| ErodedMind | Nachdem ich einige Foren nach einem vergleichbaren Thema durchsucht habe und meine Bemühungen leider erfolglos geblieben sind, versuche ich hier mein Glück und bitte im Falle völliger Deplatzierung um Verschiebung. Mein Anliegen ist Folgendes: Ich möchte meiner seelisch schwachen Frau Mutter einen Grund geben, in ihr Leben mehr zu stecken als eine 70-Stunden-Arbeitswoche. Weil ich sie jeden Tag blasser werden sehe und mit meinem Latein am Ende bin, möchte ich euch bitten, in diesem thread ein paar Ideen niederzuschreiben, wie ihr euren schwarzen Alltag auflockert, wie ihr euch in eine andere Welt begebt, wodurch ihr euch die Freiheit nehmt, ihr selbst zu sein oder welche kleinen Verrücktheiten das Leben für vielleicht fünf Minuten zu einem Märchen machen können. Wenn man davon absieht, die geliebte Person endlich überreden zu können, eine Therapie in Anspruch zu nehmen, richtet sich mein Hilferuf vor allem an die Älteren unter euch, die bestimmt besser wissen als ich Jungspund, welche Bedürfnisse ein Mensch haben kann, der auf die 50 zugeht. Wenn wir uns über dieses Thema streiten und sie mich fragt, was außer Arbeiten man denn mit seiner Zeit anfangen soll, will ich ihr eine Antwort geben können. Konkret gesagt wären Vorschläge wie - in einen Mittelalterverein eintreten - Volkstänze lernen - nachts im See baden - sämtliche Blumentöpfe im Haus mit einem Comic bemalen - larp spielen - des Mitternachts im Park hinterm Barockschloss Walzer tanzen - mit Laternen spazieren gehen - ...? sehr nützlich, irgendetwas, was man nach Möglichkeit regelmäßig tun kann oder etwas, was komplett aus der Reihe fällt. Egal was, solange man sich dabei irgendwie lebendig fühlen kann. Über jegliche Antworten, konkrete Tipps wie auch Anregungen, anders mit dem Problem umzugehen, würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Vorraus. |
| TheTurningPoint | [quote]Wenn ... sie mich fragt, was außer Arbeiten man denn mit seiner Zeit anfangen soll[/quote][URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1316847#post1316847]Tanzen[/URL] :cool: Wozu arbeitet man denn? Um Geld zum Leben zu haben. Aber was nützt das, wenn man sich nicht die Zeit zum Leben nimmt, also [b]Zeit für sich selbst[/b] ? Mir tut es immer sehr gut, für mich selbst genau das Gegenteil dessen zu tun, was ich bei der Arbeit tue, sozusagen als optimalen Ausgleich zur Arbeit. In der Arbeit sitze ich am PC, muss mich sehr konzentrieren, strenge die Augen an, bewege mich wenig, es geht sehr sachlich zu. Also gebe ich in der Freizeit in eine dunkle Disko tanzen, schone meine Augen, bewege mich, lasse den Gefühlen freien Lauf und lasse mich in die Musik fallen. Wenn keine dunkle Disko in der Nähe ist, dann mache ich's mir zu Hause im Dunklen oder bei Kerzenlicht gemütlich und genieße Musik, manchmal mit einem Glas Rotwein oder einem würzigen Tee. By the way, im Moment gibt es "Silver Swan" und "Ozymandias" von QNTAL zum Schnäppchen-Preis in der Müller-Drogerie (meiner Mutter, 73, gefällt die Musik von QNTAL recht gut). Die von dir genannten Vorschläge sind gut. Schwierig ist, sich den ersten Ruck zu geben. Am besten, man nimmt sich das zu einem besonderen Anlass vor, z.B. zu deinem Geburtstag oder zum Geburtstag deiner Mutter, Valentinstag, Muttertag, ... Einen Waldspaziergang mit Laternen habe ich mal mit Freunden zu Silvester unternommen. Von einem Berg aus haben wir dann zugeschaut, wie die anderen Leute ihr Geld verballern. Nach der nächtlichen Waldwanderung haben wir eine Trommel-Session veranstaltet. Das ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis, mit irgendwelchen Instrumenten, die