German Gothic Board
 
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  Forum: lebens : ART
    Thema: Die Auseinandersetzung mit dem Tod
Fatal*DesireHallöchen alle zusammen!
Ich vermute mal fast, dass es über das, was mich hier interessiert schon was Geschriebenes gibt, aber die Suchmaschine erkennt "Tod" nicht als Wort an.
Also probier ich es halt mal.
Ich bin hier noch nicht allzu lange unterwegs und versuche gerade herauszufinden, ob ich in die "Gothic- Szene" passe.
Bei meinen Streifzügen durch das Forum habe ich oft gelesen, dass das anerkennen und auseinandersetzen mit den "dunklen Seiten" des Lebens vielen wichtig ist, unter anderem auch die Auseinandersetzung mit dem Tod.
Haltet mich für Begriffsstutzig, aber ich kann mir unter "mit dem Tod auseinandersetzen" absolut nix vorstellen. Irgendwie kann ich mir ja denken, dass ihr nicht (alle?) Gräberschändend und diverse Kleintiere schlachtend durch die Gegend rennt...:D
Also schmeiße ich jetzt mal die Frage in den Raum: Wie setzt ihr euch mit Tod auseinander?
Über Antworten oder auch Links, wo schon zu dem Thema geschrieben wurde, die ich nicht gefunden habe, würde ich mich freuen.

Grüße

Fatal*Desire
BlackElvenTear"mit dem Tod auseinandersetzen" kann man sich auf viele Arten...für mich ist ein wichtiger Teil davon das Gespräch mit Personen, die mir nahestehen...
colaeisbär[COLOR=darkred]also,mit dem tod auseinandersetzen kann man sich in vielerlei hinsichten,wenn jemand verstorben is,denke ich intensiv darüber nach wie der mensch war,welchen leidensweg er oder sie gegangen is,welche wünsche er oder sie am ende hatte,ich rede viel mit nahestehenden menschen darüber und tausche mich aus,schau mir andere ansichten von andere leuten an und mache mir darüber gedanken.
ich weiß nich,zumindest momentan hab ich keine angst vor dem tod,weil ich (zumindest weiß ich nix davon) nichts (hoffentlich nichts) schlimmes hab und mich eben mit anderen goths auseinandergesetzt hab,das hilft ungemein.
ich habe mir auch friedhöfe ma näher angeschaut!

liebe grüße
sarah[/COLOR]
rosenkindkennt ihr diese "erklären sie mir Gothic bitte in 2 Sätzen"-Situation? ich fühl mich grad daran erinnert :D

nichts für ungut, fatal desire. aber es isthalt nicht einfachzu erklären oder wie meine Vorredner sagen: man kann sich auf viele Arten mit dem Tod außeinandersetzen.

Da gehört es dazu, sich Gedanken darüber zu machen, wie viel (oder wie wenig) Zeit man selber hier auf der Erde hat und wie schnell das Leben vergehen kann
Da gehört es dazu, sich mit seinen Ängsten außeinander zu setzen, sowohl vor dem eigenen Tod wie auch dem von Menschen, die einem nahe stehen.
Da gehört es dazu, zubetrachtet, wie mit Tod in der Gesellschaft umgegangen wird
Da gehört es dazu, sich die Frage zu stellen: was kommt danach, kommt danach überhaupt was?
Da gehört dazu, sich bewusst zu machen, dass der Tod nicht fern passiert, dass nahezu jeder Mensch irgendwann mal in seinem Leben sich den Gedanken gemachthat "so, jetztgehe ich" auch wenn dieser niemals ernsthaft gedacht war.
Da gehört dazu, sich lyrisch mit dem Thema auseinander zu setzen
Da gehört sichzu, sich zu überlegen, was im Kopf eines Selbstmörders oder evtl. auch Möders vor sich geht
Da gehört dazu, über den Friedhofzu laufen und an den Grabsteinen stehen zu bleiben und sich zu fragen: "wie wieder Mensch wohl war?"
Da gehört dazu, seine eigenen Gedanken mit anderen auszutauschen
Dagehört dazu, sich selbst und anderen Raum zum Trauern zu geben, wenn man einen Menschen verloren hat bzw jemanden kennt, der das hat
Da gehört dazu, zu philosophieren, Was der Tod überhaupt ist, was Sterben bedeutet
Da gehört dazu, vielelicht ein bisschen mit ihm zu "flirten" im Sinne von theatraliser Auslebung durch Kunst, Z.B. Lyrik (hab dazu schon was in nem anderne Thread hier geschrieben, kopier ich dann in einem Edit hier rein)

