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  Forum: lebens : ART
    Thema: Individualität kontra Freundin?
NilemeHallo an alle!

Ich bitte im voraus darum mein Problem wirklich ernst zu nehmen, obwohls vielleicht aufm ersten Blick nicht wirklich spektakulär erscheinen wird.

Ich hab seit einiger Zeit ein Problem. lebeseit nun über ein Jahr und ein paar Monaten in einer festen Beziehung. Doch nun habe ich einige Probleme. Ich liebe meine Freundin wirklich so sehr, dass ich ihr alles recht machen möchte und deswegen oft sogar meine eigenen Interessen für sie/ wegen ihr zurückstelle.

Hier mal ein Beispiel: Ich hatte anfangs einen Undercut, den ich irgendwann nicht mehr nachrasiert habe und versuchte alles im gesamten nachwachsen zu lassen. Ich habe extrem starke Naturlocken und es ist einfach die reinste Qual mit den ganzen Gebusche um den Kopf. Aus diesem Grund möchte ich am liebsten wieder Seiten und Nacken ausrasieren, dann Zopf rein und fertig. Keine herumhängenden, herumfliegenden Haare, die in alle Himmelsrichtungen abstehen...

Ich habe das mit ihr schon mehrmals durchgesprochen, aber sie findet das nicht gut und wäre darüber sehr traurig. Nun war ich cshon so oft davor mir den Undercut wieder zu erneuern, aber kurz bevor ich es tun will, sehe ich ihr Gesicht vor mir und habe schreckliche Gewissensbisse und tu es letzten Endes doch wieder nicht.

Was meint ihr? Sollte ich deswegen Gewissensbisse haben? Ist es nicht meine freie Entscheidung, wie ich meine Haare trage?

Ich denke, obwohl ich sie über alles liebe, ist es mein Recht zu tun, was ich selbst für mich, für richtig halte.

Ich würde mich über eure Meinung dazu sehr freuen...


Nileme...
BlackGuest[QUOTE]Ich denke, obwohl ich sie über alles liebe, ist es mein Recht zu tun, was ich selbst für mich, für richtig halte.[/QUOTE]

Genau so ist es!
Alles andere wird weder dir was bringen noch eure Beziehung aufrechterhalten.
gin'iroEin wirklich tiefgründiges Diskussionsthema und deshalb verschiebe ich es aus D&L OHNE Link nach D&D....
Falcon666wenn du einen Kompromiss eingehen willst ...

(unter der Voraussetzung das du nicht beim Friseur sondern per Hand mit der Maschine bzw. von nem kollegen Haare geschnitten bekommst)

... Mach die Haare an den Seiten erstmal auf 1cm runter - dann ist es noch eine nicht sofort als Kurz sichtbare Fläche und du kannst erstmal schauen wie sie reagiert... wobei das dann warscheinlich aussieht wie gewollt und nicht gekonnt und Sie wird dich dazu "drängen" die Haare an den Stellen jetzt komplett wegzurasieren ^^

ich meine, hey: Sie wird dich doch nicht verlassen wegen einer Frisur? oder?
Dirtydevil1981Wie hast du sie denn kennengelernt. Wahrscheinlich mit der rasierten Frisur oder? Mach das was dir gefällt, es ist doch dein Kopf. Wenn mein Freund sich die Frisur macht wie er will ist das okay für mich. Liebe doch nicht seine Frisur, sondern den Menschen.
FrostwyrmMein Freund trägt die Haare kurz, obwohl ich lange Haare bei ihm schöner finde.
Aber letztendlich bin ich wegen seiner Persönlichkeit mit ihm zusammen und nicht wegen seiner Frisur ;)
Heute sinds btw sogar schon 4 Jahre^^
Nileme[QUOTE][i]Original geschrieben von Dirtydevil1981 [/i]
[B]Wie hast du sie denn kennengelernt. Wahrscheinlich mit der rasierten Frisur oder? Mach das was dir gefällt, es ist doch dein Kopf. Wenn mein Freund sich die Frisur macht wie er will ist das okay für mich. Liebe doch nicht seine Frisur, sondern den Menschen. [/B][/QUOTE]

Ja sie hat mich eigentlich mit Undercut kennengelernt und sie fand das, als ich das hatte voll in Ordnung. Dann als ich mir die Seiten nicht mehr nachrasiert habe, war sie der Meinung "alles lang is doch viel schöner... rasier sie nicht wieder ab!"

Dabei ist mein Deckhaar jetzt schon 24 cm und die nachgewachsenen Haare gerade 8 cm oder so. Das ist nicht viel und selbst wenn ich mich "irgendwann" dann doch noch mal entscheiden sollte alles wachsen zu lassen, dann kann ich das doch immer noch machen oder nicht!?
DuNkelHeRzGenau. Wenn du alles lang haben willst, dann lässt du es wachsen und wenn du was wegrasieren willst, dann tust du eben das. Dich für andere Leute zu verbiegen wird dich bestimmt nicht glücklich machen, auch wenn es deine Freundin ist. ;)
HaevionFreundin wechseln.
DarketHaevi, solltest Du nicht eigentlich irgendwo anders sein? ;)
WasserlilieIch finde es in Ordnung, dass du Gewissensbisse hast.
Immerhin liebst du sie auch.
Steckt sie denn auch für dich zurück?
Ich würde es auf keinen Fall einfach machen. Sowas entwickelt manchmal eine sehr unschöne Eigendynamik.
So "er steckt nicht für mich zurück, also muss ich auch keine Rücksicht mehr nehmen" und dann werden aus Mücken Elefanten, bis es im schlimmsten Fall vorbei ist.

