German Gothic Board
 
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  Forum: lebens : ART
    Thema: warum gothic
frontija hallo

nun mich interessiert eure motivation die dinge zu tun die ihr tut

ich muss wohl erstmal meinen standpunkt klarstellen

1. was versteh ich unter gothic
2. wie seh ich gothic bzw. seh ich euch
3. was glaub ich das ihr tut

müsste noch anmerken das ich persönlich keine goths kenne
also her mit euren meinungen


zu 1. in meinen augen ist gothic eine art religionsersatz der sich auf schmerz melankonie aber auch romantik gründet


zu 2. wie aus erstens ersichtlich denke ich das die meinsten goths (nicht alle ^^) probleme haben die sie alleine nicht lösen können und sich deswegen in eine andere welt verziehen
eine welt voll mythos und sagenumwobenen die natürlich einen gewissen reiz ausübt wenn ich aber eure nicks les zeigt sich mir
irgendwie ein bild voll von rebelion und protest gegen das"normal leben" z.b. demon oder death ich hoffe ihr versteht was ich mein


zu 3. um ehrlich zu sein auch wenns hart klingt glaub ich das ihr
in selbstmitleid zerfliest und gedanken an tod und leid irgendwie eure probleme bestetigen


so ich hoffe ihr wisst was ich von euch will

ich möchte euch nicht angreifen oder in ne schublade stecken ich will verstehen was und vorallem warum ihr tut was ihr tut ^^

hoffe auf ne gescheite antwort

gruss fronti
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von fronti [/i]
in meinen augen ist gothic eine art religionsersatz der sich auf schmerz melankonie aber auch romantik gründet [/QUOTE]In gewissem Sinne hast du Recht. Karl Marx schrieb einmal, dass Religion das Opium des Volkes ist. Was Wirtschaft und Politik heutzutage so anrichten, ist oft nur noch mit ein wenig Abstand zu ertragen. :rolleyes:

[QUOTE]wie aus erstens ersichtlich denke ich das die meinsten goths (nicht alle ^^) probleme haben die sie alleine nicht lösen können und sich deswegen in eine andere welt verziehen
eine welt voll mythos und sagenumwobenen die natürlich einen gewissen reiz ausübt[/QUOTE]Das ist weniger ein "Verziehen in eine andere Welt", sondern mehr ein Betrachten der Welt durch eine andere Brille, das viele menschengemachte Problemchen als die Nichtigkeiten entlarvt, die sie sind, und andere Werte in den Mittelpunkt des Lebens und Strebens stellt. Diese Sicht der Dinge ist gar nicht so weltfremd, wie sie von außen erscheinen mag, sondern oft erstaunlich lebensnah und [b]lebensbejahend.[/b]

[QUOTE]wenn ich aber eure nicks les zeigt sich mir irgendwie ein bild voll von rebelion und protest gegen das "normal leben" z.b. demon oder death ich hoffe ihr versteht was ich mein [/QUOTE]Es ist vor allem ein Protest dagegen, dass einem andere Leute Vorschriften machen wollen, wie man sein Leben zu leben habe - eben "normal" (was oft nichts anderes bedeutet als monoton und todlangweilig).

Statt "gut" sein zu wollen, erkennt man seine (angeborenen und nicht "aberziehbaren") dunklen Seiten und lernt, damit umzugehen. Das führt über längere Zeit zu einem [b]friedlicheren Umgang miteinander,[/b] als er durch gewaltsames Unterdrücken der dunklen Seiten erreichbar ist (die dann irgendwann in Kriegen und anderen Gewalt-Exzessen herausbrechen).

[QUOTE]um ehrlich zu sein auch wenns hart klingt glaub ich das ihr in selbstmitleid zerfliest und gedanken an tod und leid irgendwie eure probleme bestetigen[/QUOTE]Ist Selbstmitleid per se etwas Schlechtes? Wenn man Mitleid - und überhaupt Mitgefühl - mit sich selbst zulässt und nicht unterdrückt, dann lernt man auch, Mitgefühl mit anderen Menschen zu haben (nicht nur Mitleid, sondern auch Mit-Freude statt Missgunst).

Wenn man Tod und Leid nicht verleugnet, dann erkennt man erst richtig, welchen Wert Leben und Freude haben.

[QUOTE]ich will verstehen was und vorallem warum ihr tut was ihr tut ^^[/QUOTE]Ich hoffe ich konnte dir ein paar Denkanstöße geben.

Eine Unmenge Hinweise und Diskussionen zum Thema "Gothic" findest du im [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/forumdisplay.php?s=&forumid=88]Unterforum "Augen durch die Nacht".[/URL]
Als Beispiele seien die Themen [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=50166]"komm ins Licht der Dunkelheit und spüre den schwarzen Lebensgenuss"[/URL] und [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=62952]"Wie erklärt man Kindern Gothic"[/URL] genannt.
rosenkind[QUOTE]um ehrlich zu sein auch wenns hart klingt glaub ich das ihr
in selbstmitleid zerfliest[/QUOTE]

