| rosenkind | genau über diese Frage ist in [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=64638&perpage=15&pagenumber=2]in diesem Thema[/URL] in D&D eine Diskussion in dem von mir gestarteten Thread ausgebrochen, den ich davon lieber freihalten möchte. Deswegen starte ich hierzu mal ein Topic hier, in der Hoffnung es hält und wird benutzt anstatt meinem Thread. was ist eure Meinung dazu? welche Position hat Recht? ich hoffe, hier entsteht eine schöne Diskussion und ich hab in meinem Thread wieder Ruhe. werde mich vielleicht selbst noch dazu äußern, aber nicht im Moment. |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]was ist eure Meinung dazu? welche Position hat Recht? ich hoffe, hier entsteht eine schöne Diskussion und ich hab in meinem Thread wieder Ruhe. werde mich vielleicht selbst noch dazu äußern, aber nicht im Moment. [/B][/QUOTE] Beide Seiten haben recht. Ich sehe da keinen grundsätzlichen Widerspruch... Nicht einmal bei ein- und derselben Person schließen sich Misanthropie uns Altruismus gegenseitig aus. Misanthropie ist eine allgemeine Lebenshaltung. Unter Altruismus würde ich eher ein spezifisch situationsbedingtes Verhalten sehen, d.h., auch ein Mensch mit einer misanthropischen Grundhaltung ist in konkreten Situationen zu Mitgefühl und Anteilnahme, und demnach zu altruistischem Verhalten fähig...auch wenn er "die Menscheit", oder auch nur "die Gesellschaft" als ganzes gesehen verachtet...Altruismus ist dagegen immer ein auf den einzelnen Menschen oder auf wenige bezogenes Verhalten... |
| Themisto | Man kann auch misantrophisch vor lauter Altruismus werden. Them |
| Trauerwesen | Ich kann mich Xenomorph da schon anschliessen, würde dieses Muster auch in mir selbst sehen, da ich generell betrachtet schon Misanthrop bin, was aber ja nicht ausschliesst, dass man Induviduen schätzt und denen gegenüber auch altruistische Verhaltensmuster annehmen kann (auch wenn mir oft Egoismus vorgeworfen wird), denn oft habe ich sehr tiefe Empathie und Anteilnahme, teilweise auch Helfersyndrom, aber wie gesagt, kommt auch auf die Situation und das jeweilige (gegenüberstehende) Individuum an. Und da wir hier in den Augen sind, ich habe viele eher scheuere Gruftis kennengelernt, die aber durchaus in der Lage waren, sich anderen Menschen anzunehmen und für sie da zu sein. Misanthropie kann sich ja auch eher auf die anonyme Masse beziehen, sofern man aber jemanden an sich ranlässt, ist einem dieser durchaus wichtig, so dass die Möglichkeit bestünde, dass man altruistische Züge annimmt. Ich habe einige Misanthropen (nicht nur schwarze) kennengelernt, die nicht gleich soziopathisch waren, sondern sagten, umso mehr sie die Menschheit verabscheuten, umso mehr lieben sie die einzelnen Individuen in ihrem Leben, nämlich abgöttisch. |
| rosenkind | Aber wie sieht es denn mit dem Thema Soziales Engagement aus. Denn das war der Vorwurf im Thread: sich sozial engagieren ziehme sich für Schwarze nicht. |
| Ursus | Angesichts der großen Anzahl an Schwarzen, die in sozialen Bereichen tätig sind (Schule, Medizin, Pflege...) halte ich das für haltlos, es sei denn das "schwarz" bezieht auch Satanisten mit ein denen Mitgefühl und soziales Engagement eher weniger wichtig ist. |
| Themisto | Misantrophie bezeichnet ja allgemein Missgunst gegenüber Menschen aller Art. Etwas, was sich lediglich auf bestimmte Typen bezieht, würde ich vielleicht nicht unbedingt als Misantrophismus bezeichnen. Vielleicht schon eher als großes Misstrauen oder halt 'Hass' (wobei ich das Wort jetzt zu krass finde) gegenüber bestimmten Lebenseinstellungen oder 'Typen' (worunter dann vielleicht Mainstream passt). Schwarz = misantrophisch würde ich auch nicht sagen. Für die meisten mener Bekannten stellt 'schwarz' keine gesonderte 'Art' dar, sondern lediglich eine Lebenseinstellung und da könnte ich genau so gut Vegetarier nicht mögen, weil die kein Fleisch essen. Them |
