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  Forum: lebens : ART
    Thema: Intoleranz mal umgekehrt
rosenkindDie Geschichte ist nicht neu. Man ist 14 oder 15 oder 16 Jahre alt und trägt schwarz. Die anderen grenzen einen aus, lästern, machen dumme Sprüche. Die Welt ist eben schlecht und man heult sich bei seinen Mitgrufties über die schlechte Welt aus...

ja, wer kennt diese Geschichte so oder in ein paar Abwandlungen nicht. Intoleranz der Gesellschaft oder wie auch immer nennt man es. Die anderen machen diejenigen fertifg, die anders sind. Und das sind nun mal wir.

Was wäre aber, wenn folgende Idee Wiklichkeit würde:
Eine aufden ersten Blick ganz normale Schulklasse. Jungen und Mädchen im Jugendalter und 1,2 Exoten. Aber mit einer kleinen Besonderheit: Die Exoten sind diesmal nicht die Grufties, sondern die "Mainstreamer". Die ganze Klasse - ein einziger Haufen Goths und mittendrin 1,2 Exemplare der Gattung Mainstreamer. Um es nochetwas zu verschärfen: Mainstreamer der Sorte, die von Jüngeren gerne mal als Tussis bezeichnet wird (oder als Gangsta für die Jungs).

Was würde wohl passieren? Würden diese 1,2 Exempalre dieselbe Intoleranz und Anfeindung erfahren, wie der Goth im Reigen einer "normalen" Klasse. Würden die Schwarzkittel fähig sein, toleranz zu zeigen und ihre eigenen Ideale des Bessermachens leben, oder würde die Fassage zerbrechen in der selben, angeblich kritiserten Verhaltensweise?

Eure Antwort ist gefragt!

Ich persönlich bin da pessimistisch in Angebetracht der Tatsache, wie viele junge schwarze über "Pseudos" und "Tussis" herziehen.
vengeanceHi!

Nach meinem Empfinden würde genau das Gleiche passieren wie umgekehrt. Goths und Gruftis sind auch nur Menschen - und Menschen neigen in Gruppenbildung gerne dazu, siche besonders stark zu fühlen und alles Fremde ausmerzen zu wollen bzw allem anderen mit Spott oder vielleicht leichtem Amusement zu begegnen.

Also würde diese Mainstreamer genauso gehänselt wie vielleicht in einer anderen Sitaution die schwarzen.

Irgendwie kann ichs auch verstehen.. denn ich mag diesen Mainstreamigen Stil eben auch nichts. Aber ich lasse die Leute in Ruhe, weil sie mir a) egal sind solange sie mich in Ruhe lassen und b) mach meinem Empfinden nicht jeder zum Goth werden.
Ich wäre bestimmt nich in vorderster Reihe dabei und würde mit Steine werfen.

vengeance
SeschatIch würde aus einem Grund nicht dabei sein:

Weil ich das Gefühl kenne das Schaf der Klasse zu sein, auf dem alle rum hacken.
Und ich würde niemals meinen Teil dazu beitragen, das sich irgendjemand anderes so fühlt. Das kann einem das gesamte Selbstwergefühl zerstören.

Klar, ich grins mir einen, wenn ich solche Leute sehe.
Aber überwiegend bedauer ich sie. Bedauern, weil sich 90% von ihnen hinter Masken verstecken um "dazu" zu gehören. Sie kaufen alle die gleichen Schuhe, weil es die Werbung sagt, sie tragen alle die gleiche Frisur, weil es die Werbung sagt. Sie sind ein Massenprodukt, nur aus Angst den Anschluss zu verlieren zu Freunden, die nur so lange der Nutzen anhält, welche sind.

Aber ich kann zu der Grufti-Klasse auch etwas sagen:
Dort werden sich vermutlich genauso Klicken bilden wie in ganz normalen Klassen. Jedenfalls wenn man sich die "Szene" heute so anschaut.
funktionEs kommt denk ich drauf an. Die Tussis und Gangster legen sich gerne mit mir an.
Wenn es jetzt zwei von denen wären würd ich es ihnen sicher erstmal n Stück weit heimzahlen. Und ich denke dass ich da NICHT der einzige bin. In gewisser Weise tue ich das heimzahlen so auch schon. Da ich die entweder komplett ignoriere oder konter.
Die Frage wäre natürlich wie weit es überhaupt nötig ist sich zu Rächen. Das wird mir gerade ähnlich suspekt wie Linksextreme, die sich darüber beschweren immer von Nazis in überzahl angegriffen worden zu sein und dann beschließen einen von denen zusammen fertig zumachen. man gibt sich quasi auf das Niveau seines Feindes herab.

Ich denke dass gerade diese Leute sich aber der Klasse anpassen würden, sodass am Ende nur noch Goths übrig sind. Denn der Mainstreamer heißt mainstreamer weil er sich der Masse anpasst. Und in diesem Fall wären jeden Tag für 6-8 Stunden Gothics die größte Masse.

Unter den Gothics selbst würden bestimmt auch gruppen entstehen. Und in eine von denen passen irgendwann auch die andern beiden. Das wäre dann die toleranteste gruppe...
GrabtänzerinRosenkind, diese Vorstellung kam mir vor ein paar Wochen auch schon mal in den sinn! Sehr schön, dass du sie hier reingestellt hast!
Also: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Grufti-Klasse erstmal komisch guckt, und einige mit Sicherheit auch lästern. Es denke mal, es kommt ganz darauf an, inwiefern jeder einzelne das Thema Toleranz verinnerlicht hatt-schließlich soll das ja ein Eckpfeiler unserer Szene sein. Obwohl, wenn mna gerne boshaft ist und andere Menschen gerne ärgert, hatt das ja ncihts mit Toleranz zu tun...
LesbiaIch kann es mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Mainstreamer gehänselt würden. Vielleicht ein paar Sticheleien oder so, aber mehr?

An unserer Schule ist es auch umgekehrt nicht anders. Wir haben von jeder Spezies etwas und ich hab noch nie was mitbekommen, das jemand deswegen gehänselt worden wäre...
WolkenmeerMeiner Ansicht nach, wäre es viel interessanter zu fragen: 'Wie gehen die Grufies miteinander um?'. Wird gegenüber der gesamten Klasse Toleranz geübt? Wer sind wir, wenn wir nicht mehr Sonderlinge, Einzelgänger sind? Wenn alle um uns aussehen, wie wir selber?
Die Intoleranz wird sich wahrscheinlich viel weniger auf die Exoten (die Mainstreamer) niederschlagen, als dass sie zwischen den einzelnen Gothen der Klasse vorhanden sein wird.
Oder?
TajaaleinIch würde sagen dass dann die "Tussis" und "Gangsta" die ruhigeren wären - denn ich denke dass man als Minderheit immer zurückhaltender ist...
jadeund ich tippe, tussi und gangsta wären alsbald auch schwarz. sonst wäre man ja [I]out[/I].
TrauerwesenGanz schwer zu sagen, zum einen, weil man als Schwarzer oft selber mainstreamigere Freunde hat, dies also nicht auszuschliessen ist, auf der anderen Seite mag ich Mainstream 08/15 Gedöns auch nicht, aber heisst ja eigentlich nichts.

Meistens ist es dann aber doch eher so, dass eine andersartige Minderheit dieses SChicksal meistens erdulden muss.
Goat93[QUOTE]Eine aufden ersten Blick ganz normale Schulklasse. Jungen und Mädchen im Jugendalter und 1,2 Exoten. Aber mit einer kleinen Besonderheit: Die Exoten sind diesmal nicht die Grufties, sondern die "Mainstreamer[/QUOTE]

Wart nen paar Jahre und frag dann nochmal, werden dir
so einige wohl Tatsachenberichte geben können :D
foralleternityMeiner Meinung nach kennt die große Gruppe nicht das Gefühl der Diskriminierung und kann sich in die Minderheit nicht hineinversetzten und darum werden die Außenseiter schikaniert. Aber sie werden nicht aus einer Art Rache ( nach dem Motto "heimzahlen" ) schikaniert, denn das ergebe keinen Sinn, wenn sie ja nicht die Minderheit sind, sondern auch wieder weil sie anders sind...und das finde ich irgendwie traurig
AzaKOmmt aufs Alter und die soziale Intelligenz an

Sinds nur 12 Jährige => wird gehänselt
Sinds nur Leute ohne Grips =>wird gehänselt

Haben die Leute aber ein gewisses Alter erreicht und sicht nicht ganz hohl in der Birne wirds zu keinen Hänseleien kommen.
Ist zumindest meine Erfahrung.
GruftkätzchenIch glaube das kommt auch ganz persönlich auf die Leute an, die dann in dieser Klasse sind. Meine Erfahrung als ich die Schule gewechselt hab (11te Klasse aufs Gymi): Ich hab niemanden gekannt, ne Stufe über mir war ein paar schwarze Gestalten, hab gedacht, ich könnt mich evtl mit denen anfreunden, aber die haben mir gleich unmissverständlich klargemacht, das sie mit mir Neuer nix zu tun haben wollen. Im Gegensatz dazu bin ich von vielen Leuten aus meiner Stufe aufgenommen worden ohne Probleme, wurde nie gehänselt, obwohl das zu 95% Mainstreamer sind. Meine zwei besten Freundinnen, die ich dort kennengelernt hab sind Mädels, die hier als "Tussi" bezeichnet würden. Ich glaube ziemlich viele Gruftis wären sehr intolerant andrem gegenüber, auch wenn sie es nicht zugeben würden.
TheSirenIch denke, wenn dies irgendwann mal so wäre, dann wäre mit Gothic genau das Gleiche passiert wie mit Hiphop.
Also, versuchs mal zu erklären.
Die Hiphopkultur hat eigentliche viele Interessante Aussagen, war am Anfang auch Größtenteils so, doch mittlerweile wird daran Kohle verdient ohne Ende.
Wenn man heute noch tiefgründige Sachen sucht muss man beim Hiphop wirklich im Untergrund suchen.
Das würde auch mit Gothic passieren:
Es würde so vermarktet werden, dass die Bedeutung verloren geht, es würde einfach nur noch extrem Massentauglich gemacht.
Von daher denke ich nicht, dass alle diese Gothcs auch wirklich eine tiefgründige Bedeutung darin sehen würden.
Würde es soweit kommen ist Gothic ein Trend wie momentan Hiphop.
Vondaher denke ich auch, dass man diese 2 Exoten nicht gerade tolerieren würde.

Hoffe ihr wisst ungefähr wie ich es meine.
Wusste grad nicht, wie ich es am besten Ausdrücken sollte.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheSiren [/i]
[B]Wenn man heute noch tiefgründige Sachen sucht muss man beim Hiphop wirklich im Untergrund suchen.
Das würde auch mit Gothic passieren:
[/B][/QUOTE]

Ist doch schon seit mindestens 5-6 Jahren passiert...!
Das jahr 2000 war in vielerlei Hinsicht ein Wendepunkt...!
Mondsilbertaufe[QUOTE]Was würde wohl passieren? Würden diese 1,2 Exempalre dieselbe Intoleranz und Anfeindung erfahren, wie der Goth im Reigen einer "normalen" Klasse. Würden die Schwarzkittel fähig sein, toleranz zu zeigen und ihre eigenen Ideale des Bessermachens leben, oder würde die Fassage zerbrechen in der selben, angeblich kritiserten Verhaltensweise?[/QUOTE]
Würden sich die Grufties besser verhalten als die Normalos, müsste das ja heißen, dass sie bessere Menschen oder anders: besser erzogen worden wären. Das halte ich für Käse.

Wenn man einige Grufties kennenlernt, tun sich Abgründe auf. Ich habe noch nie soviele komplexbehaftete Menschen auf einem Haufen gesehen. Viele haben Ärger zu Hause und suchen sich ihre Familie in der Szene zusammen. Andere haben schwerwiegende psychische Konflikte auszufechten. Viele haben Probleme mit ihrer Sexualität und ihrer Akzeptanz in der Gesellschft, weil sie durch irgendetwas stigmatisiert sind. Künstler,Gedichteschreiber und andere Sensibelchen können sich in der schwarzen Szene richtig austoben. Woanders gehen solche Menschen unter, denn woanders herrscht kein Toleranzzwang.

Die harten Knochen sind selten unter Grufties.

Mich würde nicht wundern, wenn die Klasse Angst vor den 2 Normalos hätte. Unter Umständen würde daraus Wut und Aggression entstehen.
Grufties schlagen sich nicht. Gefährlich.
Silverwolf[QUOTE]Wenn man heute noch tiefgründige Sachen sucht muss man beim Hiphop wirklich im Untergrund suchen.[/QUOTE]

Ist wohl überall so. Szenen oder Subkulturen oder was auch immer, sind nur Schaugruppen. Je länger, je mehr sehe ich keinen Unterschieden zwischen einer Tussi oder einer Goth-Tussi...

Mensch ist Mensch, es gibt keine Gruppierung, in der am meisten toleriert wird - das ist eine Illusion.

Eigentlich halte ich Gruftis für sehr intolerant, bzw. genauso intolerant wie alle anderen.

Man kann auch sagen: "Gute" Menschen findet man nicht in Grüppchen. Das darf jeder so definieren wie er möchte....
SeenaGenerell glaube ich schon, dass die 1,2 "Normalos" von den Gruftis diskriminiert und gepiesackt würden.

Ich kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass ich nicht dabei wäre und mich in so einer Klasse auch nicht wohl fühlen würde.

Ich war in meiner Schulzeit immer Außenseiter.....he, stop, bin es noch immer (verdammt, ich geh ja noch in die Schule.....) und finde es gut so.
Ich will in der Schule nur meinen Frieden haben und fände es furchtbar mit lauter Gruftis zusammen in einer Klasse sitzen zu müssen.

Ich fände Diskussionen mit den "normalen" viel interessanter.
Ich bin froh, dass ich anders bin als die Leute in meiner Klasse - macht alles viel anregender und interessanter.

Aber vielleicht liegt es auch nur daran, dass sich wahrscheinlich ein jeder Grufti in seiner "Besonderheit" und "Einzigkartigkeit" beschnitten fühlen würde, wenn er auf einmal in so einer Klasse sein müsste.....:rolleyes:
(Und ich nehme mich da gar nicht aus.)
belladonnaAlso in den 80gern war das an unserer Schule (ehem. DDR) so. Die neunte und zehnte Klasse waren bis auf drei Leutchens komplett schwarz gewandet und wuschelhaarig. Alles Grufties! Wir jüngeren fanden das ganz normal, wir dachten ab einem gewissen Alter muß man so rumlaufen:D Ich habe das wohl am allermeisten ernst genommen:D Unsere Grufties sind auch brav in die Kirche gegangen zum beten - zumindest laut Aussage eines Klassenkameraden, der einen Bruder in der zehnten hatte. Bei uns im Osten, war Christentum als "dummer Aberglaube" verschrien und im aufgeklärten Sozialismus politisch nicht korrekt. Da war man natürlich ein Rebell als Kirchgänger:D

Ja, und ich hatte schon das Gefühl, daß die drei Figuren, die sich nicht im Gruftilook gestylt haben, aus welchen Gründen auch immer, bei einem Mädel hatte ich das Gefühl sie würde gern aber Mutti hats verboten...na jedenfalls, waren die schon so etwas wie Außenseiter in ihrer Klasse.
MondsilbertaufeIrre, oder? Die Grufties machen alles mögliche, nur um anders zu sein. Wenn alle Welt Bücher lesen würde, wären Grufties wahrscheinlich Szenekinogänger. Und wenn alle schwarz tragen würden, tragen Grufties pink, lila, rot, grün und blau (siehe WGT).
Wenn alle Wein trinken würden, würde die Szene ihr eigenes Bier brauen. Und wenn alle nachts ums Lagerfeuer sitzen, würden die Schwarzen ihre Versammlungen verschwörerisch in einen Sitzungssaal verlegen...

