| Falling~Angel | tja ... mein chäf hat ne rechte meinung und ok ... meine jeder hat sein meinung und so ... aber anfang des monats da haben wir a mädel als kellnerlehrling bekommen und nach etwa ner halben stunde ist sie gefeuert worden ... grund : die hat sich als "gruftie!" geoutet ... so wort wörtlich mein chef. und das "beste" : "ich will SOETWAS nicht in meinem betrieb haben! wer auch nur SYMPATHIE für SOETWAS hat,wird gekündigt ... ist das klar!?" das meinte er noch so. gut des mädel hat sich halt auffällig gekleidet und so aber das ist doch keen grund. wir hatten schonmal nen goth in der küche (auf arbeit,wo sonst :D ) und da hat der och nix gesagt ... angeblich weil er es net so gezeigt hat ... TOLL! mei chef is eh frauenfeindlich ... son dämel!! :mad: naja nix für ungut ... eure Angel |
| WaTcHmE | diese Kündigung wird jedes Arbeitsgericht rückgängig machen.... Ich halte das von mir aus so , dass im Job zwar dunkel , aber nicht nur schwarz getragen wird (ab und zu ANzug , wenn gewünscht und dazu gehört ein weisses Hemd mit Schlips) durch sowas erspart man sich direkt ein bischen ärger.. naja ich bin da halt liberal... ich denke mein Chef würde auch komisch gucken, wenn er mir Samstags abends begegnen würde... Es gibt halt Situationen da kann man " Volles Rohr" schwarz sein ( mit Schminke usw. soviel man halt will) und manchmal muss man halt merken, wenn es günstiger ist selber etwas liberaler zu sein, weil da jemand total verstockt ist ... gut finde ich das nicht , aber sowas findet man immer und überall... Siemens/ Telekom/ Vodavon / Isis um nur 4 zu nennen , wo mir der Chef direkt klargemacht hat dass man beim Kunden NICHT komplett schwarz auftauchen darf... naja ... *dunkle Grüße* WaTcHmE |
| Remy | [QUOTE][i]Original geschrieben von WaTcHmE [/i] [B]diese Kündigung wird jedes Arbeitsgericht rückgängig machen.... [/B][/QUOTE] Dann findet der Arbeitgeber halt einen anderen Grund, gegen den das Arbeitsgericht nichts sagen kann. Den Schutz, den das Recht in Arbeitsfragen wirklich bietet sollte man nie allzu hoch einschätzen. Abgesehen davon möchte ich nicht wissen, wie der Chef nach einer erzwungenen Rücknahme der Kündigung dieser Dame gegenüber drauf wäre. |
| PIPBoy | Vom Grundsatz her bin ich auch überzeugt, daß man Menschen nicht wegen ihrer inneren Einstellung oder ihrer Kleidung kündigen sollte. Leider ist das nur in der Theorie möglich. Im vorliegenden Fall geht es, soweit ich das mitbekommen habe, um eine Kellnerstelle, also eine Beruf, in dem "korrektes" Auftreten sehr wichtig ist. Geschieht dies nicht, wirkt sich das sofort geschäftsschädigend aus. Da können ein umgedrehtes Kreuz oder seitlich wegrasierte Haare schon reichen, wenn es sich z.B. um ein Restaurant handelt, daß vornehmlich ältere Leute bedient - auch wenn der Rest der Kellnerkleidung "korrekt" ist. Natürlich kann man jetzt auch noch den alten Leuten vorwerfen, sie seien intolerant (und nicht nur der Chef), aber irgendwann wird es dann lächerlich. Da muß man dann einfach mal zurückstecken. Wenn nämlich rauskommt, daß im Café "XXX" eine "Satanistin" arbeitet (mal unabhängig davon, ob das stimmt oder nicht), kann der Betrieb dichtmachen - die Omas und Opas bleiben dann nämlich zu Hause. Wer sich in, sagen wir mal: gesellschaftlichen "Randszenen" aufhält (blödes Wort, ich weiß), kann nunmal nicht so ohne weiteres Berufe ergreifen, die inmitten der (intoleranten) Gesellschaft ausgeübt werden und von ihr abhängig sind. Als Kellner oder Verkäufer muß man eben den Kunden "den A... küssen", ob man will oder nicht. Individualität kann man sich da nicht leisten ("Ja Frau Müller. Der Gottesdienst war heute wirklich sehr schön!") Das ist der Preis - traurig aber wahr. Oder man muß optische Kompromisse eingehen oder seine Zugehörigkeit zu solchen Szenen verleugnen - um den Preis eines (vielleicht) schlechten Gewissens. Da wären wir dann wieder bei der "Ich bin Goth und werde überall verachtet - Debatte". |
| WaTcHmE | optische Kompromisse GIBT ES NICHT! sollte ich mich täuschen hätte ich gerne an meine Emailadresse einmal das komplette Regelwerk "Die Kleidung eines korrekten Goths" |
| Deadwalker | Natürlich gibt es optische Kompromisse wenn man so will. Es geht ja darum das man sich nicht so kleiden darf wie man will. Wenn man den Beruf aber trotzdem ausüben möchte muss man sich halt dementsprechend kleiden und somit einen Kompromiss zwischen seiner Einstellung und seiner tatsächlich getragenen Kleidung eingehen. |
| WaTcHmE | so gesehen ok.... *kleinlaut zurückzieh* |
| PIPBoy | @watchme: Irgendwie verstehe ich deinen Kommentar nicht so richtig. Als Kellner trägt man in der Regel Berufskleidung (z.B. Hemd, Weste, Rock, Schürze etc.). Und nach landläufiger Meinung (nicht MEINER Meinung) beißt sich dieses " korrekte Outfit" mit einem halbrasiertem Schädel oder Pentagramm-Anhänger. Das wäre nach landläufiger Meinung ein "unkorrektes Outfit" für Kellner (zumindest in "seriösen" Gaststätten). Und das wirkt sich i.d.R. geschäftsschädigend auf den gesamten Betrieb aus. Ungerecht aber wahr. Wenn man also als Goth Kellner (nur mal so als Beispiel) werden will, sollte man auf die Schädelrasur u.ä. verzichten - das ist nunmal der Preis der Berufswahl. Ich weiß jetzt nicht, wie du das mit dem "Regelwerk/ Kleidung" in Bezug auf den Beruf des Kellners meinst. Es geht nicht um das "korrekte" Auftreten eines Goth im Allgemeinen, sondern um die Kombination: "Schwarz" - Beruf, und inwieweit bestimmte Dinge bei dieser Konstellation einfach nicht möglich sind. In deinem Kommentar sehe ich keinen Zusammenhang zum Rest des Threats. Wahrscheinlich bin ich zu blöd - klär mich bitte auf. Was ich insgesamt aussagen wollte, ist: Wir haben in Deutschland über 4 Mio. Arbeitslose. Andere würden weit mehr Kompromisse eingehen, als nur ihr Äußeres (zumal nur leicht) zu verändern, um eine Arbeitsstelle zu kriegen. Ach ja: Es gibt auch ´ne Menge Menschen, die wurden einfach so gefeuert, nur weil die Aktionäre ihrer Firma den Kurs ein wenig treiben und so nochmal ein paar Milliönchen mehr haben wollten. Denn die 100 Mio. und die Yacht reichten ihnen noch nicht. DAS ist auch unfair. Ein Kumpel von mir arbeitet weit unter Tarif auf Akkord-Basis im Drei-Schicht-System. Sein Chef sagt, entweder er macht die Arbeit oder er fliegt - basta. Die Behörden wissen zwar von den illegalen Machenschaften seines Chefs, tun aber nichts, weil sonst noch mehr Leute gefeuert würden. DAS ist auch unfair. Hört sich jetzt alles hart und a...lochmäßig von mir an, aber die heutige Wirtschaft ist auch hart und ungerecht. Vor Gericht gehen hilft da gar nichts. Und der nächste Chef in spé bekommt davon garantiert Wind... So ist das nunmal bei 4 Mio. Arbeitslosen. |
| PIPBoy | Ups, da sind doch glatt noch zwei Kommentare dazwischen gerutscht, während ich schrieb... |
| kelaino | *zustimme* ohne kompromisse geht es leider in den meisten branchen nicht. die einzige möglichkeit wäre dann, sich durch so gute leistungen hervorzutun, das man im laufe der zeit mehr freiheiten bekommt (bzw. sich nehmen kann, ohne das es stress gibt). betriebe können leider in den meisten fällen auch nur noch durch eine "corporate identity" überhaupt auf dem markt bestehen. das fängt beim einheitsdress in der kfz-werkstatt oder dem gleichen kittel im supermarkt an und hört beim image des armani/boss-anzugträgers in den höhsten etagen auf. gerade im kundenkontakt wird dann eben auf das "gepflegte" äußere wert gelegt, und ungepflegt fängt bei der masse meistens bei piercings oder tattoos an, obwohl das nichts mit "körperlicher pflege" zu tun hat. *seufz* schließlich endlich muss jeder für sich entscheiden, ob er damit klarkommt oder nicht bzw. wie tolerant seine vorgesetzten / Chef(s) sind. oder ob man nicht doch besser nach einer alternative sucht, da man sich im scheingewand der gutbürgerlichkeit/spießigkeit einfach nicht mehr wohl fühlt. kel |
