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  Forum: lebens : ART
    Thema: "Die verderben unser Bild in der Gesellschaft"
rosenkindEs fiel mir schon vor etwa einem Jahr auf und ich möchte mich nun dazu mal äußern. Immer wieder werden hier und woanders Sachen gezeigt, bei der "die Szene in den Dreck gezogen" wird. Einmal sind es die "Modekiddies", die nur schwarz rumlaufen, weil es "cool" ist, ein anderes mal ein Bericht in Bravo und das nächste Mal eine klischeebeladene Fernsehproduktion. Manch einer lacht drüber, amüsiert sich über die verbratenen Klischees und die Widersprüchlichkeiten, grinst wissend und das wars dann auch. Doch dann gibt es noch die andere Sorte: diejenigen, die sich davon in ihrem Goth-sein ziemlich angegriffen fühlen, die wütend reagieren und sauer sind, die ihr Bild in der Gesellschaft verschmutzt sehen.

Was ich mich ehrlich gesagt frage ist: warum? warum fühlt man sich derart angegriffen? Gut, ich kann es verstehen, wenn jemand noch recht neu ist und erstmal seinen Platz finden will, aber nach Jahren? Nach Jahren sich durch einen BRAVO! - Artikel angegriffen fühlen oder durch eine klischeebeladene Sendung?

Was macht so viel Angst daran, dass manche auf Klischees, die noch nicht mal von Menschen direkt gegen einen selbst, sondern allgemein über Medien verbreitet werden? Was ist zu befürchten, dass die 80-jährige Oma, der man in der Straßenbahn begegnet, denken könnte, man sei Satanist, obwohl man mit der Person nie was zu haben wird, dass das 12-jährige Mädchen dasselbe meinen könnte? Etwa das? worum wird hier überhaupt gekämpft, um welches "Bild in der Gesellschaft"? Wieso ist man derart auf ein gutes Image in einer Gesellschaft fixiert, GEGEN die man sich entschieden hat? Entschieden im Sinne von etwas anderes zu leben, entschieden aber auch im Sinne davon, dass man manches an ihr kritisiert. "ich mag eure Lebensweise nicht - ihr müsst mich alle lieb haben" - hegen wir eine Doppelmoral.

Fakt ist: es gibt viele Leute, die Klischees entsprechen und es gibt viele, die es nicht tun. Das war schon immer so und wird immer so sein. Fakt ist auch, dass es in der Natur des Menschen liegt, Fremden gegenüber kritisch gestimmt zu sein, dass jeder irgendwann pauschalisiert (Vorurteile hat) und somit die Medienlandschaft dasselbe tut. man kann ja gerechtfertigt kritisieren und sagen "ich finde das aber nicht okay". Aber das ist etwas anderes, als die Panik davor, "nicht anzukommen", die mir doch recht häufig begegnet.
Ich denke, jemand, der sich über sich selbst definiert und nicht über eine Subkultur, ist auch fähig, sich über solche Sachen zu amüsieren, wenn sie denn wirklich komisch sind (wie bravoartikel), denn immerhin bin ich Mensch und nicht die Szene und fähig durch mich selbst zu überzeugen.

Ich verstehe diese Angst einfach nicht, dass sich manche durch 13-jährige "Modegrufties", bravoartikel und ähnlichem bedroht fühlen. Wozu? Um ein Bild willen, das gar nicht existiert? Aus der Angst herraus, selbst nicht genug überzeugend zu sein? Um die Akzeptanz als !Szenemitglied! (nicht als Gesamtpersönlichkeit) in einer Welt, die man ablehnt? ich verstehe es nicht! ich bin doch nicht abhängig davon, was Zeitschrift XYZ schreibt. Ich bin doch ein Mensch, der für sich selbst sprechen kann und wenn ich mit Klischees konfrontiert werde, habe ich ja immernoch einen Mund, um die Sache klar zu stellen.

Wenn man schon in einer Subkultur st, sollte man auch damit zurecht kommen, dementsprechend behandelt zu werden.

Wie seht ihr das?
SenecaBevor man sich echauffiert, sollte man sich erstmal darüber klarwerden, [b]wo[/b] man die Programmatik der "Szene" in der heutigen Gesellschaft positionieren will...!

Ich denke ein großteil der Aufregung rührt daher, das man sich gerne über jenen Part bei Darstellungen der Subkultur aufregt, den man selbst nicht vertritt.

Was wiederum verständlich ist...!

In Anbetracht der Alterstruktur, die sich duch das lange bestehen der "Szene" ergeben hat, unterstelle ich dazu noch eine gewissen Generationskonflikt, da sich die Motive jener, die damit älter geworden sind sowohl von denen ihrer eigenen Jugend als auch jener der heutigen Jugend innerhalb der "Szenelandschaft" unterscheiden.
rosenkindes ist 3/4 5 - bitte nochmal für verschlafene Jungspunte, danke, ich gebe nämlich zu, dass ich im Moment nicht ganz weiß, was du meinst. (ja, ich bin dumm, ich weiß es...) :)
SenecaJetzt klarer...?
rosenkindja, danke :-)

nun, ich denke aber, man sollte sich doch in erster Linie als Mensch sehen und nicht als Teil einer Subkultur oder Szene. Immerhin sind die Ideale, die ich vertrete, nicht NUR die Ideale einer Subkultur, sondern auch meine Ideale als Mensch. Oder sind Mitglieder einer Subkultur wirklich nur Marionetten derer?