Ich glaube, in einer Gruftieklasse will ein Gruftie gar kein Gruftie mehr sein.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Irre, oder? Die Grufties machen alles mögliche, nur um anders zu sein. Wenn alle Welt Bücher lesen würde, wären Grufties wahrscheinlich Szenekinogänger. Und wenn alle schwarz tragen würden, tragen Grufties pink, lila, rot, grün und blau (siehe WGT).
Wenn alle Wein trinken würden, würde die Szene ihr eigenes Bier brauen. Und wenn alle nachts ums Lagerfeuer sitzen, würden die Schwarzen ihre Versammlungen verschwörerisch in einen Sitzungssaal verlegen...

Ich glaube, in einer Gruftieklasse will ein Gruftie gar kein Gruftie mehr sein. [/B][/QUOTE]

Diese Herangehensweise ist zum Glück in aller Regel nur eine sehr kurze Phase in der Anfangszeit.
MondsilbertaufeIch lese ständig von Grufties, die keine mehr sein wollen, weil es immer mehr werden und die Besonderheit verloren geht.
belladonnaTja, ich kann Seneca nur zustimmen. Als Anfänger habe ich auch ständig überlegt, was ich denn tolles Neues oder Anderes oder "Edleres":D machen könnte als die anderen. Inzwischen sage ich jedem der es hören will: Ja ich bin Gothic/Gruftie. Und freu mich immer wenn ich noch einen von meiner Sorte sehe;)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i]
[B]Und freu mich immer wenn ich noch einen von meiner Sorte sehe;) [/B][/QUOTE]

Andere [i]von der Sorte[/i] gibt's doch selbstverständlich garnicht...*g*
belladonnaNaja, natürlich ich weiß ja nicht ob umgekehrt die Freude ebenso groß ist:D
Seena@belladonna

Ich verstehe, was du meinst.
Ich freue mich auch jedesmal, wenn ich im Strom der "normalen" Menschen, z.B. in der U-Bahn ein schwarzes Wesen entdecke.
Ab und zu gibt es dann auch wissende Blicke, die man austauscht oder ein kleines Lächeln, dass einem sagt, dass man nicht so allein ist.
Hat was Schönes. :D
LesbiaWenn ich ein anderes schwarzes Wesen sehe, werde ich immer nur abfällig gemustert...

*seufz*
Goat93[QUOTE]Ich glaube, in einer Gruftieklasse will ein Gruftie gar kein Gruftie mehr sein.[/QUOTE]

Den nehm ich als Sig :D

Der ist Klasse :)

ich denk auch das viele einfach nur mal anders sein wollen,
sich im Jugendlichen Euphorismus dann hineinsteigern
und irgendwann das als Alltäglich übernehmen ^^

Hauptsache anders, aber nicht ZU anders, sonst würde man
ja auffallen, alle anderen sind schuld, keiner versteht einen
hach, wie schöööön :D
rosenkindhe, mich hat keiner verstanden zu zeiten als ich noch bunt rumlief.... irgendwas stimmt da nicht :D

ich frage mich ziemlich oft, warum mn sich "so" anzieht und sich in die ußenseiterrolle begibt, aber dort dnn gr nicht sein möchte...
Goat93[QUOTE]ich frage mich ziemlich oft, warum mn sich "so" anzieht und sich in die ußenseiterrolle begibt, aber dort dnn gr nicht sein möchte...[/QUOTE]

Weil man Beachtung bekommt, das Selbstwertgefühl gesteigert
wird, man bei etwas bei ist, man "seine" Leute dabei hat,
sich total elitär von allen anderen (die ja sowieso die doofen
sind, nur mcih nicht :D ) abgrenzen kann, man in der Masse
siner Umgebung dann einfach was besonderes, "individuelles"
ist (das man zu 99% wie alle anderen rumrennt, das gleiche
klabert und exakt eine 1:1 Kopie der anderen ist, ist völlig
nebensächlich und zählt nicht :D )
rosenkindkomich, mein Selbstwertgefühl wurde durch mein Außenseiterdasein seitder 1. Klasse kein bisschen gesteigert, ehr verhinderte es, dass ich sowas aufgebaut habe

aber ich sagte ja bereits: irgendws mach ich falsch :D :D :D
Lesbia[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]komich, mein Selbstwertgefühl wurde durch mein Außenseiterdasein seitder 1. Klasse kein bisschen gesteigert, ehr verhinderte es, dass ich sowas aufgebaut habe

aber ich sagte ja bereits: irgendws mach ich falsch :D :D :D [/B][/QUOTE]

ich auch...
mondkind@goat93: ich hatte auch nie das Gefühl, dass meine Aussenseiterrolle mein Selbstwertgefühl gesteigert hat

[QUOTE]ich frage mich ziemlich oft, warum mn sich "so" anzieht und sich in die ußenseiterrolle begibt, aber dort dnn gr nicht sein möchte...[/QUOTE]
Als Aussenseiter wird man in die Aussenseiterrolle gedrängt und kann von dort m.E. kaum ausbrechen. d.h. man kann gar nichts gegen diese Aussenseiterrolle machen. Man versucht (vll) unterbewusst diesem Aussenseiterideal zu entsprechen und verhält sich auch dementsprechend. Durch das äussere Erscheinungsbild versucht man vll. auch den Anderen zu signalisieren, dass man sich seiner Andersartigkeit bewusst ist. Ausserdem ist mir aufgefallen, dass ein Aussenseiter, der sich genauso anzieht, wie alle Anderen, genau dasselbe macht, wie alle Anderen und alles versucht um dazu zu gehören, belächelt wird. Ein Aussenseiter, der bewusst gegen den Strom schwimmt, wird von den Anderen im Geheimen bewundert, weil er sich nicht unterkriegen lässt. (naja, bin momentan nicht so fit, hoffentlich konntet ihr einigermassen folgen)
Goat93[QUOTE]@goat93: ich hatte auch nie das Gefühl, dass meine Aussenseiterrolle mein Selbstwertgefühl gesteigert hat[/QUOTE]

Bewußt sicherlich nicht, denn die wenigsten können sich
selbst wirklich neutral und ohne Selbstlügen reflektieren :)

[QUOTE]Als Aussenseiter wird man in die Aussenseiterrolle gedrängt und kann von dort m.E. kaum ausbrechen. d.h. man kann gar nichts gegen diese Aussenseiterrolle machen[/QUOTE]
Die Heutigen "außenseiter" werden aber nicht gedrängt, sie
suchen sich das selbst definitiv aus und eben das ist das
verwunderliche :)

[QUOTE]Ein Aussenseiter, der bewusst gegen den Strom schwimmt, wird von den Anderen im Geheimen bewundert, weil er sich nicht unterkriegen lässt. [/QUOTE]
Nein, ein Außenseiter bekommt meist von seinen eigenen
paar Leuten noch auf die Mütze, da selbst unter denen
eine Hierarchie schnellstens aufgebaut werden kann.
Zudem kann ich mir nciht vorstellen das jemand einen
Außenseiter bewundert, ich denke du stellst dir das als
Lone Wolf vor, der total Cool an der Wand gelehnt steht
und gelangweilt cool schaut.

Der N00B mit der Selbstgestrickten Mütze von Omi ist der
Außenseiter, der der sich dauernt verstecke muß und auf
sein Umfeld nicht klarkommt, nicht der Supercoole von
Nebenan ;)
mondkind[QUOTE]Die Heutigen "außenseiter" werden aber nicht gedrängt, sie
suchen sich das selbst definitiv aus und eben das ist das
verwunderliche [/QUOTE]
ich denke nicht, dass sich jemand bewusst entscheidet, dass er nichts mit seiner Klasse zu tun haben will und sich lieber fertig machen lässt. Zunächst einmal wird er von der Klasse ausgeschlossen und entscheidet sich wohl erst später, dass er der Klasse nicht mehr hinterherrennt und lieber seinen eigenen Weg geht.

[QUOTE]
Zudem kann ich mir nciht vorstellen das jemand einen
Außenseiter bewundert, ich denke du stellst dir das als
Lone Wolf vor, der total Cool an der Wand gelehnt steht
und gelangweilt cool schaut.

Der N00B mit der Selbstgestrickten Mütze von Omi ist der
Außenseiter, der der sich dauernt verstecke muß und auf
sein Umfeld nicht klarkommt, nicht der Supercoole von
Nebenan [/QUOTE]
Der mit der selbstgestrickten Mütze von Omi kann sich sein outfit nicht selber aussuchen, da er es sich entweder nicht leisten kann oder weil es ihm die Eltern nicht erlauben. Ich denke einer, der sich entscheidet schwarz herumzurennen, kann nicht behaupten, er könne nicht anders.
ich stelle mir das überhaupt nicht als Lone Wolf vor, der total Cool an der Wand gelehnt steht und gelangweilt cool schaut. Mir haben aber schon einige Leute gesagt, die sich in ihrer Klasse absolut mitläuferisch verhalten haben, dass sie - vielleicht nicht den mit der selbstgestrickten Mütze von Omi, der vor allen wegrennt - die jeweiligen Aussenseiter bewundert haben, die vll nicht auf die hänselnden Kommentare der anderen reagierten, den Mut hatten sich (gewollt) anders anzuziehen. Es ist sicher nicht ein Bewundern im Sinne von: "ich will auch so sein". Mit bewundern meinte ich, dass man den Mut der jeweiligen Person bewundert, dass sie eben anders herumrennt, obwohl sie vll durch diese Andersartigkeit noch viel mehr geplagt wird.
[QUOTE]
Bewußt sicherlich nicht, denn die wenigsten können sich
selbst wirklich neutral und ohne Selbstlügen reflektieren [/QUOTE]
du willst aber nicht behaupten, dass jemand, der wegen Mobbing an der Schule beim Psychiater landet ein gutes Selbstbewusstsein hat?
rosenkind[QUOTE]Ein Aussenseiter, der bewusst gegen den Strom schwimmt, wird von den Anderen im Geheimen bewundert, weil er sich nicht unterkriegen lässt.[/QUOTE]

Jemand, der [B]bewusst[/B] gegen den Sttrom schwimmt und [B]bewundert[/B] wird, der ist auch kein Außenseiter, sondern höchstens Rebell. Wobei mn hinzufügen muss: ich rede hier von der Masse. Einen kleinen Fan- oder zumindest Freundeskreis hat man oft, wenn auch nicht immer und man wird vielleicht auch für [B]eine[/B] Sache bewundert, aber nicht für den Rest. Jemand, der als Mensch bewundert wird, lebt etwas aus, was andere nur erträumen, jemand, der bewundert wird, wird ehr zum umschwärmten Idol, aber nicht zum Außenseiter. Außenseiter wird jemand, mit dessen Welt man [B]nichts anfangen[/B] kann. Man merke sich: aus dem Rahmen zu fallen heißt noch nicht gleich Außenseiter. Es mag Grufties geben, die sehr beliebt sind, grade weil sie sich trauen, nicht dem Strom hinterher zu schwimmen, aber beliebt und Außenseiter schließen sich gegenseitig aus.
[B]Allerdings[/B] prädestiniert sich jemand, der sehr aus dem Rahmen fällt dafür, ein Außenseiter zu werden, denn je ausgefallener ein Mensch ist, desto fremder wird seine Welt für andere und wie ich bereits sagte: zum Außenseiter wird jemand, wenn man mit seiner Welt nichts anfngen kann. Und das ist ds, was ich (und ich denke, evtl auch Goat) meinten.

Desweiteren heißt Selbstbewusstsein noch lange nicht, dss man dafür Bewunderung kassiert. ich schwimme seit fst 4 Jahren bewusst gegen den Strom, indem ich mich davon losgelöst habe, mein anders-sein mit der Welt der anderen deckungsgleich zu bekommen und nun meinen eigenen Weg ging und mich auch optisch immer mehr abgrenzte. Ich werde für diese
[B]eine[/B] Eigenschaft (ich verweise auf oben) ishcer von manchen bewundert. Aber viele Reaktionen in der Klasse zeigen mir, dass das auch das einzige ist. Die restlichen spekte meines anders-seins werden von vielen entweder belächelt oder als komisch angesehen, weil sie keinen Zugang zu meiner Welt haben. Meine Außenseiterrolle hat sich also keineswegs dadurch gelegt, dass ich nicht versuchte, mich anzupassen. Das einzige, was sich veränderte war, dass ich heute nicht mehr Mobbingopfer bin.

Denn zwischen einfachem Außenseiterdasein, dass sich meistens nur in einem distanzierten Verhältnis ausdrückt und Mobbing, ws auf ktives Fertigmachen hinausläuft, gibt es einen Unterschied. Und ich denke auch [B]nicht[/B], dass man für dieses "seinen eigenen Weg gehen" lange bewundert wird, spätestens, wenn man erkennt, dass das Gegenüber irgendwie komisch ist, ist es mit der Bewunderung oftmals vorbei, denn diese Bewunderung rührt eigentlich nur dher, dss man meinte, jemand aus den eigenen Reihen, hätte sich sowas getraut, was qusi ein Symbol für sich selbst ist, ist das aber vorbei, wird dieses sich trauen nur noch als Teil der allgemeinen Fremdheit angesehen. Ja, ich habe es sogar erlebt, dass Leute, die mir erst sagten: ich bewundere dich dafür, dass du dich traust so rumzulufen, mich 1 Jahr später davon überzeugen wollten, doch wieder normal zu werden, weil ich doch sehen müsste, dass ich dadurch in der Klasse zur Außenseiterin werde. (ich selber weiß natürlich, dss dieses Außenseiterdasein noch ganz ndere Gründe hat, denn was sie nicht wissen ist, dass sie mehr oder weniger bewusst das, was man noch am besten in Worte fassen kann, was anstößt, nämlich das Optische oder sgen wir die Subkulturzugehörigkeit generell mit allem verbinden, was sie an mir als fremd emfpinden).

[QUOTE]Der mit der selbstgestrickten Mütze von Omi kann sich sein outfit nicht selber aussuchen, da er es sich entweder nicht leisten kann oder weil es ihm die Eltern nicht erlauben. Ich denke einer, der sich entscheidet schwarz herumzurennen, kann nicht behaupten, er könne nicht anders.[/QUOTE]

zunächst mal zum Jungen mit der Wollmütze. Wer sagt denn, dass die Gründe, warum er sie trägt jene sind, dass er es sich a) nicht selber aussuchen kann (Elternverbote gehören da auch dazu) oder b) es sich nicht leisten kann? Vielleicht liebt er selbstgestrickte Wollmützen? Vielleicht will er mit dem Tragen symbolich zeigen, dass ihm seine Oma sehr viel bedeutet? Vielleicht will er sich bewusst gegen das Klischee des Weicheis auflehnen und spielt grade deswegen mit diesen Assoziationen? Vielleicht besteht seine Rebellion aber auch darin, dass es ihm einfach wurscht ist, was er am Leibe hat und seine Rebellion besteht eben darin, aufs Aussehen nicht zu achten. Auch er kann behaupten: [B]er[/B] könnte anders. Aber mal gesetzt den Fall, die Eltern verbieten es ihm (das finazielle möcjhte ich mal außer Acht lssen): ist auf seine Eltern hören nicht auch eine Rebellion? Vielleicht nicht eine typische, denn jugenliche Rebellion richtet sich im Regelfall gegen die Erwachsene Welt, aber er rebelliert auf seine Weise auch gegen etwas, nämlich gegen die ungeschriebenen Regeln der Jugendlichenwelt, gesetzt den Fall, er hört uf seine Eltern us sich selbst heraus und nicht aus Angst.