| sto | ich stimme da pipboy zu .... denn in der heutigen gesellschafft kann man sich halt ncihtn alles aussuchen ... und fuer mich persoenlich ist es auch kein problem mein outfit meiner arbeit anzupassen... das gehoert fuer mich dazu...... denn schliesslich representiert man die firma in der man arbeit auch ! und wenn die firma ein gewisses bild vonsich hat, das es representieren moechte, dann sollte man als angestellter dies akzeptieren und sich anpassen ! solang wie niemand versucht diese einfluesse bis in den privaten- / freizeitbereich auszudehnen stellt das fuer mich kein problem dar ! was allerdings ein problem fuer mich ist, wenn jemand wegen der einstellung (trotz "korrektem" outfits und "korrekter" verhaltensweise) gefeuert wird ... denn das ist fuer mich ein eingriff in die privatsfaehre und eine verletzung des persoenlichkeitsrechtes ! |
| E|odia | Bei uns im Büro laufe ich eigentlich schon des öfteren komplett in schwarzen Klamotten rum, naja, aber eher schlicht (schwarze Hose, schwarzes Shirt usw.) und ohne viel Schmuck. Mein Chef (noch ziemlich jung, kenn ich schon von der Ausbildung her) und die anderen Kollegen sehen das nicht so streng... Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich beim Bund arbeite. Allerdings mache ich mir schon Gedanken, wie es wohl werden wird, wenn ich demnächst versetzt werde und nur noch ältere, eingeschworene Beamte vor mir habe. Ich glaube dann ist es zum Großteil vorbei mit den schwarzen Klamotten. Ok, seh ich auch ein. Aber solange keiner etwas dagegen hat, komme ich auch weiterhin schwarz gekleidet ins Büro. Greetz E|odia |
| Pestilence | Upps, Enschuldigung. |
| WaTcHmE | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pestilence [/i] [B].... Regelwerk/Kleidung .... richtiger Goth ? Manchmal frage ich mich ob die Welt nur von Idioten bewandert wird.[/B][/QUOTE] 2 Dinge sage ich dazu : 1. lies [COLOR=RED]ALLES[/COLOR] bevor du dich äußerst! 2. wenn du alles gelesen hast denke ich ist ne Entschuldigung angebracht wegen dem idioten! Danke! |
| sto | was mich interessieren wuerde ist warum alle auf diesen schwarzen klaamotten so rumreiten (entschuldigt den ausdruck) schwarze klamotten sind doch mit das normalste der welt, wenn man einen entsprechenden stil an den tag legt ... wenn man nicht gerade einen beruf hat, der eine bestimmte farbe verlangt, dann sehe ich keinen problem in schlichten, angemessenen schwarzen sachen durch diese welt zu marschieren ! was negativ auffaelt ist, wenn von der genormten anzugsordnung abgewichen wird, das hat meiner meinung nach ncihts mitder farbe zutun, sondern mit der amchart der kleidung ! es gibt so viele schwarze kleidungstuecke ... sei es das kleine schwarze bei der modeschau, dem festabend, der schwarze smoking beim ball, oder der hochzeit etc... ist deswegen jeder braeutigam als goth einzuordnen ? weil er schwarze kleidung traegt ? nein, denn es kommt auf den stil an, nciht auf die farbe, somal es auch genuegend andersfarbige sachen gibt, die in diesen kreisen ranchieren ! |
| Seneca | @ Sto Ich glaube, es handelt sich hier um ein reines "Goth" Problem, denn wenn es nun dringend halbgeschorene Köpfe, Piercings und Ähnliches sein müssen...dann frage ich mich was das soll... Ich komme prima mit den Stil aus, den ich seit den 80ern trage, und dabei ist der einzige Kompromiß das ich bei der Arbeit (Rezeption eines ***** Hotels) die Haare mal ordentlich trage, und keine Amulette etc. zu sehen sind. Das heißt noch nicht mal das man was ablegen muß. Meine Kollegen wissen ohnehin wie ich drauf bin, aber mehr als die klassischen "Satanist" Sprüche habe ich nie zu hören bekommen. Es sind nicht zuletzt die Umgangsformen, die ich als Schwarzromantiker an den Tag lege, die mich für diesen Job prädestinieren. Und das ich meist altmodisch anmutende Anzüge trage, stört keinen, denn die aktuelle Herbst Kollektion sieht auch so aus. Sogar Rüschen haben ein Comeback... Ach wie gut das ich ein "Altgrufti" bin, und keinen Bedarf an diesem neumodischen Goth Outfit habe...*breitgrins* |
| Sirius | Ich denke mal, das vom Kunden erwartete Outfit ist nicht nur Branchenbedingt sondern auch regional unterschiedlich. Wenn hier in Berlin ein Kellner in einer ganz normalen Kneipe (ich rede jetzt also nicht vom sündhaft teuren Luxusrestaurant, wo sowieso nur Snobs verkehren) z.B. Gothic-Mäßig herumläuft, wird das niemanden großartig stören. Ber der Wahl seiner Klamotten wird er sicherlich auf etwas zweckbezogenes zurückgreifen, schließlich will man sich ja nicht den teuren Fummel versauen. Aber andere Aspekte (die bereits erwähnte "etwas" von der Norm abweichende Frisur oder irgendwelcher Schmuck) dürfte hier kaum von Bedeutung sein. Handelt es sich hingegen um eine Kneipe z.B. in einem Ferienort in Oberbayern, wird das Publikum auch einen entsprechend gekleideten Kellner (mit einer schicken Trachtenkleidung :D ) erwarten. Wenn dort plötzlich so ein Hardcore-Gruftie seviert, könnte sich das schon imageschädigend auf den Laden auswirken... ;) Im Job ohne direkten Kundenverkehr (wie bei mir) ist es zum Glück völlig egal, wie man herumläuft. Bei uns gibt es kahlrasierte Frauen, finstere Grufties, langhaarige subversive Elemente, Normalos, Anzugträger, Tekker - einfach alles... und es stört eigentlich niemanden... Zum Thema Kündigung: Das ist immer schwierig zu berurteilen... wenn derjenige in der Probezeit ist, kann Chef jederzeit fristlos ohne Angabe von Gründen kündigen. Als Lehrling vor ein Arbeitsgericht zu ziehen, dürfte wenig Chancen auf Erfolg mit sich bringen. Versuchen kann man es, aber wenn beide Seiten nicht kompromissbereit sind, wird selbst eine Erfolgreich Klage sehr wahrscheinlich äußerst negative Folgen nach sich ziehen. Was mich nur wundert ist, warum der Chef den Lehrling überhaupt erst eingestellt hat, immerhin hätte er doch schon beim Vorstellungsgespräch diese Sachen klären müssen und beide hätten dann vielleicht festgestellt, das dieser Job wohl nicht das richtige ist... |
| PIPBoy | @sto: Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, daß es hauptsächlich auf den Stil ankommt und nicht (nur) auf die Farbe Schwarz selbst. Bei (nur) schwarzem Hemd und schwarzer Hose (mein bevorzugtes Outfit) sagt nämlich so gut wie keiner was. Hier im Threat (und wahrscheinlich in anderen auch), wurde der Ausdruck "schwarze Kleidung" der Einfachheit halber für Stil UND Farbe verwendet. Unbewußt hat jeder die beiden Komponenten in den o.g. Ausdruck hineininterpretiert, denke ich mal. |
| Dragonfly | Da hatte ich in meiner alten Arbeit richtig Glück gehabt. Ich durfte komplett in schwarzem Leder meiner Arbeit nachgehen und hab mir lediglich von einem befreundeten Mitarbeiter ein scherzhaftes "oh unser Graf steigt aus der Gruft empor" anhören dürfen :p Vor allem weil meine Werkstatt so passend in einem alten Kellergewölbe war ;) ... Aber... Ich kenne leider das Problem bei Leuten die zwar in einer Arbeitssituation sind in der Äusserlichkeiten völlig irrelevant sind und es nur auf die Fähigkeiten ankommt. Diese Leute werden dann von ihren Mitarbeitern schikaniert und beschimpft das sie schwarze Messen abhalten und werden dann einfach in eine Ecke abgestellt. Diesen Leuten wird dann leider auch jeder Fehler vorgeworfen obwohl sie vielleicht sogar die besten Mitarbeiter sind. Vorurteile sind leider in unserer konservativen Gesellschaft das Leid aller Leute die etwas "anderst" rumlaufen. Dennoch sollte man sich nicht aufgeben und weiter zu seiner Einstellung stehen, egal ob schwarzer, hippie, SM, schwuler usw... und vor allem sollte man es auch weiterhin zeigen, sein Äusseres sogar ein wenig zur Provokation nutzen um den Leuten zu zeigen das es noch ein anderes Leben neben dem Diktat unserer Gesellschaft gibt.... *weitersurrt und eine andere Schulter für einen netten Plausch sucht* |
