| rosenkind | seit der [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=60917]Artdiskussion im Dies und Das[/URL] erscheint es mir angebracht, auch dieses Thema mal anzuschneiden. Schon seit langem (eigentlich seitdem ich schwarz rumlaufe) denke ich immer wieder über die Frage nach, ob diese Subkultur in einem zu jungen Alter nicht doch auch aus sich selbst heraus gefährlich sein könnte. undifferenzierte Aussagen ala die Szene ist immer Böse, will ich damit nun nicht unterstützen. Meiner Meinung nach, braucht man aber die nötige geistige Reife, um bestimmte Dinge richtig einzuordnen, die in einem bestimmten Alter [B]viele[/B] einfach noch nicht haben. Um der Diskussion aber nicht, wie schon ab und zu mal passier durch einen zu langen beitrag, die Dynamik zu nehmen, möchte ich meine Bedenken erst im Verlaufdes Threads konkretisieren. Ich finde einfach, dass diese Subkultur geährlichen werden kann, wenn man zu früh damit beginnt, beispielsweise mit 12 oder 13. Das Abstrakte kann in diesem Alter einfach noch nicht erkannt werden und die Dinge werden viel zu wörtlich genommen. Wenn schon erwachsene Außenstehende und sogar Menschen drin, die Sache nicht durchschauen, wie sollen es dann so junge Jugendliche können? Was ist eure meinung dazu, ist die Subkultur in einem bestimmten Alter gefährlich? wenn ja, was macht sie dazu, wenn nein, warum nicht. Wo würdet ihr die grobe Grenze eines "gesunden" Einstiegsalters ansetzen? Ich möchte daraufhinweisen, dass ich mit diesem Thread kein "ach, ein richtiger Gruftie kann man erst ab 18 sein" oder dergleichen bezwecke, ich beziehe mich mit meinen Bedenken alleine auf Beobachtungen, die ich selbst als Minderjährige und auch jetzt gemacht habe. |
| Bloodyangel-eve | Ich denke, es kommt auch immer auf die Person selbst an. Es gibt Jugendliche im Alter von 12-13 Jahren, deren geistiges Alter aber schon so 18-19 Jahren entspricht. Ich bin auch mit 14 Jahren in die Szene gekommen und hab es trotzdem "verstanden". Aber generell denke ich auch, dass es für viele Jugendliche gefährlich sein kann, wenn sie zu früh in die Szene kommen. Von vielen Medienarten wird ein falsches Bild der Szene in die Öffentlichkeit getragen und die Jugendlichen nehmen dieses an. Bis sie aber merken, was die Szene wirklich ausmacht, können sie schon in diesem falschen Bild eingefahren sein und nicht mehr herauskommen. Jedenfalls sehe ich das so! |
| rosenkind | @instroemen2 klar tut man in dem Alter viel, um einfach nur dabei zu sein. Das war auch gar nicht der Punkt. Vielmehr das Problem, [B]was[/B] diese Sachen sein können. Ich traue den meisten 12-Jährigen einfach nicht zu, dass die Texte von Beispielsweise Goethes Erben richtig einordnen und geistig verdauen können. Etwas anderes sind natürlich Kinder von Eltern, die selbst schwarz sind, die haben dann die Führung dieser Eltern. Im Regelfall aber ist man damit doch recht allein gelassen oder hat nur noch gleichaltrige, die aber aufgrund ihres Alters ebenso wenig "führen" können. Meiner Meinung nach kann die Artund Weise, wie diese Subkultur mit ihrer Thematik umgeht, grade in dem Alter sehr missverstanden werden. Die Melancholie als Stilmittel zum Beispiel verwechselt werden mit einem "als Gruftie musst du depri sein". Ich sehe leider im Netz immer wieder irgendwelche Seiten von Jugendlichen, die da offensichtlich etwas zu wörtlich genommen haben, was eigentlich nur symbolisch gemeint war. Sicher wird man älter, aber Bloodyangel-eve hats auf den Punkt grbacht: [QUOTE]Bis sie aber merken, was die Szene wirklich ausmacht, können sie schon in diesem falschen Bild eingefahren sein und nicht mehr herauskommen. [/QUOTE] @Bloodyangel-eve klar, Ausnahmen bestötigen natürlich die Regel, aber hier solls mal um die Masse gehen. |
| jorinde | ich finde es kommt auch auf die unterstützung der eltern an.. wenn sich eine mutter zum beispiel offen zeigt für die subkultur die das kind sich erwählt, dann hat das kind die möglichkeit sich langsam an die sache herran zu tasten ohne den rückhalt aus der familie ganz zu verlieren so war es bei mir.. ich bin mit 12 in die szene gerutscht... und meine mutter war alles andere als begeistert, jedoch wollte sie es mir auch nicht verbieten... also hat sie mich eben stück für stück begleitet und ist kompromisse eingegangen.. sie hat mich auf private partys gelassen von meinem freunden, vorraussetzung die lernt sie vorher kennen..sie kann mit ihnen reden.. als ich 15 war und in eine kneipe dieses schlages wollte hat sie mich hingebracht und mit dem besitzer gesprochen...hat mich auch wieder abgeholt.. und so hatte sie und auch irgendwie ich eine gewisse sicherheit.. sie hat auch mit mir gesprochen..hat mit mir über meine einstellung gesprochen was religion angeht..wegen meiner kleidung..meiner musik.. und was sie gehört hat und befürchtet dann haben wir auch darüber gesprochen und ich glaube auch das hat dazu beigetragen das ich nie auf die falsche bahn geraten bin, trotz den manchmal undurchsichtigen einflüssen der szene...den medien-klishees... wie die eltern hinter einem kind stehen und es begleiten auf dem weg das es sich selbst wählt, das ist ein wichtiger faktor ab wann ein kind bereit ist mit dingen um zu gehen und damit konfrontiert zu werden... aber generell würde ich sagen 12 war vielleicht etwas zu früh.. 15 ist eine gute zeit..da ist die sicht auf das leben und den zukunftsweg etwas klarer deffiniert und ausgeprägt |
| rosenkind | ich sehe halt [b]ein[/b) Hauptproblem darin, dass man mit Liedtexten wie Narben oder wenn Engel hassen von subway to sally (um mal nicht immer die Erben zu nehmen :D) oder dergleichen in dem Alter doch überfordert sein dürfte. Bevor nun der Einwurf kommen sollte, die sehen doch auch Krimis in dem Alter. Ja, tun sie, aber ich finde, das ist nicht unbedingtvergleichbar. Bei Krimis sieht man was und am Ende gewinnen die Guten. Texte allerdings sind um einiges emotionaler und somit tiefgreifender. Ein Zeitungsartikel im dem gesagt wird, dass in der letzten Nachtbei einem Bombenanschlag so und so viele Menschen getötet wurden, ist ja auch etwas anderes, als wenn jemand, der dabei nun einen Roman über die Situation schreibt. Ich halte Texte da viel gefährlicher als Bilder. |