Es gibt lso viele Möglichkeiten, dass der Junge mit der Wollmütze auch einer mit genügend Selbstbewusstsein ist, gegen den Strom zu schwimmen. Warum wird er dann nicht bewundert? ganz einfach: weil er in seiner Rebellion nicht das verkörpert, was bei den Jugendlichen als [B]cool[/B] gilt, ergo, er sich [b]nicht[/b] etwas traut, was sich die nderen nicht trauen würden, aber gerne wollten und an dieser Stelle verweise ich auf meinen ersten Absatz.

[QUOTE]die jeweiligen Aussenseiter bewundert haben, die vll nicht auf die hänselnden Kommentare der anderen reagierten, den Mut hatten sich (gewollt) anders anzuziehen.[/QUOTE]

eben, sie taten etwas, was sich die anderen nicht trauen würden, aber gerne wollten. Vielelicht nicht sich so anzuziehen, ber eben auffälliger.

Mal ganz abgesehen davon, sind diejenigen, die nicht auf die hänselnden Kommentare der anderen reagierten, [b]oftmals[/b] auch nicht diejenigen, die sich freiwllig in eine Rolle begaben, die sich für ein ußenseiterdasein prädestinierten, sondern die Leute, die schon alnge vorher, wenn nicht äußerlich, dann doch zumindest innerlich eine lange Krise hinter sich htten, in denen sie sich versuchten anzupssen, aber spürten, dass sie sich selbst verbogen und irgendwann den Weg wählten, lieber zu sich zu stehen, anstatt eine Fassade zu leben.
Ein Mäuschen, dass bisher nur Durchschnittliche Beliebtheit kannte und aufeinmal plötzlich das bittere Los des Außenseiterdaseins zu spüren bekommt, wird nur selten so super drauf reagieren und sich ehr entweder schnell wieder normlisieren oder erstml ordentlich zusmmenbrechen.

[QUOTE]Bewußt sicherlich nicht, denn die wenigsten können sich
selbst wirklich neutral und ohne Selbstlügen reflektieren[/QUOTE]

11 Jahre Mobbing haben mich auf die Couch gebracht und dort landet mn nicht, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat. Dass Mobbing selbst hat dem Selbstwertgefühl nur geschadet.
Solltest du allerdings die [B]Schlüsse[/B] meinen, die man daraus zog, so kann ich dir zustimmen, alles hat zwei Seiten und die emotioanle und kgnitive Arbeit, die man leisten muss, wenn man keine Gruppe hat, deren Meinung nch nachplappern kann oder die einem grundsätzlich immer aus der Patsche hilft, die haben sicher einen Menschen aus mir gemacht, der alleine vielleicht manchmal weniger aufgeschmissen ist als andere und vielleicht in einer Gruppe oftmals die Dynamik leichter durchschaut und neutral bleiben kann oder oder oder. Aber das war nicht dem Mobbing zu verdanken, sondern der Arbeit, die man leisten musste, um es zu überleben. Man hätte auch kläglich scheitern können und dem Leben ein Ende setzen, psychische Störungen zu entwickeln kann man auch darunter verbuchen, das Mobbing selbst und ußenseiterdasein macht also keinen Selbstbewusster.
Und ich rede hier von Außenseitern, nicht von bewunderten Rebellen.
Goat93mondkind:

[QUOTE]ich denke nicht, dass sich jemand bewusst entscheidet, dass er nichts mit seiner Klasse zu tun haben will und sich lieber fertig machen lässt.[/QUOTE]

Das ist ja eben der Unterschied zwischen dem Außenseiter
(normal) und Außenseiter (Heute). Heute kann man es ganz
einfach auswählen.

z.B wird man Grufti, meist wird man DANN erst ausgeschlossen,
falls überhaupt, da es genügend Gruftis mittlerweile gibt.

E wird kaum jemand heute Goth weil er von anderen
ausgeschlossen wird, es ist sogar so, möcht ich einmal
behaupten, das überhaupt kein Ausschluß mehr statt-
findet und die selbsternannten "Außenseiter" integriert
sind...

[QUOTE]Mit bewundern meinte ich, dass man den Mut der jeweiligen Person bewundert, dass sie eben anders herumrennt, obwohl sie vll durch diese Andersartigkeit noch viel mehr geplagt wird. [/QUOTE]
Nenn es Respekt :)

[QUOTE]du willst aber nicht behaupten, dass jemand, der wegen Mobbing an der Schule beim Psychiater landet ein gutes Selbstbewusstsein hat?[/QUOTE]
Es gibt ein Unterschied zwischen Selbstwertgefühl und
Selbstbewußtsein, Das geht um das zu erläutern etwas
tiefer in die PSychologie.

Das Selbstbewußtsein kann man an einem Menschen in der
Regel erkennen ( Durch Handlung, Auftreten, Aussprache)
das Selbstwertgefühl kann man fast gar nicht erkennen.

Die meisten bekommen einfach das Gefühl, zu etwas zuzu-
gehören, sich an etwas anlehen können, etwas haben was
einen etwas bedeutet usw. usf...

Dieses wird Heute immer Provokanter und direkter nach
Außen getragen durch z.B Kleidung oder Aussagen.

Ich denke, wenn man an bestimmten Stellen anders
auf die jeweilige Person reagiert hätte, wären viele
Dinge völlig anders gelaufen.

Aber ich kann auch nur aus meinem Umfeld reden, also
aus meiner Erfahrung, das natürlich nicht für alle gilt :)

rosenkind


[QUOTE]11 Jahre Mobbing haben mich auf die Couch gebracht und dort landet mn nicht, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat. Dass Mobbing selbst hat dem Selbstwertgefühl nur geschadet.
Solltest du allerdings die Schlüsse meinen, die man daraus zog, so kann ich dir zustimmen, alles hat zwei Seiten und die emotioanle und kgnitive Arbeit, die man leisten muss, wenn man keine Gruppe hat, deren Meinung nch nachplappern kann oder die einem grundsätzlich immer aus der Patsche hilft, die haben sicher einen Menschen aus mir gemacht, der alleine vielleicht manchmal weniger aufgeschmissen ist als andere und vielleicht in einer Gruppe oftmals die Dynamik leichter durchschaut und neutral bleiben kann oder oder oder. Aber das war nicht dem Mobbing zu verdanken, sondern der Arbeit, die man leisten musste, um es zu überleben. Man hätte auch kläglich scheitern können und dem Leben ein Ende setzen, psychische Störungen zu entwickeln kann man auch darunter verbuchen, das Mobbing selbst und ußenseiterdasein macht also keinen Selbstbewusster. [/QUOTE]

Das stimmt vollkommen, nur (aus meiner Sicht) hält sich
das Mobbing, zumindest in meinem Umfeld was cih eben
kenne, stark zurück. Es wird nicht so dermaßen gemobbt,
es wird nicht so stark ausgegerenzt (eigentlich so gut wie
gar nicht)...
Es wird sogar mehr untereinander gemobbt und ausgerenzt
als auf der Arbeit, in der Schule usw. usf...
Lesbia@ Goat, schön wenn sich in deinem Umkreis das Mobbing in Grenzen hält.

Ich kenns auch eher unschön...
DyspenthesNaja, aber ich erlebe es häufig, dass es gerade in der Szene modern ist, sich als "immer schon Außenseiter gewesen" zu definieren. Sogenannte Goths erzählen einem von ihren Freundeskreisen, die sie früher immer hatten, man erwähnt, dass das bei einem selbst anders war, und schon werden sie alle zu Außenseitern, hatten ja eigentlich doch nie Freunde (von denen sie 5 Minuten vorher sprachen) und "Wussten schon als Kind, dass sie anders waren". Komisch, bei mir wussten es die anderen, ich hatte es nur irgendwann zu akzeptieren :rolleyes:.
Es ist definitiv nicht cool, wirklicher Außenseiter gewesen zu sein. Man hat Phasen, in denen man sich als Kämpfer gegen diesen gleichgeschalteten Einheitsbrei sieht. Aber tatsächlich Außenseiter zu sein, und das bedeutet, dass niemand mit einem redet, nicht nur, dass man "irgendwie" sich nicht zugehörig fühlt, kann verdammt wehtun, besonders, wenn da Mobbing dazukommt. Aber das begreifen diejenigen, die es heute als cool verkaufen, leider nicht, und tun so, als müsse das zu Gothic dazugehören, wie es ja leider auch bei cutten und anderem geschieht.
rosenkindein wahres Wort, Dyspenthes

zum Glück sind mir persönlich in meinem Freundeskreis aber solche Leute noch nicht begegnet, was vielelicht aber auch daran liegt, dass ich auf der Straße um die meisten Schwarzen einen großen Bogen mache und man im I-net sich dann doch sowieso nur mit denen unterhält, deren Standpunkte mn schon durch einige Threads kennt o.ä.
mondkind@rosenkind: ich denke, unsere Meinungen sind nicht mal so unterschiedlich, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Bestimmt wird ein Aussenseiter nicht für seine Art (im allgemeinen) bewundert. Ich denke eher bewundert dafür, was man daraus machte. Ich weiss selber, wie viel Arbeit hinter der Aufarbeitung von Mobbing steckt. Diese Arbeit, die man leisten muss, um das Mobbing zu überleben, wird aber von den Wenigsten wahrgenommen. Die Meisten sehen einfach ein Kind, welches zunächst an der Situation zu zerbrechen droht, aber dennoch, wenn die Klasse auf einer Klassenreise z.B. auf einmal auf sich allein gestellt ist, kann eben dieses Kind viel besser mit der Situation umgehen. Wenn man auf der Klassenreise einen freien Nachmittag hat und shoppen geht, gehen alle nur in Gruppen, weil sie Angst haben sich zu verlaufen o.ä.. Der Aussenseiter aber geht gezwungenermassen allein und ist auch sonst viel selbstständiger als die Anderen.
[QUOTE]Solltest du allerdings die Schlüsse meinen, die man daraus zog, so kann ich dir zustimmen, alles hat zwei Seiten und die emotioanle und kgnitive Arbeit, die man leisten muss, wenn man keine Gruppe hat, deren Meinung nch nachplappern kann oder die einem grundsätzlich immer aus der Patsche hilft, die haben sicher einen Menschen aus mir gemacht, der alleine vielleicht manchmal weniger aufgeschmissen ist als andere und vielleicht in einer Gruppe oftmals die Dynamik leichter durchschaut und neutral bleiben kann oder oder oder. [B]Aber das war nicht dem Mobbing zu verdanken, sondern der Arbeit, die man leisten musste, um es zu überleben.[/B] Man hätte auch kläglich scheitern können und dem Leben ein Ende setzen, psychische Störungen zu entwickeln kann man auch darunter verbuchen, das Mobbing selbst und Außenseiterdasein macht also keinen Selbstbewusster. [/QUOTE]
Mit diesem Zitat bin ich vollkommen einverstanden. Ich bin mir auch vollkommen bewusst, dass es Leute gibt, die an ihrem Aussenseitertum zerbrechen und z.B. ihrem Leben ein Ende setzen.
[QUOTE]Mal ganz abgesehen davon, sind diejenigen, die nicht auf die hänselnden Kommentare der anderen reagierten, oftmals auch nicht diejenigen, die sich freiwllig in eine Rolle begaben, die sich für ein ußenseiterdasein prädestinierten, sondern die Leute, die schon alnge vorher, wenn nicht äußerlich, dann doch zumindest innerlich eine lange Krise hinter sich htten, in denen sie sich versuchten anzupssen, aber spürten, dass sie sich selbst verbogen und irgendwann den Weg wählten, lieber zu sich zu stehen, anstatt eine Fassade zu leben. [/QUOTE]
Bis sich jemand traut hinzustehen und zu sagen: "ich bin so wie ich bin und so müsst ihr mich akzeptieren." braucht es sehr viel Zeit und vor allem Mut. Man muss zunächst einmal lernen, sich selber zu akzeptieren. Viele (oder vll sogar die Meisten) brauchen bestimmt auch Hilfe von Drittpersonen dazu. Der Rest der Klasse weiss von dieser Hilfe aber oftmals nichts. Der Aussenseiter scheint also - obwohl er von allen gemieden wird - an seiner Aussenseiterrolle zu wachsen. Er scheint stärker zu werden - ob er es nun wirklich wird, oder es nur eine Fassade ist, ist nebensächlich. [QUOTE]Es ist sicher nicht ein Bewundern im Sinne von: "ich will auch so sein". Mit bewundern meinte ich, dass man den Mut der jeweiligen Person bewundert, dass sie eben anders herumrennt, obwohl sie vll durch diese Andersartigkeit noch viel mehr geplagt wird[/QUOTE] Wie schon Goat93 bemerkt hat, ist Bewunderung wohl nicht das richtige Wort, sondern viel mehr Respekt. Man hat Respekt vor dem "erfolgreichen Aussenseiter" (erfolgreich im Sinn von: man hat durch harte Arbeit gelernt zu sich selbst zu stehen). Man möchte um nichts in der Welt in seiner Situation leben, man kann mit ihm als Person nichts anfangen, aber man hat Respekt davor, wie die betreffende Person mit der Situation umgeht.
Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich nur auf einen Teilaspekt der ganzen Aussenseiterthematik eingegangen bin und es auch sehr viele gibt, die an ihrem Aussenseitertum zerbrechen.

@Dyspenthes: ich habe das Aussenseitertum nie als cool empfunden und wollte es auch nicht als cool darstellen. Falls du es doch so verstanden haben solltest - vll auch aufgrund meines etwas unglücklichen Wortes: bewundern - tut es mir Leid.
Dyspenthes@mondkind:
Ich habe auch nicht dich persönlich gemeint, sondern eine Erfahrung geschildert, die mir in der letzten Zeit verdammt häufig passiert. Nämlich Zitate wie "Eigentlich war ich immer Außenseiter" und "Ich wusste schon als Kind, dass ich anders war" und andere, die, wenn das, was sie fünf Minuten früher erzählt haben nur halbwegs wahr ist, nicht stimmen. Mal abgesehen davon, dass man irgendwie merkt, wo es tatsächlich der Fall ist, und wo nicht, kann allerdings nicht so wirklich sagen, woran.
Mit dem Respekt magst du vielleicht zum Teil Recht haben, ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir beim Abiball von einigen gesagt wurde, dass ich so, wie ich sei, alles schaffen könnte, etc. - von Menschen, die kaum mal mit mir geredet haben während drei Jahren Oberstufe. Und noch ein paar andere Erfahrungen, die recht heftig waren. Aber diese Sachen ändern nichts an den Gerüchten, dem Mobbing und dem Ausgegrenzt werden, was vorher geschah. Vielleicht verdient man sich Respekt bei einigen Leuten, in der Oberstufe habe ich das hin und wieder mitbekommen - aber es reicht nicht, dass sie mal vor anderen Menschen sich trauen, mit einem zu reden. Und ganz ehrlich, ICH verstehe unter Respekt was anderes.

@rosenkind:
Sowas begegnet einem in der Uni, wenn man weggeht, und selbst dieses Forum ist nicht frei davon, bzw. manche Menschen, die hier schreiben...
mondkind@Dyspenthes: Sicher, dieser Respekt rechtfertigt das Mobbing, das Ausgegrenztsein... in keiner Weise. Vor allem ist es so, dass die Meisten in der Klasse Angst haben, selber ausgegrenzt zu werden, wenn sie sich mit dem Aussenseiter abgeben.
Dyspenthes@mondkind:
Wie ich schon schrieb, ich verstehe unter Respekt was anderes, Respekt ist nach meiner Auffassung das Gegenteil von Mobbing. Es ist vielleicht heimliche Bewunderung, ein "das würde ich nie packen", also seine eigene Unzulänglichkeit feststellen, aber das führt meistens zu noch mehr Mobbing, was Respekt nie täte.
rosenkindich denke, man kann beides nur uf einen kleinen Kreis beziehen, sowohl Respekt als auch Bewunderung hätten ein Ende des Mobbings (wenn auch nicht immer des ußenseiterdaseins) zur Folge, der Untershcied liegt nur darin, dass es beim einen aus Sympathie, beim anderen aus Furcht oder ertsaunt sein geschieht.