das kann passieren. Insbesondere dann, wenn man nicht zu einem bestimmten Maß an Abstraktionsfähigkeit fähig oder gewillt ist und vieles, was nur als Stilmittel verwendet wird für bare Münze nimmt. Aber es ist noch längst keine Gesetzmäßigkeit. Was oft fälschlicherweise als Selbstmitleid interepretiert wird, ist im Prinzip nicht mehr als das Ablegen der Fröhlichkeitsdogmen des heutigen Zeitgeistes. Es geht eigentlich (eigentlich, weil es leider dochsehr viele heute gibt, die das falsch verstehen innerhalb der Subkultur) nicht darum, sich selber leid zu tun, ich denke sogar, dass dieses Selbstmitleid in einem !übertriebenen! Maße ein Teil dessen ist, was eigentlich abgelehnt wird. Viel mehr geht es darum, dem Leben in seinen dunklen Seiten eine gewisse Akzeptanz entgegen zu bringen, die (mir) heute vielerorts fehlt. Weißt du, heute erscheint es mir oft so, als suche pauschalisierend gesagt die Welt ihr Gegenmittel zur Traurigkeit in Partymachen und Konsum. Dabei geht es nichtmal um konkrete Fälle, in denen wir uns mit negativen Gefühlen konfrontiert sehen, viel mehr geht es um eine Grundeinstellung. Wir haben in unserer überfütterten Industrienation verlernt, zu leben. Und damit meine ich wirklich zu leben, denn man kann sich nicht für positive oder negative Gefühle, sondern nur für oder gegen das Leben entscheiden. Das Augenmerk des Zeitgeistes will aber immer mehr nur die hellen Seiten sehen. Wir erwarten also vom Leben nur Gutes und werden enttäuscht und das lässt noch tiefer fallen als wenn wir uns dessen bewusst wären, dass das Leben aus beiden Dingen besteht. Nun mag der Einwurf kommen, dass dies jeder weiß, weil er es erfährt. Es geht aber nicht um Erfahrung, es geht um eine Einstellung, die ich dem Leben entgegenbringe, eine Art Erwartungshaltung. Und Selbstmitleid, wohlgemerkt übertriebenes Selbstmitleid entsteht eigentlich (neben anderen Dingen) nur dort, wo ich nicht von vorne herein vom Leben süßes und saures erwarte, sondern erstmal davon ausgegangen bin, mir geht es immer toll und bitter enttäuscht werde(und das ist der Grund, warum ich diese Menschen in der Subkultur, die das wirklich an den Tag lege näher zum Mainstream rechne als zur Szene). Ein Beispiel dafür, wie unser Zeitgeist die negativen Seiten des Lebens aus dem Leben zu verdrängen versucht, ist, dass wir - und das leider von klein auf! - keine wirkliche Trauerkultur mehr haben! Deutschland geht es gut, materiell (trotz Existenzminimum keine Vergleiche zu manch anderen Regionen auf der Welt) wir haben Konsum, die Medien spielen mit dem schönen, Sorgenlosen Leben und Schlagworte wie fun, action, Urlaub und Party sind alltäglich. Dennoch steigt die Rate derjenigen, die psychotherapeutische Hilfe benötigen immer mehr an und das in einer Gesellschaft, der es eigentlich gut gehen sollte. Deutschland klagt auf hohem Niveau, während Menschen in Armenvierteln dieser Welt lächeln. Wie ist das möglich? wie es möglich ist: wir haben kurzum verlernt, zu trauern. ganz konkret beziehe ich das nun mal auf Erfahrungen mit dem Tod. Der Tod wird zusehens aus unserem Bewusstsein verdrängt. Früher starb man zuhause im Kreise der Lieben, heute stirbt man in sterilen Krankenhäusern und Altersheimen. Stirbt irgendwo ein Mensch in der eigenen Nähe, wird man persönlich damit konfrontiert und muss ohne die breite Unterstützung eines allgemeinen, allgegenwärtigen Bewusstseins die komplette Arbeit von Trauern und Nachdenken alleine bewältigen. Aber wie soll man das denn schaffen? in einer Kultur, die beispielsweise einem keinen festen Halt gibt wie es die Religionen,die allesamt total out sind tun, mit Konzepten, an die man sich klammern kann, dass es weitergeht. Der Trauernde ist gleich dreifach belastet: 1. durch den Tod selbst (was auch in anderen Kulturen so ist), 2. durch seinen eigenen kulturellen Hintergrund, denn er erwartete den Tod nicht, er hat es nicht gelernt ein Bewusstsein dafür zu entwickeln und 3.durch die Welt um ihn herum, die fröhlich weiterlebt und in der er unsichtbar ist. All das muss doch irgendwann in einer gänzlichen Überforderung auf der Couch enden! Eine andere Person hier in Nachtwelten sagte mal etwas sehr gutes sinngemäß: in Afrika ist es leichter zu hungern als in Deutschland, denn in Afrika istdas nichts außergewöhnliches, in Deutschland schon. Wenn ich mir betrachte, was die Generation meiner Großeltern (ich bin 21) erlebt hat in den Kriegsjahren und welche traumatisierenden Bilder durch ihre Augen gewandert sind und wenn ich heute ihre Lebenslust sehe, die nichts erahnen lässt von irgendeiner Störung, während mich lächerliches Mobbing aufdie Couch brachten, dann mag man es Wunder nennen oder sich aber dessen bewusst sein, dass der WK II ein kollektives, gesesamtgesellschaftliches Ereignis war und die heilenden Mechanismen geschaffen wurden durch diese Gemeinsamkeit, während ich mit meinen Problemen alleine war.

Nun, ich bin weit vom Thema abgekommen, kommen wir zurück zu gothic. Was von vielen Außenstehenden also oft fälschlicherweise für Selbstmitleid gehalten wird, ist eigentlich nur der Versuch eines anderen Umgangs mit diesen Themen. Melancholie und das Spiel mit Kunst und Lyrik, auch ein Rollenspiel im Umgang miteinander sind die Stilmittel dessen. Es geht nicht darum, im Selbstmitleid zu versinken, sondern darum, sich die dunklen Seiten wieder ins Bewusstsein zu rufen UND als natürlichen Bestandteil unseres Lebens aufzufassen. Was sonst gerne verdrängt wird (ich wiederhole, wir reden von Einstellungen, nicht Erfahrungen), wird versucht zu thematisieren und sich damit auseinaner zu setzen, Lyrik, Kunst, Melancholie sind die kreativen Spielarten der Verarbeitung dessen, das Leid wird integriert und überwunden gleichzeitig, indem es stilisiert wird. Es ist im Großen genau jener Arbeitsprozess, den jeder im kleinen durchmacht, wenn er eine Krise überwindet, zuerst sieht er, was passiert, dann ist das Gefühl da, dann beginnt er nachzudenken und dann es auseinander zu nehmen und zu bearbeiten. Melancholie verdrängt das Leid nicht, aber es raubt ihm seinen Schrecken. Wir gewinnen die Kontrolle über das, was uns vorher als unkontrolliert zu Boden zog. All das bedeutet dem Leben eine gewisse Akzeptanz entgegen zu bringen.