| Winterborn | Mh... ich kann ja mal aus eigener Erfahrung schreiben, bei mir is das ja alles noch ncih so lange her. Mit 12/ 13 hat's bei mir auch engefangen. Mit 9 oder 10 haben meine psychischen Probleme angefangen und dann, am Beginn meines schwarzen Werdegangs, ihren Höhepunkt erreicht. Wenn ich da heute drauf zurückschaue, denke ich, dass ds eine das andere abgelöst hat, dass ich mir eine Art "Ersatzdroge" zugelegt habe. Ich war aber auch immer "reifer" als die andern Kinder, von daher möchte ich nicht von mir auf andere schließen. Und diese wir-legen-uns-eine-psychische-krankheit-zum-outif-zu-Geschichten hatten wir hier ja auch schon öfter. War bei mir eben nicht so, aber ich kenne ne Menge von der Sorte. Mit 12, 13 ist man in der Regel noch ein Kind, da gibts keine zwei Meinungen zu. Mit 15, 16 kann man aber immernoch eins sein. Und es gibt auch strohdumme Gothics, die selbst mit Mitte 20 noch nicht verstanden haben, das STS weder will, das man sich ritzt oder dass sie es geschrieben haben um über SVVler herzuziehen (ja, hab ich schon gehört -.-). |
| Darket | [QUOTE]Ich denke, es kommt auch immer auf die Person selbst an. Es gibt Jugendliche im Alter von 12-13 Jahren, deren geistiges Alter aber schon so 18-19 Jahren entspricht.[/QUOTE] Zweifle ich an, bzw. wenn dann ist deren Zahl nicht groß genug, um ins Gewicht zu fallen. [QUOTE]Ich bin auch mit 14 Jahren in die Szene gekommen und hab es trotzdem "verstanden".[/QUOTE] Ist nen Argument, ich war 18, das ist knapp 5 Jahre her und verstanden hab ichs bis jetzt nicht. :D [QUOTE]Aber generell denke ich auch, dass es für viele Jugendliche gefährlich sein kann, wenn sie zu früh in die Szene kommen.[/QUOTE] was uns vor das alte Problem stellt: Definiere Szene! Ich kenne vier mögliche Varianten: 1. Die Clubszene, da kommt jemand unter 16 in der Regel garnicht rein. 2. Die Asselpunks, die an öffentlichen Plätzen rumhängen und oft genug (hier jedenfalls) irgendwelche minderjährigen Gruft-Mädels mit dabei haben (keine Ahnung was die so treiben, ich wills auch garnicht wissen) 3. Größere Freundeskreise von in der Regel nicht viel mehr als 10-15 Personen, da dürfte das Wörtchen "Szene" etwas deplatziert sein. 4. Das Internet. Sprich das hier. Das könnte bedingt zählen. daraus können wir folgern, dass der Kontakt zur Szene auch bei Jüngeren recht ungefährlich ist, allein deshalb, weil sie schwer welchen bekommen. Gut, man könnte besagte Asselpunks anführen, aber die tun in der Regel auch nix ;) |
| Rauchmelder | Ich für meinen Teil habe aus verschiedenen Motivationen heraus "die Szene" zwei drei Jahre lang besucht, und das ist wörtlich zu nehmen. Und so konnte ich einiges aus der Position eines "zugehörigen, aber distanzierten" Beobachters sehen, denke ich. Und was ich beobachtet habe, ist zweierlei: Es gibt so viele Szenen wie Mitglieder, und eine gewisse Häufung von Personen denen ich ohne zu zögern einen Seelsorger oder Psychologen empfohlen hätte oder habe. Ein unmittelbares Erlebnis in Bezug auf "Kindergrufties" lässt mich ganz klar sagen: Lieber zu spät als zu früh in diese "probemtragende" Szene. (Das soll jetzt niemandem auf die Füße treten, es bezieht sich auf oben genannte "Häufung".) Ich war dereinst von "sozialen Pflichten" auf ein Volksfest gerufen worden. Da mein Kleiderschrank fast nur Farbtonfreie Kleidung birgt, und ich an dem Tag die Dunkle erwischte, lief ich also in schwatt auf. Das führte dazu, dass ich von drei JungGrufties angesprochen wurde, so im alter zwischen 13 und 15´, die aus dem Umland stammten (Ich war 19, wenn ich nicht irre.) So kommt man dann halt ins Gespräch, die alternative hätte "Besoffene Vamilienfäter" geheißen. Wie auch immer, ich GruftBesucher muss mich in den Köpfen der drei als absoluter Gruftguru festgesetzt haben, ortskundiger Großstädtler noch dazu. Musik, Klamotten, Clubs (die jedoch mit weniger Enthusiasmus von meiner Seite) druchgehechelt, fein. Dann die Aufforderung, ich solle den Dreien doch mal die Drinks da von dem Stand organsieren. Natürlich die ganz harten. Wie selbstverständlich. Ich sei doch ein oberdunkler FinsterGrufti, da würde mir das ja sicher nichts ausmachen. Da sind sie dann ganz erheblich aus den Wolken gefallen, als ich ihnen sagte, dass sie ja wohl nicht mehr alle haben. Als ich sie dan davon überzeugt hatte, dass ich ein verantwortungsbewusster, gesetzestreuer dunkler Finstergrufti sei, noch ein bisschen kollektives Kichern über die ansässige HipHopCrew. (fein, kein guter Stil, aber ungemein erheiternd. :D ) Dann die Info, dass die drei morgen wieder da seien, ich könne ja auch nochmal hinkommen, am nächsten Tag. Dann kam einer der Papas, hat mich reichlich mißtrauisch beäugt, bis ich ihn freundlich grüßte, und hat die drei mit aus der Stadt genommen. Meine Experimentierfreude ließ mich am nächsten Tag wieder dort erscheinen. Diesmal jedoch in blendend weißem Sakko plus Hose, dazu ein fliederfarbenes Hemd. Die drei hatten sich für mich offensichtlich extra fein dunkel aufgemacht und waren einigermaßen schockiert von meinem Auftritt. (Planziel erreicht!) Und wie ich denn könnte, und das sei so undunkel und antigruftig. Sie konnten überhaupt garnicht nachvollziehen, wie ich denn Szenemäßig so ungemein Informiert sein kann, aber dennoch in weiß und flieder rumlaufe. Einen Vortrag über Äußerlichkeiten und innere Werte von mir, dann erstmal wieder belangloses wie HipHopper und Musik. Und dann traf mich fast der Schlag. Das