| Kinwin | Hi Leute, ich war neulich bei meiner Freundin und hab mit ihrem Vater über meine Kleidung geredet. Er meinte, warum ich mich den so kleiden würde und welche Message ich damit rüberbringen will, weil als Außenstehender denken würde ich hab grad vor auf eine schwarze Messe zu gehen. Was ich mit meiner Kleidung ausdrücken will ist ganz einfach. Ich steh nicht auf diese Happiness-Farben wie quietschrosa oder neongrün. Dabei ist es mir völlig egal, wenn andere solche Farben tragen wollen. Bitte, wenn sie’s mögen. Ich fühle mich in schwarz einfach am wohlsten und sicherlich geht es anderen so mit bunten Kleidern. Um dieses Happiness genauer zu erklären zitiere ich an dieser Stelle meine Mutter: „Tja, in dieser Welt muss man eben immer funktionieren und gut gelaunt sein und den ganzen Tag lächeln.“. Mit diesem Satz schickte sie mich mit starken Bauchkrämpfen, wegen denen es mir schwer fiel mich zu bewegen/ laufen in die Schule. Dieses „immer lächeln und glücklich sein“ ist für mich die reinste „Happiness-Gesellschaft“. Ich mag dieses Getue nicht und man könnte auch schon fast sagen ich verabscheue es. Die schwarze Farbe meiner Kleidung ist meine Antwort auf diese Happinesswelle. Ich habe in diesem Schuljahr(05/06) viel gelernt, v. a. denke ich jetzt mehr nach und bin auf dem Bestem Weg mir endlich mal nach 16 Jahren eine eigene Meinung über alles machen. Ich lauf den anderen nicht mehr hinterher und hoffe das sie mich irgendwohin mitnehmen. Ich habe beschlossen nicht immer den einfachsten Weg zu nehmen und allen immer zu zu stimmen, auch wenn ich nicht der selben Meinung bin. Genau aus diesem Grund hab ich mich äußerlich, wie auch innerlich verändert. Mit meiner Kleidung will ich einen Teil, ich nenn’s jetzt mal Seele nach außen tragen. Mein Nietenhalsband find ich passt genau zu einem Gedanken, der mir immer wieder durch den Kopf schwirrt: „Der baut sich durch seine Gefühle sein eigenes Gefängnis und legt sich damit in unsichtbar Ketten. Vielleicht für immer oder auch für einen kurzen Zeitraum.“ Für mich ist es genau das was ich mit diesem Halsband ausdrücken will. Ich will an mir das sichtbar machen was ich mich solange nicht getraut habe zu zugeben. Ich wollte schon länger so sein und genau diese Dinge ausdrücken, jedoch aus Angst vor meiner Mutter, die immer gutdastehen wollte und auch noch will hab ich es mich nie getraut. Und nun kommt es mir so vor als hätte ich einfach nur einen Satz gemacht und es würde mir gut gehen, denn so fühle ich mich wohl und nicht anders. Nun zu euch: Was wollt ihr mit eurer Kleidung ausdrücken? Welche Message wollt ihr rüberbringen? Gruß Kinwin |
| Arimahn | Hab ich das richtig rausgelesen? Du bist 16? Das klingt so ein bisschen nach der typisch-pubertären "Antiphase". Ich meine das nicht herabsetzend. ;) Ich denke mal den meisten hier geht es, was die Farbe Schwarz angeht, genau wie dir. Mir sagen auch nur dunkle Braun/Lilatöne und Schwarz zu und ich denke grade Schwarz ist die neutralste Farbe die man tragen kann. Schwarze (normale) Kleidung an sich sagt in meinen Augen noch nichts aus, im Gegensatz zu irgendwelchen positiv-grellen Farbmustern. Und was ich persönlich mit [URL=http://foto.arcor-online.net/palb/alben/93/699393/1152_3466316530323431.jpg]meiner Kleidung[/URL] aussagen will? Ich zitiere einfach mal Adversus dafür: [i]Tod und Feuer feiern heuer Mammons Feste wilden Schwarm Und sei der Zoll auch noch so teuer Fliehe ich des Zeitgeists Arm[/i] |
| rosenkind | [QUOTE]Hab ich das richtig rausgelesen? Du bist 16? Das klingt so ein bisschen nach der typisch-pubertären "Antiphase". [/QUOTE] es ist nicht für jeden eine Phase. Klein Rosie hat mit ebenfalls 16 auch mal so begonnen. Was ich mit meiner Kleidung ausdrücken will? naja, fangen wir erst mal ganz einfach und ehrlich an: es gefällt mir und ich fühl mich wohl drin. Auch, wenn dies nun nicht so tiefsinnig ist: das ist der Hauptgrund dafür, dass ich so rumlaufe. Der Ausdruck kommt an zweiter Stelle, bzw verwischt sich damit. Ich nehme an, du läufst noch nicht lange so rum? Ich denke nämlich, mit der Zeit vergisst man das Gefühl, dass man vor dem Bruch mit dem bunt hatte und emfpindet den Unterschied nicht mehr so stark. Was das für mich bedeutet? nun, um es vorweg zu nehmen, es sind alles Emotionen, also den Text nicht falsch verstehen: für mich ist die Farbe schwarz irgendwie zugleich Verbundenheit und Abgrenzung, sie scheint über den Dingen zu stehen, erhaben zu sein. Es ist für mich irgendwie die Farbe des Stereotypus des alten Weisen. Er schweigt und beobachtet, er mischt sich nicht ein, doch wenn er es tut, dann sagt er einen Satz, der alles, was sonst gesagt wurde, erblassen lässt. "Farbe bekennen" ist ein gutes Stichwort. Alle anderen Farben (außer der ebenfalls Nichtfarbe weiß, aber dazu komme ich noch) sind für mich irgendwie verbunden mit einer bestimmten Stimmung. Rot, lodernde Flammen, Feuer, z.B. ist eine sehr extravertierte, Stimmungsgeladene Farbe, sie ist Warnfarbe und Leidenschaft, Agressivität, aber auch Liebe und Sexualität, sehr vital und kraftvoll, Feuer eben. Grün hingegen ist ruhig, natürlich, kann zwar auch erfrischen, drängt sich aber nicht so auf, ist ausgelassen, eine ruhige, positive Stimmung. Um nur mal 2 Beispiele zu nennen. In jeder dieser Farbe würde ich "Farbe bekennen", alle sind begrenzt auf diese Stimmung. Es käme mir vor, als würde ich mich entblößen in den Farbenreigen, wenn ich sie mehr als nur mal ab und an trage. Womit wir beim Punkt wären, Entblößung. Schwarz verhüllt einfach, manche bezeichnen es als Schutz, ja, diese Verhüllung [B]kann[/B] ein Schutz sein, aber ich in erster Linie ist es mal eine Verhüllung. [I]Der undurchdringbare Mantel der Dunkelheit[/I]. Es hatetwas geheim- und machtvolles, denn unter dem Mantel der Dunkelheit kann sich alles