Wobei Respekt so ein Begriff ist, den mn erstmal definieren müsste, dnen so wie er hier gemeint it, ist das doch nur das Registrieren und Anerkennen der Ttsche "Hoppla, der lässt sich nicht so leichtfertig machen" und da gebe ich Dyspenthes Recht, mit dem, was man euigentlich unter Respekt versteht, hat das wenig zu tun.

Ich glaube, es ist oft nicht mehr als eine schöne Illusion, der man sich als Außenmseiter hingibt (euch will ich da nichts unterstellen, emien Allgemein), was vielelicht auch der Grund ist, warum viele aus sich erstmal bsichtlich in die Rolle des Sonderlings stellen, weil sie vieleicht denken "wow, ich bin nder und tough, jetzt werde ich bewundert". In Wahrheit ist es so, dass Menschen eigentlich sehr mit sich selbst beschäftigt sind und man die gewünschte Aufmerksamkeit nur für eine kurze Zeit bekommt und zwr in der Anfangsphase, wo man noch als "einer von uns" gesehen wird, der sich "was traut, was wir uns nei trauen würden". Ist die Klasse erstmal an das Outfit gewohnt, lässt wohl dieses Interesse arg nach und wandelt sich entweder in ein "komm, jetzt werd ber mal wieder normal, so bist du doch gar nicht" oder ein "du gehts uns mit deinem anderssein allmählich auf den Geist und das zeigen wir dir jetzt, oindem wir dich fertig machen", manchmal folgen diese beiden Phsen auch hintereinnder. Spätestens hier sollte dann doch unser "ich will doch nur rebellieren"-Mäuschen sich wieder normalisieren ODER zu ich stehen, seltsamerweise kommen aber die Klagen stattdessen.
Goat93[QUOTE]Der Aussenseiter aber geht gezwungenermassen allein und ist auch sonst viel selbstständiger als die Anderen[/QUOTE]

Hmm, möcht ich wiedersprechen, ehrlich gesagt.

Ein Außenseiter muß nicht zwangsläufig selbstständiger
sein...

[QUOTE]Bis sich jemand traut hinzustehen und zu sagen: "ich bin so wie ich bin und so müsst ihr mich akzeptieren." braucht es sehr viel Zeit und vor allem Mut. Man muss zunächst einmal lernen, sich selber zu akzeptieren[/QUOTE]

Möcht ich auch wiedersprechen. Mut ist dabei ein Sache, denn
bei viele ist es einfach so, diese Leute sind einfach so
und das ist in der Entwicklung bei der Situation eben
normal.

Das sich selbst Akzeptieren seh ich dabei ehrlich
gesagt auch nicht, aber dieses liegt wiederum nur in meiner
eigenen Umgebung...

Allerdings frag ich mich dann, wieso so viele so labil sind
und Minderwertigkeitskomplexbeladen sind...
Oder sind diese Komplexe wiederum Mode und gehören
einfach dazu, wie z.B das Selbstverstümmeln?

Zum Respekt:

Das ist natürlich variabel, auf mich selbst bezogen war es
desöfteren so, wenn man bestimmte Leute einzeln getroffen
hat, diese sehr nett und völlig in Ordnung zu einem waren,
man sich gut verstande, in einer Gruppe wiederum sie sich
völlig verändert haben.
Das bedeutet, diese Leute haben eventuell eine andere
Sichtweise, können andere an sich akzeptieren oder
tolerieren, aber in einer Gruppe, eventuell durch das
Hierachie System gezwungen, verhalten sie sich anders.
Ehrlich gesagt hab ich das selbst später auch gemacht,
allerdings mocht ich die Leute, auf denen ich rumgehakt
hab, wirklich nicht :D
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Ich glaube, es ist oft nicht mehr als eine schöne Illusion, der man sich als Außenmseiter hingibt (euch will ich da nichts unterstellen, emien Allgemein), was vielelicht auch der Grund ist, warum viele aus sich erstmal bsichtlich in die Rolle des Sonderlings stellen, weil sie vieleicht denken "wow, ich bin nder und tough, jetzt werde ich bewundert". [/B][/QUOTE]

Vollkommen richtig.

[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]In Wahrheit ist es so, dass Menschen eigentlich sehr mit sich selbst beschäftigt sind und man die gewünschte Aufmerksamkeit nur für eine kurze Zeit bekommt und zwr in der Anfangsphase, wo man noch als "einer von uns" gesehen wird, der sich "was traut, was wir uns nei trauen würden". Ist die Klasse erstmal an das Outfit gewohnt, lässt wohl dieses Interesse arg nach und wandelt sich entweder in ein "komm, jetzt werd ber mal wieder normal, so bist du doch gar nicht" oder ein "du gehts uns mit deinem anderssein allmählich auf den Geist und das zeigen wir dir jetzt, oindem wir dich fertig machen", manchmal folgen diese beiden Phsen auch hintereinnder. Spätestens hier sollte dann doch unser "ich will doch nur rebellieren"-Mäuschen sich wieder normalisieren ODER zu ich stehen, seltsamerweise kommen aber die Klagen stattdessen. [/B][/QUOTE]

Das liegt daran, ob man vorher "irgendwie" dazugehörte oder nie, denn wenn man nie dazugehörte und von Anfang an Außenseiter war, wird man für das zur Schau stellen von Andersartigkeit gehasst. Die Außenseiter, von denen ich sprach, haben nie dazugehört und sind es nicht freiwillig, während die, von denen du hier sprichst, das irgendwie freiwillig zeigen, dass sie anders sind.
Übrigens kann auch ein Mensch sich völlig anders kleiden und vom Äußeren so sein, dass man denkt, dass dieser Mensch Außenseiter sein müsste, und es trotzdem nicht sein und sich größter Beliebtheit erfreuen, trotz seiner Andersartigkeit.
mondkind[QUOTE]Ein Außenseiter muß nicht zwangsläufig selbstständiger
sein...[/QUOTE]
Tatsache ist, dass ein Aussenseiter auf sich allein gestellt ist (zumindest in der Schule, wo er keine Freunde hat). Durch dieses "auf sich allein gestellt sein" wird man automatisch selbstständiger. Wenn man z.B. etwas nicht begriffen hat, kann man nicht einfach seinen Banknachbarn fragen, sondern muss sich die Informationen selber zusammensuchen, auf Klassenreisen kann man nicht den anderen hinterherrennen (man kann schon, macht sich dadurch aber nur lächerlich). Als Aussenseiter lernt man m.E. also zwangsläufig auf sich allein gestellt durchzukommen.[QUOTE]Das ist natürlich variabel, auf mich selbst bezogen war es
desöfteren so, wenn man bestimmte Leute einzeln getroffen
hat, diese sehr nett und völlig in Ordnung zu einem waren,
man sich gut verstande, in einer Gruppe wiederum sie sich
völlig verändert haben. [/QUOTE]
damit bin ich vollkommen einverstanden. Vor allem bei mir ist es so, dass wenn ich einige (es sind so 3 oder 4 Leute) meiner ehemaligen Klassenkamaraden einzeln auf der Strasse treffe, grüssen mich diese 3 oder 4 Leute ganz freundlich und tun so, als ob nie etwas gewesen wäre. In der Schule haben sie zwar nie zu den extremsten Mobbern gehört, aber etwas dagegen gesagt haben sie auch nie. Es gibt also durchaus auch (einige wenige Leute), die mit einem vll nichts anfangen können, aber auch konkret nichts gegen einen haben. [QUOTE]Original geschrieben von rosenkind
Ich glaube, es ist oft nicht mehr als eine schöne Illusion, der man sich als Außenmseiter hingibt (euch will ich da nichts unterstellen, emien Allgemein), was vielelicht auch der Grund ist, warum viele aus sich erstmal bsichtlich in die Rolle des Sonderlings stellen, weil sie vieleicht denken "wow, ich bin nder und tough, jetzt werde ich bewundert".[/QUOTE] auch dies ist m.E. vollkommen richtig. [QUOTE] Ist die Klasse erstmal an das Outfit gewohnt, lässt wohl dieses Interesse arg nach und wandelt sich entweder in ein "komm, jetzt werd ber mal wieder normal, so bist du doch gar nicht" oder ein "du gehts uns mit deinem anderssein allmählich auf den Geist und das zeigen wir dir jetzt, oindem wir dich fertig machen", manchmal folgen diese beiden Phsen auch hintereinnder. Spätestens hier sollte dann doch unser "ich will doch nur rebellieren"-Mäuschen sich wieder normalisieren ODER zu ich stehen, seltsamerweise kommen aber die Klagen stattdessen.[/QUOTE]
hier frage ich mich, ob unser "ich will doch nur rebellieren"-Mäuschen (vor allem bei: du gehst uns mit deinem anderssein allmählich auf den Geist und das zeigen wir dir jetzt, indem wir dich fertig machen) überhaupt noch die Möglichkeit hat sich zu normalisieren, oder ob seine Normalisation nur noch als billiges kopieren der Anderen abgetan würde. Wenn dies so wäre, würde aus dem Mäuschen spätestens dann ein richtiger Aussenseiter werden, der nicht mehr anders kann... Ausserdem müsste sich das rebellierende Mäuschen bei einer Normalisation eingestehen, dass es in seiner Rebellion versagt hat.
rosenkindja, von welcher Griuppe ich sprch, ging j us dem Text hervor, bei denen, die sowieso außen vor waren, verläuft das gnze ntürlich wieder anders und [B]kann[/B] sogar zu einer Verbesserung der Lage führen, ich spreche da us Erfahrung, was aber nicht heißt, dass es das muss.

[QUOTE]Übrigens kann auch ein Mensch sich völlig anders kleiden und vom Äußeren so sein, dass man denkt, dass dieser Mensch Außenseiter sein müsste, und es trotzdem nicht sein und sich größter Beliebtheit erfreuen, trotz seiner Andersartigkeit.[/QUOTE]

klr gibt es das ntürlich auch, aber dass sind dann nicht die Leute, die in Foren wie diesen schreiben "früher hatte ich einen großen Freundeskries und heute hat mich keiner mehr lieb *flenn*).

wobei es dann natürlich auch stark ufdie Beweggründe ankommt. Jemand, der sich nur normler Akzeptanz erfreut, weil er sich verbiegt und sich dann dieser Subkultur anschließt, weil er sich endlich entpuppt und so zum Außenseiter wird, ist natürlich anders einzuschätzen, als jemand, der nur mit der Andersartigekeit spielt, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Dennoch sollte der erste auch wissen, was er tut und die möglichen Folgen trgen können, immerhin war es [B]seine[/B] Entscheidung.

Ich denke, jeder hier im Thread, der noch ein Außenseiterdasein kennt, dass dadurch entstand, dass man halt irgendwo anders tickte, wird irgendwann in seinem Leben vor der Entscheidung gestanden haben: was ist mir wichtiger? durchschnittliche Beliebtheit, die nur durch Verbiegen erreicht wird oder der Verzicht auf diese soziale Rolle und das Ausleben der eigenen Persönlichkeit.
In diesem Punkt, finde ich, haben beide, Goat und Mondkind recht, was die Frage nach dem Mut betrifft. Goat hat insoweit recht, dass man in die Außenseiterrolle hingewachen wird und die Person, die man ist( und damit meine ich noch nicht Subkulturzugehröigkeit, sondern einfach Andersartigkeit) nicht wirklich eine bewusste Entscheidung war. Mut allerdings erfordert es, auch zu dem zu stehen, was man ist, anstatt sich zu verbiegen und es zu verteidigen. [B]Allerdings[/B] gibt es hier uch wieder unterschiedliche Wege, denn es kann auch einfach sein, dass jemand an dem Punkt ist, an dem er sagt "ich kann nicht mehr! Lieber lasse ich mich von euch fertig machen, als mich selber zu verleugnen". So war es bei mir, wirklich mutig war es nicht, es war eine Notwendigkeit und ich glube ohne den Schritt in die schwarze Szene wäre ich auf dem Freidhof heute nicht nur Zeitgast.

[QUOTE]wird man für das zur Schau stellen von Andersartigkeit gehasst.[/QUOTE]

kommt darauf an, teils ja, teils nein. wie immer, multiple choice ;). Meiner persönlichen Erfahrung nach, kommt es in erster Linie darauf an, wie "normal" man bei gleichzeitiger Andersartigkeit ist, ob mn gehsst wird oder einfach nur ausgegrenzt. Je "normaler" man noch it, umso größer dürfte der Hass sein. Das liegt einfach daran, dass sich andere mit einem noch ein Stück weit identifizieren können, weil sie die Gemeinsamkeiten erkennen, die Andersrtigkeit wird dann aber sozusagen als "Rebellion von innen" gegen die eigenen Werte verstanden, quasi ein Angriff gegen ihre Lebensweisen. Je fremdrtiger eine Person aber ist, umso mehr knn mn sich davon distnzieren und etwas, was einen stört wird dann mit "ist halt ein Spinner" begründet. Kurzum: die Menschen brauchen eine Schublade, in sie dich stecken können und du hast keine Probleme. Beispiele sind dafür oft zu finden: der Hausherr eines hübschen Einfamilienhäuschens am Stadtrand wird sich darüber, dass die dreckigen Punks am Bahnhof Drogen konsumieren vermutlich weniger aufregen als wenn im Haus gegenüber der "nette Junge von nebenan" mit einem Joint auftucht, denn der ist ja kein Punk, für den das ja normal ist. Oder man verzeiht es den Künstlerkreisen mehr, wenn einer schwul ist als Politikern. Oder ich rege mich mehr über Schwarze Tussen auf, die nur shopping im Sinn haben als über Bunte :D
Insofern kann die die weitere Distanzierung eines Außenseiters manchml sogar etwas verbessern, weil mn weniger miteinander kollidiert.