man gerade zur Hand hat, Musik zu improvisieren. Dazu muss man nicht mal Noten kennen. Es reicht, wenn man einen gemeinsamen Rhythmus gefunden hat, dann ergibt sich der Rest von selbst. Gut ist es auf jeden Fall, ein Hobby zu haben. Meine Mutter gestaltet Puppenstuben, z.B. als Kaufläden, Kindergarten, Klassenzimmer, und bastelt dazu viele Dinge selbst. Ich habe ihr schon vorgeschlagen, mal eine dunkle Disko zu gestalten. :) Eine mir bekannte ältere Dame häkelt Blumen, die den echten Vorbildern oft zum Verwechseln ähnlich sehen. Was du deiner Mutter als Hobby empfehlen kannst, hängt auch davon ab, was sie selbst gern mag oder besonders gut kann. Wenn ihr ein Hobby gefunden habt, dann kannst du ja ab und zu irgendwas zu ihrem Hobby beitragen (kleine Mitbringsel, Ideen, kleine Zuarbeiten), um ihr zu zeigen, dass du dich dafür interessierst, was sie tut. Einige Anregungen von den Nachtweltlern findest du sicher auch noch [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=50166]in diesem Thread.[/URL] |
| Montrose | [QUOTE]vor allem an die Älteren unter euch, die bestimmt besser wissen als ich Jungspund, welche Bedürfnisse ein Mensch haben kann, der auf die 50 zugeht.[/QUOTE] Manche Menschen dieses Alters spüren ihre Bedürfnisse oft gar nicht mehr. Deshalb klatschen etliche in dieser Lebensphase auch mit Herzinfarkt um wie die Fliegen. Andere werden freier, weil sie die "Pflichten" der Jüngeren abgeleistet haben, sich bewiesen haben und deshalb die Sache lockerer angehen können. Unter den 20jährigen gibt es neben Spaßmachern, Draufgängern, Lebemenschen auch jene, die die bürgerlichen Tugenden von wegen Leistung und Karriere vielleicht ein wenig allzu sehr verinnerlicht haben und davon träumen, mächtig zu sein. So nach dem Motto: wenn ich an die Spitze komme, dann bin ich endlich gut "Nur der Beste zählt", und dann bin ich endlich frei. Natürlich ist das ein Traum, ein sehr dummer Traum sogar. Denn der Wettkampf nach oben ist nie vorbei, es gibt immer ein nächstes Ziel .... und leider kann von 6 Mrd. Menschen nur einer Präsident derr U.S.A. und nicht mal einer Gott werden. Die Chance, dass man das Rennen verliert, ist demnach ziemlich hoch. Und natürlich macht es nicht frei, an der Spitze zu sein, sondern man ist umso mehr gefangen in Verantwortung, an mangelnder Zeit für schwerwiegende Entscheidungen, weshalb die Gefahr immer größer wird, richtigen Schaden anzurichten und schuldig zu werden. Normalerweise wacht man aus falschen Träumen irgendwann auf. Bei diesem Horror-Trip ist es aber so, dass gerade zu dem Zeitpunkt, wo man endlich zu Verstand käme, der Traum scheinbar belohnt wird: in diesem Alter erreicht man die Spitze der Karriereleiter. Und manche glauben, jetzt hätten sie endlich einen handfesten Beweis, dass sie tatsächlich Präsident der Vereinigten Staaten oder Gott werden können. Die Alternative wäre ja auch allzu beschämend: dass man mit 50 die Probleme, die man mit 20 hatte, nicht gelöst hat, dass vielleicht schon der ganze Plan irgendwie falsch war. Was tut ein gesunder 50jähriger? Soweit ich diese Leute kennengelernt haben, bluffen die wo's nur geht (um mit wenig Aufwand viel Prestige zu gewinnen) .... und sie genießen ihren Status. Sie freuen sich drüber, was sie erreicht haben (anstatt sich drüber zu sorgen, was sie nicht erreicht haben). Das tut ein gesunder 50ger! Das ist nicht ironisch, sondern ernst gemeint: genau so haben die normalerweise ihren Spaß. Dass sie ihre dicken Bäuche oder ihre Jogger-Sehnen jüngeren präsentieren und sagen: guck mal, das bin ich! Was heute das Älterwerden schwerer macht, ist, dass die Hierarchien heute im Eimer sind