Und mit dem Bewusstsein über die andere Seite des Lebens, erscheinen auch die "hellen Stunden" intensiver, denn man nimmt sie nicht als selbstverständlich, sondern als kleine Raritäten oder wie ich kürzlich in einem anderen Thread sagte: "Die Vergänglichkeit heiligt den Moment". Oder wie TTP es nannte: lebensbejahend. ich meine damit [B]lebens[/B]bejahend, nicht nur "die guten Seiten des Lebens bejahend".
Im Selbstmitleid versinken steht dem eigentlich als Gegenteil gegenüber, denn das im Selbstmitleid versinken basiert nicht auf einer Selbstverständlichkeit der schlechten Dinge im Leben, sondern auf dem Überrascht werden von ihnen. Natürlich gibt es viele, die im Selbstmitleid ertrinken, aber da kannst du bei vielen davon ausgehen, dass sie noch ganz am Anfang ihrer schwarzen Karriere sind und die "alten Sichtweisen" noch intus haben oder aber, dass es sich um Menschen handelt, denen es bei der Subkultur um etwas ganz anderes geht.

Im übrigen gibt es Die Szene nicht, es gibt 10.000 Splittergruppen mit ziemlich kontroversen Ausrichtungen.Ich spreche daher in meinem Fall nur von [B]meiner[/B] Sicht der Dinge für mich und die Menschen, die mit mir im selben Unterstrom schwimmen.

solte übrigens nach dem Konsumieren des Unterofurms "Augen durch die Nacht/ Lebens:Art" noch weiterer Bedarf meiner Sicht der Dinge existieren, ich habe da noch einige seitenlangen Analysen der schwarzen Szene, die ich ursprünglich für eine heute nicht mehr existierende Website schrieb :D (einer davon trägt den Titel "der schwarze Lebensgenuss"), bei Interesse PN
Mrs. Spookiness[QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i]
[B]Das ist weniger ein "Verziehen in eine andere Welt", sondern mehr ein Betrachten der Welt durch eine andere Brille, das viele menschengemachte Problemchen als die Nichtigkeiten entlarvt, die sie sind, und andere Werte in den Mittelpunkt des Lebens und Strebens stellt. Diese Sicht der Dinge ist gar nicht so weltfremd, wie sie von außen erscheinen mag, sondern oft erstaunlich lebensnah und [b]lebensbejahend.[/b]
[/B][/QUOTE]

Hundert Punkte TTP ;)

Zum Thema "Ihr zerfließt in Selbstmitleid" (noch schneller Hilferuf: Ich peil nicht, wie man mehrere Zitate in einem Posting machen kann :eek: ): Tun wir das wirklich? Was verstehst du denn unter Selbstmitleid? Das Beschäftigen mit gesellschaftsmarginalisierten Themen? Ich bin mir sicher, jemand, der sich der wahren Bedeutung des Lebens, nämlich Anfang UND Ende, Freude UND Schmerz bewusst ist, kann sein Leben erst wirklich führen, ohne sich je wieder davor fürchten zu müssen, von den fiktiven, gesellschaftskreierten Angstgeschöpfen seines Geistes rücklings erstochen zu werden!

Demnach muss ich TTP (verzeih die Abkürzung, geht schneller :rolleyes: ) voll und ganz Rech geben: Ich sehe unser Gedankenwesen eher lebensbejahend, als in irgendeiner Form von Tode und Trauer fasziniert.
frontioO ich dank euch erstmal für eure antworten

allso mal schauen ob ichs geschnackelt hab ihr macht euch die vergänglichkeit des seins bewusst um dieses voll auskosten zukönnen

ihr kritisiert gesellchaftliche ordnungen die zur ignoranz führen
und bekennt euch öffentlich durch euer "provozierendes" auftreten dagegen

hab denn thread mit dem genuss gelesse und ich finde auch
das ein spaziergang im wald bei regen etwas wunderschönes ist
gedichte, bilder mag ich alles auch bin selbst manchmal ein künstler

ABER ^^

nun kommt die frage

warum trennt ihr euch von der gesellschafft ab und bildet eine subkultur warum der cut wäre es nicht besser nicht zu polariesieren und menschen die schönheit eures lebens zu zeigen

ich bin kein goth aber trotzdem habe ich wohl so ziemlich denn gleichen ästhitischen geschmack wie ihr denkt ihr nicht das das besser wär zu versuchen die "missstände" unserer konsumgesellschaft zu beseitigen anstatt nur durch provokantes auftretten darauf aufmerksam zumachen hmmm .....

wie dem auch sei
ich dank euch echt für eure antworten hat mir eine neue sicht der dinge gegeben

fronti
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von fronti [/i]
[B]nun kommt die frage

warum trennt ihr euch von der gesellschafft ab und bildet eine subkultur warum der cut wäre es nicht besser nicht zu polariesieren und menschen die schönheit eures lebens zu zeigen

ich bin kein goth aber trotzdem habe ich wohl so ziemlich denn gleichen ästhitischen geschmack wie ihr denkt ihr nicht das das besser wär zu versuchen die "missstände" unserer konsumgesellschaft zu beseitigen anstatt nur durch provokantes auftretten darauf aufmerksam zumachen hmmm .....

