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  Forum: lebens : ART
    Thema: Ein Blick von außen...
rosenkindwenn man sich in eigenen Kreisen bewegt, ist unsere Wahrnehmung von der Außenwelt über uns, meist beschränkt auf die negativen Dinge, auf die Vorurteile, die man über uns hat, auf die Ahnungslosigkeit, auf die Ablehnung die uns zu Teil wird.
Bei unserer Betrachtung vom wir im Außen sind es dabei nicht selten unsere eigenen vorurteile, die unsere Wahrnehmung einschränken.

Von all dem mal abgesehen (ohne Zweifel, es existiert) muss es doch noch etwas anderes geben.

Wie wirkt die schwarze Subkultur im außen?
welchen eindruck hinerlassen wir, wenn man UNS (nicht den Vorurteilen) begegnet?
Was denkt sich der Mensch, was würde er gerne wissen?

hat jemand schon einen Blick von außen mitbekommen, ohne die üblichen Vorurteile und Anfeindungen, einfach ein Fragen, eine Emotion, einen Gedankengang.

würde mich mal interessieren, wie wir, außer den Klischees noch wahrgenommen werden, einfach aus Neugierde.
XandrinHallo Rosenkind,
Ich habe viele Bekannte und Freunde, die rein gar nichts mit der schwarzen Szene zu tun haben. Und eigentlich bin ich auch noch nie "Opfer" eines Vorurteilen geworden.
Sicher fragen die Leute sowas wie: "Warum kleidest du dich nur schwarz?" Oder so, aber dann wird halt ein bischen erklärt (oder auch nicht) Und damit ist die Sache dann erledigt.

Wahrscheinlich ist es auch eine Sache WIE man sich kleidet, also ich meine wie "extrem" man rumläuft. Ich kleide mich zwar (fast) nur schwarz, aber sehe ansonsten wohl recht normal aus.

Die Vorurteile, die die meisten Menschen über die "schwarze Szene" haben, sind meiner Meinung nach nicht einmal unbegründet. Den der Begriff "schwarze Szene" ist ein weitläufiger Begriff. Und es ist schwer die "Schwarzen" einzschätzen, Es gibt Solche und Solche.

Ich habe vor einer sehr langen Zeit einmal mit einer Klassenkammeradin auf Klassenreise darüber diskutiert. Und habe festgestellt das ich sie total verstehen kann...Da die Leute nichts über mich wussten, konnten sie es natürlich auch nicht verstehen. Aber wenn man es dann im Groben erklärt können deie meisten es eher akzeptieren.

Die Menschen, die ich kenne haben übrigens Angst vor dem extrem Äusseren (Wenn es denn extrem ist), und vor nichts anderes...Denn die meisten achten nun einmal aufs Äussere...so kommen dann wohl auch die vorteile zustande...

So, bin bestimmt mal wieder voll am Thema vorbeigetreift...

LG
SternenwolfBezüglich Gothic habe ich auch noch nie eines der üblichen vorurteile gehört.
Sicherlich meine Geschwister ziehen mich immer wieder damit auf (kifferparties mit Gosis, ui bist du wieder Gruftig drauf, etc.) Aber sie meinen es liebevoll. Meine mutter fand meine arbeit über gothic sogar sehr interessant, jedoch....
sie versteht gothic nicht, ebensowenig wie sie versteht warum ich ratten halte. sie akzeptiert es, aber wirklich verstehen warum es mir wichtig ist, warum ich es mache, dass versteht sie oberflächlich, aber nicht im tiefen.
Freunde haben kein problem damit.alle sind irgendwie ausgeflippte einzelgänger. es ist sogar so, dass so themen wie szenen (im allgemein) eher distanziert gesehen werden und vorsichtig behandelt werden.

was bisher eher auf wiederstand gestossen ist, ist mein Humor und mein "zügelloses" Leben (oder eher eines in dem ich nur wenige grenzen unberührt stehen lasse). doch dass hat nichts mit Gothic an sich zu tun, sondern eher mit mir als person.

