German Gothic Board
 
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  Forum: lebens : ART
    Thema: Eigenschaften der Szenen Richtungen?
HelghastSo,dann fang ich mal mit einem Thema an:




Da die Szene längst nicht mehr klein ist,und wir uns sogar in viele verschiedene Richtungen spalten konnten,möchte ich gern von euch wissen warum ihr genau das seid was ihr seid.
Warum bist du ein Cyber Goth oder Bat Cave oder Gothic Lolita geworden?

Was findet ihr an eurem (wie nenn ich das jetzt? XD )
"Richtungswechsel"in der Szene so besonders?


Und wie seid ihr das geworden?

Ich freu mich schon auf eure antworten^^

LG
SenecaGenaugenommen halten sich die Unterschiede in den Stilrichtugnen meist sehr in Grenzen, Inkompatibilität entsteht eigentlich nur in der Clubszene, und da in erster Linie wegend der Musikstile die sich oft gegenseitig ausschließen...

Warum man so wird... ?
Aus Leidenschaft an der Sache, undn weil sich Extrovertiertheit nun mal ein Ventil sucht... !

Im übrigen finde ich meine Richtung nicht "besonders" im Vergleich zu anderen, nur seltener...*g*

Die "Szene" sollte eigentlich generell ohne Komparativ auskommen.

" Inter pares dispar volgo "
rosenkind[QUOTE]Warum bist du ein Cyber Goth oder Bat Cave oder Gothic Lolita geworden?[/QUOTE]

ist es nicht so, dass auch viele sich gar nicht in einer besonderen Untersparte sehen, insbesondere jüngere nicht? Sondern einfach hineingeordnet werden, von anderen?

Eigentlich bin ich damals vor fast 4 Jahren einfach nur schwarz/Goth/whatever geworden, und dass ich einer Untergruppierung angehöre ergab sich mehr daraus, dass mein Blickfeld auf Gothic beschränkt war, so dass ich glaubte, was ich darin sehe, würden alle anderen darin auch sehen. [B]geworden[/B] bin ich also im Prinzip gar nichts, ich wurde mehr oder weniger dazu gemacht.
rainravenist ne gute Frage...warum ist man so, wie man ist? Weil man sich eimnfach so gefällt?
Ich bin Cybergoth, weil mir der Stil und die Musik gefällt (eigentlich höre ich zwar dafür "untypische" Musik und vieles anderes auch, aber egal) und ich mich gut fühle und Spaß daran habe, mich so zu stylen und zu sehen. Und mir gefällt dieser Stil auch bei anderen.

Weil ich mich im Club oder auf dem WGT "nackt" fühle ohne mein Cyberoutfit und keinen Spaß beim Weggehen habe, wenn ich "nur schwarz" trage. Das ist wohl so ähnlich wie bei einem Fetisch, mir macht eine Party oder Disco eben nur dann richtig Spaß, wenn auch mein abgefahrenes Outfit stimmt.

Warum ich allerdings rhythmische, elektronische Musik allen anderen Richtungen vorieihe, weiß ich nicht, das ist halt persönliche Vorliebe.
ThemistoEine dumme Frage am Rande, aber was ist denn Batcave? Ich habe den Begriff schon öfter gehört und weiß auch, dass es sich da ursprünglich um einen Club in England handelt, aber ich verstehe nicht wieso das dann ein eigener Stil ist. Cybergoth ist logisch, aber Batcave?

Und zur Hauptfrage:
Wenn ich mich überhaupt schwarz nennen darf, dann noch recht stillos oder eher 'neutral'. Warum? Weil ich mich (noch) nicht wirklich traue ganz offensichtlich zu sein und meine Kontakte im Reallife sich eher auf die Leute beschränken, die mich dazu inspiriert haben und von denen ich glaube sie würden mich auslachen wenn ich damit anfange.

Themisto
Arimahn[QUOTE][i]Original geschrieben von Themisto [/i]
[B]Eine dumme Frage am Rande, aber was ist denn Batcave? Ich habe den Begriff schon öfter gehört und weiß auch, dass es sich da ursprünglich um einen Club in England handelt, aber ich verstehe nicht wieso das dann ein eigener Stil ist. Cybergoth ist logisch, aber Batcave?
[/B][/QUOTE]

Ich gehe mal ganz laienhaft davon aus dass es sich bei Batcave um 80er-Goth handelt.

Topic: Wenn ich so überlege würde ich mich wohl am ehsten den Schwarzromantikern zuordnen. Ist eigentlich logisch weil mir die Kleidung ohnehin gefällt und mich schon Leute -fälschlicherweise- für einen "Dichter und Denker" gehalten haben. Ich bin einfach bloss sensibel. ;)
TrauerwesenInteressant fänd ich es in diesem Thread, mal zu untersuchen, inwiefern sich die einzelnen Ideologien unterscheiden (oder haben wir sowas schon? Könnte sowas sonst mal aufmachen oder so...). Denn ich fühle mich mit den Cybergoths irgendwie gar nicht verbunden, es sind ja schon (nach aussen hin) andere Welten, und irgendwie kann ich das einzelne auch gar nicht mehr miteinander in Zusammenhang bringen.

Achja, ich selber bin auch eher schwarzromantisch, stilistisch nen Mix aus EBM, darkwave und eben halt auch Batcave/Postpunk.
Mit die Musik kann ich irgendwie am meisten anfangen, idelologisch betrachtet kann ich was aus ihr schöpfen. Ebenso reizt mich der äusserliche Stil sehr, fühle mich da halt wohl drin. Tja, wieso, ich denke, da kann jeder fast gleich argumentieren, und zwar, dass die Musik gefällt, die Kleidung ebenso und man sich mit den Inhalten (Musik usw) am ehesten identifizieren kann.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Helghast [/i]
Warum bist du ein Cyber Goth oder Bat Cave oder Gothic Lolita geworden? [/QUOTE]Also ich bin kein Cyber Goth oder Bat Cave, und schon gar keine Gothic Lolita. :rolleyes:

Ich hab's mal ganz kurz mit Rüschenhemd versucht, aber schnell festgestellt: "Nein, das bin nicht ich". Seitdem bevorzuge ich mehr das einfache schlichte Schwarz, manchmal ein wenig in Richtung Mittelalter oder Neofolk.

Musikalisch höre ich das verschiedenste Zeug, solange es nicht all zu sehr in Richtung Techno geht. Am meisten gefallen mir die Künstler, die stilistisch vielfältige Musik machen (und trotzdem wiederzuerkennen sind).

Ich freue mich immer auf Neues, ohne das "Alte" gleich über Bord zu werfen.


PS: Ich glaube es ist ein großer Fehler, die Leute zu sehr auf eine bestimmte Musik oder ein bestimmtes Äußeres festzulegen. Da kann es dir schnell passieren, dass du einen netten Menschen nach einigen Stunden nicht wieder findest, weil er eben mal kurz sein Outfit geändert hat (selbst schon mehrmals erlebt).
ThemistoHm, also ich kenn einige, die gerne zwischen den einzelnen Kleidungsstilen hin und her hopsen und auch einige, die halt vermehrt zB. 'Cyber' herum laufen, weil ihre Lieblingsclubs eben zumeist die Musik spielen und dementsprechend Leute da herum laufen. Und das beeinflusst doch auch.

The
CramBoy[quote]ist es nicht so, dass auch viele sich gar nicht in einer besonderen Untersparte sehen, insbesondere jüngere nicht? Sondern einfach hineingeordnet werden, von anderen?
[/quote]

Ich finde eher, daß erst seit Mitte der 90er diese Schubladeneinteilerei und das gegenseitige Abgrenzen der Leute aufgekommen ist.
Zu meiner Anfangszeit gab es auf den Parties in der Regel eine (!) Tanzfläche mit einem (!) DJ, und gespielt wurde alles querbeet.
Und Grufties, Waver, EBM-ler waren noch nicht so igitt aufeinander zu sprechen.
(Neofolker gab´s damals praktisch noch nicht, die waren damals alle noch Grufties mit toupierten Haaren :D )
Insofoern habe ich mit dieser Sparteneinteilung eher Probleme.
Man definiert sich allenfalls durch das Ausschlussverfahren (Nicht-FuturePop/Blutengel/Gothic Metal/Cybergothichörer) :q

[quote]Mit Batcave bezeichnet man heute das, was früher unter Horrorpunk oder auch New Wave / Darkwave lief.[/quote]

Naja, ich würde eher sagen, das was früher als Gothic bezeichnet wurde (vor allem die britische Variante, mit Ausnahme von Sisters-artigem gothic ROCK).
Den unsäglichen Begriff Horrorpunk höre ich zumindest erst seit ein paar Jahren und auch Deathrock hat hierzulande früher eigentlich niemand verwendet.

Ach so:
Als ich in die Gruftieszene gekommen bin, war das auch eine Flucht vor der Techno(Tekkno)szene, die damals gerade aufkam.
Naja, mittlerweile hat sie mich ja in den schwarzen Clubs eingeholt.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von CramBoy [/i]
[B]
Ach so:
Als ich in die Gruftieszene gekommen bin, war das auch eine Flucht vor der Techno(Tekkno)szene, die damals gerade aufkam.
Naja, mittlerweile hat sie mich ja in den schwarzen Clubs eingeholt. [/B][/QUOTE]

Vielleicht erging es einigen wie Dir ;).
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Vielleicht erging es einigen wie Dir ;). [/B][/QUOTE]

Oh ja...und es hat uns eingeholt, ausgerechnet da wo wir es nie erwartet hätten.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Ich glaube es ist ein großer Fehler, die Leute zu sehr auf eine bestimmte Musik oder ein bestimmtes Äußeres festzulegen. Da kann es dir schnell passieren, dass du einen netten Menschen nach einigen Stunden nicht wieder findest, weil er eben mal kurz sein Outfit geändert hat (selbst schon mehrmals erlebt). [/B][/QUOTE]

Ähm...aber bis zu zweimal am Tag das Outfit zu wechseln ist doch auf Festivals normal...!
Haben wir uns deshalb nicht mehr gefunden...?
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Oh ja...und es hat uns eingeholt, ausgerechnet da wo wir es nie erwartet hätten. [/B][/QUOTE]

Ja, leider. Mal ernsthaft, habe selber mal eine Zeit lang Techno gehört, habe auch Mayday mitgemacht, und die sprachen von Verfall, und nun ist das alles bei uns...naja, gerade deswegen bin ich schon für Differenzierungen, eben weil es alles nicht mehr in einen Topf passt. Zumindest sollte differenziert werden, um welche Musik es sich handelt (und zwar wirklich!), bei Parties usw.