wie dem auch sei
ich dank euch echt für eure antworten hat mir eine neue sicht der dinge gegeben

fronti [/B][/QUOTE]

Jeder kann da nur für sich selber sprechen, ich tanze gerne auf der Gotenbühne, höre gerne die Musik. Diese Vielfalt der Musik ist für mich das reizvolle, natürlich auch jene Menschen die "dazugehören". Ein sehr breites Spektrum, was aber noch lange nicht bedeutet, dass ich mich von der Gesellschaft abkapsel. Das geht auch nicht, sonst wäre ich ja auch einer einsamen Insel. Die sogenannten Subkulturen sind genauso Bestandteil der Gesellschaft. Zuerst bin ich einmal ICH selbst, und für mich ist das ganze eine Lebenseinstellung. Diese Voruteile die du beschreibst, bestreite ich für mich selber. Ich bin ein positver Mensch, und Gesellschaftskritik und Kaptalismuskritik ist eine Sache, die ich natürlich ernst nehme, und zwar durch Taten, in meinen eigenen bescheidenen kleinen Rahmen. Trotzdem bin ich nicht perfekt und das ist zum Glück keiner (außer Kinch vielleicht *g). Wir sind auch nur Menschen, nicht mehr und nicht weniger. Aber ich erarbeite Sichtweisen und lerne immer was dazu, und grade hier in diesem Forum findet dazu ein reger Gedankenaustausch statt.

Zu der Weltverbesserungsgeschichte fand ich Martin L. Gore s Lyric sehr passend

You can't change the world
But you can change the facts
And when you change the facts
You change points of view
If you change points of view
You may change a vote
And when you change a vote
You may change the world
rosenkind[QUOTE] besser wär zu versuchen die "missstände" unserer konsumgesellschaft zu beseitigen anstatt nur durch provokantes auftretten darauf aufmerksam zumachen hmmm .....
[/QUOTE]

ich denke, du siehst die Sache zu einseitig, es geht nicht nur darum, einfach nur zu provozieren, sondern einen kompletten Lebensstil der sich aus sehr vielen Facetten zusammensetzt zu leben (darauf komme ich später nochmal zurück) Misstände in der Gesellschaft anpacken ist eine gute Sache, aber es ist [b]meiner Meinung[/b] nach nicht die Quintessenz dieser Lebenssicht, selbst das provozieren nicht. Vielmehr geht es um das Erschaffen des "sicheren Ortes". TPP sagte vor langer Zeit in einem anderen Thread einmal sinngemäß, bei der schwarzen Szene ginge es nicht darum, [B]gegen[/B] etwas, sondern [B]für[/B] etwas zu kämpfen. Stell dir vor, eine Gruppe Jugendlicher hänselt eine andere Person und du möchtest an dieser Situation etwas ändern. Dir stehen zwei Möglichkeiten offen: du kannst auf die Gruppe, die geärgert hat zugehen und ihnen sagen, wie scheiße sie sich verhalten haben, sie kritisieren und sie dazu bewegen wollen, aufzuhören. Oder aber du gehst zu demjenigen, der gehänselt wurde und sagt "hey, wie die mit dir umgegangen sind, war echt scheiße, aber ich halte zu dir und zeig dir, wie du kontern kannst". In einem Fall kämpfst du gegen, im anderen für etwas. Es geht also nicht primär darum, die Welt zu verbessern. Realistisch gesehen scheiterten alle Weltverbesserer-Bewegungen an ihren eigenen utopischen Idealen. Viel mehr geht es darum, in den eigenen Reihen einen neuen Umgang mit alten Problemen zu entwickeln. (was im Übrigen auch der Grund ist, warum so viele dabei sind, die Probleme haben, sie finden dort ein Forum, dass sie sonst nicht haben und ich kenne viele, denen durch die schwarze Szene die Couch erspart blieb oder zumindest, denen sie geholfen hat) und überhaupt um eine neue Weltsicht. Das heißt nun nicht, dass es kein soziales Engagement gibt (siehe [URL=http://www.gothic-aid.de/german/menu03_000.htm]gothic aid[/URL] z.B.) Aber das ganze ist dann mehr praktischer, denn ideologischer Natur. ich hoffe, du verstehst den Unterschied. Jemand, der beispielsweise eine Krabsstiftung gründet will vermutlich auch nur Krebskranken helfen, aber nicht gleich die ganze Welt zu einer besseren machen. Ich sehe in diesem Verhalten keinen Nachteil, ehr denke ich, es ist eine realistische Sicht der Dinge, sich bewusst zu sein, dass man die Welt nicht verbessern kann und dennoch ein aktiver Versuch, etwas gegen das Leid zu tun, indem man einen "sicheren Ort" anbietet.

[QUOTE]warum trennt ihr euch von der gesellschafft ab und bildet eine subkultur warum der cut wäre es nicht besser nicht zu polariesieren und menschen die schönheit eures lebens zu zeigen [/QUOTE]