was ich schon immer wieder merke (bei einer freundin z.b. die kleidet sich etwas extremer): sie bekommt so etwas wie "bewunderung". dafür, dass sie macht was sie macht.
es herrscht eine große Akzeptanz gegenüber freigeistern im allgemeinen. und tatsächlich schon soetwas wie eine kleine erhrfurcht. sosehr ich mit meinem querkopf auch nerve, schlußendlich hab ich doch sehr große Freiheiten bezüglich beurteilung/verurteilung durch mitmenschen. sie akzeptieren, dass man unkonventionelle sachen macht und die unbekümmertheit die ich dadurch oft an den tage lege, scheint ihnen so unerreichbar.

ob das jetzt nur auf gothic reduzierbar ist wage ich zu bezweifeln. jedoch haben "richtige" metaler doch einen geringeren status bei uns in der schule als die wenigen (einzige?) offensichtliche Goth. ebenso wie sie einen geringeren status gegenüber punks (die aber auch sehr....*räusper* pseudo) haben.

Außerdem gibt es trotz allem den wunsch in den menschen, etwas besonderes zu sein, den wunsch nach..."schatten". und wenn ann eine person daherkommt die scheinbar ales lebt was sie sich nicht trauen....
Tsafried[QUOTE][i]Original geschrieben von Sternenwolf [/i]
[B]Aber sie meinen es liebevoll. Meine mutter fand meine arbeit über gothic sogar sehr interessant, jedoch....
sie versteht gothic nicht, ebensowenig wie sie versteht warum ich ratten halte. sie akzeptiert es, aber wirklich verstehen warum es mir wichtig ist, warum ich es mache, dass versteht sie oberflächlich, aber nicht im tiefen.
[/B][/QUOTE]

ich glaub das ist der knackpunkt. meine eltern akzeptieren mich jetzt auch so, machen sich darüber gelegentlich sogar lustig (so auf die art "geh mal deine tante erschrecken:D ), aber verstehen... das fällt den allermeisten sehr schwer, selbst meiner besten freundin, der es nun beileibe nicht gut ging... das schwierige ist wohl die gratwanderung, das schwarze, melancholische, ohne zwangsläufig depressiv zu sein. dieses "treiben lassen" genießen... das sieht von außen wohl so aus wie 'der leidet'. wie soll jemand das verstehen der solche gefühle nicht kennt? wie könnte ich verstehen, was es heißt, glücklich zu sein, wenn ich das noch nie war (ähem, natürlich war ich das, ist nur mal so angenommen, aber als grufti... man weiß ja nie:D )

hm... ich schreib verwirrend, ob klar geworden is was ich mein... mal schaun

lg
tsa
SternenwolfJaja, zwischen verstehen und verstehen ist ein unterschied, da hast du wohl recht :D .

zum stichwort dahintreiben lassen ist mir noch was eingefallen (nicht so wie du das meinst, oder vielleicht doch?): es werden soviele gefühle tabuisiert. du darfst dich nicht schlecht fühlen, du musst fröhlich sein... aber ich will meine gefühle spüren, mit ganzer intensität, auch wenns schmerzt. in meinem Kalender steht dieser Spruch: "Um lebendig zu sein, muss man etwas fühlen. auch wenn es manchmal weh tut (N.A. Gartmann)" und so versuche ich mich wahrzunehmen und zu leben.