Was das Umziehen angeht, ohja, wir schauen die offizielle Mera Luna Band, Within Temptation und laufen klassisch rum, wir kucke Hocico und laufen anders rum...naja, kann man ja ruhig alles hören, aber da wird sich auch gerne mal dem Stil der Musik angepasst. Anpassung, wenn man das schön liest...
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
Ähm...aber bis zu zweimal am Tag das Outfit zu wechseln ist doch auf Festivals normal...!
Haben wir uns deshalb nicht mehr gefunden...? [/QUOTE]Warst du denn auch im CyberPunk-Outfit oder in Lack unterwegs?
Bisher habe ich dich meist (immer?) in eher klassischen Gewändern getroffen.
Aber Illumina hätte ich auf dem WGT 2004 mit ihrem neuen Undercut garantiert übersehen, wenn sie mich nicht angesprochen hätte. :rolleyes:
Lady Ligeiaich kann eigentlich sagen dass ich nichts von alle dem bin. eine freundin meinte letztens dass ich mir sowieso meine eigene kleine schwarze Welt geschaffen habe die grundlegend anders ist als manche oder viele es denken. ich suche die spuren im schnee nach den Menschen mit den realen Werten ... teilweise bin ich bereits fündig geworden ... aber in diese schubladen lasse ich mich ungern stecken.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Warst du denn auch im CyberPunk-Outfit oder in Lack unterwegs?
Bisher habe ich dich meist (immer?) in eher klassischen Gewändern getroffen.
[/B][/QUOTE]

Selbstverständlich nicht, aber innerhalb meiner Stilrichtung habe ich schon einen gewissen Fundus auf Lager...!
Demon17@insroemen2
[QUOTE]Mit Batcave bezeichnet man heute das, was früher unter Horrorpunk oder auch New Wave / Darkwave lief.[/QUOTE]

batcave hat nun gar nichts mit Punk oder Wave zu tun, Bands wie Fields of the Nephilim oder Sisters of Mercy sind die bekanntestens Namen dieses Genres. Also die Anfänge des Goth-Rocks wenn man es so nennen will. Ich würde es eher schwarze Gitarre nennen wenn es nicht schon den Begriff bat cave = Fledermaushöhle gäbe.
TrauerwesenHm, ne, ich würde das doch irgendwie differenzierter betrachten wollen. Ich habe mal eine Playlist des damaligen Clubs gesehen, da waren Sisters bei, Siouxsie, Joy Division, PIL, x-Mal Deutschland, Bauhaus und sowas. Denn heutigen Gothrock würde ich da weniger einstufen wollen, die Nostalgie sollte in dem Begriff vorhanden sein (wobei ich durchaus auch neuere Bands dort eunstufen könnte, solange die irgendwie dreckig klingen).

Und da ja irgendwie die Verbindung zum Club auch sein sollte, passt Postpunkiges und sowas doch gut. Ist jedenfalls mein Verständnis des Begriffs.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i]
[B]Hm, ne, ich würde das doch irgendwie differenzierter betrachten wollen. Ich habe mal eine Playlist des damaligen Clubs gesehen, da waren Sisters bei, Siouxsie, Joy Division, PIL, x-Mal Deutschland, Bauhaus und sowas. Denn heutigen Gothrock würde ich da weniger einstufen wollen, die Nostalgie sollte in dem Begriff vorhanden sein (wobei ich durchaus auch neuere Bands dort eunstufen könnte, solange die irgendwie dreckig klingen).

Und da ja irgendwie die Verbindung zum Club auch sein sollte, passt Postpunkiges und sowas doch gut. Ist jedenfalls mein Verständnis des Begriffs. [/B][/QUOTE]

Sicher nur Joy Division, Susie undd Bauhaus sind ja nun eindeutig Wave. Ich sprach von den A n f ä n g e n des Gothrock. Damals gab es kein Nightwish. Außerdem ist Post und Horrorpunk ein erheblicher Unterschied. Bat Cave als Musikrichtung ist durch die Fields und Sisters klar definiert. (Urspünglich eine Mischung aus mehreren Stilrichtungen (Gothic Glam-Rock) Als Modestil hat er auch viel mit Punk zu tun. Der musikalische Sprachgebrauch hat insofern nicht mehr viel mit der Party zu tun. Die im Laufe der zeit ja immer düsterer wurde. Wobei ich auch nicht verstehe warum heute alles mögliche Postpunk genannt wird, das ich damals als New Wave klar vom Punk unterscheiden konnte.

[QUOTE]The Sisters Of Mercy sind eine britische Rockband, die insbesondere in den 1980er Jahren populär war. Sie zählt mit ihrer vom Psychedelic Rock und Punk beeinflußten Musik zu den Wegbereitern des Gothic Rock. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre traten vermehrt Popmusik- und Mainstream-Rock-Einflüsse hinzu, wodurch sie ihren Bekanntheitsgrad nochmals steigern konnte.Nach kleineren Erfolgen zu Beginn der 1980er fand die Band ab Ende desselben Jahrzehnts so bei einem breiteren Publikum Anklang. Die bekanntesten Stücke der „Sisters“ sind Temple Of Love (1983, Remix 1992 mit Ofra Haza), This Corrosion (1987) und More (1990). Gegründet wurden The Sisters Of Mercy 1980 in Leeds von Andrew Eldritch (eigentlich Andrew William Harvey Taylor) und Gary Marx (eigentlich Mark Pearman), die sich im F-Club in Leeds trafen und Musik machen wollten.

[/QUOTE]
Demon17Der Begriff bat cave, hat mit der Party für mich nichts mehr zu tun, meines Erachtens weicht hier der deutsche Sprachgebrauch stark von der historischen Entwicklung ab. Die Begriffe haben sich im Laufe der Zeit stark gewandelt und werden auch lokal sehr unterschiedlich verwendet.

[QUOTE]Joy Division ist eindeutig eine Punkband, Siouxsie in den Anfängen auch, UK Decay sowieso, The Damned auch..[/QUOTE]


Joy Division als Punkband zu bezeichnen ist mir echt zu blöd. Spätestens seit Unknown Pleasures hat es mit Punk nichts mehr zu tun. Siouxsie and the Banshees waren wie viele Bands ursprünglich Punk, bevor sich das differenzierte. Die Band ist eindeutig als New Wave gelaufen in den 80ern. Ich würde sagen einer der Wegbereiter.

Für mich macht bat cave in der Playlist-Definition des Clubs einfach keinen Sinn, denn dann ist es ein Sammelsurium von Punk, Wave, Gothik-Rock, Post Punk, NDW usw.

Icfh differenziere da lieber nach der Musik, bzw. deren charakteristischen Merkmalen. Insofern ist für mich Wave und bat Cave als Unterkategorie des Gothrock vom Rhytmus und dem Einsatz der Gitarre her, klar zu unterscheiden. (Im Gegensatz zur Literatur) Während dies bei Punk-(Rock) und Rock nicht immer so einfach ist.
Demon17Über Joy-Division werden wir uns und nicht einigen. Der New-Wave Begriff hat sich für mich Anfang der 80er Jahre gebildet. Was sich dann später Dark Wave nannte, läßt mich nur noch gruseln.

Ich finde die durchaus populäre, weil aktuelle Verwendung des Begriffs bat cave sehr viele sinnvoller.

[QUOTE](Man sollte nicht vergessen, Punk war auch ein Sammelsurium völlig unterschiedlicher Sachen. Auch hier gab es ein grosses Spektrum, sei es nun politisch, musikalisch oder textlich. Zumindest am Anfang war es eine Idee, die das alles zusammenhielt).[/QUOTE] Also damals waren die Unterschiede schon wichtig für mich. Obwohl es am Anfang sicher schwer war zu beurteilen wie eine Band sich entwickeln würde. Wegen Bands wie The Clash habe ich auch keine eindeutige Punk-Definition, wie schnell und agressiv oder so. Generell stand jedoch im Punk die Agression für mich im Vordergrund, im Wave die Trauer.
DichterseeleAlso, um es kurz und knapp auszudrücken: Ich bin ich, fertig. Ich bleibe Dezent in meinem Auftreten, Nieten sind auch schon das "Extremste" an meinem Outfit, schminke finde ich unsinnig, und sonst brauch ich auch nichts weiter, vielleicht hol ich mir nochmal hier und da etwas, wenn's mir absolut gefällt, aber eigentlich bleib ich lieber in einem recht normalen Spielraum.
Demon17Natürlich funktioniert die Tennung nicht Lupenrein. Ausserdem muß dann natürlich zwischen Band und Solo-Projekten unterschieden werden. Captain-Sensible ist definitiv nicht ausschlaggebend für Wave. Pere Ubu hab ich life gesehen, das ist definitiv kein Punk für mich, weder vom Rhytmus noch unter irgendeinem anderen Kriterium, sondern war für mich damals Avantgarde. Ich habe auf dem Konzert nicht einen Punk gesehen. der Sänger trug Anzug. Sisters und Fields haben mit Wave nun überhaupt nichts zu tun, sondern sind typische Gitarrenbands, die ich in den 70ern eher unter Psychadelic-Rock eingeordnet hätte. Ein Revival der Rockmusik, in der schwarzen Szene, die sich wieder mit Teilen des Rocks verband.

Ich lege großen Wert auf die Trennung von Punk und Wave. Wobei für mich der Szene Aspekt im Vordergrund steht. Wichtig ist auch was in einem Punk-oder Wave Club n i c h t gespielt wird. Das es Überschneidungen gibt ist unumstritten. Jedoch wird zu Wave definitiv k e i n Pogo getanzt. Es gab keine Iros, sondern ein normaler Kurzhaarschnitt dominierte. Das war neu, da ja vorher alle Matte hatten. Die Klamotten waren nicht zerfetzt, Waver trugen definitiv keine Nietenhals- oder Armbänder. usw. Es ist ein erheblicher Unterschied im Lebensgefühl, der sich auch in der Musik ausdrückt. Punk war sozial immer klar abgegrenzt. Waver und Rockfans hatten eher miteinander zu tun. Eine Art schwarzer Grunger. Das drückte sich dann auch in der Affinität zum Hardcore/Crossover (no means no, scratch acid etc.) und amerikanischem Alternative Ende der 80er aus.