Jedenfalls führe ich ein Mobbingfreies Leben, seitdem man jede kleine seltsame Eigenschaft und Interesse unter dem Satz "ach, die ist ja auch Goth" verbuchen kann :)

[QUOTE]überhaupt noch die Möglichkeit hat sich zu normalisieren, oder ob seine Normalisation nur noch als billiges kopieren der Anderen abgetan würde.[/QUOTE]

von der Warte aus, habe ich es noch gar nicht gesehen, ber ich denke, dass dieser Fall höchst selten ist, denn im Prinzip ist es nicht die Persönlichkeit desjenigen, die dieses Mobbing ausmacht, sondern nur der "äußere Anstrich". (zum nderen Fall äußerte ich mich weiter oben), der die nderen stört. Und immerhin sind es auch Leute, die diese Person schon vorher kannten und somit um die Persönlichkeit auch wissen, ich dneke nch einer Weile des Lästerns wäre ds lles kein Problem mehr.
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von mondkind [/i]
[B]Tatsache ist, dass ein Aussenseiter auf sich allein gestellt ist (zumindest in der Schule, wo er keine Freunde hat). Durch dieses "auf sich allein gestellt sein" wird man automatisch selbstständiger. Wenn man z.B. etwas nicht begriffen hat, kann man nicht einfach seinen Banknachbarn fragen, sondern muss sich die Informationen selber zusammensuchen, auf Klassenreisen kann man nicht den anderen hinterherrennen (man kann schon, macht sich dadurch aber nur lächerlich). Als Aussenseiter lernt man m.E. also zwangsläufig auf sich allein gestellt durchzukommen. [/B][/QUOTE]

Aber man lernt auch, dass das tägliche Leben ein Kampf ist, dass man sich auf niemanden verlassen kann, dass man immer nur Anfechtungen aller Art zu überstehen hat (ob es nun ein Thema in Mathe ist, was man nicht versteht, oder das alltägliche Mobbing) und das kann auf Dauer (und damit meine ich ca 8-10 Jahre) extrem ermüdend sein. Man ist verzweifelt, weil einem alles, womit man zu kämpfen hat und was man an Informationen braucht, über den Kopf wächst, und daraus können schwerste Depressionen entstehen, in denen man schließlich alles nur noch laufen lässt und nichts mehr macht. Auf Klassenfahrten darf man nicht alleine durch die Stadt laufen, weil die Lehrer das nicht erlauben und wenn sie einen alleine erwischen einen dafür auch noch bestrafen, dass niemand einen dabei haben möchte, und man fühlt sich verdammt hilflos und alleine gelassen.
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Ich denke, jeder hier im Thread, der noch ein Außenseiterdasein kennt, dass dadurch entstand, dass man halt irgendwo anders tickte, wird irgendwann in seinem Leben vor der Entscheidung gestanden haben: was ist mir wichtiger? durchschnittliche Beliebtheit, die nur durch Verbiegen erreicht wird oder der Verzicht auf diese soziale Rolle und das Ausleben der eigenen Persönlichkeit.
[/B][/QUOTE]

Tut mir leid, da kann ich mich leider nich einfühlen, weil es bei mir anders war. Wie gesagt, andere haben entschieden, dass ich anders sei, andere haben entschieden, dass ich verprügelt werden durfte, andere haben entschieden, welche Gerüchte sie ausstreuen durften, ich habe versucht, mich zu verbiegen und es hatte keinen Sinn, weil andere entschieden, dass ich, egal was ich tun würde, Abschaum sei. Als ich dann offen zu meiner Vorliebe für Heavy Metal und schwarze Kleidung stand, wurde es nicht anders, eher schlimmer. Zum Beispiel Gerüchte, dass ich sie alle umbringen wolle, und nein, das mit der Columbine High School war erheblich später. Ich wurde als verrückt und psychisch abnormal gehandelt, nicht die, die täglich ihre Aggressionen an mir ausließen. Und hey, das ganze ging fast mein ganzes Leben so. Den Goths war ich nicht schwarz genug, für die Metaller war ich zu punkig, für die Punks zu gruftig, in meiner Altersklasse wollte niemand irgendwas mit mir zu tun haben. Ja, aus der heutigen Sicht sehe ich auch, dass die Punks eher Bravopunks waren und alle, die sich damals Außenseiter schimpften, dies absichtlich taten, um eben genau das, wovon hier geschrieben wurde, nämlich Bewunderung und Respekt, zu bekommen. Das, was ich Außenseiterdasein nenne ist, dass einen niemand grüßt, dass man Mobbing ohne Ende ausgesetzt ist, dass man Steine in den Weg gelegt bekommt, wo auch immer man langgeht, dass man sein Leben lang niemanden hatte, der sich "Freund" nannte, dass man alles alleine machen musste, Einsamkeit, Schmerz. DAS ist in meinen Augen Außenseiterdasein. Sobald mich jemand mal einigermaßen regelmäßig gegrüßt hat, was vor ein paar Jahren dann zwischenzeitlich der Fall war, hab ich mich nicht mehr als Außenseiter wahrgenommen, obwohl ich das der Definition, die hier geliefert wird, trotzdem war - mit mir geredet hat ja trotzdem niemand und das Mobbing lief auch, wenn auch in abgeschwächter Form. Stellt euch vor, 10 Jahre lang erzählt zu kriegen, ihr wäret unwert und DANN wisst ihr, was Außenseiter sein eigentlich bedeutet.
Goat93Die Frage dabei ist, um mal ein Rückschluß zum Thema
zu bekommen, inweiweit Goth noch die Rolle der
Außenseiter einnimt, inwieweit man Heute diesem
Mobbing ausgesetzt ist bzw. ob man sich Heute das
Goth=Außenseitertum wirklich aussucht (mit völlig
anderen Vorstellungen) oder ob man das einfach von
vornherein ist.

Ich kann mir leider kaum vorstellen, in einer Zeit von
Lordi beim Grand Prix oder La Immortelle bei Viva das
das Goth sein heute so dermaßen auffällt. Ich denke man
muß sich heute schon richtig anstrengen z.B Selbst-
verstümmeln oder extrem Auffällige Kleidung tragen)
um noch wirklich aufzufallen und ausgegrenzt zu werden.

Man sollte auch Klasseninterne Jugendliche Streitereien
vom wirklich destruktiven Mobbing trennen, denn Streiterein
und Nicht-Mögen gibt es überall und das hat nichts mit der
eigenen Einstellung zu tun, sondern mit dem derzeitigen
Umfeldgefüge.

Meines Erachtens haben sogar so einige Leute selbst schuld,
das sie ausgerenzt werden, da diese Leute einen Kompromiss-
losen extravaganten Stil zur Schau tragen, der nunmal
Kontrovers aufgenommen wird und eigentlich distanziert
betrachtet am eigentlichen Interesse vorbeigeht, mit dem
Ziel aufzufallen...

Hier gab es mal nen Tread, wo jemand sich über einen Lehrer
beschwert hat, da er seine Nietenarm/Halsbänder im Unterricht
nicht tragen durfte.
Ich frag mich dabei, inwieweit grenzt sich solch eine Person
durch seine eigene Herangehensweise von anderen
eventuell aus (die Person, Namen vergessen, wurde nicht
ausgerenzt, aber als Überlegung hier benutzt ^^)
und was hätte es benötigt um eine Ausgrenzung
zu vermeiden. Wenn es schon reicht ein paar sehr sehr
Auffällige Mode Kleidungsteile, die andere defintiv
rein Provozieren, abzulegen, dann seh ich darin einfach
nur die Provokative Herausforderung der Person und nicht
die Ausgrenzung der anderen der Person gegenüber...
rosenkind[QUOTE]Stellt euch vor, 10 Jahre lang erzählt zu kriegen, ihr wäret unwert und DANN wisst ihr, was Außenseiter sein eigentlich bedeutet.[/QUOTE]

ds bruch ich mir nicht vorstellen, das hab ich selbst11 Jahre erlebt.

Außerdem glaube ich, du hast meinen Text nicht ganz verstanden. denn du schreibst genau DAS, was ich in meinem Text auch geschrieben habe:

[I] Wie gesagt, andere haben entschieden, dass ich anders sei, andere haben entschieden, dass ich verprügelt werden durfte, andere haben entschieden, welche Gerüchte sie ausstreuen durften, ich habe versucht, mich zu verbiegen[/I]
=
durchschnittliche Beliebtheit, die nur durch Verbiegen erreicht wird

[I]Als ich dann offen zu meiner Vorliebe für Heavy Metal und schwarze Kleidung stand, [/I]
=
der Verzicht auf diese soziale Rolle und das Ausleben der eigenen Persönlichkeit.

der einzige Fehler, den ich machte, war flsch zu fomulieren, ich hätte die Satzteile im ersten Satz umdrehen sollen. Was ich eigemtlich meinte war, dass jeder sich irgendwo verbogen hat, um zu [B]versuchen[/B] jene durchschnittliche Beliebtheit zu erreichen, ob er es geschafft hatoder nicht, ist natürlich wieder eine andere Frage.

Aber dass sich jeder hier irgendwann für sich selbst entschieden hat anstatt dem Versuch, ich anzupassen, ist wohl bei allen so gewesen.

und um dem anderen, was ich bezüglich normalität und Fremdartigkeit und Schubladen gesgt habe: dem sollte man vielleicht noch hinzufügen, dss ich damit meine, wenn man [B]neuen[/B] Menschen begegnet. Ist man erstmal wirkliches Mobbingopfer, ist es eigentlich egal, was man selbst tut, da kommt man nicht von lleine raus. Bei enuen Menschen kann aber so eine Schubldenzugehörigkeit es von vorne herein verhindern, dass mn zum Opfer wird, weil die andersratigkeit nicht ihre Werte von innen herus verkehrt.
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Meines Erachtens haben sogar so einige Leute selbst schuld,
das sie ausgerenzt werden, da diese Leute einen Kompromiss-
losen extravaganten Stil zur Schau tragen, der nunmal
Kontrovers aufgenommen wird und eigentlich distanziert
betrachtet am eigentlichen Interesse vorbeigeht, mit dem
Ziel aufzufallen...

Hier gab es mal nen Tread, wo jemand sich über einen Lehrer
beschwert hat, da er seine Nietenarm/Halsbänder im Unterricht
nicht tragen durfte.
Ich frag mich dabei, inwieweit grenzt sich solch eine Person
durch seine eigene Herangehensweise von anderen
eventuell aus (die Person, Namen vergessen, wurde nicht
ausgerenzt, aber als Überlegung hier benutzt ^^)
und was hätte es benötigt um eine Ausgrenzung
zu vermeiden. Wenn es schon reicht ein paar sehr sehr
Auffällige Mode Kleidungsteile, die andere defintiv
rein Provozieren, abzulegen, dann seh ich darin einfach
nur die Provokative Herausforderung der Person und nicht
die Ausgrenzung der anderen der Person gegenüber... [/B][/QUOTE]

Eine Klassenkameradin meiner Schwester wurde sowohl gehasst als auch geliebt, gerade wegen ihrem Goth-Sein und ihren Nieten in der Schule. Das gleiche habe ich bei einer früheren Mitschülerin erlebt. Deshalb würde ich die Grenze ziehen zwischen selbstgewähltem und fremdbestimmtem Außenseitertum. Jemand, der es selbst wählt, will vielleicht die Klasse provozieren, aber vorher muss nicht unbedingt Ausgrenzung durch die anderen geschehen sein. Im Gegenteil: Er möchte eben diese Ausgrenzung erfahren, um sich als was besonderes zu sehen. Menschen, die es nicht drauf anlegen, möchten eigentlich lieber ein kleines Mäuschen sein, was niemand sieht und gerne verschwinden.
Dyspenthes@rosenkind:
Ich bin mir nicht 100% sicher, ob wir das gleiche meinen, aber es ist gut möglich. Das mit der durchschnittlichen Beliebtheit ist mir halt aufgestoßen, weil jemand mit durchschnittlicher Beliebtheit, auch wenn er sich verbogen hat, ist kein Außenseiter.

Edit:
[QUOTE]Bei enuen Menschen kann aber so eine Schubldenzugehörigkeit es von vorne herein verhindern, dass mn zum Opfer wird, weil die andersratigkeit nicht ihre Werte von innen herus verkehrt.[/QUOTE]
Kann, ja, aber es kann auch so laufen, dass man es so verinnerlicht hat, Außenseiter zu sein, dass man aus der Rolle nicht mehr herauskann und ziemliche Schwierigkeiten hat, Vertrauen (zu realen Personen) zu fassen.
rosenkindgenau das finde ich aber ist das Paradoxe. Wenn mn von sich selbst, seiner Persönlichkeit aus nicht selbst dazu neigt, zum Außenseiter gemacht zu werden und sich dann diese Rolle aussucht (gutes Beispiel übrigens, Goat!) ist das ja an sich erstmal die Entscheidung des einzelnen. ber wie knn mn so inkonsequent sein, und sich dann darüber beschweren, wenn mn mit der selbsterwählten uffälligkeit und Provoktion genu das erntet, was man eigentlich gesäht hat? Oder sollte die Jugend heute wirklich so dumm sien und derartige Folgen nicht absehen? O.o

edit: ja, das war etwas dumm formuliert. Aber ich denke, es kommt auch darauf an, welchen Zeitraum mn betrachtet, bei mir war es außerhalb der Schule bei anderen Menschen immer so, dass ich immer den Versuch machte, mich anzupssen, dass für eine Weile beibehielt und da auch oberflächlich dazugehöre, aber 2 Monte später diese Fassde nicht mehr ufrecht erhlten konnte und mein wahres Wesen wieder durchkam, was mich in die Außenseiterrolle brachte. Aber meist war ich uch in diesen Phasen Außenseiter, man kann auch bei einer Gruppe nicht beliebt sein, wenn man mit ihr dennochjeden nachmittag im Zugf fährt, grade wenn es Mädchen sind, die gerne mal lles hintenrum mchen, nsttt direkt nzugreifen...

[QUOTE]Kann, ja, aber es kann auch so laufen, dass man es so verinnerlicht hat, Außenseiter zu sein, dass man aus der Rolle nicht mehr herauskann und ziemliche Schwierigkeiten hat, Vertrauen (zu realen Personen) zu fassen[/QUOTE]

es ging ja auch nicht um vertrauen aufbauen oder derlgiechen, sondern darum, nicht gemobbt zu werden, Außenseiter bleibt man auch so sicher, denn er fremdartige Spinner, mit dem kann man so oder so nichts anfangen, ber es ist möglich, dass man einfch nur ausgegegrenzt, aber nicht gemobbt wird, ich sehe da schon einen Unterschied, das eine ist ein friedliches Nebeneinanderherleben, das andere sind aktive Angriffe. [SIZE=1]und mit porf. Hilfe kann man auch Vertrauen aufbauen lernen, auch wenn es Jahre braucht[/SIZE]
Goat93[QUOTE]Kann, ja, aber es kann auch so laufen, dass man es so verinnerlicht hat, Außenseiter zu sein, dass man aus der Rolle nicht mehr herauskann und ziemliche Schwierigkeiten hat, Vertrauen (zu realen Personen) zu fassen.[/QUOTE]

Ja, das ist sicherlich ein Faktor, allerdings ist dort auch
ein Umschwung schnell möglich, wenn die Person auf
Gleichgesinnte trifft und bei diesen etwas aufbaut...

ich denke, das eine Person sich über Gleichgesinnte
als erstes sehr freut, sobald sie die findet.

So war es z.B bei mir so, man hat auf vieles ersteinmal
verzichtet und über vielem einfach Hinweggesehen, da
es kaum jemanden gab, der die gleichen Interessen hat.
Also hat man Kontakt zu leuten gesucht, die zumindest
Teilweise diese interessen haben.

Und da sehe ich auch einen Kritikpunkt zu den heutigen
(nicht?) "Außenseitern" denn es gibt heute fast überall
Gleichgesinnte, es ist nciht mehr so das man 200Km
oder mehr fährt um mal einige andere Personen zu treffen,
heute braucht man nur im I-Net einmal Schwarzes XYZ
ansehen und dann ist man fast dabei.
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Aber wie kann man so inkonsequent sein, und sich dann darüber beschweren, wenn mn mit der selbsterwählten uffälligkeit und Provoktion genu das erntet, was man eigentlich gesäht hat? Oder sollte die Jugend heute wirklich so dumm sien und derartige Folgen nicht absehen?[/B][/QUOTE]

Ich habe die Theorie, dass sich diese Menschen nicht ernsthaft darüber beschweren, sondern auf sich aufmerksam machen wollen. Es wirkt, zumindest auf manche, halt etwas truer, wenn sie von Lehrern gesagt kriegen, dass sie die Nieten auslassen sollen, wenn jemand was gegen ihre schwarze Kleidung sagt (wobei ich da sagen muss, dass ich da mit den wenigsten Leuten bisher ernsthaft Probleme gehabt habe, bis auf meine lieben ehemaligen Mitschüler, die auch bei pink, rot, gelb, orange, grün oder was auch immer es an Farben gibt, nicht anders reagiert hätten. Von meiner Mutter kam nur das regelmäßige Aufstöhnen "Kauf dir doch mal was buntes", Lehrern war meine Kleidung weitestgehend egal oder sie fragten mal interessiert). Und wenn andere ihnen schreiben, was das für blöde Lehrer sind und dass das zum Goth-sein dazugehört, fühlen sie sich gleich noch truer.
Ob das so ganz stimmt, weiß ich nicht, aber ich bin mir sicher, dass es auf einige zutrifft.


