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  Forum: lebens : ART
    Thema: Gothic und Kampf
ZynikerIch wurde letztens mal von einer Freundin gefragt, ob Gothics für irgendetwas kämpfen oder gegen etwas sind.

z.B Punks sind ja total gegen rechts...was sind Gothics denn?

Kämpfen Gothics für was?
AlienSexFiend...Gothics sind so individuell, dass sie auf keinen Fall für irgendwas gemeinsam kämpfen...:rolleyes:

...bestenfalls kämpfen die ganz alten ums "Überleben"...;)
MagnusCaudar(Bw"...Gothics sind so individuell, dass sie auf keinen Fall für irgendwas gemeinsam kämpfen...

...bestenfalls kämpfen die ganz alten ums "Überleben"..."

Absolute zustimmung , besser kann man es nicht sagen
vengeancenuja

.. vielleicht kämpfen sie für eine Gesellschaft, der Werte noch etwas bedeuten? Eine Gesellschaft mit weniger oberflächlichen Elementen?

zumindest wäre das schön :)

vengeance
Desenganoalso ich glaub auch nicht für sachen, für die andere leute nicht auch kämpfen.
höchstens für etwas mehr ruhe. *g*
triggerDie meistens Goths sind unpolitischt, daher würde ich sagen politisch kämpfen sie für nichts. Höchstens für eigene Ziele und das sie vieleicht von den "normalen Leuten" ehner verstanden werden und nicht wie geächtete behandelt werden.

Bei mir ist es jedenfalls so
moreMuss man denn für etwas kämpfen, wenn man eine Jugendorientierung ist? Es ist wiedermal so, dass man ein bestimmtes Schema erfüllen muss, um von der Gesellschaft verstanden zu werden. Gothic ist immernoch eine Musikbewegung und der Goth, oder Grufti an sich, ist ja so mit sich selbst beschäftigt, dass er gar keine Kraft mehr hat für etwas zu kämpfen.
Untergruppen natürlich ausgeschlossen, die da wären:

Vegetarier
Veganer
militante Tierschützer
Linksdrehende Gruftis
Rechtsdrehende Gruftis (was ja angeblich sehr ungesund sein soll *zyn*
Heimwerker Gruftis
ect...
Darket[QUOTE]z.B Punks sind ja total gegen rechts...was sind Gothics denn?[/QUOTE]
Das ist ein Gerücht, dass seit mindestens 10 Jahren so keine Gültigkeit mehr hat.
AlienSexFiend[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B] und der Goth, oder Grufti an sich, ist ja so mit sich selbst beschäftigt, dass er gar keine Kraft mehr hat für etwas zu kämpfen.
[/B][/QUOTE]

:D:D:D
Lokiich denke, dass goths (wie hoffentlich jeder vernünftig denkende mensch mit 2 funktionierenden hirnhälften) etwas gegen das rechte pack haben. abgesehen davon würde ich doch mal ganz leichtsinnig vermuten, dass goths für eine welt sind, in der individualität noch groß geschrieben wird. sie kämpfen zwar nicht wirklich, aber ich könnte mir vorstellen, dass das ideale sind, die man als goth durchaus vertreten kann.

gruß,
Loki

PS: ich persönlich "kämpfe" für kaffee und zigaretten ;)
Darket[QUOTE]ich persönlich "kämpfe" für kaffee und zigaretten [/QUOTE]
Kriegt man die nicht mehr im Supermarkt? Scheiße!
Lokiübel, nicht wahr? :D und diese aggressiven nichtraucher sind auch die hölle.
demnächst ist hanf wahrscheinlich auch ncoh günstiger als zigaretten. dann steig ich um, auf jeden fall :D

gruß,
Loki
Darket*lol* Neee vorher legalisieren sies dann doch noch und kassieren dick Steuern... :rolleyes:
khaos[quote]
ich denke, dass goths (wie hoffentlich jeder vernünftig denkende mensch mit 2 funktionierenden hirnhälften) etwas gegen das rechte pack haben
[/quote]
Und gegen das Linke und jedes andere Pack, das bereit ist bei einer Meinungsverschiedenheit den eigenen Argumenten mit Gewalt Nachdruck zu verleihen.