Die einzigen Punk.Bands die ich damals im PC69 oder im Forum gehört habe, waren Dead Kennedies und The Clash. Wobei man stark zwischen Ami-Punk und englischem Punk unterschieden hat. Ich meine Jingo de Lunch(Berlin) und Avengers sind für mich eindeutig Rockmusik.
ZerbrochenerAlso meines Erachtens hat alles was unter New Wave fällt - mit Ausnahme der elektronisch geprägten Vertretern wie Depeche Mode - starke Punk-Anleihen. New Wave war letztendlich nichts anderes als eine verträumte, softe Punk-Attitüde der No Future-Generation. Ich trenne demnach eher zwischen New Wave (80er) und Dark Wave (90er). Denn für die spätere Gothic-, Dark Wave bzw. Schwarzromantiker-Szene war die Punk-Wurzel völlig unbedeutsam, es folgten andere Einflüsse wie Mystizismus, Mittelalter, Barock etc ..
Demon17[QUOTE]New Wave war letztendlich nichts anderes als eine verträumte, softe Punk-Attitüde der No Future-Generation.[/QUOTE] Nee das war erst einmal der Unterschied zwischen Lärm und Musik. Sicher gibt es gemeinsame Elemente. Der Unterscheid in dern 80ern war jedoch erheblich. Der Unterschied bestand in schnell und agressiv - zu düster, traurig langsam. Insofern ist Punk auch nicht unbedingt schwarz für mich.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Nee das war erst einmal der Unterschied zwischen Lärm und Musik. Sicher gibt es gemeinsame Elemente. Der Unterscheid in dern 80ern war jedoch erheblich. Der Unterschied bestand in schnell und agressiv - zu düster, traurig langsam. Insofern ist Punk auch nicht unbedingt schwarz für mich. [/B][/QUOTE]

.. [i]düster und traurig[/i] wurde es meines Erachtens aber erst mit dem späteren Dark Wave (ohne jegliche Punk-Einflüsse). Insofern ist New Wave für mich auch nicht unbedingt schwarz. Als bedeutender Vorreiter dafür sehe ich "Within The Realm Of A Dying Sun" von Dead can Dance (1987).

Auch der Goth Rock wurde gegen Ende der 80er/Anfang 90er zumehmend dunkler, mystischer, man denke z.B. an Garden of Delight, Nosferatu oder Two Witches, das hatte inhaltlich nichts mehr mit Punk oder New Wave zu tun.
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B].. [i]düster und traurig[/i] wurde es meines Erachtens aber erst mit dem späteren Dark Wave (ohne jegliche Punk-Einflüsse). Insofern ist New Wave für mich auch nicht unbedingt schwarz. Als bedeutender Vorreiter dafür sehe ich "Within The Realm Of A Dying Sun" von Dead can Dance (1987).[/QUOTE] Nee also Cure, Joy Division und Bauhaus waren schon sehr düster. Ende der 80er war Wave weitgehend gelaufen. Dead can dance lag damals ausserhalb meines Toleranzbereiches, (Im Gegensatz zu Cocteau Twins, This Mortal Coil, Eyeless in Gaza und anderen sehr romantischen Sachen.

[Quote][b]Auch der Goth Rock wurde gegen Ende der 80er/Anfang 90er zumehmend dunkler, mystischer, man denke z.B. an Garden of Delight, Nosferatu oder Two Witches, das hatte inhaltlich nichts mehr mit Punk oder New Wave zu tun. [/B][/QUOTE] Stimmt, genau wie Sisters und Fields nicht. Für mich dominierten Ende der 80er die experimentellen, kontinentalen Sachen, wie Neubauten und Laibach und Punk/Reggae Crossover wie Bad Brains und dann eben Hardcore usw.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Nee also Cure, Joy Division und Bauhaus waren schon sehr düster[/QUOTE]

Weil es Anfang der 80er nichts "düstereres" gab ... aber spätestens mit der zweiten Generation um Lacrimosa, Sopor Aeternus, Goethes Erben, Das Ich ... (Anfang der 90er) hat sich ein eigener dunkler Sound entwickelt, quasi Gothic bzw. Dark Wave in Reinform.

Und erinnere Dich mal an die Frühwerke von The Cure oder Joy Division (Punk), das ist nicht einmal im Ansatz düster, von späteren MTV-Hits wie "Friday I'm in love" ganz zu schweigen ;)

Ich vermisse den New Wave nicht wirklich, eher die schwarzen 90er, oder auch die Zeit, in der "Gothic" noch schwarz statt neonbunt war.
Demon17Also ich sehe das Ich vom Ausdruck her eher in der Tradition der Neubauten, Lacrimosa gefällt mir heute noch nicht. Sopor Aeternus ist genial und einzigartig, genau wie die Erben. Worum ging es doch, ach ja batcave soll ja Anfang der 80er in England teilweise ein Synonym für Gothic gewesen sein. Zu einem Zeitpunkt als hierzulande beide Begriffe ungebräuchlich waren.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Also ich sehe das Ich vom Ausdruck her eher in der Tradition der Neubauten[/QUOTE]

... nur eben deutlich [i]schwarz[/i] gefärbt (die Frühwerke versteht sich)

[QUOTE]Lacrimosa gefällt mir heute noch nicht[/QUOTE]

... die Werke "Angst" und "Einsamkeit" waren dennoch wegweisend für den [i]neuen[/i] Gruft-Sound ... und dem Bruch mit Punk.

[QUOTE]....ach ja batcave soll ja Anfang der 80er in England teilweise ein Synonym für Gothic gewesen sein. Zu einem Zeitpunkt als hierzulande beide Begriffe ungebräuchlich waren. [/B][/QUOTE]

Ich finde es gut, dass er sich hier erst in den 90ern etablierte, weil dies auch musikalisch/kulturell eine "Grenze" bzw Umbruch darstellt.
Demon17[QUOTE]Und erinnere Dich mal an die Frühwerke von The Cure oder Joy Division (Punk), das ist nicht einmal im Ansatz düster, von späteren MTV-Hits wie "Friday I'm in love" ganz zu schweigen [/QUOTE] Wenn boys don´t cry, Charlotte sometimes. Love will tear us apart oder Day of the Lord nicht düster (Es zeugt für mich einfach von Unkenntnis, diese Songs Punk zu nennen.), bzw. traurig sind, dann haben wir ein sprachliches Problem. Bei Cure war bei mir mit Japanese Whispers ersteinmal Schluss. Die Band hat sich aber wieder gefangen.

Die 90er waren für mich eher unter ebm-Gesichtspunkten interessant.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
Wenn boys don´t cry, Charlotte sometimes. Love will tear us apart oder Day of the Lord nicht düster, bzw. traurig sind, dann haben wir ein sprachliches Problem[/QUOTE]

... oder ein kulturelles Problem. Ich finde die Klänge von Sopor Aeternus und Co wesentlich trauriger. [i]Das[/i] nenne ich Friedhofskultur, aber alles subjektiv ...

[QUOTE]Die 90er waren für mich eher unter ebm-Gesichtspunkten interessant. [/B][/QUOTE]

Interessant ? Du nennst gerade das Übel beim Namen :D

Leider gab EBM (in den 80ern noch eine eigenständige Szene) durch die Diffusion in den 90ern der schwarzen Szene den schnellen Todestoß. Der Ausgangspunkt warum die Szene heute technoverseucht ist, liegt in den 90ern. Die 90er hatten demnach durchaus Licht und Schatten!

[SIZE=1]PS: Bis Mitte der 90er empfand ich EBM übrigens noch als hörenswert[/SIZE]
Demon17Ja, wir haben eine Natter am Busen genährt. ;)
MestigothIch finde Sopor Aeternus schmalzig, nicht wirklich düster. Und dass Dark Wave aus den 1980ern kommt, ist schriftlich belegt und dürfte nun mittlerweile auch klar sein. Diese Todespoeten der 1990er haben ihre eigene Kategorie, genannt NDT. ;)

BTW: Es gab sehr wohl Waver, die Unmengen an Nietengürteln und Kettenkrams trugen, es gab auch Waver mit Irokesenschnitt. Statt Nietenarmbändern gab es eben ein dutzend Armreifen. Ein Waver lässt sich grundsätzlich nicht auf ein einziges Outfit beschränken, dazu deckte die Bezeichnung "Wave" zu viele unterschiedliche Sparten ab, zu denen anfangs auch der Punk zählte.

Ebenso die Sache mit dem Batcave. Weder die Fields noch die Sisters betraten jemals diese Lokalität. 1985 war das Batcave schlicht und ergreifend kein Goth-Club mehr. Mit Batcave meint man hier eindeutig die frühen Gothpunk-Groups Alien Sex Fiend, Virgin Prunes, Specimen und Co., daher sehen Batcaver aus wie Schwarzpunks und nicht wie Nephilim-Hardrocker. :q
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
Ich finde Sopor Aeternus schmalzig, nicht wirklich düster.[/quote]

Tja, da siehste mal ... denn ich finde sämtliche Cure und Joy Division-Songs schmalzig, Songs wie "Love will tear us apart" laden sogar zum Schunkeln ein (Oktoberfest läßt grußen) und Bauhaus machen für mich größtenteils reine Party-Musik.

[QUOTE]Und dass Dark Wave aus den 1980ern kommt, ist schriftlich belegt und dürfte nun mittlerweile auch klar sein. Diese Todespoeten der 1990er haben ihre eigene Kategorie, genannt NDT. ;)[/QUOTE]

Die einen waren "Waver", die anderen "Grufties" ... wer New Wave als "dark" bezeichnet soll dies tun , ich tu's nicht, ebenso wenig taten es die jenigen, die Anfang der 90er ihre Freizeit tatsächlich auf Friedhöfen verbracht haben und sich dem Punk sein entledigten ;)
MestigothWeil Cure, Division und Co. neben New auch Dark waren, nannte man sie Dark Wave. Logisch, nicht? Aber das Thema hatten wir ja schon öfters. Andere Zeiten, andere Empfindungsformen... Und Love Will Tear Us Apart nun unbedingt als Paradebeispiel heranzuziehen, finde ich langsam albern. Was ist mit Decades? The Eternal?

Grufties waren übrigens ebenfalls Waver, genau wie es die New Romantics waren. Es sei denn, sie hätten sich nie der Wave-Musik hingegeben. Sie taten es aber, es war ihr Lebenselixir. :D
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Leider gab EBM (in den 80ern noch eine eigenständige Szene) durch die Diffusion in den 90ern der schwarzen Szene den schnellen Todestoß. Der Ausgangspunkt warum die Szene heute technoverseucht ist, liegt in den 90ern. Die 90er hatten demnach durchaus Licht und Schatten!

