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  Forum: lebens : ART
    Thema: Zusammengeführt: Pseudo / tue / untrue - Diskussionen
rosenkindMal ganz abgesehen von der Frage nach dem, was Gothic ist, worauf man eh nur 1000 verschiedene Antworten kriegt, gibt es ein Phämonen in dieser (und in anderen) Subkulturen, das mich inzwischen mehr als tieirsch ankotzt:

das true-untrue-Getue.

Praktiziert wird es hauptsächlich von Kiddies, die in einer Subkultur, in der Gruppe wohl etwas sehen, was ihnen ihre fehlende eigene Persönlichkeit ersetzt und somit alles andere um sie vernichtend als "untrue" erklärt wird oder von den "alteingesessenen" Szenemitgliedern, die ihrerseits noch Bauhaus live (im Sinne von zeitgleich) miterlebt haben und alles, was nach 1980 geboren wurde und beispielsweise Metal hört als Pseudos ansehen, die den wahren Kern der Subkultur nicht verstehen und (aufgrund der Tatsache, dass sie Metal hören? O_o) auch nie verstehen werden.
Der wahre true Goth wird anhand eines Rasters ermittelt, gleich einer Chekcliste zum Abhaken. Obgleich man immer von der weltberühmten "Einstellung" redet, kann für den truen Goth nur der als true gelten, der in seinem Kleiderschrank Einzelteile nur schwer findet, weil sich schwarze Bügel mit schwarzer Kleidung und schwarzem Holz nicht voneinnander unterscheiden und aufgrund des wenigen Platzes in einem selbst zusammengezimmerten Schrank in der Form eines Sarges eh alles seehr eng gestaut werden muss. Als true kann nur der gelten, der darüber hinaus auch noch Bands hört, die maximal 5 Leute in einer 5-Millionen-stadt kennen und der die komplette Geschichte des Gothic mit allen Ereignissen, Namen und ähnlichem im Koma runterbeten kann. Darüber hinaus darf sich der wahre true Goth nicht erlauben in seinem Freundeskreis untrue Gothics oder gar *schauder* Nicht-goths *schauder zu haben, ebenfalls wie Monogamie die Devise ist: liegt im Regal auch nur eine Metal-CD, hängt im Schrank auch nur ein hellblaues Oberteil und riecht es ausnahmsweise mal überall nach Vanille und nicht nach Patchouli, so ist man nicht mehr true. Die Einstellung muss man natürlich auch besitzen, denn wenn man sonst allen Punkten entsprich, aber die "Einstellung" nicht hat, dann ist man nicht true, sondern der schlimmste "Poser" von allen. Interessant scheint es aber, dass diese Anzeichen Teil der "Einstellung" zu sein scheinen, da auch der nicht true sein kann, der zwar "die Einstellung" hat, aber gerne in Oberteile in gelb mit orangnen Blüten drauf und neongrünen Röcken rumläuft und gerne Brit Pop hört.
Kurzum, "true"- sein ist die die Lizenz, um sich wirklich Goth nennen zu dürfen, dazu gehört wohl auch eine Pauschalablehnung sämtlicher anderer Subkulturen, egal wie nah oder wie fern diese in ihrer Einstellung der eigenen sind.

Doch ist es nicht mehr als ein stumpfsinniges Ettikett mit dem hier gespielt wird? ist es nicht so, dass dieses "true"-Sein nicht mehr ist als der Versuch "cool" zu sein, um eine Art mangelndes Selbstwertgefühl zu übertünchen, um das Fehlen des Bewusstseins von eigener Persönlichkeit durch ein kollektives Gruppenbewusstsein zu decken? (die gefundene eigene Persönlichkeit/das Individuum: "ich bin etwas, weil ich ich bin"; die ungefundene eigene Persönlichkeit/der Gruppenmensch: "ich bin etwas, weil ich eine Gruppe habe, die mich zu etwas macht"). Somit wird "Goth" nur zu etwas, dass mich als Menschen einer Gruppe auszeichnet, die mich definiert und mich nur definieren kann, wenn jeder dieser Gruppe [I]gleich[/I] ist, denn spaltet sich die Gruppe in Individuuen, so existiert das Kollektiiv nicht mehr, dass mich bestimmt. Darum muss alles angegriffen werden, was die Gruppe bedroht: seien es nun fremde Gruppierungen oder Menschen, die die Gruppe anders auffassen, nämlich lediglich als Interessensgemeinschaft, nicht als Persönlichkeitsbestimmung.

Doch ist dieses "true" Verhalten wirklich "true"? Nehmen wir das Wort mal unter die Lupe: "true" ist englisch und heißt eigentlich nichts anderes als "wahr" oder [I]ehrlich[/I] , kurzum geht es bei diesem Wort um Echtheit, im Bezug auf Menschen um die Echtheit der eigenen Persönlichkeit. Wenn ich nun mich durch ein Ettikett bestimmen lasse und nach einem Ankreuzthema vorgehe, wer dieses Ettikett verdient oder wer nicht (ob auf mich bezogen oder auf andere), so hat dies nichts mit der Echtheit von Persönlichkeit zu tun, sondern viel mehr mit der Vortäuschung dieser -> und dies ist alles andere als "wahr". Kurzum heißt das: der "true" Goth ist ein Paradoxon und eigentlich etwas, dass es gar nicht gibt. Vielmehr handelt es sich hierbei um "Pseudos" (Pseudo = lügen, vortäuschen), da diese etwas vortäuschen, was sie gar nicht sind. Pseudos sind also nicht zwnagsläufig Menschen, die keine Ahnung von einer Subkultur haben, sondern Menschen, die etwas tun, was nicht ihrer Persönlichkeit entspricht, um an ein Ettikett zu kommen. Ob es nun der klassische "Pseudo" ist, der keine Ahnung von der Subkultur hat oder der "true" Pseudo ist, der jedem Klischee der Subkultur entspricht, spielt hierbei keine Rolle.

Der "wahre Goth" existiert nicht als klassischer "truer" Goth. ein wirklich "truer" Goth im wirklichen Sinne des Wortes bezeichnet einen Menschen, der sich nicht über das Ettikett definiert, sondern das Ettikett über sich. Das heißt: er sieht [I]sich selbst[/I] in der Subkultur wiedergespiegelt (und nicht umgekehrt) und sieht diese lediglich als Interessensgemeinschaft von ähnlichen fühlenden und denkenden Individuen an, die trotz der Gruppe Individuen mit individuellen Vorlieben und Chrakterzügen sind. Inwiefern sich ein solcher Mensch mit dieser Gruppe vertraut fühlt, wie viel davon auf sein eigenes Leben zutrifft, hängt vom Individuum selbst ab. Manche fühlen sich dort komplett reflektiert, andere betrieben "Szenehopping", da ihnen mehrere Subkulturen zusagen. Das klassische "ich bin true" - Getue wird von diesen Menschen aber nicht praktiziert. (im Übrigen gibt es auch "Szenehopper", die nicht true im wahren Sinne sind, da viele wieder einer anderen, wenn auch weniger sichtbaren Gruppe angehört: die der Pseudoindividuellen, deren Ettikett eine große Individualität ist, die aber wieder nur auf dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und Ettikett beruht).

Im Übrigen möchte ich mit diesem Thread keinen der "Älteren" angegriffen haben, die lediglich die Wandlung der Gesamtszene nicht befürworten (Kommerzialisierung oder ähnliches), die Gruppe aber dennoch lediglich als Interessensgemeinschaft sehen, als Interessensgemeinschaft, die sich in ihren Augen zum negativen wandelt, weil sie alte Werte verliert. Es ging lediglich darum, wenn über diesen Wandel geurteilt wird, wer true ist und wer nicht. Die persönliche Bewertung eines Wandels einer Subkultur ist eine Sache als der Versuch einer Subkultur abzusprechen eine Subkultur zu sein.
Ich hoffe, es war verständlich, es ist schwer alles zu formulieren.
WindspielDeine Worte gehen in die richtige Richtung,mach weiter so.Zu true und untrue kann ich nur sagen,dass mich die Debatte irgendwie wenig tangiert.Käme jemand auf einem Festival oder einfach beim Schoppen auf mich zu und sagte etwas à la :" Was,du trägst keine Nieten,machst nicht exzessiv Gebrauch von den Schminkutensilien deiner Mutter/Schwester und hast auch noch blonde Haare??!!Ihgitt, bist du ein schrecklicher Poser,wie untrue!"(Dies soll kein Angriff auf diejenigen sein,welche die oben in negativer Weise aufgeführten Merkmale besitzen,sondern dient hier lediglich in versinnbildlichender Weise)würde ich ihn vermutlich einfach auslachen bzw. ihm einen Vogel zeigen.
Haltet einen Moment ein,bevor ihr mich im Bezug auf frühere Threads steinigt für meine Worte,bitte.Ich sage nur,dass es mir unnötig erscheint,jederzeit und gegenüber jedem mein Goth-Sein,welches sich momentan scheinbar eher in Richtung Blackmetall und Klassik entwickelt, so kramphaft aufrecht zu erhalten.Ich sprach mich nur zu früherem Zeitpunkt vehement gegen die Geistlosigkeit meiner Zeit aus,und glaube in meiner Haltung nicht der einzige zu sein. Wer Menschen verurteilt,ohne sie wirklich zu kennen,den heiße ich einen Narren,fehlt ihm doch jeglicher Einblick.Glaubt mir, Gedanken so schwarz und tief wie die See verbergen sich nicht immer nur hinter reich verzierten Liedern...
Einsamer in solcher Stunde,euer Windspiel
TrauerwesenHm, also erst dachte ich "nicht schon wieder", aber dein text ist mal recht objektiv und analytisch. Bleibt zu hoffen, dass sich nicht wieder jemand als pseudo angegriffen fühlt :rolleyes:

Im Endeffekt hinterfragst du die eigentlichen Motive, wieso dieses Problem immer wieder auftaucht. mehr kann ich momentan nicht zu sagen, da ich ins Bett muss, wollte nur mal eben ein Lob loswerden.
NnordySo, ich als nun schon zum "Alteisen" gehörendes Individuum werd jetzt hier auch mal meinen Senf dazu geben...

Also zunächst mal: Hut ab. Für jemand deiner Altersklasse ;) definitiv weitab von "Generationenkonflikt" u.ä., sondern ich lese hier tatsächlich so etwas wie ein Bemühen darum, die Ursache gewisser "Konflikte" zu erkennen...

Allerdings muß ich eins konstatieren: Ihr (Vorsicht, Pauschalisierung!) traut den "Älteren" doch ein wenig zu wenig zu. Es ging nie um die Frage "echter Goth oder Pseudo" - zumindest nicht in diesem exzessiven Ausmaß wie sie heute betrieben wird. DAMALS (und ich gehör hier noch zu den Jüngeren wenn ich sage: 1991) gab es einfach noch nicht so viele Leute wie heute, die etwas mit Joy Division, Bauhaus, Fields of the Nephilim usw. anfangen konnten, geschweige denn diese überhaupt kannten. Wer dazu kam war herzlich willkommen, und wer nichts über die Ursprünge wußte, dem wurden diese gern dargelegt, sofern Interesse bestand. Punkt. Das funktionierte alles ganz einfach und weitab jeglichen "True oder nicht" Getues. Genau DAS ist nämlich für mich so ein typisches Übel der End-Neunziger - Poser oder nicht? Wie gesagt, die Frage stellte sich zu Beginn für mich nie. Wer dazu kam, war nicht aus Laune oder aus einem Modetrend heraus da, sondern aus einer "Lebenseinstellung" heraus (auffällig dabei: 90% der Leute die ich damals getroffen habe sind auch heute noch "schwarz").