Mädel, 14, zog sich plötzlich das Hemd bis knapp unter die Brust hoch, präsentierte stolz ihren Bauch, über den sich drei noch nicht einmal ganz verheilte, lange Schnitte in perfekter Geradlinigkeit und Parallelität zogen. Wie mit dem Lineal gemacht. Hatte sie sich zwei Wochen vorher gemacht, als die Eltern im Urlaub waren. Und plauderte munter drauf los, als spräche sie von einem neuen Top von H&M. Wie Cool das sei, und dass sie mal eine gesehen habe, die hätte so und so. Ich habe sie in Ermangelung eines besseren Einfalls nach der Machbarkeit befragt, da sich meine Erfahrungen doch arg in Grenzen hielten und halten. Auch das hat sie mir so geschildert, als würde sie vom Shoppen berichten. Bis dahin hatte ich gedacht, dass "Selbstverletzung als Mode" eine BILD-Schlagzeile sei. Ich weiß nicht, ob ich da an einen bedauerlichen Einzelfall geraten bin, aber ich fand's ziemlich heftig. Und so wie sie redete, kannte sie noch einen ganzen Tross von Mädels und Jungs, die das auch cool fanden. So wie eine Jugendclique ein neues GameBoyspiel cool findet. |
| Ursus | [QUOTE]Ich finde einfach, dass diese Subkultur geährlichen werden kann, wenn man zu früh damit beginnt[/QUOTE] Das ist mit jeder Subkultur so. Wer sich von gesellschaftlich akzeptierten Normen abgrenzen will, der muss damit rechnen das der Weg auch in den Abgrund führen kann.(um es mal poetisch auszudrücken) Wobei wir bei den Metaphern währen. Hierbei hängt hängt es eher von der geistigen Reife ab, ob man diese als das was sie sind versteht. Wenn der 13 jäährige zum ersten mal WIZO hört und meint nun ein Polizeiauto anzünden zu müssen (oder BM light/Kirchenkokeln oder HipHop/Ganztas abknallen oder...) Jede Kultur hat ihre eigenen Klischees die es zu erkennen gilt. Das man diese nicht zwangsläufig mitmachen muss um als "echt" (nicht true) anerkannt zu werden dürfte auch mit der Zeit klarer erscheinen. Als Einstiegsalter würde ich 16,17,18 angeben. Da hat es jedenfalls bei mir angefangen, ohne irgendwelche Klischeenebenwirkungen überhand nehmen zu lassen. Liebe Grüße vom Stadtbären |
| rosenkind | [QUOTE]Ich weiß nicht, ob ich da an einen bedauerlichen Einzelfall geraten bin[/QUOTE] leider nicht. Ich habe schon einige Websites von Junggrufties gesehen, wie sie sich bei gewissen Tätigkeiten ablichteten und das ins Netz stellten, durfte live miterleben, wie in einer Clique Schwarzer als Folge auf den Satz "XYZ will Blut trinken" das Messer rundging, wie zur selben Zeit, als an meiner alten Schule in der 9. Klasse aufeinmal die Gruftie ist cool Welle ausbrach, von einen Tag auf den anderen die halbe Klasse mit Narben an den Armen auftauchte, eine Bekannte von einer Freundin erzählte, die das mache, weil es cool fände und ein anderer Bekannter an seiner Schule eine Clique kannte, in der man nur als true galt, wenn man sich ritzte. Und liest man mal sorgfältig dieses Forum, bin ich mit diesen Erfahrungen nicht alleine, ich empfehle dazu folgende Threads: [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=59440] Ritzen dauernd zum Thema machen. Muss das sein?[/URL] [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=28461]wo sind wir[/URL] [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=60917]Arte und die bösen Goth´s aus dem Netz [/URL] Diese Sache finde ich mit Abstand eines der schlimmsten Auswüchse, die ich damals, als ich noch 17 war, leider beobachten musste. Aber ich möchte die Diskussion nicht darauf reduzieren. Vielmehr stellt sich die Frage: wie kommt sowas (und ähnliches) überhaupt zustande? Ich persönlich kann es mir [B]nur[/B] durch ein absolutes Missverständnis von Songtexten bzw. durch eine altersbedingte falsche (im Sinne von schlecht) Auffassung der Subkultur erklären. Fangen wir mal mit den Songtexten an. Es erordert ein gewisses Maß an Kunstverständnis und durchauendem Verstand generell, um gewisse Liedtexte richtig einordnen zu können. Man muss ein Wissen darum besitzen, dass die reine Darstellung eines Sachverhalts auch ein reines Stilmittel sein kann, um z.B. wachzurütteln. Weil es zum Thema deines Posts passt, nehme ich mal 2 Songs: Narben von Subway to Sally und Rote Tränen von Goethes Erben. Über die Entstehungsgeschichte des ersten Liedes weiß ich, dank eines Interviews mit Bodenski, dass ich mal irgendwo gelesen habe, dass ein großer Teil des Textes auf die Aussagen einer SVVlerin zurückging, die (im Fernsehen?) über ihre Gefühle beim Schneiden redete. Bodenski las/sah dieses und wurde so aufdas Thema aufmerksam. Er benutze diese Aussagen, um durch das Lied Verständnis für Betroffene zu schaffen, so jedenfalls das Interview. Zu "rote Tränen" muss ich etwas weiter ausholen. Vor fast 2 Jahren, als auf der Website der Erben, noch ein Gästebuch war, gab es jemanden, der in selbigen davon sprach, dass auf Erbenkonzerten im Publikum Leute sich mit Küchenmessern aufschlitzen würden. Diese Aussage löste einiges an Empörung aus und eine hitzige Diskussion, die erst dadurch beendet wurde, dass ein gewisser Oswald Henke darauf hinwies, dass das Motto des aktuellen Musiktheaterstückes "Nicht schneiden, schreiben, dem Schmerz die Worte schenken..." sei. Zwar trifft dies keine Aussage über das Lied "rote Tränen" direkt, doch kann im weiteren durch diese Aussage davon ausgehen, dass es der Band im Allgemeinen nicht darum geht, zum SVV aufzurufen. Diese Tatsachen, die ich nun durch diese Ausführungen versuchthabezu belegen, könnten eigentlich jedem klar sein, der sich etwas mit den Songtexten und nicht nur denen, sondern auch der Musik beschäftigt. In beiden Fällen wird ein Zustand beschrieben. Man [B]könnte[/B] es natürlich als Aufruf verstehen, aber ebenso als ein Versuch, Aufmerksamkeit aufein totgeschwiegenes Thema zu lenken und durch den unklaren moralischen Zeigefinger das nachdenken dem Hörer überlassen. Der moralische Zeigefinger wäre bei diesem Thema sogar nicht förderlich, da es zumindest im Falle STS erstmal darum geht, Verständnis für Betroffene zu schaffen, wie passt da der Zeigefinger der sagt "aber SVV ist böse!"