Mein Freund hatte übrigens auch 'nen Undercut, als ich ihn kennenlernte (er hat auch Locken). Allerdings fand den Undercut von vornherein sch..... und habe ihm das auch lieb und vorsichtig nähergebracht. Daraufhin hat er ihn auch nicht mehr nachrasiert und schließlich sogar sein Oberhaar geschnitten, damit alles zusammen wachsen kann. (Inzwischen sind seine Haare wieder schulterlang und zwar alle. Dass er das für mich getan hat, empfinde ich als einen der schönsten Liebesbeweise von ihm und wenn er morgen wieder mit Undercut ankommen würde, träte er mein Herz mit Füßen.)

Mochte sie den Undercut wirklich oder hat sie das nur dir zuliebe gesagt?
Rede erstmal offen mit ihr darüber, bevor du etwas tust, dass sie vielleicht tiefer verletzt als du denkst.

Mein Freund beschwert sich auch manchmal über das Ausmaß an wirren Haaren auf seinem Kopf, aber mein Lächeln über seine jetzige Frisur ist es ihm wert und das rechne ich ihm hoch an.

Ich finde, auf seinen Partner sollte man schon Rücksicht nehmen.
Also solange du keine unerträglichen Qualen erleidest und das Gefühl hast, deine jetzige Frisur nicht ertragen zu können, tu' ihr den Gefallen und lass' die Haare dran.

In jedem Fall solltet ihr darüber reden, sonst staut sich da was an.
NilemeWasserlilie... dein Beitrag hat mich jetzt echt umgehaun (im positiven Sinne). Jetzt bin ich echt schon wieder hin und hergerissen, aber ich denke ich werde wirklich mit ihr erst einmal darüber reden. Ich hatte ehrlich gesagt auch nicht unbedingt vor sie vor "vollendete Tatsachen zu stellen". Ein ganz liebes "Dankeschön" an dich und aber auch an all die anderen, die mir bei dieser Sache mit Wort und Rat zur Seite gestanden haben.
Wasserlilie@Nileme:
Ich wollte dich jetzt nicht wieder verwirren, aber das kam mir so bekannt vor und ich wollte auch mal die "andere" Seite klarmachen.
Ich denke, wenn ihr darüber redet und euch gegenseitig klar macht, was euch an der Frisur gefällt bzw. stört und wie wichtig es euch wäre, dass die Haare dranbleiben bzw. rasiert werden, dann kommt ihr zu einer guten Lösung.
Immerhin seid ihr schon einige Zeit zusammen (ungefähr solange wie wir;) ) und kennt/vertraut euch wahrscheinlich schon, so dass dieses Gespräch kein Problem sein dürfte.
Außerdem lieben die meisten Frauen solche Gespräche.;)
(Wir wollen über ALLES reden.:D )

Vielleicht kommt ja auch raus, dass es ihr gar nicht so wichtig ist und sie nicht weiß, wie sehr es dich stört und dann wird sie dich in dieser Entscheidung bestimmt auch unterstützen.
Falls du die Haare lang lässt, weiß sie dann aber auch, dass du es für sie tust und das wird sie bestimmt glücklich machen, weil sie dann das tatsächliche Ausmaß deines Eingeständnisses für sie erkennt.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück und dass du mit eurer gemeinsamen Entscheidung glücklich wirst! :)
Pseudo-Gruftiiimanchmal wissen trotzdem die frauen besser, was einem mann steht (vor allem wenn man nicht die einzige ist die das behauptet). ich will meinen kerli auch immer zwingen seine haare offen zu lassen, weil die sooo geil weich sind und ich mich sooo gern in die reinbohr. und überhaupt, ich vermisse zwar bei mir persönlich zwar nichts (habe dreadlocks, seit über zweieinhalb jahren, deswegen deftigst verfilzt), aber finde es schön, dass ich in seiner haarpracht rumwuscheln kann, was ich ja bei mir nicht mehr kann. wenn ich es sogar mal schaffe, dass er mal mit offenen haaren weggeht, sagen ihn alle, aber wirklich alle dass er sooo geile haare hat und alle wollen gleich anfassen. er allerdings.....bäääh, das schaut so scheisse aus, mir wird so heiß (sagt er sogar in den kühlsten winter!!!) und ich ersticke, wenn ich sie einatme....

zum glück ist seine undercut-phase vorbei. die hatte er, als wir noch nicht zusammen waren, aber die fand ich schlimm. hat übelst den eierkopp gemacht:D


auf jeden fall haben seine haare fast schon eine manie bei mir ausgelöst. das geht so weit, dass wir sogar schon geschäfte machen, dass ich was mache (oder auch nicht=)), wenn er seine haare heute mal offen lässt.


ich muss auch sagen, dass ich ihn das erste mal so richtig sexuell anziehend fand, als ich ihn das erste mal mit offenen haaren gesehen hab. das war so ungefähr um die tage rum, als ich mich in ihn verliebt habe. hab nämlich das erste mal bei ihm übernachtet und gemerkt, dass er gar nicht mal so übel ausschaut:D aber ich hoffe mal nicht, dass das das ausschaggebende bei mir war=)
Wasserlilie@Pseudo-Gruftii:

Das gleiche war's bei mir. Klar fand ich meinen Freund vorher schon lieb und nett und auch reizvoll, aber der Undercut war schon ein Manko.
Und dann hatte er sich die Haare frisch gewaschen und gefönt, wirft sie über den Kopf nach hinten und ich bin wie vom Donner getroffen. So wunderschöne, weiche, duftende, lange, schwarze Locken umrahmten seinen Körper! Er sah aus wie meinen kühnsten Träumen entsprungen. Wow... noch heute fasziniert mich die Erinnerung, das werde ich wohl nie vergessen. Leider bestand er auch immer auf 'nen knallengen Zopf, aber ich liebe jeden Moment, wo seine Haare offen waren. Inzwischen mag ich ihn aber auch mit Zopf sehr gern, weil er jetzt insgesamt schön lange Haare hat.
:D *schwärm*

Fazit: Natürlich liebt man den anderen auch unabhängig vom Aussehen, aber sich für seinen Partner zusätzlich attraktiv zu gestalten, schadet nix!
;)
De_GwendolineIn solch einer ähnlichen Beziehung befand/befind ich mich auch,
mein Freund liebt seine Haare, wie ich ;) , die er meist zu einem Zopf trägt, beide seiten rasiert.
Manchmal wünscht er sich eine Glatze, weil es dann viel leichter ist die"Nichtvorhanden Haare" zu pflegen.