ich sehe ehrlich gesagt nicht, wo man sich von der Gesellschaft abtrennt bzw. die Schönheit des Lebens nicht zeigt. Subkulturen sind kein Geheimbund wie die Freimaurer, für die man 2 Bürgen braucht, um reingelassen zu werden. Jeder, der sich dafür interessiert kann sich anschließen und jeder, der ehrliches Interesse zeigt, zu wissen, was es damit auf sich hat, wird auch seine Antworten bekommen.
Ich glaube du verwechselst mit der Aussage "wäre es nicht besser..." ein bisschen Ursache und Wirkung. Nicht die Abtrennung ist es, die die Polarisierung hervorruft, die Polarisierung ruft (oder besser rief) die Abtrennung hervor. Was denkst du, warum Subkulturen entstanden? Weil diesen "den Menschen die Schönheit eures Lebens zeigen" scheiterte! Was im Großen passiert, passiert auch im Kleinen. ich erinnere mich noch sehr gut an sehr einsame Zeiten, in denen ich sehr alleine war mit meiner Gedankenwelt und mich als "nicht mehr ganz dicht" fühlte, weil ich knapp 14 Gedichte von Goethe und Brentano mochte und ein Lustspiel aus dem Jahre 1803 immer und immer wieder las und damit alleine, völlig alleine war. Ich möchte diese Zeiten nicht mehr zurück und würde niemals die Menschen, die ich heute um mich herum habe, die meine Faszinationen teilen, um nichts in der Welt wieder eintauschen wollen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, weswegen man sich in der Welt fremd fühlen kann. Der Ursprung jeder Subkultur ist das Scheitern an dem "zeigt den anderen doch einfach eure Welt". Das habe ich oft versucht und wurde für plem plem erklärt, wenn ich sagte, dass ein einziger Waldspaziergang einen mit so vielen Sinneseindrücken füttern kann, dass es dem gleichkommt, was andere auf Parties erleben. So oder ähnlich dürfte es vielen anderen auch gegangen sein, irgendwo irgendwann vor langer Zeit fand man sich, stellte man fest "wir ticken ja ähnlich" und schloss sich in einer Kultur, in der man sonst einsam war, zu einer kleinen Gruppe zusammen, zu einer Subkultur.

Wie ich aber bereits sagte, kann man Subkultur nicht an einem einzigen Aspekt festmachen, es fließt vieles zusammen (und ich warne dich, frage hier bloß nicht konkret, was es bei Gothic ist, diese ganze Thematik ist inzwischen so komplex, dass es keiner mehr überblicken kann und es einen nur in den Wahnsinn tribet, wenn man es versucht). und was existiert, existiert nicht nur aus Provokationsgründen. ich nehme es mal anhand der Kleidung, weil hier sehr oft gesagt wird "warum ziehst du dich so an, warum willstdu provozieren" und vorausgesetzt wird, man kleide sich nur so, UM zu provozieren. Wenn jemand mir mit sowas kommt, schaue ich ihn meist an und frage ihn "warum trägst du [insert jeweilige Kleidung]" worauf ich die Antwort erhalte "naja, das gefällt mir halt" und ich antworte"siehst du und mir gefällt das" und dann schaue ich meist in ratlose Gesichter, weil sich viele nicht vorstellen können, dass individueller Geschmack so weit abweichen kann. Es wird wohl vieles, was sich nicht den festen Normen fügt fälschlicherweise als Provokation dargestellt, wo in Wirklichkeit (auch) etwas völlig anderes (zusätzlich) dahinter steckt. Das sollte man bei der Betrachtung immer bedenken.

In erster Linie ist es für mich (und viele andere) einfach eine Lebenseinstellung. kein Fleisch zu Essen ist auch eine Einstellung, trotzdem kapseln sich Vegetarier nicht ab, bilden aber dennoch ihre Klüngel und ihre Ansichten. Es ist ein Unterschied, ob ich mich für eine Lebensweise entscheide oder ob ich in eine Sekte eintrete. die schwarze Szene ist keine Sekte, ich kann als Individuum die Lebenseinstellung vertreten und dennoch einen bunt gemischten Freundeskreis haben. Ich glaube, das ist es, was Außenstehende (und leider auch manche anderen) oftmals noch falsch verstehen. Beim heutigen Zustand der Subkultur, muss dieser Lebensstil noch nichtmal mit der Szene verhaftet sein. Ich finde große Teile der Szene heute zum in-die-Tonne-treten. Aber deshalb tausche ich sicher nicht meine geliebten weitschwingenden antik anmutenden Röcke und Spitzenhandschuhe in schwarz gegen die nächste miss sixty blue Jeans aus und bleibe auch sonst meinem lebensstil treu

zugegeben, von außen vielleicht etwas schwer zu verstehen, aber ich hoffe nach den Ausführungen klappt das.


[QUOTE] Trotzdem bin ich nicht perfekt und das ist zum Glück keiner [/QUOTE]
jetzt fängst du auch schon an, Unwahrheiten über uns zu verbreiten! wir brauchen Seneca, der wieder mit Sperrung droht. Tz, zu behaupten, ICH wäre nicht perfekt :D
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]jetzt fängst du auch schon an, Unwahrheiten über uns zu verbreiten! wir brauchen Seneca, der wieder mit Sperrung droht. Tz, zu behaupten, ICH wäre nicht perfekt :D [/B][/QUOTE]

Ach Rosenkind, ich vergas natürlich zu erwähnen, das ich nur höflich war. Natürlich bist Du perfekt, perfekte Seele, perfekter Geist im perfekten Köper in einer perfekten Welt :)
rosenkind[QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i]
[B]Ach Rosenkind, ich vergas natürlich zu erwähnen, das ich nur höflich war. Natürlich bist Du perfekt, perfekte Seele, perfekter Geist im perfekten Köper in einer perfekten Welt :) [/B][/QUOTE]

das will ich aber auch hoffen! und wenn ich das nächste mal solche Töne höre, erlege ich dir Straftanz auf ;).

und jetzt wieder back to topic :)
more[QUOTE]warum trennt ihr euch von der gesellschafft ab und bildet eine subkultur warum der cut wäre es nicht besser nicht zu polariesieren und menschen die schönheit eures lebens zu zeigen [/QUOTE] Warum hängt man ein Bild an eine weiße Wand und stellt es nicht zu den vielen anderen Bildern in eine Ecke?

Genau, die Antwort heißt Kontrast. Und um den wahrnehmen zu können brauche ich eine gewisse Abgrenzung.