und ich glaube auch darin liegt viel...anziehungskraft. natürlich kann ich nur von mir und "meinem" Gothic reden, aber das bewusstsein des lebens und der ausgeprägte wille zu leben...es versetzt einen doch in Taumel.
DarketRosi, einen wunderbaren Einblick im positiven Sinne kann man gewinnen, wenn man zu Pfingsten in Leipzig ein Taxi nimmt :D
rosenkindimmer diese billigen Tricks :P
DarketDas meine ich durchaus ernst. Die Leipziger wissen inzwischen ganz gut wer oder was wir sind, machen ihre Beobachtungen (sie kommen auch nicht dran vorbei :D ) und ziehen daraus ihre Schlüsse. Ich habe da bisher bislang nur gutes Feedback bekommen.
mizzmelonahmm,

ich hatte mal ein sehr nettes gespräcj mit einer "klofrau" in leipzig, die hat am anfang nur gemeint, ach als se jung war hat se auch so strümpfe getragen,
und kurz darauf sind wir in der fußgängerzone angesprochen worden warum wir so rumlaufen, das war ein sher komisches erlebniss, weil während wir so erzählten, haben sich immer mehr menschen um uns gescharrt und zugehört, die leute sind auf jedenfall neugierig.

am einfachsten ist es wohl wenn ich mich erinnere was ich darüber gedacht habe als ich noch nicht schwarz war und die leute an meiner schule beobachtet hab: mich hat das äußere angesprochen, ich fand es schön. ich war jemand der sich danach sehnte seine gedanken austauschen zu können und das ist in der szene sehr gut gelungen.
ich kann mich auch an meine mitschüler erinnern, ich glaub ein teil fand es faszinierend, haben mich auch ab und an etwas ausgefragt.

meine eltern hatten nie ein problem damit, und dafür bin ich sehr dankbar. ich weiß nicht, für sie stand es nie in frage mich zu lieben, egal was ich tat. sie haben mich sogar unterstützt darin was ich tat, haben mir bücher über magie und anderes zeug gekauft und wenn ich mit meiner mutter einkaufen war kam sie immer mit schwarzen sachen an, wie wärs damit? *g*
ich hab eigentlich nie mit ihnen über gothic dasein oder so geredet, ich glaub es ist ihnen nicht so wichtig, sie hören sich ab und an meine musik an oder komme noch immer mit klamotten an, ich glaub manchmal sind se bisse stolz darauf das ihre tochter nicht son "normalo" is, sondern einfach das was sie sein will und sich ned so der masse unterwirft.

ich hab auch viele freunde die nicht schwarz sind, aber die akkzeptieren das einfach so, sie fragen auch kaum was zu, ich mein, ich frag nen hiphopper auch ned warum er so is wie er is.
rainravenIch bin im Alltag eher "schwarzbunt" vom Äußeren und habe deshalb vermutlich noch nie diese Zuordnung zu "Gruftis" oder "Saatanisten" von jemandem hören müssen. Doch der "Eingeweihte" sieht z.B. sehr wohl an meinem festen Schuhwerk, der dominant schwarzen Kleidung, dem Silberschmuck und den Cargohosen oder Flokatijacken und Band-Shirts, daß ich aus der EBM-Ecke komme.

Mein Exfreund hatte leider den Wahn, daß ich Katzen schlachten und dunkle Rituale auf Friedhöfen zelebrieren würde und ihn verhext hätte, doch er hatte auch schizophrene Psychosen und hat mein damals beginnendes Interesse an der schwarzen Szene sicher anders verarbeitet als "normale" Menschen.