| Goat93 | Die allerwenigsten Menschen sind Misanthropisch veranlagt, viele versuchen sich damit zu schmücken umd adurch aufzufallen, aber wirklich Menschlich abgeneigt...ich kenn bisher 2-3 Leute die wirklich keine Menschen mögen und die haben es schon verdammt schwer in der Heutigen Zeit Meines Erachtens gibt es die Misanthrophie in der "schwarzen" szene so gut wie gar nicht, also verschwindend gering Daher würd ich eine Gleichstellung schwarz=misanthropie auch ausschließen |
| Arimahn | Ich werfe mal in den Raum: Misanthropie bedeutet nicht, dass man die Menschheit hasst! Es handelt sich vielmehr um ein "Nicht ertragen können" bzw "Das Wissen, dass der Mensch im Grunde schlecht ist". Ebenso macht der Misanthrop keinen Unterschied zwischen sich und anderen was dieses Wissen angeht. Deshalb kann es auch altruistische Misanthropen geben, die versuchen, die Menschheit zum besseren zu ändern (Ziemlich naiv wie ich finde...). |
| Pseudo-Gruftiii | ich sehe keinen zusammenhang zwischen diesen zwei begriffen und dem topic in D&D. altruistisch? war an dem topic gar nichts. helfen und helfen wollen (zum beispiel darüber reden, nichts tun, trotzdem anerkennung erhoffen was aber oft leider in die hose geht) ist zum glück noch nicht das selbe. selbst wenn: wer den "sinn" des eigenen lebens nur über "altruismus" definieren kann muss schon ziemlich arm dran sein oder wird es zumindest irgendwann sein. ich weiss wovon ich rede, habe täglich mit solchen zombies zu tun. misantrophisch? ist carzinom nun wirklich nicht oder er ist zumindest noch weit entfernt davon. klischee wäre wohl das richtigere wort dafür. @arimahn: [quote]Deshalb kann es auch altruistische Misanthropen geben, die versuchen, die Menschheit zum besseren zu ändern (Ziemlich naiv wie ich finde...).[/quote]diese definition halte ich für sehr weit hergeholt und unrealistisch. höchstens wenn man es mit dem wort "naiv" entschuldigt. naiv sind aber wirkliche misantrophen nur selten. für mich existiert misantrophie aber so nicht. so menschenverachtend kann kein mensch sein, wenn er trotzdem noch so viel hoffnung in die menschheit steckt. misantrophen sind für mich menschen, die sich immer wieder selbst vor die augen führen wie schlecht doch die menschheit ist (als ob das nicht jeder depp wüsste). dies lässt sich ziemlich gut auch mit selbstmitleid kombinieren, also hat das ja doch "hin und wieder mal" (prophylaxe bevor einer wieder "verallgemeinerung" schreit) mit gothics zu tun. @trauerwesen: [quote]helfersyndrom[/quote] [url]www.wikipedia.de[/url] |
| Trauerwesen | PseudoGrufti: ? Was ist mit Wiki, kenne ich doch? *verwirrtist* |
| Arimahn | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B] (als ob das nicht jeder depp wüsste)[/B][/QUOTE] Der Mensch kann nichts besser, als Tatsachen verdrängen. :D Ich verweise mal [URL=http://www.ignoranceisbliss.de/index.php?menu=4&ID=66738821]hier hin.[/URL] |
| Seneca | Die längste Zeit habe ich die schwarze Szene als sehr Androphil kennengelernt, Seit einigen Jahren gibt es aber zunehmend misathrophische Einflüsse...wo die herstammen darf sich jeder selbst ausmahlen, es liegt nämlich auf der Hand. Ich für meine teil bin jedenfalls froh, auf mich meine alten Schwarzen Freunde und Bekannte verlassen zu können, so wie diese auf mich. Ohne deren Hilfe hätte ich unseren gestrigen Umzug niemals geschafft, und es kamen mehr als ich erbeten hatte. Eines ist dabei völlig klar... nur wer investiert, kann auch etwas gewinnen. Ich halte sowohl echte Misanthropie wie auch Altruismus für vernachlässigbare Randerscheinungen. |