und noch vieles mehr.

Ich muss selber sagen, ich kann mich mit dem Tod so lange beschäftigen, wie ich will, er hat immernoch etwas schauriges, beängstigendes für mich. Diese Angst wird man glaube ich auch nie los. Ich konnte in einer Zeit, in der ich viel darüber nachdachte, was passieren würde, wenn jemand aus meiner Familie sterben würde (ich bin in der glücklichen Lage außer meinen Großeltern, die ich nicht mochte und die mich nicht mochten noch keinen verloren zu haben) wochenlang keinen Friedhof sehen, weil meine ngstdavor zu groß war. Bis ich nach dieser Zeit wieder im Jetzt war und die Angst vorbei, weil sichdas Thema erledigte. Das Gedanke über das Gefühl tot und weg ist für mich unerträglich,obgleich es in meinem Fall ja nur fiktiv ist. Ich kann und will es mir einfach nicht vorstellen, dass der Mensch dann einfach wegist, nicht mehr existent. Ein Leben nach dem Tod ist für mich Wirklichkeit, aber ich respektiere es auch, wenn jemand nicht dran glaubt, denn wissen kann ich es ja auch nicht. Es wäre schön, irgendwann zu dem Punkt zu kommen, um sagenzu können: Du bist tot, okay, drüben sehen wir unsj a wieder. Aber den wird wohl keiner erreichen. In früheren Zeiten hat diese Vorstellung vielen geholfen, damals starben auch viel mehr Menschen als heute um einen herum. Aberin unseren heutigen Zeiten, in den das Christentum nicht mehr Macht über alle hat, in der seine Jenseitsvorstellung nicht mehr als allgemein akzeptierte Wirklichkeit gilt, sondern jeder was anderes glaubt, ist es schwer.
Der andere Punkt istdie Unbegreifbarkeit des Todes selber, die mich ängstigt. Ein Mensch, völlig lebendig, lacht, spricht, bewegt sich und dann auf einmal istda dieser Mensch und all das Leben ist verschwunden. Es sieht aus wie ein Mensch... aber es ist kein Mensch, nur noch tote Materie, wo ist das Leben hin? All seine Gefühle, Gedanken, das Bewegen, der Wille, der den Impuls gibt, die Handzu bewegen?
Der Tod wird wohl immer in gewisser Weise ein großes Rätsel bleiben....