Von daher ist der Vergleich mit der Checkliste vielleicht für manche Leute heute zutreffend - für mich als "Alteisen" :D nicht. Ich packe Leute nicht automatisch in die Schublade "Pseudo" bloß weil sie x-tra-x Klamotten tragen :D ... Nein, im Ernst: Das, was Du darstellst, hab ich in der Form noch nie erlebt - und mein kompletter Bekanntenkreis ist "Ü 30". Wir sind nicht so verbohrt wie das Jungvolk so manches Mal denken mag - uns blutet bloß das Herz, wenn einer mit "Bauhaus" bloß einen Baumarkt verbindet, mit Sisters bloß "temple of love" mit Ofra Haza (wobei ich die Version nicht schlecht finde, aber...) und denen bei Fields of the Nephilim oder Sex Gang Children gar nix einfällt, die bei EBM bloß an Apotygma Schieß-mich-tot denken und bei Lakaien bloß an "Return"... usw. Kurz: Das einzige, was Leute wie ich Leuten wie euch (Achtung, überspitzung) wirklich vorwerfen - manchmal zu Recht - ist ein mangelndes Geschichtsbewußtsein. Sprich: Viele "Neulinge" denken von sich sie seien der Nabel der WElt und machen die Szene aus. Und wenn dann so eine alte Frau wie ich ohne Lack und Leder daher kommt, wird gerufen "Bäh, Du Pseudo..." ? " :rolleyes: Sprich: Einfach nur akzeptieren, daß es auch vor 2000/ vor 1995 / vor 1990 / vor 1985 schon Leute gab, die zur "schwarzen Szene" gehörten. Und die sich keine Gedanken darüber machten, ob es nun true ist oder nicht, einen schön geschnittenen schwarzen Pulli bei C&A zu kaufen... :)

Mal am Rande: Diese Diskussion von wegen "true" krieg ich nun seit 2, 3 Jahren mit. Für mich hat es den Anschein, als seien solchen Szenediskussionen Ausdruck der Postkonstruktivistischen Epoche, in der wir leben...
Mavors[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Das heißt: er sieht [I]sich selbst[/I] in der Subkultur wiedergespiegelt (und nicht umgekehrt) und sieht diese lediglich als Interessensgemeinschaft von ähnlichen fühlenden und denkenden Individuen an, die trotz der Gruppe Individuen mit individuellen Vorlieben und Chrakterzügen sind.[/B][/QUOTE]

Herzlichen Dank für diesen Satz, rosenkind!
Er hilft mir derzeit bei der Suche nach mir selbst sehr weiter.
rosenkind@ Nnordy

Nun, ich sprach ja nicht davon, dass alle Älteren dieses Verhalten zeigen würden, ebenso wenig wie es alle jüngeren tun, ich sprach lediglich von 2 unterschiedlichen Gruppen von "Pseudos", die man in unterschiedlichen Generationen findet. Ich hatte auch schon nette Gespräche mit Älteren, obgleich mein Freundeskreis aus Gleichaltrigen besteht (was aber wohl weniger mit der Szene sondern einfach mit der kompletten Lebenssituation zu tun hat). Dass es aber solche Älteren gibt, ist keine Erfindung meinerseits, sondern durchaus eine Tatsache. Ich erinner mich da beispielsweise an einen Thread im Musikforum, wo behauptet wurde, dass Leute, die Metal hören keine "echten" Gothics sein könnten. Derjenige, der diesen Thread startete war einer der "Alteingesessenen" und verteitigte seine Meinung über Seiten hinweg und erhielt auch Zuspruch in dieser Meinung. Das nur mal als Beispiel.
Ich denke, man muss einfach respektieren, dass sich eine Subkultur im Laufe der Zeit nunmal wandelt, wie man diesen Wandel bewertet ist eine Sache, aber einer neuen Generation einer Subkultur abzusprechen eine Subkultur zu sein oder konkreter gesagt dem typischen "jüngeren Goth" abzusprechen Goth zu sein, obwohl die jüngere Gothicszene aus eben diesen Menschen besteht, ist irgendwo mehr als paradox, wenn man bedenkt, dass eine Subkultur durch die Menschen bestimmt wird, die sich in ihr bewegen. Wenn dieses Verhalten passiert, dann schmilzt die Subkultur zu einem exclusiven Reigen, der nur der angehören darf, dem den Ettikett genügt -> und entspricht dadurch nicht mehr der eigentlichen freiwilligen form einer Subkultur.
Man kann es auch sehr gut an der Punkszene beobachten: zunächst war sie unpolitisch, heute findest du in der Punkszene in einer 5-Millionen-Stadt vielleicht noch einen unpolitischen Alt-Punk. Und da gibt es immernoch Leute, die behaupten, die Punkszene wäre unpolitisch und die 100.000de Punks, die mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz auf dem Rucksack rumlaufen und von sich selbst sagen links zu sein, seien alles Poser... verrückt sag ich da nur, verrückt!
Ich denke mal, wer sich so sehr an eine Subkultur klammert, dass er darüber entscheidet, wer sich als Mitgleid sehen darf und wer nicht, außer Acht gelassen, ob es jemand macht, weil er wirklich überzeugt ist, oder nur ein Ettikett braucht, sieht gleich welchen Alters in der Subkultur mehr als eine Interessensgemeinschaft. Natürlich wird dieses Verhalten in abgewandelter Form auch sehr stark von der jüngeren Szene betrieben, was ich nicht verleugnen möchte (und meiner Einschätzung nach auch nicht verleugnet habe).
Eine andere Sache, die ich auch angekreidet habe, ist die Feindseeligkeit zwischen Subkulturen. Verständlich bei Subkulturen, die eine vällig entgegengesetzte Ausrichtung haben (Punks und Neo-Nazis z.B.). Aber was ist z.B. mit den neuen Generationen der Metalszene und der Gothicszene? Es gibt hier einen Haufen Überschneidungen und ich kenne auch Leute, die sich in beiden Subkulturen wohlfühlen, dennoch denke ich gibt es sicher alte Hasen, auf beiden Seiten, die die Nase rümpfen würden, wenn man sagen würde: ich sehe mich irgendwo als Mitgleid beider Subkulturen. Wer die Subkultur als reine Interessensgemeinschaft sieht, dem sollte eigentlich egal sein, ob sein Gegenüber nun nur in schwarzem Samt oder auch mal im schwarzen Bandshirt rumläuft, solange man die Interessen teilt. Grade dies, so hab ich das dumpfe Gefühl scheint aber grade bei der älteren "Pseudo"-Gruppe besonders ausgeprägt zu sein.

PS: Was return ist doch schön :D (war mein ersten Lied von Deine Lakaien). Mein Geschichtswissen ist sicher auch nicht das größte. Bauhaus sind eine der wenigen alten Bands, die ich vom Namen her kenne (musikalisch habe ich vielleicht einmal was von ihnen gehört). Ich weiß, dass sich sich Gothicszene aus der Punkszene herraus gebildet hat und das wars dann auch. Was nicht heißt, dass ich die ältere Generation nicht anerkenne (mit älter meine ich nicht zwangssläufig das Alter sondern die Beschaffenheit), ich erkenne jeden älteren an, solange er mich anerkennt. Es ist im Gegenzug ja auch zu beobachten, dass Ältere die Musik der jüngeren teilweise nicht kennen. Wenn man nun alle Generationen einer Subkultur als gleichberechtigt sieht (man bedenke, dass von den heutigen Jugendlichen, die hauptsächlich der jüngeren Generation angehören sicher auch welche noch in 10 Jahren dabei sein werden und weiterhin die Musik, die sie heute hören hören werden), so kann man sciher sagen, dass der einen Generation wie du erwähntest Geschichtsbewusstsein fehlt, der anderen (vielelicht weniger stark ausgeprägt) das Bewusstsein für den Wandel der Zeit. Wobei ich denke, dass bestimmte Werte auch weiterhin existieren und Themen diskutierbar sind, ob man nun 18 oder 38 ist, ob man nun Bauhaus, Goethes Erben oder ASP hört.

PPS: Jüngere, die Ältere komisch angucken und sie als Spinner oder was weiß ich was ansehen sind mir ebenso unangenehm wie die Älteren, von denen ich sprach. Interessanterweise hab ich aber meinerseits bisher keinen aus der jüngeren Generation kennengelernt, der etwas gegen die Älteren gehabt hätte.
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]

Der "wahre Goth" existiert nicht als klassischer "truer" Goth. ein wirklich "truer" Goth im wirklichen Sinne des Wortes bezeichnet einen Menschen, der sich nicht über das Ettikett definiert, sondern das Ettikett über sich. Das heißt: er sieht [I]sich selbst[/I] in der Subkultur wiedergespiegelt (und nicht umgekehrt) und sieht diese lediglich als Interessensgemeinschaft von ähnlichen fühlenden und denkenden Individuen an, die trotz der Gruppe Individuen mit individuellen Vorlieben und Chrakterzügen sind. Inwiefern sich ein solcher Mensch mit dieser Gruppe vertraut fühlt, wie viel davon auf sein eigenes Leben zutrifft, hängt vom Individuum selbst ab. Manche fühlen sich dort komplett reflektiert, andere betrieben "Szenehopping", da ihnen mehrere Subkulturen zusagen. [/B][/QUOTE]

Das bringt es doch eigentlich auf den Punkt... Diese true-untrue_Getue halte ich persönlich sowieso für affig... mir soll mal jemand sagen, ich wäre nur untrue, weil ich meine Haare noch in ihrer blonden Originalfarbe belassen hab... Demnach müsste ich true sein, hätte ich meine Haare gefärbt, sollte ich allerdings nicht nachfärben und dann die Originalfarbe wiedererlangen, wäre ich von einem Augenblick auf den anderen untrue... Lächerlich!

Wenn Goth sein solche Oberflächlichkeiten bedeutet, bin ich lieber keiner...
Aber ich denke, du hast die Widersprüche gut dargelegt... Klasse! :)

Und was Nnordy hier stellvertretend für die Fraktion der "Älteren" darlegte, sollte vielleicht allen einmal zu denken geben... Ich möchte nicht alle neuen Entwicklungen dieser Subkultur verteufeln, aber gewisse Dinge wie z.B. ein inoffizielle Kleidungszwang ist es doch, so glaube ich, würdig, einmal überdacht zu werden... Ich persönlich meine, dass (Achtung: Pauschalisierung) die "Älteren" wie auch die "Jüngeren" vom jeweils anderen noch ein wenig lernen können... in verschiedenster Weise...
DesiraGroßes Lob für den Text. Er trifft voll und ganz meine Meinung. Nicht was meine Erfahrungen mit Älteren und dem Generationenkonflikt angeht, sondern die Gedanken über die "true-untrue"-Einstellung.
True bedeutet echt und ehrlich. Ist ein Mensch, der sich (u.U. entgegen seiner eigentlichen Vorlieben) nach dem "Diktat" der Szene richtet, nur noch in den Gruftklamotten rumläuft, sich die Haare schwarz bzw. Goth-typsich hinfärbt und -frisiert, weil er andernfalls befürchten müsste, nicht anerkannt zu werden, mehr true als ein Mensch, der lieber weiterhin so rumläuft wie vorher und wie es ihm wirklich gefällt, wie er sich wohlfühlt (wenn auch in Klamotten, die eher von H&M kommen als von Xtra)? Welcher der beiden ist echter?
[Das war jetzt übrigens kein Angriff auf irgendwen hier, lediglich ein überspitztes Beispiel ;) ]
Der Post sagt im Prinzip auch nichts anderes, als du (oder?), rosenkind, aber ich musste hier doch noch meine Meinug an Land bringen :D

Desira
Angel_from_HellIch hab grad den beitrag gelesn in dem sich jemand über junge pseudos aufgeregt hat... und jetzt wüsst ich mal gern warum einige mit dem urteil pseudo so schnell sind..


ich werde von einigen leuten in meinem umfeld auch als so genannter pseudo bezeichnet und frage mich immer wieder warum. ich will nicht behaupten gothic zu sein nur weil mir die musik gefällt und ich schwarz trage. als was auch immer man mich bezeichnet ich bis so wie ich mich selbst aktzepteiren kann und wohl fühle.

ich wür mich freun wenn ihr mir sagen könntet ob ich nicht aktzeptiert werde weil ich 17 bin, gedichte schreibe sie aber keinem zeige, auch punks und sogennante "normale" freunde habe oder vl. weil ich mich nicht an regeln halte wie ich zu sein habe?

aber bitte schreibt keine veränderungsvorschläge! ich werde mich für niemanden ändern!
SathanaAlso ich kann dir nur grob erklären, was die meisten unter Pseudos verstehen, wobei ich das sowieso alles für Schwachsinn halte von wegen echter Goth, unechter Goth...

Pseudos sind für die meisten halt eher die Jüngeren der schwarzen Szene, die sich noch nicht so gut "auskennen" und deshalb größtenteils auf den "Kommerz der Szene" stehen, so Sachen wie HIM, Marilyn Manson und was halt auch so in den Charts auftaucht. Dann gibt es halt auch viele, die meinen es sei unheimlich "cool" ein Goth zu sein und spielen sich damit auf, indem sie mit ihrer nicht vorhandenen Kenntnis der Szene wichtig machen und sich zudem noch mit Xtra-Klamotten behängen, die man am selben Abend an mindestens 5 Personen im Raum sieht, weil es halt so die Standard-Klamotten sind...

Hört sich jetzt sehr gelästert an, ich weiss. Ich hab nichts gegen jüngere Goths und Pseudos sind für mich was ganz anderes als das, was die meisten hier als Pseudo betiteln.
Für mich sind nämlich genau diese Leute Pseudos, die das von anderen behaupten. Irgendwann war wohl jeder mal ein Neuling in der Szene, ob gerade jetzt oder vor 10 Jahren, also warum über die Neueren lästern...