Zu erst habe ich damit immer mit widerwillen reagiert, und konnte es nicht fassen das er es machen will, weil er genau weiß das ich seine Haare mag und er weniger atraktiv mit Glatze aussieht (wien Sträfling).
(Ich bitte drum, das sich hier niemand angegrifen fühlt, weil es nur auf diese Person bezogen ist! Danke! )

Aber nach langen innerlichen hin und her, habe ich für mich beschlossen, wenn er sie für ca. 1 Monat abrasiert, und dann n bisschen damit glücklich ist, wird er sich sowieso wieder danach sehen lange Haare zu haben.
Dann lässt er sie wieder wachsen, und mit der Zeit wachsen die haare sowieso.
Vieleicht versuchst du ihr, diese nahe zu bringen, und das eure Liebe nicht von der Haarfrisuer abhängt.
Eigentlich ist es dann schade, das man die Zeit die man zu zweit verbringen konnte, dann mit solchen Themen niedergemetzelt hat.

Wünsch dir viel Erfolg und Liebe in deiner Beziehung!
SenecaFrauen sollten ohnehin nicht zu lange auf die Haare ihrer Männer zählen...*g*
rosenkindWas, Frauen sollten nicht die Haare ihrer Männer zählen? :eek:

:D

*scnr*

im Endeffekt soll jeder so aussehen, wie er will. Ich weiß nicht, was ich von Leuten halten soll, die meinen darüber bestimmen zu müssen (und ja es ist ein Unterschied zwischen "es gefällt mir nicht" und "lass/mach das")
WasserlilieIch wüsste gern mal, wie es bei Nileme jetzt überhaupt aussieht!
*neugierig*

@rosenkind: Klar, sollte man jedem seine Freiheiten lassen, aber wenn du weißt, dass es deinem Partner überhaupt nicht gefällt und es trotzdem einfach tust, zeigt das für mich ein gewisses an Ignoranz und Gleichgültigkeit, die dann wahrscheinlich entsprechend beantwortet wird und so lebt man sich schnell auseinander.
Ich finde, wenn man nicht auf den anderen Rücksicht nehmen muss, hat dieser aber auch nicht die "Verpflichtung" bei einem zu bleiben.
Dann einfach zu gehen, weil man den anderen häßlich findet, ist in diesem Fall genauso sehr oder wenig oberflächlich, wie die Aktion des anderen, die diese Reaktion ausgelöst hat.
Denn damit sollte bei einer (ich nenne es mal) "Trotzaktion" schon gerechnet werden.

Ich finde, Beziehung funktioniert nicht ohne (freiwillige, maßvolle) Kompromisse.

@Seneca: Du hast schon recht, aber ich bin da recht hoffnungsvoll, da mein Schatz zwei Erblinien von fülligem Jahr bis ins hohe Alter geerbt hat. Ich glaube, Haarausfall schockt ihn dann schlimmer als mich.;)
rosenkindich finde es weder ignorant noch gleichgültig, wenn ich mit meinem Körper so aussehen lasse, wie ICH es möchte. Viel mehr finde ich es arrogant, Bestzansprüche an den Körper des Partners zu stellen, nach dem Motto "mach das und ich bin weg" oder ähnliches. Etwas anderes ist es natürlich bei Sachen, die dem Partner wirklich Schaden zufügen könnten, ich nehm jetzt z.B. mal Intimpircieng, obwohl ich mich da nicht auskenne, aber mal um zu zeigen, in welche Richtung es läuft. Ich meine, was ist das für eine welt, in der ich schon als arrogant gelte, wenn ich über meinen Körper nicht mehr selbst bestimme (ob aktiv oder passiv ist egal). Wenn mir etwas supertoll gefällt, was meinem Partner überhaupt nicht gefällt, ist das Pech, aber es ist [B]Mein Körper[/B] und nicht der des Partners. Ich sehe nicht ein, was ignorant und arrogant daran sein sollte, wenn ich mir das Recht herrausnehme meinen Körper so zu gestalten, wie es mir beliebt. Ich finde: grade das ist ein Grundrecht des Menschen, ein Teil der Menschenwürde. Wenn es dem Partner nicht gefällt ist das halt schade, mehr aber auch nicht. Und oberflächlich ist es auch nicht, wenn ich meinen Körper so gestalte, wie es mir beliebt, denn es ist [B]mein Körper[/B]

Natürlich muss man in einer Beziehung rücksicht nehmen und Kompromisse eingehen, aber muss ich in [B]allen[/B] Bereichen derartige Rücksicht nehmen? Nehmen wir mal an, es handele sich nicht nur um eine Körperregion, sondern um das gesamte Aussehen und gehen wir mal davon aus, ich hätte dieses Aussehen mir schon lange vor der Beziehung gewünscht und arbeite darauf zu: ich bin dick, wäre aber gerne dünn, ich hab kurze Haare, hätte aber gerne lange, ect. pp. Ist es dann wirklich [B]oberflächlich, rücksichtslos, arrogant und ignorant[/B], wenn ich abnehme und meine Haare lang wachsen lassen, ist es nicht viel mehr egoistisch, wenn mein Partner verlangt, dass ich dick bleiben und kurze Haare haben soll? Ein Extrembeispiel ist Lolo Ferrari, deren Körper nur noch ein Produkt der Fantasien ihres Gatten war. Nein, beim Körper liegt die alleinige selbstbestimmung bei demjenigen, der ihn besitzt.