und ein 30 Jähriger einen 50jährigen locker abschießen kann. Gerade deshalb aber, weil es auf dem Weg regulärer Leistung gegenüber jüngeren und leistungsfähigeren Menschen auf Dauer nichts zu gewinnen gibt (das Rennen geht für den Älteren immer verloren!), wäre es doch dumm, in einem letztem Volkssturm einen Sieg zu beweisen, der eh nicht zu halten ist. Anderen Ratschläge geben, das funktioniert meist nicht. Die Leute meinen, sie hättten recht, und sie haben 1000 "vernünftige" Gründe parat, warum sie das, was sie tun, tun "müssen". Ich fürchte, Du wirst Deine Mutter nicht überzeugen können. Die merkt irgendwann selbst, dass es nicht mehr weitergeht. Und wenn sie dann völlig verzweifelt ist, dann lernt sie die Lektion selbst. Je früher die Leute zusammenbrechen, desto besser. Denn erst dann verstehen sie all das, was sie im Zustand vor dem Zusammenbruch niemals kapieren würden. |
| Nocturna_Luna | Auch wenn es vielleicht blöde klingt, aber geh doch mit ihr mal ihre Interessen durch. Vielleicht schneidert sie gern, oder wird mit Ton kreativ. Vielleicht ist ein Instrument für sie das richtige, oder eine Theatergruppe. Meine Mutter (auch knappe 50) ist vor ein paar Jahren bei uns im Dorf Dorfchronistin geworden. Gut, das gibt es vielleicht jetzt auch nicht überall, aber könnte ja sein, dass sie sich geschichtlich über eure Umgebung oder Heimatstadt ein wenig weiterbilden mag? Oder schick sie fotografieren. Das kann so entspannend sein, ist relativ einfach zu lernen, man ist an der frischen Luft und kann einfach nur mal die Seele baumeln lassen. Je nachdem, was deine Mutter arbeitet, sollte sie schauen, dass sie einen Ausgleich dazu schafft. Mehr fällt mir dazu im Moment leider auch nicht ein. LG Nocturna_Luna |
| Goat93 | Fang einfach mal mit *entspannen im Schwimmbad / Saune *Buch lesen *Familienfilm schauen an. Deine eigenen Interessen müßen nicht die deiner Mutter sein. Daher find ich auch die bisherigen Möglichkeiten deplaziert, da scheinbar keinerlei Interesse vorherrscht. Wenn jemand 70 Stunden die Woche arbeitet (Also 14 Stunden am Tag o.0) dann wird kaum Energie für Tanzen oder Larpen da sein ;) |
| Jagdwolf | Aus dem Alltag auszubrechen ist manchmal leichter gesagt als getan. Ein wirklich toller Ausgleich und zugleich sehr entspannend ist das Bogenschießen. Es ist nicht besonders anstrengend, stärkt die Rückenmuskulatur und hat beinahe meditative Wirkung. (Die hardcorevariante wäre Zen-Bogenschießen.) Der Sport ist nicht unbedingt teuer, da man bei vielen Vereinen eine Ausrüstung mieten kann. Gerade am Anfang ist das sinnvoll, weil man das Zuggewicht der Wurfarme und der Sehne relativ schnell steigern kann. Wenn man dann allerdings längerfristig an diesem Sport teilnehmen will, bleibt eine eigene Ausrüstung nicht aus. Und dann [b]kann[/b] es teuer werden. je nach persönlichem Anspruch. Natürlich kostet ein Hochleistungsbogen mit Kohlefaserkörper mehr als ein hölzerner. Und gesellig ist es auch. Das Publikum ist in entsprechenden Bogensportvereinen sehr gemischt. Alle Altersklassen und Geschlechter. Leider musste ich das aus Mangel an Zeit aufgeben. |
