German Gothic Board
 
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  Forum: lebens : ART
    Thema: intoleranz wegen individualität
Mrs. BlackHallo,
ich habe win kleines Problem und wollte mal hören, was ihr dazu sagt und ob es euch vielleicht schon mal genauso ergangen ist. Und zwar trage ich seit ca. 1 1/2 Jahren fast ausschließlich schwarze Kleidung. Schwarze Musik höre ich schon seit 5 Jahren und ich hatte schon von Klein auf dieses Gefühl irgendwie anders zu sein. Mit 14 ging es mir richtig schlecht, weil ich in der Schule ein totaler Außenseiter war. Auf der einen Seite kotzte mich das arrogante Getue meiner Klassenkameraden total an, aber auf der anderen Seite fühlte ich mich immer sehr einsam und hatte das Bedürfnis dazuzugehören. Leider beachteten sie mich nicht, weil ich ihnen wohl irgendwie seltsam vorkam (damals hab ich aber noch nicht schwarz getragen). In dieser Zeit hab ich dann angefangen, schwarze Musik zu hören und mich mit der schwarzen Lebenskultur auseinaderzusetzen. Ich konnte mich gänzlich mit der Musik identifizieren, sie drückte voll und ganz das aus, was ich in dieser schweren Zeit empfand. Und jetzt denkt ihr wahrscheinlich ist alles in den üblichen Bahnen verlaufen und ich bin auch vom äußerlichen Schwarz geworden....Falsch gedacht! Ich habe nämlich diese arroganten Leute, die mich immer ausgestoßen haben auf einer Party, auf die ich irgendwie eingeladen war (ich weiß bis heut nicht warum), kennengelernt. Das waren die Leute, die ich einerseits verachtete, andererseits aber auch bewunderte, weil sie Alles und jeden kannten. Jedenfalls zeigten sie Interesse an mir und es entstanden so langsam Freundschaften. Dann hab ich angefangen mich furchtbar zu verstellen, da ich mir dachte, dass sich meine melancholischen, teils depressiven Gedanken sicher nicht mit dem Weltbild meiner neuen Freunde vereinbaren lassen würden. Also hab ich mich nicht mehr weiter mit der schwarzen Szene auseinadergesetzt, hörte die Musik nur noch ab und zu und kaufte mir die neueste und schrillste Mode von Pimkie und Orsay (nein, damals war gothic noch nicht trendy). Ich war in der Clique integriert und es lief alles ziemlich gut, bis mir irgendwann auffiel (ok, aufgefallen ist es mir auch vorher, aber ich hatte es immer verdrängt), dass ich mir selbst nur etwas vormachte und ich nicht der immer lustige, dauergrinsende Mensch war, den ich in dieser Clique immer darstellte. So langsam fing ich dann an wieder verstärkt schwarze Musik zu hören und auch schwarze Kleidung zu tragen. Allerdings hab ich diese meistens mit irgendwelchen Jeans oder so kombiniert, dass es meinen Freunden nicht so stark auffiel. Irgendwann haben sie es dann aber auch mitbekommen und es war sogar ok für sie. Mag vielleicht daran liegen, dass ich mich nicht so extrem auffällig kleidete. Nun bin ich in eine andere Stadt gezogen (mit meinen Freunden habe ich weiterhin Kontakt und sie sind gar nicht so arrogant und intollerant wie ich damals dachte, aber sie sind auch nicht schwarz und können die Gedanken in irgendeiner Form nachvollziehen) und habe mich ohne Rücksicht auf andere Personen einfach so gekleidet wie ich mich selbst gefühlt hab, das heißt ziemlich schwarz ( schwarze Hose, schwarzer Pulli, Springerstiefel und langer Ledermantel), sodass ich schon "etwas" auffiel. Jedenfalls gibt es hier, wo ich jetzt wohne, kaum Schwarze, sodass ich es ausschließlich mit bunten Leuten zu tun habe (womit ich kein Problem hab, da die Freunde meiner alten Heimat auch alle bunt sind). Allerdings werde ich von den Menschen hier total abgelehnt, obwohl ich mich ihnen gegenüber sehr aufmerksam und freundlich verhalte. Sie schauen mich an, rümpfen die Nase und gehen wieder. Nun sitze ich hier ganz allein, ohne Freunde, Familie, ohne alles. Ich denke im Moment ernsthaft drüber nach, mich wieder zu verstellen und wieder bunt zu tragen, da ich auf diese Art und Weise sicher wieder Freunde finden würde, aber eigentlich will ich es nicht, weil ich mich nicht bunt fühle. Nur ist es so schwer, wenn man ganz alleine ist udn nur von intolleranten Menschen umgeben ist...
rosenkinddie Frage ist doch: willst du bleibt sein, für etwas, was du nicht bist oder unbeliebt für etwas, was du bist. Willst du viele Freunde finden, die deine Maske mögen oder Leute, die dich so nehmen, wie du bist.
Wer nicht mit der Masse geht, wird sicher nie zum beliebtesten Menschen werden, aber er hat die Chance auf Leute zu treffen, die ihn wirklich so mögen, wie er ist!

nachtwelten isteine Chance, solche Leute kennenzulernen, schau mal in "Bekanntschaften". Es gibt sie überall, die "anderen" ;)
laminareDu musst einfach rausfinden was dir wichtiger ist!
Das du vllt Freunde findest, die dich aber dann wieder nicht so nehmen wie du bist, nur wenn du dich verstellt, bunt bist und immer lachst und froh bist.
Oder das du einfach weiterhin so bleibst wie du bist, schwarz, und das anderen auch zeigst.