Und ich finde es nicht gerechtfertigt, wenn sich der Partner und die Partnerin das Recht herrausnimmt und meint, darüber bestimmen zu dürfen. Einen Geschmack darf er/sie ja haben, aber dieser Geschmack ist noch lange kein Gesetz für den Körper eines anderen Menschen. Und wenn ein Mensch von selbst bestimmt, wie sein Körper aussehen soll, sehe ich darin weder Arroganz, noch Ignoranz, noch Rücksichtslosigkeit, noch Oberflächlichkeit.
Der Wille des einen zählt viel mehr als der Geschmack des Partners, denn der Körper ist ein Teil des Menschen selbst und sein Eigentum.
InBlackTearsHi, Nileme,
ich denk eigentlich auch, dass das deine Entscheidung ist, aber ist verständlich, dass du deiner Freundin gefallen willst. Trotzdem wird sie sicher nicht darauf bestehen, wenn sie merkt, wie wichtig es dir ist, doch falls du dir wirklich die Haare abschneiden solltest, bitte nicht als Trotzaktion, weil du das Gefühl hast, du machst nicht mehr das, was du willst, sondern das, was sie will. Aber sonst, so lange wie ihr schon zusammen seid, könnt ihr das sicher klären! *Daumendrück*:)

Also ich persönlich finde Männer mit langen Haaren auch wahnsinnig toll... *lechtz* ;) Auch wenn grade leider keiner für mich da ist, euch könnt man echt fast beneiden, Wasserlilie und Pseudo - Gruftii... :D
Viel Spaß noch beim mit - Haare - Spielen und Durchwuseln! *g*
Wasserlilie@in-black-tears:
Danke:) , leider darf ich nicht immer wuseln, weil er dann wieder kämmen muss. *lach*
Bestimmt findet sich bald auch für dich ein Rapunzel (männlich), an dessen Haaren du dann den Turm erklimmen kannst und dann lebt ihr glücklich und zufrieden bis an euer Lebensende!:)

@rosenkind: Dinge, die das körperliche Wohl einschränken (wie z.B. Übergewicht) fallen für mich in einen ganz anderen Diskussionsbereich.
Und wenn ich meine Haare lang haben will, dann werde ich das meinem Partner wahrscheinlich auch recht schnell mitteilen, oder?
Aber wenn ich mit jemandem schon ein Jahr zusammen bin und plötzlich einschneidend verändert nach Hause komme, dürfte eine geschockte Reaktion mich nun aber nicht wundern.
Wie weitreichend dieser Schock ist, muss sich dann zeigen, aber ich finde, ich habe genau aufgrund dieses Selbstbestimmungsrechts, auf das du dich beziehst dann auch das Recht als Partner zu sagen:
"Du gefällst mir nicht mehr, ich gehe!" Schließlich ist es mein Leben, über das ich da bestimme und das ist dann genauso wenig ignorant, egozentrisch oder oberflächlich.
Ich muss mich doch auch nicht zwingen lassen, mit jemand zusammenzusein, den ich abstoßend finde.
rosenkindwo habe ich etwas von "einfach zum Frisör gehen, ohne vorher etwas zu sagen" geschrieben? zeig mir die Stelle!

das Verlassen aufgrund einer äußerlichen Veränderung des Partners finde ich im Gegensatz zu der Veränderung des eigenen Körpers schon oberflächlich, da die Grundlage einer gesunden Beziehung nicht primär das Äußere sein sollte/ist.
WasserlilieUnd ich sehe genau da eben eine Doppelmoral.
Wenn man einschneidende Veränderungen (jedwelcher Art) vornimmt, von denen man VORHER weiß, dass sie dem Partner mißfallen, sehe ich das als Ignoranz gegenüber der Beziehung.
Wenn ich meinen Partner bitte, etwas nicht zu tun und er tut es trotzdem, dann zeigt er ein gewisses Maß an Ignoranz gegenüber meinen Gefühlen. Natürlich ist die Trennung dann nur der letzte Schritt, aber auf jeden Fall würde ich mir dann in Zukunft auch weniger Gedanken über die Gefühle und das Wohlbefinden meines Partners in bezug auf mich machen und eine Beziehung nach dem Motto "jeder ist sich selbst der nächste" scheint mir nicht als sehr gesundes Miteinander.

Aber jedem wie er's mag, ich mag's so eben nicht!;)
rosenkindes ist schon oberflächlich an sich eine optische Veränderung als "einschneidend" zu titulieren, denn diese Bezeichnung zeigt, dass diese Beziehung wohl primär auf Äußerlichkeiten beruht, denn auf dem, was den Menschen an sich viel stärker ausmacht: die Persönlichkeit.

Man kann es übrigens auch umdrehen:
ist es nicht Ignoranz gegenüber den Gefühlen meines Partners, wenn ich ihm etwas, was [B]seinen eigenen Körper[/B] betrifft "verbiete" bzw. ihm mit Verlassen drohe, was er sich für seinen eigenen Körper wünscht, nur weil es mir nicht gefällt.

Du sprachst an anderer Stelle von Kompromissbereitschaft in Beziehungen: ist es nicht auch ein Mangel von Kompromissbereitschaft, wenn ich nicht dulde, dass sich mein Partner nach seinen Wünschen entfaltet?

Du bezeichnest hier die freie Entfaltung, die für jedes Individuum sehr wichtig ist als missachtung der gefühle anderer. Wenn ein Mensch einen anderen verlässt, weil er von diesem für die Persönlichkeit wichtigem Recht gebrauch gemacht hat, ist für mich klar, wer die Gefühle des anderen nicht respektieren kann und nicht kompromissbereit ist. Denn kompromissbereit sein heißt auch seinen eigenen Geschmack im Bezug auf andere mal hinten anstellen zu können, um das Recht des anderen auf Selbstbestimmung zu wahren.