Und um ehrlich zu sein, Erotik polarisiert auch - aber jeder will sie haben.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]Jetzt fängst du auch schon an, Unwahrheiten über uns zu verbreiten! wir brauchen Seneca, der wieder mit Sperrung droht. Tz, zu behaupten, ICH wäre nicht perfekt :D [/B][/QUOTE]

Ich wollte mich da eigentlich mal bewusst heraushalten.
Aber Rosie ist natürlich perfekt, wer Gegenteiliges behauptet wird gesperrt.....*g*

So...
Die Falle für Mestigoth ist gelegt...wo steckt der eigentlich...?

__________________
[i]Kontrahent des Mestigothic[/i]

[quote][i]Original geschrieben vom einzigartigem Mestigoth[/i]
[b]Die haben stark nachgelassen, deren beste Phase war so Mitte der 1990er.[/b][/quote]
Demon17@fronti,

wie kommst Du auf die Idee, das es hier Gothics gibt?

[center][SIZE=3][FONT=century gothic][COLOR=darkblue]Im Reich der Schatten...[/COLOR][/FONT] [/SIZE]


[Size=3][b]I[/Size][/b]m Reich der Schatten ist nichts wie es scheint,
die Wesen der Nacht sind im Zwielicht vereint.
Der Tod zieht oft sie in finsteren Bann,
die dunkle Sehnsucht zieht magisch sie an.

[Size=3][b]G[/Size][/b]efallene Engel leiden still an der Welt,
wenn leis´ der Schrei einer Seele gellt.
Ein Leben ist kurz und Sterben braucht Zeit,
der Schmerz will nicht enden, in ewigem Leid.

[Size=3][b]S[/Size][/b]ie irren stumm durch verlorene Träume,
gefangen in Weiten unendlicher Räume.
Bezaubernd bluten Rosen in berstenden Mauern,
dort klaglos den Tod ihrer Hoffnung betrauern.

[Size=3][b]K[/Size][/b]aum spüren die Engel vergessene Schmerzen,
kein Feuer erwärmt die frierenden Herzen.
Im Reich der Schatten liegt Asche und Staub,
Gefühle der Liebe, den Flammen ein Raub.

[Size=3][b]H[/Size][/b]ier schimmert der kalten Schönheiten Glanz,
wenn Mondlicht entschleiert der Schattenwelt Tanz
und bist Du ergriffen, hast Tränen geweint,
bedenke, im Reich ist nichts wie es scheint.[/center]
Sadujan1. "Gothic" ist ein Überbegriff für bestimmte Musikrichtungen, z.B. Gothic Rock und Gothic Metal, im weiteren Sinne umfasst das dann auch Dark Wave, Industrial, Neoklassik, usf.. Die Leute, die diese Musik geil finden, werden der Einfachheit halber dann auch als "Gothics" bezeichnet, damit man nicht immer von "Freunden düsterer Musik" sprechen muss.

2. Die schwarze Szene ist eine Szene von Menschen, die sich mit der Ausdrucksform der Musik identifizieren können... also einen guten Kunstgeschmack haben.

3. Was tue ich? Ich höre Musik, mache Krach, tanze, gehe auf Partys, betrinke mich, häng mit meinen Freunden rum, lese Bücher, sorg dafür, dass ich irgendwann mal nen anständigen Job bekomme, kletter gern, geh ins Fitneßstudio, schlafe, dusche, streite, liebe, hasse... was Menschen halt so tun. Was soll ich denn sonst bitte tun?

Warum ich keinen Bock auf den Mainstream habe? Weil Mainstreamer so hohle Fragen stellen, hässliche Klamotten tragen und beschissene Musik hören...
moreWow Sad, das ist jetzt das erste Mal, dass ich dir fast uneingeschränkt zustimmen kann. :D
rosenkind[QUOTE]...wo steckt der eigentlich...?[/QUOTE]

in Augen durch die Nacht? noch sind wir ja in Licht & Dunkelheit... [B]noch[/B] :D
UrsusDann sollte sich der nächste mit einer Gothic-Frage vielleicht mit einem Tarnnetz in den Gärten der Poeten verstecken und harmlose Besucher überfallen?:D

Vielleicht noch ein paar Ergänzungen. Vieles wurde ja schon gesagt.

[QUOTE]Subkulturen sind kein Geheimbund wie die Freimaurer, für die man 2 Bürgen braucht, um reingelassen zu werden.[/QUOTE]

Bei der schwarzen Fraktion war das aber mal durchaus üblich wie aus den Überlieferungen der Altvorderen zu entnehmen war.;)

[QUOTE]1. "Gothic" ist ein Überbegriff für bestimmte Musikrichtungen, z.B. Gothic Rock und Gothic Metal, im weiteren Sinne umfasst das dann auch Dark Wave, Industrial, Neoklassik, usf.. Die Leute, die diese Musik geil finden, werden der Einfachheit halber dann auch als "Gothics" bezeichnet, damit man nicht immer von "Freunden düsterer Musik" sprechen muss.[/QUOTE]

Gothic gibt es auch als seperate Musikrichtung. Ansonsten nennt sich auch vieles Gothic was mit den oben angeführten Musikrichtungen so absolut garnichts gemein hat.
Sadujan[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
Wow Sad, das ist jetzt das erste Mal, dass ich dir fast uneingeschränkt zustimmen kann. :D [/QUOTE]

Tjaaa... manchmal kann sogar ich mal was Sinnvolles sagen... Aber keine Sorge, wenn der Mainstreamer weg ist, denk ich wieder wie gewohnt schräg und quer ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von Ursus [/i]
Gothic gibt es auch als seperate Musikrichtung. Ansonsten nennt sich auch vieles Gothic was mit den oben angeführten Musikrichtungen so absolut garnichts gemein hat.[/QUOTE]