[SIZE=1]PS: Bis Mitte der 90er empfand ich EBM übrigens noch als hörenswert[/SIZE] [/B][/QUOTE]
EBM kackte doch bereits in den frühen 1990ern ab, nachdem Front 242 und Nitzer Ebb als Speerspitzen wegfielen. EBM war in der Mitte der 1990er definitiv längst Geschichte. Diese Form der Musik hat sich erst nach der Jahrtausendwende wieder aufgerappelt und ist mit Clubtechno und Futurepop Spinnefeind. Kannst ja mal einen dieser EBM-Freaks fragen, was er von Combichrist und VNV Nation hält. ;)
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Weil Cure, Division und Co. neben New auch Dark waren, nannte man sie Dark Wave. Logisch, nicht?[/QUOTE]

Hmm .. wenn schon dann Dark New Wave und Dark Wave, "New Wave" umfasst schließlich nur die 80er, das "new" beinhaltet demnach die Punk-Komponente, wäre doch ein Kompromiss ? ;)

[QUOTE]Aber das Thema hatten wir ja schon öfters. Andere Zeiten, andere Empfindungsformen...[/QUOTE]

Und genau [u]deshalb[/u] plädiere ich für eine strikte Trennung (auch was die Begriffe anbelangt, wenn sie denn sein müssen ... ) ;)

[QUOTE]Und Love Will Tear Us Apart nun unbedingt als Paradebeispiel heranzuziehen, finde ich langsam albern. Was ist mit Decades? The Eternal?[/QUOTE]

Nett, aber nicht friedhofstauglich :D

[QUOTE]Es sei denn, sie hätten sich nie der Wave-Musik hingegeben. Sie taten es aber, es war ihr Lebenselixir. :D[/QUOTE]

Jugendsünden. Spätestens ab '90 herrschen andere Klänge. Nicht umsonst nannte man das WGT bekanntlich Wave [u]und[/u] Gotik - Treffen, da zwei Subkulturen in einer Szene ;)
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]EBM kackte doch bereits in den frühen 1990ern ab, nachdem Front 242 und Nitzer Ebb als Speerspitzen wegfielen. EBM war in der Mitte der 1990er definitiv längst Geschichte. Diese Form der Musik hat sich erst nach der Jahrtausendwende wieder aufgerappelt und ist mit Clubtechno und Futurepop Spinnefeind. Kannst ja mal einen dieser EBM-Freaks fragen, was er von Combichrist und VNV Nation hält. ;) [/B][/QUOTE]

1990-1995 mag zwar für den Old School-EBM'ler schon eine Talfahrt gewesen sein, aber für düstere Elektronik noch gute Jahre, z.B. Placebo Effect oder YelworC. Danach wurd's mir zu technoid ... hört man auch gut bei Hocico, das Erstling war noch schleppend und ungeschliffen, heute isses Club-Techno. Selbst Wumpcut war anfangs noch erträglich.
Demon17[QUOTE]Ebenso die Sache mit dem Batcave. Weder die Fields noch die Sisters betraten jemals diese Lokalität. 1985 war das Batcave schlicht und ergreifend kein Goth-Club mehr. Mit Batcave meint man hier eindeutig die frühen Gothpunk-Groups Alien Sex Fiend, Virgin Prunes, Specimen und Co., daher sehen Batcaver aus wie Schwarzpunks und nicht wie Nephilim-Hardrocker. [/QUOTE] Das mit den Wavern und den Nieten bestreite ich Vehement. die Playlist vom batcave hat so einen Bart und nichts mit dem bat cave Begriff des 21 Jahrhunderts in Deutschland zu tun, aber wieso wiederhol ich mich eigentlich. Anfang der 80er kannte den Club in Deutschland kein Schwein und diese Bands wurden auch hier dauernd gespielt. Allerdings n i c h t unter der Bezeichnung bat cave. Aber wenn es auf irgendeiner Website steht...:D
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Hmm .. wenn schon dann Dark New Wave und Dark Wave, "New Wave" umfasst schließlich nur die 80er, das "new" beinhaltet demnach die Punk-Komponente, wäre doch ein Kompromiss ? ;)[/B][/QUOTE] Falsch, New Wave startete offiziell 1976. Diese Bezeichnung nur mit poppigen New-Romantic-Combos zu verbinden, ist jenseits der historischen Grundlage.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Und genau [u]deshalb[/u] plädiere ich für eine strikte Trennung (auch was die Begriffe anbelangt, wenn sie denn sein müssen ... ) ;)[/B][/QUOTE]
Nur zu dumm, dass die Bezeichnung Dark Wave nicht erst in den 1990ern auftritt. Und selbst als sie dort auftrat, bezeichete sie hauptsächlich Gothic-Rock-Bands im Stile der Sisters Of Mercy, mitnichten die NDT. Selbst die Deine Lakaien nannte Anfang der 90er niemand Dark Wave, das kam erst in der Mitte der 90er bzw. dann, als sie populärer wurden. Davor nannte man deren Mucke Avantgarde-Pop oder Electronic Wave.:D

[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Jugendsünden. Spätestens ab '90 herrschen andere Klänge. Nicht umsonst nannte man das WGT bekanntlich Wave [u]und[/u] Gotik - Treffen, da zwei Subkulturen in einer Szene ;) [/B][/QUOTE] Spätestens ab 90 traten dutzende von Epigonen der 80er auf den Plan. Love Like Blood, Silke Bischoff, The Garden Of Delight und und und... alles Formen der Musik, die es längst in den 80ern gab und nur noch bis Mitte der 90er gemixt und kopiert wurden, bis auch dann alles den Bach runterging. Selbst die Bezeichnung Gothic wirst du kaum in die 90er verfrachten können, auch das entbehrt jeglicher Sach- und Faktlage. :q
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]1990-1995 mag zwar für den Old School-EBM'ler schon eine Talfahrt gewesen sein, aber für düstere Elektronik noch gute Jahre, z.B. Placebo Effect oder YelworC. Danach wurd's mir zu technoid ... hört man auch gut bei Hocico, das Erstling war noch schleppend und ungeschliffen, heute isses Club-Techno. Selbst Wumpcut war anfangs noch erträglich. [/B][/QUOTE] Aber alles keine EBM. Das geht unter Dark Elektro bzw. hat man's oft nur Elektro genannt.
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Das mit den Wavern und den Niten bestreite ich Vehement. [/B][/QUOTE] Dann bestreite du mal. Als es hier das tolle Video zu den Grufties in Bochum zu sehen gab, hättest du vielleicht mal mitgucken sollen. :p
Demon17Wenn das Video nicht aus den frühern 80ern stammt interessiert es mich herzlich wenig. Außerdem brauche ich keine Videos, ich war bei vielen Sachen dabei und weiß wie sich die Leute selbst genannt haben. :q Das die Stile in der Retroperspektive neu gemischt wurden ist klar. Im übrigen ist für mich absolut nicht nachvollziehbar warum Sisters Dark Wave sein sollen, mit Wave hat es nun wirklich gar nichts zu tun.
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Wenn das Video nicht aus den frühern 80ern stammt interessiert es mich herzlich wenig. Das die Stile in der Retroperspektive neu gemischt wurden ist klar. :q [/B][/QUOTE] Stile wurden immer gemischt, das machte auch die New Wave aus. :rolleyes:

Glaubst du etwa, die Neubauten waren ein reine Industrial-Group? Die Berliner Szene um Neubauten und Malaria! orientierten sich schon an Joy Division und Bauhaus. Es gab zu dieser Zeit schon gar keine reinen Stile mehr.
Demon17Deswegen unterscheide ich ja auch immer das Land und die Zeit in der ein Begriff benutzt wird. Bevor Du jetzt Neubauten mit Industrial verwechselst, damit hatte es nun wirklich gar nichts zu tun, sollten wir das hier besser beenden. Du hast völlig recht Mitte-Ende deer 80er begannen die Experimente und die Suche nach Neuem. Das Ganze hat sich dann irgendwie zerfasert. Für mich war mit Wave spätestens Ende der 80er bei Kings of Independence in Hamburg Schluss.
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Falsch, New Wave startete offiziell 1976. Diese Bezeichnung nur mit poppigen New-Romantic-Combos zu verbinden, ist jenseits der historischen Grundlage.[/QUOTE]

Meine Zeitangabe bezog sich nicht auf den Beginn sondern das Ende dieser Epoche, und dieses würde ich dort ansiedeln nach einem Song der Erben, "Das Ende 1989 :)

[QUOTE]Nur zu dumm, dass die Bezeichnung Dark Wave nicht erst in den 1990ern auftritt. Und selbst als sie dort auftrat, bezeichete sie hauptsächlich Gothic-Rock-Bands im Stile der Sisters Of Mercy, mitnichten die NDT. Selbst die Deine Lakaien nannte Anfang der 90er niemand Dark Wave, das kam erst in der Mitte der 90er bzw. dann, als sie populärer wurden. Davor nannte man deren Mucke Avantgarde-Pop oder Electronic Wave.:D [/QUOTE]

Ich beziehe mich ausschließlich auf die deutsche Szene, und meines Wissens war hier in den 80ern weder von Dark Wave, noch von Gothic die Rede. Unter was Christian Death vor 20 Jahren in den USA oder sonstwo gehandelt wurde war für das Selbstverständlich der deutschen Szenen völlig irrelevant. Die Amis kannten doch gar keine NDT und Samt-Grufties. Deshalb kann es auch unmöglich das selbe sein!

[QUOTE]Spätestens ab 90 traten dutzende von Epigonen der 80er auf den Plan. Love Like Blood, Silke Bischoff, The Garden Of Delight und und und... alles Formen der Musik, die es längst in den 80ern gab[/QUOTE]

Und der Sound (und Inhalt) genannter Gruppen unterschied sich von dem der 80er doch teils erheblich. Garden of Delight stehen mit ihren okkulten/sakralen Elementen für eine neue Generation des Gothic Rock (weitaus klischeehafter, sprich gruftiger und ohne jegliche Punk-Attitüde) und das Silke Bischoff-Debut war stellvertretend für den 90er Dark Wave mit dezenter Elektronik (auch wenn's heute nur noch Pop-Musik ist), daran werden sich auch andere bekannt gewordene Gruppen wie Diary of Dreams orientiert haben.
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Deswegen unterscheide ich ja auch immer das Land und die Zeit in der ein Begriff benutzt wird. Bevor Du jetzt Neubauten mit Industrial verwechselst, damit hatte es nun wirklich gar nichts zu tun, sollten wir das hier besser beenden. Du hast völlig recht Mitte-Ende deer 80er begannen die Experimente und die Suche nach Neuem. Das Ganze hat sich dann irgendwie zerfasert. Für mich war mit Wave spätestens Ende der 80er bei Kings of Independence in Hamburg Schluss. [/B][/QUOTE] Ich verwechsel goar nüschts. Die Neubauten werden nur allzu gern in die Industrial-Ecke geschoben, daran ist nun wirklich nichts neu.

