| Torian | Erstmal vorne weg: Ich hoffe ich hab das richtige Forum getroffen und hoffe ich werd jetzt nicht mit "gibt´s schon und kalt[B]alt[/B] antworten erschlagen. Danke Aber zum eigentlichen.. wie weit seid ihr eigentlich bereit kompromisse zu machen wenn es um euer erscheinungsbild geht? Ich spreche jetzt von mehr oder weniger wichtigen Dingen. Lauft ihr alltäglich rum oder alltäglich unalltäglich? Samt Seide, Lack und Leder, Ketten, Nieten, Ringe Schminke, Piercing ist das bei euch immer und überall dabei? Würdet ihr es bsp eurer Oma zu liebe ablegen wenn ihr sie besucht damit sie keinen anfall bekommt oder steht ihr dazu? Muss es sein? Ist es für ein gar "verrat" sie da abzulegen? Habt ihr Angst um einen Job um eine Bewerbung? Wenn ihr nen Job sucht kommt ihr dann in eurer alltagskleidung oder wird dann doch mal schlichtes oder buntes ausgepackt? Ich stehe da bei meiner überlegung vor einem großen Problem. Nicht das ich es für "ungoth" (gibt´s das Wort überhaupt?) halte wenn ich mal nur in nem schlichten schwarzen pullover und ner jeans rumlaufe. Das kommt oft genug vor schon allein aus zeitmangel und bequemlichkeit. Im gegenteil ich halte sogar eher jene für schlimm die sich so reinsteigern und alle verspotten die einmal was anderes tragen und meinen man MÜSSE sich so oder so kleiden. Ich hab zu geburtstag von ner freundin aus scheiß auch ein rosa hemd geschenkt bekommen was ich aus purem protest auch anziehen werde ^^ Aber mein problem liegt eher in der tolleranz der "anderen" Menschen. Vieles was ich als schön empfinde sind für die meisten abschreckend (bsp kann ich mir wohl sparen kennt ihr wohl alle). Was mach ich jetzt wenn ich einen arbeitsplatz suche bsp? Was macht ihr? Es bewusst ignorieren, euch so kleiden wie ihr es schön findet und hingehen, darauf hoffen das ihr die vorurteile abbaut und darrauf vertraut das der chef die fähigkeiten betrachtet und nicht solche subjektiven eindrücke die vorurteilshaft geprägt sind oder lenkt ihr eben doch ein? Akzeptiert ihr es den Mantel im schrank hängen zu lassen und zunächst in durchschnittskleidung zu erscheinen? Wie sieht´s dann mit größeren Anlässen aus? Greifen wir mal etwas exquisites hervor und sagen wir ihr geht in die Oper. Seid ihr dann schwarz oder nicht? Müsst ihr dann die Etikette brechen oder passt ihr euch dort an? Hochzeiten? Muss es "goth" sein oder kann es "normal" sein? Wochenendgoth oder nicht? |
| cora | Tja ic denke in erster Linie sollte das jeder für sich entscheiden. Ich bin bisher immer sehr gut damit gefahren mit treu zu bleiben. Selbst auf meiner Arbeitsstelle scheint es wohl Alltag geworden zu sein das ich so bin wie ich bin. Ich bin sogar so weit gekommen das ich seit einigen Monaten als Stellvertretene Leitung arbeite. Ich denke das habe ich nur durch mein Fachwissen meine Ehrlichkeit und meinem sturen Kopf zu verdanken. Niemals würde ich mich verstellen und gäbe es einen Anlass an dem mein Auftreten so wie es ist nict erwünscht ist, würde ich es ablehnen dort zu erscheinen. Denn die Leute die mich auf Hochzeiten Geburtstagen und und und einladen, kennen mich ja nur so. Von daher wissen sie worauf sie sich einlassen. Salut Cora |