"Gothic" ist auch ein Bravo-Begriff, da braucht man sich gar nicht wundern... :D
Aber die Thematik ist doch eh viel zu kompliziert für Mainstreamer-Gehirne :cool:
Phoenix1384[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]
ich sehe ehrlich gesagt nicht, wo man sich von der Gesellschaft abtrennt bzw. die Schönheit des Lebens nicht zeigt. Subkulturen sind kein Geheimbund wie die Freimaurer, für die man 2 Bürgen braucht, um reingelassen zu werden. Jeder, der sich dafür interessiert kann sich anschließen und jeder, der ehrliches Interesse zeigt, zu wissen, was es damit auf sich hat, wird auch seine Antworten bekommen.
[/B][/QUOTE]

Sorry, für das offtopic, aber ein kleines Faktum möchte ich in deinem wie immer inspirierenden und mich zum Lächeln bringenden Beitrag korrigieren: Die Freimaurer sind kein Geheimbund, sondern ein eingetragener Verein, dessen Vereinsstrukturen per Gesetz offen einsehbar ist. Zudem haben die Freimaurer an ihren Logenhäusern große Türschilder hängen und eigenen öffentliche Museen, was für einen Geheimbund äußerst kontraproduktiv wäre.. Bei den Freimaurern wird auch niemand abgewiesen, der ehrliches Interesse zeigt, trotz der 2 Bürgen (die auch bei vielen anderen Vereinen braucht). Dennoch hast du recht, das gothic weder ein Geheimbund, noch irgendwie wie eine Freimaurerloge aufgebaut ist, bei der man durch genügend lange und intensive Beschäftigung mit den Inhalten und Denkweisen zum "Obergoth" oder zum "Meister der Gruft" aufsteigt.
Demon17Irgendwer sprach mal von einer Bewegung, doch eine Bewegung hat Ziele. Welche Ziele haben wir, (sind wir ein wir?) außer Party?
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]Irgendwer sprach mal von einer Bewegung, doch eine Bewegung hat Ziele. Welche Ziele haben wir, (sind wir ein wir?) außer Party? [/B][/QUOTE]

Es geht beim Clubgothic primär darum zu verhindern dass das jeweils andere Individuum Spaß daran hat... Aus diesem Grund legen die DJs zum Beispiel generell nur Musik auf die eigentlich keiner mag, was aber niemand zugibt weil das untrue wäre und man den Titel auch nicht benennen könnte. Dazu kommt noch das sich nur die Frauen und Männer wirklich angemessen zurechtmachen, die nicht zu haben sind.
Aus dem gleichen Grund besuchen Batcaver immer EBM/Industrial Parties und bombardieren den Plattensklaven mit Wünschen wie ASF oder Heino, während die Electros in die Fledermaushöhlen einmarschieren und den Plattenverleger dazu zwingen Scooter oder Wolle Petry zu spielen...

Auf dem Heimweg im Auto hören dann aber alle Reinhard May.
Fatal*Desire[QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i]
[B]Auf dem Heimweg im Auto hören dann aber alle Reinhard May. [/B][/QUOTE]
Ich fühle mich ertappt:D

So und nun on-topic:
Ich denke Fronti du hast ja was ganz grundlegendes nicht verstanden. Es gibt nicht den "Gothic", es gibt nicht die "Gothicszene", es gibt nicht die "Gothicmusik". Das alles ist Auslegungssache. Und wenn du dir die Mühe gemacht hättest und dem Vorschlag gefolgt wärst, einfach mal ein bisschen in "Augen durch die Nacht" zu lesen, hättest du das sicher schon festgestellt.

Deshalb mein Tip:
Nimm dir die Zeit, stöber ein bisschen im Forum und lies, lies, lies.
Dann wirst du dir wohl am ehesten ein Bild machen können, was dem breiten Meinungsspectrum wenigstens einigermaßen gerecht wird.
SenecaDer Thread hat nun "Augen" bekommen...!
Alles muss man hier selber machen.

[color=red]*verschoben in's Reich der verzweifelten Sinnsuche*[/color]

__________________
[i]Kontrahent des Mestigothic[/i]

[quote][i]Original geschrieben vom einzigartigem Mestigoth[/i]
[b]Die haben stark nachgelassen, deren beste Phase war so Mitte der 1990er.[/b][/quote]
Demon17@Seneca,

deshalb muß ich immer weiter fahren... übrigens Schlösser haben zu kleine Tanzflächen.
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i]
[B]@Seneca,

Deshalb muß ich immer weiter fahren... übrigens Schlösser haben zu kleine Tanzflächen. [/B][/QUOTE]

Kommt darauf an ob man die Tische vorher wegräumt oder nicht.
Oftmals wurde die alten Ballsääle nämlich in der Neuzeit vollgestopft.
Oder meinst du später (Rokoko bis Romantik) zu Schlössern aufgehübschte Burgen? Die leiden generell unter zu kleinen Räumen da die Bestigungscharakteristika aus statischen Gründen beibehalten werden mussten.
Demon17Ja villeicht waren 1468 die Schlösser auch nicht so groß [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_M%C3%BChlenburg]Schloß Mühlenburg[/URL]. Jedenfalls wird das Ding schon seit X Jahren auch als Club betrieben. Scheint mal ein Gut gewesen zu sein.
frontiso erstmal richtig stellung

bin mit sicherheit kein mainstreamer du würdest dich wundern an was ich glaub und was das für mein leben heist

ich hab den thread mit augen durch die nacht gelesen hab das auch geschrieben

und nun das wichtigste ich komm mir jetzt ein bissi verarscht bzw nicht ernst genommen vor ich bin euch so bin ich mir sicher offen
ehrlich und mit respekt entgegen getreten und hab dinge gefragt
die ich nicht verstanden hab