Man sollte sich mal daran gewöhnen, dass New Wave in der Zeit von etwa 1976 bis 1988 mehrere Veränderungen durchlebte, somit logischerweise auch im Style. In den 80ern erlebte auch der Psychedelic Rock ein Revival, was man gut bei den Sisters hören kann. Dennoch landeten sie unter dem Etikett Wave, da sie ebenfalls 'ne Menge Punk-Sounds verwursteten (einen Industrial-Einfluss spricht sich Eldritch sogar selbst zu). ;)
Demon17[QUOTE]Dennoch landeten sie unter dem Etikett Wave, da sie ebenfalls 'ne Menge Punk-Sounds verwursteten (einen Industrial-Einfluss spricht sich Eldritch sogar selbst zu). [/QUOTE] Klar das muß an Dr. Avalanche gelegen haben.:D Sisters ist definitiv eine der ersten Goth-Rock Bands, Wave ist aber im Gegensatz zum Punk keine Rock-Musik mehr. Er stellte eher eine Gegenkonzept zur Rockmusik dar. Dies insbesondere durch die Dominanz des Basses und das Zurücknehmen der E-Gitarre. Sowie einer eigenen Rhytmik.
[QUOTE]Ich verwechsel goar nüschts. Die Neubauten werden nur allzu gern in die Industrial-Ecke geschoben, daran ist nun wirklich nichts neu. [/QUOTE] Spätestens seit halber Mensch ist das Schwachsinn. Außerdem muß man ja nicht jeden hinkenden Vergleich mitmachen. Genauso wie diese Punk vergleiche...
Industrial ist definitiv elektronisch produziert, die Neubauten hatten Indtrumente und Baugeräte.
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Ich beziehe mich ausschließlich auf die deutsche Szene, und meines Wissens war hier in den 80ern weder von Dark Wave, noch von Gothic die Rede. [/B][/QUOTE] Fasst richtig, Dark Wave war in Deutschland schneller populär als Gothic. Kann man auch gut bei alten Zeitschriften beobachten, in denen erst 1992 vermehrt die Bezeichnung "Gothic" auftaucht. Davor wurds Dark Wave genannt.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Unter was Christian Death vor 20 Jahren in den USA oder sonstwo gehandelt wurde war für das Selbstverständlich der deutschen Szenen völlig irrelevant. Die Amis kannten doch gar keine NDT und Samt-Grufties. Deshalb kann es auch unmöglich das selbe sein![/B][/QUOTE] Dieser Samt- und Rüschenkram war schon in den frühen 80ern bekannt. So liefen die Leute schon im Batcave rum. :D Die regionalen Eigenarten, die du ansprichst, finde ich hochinteressant, allerdings kann man das nicht national unterscheiden sondern wirklich nur regional. Die Szene in Deutschland ist in vielen Orten unabhängig voneinander entstanden. In Hamburg herrschte IMO ein ganz anderer Look vor als in München. Und das gilt nicht nur in Hinsicht auf den Look sondern auch auf Genre-Bezeichnungen und Musikvorstellungen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Und der Sound (und Inhalt) genannter Gruppen unterschied sich von dem der 80er doch teils erheblich. Garden of Delight stehen mit ihren okkulten/sakralen Elementen für eine neue Generation des Gothic Rock (weitaus klischeehafter, sprich gruftiger und ohne jegliche Punk-Attitüde) und das Silke Bischoff-Debut war stellvertretend für den 90er Dark Wave mit dezenter Elektronik (auch wenn's heute nur noch Pop-Musik ist), daran werden sich auch andere bekannt gewordene Gruppen wie Diary of Dreams orientiert haben. [/B][/QUOTE] Sie haben die Klänge mehr ausgefeilt und mehr mit Klischees gespielt, das ist ja alles richtig. Dennoch hat man sich so dermaßen an den Idolen orientiert, dass man oftmals nur noch von Epigonen sprechen kann. Wie oft musste ich bei Silke Bischoff schon an Depeche Mode denken... Und über The Garden Of Delight muss man gar nicht erst sprechen. Das war die Verschmelzung der Sisters Of Nephilim. :D Aber ich kann darüber eigentlich gar nicht meckern, die Bands haben uns reich beschert mit guten Songs. :o
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Wave ist aber im Gegensatz zum Punk keine Rock-Musik mehr. Er stellte eher eine Gegenkonzept zur Rockmusik dar. [/B][/QUOTE] Wo immer du das auch her hast - es ist Nonsens. (New) Wave bezeichnete nix anderes als die (Neue) musikalische Welle, die herkömmliche Rockmusik hinter sich ließ, vollkommen unabhängig von der Umsetzung bzw. Besetzung einer Band. Wi will man Joy Division, Siouxsies & The Banshees oder The Cure noch unter diesen Begriff bekommen, wenn Rockmusik nicht dazugehören würde? Markenzeichen für die frühen Wave-Jahre war übrigens der Drumcomputer. ;)
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Sisters ist definitiv eine der ersten Goth-Rock Bands[/B][/QUOTE]

Also für mich beginnt Goth-Rock erst ab Lacrimosa (die mit Gitarre ;) ), The Garden of Delight, Nosferatu, Two Witches, Nosferatu, XIII Stoleti, Kiss the Blade, Sanguis et Cinis ... da gib't neben den Synthies sogar Kirchenorgeln, gruftig :) :D
MestigothLustig übrigens, dass sich keine der Gothic-Bands der 80er wirklich als Gothic-Band bezeichnete. Das tat nur Siouxsie Sioux. :D
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Sanguis et Cinis ... [/B][/QUOTE] Das ist ja schon Metal *würg* :p
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Lustig übrigens, dass sich keine der Gothic-Bands der 80er wirklich als Gothic-Band bezeichnete. Das tat nur Siouxsie Sioux. :D [/B][/QUOTE]

Gerade die musikalisch "ungruftigste" von allen ... :q

Ich seh schon ... werd mit den 80ern nicht warm :o
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]Ich seh schon ... werd mit den 80ern nicht warm :o [/B][/QUOTE] Kann ich gar nicht nachvollziehen, dabei hatten die 80er sooo viel Warmes zu bieten. :(

Denk nur an die warmen Brüder der New-Romantic-Szene. :D
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Das ist ja schon Metal *würg* :p [/B][/QUOTE]

Die haben sich für mich bereits ab 1999 aufgelöst, der Sound der "Nachfolgeband" passt aber perfekt zum neuen Jahrzehnt ;)
Zerbrochener[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
Denk nur an die warmen Brüder der New-Romantic-Szene. :D [/B][/QUOTE]

Brüder im Geiste, mehr aber auch nicht. Die konnten sich zwar schon schön schminken, von angemessener musikalischer Untermalung hatten die aber noch keinen Plan :cool: Heute würde man das Gepose nennen ;)
MestigothIch zitiere mal aus dem nicht unumstrittenen Gothic- und Dark-Wave-Lexikon:

[I]Akustische Stillleben und modisches Auftreten waren den New Romantics wichtiger als die soziale und politische Realität reflektierende Inhalte, dafür haben sie mit ihrem androgynen Auftreten mehr für die Gleichberechtigung Homosexueller getan, als jede Schwulen-Selbsthilfegruppe.[/I] :D

Einer der wenigen Sätze, die mir in diesem Buch die Mundwinkel breiter werden lassen. :(
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Industrial ist definitiv elektronisch produziert, die Neubauten hatten Indtrumente und Baugeräte. [/B][/QUOTE] Das wird Industrial-Protagonisten wie Throbbing Gristle aber gar nicht gefallen, die gerne Gitarren mit auf die Bühne schleppten. :p
Demon17[QUOTE]Wo immer du das auch her hast - es ist Nonsens. (New) Wave bezeichnete nix anderes als die (Neue) musikalische Welle, die herkömmliche Rockmusik hinter sich ließ, vollkommen unabhängig von der Umsetzung bzw. Besetzung einer Band. Wi will man Joy Division, Siouxsies & The Banshees oder The Cure noch unter diesen Begriff bekommen, wenn Rockmusik nicht dazugehören würde? Markenzeichen für die frühen Wave-Jahre war übrigens der Drumcomputer. [/QUOTE]

Sicher in den 70ern hieß Punk auch New Wave und selbst Bands wie Blondie liefen unter diesem Markenzeichen. Selbst die Mod Sachen wurden so genannt. Ich habe hier einen Artikel aus Wikipedia:
Zitat Wikipedia:
Die 1980er Jahre [Bearbeiten]Zu Beginn der 80er Jahre veränderte sich die Bedeutung des Begriffs New Wave. Die Oi!-Punks und darauf folgenden Hardcore-Punks distanzierten sich von dem als kommerziell verschrienen Begriff New Wave. Andere Gruppierungen ließen sich ebenfalls nicht mehr dem New Wave unterordnen. So z. B. die Anhänger der Mod-Bewegung, weil mit dem Begriff New Wave eine Nähe zum Punk assoziiert wurde, den die Szene verabscheute. Fortan wurde dem New Wave alles zugeordnet, was sich nicht eindeutig dem Punk oder einem Revival zuordnen ließ. Die Punk Szene hatte jedoch Varianten entwickelt die langsam an Eigenständigkeit gewannen. Diese Varianten hatten, sowohl modisch als auch musikalisch einen, mal mehr mal weniger, starken Bezug zum Punk. Sie unterschieden sich aber z.T. in ihrer Lebensart und Einstellung zum Punk. Dazu gehörten die frühen Gothics, sowie die Anhänger des Synthie-Pop oder die ersten New Romantics. Für diese Gruppierungen gab es anfänglich keine eigene Bezeichnung. In der Öffentlichkeit wurden die Unterschiede zwischen den Gothics, New Romantics und Synthie-Popper kaum wahrgenommen und so entstand die Bezeichnung Waver für alles was „punk-ähnlich“ war. Damit etablierte sich, zumindest in Deutschland der New Wave als Oberbegriff für eine nur schwer zu definierende Jugendkultur.

Viele der Synthie-Pop Bands griffen thematisch Ultravox und Tubeway Army auf. Die Musik von The Cure oder Joy Division lässt sich ebenfalls mit kühl und distanziert, im Sinne einer Introvertiertheit beschreiben. Die New Romantics versuchten dem entgegenzuwirken, indem sie einen sehr romantischen Aspekt in die Szene der frühen 1980er Jahre mit einbrachten. Aber auch dieser resultierte aus dem Futurismus des Glam-Rock und schuf, wohl ungewollt, mit dem Ideal des perfekten Stylings die Ergänzung zu der, von vielen als kühl empfundenen New-Wave-Ästhetik der 1980er Jahre.