verbergen. Ich brauche das schwarz nicht, um mich zu [b]schützen[/b], mir gefällt aber die Rolle des undurchdringbaren, des Ungewissen, des sich nicht bekennens. Wie die Stimme im Theater, die durch die Lautsprecher halt, bevor sich in der Dunkelheit der Vorhang vor der Bühne teilt. man sieht nicht, wem die Stimme gehört, woher sie kommt, wo sich dieser Mensch befindet, welche Figur er darstellt, man registriert nur, was diese Stimme einem mitteilen will, nicht, was sie nicht mitteilen will. Das macht irgendwo den Reiz aus, schwarz gibt mir das Gefühl oer besser gesagtsteht für mich symbolisch für diese Rolle, wer sich darin befindet, gibt nur Preis, was er auch wirklich preisgeben will. Man wird eben nicht [b]durchschaut[/b]. Unter dieser schwarzen Hülle kann sich nun vieles verbergen. Eigentlich hat jede Farbe Platz, unter schwarz kann ich mich genauso rot wie rün fühlen, aber niemals könnte ich mich in grün rot oder in rot grün fühlen, Farbe und meine Emotionen würden sich immer wiederstreben. Untr dem schwrzen Deckmantel kann ich alles empfinden, was ich will. Trauer und Melancholie ebenso wie euphorie und Freude. Ein Außenstehender wird andere Asseziationen damit haben, aber es geht ja auch um meine Empfindungen. Von den Gefühlen aber dringt niemals alles nach Außen, dem Beobachter wird ein Hauch von Ahnung geschickt, er muss sich selbstaufdie Suche machen, mein Geheimnis hintr dem Schwarz zu lüften. Die Stimmung trageich durch andere Sachen nach außen, nicht durch die Farbe. Wenn ich supergut gelaunt bin, kann es sein, dass ich mit Locken machen, sehr romantische Sachen trage und lächle, lächle, lächle. Wenn es mir schlecht geht, manche ich andere Sachen, die Farbe bleibt immer die gleiche. Fröhlichkeit und schwarz ist für viele wohl ein Paradoxon, für mich selber aber nicht. Ich empfinde meine Freude irgendwo auch als "schwarz", denn sie hat die selbe romantische Natur wie die Schwärmerei romantischer Gedichte für die Stunden der Nacht. [I]Mondbeglänzte Zaubernacht, die den Sinn gefangen hält[/I] Es ist eben im wahrsten Sinne des Wortes schwarzromantisch. Das Tiefsinnige des alten Weisen, das versteckende, die Macht, die einem das Geheimnisvolle gibt und die Nacht- und Mond - Romantik und Ästhetik, die träumerische Weltflucht, die ich begehe, das nicht festgelegt sein, das macht den Reiz für mich aus. schwarz ist außerdem so herrlich wandelbar. kauft man sich ein Blaues T-shirt mit einer weißen Zahl drauf wie ein Baseballshirt, es wird immer sportlich aussehen. Mit schwarz kann ich werden, was ich will, verträumt-romantisch, Naturbursche, sexy, dämonisch, Weltschmerz, Elfe, Gräfin, die alte Weise, ja auch sportlich und noch vieles mehr. ich wollte nochmal aufs Weiß eingehen: es bekennt auch keine Farbe, aber weiß schützt nicht. Im Gegensatz, es ist die absolute Bloßstellung, es verdeckt die Farben nicht, es entreißt sie sie förmlich und hinterlässt Leere. Weiß ist Leere, schwarz ist gefällt. Beide Farben hben irgendwie eine gute wie schlechte Seite. ich mag, aber meist nur im Spiel mit schwarz. zu den Materialien und Schnitten meiner Kleidung kann ich sagen, dass ich mir damit ein bisschen das Gefühl jeder Tage gebe, in die ich mich manchmal zurücksehne, wobei das stimmt nicht ganz, die Vergangenheit, die meinen Alltag hier bereichert, so muss es richtig heißen. Auch andere Dinge können damit verbunden sein. Beispielsweise liebe ich den Herbst und manche Kleidungsstücke liebe ich, weil sie den Herbst einfangen. Im Endeffekt ist es das Gesamterscheinungsbild, dass mir wichtig ist, alles genannte sind wie gesagt nur Emotionen, die eigentlich in dieser Klarheit gar nicht so auftreten. ich ziehe mich nicht schwarz an, weil ich heute mal wieder besonders geheimnisvoll wirken will, sondern weil es mir gefällt. Aber ichhabe mal versucht, die Bedeutunghinter dem "es gefällt mir" zu finden, da meine Kleidung für mich nicht nur ein Mittel ist, um schön auszusehen, sondern auch irgendwo etwas ist, in das meine Gedanken und Emotionen einfließen und ihren Ausdruck finden. Ein langer Samtrock passt zu Ruinen irgendwie viel besser als eine Bondagehose. Ich denke, die Kleidung fängt schon einiges ein, wenn ich sie auch selten bewusst unter der Symbolfunktion gebrauche. Ich hoffe, jemand versteht was ich meine. |
| ave end | zum einen symbolisert meine kleidung meine stimmung, zum anderen dient sie als abschreckung vor kleingeistern. schwarz wirkt für viele bedrohlich, gepaart mit lederstiefeln und einem grimmigen gesichtsausdruck, hat man ruhe vor kleinen kindern und nervigen werbefritzen. nur die menschen, die sich nicht abschrecken lassen, werden sehen wie ich wirklich bin. und wenn ich (wie so oft) farbige kleidung trage, liegt es daran, dass ich im halbschlaf in den kleiderschrank gefasst hab ;) mfg ave end |
| rosenkind | [QUOTE] hat man ruhe vor kleinen kindern und [b]nervigen werbefritzen.[/b][/QUOTE] irgendwie funzt das bei mir nicht, wenn ich über die Zeil inFrankfurt laufe, habeich den Eindruck, ich sei ein "Markforschungsfuzzi"-Magnet :D |
| Seneca | Nein, seit "Gothic" eine Marketing-Zielgruppe ist, hat man es sogar mit gezielten Attacken der Werbefritzen zu tun. Die schrecken auch nicht mehr davorzurück, Promoter in diese düstere Szene zu schicken. Die [i]message[/i] meines [i]outfits[/i] (oh ja. wir sind duchdrungen von modernismen) ist recht simpel, und mit wenig Assoziationsgabe auch leicht zu duchschauen.... Wie leben heute in einer Welt ohne die grenzen einer nicht mehr existenten Moralm welcge nicht nur die gesselschaft als ganzes sondern Schritt für schritt auch den einzelnen zerstört, indem alle [i]Strohhalme[/i] abgeschnitten sind, die ein Abruschen auf dem vermeintlich leichten Weg noch verhidenr könnten. Wie könnte man dagenen besser protestieren, als mit dem Kleidungsstil und dem Gestus des 19.Jhdts....jener Zeit als unsere "modernen" Moralinstanzen geschaffen wurden. Das Sigmund Freud ein Morphium-Fixer war, und auch schon Arthur Conan Doyles Romanfigur Sherlock Holmers sich Kokain spritze, man sich damasl mit Absinth um den Verstand soff...muss ja nicht breitgetreten werden. Im Gegensatz zu heute hat man so etwas zumindest nicht in der Öffentlichkeit und an jeder Ecke gesehen, geschweige denn geduldet. das Private blieb unsichtbar hinter der heimischen Eichentür. Heutzutage schient es eher so, als wenn Striptease, ob nun physischer oder Geistiger natur, dazugehörem, wenn man jemand sein will, bestätigt dadurch, dass der Pöbel jeden Furz begierig aufsaugt. |