[quote]
Höchstens für eigene Ziele und das sie vieleicht von den "normalen Leuten" ehner verstanden werden und nicht wie geächtete behandelt werden
[/quote]
Oder sie tun alles, damit "normale" Leute sie möglichst nicht verstehen. Manche fühlen sich als geächtete die von allen, außer Insidern, in Ruhe gelassen werden ganz wohl. Die Masche war mal ne Weile nicht unüblich.
SternenwolfMan kann niemanden in einen Topf werfen. weder punks, noch grufties, noch normalos. ICH habe eine politische Meinung und vertrete sie auch. ich habe meine werte und auch die vertrete ich.

Ich kämpfe nur wenn mir keine wahl bleibt. Ich möchte lieber den dialog, aber sollte ich um etwas kämpfen müssen, würde ich es tun.
wofür ich kämpfe ist eine welt für die es sich lohnt zu leben. für eine bessere welt mit achtung und menschlichkeit (damit schließt sich krieg in dem sinnde für mich aus :D ). Ich kämpfe für mich und mein Leben, für meine Freunde, meine familie.

Übrigens kämpfen die jungen auch ;).
SilentiumLessushm...für was kämpfen Gothics (irgendwie muss ich bei dem Wort an Kids denken)

Nun (bitte schlagt mich jetzt nicht) sie kämpfen sicher für eine Eintrittskarte von irgendwelchen Konzerten. Sie kämpfen für Arroganz die sie dann Toleranz nennen. Sie kämpfen gegen die Stunden die sie brauchen um ihre Maske anzulegen. Manche kämpfen auch für das nächste Bravoheft wo ein bericht über die "Gothicszene" drin steht. Sie kämpfen für ihre Eitelkeit. Sie kämpfen für ihr Schubladendenken.

Hm, man kann sagen (nein, man sollte sagen) sie kämpfen heute für all das was man mal bekämpft hat. Ich will jetzt nicht alle Leute in einen Topf werfen aber 90% der sogenannten "Szene" machen doch nur noch von ihrem gottgegeben Recht auf Dummheit gebrauch. Soviel Arroganz, Intoleranz, Dummheit und Eitelkeit dass es kaum noch erträglich ist sich unter den „Schwarzen“ zu bewegen.

Und jene die nicht der heutigen Richtung folgen bekommen das Geläster der Szene zu spüren.

Tut mir leid wenn das jetzt alles etwas hart klingt, aber wenn wir mal ehrlich sind ist es die Wahrheit.

SilentiumLessus
khaos@ SilentiumLessus
Hast wohl leider recht.
Lokiich finde in der tat, dass du ein bisschen pauschalisierst.
aber es wäre einfach naiv und gutgläubig, zu behaupten, dass sowas wie eitelkeit udn dummheit nur auf bestimmte arten von leuten zutreffen. ich bezweifle stark, dass es sowas nicht in der gothic-szene gibt.
ich denke, bisher hatte ich einfach glück mit den bekanntaschaften, die ich gemacht habe.

gruß,
Loki
rosenkindich denke, dass es bei dieser Subkultur (und ich sage bewusst nicht Gothics, denn die Waver gabs vor den Gothics schon ^^) weniger darum geht, GEGEN etwas zu kämpfen, denn vielmehr um eine "Weltenflucht", den Aufbau einer parallelen Wirklichkeit. schwarz sein bedeutet, meiner Erfahrung nach mehr ein Rückzug anstatt ein offensives Dagegen-kämpfen.

so und nun ein paar Kommentare zu einzlenen Beiträgen:

[QUOTE]und das sie vieleicht von den "normalen Leuten" ehner verstanden werden [/QUOTE]
DAS glaube ich ehr nicht. Ich erlebe es mehr, dass das Unverstandensein doch ein Teil jenes Bühnenspiels namens "Gothic" ist. "Ich bin so unverstanden, keiner weiß, was ich fühle und denke, in meiner schwarzen Seele". Grade das ist doch wohl - besonders bei den Jüngeren - ein großer Bestandteil der Lebenseinstellung. Aber nicht nur bei denen. Ich denke mal, das Unverstandensein macht grade vieles aus. Besonders ist es auch eine Triebfeder für das oben genannte: Bildung einer anderen Welt. Ich denke, wäre die Subkultur verstanden, wäre sie nicht mehr existent!

man will vielelicht toleriert werden und nicht mit Gewlat, ob körperlicher, ob psychischer rechnen müssen, man will vielleicht auch, dass die anderen WISSEN, worum es geht, aber man will doch nicht VERSTANDEN sein...
SternenwolfHey rosenkind, heut ist eine premiäre! ich wiedersprech dir ;)

In diesem falle würde ich nicht sagen, dass es um weltenflucht geht. hier geht es darum, um WAS man als Subkultur kämpft, nicht warum man sich ihr anschließt. wo lieg da der unterschied, wird sich jemand fragen. nunja, ich habe mich in richtung Gothic gewannt wegen realitätsflucht, aber ich kämpfe auch für etwas. vielleicht nicht in einer gruppe, aber ich kann nicht sagen, dass "mein Gruftie"-Dasein nur Realitätsflucht ist.

[QUOTE]Unverstandensein doch ein Teil jenes Bühnenspiels namens "Gothic" ist. "Ich bin so unverstanden, keiner weiß, was ich fühle und denke, in meiner schwarzen Seele". Grade das ist doch wohl - besonders bei den Jüngeren - ein großer Bestandteil der Lebenseinstellung.[/QUOTE]
Es ist ein bestandteil, ja, aber ein großer? nein eher nicht. Ich geb schon zu, dass auch ich mich unverstanden fühle, aber das ist nicht "mein" Gothic. In selbstmitleid versinken tut manchmal gut, aber diese Bühne ist schlüpfrig. viel zu schlüpfrig.

Ich WILL verstanden werden! Ich möchte, dass mir einmal, ein einziges mal, die Leute zuhören. Ich möchte ihnen ein einziges mal erklären dürfen wie ich denke, warum über etwas so denke... dabei nicht ständig unter druck stehen alles möglichst in 2 minuten gesagt zu haben.
Ich möchte, das meine gedanken nicht sofort abgeblockt werden, wenn sie andere richtungen einschlagen. verdammt, warum ist es so ein problem, einfach mal kreuz und quer zu denken. nur weil teilweise irre sachen rauskommen, heißt das noch lange nicht, dass ich die Gesellschaft stürzen will, dass ich lesbisch bin oder marxist. Das alles hängt nicht damit zusammmen, dass ich gruftie bin (bin ich ja nicht) sondern damit, dass ich mich anscheinend nicht ausdrücken kann und sie mir nicht zuhören wollen.

und hin und wieder treff ich leute, die mir zuhören, die mir etwas erzählen, die mich verstehen oder auch nicht, aber sie sind gewillt neues zu hören oder altes.....
rosenkind[QUOTE]vielleicht nicht in einer gruppe, aber ich kann nicht sagen, dass "mein Gruftie"-Dasein nur Realitätsflucht ist.[/QUOTE]