Mit dem zunehmenden kommerziellen Erfolg vor allem der Synthi-Pop-Bands entwickelte sich der Begriff des Post Punk als alternativer Begriff für Bands, die sich nicht im kommerziellen Umfeld einordnen ließen. In Produktionsweise und Musikstil wiederum gibt es Verbindungen zu dem Begriff der Independent-Musik.

Für mich ist Wave eindeutig mit Joy Divission, Bauhaus und Cure definiert. In der historischen Entwicklung wurde alles mögliche New Wave genannt. Nur das hat sich schnelle geklärt, weil Wave viele Bands einfach vergessen wurden. Dasselbe Elend wie mit NDW von Abwärts, oder X-mal Deutschland bis Fräulein Menke. Meinetwegen Dark Wave, obwohl mir dieser Begriff in den 80ern unbekannt war. Es gab jede Menge Synthy-Pop,
den hörte jedoch niemand, so daß New Wave für eine coole, düstere, (meinetwegen) Punkähnliche Musik verwendet wurde.
Ich kannte übrigens niemand der sich "Waver" nannte.;)
MestigothAha... und Joy Division und Co., die du unter Wave kategorisierst, sind nun keine Rockbads? :confused:

Und zu Synthpop à la Soft Cell zappelten die Kids doch schon der ersten Hälfte der 80er, vielleicht nur nicht in deiner Nähe. ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich kannte übrigens niemand der sich "Waver" nannte.;) [/B][/QUOTE] Ist in den USA wie auch in Deutschland belegt. Dagegen kannten die, die die Bezeichnung Waver nutzten, den Begriff "Gruftie" nicht. :D
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Aha... und Joy Division und Co., die du unter Wave kategorisierst, sind nun keine Rockbads? :confused:
[/Quote] Nein aber das was in Deutschland Rock genannt wird (hat ja nicht viel mit dem amerikanischen oder englischen Begriff zu tun) (siehe Rockpalast), war etwas total anderes. Es gab fundamentale Unterschiede beim Einsatz der Instrumente und in der Rhytmik, deshalb halte ich den Wave Begriff scharf vom Rock-Begriff gertrennt. Das ist musikalisch gesehen ziemlich einfach.
[QUOTE]
Und zu Synthpop à la Soft Cell zappelten die Kids doch schon der ersten Hälfte der 80er, vielleicht nur nicht in deiner Nähe. ;)[/QUOTE] Sicher, aber nicht in den Clubs die ich besuchte und die waren meines Wissens auch nicht schwarz.

[Quote] Ist in den USA wie auch in Deutschland belegt. Dagegen kannten die, die die Bezeichnung Waver nutzten, den Begriff "Gruftie" nicht. :D [/B][/QUOTE] Klar in den Szenemagazinen, aber als Identifikation haben wir solche Begriffe überhaupt nicht genutzt. Es mag welche gegeben haben, die es taten. Wir haben ja uch noch alle möglichen anderen Sachen gehört. Reggae z.B. oder Ambient oder alternative/untergrund Rocksachen. Ab Mitte der 80er kam der Begriff "das Schwarz auf". Weil es halt augenfällig wurde wenn 85 auf einem Open Air mit Cure als Hauptact 10 000 Leute nur schwarz trugen,aber keiner punkig gestylt war.
ThemistoGibt es eigentlich irgendwo eine Seite mit der kompletten Geschichte der 'Gruftimusik' und eventuell auch Hörbeispielen? Das würde mich mal schwer interessieren wie sich das alles entwickelte.
Ich habe von den Musikstilen nämlich echt keinen Peil.
War tanzen und kann bei besten Willen zum Beispiel nicht sagen was es war außer toll und sehr beatlastig *lach*.

T
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Zerbrochener [/i]
[B]
Und erinnere Dich mal an die Frühwerke von The Cure oder Joy Division (Punk), das ist nicht einmal im Ansatz düster, von späteren MTV-Hits wie "Friday I'm in love" ganz zu schweigen ;)
[/B][/QUOTE]

Hm, naja, ich weiss nicht, Texte wie "It doesn't matter if we all die" oder man nehme sich nur die Faith von Cure mal vor, dann will man springen. Ich liebe diese Band, aber höre sie eigentlich selten, weil es doch ziemlich melancholisch und eben auch düster ist.

[QUOTE]EBM kackte doch bereits in den frühen 1990ern ab, nachdem Front 242 und Nitzer Ebb als Speerspitzen wegfielen. EBM war in der Mitte der 1990er definitiv längst Geschichte. Diese Form der Musik hat sich erst nach der Jahrtausendwende wieder aufgerappelt und ist mit Clubtechno und Futurepop Spinnefeind. Kannst ja mal einen dieser EBM-Freaks fragen, was er von Combichrist und VNV Nation hält.[/QUOTE]
Das würde ein EBM-Mensch nur nicht als EBM einstufen ;).
Nunja, tot ist dieses Genre schon irgendwie, mit einigen Ausnahmen (Spetsnaz z.b.).

So, und davon mal abgesehen: Ist es wichtig, ob ein Andrew E. im Batcave war oder nicht? Gut, der Begriff wurde hier eingeführt, das mag ja sein, aber gilt er demnach nicht als Oberbegriff für die Ursprünge Anfang der 80er? Komischerweise kennt jeder Gruftclown das Batcave, das mag durchaus seine Gründe haben, und sofern dort die Ursprungsmusik lief, weil dort der Urpsprung stattfand, könnte man diesen Begriff durchaus als Oberbegriff verwenden.

Dann können die Sisters ja durchaus Gothrock (also später, davor war es das ja nicht) gemacht haben, Joy Division Postpunk, Hinz den Finz usw.
Ein Musikstil ist es sicherlich nicht, aber eher ein Oberbegriff, der für die Musik beim ursprung bezeichnet wird, wir stellten ja selber fest, dass verschiedene Stile dort gespielt wurden. Sisters sind nicht dasgleiche wie x-mal Deutschland oder Tuxedomoon oder PIL.
Ich würde auch nie von einem Musikstil sprechen wollen, aber wenn mir jemand sagt, er mag Batcave, dann weiss man trotzdem in etwa, was gemeint ist.
Demon17[QUOTE]Komischerweise kennt jeder Gruftclown das Batcave, das mag durchaus seine Gründe haben, und sofern dort die Ursprungsmusik lief, weil dort der Urpsprung stattfand, könnte man diesen Begriff durchaus als Oberbegriff verwenden. [/QUOTE] Oberbegriff für was? Außerdem welche Anfänge, Anfang der 80er lief das Zeug auch in etlichen Clubs in Deutschland. Von Anfängen kann insofern keine Rede sein 82. Eine typische schwarze Dizze aus der Zeit, von den Bands die Du nennst. Mich würde dann wirklich mal die Playlist interessieren. Der Oberbegriff bestand ja bereits, nach der Abspaltung von Punk blieb Wave bzw. Darkwave und Postpunks wie Killing Joke oder Birthday Party.
SenecaEines muss ich Euch allen mal sagen!
Ich beobachte das hier nun schon einige Zeit.
Ihr habt eine unglaubliche Ausdauer, besonders Demon17!
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von Themisto [/i]
[B]Gibt es eigentlich irgendwo eine Seite mit der kompletten Geschichte der 'Gruftimusik' und eventuell auch Hörbeispielen? [/B][/QUOTE] Gibt es nicht, da man sich heute noch darüber streitet, was nun alles Gruftie- oder Gothic-Musik ist. Vor allem in der Gegenwart ist es so, dass zwar eine Gothic-Kultur existiert, aber keine eigentliche Gothic-Musik. Goths hören mittlerweile komplett fremde Musik, die sie dann - schwupps - als Gothic kategorisieren, ohne sich mit deren Ursprung auseinanderzusetzen. Nehmen wir doch nur mal Industrial, Elektro oder Symphonic Metal. Alles Musik, die nix mit Gothic zu tun hat. Das weiß Otto-Normal-Goth aber nicht.

Das Batcave gilt übrigens als Wiege der Gothic-Szene, öffnete ca. Mitte 1982. Dazu muss man aber sagen, dass es auf dem europäischen Festland, auch in Deutschland, schon Bands gab, die düstere Musik machten. Zum Beispiel Geisterfahrer (1980) und Malaria! (1982). Nur Bezeichnungen wie Gothic gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Deutschland. Für mein Verständnis ist das 'ne europaweite Düsterbewegung, die sich da in unterschiedlichen Ländern gleichzeitig entwickelte. Der Gothic-Trend war ansonsten nur 'ne kurzlebige, auf England beschränkte Sache, die Mitte der 1980er längst gegessen war.

Wer auf die Idee kam, "Gothic" Mitte/Ende der 1990er auf die gesamte Düsterkultur auszuweiten, muss besoffen gewesen sein. Das, was sich alles bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte, lässt sich gar nicht mit dieser einengenden, deplazierten Bezeichnung abdecken. :q
Themisto@Mestigoth
Deswegen auch in Klammern ;). Ich finde es allgemein sehr interessant was ihr da diskutiert und erzählt, nur fehlt mir der Faden und ich muss mir alles zusammen reimen.
Okay, ich sollte halt nicht so faul sein.


@ Seneca
Ja ne? Das ist das Musikquartett. Okay.. vielleicht sind es mehr oder weniger, aber ich glaube der schlechte Witz offenbart sich.


T
Goat93Auf dem Einganspost mal einzugehen ^^

Ich bin in die Industrialrichtung gekommen da mich das
Konzept der Klangstruktur verbunden mit dem Kulturellen
Terrorismus faszinierte.

Zum Gothic/öhh ja weiß nich un so/Neofolk bin ich durch
die Klanglandschaften gekommen, da es überschneidungen
gibt.

Gothic als solches (das ich, lacrimosa z.B) hab ich mit 15-16 auf Tape überspielt bekommen und mir gefiehlen die Texte :)
Waren nicht so stumpf plakativ wie z.B im normalen Metal

Meist bin ich eher durch den Inhaltlichen Hintergrund
auf die Musik gekommen, als erst durch die Musik auf den
Hintergrund :)
Demon17[QUOTE][i]Original geschrieben von Mestigoth [/i]
[B]Das wird Industrial-Protagonisten wie Throbbing Gristle aber gar nicht gefallen, die gerne Gitarren mit auf die Bühne schleppten. :p [/B][/QUOTE] Throbbing Gristle waren die Erfinder des Samples. Würdest Du TG und Neubauten mal auf der Bühne vergleichen, fielen Dir da doch erhebliche Unterschiede auf. Ich finde das ziemlich pedantisch was Du sagst. :rolleyes: In der Anfangszeit mußte der Drummer der Neubauten ja sein Instrument aus Geldmangel verkaufen und hat sich am Bau mit Perkussion-Klangkörpern aller Art eingedeckt. Wahrscheinlich basiert darauf die Industrial-Einteilung der Neubauten, die manche ihnen zuschreiben.

