühl gehören. Aber ich liebe Vanilleeis, obwohl andere Gothics lieber Erdbeereis mögen, mein Zimmer ist farblich gesehen ehr bunt, obwohl andere Gothics ihr Zimmer düster eingerichtet haben mögen usw. usw. ich bin bisexuell, ich habe mich schon in Mädchen verliebt und ich habe mich schon in Jungen verliebt. Ich bin treu, obwohl andere Bis es nicht sein mögen, ich lege keinen Wert auf Dreiecksgeschichten, obwohl andere das vielleicht mögen möchten. Es sind bloß ein paat Tatsachen, die mich als Mitglied einer bestimmten Kathegorie, einer bestimmten Schublade auszeichnen. Wovor Angst haben, Angst, dass mir der Begriff Gothic oder bisexuell etwas von meinen persönlichen, individuellen Eigenschaften rauben könnte? Ich weiß nicht, worüber ich mehr lachen soll, über ein Mädchen, dass sich bei x-tra-x einen Sargrucksack und diese hübsche Lampe: [URL=http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/20006.jpg]hier[/URL] kauft, alles, was ausnahmsweise mal ein grünes Oberteil trägt als Poser abtut und sich als richtig truer Goth fühlt oder über jemanden, der im schwarzen Samtkleid, Undercut, Nietenhalsband und Pentgramm um den Hals vor mir sitzt, lacrimosa hört und sagt, er hätte mit der Szene nichts am Hut, er sei einfach er selbst. natürlich bin ich ich, aber das bin ich durch das, was ich bin und nicht dadurch, dass ich aus Angst vor Schubladen Begriffen aus dem Weg gehe, die auf mich zutreffen, denn jeder gehört Schubladen an - mehreren. Und die "ich bin ich und gehöre in keine Schublade"- Fraktion ist im Prinzip auch nur eine Schublade, eine Schublade für alle, die denken, sie seien in keiner Schublade unterzubringen. |
| espenlaub | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]drehen wir den Spieß mal um (...) Ich weiß nicht, worüber ich mehr lachen soll, über ein Mädchen, dass sich bei x-tra-x einen Sargrucksack und diese hübsche Lampe: [URL=http://www.x-tra-x.de/bilder/artikel/20006.jpg]hier[/URL] kauft, alles, was ausnahmsweise mal ein grünes Oberteil trägt als Poser abtut und sich als richtig truer Goth fühlt oder über jemanden, der im schwarzen Samtkleid, Undercut, Nietenhalsband und Pentgramm um den Hals vor mir sitzt, lacrimosa hört und sagt, er hätte mit der Szene nichts am Hut, er sei einfach er selbst. natürlich bin ich ich, aber das bin ich durch das, was ich bin und nicht dadurch, dass ich aus Angst vor Schubladen Begriffen aus dem Weg gehe, die auf mich zutreffen, denn jeder gehört Schubladen an - mehreren. Und die "ich bin ich und gehöre in keine Schublade"- Fraktion ist im Prinzip auch nur eine Schublade, eine Schublade für alle, die denken, sie seien in keiner Schublade unterzubringen. [/B][/QUOTE] Sehr schön gesagt, von der Seite her hab ich das ehrlich gesagt noch gar nicht betrachtet. Aber irgendwie... wenn jemand sagt er will sich wirklich nirgends einordnen und von sich behauptet er sei einfach nur er selbst - in meinen Augen ein Unterschied zu denen, die sich irgendwo irgendwie in eine "Klischeeschublade" pressen wollen. |
| Whitchking | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]ich behaupte, dass der zwanghafte Versuch alle Schubladen zu umschiffen ebenso ein Zeichen von mangelndem Selbstbewusstsein ist wie der zwanghafte Versuch sich in eine Schublade zu pressen[/B][/QUOTE] Sind also deiner Meinung nach nur die selbstbewußt die ohne eigenen Antrieb in eine schublade kommen? Sind also nur die die sich einordnenlassen Selbsbewußt? [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]der einzige Unterschied ist wohl der, dass die eine Partei sich über die Gruppe definieren will, die andere Angst davor hat die Definition über sich selbst zu verlieren. [/B][/QUOTE] aber ist Angst in disem Moment falsch? zu sagen ich bin ich (ich bin individuel) ist das