| Pseudo-Gruftiii | @trauerwesen: das [url]www.wikipedia.de[/url] war auf das helfersyndrom bezogen. gib es dort bitte ein, dieser begriff wird oft (so wie auch jetzt von dir) missverstanden;-p @arimahn: ja da hast du recht. verdrängen tun es die meisten, aber im grunde weiss es doch jeder. meine persönliche definition von misanthropie ist also genau das gegenteil. zwanghaftes und übertriebenes sich vor die augen führen.... |
| rosenkind | *hust* was bedeutet denn androphil? |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]*hust* was bedeutet denn androphil? [/B][/QUOTE] Aus dem Zusammenhang glaube ich, Seneca meinte philanthropisch, das Gegenteil von misanthropisch, aus dem altgriechischen hergeleitet würde androphil nämlich Männerfreund heißen :D |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]@trauerwesen: das [url]www.wikipedia.de[/url] war auf das helfersyndrom bezogen. gib es dort bitte ein, dieser begriff wird oft (so wie auch jetzt von dir) missverstanden;-p [/B][/QUOTE] Ah, ok, und ich dachte, ich wüsste, was oft verwechselt wird (Schizophrenie und Multiple Persönlichkeitsstörung usw), aber danke für die Aufklärung! Ich korrigiere dann: Extreme Hilfsbereitschaft ;) |
| Pseudo-Gruftiii | nein. du hast es immer noch nicht getan stimmts? :D ich möchte nicht lange erklären was das helfersyndrom in wirklichkeit ist, schau doch einfach bitte nach und vertraue mir, dass du das wort missverstehst. du hast kein helfersyndrom und sei lieber froh drum;) edit: hmpf, ziemlich knapp beschrieben bei wikipedia. naja, den kern triffts, den rest muss man sich dazudenken. tatsache ist, es ist eine art psychische krankheit/muster/symptom unter der die betroffenen früher oder später zu leiden haben. |
| Dyspenthes | Ich habe mir diesen Thread jetzt mal ganz durchgelesen und denke, es sollte mal etwas klargestellt werden: Ein Misanthrop ist ein Menschenfeind. Das schließt keinen Menschen aus, dieser Mensch hasst alle Menschen. Ein Philanthrop ist ein Menschenfreund. Das sind Menschen, die für andere Menschen da sind, weil es Menschen sind, also Ärzte, Sanitäter, Lehrer, Kindergärtner, Pfleger, etc. Wirkliche Misanthropen sind wahrscheinlich die wenigsten Menschen, aber, wie schon erwähnt, versuchen viele Menschen sich damit zu schmücken. Die meisten Menschen sind aber auch keine erklärten Philanthropen, weil sie es nicht schaffen würden, einen fremden Menschen zum Beispiel jahrelang zu pflegen. Ich denke, die meisten Menschen sind irgendwo in der Mitte, von eher misanthropischer Grundhaltung bis zu eher philanthropischer Grundhaltung. Altruismus bedeutet, selbstlos zu handeln. Ein philanthrop muss nicht unbedingt altruistisch handeln, aber jemand, der altruistisch handelt, kann kein erklärter Menschenfeind sein. |
| Pseudo-Gruftiii | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes [/i] Ein Misanthrop ist ein Menschenfeind. Das schließt keinen Menschen aus, dieser Mensch hasst alle Menschen.[/quote]das ist vollkommen unnatürlich. sollte sowas existieren wäre es schon längst als eine psychische krankheit verschrien, schließlich ist es unnatürlich und der betroffene wird früher oder später darunter zu leiden haben, sollte er nicht willkürlich so denken. wieso bist du dir der richtigkeit deiner definition so sicher? so eine boshaftigkeit und hasserfülltheit kenne ich höchstens von bösewichten aus mangas wie sailor moon;) [quote]Ein Philanthrop ist ein Menschenfreund. Das sind Menschen, die für andere Menschen da sind, weil es Menschen sind, also Ärzte, Sanitäter, Lehrer, Kindergärtner, Pfleger, etc.