[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]es ging ja auch nicht um vertrauen aufbauen oder derlgiechen, sondern darum, nicht gemobbt zu werden, Außenseiter bleibt man auch so sicher, denn er fremdartige Spinner, mit dem kann man so oder so nichts anfangen, ber es ist möglich, dass man einfch nur ausgegegrenzt, aber nicht gemobbt wird, ich sehe da schon einen Unterschied, das eine ist ein friedliches Nebeneinanderherleben, das andere sind aktive Angriffe.[/B][/QUOTE]

Sehe ich auch so, die Zeit, in der ich nur wenige Probleme mit Mobbing hatte ist in meinen Augen die schönste Zeit meines Lebens gewesen, obwohl ich Außenseiter war, weil mir das Außenseiter-sein nicht viel ausmacht, solange man mich in Ruhe lässt...


@Goat:
Kommt ja auch immer auf die Definition von Gleichgesinnten an - nicht jeder Goth, den ich kennenlernen könnte, ist ein Gleichgesinnter, nur weil seine Kleidung eher schwarz, seine Musik dem Gothicbereich zugehörig und sein Lebensgefühl irgendwie auch eher schwarz ist. Mit Szene außerhalb dieses Forums habe ich erst seit einem halben Jahr wirklich zu tun, und da war es mir am Anfang auch egal, jetzt gebe ich mich nicht einfach so mit Menschen ab, mit denen ich mir einfach nichts zu sagen habe. Und da kann es durchaus vorkommen, dass jemand, mit dem man sehr gut klarkommt, recht weit weg wohnt.
mondkind[QUOTE]Stellt euch vor, 10 Jahre lang erzählt zu kriegen, ihr wäret unwert und DANN wisst ihr, was Außenseiter sein eigentlich bedeutet.
[/QUOTE]
es ist nicht nötig mir das vorzustellen, da kann ich mich auch einfach an meine Schulzeit erinnern. Sicher, ich wurde (oder werde besser gesagt jetzt, wo ich sowieso nicht mehr in meiner alten Klasse bin) teilweise gegrüsst. An diesem Grüssen habe ich zumindest gesehen, dass nicht alle 100% mit meinem Mobbing einverstanden sind. Aber was nützt es einem, wenn man sieht, dass nicht alle einverstanden sind, wenn man in der Schule verprügelt wird, niemand mit einem spricht, alle einen nur auslachen... Ausserhalb der Schule habe ich mich immer wieder (mehr oder weniger erfolgreich) anzupassen versucht. Ich wurde geduldet. Einige Monate ging das gut und dann wurde ich auch von den Kindern draussen ausgeschlossen. Aussenseitertum muss für mich nicht bedeuten, dass KEINER mit einem spricht. Es kann auch bedeuten, dass sich zwar immer wieder Leute finden, die mit einem sprechen, aber NICHTS MIT EINEM ANZUFANGEN WISSEN. [QUOTE] Auf Klassenfahrten darf man nicht alleine durch die Stadt laufen, weil die Lehrer das nicht erlauben und wenn sie einen alleine erwischen einen dafür auch noch bestrafen, dass niemand einen dabei haben möchte, und man fühlt sich verdammt hilflos und alleine gelassen.[/QUOTE] In diesem Punkt hatte ich wohl (zumindest auf dem Gymnasium) Glück, dass es den Lehrern egal war, ob ich mich auf Klassenreisen allein herumtrieb. Diese Shoppingnachmittage auf Klassenreisen waren wohl die glücklichsten Momente meiner Gymnasialzeit.
[QUOTE]Ja, das ist sicherlich ein Faktor, allerdings ist dort auch
ein Umschwung schnell möglich, wenn die Person auf
Gleichgesinnte trifft und bei diesen etwas aufbaut...

ich denke, das eine Person sich über Gleichgesinnte
als erstes sehr freut, sobald sie die findet.[/QUOTE] hier stellt sich mir die Frage: wie kann jemand herausfinden, dass er auf Gleichgesinnte gestossen ist? Dazu müsste er sich ja zunächst mal mit diesen Leuten unterhalten und ist eine normale Unterhaltung überhaupt möglich, wenn einem jahrelang eingetrichtet wurde, man sei nichts wert?[QUOTE]genau das finde ich aber ist das Paradoxe. Wenn mn von sich selbst, seiner Persönlichkeit aus nicht selbst dazu neigt, zum Außenseiter gemacht zu werden und sich dann diese Rolle aussucht (gutes Beispiel übrigens, Goat!) ist das ja an sich erstmal die Entscheidung des einzelnen. ber wie knn mn so inkonsequent sein, und sich dann darüber beschweren, wenn mn mit der selbsterwählten uffälligkeit und Provoktion genu das erntet, was man eigentlich gesäht hat? Oder sollte die Jugend heute wirklich so dumm sien und derartige Folgen nicht absehen? O.o[/QUOTE]
Jugendliche denken oftmals nicht über die Folgen nach, die ihr Handeln mit sich bringt. [QUOTE]Original geschrieben von rosenkind
es ging ja auch nicht um vertrauen aufbauen oder derlgiechen, sondern darum, nicht gemobbt zu werden, Außenseiter bleibt man auch so sicher, denn er fremdartige Spinner, mit dem kann man so oder so nichts anfangen, ber es ist möglich, dass man einfch nur ausgegegrenzt, aber nicht gemobbt wird, ich sehe da schon einen Unterschied, das eine ist ein friedliches Nebeneinanderherleben, das andere sind aktive Angriffe.[/QUOTE] damit bin ich vollkommen einverstanden.
Dyspenthesich sehe schon, dass zumindest wir drei (rosenkind, mondkind und ich) von den selben Erfahrungen sprechen... ich hätte euch beiden gewünscht, dass es anders wäre!
Hm, sollten wir dann nicht wieder zum Ursprungsthema zurückkommen? Bzw. dazu mal eine andere Frage: wären wir, wenn die ganze Klasse Goths gewesen wären, nicht vielleicht trotzdem Außenseiter gewesen, nicht, weil wir anders ausgesehen hätten, sondern weil wir anders gehandelt oder gewesen wären? Mir ist bei vielen, die ähnliche Erfahrungen hatten, aufgefallen, dass sie schon als Jugendliche erwachsener waren als andere und Dinge, über die 12-15-jährige lachen, eher unkomisch fanden. Vielleicht ist es das, was uns alle verbindet? Und wären wir dann in einer Klasse, in der die meisten vernünftig sind und nur wenige irgendwelche blöden Scherze machen, würden wir nicht die Augen rollen, weil wir sie so kindisch fanden - was wir wohl damals auch getan hätten, hätten wir uns nicht als die komischen angesehen?
mondkind[QUOTE]Und wären wir dann in einer Klasse, in der die meisten vernünftig sind.[/QUOTE] Dieser Satz stört mich irgendwie. Was heisst bei 14/15 jährigen vernünftig? Auch Goths sind nur Menschen. Ich denke, die Goths einer Gothklasse wären wohl genauso, wie die Kinder einer normalen Klasse. Auch bei den Goths gäbe es shoppingsüchtige Tussen, Mädchen die alles hintenrum machen, Jungs die nur an Blödsinn denken. Es wäre also alles genauso, wie in einer normalen Klasse, einfach in schwarz. also würden wohl diejenigen, welche erwachsener sind, genauso ausgeschlossen werden.
Dyspenthes@mondkind:
eben genau das wollte ich sagen, dass nicht die Kleidung entscheidend ist, deshalb denke ich, dass wir auch in einer reinen Goth-Klasse Außenseiter gewesen wären.
Der Satz bezog sich darauf, wenn der größte Teil der Teens recht vernünftig wären, wären die Außenseiter, die blöde unlustige Witze machen würden, oder?
Goat93etwas ohne Bezugsnamen, sorry :(

[QUOTE]@Goat:
Kommt ja auch immer auf die Definition von Gleichgesinnten an - nicht jeder Goth, den ich kennenlernen könnte, ist ein Gleichgesinnter, nur weil seine Kleidung eher schwarz, seine Musik dem Gothicbereich zugehörig und sein Lebensgefühl irgendwie auch eher schwarz ist.[/QUOTE]

Gerade das ist ja der Punkt auf dem ich eingehen will.
Denn wenn man mit ganz wenigen ist, dann sind die
Unterschiede eher nebensächlich, man sieht über sie
hinweg, man ist froh überhaupt auch nur annähernd
gleich interessierte gefunden zu haben...

Als Beispiel mal so gebracht.
XYZ hört gern Merzbow, Throbbing Gristle, Nitzer Ebb
und Depeche Mode
Er kennt aber auch lacrimosa, Alien Sex Fiend ist aber
kein fan von...

Diese Person hat absolut niemanden der sowas hört...

Die Person trifft auf einer anderen Person die Merzbow, Throbbing Gristle, Nitzer Ebb kennt aber nicht gern mag,
die aber lacrimosa, Alien Sex Fiend und Depeche Mode Fan
ist...

Aus meiner Überlegung werden sich die beiden Personen
verstehen und miteinander rumhängen, allein dadurch das
sie die einzigsten Personen sind, die die Gruppen
(Stellvertretend für die Interessen) überhaupt kennen
und darüber reden können :)


Dieses Eigene Interessen nach hinten stellen ist Heute
kaum noch da, jeder will sich nach vorn drängen,
alles ist sehr egozentrisch geworden, wie cih find

[QUOTE]hier stellt sich mir die Frage: wie kann jemand herausfinden, dass er auf Gleichgesinnte gestossen ist? Dazu müsste er sich ja zunächst mal mit diesen Leuten unterhalten und ist eine normale Unterhaltung überhaupt möglich, wenn einem jahrelang eingetrichtet wurde, man sei nichts wert?[/QUOTE]

Auf einer Subkultur bezogen durch die Merkmale :D

Wenn man z.B im Bus sitzt und durch Überhöhte
Lautstärke mitbekommt, das ein anderer zufällig die
gleiche Musik hört oder eben durch Kleidung :)
mondkind[QUOTE]Auf einer Subkultur bezogen durch die Merkmale

Wenn man z.B im Bus sitzt und durch Überhöhte
Lautstärke mitbekommt, das ein anderer zufällig die
gleiche Musik hört oder eben durch Kleidung [/QUOTE]
nun 1. ich selber laufe nicht schwarz herum
2. finde ich die Musik eher schlecht
3. mache im um die meisten Schwarzgekleideten einen grossen Bogen und sie beachten mich gar nicht
4. auch, wenn mir jemand sympathisch erscheint und ich das Gefühl habe mit ihm vernünftig reden zu
können, würde ich mich nicht einmal im Traum trauen diese Person anzusprechen

@Dyspenthes: da habe ich den Satz etwas falsch verstanden
Silverwolf[QUOTE]Ab und zu gibt es dann auch wissende Blicke, die man austauscht oder ein kleines Lächeln, dass einem sagt, dass man nicht so allein ist.[/QUOTE]

Naja, morgen spaziert dieses schwarze Schaf in pinkem Poloshirt und Adidas-Trainerhosen herum, und du würdest es keines Blickes würdigen. Dabei wurde es gestern von dir so symphatisch angelächelt und das alles nur, weil es eine Wette verloren hatte und sich als Grufti verkleiden musste.... Wirklich schön... :D

@ goat

[QUOTE]Aus meiner Überlegung werden sich die beiden Personen
verstehen und miteinander rumhängen, allein dadurch das
sie die einzigsten Personen sind, die die Gruppen
(Stellvertretend für die Interessen) überhaupt kennen
und darüber reden können[/QUOTE]

Ja, weil sie die gleichen Interessen haben. Aber nicht weil sie beiden der gleichen Gruppierung angehören. Das gehört nicht zwingend zueinander. Es ist naiv zu denken, dass wenn man sich gleich kleidet, man von dem gleichen Schlag ist. Kleider sind nur eine Maske, jeder kann sich gleich kleiden. Den Charakter zu überspielen, fällt den meisten schwerer. Kleider & Aussehen sind Merkmale von Status. Gleich wie Anzüge bei reichen Männern. (man kann ja auch einen mieten...)
Dyspenthes@Goat:
Machst du nicht manches ein bisschen zu sehr an Äußerlichkeiten fest? Ich habe in meinem Bekanntenkreis auch Menschen, die nicht wissen, wer Nizzer Ebb, Lacrimosa, Alien Sex Fiend, Fields of the Nephilim oder Siouxsie and the Banshees sind. Die bunte Kleidung tragen. Und die den Kopf schütteln würden, würde ich ihnen was von "schwarzem Lebensgefühl" erzählen. Und trotzdem sind das liebe Menschen, mit denen ich mich gut verstehe. Ähnliche Interessen gibt es wenige, aber man kann sich gut unterhalten und geht abends schonmal zusammen ins Kino oder trifft sich auf 'ne Cola. Denn zumindest einige Themen, für die ich mich interessiere, sind zum Glück nicht spezifisch für die schwarze Szene, sei es nun Geschichte, Religion, Politik oder Stilrichtungen der Musik, die nicht Goth-Typisch sind, wie z.B. Klassik. Auch Liebe für Wälder, alte Burgen, alte Friedhöfe und schöne Altstädte findet man unter Bunten, die noch nie irgendeinen Song einer Goth-Band, die nicht im Radio kommt, gehört haben.

@mondkind:
Ich glaube, ich hatte mich auch etwas missverständlich ausgedrückt, sorry.
Und zu deinen 4 Punkten: Ich laufe häufig schwarz rum, aber ich würde mich trotzdem nicht trauen, irgendjemanden, nur weil er so aussieht, als ob ich mich mit ihm/ihr verstehen könnte, anzusprechen...
mondkind[QUOTE]@Goat:
Machst du nicht manches ein bisschen zu sehr an Äußerlichkeiten fest?[/QUOTE] *vollkommen zustimm*
Goat93[QUOTE]Machst du nicht manches ein bisschen zu sehr an Äußerlichkeiten fest? [/QUOTE]

nee, war nur als Beispiel gedacht :)

Es ging dabei um das finden von Personen die gleiche
oder ähnliche Interessen haben, wenn man gar keine
anderen Menschen um sich herum hat ;)

mondkind, Silverwolf, Dyspenthes

[QUOTE]Aber nicht weil sie beiden der gleichen Gruppierung angehören. Das gehört nicht zwingend zueinander[/QUOTE]

Ihr vergesst, was diese Gruppierungen als erstes ausgemacht
haben :)

Was sind denn Subkulturen und solche Gruppierungen in
erster Linie gewesen?
Ein Zusammengewürfelter Haufen Personen mit ähnlichen
Interessen :)

Und dieser Umstand hat sich meines Erachtens eben
verändert :confused:

Nichts ist zwingend so, es ist nur eine Möglichkeit,
mehr nicht :)
Dyspenthes@Goat:
aber es ist halt heute nicht mehr so mit den Subkulturen - außer man trifft andere Leute, die schon ewig in der Szene sind, oder man lernt Menschen über ein Forum kennen, die einem dort vom schreiben sympathisch sind und die man dann mal trifft.
Goat93[QUOTE]aber es ist halt heute nicht mehr so mit den Subkulturen - außer man trifft andere Leute, die schon ewig in der Szene sind, oder man lernt Menschen über ein Forum kennen, die einem dort vom schreiben sympathisch sind und die man dann mal trifft.[/QUOTE]

Eben eben, das wollt ich damit ja auch sagen.

Was mich dabei eben verwundert, als Überleitung
zum Thema Außenseiter, viele Leute sehen sich ja immer
noch als Goth in der Rolle des Außenseiters, obwohl sie
es an sich gar nicht sind...

