| Dark Religion | Hallo, also bei mir wahr der Tod meiner Schwester am 24.12.2000 das Erlebniss (in Verbindung mit Subway to Sally und meiner Frau aberd das ist ne lange Geschichte) das mich vom bunten,schrillen oberflächlichen Punk, zum schwarzen, nachdenklichen und gar nicht mehr schrillem Punk werden lies, dessen Seele und Gedanken von Monat zu Monat schwärzer werden. Wobei mir schwarz nicht für Traurigkeit und Dauerpessimismus stehen und ich auch herzhaft lachen kannn, sondern vielmehr für die Überzeugung steht das es angebrachter ist, ernsthaft sein Leben zu führen und nicht immer nur mit gespielter Freundlichkeit und Herzlichkeit in Verbindung mit Mainstream, Lifstylequatsch durchs Leben zu hasten. Was war/ist bei euch der Grund sich in der schwarzen Seite des Lebens wiederzu finden ? Ein Schlüsselerlebnis ? Ein Glaube? oder einfach nur zu einer Szene gehören zu wollen? Sind es Musikbands die euch ein gutes Gefühl geben oder bei denen ihr euch verstanden fühlt ? |
| schlafundtod | DER WEG Die kindheit war nicht das, was man als glücklich bezeichnet. Viel prügel, viel streit, kein luxus, kein eingehen auf kindliche bedürfnisse. Keine geborgenheit oder liebe. Relativ viele selbstmorde in der familie. Das heranwachsen in einer umgebung die mich nicht zu akzeptieren gewillt war, so wie ich wirklich bin. Von daher alles ein netz aus zwängen. Drogen, alkohol, exzesse, abstürze. Beziehungen die nie zufriedenstellend waren, sondern sich erstrangig in missbrauch etablierten. Enttäuschungen als einzige fixe grösse. Beruflich in einer schiene die mir absolut zuwider war. Verzweiflungstaten, lebensverneinung. Erwachsensein- alles überlebt zu haben, der wahre trost. Berufliche neuorientierung und Liebschaften und beziehungen meist mit sehr eigenwilligen, pathologischen persönlichkeiten ( gleich und gleich .... ) Erste wirklich erfüllte liebe- heirat, kinder. Auch die ehe ist nicht der ort von wirklicher geborgenheit. Kreisen um die eigene achse. Tod des einzigen wahren freundes. Still in pain ..... Beruflicher stillstand und niedergang. Kurzbschreibung eines lebens, dessen kern sich als die suche nach dem Eine Das Nichts |
| nathanel | Ich glaube bei mir war es wahrscheinlich die Trennung/Scheidung meiner Eltern vor ein paar Jahren. Ich habe oder konnte nie mit jemanden darüber reden. Hinzu kommt dass ich bis zum Ende der Grundschule nie wirkliche Freunde hatte und heute sind es auch nicht wirklich viele mit denen ich ein wirklich vertrautes Verhältnis habe... Aber trotzalldem muss ich sagen dass ich im Gegensatz zu schlafundtod ein sehr glückliches und angenehmes Leben führe... |
| rainraven | eigentlich kein bestimmtes Erlebnis, das mich auf den "schwarzen Weg" führte, außer, daß ich mich dort wohl und zugehörig fühlte. Verlust, Tod und Enttäuschungen trafen auch mein Leben, als ich noch jünger und in anderen Szenen zugegen war und haben aus mir einen ernsthafteren Menschen gemacht, mir mein "Ich" genommen, aber das steht nicht in direktem Zusahmmenhang mit meiner schwarzen Existenz, und ich lebe sehr wohl noch mit Spaß und Lifestyle, aber das Leben wird auch allgemein mit dem Alter entbehrungsreicher. :( |
| Calamita | Viel Streit mit den Eltern (jaja, was haben sie nur für ein überflüssiges Kind), Alkoholiker-Familie, wo man mit keinem reden kann, der Tod meiner Oma am 21.12. (die Einzige, die was sinnvolles sagen konnte und nicht andauernd ciht war), Mitschüler und andere Idioten, die es lustig finden, andere fertig zu machen, nur weil sie sich nicht aufreizend anziehen und das hören, was ja "alle" hören, und sicherlich noch mehr, was ich mitlerweile verdrängt habe. ;) |
| rosenkind | Mobbing von der ersten bis zum Ende der 10. Klasse (wär jetzt eigentlich 13.) haben mich im Laufe der Jahre in der Einsamkeit gelernt, nachdenklich zu werden. Es ist vorbei - zum Glück. Interesse für die schwarze Subkultur entwickelte ich, als es mir am schlimmsten ging. Es half. Auch diese Zeiten sind vorbei, was mich bleiben ließ war die Suche... die Suche nach Tiefe und ein Gefühl von Geborgenheit in "meiner kleinen schwarzen Welt", hatte ich dort doch zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, eine Welt gefunden zu haben, in der ich kein Sonderling bin. wobei ich inzwischen oftmals kein Leid mehr sehen kann. Das Gefühl von Hilflosigkeit ist schlimm. irgendwann sat man es reicht und wendet sich lieber den schönen Dingen zu. ich setze mich damit außeinander, wenn ich das Gefühl habe,helfen zu können. |
| Trauerwesen | Keine Ahnung, sind irgendwie viele Dinge, die aufeinander trafen. Zum einen wohl auch ein Erlebnis, die Konfrontation mit dem eigenen Tod in jüngeren Jahren. Dann auch mein Seelenleben. Stammte auch ein wenig aus dem Punk, und nunja, in der Musik fühle ich mich irgendwie verstanden, dort kann ich oftmals meine eigene Schwarzromantik wiederfinden usw usf. Ist wohl eher meine ganze Entwicklung, die ich hatte. |
| MagnusCaudar(Bw | Ohh da gibts vieles ... -Alkoholabhängiger Vater der seinen Lebensunterhalt im kirminellen Gewerbe verdient hat ... -Mobbing bis zu der 6 Klasse ( noch relativ harmlos zu den Klassen danach ) - Scheidung meiner Eltern , schon mit recht viel Gewalt . - Flucht ins Ausland , nach Spanien vor meinem Vater . - Mobbing durch eine Gruppe konservativer Spanier , der Schulalltag artete immer in Gewalt aus wie zb. Schläge oder schlimmeres . - Vater fand uns wieder , eröffnete mit uns ein Hotel und gelobte vom Alkohol weg gekommen zu sein und das es niewieder Gewalt geben würde . ( Ich war damals noch so naiv das zu glauben ) - Hatte ne recht gute Zeit da mich die Spanier in ruhe gelassen haben ( später erfuhr ich das mein Vater wiederrum eine Bande von Schlägern auf sie angesetzt hatte ) , so lehrnte ich schnell die Sprache und konnte auch ein Schuhljahr überspringen . - Neue Familienprobleme : Mein Vater trank wieder , schlug mich und meine Mutter brutal zusammen ( Knochenbrüche und andere Verletzungen ) . Als mein Großvater uns dann mal wieder besuchen kam hatte er von der neuen , bzw. alten Situation Wind bekommen und wollte meinen Vater niederschlagen , allerdings wahr er ein alter Mann und verlor mit einem darauf folgenden 3 Wöchigen Aufenthalt im Krankenhaus ( Bewustlos ) - Das ging dann so weiter und weiter bis ich in die Sek 1 kam ( in spanien etwas anders geregelt ) , Dort traf ich wieder auf irgendwelche Jugendgangs die mir das Leben schwer machen wollten , doch ich hatte mich halt gewert ( in der Zeit hatte ich stark trainiert und bin zu einer Höhe von 1.92 Hochgeschossen ) Folge: Anklage wegen schwerer und chronischer Körperverletzung ( gebrochener Rückenwirbel ) wurde wegen Notwehr fallen gelassen . - Erneute Scheidung meiner Eltern ( bisheer endgültig ) , Ich wahr damals selbst in die Jugenkriminalität abgeruscht und so kam es dann zu einem Kampf zwischen mir und meinem Vater . Wenn so viel Hass bei eigenem Blut besteht traumatisiert das schon stark . - Unfreiwillige entlassung aus der Kriminalität ( darunter könnt ihr euch ja selbst was denken ) - Neuorientierung meines kruzen Lebens ... Das reicht schon aus um ziemlich verbittert und schwermütig zu werden ... |
| rosenkind | Bei den Geschichten bin ich froh, dass ich nur die 11 Jahre Mobbing hatte mich macht es wütend und hilflos zugleich sowas zu lesen. |
| Sternenwolf | Naja, bei mir wars kein erlebnis sondern eine entwicklung. ich bin heute kein anderer mensch als damals. ich hab mich nur ganz normal entwickelt und das wars. Komme aus sehr gutem Haus, liebevolle Familie, gute Schulbildung, Freunde (wenn auch nicht viele, aber die dieich hab sind wahre Freunde)... das einzige was ich aufzählen könnte wäre scheidung der eltern, was aber absolut lächerlich wäre und den Tod meines Bruders (fänd ich aber auch fehl am platz). so und sonst gibts nichts. keine psychischen störungen, keine schicksalsschläge, kein unangenehmes umfeld. |
| Loki | ich hatte immer schon das gefühl, schwarz geboren worden zu sein. die ganze zeit über war es in mir, aber ich hatte immer zuviel angst, mich wirklich so zu geben wie cih sein wollte. ich wusste, ich würde mcih nur als goth wohl fühlen, weil ich mich 1. der szene schon immer verbunden fühlte und auch 2. einfach das gefühl hatte, dort besser reinzupassen. also habe ich irgendwann (nachdem mir aufgegangen war, wie dumm die verstellerei war) meinen mut zusammengenommen und war endlich so, wie cih immer sein wollte. ich habe mich innerlich nicht verändert, aber cih fühlte mcih jetzt auch äußerlich wohl. gruß, Loki |
| Dark Religion | Hallo, teilweise sind da ja Sachen dabei :eek:. Aber nur weiter Antworten. Ich finde es total spannend, zu erfahren, was Leute bewegte oder auch nicht, das sie jetzt zur"Gothic Szene" (Unwort des Jahres auf Nachtwelten.de) gezählt zu werden. Gruß Daniel |
| MagnusCaudar(Bw | "mich macht es wütend und hilflos zugleich sowas zu lesen" Wut ist gut , es gibt einen den Willen zur Überwindung und der ist notwendig wenn man helfen will ... Dann ist man auch nichtmehr hilflos ... |
| belladonna | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Mobbing von der ersten bis zum Ende der 10. Klasse[/B][/QUOTE] In diesen Genuss durfte ich ebenfalls kommen. War auch bei mir sicher einer der Faktoren, die mich haben "schwarz" werden lassen. Melancholie liegt in unserer Familie - vor allen Dingen mütterlicherseits. Meine Mutter meinte letztens: "Wir haben auch Zigeuner als Vorfahren und daher kommt vielleicht unsere Schwermut." Dann war ich schon immer sehr verträumt. Ich liebte es von kleinauf mich in andere Welten zu träumen. Im Kindergartenalter z. B. habe ich eine Weile davon geträumt, ich wäre eine Fee. Ich hätte Zauberkräfte und wäre schön und stark. Ich habe die reale Welt schon immer als reinste Qual empfunden. Es schmerzt mich, daß wir heut alle so aufgeklärt sind und man immer vernünftig und realistisch sein soll. Kein Platz mehr für Geheimnisse und Mythen.:( Ich muß mich ab un zu zurückziehen in meine düsterromantischen Träume, mir eine Welt zusammenbasteln in der es noch Mystik gibt. Sonst werde ich verrückt. Darum liebe ich Musik auch so. Das ist der Schlüssel zu meiner Traumwelt. Und ich liebe diese alten Samtkleider. Ich liebe es in Nostalgie zu schwelgen. Ich mag alles was nicht permanent ans Jetzt und Heute erinnert. |
| belladonna | [QUOTE]Das reicht schon aus um ziemlich verbittert und schwermütig zu werden ...[/QUOTE] @MagnusCaudar(Bw Das was du schilderst reicht aus um gänzlich zu zerbrechen. Da hört sich "Mobbing in der Schulzeit" schon etwas lächerlich gegen an. Ich weiß ja nicht, was widerum dein Vater als Kind so erleben durfte. Es ist schon schlimm wie da oft eins zum anderen kommt. Aber du hast nun die Chance es besser zu machen als er. Was mit deiner Vorgeschichte sicher nicht gerade einfach ist. Keiner hat derartige Erfahrungen verdient. Wenigstens wurde ich von meinen Eltern nicht verprügelt. Aber dafür hatten sie wohl leider nicht genug Zeit, mitzubekommen, daß ich unter diesem Mobbing, das teils auch in körperliche Übergriffe ausartete (ja nicht nur Männern tut ein Tritt zwischen die Beine sehr weh - und es hinterläßt ja keine Spuren:rolleyes: ) wahnsinnig litt, daß ich auch schon in jungen Jahren (ca. 8) Suizidgedanken hegte. Keine Ahnung ob das in diesem Alter normal ist:rolleyes: . Sie hatten auch keine Zeit mitzubekommen, daß ich mißbraucht wurde. Meine Eltern lieben mich, das weiß ich und sie haben das Beste gewollt. Aber das ist in den entscheidenden Situationen leider schief gegangen. Sie haben mir Dinge, die ich hätte längst allein tun sollen abgenommen und wenn ich wirklich ihre Hilfe gebraucht hätte, haben sie mich nicht ernstgenommen und sehr allein gelassen. Aber was solls. Vergeben und vergessen! Ich hoffe, ich mache das nicht bei meinen Kindern. Ich weiß ja nun selbst, daß es alles andere als leicht ist, sein Kind immer richtig zu verstehen. |