Um nochmal darauf hinzuweisen: ich rede jetzt nicht von schlimmen Dingen wie Amokläufen, die dann pauschalisiert werden, mehr Dinge nach dem Kaliber wie Frauentausch, 12-jährige, die einen schwarzen Bravotrend mitmachen und solche Dinge.
SenecaEine Sub[b]kultur[/b] kann nur entstehen und wachsen, wenn Leute aufgrund eines gemeinsamen Motivs sich einbringen...!

Selbst die heutigen "Klischees" mussten ersteinmal geschaffen werden...!

Das bloße Nachahmen eines Klischees stellt keine Kulturleistung dar, dann schon eher eines zu schaffen, und sei es nur durch Bricollage aus Vergangenem, somit aber nicht dem Zeitgeist entsprechendem...!
rosenkindwas mir aber auffällt ist ist die widersprüchliche Tendenz zum einen "wir wollen anders sein" und zum anderen "entsprecht bloß keinem Klischee". Dieses Verhalten ist mir schleierhaft. Denn ohne ein gewisses Maß an Klischees (auf die Subkultur insgesamt, nicht auf den einzelnen bezogen) ist keine Subkultur existent.
rosenkindum mal ein Beispiel zu nennen: Gothics sind nicht depressiv -> ein Satz, den ich schon 10.000 Mal gehört habe. gemeint ist damit, dass das Klischee von dem freudlosen Haufen niemals lächelnder humorloser Menschen, nicht der Wahrheit entspricht. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Aussage aus Angst vor dem Klischee soweit getrieben wird, dass man sich aus Angst gegen das eigene Ideal stellt - Gothics dürfen nicht depressiv sein, es gibt keine depressiven Gothics, damit man keine Angriffsfläche für Klischees hat, wir sind immer fröhlich.... wobei das "immer fröhlich sein" doch genau das ist, was von vielen abgelehnt wird...
SenecaWerden nicht oft einfach nur Komponenten einer Subkultur als Klischee bezeichnet, denen man selbst nichts abgewinnen kann...?

So wie in diesem Beispiel:

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1122427#post1122427[/url]
rosenkindhmm, die Frage ist, wie definiert man Klischee? ich meine jetzt außerhalb von "eine Pauschalisierung", denn das dürfte klar sein.

Im Prinzip ist die dort beschriebene Athmosphäre wirklich ein Klischee. Denn Klischee bedeutet ja in erster Linie etwas, was für eine bestimmte Gruppe als typisch bekannt ist oder dort stärker auftritt als außerhalb und dann pauschalisiert wird, sobald es um den Menschen, der es ausführt geht (man ist das schwer zu erklären)

dennoch muss dieses Klischee vom Individuum als negativ empfunden werden.

Dass das Wort Klischee neben seinem oben beschriebenen Charakter negativ besetzt ist, ist mir auch klar.

Aber ist es nicht manchmal ein falsches Denken, dass ein "Klischee" grundsätzlich etwas negativen haben muss bzw. warum gibt es kein Wort, das dasselbe beschreibt,wenn es um Dinge geht, nur ohne negative Züge?
Demon17Nehmen wir das Beispiel, "Gothics sind depressiv". Will man der Szene einen gewissen Hang zum düster - dramatischen absprechen? Was macht dann das riesige Kreuz und die vielen Grablichter in dem Club in dem ich Freitag war? Weißt Du einerseits regst Du dich über Bravo-Kids auf, andererseits verleugnest Du die Vorliebe für Gruftiges, wie Friedhöfe die von führenden Köpfen der Szene in diversen Bildbänden veröffentlicht werden. Nehmen wir das Leiden am Leben, das in vielen Gedichten, Songtexten und entsprechenden Foren, die sich mit psychischen Problemen beschäftigen auseinandersetzen. Dies kenne ich in dieser Form nur von den G-Boards. Die Presse ist nun einmal darauf angewiesen grob zu Skizzieren um die Aufmerksamkeit ihrer Konsumenten zu erhalten. Wo ist das Problem. Ich halte diese Klischees für notwendig und identitätstiftend. Der Satz, die Szene besteht aus schwarz gekleideten Individualisten, die sonst nichts gemeinsam haben, ist ja auch nicht richtig. Es gibt keine Gruppe von Menschen, die irgendwie anders ist, über die keine Klischees bestehen. Ein ellenlanger Vortrag über die hunderttausen Ausnahmen von der Regel interessiert halt nur wenige. Meines erachtens resultiert diese ganze Klischeekritik aus dem Bildungssystem. Es versucht die Menschen zu vorurteilsfreien Bürgern zu erziehen, obwohl es eine psychologische Binsenweisheit ist, das ein Mensch ohne Vorurteile gar nicht lebensfähig ist. Ja das menschliche Gehirne ohne Vorurteile im Alttag gar nicht funktionieren würden. Denn sie müßten auf jede Art der Erfahrung verzichten. Vorurteile schützen, wer auf sie verzichtet wird auch aus schmerzhaften Erfahrungen nichts lernen.

never surrender

demon17
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Denn ohne ein gewisses Maß an Klischees (auf die Subkultur insgesamt, nicht auf den einzelnen bezogen) ist keine Subkultur existent. [/B][/QUOTE]

Eben deshalb ergeben Klischee-Zuweisungen keinen Sinn.

Paradoxerweise erfüllen 99% der jenigen, die andere eines Klischees bezichtigen ebenso mindestens ein Klischee, man bedeke, dass selbst das Tragen schwarzer Kleidung ein Klischee darstellt, und überhaupt, das ganze Menschenleben besteht aus Klischees (Rollenklischee etc.)