Über solchen Lästereien musst du einfach drüber stehen... Wenn du die Leute auslachst, die dich als Pseudo beschimpfen, dann hören die auch ganz schnell damit auf.
Angel_from_Helldanke die antwort war ja echt lieb :)
über solchen dingen steh ich sowieso (geht ja keinen was an wie ich bin) wollt nur mal wissn woher alle auf den ersten blick sehen wolln wie ich denke. und da ich mit him & Co wenig am hut hab hilf ma des ned wirkli weiter :)

trotzdem danke!



;)
Darket"Bin ich eigentlich true"-Debatte die ich möcht garnicht wissen wievielte :rolleyes:
BlackDragon[QUOTE][i]Original geschrieben von Darket [/i]
[B]"Bin ich eigentlich true"-Debatte die ich möcht garnicht wissen wievielte :rolleyes: [/B][/QUOTE]
Die 666. natürlich! :D
(Alles andere wäre nicht true! ;) )
HaevionWarum interessiert es Dich, wie andere denken?
Angel_from_Hellich würde es nicht als bin ich true debatte bezeichnen, da es mir herrrlich egal ist wer mich nun für true hält und wer nicht.

es würde mich lediglich interessern warum es so viele menschen gibt die glauben jemanden ansehn zu können und auf den ersten blick zu wissen ob diese person true ist. woher nehmen sie sich das recht dazu? woher wollen sie wissen was und vor allem wer ich bin wenn sie nicht einmal drei sätze mit mir gesprochen haben?
Arthur Dent[COLOR=crimson]ich bin ein pseudo, das ist mir so bewusst, doch wer ist das orginal...(slime)[/COLOR]
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Angel_from_Hell [/i]
[B]ich würde es nicht als bin ich true debatte bezeichnen, da es mir herrrlich egal ist wer mich nun für true hält und wer nicht.

es würde mich lediglich interessern warum es so viele menschen gibt die glauben jemanden ansehn zu können und auf den ersten blick zu wissen ob diese person true ist. woher nehmen sie sich das recht dazu? woher wollen sie wissen was und vor allem wer ich bin wenn sie nicht einmal drei sätze mit mir gesprochen haben? [/B][/QUOTE]

ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber alleine, weil du dich das fragst,bedeutet das, dass es dir nicht herrlich egal ist.
Wäre es dir egal, wer dich für was hält, würdest du dich nicht wundern, wieso.

Naja, mir auch alles egal, wie schon festgestellt, der einzig true ist Scheol ;P
Müllaber bitte schreibt keine veränderungsvorschläge! ich werde mich für niemanden ändern! [/B][/QUOTE]

Allein schon dieser Satz ist für mich Pseudo.....das hört man von so vielen, die gerade neu in der Szene sind und jedes Mal sagen müssen, dass sie sich nach der Meinung von den anderen richten.

Pseudos müssen immer damit posen, wie cool es doch ist, dass sie jetzt zu den extrem Schwarzen und extrem Metelheads gehören.

Irgendwann ist es normal für einen und man findet auch eher seine Ruhe in der Szene...

Allerdings kann man auch behaupten, dass jeder am Anfang Pseudo ist...die einen mehr die anderen weniger...
DarketDefinition:
Poser sind diejenigen, die es überhaupt interessiert ob und warum sie für Poser gehalten werden :rolleyes:

[QUOTE]Naja, mir auch alles egal, wie schon festgestellt, der einzig true ist Scheol [/QUOTE]
Dem schließe ich mich an :D
BlackDragonIch mag true/untrue-Diskussionen!
Sie sind wie Talkshows - alle streiten sich auf niedrigem Niveau und mein Zwerchfell hat wieder was zu tun...
DarketHatteste wieder mal nen miesen Tag, den Du mit nem Besuch von Augen durch die Nacht retten wolltest? :D
rosenkind[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDragon [/i]
[B]Ich mag true/untrue-Diskussionen!
Sie sind wie Talkshows - alle streiten sich auf niedrigem Niveau und mein Zwerchfell hat wieder was zu tun... [/B][/QUOTE]
ich hoffe doch, nicht auf niedrigem Niveau geschrieben zu haben.
Sathanadiese Diskussionen sind immer auf niedrigem Niveau...
BlackDragon@Darket: Du kennst mich einfach zu gut... :) :cool:

@rosenkind: Ausnahmen bestätigen die Regel ;)
Darket*lol* wie ich es angestellt habe Dich gut kennenzulernen ist mir allerdings ein Rätsel....wieviele Tage kennen wir uns nicht-virtuell? Drei? vier? ;)
BlackDragonDann kennst du mich eben gut was den Umgang mit Augen durch die Nacht angeht ;)
Und jetzt hör auf zu spammen - du hast doch schon deine 4000 Beiträge :D ;)

P.S.: Wenn man auf volle Tage aufrundet sind es fünf...
DarketIch versuche nur Dich auf die 1000 zu bringen :D
TodessehnsuchtOh man nu habt ihr mich zum nachdenken gebracht :p , mh also in den älteren Texten hab ich gelesen das man die alten Bands usw. kennen müsste/sollte ... is es nich möglich das das selbe passieren könnte wie es damals auch ist das es einfach dazu kommt das man als Punk zu denken beginnt? Und daurch irgendwo in die Szene kommt ohne was über sie zu wissen, wenn ich mich so recht erinnere war ich wie jetzt schon bevor ich irgendwas über die Szene überhaupt wusste (um genau zu sein wusste ich nichmal das es sie gibt, bis ich dann irgendwie darauf gestossen bin (durch jemanden den ich für nen totalen pseudo mitlerweile halte also so schlecht sind die auch nich), es is aus mir selbst herausgekommen. Könnte es nich sein das viele die keine Ahnung von den Ursprüngen haben usw. einfach auch nur sich dahin entwickelten und feststellten he hier fühl ich mich wohl, is es denn so wichtig das man alles weiss reicht es nich wenn man sich irgendwo wohlfühlt?

:rolleyes: hoffentlich is der Text irgendwie sinnvoll :( ich schaffs irgendwie nich das zu auszusagen was ich denke ...
rosenkind[QUOTE][i]Original geschrieben von Sathana [/i]
[B]diese Diskussionen sind immer auf niedrigem Niveau... [/B][/QUOTE]

könntest du mir dann auch konkret sagen, wo mein Niveau niedrig war?
ShadowLaineIch denke wohl kaum, dass sich einer, der unserer Szene "beiwohnen" will, sich freiwillig gern als Pseudo bezeichnet. Wobei ich Müll zustimmen muss, da jeder irgendwie klein anfängt, und wohl nicht sofort die Ahnung schlechthin hat.

Was die anderen über einen sagen, ist doch im Grunde irrelevant. Man muss lediglich für sich selbst wissen, was man mit seiner gesamten Haltung aussagen möchte...
Sathana[QUOTE]könntest du mir dann auch konkret sagen, wo mein Niveau niedrig war?[/QUOTE]

Lies doch mal die ganzen Beiträge in diesem Board. Du hast nichts Neues geschrieben, nur das ganze in anderen Worten verpackt. Ich wollte dich jetzt nicht beleidigen, ich finde nur dass sich die meisten Leute an den ganzen true/untrue-Diskussionen irgendwie aufgeilen. Sorry für diese Ausdrücke. Ich sollte mich einfach von diesen Threads fernhalten.
Mich nervt es nur einfach, dass sich hier alle als so tolerant hinstellen und die meisten davon es ja doch selbst nicht sind...
ShadowLaineFühl dich bitte nicht angegriffen, aber kannst du das nachweisen?
SathanaWas soll ich hier nachweisen. Lies die Beiträge...
rosenkindIch wollte eigentlich nicht wissen, was die anderen geschrieben haben, sondern, was an meinem Beitrag ein niedriges Niveau hatte.

Niveau hängt nämlich nicht von der Thematik ab, sondern von dem Level, auf dem man sich bewegt. Je subjektiver etwas dargestellt wird, je mehr Behauptungen in den Raum geworfen werden, die nicht belegt werden und je mehr die Personen in den Vordergrund rücken und nicht das Thema, desto niveauloser wird eine Diskussion. (Vom Verfall der Sprache mal zu schweigen).

Ich habe jedoch versucht mich darum zu bemühen meine Thesen zu belegen, auf andere Standpunkte einzugehen und zu einer allgemeinen (sprich aufs Thema bezogenen) Synthese zu kommen, deshalb würde ich gerne konkret wissen, wo ich mich auf ein niedriges Niveau begeben haben sollte.

ein niedriges Niveau und ein "das Thema kotzt mich allmählich an" sind 2 völlig unterschiedliche Sachen.
SathanaTut mir leid, wenn du dich da jetzt angegriffen fühlst, du bist nicht die erste, du bist hier in dem Board aber nicht die erste, die vielleicht Germanistik studieren mag und aufgrund deshalb oder auch anderer Gründe Pro und Contrapunkte auf einer höheren Sprachebene aufführen mag, die aber das selbe Thema beinhalten, wie die meisten Threads hier und aufgrund der grammatikalisch besseren Sprache und der besseren Aussprache, womöglich noch durch eine Menge Fremdwörter auch nicht zu einer Disussion mit höherem Niveau führt.
Eine Talkshow wird auch nicht niveauvoller, wenn alle Talkgäste in Nadelstreifenanzügen auftreten. Sorry, aber das ist nunmal meine Meinung...
rosenkindich fühle mich nicht angegriffen, ich verlange von dir nur, dass du deine Meinung auch begründen kannst mit einleuchtenden Argumenten.
Das rein sprachliche Niveau ist nur ein Teil des Gesamtniveaus. Die ist hier also nur ein Teil ebenso wie der Nadelstreifenanzug nur ein Teil ist, um mal dein Beispiel aufzugreifen. Würden in Talkshows, egal zu welchem Thema und sei es auch nur "Dicke können sich nicht glücklich fühlen" einleuchtende Argumente gebracht werden, würden die Personen, die an der Diskussion teilnehmen, auf einer themenbezogenen Ebene bleiben und sich nicht persönlich angreifen, würden Talkshows auch mit Schlabberpulli wesentlich mehr Niveau haben.
Deshalb frage ich erneut, wo habe ich das Thema auf niedrigen Niveau angepackt. Deine Argumentation war nämlich bisher nur die Aussage "Das Thema gefällt mir einfach nicht/das Thema zu diskutieren ist sinnlos/Das Thema ist abgedroschen". Jedoch hast du nicht begründet, was an der Diskussionsführung so wenig Niveau hatte. Denn zwischen der Diskussion und Thema als solches gibt es einen Unterschied. Solltest du das Thema als solches niveaulos finden, so ist deine Aussage: "[I]Diskussionen über[/I] das Thema sind niveaulos" nicht korrekt, sondern müsste heißen "[I]Das Thema[/I] ist niveaulos" (wobei du das auch wieder begründen müsstest, denn dass ein Thema schon oft diskutiert wurde, ist kein Argument für Niveaulosigkeit, die Frage nach der Legalisierung ist beispielsweise auch eine knifflige Frage, die schon oft besprochen wurde).
Todessehnsuchtwenn ihr schon über niveau reden wollt!

Definiert mir Niveau!

denn für jeden is das was anderes auch abhängig von der Bildung für manche is es niveau über excremente zu reden für manche nich :q
rosenkind[QUOTE][i]Original geschrieben von Todessehnsucht [/i]
[B]wenn ihr schon über niveau reden wollt!