Meine Eltern haben mich als "Gothic" in voller Montur und Gedankenweise auch nicht mehr so richtig miterlebt, da ich zu dieser Zeit, als ich damit "anfing", auch zuhause ausgezogen bin.
Über die Bilder vom WGT machten sie sich lustig, da sie es als eine Art Faschings-Kostümfestival sahen, aber die recht freizügig gekleideten Mädchen riefen bei ihnen eher Empörung und Unverständnis hervor, ebenso bei meinem sehr konservativen oder verklemmten Bruder, der mich schon (zwar scherzhaft, aber doch mit einem Körnchen Ernst) "Schlampe" nennt, wenn ich hohe Schuhe, ein enges Girlshirt und Lederhosen trage.
Später fragten sie mich dann, ob das alles Satanisten seien, und ich erklärte ihnen die schwarze Szene, wie man sie sachlich beschreiben kann. Inzwischen haben sie eher Angst, uns könnten rechte Skinheads etwas auf dem WGT antun als Satanisten. :)
Die Eltern meines Freundes sind jedoch immer noch unglücklich mit unserem "Schwarzsein", sie denken, Gothics wären eine vom rechten Glauben abgekommene Art von Sekte, die sich asozial, rebellisch und unchristlichen Werten entsprechend verhält und unterstellten Freunden von uns (die sie gar nicht kennen) schon auch Kriminalität oder Gewaltpotential. Ich finde diese Engstirnigkeit schade, zumal wir wirklich inzwischen in einem Alter sind, wo einem die Eltern nichts mehr vorzuschreiben hätten. Andererseits wundert es sie vielleicht auch, warum wir mit 30+ immer noch wie in einer "Jugendkultur" herumlaufen.

Meine alten (nicht-gothic) Freunde haben kein Problem mit meinem "Schwarzsein", sie kennen mich aber auch nicht in Lack und Plastik oder mit Makeup und Haarteilen und die eher konservativen nehmen mich nur ab und zu mit so Sprüchen über Knoblauch und Vampire etc. auf die Schippe.
InBlackTears[QUOTE]es werden soviele gefühle tabuisiert. du darfst dich nicht schlecht fühlen, du musst fröhlich sein... aber ich will meine gefühle spüren, mit ganzer intensität, auch wenns schmerzt. [/QUOTE]
Da sprichst du mir wirklich aus der Seele!;)
Ich finde, wenn man alle Gefühle intensiver wahrnimmt, auch die negativen, kann man auch die positiven erst richtig erleben, eben ein Gefühl, das einen ganz einnimmt.
Allerdings habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es unter einem Großteil der Menschen langsam zur Mode wird sich schlecht zu fühlen... o.O
Ich liebe wahre gefühle, aber so viele Menschen erzählen ständig, wie ach, oh schlecht es ihnen doch gehen würde und weil sie den Bus verpasst hätten, überlegen sie jetzt ernsthaft, sich umzubringen... Naja... >_<

Streif ich doch am Rande mal das Thema.:D
Ich denk nicht, dass alle schwarzen auf alle Menschen der Bevölkerung negativ wirken. Es kommt immer auf die jeweilige Person und Situation an.
Einerseits denke ich, dass z.B. besonders gestylte manchmal auch nen positiven Eindruck hinterlassen. Besonders weite Gewänder, Kleider, Röcke, vll noch mit Schleppe oder so ;) Sowas hinterlässt doch sicher immer irgendwelche wow! - Eindrücke.
Auf Lack, oder zu viel Nieten reagieren die Menschen dann aber doch eher ablehnend.
Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man, wie Rosenkind schon sagte, meist selbst denkt, die anderen hätten Vorurteile und würden nur negativ über einen denken. Ist ja auch schon ein Vorurteil. Doch manche Situationen beweisen das Gegenteil.
Vor ein paar Wochen saß ich z.B. im Zug und mir gegenüber eine Mutter mit einer kleinen Tochter, ich schätze so etwa 8 oder 9 Jahre alt.
Die Tochter hatte irgendwas in der Schule gelernt und erzählte das die ganze Zeit aufgeregt. Die Mutter wusste manche Dinge allerdings nicht mehr so genau und konnte immer nur mit den Schultern zucken.
Irgendwann konnt ich nich anders, hab gelächelt und einfach gesagt, dass das stimmt, was das Mädchen erzählte, obwohl ich, als ich mich dorthingesetzt hatte, sehr sicher war, dass die Mutter mit ihrem Kind lieber meterweitweg von mir wäre.
Und trotzdem hat die Frau entgegen meiner Erwartungen sehr nett reagiert und wir sind dann irgendwie ins Gespräch gekommen.
Sie hatte überhaupt keine Vorurteile, meinte nur, als wir das Thema mal streiften, dass die Schwarzen, die sie bisher gesehn hatte, immer irgendwie mystisch auf sie wirkten.