Ich Glaub du wirst auch so freunde finden können, einfach so wie du bist. Lass dem einfach noch ein wenig Zeit.
Und wie rosenkind schon sagte, unter ,,bekanntschaften´´ lernt man auch neue leute kennen ;)
Ich wünsch dir viel glück weiterhin!
M.
Lady Ligeia@rosenkind und lam ... perfekt antwort auf die beschreibung eines angeblichen problems ...

kenn ich alles und habe ich alles durch, ich bin immer noch ich auch wenn ich nur noch selten die farbe schwarz trage, WICHTIG ist doch was in dir drin ist ... die Menschen sind nun mal verdammt oberflächlich, aber damit muss man leben und sich einfach dagegen stellen. Der Mensch an sich zählt und nicht seine Hülle, ich möchte freiwillig keine Freunde haben, für die ich mich hinter einer Maske verstekcen muss.

Die Leute und meine Freunde mögen mich so wie ich bin und was ich bin ... mittlerweile stoße ich mehr und mehr auf INTOLERANZ und OBERFLÄCHLICHKEIT in der sogenannten schwarzen Szene ... BSP.

Wir waren auf einem Konzert und ich hatte ne BlueJeans, Springer, ne blaue Strickjacke und meine schwarze Jacketjacke an ... die Musik war einfach nur endgeil und ich hatte viel spaß, war am tanzen und lachen und habe mit ner freundin rumgekaspert ... die ganzen komischen gruftie larven oder was auch immer standen doof da habe ne schnauze gezogen und heimlich auf mich gezeigt und gelästert ... aber das waren eh keine welle erdball hörer, (meine Familie, irgendwie die 3.) ... also. Wem soll ich es denn bitte schön recht machen, am besten mir selber und alle anderen können mich mal.

:D
darkEMYR[QUOTE][i]Original geschrieben von Lady Ligeia [/i]
[B]... mittlerweile stoße ich mehr und mehr auf INTOLERANZ und OBERFLÄCHLICHKEIT in der sogenannten schwarzen Szene [/B][/QUOTE]

Die Toleranz der schwarzen Szene ist leider zu einem großen Teil geheuchelt. Von wegen tolerant, weltoffen und elitär...nix is, es geht auch nur darum wer wen kennt und wer die richtigen Bands hört und Klamotten trägt...die Szene ist halt auch nur ein Abziehbild der Gesellschaft auf kleinerer Ebene...
une copineDiese Frage kenne ich leider allzu gut, ich hatte im Prinzip nie viele Freunde, aber doch immer irgendwelche... Und in der letzten Zeit habe ich kaum Kontakt zu den Leuten, die ich noch vor 1/2 Jahr mochte, langsam aber sicher haben wir uns auseinander gelebt und ich stehe jetzt irgendwie alleine da, diejenigen (also die ehem. Freunde, ich rede immer noch ab und zu mit ihnen) stecken mich einfach nur in die Gothszene und sagen mir, ich soll in einen Gothclub (wie denn? man wird erst ab 16 reingelassen, d.h. ich muss noch ein paar Monate lang warten :rolleyes: ). Mir haben schon öfters welche gesagt, dass ich nie irgendwelche Freunde finden werde, wenn ich weiterhin so rumlaufe, bzw. dass ich welche finde, wenn ich mich wieder "normal" kleide. Aber ich frage mich einfach: Wieso sollte ich? Wenn ich mich normal kleiden würde, würde sich an meiner Lebenseinstellung nichts ändern und irgendwann mal würden die potentiellen Freunde eh merken, wie ich bin und wären vllt. etwas schockiert, wenn ich schwarz trage, sind sie vorgewarnt. ;) Und ich finde es auch gut, wenn andere "vorgewarnt" sind, denn früher hat man mir meinen Charakter und meine Interessen gar nicht zugetraut.

Ich glaube, der oben stehende Text ist etwas verwirrend...
rosenkind[QUOTE]Mir haben schon öfters welche gesagt, dass ich nie irgendwelche Freunde finden werde, wenn ich weiterhin so rumlaufe, bzw. dass ich welche finde, wenn ich mich wieder "normal" kleide.[/QUOTE]

das erinnert mich an ein Gespräch in meiner alten Klasse, alsich neu an der Schule war (ist jetzt mehr als 3Jahre her).

Da meinte eine Klassenkameradin zu mir:
"also wenn du weiterhin so rumläufst, findest du nie einen Freund" oder "so will doch kein Kerl was von dir" (sowas in der Richtung jedenfalls). Ich dreh mich zu ihr um, schau ihr in die Augen und sage "die Jungs, die ich will, laufen genauso rum". Und die Kinnlade flog herunter... Entgeisterung im Gesicht und die unausgesprochene Erkenntnis: Was?!? Es gbt auch Jungs,die so rumlaufen?!? :D

warum solltest du keine Freunde finden? 1. bistdu nicht der einzige Gruftie aufder weiten weiten Welt und 2. ist nicht jeder automatisch einer potentiellen Freundschaft mit einem solchen abgeneigt.
Mrs. BlackHabt erst einmal Dank für die vielen Antworten. Ihr habt schon recht, man sollte sich eigentlich nicht verstellen, aber das ist manchmal echt schwer, wenn einen alle voller Verachtung anschauen.