Aber ich glaub ich hab den faden verloren :(

Schreib wieder weiter, sobald ich wieder weiß
was ich damit eigentlich sagen wollt :(
mondkind[QUOTE]Was mich dabei eben verwundert, als Überleitung
zum Thema Außenseiter, viele Leute sehen sich ja immer
noch als Goth in der Rolle des Außenseiters, obwohl sie
es an sich gar nicht sind...[/QUOTE]
wie schon etwas weiter oben bemerkt wurde, finden es einige Leute cool Aussenseiter zu sein. Das Aussenseiterdasein gehört für sie zum truen Goht-Sein dazu (es ist doch viel truer unbeliebt zu sein, als zu sagen: ich habe viele Freunde und bin selten allein).
Goat93[QUOTE] (es ist doch viel truer unbeliebt zu sein, als zu sagen: ich habe viele Freunde und bin selten allein).[/QUOTE]

Ist aber so paradoxisch, da die meiste gerade viele
freunde haben (wollen) und eben nie allein sein können

:(
Dyspenthes@Goat:
Ich glaube, da setzt es auch an: ein Bekannter erzählte mir mal von 'nem Mädel, was meinte, es sei so einsam. Sie war in der Schule sehr beliebt, hatte viele Freunde, etc., wie er dann rausfand. Das ist paradox, diese Menschen wissen eigentlich nicht wirklich, was Einsamkeit bedeutet (und dass es da die schmerzhafte, aber auch eine schöne Seite gibt). Wenn nicht ständig jemand um sie herum ist, fühlen sie sich einsam. Und da gibt es einfach mehrere, und ich glaube, hier am Forum ist es auch so. Wenn der Bekanntenkreis hier nicht schwarz ist, werden die anderen überhaupt nicht gezählt, habe ich manchmal den Eindruck.
Goat93Ich hatte so eine Person einmal als Zimmernachbarin.
Also keine Goth, sondern eine "normale". Sie mußte immer
Leute um sich herum haben sonst war Sie völlig depressiv...

Aber was du sagst ist wohl richtig, auch etwas, was ich
vorher mal ansprechen wollte, denn "früher" war es irgendwie
normal einen Bunt gemischten Freundes /Bekanntenkreis
zu haben udn das ohne Schiefe Blicke und Probleme.

z.B waren Geburtstagsfeiern total bunt gemischt, heute
kann man sich sofort ausrechen, was man wo trifft, alles
schön getrennt...

Ist wohl die Kehrseite wenn es viele von einer Sorte gibt :confused:
DyspenthesIst das wirklich so??? Ich meine, dass das so getrennt ist? In meinem Studienfach stehen meistens Goths, Punks, Metaller und "Normale" zusammen und reden miteinander nach den Vorlesungen... Je nachdem halt, wer gerade mit wem klarkommt. Wie Geburtstagspartys aussehen, weiß ich leider nicht, da zu wenig Erfahrung. Was andere Partys anbelangt: bei Stufenfeten kamen die meisten aus der Stufe, jetzt bei Fachbereichspartys die üblichen aus dem Fachbereich, bei beiden bunt gemixt wie oben aus Metallern, Goths, Punks, Emos und "Normalen". Und ehrlich gesagt stört es mich schon fast, wenn auf einer schwarze Veranstaltung zu viele Menschen sind, die von Gothic keine Ahnung haben und die von EBM und den Kleidchen einiger weiblicher Wesen angezogen werden - die Farbe ihrer Kleidung ist da noch weitestgehend egal, es gibt auch genug, die sich schwarz kleiden, bei denen es auch so ist.
Goat93Studenten ausgenommen :D

Berufschule übrigends auch :D

Andererseits hat man es schwer, im Studium ein
Außenseiter zu werden (weiß ich aus eigener Erfahrung)
DyspenthesJa? Ich finde es eher schwer, irgendwo Anschluss zu bekommen, vielleicht aber nur, weil ich es nicht gewohnt bin...
Goat93Ja, du mußt nur in einem Studentenwerk wohnen und
ab und an mal in die Studentenläden Abends gehen :)

Reicht schon auf Konzerten ab und an, man trifft zu 100%
immer welche die einen kennen und über das Studium
labern wollen oder Party machen wollen oder dich einfach
nur deswegen mögen da du im gleichen Kursus bist :D

Muß aber dazu sagen, das ich nicht an einer Riesen Uni war :)
mondkindWie es an einer Uni ist, weiss ich (noch) nicht. (ich werde es dann Ende Oktober auch noch herausfinden dürfen).
Beim Anschluss-finden kommt es m.E. sehr drauf an, wie man auf die Leute zugeht. Einer, der offen auf die Leute zukommen kann, findet wohl schneller Anschluss, als einer, der eher still ist und sich zurück hält. Wobei ich mich wohl eher zur 2. Gruppe zählen kann...
mondkindOT: ob keinen smalltalk führen können, wirklich etwas schlechtes ist, ist fragwürdig. Wenn ich einigen Leuten zuhöre, wie sie die ganze Zeit über Sachen sprechen, die wirklich keinen Menschen interessieren können und dabei auch noch so ein furchtbar interessiertes Gesicht machen, würde ich am liebsten weglaufen.
rosenkindich denke in der heutigen Zeit darf man diese und ähnlich große und somit "buntgemischte" Subkulturen nicht mehr in [B]erster Linie[/B] als Gruppe von Gleichgesinnten sehen, sondern als persönlichen Lebensstil. Andernfalls kann man sehr enttäuscht werden. Sicher ist es eine Chance, denn Freunde, die Interesse n philosophischen Gesprächen zeigten, Gedichte schrieben und freiwillig nur unter Jugendlichen zusammen ins Goethehaus gingen, hatte ich erst in meiner schwarzen Zeit. Man drf aber nicht davon usgehen, dss dies für die Mehrzhl zutrifft. Die Anzahl it vielleicht (noch) einen Tick höher ls draußen, aber viele sind es auch nicht.
Was aber nicht unbedingt nur Nachteile hat, denn wenn die Illusion der Homogenität der Subkultur erstml gestorben ist, schaut man vielleicht sowohl drinnen wie draußen genauer hin und findet die Leute, die man sucht.

Was die gleichen Interessen angeht, denke ich mal, es ist kein Verbrechen Leute zu suchen, die viel mit einem Teilen. Derjenige, der meine Bnds kennt und mag ist doch jedem in diesem Aspekt lieber als derjenige, der nur die Bands kennt.

Ich muss zugeben, dass ich leider immernoch selbst zu oftin Schubladen denke us Frustration und somit vielleicht mnche interessnte Bekanntschaft verpasst habe, aber ich versuche an diesen Strukturen zu rbeiten.

Die Klsse, in der ich derzeit bin, ist immerhin die erste, die mir ständig beweist, dass meine Vorteile aus Erfahrungswerten nicht immer stimmen müssen und eine Eigenschft nicht zwangsläufig eine andere mit sich bringt. Ich fühl mich wohl dort. Mein Status dort ist irgendws zwischen Außenseiter und normal integriertem Klassenkameraden, irgendwie so ein Zwischending. Man muss ber wohl auch dazu sagen: es ist generell die beste Klassengemeinschaft, die ich je gesehen habe. Grüppchen gibt es, wie überall, aber keinerlei Zickenterror untereinander, es herrscht Toleranz. Am deutlichsten wurde das aufder Abschlussfahrt, als an einem abend die gnze Klasse geschlossen von sich aus auf die Piste ging, alle 27.

Ws ds Thema bunter Freundeskreis angeht: ich denke, dass die Freundeskreise heute mehr unifarben ^^ sind liegt u.. vielleicht auch dran, dass das I-neteine gnz ndere Möglichkeit bietet, zueinnder zu finden als ein "ich sprech dich ml n und schau wer du bist" früherer Zeiten.
Goat93ich vermiss das ansprechen und gucken wer du bist aber
nen bissle :(

Dyspenthes

Wie gesagt an einer großen Uni kenn ich mich nicht aus :)

Wenn ich mir aber z.B diese BWL Kurse so anschaue, dann
ist das kein Wunder das sich da niemand kennt :confused:
Silverwolf[QUOTE]ich vermiss das ansprechen und gucken wer du bist aber
nen bissle [/QUOTE]

Verständlich... Das sollte eigentlich auch das Spannende am Kennenlernen sein, in den Tiefen des Seins zu graben :rolleyes:

Ich habe lieber Freunde, die ganz anders sind als ich und doch im Grunde auf der selben Wellenlänge. So lerne ich viel Neues dazu.
Goat93[QUOTE]Verständlich... Das sollte eigentlich auch das Spannende am Kennenlernen sein, in den Tiefen des Seins zu graben

Ich habe lieber Freunde, die ganz anders sind als ich und doch im Grunde auf der selben Wellenlänge. So lerne ich viel Neues dazu.[/QUOTE]

Sorry, was hat das eine mit dem anderen zu tun?

oder darf ich jetzt nur Leute ansprechen, von denen ich weiß
das sie 100% Vollautomatisch Kompaktibel zu mir sind, da
sonst die Garantie verfällt? :rolleyes:

Was du unter ganz anders und doch auf einer Wellenlänge
versteht, ist mir auch nicht ganz klar :confused:

Oder machst du das jetzt nur an Äußerlichkeiten fest, das
die buntbunt statt schwarz tragen aber doch gleiche
Ideologische Ansichten haben?

wow, ich bin begeistert :D
Silverwolf[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Sorry, was hat das eine mit dem anderen zu tun?
[/B][/QUOTE]

Ich finde viel. Zu erst mal "blind" kennenlernen und dann entscheiden, ob man sich gut verträgt oder nicht. So findet man denke ich, mehr nette Leute wie mit: "Ach der kleidet sich ähnlich wie ich, ist in der selben Szene, oder hört die gleiche Musik. Das sind ja schöne Ähnlichkeiten, aber wenn man sonst wenig gemein hat... Verstehst du wie ich meine?

[QUOTE]oder darf ich jetzt nur Leute ansprechen, von denen ich weiß
das sie 100% Vollautomatisch Kompaktibel zu mir sind, da
sonst die Garantie verfällt?[/QUOTE]

:D Viel Spass beim Suchen... Nein, gerade das wollte ich nicht damit aussagen. Die Macken kommen ja meist erst nach einiger Zeit zum Vorschein!

[QUOTE]Was du unter ganz anders und doch auf einer Wellenlänge
versteht, ist mir auch nicht ganz klar [/QUOTE]

Mhm, meine Freunde kleiden sich anders, hören andere Musik, haben andere Meinungen, andere Interessen. Und doch haben wir die gleiche Lebenseinstellung, darum verstehen wir uns. Das finde ich interessnant, da ich so neue Facetten vom Leben kennenlernen kann, ohne michb gross verändern / anpassen zu müssen!

[QUOTE]Oder machst du das jetzt nur an Äußerlichkeiten fest, das
die buntbunt statt schwarz tragen aber doch gleiche
Ideologische Ansichten haben?[/QUOTE]

Wie oben erwähnt, spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Zudem: Es kleiden sich selten 2 Leute tupfgleich.. :p
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von Silverwolf [/i]
[B]Zu erst mal "blind" kennenlernen und dann entscheiden, ob man sich gut verträgt oder nicht. So findet man denke ich, mehr nette Leute wie mit: "Ach der kleidet sich ähnlich wie ich, ist in der selben Szene, oder hört die gleiche Musik. [/B][/QUOTE]

Nicht nur das, man kann auch Menschen kennenlernen, die man niemals angesprochen hätte, sei es aus der Angst, nicht zu genügen, oder weil diese Menschen einem sonst nicht aufgefallen wären. Wenn man aber vorher mit diesen Menschen schon Gemeinsamkeiten festgestellt hat, ist es leichter, ein Gespräch zu führen.
Silverwolf[QUOTE]Wenn man aber vorher mit diesen Menschen schon Gemeinsamkeiten festgestellt hat, ist es leichter, ein Gespräch zu führen.[/QUOTE]

Ja, am Anfang schon stimmt. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass in solchen Fällen die Gespräche in dieser Ebene stecken bleiben und man sonst nicht viel zu reden hat. Oder ist das nur bei mir so?
mondkind@Silverwolf: es kommt m.E. auch drauf an, auf welcher Ebene die Gespräche im I-net waren. Ob es sich um eine reine Sachebene handelt (also ähnliche politische Einstellung o.ä.) oder ob man auch sonst auf einer Wellenlänge ist
Goat93[QUOTE]So findet man denke ich, mehr nette Leute wie mit: "Ach der kleidet sich ähnlich wie ich, ist in der selben Szene, oder hört die gleiche Musik. Das sind ja schöne Ähnlichkeiten, aber wenn man sonst wenig gemein hat... Verstehst du wie ich meine?[/QUOTE]

Ne, besonders nicht im Zusammenhang mit dem Thema.

Ansprechen und kennenlernen läuft Zufallsbedingt und
dementsprechend sind auch die Reaktionen und Bekannt-
schaften. Der eine mag einen der andere nicht, warum?
kann man nicht erklären...

Wenn man aber ohnehin Schwiergikeiten mit seinem Umfeld
hat, aus diesem Ausgesondert wird und kaum Soziale
Kontakte knüpfen kann aufgrund der Aussonderung, dann
sind Glechnisse sehr wichtig und andere Soziale Kontakte,
die gewisse gleiche Interessen zum Gegenseitigen Aus-
tausch oder zumindest zum Kennenlernen Wahnsinnig
vom Vorteil.
ich kann kein Small talk führen und ich vermeide seichte
Gespräche/Freundschaften (Partyfreundschaften mal ge-
nannt, man sieht sich jedes Wochenende auf immer den
gleichen Partys und ist deswegen ja befreundet -.-)

Meine Interessen und Hobbies sind nicht ganz Alltäglich,
so das man leider erst Suchen muß um Gleichinteressierte
zu finden. Wenn ich z.B nun im Bus sitze, wie soll ich
jetzt jemanden finden, der auch z.B Industrial leiden.
schaftlich hört und der Platten sammelt?
Soll ich jeden Ansprechen und damit dichtlabern oder
aufstehen und einmal im Raum Schreien:
"JA, ich hör Throbbing Gristel, JAWOOOOOOOOOOOOOLL"

So nen Anstecker, Button oder Aufnäher wirken da
zur Erkennung des Interessengebietes einfach wahre
Wunder. Wenn cih mit der Person nicht klarkomme,
kann ich den kontakt immer noch abbrechen :)

Allgemein Kontakte aus allen Bereichen kann man jederzeit
durch Zufall finden, wenn man aber eher Verschlossen
ist, wie ich z.B, hält sich das ungemein in Grenzen.
Ich breche auch Kontakte ab, wenn ich diese nicht für
Sinnvoll halte :)
Silverwolf[QUOTE]Allgemein Kontakte aus allen Bereichen kann man jederzeit
durch Zufall finden, wenn man aber eher Verschlossen
ist, wie ich z.B, hält sich das ungemein in Grenzen.
Ich breche auch Kontakte ab, wenn ich diese nicht für
Sinnvoll halte[/QUOTE]

Sicher, wenn man verschlossen ist, dann macht's die Sache nicht einfacher, das ist wahr. Doch, verzeih mir meine "Uneinfühlsamkeit" aber ich kenn das nicht. Ich bin einfach seit klein auf eine Schwätzerin und sehr extrovertiert. Dann ist es schwierig zu verstehen, warum sich manche so sehr absondern.