Ich sehe lediglich darin einen Unterschied, ob man einem Klischee aus eigener Überzeugung entspricht, oder ob man sich einem solchen lediglich beugt, weil "es dazu gehört" oder es innerhalb eines Milieus "geläufig ist".

Des weiteren gilt zu unterschieden zwischen einem szeneinternen Klischee und einem Klischee, welches fälchlicherweise von der Gesellschaft angehaftet wird (Satanismus) und dem Stereotyp somit überhaupt nicht gerecht wird.
Montrose[QUOTE]Ich verstehe diese Angst einfach nicht, dass sich manche durch 13-jährige "Modegrufties", bravoartikel und ähnlichem bedroht fühlen. Wozu? [/QUOTE]Weil sie etwas wertvolles trivialisieren.

[QUOTE]was mir aber auffällt ist ist die widersprüchliche Tendenz zum einen "wir wollen anders sein" und zum anderen "entsprecht bloß keinem Klischee". Dieses Verhalten ist mir schleierhaft. Denn ohne ein gewisses Maß an Klischees (auf die Subkultur insgesamt, nicht auf den einzelnen bezogen) ist keine Subkultur existent.[/QUOTE]Wenn alle anders sein wollen, ist keiner mehr anders. Das Problem ist einfach, daß die Leute anders sein "wollen", anstatt es einfach durch sich selbst zu sein.
Die Leute, die ich wirklich für cool halte, sind alles Leute, die einfach sich selbst sind ...und gerade aus sich heraus dann was besonderes sind. Erst die Person, und dann die Schublade, aus der die Arme und Beine raushängen und die sich nie richtig zuschieben läßt ... nicht umgekehrt.

[QUOTE]Aber ist es nicht manchmal ein falsches Denken, dass ein "Klischee" grundsätzlich etwas negativen haben muss bzw. warum gibt es kein Wort, das dasselbe beschreibt,wenn es um Dinge geht, nur ohne negative Züge?[/QUOTE]Da gäbe es betsimmt Worte, wenn man drüber nachdenkt. "Gleiche Wellenlänge" zum Beispiel.

[QUOTE]Eben deshalb ergeben Klischee-Zuweisungen keinen Sinn.[/QUOTE]Warum ist es eigentlich wichtig, was andere über uns denken oder welche soziologischen Begriffe auf uns passen? Ist doch egal.

[QUOTE]Des weiteren gilt zu unterschieden zwischen einem szeneinternen Klischee und einem Klischee, welches fälchlicherweise von der Gesellschaft angehaftet wird (Satanismus) und dem Stereotyp somit überhaupt nicht gerecht wird.[/QUOTE]Wirklich nicht? Warum ist es Goths eigentlich so wichtig, sich vom Satanismus zu distanzieren?

Ich persönlich, durchaus auf der weißen Seite, finde den Aspekt von Gothic, mit der dunkleren Seite eine "Anfrage" an Gott und die Menschen zu formulieren, durchaus legitim.

Dieses "ich als Gothic bin aber aber aber ganz bestimmt nicht dieses und jenes", dieses eben doch Kuschen vor dem mainstream, finde ich irgendwie doch auch merkwürdig .... und reichlch uncool.

Gothic im Ursprung ist eben nun mal doch vielleicht verrückte Dinge zu tun wie nachts über einen Friedhof hopsen, auch die Nachtseiten des Lebens wahrzunehmen, ein paar unbequemere Fragen zu stellen.

Wer das nicht tut oder vor der "Gesellschaft" diese Aspekte leugnet.... der täte besser dran, vor die Glotze zu hocken und die Goths als Sonderlinge zu belächeln, als die (unwahre) Behauptung aufzustellen, selbst etwas mit Gothic zu tun zu haben.
rosenkind[QUOTE] [QUOTE] Ich verstehe diese Angst einfach nicht, dass sich manche durch 13-jährige "Modegrufties", bravoartikel und ähnlichem bedroht fühlen. Wozu? [/QUOTE]
Weil sie etwas wertvolles trivialisieren.
[/QUOTE]

Die normale Reaktion darauf wäre wohl simple selbstbewusste Kritik. Bei vielen habe ich aber den Eindruck, dass hier nicht ein "Die bravo schreibt Müll, das find ich schlecht" kommt sondern "die bravo schreibt Müll, was werden die jtzt über uns denken"

DAs ist es, was ich nicht verstehe
Die DunkelheitWenn ich mir die Überschrift mal anschau kommt mir nur "althergebrachtes erhalten wollen" in den Sinn. Natürlich will man Traditionen erhalten, ist doch wohl in jeder Kultur so...warum dann nicht einfach den "Teenie-Grufties" erzählen was einem so gut gefällt anstatt nur gegen ein schlechtes Bild in der Gesellschaft zu wettern......die medien müssen auf ihre Quote achten deshalb kommt oft eine, nennen wir es mal "subjektive Berichterstattung" dabei heraus, aber diese dan gleich verurteilen als Verunglimpfung? Wir sind nunmal anders und das ist auch gut so, aber dennoch steckt hinter jeder Fassade ein Mensch der sich auf die ein oder andere Weise ausdrückt, so eben auch die jüngere Generation, die versucht sich irgendwo selbst zu finden, Trend hin oder her...

die Angst vieler scheinnt mir einfach zu sein, durch die Meinung der Gesellschaft "verbogen" zu werden, was uns eigentlich egal sein könnte, aber da wir immernoch in diese Gesellschaft leben ist es das doch nicht, irgendwie...hmm kommt mir das nur so vor, oder ist mein Post ein bisschen Konfus? ich sollte aufhören katzen zu opfern:D
Goat93Ich möchte einmal für ein Negativbeispiel der Medien
den Ruda Mord einwerfen.
Wie ist diese Art der Berichterstattung denn für die Herren
und Damen?
Bei der Berichterstattung wurden auch Klischees benutzt, andere
sogar erschaffen.