| ubiesttristania | es waren und sind einfach viele enttäuschungen. kein schlüsselerlebnis. es ist das großteils zurückziehen aus einer welt, in der ich nich leben kann. auch wenn ich es oft wollte. |
| LunaticSister | Hm, da könnte es viele Gründe geben, wie z.B. Kindheit, aber ich glaube, dass es all das nicht ist, sondern eine Sehnsucht nach einer Welt, die anders, schöner, besser ist als diese. Mit 13 oder 14 ist es mir aufgefallen, dass sich meine Denkweisen (Weltanschauung) usw. sich komplett von denen aus meiner Klasse unterschieden haben. Meine Denkweisen waren nicht besser oder schlechter, sie waren nur anders. Und ich finde, insgesamt hatte sich das sehr gut ergänzt, denn so war mehr Gedankengut in einem Raum vorhanden. Mehr individuelle Köpfe, mehr Ideen, Thesen, was auch immer. Aber da gab es noch ein Mädchen an der Schule, die schon vor mir in schwarz rumlief und mit einem Pentagramm, alles schlicht gehalten und eher still. Sie wurde auch als Satanistin beschimpft und war wohl auch bekennende Satanistin. Aber sie hat niemanden beschimpft, keine Bekehrungsversuche unternommen oder sonstiges. Eine stille Person, die ungewollt gegen eine ganze Gesellschaft "rebellierte". Das hab ich irgendwie bewundert, außer das Satanist sein (hab ich nicht verstanden). |
| MagnusCaudar(Bw | "Das was du schilderst reicht aus um gänzlich zu zerbrechen. Da hört sich "Mobbing in der Schulzeit" schon etwas lächerlich gegen an. Ich weiß ja nicht, was widerum dein Vater als Kind so erleben durfte. Es ist schon schlimm wie da oft eins zum anderen kommt. Aber du hast nun die Chance es besser zu machen als er. Was mit deiner Vorgeschichte sicher nicht gerade einfach ist. Keiner hat derartige Erfahrungen verdient. " Ich betrachte meine Geschichte eher als Privileg und als Vorbild , vielleicht ist es schwer zu verstehen doch was man selbst gelernt hat darf nicht vergessen werden ... |
| belladonna | [QUOTE]es waren und sind einfach viele enttäuschungen.[/QUOTE] Stimmt. Oftmals ist es nicht nur ein Erlebnis. Sondern die Summe machts. Je mehr ich drüber nachdenke, kommt bei mir auch immer mehr zusammen und mich wundert irgendwie gar nix mehr. [QUOTE]aber ich glaube, dass es all das nicht ist, sondern eine Sehnsucht nach einer Welt, die anders, schöner, besser ist als diese.[/QUOTE] Ja, das ist auch ein wichtiger Faktor, der auch bei mir ausschlaggebend ist. Aber ich weiß, daß dieses sich in eine bessere Welt sehnen und träumen bei mir persönlich ein Weg war, die unschönen Erfahrungen die ich von kleinauf machen durfte zu verarbeiten. [QUOTE]außer das Satanist sein (hab ich nicht verstanden).[/QUOTE] Kommt drauf an. Satanist ist nicht gleich Satanist. Kenn mich nicht so gut aus, aber es gibt auch Satanisten, die keine blutigen Messeorgien feiern und einfach nur ihrem Sadismus freien Lauf lassen. Sondern die das ganze eher philosophisch betrachten und sich dabei auf die "Gefallener Engel"-Geschichte beziehen. Und das ganze vielleicht als wichtigen Gegenpol zu Gott sehen. Wie gesagt, so genau habe ich mich nie damit befaßt. Aber vielleicht kann mich ja hier noch einer drüber aufklären?;) |
| belladonna | @MagnusCaudar(Bw Trotzdem hätte ich dir eine schönere Kindheit gewünscht! Auf jeden Fall: Hut ab! daß du daran nicht zerbrochen bist. |
| rosenkind | Missbrauch und Mobbing ist aber auch übel. Wars bei dir eigentlich eine Gruppe oder alle? das ist ja auch von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei mir wars eigentlich immer die ganze Schule, also alle mit denen ich zu tun hatte. Und von meiner Mutter bekam ich immer erklärt, warum die sich so verhalten, was die Fehleinstellung: ich muss für die Verständnis haben, dass die mir wehtun, ganz tief eingebrannt hat. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es ist, noch ein schlimmeres Schicksal zu haben, ich denke, dann würde ich heute sicher nicht mehr hier sitzen, sondern Dauergast auf dem Friedhof sein. Aber es tut auch ganz gut, die Gewissheit zu haben, dass es auch irgendwann zumindest teilweise aufhören kann und irgendwann dastehen zu können, tiefen Schmerz zu spüren, wenn man zurückdenkt, aber im nächsten Augenblick den Schalter umlegen zu können und zu fühlen"es ist vorbei, willkommen im heute". Was mich hilflos macht ist allerdings das Gefühl, wenn ich sowas lese, dass ich es nicht verhindern kann, dass solche Geschichten irgendwo passieren. Man hat mir mal ins Gesicht gesagt, ich könne nicht die ganze Welt retten. Und das zu akzeptieren ist verdammt schwer... aber back to topic, bevor wir in Auswege landen. Worrüber ich mir schon länger Gedanken mache ist, inwieweit diese Subkultur als "Therapie" fungiert. Ich hab schon genug Fälle gehört, in denen das "schwarz sein" Menschen vor schlimmeren bewahrt hat, teilweise haben sich sogar Probleme aufgehoben oder gebessert. Ist es die Thematsierung, die hilft? btw: ich bin immernoch neugierig auf Altersangaben :D |
| belladonna | @rosenkind Also hauptsächlich war es bei mir die Klasse, aber auch insgesamt war ich an der Schule nicht so beliebt. Und das ich dann innerhalb eines Jahres vom kleinsten zum größten Mädchen in der Klasse aufgeschossen bin und eine Bohnenstange war, bot noch mehr Angriffsfläche als ohnehin schon. Ich habe mir doch tatsächlich einreden lassen, daß ich an meinem Dünnsein und dem verzögerten Wachstum meines Busens selbst schuld wäre. Heute ist mir klar, daß das bei so einem rasanten in die Höhe schießen völlig normal ist. Aber damals haben mir nicht nur andere Kinder sondern auch Erwachsenen eingeredet, daß ich zu wenig essen würde (was definitiv nicht so war - ein Scheunendrescher ist ein Dreck dagegen), oder zu wenig Milch trinken (deshalb mein nicht wachsen wollender Busen - was fürn Schwachsinn) und da ich Milch hasse, habe ich überlegt ob da nicht was dran sein könnte. Sogar eine krankhafte Hormonstörung wurde von meiner Tante angenommen. Kurz - mir wurde von allen erdenklichen Seiten vermittelt: Du bist nicht normal, mit dir stimmt doch was nicht! Nur mein Bruder hielt zu mir. Tröstete mich, daß eine Arbeitkollegin von ihm auch nur einen kleinen Busen hätte und trotzdem sehr glücklich mit Mann und Kindern lebt. Ja und da hatte er Recht. Heute habe ich einen tollen Mann, der mir jeden Tag mindestens dreimal sagt, wie schön er mich findet und zwei süße Kinder. Mein Bruder hat da sehr viel wieder rausgerissen, was andere meiner Seele an Schaden zugefügt haben. Das "Schwarzsein" sehe ich durchaus auch als gute Therapie. Man findet Gleichgesinnte, die ähnliches erlebt haben, die einen verstehen. Hat irgendwie was von einer "Selbsthilfegruppe":D |
| Sternenwolf | die sehnsucht nach einer besseren welt...stimmt. die ist da. und die sehnsucht nach mehr... |
| belladonna | Vielleicht leiden wir schwarzen Seelen auch unter einfach unter Lebensgier, unter einer "Alles oder Nichts!"-Mentalität. Und das widerrum weckt dann diese Todessehnsucht. Hört sich vielleicht etwas paradox an. Aber ich persönlich bin der Meinung, daß es oft so ist. |
| LunaticSister | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]Vielleicht leiden wir schwarzen Seelen auch unter einfach unter Lebensgier, unter einer "Alles oder Nichts!"-Mentalität. Und das widerrum weckt dann diese Todessehnsucht. Hört sich vielleicht etwas paradox an. Aber ich persönlich bin der Meinung, daß es oft so ist. [/B][/QUOTE] Ja, das glaube ich auch, jedenfalls kommt es mir bekannt vor. |
| fragment | Keine Ahnung was mich da reingetrieben hat...auf der Suche nach irgendwas gewesen, was ich auch hier nicht finde. Ich wurde nicht mißbraucht, noch niemand aus meinem nahen Umfeld ist gestorben und ich hab auch keinen Grund mich über irgend eine Scheiss Kindheit zu beschweren... Die extreme Zeit mit Undercut, Nieten, Schnallen und Weltschmerz-Rumgeheule ist lang vorbei. Meine dertzeitiges [i]"Schwarz-Sein"[/i] beschränkt sich auf dieses Forum, die Musik und gelegentliche Clubbesuche. Die [i]Szene[/i] gibt mir nichts mehr...aber die Menschen in ihr beeindrucken mich hin und wieder sehr. |
| belladonna | [QUOTE][i]Original geschrieben von fragment [/i] [B]Ich wurde nicht mißbraucht, noch niemand aus meinem nahen Umfeld ist gestorben und ich hab auch keinen Grund mich über irgend eine Scheiss Kindheit zu beschweren... [/B][/QUOTE] :D Naja, Sinn dieses Threads ist es ja wohl hoffentlich auch nicht, einen Wettbewerb zu führen, wer von uns Membern die meiste Scheiße erlebt hat;) |
| Dark Religion | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]:D Naja, Sinn dieses Threads ist es ja wohl hoffentlich auch nicht, einen Wettbewerb zu führen, wer von uns Membern die meiste Scheiße erlebt hat;) [/B][/QUOTE] Hallo belladonna, nö ganz bestimmt nicht;) aber es ist wie ich finde gut zu sehen das manche meine Wesenszüge kennen oder sogar teilen ohne auch nur irgendwas Ansatzweise schlimmes erlebt haben zu müssen. Zwar wenige aber immerhin. Die meisten Leute aus verschiedenen Grupierungen die unter dem modernen Grossbegriff Gothic fallen bzw. gezählt werden und die ich real kenne, gehören leider zu denen die aus einer unschönen Lebenserfahrung heraus zur Szenen gekommen sind. Es interessiert mich nur ob das grundsätzlich so ist oder eben nicht. Gruß Daniel |
| Morri | [QUOTE] Worrüber ich mir schon länger Gedanken mache ist, inwieweit diese Subkultur als "Therapie" fungiert. Ich hab schon genug Fälle gehört, in denen das "schwarz sein" Menschen vor schlimmeren bewahrt hat, teilweise haben sich sogar Probleme aufgehoben oder gebessert. Ist es die Thematsierung, die hilft?[/QUOTE] Erstmal zur Altersangabe: Ich bin im 29 Lebensjahr. Natürlich ist es auch die Thematisierung, die hilft... aber auch seltsamerweise die Äußerlichkeiten und die Reaktion der Umwelt darauf: wer so unkonventionell aussieht, benimmt sich sicherlich auch dementsprechend. Wenn ich "Normal" herumlaufe, nimmt jeder zuerst die Defizite wahr, die ich durch meine Krankheit mir mir herumschleppe... das seltene Lächeln, das zu häufige Schweigen, die schleppende Sprache, das nervöse Herumzupfen an Haaren und Kleidung. Hülle die ganzen Ticks in 10 Meter schwarzen Samt mit Rüschen und sofort staunt jeder nur noch darüber, daß Du nicht auch noch so redest, als wärst Du aus irgendeinem 50er Jahre Historienschinken entlaufen... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Religion [/i] [B] aber es ist wie ich finde gut zu sehen das manche meine Wesenszüge kennen oder sogar teilen ohne auch nur irgendwas Ansatzweise schlimmes erlebt haben zu müssen. Zwar wenige aber immerhin. Die meisten Leute aus verschiedenen Grupierungen die unter dem modernen Grossbegriff Gothic fallen bzw. gezählt werden und die ich real kenne, gehören leider zu denen die aus einer unschönen Lebenserfahrung heraus zur Szenen gekommen sind. Es interessiert mich nur ob das grundsätzlich so ist oder eben nicht. [/B][/QUOTE] Ich denke nicht, dass es Schlüsselerlebnisse gab, nach denen man dann sagte "ich bin nun schwarz". Das klingt irgendwie unwahrscheinlich. Im Endeffekt machen wir alle eine komplette Sozialisation (oder auch nicht) durch, die dann zu einem Wesen führt. Nur gibt es sicherlich Dinge, die ein schon vorhandenes Interesse stärken usw. |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, ja ich denke das der Hang zum schwarzen Leben, bei manchen schon lange unter der Haut steckt. Dann ein Erlebnis und eine Band, die einen Song gerade spielt, wo mir der Text, oder der Sound, direkt unter die Haut fährt. Ein paar schwarze Gestalten um mich herum, die gar nicht so sind, wie ihr aussehen vielleicht vermuten lässt und schon ist es passiert. Aber ich muss sagen das ich mich unter all den schwarz gewandeten Menschen in unserer schwarz wirkenden Disco immer sehr sehr wohl fühle. Da kann ich mich vom hektischen Alltagstreiben, von der immer miseren Arbeitswelt erholen, in einer Umgebung die so manche Omi in den Herinfarkt treiben würde. Ist schon seltsam irgendwie...................................... |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von ubiesttristania [/i] [B]es waren und sind einfach viele enttäuschungen. kein schlüsselerlebnis. es ist das großteils zurückziehen aus einer welt, in der ich nich leben kann. auch wenn ich es oft wollte. [/B][/QUOTE] In etwa so war das bei mir auch. Ich bin endgültig "schwarz" geworden, nachdem ich nahezu mit allem, was ich im Leben getan habe, gescheitert bin. Man kann fast sagen, daß ich auf ähnliche Weise dorthin gekommen bin, wie Karl Roßman aus Franz Kafkas Roman "Der Verschollene" in das "Naturtheater von Oklahoma", was jetzt leider denen, die dieses Buch nicht kennen, wenig sagen wird. Das Naturtheater von Oklahoma, von dem niemand weiß, was es eigentlich genau ist, nimmt jeden auf, für den woanders kein Platz ist, und dorthin gelangt Karl am Ende seines Weges, der aus einer Chronologie der Mißerfolge besteht. Ich habe in meinem Leben vieles angefangen, aber nichts davon zu Ende geführt, genau wie dieser Kafka-Held, teils aus Unvermögen, teils aber auch durch äußere Umstände... |
| hagzissa13 | offene Auge, offene Herzen und der entsprechende Umgang mit dem Erlebten. |
| Little Shadow | Bei mir war es ein schleichender Prozess. Hatte immer schon das Gefühl, anders zu sein, lebte in einer Welt aus verträumten Märchen, Melancholie und Romatik. Fühlte mich nie zugehörig zu dem, was sich so um mich herum begab, doch traute ich mich nie mein Selbst auszuleben. Dies war ein Zwiepalt, in einem krampfhaften Versuch nach Anerkennung(?), mit dem gleichzeitigen Wissen, dass dies nicht MEINE Welt ist. Hinzu kommen Erfahrungen, die das Leben so mit sich brachte... Irgendwann hörte ich Musik, in der ich mich wieder fand. Sie gefiel mir WIRKLICH und schien so, als könnte sie einen Teil meiner Seele widerspiegeln. Das Interesse für diese Szene namens Gothic war geboren, ebenso wie das Gefühl, endlich ich selbst sein zu können |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, ja die schwarze Lebensart und ein Teil ihrer Leute und Künstler, die ienm das Gefühl geben "Ruh dich aus du bist zu Hause" das kenne ich gut. |
| Pseudo-Gruftiii | was haltet ihr von der theorie "anpassungsstörung"? diesen stempel hat mir mein ehemaliger therapeut aufgedrückt nachdem ich ein mal bei ihm war!!! und damals war ich noch genau das gegenteil von heute: knallbunt und feuchtfröhlich um von meinen inneren abzulenken. nennen wirs mal etwas in die punkige richtung und verfilzte aber damals noch nicht gefärbte haare. wenn er mich heute sehen würde, würde er mich wohl glatt in die psychiatrie einweisen lassen:mad: |
| Dark Religion | Anpassungstörung ? An diese heutige Gesellschaft? Man bin ich so gerne schwarz und krank ! Ich glaub der Therapeut bei dem du warst sollte mal zu nem richtig guten Psychologen gehen:D |
| Lady Ligeia | sorry aber ich finde nicht das man aufgrund des verlustes oder Melanchloie gleich schwarz wird um das mal so zu sagen. Das Herz spricht sich dazu aus und nichts anderes ... es war ein langer weg den ich bestritten habe, ich habe so viel Leid und Schmerz erlebt, aber wenn ich nicht schon so gewesen wäre ... hätte es mich nicht dazu gebracht Schwarz zu werden ... ich hab den hang zum anderen ... schon immer, wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Jemand der Schwarz wird aufgrund eines Todesfalls macht nur ne Phase durch, ich weiß er werdet wieder eure hübschen Mäuler darüber zerreißen ... aber es ist nur ne Phase um damit fertig zu werden, mehr nicht ... das muss mir schon einer beweisen dass er mit seinem Herzen dabei ist. :p |
| Dark Religion | Sei gegrüsst Lady Ligeia, ich denke mal das der echte Gruft immer in einem steckt. Wer aber so wie es bei mir z.B. war, in einem "Gut Bürgerlichen" Haushalt aufwächst in nem kleinen Ort, ja selbst die grösste Stadt nicht mehr als 50.000 Einwohner hat, barucht lange um zu sich selbst zu finden. Die schwarze Szene bestannt z.B. bei uns aus etwa 20 Black Punks. Echte Grufties gab es keine und wahren uns auch keine bekannt. Das es noch schwärzer geht, hab ich erst mit etwa 19 Erfahren, als das nötige Kleingeld da wahr um durch Deutschland zu Reisen. Aber das Bedürfnis anders zu sein und anders Auszusehen wahr ja als Black Punk befriedigt. Der Tod meiner Schwester hat natürlich dazu geführt das man irgenwo Trost sucht. Bei dieser Gelegenheit hab ich mich zum ersten mal mit Grufties und ihrer Lebensweise beschäftigt und habe erst da gemerkt wer ich wirklich bin. Nur habe ich jetzt ein ganz anderes Phänomen bei mir festgestellt. Am Anfang wahr es bestimmt das Melancholische was mir einfach nur gefallen hat und gut getan hat. Aber mit jeder Woche die vorbei gegangen ist ging der Schmerz in mir zurück. Aber irgendetwas in meinem Innersten, hinderte mich daran in mein altes Oberflächliches Leben zurück zu kehren. Auch das "bunte Treiben" an einem wahrmen Sommertag in der Innenstadt schaffte es nicht den Eckel in mir zu überwinden, der in den letzten Jahren und Monate in mir gewachsen wahr gegen unsrer Gessellschaft. Diese oberflächlichige Mainstream Gessellschaft hat mich für immer verloren. In diesem zusammenhang würde ich sagen eine schwarze Seele wahr ich schon immer. Gesehen hat man es auch schon länger (Black Punk). Aber bis zum echten Gruftie ist es manchmal ein langer eventuell sogar schmerzlicher Weg, denn es braucht um sich selbst zu finden. |
| Seneca | Am schlimmsten war's kurz nachdem sie die Beziehung beendet hatte. Dem Rest entledigte sie sich per Abtreibung...! Ab jenem Tag tendierte ich zunehmen von "nur schwarz" in Richtung "Gruftie"...! |
| Dead Psycho | es gab vieles, das mich zur Szene gezogen hat. die Melancholie, Romantik und Emotionen natürlich auch die Musik... und am wichtigsten sind wohl die Menschen die sich in der Szene bewegen... Toleranter... vielleicht spielte ja meine vergangenheit auch ne grosse rolle... ja wahrscheinlich, aber eher unwichtig ich hatte es leid mich zu verstellen... |
| Dark Religion | Sei gegrüsst Dead Psycho, jaaaaa genau das verstellen Leid sein ist ein guter Stichpunkt......... geht mir genau so !!! |
| Astatos | Eine weitere schlaflose Nacht steht bevor.. Sieht so aus, als ob das nen etwas langer Beitrag wird... Nur hab ich keine Lust, alles in zig Beiträge zu stopfen, wenns auch in einen passt ;) Bei mir entwickelte sich auch alles über einen eher längeren Zeitraum..Es ist auch schwer, nach DEM Auslöser zu suchen. Es waren vielmehr viele verschiedene Einflüsse über viele Jahre hinweg, Erlebnisse und Erinnerungen. Ich will nicht unbedingt sagen, dass ich in manchen Dingen nen Vollschaden habe, aber doch die eine oder andere größere Macke. Angefangen hat das ganze wohl durch meine Großmutter.. Ich, noch ein kleines Kind, habe damals wohl einfach zuviel von dem was um sie herum und mit ihr geschah bzw. was sie mit anderen machte, miterlebt. Sah die Blutlache auf dem Sofa, nachdem sie wieder einmal versucht hatte, sich das Leben zu nehmen...Ihre exzentrischen Ausbrüche.. die von ihr ausgehende Gewalt.. Irgendwann folgten die ersten Selbstverletzungen.. Irgendwann hatten meine Eltern es geschafft, meine Großmutter aus dem Haus zu "bekommen".. Gleichzeitig begann langsam der Ärger in der Schule.. Ich war in der Grundschule.. was anfangs kleinere und für Kinder vollkommen normale Stänkereien waren, endete nach einigen Jahren in ausgewachsenem Mobbing. In der 6. Klasse zeigten sich die ersten Anzeichen, in der 7. und 8. Klasse ging es dann steil abwärts was die Leistungen betraf... ich musste sowohl die 7. als auch die 8. Klasse wiederholen, verließ die Gymnasialstufe, blieb aber auf der Schule (War ne Gesamtschule in Hessen)... Gebracht hat es nichts.. Innerhalb kürzester zeit ging auch in den neuen Klassen das Mobbing weiter, Schläge, sexuelle Übergriffe... Irgendwann war es nicht mehr auszuhalten.. Es kam das, was irgendwann kommen musste, ich hielt dem ganzen Druck nicht mehr stand.. Nach der diesmal bestandenen 8. Klasse zog ich mit meinen Eltern nach Thüringen. Ich dachte, hier würde sich alles bessern, doch nach einiger Zeit bot sich mir ein ähnliches Bild.. Anscheinend hatte ich mich in den vergangen Jahren so sehr verändert, dass ich für diese Personen das gefundene Fressen war.. Jedenfalls zog sich das Ganze bis zum Halbjahr der zehnten Klasse durch. Einerseits begriff ich, dass mich wohl ein paar Dinge, insbesondere Erfahrungen von den meisten anderen unterschied, zum anderen trieb ich aber immer weiter ab.. Während sich meine Leistungen wieder normalisierten, ging es mir in meinem Inneren immer schlechter.. Eines Tages war es wieder soweit... Ich weiß noch, dass es ein Mittwoch mitte November war.. An jenem Tag drehte ich ein weiteres mal ab.. Folge war zum einem ein Einsatz der Polzei in unserem Ort, zum anderem erfuhren meine Eltern, dass es auch hier massiv Probleme gibt.. Ich will nicht genauer darauf eingehen, was damals passierte, hängen zum einem zu viele schmerzliche Erinnerungen dran, zum anderem spreche ich über diesen Tag nicht gerne.. Um es genauer zu sagen, vieles, was an diesem Tag geschah, was mein Ziel war, erfuhr im nachhinein niemand.. In der Schule verbreitet sich die Nachricht, was geschehen war, relativ schnell.. es folgte eine entsprechende Reaktion der Lehrer gegenüber den betreffenden Schülern... Resultat war, dass sich einige Personen darüber bewusst wurden, was sie angerichtet hatten.. Gleichzeitig schwenkte ich langsam aber sicher in Richtung schwarz um.. Dann kamen noch die Erlebnisse aus einem Schulpraktikum im Krankenhaus hinzu... Ich war damals auf der kardiologischen Wachstation eingeteilt... Manche Menschen müssen nicht nur einen grausamen Tod sterben... Nein sie müssen einen einsamen Tod sterben.. All die Wochen war niemand da... absolut niemand.. Nach der zehnten Klasse und bestandenem Realschulabschluss ging ich zurück ans Gymnasium.. Ich begann zu verdrängen.. Die Zeit vor dem Realschulabschluss zu vergessen... Die Erinnerungen an all die Jahre zu verdrängen. Vor etwa anderthalb Jahren war es schließlich soweit, ich weiß nicht genau was es war.. Ich sah einen bericht im Fernsehen. Es ging um einen schweren Mobbingfall an einer berufsschule in Hildesheim. Noch während des Berichtes kamen die ersten Erinnerungen wieder hoch. Danach folgte eine Zeit in der es mir von Tag zu Tag schlechter ging.. Nur wenige Monate später steckte ich fest in einem Teufelskreis... sollte wegen meines selbstverletzenden Verhaltens in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Es endete mit einer geplanten, aber nie angefangenen Therapie... Vor knapp einem dreiviertel Jahr konnte ich schließlich vorerst wieder damit aufhören (abgesehen von einigen kleineren Rückfällen).. geblieben waren eine Vielzahl von neuen Narben... Naja, und so ging bzw. geht es bis heute weiter.. Nur dass ich langsam aber sicher damit beginne, mir über mich selbst klar zu werden, dass ich langsam aber sicher meinen Platz gefunden habe (oder dies zumindest glaube)... Und das seither ganz langsam wieder ein neues Lebensgefühl erwacht... Ich kann nicht sagen, was der eigentlich Auslöser des "Schwarzwerdens" war. Es sind einfach zu viele Dinge. Nur bringt es nichts, wie einer meiner Vorgänger schon schrieb, sich zu verstellen.. Denn irgendwann geht man daran zugrunde. |