??? so, lange genug gequatscht, zum Kern der Sache. Das Problem ist glaube ich, dass nur wenige in dem Alter reif genug sind zwischen einem Liedtext und dem "ich selbst" zu differenzieren, die eigene Absicht dahinter zu erkennen. Und dies hängt auch mit dem restlichen falschen Verständnis der Subkultur zusammen. Fangen wir ganz am Anfang an, was tribt Jugendliche in diesem Alter eigentlich in eine Subkultur? In den meisten Fällen ist es Rebellion und der Reiz am Anders sein. Ich will gar nicht mal sagen am Böse sein, nur am anders sein, man ist extrem, man istetwas Besonderes, man lehnt sich aufgegen Eltern, man schockt, typisch Pubertät. Darum wird auch die Andersartigkeit dieser Thematik der Songtexte geliebt. Sie schockieren auch, zunächst mal einen selbst, weil sie Themen ansprechen, von denen Britney Spears eigentlich nicht singt. Sie sind auch etwas Extremes und grade deshalb hört man sie. Nun liebt man also, dass man selbst extrem ist und anders ist und auch das, was an den Songtexten extrem und anders ist. Ich bin jetzt mal so frech und behaupte, dass in diesem Reiz des Verbotenen und in diesem Alter die kognitiven Fähigkeiten bei vielen noch nicht so weit ausgeprägt sind, um die richtigen Fragen an diese Texte zu stellen, die ihre wahre Bedeutung erkennen lassen. Vielmehr wird 1:1 übernommen, denn zweifeln würde ja bedeuten, sich selbstin Frage zu stellen. Folglich werden die Künstler [b]wörtlich[/b] genommen. Dass "cool, weil anders", dass der Subkultur als solches und der Anderartigkeit der Thematik entgegengebracht wird, macht auch vor derThematik selbst keinen Halt. Die simple Denkweise lautet: wenn einer ohne klar ersichtlichen morlaischen Zeigefinger von einem bestimmten Thema singt, findet er dieses Thema toll. An diesem Punkt setzt die noch nicht voll entwickelte Persönlichkeit ein, man ist noch auf der Suche nach Identität und neigtzum schwarz-weiß-Denken, was ein distanziertes Verhältnis erschwert. Ein "gut, die Band findest gut, aber ich nicht" gibt es selten, stattdessen eine Identifikation ala "wenn die Band es gut findet, finde ich es auch gut, denn als Fan muss ich das". Das ganze wird begeleitet von einem Unwissen darüber, womit man eigentlich nicht spielt. Die Tragik der Worte in diesen Texten, weil sie leider die Emotionen, die man dabei hat, auf den Punkt treffen, wird übersehen durch die stattfindende enorm starke Identifikation, denn in diesem Alter neigt man nochzu einem Personenkult, den man später nur bei Extremfällen beobachten kann (ich verweise nur aufdie hysterie um die ganzen Boygroups). Man hat diese Gefühle nicht, aber man muss doch dem Star entsprechen, also muss man so tun als ob. Eine ähnlich stattfindende starke Identifikation findet mit der Subkultur statt, man [B]muss[/B] alles, was man sieht, adaptieren, um sich selber das Gefühl zu geben, true zu sein. Begegnet man einem Depressivem in dieser Subkultur , so trennt man das Depressivsein und das Mitglied einer Subkultur sein nicht, man erlebt es an einer Person und schließt daraus, dieses gehöre dazu, wenn man ein "echter Goth" sein will und ist mans nicht, spielt mans eben. Dass die vielbeschworene Melancholie auch bedeuten kann, selbst zufrieden zu sein und lediglich Solidarität mit jemanden zu empfinden, der betroffen ist, dieser Denkansatz fehlt ebenso, wie das Wissen darum, wie man sich in dieser Situation eigentlich wirklich fühlt. Eine Trennung zwischen "ich" und "die anderen" ist einfach verdammt schwer. Hinzu kommt noch der große Gruppendruck. In einem Kreise erwachsener oder fast erwachsener Personen, die ihre eigene Persönlichkeit schon herausgebildet haben, ist es nicht tragisch, wenn ich mich mal zu einem "Trend" kritisch äußere und mich distanziere. Bin ich 14 und alle anderen 14-Jährigen Grufties tragen scjhwarz, aber ich trag mal grün, muss ich damit rechnen, dass die anderen mir absprechen, Gruftie zu sein. Und zu all dem kommt noch hinzu, dass ich in diesem Alter gar nicht durchschaue, wie viel an dieser Subkultur lediglich Stilmittel ist, die Gründe dafür habe ich schon genannt. *puh* ich habe fertig! |
| rosenkind | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ursus [/i] [B]Das ist mit jeder Subkultur so. Wer sich von gesellschaftlich akzeptierten Normen abgrenzen will, der muss damit rechnen das der Weg auch in den Abgrund führen kann.(um es mal poetisch auszudrücken) Wobei wir bei den Metaphern währen. Hierbei hängt hängt es eher von der geistigen Reife ab, ob man diese als das was sie sind versteht. Wenn der 13 jäährige zum ersten mal WIZO hört und meint nun ein Polizeiauto anzünden zu müssen (oder BM light/Kirchenkokeln oder HipHop/Ganztas abknallen oder...) Jede Kultur hat ihre eigenen Klischees die es zu erkennen gilt. Das man diese nicht zwangsläufig mitmachen muss um als "echt" (nicht true) anerkannt zu werden dürfte auch mit der Zeit klarer erscheinen. [/B][/QUOTE] memo an mich selbst: Erklärungen der eigenen Gedanken in Zukunft Ursus überlassen, der ist wesentlich kürzer :D Als "sicheres" Einstiegsalter würde ich auch 16 ansetzen, über 15 und 14 lässt sich streiten, unter 14 auf keinen Fall. (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) |
| Fatal*Desire | Ich schließe mich Ursus und Rosi mal an, ein großes Problem bei den (zu) jungen Schwarzen ist das Problem mit dem "die Sache zu wörtlich nehmen" . Ein anderes Problem ist aber denke ich auch, dass man als junger Schwarzer in erster Linie in den Teil der Szene mit Gleichaltrigen gerät, der Kontakt zu den älteren und (oftmals) Reiferen Goten ist schwierig zu finden, die Jungen werden halt (oftmals begründet) von den Älteren nicht ernstgenommen und die Abgrenzung der Älteren von den Jüngeren ist ja auch ein bekanntes Phänomen. So kommen die "Jungen" wohl auch eher nach längerer Zeit mit den (gereiften) Sichtweisen der Älteren in Berührung und dürften somit lange in ihren eigenen Wertvorstellungen (eben auch denen, in denen Songtexte und ähnliches zu wörtlich genommen werden) hängen . So, ich hoffe, das war jetzt einigermaßen verständlich;) |