einzigste was eigentlich niemandem gestolen werden kann.... Egal mit welchem Willen und drang man versucht jemanden zu imitieren es gelingt nicht zu 100% warum also soll ich keine angst haben mit 100ten von Menschen über einen Kamm geschohren zu werden (nicht das das sowiso geschieht :( ) bzw.warum soll ich mich extra zu den anderen stellen und sagen ich bin "Fast" so wie die nur hir und da nicht... warum überhaubt sagen es Giebt Gothics es gibt Punks warum sagen wir nicht einfach es giebt den Hans Müller es giebt den Marcel ... das währe um mengen Genauer unsd warum sollte ich über Menschen reden die mir egal sind? (die zwangsleufig in einer Gruppe dabei sind) Versteht mich nicht falsch ich möchte nur verstehen warum es so sinnvoll ist sich zu gruppieren.... So long Marcel |
| rosenkind | Du hast offensichtlich gar nichts von dem verstanden, was ich gesagt habe. Selbstbewusstsein bedeutet in erster Linie über etwas zu stehen. Wenn ich versuche der Schublade krampfhaft zu entgehen, zu der ich aufgrund meiner Eigenschaften, die ich mit dieser Schublade gemein habe, nur weil ich Angst habe die Definition "Gothic" "Punk" "bisexuell, der Schubladenbegriff könne mir meine Individualität stehlen, wenn ich trotz meiner schwarzen Haare, schwarzen Klamotten, meines Musikgeschmacks und meines "Lebensgefühls" mich nicht Gothic nenne, nur weil ich befürchte, dass man mich nur noch als "den Gruftie" sieht und nicht mehr als eigenständige Persönlichkeit, dann ist das nicht wirklich selbstbewusst. Mal abgesehen davon, dass ich hier selber in Schubladen denke, dass ich allem, was sich Gothic nennt selber Eigenschaften überstülpe, die die Person gar nicht haben muss, aber die ich vermute, weil sie sich Gothic nennt. Bin ich nur ich selbst, wenn ich es immer wieder betone? ich denke mal, ich selbst bin ich durch meine Art, meine Interessen, meine Gedanken, was auch immer, aber nicht dadurch, dass ich sage, ich gehöre einer bestimmten Gruppe nicht an, obwohl ich die Merkmale dieser Gruppe aufweise, weil ich Angst vor Schubladen habe. Ich persönlich bin nicht sonderlich scharf auf Ettiketten, dennoch: ich bin Goth, es ist einfach so, auch wenn ich mich von vielen anderen Goths unterscheide. [QUOTE]aber ist Angst in disem Moment falsch? zu sagen ich bin ich (ich bin individuel) ist das einzigste was eigentlich niemandem gestolen werden kann....[/QUOTE] Du kannst auch sagen "ich bin ich" und dennoch anerkennen, dass du zu verschiedenen Gruppen gehörst. Du kannst sagen ich bin ich und trotzdem sagen: ich bin Gothic, ich bin sportler, ich bin Blondine, ich bin Mädchen, ich bin Gymnasiastin, ich bin Hobbyfotographin, ich bin was auch immer. [QUOTE]Egal mit welchem Willen und drang man versucht jemanden zu imitieren es gelingt nicht zu 100% warum also soll ich keine angst haben mit 100ten von Menschen über einen Kamm geschohren zu werden[/QUOTE] Merkst du, dass du selber in Schubladen denkst? Dass dein "Ich bin ich" wohl nur für dich gilt, du es anderen aber nicht zugestehst, die ihre Mitgliedschaft in einer Gruppe akzeptieren ebenso wie ihre Individualität? Es geht hier nicht um "über einen Kamm" geschoren werden, jedenfalls nicht nach dem Denkmuster, wie ich es die ganze Zeit versuche zu erklären, man hat mit diesen 1000 Personen einen oder mehrere Eigenschaften gemeinsam, und gleichzeitig seine ganz eigenen. Warum du keine Angst haben sollst vor den Schubladen? Weil du durch deine Angst grade erst dieses dieses Schubladendenken im klassischen Sinn nährst. [QUOTE]warum überhaubt sagen es Giebt Gothics es gibt Punks warum sagen wir nicht einfach es giebt den Hans Müller es giebt den Marcel[/QUOTE] den Hans Müller und den Marcel gibt es doch trotzdem auch, auch wenn der Hans Müller Gothic und der Marcel Punk ist. Es wäre faktisch einfach falsch zu behaupten, dass alles individuell ist, Gruppierungen entstehen einfach, sie sind ein natürliches Phänomen. Wenn du die Punks und die Gothics weglässt und nur noch sagst es gibt nur den Marcel und nur den Hans Müller, dann müsstest du über 2 Blondinen auch sagen, dass die eine blond ist, die andere aber nicht blond ist, sondern nur helle Haare hat. |