Deiner Argumentation nach wäre es auch okay, wenn:

-> ich meinen Partner ignorant, arrogant, rücksichtslos und oberflächlich nenne, wenn er gerne Hip hop hört, ich es aber nicht mag. Und es nicht oberflächlich ist, wenn ich ihn verlasse, weil er nicht auf Metal umsteigen will, dass er seinerseits nicht mag

-> wenn ich ihn nur dehalb verlasse, weil er grüne Zimmerwände hat, weil er grün liebt und sie sich nicht weiß streichen will, weil ich grüne Zimmerwände nicht mag, aber sonst in der Beziehung alles stimmt

-> ich ihn verlasse, weil er das letzte Erinnerungsstück an seine Großmutter, eine Kette, immer um den Hals hat, ich das Teil aber total hässlich finde und er es nicht wegschmeißt, obwohl sonst alles in der Beziehung stimmt.

mit dem Aussehen hat nun wirklich nur das letzte zu tun, das stimmt, aber es ist im Prinzip genau dasselbe, wie wenn ich meinen Partner verlasse, weil er seinen Wunsch erfüllt hat, sich die Haare abzuschneiden und ich das dann auch noch oberflächlich, arrogant und rücksichtslos nenne, weil er seinem sehnlichsten Wunsch gefolgt ist, ohne sich vorher bei mir die Erlaubnis zu holen, dass er das überhaupt darf, denn immerhin bestimme ich über seinen Körper und nicht er.

natürlich ist es jedermanns Entscheidung, wer wen verlässt. Aber solche Beweggründe bezeichne ich schon als oberflächlich und egoistisch, weil ich gar nicht auf das Selbst(wert)gefühle und die Selbstbetimmung meines Partners achte.

Ich finds nicht gerecht. Natürlich ist es auch nicht toll, wenn ich meinen Partner/meine Partnerin vor vollendete Tatsachen stelle.

Aber stellen wir uns z.B. Folgendes vor:

"Schatz, ich hab ich schon immer davon geträumt, mir 2 Haarsträhnen grün zu färben. Jetzt, wo ich nicht mehr in der Bank arbeite kann ich das endlich machen. Was würdest du davon halten. Ich fänd das so toll"
"grüne Haare?! Sorry Schatz, aber ich find grüne Haare nur hässlich. wie wärs denn mit lila, lila würde an deinen schwarzen Haaren sicher toll aussehen"
"ich mag lila nicht. Schade, dass du es nicht schön findest *schnief*. Aber weißt du, ich find meine Haare sooo langweilig und ich hab schon immer davon geträumt, 2 grüne Strähnen zu haben, schon seitdem ich 8 bin und jetzt bin ich 28."
"is ja gut, aber grün find ich trotzdem uagh"
"Aber ich hätte so gerne. Es ist wirklich mein absoluter Herzenswunsch, sei zehn Jahren"
"dann tus doch...aber dann bin ICH weg, denn mit jemanden mit grünen Strähnen will ich nicht zusammen sein, obwohl du ich dich sonst ja liebe, aber das geht einfach nicht"

natürlich besteht hier ein Konflikt zwischen den Interessen und ich habe dieses Beispiel natürlich auch etwas überzogen, aber nur um etwas zu verdeutlichen. Es geht ja nicht darum, dass ich den Partner in meine Entscheidung nicht miteinbeziehe, sondern darum, dass ich ein Recht auf Selbstbestimmung habe, meinen Körper nach meinen Wünschen zu gestalten. Mein Partner darf sich darüber ja auch kritisch äußeren, aber ich erwarte als Partner von ihm, dass er meine Wünsche, die [b] mich selbst [/b] betreffen respektiert und toleriert. Dieses nicht zu tun und als Partner nur meinen eigenem Geschmack folgen, als ob es mein Körper wäre, DAS finde ich ziemlich egoistisch (siehe Beispiel).

Ich möchte jedenfalls keinen Partner haben, der mir droht, mich zu verlassen,
wenn ich nicht abnehme
oder von mir verlangt, dass, falls ich mal das Interesse an den schwarzen Klamotten verlieren sollte weiterhin in schwarzem Pannesamt rumzulaufen, obwohl ich mich darin nicht wohl fühle ect ect ect.

aber gut, jedem seine Meinung, wir kommen so eh nicht weiter.

Mal abgesehen davon, dass wir uns ein wenig vom Forenthema wegbewegen...:D
InfernalMajestymein gott bengel, machs einfach!
mein kerl hatte anfangs auch n problem, damit dass ick vor hatte, mir das ganze ohr voll zu piercen. denn hab ichs durchgezogen... er lebt noch;)
na ma guckn wie er nächstn sommer auf tattoos reagiert :D
InBlackTears@Wasserlilie: Ja, stimmt, ist irgendwie doch blöd, dass alle immer sooo pingelig mit ihren Haaren sind, da hat man mal schon wen, den man zerzausen könnte und dann ist der dagegen! Frechheit! :D