[SIZE=1]Kommt jetzt der Einwand, das es damals noch gar kein Sampling gab und das TG höchstens eine Vorform des Samplings einsetzte?[/SIZE]
MestigothWir müssen nicht mal auf Throbbing Gristle zurückgreifen, wir können uns auch Clock DVA oder Cabaret Voltaire vorknöpfen - und siehe da - Gitarren. Und genau darum ging es. :rolleyes:
Demon17Bevor Du Clock DVA jetzt zur Gitarrenband erklärst, sollten wir doch klar stellen, das das Charakteristikum des Industrials eben nicht im Einsatz von Gitarren lag, sondern hauptsächlich auf gesampelten Klangcollagen und dem Einsatz von meist innovativer Elektronik, so das das Keyboard als charakteristisches Instrument angesehen werden kann. Es war kein Problem ohne Gitarre Industrial zu machen. SPK, Skinny Puppy, bei all diesen Bands habe ich keine Gitarre in Erinnerung. Ich habe nie behauptet das keine Gitarren eingesetzt wurden, sondern das industrial elektronisch produziert wurde. Deswegen finde ich den Einwand mit der Gitarren pedantisch und kleinkariert. Es ist immer eine Frage des Ausmaßes. Das Charakteristikum von Industrial ist nun mal die Elektronik.
MestigothSkinny Puppy sind so viel Industrial wie Einstürzende Neubauten. :q

Und selbst die haben Gitarren verwendet. Industrial auf pure Elektronik aus dem Klimperkasten zu reduzieren, funktioniert nicht. Es gibt genügend Leute, die Industrial als kulturelle Bewegung verstehen, weniger als Musikstil. Und diese Bewegung ging, wenn man's genau nimmt, von Mitte der 70er bis Anfang der 80er. Danach war Pumpe mit Industrial im eigentlichen Sinne. Vielmehr wurde versucht, das Publikum mit extremen Klängen (und selbstverständlich visuell) zu provozieren, egal, ob die nun aus 'ner Klampfe, 'nem Analogsynthesizer, 'ner Blechtonne oder 'ner Bohrmaschine kamen. Der Effekt zählte und nicht das Instrument an sich. :p
Demon17Das ist Wortklauberei was Du machst. Selbst wenn Gitarren verwendet wurden waren diese klanglich kaum wieder zu erkennen. Rein akustisch kann man in der Regel nicht hören wie die Sounds nun zustande kamen. Zitat:

"Rice beispielsweise schuf einen Teil seiner Aufnahmen mithilfe einer „Rotorgitarre“, einer E-Gitarre mit angeschraubtem Ventilator, der mittels Antriebsschraube die Saiten zum Schwingen brachte und den gewünschten Lärmeffekt erzielte. Diese Aufnahmen wurden 1977 unter dem Titel „The Black Album“ auf dem Markt veräußert."

"to get together, hook up electronic instruments, get high, and record" Skinny Puppy

Wie gesagt, ich habe nie behauptet das keine Gitarren eingesetzt wurden, doch ich kenne keine Industrial-Band deren Sound nicht durch elektronische Sounds und Effekte aller Art geprägt war, ja nahezu vollständig daraus bestand. Wer das anders sieht hat von der Musik keine Ahnung. Ich finde deine Gitarrenfixierung absolut lächerlich. Neubauten hatten in den 80ern immer Drum/Percussion, Keys, Gitarre und Bass. Was sie heute machen interessiert mich nicht. Das Unterscheidet sie von anderen Bands, die wesentlich elektronischer waren. So auch Throbbing Gristle. Das Industrial auch immer Gesellschaftskritik war, ist unbestritten. Ob Industrial nun Anfang der 80er endete oder mit anderen Bands fortgesetzt wurde darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Wenn halber Mensch für Dich Industrial ist, dann haben wir da eine grundsätzlich unterschiedliche Auffassung.

Nach Deiner Definition, ist jede Art der Krachprovokation aus jener Zeit Industrial. Das ist mir zu allgemein. Denn es gab damals jede Menge davon. Es gab da einen breiten Atonal-Bereich, der jedoch mit Industrial nichts zu tun haben mußte.
MestigothEines der Probleme dabei ist, dass man Gitarren nicht als typisches elektronisches Musikinstrument versteht, auch wenn es elektronisch angesteuert wird - ich seh's jedenfalls so.

Und wenn du schreibst [b]Industrial ist definitiv elektronisch produziert, die Neubauten hatten [u]Indtrumente[/u] und Baugeräte[/b] und anschließend mit dem Spruch [b]Wie gesagt, ich habe nie behauptet das keine Gitarren eingesetzt wurden[/b] ankommst, dann wirkt das missverständlich und im Nachhinein schon ein bisschen wie zurechtgebogen. Und das finde ich absolut [u]lächerlich[/u].

Nichtsdestoweniger haben wir unterschiedliche Ansichten, die man bis zum Erbrechen ausdiskutieren kann. Skinny Puppy sind für mich auf jeden Fall keine typische Industrial-Combo, vor allem schon nicht aufgrund der vielen Einflüsse wie Bauhaus oder Killing Joke.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Nach Deiner Definition, ist jede Art der Krachprovokation aus jener Zeit Industrial. Das ist mir zu allgemein. Denn es gab damals jede Menge davon. Es gab da einen breiten Atonal-Bereich, der jedoch mit Industrial nichts zu tun haben mußte. [/B][/QUOTE] Dann hast du vermutlich das [u]Visuelle[/u] bzw. das Vorhaben, das Publikum bis zum Erbrechen zu provozieren, übersehen, denn das war eines der Hauptmerkmale der Industrial Culture. :q
Demon17[QUOTE]Eines der Probleme dabei ist, dass man Gitarren nicht als typisches elektronisches Musikinstrument versteht, auch wenn es elektronisch angesteuert wird - ich seh's jedenfalls so. [/QUOTE] Nicht in jedem Fall Mestigoth, es ist für mich eine Frage wie dieser Sound elektronisch verarbeitet wird. Im Industrial häufig sehr atonal und kaum wieder zu erkennen. Aber nicht jeder Flanger macht eine Gitarre zum Industrial. Insofern ist das ohne Hörbeispiele verbal schwer zu definieren. Wichtig ist der experimentelle Einsatz des Instruments. Wobei es da ja Vorbilder wie Jimi Hendrix gab, der bewußt Rückkopplungen einsetzte und mit Industrial nichts zu tun hatte.

[QUOTE]Wie gesagt, ich habe nie behauptet das keine Gitarren eingesetzt wurden ankommst, dann wirkt das missverständlich und im Nachhinein schon ein bisschen wie zurechtgebogen. Und das finde ich absolut lächerlich.[/QUOTE] Ich finde Deine Methode, mir Aussagen zu unterstellen, die ich nicht gemacht habe lächerlich. Ich muß da nichts zurechtbiegen. Eines der Charakteristika im Unterschied zu anderer (Musik) war eben die experimentelle Elektronik. Auch setzten nicht alle Industrial-Bands visuell schockierendes Material ein. (Der schockierende Effekt trat sowieso nur in den Augen der Öffentlichkeit ein, nicht in der Subkultur.)Industrial funktionierte auf dem Tonträger einwandfrei und wurde eindeutig als (Musik/Lärm)-Stil empfunden. Nach diesem Kriterium sind die Neubauten übrigens auch kein Industrial. Für so etwas hatten sie am Anfang der 80er kein Geld und Mitte der 80er habe ich sie Live gesehen.

Skinny Puppy war neben Throbbing Gristle, SPK und anderen eine der wichtigsten Bands des Industrial. Alle waren irgendwie von irgendwem beeinflußt. Nur weil sich das nicht in irgendwelchen Rezensionen niederschlug, heißt das nicht, das es nicht so ist. Pink Floyd UMMA GUMMA müßte in vielen Hinterköpfen eine Rolle gespielt haben.
MestigothDas dürfte sich als Griff ins Klo erweisen, Skinny Puppy mit den Wegbereitern des Industrial zu vergleichen. Die ersten Alben waren tanzbare Elektronikmucke mit Popcharakter und weit von dem entfernt, was sie Ende der 80er betrieben, was nicht verwundert, gingen Skinny Puppy doch aus der Synthpop-Formation Images In Vogue hervor. Einen ähnlichen Weg bestritten übrigens Ministry.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Ich finde Deine Methode, mir Aussagen zu unterstellen, die ich nicht gemacht habe lächerlich. [/B][/QUOTE]
Ich finde es lächerlich, dass du mir unterstellst, ich würde dir Aussagen unterstellen. Ich hab dir keine Aussagen unterstellt, sondern lediglich deine eigenen Sätze zitiert. Werd glücklich damit.
Demon17Skinny Puppy wird heute noch von seinen Fans als Industrial bezeichnet. Ich hab Sachen von 1984 und es gibt überhaupt keinen Grund warum Industrial nicht tanzbar sein darf. Das bringt der Einsatz von Rhytmusmaschinen meist mit sich. Im übrigen würe ich mich da nicht auf die Literatur verlassen sondern auf mein Ohr.

Wie gesagt, das Industrial Anfang der 80er vorbei waren ist eine Ansicht. Ich würde sogar Frontline Assembly dazuzählen.

Nur weil cEvin Key früher Mitglied der Band Images in Vogue war heißt das nicht das Skinny Puppy aus ihnen hervroging. SP war ein völlig neues Projekt. Zotat Wikipedia: "Key war von seiner damaligen Band Images in Vogue frustriert und wollte mit Skinny Puppy etwas "Rohes" und "Reales" schaffen."
Goat93[QUOTE]Skinny Puppy war neben Throbbing Gristle, SPK und anderen eine der wichtigsten Bands des Industrial[/QUOTE]

O_o

Skinny Puppy waren wie FLA, Front242, Klinik usw. zwar
Experimentell veranlagt, aber waren kein Industrial.

Es gab meines Erachtens (bitte dafür nicht zusammknuffen>.<)
2 verschiede Industrialströmungen zur gleichen Zeit, die
miteinander fusionierten.