| rosenkind | Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? ach ne, das warja 18. Jhd :D |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? ach ne, das warja 18. Jhd :D [/B][/QUOTE] Bedeutet während der "temp d' terrour" für viele auch eher schlicht...wer das falsche sagt, lernt Dr. Giullotines Töchter kennen...besser noch, man kann erst garnicht lesen...! Alerdings nutze ich den Stil des 18. Jhdts. gerne für dekadente und Dispo-Finanzierte Gelage...! |
| Kinwin | [QUOTE]Hab ich das richtig rausgelesen? Du bist 16? Das klingt so ein bisschen nach der typisch-pubertären "Antiphase". [/QUOTE] Vielleicht klingt es für dich so, aber für mich ist es das auf keinen Fall. Ich will nicht in eine Art Streik treten oder so. Ich will mich nur nicht verstellen und das drücke ich dadurch aus. [QUOTE]Schwarze (normale) Kleidung an sich sagt in meinen Augen noch nichts aus, im Gegensatz zu irgendwelchen positiv-grellen Farbmustern. [/QUOTE] Das stimmt schon. Ich denke da kommt es dann noch auf andere Dinge an wie Accesoirs, Schminke u.s.w. [QUOTE]naja, fangen wir erst mal ganz einfach und ehrlich an: es gefällt mir und ich fühl mich wohl drin. Auch, wenn dies nun nicht so tiefsinnig ist: das ist der Hauptgrund dafür, dass ich so rumlaufe. Der Ausdruck kommt an zweiter Stelle, bzw verwischt sich damit. [/QUOTE] So ziemlich genauso ist es bei mir auch. [QUOTE]Ich nehme an, du läufst noch nicht lange so rum?[/QUOTE] Na ja, ich zieh mich seit ungefähr 4 Jahren dunkel an und seit einem Jahr such ich so ziemlich gezielt nach schwarzer Kleidung, weil ich festgestellt hab das ich dann irgendwie gut drauf bin, wenn ich meine dunklen Sachen trage. [QUOTE]Schwarz verhüllt einfach, manche bezeichnen es als Schutz, ja, diese Verhüllung kann ein Schutz sein, aber ich in erster Linie ist es mal eine Verhüllung. Der undurchdringbare Mantel der Dunkelheit. Es hatetwas geheim- und machtvolles, denn unter dem Mantel der Dunkelheit kann sich alles verbergen. Ich brauche das schwarz nicht, um mich zu schützen, mir gefällt aber die Rolle des undurchdringbaren, des Ungewissen, des sich nicht bekennens. [/QUOTE] Ich kann sehr gut verstehen was du meinst. Ich selber lasse nur ungern Leute an mich heran und wenn dann braucht das meist so 3 oder 4 Jahre(so ist es jedenfalls bei meinen jetzigen Freundinnen gewesen). Auch zeige ich nicht so gerne meine Gefühle gegenüber anderen und will auch mit meinen Sachen eine gewisse Distanz ausdrücken. [QUOTE]Ich hoffe, jemand versteht was ich meine.[/QUOTE] Wie gesagt ich kann dich gut verstehen. :) [QUOTE]Nein, seit "Gothic" eine Marketing-Zielgruppe ist, hat man es sogar mit gezielten Attacken der Werbefritzen zu tun.[/QUOTE] Stimmt. Als ich vor kurzem in München war wollte mich doch tatsächlich einer zum indischen Glauben bekehren und mir irgendwelche Bücher andrehen. An diesem Tag wurde ich eh von allen möglichen Leuten angesprochen. :D |
| Phoenix1384 | [QUOTE] Zitat:Nein, seit "Gothic" eine Marketing-Zielgruppe ist, hat man es sogar mit gezielten Attacken der Werbefritzen zu tun. Stimmt. Als ich vor kurzem in München war wollte mich doch tatsächlich einer zum indischen Glauben bekehren und mir irgendwelche Bücher andrehen. An diesem Tag wurde ich eh von allen möglichen Leuten angesprochen. [/QUOTE] Hihi, das kenn ich doch irgendwoher.. Wenn ich gezwungen bin in Buntilkleidung rumzulaufen werd ich bei weitem nicht so oft angesprochen, nach dem Weg, oder Feuer, oder sonstwas gefragt, als wenn ich in schwarzem, gruftigerem Outfit unterwegs bin. Vielleicht liegt es ja an der Ausstrahlung, dass ich in schwarzer Kleidung mehr Selbstbewusstsein/Attraktivität ausstrahle, als in "normaler" bunter Kleidung. Man wird irgendwie mehr wahr genommen, auf einige wirkt es anscheinend symphatisch, auf andere eher "Was ist DAS denn für einer...?!" nebst entsprechender Blicke. Ich find das faszinierend! :D |
| TheSiren | In erster Linie geht es mir bei den schwarzen Klamotten darum, mir selbst zu gefallen. Das mag egoistisch klingen, ist es aber, meiner Meinung nach, nicht. Ich fühle mich in schwarz eben am wohlsten. Es gehört irgendwie zu mir. Es macht mich auf eine gewisse Art und Weise einzigartig, wie meine Arbeitskleidung. ;) Denn in meiner Arbeitskleidung fühl ich mich dennoch wohl, obwohls nur normale, weiße Klamotten sind. Man könnte sagen ich habe eine persönliche Bindung zu meinen Klamotten :D Message... Siehe Sig ;) Aber auch, wie der Thredersteller gesagt hatte: Etwas gegen diese "Grinsegesellschaft." Schwarz ist irgendwie pessimistisch und ich bin Vollblutpssimist. Wenn ich ganz ehrlich bin, geniße ich aber auch ein bisschen die Provokation... ;) |