| ErodedMind | Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ihr habt mir sehr weitergeholfen. @ turning point: Einen Anlass zu suchen ist eine wunderbare Idee! Besonders für einen Terminplanermenschen. :) Mit Musik anzufangen ist sicher nicht schlecht, Musik ist Ausdruck von Lebensfreude und meine Mutter hört oder macht eigentlich nie Musik. Spontanität. wie die Idee zu so einer Trommelsession, kann (aus eigener Erfahrung) unglaublich viel bewirken und dementsprechend werde ich versuchen, auf ihren Tagesablauf einzugehen. Den anderen thread werde ich genauer anschauen. Vielen Dank für Deine Antwort. :) @ Montrose: [QUOTE]Manche Menschen dieses Alters spüren ihre Bedürfnisse oft gar nicht mehr.[/QUOTE] Sehr gut auf den Punkt gebracht, genau so verhält es sich mit ihr. Perfektionismus ist eine Fehleinstellung, die ich von ihr übernommen habe und Deine Predigt sollte gut und gerne uns beiden auf die Stirn tätowiert werden. Dass ihr, was Du schreibst klar ist, mag der Grund für ihr seltsames Verhalten sein, zumal eine alte Tätigkeit beizubehalten und darin alles zu ertränken, einfacher ist, als seinen Lebensplan komplett über den Haufen zu werfen. Wie es aussieht, wird es noch viel schwieriger, irgendetwas Sinnvolles zu ihrer Entwicklung beizutragen, als erwartet. [QUOTE]as tut ein gesunder 50jähriger? Soweit ich diese Leute kennengelernt haben, bluffen die wo's nur geht (um mit wenig Aufwand viel Prestige zu gewinnen) .... und sie genießen ihren Status. Sie freuen sich drüber, was sie erreicht haben (anstatt sich drüber zu sorgen, was sie nicht erreicht haben). Das tut ein gesunder 50ger! Das ist nicht ironisch, sondern ernst gemeint: genau so haben die normalerweise ihren Spaß. Dass sie ihre dicken Bäuche oder ihre Jogger-Sehnen jüngeren präsentieren und sagen: guck mal, das bin ich![/QUOTE] In diese Kategorie kann man meine Mutter nicht einordnen (shon allein, weil sie nur 55 wiegt -_^) und Du nimmst es mir hoffentlich nicht übel, wenn ich nicht nachvollziehen kann, was Du über die gesunden 50Jährigen schreibst. Vielleicht sollte ich sie darauf mal ansprechen. Die Konkurrenz zwischen jungen und alten Menschen ist in der Vergabe von therapeutischen und psychatrischen Stellen nicht dieselbe, wie in den meisten anderen Berufen. Sicherlich steht die mit dem allgemeinen Jugendwahnsinn in wechselseitiger Beziehung und umso wichtiger erscheint es, sich Oberstübchen jung zu halten. [QUOTE]Ich fürchte, Du wirst Deine Mutter nicht überzeugen können. Die merkt irgendwann selbst, dass es nicht mehr weitergeht. Und wenn sie dann völlig verzweifelt ist, dann lernt sie die Lektion selbst[/QUOTE]. Ich würde nicht so verzweifelt versuchen, ihr Ratschläge zu geben und sie zum Ausruhen zu zwingen, so idealistisch und sinnlos das auch sein mag, wenn sie diesen Zusammenbruch nicht schon längst und mehmalig hinter sich hätte. Für eine oder zwei Wochen war dann eine Verbesserung zu spüren, aber spätestens nach drei Wochen war es noch schlimmer als vorher. ._. Vielen Dank auch für Deinen Beitrag, auch wenn er natürlich entmutigender als aufbaund war. Natürlich will man jemanden, der einem wichtig ist, nicht einfach beim Verrotten zusehen. @Nocturna_Luna: [QUOTE]Auch wenn es vielleicht blöde klingt, aber geh doch mit ihr mal ihre Interessen durch.[/QUOTE] Das klingt nicht blöd. :) Das haben wir schon getan und sind aufs Tanzen gekommen, wogegen sie natürlich gleich fünf Gründe gefunden hat. Am besten schenke ich ihr nach turning_points Vorschlag einen Tanzkurs zum Geburtstag, dann gibt es kein Entrinnen mehr. ^_^ Fotografieren! Das ist eine wunderbare Idee, vielen Dank! Man kann beim Fotografieren lernen, neue Perpektiven zu finden oder kleine Dinge zu entdecken. *freu* @ goat: Dankeschön, damit lässt sich sehr viel anfangen. o_o Schwimmen. Lesen will sie nicht, weil die Buchstaben so klein sein... zu anstrengend. [QUOTE]Deine eigenen Interessen müßen nicht die deiner Mutter sein. Daher find ich auch die bisherigen Möglichkeiten deplaziert, da scheinbar keinerlei Interesse vorherrscht.