totzdem bin ich ja der mainstreamer weil ich mich nich in schwarze klamotten schmeiss oder eure musik anhöre

ich glaub so zu denken das is mainstream ^^

aber is auch egal will hier kein streit vom zaun brechen
ich danke euch für eure antworten haben mir auf jedenfall geholfen und meinen horizont erweitert

fronti
rosenkindähm Fronti,

wärst du bitte so lieb, genauer zu schreiben, wen genau du mit "du" ansprichst? Denn aus deinem Beitrag ist nicht ersichtlich an wen du dich konkret wendest, womit sich praktisch alle angesprochen fühlen könnten, was zu Missverständnissen führen kann.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von fronti [/i]
bin mit sicherheit kein mainstreamer ...
ich komm mir jetzt ein bissi verarscht bzw nicht ernst genommen vor ...[/QUOTE]Ach fronti,

sieh das doch nicht so verbissen!

Zum einen gibt es, wie Fatal*Desire schon schrieb, nicht "den Gothic", sondern jeder von uns hat seine ganz eigenen Ansichten und großen oder kleinen Macken.

Zum anderen, was viele Außenstehende nur schwer begreifen, haben die meisten von uns viel (hintersinnigen) Humor, der nicht selten ziemlich schwarz ist und den Vergleich mit Monty Python nicht zu scheuen braucht.

Die Anspielungen von Seneca z.B. waren vor allem an mich gerichtet. Meine Aufgabe wäre es gewesen, das Thema in die "Augen" zu verschieben (was ich aus Faulheit und Zeitmangel nicht getan habe, weil ich eigentlich gar nicht da bin und hier jetzt gar nicht schreiben dürfte).

Also, beziehe nicht alles hier Geschriebene auf dich und vor allem sieh es nicht so verbissen. "Mainstreamer" ist nur ein anderes Wort für "Außenstehender", "Fremder", "Neuling", "Ahnungsloser" oder ähnliches. Sadujan wollte nur sagen, dass er die Thematik nicht all zu sehr verkomplizieren will, um dich nicht vollends zu verwirren. Die Thematik ist nämlich viel komplexer als sie auf den ersten Blick scheint.

(So, und nun muss ich wieder an die Arbeit.)
Demon17Da Problem ist eigentlich, das diese Fragen hier regelmäßig gestellt werden und es auf die meisten keine eindeutigen Antworten gibt. Ein diffuser sozialer Kontext, der sich ständig wandelt und allen möglichen Einflüssen ausgesetzt ist läßt sich nun einmal nicht definieren. Also können viele Deiner Fragen auch nicht eindeutig beantwortet werden.
Gabriel BellDem kann ich nur zustimmen - mir fällt es auch besonders schwer, dieses oftmals doch etwas ungenaue Lebensgefühl in Worte fassen zu können, aber speziell in Rosenkinds Beiträgen kann ich mich immer wieder gut selbst finden.
Demon17@rosenkind,
[QUOTE]solte übrigens nach dem Konsumieren des Unterofurms "Augen durch die Nacht/ Lebens:Art" noch weiterer Bedarf meiner Sicht der Dinge existieren, ich habe da noch einige seitenlangen Analysen der schwarzen Szene, die ich ursprünglich für eine heute nicht mehr existierende Website schrieb (einer davon trägt den Titel "der schwarze Lebensgenuss"), bei Interesse PN[/QUOTE]

ich finde Du solltest uns diese Analyse nicht vorenthalten. Ich wollte schon immer wissen was es mit der schwarzen Szene auf sich hat. Der Begriff ist doch ziemlich nebulös geworden in den letzten Jahren.
Demon17Also ich würde Rosenkind schon mal gern unter der Dusche singen hören. Aber davon abgesehen, interessieren mich gut formulierte Sichtweisen auf die Schwarze Szene. So etwas dient der Reflektion und wenn die Entwicklung aus dem Ruder läuft, ist es angebracht darüber nachzudenken.
Demon17Ich sag jetzt mal nichts dazu ;)
rosenkindich hatte zwei der Texte sehr lange für jeden zugägnglich auf meiner homepage. (seneca und TTP sowie manche andere mögen sich vielleicht noch dunkel erinnern). Dass ich die überarbeitete Version, die um einiges länger war, mit einem Passwort versah, das man bei mir erfragen konnte, geschah nicht grundlos.

Je weiter man sich vorwagt, eine Definition zu schreiben, je konkreter die Beschreibung, umso leichter tritt man irgendwem auf den Schlipps, der die Sache anders sieht als man selbst in dieser in sich selbst kontroversen Szene. das geschieht selbst dann, wenn man, wie ich es tat, einen Eingangstext schrieb, in dem man darauf hinwies, dass man nur seine eigenen Beobachtungen und Interpretationen wiedergeben kann und das ganze somit als stark subjektiv eingefärbtes Werk gesehen werden muss und dieses ohnehin nur einen Teil der Subkultur beleuchtet. Das ist einer der Gründe, warum ich die Texte nicht veröffentlichen möchte, sondern fast nur noch Menschen, die am Anfang mit dem sich-informieren stehen von mir aus anbiete zur weiteren Information. Würde ich die Sachen hier veröffentlichen, würde das nur wieder zu ewigen Diskussionen führen und das möchte ich nicht. Das meiste was drin steht, findet man ohnehin schon in endlosen Diskussionen hier von mir oder anderen gesagt oder existiert als unausgesprochenes, selbstverständliches Wissen.

Also von daher von meiner Seite ein Nein. Ansonsten danke für die Komplimente. irh macht mich ganz verlegen. ich bin doch nur ne riesen laberbacke ;)
Demon17Schade eigentlich.

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