@une copine: Ich verstehe, was du meinst. Mir ging es ähnlich. Die Leute haben erst sehr viel später erfahren, wie ich wirklich ticke und was für Ansichten und Lebenseinstellungen ich vertrete und dann ist es schon besser, wenn man sie, indem man sich so anzieht wie man sich fühlt, "vorwarnt".

Zum Thema Toleranz in der Szene: Ich kenne die Szene noch nicht so genau, aber den Teil, den ich kennen gelernt habe, fand ich ziemlich intolerant. Da hieß es: "Nee, du bist mir nicht schwarz genug":rolleyes: (Ich hatte eine schwarze Hose, ein schwarzes Shirt und schwarze Sportschuhe an)
Black Reaper@Mrs. Black: Wenn den Leuten da schlichtes Schwarz nicht genug ist, wäre ich und genauso noch viele andere Leute auch direkt ausgeschlossen... Ich trag ja ab und an sogar was farbiges... :rolleyes: Um nicht zu sagen: Nur aufgrund dessen jemanden "auszuschließen", ist schon mal dämlich und disqualifiziert eher diese komische Person... Andererseits: Nenn mir irgendeinen Personenkreis, wo's nicht solche Alpha-Kekse gibt, die sich auf Kosten anderer ihre Position sichern müssen und sowieso die Hengste überhaupt sind... Ergo: Who cares?
rosenkind[QUOTE]aber das ist manchmal echt schwer, wenn einen alle voller Verachtung anschauen. [/QUOTE]

solang sie dich nur anschauen... ich weiß jetzt nicht, ob sich deine 1 1/2 Jahre die du angegeben hast aufdas schwarz tragen allgemein oder auf das"auffälligere" bezogen, aber eines kann ich sagen: mit der Zeit registriert man die doofen Blicke irgendwann gar nicht mehr.

[QUOTE]aber den Teil, den ich kennen gelernt habe, fand ich ziemlich intolerant. Da hieß es: "Nee, du bist mir nicht schwarz genug" (Ich hatte eine schwarze Hose, ein schwarzes Shirt und schwarze Sportschuhe an)[/QUOTE]

das ist genau der Teil, auf dem man getrost verzichten kann, den man in der Realität aber viel zu oft findet. Über die Zeit hinweg lernt man die Leute besser einzuschätzen, aber das dauert. Ich würde dir dieSuche übers Internet, insbesondere Nachtwelten empfehlen. Die besten Leute hab ich hier kennengelernt :).

darf ich dich mal aus reiner Neugierde fragen, wie alt du bist?
Seneca[quote][b]aber den Teil, den ich kennen gelernt habe, fand ich ziemlich intolerant. Da hieß es: "Nee, du bist mir nicht schwarz genug" (Ich hatte eine schwarze Hose, ein schwarzes Shirt und schwarze Sportschuhe an)[/b][/quote]

Genau genommen stellt diese Art tatsächlich ein Problem dar, weil dieser doch recht einfache Stil das Ambiente zerstört, und einer weiteren stilistischen Verflachung Vorschub leistet.
Natürlich wird das schlicht auch von Leuten getragen die schon sehr lange in der Szene herumstolpern...aber was meint ihr wie die früher Ausgesehen haben...???

Heute klammern zu viele Newcomer die extreme Phase einfach aus und wunder sich dann warum sie nicht verstehen wovon die anderen reden und in Gegenzug auch nicht verstanden werden.
Sich jeden Tag auf die Andere, die non-konforme Seite zu stellen, und jeden Tag mit dieser Entscheidung mit Ungemach erkaufen zu müssen hat die Altgrufties von heute geprägt.

Aus diesem Grund ist man durchaus nicht glücklich über die Leute die hinzukommen, und sich in ihren schwarzen Jeans und T-Shirt so ungemein "Goth" vorkommen.

ich erinnere mich da gerne an eine Begebenheit mit einer Bekannten:
Wir waren alle drei aufgebrezelt unterwegs zu einer Veranstaltung außerhalb. Meine Freundin und ich wollten unterwegs noch mal im Supermarkt einkaufen.
Da kam dann von der Rückbank nur ein "aber ihr könnt doch [b]so[/b] nicht einkaufen gehen"... Mademoiselle kam dann doch mit, fühlte sich aber sichtlich unwohl, und blieb immer schön in unserer Nähe.
Von sich aus hätte sie sich nie getraut im Grufti-Aufzug einfach mal einkaufen zu gehen.
Da fragt man sich dann schon, wie "echt" eine solche Einstellung ist...wer A sagt sollte auch B sagen können.
rosenkind@Seneca
was aber noch lange kein Ausschlussgrund ist und ich denke, das meinte die Erstellerin des Threads. Es ist ein Unterschied, ob ich einfach nur ein Outfit ein bisschen zu einfach geraten ansehe, ober ob ich mich hinstelle und sage "pöh, du darfst nicht mitspielen, du bist net schwarz genug angezogen". Leider sieht aber so die Realität aus. Und da es sich nach dem Eingangspost zu urteilen (mit 14 Probleme, hört 5 Jahre die Musik, ergibt höchstens 19), liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den Leuten, die sie kennenlernte keineswegs um die Szenedinos handelte, die sich schon seit Ewigkeiten in der Szene bewegen, sondern um die vielen, recht hochnäsigen Jugendlichen, die mit ihrer "alles von x-tra-x"-Gewandung und ihrem "ich bin aber schon seit einem ganzen Jahr dabei" - Stolz auf jeglichen Schwarzkittel im gleichen und jüngeren (und manchmal auch älterem) Alter hochnäsig herabblicken ala "ich bin der Supergoth und du nicht".
Mir ist auf der Straße noch keine Person jenseits der 25 begegnet, die irgendeinen blöden Spruch oder dergleichen losgelassen hätte, nur weil ich während eines Gammeltages mich mit schwarzer Jeans und schwarzem Pulli begnügt hätte. Wohl aber gab es genügend Minderjährige, die einen verachteten, egal, ob man nun Jeans und Pulli oder das obligatorische Samtgewand trug...
une copine@ Rosenkind: Diese Geschichte kenne ich auch... Es lief fast genauso ab und am Ende meinte das Mädel, dass es kaum Goths gibt und ich sie deshalb nie kenne lernen werde. Da musste ich eigentlich nur noch lachen. :D