Definiert mir Niveau!

denn für jeden is das was anderes auch abhängig von der Bildung für manche is es niveau über excremente zu reden für manche nich :q [/B][/QUOTE]

Niveau ist erstmal vom Ding selbst abhängig. Eine Diskussion hat z.B. andere Kriterien als ein Thema (um beim thema zu bleiben), für eine niveauvolle Diskussion ist es beispielsweise relevant, dass man a) seine Behauptungen belgen/begründen kann b) auf andere Standpunkte eingehen kann c) themenbezogen bleibt und nicht menschenbezogen (Beliedigungen ect.) und d) auch sprachlich das Ganze einigermaßen schön gestaltet. Für ein Thema sind die Kriterien wieder anders: Welcher Sinn steckt dahinter? erregt es öffentliches Ärgernis? ect.
So kann man durchaus eine niveauvolle Diskussion über ein niveauloses Thema führen oder umgekehrt.

edit: um zu begründen, wie ich zu dieser Differenzierung komme: es ist oftmals zu beobachten, dass bei gleicher Thematik Diskussionen, die die oben genannten Punkte enthalten, mehr Ansehen und Interesse erhalten als Diskussionen, die dies nicht tun. Ein Beispiel: man diskutiert mit jemanden, der nur Behauptungen in den Raum wirft, ohne sie zu belegen, wenn man ihn darauf anspricht, kommt die nächste unbegründete Behauptung, die Diskussion erlahmt und führt nicht zum eigentlichen Zweck einer Diskussion (Gedankenaustausch, aus dem man evtl. sogar was lernen kann). Hingegen: wenn der Gesprächspartner die Behauptung belegt, fängt es an, interessant zu werden, die Diskussion wächst und führt zu einem großen Gedankenaustausch. Deswegen kann man das Niveau einer Diskussion nicht am Thema festmachen.
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von Müll [/i]
[B][QUOTE][B]aber bitte schreibt keine veränderungsvorschläge! ich werde mich für niemanden ändern! [/B][/QUOTE]

Allein schon dieser Satz ist für mich Pseudo.....das hört man von so vielen, die gerade neu in der Szene sind und jedes Mal sagen müssen, dass sie sich nach der Meinung von den anderen richten.[/B][/QUOTE]

Bist aber auch ganz schön schnell mit der Ansicht...
Denn diese Aussage hört man auch von den Älteren... und sag' mal einer Scheol oder Seneca oder Julya oder wem auch immer in der Altersklasse, er sei nicht true... abgesehen davon, dass es sie wahrscheinlich nicht interessieren würde...
BlackDragon[QUOTE]und sag' mal einer Scheol oder Seneca oder Julya oder wem auch immer in der Altersklasse[/QUOTE]
Julya kriegt nen Anfall, wenn sie liest, dass du sie in dieselbe Altersklasse wie Seneca steckst ;)

gez.,
Dragon - untrue
Seneca...generell sollte jeder, der auf seiner "trueness" herumreitet, nur weil er sich gerade in schwarze Klamotten geschmissen, und sich einen Gothic Sampler zugelegt hat, mal darüber nachdenken was sein eigentliches Problem ist...!

Das dumme an der ganzen "Trueness" ist nämlich daß man sie sich von Seiten anderer bestätigen lassen müsste, sonst ist sie nicht viel wert.
Daher kann nur als "true" im Sinne der Anklage gelten, wer sich möglichst vieler Klischees bedient.

Oftmals führt allerdings genau das dazu daß man sich sehr weit von sich selbst entfernt....

Irgenwann ist der Zug, auf den man damals aufgesprungen war plötzlich abgefahren.
Die Rolle die man jahrenlang gespielt hat, kommt plötzlich nicht mehr an....
Spätenstens dann wir es Zeit zur Selbstfindung.

Sinn und Zweck des Ausbruchs aus einem Muster (z.B. Phänotyp des Durchschnittssmenschen) sollte nicht sein, sich lediglich in ein anderes bereits vorgebenes Muster (truer Goth) zu fügen....!
Black Reaper[QUOTE][i]Original geschrieben von BlackDragon [/i]
[B]Julya kriegt nen Anfall, wenn sie liest, dass du sie in dieselbe Altersklasse wie Seneca steckst ;)

gez.,
Dragon - untrue [/B][/QUOTE]

Das war zur Provokation... um mal ganz true zu sein... :D

Nein, mal ehrlich... ich hab' eigentlich nur Leute genommen, die beim Alter 'ne 2 oder mehr vorne haben und so ungefähr über alle Zweifel erhaben sind... nach allgemeinem Dafürhalten...

[QUOTE][I]

Sinn und Zweck des Ausbruchs aus einem Muster (z.B. Phänotyp des Durchschnittssmenschen) sollte nicht sein, sich lediglich in ein anderes bereits vorgebenes Muster (truer Goth) zu fügen....!

[/I][/QUOTE]

Kann nur zustimmen. Der Ausbruch aus einem bestimmten Muster soll ja eine persönliche Freiheit mit sich bringen. Sollte man sich in ein anderes Muster fügen oder au Deubel komm raus versuchen anders zu sein, so brächte auch dies Zwänge mit sich: Ziel verfehlt. Nach meinem Verständnis besteht die Freiheit darin, absolut nur das zu machen, wozu einem gerade ist...
MondmotteMir fällt zu diesem Thema nur eins ein....
Kennt ihr diese Werbung von der Sparkasse,wo ein paar Jugendlich mitte der 70er aufer Strasse stehen,und ein weiterer kommt dazu...die anderen Fragen "Und,was hast du zu Weihnachten gekriegt?" "Nen Bausparvertrag" "Wie uuuuunnnnncool!"
Das gleiche gibts noch in ner anderen Version...ein Grufti zum anderen: "Und,was hast du zu Weihnachten bekommen?" "Die neue Cradle of Filth-CD." "Wie uuuuuunnnnntrue...." :rolleyes:

Ich finde,dass dieses Thema mitlerweile schon totdiskutiert wurde.Es gibt halt immer ein paar Besserweisser/Obergoths,die toller sind als der Rest der Welt...ich persönlich kann nur sagen,dass ich mich damit abgefunden habe,denn die Meinung bestimmter Leute scheint so festgesetzt zu sein,dass man sie eh nicht mehr ändern kann...
Todessehnsucht[QUOTE]Mondmotte:
Ich finde,dass dieses Thema mitlerweile schon totdiskutiert wurde.Es gibt halt immer ein paar Besserweisser/Obergoths,die toller sind als der Rest der Welt... [/QUOTE]

Jep ises auch und wer sich dazu jetzt noch keine Meinung gebildet hat wirds nie tun, aber is doch belustigend, alle sagen das Thema kotzt sie an usw. aber überall schreiben sie trotzdem zu diesen Themen rein! :rolleyes: und ich persönlich denke mitlerweile das viele von denen die hier schreiben sich selbst zu beweisen versuchen wie true sie doch sind wobei das wort schon ... is (eigentlich ises das thema auch!), soll doch jeder seinen eigenen Lebendsweg finden und diesen Leben ob das nu "true" oder nich is is doch völlig uninteressant hauptsache man fühlt sich wohl dabei und sieht sich darin wiedergespiegelt bzw. der Lebendsweg spiegelt einen wieder.
rosenkindich will nicht gesagt haben, dass mich das Thema ankotzt, es ist interessanter Gesprächsstoff, zumindest von der analytischen seite her betrachtet. Was mich ankotzt ist das Verhalten der Leute, nicht das Thema selbst.

Versteht einer den Unterschied?
NeithanWenn man mich dazu drängen würde sagen zu müssen, was wirklich "true" goth ist, dann wäre es für mich, dass es einem wirklich am Arsch vorbei geht was nun "true" ist und was nicht... ;)
Black RatDas ist wirklich eine lustige Diskussion. Gothic zu sein bedeutet doch letzendlich für jeden etwas anderes... Oder wollt ihr true/untrue an gängigen Klischees festmachen?

Wenn einem ein Mensch unsympatisch rüberkommt, dann liegt das doch eher daran, das man sich charakterlich nicht gesonnen ist und nicht ob dieser nun true oder untrue ist.

Preisfrage: Ihr habt bestimmt "Grufti-Freunde" die nicht unbedingt nach diesen gängigen Klischees leben und trotzdem würde euch nie einfallen, sie als untrue zu bezeichnen...

MfG Black Rat :cool:
Charnel[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]
Praktiziert wird es hauptsächlich von Kiddies, die in einer Subkultur, in der Gruppe wohl etwas sehen, was ihnen ihre fehlende eigene Persönlichkeit ersetzt[/B][/QUOTE]

leute die einer szene angehören möchten, haben wohl auch eine mehr als lückenhafte Persönlichkeit, oder ?!
HaevionNein, sie orientieren sich nur. Aufgrund einer Orientierung kann man keine Rückschlüsse auf soetwas komplexes wie eine Persönlichkeit schließen.
Charnelmag ja gut sein, dennoch fallen hier viele auf die mehr als einmal so texte wie "bin grad erst seit kurzem in der szene" oder "will ihn die szene" auf !
das is doch genau das selbe was die ehrenwerte thread starterin anprangerte, oder ?!
Sathana[QUOTE]Preisfrage: Ihr habt bestimmt "Grufti-Freunde" die nicht unbedingt nach diesen gängigen Klischees leben und trotzdem würde euch nie einfallen, sie als untrue zu bezeichnen...[/QUOTE]

Das finde ich mal eine wahre Feststellung.
rosenkindnunja, ein "bin noch nicht lange in der Szene" würde ich nicht zwangsläufig in die Richtung schieben. Kann auch einfach nur heißen, dass man sich mit ner bestimmten Thematik (Denn auch eine Subkultur weißt grundsätzlich irgendwelche Zusammenhänge auf im Sinne einer Interessensgemeinschaft, sonst würde es keine Subkultur geben) eben noch nicht so lange befasst. Dann ist es legitim zu sagen "hallo, bin neu". Genauso wie es legitim wäre, zu sagen "ich spiel noch nicht lange Fußball", wenn man erst 2 Wochen spielt.

Zum Rest: definiere bitte genauer, was du meinst. "zu einer Szene gehören möchten" ist recht schwammig, es könnte bedeuten, dass jemand dazu gehören möchte, um eine Ettikette zu besitzten, um sagen zu können "ich bin Punk/Goth/Hippie ect." oder es könnte bedeuten, dass jemand lediglich auf der Suche nach einem Umfeld (mit Umfeld meine ich nicht nur Menschen) ist, dass seinen persönlichen Gedanken, Interessen und Vorlieben entspricht.
SathanaHm, wenn ich das hier alles so lese, dann erinnert es mich schwer an eine Vorlesung, die ich mal hatte. Da ging es auch um Kommunikation und die Behauptung, dass jeder Mensch seine Vorurteile hat.
Ich muss ganz offen sagen, wenn ich schwarz gekleidete Menschen sehe, die etwas "extremer" aussehen, dann geht so das Wort "Goth" oder "Grufti" durch meinen Kopf und die Person kommt mir im Alltag gleich sympathischer vor, als irgendwelche "grauen Mäuse" die vielleicht drumherumstehen und dich nicht mal 5 sec. in meinem Gedächnis bleiben. Während ich punkig angezogene Leute eben als Punks einstufe und an der FH Leute mit Dreadlocks gleich in den Fachbereich Sozialpädagogik einordne und oft, vielleicht sogar größtenteils mag das sogar stimmen. Und obwohl ich das selbst tue ärgere ich mich doch oft, wie mich fremde Leute einstufen. Ich bekam beispielsweise oft gesagt, ich hätte eine arrogante Ausstrahlung, entweder wurde ich als Püppchen oder Tussi eingestuft, oder als arroganter Grufti.
Die Leute die mich nicht kennen mögen nicht wissen, das ich oft schüchterner oder ruhig bin und das als arrogant gilt. Und dass ich auf mein Aussehen und meine Kleidung achte heißt nicht, dass ich Charts höre und Mamis Liebling bin. Wenn ich beispielsweise im Chat bin und dann erzähle, dass ich Black Metal höre, dann heißt es wiederrum ich hab mir dich ganz anders vorgestellt, wenn man dann mal jemanden von den Leuten trifft. Ist schon komisch, aber jeder hat doch ein gewisses Schubladendenken und jeder findet es scheisse, wenn man selbst ein Etikett aufgedrückt bekommt.
Ich gebe zwar schon hier und da mal Kommentar von mir, sieh mal, der da drüben ist bestimmt ein BWLer oder derartiges aber immer noch mit einer gewissen Portion Humor und wenn man solches Denken zu ernst nimmt, dann ist das nicht angebracht.