Nur mal als Denkanstoß....
rosenkind[QUOTE]Um nochmal darauf hinzuweisen: ich rede jetzt nicht von schlimmen Dingen wie Amokläufen, die dann pauschalisiert werden, mehr Dinge nach dem Kaliber wie Frauentausch, 12-jährige, die einen schwarzen Bravotrend mitmachen und solche Dinge.[/QUOTE]
café.komaaber warum kann man sich denn nicht über die klischees stellen anstatt weinend davon zulaufen? haben wir denn wirklich so wenig selbtbewusstsein um einfach darüber zu lachen? manches stimmt und manches nicht. daran wird sich auch nichts ändern. und das zu leugnen wäre wirklich blöd. es fängt wie oben gesagt doch schon bei der kleidung an oder schon mal nen grufti in gelbem blümchenkleidchen gesehen? und wenn man damit nicht klarkommt sollte man sich echt überlegen ob vielleicht etwas anderes für einen besser wäre. genauso ist es wenn sich leute ständig darüber aufregen, wenn ihnen "satan" oder gott weiss was nachgerufen wird. es wird doch niemand dazu gezwungen sich schwarz anzuziehen. wenn man das macht, weil man es wirklich liebt und nicht weils cool ist hat man sich das selbst ausgesucht anders zu sein und wenn man anders ist muss man damit rechnen dass es andere nicht verstehen könnten und dies auch äußern. wenn man dann aber anfängt rumzuheulen weil es einen ja so fertig macht sollte man damit aufhören. man merkt, dass es einen nicht erfüllt.
es kommt mir wirklich so oft vor als ob man sich einfach mal beschweren braucht. ständig.
natürlich ärgert man sich darüber wenn man etwas genommen kriegt, was er als sein eigenes sieht, ob nun musik, kleidung, clubs oder sonst was. aber kann man nicht einfach mal stark sein und erkennen, dass das "wahre" was die szene ausmacht nur denen bleibt, die es wirklich fühlen, ganz tief in sich drin. das wird diesen menschen niemals genommen werden.
Demon17Ich kann das Wort Klischee einfach nicht mehr hören. Sobald Menschen rein äußerlich einer Gruppe zuzuordnen sind wird es Klischee genannt. Wenn viele auf eine gewisse Musik stehen ist es ein Klischee. Wenn es gewisse Themenschwerpunkte auf den Boards gibt...Klischee...was solls? ... und was den erwähnten Mord angeht...dasselbe läßt sich mit mehr Berechtigung auch über jedes Mitglied eines Schützenvereins sagen. Wird aber nicht, denn die sind "unauffällig". Die einzige Möglichkeit nicht mit Klischees konfrontiert zu werden ist es also dem Klischee des unauffälligen zu entsprechen.

;)
LadyBlackheavennaja ich find es ehrlich gesagt lustig wie manche drauf reagieren. okay die modekittis haben keine ahnung und tun es trotzdem die medien wollen einfach irgendnen mist verbreiten weil ihnen nichts mehr einfällt sollen die doch.

Ich kann da drüber nur lachen. immerhin die meisten gothic sind studierende. was ich wieder lustig finde sogar mein hausarzt ist gothic und ich glaub nun wirklich nicht das irgendeiner seiner patienten ihn für nen satanist oder irgendso nen dreckmist hält was die medien alles verbreiten.
SenecaGothic kann man bestenfalls hören, aber niemals sein...!
rosenkindwie meinst du das?
LadyBlackheavengothic kann man nur hörn. :) :) geil den besten mist den ich jemals gehört hab
Eldgrim"Die verderben unser Bild in der Gesellschaft"? Also ich will euch ja nicht die Illusionen rauben, aber da gibts nicht mehr so sonderlich viel zu verderben.
Es ist nunmal Tatsache das "Die Gesellschaft" uns bestenfalls für einen Haufen absonderlicher Spinner hält oder irgend so einen "komischen Modetrend". Jegliche Angst dass wir durch negative Berichterstattung oder ähnliches falsch dargestellt werden ist völlig für die Katz denn wir haben eh schon unseren Ruf weg.

[QUOTE] Gothic kann man bestenfalls hören, aber niemals sein...![/QUOTE]
Und selbst das ist schon nicht gewährleistet denn ich suche immer noch jemanden der mir erklärt wie sich "Gothic" anhört.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Eldgrim [/i]
Und selbst das ist schon nicht gewährleistet denn ich suche immer noch jemanden der mir erklärt wie sich "Gothic" anhört. [/B][/QUOTE]

Man denke sich einfach überflüssig aufgesetzte Rock-, Pop-, und Techno-Elemente weg

Gothic in Reinkultur: Sakral, mystisch, atmosphärisch, schmerz-, trauererfüllt, "Gruft"-Ambiente

Epoche: Ablösung des "New Wave"-Sound Ende der 80er

"... man findet Grundstrukturen in Anlehnung an die (New) Wave Musik aus den 80er Jahren. Ganz im Gegenteil zur "mörderischen" Musik des Metal haben sich diese Varianten zur Ruhe hinbewegt. Die Tempi sind überwiegend langsam, manchmal regelrecht träge (bis hinab zu 55 MM). Die Melodien ziehen sich hin oder besitzen weite Bögen. Die Klänge wirken ausgesprochen dunkel (...), man singt und spielt gerne in tiefen Lagen (...) Manches erinnert an Filmmusik für triste Szenen, besonders dann, wenn wie gelegentlich beim Dark Wave, die Klänge ohne festes Metrum im Raum "schweben". Eindringliche Klangbilder von Düsternis können so entstehen..."