[QUOTE]Ne, besonders nicht im Zusammenhang mit dem Thema.[/QUOTE]

Erm, sind wir noch beim Anfangsthema?
Wenn ich es also aufs Thema bringen soll, ich denke die Minderheit leidet immer unter einer gewissen Einsamkeit, wenn man das so sagen kann. So unterschiedlich man auf den ersten Blick auch scheint, wenn man miteinander spricht finden sich warscheinlich genauso viele Parallelen, wie bei den gleichen Untereinander. Vielleicht nicht die Musik und auch nicht der Kleidungsstil, aber doch andere Sachen, vielleicht Charaktereigenschaften. Ich persönlich finde, dass wir Menschen uns nicht allzu gross voneinander unterscheiden. Ein paar sind poetisch, ein paar total trampelig, aber trotzdem sind wir alle ziemlich naiv und ein bisschen dumm.. :p
mondkind[QUOTE]So nen Anstecker, Button oder Aufnäher wirken da
zur Erkennung des Interessengebietes einfach wahre
Wunder. Wenn cih mit der Person nicht klarkomme,
kann ich den kontakt immer noch abbrechen
[/QUOTE]
so Anstecker, Aufnäher etc finde ich problematisch, da es mich irgendwie an so Etiketten an Verkaufsartikeln erinnert. Ausserdem wüsste ich gar nicht, was ich für meinen Aufnäher drauftun sollte. Solche mit Literatur, Politik etc. sind wohl eher nicht im Handel erhältlich... :rolleyes:
[QUOTE]vielleicht Charaktereigenschaften. [/QUOTE] hm... Charaktereigenschaften. Es kann sein, dass sich zwei introvertierte Menschen besser verstehen, als ein introvertierter und ein extrovertierter, aber wenn beide introvertiert sind und sich der eine leidenschaftlich für Fussball interessiert und der Andere für Literatur, dann kann ich mir irgendwie keine (ersichtliche) Gesprächsbasis vorstellen. Ich denke jetzt absichtlich in Klischees. Was ich eigentlich damit sagen will, ist, dass es für eine nähere Bekanntschaft/Freundschaft auch gemeinsame Interessen braucht und nicht nur Charaktereigenschaften
Goat93[QUOTE]so Anstecker, Aufnäher etc finde ich problematisch, da es mich irgendwie an so Etiketten an Verkaufsartikeln erinnert. Ausserdem wüsste ich gar nicht, was ich für meinen Aufnäher drauftun sollte. Solche mit Literatur, Politik etc. sind wohl eher nicht im Handel erhältlich... [/QUOTE]

Für Literatur, Politik oder Sozialwissenschaften:

Death in June
Das Ich
Göthes Erben

:D

Ok, Spaß beiseite, es gibt schon verschiedene Bereiche,
ich möcht z.B mal unterstellen das sich ein Di6 oder Current93
Fan in dem meisten Fällen mit den besungenen Themen
auseinandersetzt, so das eine Gemeinsamkeit bei
Interesse eben schneller gefunden ist wie z.B bei
Blutengel, wo dieses z.B nicht als Voraussetzung
erfüllt werden kann :)

Mir hat sowas desöfteren geholfen, denn dadurch wußte
ich zumindest ein Thema, was ich bei den Personen
anschneiden konnte oder die Personen wußten ein
Thema, worauf sie mich ansprechen konnten.
So kann man den Small Talk "ersetzen", wenn man
diesen eben nicht führen kann.

Es ist irgendwie einfacher ersteinmal über Themen zu
reden wo nicht jeder 2. Satz "Nächste Haltestelle hÄÄÄÄ"
im Kopf klingt :D

Es sind alles nur Erfahrungswerte, keine Dogmen von mir :)
Silverwolf[QUOTE]auch gemeinsame Interessen braucht und nicht nur Charaktereigenschaften[/QUOTE]

Aber es gibt so viele Interessen, nicht nur Politik, Literatur, Hobbie und Musik.

Man könnte auch über Eltern, Familie, Beziehungen, Efahrungen, Tiere, Ausbildungen, Optimisum / Pessimissmus, Eifersucht, Leben, Tod, Okkultes, Krankheiten, Kunden, Offenheit / Verschlossenheit, Natur, Architektur, Kindheit, Gefühle, Mathe, Sprachen... Es gibt noch so vieles!

Ich versuche nicht klarzumachen, dass ich nie auf Dinge wie Musik und Subkultur und so achte, jedoch sollte man seinen Blickwinkel auch ein wenig weiter öffnen, um auch nichts verpassen zu müssen. Es gibt so viel Spannendes ausserhalb dieses "Schwarzseins", das auch entdeckt werden kann.

Auch denke ich keines Falls, dass es armseelig oder dumm ist, sich auf das zu konzentrieren, was man kennt. Ich denke einfach, dass ein guter Mix besser wäre (für mich jedenfalls).

Was sagt ihr denn zu "Gegensätzliches zieht sich an"? Trifft das auch auf Bekanntschaften zu?

Ich denke, im 1. Moment schon, aber wenn man gar keine Gemeinsamkeiten hat, worauf kann man da aufbauen?
mondkind[QUOTE]Man könnte auch über Eltern, Familie, Beziehungen, Efahrungen, Tiere, Ausbildungen, Optimisum / Pessimissmus, Eifersucht, Leben, Tod, Okkultes, Krankheiten, Kunden, Offenheit / Verschlossenheit, Natur, Architektur, Kindheit, Gefühle, Mathe, Sprachen... Es gibt noch so vieles!

Ich versuche nicht klarzumachen, dass ich nie auf Dinge wie Musik und Subkultur und so achte, jedoch sollte man seinen Blickwinkel auch ein wenig weiter öffnen, um auch nichts verpassen zu müssen. Es gibt so viel Spannendes ausserhalb dieses "Schwarzseins", das auch entdeckt werden kann.[/QUOTE] da bin ich völlig einverstanden. Hat eigentlich irgendjemand geschrieben, er mache das ganze nur am Schwarzsein fest? Kann mich gerade nicht erinnern, aber egal.
Goat93Silver:

[QUOTE]Man könnte auch über Eltern, Familie, Beziehungen, Efahrungen, Tiere, Ausbildungen, Optimisum / Pessimissmus, Eifersucht, Leben, Tod, Okkultes, Krankheiten, Kunden, Offenheit / Verschlossenheit, Natur, Architektur, Kindheit, Gefühle, Mathe, Sprachen... Es gibt noch so vieles![/QUOTE]

gehe bitte von meiner Ausgangsituation aus :)

ich magkein Small talk, ich kann sowas einfach nicht.
Ich stehe fremden Leuten gegenüber die ich für
Interessant halte, von denen ich aber, durch meine
eigene Inkompetenz unterstelle, das diese Leute auch
kein Small Talk führen (wollen).

Wie soll ich dann solch eine Person ansprechen bzw.
andersherum wie möchte ich dabei angesprochen
werden?

Soll ich sagen:
"Hey, meine Großeltern sind gestorben, die Mucke hier
ist dufte und ich weiß zwar nicht was ihr mögt, aber
ich find euch Cool?"


Ehrlich gesagt hab ich so einige Kontakte aufgrund des
Small talk Verhaltens abgebrochen, gerade bei Themen
wie Eltern, Krankheiten, Haustieren, Problemen usw.
weil ich für sowas zu verschlossen bin.

Ich mag einfach nicht über den Tod der Großeltern reden
und mittendrin auf die Tanzfläche springen da "mein"
Lied gerad gespielt wird, bei so einem Verhalten bekomm
ich das kotzen, ehrlich gesagt und solche Personen
meide ich zunehmends, wenn es möglich ist.

naja, dementsprechend verkleinert ist mein Kreis :D

Andersherum sind die "Begegnungsthemen" variant und
Variabel, so ist es andererseits nicht, nur kann ich nicht
Belanglos zur Unterhaltung über ein Thema schwaffeln
und cih erwarte dieses auch von anderen :confused:
SilverwolfJa Goat, ich verstehe deinen Einwand, doch ist Musik kein Small Talk Thema? Bei jedem 2. Menschen mit dem ich rede fällt das Thema: Was hörst du für Musik?
Ich denke nicht, dass nur in dieser Szene der gleiche Musikgeschmack eine Rolle spielt. Es ist einfach ein Thema, bei dem man schnell ins Gespräch kommt, ohne aufdringlich zu wirken.

Interessierst du dich denn für deine Mitmenschen, die du nichts kennst?

[QUOTE]Soll ich sagen:Soll ich sagen:
"Hey, meine Großeltern sind gestorben, die Mucke hier
ist dufte und ich weiß zwar nicht was ihr mögt, aber
ich find euch Cool?"[/QUOTE]

:D Ich sprech prinzipiell selten einfach Leute auf offener Strasse an, das ergibt sich eher durch Bekannte von Freunden von Bekannten.

Es gibt aber auch schöne, spontane Momente wie letztens in der Stadt, als ich mit mein Mittagessen einkaufen wollte. Zwei Obdachlose standen vor dem Eingang und schwatzten miteinander. Ich habe sie angelächelt und einer hat mir den Weg versprerrt: "Schenk uns nochmals so ein glückliches Lächeln", ich konnte nicht anders als grinsen. " Das hat uns gerade ein bisschen Freude beschehrt, herzlichen Dank" und sie sind davongegangen. Ich stand völlig baff da, überrascht, überrumpelt und erfreut zugleich. Manche empfinden das als plumpe Anmache, aber es war wirklich eine herzliche Situation, die mir gezeigt hat, dass ungeschliffene Diamanten überall sind. Es war schön zu erfahren, dass man sich auch ohne Worte verständigen kann.


[QUOTE]Hat eigentlich irgendjemand geschrieben, er mache das ganze nur am Schwarzsein fest? Kann mich gerade nicht erinnern, aber egal.[/QUOTE]

Nein, aber ich erinnere mich vage, dass das Thema "Intoleranz mal umgekehrt" heisst, und ich darum von der Seite der "Schwarzen" schreibe.
Goat93[QUOTE]Ja Goat, ich verstehe deinen Einwand, doch ist Musik kein Small Talk Thema? [/QUOTE]

Wenn man es so macht wie ich nicht :confused:

Es geht ja auch nicht darum seine Lieblingsbands
runterzurattern und dann die anderen mit Kulleraugen
anzuschauen und zu warten, das sie einen umarmen :D

Es geht vielmehr um die Inhalte und Aussagen :)

Die Einflüße, das Verständnis oder die Verständigung,
je kleiner die Szene (die Goth Szene war auch mal
klein und da war es ja ebenso ^^) um so intensiver
kann man über die Themen hinter der Musik reden :)

[QUOTE]Interessierst du dich denn für deine Mitmenschen, die du nichts kennst?[/QUOTE]
Wenn ich sie interessant find, ja :D

[QUOTE]Nein, aber ich erinnere mich vage, dass das Thema "Intoleranz mal umgekehrt" heisst, und ich darum von der Seite der "Schwarzen" schreibe.[/QUOTE]
Ne, das mach ich ja schon, du schreibst von der Seite der
Bunten :D
Silverwolf[QUOTE]Ne, das mach ich ja schon, du schreibst von der Seite der Bunten[/QUOTE]

:q Ja, als bunte Opfer und schwarze Täter ;)

[QUOTE]Die Einflüße, das Verständnis oder die Verständigung,
je kleiner die Szene (die Goth Szene war auch mal
klein und da war es ja ebenso ^^) um so intensiver
kann man über die Themen hinter der Musik reden [/QUOTE]

Geht das nur beim Thema Musik? Ich finde, das ist allgemein gültig...
Goat93[QUOTE]Ne, das mach ich ja schon, du schreibst von der Seite der Bunten
--------------------------------------------------------------------------------



Ja, als bunte Opfer und schwarze Täter [/QUOTE]

U_U

Die Schwarzen sind doch immer alleine auf Friedkneipen
und sterben einsam, nicht die Punten :confused:

[QUOTE]Geht das nur beim Thema Musik? Ich finde, das ist allgemein gültig...[/QUOTE]
Geht bei jedem Thema, aber Musik ist ein recht einfach
greifbares Thema ohne so viele Komplexe Strukturen
wie z.B Philosophie oder Politik zum Anfang um in einem
Gespräch reinzukommen. Man kann dann aber wunderbar
in tiefere Gefilde leiten und in anderen Themenkomplexen
einsteigen wie man möchte :)

Ich fand es bisher sehr leicht von Musik auf Kunst, Ästethik
Terrorismus und dann Politik zu kommen, was in Philosophie
gibfelte und in Kunst endete :D

Ich bin aber sehr selten von Politik irgendwohin gekommen
wenn man nicht die gleiche Ansicht teilt, was bei Musik wiederum
nicht der Fall ist.

Bei Philo ist es noch schwerer, da die meisten überhaupt keine
Ansätze dafür haben und eventuell mal Nietzsche im Schrank
stehen haben und dann denken sie wären Philosophen :confused:

eventuell merkt man schon, das die Gespäche auch länger
dauern :D
Silverwolf[QUOTE]Die Schwarzen sind doch immer alleine auf Friedkneipen
und sterben einsam, nicht die Punten[/QUOTE]

Also ich seh meistens trauernde Hinterbliebene und die ziehen sich ja viel schwarz an - wenn dieser Aspekt zählt... Ja, dann sind's wohl mehr Schwarze (Hab Friedkneipe als Friedhof aufgefasst?)

Denkst du wirklich, dass es mehr Schwarze gibt, die einsam sterben? Ich würde das überhaupt nicht behaupten.
Ich kenne keinen Schwarzen / Schwarze, die keinen Freund hätten, der sie mag. Aber ich kenne viele Bunte, die niemanden haben (ausserhalb der Familie). Das sind dann wohl die Spiesser, die man auch von früher kennt, die sich nicht so um ihr Aussehen kümmern. Oder scheint das nur mir so?

[QUOTE]Ich bin aber sehr selten von Politik irgendwohin gekommen[/QUOTE]

Stimmt, daher ist Musik das optimale Thema. Daher stimme ich dir zu. Aber auch wenn man nicht der gleichen Meinung ist, kann man gut disskutieren, finde ich.
Bist du anderer Meinung?

Viele Grüsse, ich geh mal Essen...
Goat93[QUOTE]Also ich seh meistens trauernde Hinterbliebene und die ziehen sich ja viel schwarz an - wenn dieser Aspekt zählt... Ja, dann sind's wohl mehr Schwarze (Hab Friedkneipe als Friedhof aufgefasst?)[/QUOTE]

H.U.M.O.R - Mission Impossible


[QUOTE]Ich kenne keinen Schwarzen / Schwarze, die keinen Freund hätten, der sie mag. Aber ich kenne viele Bunte, die niemanden haben [/QUOTE]

Japp, daher auch die Aussage, das sich der Inhalt der Szenen
gewechselt haben. Heute sind die Bunten von Früher die
Schwarzen von heute ;)
ScherbenKöniginIch glaube auch , dass es nicht anders wäre als jetzt , nur eben umgekehrt . Obwohl es mir selbst eigentlich ziemlich egal sind wie die Anderen rumlaufen , was machen Klamotten schon aus? Aber naja ... Menschen grifen nunmal immer nur die an , die in der minderheit sind und sich also nicht richtig wehren können und so wird es auch immer sein , egal wie rum.
ScherbenKöniginAber andererseits sehe ich es so , das was am meisten vorhanden ist , ist eben Mainstream. Da kommt es drauf an, ob es nur für diese Klasse gilt oder für wirklich alle. Beim ersten Fall würden es die Goths vielleicht ausnutzen und die anderen behandeln , wie sie sonst behandelt wurden. Bei dem anderen Fall wäre Gothic sein eben Mainstream:)
Silverwolf[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]H.U.M.O.R - Mission Impossible

Japp, daher auch die Aussage, das sich der Inhalt der Szenen
gewechselt haben. Heute sind die Bunten von Früher die
Schwarzen von heute ;) [/B][/QUOTE]

Humor - Mission Possible - mach nur ein Smile, ich glaube, für das sind sie da :D Rethorisch unterstreichen....

Dieser Satz gefällt mir, darf ich den als als Signatur nehmen?
Ich weiss nicht, ob man das generell sagen kann, aber einen wahren Kern hat es sicher. Die Menschheit befindet sich immer in einem Wandel, und der ist scheinbar farbenblind!

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