| drachentochter | Hier mal wieder ein persönliches Beispiel, wie man sich doch täuschen kann... Ich habe vor einiger Zeit angefangen,etwa einmal pro Woche in einem Betrieb zu jobben, wo ich in einem Büro sitze und niedere Tätigkeiten ausführe. Die Mitarbeiter sind alle eigentlich normal, ordentlich gekleidet, wenn was wichtiges ansteht, zeigt man sich auch mal im Anzug. Nach zwei Wochen saß ich dann so in meinem Büro rum, als der Kollege von nebenan vorbeischaute und mich von oben bis unten musterte. mich dann fragte, ob ich das gewesen sei, die er am Samstag in der Disco gesehen habe. (Eine durchweg ""Schwarze"" Location natürlich) Nach einigem Nachdenken -nachdem ich den Mund wieder geschlossen hatte :eek: erinnerte ich mich dann an jemanden über den ich mich an dem Abend total geärgert hatte, weil er mich die ganze Zeit angestarrt hatte. Merkt ihr was? Am Wochenende hatte er sich schick gemacht, ganz in schwarz, in der woche trug er Jeans, eine Brille und ein karriertes Hemd. Wie wichtig ist mir denn das Gothic sein, wenn ich dafür meinen Job aufs Spiel setze? |
| myhna | es gibt nun mal arbeitskleidung... und nicht nur in bereichen wo man sich schmutzig macht, sich verletzen kann oder im med. bereich... und einer stelle angemessenes auftreten, auch was schminke etc angeht. ... wer das nicht versteht ist wiederum selber ignorant... denn irgendwie muss man ja als arbeitgeber, grade in der gastronomie oder bei kundenkontakt akzeptieren das die kundschaft eben nicht unbedingt "tolerant" ist... aber natürlich kann man das jemandem netter beibringen als in gegebenem beispiel.... |
| Tharis | Seid gegrüßt. Ich möchte nur mal etwas anmerken in Bezug auf "Arbeitskleidung", etc. Ich habe eine ganze Weile in einem "Restaurant, wo man schnell sein Essen bekommt" (kein Fast-Food-Restaurant nach Meinung der Geschäftsführer) und nur Hühnchen verkauft wird gearbeitet. Mal abgesehen von der Dienstkleidung, war es verboten, Schmuck aller Art zu tragen, sowie Vollbärte oder Kinnbärte. "Extreme" Haarfarben wurden nicht geduldet, dies traf zum Beispiel auf mein dunkelrot zu. Naja, zum Glück wäscht sich Henna zum Teil aus und mit hellrot/orange waren sie's zufrieden und einen Bart hab ich auch nicht, bin ja keine Zwergin. Es betrifft also nicht nur uns. Wenn ein Betrieb nun mal einen Dresscode hat, dann hat sich da jeder bis auf die kleinste Kleinigkeit anzupassen. Das ist leider so und ist sogar verständlich... irgendwo. Wenn allerdings jemand auf Grund seiner Einstellung gekündigt wird, ohne diese offen vor Kunden zu Schau zu stellen, ist es das für mich nicht mehr. Ich denke schon, dass man sich in der Arbeitswelt anpassen muss und das sogar auch Sinn macht, weil damit wirklich eher so etwas wie eine "Einheit" geschaffen wird, als ohne gemeinsame Kleidung, aber was ich denke, denke ich, daran wird mich auch ein Chef nicht hindern. Leider akzeptiert das nicht jeder, aber daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen, sofern wir es nicht schon längst getan haben. Und solang es sich nur um Frisuren dreht, die wirklich auffällig sind, soll es mir auch recht sein, das mag nicht jedermanns Sache sein, aber erklär mir doch mal einer, wo der große Unterschied zwischen einem Oberlippenbart (erlaubt), einem Kinnbart (verboten), Koteletten (erlaubt, aber wahrscheinlich falsch geschrieben) und einem Vollbart (verboten) liegt? Nicht, dass ich unbedingt auf meiner nächsten Arbeitsstelle mit Vollbart ankommen möchte. Ich würde ja gerne sagen können: "Ich pass mich äußerlich an, aber wenn ich nach meiner Einstellung gefragt werde, steh ich dazu, auch wenn's meinem Chef nicht passt. Soviel ist es mir wert.", aber wer kann sich das noch leisten? Ehrlich kann ich nur eins sagen: Scheiß-Chef bleibt Scheiß-Chef, egal in welcher Beziehung. Ich schätze mich glücklich, dass mein "A.. vom Dienst" weg ist und nur noch Nette übrig sind. Naja, jeder muss selbst wissen und einschätzen, wie weit er gehen kann, das ist ja zum Glück verschieden. Und ich denke, in der Gastronomie ist es vielleicht wirklich ein bißchen unangebracht. Ich weiß ja nicht, inwie weit sie sich als "Gothic" zu erkennen gegeben hat... Ich wünsche allen einen Beruf, in dem zumindest gegenüber den Überzeugungen der Mitarbeiter Toleranz gezeigt wird und vielleicht ja sogar mal gegenüber der Kleidung. Liebe Grüße, Tharis PS: Das Verbot von Schmuck hat hygienische Gründe, wenn man mit Essen arbeitet und sollte einleuchten, genauso wie das Tragen einer Kopfbedeckung, aber Barthaare können so oder so ins Essen kommen, ob nun vom Vollbart oder vom Schnäuzer. Es freue sich, wer weiblich ist, bei solchen Vorschriften... |
| Black Crypt | Ich arbeite in einem Handwerksbetrieb mit vorgeschriebener Firmenkleidung. Ich habe auch eigentlich keine Probleme damit, da für mich auf der Baustelle andere Dinge wichtiger sind als mich als "schwarz" oder "independent" zu profilieren. In anderen Berufen mag es vielleicht problematischer sein, weil eben kein fest vorgeschriebener "Dresscode" erforderlich ist. |
| Trinity Goth | Hi! Ich arbeite in einer EDV Support Hotline, wo ich keinen Kunden sehe und deswegen ist es auch ziemlich egal was ich anhabe. In allen Berufe ohne Kundenverkehr sollte das egal sein, wenn man sein Job gut macht. 'Normale' schwarze Kleidung dürfte kein Kündigungsgrund sein, sonst zwingen die Leute dich noch demnächst Mausgrau zu tragen? :) Was die Kostümierungen in amerikanischen Fast Food Ketten oder Vernügungsparks angeht habe ich auch schon so meine Erfahrungen gemacht *würg* Sorry, nie wieder. Bevor ich so einen Job noch einmal mache müsste ich schon am Verhungern sein. Ich finde diese grellen Arbeitskleidungen menschenunwürdig ;) Was bitte ändert eine Haarfarbe an diesen Geschmacklosen Outfits? Ich hab das nie verstanden. Ok, Amis, deren Firmen haben ja immer einen seltsamen Sektencharakter ;) Gegen Arbeitskleidung an sich habe ich nichts, in Handwerksbetrieben oder industriellen Fertigungsanlagen. Gruss Trinity |
| Eilan | Also ich kann mich eigentlich nur den anderen anschließen. Für die Arbeit sollte man schon ne Ausnahme machen, auch wenn man sonst immer in schwarz rumläuft. Ich arbeite im Büro mit viel Publikumsverkehr, da kann ich auch nicht nur in schwarz rumlaufen geschweige denn mit viel außergewöhnlichen Schmuck und mich aufwendig schminken. Musste mich halt ein wenig anpassen. Wobei ich eben auch häufig dunkle Sachen trage. Habe mich aber sogar privat ein wenig umgestellt, weil ich eben andere farben außer schwarz auch mag. Eilan |
| Hellcrow | hoi leute, ich hab in meinem job (elektriker) auch immer geglaubt, ich müßte mich durch meine kleidung outen, ging sogar soweit, dass ich mir eine pechschwarze arbeitskluft besorgte, wurde sogar allgemein im betrieb toleriert. nur brachte mir das recht wenig, weil ich abends genauso dreckige und graue klamotten trug wie der rest der mannschaft. also kam ich doch wieder auf die "normale" dienstkleidung zurück, erstens weils billiger und zweitens auch egal war, beim job interessiert ohnehin die wenigsten, was du privat machst oder denkst, bis auf wenige freunde. ich glaube, man muss nicht um jeden preis immer und überall den unterschied zu andersdenkenden zeigen, ist doch wirklich egal, ob jemand im privatleben schwarze kluft bevorzugt oder lieber hosen anhat, wo der schritt zwischen den knien baumelt..grins hauptsache ist, jeder sollte mit seiner einstellung glücklich sein ! in diesem sinne carpe noctem |
| DuNkelHeRz | also das aufstylen lasse ich zum arbeiten einfach weg, da eben schlicht schwarz, dagegen kann halt keiner was sagen ;) mir wäre das auch selbst jeden tag zu viel aufwand da müsste ich ja morgens noch ne stunde früher raus oder so :D beste wünsche dunkelherz |