Andere, vll irgendwie positive Eindrücke von außen, sind/waren manchmal in gewissen Situationen Offenheit und Toleranz. Irgendwie wurde ich schon öfters von älteren einsamen Menschen angesprochen, die mir dann ihre Lebensgeschichte erzählten. Keine Ahnung, wie ich diesen Eindruck hinterlasse. :D
Aber besonders die Herren sind immer der Meinung, dass ich doch ganz bestimmt gern was alkoholisches zu trinken haben wolle, am besten gleich massenhaft, und natürlich Zigaretten... o.O
rosenkindIch habs auch mal in nem Zug erlebt, dass mir eine Frau ihr halbes Leben erzählt hat. Eigentlich muss ich sogar sagen, dass ich mit Leuten viel ehr in Kontakt komme als früher, seitdem ich schwarz rumlaufe, wasnicht heißt, dass ich Intoleranz nicht kenne. Früher war es halt eben so, dass man mich kaum beachtete, sowohl impositiven, wie auch im negativen Sinn. Heute kriegt man viel mehr böse Blicke.... aber es gehen auch viel mehr Menschen auf mich zu und fangen an zu klönen.

Ich denke, vieles kommt auch auf einen selbst an. Die Kleidung ist nur die halbe Miete, man unterschätze nie die Macht der Ausstrahlung. Klar, wenn da jemand durch die Straße läuft in voller Montur und dazu noch den typischen "ich-bring-dich-um"-Blick oder ähnliches aufsetzt, kann das nicht sympatisch wirken. Wenn jemand auch dem "ich-bin-böse"-Trip ist, strahlt er das auch aus. Wenn da aber ein Mensch ist, der sich gewisser Werte verschrieben hat und für den schwarz-sein z.B. verbunden ist mit Gentlemantum, mit Höflichkeit und einem gewissen edlen Stolz, diese Person strahlt dann etwas völlig anderes aus. Natürlich registriert die Ausstrahlung nicht sofort jeder, in letzter Zeit ernte ich besonders von älteren Menschen komische Blicke, das Äußere sieht man nun mal zuerst. Aber wenn man eine Weile wartet und selbst auf die abfälligen Blicke nicht mit einer ähnlichen Reaktion antwortet, lassen sich auch solche Situationen manchmal kippen.

Aber eigentlich ging es mir in diesem Thread nicht um die klassischen Vorurteile, sondern was sich ein "Normaler" denkt außer den Vorurteilen. In einer Umfrage sagte ein Mädchen mal "mich würde interessieren, wie man dazu kommt". Solche Dinge.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es jemanden, der noch nie wirklichen live-Kontakt hatte erstmal ein wenig verwirrt, wenn man einem von der Sorte wie oben beschrieben begegnet. Die Vorurteile, die man doch unbewusst irgendwo aufgenommen hat und dann der Mensch gegenüber, der eigentlich das völlige Gegenteil ist, vielleicht höflich, zuvorkommend, auf alle Fälle nett. Ich habs nämlich schon öfter mitbekommen, dass Außenstehende erzählten "die sind eigentlich total lieb". Ich würd nicht behaupten, dass Schwarze lieber sind als andere Menschen, ehr dass der Eindruck "lieb" von der Erwartung "der ist bestimmt ganz böse" kommt, die dann enttäuscht wurde.
Auch von den Medien mal abgesehen, in unserer Kultur ist dunkel und schwarz oftmals ein Symbol für das Negative, mitunter auch das böse (Beerdigungen, schwarze Kleidung z.B.) Ich frage mich immer: was muss ein Mensch denken, wenn er einer Person vollkommen in schwarz begegnet, dieses schwarz irgendwo mit negativ-Themen assoziirt wird, aber das Gegenüber freundlich lächelt, vielelicht sogar fröhlich wirkt, weil der Mensch grade glücklich ist. Beispielsweise, wenn ich - tiefschwarz - inmitten einer herrlichen Herbstlandschaft sehe und verzückt-verträumt auf bunte Bäume in wunderhübschen Farben schaue und dabei glücklich grinse. Was denkt jemand, der von dieser Subkultur nie einen Hauch mitbekommen hat?