| Tiberon | Wenn du nen Job suchst, zieh dich entsprechend an. Deswegen verleugnet man noch nix o.ä. Der Standardchef will niemand unter sich, der seinen eigenen Weg geht, er will den selbstständigen Untertan. Wobei ich das eig. nicht als Kompromiss bezeichnen würde. [i]"Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps"[/i] Ein Arzt hat auch nen Kittel an ... Wenns dir lediglich um Reaktionen der Kollegen geht, lass es langsam angehn. Ich war bei einer Bank und kam anfänglich auch immer erst in Hemd usw. und hab das mit der Zeit soweit runtergeschraubt, daß ich von den Kollegen Schuhcreme gescheenkt bekommen hab .. :D |
| discordpAnk | Ich wieß net, anpassen tu ich mich sicher. Aber z.B. Piercings nehm´ich net raus, weil´s mir unangenehm is. Ich verkleide mich halt gern so wie´s grad´ nich passt. (ya,ya Eigenlob stinkt.) |
| Shirley McVeigh | Hm, für die Arbeit könnte ich mit kleineren Einschränkungen leben (Fingernägel ablackieren zB.), aber das hat auch seine Grenzen (meine Haare geb ich nicht her :-) !!!). Privat würde ich für niemanden Kompromisse eingehen !!!! |
| CloudySky | Ich selbst bin auch der meinung, dass es quatsch ist sich für jemanden ganz zu verstellen und nich man selbst sein kann. Also ich brauch mich eigentlich nicht anpassen, weil ich noch Schülerin bin und danach eigentlich direkt an die Uni will :-) Das Einzige worüber ich mit mir verhandeln lasse ist, dass ich meine knappen Discooutfits (lack etc) nicht unbedingt anziehen muss, wenn ich nur was einkaufen gehe... Ansontn mache ich aber was ICH möchte und was ICH für richtig halte... Grüße, CS |
| rainraven | ich glaube, der Thread ist hier nicht ganz richtig, sondern gehört unter "Augen durch die Nacht, Gothic Lifestyle",oder wie die Rubrik heißt... Ich bin auch auf Arbeitssuche und verlange von einem Job, den ich überhaupt machen kann, nur, daß ich mich nicht vornehm kleiden muß, also in etwas, was mich einengt und mich mich unwohl fühlen läßt (wie Make-Up, Blusen, elegante Röcke, unbequemes Schuhwerk, Bundfaltenhosen etc. -und immer freundlich tun zu müssen, auch wenn ich beschissen drauf bin). Ich sehe ja nicht sonderlich "gothic" aus im Alltag, aber bequem, etwas alternativ und "casual" gekleidet. Ich habe keine sichtbaren Piercings oder Tattoos, schminke mich nicht und habe keinen Haarschnitt, sondern nur eine lange Matte, die ab und zu lilarot und meist zusammengebunden ist. Und ich trage meist einen winzigen silbernen Vogelschädel an der Halskette. Das möchte ich dann bitte auch bleiben und behalten dürfen, weil ich der Meinung bin, daß dies nicht stört und meine Arbeitsleistung nicht beeinflußt. Da ich Biologe bin und sowieso im Laborbereich unterkommen will, dürfte das im Rahmen sein. Und mit weißen Kitteln habe ich kein Problem... Natürlich ist klar, daß ich mich für Vorstellungsgespräche, Kongresse oder ähnliches etwas eleganter mache, aber meinen Posterpreis auf einer Neurowissenschaften-Tagung habe ich trotz Dockers mit blauen Schnürsenkeln und Cordschlaghosen und Indien-Oberteil gewonnen...also kann man auch so offensichtlich kompetent aussehen...;) |
| minddiver | Ein Kompromiss bedeutet immer eine zumindest teilweise Anpassung und die lehne ich grundsätzlich ab. Ich bin zum Glück in der Lage (36 Jahre - Eigentumswohnung und Rentner) mich nicht mehr anpassen zu müssen - ich habe dies aber auch noch nie gemacht. Selbst während meiner Bundeswehrzeit war es möglich mit (seinerzeit) gefärbtem Doppeliro durch die Kaserne zu maschieren - er mußte halt nur "olivgrün" sein !;) |