| Falling~Angel | tja die leute sind in solchen dingen manchmal echt kleinlig ... was sie net verstehen und verstehen wollen grenzen sie prinzipiell aus und verachten sie ... vielleicht sollt ich noch erwähnen,des des mädel in der probezeit war und in dieser zeit kann ohne ordentlichen grund gekündigt werden ... :( |
| Raven | Beschimpft, verachtet, angegriffen, kritisiert....das gehört nunmal zum Leben dazu, wenn man sich von der konservativen, spießbürgerlichen Gesellschaft abhebt. Ich bin zwar kein Goth, aber einer der wenigen Punks, die in unserer Stadt leben. Sprüche wie "Scheiß Zecke!", "Geh doch arbeiten!" und ähnliches muss ich mir öfter anhören. Und wenn man in einer Stadt, in der es nicht wenige Rechtsradikale gibt, lebt und dann mit nem Iro über die Straße geht, bekommt man leicht Ärger, nicht nur verbalen. Was soll's. Von sowas lass ich mich nicht beeindrucken. Manchmal sind die Kommentare der Leute, die einen eigentlich beschimpfen wollen sehr lustig. Vor allem, wenn man jemanden nach etwas Kleingeld fragt oder vor dem Einkaufszentrum sitzt. Warum dran stören, wenn man drüber lachen kann? Ich hab nicht vor, für irgendwen oder irgendetwas meine Lebenseinstellung zu ändern. Und meinen Stil auch nicht, auch wenn diese Einstellung vieles komplizierter macht, irgendwie kommt man immer durch. Raven:) :p |
| autumnnight | so wie es aussieht, scheine ich "glück" zu haben.. bei uns gibt es zwar auch einen dresscode, aber der besagt nur, dass business-kleidung getragen werden soll.. und "blue jeans und turnschuhe gehören in die freizeit".. das steht sogar im arbeitsvertrag.. somit bin ich ziemlich vorschriftskonform, wenn ich schwarz trage.. da gibt es nichts auszusetzen.. muss mich halt im schmuck ein wenig zurücknehmen.. und gegen den dunklen nagellack sagt auch niemand was.. so lange es gepflegt aussieht.. in unserer "kleiderordnung" steht auch noch, dass tattoos und piercings nicht erlaubt sind.. zumindest nicht an "offensichtlichen" stellen.. ist kein problem für mich.. hab zwar ein zungenpiercing, aber das stört niemanden.. bin halt nur ein kleines rädchen in der verwaltung.. (auch wenn ich die dame von der zentrale bzw. am empfang ab und an vertreten muss/darf/kann/soll.. bisher hat sich noch niemand beschwert..) es gibt hier aber einen techniker, der die installationen vor ort beim kunden vornimmt.. und dem wurde nahe gelegt, sein zungenpiericing zu entfernen.. ich weiss nicht, ob ich das für meine job tun würde.. aber ich würde ernsthaft darüber nachdenken, wäre ich denn mal in der situation.. liebe grüsse durch die republik, autumnnight |
| Lilienfrau | [QUOTE][i]Original geschrieben von WaTcHmE [/i] [B]Siemens/ Telekom/ Vodavon / Isis um nur 4 zu nennen , wo mir der Chef direkt klargemacht hat dass man beim Kunden NICHT komplett schwarz auftauchen darf... [/B][/QUOTE] Hallihallo :-) Also wenn Du zu Vodafone nach Düsseldorf "musst", kannst Du wohl ruhig in schwarz auflaufen... die sind das da gewöhnt *grins* Liebe Grüsse Alexandra |
| Camouflage | Hallo Ihr schönen ModezarInnen, was will man feststellen? Die Gesellschaft erdrückt mich wieder mit Vorschriften und ich bin noch immer nicht reif und einsichtig genug, um dieser Diskussion die Flamme zu entziehen und es als das Trivialste anzusehen, was es geben kann? Ja, Ihr Buben und Mädchen, von der Schwarzbeerfront. Was soll man nur mit Euch machen? Deutschland geht es ja so schlecht und dann kommt Ihr Angestellte(n) und ArbeiterInnen und meckert nicht nur über das Gehalt, die frühen Anfangszeiten, den urlaub, den die blöde Kuh aus der anderen Abteilung bekommen hat und jetzt auch noch über die Competition des Goth-Seins schlechthin: Wie sehe ich heute wieder aus? Bin ich mir wieder eine Sünde wert? Nun ja, es ist ja bewiesen, dass ungefähr 80% der Goths, ihre Einstellung nicht zuletzt auch stark über das Äußere definieren. Allerdings ist auch bewiesen, dass 90% aller Goths, die einen anderen als solchen erkennen, versagen. Warum? Nun, ich bin hier der Star, schleich Dich. Es ist gegen die Würde, wenn man sie einem anderen nimmt. Ist es so gegen die Würde, wenn man sich "uniformieren" muss, um anderen Menschen, die eben nicht befreit denken können, einen Gefallen zu tun? Was spricht dagegen, wenn man Arbeitskleidung anzieht? Ist der Goth nicht in uns drinne? Wer eben nicht weiter denkt, als den Stand des Arbeitgebers zu erreichen, der sollte diese Diskussion nicht führen. Die Positionen sind in Wahrheit die des Chef's. Man möchte Euch in solcher Kleidung, Ihr wollt Euch in dieser Kleidung sehen. Habt Ihr auch etwas anderes im Schrank, etwas, was Euch hilft, die Kleidung als Be-Kleidung zu sehen? Ein Gewissen, eine Sehnsucht, eine Ich-Erkennung? Sicherlich habt Ihr das alle. Geht einfach mit den gedanken weiter und malt Euch einmal kurz aus, wie es ist, wenn man täglich nur über das eigene Aussehen denken, reden und streiten müsste, weil das alles ist, was man aufbieten kann? Wieviel Kraft hätten wir noch für die anderen Dinge des Lebens? Nicht mehr sehr viel. Ich denke, es wird nicht nur demnächst in Euren Schränken mal wieder Zeit für einen Wechsel. Ich drücke Euch die Daumen Tim |
| Diodatis | Camou, lol. Du hast es wieder Mal getroffen! Auch ich bin der Meinung, dass sich der innere Meinungswert nicht alltäglich und überall über die Kleidung definieren muss, da diese meistenteils doch nur der Eigenstärkung halber getragen wird. Wer will schon an seinen Knochen ersticken? Andererseits, haben wir es mit einer jahrhundertelang dioktrinierten Gesellschaft zu tun, deren Moralschutzmantel Platz für unrechte Diskriminierungen innerhalb aller Normwerte bietet. Wissen wir bereits. Okay. Kompromisse: Ja. Dennoch sollte es gelingen auf intelligente Weise dagegen anzugehen. Dümmlich wäre zum Beispiel sich heute schon hinzustellen und öffentlich zu bekennen, das der "La Vay-Satanismus" nichts weiter als gesunder Menschenverstand ist und deshalb auch als "Satanist" (welcher ich nicht bin!) öffentlich herausgeschrien werden sollte. Interessant dagegen wäre als Goth auf Arbeit innerhalb des schwarzen Kleidungstragens ein T-Shirt mit der Pink - Aufschrift: "Ich bin die Rache Gottes!". Girlies tragen Pink! :D Diodatis |
| seelenmord | Salut, ich möchte ein paar Aussagen aufgreifen und dazu ein Statement abgeben ... Hoffe, daß ich den Inhalt dieser nicht allzusehr verstümmle ... [quote]Andere würden weit mehr Kompromisse eingehen, als nur ihr Äußeres (zumal nur leicht) zu verändern, um eine Arbeitsstelle zu kriegen.[/quote] ... und verkaufen damit ihre Identität ?! [quote]und wenn die firma ein gewisses bild vonsich hat, das es representieren moechte, dann sollte man als angestellter dies akzeptieren und sich anpassen ![/quote] Anpassung klingt immer nach Intoleranz, in gewissen Bereichen, wo Berufskleidung der Notwendigkeit dient (Schutz usw.) gebe ich Dir vlei recht, aber prinzipiell lehne ich das ab ... [quote]Wie wichtig ist mir denn das Gothic sein, wenn ich dafür meinen Job aufs Spiel setze?[/quote] Ich denke, daß steht in Abhängigkeit dazu was es für den Einzelnen bedeutet ... ich hoffe mal nicht, daß ich wegen dem Job mein Identität verkaufen werde ... [quote]Im Job ohne direkten Kundenverkehr (wie bei mir) ist es zum Glück völlig egal, wie man herumläuft. Bei uns gibt es kahlrasierte Frauen, finstere Grufties, langhaarige subversive Elemente, Normalos, Anzugträger, Tekker - einfach alles... und es stört eigentlich niemanden...[/quote] Ich laufe zwar recht "normal" auf Arbeit 'rum (d.h. keine Röcke, keine Boots [und wenn nur "unter" der Hose], usw.), aber dennoch stört sich mein derzeitiger AG an Frisur und m.E. harmlose Klamottenwahl (Bondage-Hemd) ... Sirius, wo arbeitest Du? Das klingt verlockend :D DlG, sm |