@Rosenkind: Also ich find es eigentlich auch oberflächlich, wenn man jmd nur wegen einer Veränderung des Aussehens verlässt, aber wenn ich ausdrücklich vorher gesagt habe, dass ich das wirklich schrecklich finde, dann würde es mich ganz schön schocken, wenn mein Partner das dann trotzdem einfach durchzieht. Da hätte ich fast das Gefühl, er macht das nur um seinen Willen durchzusetzen und es würde mich schon verletzen, wenn er gar keine Rücksicht nimmt.
Allerdings sollte man seinem Partner ja auch nicht vorschreiben, wie er auszusehen hat, er ist ja nicht mein Eigentum.
Aber ich denke, wenn es wirklich mal einen solchen Streitpunkt gäbe, dann sollte man das ausdisskutieren. Es hängt schließlich vom jeweiligen Wunsch ab. Wenn man schon 10 Jahre von grünen Haaren träumt, mein Gott, dann soll er sie bekommen. Doch wenns nur aus so einer Laune heraus ist und ich aber schon seit 10 Jahren ne Grün - Haar - Phobie habe, dann könnte der Partner wirklich nochmal drüber nachdenken, ob ers wirklich macht.
Und wenns beiden so unglaublich wichtig ist, dass sie sogar ihre Beziehung fürn paar Haare aufs Spiel setzen, dann soll der eine sich die Haare grün färben, schließlich sind es seine Haare, und der Partner muss dann damit leben, wenn nicht und er den Grünling dann verlässt, dann hatte das sicher auch noch andere Gründe.
Wasserlilie@rosenkind:
Außerdem kommst du hier immer wieder mit Argumenten, die ich längst entkräftet habe.
Abnehmen (solange es zum gesunden hin und nicht zum gefährlichen Untergewicht geht) ist ohnehin (wie ich bereits schrieb, etwas anderes.
Außerdem geht es auch nicht um Dinge, die bereits da oder "in der Mache" waren, als man zusammenkam.
Übrigens habe ich meinen Freund bei jeder siner Frisuren und Haarfarben unterstützt, nur beim Undercut eben nicht.
Ich finde durchaus, dass ich mir rausnehmen darf, diese eine Frisur absolut zum Kotzen zu finden!
Ich habe ihn trotzdem geliebt, aber als ich sagte, ich finde die Frisur scheiße, meinte er "Oh, ich dachte, du findest sie gut. Dann rasier' ich eben nicht nach." Daraufhin war ich sehr glücklich, da ich es als großen Liebesbeweis sah und wir es auch mit unserer Beziehung verknüpften. (Solang wie seine Haare ist halt auch sie schon) Wenn er den also jetzt wieder ausrasiert, kommt das für mich (die ich im Gegenzug gerne auch Kompromisse machte, wie z.B. mich von meinem geliebten Bauchnabelpiercing zu trennen) einer Trennung gleich, weil er einfach unsere Vergangenheit abschneidet. DAS nenne ich eine VERDAMMT einschneidende Veränderung.
Es geht hier nicht darum, welche seiner Frisuren und Haarfarebn ich persönlich am besten fand, da soll er selbst experimentieren, bis er happy ist, ABER diese eine Veränderung gibt's eben nicht (ohne Tränen)! Und das weiß er auch. Wenn er mir allerdings klarmachen könnte, dass es für ihn aus irgendeinem Grund noch wichtiger ist, einen Undercut zu haben, als mir, dass er keinen hat, würde ich wahrscheinlich nachgeben.

(Schon so spät, ich muss jetzt los, kann mich leider nicht mehr darauf konzentrieren, aber das von mir angesprochene hat andere Ausmaße als "grüne Wände")
Zum Topic: Leider meldet Nileme sich ja nicht mehr, also ist es momentan wohl schwer ontopic zu bleiben, zumal ich mich nicht wirklich offtopic fühle, da es bei mir um genau dieses Thema geht!
rosenkind[QUOTE]Ich finde durchaus, dass ich mir rausnehmen darf, diese eine Frisur absolut zum Kotzen zu finden![/QUOTE]

und ich schrieb in diesem Thread ebenmfalls mehrmals, dass ich finde, das ein(e) Partner(in) ihren Geschmack haben darf, aber nicht das Recht hat über den Partner zu bestimmen. Ein "das finde ich total zum Kotzen" ist etwas anderes als ein "du darfst das nicht". Genau das steht auch in meinem allerersten Post hier.

nehmen wir mal den Eingangspost. Seine Freundin hat natürlich das Recht, Undercut total zum Kotzen zu finden. Aber ich fände es nicht gerecht, wenn sie von ihm verlangen würde, dass er nur für sie darauf verzichtet, obwohl ihm seine derzeitigen Haare einfach nur noch auf den Keks gehen.
WasserlilieIch mache jetzt mal nicht mit meinem "Endlosposting" ;) weiter,
sondern beziehe mich gleich mal auf dich, rosenkind, da wir ja im Moment die Diskussion hier schmeißen.:)
Klar finde ich das auch bescheuert, wenn's ihr einfach nur nicht gefällt und sie ihn dann zwingt, obwohl er leidet.
Aber ich finde, es gibt auch einen Unterschied zwischen "das nervt" und "ich kann meine Haare so einfach nicht mehr ertragen".

Ich meine nur, dass man evtl. nicht zwanghaft jede Einzelheit der eigenen Selbstverwirklichung durchsetzen muss, wenn man weiß, dass der Partne darunter leidet.
Da sollte man doch das Gespräch zur Klärung von Prioritäten suchen (und nix anderes hab ich in meinem Posting gemeint).

Und klar bleiben die innren Werte des Partners von optischen Veränderungen unberührt (meistens zumindest, glücklicherweise)
aber ein bißchen spielt doch in jeder Beziehung auch die Optik eine Rolle. Ich kann mir nicht vorstellen, mit jemandem Sex zu haben, den ich überhaupt nicht attraktiv finde. Da würde ich mir auch heuchlerisch und falsch vorkommen.
Es gibt immer Dinge, auf die man vielleicht nicht verzichten möchte, aber das kann man dann ja besprechen und nur mal ein krasses Beispiel:
Ich werde Pastorin. Die Kirche hat so gewisse Bedingungen, die sie erfüllt sehen möchte. Da einige davon der Überzeugung meines Freundes widersprechen, werde ich sie nicht alle einhalten. Da dies aber mein Traumberuf ist, auf den ich mein Leben lang hingearbeitet und viel hingenommen habe (also meine Selbstverwirklichung) werde ich ihn nicht aufgeben.
Wenn mein Freund und ich zusammenbleiben wollen obwohl ich Pastorin bin, müssen wir uns also trotzdem etwas einschränken in unserem "öffentlichen Schwarzsein".
Der einfachste Weg (rein rational) für uns beide wäre die Trennung, dann könnte jeder sein eigenes Ding machen, aber da wir uns lieben, boxen wir uns gemeinsam durch.
Er "normalisiert" sich etwas für mich und ich boxe uns Freiheiten durch. So haben wir beide das Gefühl, uns nicht allzu sehr zu verlieren und diese Kompromisse schweißen uns noch zusätzlich zusammen.
Das ist keine Provokation. Ich versuche nur, deinen Standpunkt besser nachzuvollziehen, deshalb meine Fragen:
Inwieweit ist Selbstverwirklichung wichtiger als Partnerschaft, Liebe, etc. für dich?
Wo würdest du anfangen, Kompromisse einzugehen?
Lässt du auch deinem Partner die "totale" Freiheit zur Selbstentfaltung?
Wie steht es da mit der Selbstentfaltung beim Sex?
Würdest du etwas machen, das dir eigentlich nicht gefällt, weil er es möchte? Falls nein, ist es okay, wenn er es sich dann woanders holt?