| rosenkind | Dass man meistens in Süppchen der eigenen Altersklasse vor sich hin brodelt ist klar. Das ist nicht nur hier so, sondern für jede Altersklasse normal. Denn Freundschaften zwischen z.B. 30 und 15jährigen mag es geben, sind aber wohl ehr Ausnahmen. Aber dieses "vor sich hinbrodeln" meinte ich ja auch in einem vorherigen Post, dass sie keine "Führung" haben, deshalb nahm ich ja Kinder von selber Schwarzen aus, gilt natürlich auch für unterstützende Eltern und Freundschaften bzw. Kontakt zu älteren Schwarzen. Aber selbst, wenn dieser bestehen sollte, ist damit noch nicht alles klar. ich habe es zum Beispiel hier im Forum ab und zu beobachtet, dass eine Kritik von Älteren, die nur helfen sollte, fälschlicherweise als Angriff und diskriminierung verstanden wurde. Und sollte jetzt jemand Typisches im Alter von 13 oder 14 diesen Thread lesen, könnte er es auch als "ihr habt ja was gegen uns Kleine" verstehen. Dabei sind zumindest meine Beweggründe für diesen Thread mehr die Sorge aufgrund dessen, was ich beobachten durfte denn ein elitäres "nur wir Großen dürfen" Paradoxerweise mache ich mir grade um diejenigen, die meiner Meinung nach gut in die ältere Subkultur passen würden, nicht so große Sorgen. Eine ernsthafte 13-Jährige, die sich wirklcihe Gedanken um die Welt macht (und ja, das kann man in diesem Alter durchaus, wenn auch nicht mit derselben Reife eines 17- oder 18-jährigen) wird von dem hier geschilderten Verhalten erstmal in ähnlicher Weise geschockt sein. Das führt nun dazu, dass sie entweder sich gänzlich von der Subkultur zurückführt und aufwächst in dem Denken, das wären Spinner, bis sie Jahre später vielleicht eines besseren belehrt wird (oder auch nicht) oder sie ist eine der Glücklichen, die noch anderes kennenlernt und sucht sich ihren Weg. leider sind das Ausnahmen... Es gibt natürlich auch eine andere Form der Subkultur, die ich nicht als gefährlich erachte, da sie altersgemäß ist. Damit meine ich, schwarze Kleidungtragen, weils cool ist und Tokio Hotel hören. wenns das alleine ist, istdas gut, die Probleme fangen erst an, wenn man mit den anderen Sachen in Verbindung kommt. Das Problem entsteht aber z.T auch durch manche Standpunkte älterer Jugendlicher, die von Kindern/Jugendlichen zwischen 12 - 14 doch ernsthaft verlangen, "true" zu sein und ihnen vorwerfen, sie hätten keine Ahnung. Das kratzt natürlich am Selbstbewusstsein und reizt diesen "Vorgaben" zu entsprechen. Die allgemeine Feindlichkeit unter den 15- teils 18/19jährigen gegenüber den Kleinen sehe ich schon als Problem. Besser wäre es, einfach mal zu akzeptieren, dass eine 13-Jährige einfach was ganz anderes braucht als eine 16-Jährige. |
| Seneca | Ich sehe die "Gefahr" in der Szene eher bei einer bestimmten Spezies junger bis sehr junger Frauen. ... die meinen sich regelrecht zu Freiwild machen zu müssen, um in der Szene anzukommen. Wenn sich dann eine 16 Jährige einem fast doppelt so altem "Alpha Gruftie" an den Hals schmeisst, finde ich das nur bedingt "gut". In solchen Fällen, und die sehe ich derzeit nicht selten, geht mir die Sache mit dem Generationsaustausch zu weit. Zudem wäre da noch der Umstand dass garnicht wenige der hier als so "vernünftig" dargestellten Älteren (nehmen wir mal speziell die Gruppe 25-35) nicht ganz ohne Hintergedanken in der Szene herumspuken, wobei das "Abschleppen von Gothic Schnitten" nicht mal die schlimmsten wären...die Skala ist da nach oben offen, und reicht von "rituellem Sex" bis hin zum waschechten Blutfetish. Dazu kommt, das diese Extremisten in der Masse heute nicht mehr weiter aufallen. Das Umfeld dieser Szene fördert ganz offenbar nicht nur die gemeinhin als positiv betrachteten Eigenschaften zu Tage...! Es gibt genug Leute, die sich sehr gerne ihrer wirklich dunklen Seite hinwenden, und sich selbst, oft genug aber auch anderen die in ihren Sog geraten, keine Gefallen tun. Auch wenn wir hier nicht vom Regelfall sprechen, und die meisten Szenegänger einfach nur Leute sind, die unter der schwarzen Schale ein ganz normales Leben führen...eine Heile welt stellt die Szene auch nicht dar, und Wölfe lauern zwischen den Schafen. Hierbei wirkt sich die Alterstruktur der Szene manchmal eher negativ aus, denn die alte Wölfin würde den alten Wolf schon durchschauen...! |
| Rauchmelder | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B] Zudem wäre da noch der Umstand dass garnicht wenige der hier als so "vernünftig" dargestellten Älteren (nehmen wir mal speziell die Gruppe 25-35) nicht ganz ohne Hintergedanken in der Szene herumspuken, wobei das "Abschleppen von Gothic Schnitten" nicht mal die schlimmsten wären...die Skala ist da nach oben offen, und reicht von "rituellem Sex" bis hin zum waschechten Blutfetish. [/B][/QUOTE] Das Abschleppen einer volljährigen, geistig gesunden, nüchternen "Gothic-Schnitte" sehe ich sogar ganz unproblematisch. (Bitte nicht falsch verstehen, ich betreibe es nicht.) Zwei erwachsene Menschen entscheiden sich dazu, einen abend lang den Beischlaf und die dazugehörige Peripherie auszuüben. Bitteschön. Woanders werden halt Gangstabräute geknallt, oder Theathergängerinnen ausgeführt. Oder, um nicht sexistisch zu sein Typen geangelt, Kerle flachgelegt, usw. Egal in welcher Gesellschaftlichen Einrichtung, oftmals geht es um den Kopulationstrieb, ohne jetzt freudianisch werden zu wollen. Rituelles und Blutfetisch? Solange es einvernehmlich läuft und keiner zu mehr