| FallenSisko | @seelenmord Den Kampf gegen die intolerante Gesellschaft kannst du nicht alleine gewinnen. Und du wirst alleine sein, wenn du versuchst ab Dezember einen Job zu finden, und dann einem Schlipsträger beim Einstellungsgespäch gegenüber sitzt. Bei einer Arbeitslosenquote von 20 % solltest du dein gesellschaftliches Überleben über das Tragen eines Bondagehemdes stellen. Ich denke das man sich erst eine Position im Job erarbeiten sollte, bevor man dem Chef mitteilt "Hey du ich bin einer dieser bekloppten Schwarzen". Ich persönlich halte es so. Denn wenn ich meinen Job verlieren würde, dann wären meine Königin, die 2 Katzen, das Schwein, die Mäuse und Ratten, mächtig am Ar... ähm verhungern. :D Überleben ist wichtiger als Äußerlichkeiten. |
| myhna | schliesslich dienen gewisse kleidungsvorschriften tw. tatsächlicher nun mal eher zur gleichstellung und nicht zur gleichschaltung... ähnlich wie schuluniformen - ... (obwohl ich schon froh bin das es bei uns keine gab - aber meine schule war auch noch recht human was die angeberei angeht) beim frühstück sieht man schliesslich auch noch nich so aus wie wenn man/frau ausgeht.... (oder) und wer nich ungeschminkt oder in bestimmten klamotten rausgehen kann/sich raustraut(bezieht sich ja nich nur auf schwarzvolk) der hat ein ganz anderes problem als "intoleranz" von anderen.... |
| seelenmord | @Sisko [quote]Bei einer Arbeitslosenquote von 20 % solltest du dein gesellschaftliches Überleben über das Tragen eines Bondagehemdes stellen.[/quote] Keine Angst das tue ich, meistens trage ich entweder ein schlichtes T-Shirt oder schicke Hemden (ja die gefallen mir auch) ... Schminke (was sich bei mir zumeist in Nagellack äußert)lasse ich ganz weg. Meine derzeitige Frisur werde ich deswegen aber sicherlich nicht ändern. [quote]Ich denke das man sich erst eine Position im Job erarbeiten sollte, bevor man dem Chef mitteilt "Hey du ich bin einer dieser bekloppten Schwarzen".[/quote] Hmm, ich weiß gar nicht warum man sich überhaupt für sein Aussehen rechtfertigen muß ... außerdem weiß ich, daß die bei mir auf Arbeit nicht so recht wissen wo sie mich "hinstecken" sollen ;) [quote]Überleben ist wichtiger als Äußerlichkeiten.[/quote] Sicherlich, nur muß einem das "Überleben" auch noch 'Spaß' machen ... @myhna [quote]und wer nich ungeschminkt oder in bestimmten klamotten rausgehen kann/sich raustraut(bezieht sich ja nich nur auf schwarzvolk) der hat ein ganz anderes problem als "intoleranz" von anderen....[/quote] Weiß jetzt nicht ob das auf mich persönlich bezogen war ;) Aber dem habe ich ja nicht unbedingt was entgegenzusetzen (vlei habe ich mich in meinem Posting auch nur ungeschickt ausgedrückt), ich gehe ja auch Kompromisse ein und stelle mich nicht auf stur - aber alles hat für mich eine Grenze ... Arbeit darf für mich nicht zu einer Form der "Prostitution" ausarten ... DlG, sm |
| Monte | Hallo... ich ´hab hier den Thread gelesen und bin bald in Ohnmacht gefallen was es für intolerante Menschen gibt....bzw. Chefs! Ich muss anmerken bei uns in der schule sehen die lehrer auch nich so gerne schwarz´gekleidete menschen, das verstößt irgendwie gegen ihre prinzipien....die ich in dem moment leider nicht nachvollziehen kann, bzw. auch nicht möchte....! Ich selbst bin ja eher so ein Mensch der nich so nach der Kleidung einen anderen beurteilt, sonder ich unterhalte mich mit dem oder der anderen einfach mal und bilde mir danach mein Urteil, es kann doch nich angehen das man nur wegen einem kontrast jemanden aus dem Betrieb schmeisst!!!:( Die einzige die selbst bei uns auf der Abschussliste unserer schule steht ist meine lehrerin, sie selbst ist auch ein gothic und lässt sich das auch ziemlich stark anmerken,auch wenn sie selbst alles abstreitet!!!;) Hoffentlich sind nich alle Chefs so!!! Grüße Monte |
| FallenSisko | [QUOTE][i]Original geschrieben von seelenmord [/i] [B]@Sisko Meine derzeitige Frisur werde ich deswegen aber sicherlich nicht ändern. [/B][/QUOTE] Na das wäre ja Frevel. Ich wünschte ich würde so gut aussehen. :D |
| myhna | @sm nö, eigentlich nich aber wenn du dich angesprochen fühlst ... ;) |
| FallenSisko | [QUOTE][i]Original geschrieben von Monte [/i] [B] Die einzige die selbst bei uns auf der Abschussliste unserer schule steht ist meine lehrerin, sie selbst ist auch ein gothic und lässt sich das auch ziemlich stark anmerken,auch wenn sie selbst alles abstreitet!!!;) [/B][/QUOTE] Naja sie wird schon ihre Gründe haben es nicht allzu sehr an die große Glocke zu hängen. |
| sto | ichglaube die gruende wurden schon mehrfach erwaehnt ... und das resultat wurde im eroeffnungs post bereits gegeben ... zumindest ein beispiel ! mit gruessen... |
| FallenSisko | [QUOTE][i]Original geschrieben von sto [/i] [B]ichglaube die gruende wurden schon mehrfach erwaehnt ... und das resultat wurde im eroeffnungs post bereits gegeben ... zumindest ein beispiel ! mit gruessen... [/B][/QUOTE] Danke für den dezenten Hinweis. Es war aber eigentlich eine Frage an Monte, und seiner innerschulischen Erfahrungen, die ihn und seine Lehrerin betreffen. Also nicht das Allgemeine Blabla. Darum ist meine Frage auch berechtigt. Aber ich denke mal das ist zu persönlich für diesen Thread und der Öffentlichkeit. Hab ja ihn ja noch im ICQ. |
| sto | das war eigentlich auch nicht boese gemeint... tut mir leid, falls es so rueber kam... mit gruessen... |
| FallenSisko | ok |
| maniac | wollte nur sagen das ich glück hatte... meine chefin ist da unheimlich tolerrant... ich ging mal etwas heftig geschminkt zur mitarbeiterversammlung. das gelächter war anfangs groß, doch sowas bin ich schon gewohnt... auf solche idioten trifft man immer wieder... das war so und das wird auch so bleiben... also lasst euch nichts erzählen, und wenn ihr auf solche idioten trefft, dann habt mitleid... denn sowas hat es auch dringend nötig andi |
| Sigglo | ich habe meine ausbildung in einer kleinen firma gemacht welche von zwei ultrachristlichen leuten geführt wurde - ich hätte fast gekündigt... bekehrungsversuche waren fast an der tagesordnung (die ich zum glück abblocken konnte) zum anderen wurde mir ein paar monate kein lohn gezahlt, die beziehung zu meiner freundin wurde als "unehrlich" bezeichnet (da man ja nur lieben könne, wenn man auch jesus christus lieben würde - alles klar?) ich schaltete einen anwalt ein, beschloss aber meine ausbildung zuende zu führen - was ich schliesslich auch geschafft habe... in diesem sinne - amen. |
| Tawhiri | ...ja manchmal muß man kompromisse machen...ich arbeite im labor und da MUß ich einen weißen kittel tragen........und ganz ehrlich schwarz ist eine schöne farbe und die klamotten mag ich auch aber davon mach ich doch nicht meinen Berufswunsch abhängig......und meine lebenseinstellung verliere ich dadurch doch nicht.... |
| Zephyra | ich finde, das hier ist ein sehr interessantes thema! ich habe mir auch schon oft gedanken darüber gemacht. ich habe schon oft gehört, dass leute, die zur arbeit auch andere klamotten als nur schwarze anziehen, "wochenend-gothics" genannt werden. ich kennen auch mehrere, die schlecht über einen reden, weil man zur arbeit auch mal in nem dunkelroten pulli geht, anstatt wie samstags abends im engen lacktop! tja, udn diese leute - was sind die? arbeitslos! ne zeit lang habe ich mich drüber aufgeregt, aber eigentlich kann es einem ja egal sein, was solche leute denken. was ist so schlimm daran? im schwimmbad zieht man einen bikini an (die frauen zumindest), im bett ein nachthemd, auf der arbeit normale klamotten und wenn man auf ner party ist, kann man den kurzen rock und die lackstiefel hervorkramen. (die wären mir auch für die arbeit viel zu unbequem) :D ich finde es einfach nur oberflächlich, von solchen leuten als möchtegern- oder wochenend-gothic bezeichnet zu werden. man passt sich in so vielen dingen an, die man gar nicht bemerkt, warum nicht bei der arbeit? ich arbeite im büro mit kundenverkehr, udn ich gehe da auch ab udn zu mit schwarzen fingernägeln hin, udn ich trage auhc fast nur schwarz oder dunkelrot/dunkelblau. udn es hat noch niemand etwas gesagt oder komisch geguckt. aber wenn mein chef mir sagen würde, cih soll das ab sofort sein lassen, würde ich das tun. lieber auf der arbeit in ner beige-farbenden hose, als mit nieten-halsband arbeitslos in der innenstadt!! ;) oder?? hauptsache man fühlt sich nciht unwohl in seine klamotten. |