edit: hier ist ein Beispiel für den letzten Punkt der "Da gehört dazu" Reihe:
Zu vieles wird wörtlich genommen. Dabei findet das meiste auf einer gedanklich-fiktiven Ebene statt, dabei ist so vieles eine Art Schauspiel. Ein Beispiel: ich schreibe oftmals, wenn ich Liebeskummer habe Texte, die von Suizid oder ähnlichem handeln. Ichbin dabei keineswegs Suizidgefährdet, diese Dunkelheit solcher Texte ist für mich viel mehr nur reine Kompensation, es ist einzigund allein ein Gedankenspiel. Ich trage auf diese Art und Weise meine Hoffnung und Gefühle zu Grabe. ichsterbe ein Stückchen mit der Figur, die ichin diesen Schriftstücken sterben lasse, ich spiele ein bisschen sterbender Schwan, führe die Aufmerksamkeit, die meine Figur durch ihen Suizid bekommen würde meinem eigenen Ego zu, bemitleide sie und somit mich selbst, sterbe ein bisschen mit ihr und fühle mich danach besser, weil ich meine Gefühle in theatralischer Übertreibung auf dem Papier ausleben konnte. Im realen Leben denke ich allerdings keine Sekunde daran, mich umzubringen
LesbiaMh... Wie gesagt gibt es viele Arten sich mit dem Tod auseinanderzusetzen...
Am Anfang stand für mich die Frage, was nach dem Tod passiert. Sowohl mit dem Verstorbenem als auch auf Erden.
Dann habe ich mir immer wieder vorgestellt wie Freunde oder Verwandte (mein Opi, den ich über alles liebe *schnief*) gestorben sind, habe meine Gefühle und so weiter durchgespielt.
Inzwischen bin ich auch schon beim Phantasieren über Selbstmord angekommen oder darüber, was passieren würde, wenn ich jetzt einfach sterben würde.
Seit neustem lese ich auch Gedichte und so über Tod.
Für mich hat der Tod eigentlich nichts erschreckendes mehr, ich weiß auch nich warum.
Fatal*DesireTja, rosenkind, stell dir vor, dass das nicht mit zwei Sätzen zu beantworten ist, ist mir auch klar! :q
Ich wollte eben nur mal hören, wir andere Leute das so machen...
Klingt vielleicht blöd, aber auf das Thema bin ich gekommen, weil vor ein paar Wochen mein Kater gestorben ist, der micht fast mein ganzes Leben begleitet hat und ich jetzt zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert wurde.. Also: was passiert mit dem Körper, was ist mit der Seele, also mit dem, was ein Wesen so ausmacht, etc.
Danke für die Einsichten!:)

Grüße

Fatal*Desire
LesbiaWas mit der Seele und dem Körper hinterher passiert...
Nun ja, der Körper wird erst mal verrotten, is ja klar ^^

Was mit der Seele passiert... darüber gibt es so viele Theorien...
Ich persönlich find ja die, die ich in dem Buch "Die Prophetin" von Barbara Wood glaub ich glesen hab: Nach dem Tod passiert das mti dir, woran du glaubst.

Ich hab beschlossen mich einfach überraschen zu lassen. Aber in den Himmel will ich auf keinen Fall, ist mir zu voll da ^^
rosenkindLesbia: die Leute, die an gar nichts glauben (und damit meineich nicht, diejenigen die sagen: weiterleben gibt es nicht, denn das ist auch ein glauben) haben dann aber echt ein Problem :D
LesbiaJa, irgendwie schon ^^
TsafriedNö, die kriegen dann auch, woran sie "glauben" - nix nämlich:)
(Pech haben die, die sich für so schlecht halten, das sie fürchten, in die Hölle zu kommen:D )
LesbiaEin Heide in der Hölle

Ein Heide kommt in die Hölle und entdeckt dort einen wunderschönen weißen Palmenstrand, eine angenehmer leichter Wind weht vom Meer her, sanft schlagen die Wellen ans Ufer.
Hübsche halbnackte Mädchen räkeln sich im Sand.
Der Teufel selbst liegt in unmittelbarer Nähe einer Strandbar, gemtlich in seinem Liegestuhl und geniest die Sonne.
Der Heide machte einen Rundgang, um sich zumindest einen kleinen Überblick zu verschaffen.
Bei seinen Wanderungen drang er immer weiter in das Landesinnere vor.
Da hörte er auf einmal ein klägliches Raunen, stöhnen und wimmern.
Er suchte danach und schon bald stand er vor einer Grube, gefüllt mit glühender Lava. - Und - er konnte es selbst kaum fassen, Menschen!
Es befanden sich Menschen darin, und von ihnen kamen diese klagenden Laute.
Er begab sich zurück zum Strand um den Teufel zu fragen, was es mit dieser Grube auf sich hätte.
Der Teufel sah sich den Heiden über den Rand seiner Sonnebrille hinweg an und sagte:
"Die Lavagrube? - Die ist für die Christen!