Einige essentielle "Gruftie"-Werke:

AUTUMN TEARS - Love poems of dying children Act 1 (1996)
CHRISTIAN DÖRGE - Lycia (1993)
DARGAARD - Eternity Rites (1999)
DARK SANCTUARY - L'Etre Las - l'envers du miroir (2003)
DAS ICH - Satanische Verse (1990)
DEAD CAN DANCE - Within the realm of a dying sun (1987)
DIE VERBANNTEN KINDER EVAS - Come heavy sleep (1996)
ELEND - Lecons de tenebres (1995)
ENDRAUM - In flimmender Nacht (1994)
ERBLAST - Vol 1 (1996)
GOETHES ERBEN - Das Sterben ist ästhetisch bunt (1992)
GOTHICA - The cliff of suicide (2003)
LACRIMOSA - Angst (1991)
LYCIA - Iona (1991)
MISANTROPHE - Der Tod zerfraß die Kindlichkeit (1997)
NENIA C' ALLADHAN - Nenia C' Alladhan (2002)
OPHELIA'S DREAM - All beauty is sad (1996)
OTHER DAY - Erato Azur - Des Auge Klang (1999)
RELATIVES MENSCHSEIN - Thanatos (1992)
SANGUIS ET CINIS - Schicksal (1997)
SOPOR AETERNUS - Ich töte mich jedes Mal aufs Neue (1993)
STILLSTE STUND - Ein Mensch, ein Ding, ein Traum (2000)
WELTENBRAND - Das Nachtvolk (1995)

.....
SenecaGOTHICA - Night Thoughts (2000)
LILITH - Survive the cold eternity (2002)
DIE FORM - L'ame electrique (1999)
ELEND - the umbersun (1998)
DEINE LAKEIEN - Kasmodiah (1999)


Wie man bemerkt, wird diese Klangmuster alb 2000 Zunehmend rarer...!
Desweiteren halte ich es nach wie vor für albern, wenn jemand von sich behauptet..."gothic" zu sein...!


Ich empfehle jedem mal, das Wort nachzuschlagen...!
DunkelKoma[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Desweiten halte ich es nach wie vor für albern, wenn jemand von sich behauptet..."gothic" zu sein...!


Ich empfehle jedem mal, das Wort nachzuschlagen...! [/B][/QUOTE]
Hihi ... guter Tip (sic!)! Mein altes (halbzerfallenes!) Wörterbuch meint zu 'gothic' (Adjektiv): gotisch, fig. wandalisch, barbarisch. Eines aus dem Internet ergänzt: erschreckend, grausig, vorsintflutlich.
[QUOTE][i]Original geschrieben von café.koma[/i]
[B]aber warum kann man sich denn nicht über die klischees stellen anstatt weinend davon zulaufen? haben wir denn wirklich so wenig selbtbewusstsein um einfach darüber zu lachen? [/B][/QUOTE] Das halte ich mal ganz kühn auch für eine Frage des Alters ...
LadyBlackheaven[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]

Desweiteren halte ich es nach wie vor für albern, wenn jemand von sich behauptet..."gothic" zu sein...!

[/B][/QUOTE]

ähm du mal ne frage :D und wie sollen sich gothic dann nennen die schwarze welt bevölkerung oder was. les mal gothic I und II. gothic ist ein lebensgefühl bin mal gespannt wie man das hören will.

Die Gothic-Szene ist eine Subkultur, die im Umfeld von Punk und New Wave entstand. Es gibt einen starken Bezug zur Gothic-Musik. Die Anhänger der Gothic-Szene werden meist als Goths, Gothics oder Grufties bezeichnet. In den meisten Teilen der Szene wird dieser ursprünglich negativ konnotierte Begriff heute als Selbstbezeichnung verwendet, ähnlich wie z. B. die Begriffe "schwul" und "gay" für Homosexuelle. Gothic' klingt mittelalterlich, dunkel und dennoch (durch das 'c') irgendwie 'modern'. Einerseits hängen sie einer längst vergangenen Zeit romantisierend nach und geben dem in ihren Lebens- und Kleidungsstilen deutlichen Ausdruck. Andererseits verkörpern sie durch ihren Fokus auf Ästhetik und Individualität eine ausgeprägt spätmoderne Existenzform.

In jedem Fall verstehen sich Gothics als Elite - eine Elite, die der oberflächlichen Welt den Rücken kehrt, indem sie sich auf ihre ganz spezielle Weise mit weitgehend unbeachteten Themen wie dem Tod beschäftigt.
Montrose[QUOTE]Desweiteren halte ich es nach wie vor für albern, wenn jemand von sich behauptet..."gothic" zu sein...!


Ich empfehle jedem mal, das Wort nachzuschlagen...![/QUOTE]

Na und? Kapier ich jetzt nicht. Wenn Gothic barbarisch und blabblabla meint, dann meint es halt das und beschreibt die Szene zu recht.