| Winterborn | Ich glaube, es steckt hinter schwarzer Kleidung nicht mehr viel Message. Es ist eher ein bewusstes anders-sein ohne Außenseiter zu sein. So sehe ich das. Mit Punk ist das ähnlich. Wenn es irgendwo auf der Welt noch einen gibt, der ne Aussage mit seiner Erscheinung treffen will und nicht einfach nur provozieren will, würde ich gerne mal mit schnacken. Äh, zum Thema... (ich bin wieder mal müde und schreib Blödkram, ignoriert das ruhig). Ich fühle mich in schwarz (und ich bin ja eh kontrastfreudig, d.h. Pink, Rosa, Türkis, Blau, Rot und Lila gehören ebenfalls zu meiner Kleidung) einfach am wohlsten. Bei Familienfesten oder um jemanden zu überraschen habe ich früher ab und zu nochmal die bunten Klamotten aus dem Schrank gekramt und bin dann damit nen Abend rumgelaufen und es war immer furchtbar. Ich kam mir total fremd vor. Das hab ich bei schwarzer Kleidung nie, auch wenn sie total ausgefallen ist. Schwarz ist wundervoll vielseitig. Man kann sich darin verstecken und sich abschotten und auf der anderen Seite kann man dann das dahinter mehr betonen wenn man mal nen extrovertierten Tag hat. Und da wir hier ja alle depri sind :rolleyes: ist es natürlich auch ein Weg damit umzugehen, dass von der Gesellschaft Lächeln zur Pflicht gemacht wird. |
| darkEMYR | O ja, man hat immer so schön Ruhe vor quasselnden Leuten...und der Platz in der Bahn neben dir bleibt frei...herrlich! :D nun, weshalb schwarz? einerseits halte ich es auch für die Farbe dir mir am besten steht. Überhaupt steht schwarz doch fast jedem oder? Du siehst immer gut aus in Schwarz, egal bei welchem Anlass, man kann es imer tragen! Der tiefere Sinn?Ich werte das bei mir als Ablehnung der oberflächlichen Gesellschaft um mich herum. Dieses ganze schrille und grelle, diese Masse von gleich aussehenden Menschen (jetzt kann man natürlich sagen: "ihr seht doch auch alle gleich aus in euren schwarzen Sachen", aber ich sehe das nicht so...wenn man sich mal auf dem mera umguckt, dann sieht man doch wie unterschiedlich die Leute gekleidet sind)...alle mit der gleichen Beckham-Frisur und der gleichen used-look-jeans...und irgendwo dickes D&G-Logo...nee das ist nichts für mich, da kleide ich mich als Kontrast dazu in Schwarz. Und schwarz drückt doch auch am besten aus, was uns fasziniert bzw. womit wir uns auseinandersetzen: Kälte, Tod, Romantik, Winter, vergangene Epochen...so, deshalb trage ich schwarz. |
| vengeance | Zu dem oftmals gehörten Vorwurf, dass sich unsereins ja auch nur unifromieren würde in einer Masse von stets gleich, schwarz gekleideten Leute, möchte ich hier mal hinzufügen: Es mag sicherlich so aussehen, als ob es zum (Gruppen)Zwang und guten Ton gehöre, sich shcwarz zu kleiden. Das ist jedoch ein Trugschluss, der einfach aus einem allzu oberflächlchen Denken herrührt. Abgesehen von ein paar schwarzen (mähh) Schafen, jenen Mitläufern, kleidet sich wohl jeder aus ganz persönlichen Gründen schwarz. Es ist eines jeden freie Entscheidung, sich schwarz zu kleiden, einen Zwang kann es m Grunde nicht geben, denn wenn jemand sich nicht für die Thematik interessiert kleidet er sich nicht schwarz. (abgesehen von Leuten anderer Strömungen) Auch hier ist es wieder wie mit Henne und Ei, die oberflächlich Sichtweise assoziiert natürlich gerne wieder einmal, dass sämtliche Leute sich schwarz kleiden "um dazuzugehören" und bedenken nicht, dass die Leute womöglich dazugehören, weil sie sich schwarz kleiden. Zum Thema: Ich kleide mich stets schwarz, ich fühle mich darin sehr wohl. Es macht mir Spaß, bewusst mich in einer gewissen Weise zu kleiden, bewusst gewisse Assoziationen zu wecken, in mir vor allem aber auch bei anderen. Es hängt so sehr mit gewissen Thematiken zusammen, ich liebe es einfach, damit verbunden zu leben. Bewusst auch aus dem Grunde, da mir die Menschen mit ihrer oft merkwürdigen, lustlosen und gedankenlosen Art sich zu Kleiden geppart mit ihrem dazu passenden merkwürdigen und langweilgem Leben nicht selten au den Sack gehen. Ausserdem mag ich den Stil unheimlich gerne, das kommt natürlich noch hinzu. Weniger diesen künstlichen Gothicstil (da wurde mir unlängst sehr bewusst beim Leben eines Threads hier) als einen wirklich guten, schwarzromantischen Stil. vengeance |
| rosenkind | [b] Achtung offtopic[/b] [QUOTE]die oberflächlich Sichtweise assoziiert natürlich gerne wieder einmal, dass sämtliche Leute sich schwarz kleiden "um dazuzugehören" und bedenken nicht, dass die Leute womöglich dazugehören, weil sie sich schwarz kleiden.[/QUOTE] es gibt beides. Die Zahl derer, die sich so anziehen, um dazu zu gehören dürfte ungefähr genauso groß sein wie die Zahl derer, denen es einfach gefällt. Immerhin sind mir auch schon Leute begegnet, die sich dazuzählten, aber nicht oder besser gesagt nicht immer typische Kleidung trugen. genauso sind im Mainstream nicht alles *Fashion victims* selbst wenn sie grade die neueste Mode anhaben. Was aber bei [B]einem Teil[/B] der Szene anders ist, ist, dass sie für Trends nicht so anfällig sind wie die Mehrzahl der Massenkultur. Dort wechselt der Kleidungsstil spätestens jedes Jahr. Die Trends in diesem Teil der Subkultur ziehen sich über lange lange. Das typische 80ger- outfit findet man heute, 20 Jahre später zwar nur noch selten, aber man trifft durchaus noch auf Gestalten, wie sie in den frühen 90gern aussahen. ich erinnere mich da an eine Ebay-Auktion, die ich vor einem halben Jahr zu Gesicht bekam. Da verkaufte eine ihren Samtmantel... er hatte 15 Jahre auf dem Buckel und war offensichtlich noch bis vor kurzem benutzt worden. Auf der Straße sehe ich keine mehr, die irgendwie in den 1998ger Addias Hosen, Buffaloplateaus oder 70ger Jahre Tpenmuster ind dunklen Tönen Shirts rumlaufen würden und das ist keine 15 Jahre her. Leider wird durch wachsenden Einfluss der Industrie auch die Szenelandschaft mehr und mehr dem Tempo der Massenkultur angepasst. In dem Maße, in dem die Industrie Einfluss gewinnt, umso mehr verliert auch der Kleidungsstil seine Eigendynamik. In der Diskussion um Individualität istes glaubeich der falsche Ansatz, Individualität nach dem Seltenheitscharakter auszulegen. Vielmehr ght es wohl um Selbstbestimmung und die geht nach und nach flöten, denn sie wird abgegeben an die Industrie, die nun ihrerseits