| Desira | Gute Frage. Privat? Höchstens, wenn mich meine Omas darum bitten (oder mein Cousin, der darf das), allen anderen zeige ich in der Richtung die kalte Schulter. Meine Klamotten sind nicht umsonst meine Klamotten. Aber mal an die, die das schon hinter sich haben: Wie ist das mit Bewerbungen usw.? Sollte man dann beim Vorstellungsgespräch versuchen, möglichst normal-adrett auszusehen und sich dann später wie gewohnt kleiden oder lieber gleich so zum Vorstellungsgespräch gehen? Ich meine hier jetzt aber keine Jobs wie Bank, Arzt usw., halt überall, wo es eine Art Uniform gibt... |
| rosenkind | Nun, ich besuche noch das Gymnasium und will danach studieren, deshalb ist das Berufsleben für mich gottseidank noch weit weit weg *g*. Aber gut, Besuche bei Oma, Praktika, Familienfeste, das kenn ich auch. Was solche Anlässe angeht gibt es für mich das entweder oder nicht. Ich finde eigentlich immer ein Outfit, dass dezent wirkt und dennoch klar erkennen lässt, was ich bin. Ein Beispiel. Oma im Sommer: einfache schwarze Hose, ein einfaches schwarzes Top, darüber ein nicht ganz so auffälliges Oberteil aus Chiffon. Um den Hals eine Kette mit einem winzigen silbernen Pentagramm. Weder meine Oma noch mein extrem religiöer Großvater haben sich irgendwie aufgeregt. Ein anderes Beispiel: Praktikum: einen schönen weiten schwarzen Stufenrock (kein besonderes Material), einfaches schwarzen Top, Häkelbluse und eines von diesen Plasziktattoobänern, die 98/99 mal in waren (ihr wisst, was ich meine, oder?). Ich war angemessen gekleidet und dennoch ich selbst. Es ist durchaus möglich beides miteinander zu verbinden. Auch über mein schlcihtes langes schwarzen Kleid mit Häkelmantel und einer schönen Kette mit Kreuz hat sich auf der letzten Familienfeier keiner beschwert. |
| Desengano | also in die oper kann man WUNDERBAR in schwarzer tracht auftauchen. da sind die alten weibsen noch grufitger als ich! ;) auch ins theater kann man heutzutage echt gehen, wie man will. back to topic: ich war am montag auf dem 90. geburtstag bei meiner uroma. und da muss es echt nicht sein, dass ich da so auftauche, als würde ich am samstag in einen club gehen. das tu ich dann einfach aus höflichkeit. trotzdem ist immer noch (fast) alle in schwarz, halt nicht so zerrupft und das makeup etwas dezenter. nieten müssen dann auch nicht sein. da ich zum glück studiere, kann ich anziehen, was ich will, aber ich fände es nicht schlimm, an der arbeit etwas dezenter aufzutreten. allerdings immer noch alle in schwarz. ich würde echt versuchen, mich zu sträuben. ich muss mich ja auch wohlfühlen. aber ich hoffe ja sowieso, dass ich NIE NIE NIE aus berufswegen zu chicker kleidung gezwungen werde. ich würde es machen, aber mich unwohl fühlen, sollte es über meine persönlichen grenzen hinausgehen. |
| laminare | Verzeih, hab nicht alles gelesen. Aber auf die Frage was man zu der Oma, oder zu Veranstaltungen etc. anzieht, und ob man deswegen sich selbst und gothic ,,verrät'' wollt ich nochma schnell antworten :D 1. Zu meiner Oma leg ich alle Nieten, Pentagramme etc. ab. Bleibe aber schwarz. So schlimm kann das ja wohl nicht sein. 2. Ich bin neulich in die Oper gegangen (AIDA, aber egal :cool: ) und bin da knallhart mit meiner Zimmermannshose (oder wie man das nennt), mit Ketten dran und pentagrammen und etc. hingelatscht und fand es sehr lustig, wie ich von all den Omis und Opis angestarrt wurde. Ich zieh mich halt so an, und wenns wem nich passt, soll er weggucken ;) Naja, aber mal ganz ehrlich: Wenn ich daheim vorm PC hock, dann hab ich auch nich wirklich schwarz an. Also nur so n jogginganzug oder so :D finde aber trotzdem nicht, dass das verrat am gothic sein is ;) aber naja kann man sehen wie man möchte. |