Warum plötzlich so feige?

Es wäre doch albern, wenn ein Homosexueller im Wörterbuch "homosexuell" nachschlägt und erst über das Wörterbuch erfährt, wer er ist.

Gothic ist die richtige Bezeichnung.
Goat93[QUOTE]Es wäre doch albern, wenn ein Homosexueller im Wörterbuch "homosexuell" nachschlägt und erst über das Wörterbuch erfährt, wer er ist.[/QUOTE]
Nö, wäre es gar nicht. Es gibt genügend Homosexuelle die auf
ihr eigenes Leben nicht klarkommen und die durch Fehlende
Informationen gar nicht wissen was " nicht mit ihnen stimmt"...
LadyBlackheavenja aber daran ist oft die aufklärung schuld. und meistens auch die eltern.
Desenganoich persönlcih hab nichts dagegen, wenn mich leute in ne klischee-schublade stecken wollen. ich bin jederzeit bereit, ihnen alles zu erklären und wenn sie dazu zu blöd sind, will ich eh nix mit diesen menschen zu tun haben. :q

*lach*
udn ich glaub, gothic ist ja einfach nur das neumodische wort für gruftiiii, oder nicht? für die einen ist gruftie ein schimpfwort, die anderen benutzen es wieder häufiger, um sich von den party-disko-gothics abzugrenzen. :D
wie auch immer.. macht was ihr wollt, gebt euch ab mit wem ihr wollt und definiert alles für euch selbst. so. :cool:
MontroseAlso jetzt hab ich halt auch mal nachgeschaut im Wörterbuch.

gothic = barbarisch, schaurig, erschreckend, vorsintflutlich, grausig.


Okay, und warum sollte diese Bezeichnung für die Schwarzen falsch sein??? Das trifft es doch ganz genau.

Ich versteh überhaupt nicht, was Seneca will.

Und Gothic ist was Alternatives.

Jetzt machen wir mal eine Zeitreise und stehen direkt vor BrocKdorf. Da steht einer mit einem Transparent und läßt sich vor dem AKW von den Schibulskys mit Wasser naßspritzen.

Und jetzt fragen wir den: "Bist Du ein AKW-Gegner"
Antwort: "Nö."
Wir: "Aber das Transparent und die komischen Latzhosen und, iiih, das Hemd ist ja auch schon etwas älter."
Antwort: "Nö. Ich in kein AKW-Gegner. Ich hab keine Ahnung, wo das Transparent herkommt. Und ich liebe Atomstrom. Außerdem möchte ich meine Eltern und Tante Berta und unseren Wellensittich grüßen."

Zeitreise wieder in die Gegenwart:

Wir: "Sie sind also Gothic?"
Antwort: "Nö."
Wir: "Aber sie tragen ständig schwarze Klamotten mit Silberfirlefanz dran, hören Depri-Musik und sind auch sonst so ähem.."
Antwort: "Ich weiß nicht, wer mir diese Klamotten angezogen hat. Macht mal die komische Musik leiser. Und überhaupt. Ich bin die Helga, mach morgen Abitur und weiß überhaupt nicht .... neineineinein, ich bin nicht Gothic. Mein Englischlehrer sagt, das ist ein ganz schlimmes Wort."


Okay, wenn Ihr keine Gothics sein wollt, warum lauft Ihr nicht mal mit normalen Klamotten rum, seid fröhlich wie Ivan Rebrov und hört Gangsta-Rapp, wie das alle Anständigen tun?



Entweder ich bin anders .... und steh dazu.... oder ich laß es bleiben.
SenecaMein hochgeschätzter Monti:

Was wird denn aus jenen, die früher Grufties waren, und nun plötzlich aufgeklärt werden, das sie sich früher zwar Waver, New Romantic oder Schwarzromamtiker genannt habenm eigentlich aber bloss Gothics sind...?

Mal ehrlich, Gothic mag je für die aktuelle Tendenz ganz passend sein, aber nicht für die gesamte Bandbreite...!

Zudem war die Szene hier in Deutschland nie wirklich "gothic"...dieser Begriff wurde vom "London Style" geprägt...!
LadyBlackheavengothic ist gothic und somit für jeden anders und wer sich gothic nennen will lass ihn doch kann er / sie machen wie er will benimm dich nicht wie ein kleines schreiendes kind das auf der straße steht und schreit des darf er aber nicht.:q
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von LadyBlackheaven [/i]
[B]gothic ist gothic und somit für jeden anders und wer sich gothic nennen will lass ihn doch kann er / sie machen wie er will benimm dich nicht wie ein kleines schreiendes kind das auf der straße steht und schreit des darf er aber nicht.:q [/B][/QUOTE]

Und Äpfel heißen ab heute offiziell Birnen :)


Anarchistische Party-Gossic Partei Deutschlands

JA zur individuellen Kulturentfremdung!

Bunt statt schwarz!

Machen Sie Ihr Kreuzchen hier:

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[img]http://www.kopfmord.de/images/gothenwut.jpg[/img]
rosenkindnun ja sagen wir es gibt einen Unterschied zwischen Mensch und Philisophie. Ich hab in der Definition auf meiner HP versucht die Philosophie zusammen zu fassen, nicht aber die Menschen. Dass Gothic für jeden immer irgendwo ein bisschen was anderes bedeutet, lässt sich nicht leugnen, dass es keinen bestimmten Lebensstil, der aus mehr als Kleidung und Musik besteht schon ;). Aber ich will das an dieser Stelle nicht ausführen, ich hab das in diesem Forum schon mehr als genug getan und irgendwann hat man keine Lust mehr.
Rosebud3 Anmerkungen:

Ich werde lieber von der Allgemeinheit (nicht aber von Bekannten) mißverstanden, als daß ich auch für den letzten Sat1-Seher erklärt und psychologisch entschlüsselt werde.