ich kann mir gut vorstellen, dass viele das Gefühl von Widersprüchlichkeit hinterlassen und einen Eindruck von "mystisch" und "geheimnisvoll". Ging mir selbst ja früher nicht anders, als ich Schwarzen begegnete und mich das ganze von außen faszinierte.
Sternenwolf[QUOTE]unterschätze nie die Macht der Ausstrahlung.[/QUOTE] shit, ich hab so gut wie keine ausstrahlung...was aber auch posetive seiten hat :D .

[QUOTE]viele Menschen erzählen ständig, wie ach, oh schlecht es ihnen doch gehen würde [/QUOTE] *grummel* ja genau sowas gibts zuhauf... und wenn man da nicht einsteigt, dann wird angenommen, dass es dir gut geht. "du sagst ja nie was". doch, ich sag schon was, ich JAMMERE nur nicht oder zumindestens selten.

Als ich meine ersten schwarzen bekanntschaften gemacht habe dachte ich: sind das satanisten? nein, du bist ja doof. sind verdammt nett und total lustig. und schau mal wie sie mit der mietze umgehen. is ja egal. sind nett und mit denen kann man gut reden."

Satanist ist natürlich ein super klischee, aber...so in etwas dürften meine ersten gedanken gewesen sein.
Efrafaalso ich werd sehr häufig sehr negativ mit meinem Äußeren konfrontiert. Es vergeht selten n Tag an dem mir nicht satansschlampe oder so was hinterhergerufen wird. Obwohl ich hier nicht die einzige "Schwarze" bin. Das Kreativste war noch Underworld ... Matrix kommt auch öfters ^^
Deswegen hab ich auch ne sehr negative Einstellung gegenüber Lans und meide Gegenden, wos mehr davon gibt, besonders wenn ich allein bin.
Ich werd oft gefragt ob ich wirklich Blut trinke, fledermäuse esse und mich echt für nen untoten halte. Je nach dem wie ich drauf bin reagier ich drauf ... manchmal versuch ichs zu erklären manchmal sag ich dass er recht hat und ich n fledermausessender satanist bin ... vllt nicht klug aber mit der zeit nervt das doch extrem. Ich mach auch niemand dumm an weil er weiß und rosa trägt ...

von daher weiß ned so recht. Ich kenn au welche dies akzeptieren und gut damit klar kommen, mache haben angst haben nix gegen uns wollen aber soch lieber nix mit zu tun ham ...

also ebi mir gibts alles quer beet ^^
RattenmumHallo!

Also ich war heute auf einer... mh wie nennt man das denn?? *grübel* Auf einer Ausstellung in der Hobby Künstler ihre Werke präsentieren und auch verkaufen können, der Erlös wird gespendet!!
Es war ziemlich eng und dementsprechend auch Leute im Saal, es gab alles zu sehen was man sich vorstellen kann!! Genähtes, gestricktes, gemaltes, Gestecke, Tonfiguren, selbstgemachten Schmuck, Seidenmalerei, Glasarbeiten... usw.
Auf jeden Fall kam ich an einem Stand vorbei an dem eine Frau einen getöpferten Eisbären mit goldigen Knopfaugen anbat, der war echt süss... und als ich das dann auch zu meiner Schwester sagte, guckte mich die Frau mal gross an!!
(Ich war nicht ungewöhnlich angezogen, das einzig "auffällige" war mein Mantel!!)
Die Frau also guckte mich ganz gross an und fragte mich dann:" Dürfen denn schwarze Menschen überhaupt was farbenfrohes süss finden? Sind sie nicht immer traurig? Also ich beobachte sie schon eine Weile und ich sehe sie nur lachen und sich freuen junge Frau!!"
Ich erklärte ihr meinen Standpunkt und meine Sicht der Dinge und war anschliessend total froh, das es noch Leute gibt, die vielleicht erst denken: "Was ist das für einer?? Aber die dann so neugierig sind und so "mutig" sind, einfach nachzufragen und dann so interessiert zuhören wie diese Frau!