Und sicher gibt es welche, die meinen, dass sie die Obergoths sind, aber diejeingen werden entweder irgendwann mal lernen, dass es falsch ist oder sie hören einfach mit dem Gothsein auf... Wir hatten auch mal so eine Obergoth in der Klasse, jetzt ist sie eine Emo. xD
WinterbornIch muss zugeben, dass ich allzu schlichten mt einer gewissen Skepsis gegenübertrete, die ich allerdings nicht nach außen zeige. Dazu bin ich zu nett [hier bitte Augenaufschlag einfügen]. Die einzigen, zu denen ich wegen ihres Stylings gegenüber eventuell mal unfreundlich werde, sind die, die neben mangelnder Kreativiät auch noch null Stilbewusstsein zeigen. Ich sage nur: "Ich mal mir mit Kajal Tränenströme auf die Wangen und verlasse das Haus erst, wenn sie schon total verwischt sind." In solchen Fällen bin ich so frei, vom Äußeren auf das Innere zu schließen.

Aber natürlich, man umgibt sich am liebsten mit schönen Menschen. Denn in der Szene geht es ja auch um das "Gesehen werden" und da zieht man dann gerne mit Leuten los, die auffallen.

Ich denke aber, dass es Menschen, auf die man Wert legen kann, im Grunde um sowas nicht geht. Und man sollte doch lieber Freunde suchen, die einen so oder so akzeptieren, als solche, die einen nur mögen, solange man Lack und Strapse oder Flokatijacken oder sonst was trägt ;D
Mrs. BlackIch weiß gar nicht, was ich zu diesen ganzen Antworten alles schreiben soll.
@rosenkind: ja, du hast Recht, ich bin inzwischen 19 Jahre alt und die Personen, mit denen ich mich getroffen haben, waren auch alle so in meinem Alter.
Vielleicht habe ich durch diese Leute die Szene so kennen gelernt wie sie ist oder wie sie eher nicht ist. Ich habe mich zu dieser Szene hingezogen gefühlt, weil ich schon immer ein etwas nachdenklicher, sehr fantasievoller, tiefgründiger und nicht so oberflächlicher Mensch war, den die Nacht schon von Kindesbeinen an fasziniert hat. (Klingt jetzt ziemlich doof, stimmt aber wirklich.) Ich dachte eigentlich, dass Toleranz und Tiefgründigkeit diese Szene ausmachen würden, aber bei den Leuten, den ich begegnet sind konnte ich all das nicht feststellen. Sie hatten zwar alle die obergothic Klamotten an, passten von ihrem Charakter aber eher zu den 08/15 Pop-Tussis. Ich kleide mich eigentlich immer in sehr schlichtem Schwarz. Wenn ausgehe kann es auch mal etwas Auffälliger sein, aber im Großen und Ganzen ist die Kleidung bei mir eher sekundär. Euren Antworten nach zu urteilen, spielt die Kleidung für viele von euch doch eine übergeordnete Rolle, was ich eigentlich ziemlich schade finde, da es meiner Meinung nach mehr auf den Charakter ankommt. Ich finde nämlich, dass es durchaus auch "Bunte" gibt, die man von ihrem Charakter als "Schwarz" bezeichnen könnte, wohingegen es auch viele Schwarze gibt, die ihrem Verhalten und Charakter nach zu urteilen, viel eher zu den "Bunten" passen könnten
SenecaDer Stil, oder besser gesagt, die verschiedenen Richtungen die sich untereinande nicht grün sind, fungiert nun mal als Hauptdistinktionsmerkmal in der Szene, da beisst die Maus keinen Faden ab.
Vielleicht bist Du nur an die falsche Leute geraten.
Zudem kenn ich es nicht anders als das die Cliquen vor Ort alle neuen erst mal taxieren oder ablehnen...ich musste mich da bei jedem Umzug auch von neuem "etablieren"...