| Lady Ligeia | Ich habe sehr früh einen Menschen verloren, mit 4 Jahren. ich habe alles bewusst wahr genommen und habe meine eltern gehasst dafür dass ich nicht mit zur beerdigung gehen konnte. Damals habe ich angefangen mir Gedanken zu machen wie es ist Tot zu sein. Gestern habe ich wieder einen Todesfall in meiner Familie zu verzeichnen, und ich trage schwarz, aber ausschließlich zur Trauer, nicht etwa weil mein Herz einen schwarzen Schleier trägt. Mehr oder weniger nicht wegem dem Tod, eher weil ich diese Person das letzte mal vor 13 Jahren gesehen habe. Aber etwas gutes hat es, eine Freundin aus der Schule bekommt ein Kind somit ist das Gleichgewicht wieder aufgebaut. Ich bin froh dass sie gestorben ist, ich hasse es wenn Menschen zum Pflegefall werden und sich quälen, daher spreche ich mich auch für aktive Sterbehilfe aus. Leider wissen zu wenige dass es Patientenverfügungen gibt die man beim Arzt hinterlegen kann. Deshalb möchte ich auf diesen Aspekt ganz besonders hinweisen. Ich werde sie wohl erst am Grab besuchen können, da wir familär zur Zeit anderweitige Probleme haben. Ich bin froh dass ich an meiner Krankheit nur dahin vegetiere aber nicht sterben werde. Ich brauche jetzt viel Kraft für die bevorstehende Zeit. Ich möchte jedoch nicht offen legen worum es geht. |
| rosenkind | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]was haltet ihr von der theorie "anpassungsstörung"? diesen stempel hat mir mein ehemaliger therapeut aufgedrückt nachdem ich ein mal bei ihm war!!! und damals war ich noch genau das gegenteil von heute: knallbunt und feuchtfröhlich um von meinen inneren abzulenken. nennen wirs mal etwas in die punkige richtung und verfilzte aber damals noch nicht gefärbte haare. wenn er mich heute sehen würde, würde er mich wohl glatt in die psychiatrie einweisen lassen:mad: [/B][/QUOTE] Das Aussehen spiegelt ja nicht zwangsläufig das, was in dir passiert und wie du bereits sagteste: [b]feuchtfröhlich um von meinen inneren abzulenken[/b] und er ist eben auf diese Maske nicht reingefallen. mal ganz abgesehen davon, dass mir das Wort wegen der Verwechselungsanfälligkeit ziemlich missfällt (siehe unten) [QUOTE]Anpassungstörung ? An diese heutige Gesellschaft?[/QUOTE] Eben das genau nicht. Zu einer Anpassungsstörung kann es z.B. auch kommen, wenn im sozialen Umfeld ein Todesfall vorliegt und der Betroffene eigentlich ein absoluter 0815- Otto Normalverbraucher war. Es geht darum, dass der Betroffene sich emotional nicht an die veränderte Lebenssituation anpassen kann, dass er damit nicht klarkommt: Anpassungsstörung Sammelbezeichnung für psychische Erkrankungen, deren Hauptmerkmal eine fehlangepasste Reaktion auf bestimmbare psychosoziale Belastungsfaktoren ist. Dabei können sowohl die berufliche Leistungsfähigkeit, die gewohnten sozialen Handlungen oder die Beziehungen zu anderen beeinträchtigt sein. (wissen.de) Das heißt, wenn Otto Normalverbrauchers Frau stirbt und er mit der Trauer nicht umgehen kann, mit seinen Kegelkollegen nicht mehr weggeht, was er sonstjeden Donnerstag tat, nur zuhause rumsitzt und sich in seiner Trauer verkriecht, depressiv wird und im Beruf nicht mehrdas leisten kann, was er eigentlich leistet, dann könnte (könnte, weil ichkein Therapeut bin) das eine Anpassungsstörung sein, obwohl der Herr weder schwarz och Punk noch Hippie noch sonstwas ist. mit dem, was wir unter anpassen, Angepasstheit verstehen, nämlich der Anpassung an gesellschaftliche Konventionen, hat das ganze wenigzu tun. Deswegen meine ich ja: Verwechselungsgefahr Ich wurde vor etwa einem Jahr für eine Weile beurlaubt, die Begründung war auch Anpassungsstörung. Dachte erstmal dasselbe. Aber da mein Therapeut der erste Mensch war, der mir mein schwarz-sein nicht ausreden wollte, weil das mir ja nicht gut täte, kam mir das dann schon etwas spanisch vor und ich hab mich mal über das Wort informiert. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst, Rosenkind, Dann kenne ich aber einen Menschen mit extremer Anpassungsstörung. Nähmlich mich. Wenn das die Definition ist: Sammelbezeichnung für psychische Erkrankungen, deren Hauptmerkmal eine fehlangepasste Reaktion auf bestimmbare psychosoziale Belastungsfaktoren ist. Dabei können sowohl die berufliche Leistungsfähigkeit, die gewohnten sozialen Handlungen oder die Beziehungen zu anderen beeinträchtigt sein. Dann hab ich mindestens 999 Anpassungsstörungen. Z.B.: Das in Deutschland so berühmte Karriere machen hab ich mit [B]19[/B] aufgegeben weil ich mit unserer Berufswelt nicht einverstanden bin und mich nicht [B]anpassen[/B] konnte oder wollte. Bis auf ein Pärchen (könnten demnächst eventuell 2 Pärchen sein) haben wir keinerlei festen Kontakt zu anderen Menschen, weil ich mit der grossen Mehrheit unserer Bevölkerung nichts anfangen kann und mich nicht [B]anpassen[/B] kann und will. Aus dem gleichen Grund bin ich in keinem Verein, weil ich der Meinung bin das ich meine Zeit sinvoller Nutzen kann. Ausserdem könnte ich mich an einen geregelten Ablauf (Mittwochs Training, Samstagmittags spielen und Samstagabends saufen) niemals [B]anpassen[/B]. Ich kann da nur wiederholen, ich bin schwarz und (der Definition unsere Psycho-onkelz und -tanten) nach krank und ich weis das. Das find auch gut so. Zumal ich mich frage was sind gewohnte Handlungen und wer definiert sie ? Vor allen Dingen, da unser westliches Werte- und Lebensbild zu einem grossteil vom Christlichen Glauben geprägt ist und es Leute geben soll die vor allen Dingen, den christliche Glaubensanteil der in dieser Definition steckt, komplett ablehnen. *Ichmichgeradeselbstanschau* |
| rosenkind | [QUOTE]Das in Deutschland so berühmte Karriere machen hab ich mit 19 aufgegeben weil ich mit unserer Berufswelt nicht einverstanden bin und mich nicht anpassen konnte oder wollte. Bis auf ein Pärchen (könnten demnächst eventuell 2 Pärchen sein) haben wir keinerlei festen Kontakt zu anderen Menschen, weil ich mit der grossen Mehrheit unserer Bevölkerung nichts anfangen kann und mich nicht anpassen kann und will. Aus dem gleichen Grund bin ich in keinem Verein, weil ich der Meinung bin das ich meine Zeit sinvoller Nutzen kann. Ausserdem könnte ich mich an einen geregelten Ablauf (Mittwochs Training, Samstagmittags spielen und Samstagabends saufen) niemals anpassen.[/QUOTE] All das ist noch keine Anpassungsstörung. Es geht um ein Nicht-zuerechtkommen mit schweren (akuten?) Einschnitten im Leben, aufgrund dessen sich das sonst übliche Verhalten (nicht nur Sozialverhalten) krankhaft verändert. Otto Normalverbraucher, dessen Frau gestorben ist, leidet ja nicht unter einer Anpassungsstörung, weil er nicht in den Sportverein geht, sondern weil er wegen der Trauer nicht mehr hin geht, obwohl es sonst zu seinen üblichen Gewohnheiten gehört. Er leidet auch nicht an einer Anpassungsstörung, weil er im Beruf nicht aufsteigt, sondern weil er aufgrund der Trauer um seine Frau seine üblichen Leistungen im Beruf nicht mehr erbringen kann. nochmal: eine Anpassungsstörung hat mit dem, was man unter Anpassung im Volk versteht [B]rein gar nichts[/B] am Hut. Wenn du sagst: weil ich mit unserer Berufswelt nicht einverstanden bin und mich nicht anpassen konnte oder wollte oder weil ich mit der grossen Mehrheit unserer Bevölkerung nichts anfangen kann und mich nicht anpassen will, dann sagst du damit nur, dass du dich nicht anpasst im üblichen Sinne, aber mit einer Anpassungsstörung hat das nichts zu tun. Denn Anpassungsstörung bezeichnet eine innere Dissonanz, ein [B]emotionales[/B] nicht zurecht kommen mit den äußeren Lebensumständen. Wenn du mit deiner Umwelt nicht zurecht kommst und deinen eigenen Schlitten fährst und glücklich dabei bist, dann bist du nicht angepasst, aber hast keine Anpassungsstörung. Dazu mehr von wikipedia: [i]Eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43) ist eine Reaktion auf einmalige oder fortbestehende belastende Ereignisse (z. B. Operation, Unfall, Raub, Mobbing, Todesfall, Trennung, Vernachlässigung). Inhaltsverzeichnis [Verbergen] * 1 Symptome und Beschwerden * 2 Ursachen * 3 Folgen und Komplikationen * 4 Behandlung * 5 Verwandte Themen [Bearbeiten] Symptome und Beschwerden Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder bei Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder sozialer Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles oder Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Störung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Problem sein. Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein. Quelle: IBE ICD-10-Informations-Seite [Bearbeiten] Ursachen Anpassungsstörungen entstehen häufig als Folge von Trauerfällen, Trennungserlebnissen, Emigration, Flucht, Unfällen, Raub, Operationen, Mobbing, Ruhestand oder auch durch Lebenseinschnitte wie Einschulung, Schulwechsel, Pubertät, Heirat, Berufswechsel, Arbeitslosigkeit oder Erreichen des Ruhestands. Bei Kindern und Jugendlichen kann Vernachlässigung (siehe: Hospitalismus, Deprivationssyndrom, Deprivation) die Ursache sein. [Bearbeiten] Folgen und Komplikationen Das subjektive Wohlbefinden der Betroffenen ist beeinträchtigt; es bestehen Gefühle von Angst, Depression und/oder Sorge. Es können Schwierigkeiten bestehen, den Alltag und seine Anforderungen zu bewältigen. Besonders bei Jugendlichen kann das Sozialverhalten beeinträchtigt sein. Die Folgen können Arbeitsunfähigkeit, Schwierigkeiten in der Beziehung oder Selbstmordgedanken sein. [Bearbeiten] Behandlung Anpassungsstörungen werden psychotherapeutisch behandelt, in Einzelfällen werden unterstützend auch Antidepressiva gegeben.[/i] kann es sein, dass du dich noch nicht viel mit Psychologie befasst hast? |
| Anthara | Erstmal: Ich finde es wahnsinn was einige da miterlebt haben. Leider kommen solche Dinge viel zu oft vor:( Das stimmt mich sehr traurig. Zu mir kann ich nur sagen, das es kein "prägendes Erlebnis " gab. Es gibt einfach keines. Ich war schon immer nachdenklich und hab mich sehr früh schon mit dem Tod und dem Sinn des Lebens befasst. Ich hatte andere Interessen als die anderen, und meine Gedanken drehten sich um andere Dinge. Trotzdem hatte ich selten Probleme mit Mobbing, jedenfalls nie massiv. Als dann die Zeit kamm wo ich langsam bewusst selbst entscheiden konnte was für eine Kleidung ich tragen wollte kam immer mehr meine Liebe zur Farbe schwarz zum Vorschein. Irgendwann setzte ich mich mit dem angetauften Glauben ausseinander und neue Lebenseinstellungen und Sichtweisen kristallisierten sich heraus. Die Musik kam dazu, und irgendwann dazwischen formte sich die Person die ich nun bin. |