LG

Rattenmum
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Efrafa [/i]
[B]Deswegen hab ich auch ne sehr negative Einstellung gegenüber [i]Lans und meide Gegenden[/i], ... [/B][/QUOTE]


gegenüber wen oder was???
SenecaSo nennt man in Rhein-Main üblicherweise diese Typen undefinierbarer Nationalität...üblicherweise aber Türken, Albaner, Rumänen, Ex-Jugos....etc, welche den Lebensstil eines Kleinkriminellen zelebrieren, inklusive Zuhälter- Allüren und dazu passendem Outfit...!
Zu beobachten jede Nacht z.B. an der Kostablerwache...!

Auch "Checker" genannt....!

Erkennungsmerkmale außerdem: "Voll krasse 3en BMW, Alder !"
rosenkind[QUOTE]Zu beobachten jede Nacht z.B. an der Kostablerwache...![/QUOTE]

als ich das letzte mal dort war, sind mir nur unzählige von partysüchtigen Schwarzgewandete begegnet, die auf dem Weg zum Nachtleben waren.

davon mal abgesehen: auch wenn es schwer ist, das rüberzubringen. Ich wollte mit diesem Thread nicht einen weiteren "zählt mal alle Vorurteile und diskriminierungen auf, mit denen ihr konfrontiert wurdet" - thread werden. Wie Anfangs und auch zwischendurch geschrieben: jenseits der Vorurteile.

Irgendwas muss doch einem Außenstehenden sonst noch durch den Kopf gehen können als ein: Ach, Satanisten, Dauerdepressive, Sargschläfer, Nazis oder was auch immer. Einfach eine emotion. Beispiele wurden genannt: wie kommt man dazu? Was verbindet die denn/um was genau geht es? warum dieses Aussehen die sehen sehr mystisch und geheimnisvoll aus. ect pp.
Efrafa@Seneca: Jup genau die meinte ich ^^ ... nennt man auch hier so .. im Großraum Stuttgart sag ich jetzt mal.
Und es gibt durchaus auch deutsche Lans, dies dann allerdings scheinbar verlernen deutsch sprechen zu können. Nya ...

@rosenkind: also ich weiß nicht was genaudu meinst, aber ich kann eine reaktionen dieser Art schildern. Ich wurde schon relativ oft gefragt, ob so welche wie wie denn wirklich blut trinken, fledermäuse den kopf abbeissen und sich für untot halten. Das war sehr ernst vorgebracht und wirklich interessiert, also würde ich darauf schließen, dass genau das den Leuten teilweise durch den Kopf geht. Allerdings frage ich mich immer wieder woher dass denn genau kommt ... 0o
LunaticSisterAuch WIR sind Menschen. Wir haben Vorurteile genauso wie die anderen. Da müssen wir uns nichts vormachen. Mit der Wahrnehmung ist es auch nicht anders, was ja wiederum zu Vorurteilen führen kann.
Ich verurteile auch oft Menschen gedanklich, obwohl ich sie nicht mal kenne oder nicht wirklich und mache mir schon mein festes Bild zur Person.
Dafür verurteile ich mich wieder. Klingt kompliziert, aber es klappt, denn schließlich bleibt es nur im Kopf, Fragen tun sich auf und dafür ist dann meine Neugier geweckt. Und Verständnis für mein Gegenüber ist das Ergebnis.

li:an

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