Schaden kommt als er zu tragen bereit ist (geistige Gesundheit und Entscheidungsfähigkeit vorausgesetzt!) sollen sie alle machen was sie wollen. Andere Leute betreiben ja auch SM. Im Falle eines echten Blutfetischs würde ich einem Menschen, an dem mir was liegt, einen Psychologen anempfehlen. Denn ein Fetisch ist keineswegs eine bereicherung, sondern eine ganz massive Einschränkung der Sexualität. Und diese wiederum ist ein ziemlich bedeutender Bestandteil jedes sich geschlechtlich fortpflanzenden Lebewesens. (Oh Gott, ich klinge schon wieder Freudianisch! Argh!) Aber eines ist ganz massiv probelematisch, wenn dann nicht Reifegrenzen eingehalten werden. Eine Sexuell gefestigte Person mit einer entsprechenden Vorliebe schleppt sich eine unerfahrene, ungeprägte Person ins Bett. Liebt dieser Person dann seine ungewöhnliche Sexualität vor, unter Einbeziehung derselben. Da findet dann entweder ein klares "Urgs, was ist denn das? Weg hier!" oder sicher eine Prägung statt, mit der die unerfahrene Person eniige Zeit zu kämpfen hat. Und schon haben wir den nächtsten Erdenbürger, der Sexualität viel zu eng mit Blut oder Ritus verbindet. Womöglich ohne wahlmöglichkeit. Heißt dann Fetisch. |
| rosenkind | [QUOTE]Ich dachte immer, Gruftis hätten keinen Spaß![/QUOTE] ist das nicht relativ. Spaß muss doch nicht immer an Oberflächlichkeit grenzen. |
| Darket | Hey Rauchmelder, wieso muss ich derart amüsante Geschichten hier lesen? Wir sehen uns derzeit eindeutig zu selten. :D |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Rauchmelder [/i] [B]Das Abschleppen einer volljährigen, geistig gesunden, nüchternen "Gothic-Schnitte" sehe ich sogar ganz unproblematisch. [/B][/QUOTE] Ich sehe darin auch kein Problem, aber genau in dem Adjektiv [i]volljährig[/i] sehe ich derzeit oft ein Problem...! Ich hab mich daran gewöhnt, das schwarze Veranstaltungen heute SM- Swinger Clubs sind...aber in letzter Zeit sah ich zu viele Paarungen, die in meinen Augen (ich bin ja heute ein spießiger verheirateter alter Mann) schon an Pädophilie grenzten...oder wie es bei den Amis heissen würde...[i]Lolita, barely 16[/i] Bei der gelegenheit ist es übrigen immer wieder interesant zu sehen, das die Akzeptenzschwelle gegenüber jungen und attraktiven Szene-Newcomerinnen in der Regel bei einer Flasche [i]Desperados[/i] liegt...alles andere ist bei denen plötzlich absolut nebensächlich...*g* |
| Nebelwanderer | Freiwild? ranschmeißen an Kerle? :eek: Von welchem Paralelluniversum redet ihr? :D Hmm noch nicht so mitbekommen. Liegt wohl eher daran, das mein Fokus auf Tanzen und des Erfühlens der Musik liegt. Und dem Quatschen mit Bekannten im Couchbereich. Aber hab auch schon festgestellt, das man wenn man oft in die Clubs geht in der Beziehung abstumpft. Wenn du dann mit gewissen "normalen" Freunden mal ausgehst, drehen die immer mal am Rad bei Outfits, wo du mittlerweile sagst: "ähm ja *gähn schon wieder" Ob ich mich jetzt falsch entwickle oder die der Kleidungstil der Damen, will ich nicht beurteilen. Obwohl sich die Entgleisungen der Herren auch zunehmend häufen. Naja bei mir bekommt niemand mehr als Arme, Hals und Gesicht zu sehen. |
| Darket | [QUOTE]Freiwild, ranschmeißen an Kerle? Von welchen Paralelluniversum redet ihr?[/QUOTE] DAS ist ne gute Frage :D |
| rosenkind | [QUOTE]Bei der gelegenheit ist es übrigen immer wieder interesant zu sehen, das die Akzeptenzschwelle gegenüber jungen und attraktiven Szene-Newcomerinnen in der Regel bei einer Flasche Desperados liegt.[/QUOTE] dann werde ich wohl nie akzeptiert werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . [b]ich trinke nämlich kein Desperados :D [/b] |
| Biohazard | [QUOTE]Bei der gelegenheit ist es übrigen immer wieder interesant zu sehen, das die Akzeptenzschwelle gegenüber jungen und attraktiven Szene-Newcomerinnen in der Regel bei einer Flasche Desperados liegt.[/QUOTE] Oder bei einer Flasche Wodka :) Traurig aber Seneca hat denke ich recht. Ich durfte das auch öfter begutachten und weiß erlichgesagt nicht was ich darüber denken soll :/ |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]dann werde ich wohl nie akzeptiert werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . [b]ich trinke nämlich kein Desperados :D [/b] [/B][/QUOTE] DU sollst das auch nicht trinken...aber bis die Flasche leer ist, sind sicher alle Zweifel überwunden...*g* |
| Winterborn | Ich finde viel schlimmer als "regelmäßiges Abschleppen" eigentlich, wenn ne 13jährige ne permanente Beziehung zu nem menetwegen 18jährigen Vollhorst-Grufti führt, nur weil das mal was anderes ist als die Jungs, die Mama und Papa sich für sie vorstellen. Seh ich nämlich auch ständig. |
| LunaticSister | Hab bisher noch nie so mitgekriegt, dass die Szene gefährlich werden kann. Na ja, es gibt welche die sich voll reinsteigern, aber das hat mit dem Alter wenig zu tun. Was meinst du genau? |
| rosenkind | lies dir den Thread durch |
| Valenvaryon | Also für mich, der sich grade auf dem Weg in die Szene (ja, die Szene findet dich;) ) befindet hört sich das schon ein ganz klein wenig befremdlich an... Ich bin 17, bilde mir ein zu wissen, was ich will und habe endlich Leute gefunden mit denen man sein Gedankengut teilen kann (ohne schief angeguckt zu werden). Vlt war ich in den falschen Clubs, aber so viele 13 Jährige "Girlies" hab ich nicht gesehn...na gut vlt gehen die grad ins Bett wenn wir losgehen. @topic: Die Gefahr für den Großteil dieser jungen, sehr jungen Leute besteht ja nicht in der Szene selbst, sondern in diesen Menschen, wie der Großstadt-Bär bereits erklärte.Es ist davon auszugehen, dass sich die Betroffenen gerne auch eine andere Nische gesucht hätten (und sicher auch gefunden). Ob jetzt Sex oder Sex unter Drogeneinfluss (disco), naja was is schlimmer? by the way...das ist grad rein theoretisch, da ich solche jungen