| Eurydica | Dieses Problem, dass jemand gekündigt wird nur seines Aussehens wegen gibt es ja aber nicht nur bei Goths. Bsp.: Ich habe mittlerweile von zwei Muslimen (eine Lehrerin, die andere Verkäuferin) gehört, beide leben in Deutschland und tragen ihres Glaubens wegen ein Kopftuch, beide worden gekündigt. Vor`m Gericht bekam die Verkäuferin recht, aber ich glaube (ich hoffe ich schreib hier nichts falsches) die Lehrerin nicht. Ist das in Ordnung ? Ich glaube es müssen so viele Untergruppen um ihre Existenz kämpfen, nur weil der " Normal-Bürger" infiziert ist von einer der schlimmsten Seuchen - " Intoleranz " (und Gothic ist da nur eine von vielen Gruppen ) |
| E|odia | @ Zephyra Nur ein Satz: Ich stimme dir voll und ganz zu!! E|odia |
| Grace | ich find das echt bitter, dass es leute gibt, die andere aufgrund ihres aussehens beurteilen und vor alem auch ihre fähigkeiten...ich stell mich doch auch nich hin und sag: iihh der anwalt is bestimmt voll unkorrekt weil er ne dumme krawatte trägt! echt über solche hirnrissigen dinge könnt ich mich totärgern... ich meine es ist eine sache auf der strasse dumm angemacht zu werden so von wegen: bäh scheiss gruftie und bla... aber es ist eine andere sache leute auf dem arbeitsplatz deswegen zu diskriminieren....naja so sind sie halt... kann mn nix mehr zu sagen zu so viel stumpfsinn... |
| Lillith | ich arbeite auch als kellnerin in einem kleinen kaff, das ist auch ziemlich spießig, also färbe ich mir meine haare nur wenn ich mal länger frei habe lila, und den auffälligen schmuck lasse ich auch weg... meine arbeitsklamotten (schwarzer rock, weiße bluse) waren so wie so von anfang an vorgeschrieben so dass ich mir überlegen konnte ob ich mich einglieder oder nicht... mein boss hat gar keine probleme mit meinem aussehen im privaten, und meiner einstellung, weil ich immer korrekt zur arbeit komme... mal ehrlich, jeder weiß auf was er sich einlässt, wenn er nen beruf anfängt und wenn dann einer kommt und meint er muss jetzt den laden aufmischen dann ist das einfach nicht ok!!! andererseits, wenn jemand gekündigt wird nur wegen seinem aussehen NACH der arbeit oder seine einstellung, dann ist das ne sauerei!!! bis denn lillith |
| Lyanna | Hallo ihr Leutz!! Wollt nur mal meine Erfahrungen mit euch teilen. ICh merk immer wieder wie wenig toleranz die Menschen uns gegenüber zeigen. Leider. In der Schule is es so das die meisten Lehrer einen als Satanisten abstempel weil sie keine Ahnung von den Unterschieden haben. Alles in einen Topf.... Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz erging es mir auch nich besonders gut. Ich dachte das irgendeine Apotheke wohl so tolerant ist und mich nehmen würde. Im Gegenteil. Ich wurde immer mit der Ausred, das sie nur Studenten nehmen, abgewimmelt. Ich finde das schade. Zum Glück habe ich dann doch noch etwas gefunden. Ich bin jetzt in einem Museum in Darmstadt untergekommen. Ich finde es einfach billig und schade das die Menschen sich uns gegenüber so verhalten. Deswegen ziehe ich mich ziemlich zurück und nin nur selten "in voller Montur" unterwegs. tschö |
| Schattentroll | Seid gegrüßt freunde Lyanna, also bitte nicht von der gesellschaft vorschrieben lassen was manträgt ,wie man denkt,was man tut. wer dies zulässt gibt sich selbst und seine Seele auf. Sicherlich muss man heutzutage Kompromisse eingehen( meine die Berufswelt )ist ja ganz normal. aber man darf sich doch um himmelswillen nicht vorschreiben lassen was man in seinem privaten umfeld tut. (wäre verstoß gegen das persönlichkeitsrecht) Ich bin aber auch der meinung das man mit seiner lebensphilosophie nicht unbedingt hausieren muss und es jedem erzählen muss der es vielleicht eh net kapiert. hauptsache du weisst was du willst ,weil wenn du dies tust dann kann eigentlich nix mehr passieren. Vertrau auf dich selbst dann ist deine Seele stark Gruß vom schattentroll |
| Morna_Nen | Ich werde auch oft als "Wochenend-Gruftie" bezeichnet. Aber sind wir doch mal ehrlich, jeder von uns braucht Geld, und ich werde meinen Job bzw. jetzt gerade noch die Schule deshalb nicht aufs Spiel setzten. Was ist dabei wenn man statt einem schwarzen Samtrock eben ne stinknormale Jeans anzieht? Meine Einstellung ändert sich dadurch nicht. Und die werde ich auch sicher nicht an mein Umfeld anpassen. Und wenn irgendwelche mega truen Goths damit ein Problem haben geht mir das ziemlich am allerwertesten vorbei Sorry, meine Meinung :) Mir wurde schon ein Schulverweis angedroht weil ich einmal ne Kette mit einem klitzekleinen Totankopf Anhänger anhatte. Sowas macht mich zwar wütend, aber die Gesellschaft kann man nun eben nicht ändern. |
| decay73 | Na da habt ihr ja einen Uuuuralten Thread ausgegraben. Hab ihn mal nach "Augen durch die Nacht" verschoben (das gabs damals ja noch gar nicht *g*). decay |
| ubiesttristania | also wenn ich sowas höre bekomm ich echt eine wut,da kann ich gar nicht mitm kopfschütteln aufhören, wie engstirnig kann ein mensch sein??so lange wer seine arbeit gut macht ist doch alles in ordnung. |
| darkmedicine | Wie kann es sein, daß man eingestellt, wenn man optisch falsch rumläuft. Entweder man hat dann etwas anderes dargestellt, als man ist. Oder der Chef hat geschlafen. Wenn man sich nur verbal outet, sollte man doch darauf achten, wem man was erzählt. Und am ersten Tag kann man bestimmt noch nicht jedem trauen. Wenn man fest im Sattel sintzt, geht eine Menge. Ich arbeite in einem weißen Beruf und laufe fast ausschließlich normal schwarz rum. Höre in meinem Bereich sogar Musik aus dem "schwarzen" Bereich. Die Kommentare gerade von Älteren sind oft erstaunlich. Die sind eigentlich meist sehr tolerant. Schlimmer ist meist das Mittelalter. Fazit: Freiheit kostet manchmal halt auch Freiheiten. |
| Darket | Es ist juristisch ganz einfach: Erster Tag->Probezeit noch laaaaaange nicht vorbei. Wenn man dann eben den falschen Chef hat: Pech |
| oskadis | Ich finde diese Threads in denen der Gesellschaft fehlende Toleranz bezüglich Gothics vorgeworfen wird immer wieder süß ... Wenn ich mich recht entsinne wollte Gothic doch im Ursprung die Abkehr von der "bunten" Welt und ihren Oberflächlichkeiten. Wer jemandem einfach den Rücken kehrt sollte nicht viel von diesem jemanden erwarten. Dazu kommt noch wie die Szene mit Symbolen aller Art, die eben auch Dunkelheit repräsentieren liebäugelt. Das Dunkle wird zur Selbstinszenierung verwendet. Das Dunkle verängstigt aber viele Menschen - oder zumindest verunsichert es sie. Wer nicht dafür empfänglich ist wird auf solche Gefühle reagieren. Irgendwo muß man einen gemeinsamen Nenner finden, der das Miteinander möglich macht - und dieser gemeinsame Nenner beinhaltet ganz bestimmt nicht den Undercut, die Lackklamotten usw usf. Wer sowas trotzdem trägt - bitte sehr. Aber dann zumindest all die anderen Gothics in Ruhe lassen, die sich für ein neutraleres Auftreten (stichwort Wochenendgoths) entscheiden. Denn Toleranz sehe ich schon innerhalb der Szene nicht. Warum also von den "normalen" auch noch was einfordern, das die Szene auch nicht geben kann? Paar Gedanken so in die Runde Gruß ~Oskadis~ |