| DunkelKoma | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B](...) kann es sein, dass du dich noch nicht viel mit Psychologie befasst hast? [/B][/QUOTE] *räusper* Nicht ärgern, aber ich glaube nicht, daß Dark Religion seine Aussage so buchstabengetreu ausgelegt werden sollte ... ich jedenfalls glaube zu verstehen, wie er das meint ... @ Dark Religion Du hältst Dich doch nicht für krank, sehe ich das richtig? Womöglich stört mich rosenkinds Belehrung auch nur, weil ich bei Deinem nicht-angepaßt-Text Parallelen zu mir zu entdecken glaube ... egal, was 'Anpassungsstörung' nun korrekt bedeuten mag, den Begriff kann ich 'mißbrauchen' und auf meine Art auch auf mich anwenden ... weder fühle ich mich gestört, noch möchte ich mich damit schmücken ... vielmehr würde mich Anpassen krankmachen. Diesmal wirklich wortwörtlich. Zum Thema: Schon immer war ich anders ... wie albern das klingt! Als Kind war das garnicht lustig, ich war nämlich bis ins Teeniealter das Opfer der üblichen Attacken. Ich weiß nicht mehr, wie es gekommen ist, daß ich nicht mehr wie alle sein, dazugehören, mitmachen wollte, nur, daß das recht plötzlich kam und überwältigend war. Als ich 14 Jahre alt war, ist meine Mutter gestorben und als Einzelkind habe ich von da an mit meinem Vater gemeinsam das Haus versorgt. Aber dieser Wandel kam erst viele Monate später, glaube ich. Da war diese Aggression in mir, und die ist noch immer da und das ist nicht unbedingt negativ ... nicht immer ... es ist eine Kraft ... So war ich lange auf der Suche, natürlich immer anders und immer aneckend, doch nun war das logisch und kein Leidensweg mehr. (Das ist noch heute so.) Nach dem Abi begann ich eine Lehre und hatte erstmals etwas Geld. In einer Disco in der Stadt sah ich meine ersten Grufties und hörte die Musik - das wars ... ... zwischendrin bin ich irgendwie abgetaucht ... in Alltag? Normalität? ... dann haben mich ein paar böse Ereignisse wieder 'heraufgeholt' in - mehr Leben. Das war recht herb, aber 'schwarz' war ich ja schon vorher. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst DunkelKoma, genau du hast es erfasst.;) Ich habe lediglich versucht den Begriff versteckt zu missbrauchen. Aber da ich die Signatur von Rosenkind ja kenne, werde ich vielleicht mal nach Frankfurt (ich Arbeite da ja) zum Stammtisch gehen, um das ganze mit Rosenkind noch gaaaaanz breit auszudiskutieren:D . |
| DunkelKoma | Tag auch, Dark Religion! Hehe ... da ich Signaturen beim In-der-Gegend-herum-Lesen furchtbar lästig finde *aneck*, hab ich die immer ausgeblendet, werd sie mir nach dem Abmelden aber mal anschauen ... hört sich nämlich gut an, das mit dem ganz und breit und ausdiskutieren ... ... Nacht auch! |
| rosenkind | Anfangs ging es darum, was ein Therapeut diagnostiziert hat und die Fragen "Anpassungstörung ? An diese heutige Gesellschaft?" sahen für mich so aus, als ob hier mangelndes Wissen über den Begriff bestünde. Und wenn ich dann einen ernsthaften Beitrag poste, um die fehlende Information zu geben, gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass diese Tatsache völlig ignoriert wird und die Reaktion darauf - ohne weiteren Hinweis - sich weiterhin nur darum dreht, den Begriff zu "missbrauchen". Vorallem,wenn dann noch der Satz: der Definition unsere Psycho-onkelz und -tanten) nach krank, was nach den vorherigen Aufzählungen und der Definition von "Anpassungsstörung" so einfach nicht stimmt. Ich hab ja nichts dagegen, wenn man einen Begirff ironisch bis zynisch missbraucht. Aber dann doch nicht mit einer offenkundigen Ignoranz gegenüber der richtigen Wortbedeutung. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst rosenkind, stimmt schon man sollte nicht allzusehr abgleiten und auf ernste Posting gleich richtig stellend reagieren. Kein Vorwurf an dich meinerseits. Ausserdem fand ich Deine Postings ja nicht fehl am Platze. Ich bin nur nicht ensthaft daruaf eingegangen. Trotzdem steckt hinter allem so ein bischen Wahrheit. Die Psycho-onkelz und tanten...... meine ich teilweise auch so. Als (zum Glück) "Gesunder" kommt man mit Psychatern nur in Kontakt, dadurch das selbige sich im Fernsehen oder in Zeitungen (leider oft Bunte,Bravo und sowas) präsentieren. Was dies Herren und Damen dann so von sich geben kann einfach nicht immmer ernstgenommen werden. Dadurch muss ich zugeben hat dieser Berufsstand bei mir einen Stein im Brett. Wobei ich mal davon ausgehe, das die besten, in diesem Bereich es auch nicht nötig haben bei "Klatsch TV" ihre Analysen kundzugeben. Also nimm´s nicht so schwer b.z.w. ernst. Aber wie gesagt vielleicht komm ich ja mal zu eurem Stammtisch und wir können dieses Thema tiefgrundig ausdiskutieren. Das nächste mal gehe ich auf ein Post von Dir ernsthaft ein oder kennzeichne meine Antwort als "Schelmenpost". |
| rosenkind | dann ist ja alles geklärt. :) und: wer bravo ernst nimmt, hat eh einen an der Waffel ;-) |
| trigger | salve.. Meine Schlüsselerlebnisse waren: 8 Jahre Mobbing (Sprachfehler, besserer Noten als die anderen Schüler) und ein wie soll ich sagen..Nahtoderlebniss. Wäre beim Segeln, als ich noch klein war, fast ertrunken. Konnte damals noch nicht schwimmen. Auch nach diesem Erlebniss habe ich das Pech magisch angezogen. Echt zum kotzen sowas. Später gings mit einem Brand im meinem Zimmer weiter, div. Unfälle.. naja..eines Tages konnte ich das nicht mehr ertragen..Ich fing an zuerst Rock, dann Metal zu hören, mich schwarz zu kleiden etc. In der Schule liessen mich plötzlich alle in Ruhe, meine damaligen "Freunde" kehrten sich von mir ab. Aber nun habe ich aus der Szene Freunde für Leben gefunden... |
| DunkelKoma | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Und wenn ich dann einen ernsthaften Beitrag poste, um die fehlende Information zu geben, gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass diese Tatsache völlig ignoriert wird und die Reaktion darauf - ohne weiteren Hinweis - sich weiterhin nur darum dreht, den Begriff zu "missbrauchen". (...)[/B][/QUOTE] Ja, das ist ärgerlich & schön ist, daß Ihr das bereits geklärt habt. Der 'weitere Hinweis' ist übrigens vorhanden, er verbirgt sich in der '999' von Dark Religions Beitrag. :D [SIZE=1](Es ist dies auch ernsthaft zu deuten.)[/SIZE] |
| Pseudo-Gruftiii | oha, das hab ich auch nicht gewusst, danke für die aufklärung rosenkind. trotzdem leuchtet es mir nicht ein, dass er diese diagnose bereits nach der ersten sitzung gestellt hat.....diese bedeutung ändert nichts daran, dass mich das irgendwo im inneren doch sauer macht, weils ganz schön schnell ging.... |
| rosenkind | ja, zu schnelle Diagnosen können schnell fehlerhaft werden. Das istaber im Prinzip nicht die Schuld der Therapeuten, sondern unseres Gesundheitssystems. Ohne Diagnose = keine Therapie, die bezahlt wird. Wobei nach der ersten Sitzung hätte auch nicht sein müssen, die erste Sitzung ist eigentlich dazu da, um erstmal generell zu schauen, ob zwischen Patient und Therapeut die Chemie stimmt. |
| Seschat | Hm, vielleicht um mich kurz zu fassen: 1-4 Klasse mobbing, 5-6 (neue) Klasse mobbing, 7 (neue) Klasse mobbing, 7-10 (wieder neue) Klasse mobbing und zu guter letzt 11-13 (erneut neue) Klasse mobbing. Manchmal glaubte ich, ich hab nen Zettel "Mobbt mich" auf der der Stirn kleben :rolleyes: War zwar nicht das Schlüsselerlebnis, hat aber dazu beigetragen mich immer mehr von der normalen Gesellschaft abzugrenzen. Gab dann Stress mit den Eltern, weil die wollten, das ich jeden Tag mit Freunden unterwegs bin und 24 Stunden, 7 Tage die Woche am Dauerfeiern wäre. Nunja, dazu kamen dann noch falsche Freunde (die wenigen die ich hatte)... öhm... Rückschläge jeder Art.... und naja.... schleichender Prozess. |
| Lady Ligeia | ich schon wieder ... gestern über die Zeitung erfahren, das eine ehemalige Arbeitskollegin/Bekannte von mir im Alter von 25 JAhren verstorben ist. Ich sag doch 2006 ist ein verf*cktes Scheißjahr. |
| Dark Religion | Sei gegrüsst, Na das fängt ja gut für dich an das Jahr 2006. Ich wünsche Dir das es nicht so weitergeht. *Daumendrück* |
| Lady Ligeia | ich bezweifle stark das irgendwann alles besser wird ... mein Freund ab 1. Feb. arbeitslos, ich kack ab ... !!! Er wird mir noch den Kopf abreisen, dass ich ihm von meiner Kohle ein De Mo Konzikarte gekauft habe usw. bisschen Freude will ich auch haben ... also gehst am 4.2. zur ersten Beerdigung ... |
| Virikas Dera | ...bei mir war es so, dass ich nicht wirklich eine normale Kindheit hatte - ständiger Aufenthalt in diversen Krankenhäusern, Hirnhaut entzündung - Koma - Verlust der Sprache - Einsamkeit - Depressionen - intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod... ...ständige deja vus... ...Mobbing gehört auch dazu... ...dass, was andere früher andere als Musik gehört haben, hab ich immer gehaßt - hat mich genervt - hatte vorher sozusagen keine andere Musikrichtung gehört... ...war nie ein Partymensch... ...Krebsfälle in der Familie... ...Leid... ...Todesfälle... ...meine Vorliebe für Ruinen, dunkle Keller, SW-Fotografie, dunkle Kunst, das Mittelalter, dunkle Klänge, Flohmärkte, altes Zeug, für die Natur... ...die Tatsache, dass ich mich unter vielen Menschen unwohl fühle... ...unerfüllte Sehnsüchte... ...dunkle Träume... ...überhaupt viele Träume, und Träumereien... ...die Tatsache, dass ich von dem was mich interessiert nicht Leben kann... ...Hoffnungslosigkeit... ...gesundheitliche Probleme... ...das Scheitern in meinem Studium kurz vor dem Ende... |
| Kinwin | Na ja, bei mir zog sich das über einen längeren Zeitraum hin. Ich angefangen immer mehr schwarz zu tragen weil ich mich darin wohler fühlte(was auch mit meiner Vergangenheit zu tun haben könnte), hinzu kam das ich durch Freunde auch an CDs von Bands kamen dessen Lieder mir gefielen. Ich fing an mich mehr damit zu beschäftigen und es machte und macht mir immer noch spaß darüber zu lesen, aber ich lachen tu ich trotzdem. |
| 1Rabenstern | also ich war schon gothic befor ich überhaupt wusste was das ist Also mein weg Als kind vom geisteskranken großvater missbraucht von seiner alkoholabhängigen haushälterin verscheucht vor der ich immer angst hatte weil sie imm vollrausch immer schreiend durch den garten lief. von meinen klassenkameraden verstoßen weil ich immer einem kleinen jungen beigestanden hab mit dem keiner spielen wollte weil er so hässlich war. Ich habe ihn immer verteidigt so war ich irgentwann selbst der außenseiter meine eltern haben mir immer nur stundenlange moralpredigten gehaletn und wenn ich dann zu heulen anfing binn ich noch grade noch mal extra zusammengeschrien worden Meine eltern arbeiten beide und ich musste mittags immer zu enem kindermädchen gehen erst als ich dreizehn war durfte ich allein daheim bleiben obwohl ich noch nie was angestellt hatte.das ganze war eine riesen demütigung für mich. So gings dann weiter und ich musste natürlich noch das pech haben pickel zu kriegen und die dünnste binn ich auch nicht also noch mehr spott bis ich schließlich am selbstmord hing und ich sozusagen im letzten moment meinen heutigen freund kennenlernte der mich davor bewahrte mich umzubringrn und mir einen lebenssinn gab Alles in allem hat mich das zu einem dunklen wesen gemach das nicht mehr weiß wer sie ist und wo sie hingehört seitdem binn ich eine suchende nach einem platz sucht wo sie hingehört und wer sie ist. |