- Die wollen das so!"

Hab ich mal auf ner Website gefunden, deren Namen mir leider entfallen ist ^^

Edit: Seite wieder gefunden, ist [url]http://www.your-wicca.de.ms/[/url]
NebelwandererNunja es gibt viele Möglichkeiten damit sich auseinanderzusetzen. Das kann über Kunst, Literatur, eigenem Schaffen auf diesen Gebieten, bis zum Mindfuck gehen. Auch aktuelle Themen des Tagesgeschehens bieten sich an, um über sich und seine Rolle in der Welt und damit seine Funktion für diese nachzudenken.
Beispiel Vogelgrippe: Das jetzt Nutzgeflügel vorsorglich getötet damit es nicht an der Seuche stirbt, um das Fleisch noch ohne Einschränkungen vermarkten zu können, zeigt zum Beispiel was das System mit seinen Akteuren anstellt. Auch mal tiefer über Sachen Nachdenken die allgemein wenig hinterfragt werden. Stichwort dogmatisierte Instinkte, Emotionen und Lebensentwürfe. Sein Umfeld und vor allem sich selbst und seine Existenz zur Diskussion stellen. Was da übrigbleibt ist hart genug,zumindest bei mir. Aber diese Arbeit lohnt sich....
Cold RainIch persönlich halte es für sinnvoll, sich beizeiten Gedanken um Tod und Endlichkeit zu machen. Wenn man damit konfrontiert wird, ohne je wirklich darüber nachgedacht zu haben, erwischt es einen schonmal übel. So wars jedenfalls bei mir.
Und jetzt wirds eventuell klischeemäßig, aber das war dann mein Einstieg in die schwarze Welt. Diese Wut , die Zweifel und das Unverständnis meinerseits und das mir von meiner Unmwelt entgegengebrachte führte weg vo der netten Pop- und Rockmusik meienr Kindheit und frühren Jugend. Ich bin eine zeitlang im Dunklen versunken (was ich aus heutiger Sicht für ungesund halte^^), aber seit ich aus dem Tal rausbin und mich mit Tod und Endlichkeit, auch meiner Endlichkeit auseinandergesetzt habe und mich mit Gott bzw. dem Leben nach dem Tod beschäftige, kann ich es besser akzeptieren, es gehört ja zum Leben dazu.
Passion NoireSei gegrüßt,

ich schließe mich meinen vorgängern an. die auseinandersetzung mit dem tod kann so unterscheidlich sein.
es gibt die die sich aus freien stücken dafür interessieren oder die die sich damit auseinandersetzen mussten. andere haben es am eigenen leib erfahren müssen oder wollten es erfahren... man kann sich dabei wie bei anderen themen so tief wie man es vermag in die materie versetzen. der tod hat viele seiten, die sich erkunden lassen und die durchaus interessant sind (natürlich nicht für jeden)
aber warum soll das interesse am tod zwingend mit dem dasein als gothic zusammenhängen oder umgekehrt? sind denn alle totengräber goths?ich glaube nicht.
ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du so herrausfindest ob du in die "schwarze szene" gehörst. entweder man weiß wo man hingehört oder nicht. alles andere ist erzwungen und nich echt.

ich hoffe dein herz zeigt dir bald wo du hingehörst.


mit herzlichem gruß & verbeugung

Passion
______________________

[FONT=century gothic]I went away alone with nothing left but faith[/FONT]
Fatal*DesireNein, keine Angst, ich versuche die Szene (oder wie auch immer man das nenne will) nicht über die Neigung zu "Tod" "Depression" "Melancholie" etc. pp. zu definieren, oder sonstwas...
Hat mich einfach nur interessiert, was ihr darüber denkt, weil das Thema hier eben schon oft angeschnitten wurde.
Habe heute was schönes zu dem Thema gehört:
"Warum nicht schon mal ein Stück auf dem Weg gehen, den man sowieso gehen muss?"