Das habe ich auch nicht behauptet. Die Realitätsflucht ist ein Teilbereich dessen, was Gothic ausmacht und was seine "Weltenflucht" ausmacht. Ich denke, du hast mich ein bisschen missverstanden bzw. nicht gänzlich verstanden. TheTuriningPoint hat es mal ganz gut ausgedrückt, sinngemäß: "Gothic fragt nicht nach dem wogegen, sondern nach dem wofür". sicher ist es Rebellion, aber eine andere Form. Andere Subkulturen rebellieren, indem sie - als Subkultur wohlgemerkt, nicht als Einzelperson - in der Nähe des "Mainstreams" bleiben und ihre Kritik in einem direkten Angriff ausleben, in einem direkten Angriff auf das, was um sie herum liegt. Die schwarze Subkultur hingegen ist mehr um einen Rückzug und den Aufbau einer Gegenwelt bemüht. Der Schwerpunkt liegt weniger darin, der Masse NUR Vorwürfe zu machen und ihre Ideale zu verdrehen, um zu provozieren, vielmehr wird versucht eine Gegenkultur aufzubauen, in der es sich leben lässt. Die Stimmung ist mehr als in anderen Subkulturen ein "lebt ihr euer Leben, wir unseres". Ich sagte MEHR, denn sicherlich ist die Rebellion auch ein Teil dieser Subkultur. Aber eben auch die Bildung der eigenen Kultur ist ein äußerst großer Aspekt. Um mal ein paar Beispiel zu nennen, an denen man es festmachen kann: zu den zentralen Themen der Subkultur gehören - mehr als anderswo - sehr viele hemen, die nicht auf Interaktion mit der "außenwelt" beruhen, sondern die man drinnen ausleben kann, ohne damit gegen die Außenwelt zu rebellieren: z.B. das Interesse an Kunst und Philosophie. Ich sehe bei diesen Aspekten wohl den Aufbau einer Parallelen Welt zum "Mainstream", aber keinen direkten Angriff. Genauso ist die Subkultur auch bekannt für die Friedfertigkeit, die zu einer "kämpferischen" Bewegung nicht passen würde. Jemand anders hat gesagt, dass es auch oftmals daraum geht, einfach nur in ruhe gelassen zu werden. schwarz ist eben darum bemüht, seine eigene Kultur aufzubauen, mehr als die existierende zu zerstören. Natürlich gilt das nicht für alle, aber es ist schon auffällig, das meinte ich damit, es ist schwer zu erklären.

zum Zweiten:
auch hier möchte ich das nicht auf Selbstmitleid reduzieren (sorry wenn es falsch rübergekommen ist). Auch dieses ist sicher nur ein Teil. die Beobachtung zeigt zum Beispiel, dass sich viele als Elite fühlen, ob das okay ist oder nicht, sei mal dahingestellt.
Sicher mag man, dass die Umwelt über das, was man tut, Bescheid weiß und keine Vorurteile kommen ala "Satanisten oder so". Aber das ist eben wissen. dieses "verstanden sein" bedeutet aber etwas anderes, es bedeutet ein begreifen und nachvollziehen und dieses bedeutet wiederum, dass der Gegensatnd des Ganzen zu einem allgemeinen Gut wird. Aber grade das möchte man ja nicht, wenn man sich als elite fühlt. Man möchte Subkultur sein und bleiben. ich gebe zu, dass es vielen vielelicht nicht bewusst ist, aber dieses "verstanden sein wollen" würde bdeutet, die Subkultur zum Teil des "Mainstreams" zu machen -> und das will keine Subkultur, deswegen möchte auch keine "verstanden sein".
MontroseWenn man vor lauter Kämpfen die Schönheit eines Falken im Abendrot nicht mehr erkennt, dann hat man den Kampf bereits verloren.

Das Leben macht auch ohne Kämpfe Sinn.

[SIZE=1]Wenn man aber kämpfet/kämpfen muß, dann sollte man es richtig machen.[/SIZE]
Sternenwolf@ Rodenkind: gut, da hab ich dich wirklich gründlich missverstanden ;). So wei dus jetzt gesagt hast, leuchtet es mir ein. war wohl etwas unkonzentriert.:D [QUOTE]"Gothic fragt nicht nach dem wogegen, sondern nach dem wofür". [/QUOTE] Das gefällt mir.
rosenkindschön, dass es wenigstens etwas gibt, auf das man sich verlassen kann ;-)

Den Satz hast du aber wie gesagt TTP zu verdanken.
Demon17kämpfen ist fad, korrumpieren wirs doch lieber
TagDesZornsIch kämpfe...