| Mondhexer | Naja bei mir war in der kindheit alles zerstritten mein ganzes leben lang haben sich meine eltern in der wolle und streiten sich wenn einer von beiden hustet schon 30x wollten sie sich scheiden lassen was sie aber doch net gemacht haben meine mum arbeitet in son druckhaus ihr ganzer schlaf kommt durcheinander sie sieht ziemlich erschöpft aus sie ist ziemlich depresiv und mein vater wirkt etwas unsymphatisch er is es aba net imma.....naja wo ich klein war wurde ich einigermaßen christlich erzogen doch mit der zeit fand ich raus das des für mich mist is da ich mich eher für magie paranormale dinge andere götter (germanische,agyptische.......) innteresiere eines tages hab ich mich gefragt warum einige leute so schwarz rumlaufen und sich gothics nennen ich hab im inet geguckt was des is und konnte mich damit identifitzieren ich bin nachdenklich dichte gerne innteresiere mich für ''tabudinge'' denke über das leben nach den tod und tod nach wenn es ein leben nach den tod gibt diese frage macht mir bis heute schlaflose nächte da ich die lösung noch nicht gefunden hab wie auch!?........ naja ich geh auf ein evangelisches gymnasium (was mich ankotzt) da mich meine relilehrerin gelegentlich mobbt die schüler gehen da eigentlich fast keiner christlichis*g* ich hab zwar ein paar freunde doch keiner ist so wie ich deshalb krig ich manchma einsamkeitsgefühl was ich net so mag...... hab scho viele sachen erlebt wenn ich zb. in urlaub fahre streiten sich meine ellis die ganze zeit deshalb sind urlaube in andre länder eher hrrortrip als erholung das war ein beispiel für die streitigkeiten in unsrer familie....-.-'' naja so wars dann hald |
| Eisblume7 | bei mir ist mein wichtigster mensch meiner kindheit gestorben damit hats glaub ich angefangen, meine grosmutter. ich habe in meinem leben nur ein einziges mal gebetet, si war hirntot und die ärtzte liesen si an den maschinen, ich dachte es hätte natürlich einen grund warum si das taten und habe um ihr überleben gefleht. als si doch starb entwickelte ich einen hass auf die kirche und den kristentum und wurde antikrist. ich fing an mehr nachzudenken was an dieser welt, sry, scheisse ist... in der schule wurde ich gemobbt und bekam davon depressionen und dauer kopfschmerzen wehrend dem ganzen jaar das hat mich agressiver gemacht aber auch deprimierter und ich fing an schwarz zu tragen und mich voll und ganz gegen die masse zu bewegen. sie hassen mich und ich sie. mit der zeit habe ich auch freunde gefunden zum glück die schlimme sachen erlebten, man hat auf meinen besten freund geschossen und seine geliebte hat die kugel eingefangen. er musste zusehen wie si starb in einem bandenkrieg. dan wird man mit dem tot konfrontiert. ich denke wenn man solche sachen erlebt kommt das automatisch. auf jedenfall wars bei uns allen so, mir und meinen leuten eben. nun das war die kurzfassung denn ich könte ein ganzes bich darüber schreiben lg eisblume |
| Schwarze Traene | Mein Vater erkrankte an Krebs und ich fing an mich mehr für die Musik und all das zu interessieren. Dann hatte ich auch noch immer Zoff mit meiner Mutter, naja heute auch noch... Mein Vater starb dann und meine Schwester bekam Depressionen. Außerdem hatte ich nie so richtig gute Freunde mit denen ich über alles reden konnte und ich hatte oft Zoff in der Schule mit den Mitschülern... |
| Pseudo-Gruftiii | was bedeutet eigentlich schwarze seele haben? ein gothic sein, bloß ein bisschen netter ausgedrückt? also wenn ich mir diese seite durchlese, dann ist ja jeder der schlimmes in seiner vergangenheit erlebt hat auch ein stückchen gothic. soso. also sind wir doch alle ein bisschen blunaaain, gothic. nehmt es mir nicht übel, ich versuche nur immer noch dahinter zu kommen was gothic ist. jeder behauptet, gothic hat einen sooo vollen inhalt nur meine vorstellung davon ist ein sinnloses leeres etwas, was man zwar ausschmücken kann, was aber dann nicht unbedingt diesen namen tragen muss... |
| Seneca | @ Pseudogruftie Mach mal bei Vollmond (gestern) einen einsamen Nachtspaziergang zu ein paar einsamen Felsen, einer Ruine etc... Sei still, und höre in Die Nacht...werde ein mit ihr...gehörst Du dorthin...fühlst Du Dich wohl...oder fremd dabei...? Nun mach es mit zwei Freunden zusammen, nehmt Fackeln mit...wie ist es jetzt...? Das ist nicht des Rätsels Lösung, aber vielleicht der erste Buchstabe vom Losungwort...! |
| Pseudo-Gruftiii | was heisst das? meinst du das im zusammenhang mit dem thema schwarze seele/gothic? muss nicht zwingend was damit zu tun haben. sowas machen auch nicht gothics gern;) |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]was heisst das? meinst du das im zusammenhang mit dem thema schwarze seele/gothic? muss nicht zwingend was damit zu tun haben. sowas machen auch nicht gothics gern;) [/B][/QUOTE] Richtig, aber die hört man dabei oft schon einen Kilometer weit im voraus...weil sie aus "Unbehagen vor dem Dunkel" ständig quasseln...! Manchmal geht es dann doch icht um das "Was", sondern das "Wie"...! Die Nacht durchströmt uns Bei Tage lacht ihr uns aus Doch die Nacht ist unser Meine Augen ahnen Euch Meine Füße kennen den Weg Ich bin vor Euch, aber ihr seht mich nicht Ich bin bin neben Euch, aber ihr fühlt mich nicht Ich bin hinter Euch aber ihr hört mich nicht Ihr beldent Euch mit euren Kalten Licht Ihr seit taub von eurem Geschwätz Mit dem ich Euch den Schauer vertreibt Weil ihr wisst, daß diese Nacht nicht díe Eure ist. [size=1]Gedanken vom letzen Nachtpaziergang um den See, bei dem mit ein paar Partycamper über den Pfad stolperten...![/size] |
| Pseudo-Gruftiii | öch, also ich finde man kann da nicht so verallgemeinern. wenn schon verallgemeinern dann eher so dass ich sagen würde, dass sich sowas eher mit romantisch angehauchten leuten machen lässst. und wer weiss, vielleicht kriegst du ja mit so einem spaziergang die größte schnatterbarbie endlich dazu den mund zu halten=) solche menschen sind doch oft (ich sage nicht immer!) naiv und dadurch romantisch fast schon verblendet und finden sowas schön;) leider aber wieder ein punkt, in dem ich wieder mal definitiv nicht gothic bin. bin wohl zu abgehärtet für sowas, wodurch auch immer...eigentlich auch unwichtig. ist auch recht schwierig wenn man mitten in der stadt wohnt und auch kein auto besitzt... aber es gibt auch andere wege um zu sich selbst zu finden;) gerade von dir hätte ich aber eigentlich was anderes erwartet, denn du bist eine der wenigen personen hier im forum, die das ganze gothictum mal objektiver wie der rest sieht. ich dachte immer du hast keine so feste meinung über das gothictum, das hat dich von anfang an bei mir ziemlich sympathisch gemacht. aber irgendwie hast du da doch deine vorstellungen, weisst sie bloß gekonnt zu verstecken;o) was aber nicht heisst, dass ich von dir enttäuscht bin....! ich habe mal eine seeehr weise frau getroffen (arbeitskollegin, 49, normal, etwas flippig auf ihre art und weise, sehr jung gehalten für ihr alter!darum ist ihr freund wohl auch 20jahre jünger, psychologisch ganz schön was drauf als begeisterte freud-anhängerin und ex-krankenschwester in der psychiatrie). vor ihr habe ich ähnlich fast schon elitär gedacht. am anfang ging sie mir mit ihrer allwelttoleranz ziemlich auf den keks. aber ich habe nicht aufgegeben. ich habe gemerkt, dass sie doch nicht nur ein sinnloser verblendeter hippie ist. und dann hat sich mich fürs leben bereichert.....so wie es nur noch eine weitere person (diesmal in der tat ein hippie mit verfilzten haaren, der mit seinen drogen mehr als der rest der menschheit umzugehen weiss, einfach ein guru=) trotz seinen jungen 20 jährchen) ausser ihr geschafft hat. solche leute beeindrucken mich. bei solchen leuten fühle ich mich fast schon als ob ich ihnen unterwerfung schuldig wäre, weil ich sie förmlich darum anbetteln würde, von ihnen noch mehr zu lernen. leider bleiben einen solche leute nicht lange erhalten. meine kollegin hat was besseres gefunden, nachdem ich nur!!! 8 aufschlussreiche nachtdienste mit ihr hatte. und der andere guru zieht nächstes jahr weg und ist auch momentan nicht so oft zu sehen, da natürlich mehrere leute seine intelligenz zu schätzen wissen und sich förmlich um ihn reissen (zumindest kommt es mir manchmal schon so vor, weil ich ihn so selten zu gesicht bekomme:(). warum ich das hier erzähle? keine Ahnung. vielleicht möchte ich, dass man mich versteht warum ich von gothics nicht mehr halte als von der rest der menschen (was ja nichts schlechtes ist). und das ist noch erstaunlich, da die gothics, die ich alle hier persönlich in meiner stadt kennengelernt habe allesamt einen an der klatsche haben und zwar im negativen sinne. mit denen möchte man noch weniger zu tun wie mit den klischee-hoppern. aber man ist am anfang gezwungen sie kennenzulernen, da ja jeder und alles was sich schwarz anzieht ihr freund sein muss, ganz egal wie blöd man ist oder wie schlecht man auch zu denen ist, hauptsache sie haben coole schwarze leute als freunde zum vorzeigen. die kapieren es nicht wenn man es denen ins gesicht sagt. am nächsten tag tun sie als wäre nichts passiert. aber sie haben es ja auch nötig sich so anzubiedern.....nein danke, hab ich nich, brauch ich nich. aber vielleicht habe ich ja auch nur langeweile und kann nicht schlafen. morgen muss ich wieder in die arbeit und da ist auch mein tag/nacht rhytmus etwas besser;) |
| Pseudo-Gruftiii | lol.....also entweder hast du mich da jetzt verwechselt oder du hast es nur falsch verstanden. um es mal deppensicher zusammenzufassen: ich bilde mir keine meinung darüber was goth ist und was nicht, dieses wort existiert gar nicht für mich!!! ausserdem wünsche ich keine weitere belästigung per pn von dir..... |
| Seneca | @ Pseudogruftie Ich habe längst aufgehört, missionieren zu wollen...daher bin ich mit meiner Ansichten über den [i]dark way of life[/i] sehr sparsam geworden...ich werfe aber gerne mal Puzzelteile ein. Wie ich schon früher schrieb, bin ich gegen dogmatisierende Einflussnahme...dieses verzögert in der Regel nämlich nur den Selbstfindugsprozess. Leider ist diese "Szene" derzeit voll von solchen Dogmata. Und es finden sich immer wieder genug "Alpha Gothics" die diese relativ unreflektiert ausleben und jene, die sie dafür bewundern und ihrn nacheifern. Ich war selbst mal einer dieses Nacheiferer...! |
| Pseudo-Gruftiii | [quote]Wie ich schon früher schrieb, bin ich gegen dogmatisierende Einflussnahme...dieses verzögert in der Regel nämlich nur den Selbstfindugsprozess.[/quote] seneca....*tränenindieaugenkrieg*....danke.....du verstehst mich. ansonsten....hab halt langeweile und dieses hobby kommt mir gerade recht :D @elle: lol......was willst du??? das hast du jetzt gesagt. anscheinend scheints zu stimmen wenn du dich angesprochen fühlst. und jetzt lass mich in ruhe, ich habe niemanden persönlich damit angesprochen. frage nicht nach einer antwort, die du schon selbst am besten für dich selber weisst. könnte nur zu enttäuschungen wie diesen hier führen. pubertät vergeht und die komplexe mit ihr.... |
| LunaticSister | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]was bedeutet eigentlich schwarze seele haben? ein gothic sein, bloß ein bisschen netter ausgedrückt? also wenn ich mir diese seite durchlese, dann ist ja jeder der schlimmes in seiner vergangenheit erlebt hat auch ein stückchen gothic. soso. also sind wir doch alle ein bisschen blunaaain, gothic. nehmt es mir nicht übel, ich versuche nur immer noch dahinter zu kommen was gothic ist. jeder behauptet, gothic hat einen sooo vollen inhalt nur meine vorstellung davon ist ein sinnloses leeres etwas, was man zwar ausschmücken kann, was aber dann nicht unbedingt diesen namen tragen muss... [/B][/QUOTE] Also, meiner Meinung nach (jeder ist da ja anderer Auffassung), ist Gothic eine bestimmte Lebenseinstellung, welche mit vielen Faktoren gekoppelt ist. Eine schlimme oder schlechte Vergangenheit kann nur ein Auslöser sein, muss aber nicht. Die Lebenseinstellung und ein gewisser Ausdruck durch schwarze Klamotten oder Szene-Musik (nicht unbedingt nur Gothic) und Lebensstil ist für mich Gothic. Bestimmte Interessen zählen auch dazu. Da wären Philosophie, was viele hier (denke ich) interessiert, sowie Mittelalter, Geheimnissvolles, Wissen, dunkle Romantik usw. Ein bestimmter Leitfaden (sieht man auch in vielen Gothic-Lexika, aber nicht zwingend notwendig, denn jeder ist ja auch noch Individualist) ist schon da, was jede Szene wohl hat, sonst wäre es ja kaum eine, wenn diese mit allen anderen gleich wäre. Natürlich gibt es auch andere Meinungen/Definitionen, die mich sehr interessieren würden. Also, worauf wartet ihr noch? :) |