Dieses true/untrue gibt es doch eigentlich nicht. Jeder der meint "dazuzugehören" gehört halt in irgendeiner Weise dazu. Derjenige muss sich ja nicht in einem Kreis von Altgrufties einordnen, wenn er gerade ein "Neuzugang" ist. Bzw. habe ich schon jüngere Goth getroffen, die nachfragten, was man denn so als Grufti für Musik hört und dass haben die beiden so nett gefragt, dass sie das gleich nett und sympathisch gemacht hat. Wahrscheinlich würden sie hier auch als untrue gelten, aber inzwischen sind sie vielleicht schon mehr in der Szene integriert als viele andere, die sich über solche Leute hier aufregen...
Miss_Kitty[QUOTE]Das heißt: er sieht sich selbst in der Subkultur wiedergespiegelt (und nicht umgekehrt) und sieht diese lediglich als Interessensgemeinschaft von ähnlichen fühlenden und denkenden Individuen an, die trotz der Gruppe Individuen mit individuellen Vorlieben und Chrakterzügen sind[/QUOTE]

Bin ganz deiner Meinung:)

*sich mal umguckt* also, meine Vorhänge sind Orange, Marilyn Manson steht gleich neben meiner Vanilla Ninjas CD, das einzigste was in meinem Zimmer Schwarz is, is der Tisch, was aber niemand sieht da er für gewöhnlich völlig zugemüllt ist, meine Hose is blau, das T-shirt bunt und Patchuli steh ich zwar voll drauf, wird aber meistens von meiner Vanilleduftwollke übertüncht, hehe...Oh gott bin ich untrue *g* untrue sein is cool:D
sulucnumoHWie schön! *auch mal loben muss* Ich bin sehr erleichtert, dass es ja offensichtlich genug leute gibt die kritische gedanken zu diesem thema hegen.
Das einzige was ich zu dieser true-untrue-geschichte sagen kann ist:
Ich glaube nicht an die "Szene"an sich. Ich sehe keine kriterien und grenzlinien durch die man entscheiden kann wer gothic und wer nicht ist. manche meinen jeder der sich schwarz kleide sei gothic (oder gar satanist o.O), andere sind der meinung, hörer einer band, die schon mal in den Top 500 war, sind "untrue", "poser", "gelegenheitsgruftis".
Ich muss es immer wieder sagen: ich denke jeder Mensch hat in sich mehr oder weniger dieses Tier Gothic, aber die Leute, die sich selbst so definieren, lassen es auch raus oder rufen es bewusst herbei. Ich bin gegen diesen Begriff der Szene (schubladendenken etc.). Jeder sollte einfach das hören, tragen und tun was ihm gefällt ohne lange über den Grund nachzudenken. Wer natürlich ist, ist auch individuell und hat es nicht nötig durch geheuchelten extra-evil-insider-anti-mainstream-musikgeschmack so rüberzukommen. "True" , "Untrue", "Gothic","Nicht Gothic"..das ist was für kleingeister. Wir sind doch alle einfach wir und solange wir uns nicht durch diesen individualismus-wunsch selbst verleugnen, kann uns keiner etwas vorwerfen, scon gar nicht, dass wir "untrue" sind.
So sehe ich das =)

mfg
Machts gut,
Homunculus


Ach ja, bloß mal so nebenbei erwähnt: ich selbst bin erst 14 und habe die 80er ganz sicher nicht miterlebt..bin ich deswegen jetzt weniger "true" als die gothic-generation? haben alle 30-40-jährigen ein privileg auf diese selbstdefinition?
MccDanieldieses ganze true untrue diskussion is doch total sinnlos, genauso sinnlos wie diese worte irgend jemand an den kopf zu werfen der sich den schuh dann wahrscheinlich auch noch anzieht wenn er über eine noch nicht so gefestigte persönlichkeit verfügt.....ausserdem hat niemand das recht so ein urteil über einen anderen zu fällen, da diese true/untrue "richtlinien" sowieso ziemlich fliessend sind und vom jeweiligen betrachter abhängen.......also am besten diese beiden worte einfach aus dem wortschatz streichen :D


dat daniel
MorwenIch gebs zu, ich hab den Tread nicht ganz durchgelesen, aber ich wollte folgendes mal los werden, und ich dachte dieser Tread sei passend...

Viele regen sich (auch hier) immer wieder über "Pseudo" Goths auf. Also Leute die einfach "gothic" gerade cool finden weils gerade IN ist, die dahinter keine Lebenseinstellung sehen/haben, die sich einfach mal schwarz anziehen etc.

Aber wieso aufregen? Diese Leute tun doch keinem weh.

Aber was mich vielmehr aufregt sind eben diese "truegoths" wie ihr sie hier nennt.

Ich selbst hab nie von mir behauptet Goth zu sein. Ich werd nicht gern schubladisiert. Ich mag Mittelalter Veranstaltungen, steh auf Fantasy...
Ich lache viel, habe Spass, hab nicht immer Depressionen etc.

Und da muss ich doch tatsächlich Beschimpfungen und Beleidigungen über mich ergehn lassen von ebensolchen "Obergoths", wie Pseudo ich doch sei, wegen Leuten wie mir gehe die Szene vor die Hunde etc.

Ich bin nicht sauer wegen sowas, meist spricht nur der Neid daraus, und ich finds sehr lächerlich.

Aber ich finds extrem traurig. Gerade diese Leute wo sich für soo sehr "gothic" halten sind so untolerant und (gemein=)kindisch...
Montrose[QUOTE]Viele regen sich (auch hier) immer wieder über "Pseudo" Goths auf. Also Leute die einfach "gothic" gerade cool finden weils gerade IN ist, die dahinter keine Lebenseinstellung sehen/haben, die sich einfach mal schwarz anziehen etc.[/QUOTE]Ist denn jeder, der sich schwarz anzieht, automatisch ein Goth?

[QUOTE]Aber wieso aufregen? Diese Leute tun doch keinem weh.[/QUOTE]Naja, sie sind halt dann in dem, was sie tun, typsch neudeutsch, sprich ohne Identität, und das tut weh.

Die Deutschen sind auf einem permanenten Selbstverkleidungstrip. In den 50gern/60gern waren sie plötzlich alle auf dem Österreichischem-Adel Trip oder hielten sich Cowboys und Indianer (Peter-Alexander- Musicals *würg*; "Ich will einän Kauboi aaals Mann, damdideldimdidu").
In den späten 60ger und 70gern gab's in Benares mehr Deutsche Kiffer als einheimische Inder. Wenn man auf einen Satu/Fakir traf, stammte der mit Sicherheit aus Bochum oder Dortmund.
Derzeit machen wir alle ein bißchen einen auf Weltschmerz ...Ramstein und die große Lebenskrise gehört ja heute zum guten Ton wie vor dreißig Jahren das gebügelte Hemd und die Krawatte.

Es tut weh, diese Versuche anzuschauen, etwas zu sein, was man eben nicht ist... nämlich ETWAS zu sein.
Morwen[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]Ist denn jeder, der sich schwarz anzieht, automatisch ein Goth?[/QUOTE]

Oh, ich glaub ich hab mich nicht gut genug ausgedrückt, oder du wolltest mich nicht verstehn...;)

Es gibt ja immer wieder solche Leute (Ich seh das aus dem Bekanntenkreis), die plötzlich beginnen "Gothic" sein zu wollen, z.b weil sie Jemandem nacheifern...
Und sich dann halt gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen, gar nicht im Innern "Gothic" sind, sondern einfach Oberflächlich...
Und dies meinte ich mit dem schwarz anziehen, ich hab genug oft solche Leute erlebt die dachten man ist (wird) "Gothic" wenn man sich schwarz anzieht, nie mehr lacht, und immer möglichst böse dreinblickt... :)

[QUOTE]Naja, sie sind halt dann in dem, was sie tun, typsch neudeutsch, sprich ohne Identität, und das tut weh.[/QUOTE]

Nun, für Deutschland kann ich nicht sprechen, bin aus der Schweiz...:D

Aber von "solchen" Leuten möchte ich so oder so nichts wissen, ob nun "Normale" oder "Goths".
Mit "Solche" meine ich Leute, die nicht sich selbst sind.
Die sich verstellen, einem Trend folgen, sei es nun dem Mainstreem, oder der Gothic Szene.
triggerKürzlich lief ich mit meiner Freundin durch die Strassen von Bern, es war am späten Abend. Wir kamen von einer Party nach hause und waren angetrunken und haben gelallt und gegröllt. Da kam uns ein Goth, vieliecht 14 Jahre alt trug einen schwarzen Mantel, entgegen und bezeichnete mich als "Verräter der Szene und als untrue" :o

Was solls ? Wer ausser diesem beschränkten Subjekt unsere Gesellschaft intressierts ob ich true bin oder nicht ? Objektiv bin ich untrue..Hab weder Rangers noch Pikes, latsche in französischen Armeestiefeln herum, haben einen schwarzen Kutscher, trag keine Kreuze etc ausser meinen Mjöllnir, hab ne Freundin die ich sehr liebe.und hab diverse Haustiere und lungere nicht auf Friedhöfen herum weil ich im Umkreis von 20 km der einzige "Goth" bin. *wow, bin ich untrue*

Fazit : Niemand ist so untrue wie ich. Aber meine Kumpels ("Normalos" und Goths) intressiert das nicht und mich au nicht.Ich trage das, was ich will, nicht was Szene Kiddies mir vorschreiben.

Ich eifere niemanden nach, wenn ich mit meinen normales Kumpels im Ausgang bin, bin ich der einzige der schwarz angezogen ist, ich bin der einzige der mit einem schwarzen Mantel zur Schule geht. Aber niemand stört sich daren. So sollte es auch in der ach so TOLERATEN Szene sein.
MallaianMal sehen. Du willst nicht wieder einen "erklär mir Goth" aber...

True or Untrue...
Um das sagen zu können muss mann erst wissen...
Was ist Goth.

Diese ist subjectiv. Ganz einfach erklärt, was nicht erkärbar ist.
Goth... is Goth, nothing more.

Zu meiner Zeiten (anno 1979) gab es nie die Frage "was ist..." oder "true/untrue". Wir haben nicht gesagt "wir sind Goth" sondern unsere umfeld hat gesagt "ihr seid Goth". Keiner von uns hat versucht sich von die algemeinheit abzuwenden, statt dessen wurden wir verstossen, wegen unseren Music, Kunst, Mode, etc. Wir fanden einander und bildeten ein "clique" wie jeder andere gruppe auch, z.b. Hippies, Rockers, Punks, etc. und da wir eh als "Goths" bezeichnet wurden, bleib es. Wir schlossen niemand aus, wir versuchten nicht anderen uns als "Goths" zu sehen oder bezeichnen. Wir waren, wie wir waren, alle anderen gezeichneten uns als Goth.

[QUOTE][i]Original von Nnordy[/i]
Allerdings muß ich eins konstatieren: Ihr (Vorsicht, Pauschalisierung!) traut den "Älteren" doch ein wenig zu wenig zu. Es ging nie um die Frage "echter Goth oder Pseudo" - zumindest nicht in diesem exzessiven Ausmaß wie sie heute betrieben wird. DAMALS (und ich gehör hier noch zu den Jüngeren wenn ich sage: 1991) gab es einfach noch nicht so viele Leute wie heute, die etwas ....[/QUOTE]
Stimme dir voll zu.

Persönlich sehe ich es so. Wenn jemand als Goth bezeichnet sein muss um "Goth" zu sein, ist dieser person ein "Szenen-Goth"

Es gibt kein "true" oder "untrue" Goths. Es gibt aber die verschiedensten klassen von Goths. Metal Goths, Punk Goths, Gravers, Vamps, Techno-Goths, Szenen-Goths.

Und nochmal von meine Zeit zu reden. Ich bin, wie ich bin, Ihr bezeichnet mich als Goth. Wir brauchen keine Titel um so zu sein wie wir sind, wir sind, so wie wir sind.

Goth... is Goth, nothing more.
TagDesZornsTrue und Untrue ist ausgemachter Unsinn, finde ich.

Ich kaufe meine Klamotten (wenn sie schön sind und schwarz) auch bei H&M, trage keine Bondagekleidung usw und würde jeden auslachen, der mir dann mit True/Untrue daherkommt.

Was ich aber nicht mag sind "Wochenendgoths" die die Woche über total normal sind und sich nur für die Disko auf Goth Stylen, meist nur um dort beim anderen Geschlecht besser anzukommen. Das kann ich nicht leiden, aber naja, aktzeptieren muss man es auch.

Bye,
Tom
XandrinBevor ich anfange zu schreiben möchte ich erst einmal sagen, das ich keine Ahnung habe in welches Forum ich meinen Beitrag setzen soll. Hätte das auch genauso gut in "Augen durch die Nacht" Oder des "Kaisers Bart" setzen können...Wenn es falsch gesetzt ist, dann bitte verschieben.
Genauso weiß ich nicht in wie fern, das Thema schon behandelt wurde, habe mit Hilfe der Suchfunktion kein konkretes Ergebnis gefunden...also sollte es schon bestehen, dann Sorry!

Ich sitze hier und lese im Board. Dabei stelle ich immer häufiger fest wie oft doch das Wort "Mitläufer" verwendet wird.
Ich finde es teilweise wirklich schlimm, als wann man als Mitläufer betitelt wird.
Mir sind schon die absurdesten Dinge um die Ohren geflogen, wo dran Mitläufer festgemacht werden. z.B. Das jemand nicht gerne in Clubs geht, das jemand nicht tanzen kann, das jemand sich nicht schminkt, lieber Metal hört als elektronische Musik (??) und das schlimmste: Das man durch andere Menschen auf den Trichter gekommen ist sich "schwarz zu kleiden"...Leute das find ich zum kotzen!

Ich bin auch durch andere Menschen vor nun fast 6 Jahren "schwarz" geworden.(finde dieses "schwarz werden" klingt einfach nur scheiße)
Und ch habe auch eine Freundin, die irgendwann als "Bunter" (auch der Begriff geht mir tierisch auf die Nerven) Mensch in unsere damalige Gruppe gestoßen ist, und nach einer gewissen Zeit sich selber nur noch schwarz gekleidet hat. Genauso das Gegenteil, eine, die ich als "schwarze" kennengelent habe, kleidet sich nicht mehr so...oder nur noch selten, und läuft normal rum (auch schwarz ist normal) ...ich zähle sie immer noch dazu. Und sie selber sich auch.
Unsere Gruppe von Menschen gibt es nicht mehr, ich habe keine Ahnung was aus dem Großteil geworden ist (bis auf die beiden, von denen ich gerade erzählt habe, und noch 1 oder 2 Abdereb) Zu denen hab ich noch immer Kontakt.
Die eine läuft immer noch in schwarz rum...und ich habe sie nie auch nur im Ansatz als Mitläuferin betrachtet, genauso wenig wie ich mich als Mitläuferin gesehen habe.