... gegen die Dummheit
... gegen Menschen die unseren Gesellschaft zerstören (Punks, Nazis..)
... für guten, edlen Gentlemanstil
... gegen Punkerstil
... für mittelalterliche Romantik
... für meine Werte (Ehre, Treue, Rache, Liebe, Weisheit)
... für mehr Poesie im Leben
... für die wahre Liebe
... für den Vampir/Transzendenzstil
... für Aktzeptanz von "schönen" Männern
... gegen die Uniformität
... für gefplegte, gestylte Männer
... für deutschen Metal / deutsche Gothicmusik (da fällt für mich vieles drunter)
... gegen Intolleranz
... für mein Leben
... für barock/viktorianische Eleganz
... gegen "Woechendgoth/metaller"
... gegen Pseudoeviligkeit


Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Dabei ist anzumerken dass Kampf nicht gleichzusetzen ist mit "aktivem Kampf" sondern mehr oder weniger ein gewisses Passives "Dagegen-Sein" Ausdrückt.

Desweiteren ist dazu zu sagen dass meine Lebeneinstellung auch mit von BM geprägt ist.
rosenkindich glaube dazu sag ich besser mal nichts...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Wenn man vor lauter Kämpfen die Schönheit eines Falken im Abendrot nicht mehr erkennt, dann hat man den Kampf bereits verloren. [/QUOTE]Ja, man sollte nie vergessen, wofür man kämpft.

[QUOTE]Das Leben macht auch ohne Kämpfe Sinn.[/QUOTE]Das ganze Leben ist Kampf. Nur bedeutet Kampf nicht automatisch Krieg.
Kämpfen kann man in vielen Fällen auch mit friedlichen Mitteln. Und gerade das Ersinnen immer neuer, besserer friedlicher Mittel kann dem Leben viel Sinn geben und es lebenswert und schön machen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von TagDesZorns [/i]
Ich kämpfe...
...
... gegen Menschen die unseren Gesellschaft zerstören (Punks, Nazis..)
...
... für meine Werte (Ehre, Treue, Rache, ... )
...
... für deutschen Metal / deutsche Gothicmusik ... [/QUOTE]:rolleyes:
Darket[QUOTE][i]Original geschrieben von TagDesZorns [/i]
[B]Ich kämpfe...

... gegen die Dummheit
... gegen Menschen die unseren Gesellschaft zerstören (Punks, Nazis..)
... für guten, edlen Gentlemanstil
... gegen Punkerstil
... für mittelalterliche Romantik
... für meine Werte (Ehre, Treue, Rache, Liebe, Weisheit)
... für mehr Poesie im Leben
... für die wahre Liebe
... für den Vampir/Transzendenzstil
... für Aktzeptanz von "schönen" Männern
... gegen die Uniformität
... für gefplegte, gestylte Männer
... für deutschen Metal / deutsche Gothicmusik (da fällt für mich vieles drunter)
... gegen Intolleranz
... für mein Leben
... für barock/viktorianische Eleganz
... gegen "Woechendgoth/metaller"
... gegen Pseudoeviligkeit


Mehr fällt mir im Moment nicht ein. [/B][/QUOTE]

Wow rosenkind&TTP Respekt dafür dazu nicht deutlichere Worte gefunden zu haben... :rolleyes:
Montrose[QUOTE]Das ganze Leben ist Kampf.[/QUOTE]Das dachte ich bis vor kurzem auch. Nur genieße ich seit einiger Zeit, einfach mal ein paar Dinge stehenzulassen und mich treiben zu lassen. Hin und wieder muß man auch auftanken.
Auch mit dem Älterwerden ---wenn die ungestüme Wut und Verantwortungslosigkeit der Jugend einer ernsthafteren Position weicht --- sollte man ein bißchen mit den Kräften haushalten, sich auf das Wesentliche konzentrieren.


[QUOTE]Nur bedeutet Kampf nicht automatisch Krieg.[/QUOTE]
Ich habe Kriegsbücher ---über reale und über "psychologische" Kriege- gelesen. Und natürlich hatte man auch im Leben schon manche gröbere Auseinandersetzung.

Ich habe geschrieben: wenn, dann richtig.