Girls in den Clubs noch nie angetroffen habe... (vlt wars auch das Desperados ;) ) Und da der Wille zur Eigenbereicherung nur natürlich ist (und sich einige Leute anscheinen an kleinen Mädchen bereichern wollen) ist auch klar, das diese sich an dem "Freiwild" vergehen wollen (das klingt drastisch). Und hier wird ja auch mehrfach auf bestimmte Artisten und Songs verwiesen... natürlich beeinflusst uns die Musik. Dadurch das der dunklere Bereich meistens sehr vielschichtig und komlex ist, ist die Gefahr den Song misszuverstehen recht groß. Jetzt kommt ein dickes [COLOR=red]ABER[/COLOR] Sind nicht eindeutige, frauenfeindliche und teilweise auch Minderheiten diskriminierende Texte, die man schwer missverstehen kann (und dann auch nur zum Guten) nicht viel "gefährlicher"? Warum gelten die nicht als Gefahr? Zum einen weil sie mittlerweile so stark in der Öffentlichkeit vertreten sind, das man ihr Getue allgemein als pubertäres Gepose abtut...zum anderen ist diese Richtung auch für junge Mädchen eher unintressant. Die Gothic Szene hingegen ist nach Aussen hin immer noch sehr mysteriös und dadurch für die kleinen ruhelosen Seelen, die was [COLOR=red]Besonderes[/COLOR] sein wollen höchst attraktiv. Und wenn die betont sexy 16Jährige (13 halte ich für übertrieben) dann auch noch auf Sex aus ist, dann wird das Fleisch schon mal schwach (dem allohohohol sei dank...."Ey die sah aus wie 19!") PS: Auffällig ist ja auch, dass es anscheinend nur 12-13 Mädchen sind und die Jungs erst ab 15-16 anfangen sich für Gothic zu begeistern (in der Regel). Was läßt sich daraus schließen? bin zu fertig um mir das jetzt selbst zu beantworten... an dieser Stelle ab in den Sarg...äh Bett (ja ich bin ein Poser:p ) |
| Black Reaper | [QUOTE][i]Original geschrieben von Winterborn [/i] [B]Ich finde viel schlimmer als "regelmäßiges Abschleppen" eigentlich, wenn ne 13jährige ne permanente Beziehung zu nem menetwegen 18jährigen Vollhorst-Grufti führt, nur weil das mal was anderes ist als die Jungs, die Mama und Papa sich für sie vorstellen. Seh ich nämlich auch ständig. [/B][/QUOTE] Naja, wenn irgendwelche semipädophilen Kerle irgendwelche minderjährigen Mädels abschleppen, die teilweise noch schlichtweg Kinder sind und damit auch viele Handlungen und deren Konsequenzen nicht oder nur in mangelhaftem Umfang durchschauen können, dann halte ich das durchaus für schlimmer, als wenn eine pubertierende 13-Jährige sich an den großen starken 18- oder 20-Jährigen ranschmeißt, weil der ja so erwachsen und toll und anders oder sonstwie ist. Ich denke, wir haben es hier mit den beiden Seiten einer einzigen Medallie zu tun... Aber da finde ich das bewusste Handeln des "Erwachsenen" für sehr viel verwerflicher als das pubertäre Gehabe eines Kindes bzw. eines jungen Jugendlichen... Wie immer gilt natürlich hier auch: Ausnahmen bestätigen die Regel, es mag auch wirklich Beziehungen mit diesen oder ähnlichen Altersunterschieden geben, in denen von älterer Seite nicht die Triebbefriedigung als Motiv steht, es mag ja auch sehr reife 13-Jährige geben, allerdings ist das wohl die Ausnahme... Im Übrigen möchte ich mich noch Seneca anschließen... Seine Ausführungen zu den "Swinger-Parties" decken sich mit meinen (zugegebenermaßen nicht sehr umfangreichen) Erfahrungen mit einigen Clubs, in denen man anscheinend halbwegs normal gekleidet nicht mehr gern gesehen ist... Hier sehe ich ein großes Problem, denn wenn das große, ominöse "Andere" für die jungen Interessenten an dieser Szene so interessant ist, dann brauch man sich nicht zu wundern, warum diese jungen Leute verinnerlichen, dass man sich anscheinend überall ausziehen muss, um anerkannt zu werden... So lang ist meine Pubertät nicht her, als dass ich mich nicht erinnern könnte, mich recht stark an andere Leute gehalten zu haben... Ich denke, es werden dort viele bemerken, wie sie dieses Verhalten eigentlich befremdet, aber wie reif muss man sein, um dieses Befinden dann in Ablehnung dieses Verhaltens umzusetzen? Ein/e 12- oder 13-Jährige/r wird dies wohl kaum können, vielleicht geht das mit 15 oder 16 schon besser... Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn sich die Vorbilder nicht wie welche benehmen und sich ständig, zumindest äußerlich, an der Grenze zur Prostitution bewegen, dann brauch sich niemand wundern, warum der "Nachwuchs" das auch nachahmt, ohne dem eine differenzierte Betrachtung und Bewertung vorhergehen zulassen... Aber wer beschwert sich, dass diese Szene, Gesellschaft oder wie auch immer man es nennen mag, zugrunde geht, welche Gruppe hat diese Diskussion "angezettelt"? Bestimmt nicht die jüngsten Jungspunde... :rolleyes: Es geht mir nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, ich meine nur, dass es so manchem, der sich für erwachsen und damit auch für reif hält, an dem dabei in meinen Augen obligatorischen Verantwortungsbewusstsein mangelt... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black Reaper [/i] [B]...Es geht mir nicht um irgendwelche Schuldzuweisungen, ich meine nur, dass es so manchem, der sich für erwachsen und damit auch für reif hält, an dem dabei in meinen Augen obligatorischen Verantwortungsbewusstsein mangelt... [/B][/QUOTE] Wahre Worte...zudem sollte man die einflussnahme, denen man in zu jugen Jahren ausgesetzt ist, nicht an sexuellen eskapaden festmachen...ds war nur ein Beispiel...die bandbreite ist weit größer....desweiteren eine Klarstellung....es gibt unter 16 Jährige in der Szene... die Szene existiert nämlich zufällig nicht nur in Clubs...! Genauso gibt es langjährige Szeneanhänger, die sich genau dieser Gruppe gezielt annähern. Dabei muss es garnicht um Sex gehen...es reicht schon wenn jemand auf diese Weise, um sich seine Fankreis zu erhalten, seine "Extreme" auf andere überträgt...die Nacht bring nämlich selten das Gute in uns zum vorschein...! |