Heute ist mir das relativ egal. Aber ich bin auch nicht mehr 19!
Das ist der Punkt den ich ansprach. Ich finde es unheimlich traurig wenn sich die Jungen an den oft desillusionierten und abgeklärten Alten orientieren...sprich...der modischen Tristesse fröhnen.
Probleme mit der Akzeptanz hatten wir alle mal, das gehört für mich irgendwie dazu.
ThemistoMuss man unbedingt eine extreme Kleidungs-Phase durchmachen?! Also entweder ist mir der Sarkasmus nicht ganz ins Gesicht gesprungen oder ich kann irgendwie nur verwundert über deinen Beitrag sein Seneca. Also dem ersten in diesem Thread, weil der Rest wieder senecanisch ist.
Ich fahre aufgebretzelt Bahn und stehe im McDoof für einen Kaffee um die 7 Uhr. Zählt das?
Klar darf niemand über etwas motzen was er nicht kennt und ich kann auch nicht grad mit Beispielen von Intoleranz trumpfen, da ich halt niemals mit pinkem Iro durch die Straßen getingelt bin. Bei mir wird nur gelesen was auf dem T-Shirt steht und der Kopf geschüttelt.


T
rosenkind@Mrs. Black

die Szene ist voll von hohlen Fassaden, die eigentlich nicht mehr zu bieten haben als den schöne Schein. Grade bei den [B]Jüngeren[/B] hab ich festgestellt, dass je aufgebrezelter die Fassade, umso mehr heiße Luft dahinter ist. damit meine ich jetzt nicht schöne Outfits, die auch ein Außenstehender sofort als "gothic" erkennt, sondern wirklich aufgebrezelt, Markenwahn z.B.. Es ist einfach so, was anders ist, zieht Profilneurotiker wie die Fliegen an. Das wird dir aber denke ichin jeder, zumindest jeder populären Subkultur begegnen.

[QUOTE]Ich dachte eigentlich, dass Toleranz und Tiefgründigkeit diese Szene ausmachen würden[/QUOTE]
das dachte ich und die meisten hier auch mal, die Wirklichkeit belehrt einen eines besseren.

[B]ABER[/B] das ist noch kein Grund, die Hoffnung aufzugeben, lediglich sollte man aufhören nach "gothic" zu suchen, denn wenn man so sucht, sucht man die Nadel im Heuhaufen wie woanders auch und wird meistens enttäuscht. Es ist nicht so, dass es die "Vernünftigen" nicht gäbe, sie sind nur durch die vielen anderen etwas schwerer zu finden. Ich habe die interessantesten Menschen bisher nur in der schwarze Szene getroffen... nebst den größten Idioten. wie gesagt, mit der Zeit entwickelt man ein Gespür für die Leute, bis dato muss man seine Suche etwas präziser gestalten. Wenn du eineKontaktanzeige schaltest z.B. nicht nur schreiben "suche Gothics", sondern auch was du dir darunter vorstellst, wofür sich die Leute, die du suchst, interessieren sollten!
Im realen Leben draußen hilft es manchmal, den Belndern aus dem Weg zu gehen und die etwas unscheinbareren Gestalten kennenzulernen und das meine ich keineswegs nur auf die Optik bezogen, sondern generell aufs Verhalten. Leute, denen es zu wichtig ist, als Goth zu gelten, sind mir beispielsweise suspekt und da bin ich etwas vorsichtig,weil ich es oft erlebt habe, dass solche Leutezwar Gothics waren, aber keine Persönlichkeit dahinter stand.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Themisto [/i]
[B]Muss man unbedingt eine extreme Kleidungs-Phase durchmachen?! Also entweder ist mir der Sarkasmus nicht ganz ins Gesicht gesprungen oder ich kann irgendwie nur verwundert über deinen Beitrag sein Seneca. Also dem ersten in diesem Thread, weil der Rest wieder senecanisch ist.
Ich fahre aufgebretzelt Bahn und stehe im McDoof für einen Kaffee um die 7 Uhr. Zählt das?
Klar darf niemand über etwas motzen was er nicht kennt und ich kann auch nicht grad mit Beispielen von Intoleranz trumpfen, da ich halt niemals mit pinkem Iro durch die Straßen getingelt bin. Bei mir wird nur gelesen was auf dem T-Shirt steht und der Kopf geschüttelt.
T [/B][/QUOTE]

Ich habe zuweilen Anfälle von Radikalität.
Derzeit habe ich tatsächlich das Gefühl dass die Szene zunehmend Richtung "Freizeitgruftie" tendiert.
Für mich war die "Vollzeitgruftiephase" eine ungemein prägenden Zeit, auch voller heute völlig hirnrissig erscheindener Aktionen. Es war aber auch eine recht kurze Zeit, da man sie nicht beliebig ausdehnen kann.
Vielleicht möchte ich Mrs. Black einfach anstupsen sich ruhig mal auszuprobieren, denn mit mitte/ende 20 wird sie es eher sehr schwer haben dem noch mal nachzugehen.

Kunden und Vorgesetze sind noch viel intoleranter als die dröge X-tra Clique aus der Vorstadt.
Wenn ich morgen mit in meinem Ausgehoutfit und einem Undercut zur Abeit erscheinen würde, hätte ich ein paar Wochen später die Kündigung.
Die Zeit bis dahin würde ich in der Küche verschwinden.

[quote][i]Sie schauen mich an, rümpfen die Nase und gehen wieder. Nun sitze ich hier ganz allein, ohne Freunde, Familie, ohne alles. Ich denke im Moment ernsthaft drüber nach, mich wieder zu verstellen und wieder bunt zu tragen, da ich auf diese Art und Weise sicher wieder Freunde finden würde, aber eigentlich will ich es nicht, weil ich mich nicht bunt fühle. Nur ist es so schwer, wenn man ganz alleine ist und nur von intolleranten Menschen umgeben ist...[/i][/quote]

Willkommen in den späten 80ern.
genau hierauf spreche ich an.