Egal wie unterschiedlich die Beweggründe auch sind/sein können, und wie lächerlich vielleicht einige Beweggründe erscheinen, so denke ich, das jeder sein eigenen Grund hat. Und es ist egal in welchem Alter oder Situation dieses auch geschieht! Mir jedenfalls.

Wie sieht das bei euch aus? Ich meine wenn jemand als Mitläufer beschimpt/betitelt wird, dann würde mich einmal interssieren wo dran ihr einen "Mitläufer" fesmacht!
KrixxAn dieser Stelle würde ich auch noch Fragen, ob es schlimm ist ein Mitläufer zu sein, denn wie in vielen anderen Bereichen, sind manche Ausdrücke negativ behaftet, den Eindruck hab ich bei "Mitläufer".

Außerdem müsste "Mitläufer" mal vernünftig definiert werden und wenn es ein Begriff ist, der unter einem Wandel steht, dann wie man ihn heute festlegen würde.

Dies genau sind Ansprüche, die man bei einer vernünftigen (Vernunft ;) ) Philosphie zu erfüllen hat.

Fangen wir bei dem Wort an. Jemand der sich irgendwem anschließt, in die selbe Richtung geht, vielleicht auch ein Gefährte. Aber auch ein Mensch, der sich keine eigene Richtung aussucht, eben NUR mitläuft, kopflos ist.

Wenn ich so drüber nachdenke, dann ist man in unserer heutigen komplexen Gesellschaft immer irgendwo Mitläufer, weil es (fast) alles schon gibt. Und es eine Kreativitätsleistung erfordert, sich selbst neue Dinge auszudenken. Somit könnte man zum Begründer einer neuen Richtung werden, aber dorthin zu kommen ist nicht leicht und ob man am Ende damit glücklich ist, weiß man auch nicht, vor allem weil sowas auch mit Einsamkeit verbunden ist.
Das könnte man als den Ursprung sehen. Einsamkeit, man will irgendwo dazugehören, ist das schlecht? Andererseits besteht vielleicht die Gefahr sowas wie seine Individualität zu verlieren, das wäre für mich auf jedenfall nichts.
Also bei mir ist das so, dass ich vor allem bei "schwarz" mitlaufe, aber nicht nur.

Wie man sieht, ein sehr komplexes Thema, und für verschiedene Aspekte, könnte man ein neues aufmachen.
Demon17Dieses ganze true/untrue Gerede und damit auch Begriffe wie Mitläufer, ist meines Erachtens Ausdruck der Identitätsuche junger Menschen. Gothic ist zu einer Instant-Identität aus dem Gothic-Shop geworden. Deswegen wird die Zugehörigkeit überwiegend an Äußerlichkeiten fest gemacht. Die Einstellungen, die schwarze Kleidung irgendwann einmal ausdrückte sind weitgehend irrelevant geworden. Die Moder wird vergehen, die Einstellungen werden bleiben. Bis es irgendwann wieder chic ist schwarz zu tragen und sich nichts dabei zu denken.
Xandrin@ Demon17
Ich denke das wir uns momentan in so einer Phase befinden...und ich finde es nicht weiter schlimm. ich denke jeder kann/darf tragen was er/sie will.

@ Krixx
Ich sehe das ein wenig anders als du...
Wie ich oben shcon geschrieben habe gibt es in meinen Augen die Mitläufer, wie sie nun einmal gerufen werden nicht.
Ich denke gerade weil es schon (fast) alles gibt muss man sich doch für irgendwas entscheiden. Und da entscheidet man nun einmal für das was einem an meisten zusagt
Ein Mensch muß nicht Kopflos sein um sich irgendwo anzuschließen. Im Gegenteil. Ich denke das es sogar sehr durchdacht ist. Denn wie du schon sagtest, er will irgendwo dazugehören. Irgendwo ist falsch. Sondern in einer ganz bestimmten Gruppe seinen Platz finden...Finde ich voll okay.
Oft liegt es aber leider auch an der jeweiligen Gruppierung, ob diese den "Neuen" so akzeptiert wie er ist, oder ob er/sie dazu gewungen ist, sich anzupassen...das anpassen wäre blöd. Aber wenn das auf eigenen Wunsch geschiet, ohne das da jemanden reingeredet wird, dann ists doch in Ordnung
GreteIch denke, dass viele das Wort 'Mitläufer' so oft benutzen, weil es schon mehr oder weniger 'üblich' ist andere, vor allem Jüngere so zu bezeichnen.
Ich könnte mir vorstellen, dass viele (oft) keinen wirklichen Grund dazu haben, sie haben es einfach nur so aufgefasst, weil es eben so viele andere auch sagen.
Somit wären dann die jenigen in einer gewissen Weise 'Mitläufer', da sie dieses Verhalten imitieren.

Aber ich denke auch, dass man das Wort 'Mitläufer' nicht vollkommen erklären kann.
Manch einer mag sagen, dass dieser oder jener ein 'Mitläufer' ist, weil er sich in einer einzigen Situation so und so verhalten hat und weil er gerade dazu noch so jung ist.
Dies bedeutet dann aber noch lange nicht, dass der sogenannte 'Mitläufer' insgesamt in seinem Handeln und Denken keinen wirklichen Sinn sieht, er mag vielleicht viel tiefgründiger sein als der, der ihn so benannte.
Wenn man jemanden an Hand von einer einzigen oder wenigen oberflächlich beobachteten Situationen als 'Mitläufer' betiteln möchte, könnte man doch dies gleich als Vorurteil betiteln.
Und wo ist dann die hochgelobte Toleranz?!?

Aber ich denk auch, dass sich viele dadurch selbst in ein besseres Licht rücken wollen, indem sie andere schlecht machen. Dies ist dann das übliche in der Gesellschaft ablaufende Schema.
FayveMitläufer ist ein Wort das man wie jedes andere Wort auch definieren kann.
Wenn man ein Wort benutzt hat man einen Begriff davon,der Begriff kann falsch sein.Er ist falsch wenn er nicht mit dem Allgemeinbegriff übereinstimmt.

Wie schon gesagt es gibt überall Mitläufer ,das ist normal.
Und da dran wird auch niemand was ändern können und es muss auch nicht geändert werden.

Jeder lässt sich irgendwo durch andere beeinflussen und folgt des wegen zum Beispiel irgendwelchen Trends.
Es ist nicht schlimm und man brauch sich dafür nicht umbedingt zu schämen.
Nur sollte man nicht irgendwann das Denken komplett aufgeben und nur noch Vorgegebenen Meinungen folgen,ab und zu mal sollte man auch Dinge hinterfragen.
MenedemosDas gehört in die "Augen".
rosenkindMitläufer sind in meinen Augen Menschen, die aufgegeben haben, sich immer wieder selbst neu zu suchen.
Die meisten, die von Mitläufern reden, sind sie meist selbst, denn es derzeit in von Mitläufern zu reden...
KrixxDiese Entwicklung finde ich sehr interessant

Ist es nicht so, dass man normalerweise mit Menschen zusammen ist, die man aus irgendwelchen Gründen mag. Nehmen wir mal an, in einer Gruppe haben alle schwarze Klamotte an (so rein hypothetisch ;) ). Wenn jetzt jemand, den diese vielleicht vom sehen kennen und nie schwarz getragen hat, plötzlich mit schwarzen Klamotten auftaucht und sich zum Beispiel um Kontaktaufnahme mit der Gruppe bemüht, dann würde ich zum Beispiel dazu neigen, ihn als Mitläufer zu bezeichnen. (Diese Situation ist mir noch nicht passiert, rein fiktiv)

Klingt das realistisch bzw. würden die meisten ebenfalls dazu neigen, diese Person als Mitläufer zu bezeichnen? Ansonsten würde ich gern mal andere Beispiele lesen wollen, an denen man direkt analysieren kann, was es mit dem Phänomen Mitläufer auf sich hat.

Mögliche Ansätze wären z.B. aus welchen Motiven, der Entsprechende handelt und wie man diese mit dem Begriff Mitläufer verbindet usw.

@Fayve: Es gibt viele Wörter, die man nicht befriedigend oder engültig definieren kann. Eben auch solche, die unter einem steten Wandel stehen. Und ob eine Definition richtig ist, hat nichts damit zu tun, dass die Mehrheit das so sieht, sondern dies ist eher institutionalisiert, denken wir an den Duden. Wenn die Mehrheit etwas als richtig ansieht, dann bestehen lediglich gute Chancen, dass dies übernommen wird. Ein Beispiel: Wie definierst du Würde? Sogar unser Grundgesetz ist insofern angreifbar, dass es diesen "unantastbaren" Begriff nicht definiert. Das Problem bei Würde ist, dass es ein sehr abstrakter Begriff geworden ist.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von TagDesZorns [/i]
[B]
Was ich aber nicht mag sind "Wochenendgoths" die die Woche über total normal sind und sich nur für die Disko auf Goth Stylen, meist nur um dort beim anderen Geschlecht besser anzukommen. Das kann ich nicht leiden, aber naja, aktzeptieren muss man es auch.
[/B][/QUOTE]

Das würde ja bedeuten, dass es nur auf das äussere ankommt? Was ist mit Leuten, die in der Woche einfach nicht die Zeit haben, morgens 2 Stunden vor dem Spiegel zu stehen? Was ist mit den Leuten, die es beruflich nicht können?

Ich selber laufe zwar meistens schwarz rum, nur am Wochenende extremer, denn da gehört es für mich zum Zelebrieren des ganzen dazu.
Ich sehe mich keineswegs als Wochenendgrufti, als Goth sowieso nicht, weil ich dieses Wort nicht ausstehen kann. Und die true/untrue Diskussion erübrigt sich für mich sowieso, es gibt diese Leute eben, und sie sind mir mittlerweile sch***egal, solange ich nach wie vor meinen Weg gehen kann und ich sein kann.
FayveNagut es stimmt schon bei manchen Wörtern gibt es Definitionssschwierigkeiten.Aber das ändert nichts daran das man man von der Bedeutung eines Wortes weiß wenn man es benutzt.Wenn man ein Wort benutzt geht man davon aus das man selber und sein Gegenüber das Wort kennen,wie sollte man das Wort sonst benutzen.Die Kommunkation setzt doch voraus das das einzelne Wort ein Begriff für beide Kommunizierende ist.
Wenn man einen Wort benutzt muss man das Wort definieren können,es kann Unklarheiten geben ,aber man muss ein Wort erklären können.
Man einigt sich auf die Bedeutung von Wörtern,das kann eine einzel Person sein die einem Wort eine Bedeutung gibt oder eine Gruppe.
Nagut es war falsch was ich gesagt habe,die Bedeutung eines Wortes muss nicht immer falsch sein nur weil die eigene Auffassung eines Wortes nicht mit der Auffassung der Mehrheit übereinstimmt.
Aber die Kommunikation setzt eine Einigkeit über die genaue einzelne Begrifflichkeit einzelner Wörter voraus.

Würde ist ein nicht besonders einfach zu definierendes Wort,ich habe eben mal nach geguckt und überall wird die Unklarheit an diesem Wort deutlich,trotzdem ist es ein Wortdas man benutzt und ein Begriff ist und deswegen definierbar sein muss.
Ich denke desto schlechter man eine Sache definieren kann desto weniger weiß man über sie.

Menschen laufen Trends hinter her ohne oft viel darüber nachzudenken.
Wenn es zum Beispiel "in" ist einen Anzug zu tragen und ihn alle tragen begründen manche Menschen das tragen des Anzuges damit das alle einen tragen.Aber für das Tragen eines Anzuges gibt es nicht umbedingt einen anständigen Grund,der Grund ist doch der das man nicht aufallen will und komisch angeguckt werden will .
Wie würde einem ein Polizeibeamter vorkommen der In Pink seine Uniform trägt?Nagut Polizeibeamte haben Dienstkleidung ,aber das viele der Polizeibeamten werden wohl nicht hinterfragen warum sie genau diese Farben tragen.
...ist nur ein Beispiel
Goat93Hab mir nicht alles durchgelesen, warum auch?

Aber bei der Diskussion wird meist vergessen, das die
"alten" das ganze nicht nur als Klischee und als Nachmittags-
Hobby gemacht haben sondern diese Form als Kampf gegen
etwas begonnen haben und dafür auch so manche Probleme
ausgesetzt waren, Abstriche machen mußten usw.
Damit ist allerdings nicht der Stubenarrest gemeint -,-

Das diese Leute, die viel ihres Lebens dafür aufgebracht haben
nun andere Kritisieren, die das ganze eben als Hobby oder
Gesellschaftskonform praktizieren kann ich dann schon verstehen...