Ich fand es noch nie gut, und das ist bis heute so, wenn sich Grufties dazu hergeben, in Talkshows oder lächerlichen Pseudo-Realityformaten mitzumachen (s.o.).
Ganz selten, daß einer da dabei war, dem ich zugestimmt hätte (ich kann mich eigentlich nur an ein einziges Mal erinnern, ich glaube Live aus dem Schlachthof war das).

13-jährige Poser find ich evtl. lächerlich, aber ich fühle mich doch nicht bedroht...! Hat mich früher schon mehr aufgeregt, mittlerweile isses mir wurscht.
Was haben die denn mit meinem Leben zu tun?
Die hören meist doch andere Musik, meinen, superböse sein zu müssen, haben einen anderen Kleidungsstil und könnten außerdem eh meine eigenen Kinder sein.


[Edit]:

Viel schlimmer finde ich, daß unsere Musik immer mehr verdorben wird...
rosenkindbei mir wars so, in Forum XYZ oder von Person XYZ wurde gesagt hör mal da oder da rein... ich hörte rein und entschied ja oder ne, wobei ne bisher noch selten war, hab schon nen breitgefächerten Geschmack, reicht von Metal bis sopor :D nur zu elektronisch mag ichs nicht.
EfnaMir machen Klischees wenig aus, den einen oder anderen entsprechen eben wiederum anderen eben nicht. Aber ich denke solche Klischees hatt es schon immer gegeben und nicht nur über die Gothic Szene sondern genauso auch über andere Szenen hab mal ein paar Beispiele rausgesucht:
Gohtics sind Depressiv
Skinhaeds sind rechtsextreme Schläger
Punks sind Schmarotzer
Hip Hoper sind Menschen mit einen niedrigen Bildungsniveau
Raver sind Drogensüchtig
Hippies sind Pazifisten
etc.

Wie man sieht gibt es zu fastz jeder szene solche Klischees die nicht immer zutreffen also warum sich darüber aufregen?
Montrose[QUOTE]Wie man sieht gibt es zu fastz jeder szene solche Klischees die nicht immer zutreffen also warum sich darüber aufregen?[/QUOTE]Nur Perfektionisten regen sich auf. Es ist doch klar, daß solche Kategorisierungen nicht zu 100 % stimmen, sondern daß es immer auch Abweichler gibt. Zum Beispiel ein paar wenige Goths, die nicht depressiv sind.

Was ich an Deinem Beitrag auch klasse finde: Du hast da mit der Reihenfolge schon die richtige Wertigkeit angezeigt.

Gothics sind die Ersten, Hippies das letzte.

Da sieht man doch: irgendwie haben wir doch alle dieselbe Meinung, auch wenn man's nicht offen ausspricht.


@Seneca. ;) :D
Seneca...ich kann dem aus Prinzip nicht zustimmen ;)
Demon17Ich bin einigermaßen entsetzt das hier eine kultivierte Melancholie mit Depressionen verwechselt wird. Allmählich gewinne ich den Eindruck, das ich nicht der einzige Pseudo bin.:(
Montrose[QUOTE]das hier eine kultivierte Melancholie mit Depressionen verwechselt wird. Allmählich gewinne ich den Eindruck, das ich nicht der einzige Pseudo bin.[/QUOTE]
Was ist "kultivierte Melancholie"? Das ist doch tatsächlich ein bißchen Pseudo.

Nehmen wir mal Punk. Wenn jemand echt wütend ist ... was weiß ich "auf's System" oder sonstwas....dann würde man ihm das abkaufen. Wenn aber einer mit einer "kultivierten Wut" daherkäme.... irgendwie geht das doch nicht. Das ist ja dann voll hohl.
Wie ich schon sagte: die "Echten" hängen das zwar meist nict an die große Glocke und prahlen auch nicht mit Ritzen oder so.... aber irgendwas ist bei denen. Ihr Gothic ist authentisch, weil sich nicht etwas nachahmen, sondern etwas sind. Und das, was sie sind, ist das Gegenteil von "kultiviert".

Auch oder gerade Gothic zeichnet sich durch etwas Unkultiviertes aus: die Trauer ist wie das Spiel mit Vampirismus ein totales Fallenlassen.
Wenn jemand deshalb sagt, "Gothic sei doch nur...." dann ist das ein Täuschungsmanöver.... so, wie man Kindern nicht erklären möchte, wie der Metzger die Wurst macht. Aber zu sagen, da ist wirklich nichts.... das ist falsch.