[size=5]Aufruf an die Jugend[/size]

Traut Euch doch wieder was...und ich meine damit nicht einfach bloß den X-tra Katalog aufzukaufen und spazierenzuführen.
man mus sich auch keine Glatze scheeren und die dann noch grün färben.

Rosenkind stellt für mich derzeit ein sehr gutes Beispiel da. Sie zieht ihr Ding durch, ohne sich groß darum zu kümmern wie die "In Gang" das nun findet.
Grufties waren früher auch Zwangsweise eher Einzelgänger mit einem oder zwei langjährigen Freunden...ein in sich geschlossener Kosmos mit eigener Sprache... woher kam denn die ganze Melancholie...?
Bestimmt nicht vom wöchentlichen Partymachen.
TrauerwesenNunja, Toleranz bedeutet ja auch nicht, dass man keine Meinung haben darf, auch etwas nicht scheisse finden darf, das verwechseln viele leider, weswegen mich dieses "Totschlagargument" mittlerweile extrem nervt, weil es zu oft zweckentfremdet wird. Rechtsradikalismus wollen ja auch die wenigsten tolerieren, dann sind die ja auch total intolerant ;)
anamcaraHallo,
ich finde tollerrieren bedeutet, dass man etwas aktezptiert, egal ob man es nun gut findet oder nicht.
Naja und wenn man eben nichts so ist wie eine menge anderer Leute und dann aus der Norm rausfällt, dann gibts halt mal hier und da ein paar Leute, die dann mit blöden Sprüchen kommen oder so. Aber man könnte das ja eigentlich auch umdrehen nicht ? zB gehe ich ja auch nicht auf andere los und sage "oh gott du bist ja bunt" :D. Jeder so wie er mag finde ich, ob ich das nun gut finde oder nicht. Und wenn man eben anders ist, muss man das halt aushalten und drüber stehen. Weil für solche Sprüche gibt man ja nicht seinen Kleidungsstil und seine Einstellung auf. Man kanns eben nicht allen recht machen. Am besten man ist, wie man sich wohl fühlt. Und ich seh dann ab und an auch mal Leute, die das toll finden. Fremde Leute in der Stadt zB oder auch Freunde die die Sachen schön finden und die Musik teilweise mögen.
lg cara
Dyspenthes[QUOTE][i]Original geschrieben von anamcara [/i]
[B]ich finde tollerrieren bedeutet, dass man etwas aktezptiert, egal ob man es nun gut findet oder nicht.[/B][/QUOTE]

Das findest du vielleicht, vom Wortsinn sind beides aber unterschiedliche Worte:

tolerare = dulden
accipere = annehmen

Das bedeutet, dass derjenige, der etwas toleriert, eine Sache duldet, auch wenn er sie nicht für gut befindet. Man muss ja nicht mit Menschen reden, die einem von der Kleidung oder der Meinung nicht passen, aber man lässt sie in Ruhe. Akzeptieren bedeutet, dass man den Menschen so nimmt, wie er ist, und auch mit ihm redet, wenn einem so manche Aussagen Bauchschmerzen bereiten.
rosenkind[QUOTE] Würde ich mich dauernd so fühlen, dass ich ständig schwarz tragen müsste, hinge ich schon auf irgendeinem Dachboden. [/QUOTE]

hmm, sollte sich deinPost auf andere beziehen, finde ich die Schlussfolgerung schwarz = depressiv/traurig/melancholisch fühlen falsch. Die Gründe, warum jemand schwarz trägt, dürften von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein. siehe dazu
[URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=61949]hier[/URL]

[QUOTE]Kein Experimentieren mit Stilen[/QUOTE]
sieht man von der Farbe mal ab (und selbst die gilt ja oftmals nicht mehr bei einigen spezifischen Stilen der Subkultur) gibt es doch DEN Gruftiestil gar nicht, sondern es teilt sich in eine Vielzahl von völlig unterschiedlichen Stilen, da gibts die Gräfinnen, die aussehen als wären sie im17. Jahrhundert zufällig in ein Zeitfenster gestürzt nebst Lack- und Flokati Gestalten. Da gibt es den Gothpunk in zerfetzten Klamotten wie das "nette schwarze Dingvon nebenan" und das sind nur 4 von vielen Möglichkeiten. ich finde, grade die schwarze Szene ist stilistisch da relativ vielseitig, weil leidglich die Farbe Grenzen setzt... wobei noch nichtmal die...
Keine Kritik an dich und das, wasdu bevorzugst, ich finde es nur einfach etwas an der Realität vorbeigeschossen, der Subkultur einen stilistischen Einheitsbrei zu unterstellen.


[QUOTE]Man kann auch interessant aussehen und auffallen, ohne gleich in ein Extrem zu flüchten[/QUOTE]

das stimmt. Aber ich glaube, darum ging es hier gar nicht ;)


@instroemen:
Toleranz

To|le|ranz f. 10 1. nur Sg. Duldsamkeit, Nachsicht; 2. nur Sg. das Respektieren der Meinungen, Verhaltensweisen anderer; Ggs. Intoleranz; 3. zulässige Abweichung

ergo:
[QUOTE]Mehrere Meinungen akzeptieren, aber hinterfragen,[/QUOTE]

ist ein Akt der Toleranz!