Es ist halt nen Schmaler Grad zwischen Überzeugungm, Kitsch, Klischee
und Lebensinhalt...
rosenkindund wer sagt, dass ein grfutie, der Metal hört, nicht dieselben Abstriche machen muss?
HeckeWas soll das ganze hier werden?
Denkt ihr vielleicht, dass ich mit einem Vortrag über was auch immer nun der voll konkrete Checker bin, Plan von allem habe und der Boss der Szene bin, WEIL ich so viel Ahnung von "Scheiße, bin ich Schwarz" habe?

Eure künstliche Aufregung geht mir mittlerweile auf den Keks, weil ihr damit selbst die Szene zerstört. Um mal etwas festzuhalten, was keine Sau verstehen will:

- die Schwarze Szene soll eurer Meinung nach toleriert werden

Wenn ich auf Newcomern rumhacke , wie peinlich sie doch für die eingefleischten Gruftis sind, wird das nie was... Lasst sie entweder links liegen, oder beschäftigt sie sinnvoll.

- die Schwarze Szene möchte akzeptiert werden

Wenn schon nicht mal die Toleranz funktioniert, dann wird es mit der Akzeptanz erst recht nix.

- was mal war, war besser

Mag ich selbst auch zugeben, nur man muss mit der Zukunft EBENFALLS klarkommen. Es ist doch logisch, dass sich alles weiterentwickelt und nie was bleibt , wie es sein soll. In 10 Jahren sehe ich die Schwarze Szene schon anders als jetzt. Und wem haben wir das zu verdanken? Den Leuten, die denken, true zu sein, weil sie die Schwarze Szene ja so perfekt kennen.

- Kleider machen Leute

Ebenfalls korrekt. Aber wenn ich es recht in Erinnerung behalte, ist die Schwarze Szene doch nur eine Musikszene. Demzufolge, lasst mich bitte in Ruhe, wenn ich mit einem weißen Adidas-Shirt, Turnschuhen und Jeans zu einer Grufti-Veranstaltung gehe. Ich muss meinen Geschmack der Musik nicht mit schwarzen Klamotten zum Ausdruck bringen.

Wenn ihr was in der Schwarzen Szene erreichen wollt, dann solltet ihr die "Kiddies" totschweigen und euch nicht noch drüber aufregen und sie noch populärer machen, als sie es eigentlich schon sind.

Das war das Wort zum Donnerstag.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Hecke [/i]
[B]- die Schwarze Szene soll eurer Meinung nach toleriert werden[/b][/quote]
Im Gegenteil, wir haben nie Toleranz verlangt, wir wollten nur unsere Ruhe, daher existierte die "Szene" früher auch nicht wie heute, als sichtbare Szene...sie fand im weitestgehend geschlossenen Untergrund statt zu dem der Zugang nicht einfach war...!
[quote][b]
Wenn ich auf Newcomern rumhacke , wie peinlich sie doch für die eingefleischten Gruftis sind, wird das nie was... Lasst sie entweder links liegen, oder beschäftigt sie sinnvoll.[/b][/quote]

In der Regel hacken Newcomer auf anderen Newcomern herum, weil diese vier Wochen kürzer in der tollen "Szene" (also in irgendeinem Club) herumstolpern.

[quote][b] -die Schwarze Szene möchte akzeptiert werden[/b][/quote]

Seit wann...?
Jedem steht es frei, sich den Problemen zu entziehen, die es mit sich bringt, als "Gothic" herumzulaufen...Jedem...!

[quote][b]- was mal war, war besser[/quote][/b]
Es gab vor allem weniger Leute "drinnen" mit denen man Probleme hatte, denn es geb schlicht weniger Leute...!


[quote][b]Aber wenn ich es recht in Erinnerung behalte, ist die Schwarze Szene doch nur eine Musikszene. [/quote][/b]

Definitiv nicht...alllerdings gibt es seit einigen Jahren eine Clubszene, für welche dies gelten mag...!
Diese sollte aber nicht mit der zum Glück noch immer halbwegs intakten, eigentlichen Subkultur verwechselt werden, die bei weitem anderes als "Musik" zusammenhält...!
Montrose[QUOTE]Demzufolge, lasst mich bitte in Ruhe, wenn ich mit einem weißen Adidas-Shirt, Turnschuhen und Jeans zu einer Grufti-Veranstaltung gehe.[/QUOTE]Das macht die Atmosphäre der Veranstaltung kaputt. Wenn man den Sinn einer Sache nicht versteht oder kein Gespür dafür hat, dann sollte man zur nöchsten Haustür weitergehen. Es gibt genug andere Veranstaltungen für Leute mit weißen T-Shirts und Turnschuhen.

[QUOTE] nur man muss mit der Zukunft EBENFALLS klarkommen[/QUOTE]Hast Du schon mal einen Baum ohne Wurzeln gesehen?

[QUOTE] Aber wenn ich es recht in Erinnerung behalte, ist die Schwarze Szene doch nur eine Musikszene.[/QUOTE]Das ist falsch. Das merkst Du zum Beispiel daran, daß die Musikstücke Texte haben. Und Texte haben eine Bedeutung, die über die Musik hinausweist. Mal ganz abgesehen davon, daß sich Schwarze an Orten treffen, wo überhaupt keine Musik läuft. Burgen und Friedhöfe sind in der Regel Bimbomat-befreite Zone.

[QUOTE]die Schwarze Szene möchte akzeptiert werden[/QUOTE]Mit Sicherheit nicht. Denn wenn ich akzeptiert werden will, räume ich einem anderen ein, daß er über mich entscheidet. Und das hat ein Gothic nicht nötig. Gothic ist Elite, die anderen haben sich gefälligst zu bemühen, daß sie von uns akzeptiert werden.


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Grüße an den Goth-Papst. :cool:
rosenkindwenn man mit Intoleranz rechnen muss, wenn man in "normaler" Kleidung auf einem Konzert auftaucht, frage ich mich, warum man sich als Subkultur tiefsinnig rühmt?
Wurden auf dem NWT welche ausgeschlossen und niedergemacht, die nicht (nur) im Einheitsschwarz rumliefen? Ich hab sowas jedenfalls nicht beobachtet...
ja klar, gehört die Kleidung irgendwo dazu -> zur Subkultur als ganzes. Ich seh die Engstirnigkeit aber nicht ein, wenn ein paar Individuen diesen einen Teil ablehnen. Nicht, wegen gesellschaftlicher ausgrenzung, sondern einfach aufgrund von Geschmack. Viele dieser bunt angezogenen Dunkelkinder, die ich bisher kennengelernt habe, waren dem, was diese Subkultur mir bedeutet wesentlich näher als die Mehrzahl der schwarz angezogenen Jugend, die ich bisher kennen gelernt habe.
Und bitte, wenn es euch gefällt: hackt auf mir rum, sagt mir, dass ich mit meinen 19 Lenzen ja keine Ahnung von der guten alten Zeit habe, dass ich dran schuld bin, dass es die Subkultur bald nicht mehr gibt und dass ich ja sowieso keine Ahnung von der ganzen Sache habe. Wenn die Kleidung gleichgestellt wird mit dem Lebensgefühl, dann ist es mir eigentlich ganz recht, wenn ich "keine Ahnung hab".
Warum ich das sage? Nicht, weil ich drüber diskutieren möchte, sondern weil es mich allmählich ankotzt und es einfach mal raus musste. Die Diskussion darüber können andere fortsetzen...

Thema Akzeptanz/Toleranz:
akzeptiert werden möchte ich als Individuum, als Mensch, ebenfalls von Individuen, von Menschen. Nicht "akzeptiert" werden hingegen möchte ich als Dunkelkind von der breiten Masse. Was ich genau damit meine ist: wenn ich einen Menschen kennenlerne, egal aus welcher Sparte, der mir sympatisch ist und mit dem ich mir durchaus mehr vorstellen könnte als die morgendliche Standartfloskel "hallo", möchte ich nicht, dass dieser Mensch mich in meiner Persönlichkeit ablehnt, nur weil ich zu einer anderen Sparte gehöre. Auch möchte ich als Individuum anerkannt werden und nicht nur als "der anonyme Gruftie Nummer 20000001". Wenn ich z.B. sage, dass ich Pentagramme mag (oder was auch immer), dann möchte ich, dass diese Eigenschaft nicht den Gedanken auslöst "ah, Grufties mögen Pentagramme", sondern "aha, die mag Pentagramme". Ich kanns schwer erklären, ich möchte halt eben entpersonalisiert werden, um NUR noch als Rädchen im Getriebe einer großen schwarzen Masse zu sein. Das Problem dabei ist, dass aber viele, sehr viele, besonders in meiner Generation sich als eben dieses Rädchen im Getriebe präsentieren. "seht mich an, ich bin Gruftie, deshalb mag ich Pentagramme" anstatt "seht mich an, ich mag Pentagramme und bin Gruftie". arghs, es ist so schwer das zu erklären... ich treffe auf immer weniger "Originale", auf Leute, die in der schwarzen Subkultur sind, weil sie dort eine Plattform für ihre Persönlichkeit finden, viel mehr auf welche, die ihre Persönlichkeit überhaupt erst darüber definieren. Ich will als "ich bin Gruftie geworden, weil es dem entspricht, was ich bin" gesehen werden und nicht als "ich bin so geworden wie ich bin, weil ich Gruftie bin"...das meine ich, ich will als Individuum akzeptiert sein. ich will noch ich selber bleiben. Wie gesagt, das ist ein Wunsch, die Realität sieht oft anders aus...

Das zweite ist, als Gruftie akzeptiert zu werden, was ich nicht möchte. Damit meine ich, dass ich zwar sehr wohl als Individuum gesehen werde, aber eben als Individuum, das sich einer bestimmten Gruppierung angeschlossen hat. Toleranz möchte ich schon, Toleranz heißt für mich, ein faires Umgehen miteinander, ein Leben lassen. Aber darüber hinaus genieße ich den Status als Sonderling, manchmal das Unverständnis, auf das ich treffe, das nicht-dazu-gehören. Den Stolz darauf hab ich mir über Jahre, in denen ich dafür ausgegrenzt und fertig gemacht wurde schwer erarbeitet und heute, wo ich an dem Punkt bin, dass ich dieses genießen kann, möchte ich nicht, dass es aufhört. Akzeptanz setzt für mich [B]vermeintliches[/B] verstehen vorraus. In dem Moment, wo dieses "Verstehen" beginnt, wird dem, was verstanden wird, ein Stück seiner Autonomie seiner Andersartigkeit gestohlen. In dem Moment, in dem die schwarze Subkultur akzeptiert ist, gilt sie als normal und wird vom Mainstream geschluckt (was natürlich schon längst im Gange ist, aber das ist eine andere Diskussion). Sie aber lehnte sich gegen den Mainstream auf, weil er ihr nicht das bot, was sie brauchte (und es immernoch nicht tut), in dem Moment, wo es also in die Normalität geschluckt wird, beginnt das Umwandeln der Ideale, das verdrehen, eben das schlucken und plötzlich ist man wieder missverstanden -> aber ohne Ausdrucksmittel, denn das wurde einem ja geraubt. Und nein, das möchte ich nicht

Lange Rede, kurzer Sinn: ich möchte zwar als das gesehen werden, was ich bin und als Individuum auch Kontakte nach außen knüpfen können ohne schwierigkeiten, ich möchte aber nicht durch akzeptanz gleichgeschaltet werden.

Davon mal abgesehen, wie soll man als Gruftie dem gruftiegn Lebensinhalt des Selbstmitleides in form von "heul, keiner mag mich"-Klagen nachgehen, wenn einen alle "liebham". Das ist existenzgefährdend! :D
EorlIch spende dir, rosenkind virtuellen Applaus für diesen Text.
Ich stimme in allen Punkten mit dir überein, und auch wenn du sagst es sei schwer zu erklären, es gelingt dir meiner Meinung nach hervorragend.
Allein, ein klitzekleiner fehler ist dir unterlaufen. Denn wenn ich dene Aussage nicht gänzlich mißverstanden habe, fehlt hier:

"ich möchte halt eben entpersonalisiert werden, um NUR noch als Rädchen im Getriebe einer großen schwarzen Masse zu sein."

eine Negation, des ersten Satzteiles. Und der ZWeite teil ist irgendwie ungrammatisch.