| Desira | Gruppierungen entstehen nunmal, das entspricht dem menschlichen Naturell. Ebenso verhält es sich mit dem Schubladendenken. Niemand ist wirklich frei davon. Ob er sich jetzt selbst in eine Schublade steckt oder das andere machen lässt (ich vertrete nebenbei ja die Ansicht, daß jeder Mensch irgendwo seine eigenen Schubladen hat und einige Definitionen mit denen anderer Menschen übereinstimmen), ist völlig egal. Wie mrs. yearning sagte: [QUOTE] Das erledigen auch gern andere für dich [/QUOTE] sagte ich ja eben schon, und [QUOTE]unter anderem auch die Schublade für die Menschen, die sich nicht einordnen lassen möchten[/QUOTE] Schublade derer, die sich in keine Schublade stecken lassen wollen. Obwohl man ja, die Bemerkung sei gestattet, darauf überhaupt keinen Einfluß hat... Desira |
| siroan | ich denke, dass grundlegende problem ist nicht die einordung in schubladen sondern die daraus resultierenden gedankengänge, nämlich, dass durch die bestätigung eines klischees automatisch alle nur erdenklichen vorurteile aufgetischt werden, was schlicht und einfach falsch ist. wie rosenkind nun schon sagte, man ist da vielleicht goth liest hier gerne mal ein buch, hört auch mal mainstream musik und ist überhaupt einzigartig. andere menschen sehen aber nicht hinter die fassade, sondern sehen, dass du schwarz angezogen bist und vielleicht sogar böse guckst - schon bist du in der gothic schublade. man macht sich keine weiteren gedanken sondern nimmt einfach an, dieser mensch ist nunmal so wie er sich gerade gegeben hat und kann nicht anders sein. wie überall ist diese geschichte auch bei goths nicht minder ausgeprägt, so gilt derjenige der schwarz trägt sofort als böser amtichrist und feind der gesellschaft ... gerade vor wenigen tagen, als "sog veganer" wie der nachrichtensprecher es ausdrückte ihr kind mehr oder weniger verhungern ließen, ging es direkt um mich mit diesen spielchen los. ich bin zwar "nur" vegetarier, aber dann doch plötzlich sehr ungesund ernährt und nicht ganz dicht und was man sich nicht alles anhört. menschen sind eben zu leichtgläubig und zu oberflächlich, warum auch nicht, es macht das leben um einiges einfacher zu sagen du bist türke? - du bist gut; du bist chinese? - du bist schlecht .. unabhängig von nationalität, religion, sonstige gruppenzugehörigkeit wie es die medien uns vorsetzen so ist das klischee und so wird es tagtäglich praktiziert werden. |
| Whitchking | ihr habt recht, die probleme mit den Schubladen würden nicht relevant seien wen mit einer Schubladfe nichts als nur die "Schubladen-Eigenschaften" verbunden sind.. ( Beispiel: eine Frau ist Blond > Schublade Blondine (soweit ok) asoziation -> Blond = blöd (das ist nicht mehr ok da die person dann ewentuell nicht mehr reingehötr da sie ja nur blond nicht aber blöd ist... ) ich denke ihr versteht was ich meine) Nur habt ihr auch recht das man sich gegen sowas nicht wehren kann... aber ist es nun falsch gegne solchge Schubladen zu sein? solange sie soo sind wie sie sind? gute nacht Marcel |