festlegt, das Goth ist. zunächst einmal, dass man denen, die schon da sind, das anbietet, was sie suchen und wollen und sobald die Käuferschaft schon da ist, das unterbreitet, was man selber vorgeben will. Ich will nichtsagen, dass die Kunden, die sich heute bestimmen lassen, dieselben sind, die vorher einfach nur das von ihnen gesuchte kaufen, wohl aber vereinfacht eine bestehende Industrie den Einstieg für viele Individuen, die man in dieser Subkultur eigentlich nicht haben wollte. Kurzum kann man die Andersartigkeit einfach konsumieren. Man ht die Möglichkeit cool und anders zu sein, ohne seine "normalen" Gepflogenheiten diesbezüglich abzulegen, ohne [B]umzudenken[/B]. Dass ich mir die Klamotten und Accessoires nirgends auf dem Präsentierteller kaufen kann, dass ich, wenn ich so aussehen will, gezwungen bin, mir aus Flohmärkten, normalen Läden, Urgroßmutters Erbe oder was auch immer erstmal was zusammen suchen muss, ja, vielleicht sogar gewzungen bin, selbst mich an die Nähmaschine zu hocken, in jedem Falle aber kreativ sein muss und meinen Stil erstmal selbst kreieren und definieren muss, ohne alles nötige gleich aufeinen Schlag in einem Laden kaufen zu können, dürfte eine Hemmschwelle für Leute sein, die nur konsumieren wollen. Leider ist dem nicht so. Und wenn ich meine Gewohnheiten und Bequemlichkeit weiterführen kann, bin ich ntürlich schneller drin. Ich brauche nicht mehr meinen eigenen Stil zu entwickeln, ich kann ihn bei x-tra-x kaufen. So wurde die Generation der Produzenten durch die Konsumenten ersetzt. Und dieser Generation kann man oft zurecht vorwerfen, sie würde j nur so rumlufen, um dazu zu gehören. Beziehungsweise besser ausgedrückt: sie würde ihre Kleidung wählen, weil ihre Kleidung Goth ist. Denn das wollen sie ja auch: aussehen wie Goth, nicht wie sie selbst. Sie sind es halt gewohnt, sich bestimmen zu lassen. Thema "ihr Goths seid doch auch alle uniformiert": ja, das stimmt in gewisser Weise, aber eben nur in gewisser Weise. Es kommt aufdie Bezugsgröße an. Nehme ich als Bezusggröße die Subkultur, stimmt das schon. Nehme ich als Bezugsgröße aber die Massengesellschaft, stimmt es wieder nicht. Ist ein Hochbegabter, der eine spezielle Schule besucht, anders als die andere, weil er zu einer kleinen Elite gehört oder ist er den anderen gleich, weil sein ganzes Umfeld aus Hochbegabten besteht? Ich denke, beidem muss man sich bewusst sein. [b] Offtopic Ende [/b] |
| windprinzessin | Schwarze Kleidung hat für mich etwas "pures" und "unverfäschtes". Sie lenkt nicht mit grellen Farben vom Wesentlichen, dem Menschen, ab. In Schwarz gekleidet fühle ich mich wohl, weil sie sich nicht durch Auffälligkeit in den Vordergrund drängt, sondern durch ihre Schlichtheit und Schönheit bemerkt wird. Eine direkte "Message" hat mein Kleidungsstil nicht, es ist einfach ein Stil, der zu meinem Charakter passt und ihn unterstreicht. Schwarz zu tragen hat viele Facetten und für jeden hat es eine andere Bedeutung. |
| Pseudo-Gruftiii | für mich ist es nur kleidung. nicht mehr und nicht weniger. ich will gar nicht irgendeine message ausstrahlen, sonst könnte ja der nächste neben mir missverstanden werden. besonders bei solchen dingen neigen die leute dazu zu verallgemeinern. ich nutze lieber andere dinge als eine art message:) die hat nämlich auch keiner ausser mir und somit werden dann auch nicht andere leute missverstanden. |
| black pearl | schwarz ist für mich der inbegriff der ästhetik...des unnahbaren... |
| LunaticSister | Message? Welche Message? Ich trage schwarz nicht, weil ich etwas sagen will, das könnte ich auch direkt sagen. Nicht ich sage, sondern ich fühle! Ich kann einfach nur schwarz tragen, sonst würde ich denken oder eher das Gefühl haben, dass das nicht ich bin. Ab und zu habe ich mal was rotes oder weisses an, aber immer was schwarzes dazu, so wie ich mich eben fühle. P:S: Es gibt auch diese Erfindung, wo man sich etwas aufs Shirt drucken lassen kann! :D |
| Kinwin | [QUOTE]Hihi, das kenn ich doch irgendwoher.. Wenn ich gezwungen bin in Buntilkleidung rumzulaufen werd ich bei weitem nicht so oft angesprochen, nach dem Weg, oder Feuer, oder sonstwas gefragt, als wenn ich in schwarzem, gruftigerem Outfit unterwegs bin. Vielleicht liegt es ja an der Ausstrahlung, dass ich in schwarzer Kleidung mehr Selbstbewusstsein/Attraktivität ausstrahle, als in "normaler" bunter Kleidung. Man wird irgendwie mehr wahr genommen, auf einige wirkt es anscheinend symphatisch, auf andere eher "Was ist DAS denn für einer...?!" nebst entsprechender Blicke. Ich find das faszinierend! [/QUOTE] Ja, eine ähnliche Faszination empfinde auch ich dabei. :D |
| Kinwin | [QUOTE]einfach schick auszusehen, auch in den augen anderer nicht ganz so distanziert zu wirken, zwar immer noch nicht offen, angreifbar, aber dennoch fügsam in die gesellschaft, ich lehne mich nicht grundsätzlich gegen alles auf[/QUOTE] genau das find ich auch so gut an schwarz. Bei mir ist es einfach so das ich keinen Gefallen mehr an bunter Kleidung finde. Selbst meine 2 Jeans die ich zur Zeit immer abwechselnd trage muss, weil ich gerade einen eng Pass an schwarzen Hosen habe, gefallen mir langsam nicht mehr so wirklich. Ich fühle mich zu schwarz einfach mehr hingezogen als zu irgendwelchen anderen Farben. Darin hab ich ein ganz anderes Lebensgefühl. |
| UnterHund | Die Message meiner Klamotten? Ohh. Je. Ich glaube nicht, dass ich da eine Message finde. einerseits hab ich teilweise extreme Stimmungsschwankungen, womit sich meine Einstellung gegenüber anderen Menschen und der Umwelt ändert, und so auch eine potentielle Message. Andererseits, laufe ich ziemlich schlicht rum. Das beste was ich noch hinkriegen würde da zu deuten, wäre - Bleibt weg und lasst mich alleine. MuG UnterHund |