Dennoch, ein wunderbarer Text, den meinereiner so ohne zu zögern unterschreiben kann.
Gnom1218[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]
In der Regel hacken Newcomer auf anderen Newcomern herum, weil diese vier Wochen kürzer in der tollen "Szene" (also in irgendeinem Club) herumstolpern.
[/B][/QUOTE]

Stimmt, heute ist es so, daß die neuen Newcomer versuchen den ganz neuen Newcomern vorzuschreiben, wie man als Gruft zu sein hat. Teilweise versuchen sie soger alteingesessene als "ungruftig" abzustempeln, weil sie ihren persönlichen Vorstellungen von "true" nicht entsprechen. Und die sind, so Leid es mir tut, manchmal nichts anderes, als das, was andere Leute als Vorurteile gegen die "Szene" haben.

Allerdings habe ich es zu meiner Anfangszeit (so '92 oder '93) und auch in den Jahren danach oft anders erlebt. Dort gab es, zumindest im Würzburg, alt eingesessene, die vorschrieben, was "true2 ist und auch bestimmten, wer von Neulingen als "true" zu gelten hatte und deswegen akzeptiert wurde. Die Entscheidung, wer "true" war, hing dann oft vom Geschlecht ab. Weibliche Neulinge waren oft "true", weil der Alteingessesene was von ihnen wollte und wurden dann ganz schnell "untreu" wenn er einen Korb bekam. Mit der Folge, daß das Speichelleckergefolge des Alteingesessenene einen sofort fallen ließ...

Gerade dieses Verhalten kann ich heute zum Glück nicht mehr beobachten.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Das macht die Atmosphäre der Veranstaltung kaputt. Wenn man den Sinn einer Sache nicht versteht oder kein Gespür dafür hat, dann sollte man zur nöchsten Haustür weitergehen. Es gibt genug andere Veranstaltungen für Leute mit weißen T-Shirts und Turnschuhen.
[/B][/QUOTE]

Ganz übel Montrose! Ganz übel! Soviel zum Thema Tolleranz in der schwarzen Szene. Wann kam Gott denn bitte zu Dir und hat Dir verkündet, daß Du die Sache verstanden und ein Gespür für sie hast, weil Du schwarzgekleidet zu ner Gothveranstaltung gehst? Oberflächlichkeit in reinster Form!
Darket[QUOTE]Ganz übel Montrose! Ganz übel! Soviel zum Thema Tolleranz in der schwarzen Szene. Wann kam Gott denn bitte zu Dir und hat Dir verkündet, daß Du die Sache verstanden und ein Gespür für sie hast, weil Du schwarzgekleidet zu ner Gothveranstaltung gehst? Oberflächlichkeit in reinster Form![/QUOTE]
Uh uh Gnom, Du hast gerade zwei sehr wichtige Nachtweltengebote mißachtet:

1. Du sollst nicht schreiben "Toleranz" mit zwei l.

2. Du sollst nicht legen alles auf die Goldwaage, was Montrose so sagt.
khaosDie ganze Diskussion von true und untrue ist doch totale Scheiße!

Das geht mir sowas von am A... vorbei. Ich bin wie ich bin und damit hat sichs. Wenn das irgendwer als Untrue bezeichnen muss, bitte sehr. Wenn es jemand als extrem true bezeichnet ist mir auch egal.

In der Szene, die ich vor ca 10 Jahren kennengelernt habe, gabs die ganze Diskussion nicht. Entweder es hieß "Ey ich mag Dich" oder "Lass mich in Ruhe". Ganz einfach persönliche Sympathie. Alles andere war egal. Auch wenn jemand mit rosa Haaren oder grell-grünem Oberteil auftauchte; das hat keinen interessiert. Und genauso lebe ich heute auch noch.

Wenn ich irgendeine Aussage zu true/untrue machen müsste, würde ich nur die Leute als true bezeichnen, die sich von solchen Diskussionen nicht irritieren lassen und Ihren eigenen Weg gehen und jeden als Individuum beurteilen. Denen also diese ganze Diskussion ebenfalls herzlich egal ist.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Gnom1218 [/i]
[B]...Allerdings habe ich es zu meiner Anfangszeit (so '92 oder '93) und auch in den Jahren danach oft anders erlebt. Dort gab es, zumindest im Würzburg, alt eingesessene, die vorschrieben, was "true2 ist und auch bestimmten, wer von Neulingen als "true" zu gelten hatte und deswegen akzeptiert wurde. Die Entscheidung, wer "true" war, hing dann oft vom Geschlecht ab. Weibliche Neulinge waren oft "true", weil der Alteingessesene was von ihnen wollte und wurden dann ganz schnell "untreu" wenn er einen Korb bekam. Mit der Folge, daß das Speichelleckergefolge des Alteingesessenene einen sofort fallen ließ...

Gerade dieses Verhalten kann ich heute zum Glück nicht mehr beobachten.[/B][/QUOTE]

Doch, das ist noch immer so, ich habe das bis vor ein paar Jahren auch noch so praktiziert...!
Allerdings überlebt sich diese Attitüde, weil sie nur bei Teens und Anfang 20ern zieht...*g*
Montrose[QUOTE]Ganz übel Montrose! Ganz übel! Soviel zum Thema Tolleranz in der schwarzen Szene. Wann kam Gott denn bitte zu Dir und hat Dir verkündet, daß Du die Sache verstanden und ein Gespür für sie hast, weil Du schwarzgekleidet zu ner Gothveranstaltung gehst? Oberflächlichkeit in reinster Form![/QUOTE]


Wenn in einer schwarzen Veranstaltung einer mit Blue jeans und weißem T-Shirt kommt, dann ist nun mal die düstere, für Gothic typische, besondere Atmosphäre dahin. Das ist nicht einfach eine Bewertung, sondern das kann man sehen. Das ist einfach so.

Wenn ich mir nicht anmaßen darf zu sagen, daß Du kein Gothic bist (anscheinend kennst Du Gothic-Treffen nicht, denn sonst wäre Dir das o.g. auch schon mal aufgefallen), dann sag ich es halt mal ganz ohne Bezug zu Gothic:

Deine Argumentation von "Toleranz" hört sich in meinem Ohren wie Gelalle an. Gymnasiale Mittelstufe, so die ersten Anfänge von Gemeinschaftskunde Klasse 9.

Toleranz hat etwas damit zu tun, bestimmte Formen zu respektieren. Wenn alle in Schwarz rumlaufen und ich will das nicht, dann muß ich das doch nicht anderen zwanghaft auf die Nase hämmern. Sondern ich bleib einfach weg und laß die anderen ungestört.

Umgekehrt, wenn ich dazugehören will, dann muß ich das auch irgendwie signalisieren. Wieso sollten andere mich tolerieren, wenn ich ihnen nicht klarmache, daß ich sie nicht auslache, sonstwie schlecht über sie denke oder ihnen schaden will.


Letzte Anmerkung: es gibt kein Gesetz und nichts, was mich daran hindern könnte, einen anderen Scheiße zu finden. Tolerant kannst Du jederzeit selbst sein .... aber von einem anderen Toleranz fordern oder erzwingen kannst Du nicht.
Zerbrochener@Montrose

nimm' es als Kompliment. Was bedeutet es denn heute schon noch "tollerant" (sollte man bei der nächsten Rechtschreibreform dringend übernehmen) zu sein ? Alles "toll" finden und ja nichts hinterfragen.

Ich bin übrigens auch intolerant, weil ich nicht gerne auf Techno tanze, und das, obwohl ich es niemandem verbiete.

Da beneide ich doch die Black Metal-Szene, die ja bekanntlich höchstgradig "intolerant" ist und sich somit ihre Authentizität bewahrt hat.

So, jetzt geh ich erst einmal schleunigst meine schwarzen Scheuklappen suchen.

Gehabt Euch wohl.
SenecaLeider wird hier zu oft Toleranz mit Meinungslosigkeit verwechselt...!

Eine "Mir doch egal, interessiert mich nicht" Haltung nennt man Ignoranz, nicht Toleranz...!

Ignoranz ist allerdings weit häufiger zu finden als Toleranz, zumal Toleranz Grenzen hat, Ignoranz dagegen aber grenzenlos sein kann...!
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Leider wird hier zu oft Toleranz mit Meinungslosigkeit verwechselt...!

Eine "Mir doch egal, interessiert mich nicht" Haltung nennt man Ignoranz, nicht Toleranz...!

Ignoranz ist allerdings weit häufiger zu finden als Toleranz, zumal Toleranz Grenzen hat, Ignoranz dagegen aber grenzenlos sein kann...! [/B][/QUOTE]

Erinnert mich an das Toleranz-Dilemma. Denn niemand kann wirklich tolerant sein, diejenigen, die Intoleranz verurteilen schon mal gar nicht, denn sonst müssten sie auch die Intoleranz verurteilen.

Und was die verwechslung angeht: mein reden, kaum eine andere Meinung, ist man ja sooooo intolerant.

Man kann tolerant sein, aber dennoch Dinge scheisse finden. ich wurde mal als intolerant bezeichnet, weil ich sagte, VNV Nation sei kein EBM (verstehe mal einer die Logik da...).

Nunja. Mir sind menschen in jeans und T-Shirt lieber als welche, die sich überaus wichtig nehmen keine Ahnung haben. Wobei man das natürlich auch nicht von der Nasenspitze ablesen kann....
rosenkindWie gut, dass ich nie zu der Szene gehören wollte :D
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Wie gut, dass ich nie zu der Szene gehören wollte :D [/B][/QUOTE]

Es gibt nach wie vor KEINE Szene.
Eorl[quote][quote]Zitat:
Original geschrieben von rosenkind
Wie gut, dass ich nie zu der Szene gehören wollte
[/quote]

Es gibt nach wie vor KEINE Szene.
[/quote]

Noch besser :D
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Wie gut, dass ich nie zu der Szene gehören wollte :D [/B][/QUOTE]

Genutz hat es wenig, sie hat dich auch so gefunden...:D
rosenkindIch glaube ehr, die [B]Subkultur[/B] hat mich gefunden ;)
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Ich glaube ehr, die [B]Subkultur[/B] hat mich gefunden ;) [/B][/QUOTE]

Hm ... für mich ist die "Szene" das, was jene Subkulktur nach außen hin repräsentiert, sei es nun über ein Treffen, Konzertbesuch oder ein Internet-Forum, so kann man auch unfreiwillig zu eine Szene schlittern. Ob man sich hingegen automatisch mit dieser Szene identifiziert (oder lediglich mit dem Grundgedanke, sprich der Kultur) ist natürlich wieder eine andere Sache. Dann gibt es auch noch die "Sympathisanten", die mit der Kultur eigentlich nichts zu tun haben (wollen), aber ein Teil der Szene sind, weil sie die dazugehörigen Events als Freizeitunterhaltung nutzen. Diese dürften heute sogar die Mehrheit stellen.
rosenkindnun ja, zum einen ist das sicherlich die "Szene" aber eben nicht die Szene. Das was du ansprichst, bezeichne ich inzwischen als "schwarze Infrastruktur", weil es Plattformen sind, aber nicht direkte Menschenzusammenschlüsse. Was ich unter Szene (im Bezug auf Subkulturen, die sich über eine gemeinsame Lebensphilosophie definieren) verstehe ist ganz allgemein gesagt mehr ein Zusammenschluss von Menschen, eine bestimmte Gruppierung. Eine Gruppierung, die sich innerhalb einer Subkultur abspielt und sich besonders stark über jene Subkultur definiert und in der eine gewisse Hirarchie oder wie immer man es nennen möchte herrscht, auf alle Fälle starke ungeschriebene Regeln, in die man nicht so ohne weiteres reinkommt. Das beschriebene Verhalten über Leute, die entscheiden, wer reinkommt, würde ich zum Beispiel der Szene zuschreiben, nicht zwangsläufig der Subkultur. Die Szene spielt sich zwar innerhalb der Subkultur statt, aber nicht die ganze Subkultur ist Szene, die Szene ist praktisch nur der Kern oder wie man es nennen will. Subkultur ist für mich das Sammelsurium aller Aspekte, die eben diese ausmachen. Es ist in meinen Augen z.B. möglich, der Subkultur anzugehören, ohne einen anderen Menschen zu kennen, der es auch tut, weil man sich mit bestimmten Dingen davon identifizieren kann, es ist aber nicht möglich der Szene anzugehören ohne einen anderen Menschen zu kennen, weil Szene für mich die Eingleiderung in eine bestimmte Menschengruppe bedeutet. Das nur als Beispiel. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass jegliche Freundeskreise innerhalb einer bestimmten Subkultur ein Teil der Szene sind. Es komm wie gesagt auf den Standpunkt zur Subkultur an: sieht sich der Freundeskreis als geschlossenes Grüppchen, das sich besonders stark über die Subkultur definiert? Dann gehört es wohl zur Szene. oder ist die Subkultur mehr die Plattform auf der man sich gefunden hat? dann wohl ehr nicht. Es ist schwierig zu beschreiben, ich hoffe, es ist in groben Zügen verständlich, wie ich Szene definiere.

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