| LunaticSister | P.S. Gothic, bedeutet für mich auch nicht, dass jeder automatisch depri durch die Weltgeschichte rennt. Oder alle Pessimisiten sind. Ich für mein Teil, bin eher optimistisch und lebensfroh, also auf keinen Fall suizidgefährdet. :) |
| Yumera | mmh wie schreib ich das am besten...Ich glaube ich hab ne Art Mindervertigkeitsgefühl bekommen. In der Hauptschule nur gemobbt...vom Vater nie Liebe kennen gelernt...von Freunden, wo ich glaubte sie seien es, keine Hilfe bekommen... Dann ie Erste liebe...alle sagen sie sei toll. Nein..ein ganz großes nein..es war bzw. ist Hölle... Irgendwie..hat mich das..was gelert...Mag falsch sein, aber ich seh nur das...Wozu Leute an mich rankommen wenn sie doch eh nix wollen, später nur weh tun? Ich lass nur einen an mich ran...zu groß ist die Angst geworden. Weis nicht..vll...nur eine Phase. Aber ich fühl mich seit einiger Zeit vom dunklem angezogen..kam einfach.. |
| Valenvaryon | Wenn man übr diese ganzen Schicksale (kindheit ist in meinen Augen wirklich Schicksal, da dei eigene Einflussanme viel geringer ist als später im Leben), dann komme ich mir fast schuldig vor (nicht dieses heuchlerische, hinterhältige). Ich bin wohlbehütet aufgewachsen, wurde nie geschlagen, nie gezwungen aufzuessen, eine intelligente Familie, von der ich viel lernen konnte (fürs Leben) bin viel gereist und war selten unglücklich. Wie kommt der plötzliche Wandel? Nun ja, so plötzlich war es gar nicht... Angefangen hat es in der 7. Klasse, in dieser Zeit merkte ich das sich mein Freundeskreis immer weiter verschob und irgendwann nur noch aus Leuten bestand, die 2-5 Jahre älter waren als ich. (damals wunderte mich das nicht, ich habe es einfach als gegeben hingenommen) Mit den meisten Gleichaltrigen konnte ich nicht mehr Lachen, da, nun ja in der Pubertät nimmt man ja ALLES viel intensiver war, und so auch ich mein kleines Bisschen mehr an Reife.:rolleyes: So lebte ich nun mein Leben, langweilte mich zuweilen sehr, begann mich für "härtere" Musik zu begeistern (wie wohl die meisten mit Metallica angefangen)...von nun an wurde es kompliziert. Da ich so ein Herzensguter Mensch bin (wirklich!) will ich niemanden verletzen (es lässt sich bissweilen jedoch nicht immer vermeiden, sowohl psychisch wie physisch, denn meine Toleranzgrenze ist hoch, wenn sie jedoch überschritten wird, dann ist das wie Slayer beim Musikantenstadl ). :mad: Um meinen *Kumpels* ausder Klasse etc nicht sagen zu müssen was ich wirklich von ihnen halte hab ich mir ein schönes Allerweltslächeln zugelegt, ich muss wohl glücklich ausgesehen haben, denn ich war beliebt wie selten zuvor. Ich rede hierbei nicht von einer 2. Persönlichket oder so, sondern nur von einer Maske, die ich mir aufsetzte, wie es viele von euch sicher auch schon gemacht haben... :cool: Nunja (wohl ein Lieblingsausspruch von mir:p ), es wurde leider zur Gewohnheit und so war ich in der Schule immer Mr. Strahlemann höchst persönlich, zu Hause jedoch blieb ich lange wach und grübelte. Nachdenken ist für mich wie Wasser kochen...in einem geschlossenem Behälter. Wenn der Druck zu hoch wird, sollte man besser mal Dampf ablassen. Wenn ich das mal nicht kann habe ich das Gefühl unheimlich wichtige Gedanken gehen mir durch den Kopf , aber werden sofort wieder vergessen...das stimmte mich traurig. Wie Dampf ablassen? Schreiben ist die einfachste Möglichkeit, aber ich finde ein gutes Gespräch mit jmden der dich versteht ist viel besser, aufgrund des Feedbacks das du sofort bekommst. Wie ich nun nachdenke (jahre sind dahingegangen) habe ich meine Maske aufbehalten (heute wo ich doch grade im Begriff bin sie abzunehmen, da ich sie nicht brauche, frage ich mich warum ich das nicht schon früher getan hatte) und immer noch jeden schönen Sommertag mit hübschen Mädchen (verdammte Prinzesinnen:( ) am Strand und die Nacht im Bett verbracht. Kein Grund um traurig zu sein meint ihr? Es war als ob ich gegen eine Wand redete, wie man soschön sagt. Wie ich heute, auf dem Weg der "Erkenntnis" nun feststellen darf/kann/was auch immer ist das was viele "gothics" unter "ihrer" Philosophie verstehen, dass nachdem ich solange gesucht habe... Oh man tut es gut sich das ganze Zeug mal so von der Seele zu schreiben... Ihr findet eshört sich an wie ein Märchen? Naja kann zum einen am Schreibstil liegen zum anderen schreibt das Leben ja bekanntlich die verrücktesten Geschichten by the way ich bin niemand derden ganzen Tag lang in dunklen Sachen rumläuft oder so...im Allgemeinen geht es mir um die grundsätzliche Art und Weise, den Tod, das Leben, den "Lauf der Dinge" zu betrachten. Die Vergänglichkeit zu akzeptieren, sein Leben lieben, aber lieber stehend sterben als knieend(?kein Duden zur Hand) leben, das ist ein knapper Umriss dessen was für mich Gothic ist (wobei das sicherlich nicht viel mehr als ein Kratzen an der Oberfläche sein kann) habe jetzt 10x soviel geschrieben wie ich eigentlich wollte, aber es tut gut und hier ist ja genug Platzt für alle da, so wie´s aussieht. ;) edit: um´s mal auf den Punkt zu bringen, vor allem für mich selbst, Ich habe mich gefühlt wie in einem Gefängnis und der Schlüssel lag 1cm ausserhalb meiner Reichweite! danke das ihr leset und verstehet |
| lioba | Seneca, das war echt schön ausgedrückt. Besser kann man´s glaub ich nicht ausdrücken.... Das Gedicht, der Text, wie auch immer ist so richtig.... hach ^^ Nachts im Wald oder an einem See ist echt schön, wenn der Wind rauscht, man Tiere rascheln hört *sfz* |
| mondkind | Mobbing von der 1 bis zur 12. Klasse, den Höhepunkt bildete eine versuchte Vergewaltigung auf der Maturreise an meinem 18. Geburtstag. (herzlichen Dank an den italienischen Fischer, der dazu kam) Ich hatte ein paar schwarze Freunde, die die einzigen waren, welche mich unterstützten. Von meinen Eltern bekam ich nur zu hören, ich sei selbst schuld und müsse mich ein bisschen mehr anpassen. Irgendwann gewöhnte ich mir an, alles mit einem Lächeln zu betrachten und wenn es mir echt schlecht ging, alles ins lächerliche zu ziehen. Ich trage selten schwarz, bin das freundliche Mädchen geblieben, welches allen hilft, aber nie Hilfe annimmt... Schwarze Seele - buntes äusseres (wobei mein Inneres wohl schon immer dunkel war und nur immer schwärzer wurde) |
| Air | Ja...ich glaube, das war es bei mir: "Du muss dich einbisschen mehr anpassen, dann..." aber genau das wollte ich nie. Mich anpassen um das zu kriegen was Mainsstreams (ich sag das jetzt mal so saloü dahin) auch bekommen. Außerdem mag ich bizarres Zeug:D Air |
| sleeping-water | also ich denke das lag bei mir daran das ich nie viele freunde hatte weiß net warum,ich wirke generell immer etwas distanziert und vllt auch arrogant ka. nur die die mich besser kennenlern(is heut eig immer noch so)mögen mcih dann auch) dazu kam dann noch das mein paüa ziemlich viel trinkt(ur auf feiern aber egal) und ich es NIE abkonnte. und nach einer bsonderen szen vor jahren(über die ich nicht reden will aber es ging um meinen pspa keine vergewltigung oder so) aber dannach wurd es extremer |
| Arimahn | [QUOTE]Was war/ist bei euch der Grund sich in der schwarzen Seite des Lebens wiederzu finden ?[/QUOTE] Miese Kindheit, schlechte Familienverhältnisse, zu große Feinfühligkeit, vermutlich sogar diverse vererbte Neurosen (Eine gewisse Paranoia, oder zumindest übersteigertes Misstrauen gegenüber dem Rest der Welt, Egozentrik...) Eigentlich sind die ersten beiden Punkte "nicht so schlimm" aber durch dritteres wurde die Wirkung leider ziemlich gesteigert. |
| ScherbenKönigin | Ich wurde einige Jahre in der Schule gemobbt und wollte irgendwann nicht mehr zu denen gehören ,die mir so wehgetan haben und zeige ihnen wie es IN mir aussieht ... Wieso sollte ich versuchen mich anzupassen und irgendwen zu kopieren? Wie ASP bereits gesagt haben " Hässlich will ich für euch sein und wie ein böser Traum" :D |
| Hellscream | Sehr schön deine Gedanken vom letzen Nachtpaziergang Seneca. Was lässt meine Seele schwartz werden das wollt ihr also Wissen so so ......... Meine Sicht der Dinge die schön für mich sind und über welche leider nur sehr wenige Menschen verfügen. Sprich meine ästhetische Sicht der Dinge. Ich weisse eine schizoide Persönlichkeit auf, allerdings nicht so das ich nicht selber dammit nicht fertig werden würde, obwohl es schon Situationen gab in denen ich mit mir selber um Kontrolle ringen musste. Ich denke ich habe mitlerweile ein sehr grosses Mass an Kontrolle über mich selber erlangt. Ein Chor aus Gedanken in meinem Kopf die meinen Schädel zum explodieren bringen wenn ich nicht aufpasse. Ich verliere mich abgöttisch gerne in meinen Gedanken und ich geniesse es, aber es gibt Situationen da wird es zu viel, das Problem besteht dann darin meine innere Ruhe zu finden. Dunkle, Verwirrende und meist Blutige Träume, ich träume zwar nicht so oft, aber wenn ich Träume habe sind es nur diese. Ein böser Traum für sie zu sein, ja, das ist fakt. Allerdings wäre es von mir falsch mich als Opfer darzustellen. Ab imo pectore Hellscream Midgard Der Moloch |
| Cold Rain | Hmm, ich denke, da kommt einiges zusammen. Schon relativ früh in der Kindheit kein richtiges Zugehörigkeitsgefühl bei den Gleichaltrigen (fing in der Grundschule an und zog sich dann durch die Schulzeit bis heute), war halt n bisserl "anders" (hab viel gelesen, war aber leider weniger an Boybands und Jungs interessiert). Irgendwann wurde der Spalt immer breiter, öfter wechselnde Freundeskreise, Mobbing und dann die Erkenntnis, nach verzweifeltem Ringen um Zugehörigkeit und ein "wir": Ich will nicht sein wie ihr. Ihr tut mir weh, warum sollte ich euch mögen? Nett sein und alles geben, nur damit ihr mich nicht mehr fertig macht? Ich brauche euch nicht. Darauf folgte Einsamkeit, aber mir hats auch geholfen...schwärzeste Phase meines bisherigen Lebens, richtig verkrochen hab ich mich, als mein Opa starb. Das war zuviel. Danach hab ich nach einem geistigen Zuhause gesucht und bei Menschen gefunden, die anders und überwiegend schwarz waren. Tja, dazu kommt wohl noch eine gewisse Faszination für die schwarze Kultur und Dinge, die damit zusammenhängen. Leicht morbide und makaber veranlagt. :D |
| Themisto | Geht mir sehr ähnlich. Laufe zwar relativ bunt herum, aber Cold Rains Geschichte ist meiner, natürlich unterschiedlich im Detail, sehr ähnlich. Wenig Freunde, sonderbare Interessen, weniger an den Standarts Party, Kerle und Alkohol interessiert gewesen, die zu meiner Jugend ja 'normal' waren (hab mich jetzt lieder zum kleinen Suffkopp entwickelt). Und daraus entstand dann ich. Anders war ich halt schon immer. Nicht individuell, sondern schlicht anders von den Interessen her. Und irgendwie finden sich hier Einige die in ähnliche Richtungen denken. Themisto |