| rosenkind | [QUOTE]Wenn ich gezwungen bin in Buntilkleidung rumzulaufen werd ich bei weitem nicht so oft angesprochen, nach dem Weg, oder Feuer, oder sonstwas gefragt, als wenn ich in schwarzem, gruftigerem Outfit unterwegs bin. Vielleicht liegt es ja an der Ausstrahlung, dass ich in schwarzer Kleidung mehr Selbstbewusstsein/Attraktivität ausstrahle, als in "normaler" bunter Kleidung.[/QUOTE] geht mir nicht anders bzw. wenn ich heute mal mit früher vergleiche (denn ich trage seit 3 Jahren keine "Buntikleidung" mehr :D ) reagieren die Menschen heute wesentlich mehr auf mich. Das heißt, sie reagieren positiver und manche auch negativer. Früher, in bunter Kleidungwurde ich zwarauch ab und an angesprochen, aber wenn ich es damit vergleiche, wie das heute ist, ist es schon ein Unterschied. Es scheint sich in Extreme zu teilen, ein nichtbeachten gibt es nicht, die Reaktionen sind entweder positiv oder negativ, aber stärker vorhanden als früher. Wobei ich sagen muss, bis auf die Gruppe der U20-Jährigen sind die positiven Reaktionen sogar mehr. Einmal hat sogar eine Frau mir im Zug ihr halbes Leben erzählt. Und sie sprach mich an, als ich mir grade Kopfhörer aufsetzen wollte. So etwas wäre mir früher nie im Leben passiert. zwar hat man da auch ab und an mal Fragen beantwortet, oder geklönt, aber ich habs schon ein paar mal erlebt, dass die Länge der Gespräche eine andere ist als früher und dass ich häufiger angesprochen werde. Zum einen führe ich es darauf zurück, dass man trotz der Schwemme an Tokio Hotel Fans und dergleichen doch noch aus der Masse hervorsticht und somit auch einfach erstmal mehr registriert wird als die 200. in Miss sixty Hüfthose, türkisblauem Shirt und Bling Bling Schmuck. Zum anderen bedeutet dieses Aufallen ja aber nicht automatisch, dass jemand auch den Schritt wagt, eine auffällige Person anzusprechen. Was das angeht, liegt es denke ich wirklich an der Ausstrahlung. Ich habein den letzten Jahren einiges n selbstbewusstsein gewonnen und fühle mich wohl, wie ich aussehe. Die Diktate des Schönheitsideals, unter denen man litt, fallen zum Beispiel weg, es gibt nur noch einen selbst, der bestimmt, was schön ist. Wenn ich unterwegs bin, dann vermeide ich es auch, wie viele andere zu hetzen, ich gehe oft langsam, lass mich treiben, beobachte den Himmel, schau nach oben, denke und genieße. Wenn ich Menschen begegne, lächele ich sie oft an, aber es ist nicht dieses Lächeln der Sorte "hab mich lieb", wie das viele tun, mehr versuche ich ein dezentes "mir geht es gut in meiner Welt und ich gebe dir einen Hauch dessen mit"-Lächeln, das noch ein bisschen des Geheimnisvollen bewahrt. (in meinem ersten Beitrag sprach ich ja von ahnen lassen), so empfinde ich es jedenfalls. Außerdem liebe ich es, höflich zu sein und einen gewissen Standart, was das angeht zu halten, gehört für mich dazu, ich fühle mich dadurch gut, weil es ein bisschen die eigene Eitelkeit befriedigt und einem das Gefühl gibt, wer zu sein. Kurz gesagt, bemühe ich mich darum, freundlich zu sein, in einem gepflegten Ton, ich bin oft die erste, die aufspringt, wenn irgendwo eine Mutter ihren Kinderwagen in denBus oder Zug heben will und wenn keine Sitzplätze im Bus mehr frei sind, wird eine ältere Dame oder Herr, der einsteigt, meinen bekommen. All das in Kombination denke ich, strahle ich durchaus auch aus. Es ist glaube ich, eine Wolke aus Selbstzufriedenheit und dem Gefühl von Schutz, der mich umgibt und Menschen in meiner Nähe wohlfühlen lässt. Denn mal ehrlich: wer fühlt sich nicht wohl bei einem Menschen, der mit sich und der Welt zufrieden zu sein scheint, eine unaufdringliche Art hat und frei ist, sich mit einem selbst zu beschäftigen, kurzum jemand, der gibt, aber nicht fordert? genau das ist, denke ich das, was ich ausstrahle, wenn es mir gut geht. (Gitb natürlich auch andere Tage, aber seltener). Wenn ich mich auf der Straße mal umschaue. so sind viele Menschen doch mit sich selbst beschäftigt oder damit, wie sie bei anderen ankommen oder mit Dingen, die sie zu tun haben. Die Erwachsenen, vorallem die Frauen, hasten an einem vorbei von eimen Geschäft zum nächsten, die jungen Mädchen schauen sich nach Jungs um, bleiben an Spiegeln stehen um zu schauen, ob sie noch ein attraktives Beutetier sind, die Jungen posen, um der Damenwelt zu gefallen. Alles hetzt, wartet und hateigentlich keine Zeit mehr nach links oder rechts zu schauen. Die welt hastet an einem vorbei, um mal ein konkretes Beispiel zu geben: Wenn ich Leute an der Bushaltestelle sehe, sitzen udn stehen alle nur da und wirken wartend, könnte ich in ihre Köpfe gucken, würde ich dort sicher Gedanken finden ala "hab ich alles gekauft, was ich musste? Ob Manu wohl auf mich steht? Was machen wir beim nächsten Männerabend? Verflucht, wo bleibt der scheiß Bus". So wirken sie jedenfalls. Meine Gedanken wenn ich warte, triften meistens ab, "hübscher Himmel heute, die Wolkenformationen sind herrlich und diese verschiedenen Blautöne... oh sieh mal an, da fliegt ja das erste Herbstblatt... wie wird die Stadt hier wohl in 50 Jahren aussehen... wie hat sie eigentlich vor 100 Jahren ausgesehen.... herrlich die Luft.... huch, da ist ja schon der Bus". Ich denke, sowas macht schon einen ganz schönen Unterschied, die Körperhaltung ist sicher erstmal eine andere und die Ausstrahlung auch. Interessanterweise sind es meist ältere Menschen, bei denen ich noch so etwas ähnliches wie mir registriere. Aber, um mal wieder auf das Thema zurückzukommen, ich denke, die Kleidung unterstreicht das noch, wenn sie transportiert, was man ist, wie man fühlt. Es reicht nicht, sie einfach nur anzuziehen, man muss sie wirklich [I]tragen[/I] Ala werde eins mit deinem Pullover :D *Scherz*. Aber es ist wirklich so. Grade heute wieder gemerkt, mit Lieblingsrock und Samtmantel. Diese Sachen kann man nicht [B]tragen[/B], wenn man gedankenlos