(Du musst nicht auf alles eingehen, aber das sind so Fragen, die mir bei unserer Diskussion durch den Kopf gingen. Darfst mich auch gern alles mögliche fragen. Wenn ich 'ne Antwort weiß, gebe ich sie dir gern.)
Alle anderen dürfen sich natürlich auch gern beteiligen. Das ist hier kein "Zwiegesprächs-Thread" hier dürfen alle mitmachen. ;)
Zoraalso ich habe grade meine beziehung beendet. ein grund dafür war gerade dieses ständige einmischen in das aussehen/verhalten des anderen. wir waren uns so nah, dass wir uns richtiggehend manipuliert haben. trag dieses oberteil und nicht jenes, mach die haare so und nicht so...

ich will so etwas nie wieder mitmachen. in meiner nächsten beziehung werde ich meinen partner so aussehen lassen ,wie er das will. und ich werde mein aussehen nicht für ihn ändern. ich finde das ganze ist eine sache von respektlosigkeit. ich sage ja auch nicht meiner familie oder meinen freunden, wie sie aussehen sollen.
rosenkindhier ging es nicht um Sex, sondern um das Aussehen. Sex ist wieder etwas anderes, weil das beide [B]direkt[/B] betrifft, ebenso sind auch charaktereigenschaften etwas völlig anderes, weil diese das zweischenmenschliche Leben und einen Menschen viel mehr prägen als das Aussehen.
Hier ging es aber um das aussehen. Mein/e Partner/in dürfte mit seinem/ihrem Aussehen anstellen, was sie will (Dinge diemir schaden könnten wie bereits gesagt ausgenommen). Ich hasse z.B. Glatzen, ich kann Glatzen nicht ausstehen, aber sollte er/sie einmal mit einer Glatze auftauchen, ist das ihre/seine Entscheidung und da hab ich ihm nichts reinzureden. Und diese Glatze ändert ja noch lange nichts an seinen/ihren wunderschönen Augen oder was auch immer.

zu deinem Pastorenbeispiel: sind das Dinge, die nur mich betreffen oder Dinge, die uns beide [B]direkt[/B] betreffen? Wenn ich z.B. zu bestimmten Zeiten nicht faste, nur weil mein Freund es nicht mag, dann halte ich das für ziemlich schwachsinnig. Denn das ist MEINE Sache. Ebenso darf ich aber auch von ihm nicht verlangen, zu fasten, weil das auch SEINE Sache ist. Wenn die Kirche verlangt, dass ich meinen Partner nicht sehen darf, dann ist das eine Sache, die uns beide direkt betrifft und dann ist es auch okay, wenn ich ihm zuliebe sage: gut, daran halte ich mich nicht.
Zum "öffentlichen Schwarzsein" -> wieso muss er sich einschränken, wenn sie zusammenbleiben wollen? Ich nehme mal an, du meinst hier das Optische. Klar, wenn er mit in die Kirche geht, da kommt aber das "Verbot" eigentlich nicht von mir, sondern von der Kirche. Aber sonst? Außerhalb des Gotteshauses kann er doch rumlaufen wie er will, immerhin ist es sein Leben und nur weil ich Priesterin werden will, habe ich nicht das Recht, über sein Leben zu bestimmen.
WasserlilieLeider ist man nicht nur während der "Dienstzeiten" Pastor, sondern steht sozusagen ununterbrochen unter Beobachtung als gutes Vorbild. Deshalb wird einem viel vorbeschrieben z.B. wird die wilde Ehe meist nicht gebilligt und Heiraten ist schon eine recht große Sache. Außerdem ist er dann "der Mann der Pastorin" und kann nicht einfach rumlaufen und aussehen, wie er will, weil er dann weiß, dass ich dadurch Ärger bekomme.
Da steht seine Selbstentfaltung also der Beziehung entgegen.

Außerdem gehört Aussehen für mich zum Sex, wie gesagt.
Icvh kann jemanden unanhängig von seinem Äußeren lieb und sympathisch, aber selten wirklich "sexy" finden.
Wenn ich meinen Parrtner nichtt angucken mag, gibt's auch keinen Sex und die meisten Männer machen das wohl nicht mit.

Natürlich können Kompromisse auch überhand nehmen, aber ich sehe durchaus einen Unterschied zwischen "Lass dir doch nicht 'Hate' auf die Stirn tätowieren" und "Zieh dieses Shirt nicht an".