Und genau das ist es, was ein Junger wahrscheinlich noch gar nicht so kapieren kann:
daß Krieg nichts mit Emotion oder Gerechtigkeit, sondern mit der Lösung einer an sich fast schon sinnlosen, mathematischen Formel zu tun hat. Krieg ist nicht nur ein Handeln wider den anderen, sondern auch wider sich selbst.

Und desweiteren: der Ausgang eines Krieges ist fast immer offen. Denn die andere Seite schlägt genauso zurück.

Es ist kein Wunder, daß der Zug in die Schlacht immer von einem Toteskult begleitet war und ist. Seien es die Templer, die Samurai, ja auch der moderne Krieger (die berühmten Zitronenlollis der Amis im Irak) weiß, daß er im Prinzip nicht zum Sieg schreitet, sondern zur Aufführung einer Tragödie, in der er womöglich fällt .... und das muß er zugleich --- vermeiden und doch nicht scheuen.

Gothic ist nicht Kampf. Es ist größtenteils das Gegenteil davon. Und das ist auch gut so.
Demon17[list=a]
[*]Kampf ist Krampf
[*]habe ich noch keine Gothics kämpfen sehen
[*]sind in der Szene einfach zu viel Frauen
[*]könnte das Outfit darunter leiden
[*]sind die meisten viel zu schlapp
[*]sind die clubs meist viel zu überfüllt
[*]ist es einfacher einen Bogen drum zu machen
[*]ist Ignoranz doch viel einfacher
[*]weiß niemand genau was ein Gothic überhaupt ist
[*]bin ch ich zu alt für so etwas
[*]wirke ich wohl zu brutal als das ich das nötig hätte
[*]ist kämpfen im RL unromantisch
[*]sieht man nachts auch meistens nicht genug
[*]ist kämpfen viel zu anstrengend
[*]müsste man sich ja echauffieren
[*]sind wir ja schließlich nicht auf dem Schützenfest
[*]überlassen wir das doch lieber den Fanatikern
[*]ist das Leben auch so schon traurig genug
[*]siegen wir uns ja bereits zu Tode
[/list=a]
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
Gothic ist nicht Kampf. Es ist größtenteils das Gegenteil davon. Und das ist auch gut so. [/QUOTE]Hättest du geschrieben "Gothic ist das Gegenteil von Krieg", könnte ich dir uneingeschränkt zustimmen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
b. habe ich noch keine Gothics kämpfen sehen[/QUOTE]Das ist eine Eigenschaft von guten Kämpfern, dass sie nicht gesehen werden.

[QUOTE]c. sind in der Szene einfach zu viel Frauen[/QUOTE]Och, wenn es nach mir ginge, könnten es noch viel mehr sein. Dass es schon so viele sind, ist eine der Errungenschaften des Kampfes. :)

"Wir erheben uns im Knien, wir erobern durch Hingabe, wir gewinnen durch Aufgabe."
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]"Wir erheben uns im Knien, wir erobern durch Hingabe, wir gewinnen durch Aufgabe." [/B][/QUOTE]

Wo gräbst Du nur immer diese genialen Bannersprüche aus...?
Montrose[QUOTE]Wo gräbst Du nur immer diese genialen Bannersprüche aus...?[/QUOTE]Die sind in chinesischen Glückskeksen drin.


So wie in diesem hier *mamopf, knirsch, schluck, argh*

Hätte ich jetzt fast verschluckt. Also, was steht denn da.....

"Der leuchtende Elefant kratzt sich an den Ohren, wenn der Schmied das welke Blatt begrüßt."


Hm, kann ich jetzt nichts mit anfangen. Fällt Dir was dazu ein?
MontroseIch wollte noch was nachtragen.