| rainraven | Ich denke mal, die Farbe Schwarz alleine wird doch eigentlich von der Allgemeinheit eher mit Eleganz oder Trauer (wenn alles schwarz) in Verbindung gebracht. Langweilige dunkle Farben sind ja sowieso das Überwiegende bei "korrekter" Kleidung im Beruf. Deswegen würde ich annehmen, daß man da nicht so auffällt oder niemand was dagegen sagen kann. Ich frage mich, was für ein Lokal es war, das die Bedienung aufgrund ihrer "Einstellung als Grufti" gefeuert hat. Soweit ich weiß, darf man wegen religiöser, politischer(?) oder sexueller Orientierung doch nicht gekündigt werden. Und als sowas würde ich Gothic, wennschon, bezeichnen. Bei einem vornehmen Restuarant sehe ich ein, wenn es Probleme macht, wenn man sichtbar gepierct ist oder was auch immer, aber in einer Kneipe, würde ich esbei einer Bedienung nicht einsehen, daß sie wegen sowas nicht eingestellt wird. (ich hab nicht den ganzen Thread gelesen, so daß mir evtl. etwas entgangen ist) Vor allem finde ich es seltsam, daß sie sich erst "geoutet" hat und dann plötzlich rausgeschmissen wurde. Das heißt, der Chef hat es vorher nicht gesehen, daß sie Gothic ist? Dann kann ihr Äußeres ja nicht so Anstoß erregend gewesen sein oder es ist ihr möglich, auch ganz unauffällig gekleidet ihren Job zu tun und es gäbe keinen vernünftigen Grund, sie zu entlassen. Leider kann man es auch nicht ändern, wenn dem Chef die Nase des Angestellten nicht paßt, dann wird er, egal welchen, Grund finden, diesen zu entlassen. Gothic hin oder her. |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, echte Grufties ziehen sich nicht schwarz an weil es ne schicke Farbe ist, sondern um ihre Ablehnung der heutigen Gessellschaft klar zum Ausdruck zu bringen. Auch die Traurigkeit über das oberflächliche soll zum Ausdruck gebracht werden, genauso wie die Akzeptanz der Endlichkeit der Dinge. Somit gehört die Kluft genauso zum Gruftie wie die Musik oder die Lyrik. Wenn ich mich an einen Betrieb oder einen Chef anpasse ist mein Gruftie sein vorbei, da ich mich ja an das gemeine Oberflächlige Mainstreamvolk anpasse. Somit muss ich feststellen wie wenig echte Grufties es hier im Forum gibt und wie viele Gothics. Traurig traurig. Zu einem anderssein zu stehen, bedeutet auch, finanzielle Verluste hinzunehmen b.z.w. immer den umständlicheren und schwierigeren Weg zu wählen, als einfach nur mit dem Strom zu schwimmen. Wenn in einer Firma oder Branche(wie in meiner) , das tragen von schwarzer Kleidung nicht möglich ist, muss ,man Wege finden sein äusseres so lange wie Möglich beibehalten zu können. In meinem Fall bedeutet das Uniform an (zum Glück schwarze Hose),blau weiss gestreiftes Hemd mit blauer Krawatte) an und nen schwarzen Pulli darüber und ne schwarze Jacke, die dann Vorort ausgezogen werden(Winterversion). Oder im Sommer mit der schwarzen Arbeitshose und nem schwarzen Tshirt auf die Arbeit gehen und Hemd und Schlipps vor Ort erst anziehen. Bedeutet immer etwas früher auf der Arbeit sein zu müssen und nach der Arbeit noch 5 min länger zu brauchen bis man raus kommt. Aber in unserer echt lächerlichen Uniform über die Strasse gehen ? No Way. Ich könnte locker drei Stufen in meiner Firma aufsteigen (hat mir mein chef schon oft angeboten) auch Kunden haben schon oft mit Jobs (besser bezahlt) gewunken. Aber da ich dann mich komplett umstellen müsste (nicht nur die Garderobe, sonden auch meine Einstellung zu einigen Dingen) habe ich bisher immmer dankend abgelehnt. Mittlerweile (bin jetzt 5 Jahre in der gleichen Firma) hat mein Chef akzeptiert (aber nicht wirklich verstanden) das ich ihm zwar theoretisch in anderer Postion sehr viel Geld mehr bringen würde, das aber mit meiner Seele nicht vereinbahren kann. Das vertreten meiner Position, ehrlich und mit sachbezogenen Argumenten, hat bewirkt das ich meine jetzige Funktion weiter ausüben kann, ohne mich irgendwelchen weiteren Dingen beugen zu müssen. Auch wenn mein Chef weis das die von mir nicht angenommene Position in der Firma schlechter besetzt ist, als das durch meine Person möglich währe. |
| Mrs. Doe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i] [B]echte Grufties ziehen sich nicht schwarz an weil es ne schicke Farbe ist, sondern um ihre Ablehnung der heutigen Gessellschaft klar zum Ausdruck zu bringen. Auch die Traurigkeit über das oberflächliche soll zum Ausdruck gebracht werden, genauso wie die Akzeptanz der Endlichkeit der Dinge. Somit gehört die Kluft genauso zum Gruftie wie die Musik oder die Lyrik. Wenn ich mich an einen Betrieb oder einen Chef anpasse ist mein Gruftie sein vorbei, da ich mich ja an das gemeine Oberflächlige Mainstreamvolk anpasse. Somit muss ich feststellen wie wenig echte Grufties es hier im Forum gibt und wie viele Gothics. [/B][/QUOTE] Ja, tut mir leid, die echten Gruftis sind leider verhungert und die paar Überlebenden können sich kein Internet mehr leisten, weil sie sich leider nicht für kurze Zeiträume von ihrer Extremkluft trennen konnten... :rolleyes: |
| Dark Religion | [QUOTE][i]Original geschrieben von Mrs. Doe [/i] [B]Ja, tut mir leid, die echten Gruftis sind leider verhungert und die paar Überlebenden können sich kein Internet mehr leisten, weil sie sich leider nicht für kurze Zeiträume von ihrer Extremkluft trennen konnten... :rolleyes: [/B][/QUOTE] Witzbold..........................;) |
| Ewig | Ich versteh das auch alles nicht. schwarz sein hat im Beruf meisst nix verloren. Ich mus mich da auch einschränken um weiterzukommen. Den Leuten fehlt der Horizont mich zu verstehen. Ich versuche nicht mich zu rechtfertigen was zu erklären oder durchzusetzen. Sie verstehen das in der Regel nicht fertig. Also einfach lassen. Ich arbeite fürs Geld nicht für die Selbstverwirklichung. Wo sind da die Probleme? Schwarz sein kann ich überall sonst. Aber auch in der Gesellschaft sollte mans mässig tun. Is einfach angenehmer :-) Viele scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, dass diese Toleranzforderungen die Subkultur zerstören. Wenn ich versuche meine Meinung immer wieder der Gesellschaft zu erklären ggf auch schmackhaft zu machen (was die Szene Jahrelang gemacht hat) brauch ich mir auch nicht wundern wenn irgendwann die Szene von lauter Leuten überlaufen ist und oberflächlicher wird. Der ursprüngliche schwarze Lebensstiel spricht eben nur wenige an. Ich lebe lieber in einer Elite-Subkultur und werde von anderen Satanist genannt, als in einem Riesenhaufen schwarz-bunt-gemischter und von der Gesellschaft als cool bezeichnet. [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i] [B] Ich könnte locker drei Stufen in meiner Firma aufsteigen Aber da ich dann mich komplett umstellen müsste habe ich bisher immmer dankend abgelehnt. [/B][/QUOTE] Ich möchte mich nur soweit einschränken wie es notwendig ist. Und da frage ich mich immer wieviel ist eigentlich notwendig, gerade in der heutigen Zeit. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst, Wie soll ich es vereinbahren, das ich den Kapitalismus (unter anderem) der in der westlichen Welt herrscht ablehne und gleichzeitig "Kariere machen ? Für mich bedeutet das keine Einschränkung sondern das Vertreten meiner Überzeugung. Ich bin wie ich bin. Einschränlen muss ich mich ja nicht. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Es gibt wichtigeres als Gewinnmaximierung, auch wenn dieses in unserer Gessellschaft heute ein sehr ausgeprägtes Ansinnen ist. Ich kann und will mich eben nicht einschränken. Das müsste ich aber tun wenn ich als Vorbild für andere in meiner Firma arbeiten soll. |
| derAndere | Da ich noch glücklicherweise zur Schule gehen (noch ganze 1 1/2 Jahre lang) kann ich so ziehmlich alles tun was ich will... Hatte vorkurzem ein Parktikum gemacht und bei meiner Vorstellung war der Chef auch etwas Skeptisch, hier musste ich es bei einme schwarzen T-Shirt belassen und meinen normalen Arbeiterschuhe... Fazit am Ende wollten die mich nicht gehen lassen... :D Bis her kam es einmal vor das ich heimgehen musste, hatte mein "Krebskolonie" T-Shirt an. Das war dem Direktor dann doch zu viel :rolleyes: Kompromisse kommen für mich auch nicht immer Infrage. Wenn es z.B. um Kundenverkehr oder Sicherheitskleidung geht, ist meine verständnis noch relativ groß, aber alles was dann noch weiter geht. Da geh ich dann mit dem Kopf durch die Wand und trage auch alle Konsequenzen... :q greetz derAndere |