| rosenkind | jap, gegen die Schubladen zu sein ist faktisch falsch, weil man sonst das blond der einen Blondine anders definieren müsste als das blond der anderen Blondine, obwohl beide dasselbe blond haben richtig ist es aber gegen die Verallgemeinerung zu sein -> du weißt wie ich das meine. Obwohl ich hier auch noch einschieben muss: Klischees entstehen nicht ohne Grund, bei vielen findet man sehr viele in der jeweiligen Gruppe, die dem Klischee entsprechen, viele Türken entsprechen dem Bild, dass viele von Türken haben, viele Gothics gehen gern auf Friedhöfe, nur sollte man fähig sein, Klischees als Tendenzen und nicht als absolute Tatsache zu sehen. zwischen der Annahme einer Tendenz und einer Verallgemeinerung mal sind große Unterschiede, mal ganz abgesehen davon, dass man eine Persönlichkeit auch nicht auf die Klischees reduzieren kann, die sie erfüllt. Natürlich gibt es auch Klischees, die durch in Medien bekannt gewordene Einzelfälle in die Welt gekommen sind, bei denen kann man noch nichtmal auf eine Tendenz schließen. |
| mrs.yearning | [QUOTE][i]Original geschrieben von Whitchking [/i] [B]... aber ist es nun falsch gegne solchge Schubladen zu sein? solange sie soo sind wie sie sind?[/B][/QUOTE] Jeder hat seinen eigenen Schubladenschrank in den er erstmal grob einsortiert, damit alles schön übersichtlich bleibt. Die Schubladen "beschriftet" doch jeder selbst und ob sie gut oder schlecht sind, legt auch jeder selbst fest. Genaugenommen bist du also erstmal gegen die von dir festgelegten Schubladen, die du vielleicht mit zuvielen Vorurteilen und Klischees definiert hast und wo für Individualität einfach kein Platz ist, weil alles haarklein festgelegt ist :rolleyes: Und genau das macht das Schubladendenken bedrohlich... oder weisst du etwa, wie dein Gegenüber alles sortiert hat? [i]Komme mir grad vor, wie bei dem berühmten schwedischen Möbelhaus... Die Kommode Modell "mrs.yearning" hat übrigens statt der Schubladengriffe diese halbrunden offenen Aussparungen - Klapprig aber luftig :D [/i] |
| Whitchking | [QUOTE][i]Original geschrieben von mrs.yearning [/i] [B]Genaugenommen bist du also erstmal gegen die von dir festgelegten Schubladen, die du vielleicht mit zuvielen Vorurteilen und Klischees definiert hast und wo für Individualität einfach kein Platz ist, weil alles haarklein festgelegt [/B][/QUOTE] Das ist nun aber wirklich nicht richtig... ich hasse Vorurteile ich bemühe mich so gut es geht menschen nicht nach dem ersten augenblick zu beurteilen.... Ich bin gegen Schubladen weil ich zu oft erlebt habe wie schnell man in schubladen kommt in die man nicht gehört und was das für verdamte Folgen haben kann.... und ich sage es nochmal in alles Deutlichkeit ich rede hier nur von Komplexen "schubladen" nicht von Blond oder Deutsch oder Schwul Marcel |
| mrs.yearning | Hallo Marcel, [QUOTE][i]Original geschrieben von Whitchking [/i] [B]Das ist nun aber wirklich nicht richtig... ich hasse Vorurteile ich bemühe mich so gut es geht menschen nicht nach dem ersten augenblick zu beurteilen.... [/B][/QUOTE] Sorry, war nicht als persönlicher Angriff gemeint - ich hätt's allgemeiner schreiben sollen. [QUOTE][B] ...und ich sage es nochmal in alles Deutlichkeit ich rede hier nur von Komplexen "schubladen" nicht von Blond oder Deutsch oder Schwul [/B][/QUOTE] OK, und wer legt fest, was in die "komplexen Schubladen" eingeordnet wird und ob die jeweilige Schublade gut oder böse ist? Ist das umweltabhängig? Eingeimpft durch die Erziehung? Eigene Gedankengänge? :rolleyes: |
| rosenkind | nun ja, die Schubladen entstehen nicht nur durch die eigene Definition, sondern sind oft ein gesellschaftliches Phänomen. Sie werden vom Individuum übernommen und nach eigenen Vorstellungen erweitert oder abgeändert. Aber in dem Moment, in dem ich aufgrund der verbreiteten Klischees den Begriff scheue, beginne ich selbst das Schubladendenken im klassischen Sinn zu fördern. Es ist doch viel freier, wenn ich sage: "seht her, ich bin Goth und trage ab und zu mal neongrüne Oberteile mit Blümchenprint" als wenn ich sage: "seht her, ich laufe meistens in schwarz rum, aber ich bin kein Goth, weil