Also am coolsten ist es, wenn man so beiläufig killed, ohne aus der Fassung zu geraten, ohne überflüssige Bewegungen oder Gedanken zu machen und ohne sich dabei die eigene Kleidung zu zerknittern. Das ist voll wichtig, denn der schwarze Fummel ist kraß anfällig, nicht nur gegenüber Knitterfalten, sondern auch gegenüber Stäube.
Demon17Ich denke ja auch schon seit geraumer Zeit an die Anschaffung von 5 oder 10 Gelenkringen nach mit messerscharfen Spitzen, aber ich fürchte das würde eher zu Unfällen führen, wenn ich da in meiner Trance auf der Tanzfläche gestikuliere...außerdem fehlt mir einfach das Motiv.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Wo gräbst Du nur immer diese genialen Bannersprüche aus...? [/QUOTE]Meist im Nachtwelten-Forum oder aus diversen Musikstücken.

Da fällt mir auch gleich wieder ein Musikstück ein, das ich letztens beim Freytanz gehört habe:

[COLOR=limegreen]Mitten in der City, zwischen Staub und Straßenlärm,
wächst ne grüne Beule aus dem Stadtgedärm.
Dort hängen wir zum Weekend die Lungen in den Wind,
bis ihre schlappen Flügel so richtig durchgelüftet sind.

Neulich sitz ich mit 'ner alten Dame auf der Bank.
Wir reden über dies und das, da sag ich: "Gott sei Dank!
Da ist ihnen mal was eingefallen, den Vätern dieser Stadt,
dass unsereins ein bissel frische Luft zum Atmen hat."

Die alte Dame lächelt matt:
"Lass sie ruhn, die Väter dieser Stadt -
Die sind so tot seit Deutschlands Himmelfahrt...
[b]Die Mütter dieser Stadt[/b]
haben den Berg zusammengekarrt!"[/COLOR]
[SIZE=1][URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00000I35T](Silly - Mont Klamott)[/URL][/SIZE]

Kämpfe zu gewinnen heißt aufzubauen, nicht zu zerstören.
Kitty666[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Muss man denn für etwas kämpfen, wenn man eine Jugendorientierung ist? Es ist wiedermal so, dass man ein bestimmtes Schema erfüllen muss, um von der Gesellschaft verstanden zu werden. Gothic ist immernoch eine Musikbewegung und der Goth, oder Grufti an sich, ist ja so mit sich selbst beschäftigt, dass er gar keine Kraft mehr hat für etwas zu kämpfen.
Untergruppen natürlich ausgeschlossen, die da wären:

Vegetarier
Veganer
militante Tierschützer
Linksdrehende Gruftis
Rechtsdrehende Gruftis (was ja angeblich sehr ungesund sein soll *zyn*
Heimwerker Gruftis
ect... [/B][/QUOTE]

Was sind denn Heimwerker-Gruftis?
Die kämpfen doch auch mehr mit sich selbst wie Tim Allen *lol*
MontroseAlso es ist doch so, daß zur Schwarzen Szene auch die LARPs dazugehören. Und die beziehen sich häufig auf den Dreißigjährigen Krieg. Zu dieser Zeit war halt wirklich nur Mord und Totschlag.

Auch die Reminiszenzen rechtslastiger Koketterie a la Feindflug sind ja eher an Destruktion orientiert.

Dann noch das Gehängsel am Outfit, das zwar defensiv ist.... aber sorry, Metall am Körper, hm. Die Punks haben ja auch so eine Kette aus der Hose hängen, was dann bei Gothic-Frauen zum Taille-Schmuck umfunktioniert wurde: als Ausdruck weiblicher Stärke. Die ursprüngliche Funktion der Unterleibs-Bekettung dürfte aber dem schwerttragenden Gurt, demgemäß einer Angriffsintention entsprechen.

Kurzum: natürlich sind Teile des Gothic kriegerisch.

Es ist der Zauber dieser Bewegung, in magischem und martialischem Allmachtsbewußtsein der Gesellschaft die trauernde Kraft als Anklage gegen ihre Wertblindheit entgegenzuschmeißen.

Mit den Sprüchen von TTP kann ich nicht viel anfangen.