| Aza | Entzückend, was hier wieder für ein Stuss geschrieben wird... "Echte Gothics kleiden sich, um sich von der Gesellschaft abzugrenzen"... Wer sich individuell kleidet, und den Stil einer Randgruppe annimmt, ist schon längst nicht mehr so individuell, wie er glaubt und verschwindet wieder in der Masse. Wie auch, ein Jeder ist Teil der Gesellschaft! Individualität und "Abgrenzen" haben nichts mit dem Tragen von äußerlichen Merkmalen zutun.. Wer das noch immer glaubt, der hat nichts verstanden. Wer permanent "Individuell" herumlaufen will, der sollte ne Bar oder einen ganz individuellen, sich abgrenzenden, schwarzen Laden aufmachen. Mit individuellen Totenköpfen und vor allem in dunkelrot und schwarz... *ächz* Nehmt es doch einfach hin, dass "ihr" nicht immer machen könnt, was ihr wollt. Was ist so schlimm daran, mal nicht als Katzenschlächter und Kinderfresser erkennbar zu sein ? naja.. Bei Diskusisonsbedarf freu ich mich über eine PN =) btw.: Wenn unbedingt schwarz, dann halt mit Stil, wie zum Beispiel Herr Lagerfeld. Man muss nur den Ton treffen =) Scusi.. Zum Thema: Ist natürlich ein a-soziales Verhalten vom Chef, allerdings bleibts nicht aus, wenn man als Kellner herum läuft, als würde man nach Feierabend auf den Friedhof schleichen, um den Ehemann der Kundin auszugraben... |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, [QUOTE]Wer sich individuell kleidet, und den Stil einer Randgruppe annimmt, ist schon längst nicht mehr so individuell, wie er glaubt und verschwindet wieder in der Masse. Wie auch, ein Jeder ist Teil der Gesellschaft![/QUOTE] Da gebe ich Dir Recht. [QUOTE]Wer permanent "Individuell" herumlaufen will, der sollte ne Bar oder einen ganz individuellen, sich abgrenzenden, schwarzen Laden aufmachen. Mit individuellen Totenköpfen und vor allem in dunkelrot und schwarz... *ächz*[/QUOTE] Das ist nicht Sinn der Sache. Wer sich gegen die allgemeine Gesellschaft wehren will, muss in Kauf nehmen das er es schwerer hat. Aber die Zeit zeigt das sich mit stummem aber sichtbahren Protest langsam und friedlich auch was erreichen lässt. [QUOTE]Ist natürlich ein a-soziales Verhalten vom Chef, allerdings bleibts nicht aus, wenn man als Kellner herum läuft, als würde man nach Feierabend auf den Friedhof schleichen, um den Ehemann der Kundin auszugraben...[/QUOTE] Da er der Mehrheit der Gesellschaft damit entspricht kann es nicht asozial sein, asozial bedeutet ja: Nicht der Norm entsprechend. Die Norm ist aber immer noch anders denkende und anders handelnde an den Rand zu drängen, obwohl es jedem schon vom Grundgesetz her zusteht, so rumzulaufen wie er will. Die bestehende Normen aufbrechen und die Gesellschaft von innen heraus zu verändern, ist Sinn einer Szene. Und das es geht sieht man bei mir. Ich bin als Black Punk oder Gruft immer zu erkennen, obwohl ich in einer Firma mit Uniformpflicht arbeite. Wer sollte was dagegen machen ? Es wird hier und da immer mal wieder probiert, aber gute Arbeitsleistungen, niemals Krank zu sein (bisher was ein Glück) und immer erreichbar für Chef und Kundschaft bedeutet jetzt schon mehr als ist die Frisur "schrecklich" oder Gesellschafts fähig. Man muss sich nur überlegen was man will und was einem wichtiger ist. Leben für seine Überzeugung oder eben doch nur mit dem Strom schwimmen. Aber nur tote Fische schwimmen mit dem Srom........ und ich lebe. |
| Lemuria | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i] [B]echte Grufties ziehen sich nicht schwarz an weil es ne schicke Farbe ist, sondern um ihre Ablehnung der heutigen Gessellschaft klar zum Ausdruck zu bringen. Auch die Traurigkeit über das oberflächliche soll zum Ausdruck gebracht werden, genauso wie die Akzeptanz der Endlichkeit der Dinge. Somit gehört die Kluft genauso zum Gruftie wie die Musik oder die Lyrik. Wenn ich mich an einen Betrieb oder einen Chef anpasse ist mein Gruftie sein vorbei, da ich mich ja an das gemeine Oberflächlige Mainstreamvolk anpasse. Somit muss ich feststellen wie wenig echte Grufties es hier im Forum gibt und wie viele Gothics. Traurig traurig. [/B][/QUOTE] "Echte Grufties". Jaja, weil wir ja auch ALLE [I]haargenau[/I] diesselben Ansichten haben. Du verpauschalisierst da meiner Meinung nach ein bisschen zu viel. Ich für meinen Teil lehne die heutige Gesellschaft nicht wirklich ab, weil ich schließlich in ihr lebe. Das "die Szene" schon lange nicht mehr das ist, wofür sie einst stand, haben wir wohl schon oft genug durchgekaut. Aber wovon soll den ein "echter Gruftie" leben, wenn er/sie nunmal eine Ausbildung zum Bankangestellten gemacht hat, wo ja eine bestimmte Arbeitskleidung vorgeschrieben ist? Und einfach nicht arbeiten wäre für einige bestimmt auch doof, weil man dann Arbeitslosengeld bekommt, was ja wieder mit der Gesellschaft zu tun hat, die WIR ALLE ja so sehr ablehnen. Eine gewisse Anpassung hat meiner Ansicht nach überhaupt nichts mit Selbstaufgabe oder "nicht mehr Gruftie sein" zu tun. Einige Leute sollten vllt einfach mal einsehen, dass wir nicht so anders sind, wie wir meinen. Und "Individualität" sollte man nicht nur über seine Kleidung ausdrücken, [I]das[/I] wäre nämlich verdammt arm. |
| Aglia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lemuria [/i] [B]" Und einfach nicht arbeiten wäre für einige bestimmt auch doof, weil man dann Arbeitslosengeld bekommt, was ja wieder mit der Gesellschaft zu tun hat, die WIR ALLE ja so sehr ablehnen. Eine gewisse Anpassung hat meiner Ansicht nach überhaupt nichts mit Selbstaufgabe oder "nicht mehr Gruftie sein" zu tun. [/B][/QUOTE] dem stimme ich dir voll und ganz zu.......ist schon länger her da hab ich mal in eine Talkshow gezappt wo das Thema Arbeitslosigkeit war, zu de Gästen gehörten dann auch zwei Gruftis die keinen Job fanden, weil sie sich nicht für die Gesellschaft äußerlich verändern wollte, kassierten aber anderseits Arbeitslosengeld, was ja eigentlich von der Gesellschaft kommt. Ich find es nämlich nämlich auch nicht in Ordnung einerseits auf die Gesellschaft meckern, aber anderseits deren Geld zu nehmen :rolleyes: . |
| gruftigirl | Ich sehe das auch ein bischen wie Dark Religion... Ich selbst arbeite als Verkäuferin für Wurstwaren und liege auch auf dem "Präsentierteller". Nun, wenn ich zur Arbeit fahre, trage ich meine schwarze Kleidung, etwas schlichter als in der Freizeit oder beim Fortgehen, aber nicht, weil ich Bedenken habe, so "extrem" gesehen zu werden, sondern weil ich sonst ewig brauche, um mich umzuziehen! Wenn ich arbeite, dann trage ich Bluse und Schürze im Einheitslook, wie er im Verkauf üblich ist. Nach Feierabend fahre ich wieder mit Samtbluse und Mantel heim, Glöckchen an der Arbeitstasche und Sarganhänger... Damit komme ich gut zurecht. Einmal wurde ich auf meine 3mm-Frisur angesprochen "...Ich habe noch eine Bitte, könnten Sie ihre Haare etwas länger wachsen lassen. Sie wissen doch, der Großteil unserer Kunden sind über 50, konservativ...", das war bei einem Filialwechsel. Da antwortete ich "Nein, das werde ich nicht tun. Anfangs gucken sie noch irritiert, dann sehen sie - die arbeitet gut, flott und ist höflich, das reicht - und alles ist gut. Aber ich möchte mich auch wohlfühlen, wenn ich in den Spiegel schaue, und hygienisch ist die Frisur allemal!" Das war vor eineinhalb Jahren. Nun hat mein Vorgesetzter es akzeptiert, lobte mich "Sie passen sehr gut in dieses Team!" Was mein Glück war: ich bin schon 13 Jahre in dieser Firma, wurde eingestellt, als ich noch bunt war. Jetzt gibt es diese fiesen Einjahresverträge, da können persönliche Abneigungen schon zu Absagen führen. Nur - sollte ich heute Arbeit suchen, würde ich lieber arbeitslos sein, als auf meine Optik verzichten zu müssen! Grüße, gruftigirl |