PS: Ich weiß, dass ich hier eine schöne gesellschaftliche Schublade gefunden habe, in der ich mich dauerhaft nieder zu lassen gedenke...
Nein, ernsthaft, inzwischen weiß ich, dass ich hierher passe.
Ewig@ Fatal*Desire

[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]
Ich muss selber sagen, ich kann mich mit dem Tod so lange beschäftigen, wie ich will, er hat immernoch etwas schauriges, beängstigendes für mich. Diese Angst wird man glaube ich auch nie los. [/B][/QUOTE]

wie Du siehst hat Rosenkind trotz Auseinandersetzung noch immer Angst vor dem Tod.
Es ist also ein Thema das sehr ausgedehnt betrieben werden kann und ich denke auch muss.

Ich habe mit der Zeit die Angst davor verloren.
Der Tod ist etwas natürliches, nichts schlimmes.
Das haben viele Kulturen,Menschen erkannt nur wir im Westen sind sehr weit davon abgekommen.
Gothic ist eine westliche Art sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Auch die kirchliche und friedhöfliche Ästhetik und Mystik fasziniert.
Ziel des schwarzen Goten ist die Angst vor dem Tod zu verlieren und dem geht natürlich eine intensive Auseinandersetzung vorraus. Da diese Auseinandersetzung aber in unserer Kultur Tabu ist, haben Menschen einst angefangen sich gerade deswegen intensiv damit zu beschäftigen um den lang gehegten Mangel auszugleichen. So gründete sich eine Szene die heute allerdings sehr zum Kommerz verkommen ist und solche Themen nur noch den Denkern übrigbleiben. Gratulation, dass Du Dir Gedanken machst.

Ich habe im lauf der Jahre festgestellt das die ostliche Philosophie (aus Asien) sehr logisch und weise ist und die Auseinandersetzung damit ein ganz anderes Bild über Leben und Tod offenbart als es das konservativ gelebte Christentum tut in dem es ein Tabu ist sich selbst als Gott zu bezeichnen.
Wir glauben immer wir sind in diese Welt gekommen und müssen sehn wie wir klarkommen, irgendwann kommt dan der Tod unweigerlich und nimmt uns dann noch alles wieder weg. Schrecklich?
Nur für uns Westler. Die östliche Philosophie macht klar warum wir eigentlich nur Gott in Verkleidung sind, das aber nicht wahrnehmen denn sonst wär der Spass ja vorbei. Wir leben also in einer Täuschung in der wir ständig glauben wir sind vom Universum getrennte Individuen. Dadurch entstehen die ganzen Probleme die wir und die Menschheit haben (Hass,Krieg,Angst,Eifersucht,Besitzergreifen usw)
In der Mditation nehme ich Zustände der Ungetrenntheit wahr, dh ich verlasse die Täuschung dass ich ein getrenntes Wesen bin und nehme mich als alles was existiert wahr.
Diese Gefühl ist mit Worten nicht zu beschreibbar. Aber hier erkennt mann dass man garnicht sterben kann weil man bereits tod ist, bzw dass man nie gelebt hat. Leben und Tod lösen sich also auf. Es ist ein und derselbe Zustand der schon immer war und sich nur ständig verändert.