ich ab und zu auch mal neongrüne Oberteile mit Blümchenprint trage". Wer tut mehr gegen das klassische Schubladendenken? Ich denke beim Punkt 2 doch selbst in diesen Schubladen, vielleicht nicht auf die Menschen bezogen, aber auf die Schubladen. Im Endeffekt kann man trotzdem in beiden Fällen nicht mehr tun, als durch sich selbst zu überzeugen und nicht durch reden. Klar, die Angst vor Schubladen ist verständlich, ich denke mal, keiner ist ganz frei davon, und im Endeffekt ist es jedem selbst überlassen, was er/sie tut, aber ich denke, das ist nicht das Ziel der Diskussion, darüber zu entscheiden. |
| Whitchking | mrs.yearning das war auch meiner seits nicht so gemeint.... aber ist ja auch egal... irgend wie hast du recht rosenkind! Aber wie steht man zu den Schubladen wen man nichts dazu sagt und sich keine gedanken drüber macht? wen man sich einordnen läßt und ohne komentar sein Leben lebt... ist das nicht wirklich frei? (Ok ist frei von Teilnahme aber ihr wisst wie ichs meine..) Marcel |
| Eldgrim | [QUOTE]der im schwarzen Samtkleid, Undercut, Nietenhalsband und Pentgramm um den Hals vor mir sitzt, lacrimosa hört und sagt, er hätte mit der Szene nichts am Hut, er sei einfach er selbst.[/QUOTE] Solche Leute amüsieren mich auch immer wieder. Es ist schon komisch man trifft so viele leute die alle [B]gleich individuell[/B] sind. Ich lehne für mich Schubladen wie Gruftie oder von mir aus auch das viel gehasste Gothic nicht ab. Ich reite aber auch nicht auf solchen Begriffen rum und fange an Sachen zu predigen. |
| rosenkind | @Whitchking wenn man sich keine Gedanken macht, ist man eine Marionette, mit der gespielt wird. Man kann etwas erst erkennen, wenn man sich damit außeinander setzt. Etwas anderes ist, wenn man sagt: "ist mir egal", dann ist man innerlich wirklich frei davon und hat das Schubladendenken überwunden. Das bedeutet dann aber auch sich nicht krampfhaft gegen Begriffe zu wehren. @Eldgrim Individualität scheint heute sowieso auch gesamtgesellschaftlich betrachtet ein hochgepriesenes Ideal und gleichzeitig Phrase zu sein. Ich denke, in gewisser Weise wird das Wort recht missverstanden. So bedeutet Individualität für viele sich möglichst stark von anderen zu unterscheiden (auch innerhalb der Gruppen selbst, in der Subkultur). Es ist nahezu ein Trend dieser Individualität nachzulaufen. Ein Paradoxon: Eine Massenströmung, die vorgibt, dass jeder eigen ist?!? Besonders deutlich wird es, wenn man sowas liest (pimkie.de): [B]Abweichungen von gängigen Trends sind auf jeden Fall angesagt.[/B] Abweichungungen von Trends.... sind angesagt... fällt irgendwem der Widerspruch auf? Individualität wird heute damit gleichgesetzt besonders von der Masse abweichend zu sein (Wobei die Masse selbst wieder versucht von der Masse abweichend zu sein O.o). Je schriller, je ausgeflippter, umso besser. Besonders im Äußerem, dabei entdeckt man bei den Ausgefallenen und den Normalen oftmals haargenau dieselben Verhaltensmuster. (Beispiel: Gruftie: ich kauf NUR bei x-tra-x [also nur Marken] Standartteenie: ich akuf nur bei miss sixty [ebenfalls nur Marken]). Die absolute Individualität ist eh nicht möglich, nicht bei 6 Milliarden Menschen. Wieso also die krampfhafte Sucht nach der Andersartigkeit? Wir leben leider Gottes in einer Zeit, in der du etwas Besonderes sein musst, um geachtet und anerkannt, vielleicht sogar geliebt zu werden. Traurig, aber es ist wahr. Wahre Andersartigkeit entsteht dort, wo ich sie nicht spielen muss, sondern sie einfach existiert. Ich persönlich erkenne an, dass ich mich in vielen Dingen nicht von anderen unterscheide und damit bin ich wohl ausgefallener als viele Menschen der heutigen Zeit. Ich sage nicht, mein Aussehen sei "individuell", ich bevorzuge zwar eine Stilrichtung, die nicht jeder trägt, aber es ist eben eine festgelegte Stilrichtung, nichts eigenes, ich seh aus wie jeder gewöhnliche Standartgruftie. Unterschiedlich sind wir alle, nicht in einer Einzelheit, sondern in unserer Gesamtpersönlichkeit. Individualität beginnt dort, wo aufgehört wird, sich fremdbestimmen zu lassen und man selber ist. Und Fremdbestimmung ist auch ein Trend, der sagt, dass nur der individuell ist, der möglichst ausgefallen ist. |