hetzt, sie wirken nur gut, an jemanden, der schreitet, der langsam geht, vielleicht durchbrochen von einem Moment schnellerer Bewegung. Ich denke, dass die Kleidung, die ich trage für mich noch einen ganz andere Zweck erfüllt, als einfach nur gut auszusehen. Es gibt der Rolle, die ich liebe zu spielen, eine Hülle. Kleidung und Styling anderer wirkt auf mich oftmals nur als Mittel, um hübsch auszusehen. Das will ich natürlich auch, denn wer will das nicht? Aber das istes nicht alleine. Die Kleidung wird zu einem Teil des Rollenspiels, dessen Aspekte ich schon in meinem ersten Posting hier genannt habe. Die Farbe ist ein Mantel aus Dunkelheit. Ich kann in dieser Dunkelheit bleiben, in einer geheimnisvollen Eitelkeit, die sich nicht ganz nch außen offenbart, sondern eben ein Geheimnis bleibt, mich abschotten darunter und die Welt genießen, ohne mich einem anderen, um mich mitzuteilen. Aber wenn ich will, kann ich beginnen in ihr zu leuchten, die Außenwelt kontaktieren, ohne mich gänzlich zu offenbaren, das ist die Art, wie ich andere anlächle, die ich vorhin beschrieb. Ich denke, Kleidung hilft mir zu einem ganz wesentlichen Teil, die Rolle zu spielen, die ich spielen [B]möchte[/B] und nicht die, die ich [B]muss[/B]. Authensität im Berzugauf dieses Thema ist denke ich eine Frage dessen, wie gut ich weiß, Kleidung und Styling einzusetzen, um mehr zu zeigen als ein hübsches Mädchen. Es ghet um die Verschmelzung von Ausstrahlung, Aussehen und Verhalten. Wenn ich im langen Samtmantel schreite, ruhig rede, geheimnisvoll lächle hatdas eine ganz andere Qulität als wenn ich dasselbe in Miss sixty Jeans und Bling Bling Sachen tun würde. [I]Das Auge isst mit[/I]. Dieses Zusammenpassen aller 3 Aspekte ist es vermutlich auch, warum die schönsten Frauen, die ich bisher gesehen habe, meistens Schwarze waren, es passt einfach. Gilt natürlich nicht für alle. Immer häufiger sehe ich Menschen, die ihre Kleidung einfach nur angezogen haben und deren Eitelkeit sich einzigund allein darauf bezieht, wie toll sie aussehen. Ich bin auch Eitel, aber meine Eitelkeit geht weiter. Gut aussehen reicht mir nicht, bin ich doch kein Anziehpüppchen, meine Kleidung muss mehr transportieren, muss etwas verkörpern können, muss eben mehr sein, als einfach nur Kleidung. Es als Kunst zu bezeichnen wäre übertrieben, aber es geht schon etwas in die richtung. Du kannst mit den selben Stiften ein Bild malen, das einfach nur dekorativ ist, sagen wir du malst von links nach rechts einen Regenbogen aus dem Papier, ein Balken rot, einer Orange,.... Genauso kannst du die Stifte aber auch nehmen und etwas zeichnen, das dekorativ ist [B]und[/B] eine bestimmte Weltsicht oder Stimmung herüberbringt, zum Beispiel ein Tangotanzendes Paar mitten in den grauen Gassen einer verregneten Großstadt... |
| laminare | Also meine Message mit meiner schwarzen Kleidung ist halt, das ich mich nicht anpasse, nicht so bin wie alle anderen, das mit der happiness kleidung hast du das gut ausgedrückt ;) denn so würde man jeden gerne sehen, bunt, auch wenns inen schwarz ist, lächelnd, auch wenn man innerlich weint, lachend, auch wenn man innerlich zerbricht. Ich habe auf lange nach diesem Muster gelebt, d.h. mich so angezogen wie mich andere haben wollten. Aber das ist jetzt vorbei, schon seit über einem jahr, zieh ich mich knallhart schwarz an. Und zum ersten Mal, fühle ich mich richtig wohl in meinen Klamotten, was für ein Gefühl :) Außerdem bin ich echt stolz, mich von den kleinen schl****n in meiner Klasse/schule/Stadt zu unterscheiden. Man soll halt sehen das ich mich abgrenze, anders bin, auf die anderen und auf die gesellschaft scheiße!!!! Joa, das is meine Message :D |
| rosenkind | nachdemich schon genughier gelaberthabe,mach ichs mal kurz: der Aspekt, mit den Farben udn stimmungen, die ich ansprach,fällt mir in letzter Zeit immer mehr auf, seitdem ich in letzter Zeit bei meinen Acrylbildern ein Faible für Farbthemen entdeckt habe. Farben sind etwas wunderabres, grün ist nicht blau,blau ist nicht rot,rot ist nicht lila... alles hat seine ganz eigene Stimmung. Der richtige Einsatz der Farben, kann so zu einer Stimmungskomposition werden. Farben sind so herrlich auf dem Papier. Aber was ist mit dem Maler? wenn ich eine bestimmte Farbe trage, gebe ich ihr gegenüber den anderen nicht nur einen Vorzug, sondern ich bekenne mich zu ihrer ganzen Individualität. Das wäre ein Festnageln und offenbaren meiner Persönlichkeit. Um das freie Spiel mit den Farben genießen zu können, muss ich neutral zu ihnen bleiben. Schwarzund weiß sind keine Farben. Weiß ist die Leere, die Enthüllung, Weiß ist die Fülle,der Verhüllung. In weiß hätte ich das Gefühl, nack zu sein, bloßgestellt, einzig und allein schwarz ermöglicht es mir, im Hintergrund zu agieren, und das freie Spiel der Farben herauszulassen. Wie der Vorhang im Theater, der Backstage und Bühne trennt. hinter schwarz können alle Farben stehen, der Mantel umhüllt sie alle. Ich glaube, deswegen fühle ich mich auch, bis aufein schönes dunkelrot, das irgendwie mir auch entspricht, ich mich in anderen Farben nicht wohl, wenn es derer zu viel werden (abund zu ein Farbklecks muss auch mal sein). Ich glaube, draußen in der Welt, würde mir keiner glauben, dass ich Farben total liebe, aber es stimmt: ich liebe Farben - nur nicht an mir :D |
| noli | ich will eigentlich nicht umbedingt irgendwas mit meiner kleidung ausdrücken.. aber ich fühle mich in buntes sachen "falsch"- wie verkleidet, seid ich schwarz trage bin ich glücklicher, kann irgendwie mich mit der person im spiegel identifizieren zum anderen finde ich es einfach schön, sowohl an mir, als auch an anderen |