Und was Kämpfe betrifft: es ist die Frage, ob es beim Kämpfen wirklich nur ums Gewinnen geht. Es geht dabei auch darum, selbstbestimmt zu sein, und zwar selbst um den Preis, dabei unterzugehen. Und darin steckt sehr sehr sehr viel Lebensweisheit, denn das ganze Leben ist auch ein Abschied. Angefangen vom Abschied von der Kindheit bis zum Weitergehen vorbei an Menschen. Handeln, ja Schenken und Lieben erfordern, Handlungsfähigkeit überhaupt erst zu erhalten.

Der Held wird nicht durch seine Siege zum Helden, sondern durch seinen Mut, vorwärtszugehen.
TrauerwesenDa ich gerade in melancholischer Stimmung bin:

Ich als schwarzes wesen kämpfe jeden Tag mit dem Schmerz, der mich überkommt, wenn ich die Welt betrachte. Ich kämpfe mit mir und der Realität.


So, wachen wir mal wieder auf:
Ich glaube auch, dass viele unpolitisch sind. Und genau das war ja zumindest damals dwer Unterschied zu den Punks: Dass sie friedvoller sind, und sich eher aus Dingen raushalten, während die Punks ja mehr draufkloppten.

ich selber känmpfe lediglich für Tier- und Umweltschutz und moralische Werte, die ja immer mehr verfallen.
FayveWenn mich irgend ein Unwissender fragt kann man sagen
Punks sind gegen den Staat und Goth gegen die Kirche .
Ist zwar eine dumme Verallgemeinerung aber die meisten sind mit der Antwort glücklich und können sich was darunter vorstellen.
Das ist jetzt keine Begründung sowas zu sagen aber ich fand das hat immer gut gepasst weils so schön einfach ist.:p
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Da ich gerade in melancholischer Stimmung bin:

Ich als schwarzes wesen kämpfe jeden Tag mit dem Schmerz, der mich überkommt, wenn ich die Welt betrachte. Ich kämpfe mit mir und der Realität.

...

[/B][/QUOTE]

Lerne ihn zu genießen Liebes. Wenn Du ein romantisches Gefühl bei dem Anblick des betrunkenen Penners in der Gosse bekommst, einfach weil er zu dieser herrlichen Kulisse des Verfalls und des Untergangs gehört, ohne an sein Elend zu denken, oder gar darunter zu leiden, dann hast Du eine Stufe des Bewusstseins erreicht, wo der Bergriff menschlich als abwertend begriffen wird... "ganz aus Glas, kalt wie Eis..."

dark dreams

demon17
Sternenwolf" das ganze leben ist ein Kampf"

eigentlich bin ich gerade mitten in einem kampf, aber ich nehme ihn nicht als solchen war ich glaube nicht, dass das ganze leben ein kampf ist nur teile davon. und irgendwo liegt das ende des kampfes.
außerdem kommt es auch darauf an wie man kämpft.
Demon17Ob Du Dich nun durchs Leben kämpfst oder einfach nur lebst, der Unterschied besteht in Deiner Einstellung und nicht im Leben.
TrauerwesenDemon17:

Ach, Du kennst mich doch mittlerweile in dieser Hinsicht.

Aber was Dein letztes Zitat angeht, so magst Du recht haben. Wie wir leben, ist uns überlassen. Ob wir geniessen oder es uns schwer machen, das liegt zu oft in unseren Händen und zu oft entscheiden wir uns gegen das einfachere.

Hm, was dieses Kampf gegen Kirche angeht. Ich würde es eher pauschaler sehen und sagen Kampf gegen die Herde (um dem Nietzsche mal ein Wort abzuknüpfen). Wobei das ja auch immer seltener der Fall ist, da es scheinbar schon im Gossik Trends gibt.

Wie auch immer, ist vielleicht ein Einzelkampf, denn umso mehr man selbst auf Werte zählt und diese damit erhält, umso mehr hat man dann auch was für diese Werte getan.
FraidOfLifeKeine Ahnung. Da jeder die schwarze Szene anders definiert, wird auch jeder einen anderen Kampf der Szene sehen. Ich persönlich kämpfe in erster Linie mal mit mir selbst. Und ich glaube viele andere auch.

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