Eins der besten Bücher das ich dazu kenne:
"Alan Watts - die Ilusion des ich"
Hier wird genau beschrieben wieso wir uns als so ein einsames Wesen wahrnehmen und woher die Täuschung
kommt.
Nun ist das kein Esoterikgelaber sondern östliche Weisheit die schon 800 v.Chr. in Indien erkannt wurde und im Hindusimus und Bussdhismus vollen Ausdruck gefunden hat, sowie auch bei einigen Philosophen und Denkern wie u.a. Kafka, Goethe, Shopenhauer....
Auch Jesus wusste das. Nur hat die Kirche in den Jahren uns gelehrt, das das Universum eine Monarchie ist in der die eine Autorität über alles herrscht und wir uns unterwerfen müssen. Auch die soziale Prägung macht das.
Wer einen anderen Weg geht wird erkennen das er selbst die Autorität ist und sich selbst in dieses Leben gebracht hat.
Mit dieser Erkenntnis schwindet die Angst vor dem Tod und man nimmt das Leben auf eine ganz andere Weise wahr weil man weiss dass man ein grosses Es (Gott) ist was sich lediglich in verscheidene Wesenseinheiten aufgeteilt hat um sich selbst mal in einenm ganz anderen Zustand zu erfahren als der des eins seins. Und die Täuschung ist so perfekt, das wir das in der Regel nicht merken.
Wenn wir zb eine Blume in der Hand halten ist die Bume nur ein von Menschen geschaffene Objekt, in Wirklichkeit halten wir Mineralien aus dem Boden und Wasser vom Himmel in der Hand oder einfach nur Atome. Hier fängt die Täuschung an...
Alles was existiert ist Veränderung und wir sind diese Veränderung selbst. Deswegen können wir niemals sterben, uns nur verändern...
Nun ja, das wäre meine Auseinandersetzung damit.
Vielleicht konnte ich Dir etwas weiterhelfen.

Aus welchem Kaff kommst Du?
Der Odenwald ist eine fröhliche, für mich recht ungotische Gegend.
Ich bevorzuge den Vogelsberg, der eine extrem düstere Aura hat, die an den Norden erinnert und sehr mystisch wirkt.
Wir werden dort auch ein schwarzes Treffen machen wenn Du interesse hast.

Gruss
Fatal*DesireDanke für die sehr interessanten Gedankengänge!:)
Werde mir das Buch mal zulegen, wenn mein Geldbeutel sich wieder etwas erholt hat...
Ja, ich glaube auch, dass die östlichen Kulturen uns Westlern im Bezug auf das Thema so einiges vorraus haben! Das Christentum hat eben dem gesamten (?) Westen seine Denkweisen aufgedrückt...
Und ja, du konntest mir weiterhelfen!

OFF- TOPIC::D :D
Also, ich komm aus der Ecke um Erbach/ Michelstadt!
Tja, viele Grufties sind hier nicht zu finden, aber wenn man nachts mal durch den Wald stolpert, haben wir hier auch ne ganz nette Athmosphäre...:D
Vielleicht sehen wir uns ja Freitag??
Eisblume7Lesbia beschreibt glaub ich exakt das, was ich fühle, denke.
Ich hab mir auch schon sehr lange gedanken über selbstmord gemacht, allerdings bin ich dan depressiv. Hab nachgedacht was ist, wenn einfach vertig is...
Früher hatte ich grosse Angst vor dem Tod, jetzt ersehne ich mich fast danach oder habe errfurcht davor. wenn ich über den Tod nachdenken muss kommt mir auch manchmal (fast eigendlich sellten) Gedanken über Satan plötzlich hoch. Ist Got, Satan? Ich glaube( betohnung auf glaube, nicht anbeten) an Satan aber nicht an Got, aber Got soll ja über uns entscheiden können.. Dazu müsste man ein eigenen Thread öffnen ( zu langer Gedanke).
Nur eine Frage, aber hast du Angst vor ihm oder einfach interresse..?

Eisblume

Ps, hab grad den letzten Beitrag von Fatal*Desire gelesen, gibt es in diesem Forum auchristen? hab gehörrt dass es wenige unter goths gibt..
Fatal*DesireJa, ich habe schon Angst vor dem Tod, allerdings ist das nicht der Grund warum ich den Thread eröffnet habe. Ich wollte wissen, was andere, "eingefleischte" Gruftis oder eben auch nicht, über das Thema denken.
Ich denke schon, dass es hier auch Christen gibt, genauso wie es Buddhisten, etc. gibt, warum auch nicht?
LesbiaGoth hat im Prinzip nicht viel mit Religion zu tun. Es gibt hier genau so Theologiestudenten und Pfarreranwärter wie nicht Gläubige, Hexen, buddhisten und was es halt noch so gibt ^^
Eisblume7Also, dass es nicht viel mit religion utun hat weiss ich, dass ist auch einer der gründe warum ich mich für die "Szene" interressieren. Mich nimmt es nur wunder ob es tatsächlich so wenig kristen unter Goths gibt wie man mir sagte. Stimmt das also überhaupt nicht, oder is da doch was dran? Ich selbs bin kein krist mehr, hab aber einen persönlichen Grund dafür...