| Nachtelfchen | och, ich hab da so ringelstrümpfe... :D warum ich schwarz trage...irgendwie ist das nicht mehr so wichtig, es ist einfach. und mir macht es spass in meinem schwarzen outfit einen farbklecksakzent zu setzen, so mit den ringligen socken oder so (und ja, die sieht man dann auch, hab viele röcke, die bis mitte schienbein gehen). ich glaube, wenn ich eine message mit meinen kleidern schreiben möchte, dann die, dass ich ich bin und niemand anderes. das war nicht immer so, mit 16 war ich cool, mit 18 erwachsen und abgeklärt, mit 22 unnahbar und nonkonform. das alles kann kleidung ausdrücken. heute bin ich einfach ich, auch als grufti. und spätestens dann, wenn man verwantwortung für ein kleines wesen übernimmt... (siehe grufti und kinderthread :D ) |
| Seele_in_Not | Hallo, ich finde dieses Thema sehr schwierig zu beantworten.. ich finde gar nicht die richtigen Worte, aber ich will es mal versuchen.. jeder meint, man 'müsse' unbedingt mit seiner Kleidung etwas ausdrücken wollen.. habe ein wenig das Gefühl, wenn man das nicht tut wird man auch ein wenig angestempelt.. Ich bin mit 15 in die BDSM-Szene geschlittert und habe dort auch - wie nenne ich sie, ich hasse Modewörter wie Gothic oder Grufti wie die Pest, aber irgendwie muss man sie ja bezeichnen.. sagen wir: Schwarze kennen gelernt. Wurde dann halt mal hier und dort hin mitgenommen. Natürlich hat man sich da angepasst, am ersten Abend, ach ich zieh auch etwas eher dunkles an. Ich denke das ist normal und auch nicht schlimm. Durch meine Neigung zur BDSM-Szene denke ich mal kann man eh erkennen oder darauf schließen dass ich anders ticke als der Durchschnittsbürger - war früher ein großer Außenseiter, von der Grundschule ab bis in die 10te Klasse. Hat mich oft gequält, dass man mich ablehnte, dabei war ich nicht äußerlich großartig anders, ok, ich bin dem Modezeug nicht hinterhergerannt so wie die anderen. Aber auch meine Art mochten die nicht. Egal. Hat mir lange zeit wehgetan, auch Umstände wie mit 15/16 zuhause ausziehen und 1. eigene Wohnung, war eine schwere Zeit für mich. Die ganze Reifung wurde quasi erzwungen, habe ich selbst erzwungen, ich musste ja automatisch reif sein damit ich klar kam. Die Erleuchtung kam dann auch, ich habe irgendwann gesehen: die Idioten die dich ablehnen, die nur Mist reden und die nicht wissen was Leben bedeutet, denen nur nichtige Dinge etwas bedeuten, die brauchst Du gar nicht. Die sind unter deinem Niveau. Somit, wie sage ich das.... empfinde ich solche Wesen nicht mehr als "gleich", kämen für mich nicht in Frage, dass ich z.b. denken würde, hmmm mit dem oder der würde ich vielleicht eine Freundschaft eingehen - nein. Was jetzt nicht heißt dass ich grundsätzlich "normale" Leute ablehne. Ach was, mir gehts nicht um Klamotten. Es kommt auf das an, was sie mitteilen, was sie zu sagen haben. Trug also immer öfter schwarz, hörte auch die Musik die ich so mitbekommen habe und die mir gefiel. War eine zeitlang schon der Meinung, wichtig ist die Musik was die Szene angeht. Ist aber völliger Schwachsinn. Die Musik ist scheißegal - jemand der gern irgendwas aus den Charts hört kann genauso tiefsinnig, romantisch, einfühlsam und offen sein. Manche hören nunmal Musik mit bestimmten Texten, die sie berühren, die sie wiederspiegeln. Wieder andere hören BUMM BUMM BUMM. Mir egal. Die Frage ob schwarz in der Szene wichtig ist, ist genauso schwer. Sehr schwer. Einerseits ja. Andererseits nein. Kann ich mich "dazu" zählen nur weil ich schwarz trage? Nein. Kann ich mich dazuzählen, weil ich kein schwarz trage, aber dafür sehr tiefgründig und empfindsam bin, und das auch ausdrücken kann/will? Ja und nein. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Mir ist die Schubladendenkerei zu anstrengend. Ich hab die Nase voll von Mädels, die mit wirklich ganz katalog-mäßigen Merkmalen rumrennen. Die modernen Beispiele. Immer diese Gothic-Taschen, immer vollgebeppt mit tausend Buttons. Das sieht man bei jedem. Das ist meine Ansicht, also bitte nicht verallgemeinern. Diese Wesen, die sich im Zug neben dich fallen lassen, dir gegenüber noch so was, und dann anfangen sich mindestens so niveaulos zu artikulieren und über sinnlosen Schmodder auszulassen, wie gewisse Menschen im sehr jugendlichen Alter die... (einfach ausgedrückt, das was ich unter #Hopper# verstehe. Ich weiß, das ist auch Schubladensteckerei. Aber es geht irgendwie nicht ohne ??) solche Wesen gehen mir auf die Nerven. Zählen für mich ganz klar nicht dazu. Natürlich kann so jemand auch nett sein vielleicht. Aber ehrlich gesagt hab ich dann schon gar kein Interesse mehr, so jemanden näher kennenzulernen. Entweder man ist sich sympathisch oder nicht. Vielleicht versteht jemand was ich auszudrücken versuche? Sicher lehne ich manche ab, aber einfach deshalb weil ich die ursprüngliche Szene untergehen sehe. Und das ist so bitter. Ich möchte Leute kennenlernen, mit denen ich nah sein kann, mit denen ich reden kann. Das könnt ich mit 'solchen' nicht. Im Grunde ist jeder irgendwo schubladendenker, jeder ein wenig oberflächlich. Man macht sich halt ein Bild wenn man etwas oder jemanden sieht, das ist natürlich. Wichtig ist, wie man dann reagiert. Ob man offen ist, wenn derjenige einen freundlich anspricht. Oder ob man dann immernoch in Abwehrhaltung ist. Nochmal zur schwarzen Kleidung: ich mag sie auch einfach, finde, sie steht mir besser als alles bunte Zeug was ich je getragen habe, außerdem war ich nie ein Mensch der sich viel Gedanken darüber gemacht hat, was er anzieht. Dementsprechend sahs in buntem Zeug auch aus. Schwarz ist schlicht, einfach, schön, und sagt nichts aus (außer die üblichen Vorurteile, aber das ist mir ja egal.) Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man mich eher meidet als mich nervt. Jemanden schocken will ich eigentlich nicht mal, das war gaaaaaanz am Anfang mal kurz, und das wars dann. Vielleicht versteht mich ja jemand, wenn ja, wäre ich froh über eine Unterhaltung. LG Seele in Not |