[/QUOTE] Völlig richtig. Es passiert mir leider nur all zu oft, dass ich mich verrenne oder verkopfe und darüber solche elemntaren Dinge ganz vergesse. Das ganze soll ja auch wirklich alltagstauglich bleiben. :) [QUOTE]Wenn jemand 70 Stunden die Woche arbeitet (Also 14 Stunden am Tag o.0) dann wird kaum Energie für Tanzen oder Larpen da sein[/QUOTE] Stimmt. Es ist ja nicht so, dass diese 14 Stunden im Vertrag stehen (da stehen 4!) und genau deshalb braucht sie meiner Meinung nach irgendetwas, wofür man auch mal früher nach Hause kommen will. @ Jagdwolf Bogenschießen ist eine ungewöhnliche aber garnicht unpassende Idee, zumal das Schaukämpfen und Kämpfen mit und ohne Waffen großen Eindruck auf meine Mutter gemacht haben. Körperlich traue ich ihr das weniger zu, aber da werde ich mich erstmal in das Thema einlesen, vielen Dank also für Deine Antwort. :) Das Geld sollte in dieser Beziehung kein Problem sein, wer wie sie innerhalb einer Familie praktisch nie Bedürfnisse äußert, kann sich ja sicher das Recht herausnehmen, auch mal etwas für sich zu tun. |
| Jagdwolf | [QUOTE][i]Original geschrieben von ErodedMind [/i] [B]... @ Jagdwolf Bogenschießen ist eine ungewöhnliche aber garnicht unpassende Idee, zumal das Schaukämpfen und Kämpfen mit und ohne Waffen großen Eindruck auf meine Mutter gemacht haben. Körperlich traue ich ihr das weniger zu, aber da werde ich mich erstmal in das Thema einlesen, vielen Dank also für Deine Antwort. :) Das Geld sollte in dieser Beziehung kein Problem sein, wer wie sie innerhalb einer Familie praktisch nie Bedürfnisse äußert, kann sich ja sicher das Recht herausnehmen, auch mal etwas für sich zu tun. [/B][/QUOTE] Kraft braucht man fürs Bogenschießen nicht. Man muss es ja nicht gleich mit dem Zuggewicht übertreiben. Und teuer ist es wie gesagt auch nicht. In meinem Verein damals waren 90-Jährige und 10-Jährige. Bogensport ist praktisch etwas für Jedermann. |
| Seneca | Ich für meine Teil mache immer wieder die Erfahrung dass das Schießen mit Feuerwaffen verschiedenster Bauart und Kalibergröße ein Quell großer Erbauung und Entspannung ist. |
| Seneca | Als Jagdscheininhaber! Das mit dem Veren ist halb so schlimm, sofern man einen mit ein paar vernünftigen Leuten findet...vorzugsweise einem mit jüngerem Gründungsdatum der sich nicht Schützenverein nennt. Der BDS oder BDMP ist da ein guter Dachverband. Zweimal bis dreimal im Jahr an Vereinsmeisterschaften teilgenommen und gut ist mit der Vereinspflicht. Allerdings muss das Schießbuch 18 mal schießen im Jahr enthalten damit eine Bedürfniss gegeben ist. |
| Montrose | Wenn jemand psychiatrisch oder psychotherapeutisch tätig ist, zugleich aber selbst in Form eines workoholic sein Leben nicht im Griff hat und die Bodenhaftung verliert.... ist das nicht eine etwas gefährliche Konstellation, vor allem für die Klienten? Vielleicht könnte Deine Mutter das mal mit einer Supervisorin besprechen. Da scheint ein bißchen was aus dem Ruder zu laufen. |
| ErodedMind | @ Seneca: Schießen, eine ziemlich verrückte Idee. o_o Wahrscheinlich bin ich da wie der Normalbürger eben voreingenommen, aber das Hobby wirkt auf mich ein bisschen seltsam. Ich glaube, ich würde mit einer Schusswaffe in der Hand ziemlich zittern (und ma mère erst recht). Dem zum Trotz natürlich vielen Dank für die Antwort. :) @ Montrose: Supervision ist für die Mitarbeiter in der Psychatrie ja verpflichtend und da nimmt sie natürlich teil, wobei diese Veranstaltungen meiner Meinung nach zu spärlich verteilt sind, als dass sie irgendetwas Ernsthaftes bewirken könnten. Die traurige Realität im Krankenhausalltag ist leider nun mal, dass eine Person drei ersetzen muss, wobei man sich natürlich nicht auch noch freiwillig für fünf hinstellen muss... |