Einmal der Mathematische Klang als Wissenschaft und
Klangkunst (z.B Tietchens). Dort wurde der Ton als solches
erkannt und benutzt. Es wird mit dem Ton als solches
Experimentiert und dieses auf das arme Publikum
ausprobiert (z.b Boyd Rice)

Dann den Weg des Aktionskunst Meties, welches von Coum
/Throbbing Gristle bzw. Monte Cazzazza/Fatrix genutzt wurde
um mittelst des Tones/Lärms die eigentliche Aktive Darbietung
zu unterstreichen. Die "Musik" lief dabei im Hintergrund und
war ein weiterer Faktor des Gesamten, war aber im gegensatz
zum Mathematischen nicht im Mittelpunkt des Geschehens
und nicht Zweck der Mittel sondern nur Mittel zum Zweck.

Diese beiden Basen haben sich meines Erachtens einfach
irgendwann überschnitten. Es gibt immer noch getrennt
voneinander oder mittel Zusammenarbeit diese Wege.
Feine Trinkers bei Pinkels Daheim, Ditterich von Euler-Donnersperg sind da mal Beispiele :)

Der Industrial von Throbbing Gristle bzw. der daraus
entstandene Power Eletronics von Whitehouse sind
die ziemlich Prägentsten und Bekanntesten Wege,
weil auch die Provokativsten, dadurch bekommt man
eben mehr Aufmerksamkeit wie durch reine Klangkunst.

öhh, frohe Weihnachten hihi hicks :D
Demon17Komisch das diese Leute die du nennst nie eine Resonanz fanden. Nicht jeder Kammermusiker und -elektroniker ist stilprägend. Wie ich schon sagte es gibt jede Menge atonales Zeug aus der Zeit.

Ich halte diese Debatte für beendet. Es geht nicht mehr um die Musik sondern um Literaturrecherche, die kaum noch etwas mit der Rolle des Begriffs Industrial in der Subkultur zu tun hat.
Goat93[QUOTE]Komisch das diese Leute die du nennst nie eine Resonanz fanden[/QUOTE]
Inwiefern resonanz?

[QUOTE]Nicht jeder Kammermusiker und -elektroniker ist stilprägend.[/QUOTE]
Was findest du als Stilprägend?

Was ist der Stil?

Ist es Stilprägend für dich, die Massen An Kirmestechnobands
ihren Sound vorgebastelt zu haben oder ist es Stilprägend
diese Richtung erschaffen oder ausgelebt zu haben?

Es gibt im Industrial keinen "Stil", es gibt nur Intentionen
die man umsetzt, die ich grob umrissen habe ;)
Was du unter "Stil" oder "Szene" vestehst, ist erst nach dem
Tod vom industrial entstanden und hat mit dem eigentlichen
überhaupt nichts zu tun oder ist "ohne Resonanz" (außer
Aufnahme im Wissenschaftlichen Bereich, mehrere Lehrämter,
Wissenschaftlichen grundlagen und anderen Blödsinn wie
Preise oder öhnliches ^^) bis Heute nebenbei gelaufen.

[QUOTE] die kaum noch etwas mit der Rolle des Begriffs Industrial in der Subkultur zu tun hat[/QUOTE]
Da hättest du dich wohl eher auf Bltuengel versteifen sollen ^^

[QUOTE]Skinny Puppy wird heute noch von seinen Fans als Industrial bezeichnet[/QUOTE]
Rammstein und Terminal Choice auch



Aber ich finde es interessant das du mit dem Begriff "industrial"
erst rumwirfst und sobald man diesen klären will, du in schnell
ablegst und das alles als "beendet" abschieben willst...
Demon17:D
Goat93[img]http://www.mysmilie.de/smilies/cool/img/029.gif[/img]
Mestigoth[img]http://www.mysmilie.de/smilies/frech/img/017.gif[/img]
LadyKeGothic Lolita oder Cyber Goth - für mich persönlich sind das nur leere worthüllen, die durch die modeindustrie auf den markt kamen um neue teure szene-klamotten gewinnbringend unter die menschen zu bringen. ich denke, die richtungen lassen sich alle unter gothic subsumieren. und ich denke die motivationen der ein oder anderen "richtung" anzugehören sind diverse; anpassung, weil die freunde sich so anziehen; v.a. im jugendalter: provokation, auffallen, anders sein; persönliche affinität, ideeller hintergrund; der stil bzw. die klamotten gefallen einfach so ohne speziellen hintergrund etc. man muss sich nicht durch kleidung definieren. deswegen gibt es für mich nur einen grund, mich zu kleiden, wie ich mich kleide: es gefällt mir. nennt mich wie ihr wollt, cyber lolita, gothic queen, mittelalter dame, punk goth, glamour goth - letzendlich sind das nur visuelle ausschwefungen ein und desselben phänomens: codes einer jugendlichen subkultur, zuordnungsmerkmal für diejenigen, die auch von außen erkannt werden wollen - außer eben: eb gefällt :)

in diesem sinne,
take care,
ladyke.
Seneca@ Demon17, Goat93 und Mestigoth

Keine Smilies mehr, das hier ist ein ernsthaftes Thema ;)


@LadyKe

Also möchtest Du damit sagen, es geht dabei primär doch nur um Klamotten und so...?
Goat93[QUOTE]Keine Smilies mehr, das hier ist ein ernsthaftes Thema [/QUOTE]
Arghhhhhhhhhhhhhh *sterb

was ist ein Goaty ohne Smilies Ü______________ü

LadyKe

Es gibt auch Musikbereiche, die sich weder durch Klamotten
noch durch Schlagworte, schon gar nicht rein über Musik
als Konsumobjekt selbst definiert haben
LadyKe@seneca

ich meinte, dass die bezeichnungen an sich wie zb "gothic-lolita" aus dem bereich der modeszene kommen, denn "gothic-lolita" ist ja keine musikrichtung sondern ein kleidnungsstil, mit dem man angeblich gothic hören muss.

bei gothic geht es in keinster weise um die klamotten sondern um die einstellung. wollte eigentlich zum ausdruck bringen, dass die klamotten irrelevant sind und deswegen für mich auch keinen "richtungswechsel" bedeuten. wenn ich heute als goth-lolita in einer "goth-disco" auftrete, nächste woche als punk-gothic und übernächste eoche im mittelalter-stil, dann habe ich doch nicht die szene oder die richtung gewechselt sondern nur meinen kleiderstil. der jedoch hat doch mit meiner einstelung und meiner musik nicht unbedingt was zu tun.

in diesem sinne,
ladyke.
LadyKe@goat 93

"Es gibt auch Musikbereiche, die sich weder durch Klamotten
noch durch Schlagworte, schon gar nicht rein über Musik
als Konsumobjekt selbst definiert haben"

hättest du da ein beispiel für mich? kann ich mir grad gar nicht vorstellen...

ladyke.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von LadyKe [/i]
[B]@goat 93

"Es gibt auch Musikbereiche, die sich weder durch Klamotten
noch durch Schlagworte, schon gar nicht rein über Musik
als Konsumobjekt selbst definiert haben"

hättest du da ein beispiel für mich? kann ich mir grad gar nicht vorstellen...

ladyke. [/B][/QUOTE]

Cocteau Twins, Dead can Dance und die gesamte "World Music" Szene...außerdem Jazz, Blues, Soul usw.
Goat93[QUOTE]hättest du da ein beispiel für mich?[/QUOTE]
Noise-merzbow
Industrial - Asmus tietchens
"Neofolk" wie Current93

oder Avandgarde wie Nurse with wounds

aber auch Power Elerctronics wie Whitehouse

nix mit Szeneklamotten oder Szenegehabe, die Musik
wird auch nicht als Unterhaltung gemacht...

[QUOTE]wenn ich heute als goth-lolita in einer "goth-disco" auftrete, nächste woche als punk-gothic und übernächste eoche im mittelalter-stil, dann habe ich doch nicht die szene oder die richtung gewechselt [/QUOTE]
Doch hast du, da es schonmal 3 verschiedene Musikstile, 3
Verschiedene leidungsstile und 3 Grundverschiedene
Aussageninterpretationen der Abspaltung Gothik sind.

Mittelaltermusik hat von der Aussage nix mit Cyber oder
mit Lolitas zu tun ;)
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Mittelaltermusik hat von der Aussage nix mit Cyber oder
mit Lolitas zu tun ;) [/B][/QUOTE]

HA...EIN SMILIE, du bist hiermit verwarnt ;)

Außerdem hast du wohl noch nie diese "medival Lolitas" gesehen, die einem auf den Mittelatermärkten zuweilen über den Weg hüpfen und bei denen die Reenacter nur die Köpfe schütteln...;)
Mestigoth[QUOTE][i]Original geschrieben von LadyKe [/i]
[B]bei gothic geht es in keinster weise um die klamotten sondern um die einstellung. [/B][/QUOTE] Sehe ich genau umgekehrt. Es gibt keinen gemeinsamen Nenner hinsichtlich politischer oder philosophischer Ansichten innerhalb der Gothic-Szene. Hinzu kommen starke Unterschiede hinsichtlich der Gemüter. Im englisch-sprachigen Raum trennt man zwischen Mopey Goths (die, die den "Kopf hängen lassen") und Perky Goths (die, die ewig grinsed durchs Leben schreiten).

Menschen mit solchen Empfindungen, Ansichten etc. findet man auch außerhalb der Gothic-Szene. Darüber kann man die Gothic-Kultur nicht definieren. Wohl aber über das Outfit. Da sich bis in die frühen 1990er hinein die Anhänger der Szene noch die Haare windschief und gegen die Gesetze der Physik stylten, waren sie sogar noch besser zu erkennen. :D (scheiße, 'n Smiley)

Wenn man aber die Gothic-Kultur in ihrer heutigen Erscheinungsform betrachtet, wird für mich offensichtlich: es gibt sie eigentlich gar nicht mehr - und wenn, dann sehr marginal ausgeprägt. Das, was sich heute "Goth" nennt, sind unauffällige Kids, die glauben, aus dem Rahmen zu fallen, wenn sie sich nur die Fingernägel mit 'nem Edding schwarzmalen oder aus dem EMP 'n Sweater mit Tribalmotiven überziehen. Lachhaft. :q
Goat93[QUOTE]HA...EIN SMILIE, du bist hiermit verwarnt [/QUOTE]

*heul

*hier ist ein heulender Smilie* >_>

[QUOTE]Außerdem hast du wohl noch nie diese "medival Lolitas" gesehen, die einem auf den Mittelatermärkten zuweilen über den Weg hüpfen und bei denen die Reenacter nur die Köpfe schütteln...[/QUOTE]

nich wirklich o.O

öfter aba diese total besoffenen Möchtegernfickinger
die sich inne Hose gepinkelt haben Ü____ü

[QUOTE]Es gibt keinen gemeinsamen Nenner hinsichtlich politischer oder philosophischer Ansichten innerhalb der Gothic-Szene[/QUOTE]
Doch, Individuell im Gleichschritt MARSCH....

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