Es wäre schlimm, wenn es nichts mehr "Echtes" gäbe. Nein, Gothic ist nicht Plastik-Geselschaft, es ist nicht das am Computer ausgetüftelte stylisch Ensemble, sondern es hat einen rohen, ursprünglichen Kern.
Demon17Mein lieber Montrose,

ich darf an dieser Stelle ab den Thread Melancholie und Lebensqualität erinnern mit dem ich mir sehr viel Mühe gab. [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=25381[/url]

Hier wirst Du schnell feststellen, das es mal eine Zeit gab, wo Reflektion, und bewußte Steuerung der psychischen Verfassung nicht pseudo war. Aber das hatte wohl nichts mit Gothic zu tun. Wo es nicht ums "ritzen" ging sondern um romantische Trauer in kultvierter Atmosphäre. Wo der eigene Untergang hingebungsvoll genossen wurde und die Begräbnisse mit Stil zelebriert wurden. Wo die Sehnsucht die Gier überlagerte und das Leiden an der Welt auf Erkenntnis statt Frustration beruhte. Aber heute...keine Lackhose oder Springerstiefel und schon ist man pseudo...:eek: .
Vielleicht bin ich ja noch durch eines dieser dekorativen Tattoos zu retten.:( oder muß ich wirklich zur Rasierklinge greifen? Neulich hat sich eine Internetbekannte dadurch Hepatitis geholt, ob man die Klinge wohl desinfizieren darf? .Vielleicht ein Genitalpiercing, aber wer sieht das schon? Ein Iro mit Pferdeschwanz ...was meinst Du?..oder ist wirklich erst der Ritualmord der ultimative Beweis?

Soll heißen, ist nicht das ganze Wachstum der Szene nicht erst Durch die Klischees entstanden, die im Laufe der Zeit entstanden. Durch den Drang zur Originalität, der dann tausendfach kopiert wurde. Das gegenseitige Übertrumpfen und sei es um den Preis von Abscheulichkeit. Darf man sich denn über Klischees wundern, wenn wir Instant-Gefühle propagieren. Ich habe etliche Gedichte über die blutroten Tränen gelesen, man könnte einen Band damit füllen. Ich selbst habe gemerkt wie meine Poesie sich immer mehr dem Klischee anglich. Gibt es eine Art Sog in diese Richtung? Sind wir vielleicht nur schwarze Schafe, die blökend einer selbsterzeugten Chimäre folgen?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B] Gibt es eine Art Sog in diese Richtung? Sind wir vielleicht nur schwarze Schafe, die blökend einer selbsterzeugten Chimäre folgen? [/B][/QUOTE]

Amen...!

Wer hat die Kraft, gegen den schwarzen Strom zu schwimmen...?
rosenkindich schrieb auch schon etliche blutrote Tränen - Gedichte.... aus betroffenheit davon. Seit ich meine gefühle aber einem netten Herrn anvertraue, welcher dafür bezahlt wird, sind diese Gedichte weniger geworden. Ehr merkt man derzeit bei einigen Sachen stark, dass ich in letzter Zeit mich mit der Epoche der Romantik befasse.... wird alles immer kitschiger. Ich hab mich innerhalb des ersten Jahres meiner "Mitgliedschaft" in einer gewissen Subkultur auch stark auf Klischees gestützt, zum Teil wohl durch die Beeinflussung von dem, was man als Jungspund und Newie von anderen Jungen mitkriegt, zu einem anderen Teil aber auch, weil es mir selbst kurz gesagt dreckig ging.

Aber ist es immer schlimm einem Klischee zu entsprechen? ich schreibe heute nicht mehr NUR klischeetriefendes Zeug, aber mir würde etwas fehlen, wenn es das nicht AUCH geben würde.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Aber ist es immer schlimm einem Klischee zu entsprechen? ich schreibe heute nicht mehr NUR klischeetriefendes Zeug, aber mir würde etwas fehlen, wenn es das nicht AUCH geben würde. [/B][/QUOTE]

Vielleicht solltest Du auch einfach aufhören, Dir ständig Gedanken über deine Positionierung innerhalb der Subkultur zu machen...!!!
rosenkindwenn du mir sagst, wie
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]wenn du mir sagst, wie [/B][/QUOTE]

Es ist doch ganz einfach. Es existiert heute doch überhaupt keine Gothic-Subkultur mehr, warum also über etwas Gedanken machen, was nicht existent ist ?

Der gemeinsame Nenner ist nur noch die schwarze Kleidung, und selbst diese wird allmählich pink.

Wie soll etwas übergreifend existieren, von sich jede(r) 2. entweder distanziert oder nach eigenem Belieben umformt.

Wenn Dir also der ursprüngliche Grundgedanke der Kultur entgegenkommt, lebe ihn und orientiere Dich nicht an anderen.

Frohes Leiden.
Demon17[QUOTE]Aber ist es immer schlimm einem Klischee zu entsprechen? ich schreibe heute nicht mehr NUR klischeetriefendes Zeug, aber mir würde etwas fehlen, wenn es das nicht AUCH geben würde.[/Quote]

mir auch Rosenkind. Ich glaube auch nicht das es an den Gedichten liegt, oder den Texten in den Liedern. Wir schaffen etwas, das anders ist. Die hemmungslose schwarze Emotionalität ist nun wirklich eine der Grundlagen des Ganzen, doch ich bekomme immer mehr den Eindruck, das gerade die ebenso verlorengeht wie der traurige Tiefgang und die Nachdenklichkeit. Denn es gibt so viele Aspekte, die sich ins brutale, oberflächliche steigern lassen. Dinge die früher als Tabubrüche und Sarkasmus ihren Sinn machten, verselbstständigen sich und führen zu Geistlosigkeit und Stumpfheit, ich beginne mich abzuwenden wo diese Einflüsse überwiegen. Doch ncoh gibt es sie die schwarzen Nächte mit all dem Gefühl und der schwarzen Vielfalt. Auch wenn es weniger wird. Ich warte auf das Ende, denn nur darin liegt die Hoffnung auf Neues.

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