| thought | *veneigs* Je länger und öfter ich darüber nachdenke, kann ich feststellen, dass es bei mir dafür keinen bestimmten Anlass oder Zeitpunkt gibt oder gab. Es ist einfach ein Gefühl, das in mir ist. Ein Lebensgefühl würde ich sagen. Ich bin schwarz jeden Tag, egal ob ich herzhaft lache oder traurig bin. THOUGHT |
| black pearl | ich hätts nicht besser formulieren können... |
| Ryaen | Also was mich bewogt hat so zu werden: - 13 Jahre keine Liebe - Steifvater hat mich immer gecshlagen (Mutter nur zugeschaut) - Kaum freunde - 9 Jahrew Mobbing - Letzte Sommerferien fast von Hip-Hopern umgebracht Fazit: Hip-Hop Träume fallen gelassen und Gothc geworden festgestellt es ist doch immer wieder schön ein Gothc zu sein. Ryaen |
| Kinwin | [QUOTE]Je länger und öfter ich darüber nachdenke, kann ich feststellen, dass es bei mir dafür keinen bestimmten Anlass oder Zeitpunkt gibt oder gab. Es ist einfach ein Gefühl, das in mir ist. Ein Lebensgefühl würde ich sagen. Ich bin schwarz jeden Tag, egal ob ich herzhaft lache oder traurig bin. [/QUOTE] Ja, genau so is es. :) |
| Sternentreue | Ich weis es ganz ehrlich nicht, das kam plötzlich und von alleine. Ich bin nicht der Mensch der Gefühle zeigt und sie auch nicht auslebt, kurz das kann ich als Grund mehr oder weniger ausschliesen. Von anderen hab ich mich so gut wie nie beeinflussen lassen, also das kanns auch nicht sein. Die Musik kannte ich vorher noch nicht mal. Ein Freund von mir hat da die Theorie, dass ich ne genetische Veranlagung dafür hab und ne bessere Erklärung konnte ich bis jetzt nicht finden :D |
| SilentMidian | Ich weiß nicht recht wie ich hinzu kam. Ich war einfach so. Mein bisheriges Leben war weder verlustreich, noch sonderlich schmerzlich. Ich denke es ist einfach meine Persönlichkeit, die mich hierrein driftete. Ich war schon immer...anders...als meine Mitmenschen. Nachdenklicher, und um einiges realistischer, als es meine Altersgruppe zulassen sollte. Aber es ist gut so, es gefällt mir so zu sein, wie ich es bin. |
| Dream Angel | [QUOTE][i]Original geschrieben von black pearl [/i] [B]ich hätts nicht besser formulieren können... [/B][/QUOTE] stimmt da kann ich mich nur anschliessen |
| Dream Angel | [QUOTE][i]Original geschrieben von thought [/i] [B]*veneigs* Je länger und öfter ich darüber nachdenke, kann ich feststellen, dass es bei mir dafür keinen bestimmten Anlass oder Zeitpunkt gibt oder gab. Es ist einfach ein Gefühl, das in mir ist. Ein Lebensgefühl würde ich sagen. Ich bin schwarz jeden Tag, egal ob ich herzhaft lache oder traurig bin. THOUGHT [/B][/QUOTE] ich kann da nur zustimmen....... |
| Dichterseele | Wie kam ich vom eher 08/15 Menschen zum Gothic? Nun, ich formuliere es kurz und knapp: Das Leben ist der Grund dafür. Mein Vater zog es vor mich seit dem dritten Lebensjahr bei dem kleinsten Fehler zu beschimpfen, zu erniedrigen und zu schlagen, meine Mutter schlug mich auch ganz gerne Mal. Bis zu dem Punkt an dem ich mich gewehrt hab. In der Schule hatte ich früher nie Probleme, doch ab der 5.ten Klasse ging's richtig los: Ich war einer der jüngsten, und somit beliebtestes Ziel aller Mobbingattacken. Ich zog mich in mein Zimmer zurück, welches ich die meiste Zeit abgedunkelt hatte und lag oft Stunden in tiefer Depression oder bestenfalls bittersüßer Melancholie auf dem Bett und verlor meine Lebenslust Stück für Stück. Freunde hatte ich zu dem Zeitpunkt nur wenige und selbst die hatten die meiste Zeit andere Pläne. Zudem bin ich seit meiner Geburt Single und das zerrt doch schon sehr an den eigenen Nerven. Eines Tages entschied ich mich mal ein wenig herumzusurfen, scheißegal welche Seiten ich im Internet finde und "bumms", ich lande bei Wikipedia mit dem Unterartikel "Gothic (Subkultur)". Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich "nicht alleine bin" und entschied mich immer mehr, Gothic zu sein. Ich kenne zwar selbst nur andere Gothics über's Internet, aber ehrlich gesagt ist das für mich kein Problem, mein Freundeskreis besteht schließlich Hauptsächlich aus Nicht-Gothics und ich find's vollkommen okay. |
| une copine | Das Ganze wird jetzt vllt. etwas verwirrend, aber was soll's: - ich bin nie in den Kindergarten gegangen und war dadurch irgendwie anders als die Kinder auf dem Spielplatz -da ich nie früh aufstehen musste, habe ich spät abends Horrorfilme angeschaut gehabt, die ich über alles lieb(t)e -meine Oma, bei der ich fast immer war, lebt(e) gegenüber einem alten Friedhof und ich wollte immer Grabsteine anschauen gehen :D dann bin ich eingeschult worden -ich war ruhiger als die anderen und war nicht so leichtsinnig -deshalb hatte/habe ich nicht viele Freunde -ich wurde, aus irgendwelchen Gründen auch immer, als komisch empfunden aber als ich 14 war, habe ich versucht, das zu ändern, was allerdings nicht wirklich geklappt hat :D -eines Tages habe ich geträumt, ich würde sterben und es fühlte sie so real an, dass man fast schon davon ausgehen kann, dass es eine Störung der REM-Phase gewesen war -ich wurde wieder nachdenklicher und fing an, sich für Parapsychologie zu interessieren und öfters auf Friedhöfe zu gehen -und eines anderen Tages habe ich das Video zu "Bittersweet" von Apocalyptica gesehen und habe meine Meinung über die Musikindustrie geändert :) -als ich, nach ein paar Monaten, MTV geguckt habe, habe ich ein Evanescence-Video gesehen und ich war danach einfach nur sprachlos -ein paar Tage später habe ich Oomph! und Within Temptation entdeckt -ich habe mir immer öfter schwarze Kleidung gekauft gehabt -ich habe versucht, mehr über Gothic rauszufinden und habe dann im Internet danach gesucht und bin so auf andere Bands gestoßen (die natürlich viel gothmäßiger sind als WT ;) ) |
| gruftigirl | Gothic werden ist nicht schwer. Gothic sein dagegen sehr... (Aber später dazu) Also, mein ganzes Leben lang war ich immer anders als die anderen (O-Ton meiner Oma: die war als Kind schon so komisch!). Verträumt, introvertiert und klamottenmäßig IMMER anders als das gängige Schönheitsideal, absolute Leseratte, Interessen an Menschen, Szenen, Lebensansichten, Mystik, Magie und Tod, Glaubensrichtungen und Weisheiten, dauerte es dennoch einige Zeit, bis ich komplett schwarz wurde. In den 80ern schielte ich auf die Waver und "Razzies", wie die Gruftis auch genannt wurden, blieb aber eher Jeans&T-Shirt-bunt. Nach meiner Heirat mit einem weißen Amerikaner, dem USA-Aufenthalt und der Rückkehr nach Deutschland begann ich mich für die Techno-Undergroundszene zu interessieren. Ja, auf diese Musik konnte ich stundenlang (ohne Drogen) tanzen, die Parties in München-Riem waren echt göttlich! (Ein bischen ist noch heute davon hängengeblieben und wird mit EBM befriedigt *grins*) Aber die Seele langweilte sich, dieses WE-Party-Leben ödete mich total an! Bis ich in unserer Indie-Disco an einem Softrock-Abend wieder eine der Gothics erblickte - und da schlug es ein wie eine Bombe, die im Unterbewußtsein noch vorhandene Fasznation für dieses Lebensgefühl. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch etwas Unbehagen für morbide, okkulte Themen, aber die unerklärliche Faszination war sehr viel stärker!!! Ich kaufte Unmengen an Magazinen, Katalogen und Bücher, flitzte in Secondhand-Shops, bettelte Bekannte um schwarze "Kleiderspenden" an, bestellte bei Gothicläden, kurz, ich wurde immer schwärzer. Und das ängstliche Unwissen wandelte sich in absolutes Vertrauen in Diesseits und Jenseits. Früher dachte ich, wenn man einen Leichenwagen vorbeifahren sieht, das bringe Unglück - heute fahre ich selbst einen (ausrangiert, 20 Jahre Bestattereinsatz)! Die schönsten Klischees finden sich in meinen vier Wänden, "Privatfriedhof" mit Sarg und Zubehör... und ich fühle mich wohlig, zu Hause angekommen... ABER ... Sieben Jahre Schwarzsein und ein ständiger Kampf mit der lieben Umgebung! Wenn du nur bunte Verwandte, Bekannte und Kollegen hast, ist das ein nichtendenwollendes Rechtfertigen. Egal ob die Familie, Partner (bin inzwischen geschieden), Freunde oder Kollegen, ja sogar Kunden sprechen einen an "Warum sind Sie so schwarz angezogen?" - es zehrt an den Nerven. Jeder, und das ausnahmslos, jeder denkt, das Schwarzsein ist nicht gut für dich und verbindet es mit dem "Bösen"... Bis man selber zweifelt "Ist es wirklich das Richtige?" Ich habe öfters versucht, aufzuhören oder schlichter zu werden, aber die Faszination war immer stärker. Nun bin ich nicht der Typ, der sich versteckt und nicht zu seinem Lebensgefühl steht (Ich kann sehr gut diskutieren), das Problem ist, mein Partner will sich in zwei Jahren sebstständig machen als Bestatter (!) und kann sich meine geschäftsschädigende Erscheinung nicht leisten... Da ich ihn sehr liebe und ich bei ihm eines Tages mitarbeiten möchte, muß ich eines Tages wieder auf "schlicht" umsteigen. Das denke ich läßt sich einrichten, denn Bestatterin ist schon seit langem mein Traumberuf, da muß ich nicht unbedingt als "Grabschönheit" rumlaufen! Und schwarze Kleidung ist in diesem Beruf nicht verkehrt... Noch ist Gruftsein mein Lebensgefühl, es in den Arbeitsalltag zu integrieren wäre absolut klasse!!! Nur, die Außenseiterin werde ich immer bleiben. Irgendwie mag ich aber diesen Status :rolleyes: Wer tief drinnen "schwarz" ist, für den ist dieses Lebensgefühl ein Ruhepol und Gefühl der Sicherheit. Wer eine "schwarze Phase" durchlebt, für den ist dieser Abschnitt sicher sinnvoll. Wer "nur" Modegrufti ist, der hälts leider nicht lange dort aus (schon mal mitgeholfen, einen verstorbenen Verwandten aufzubahren ??), aber Gothic ist kein Elitestatus, sondern für alle da! Möge sich jeder das Richtige heraussuchen... In diesem Sinne, gruftigirl |
| laminare | Meine Seele ist schwarz geworden, weil ich von meinem Vater nie Liebe, sondern immer nur Gleichgültigkeit erfuhr, was er mir auch immer mit Schlägen zeigte. Es folgte schwere Depressionen, SVV, totaler Absturz in der Schule und am Ende ein kurzer Aufenthalt in einer klinik. Ich habe jedoch den Hass, der Tag für Tag mein Begleiter war, fast besiegt. Außerdem bin ich schwarz gewoden, weil ich anders sein wollte als mein Umfeld (vllt kennt ihr das ja, diese ganzen playboy- sch*****n die über ales und jedne herziehen der besse ist als sie), ich will einfach den ganzen verschissen leuten ( doie sich damals ,,freunde´´ nannten) zeigen das sie un dihr tussi-style mir am a***h vorbei geht --.-- Ich bin glücklich als Goth, glücklich anders zu sein, glücklich mein Innerstes zum Vorschein zu bringen! Und auf deine Frage (ich glaub jedenfalls mal das du das gefragt hast) Ja, die Musik hat mir sehr geholfen, besonders Evanescence, die mir echt aus der Seele singen. Liebe Grüße Mari |
| Dark Religion | Hallo, immer wieder werde ich gefragt was eigentlich der Gemeinsame Faktor in der schwarze Szene/Subkultur ist. Leider bin ich nicht so begabt meine Gedanken auszudrücken. Deshalb freut es mich um so mehr das ich hier einige Postings finde die ich (die Fähigkeit vorrausgesetzt)genauso geschrieben hätte. Mein Fazit: 1. Wir sind Goth und das ist gut so !! 2. Hurra ich bin doch nicht alleine, es gibt andere die so denken wie ich !! |
| Cyriax | wie wird die seele schwarz... hm bei mir gab es auch nicht _das_ ereignis .... kindheit war/ist 'normal' (schon wieder dieses komische wort) verlaufen.... aber man könnte sagen ich hab mich getraut hinter die Kulisse "Leben" zu schaun... was man dort sieht und versteht lässt die seele doch um einiges an farbe verlieren, erst wird man nur zusehens nachdenklicher, realistischer und auf einmal hängt man in seinem stuhl, höhrt ASP, voreinem Herr Poe und grübelt über die Menschheit... tjo aaaaber: schwarz ist wenn man trotdem lacht oder so ungefähr, |