[QUOTE]Toleranz bedeutet für mich einfach "Keine eigene Meinung." [/QUOTE]
ein Fehler, den viele machen, der aber der nunmal nichts mit anderen zu tun hat. Toleranz bedeutet die Freiheit eines Anders[B]denkenden[/B]. Wenn ich aber gar nichts denke, also mir keine Meinung bilde, kann es auch keinen geben, der anders denkt.
rosenkind[QUOTE]
Die Stilvielfalt wird entschieden größer, wenn man einfach auf alle Maßregelungen pfeift,[/QUOTE]

das habe ich nie bestritten, lediglich die Aussage, dass gothic nur [B]einen[/B] Stil beinhalten würde, das ist faktisch einfach falsch!

[QUOTE]Ich finde grundsätzlich wirklich alles erst einmal nicht toll, mich muss etwas erst überzeugen![/QUOTE]

toll finden oder nicht toll finden ist keine Frage der Toleranz! Toleranz hat mit nichts mit dem eigenen Denken zu tun, sondern nur mit dem Umgang gegenüber dem Andersartigen. [I] Nichts tolerieren, alles hinterfragen.[/I] man kann Dinge auch tolerieren, [B]wenn[/B] man sie hinterfragt. Ein kritischer Standpunkt sagt noch lange nichts darüber aus, ob ich tolerant oder intolerant bin. Ich glaube, die verwechselst Toleranz mit Gleichgültigkeit.

Toleranz: ich find es scheiße,aber ich mische mich nicht ein, weil es deine Sache ist.
Gleichgültigkeit: ich find es weder scheiße noch toll, ich hab keine Meinung dazu und was du machst, ist mir egal.

wenn du also sagst "Blutengel sind der letzte Müll" ist das tolerant, solange du nicht ins nächste Forum gehst und dort mal alle Blutengelfans fertig machst und beleidigst, die dir grade über den Weg laufen oder ins nächste Plattengeschäft gehst und alle CDs von ihnen zerstörst. Selbst wenn du einem Blutengelfan sagst, dassdu Blutengel grottig findest, ist das tolerant, wenn du von ihm nicht verlangst, dass er sofort aufhört, sie zu hören.

ich könnte das hier noch ausführen und über die Akzeptanz diskutieren,aber dieser Threads ist nicht der richtige Ort dafür!

@VictoriaCookie
okay, ich konnte aus dem ersten Satz nicht herauslesen, ob du jetzt mit dem schwarz nur für dich depressiv/traurig/melancholisch verbindest oder diese verbindung allgemeingültig meintest.
zu den Stilen siehe oben Antwort auf den ersten quote.

ganz allgemein: man sollte nicht ständigin Traurigkeit darauf hoffen und beharren, dass jemand anderes einen akzeptiert oder gar um den Hals fällt. Wenn man mal ehrlich ist: wir bringen alle unserer Umwelt kritische Meinungen gegenüber,also hat die Umwelt auch das Recht, uns kritisch zu beurteilen. nur toleriert, aber nicht akzeptiert zu werden, kann manchmal weh tun. Aber wenn man sich vor Augen hält, wie sehr man selbst viele Dinge nicht für gut befindet, umso leichter lernt man damit umzugehen. ich [b]versuche[/b] jedem die Freiheit zuzugestehen, die ich mir selber auch herausnehme, ich [b]versuche[/b] andere so zu henadeln,wie ich behandelt werden möchte. Was mir allerdings Probleme macht ist, wenn Leute nicht mich, sondern nur ihr vorgeprägtes Bild von mir sehen und sich weigern, mich kennenzulernen, wie ich bin. Vorurteile sind nicht das schlimme, sondern natürlich, schlimm ist es nur, wenn jemand unfähig ist,sie abzubauen, man soll über mich ja oder nein sagen können, wenn man [B]mich[/B] kennt, nicht das vorgeprägte Bild.
Was mir allerdings aufgefallen ist: je mehr man einfach selbst seinen Weg geht, ohne sich [I]stark[/I] von den Meinungen anderer herunterziehen oder beeinflussen lassen, je mehr man einfach man selbst ist (100% istdas natürlich auch keiner), umso mehr wird man neben den vielen, die einen ablehnen auch welche finden, die sagen "das ist absolut nicht das meine, aber ich finds toll, was du machst". ich glaube die Masse verachtet die unfreiwilligen Außenseiter, die sich für ihre Andersartigkeit schämen und um die Gunst der Masse werben viel mehr als eine selbstbewusste Advantgarde! In meinem Fall kann ich nur sagen, umso mehr ich mich von der Masse lossagte, umso größer wurde die Toleranz und Akzeptanz meiner Person.

Vielleicht macht das ja Mut, Mrs.Black!
rosenkind[QUOTE]Wenn mich etwas stört, dann reiße ich auch gerne mal das Maul auf!

Toleranz hat sehrwohl mit dem eigenen Denken zu tun. Alles, was ich tue, was ich äußere, was ich gut oder schlecht finde, entsteht aus meinem Denken.[/QUOTE]

reißt du das Maul auf um zu sagen "Blutengel sind scheiße" oder reißt du das Maul auf um zu sagen "du bistBlutengelfan, hau besser ab, bevor ich dich verdresche".... genau darum gehts!