| Valenvaryon | Seneca, ich stimme dir da voll zu. Mir ist klar, dass die Szene nicht nur in den Clubs existiert...sehr klar, da brauchen wir nicht drüber streiten, ging es aber nicht in den vorhergegangenen Posts nicht genau darum? (egal ich kann ein Missverständniss nicht ausschließen;) ) Ist die Szene [I]Jugendgefährdend[/I] ? Sicherlich... Ist die Szene [I]Jugendgefährdender[/I] als andere Jugendkulturen? Wohl kaum, denn fehlgeleitete (von wem bloß?) Menschen, die Publikum brauchen und die jungen, leicht beeinflussbaren, loyalen Youngster bevorzugen gibt es wohl ÜBERALL, oder meint ihr nicht? Ich weiß wie "gefährlich"(im Sinne von [I]etwas falsch machen[/I] :rolleyes: ) es ist Leute zu pauschalisieren, aber grade hier in der "Szene" sind die Menschen viel offener, freundlicher und auch die Dichte an "gescheiten" Leuten ist wohl sehr hoch...( was wohl daran liegt, das uns doch ein Bisschen mehr als nur die Musik verbindet)...vorsicht Subjektivität. (Nix gegen Hoper oder sonstewen...da kenn ich sicher nur zu wenige, sry) und doch hält sie uns in ihrem Bann, die Nacht... |
| rosenkind | [QUOTE]Ist die Szene Jugendgefährdender als andere Jugendkulturen?Wohl kaum,[/QUOTE] das hab ich auch nie behaupten wollen mit diesem Thread, aber wir befinden uns nunmal auf einem schwarzen (in beiderlei Hinsicht *lol*) Forum, weswegen ichin der Diskussion nur auf diese Subkultur einging |
| Valenvaryon | Darauf wollte ich auch gar nicht hinaus, rosenkind;) , sondern es war eher als einfacher Vergleich gedacht, um das Ganze in Relation setzten zu können. Gruß PS: ich habe dir auch nicht unterstellt/unterstellen wollen, das angesprochene zu behaupten:rolleyes: |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Siglind [/i] ich bin 16 und merke langsam, dass einiges, was für mich immer selbstverständlich war, klingt, als wäre ich ein gruftie. Das habe ich durch ein Sozi-Referat herausgefunden^^ Da ich eine eigentlich recht gute Beziehung zu meinen Eltern habe, habe ich sie auch eingeweiht, dass ich denke, dass diese Bezeichnung auf mich zutrifft. Das 1. was sie sagten, war, dass das gefährlich ist und ich mir irgendwas verbauen könnte.[/QUOTE]So wie du das hier geschrieben hast, klingt das ein wenig, als wolltest du nun einer anderen Religion beitreten. Da ist die Angst deiner Eltern verständlich, dass du vielleicht irgendwelche Wege gehen könntest, die dir oder Anderen Schaden zufügen oder dich mehr oder weniger von deinen Eltern entfremden. Schließlich ist "Gruftie" (oder "Goth") eine Schublade, in die dich Andere stecken, eine Reduzierung der unendlichen Vielfalt, die [b]DU[/b] bist, auf etwas Eingegrenztes, Beschränktes. Noch schlimmer ist, wenn du dich quasi freiwillig in diese Schublade hineinzwängst. [QUOTE]Ich denke, ob es gefährlich werden kann, oder nicht, hängt nicht vom Alter ab (jedenfalls nicht bedingt), sondern von der Vernunft und der Risikobereitschaft, vom Charakter der Person (eher still oder draufgängerisch) ... Und - wenn man 2 oder 3 Freunde hat, denen man auch vertrauen kann und diese kommen mit, hat man mMn auch nichts zu befürchten.[/QUOTE]Meiner Meinung nach hängt es vor allem von den [b]Erfahrungen[/b] ab, die man schon gesammelt hat. Das ist so ähnlich, als wollte man eine Reise in die Wüste oder den Urwald machen. Da haben 2 oder 3 Leute ohne Erfahrung nicht viel bessere Chancen als Einer allein. Dabei sehe ich weniger Gefahren in körperlicher Art (solange solche Zusammenkünfte, Diskos usw. in öffentlichen Räumen stattfinden). Problematischer ist, das man vielleicht Dinge, die man sieht, hört und erlebt, mangels Kenntnissen und Erfahrungen nicht verstehen und verarbeiten kann. Zwar ist ein bestimmtes Alter auch keine Garantie dafür, dass man schon genug Lebens-Erfahrungen gesammelt hat, aber wer noch sehr jung ist, der hat die nötigen Erfahrungen in den meisten Fällen noch nicht. [QUOTE]Was das deuten und verstehen der Liedtexte angeht, kann ich nur sagen, dass das wirklich altersbedingt ist. Wenn man aber trotzdem schon etwas früher in die Szene (<-- bezeichnet für mich übrigens keinen Club oder so, sondern allgemein die Subkultur), dann sollte man Eltern (die, gerade wenn sie dagegen sind, bestimmt gerne in harmlosere Sprache übersetzen) oder sich an die Freunde wenden, durch die man dazu geworden ist oder die man kennen gelernt hat. Und falls das nciht geht --> wozu gibts denn Foren?[/QUOTE]Nicht selten ist die in den Texten verwandte Sprache schon viel harmloser als die Sachverhalte, die da verarbeitet werden (abgesehen davon, dass ich in einigen neueren "Werken", die fast nur noch aus Fäkalsprache bestehen, beim besten Willen keine komplexeren Sachverhalte erkennen kann). Solche Dinge können jemanden, den sie unvorbereitet treffen, mehr oder weniger schockieren. [QUOTE]Im groben und Ganzen, denke ich, dass nach der Jugendweihe (Konfirmation) der beste Einstiegszeitpunkt ist. Aber ich finde, wenn man schon mit 12 so denkt und fühlt, sollte man nicht warten, denn da staut sich sicher mit der Zeit Frust an und man fühlt sich vielleicht verloren.[/QUOTE]Um zu sich selbst zu finden (damit man sich nicht verliert), muss man zuerst aus seiner Traumwelt aufwachen, oder seinen Traum auf Realitätsgehalt (Realisierbarkeit) hin abklopfen, um ihn realisieren zu können (wenn es nicht gerade ein Alptraum ist und man ihn gar nicht realisieren will). Am besten man hält sich dabei an die Natur und andere bodenständige Dinge, die Jahrhunderte und Jahrtausende überstanden haben. Der Natur und den alten Gemäuern ist es auch relativ egal, ob man schwarze oder andersfarbige Kleidung anhat, sie muss nur zweckmäßig sein. Wenn deine Eltern merken, dass du in der Realität (in [b]deiner[/b] Realität) angekommen bist, dann werden sie weniger Angst um dich haben, wenn du dich in Richtung Wüste oder Urwald aufmachst ... |