@rosenkind:
Was würdest du denn machen, wenn dein Partner sich jetztt 'ne Glatze geschnitten hätte?
Gar nichts sagen (still leiden)/ so tun, als fändest du es gut/ schon ddagen, dass du es häßlich findest, aber er machen kann, was er will/ eine Szene machen und dich dann damit abfinden oder bist du wirklich in der Lage, es komplett zu ignorieren bzw. auszublenden?
Guckst du dann anderen Kerlen mit hübschen Haaren nach und schwärmst? Falls ja, schwärmst du still für dich oder sagst du, wie toll du das findest?
rosenkindIn diesem Fall wird es früher oder später zur Trennung kommen oder man arraginiert sich. [B]ABER[/B] dieser Fall passt eigentlich nicht in diese Diskussion, weil das Verlangen, dass sich mein Partner etwas zurücknimmt, nicht die Frage meines Geschmacks ist, sondern mehr, wnen nicht sogar ausschließlich auf dem sozialen Druck beruht. Immerhin müsste ich von ihm diese Rücksicht auch verlangen, wenn ich selber ihn mit schwarzen Lippen 55-cm-Nieten, kalkweißem Gesicht udn zerissenen Strumpfhosen mit in jede Kirche nehmen würde und mir dieses Outfit sogar richtig gefällt. Es ist etwas völlig anderes, ob ich sage "nimm dich bitte etwas zurück, sonst kann ich meinen Traumberuf nicht kriegen" oder "nimm dich etwas zurück, weils mir einfach nicht gefällt". Bei dem einem stülpe ich ihm ein "du sollst" über seine Selbstentfaltung, ohne, dass sein Aussehen meine Selbstentfaltung beschränken würde. Beim anderen verlange ich das "du musst" von ihm, weil seine Selbstetfaltung Konsequenzen für meine Selbstentfaltung hat. Der Konflikt liegt hier auf einer völlig anderen Ebene, deswegen fände ich eine Trennung in diesem Fall auch nicht oberflächlich, da es eigentlich nicht unbedingt um den Geschmack geht.
Dasselbe gilt natürlich auch für andere Dinge, bei denen ich mit einer überstarken gesellschaftlichen Abwertung und Ausgrenzung rechnen müsste: Das "lass dir doch nicht hate auf die Stirne tattowieren" ist z.B. so ein Fall. Eine Glatze oder ein Undercut hingegen ist noch relativ normal. Natürlich muss auch bei beiden Beispielen abgewogen und ausdiskutiert werden, wer wie viel Recht hat, ect. Aber das ist ein anderes Thema.

btw: was ist, wenn mein Partner ein T-shirt anziehen will, dass ich einfach nur zum K... finde? Das wäre nämlich dann genau der Fall: mein Geschmack über Selbstentfaltung des Partners.

zur 2. Frage: ih habe schon mehrfach gesagt: der Partner/die Partnerin darf seinen eigenen Geschmack haben, aber dem anderern (rein unter dem Aspekt "Geschmack") nichts vorschreiben.
So einen ähnlichen Fall hatte ich mal, ein Mädchen, für das ich mich interessierte (nicht verliebt, Vorstufe dazu), auf das ich durch ihre tollen Haare aufmerksam gworden bin, schickte mir mal Fotos von sich früher zu - da hatte sie raspelkurze Haare. Ich hatte es missverstanden und dachte, das wäre nun jetzt der Fall, weil sie zuvor irgendwas von "zum Frisör gehen, Haare schneiden" redete. Meine erste Reaktion war natürlich Entsetzen und das habe ich ihr auch gesagt. Es hat sich dann ja geklärt, aber in dem Moment, wo ich das noch glaubte, war die Person für mich damit noch nicht abgehakt gewesen und ich habe ihr auch gesagt "ich bin entsetzt", sonst wäre dieses Missverständnis auch nie rausgekommen. Natürlich tut es weh und bremst das Interesse auch erstmal ein bisschen, natürlich versetzt es erstmal einen kleinen Schock, aber wenn man sich wirklich liebt, geht es nach der Eingewöhnungszeit auch wieder. Ist ja nicht so, dass ich von jedem verlange, dass er so tun muss als sei nichts gewesen. Und vorher nichts sagen finde ich auch daneben, eine Vorwarnung, m besten sehr früh, finde ich schon angebracht.
Wasserlilie@rosenkind:
Dann denke ich, sind wir viel mehr einer Meinung, als wir anfänglich dachten.
Solange es sich nur um sein Aussehen handelt, das ja auchn nicht auf mich zurückfällt, ist alles okay.
Und mein Schatz nennt einige "Igitt-Shirts"(für mich) sein Eigen, die er heiß und innig liebt, also trägt er sie und ich habe ihn einmal gesagt, dass ich sie eben "igitt" finde (sie sind scheußlich gemustert) und jetzt ist es trotzdem okay, wenn er sie gerne anhat. Natürlich ändert das nichts an meinen Gefühlen zu ihm.

Glatzen und Undercuts (Iros, etc.) finde ich deshalb schwierig, weil sie vielen Leuten echt nicht stehen.
Einige meiner Freunde und Bekannten durften Entdeckungen wie Dellen im Kopf, seltsame Leberflecke und Muttermale, etc. machen, nachdem die Matte ab war.
Klar, wenn der Kopf darunter passabel aussieht, kann ich mich damit anfreunden. Ansonsten bräuchte ich wahrscheinlich sehr lange für die totale Akzeptanz.
Klar würde ich versuchen, mich auch an "als eklig" empfundene Merkmale zu gewöhnen, aber ich gebe offen zu, dass es mir schwer fallen würde.
rosenkindes verlangt ja auch keiner von dir, dass es dir leicht zu fallen hat, das wollte ich nie sagen. Der eine hat Rechtauf die Gestaltung seines Körpers, der andere auf seine Emotionen.

ich denke wir sind quit :)
WasserlilieAber was aus Nileme geworden ist, wissen wir immer noch nicht. ;)
Na hoffentlich haben wir den Armen nicht komplett in den Wahnsinn getrieben.:eek:
Also bitte, [COLOR=darkred]Nileme[/COLOR] , werter Threadersteller, halte uns doch mal auf dem Laufenden, ob die Haare ab sind oder nicht!:)
Olroxwenn sie dich liebt sollte sie das akzeptieren, mehr noch,
man ist doch mit anderen in einer beziehung,
um MIT jemandem zu leben, nicht ihn zu verändern.
sie findets nicht so hübsch und das ist ok,
aber sie wird akzeptieren müssen,
dass du anderer meinung bist.
davon geht die welt nicht unter. :D

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