Außerdem habeich nirgendwo gesagt, dass man [B]alles[/B] tolerieren sollte. Was mich stört ist die Pauschalverurteilung der Toleranz in deinem ersten Posting zu diesem Thema! Ala "alles, was nicht meiner Meinung entspricht, hatkein Existenzrecht".
rosenkind[COLOR=crimson] wir sollten diese Diskussion nun aber wirklich woanders weiterführen *sich selbstauf die Finger klopf*, weil es nicht zum Threadthema gehört[/COLOR]

meinetwegen per pn -du hast bereits Post!
Mrs. Black@ rosenkind: Ich kann dir bei deiner Ansicht von Toleranz nur voll und ganz zustimmen. Deine Aussager macht in der Tat Mut. Vielleicht finde ich ja auch irgendwann einmal Leute, dei nicht ganz so oberflächlich sind und mich als Person erst einmal kennen lernen, bevor sie mich verurteilen. Bis jetzt bin ich leider nur auf recht oberflächliche, mit Vorurteilen überhäufte Personen gestoßen, die diese auch nicht abgelegt haben
Seneca@ Mrs. Black

Ich verstehe Dein Problem nicht ganz...!
Die Szene [b]ist[/b] oberflächlich, ihr ganzes Wesen basiert darauf...!
Was hat das denn jetzt bitte damit zu tun das DU von einzelnen als Person akzeptiert wirst, oder nicht...?
Trotzt allem hört es sich nämlich so an, speziell wenn ich Dein eingangspost lese, das du nach wie vor auf diese Szene fixiert bist,
Genau darin liegt meiner Meinungn nach Der Fehler.
Fakt ist nämlich, das man sich auf das Niveau der Szene herablassen muss, wenn man dort ankommen will...!

Ich würde diesen Szene Gedanken einfach streichen...das ist in etwa das was Rosenkind auch getan hat, ohne wieder konform mit den Erwartungen ihrer Umwelt zu gehen.
Die Szene ist keine Anhäufung netter verständnisvoller Menschen.
Mrs. Black@ Seneca

Ok, dann waren die Leute, die ich bisher kennen gelernt habe, wohl ein Aushängeschild der Szene. Die waren nämlich auch furchtbar oberflächlich. Ich hatte eigentlich gedacht, die Szene wäre toleranter und etwas tiefgründiger, aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Und nein, ich bin nicht auf die Szene fixiert. Ich dachte nur, ich hätte einen falschen Blick auf sie geworfen, aber offensichtlich hatte ich das wohl doch nicht. Schade
SenecaDie Tiefgründigkeit ist heute vielfach nur vorgeschoben.
Selbt früher bezog sich diese "tiefgründigkeit" nur aus die typische Problem- und Konfliktthemen der jeweiligen Generation.
Geändert hat "die Szene" nie etwas...immer nur gejammert.
Aktivismus war noch nie eine Goth-Tugend.

Du sollstest einfach nicht zu viel erwarten...und vor allem nicht hinter jeder schwarzen Fassade einen Philosophen oder Philanthropen vermuten.
Mrs. BlackIch hatte aber gehofft in der schwarzen Szene mehr "Philosophen" zu finden als in anderen Szenen...
Dichterseele[QUOTE][i]Original geschrieben von Mrs. Black [/i]
[B]Ich hatte aber gehofft in der schwarzen Szene mehr "Philosophen" zu finden als in anderen Szenen... [/B][/QUOTE]
Lustigerweise musste ich mich selbst auch so oft in diesem Punkte irren.
SenecaDieser Irrtum rührt wohl daher das man früher mal bemüht war diesem Anspruch zumindest nachzueifern...aber seit knapp 10 Jahren wird nur noch vom diesem Image gezehrt.
Als Negativbeispiel darfst Du dir gerne mal unser hiesiges Philosophieforum mit seinen aufgeblasenen nosense Themen ohne tatsächlichen Belang für die Probleme der Menschheit ansehen.
Versuch's mal an einer Uni, da ist die Trefferquote wesentlich höher als in einer Cubszene.
Mitunter sind auch ein paar "Grufties" dabei...die siedelten früher gerne in sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachbereichen.
In den Psychologieseminaren war schwarz generell sehr beliebt, auch bei den Dozenten. ;)

Ich glaube im gehobenen R&B Genre gibt's nicht weniger "Philosophen".
Generell hab ich aber eine hohe Meinung von Jazzern und Klassik-Anhängern.
Aber auf jeden Fall sind wir "Krähen" echte Meister der Selbstreflektion...*g*
Mrs. BlackIch besuche eine Uni und bin auch in sozial und geisteswissenschaftlichen Fächern eingeschrieben (Englisch und Geschichte), aber auf Philosophen bin ich hier nicht gestoßen
SenecaLiebe Mrs. Black

Du hast doch noch viel Zeit zu finden was Du suchts.
Ich musste auch bis zum 30sten Winter warten bis sich die Schere zwischen Erwartung und Erfüllung langsam schloss.
Und was man auf der Suche nicht alles findet.
Das öffnet die Augen und bewahrtt vor einem zu engen Horizont.

Philosophen findet man in der Bibliothek...in alten Büchern.
Dummschwätzer und Profilsüchtige in Internet und überall.
Und hör bloss nicht auf das Geschwätz alter Knacker die sich hinter den Namen antiken Schritstellern verstecken.

Fragen und Antworten findet du dabei ganz von selbst.
In Dir selbst.

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