| Seena | Hallöchen! Was mich selbst betrifft: ich hab eine eigene Schublade, namens "ICH". Ich muss mich selbst nicht definieren können, um irgendeiner Gruppe anzugehören. Ich komme und gehe, wie ich will und ich bin immer so, wie ich es für richtig halte. Ich finde es schade, dass viele sich selbst in eine Schublade stecken, nur um irgendeiner Gruppe anzugehören, auch wenn sie sich nicht richtig zugehörig fühlen. Oder wenn man krampfhaft versucht, sich wie eine ganz bestimmte Gruppe zu verhalten, nur um dazuzugehören. Das ist nicht Sinn und Zweck der Selbstverwirklichung. Ich denke, jeder Mensch hat im Prinzip eine eigene Schublade, nur die wenigsten wollen das. Lg Seena |
| rosenkind | @ Seena Du hast den Thread nicht durchgelesen, oder? |
| oskadis | Also ich habe den Thread im Schnelldurchlauf gelesen, da viele Beiträge ähnlich klangen. Schubladen ... Die, die ich unbewußt selber im Kopf mit mir trage oder die, welche die Gesellschaft für mich parat hat? Oder die von meinem Gegenüber? Wir werden alle gnadenlos in Schubladen gepackt - ob bewußt oder nicht. Ich ertappe mich immer wieder dabei es zu tun, obwohl ich mich darum bemühe die Person selbst erst im Vordergrund zu sehen und nicht die Äußerlichkeiten. Natürlich ist es aber sowieso. Irgendein Anhaltspunkt muß man suchen, um erstmal im Menschenwust zurechtzukommen. Beispiel Schwarz: Leute, die sich nicht im Gothic Stil kleiden - generell nicht viel Ahnung davon haben aber von ihrer Haltung her oft schwärzer sind als mancher in der Szene. Leute in der Szene, die den Lifestyle mögen, es cool oder in finden, aber letztendlich nicht viel mehr davon wissen wollen. Die Schublade heißt dann - der mit dem schwarzen Aussehen muß ja ein Goth sein - der andere ist ein "normalo". So denken viele. Und da alle wissen, daß es so läuft wollen manche sich nicht diese Blöße geben und sagen sie sind nur sie selbst. Oder es wird (wie schon in einem vorherigen Beitrag erwähnt) krampfhaft versucht die Schubladen zu "umschiffen". Wie ist es aber mit jemandem, dem der Mainstream in der Szene schnurzegal ist und sein eigenes Ding dreht? Also aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man dann voll das Schubladendenken abkriegt (nach dem Motto "du bist nicht true" "was machste hier überhaupt" usw usf) Es ist aber auch eine Alterssache, denke ich. Teenager z.B. suchen nach einem Platz für sich selbst und nach Zugehörigkeit und da denke ich ist es ihnen auch wichtig "reinzupassen". Daß jemand eines älteren Jahrgangs das nicht mehr unbedingt tun muß ist glaube ich auch klar ;) Ich habe schon seit langem aufgehört mich um Schubladen zu kümmern. Ich lebe nach dem Motto - wem's nicht gefällt kann ja woanders hin ausweichen. Jedenfalls werde ich mich keinesfalls irgendwie mit meinem Geschmack, Ansichten, Haltung etc aufdrängen. Meinen Senf dazugeben - das schon ;) Liebe Grüße ~Oskadis~ |
| rosenkind | bitte auch Teenager nicht verallgemeinern. Ich denke doch, dass ich trotz meinen 18 (und seinerzeit 16) Jahren nicht dehalb dabei bin, weil ich eine Schublade suche - zumindest nicht vordergründig. danke :) |
| Seena | @rosenkind Nein, nicht ganz. Hab nur zum Eingangsthread was geschrieben.... War wieder mal zu faul zum Lesen..... :rolleyes: Hab ich was übersehen?! Lg Seena |
| rosenkind | allerdings, sogar einen ganzen Haufen ;-) |