[/quote]und was ist mit den leuten die solche berufe nicht aus persönlicher überzeugung machen? manchen leuten ist es egal was sie werden, was ist wenn sie sich in allen berufen mal einfach so beworben haben und sie sind zufällig nur in der krankenpflege meinetwegen genommen worden? nicht alle menschen in helfenden berufen haben ein gutes herz und machen es weil sie helfen wollen. einfacher gedankengang, ist aber nicht immer der fall. [quote]Die meisten Menschen sind aber auch keine erklärten Philanthropen, weil sie es nicht schaffen würden, einen fremden Menschen zum Beispiel jahrelang zu pflegen. [/quote]hä? diesen gedankenfetzen verstehe ich auch nicht. ich kann lediglich das selbe wie oben nochmal schreiben. ich habe menschen in der arbeit, denen würde ich eine saftige "lebensstrafe" wünschen (also etwas das sie wirklich trifft) und ich kann sie beim besten willen nicht leiden. allerdings distanziere ich mich in dem sinne und lasse es ihn nicht mal spüren, frag mich nicht warum ich das nicht kann. ich mache meine arbeit, verpflege ihn, werde es wohl auch noch leider sehr lange tun. und das obwohl ich sogar ziemlich oft aufpassen muss, damit ich selbst körperlich nicht zu schaden komme (sehr gewalttätiger mensch). aber es ist in ordnung. ich hoffe ich habe diese aussage von dir richtig verstanden. [quote]Altruismus bedeutet, selbstlos zu handeln.[/quote]sofern ich die definition von altruismus richtig verstanden habe....kann ich mir nicht vorstellen dass es was gutes ist. selbstlos handeln.....ob das natürlich ist? ich tendiere eher zu nein (selbsterhaltungstrieb? natürlicher egoismus als schutzmechanismus?). deshalb kriege ich die verbindung zwischen altruismus und helfersyndrom nur schwer aus meinem kopf raus..... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]nein. du hast es immer noch nicht getan stimmts? :D ich möchte nicht lange erklären was das helfersyndrom in wirklichkeit ist, schau doch einfach bitte nach und vertraue mir, dass du das wort missverstehst. du hast kein helfersyndrom und sei lieber froh drum;) edit: hmpf, ziemlich knapp beschrieben bei wikipedia. naja, den kern triffts, den rest muss man sich dazudenken. tatsache ist, es ist eine art psychische krankheit/muster/symptom unter der die betroffenen früher oder später zu leiden haben. [/B][/QUOTE] Nein, ich [I]habe[/I] nachgeschaut, in meinem Zusammenhang, also in [I]meinem[/I] Beitrag meine ich aber extreme Hilfsbereitschaft, deswegen sagte ich "korrigieren". Und ich habe da ja auch nicht gesagt, dass ich die besitze, aber das ist ein anderes Thema. Ich glaube, nun hast Du meinen letzten Beitrag nicht verstanden und wir reden aneinander vorbei. |
| Dyspenthes | Zum einen habe ich vor einigen Jahren die Definitionen der Worte in Altgriechisch gelernt, weiß aber nur noch zum Teil, um was es ging (aber es war in etwa das Erwähnte), und habe daher nochmal ein ganz gewöhnliches Fremdwörterbuch zu Rate gezogen. Mein Altgriechisch-Wörterbuch enthält neben "Menschenhass" noch die Bedeutung "Menschenscheu", wobei das auch wieder alle Menschen betrifft (schwer Depressive haben eine Scheu vor Menschen, sie schaffen es nicht mehr, unter Menschen zu gehen, desweiteren hat die Soziophobie Aspekte der Misanthropie, allerdings nur Aspekte!). Philantropie bedeutet, laut Wörterbuch, Menschenfreundlichkeit, Menschenliebe. Die meisten Menschen haben, denke ich, Aspekte der Menschenfreundlichkeit in sich, während die wenigsten Menschen absolut menschenfreundlich sind. Die Berufsgruppen habe ich als Beispiele aufgezählt, ich setze mal voraus, dass jeder weiß, dass auch Menschen zB Medizin wegen des Geldes studieren oder weil die Eltern es gerne so hätten, und nicht wegen dem Beruf an sich. Altruismus ist nicht natürlich, selbst das Christentum lehnt absoluten Altruismus ab (liebe deinen nächsten [B]wie dich selbst[/B]). Es ist im Grunde ebenso unnatürlich, wie absolute Misanthropie bzw. Philanthropie. |
| Pseudo-Gruftiii | @trauerwesen: oh, sorry, habe das tatsächlich missverstanden *indieeckegehundschäm* :) @dyspenthes: dat ist doch schon eher was;) |
| Trauerwesen | Pseudo-Gruftii: Fein, haben wir das geklärt, besser spät als nie ;). |