lg Eisblume
LesbiaIch selbst bin auch kein Christ mehr ^^
Schau dich doch mal in Threads über Religionen um. Ich glaub nich, dass hier mehr oder weniger Christlich sind. Die Leute hier sagens aber im unterschied zu vielen anderen und stehen dazu, denk ich ^^
Ewig[QUOTE][i]Original geschrieben von Fatal*Desire [/i]
[B]
Ja, ich habe schon Angst vor dem Tod
[/B][/QUOTE]

Die Angst vor etwas ist der erste Schritt zur Besiegung.
Was gibt es schlimmeres als etwas gefährliches wovon man nicht weiss dass es gefährlich ist.

Das einzige was man tun kann gegen die Angst vor dem Tod ist sich damit auseinandersetzen. Flucht hat noch nie was gebracht.

Das Christentum scheint vielen heut nicht mehr zeitgemäss.
Der tiefe Kern, der übrigens genau der selbe ist wie in asiatischen Religionen, kommt kaum noch rüber und so überzeugt diese Religion den mordernen Menschen nicht mehr.
Durch die Beschäftigung mit asiatischen Religionen kann man aber das Christentum besser verstehen.
Man muss die Religion immer in ihrem Ursprung betrachten und nicht in dem was die Kultur daraus gemacht hat. Nicht zuletzt deswegen scheinen die Religionen alle so unterschiedlich zu sein.
SenecaSich "mit dem Tod auseinanderzusetzen" ist wohl eine etwas unglückliche Umschreibung.
In der Regel ist es auch nicht der Tod selbst, vor dem sich der Mensch fürchtet.
Auch die meisten Tiere funktionieren so, was dazu führt, das sie tödlichen Situation nach Möglichkeit aus dem weg gehen, aus Furcht vor schmerz, nicht direkt aus Furcht vor dem Tod.
Eher fürchten wir uns vor dem, was uns den Tod bringen könnte. Den der Tod als solcher ist unumgänglich, auch wenn das gerne bis zu letzt ausgeklammert wird.
Speziell der alltägliche Leichtsinn im Straßenverkehr zeigt uns ja, das das allgemeien Lebensgefühl dieser Zeit die "Unsterblichkeit" ist.
Nur die anderen können sterben, man selbst natürlich nicht.

Andererseits gibt es immer wieder Menschen, die den Tod dem Leben um jeden Preis vorziehen, die Gründe, sofern sie wirklich als rational beziechnet werden können, sind mannigfaltig.

Der moderne "omnipotente" Mensch, der alles manipuliert, denkt natürlich nicht gerne an das finite Element seiner Existenz, das keine Optionen mehr zulässt...es offenbart ihm seine Grenzen, obwohl er doch Grenzen nicht mehr akzeptiert.