| TheSiren | Auf Arbeit halte ich es sehr dezent, aber trotzdem immer in schwarz + Springer. Anders fühl ich mich einfach nicht wohl. Ansonsten: Immer wie ich gerade will, extrem oder nicht. Und ob jemand aus meiner Familie will, dass ich mal anders komme, intressiert mich auch herzlich wenig. Da die meisten das eh nur wollen, weil sie sich sonst für mich schämen, leg ich meistens noch einen oben drauf. Ja, das muss sein :D |
| rosenkind | @instroemen2 ich finde, von allen Strömungen,die auf ein auffallendes Outfit Wert legen, ist die schwarze Szene noch am kompatibelsten, insbesondere, was die schwarzromantische Tendenz angeht, da ist die Hürde von gruftig zu edel schnell genommen. Stufenrock mit Spitzenbluse, Nietengürtel, kleine pentagrammkette, Tattoohalsband und Perlenkette sind gruftig, Nietengürtel raus,Pentagramm weg und voila, ein edles Outfit, das auch auf Familienfeiern passt. sonderlich schwer ist das nun wirklich nicht. und ganz unter uns: meine Oma findet meine Klamotten von Schnitt und Materialien her toll.... nur über die Farbe streiten wir uns noch :D |
| Mestigoth | Bei den Schwarzromantikern hat man früher wenigstens noch auf Anhieb bemerkt, aus welcher Ecke sie kamen. Seitdem auch die nicht mehr die Haare rasieren und toupieren, denkt jeder, sie kämen aus Köln. |
| gruftigirl | Wenn man sein Lebensgefühl im Herzen trägt, ist es egal, wie man angezogen ist... Also, in der Freizeit bin ich immer etwas extremer gestyled, mit Rüschenrock, Spitzentop, Spitzenhandschuhen etc, das ist bei mir schon alltäglich. Geschminkt bin ich nie, aber mit meiner 3mm-Frisur und dem blassen Antlitz sehe ich ohnehin schon aus wie der Tod aus "Das siebte Zeichen" :eek: Ich mag Authentizität, jederzeit, mit Ausnahme im Beruf als Verkäuferin, wo ich weiße Bluse und rotkarierte Schüze *ääähnurzehnstundendannissschluß!!* tragen muß. Ansonsten trifft man mich grundsätzlich in schwarzer Kleidung. Wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin, dann in Mantel und Kordhose, hübsches Top oder Patentpulli, mit Pentagramm oder kleinem Sarganhänger, Trauerflore baumeln von meiner Tasche, Glöckchen kündigen den Grufti an... Klaro gucken da die Kunden/Kollegen, wenn ich komme ( das Schlichte fällt schon zur Genüge auf wenn's ganz in Schwarz ist ), aber da bin ich nicht auf den Mund gefallen! Selbst daheim, in bequemen Casual-Klamotten bin ich nur in Schwarz, schlicht und bitte keine Marken ( Adidas oder so )... Bei Familienfesten, Einladungen und so mache ich keine Ausnahmen, das sind meine Liebsten schon gewöhnt. Und auch wenn meine Eltern sich genieren, mit mir raus zu gehen, lasse ich nicht mit mir handeln! Nur meinen Partner darf ich nicht in der Arbeit besuchen ( er macht ein Bestatterpraktikum ), denn das - behauptet er - sei extrem geschäftsschädigend. Was Bestatter über Grufties denken, ist garnicht positiv... Aber egal ob schlicht oder extrem, mir sieht man den Grufti sofort an... *schööööön* Grüße, gruftigirl |