anything goes...!
Ewig[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]In der Regel ist es auch nicht der Tod selbst, vor dem sich der Mensch fürchtet. [/B][/QUOTE]
Das würde heissen Du verstehst hinter der Auseinandersetzung mit dem Tod eher die Auseinandersetzung mit der Art des Sterbens?
Ich denke das hängt vom Menschen ab.
Und da die schwarze Szene doch angeblich immer eine sehr philosophische war, müsste es hier auch mehr Menschen geben die sich mit dem Tod als solchen auseinandersetzen als mit der Frage wie man am schmerzlosesten stirbt.
Ich denke der Nichtdenker hat sein Augenmerk eher auf der Art des Sterbens, der Philosoph aber hingegen geht hier weiter, was letztendlich dann zu den bekannten Diskussionen über Sinn des Lebens und Universum etc. führt.
Es ist immer eine Frage nach wievielen gelösten Fragen man das Leben akzeptiert und die Verantwortung übernimmt oder wann man keine Lust mehr hat zum weiterdenken und dann zwangsläufig akzeptiert. Und die Szene ist doch eher eine Denkerszene ... ?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Speziell der alltägliche Leichtsinn im Straßenverkehr zeigt uns ja, das das allgemeien Lebensgefühl dieser Zeit die "Unsterblichkeit" ist. Nur die anderen können sterben, man selbst natürlich nicht.
[/B][/QUOTE]

Die Unsterblichkeit im Strassenverkehr zeigt Respektlosigkeit vor dem eigenen Leben und offenbart wohl sehr stark wie weit die meissten vom Leben entfernt sind.
Wenn das Individuum nicht mehr in der Lage ist, die einfachen Dinge zu geniessen, und im mehr immer weniger findet, liegt die Vermutung nahe, dass das es hier unterbewusst schon selbst sein eigenes Leben verachtet.
Somit erklärt sich auch wiso der achtsame Mensch nicht so mit sich umgeht...
SenecaGewissemaßen liegt auch ein Philosophischer Ansatze darin, nach der Unsache für die Angst vor dem Tod zu forschen, anstatt nur über die Natur des Todes an sich zu fabulieren...Dazu sind wir in der Regel zu unerfahren, und die tatsächlich "Erfahrenen" schweigen sich in ihren Gräbern aus...!
Ewig[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Dazu sind wir in der Regel zu unerfahren, und die tatsächlich "Erfahrenen" schweigen sich in ihren Gräbern aus...! [/B][/QUOTE]
In der Regel.
Der Tod ist das Gegenteil vom Leben. Und wenn man sich das Gegenteil des Zustandes Leben herbeiführt so erlebt man danach den Zustand Leben wieder viel intensiver und tiefer. Viele sind ja sehr vom Leben abgestumpft weil sie zu viel davon hatten...
Doch das geht zuweit, ist aber ein interessantes Thema.
SenecaNun, ich denke das keiner der sogenannte Nahtoderfahrungen hatte, je wirklich den tatsächlichen Tod erfahren hat, wenn dem so wäre, könnte er nichts darüber berichten, zumindest nicht ohne Hilfe eines Mediums..*g*
EwigHier fängt die Diskussion an was der tatsächliche Tod ist.
Ich rede hier ja eher auf der östlichen Philosophie beruhend, wo der Tod nur der Übergang ins nächste Leben ist, und erst das letzte Leben in Erkenntniss das man Gott ist die Auflösung bringt.
In dieser Auflösung nimmt man sich wieder als alles was existiert wahr, als Gott, als das grosse Eins.
Dieser Zustand ist mit Meditation erfahrbar. Menschen die das erfahren haben wurden Heilige und haben Menschenmassen bewegt.
Man geht davon aus dass man sich als Mensch nicht als eins mit allem wahrnehmen kann, da die Sinnesorgane des Menschen das Bewusstsein gezielt nur auf den Körper beschränken.
Daher das sogenannte "göttliche" Spiel mit dem Bewusstsein.
Doch sind das Dinge die man schriftlich schwer diskutieren oder nachvollziehen versuchen kann und die wohl über den Thread hinausgehen.
SenecaDu kannst jederzeit einen im Philisophieforum eröffnen...!
Das Thema wurde allerdings schon diskutiert, man müsste mal sehen ob eine Neuauflage wirklich etwas neues bringt.
Nachlesen kann aber nicht schaden

[Url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=44224&highlight=Nahtod]Tod[/url]

[url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=31102&highlight=Nahtod]Nach dem Tod[/url]

[url=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=14752&highlight=Nahtod]Was ist nach dem Tod[/url]

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