| xtastedbloodx | Hallo ... Nachdem ich hier sehr viel lese , lese ich des öfteren über Zeilen , wo ich meine herauslesen zu können , das sehr viel an der "schwarzen" "Jugend" kritisiert wird...und ausschließlich von den älteren unserer Runde ! Die "Nachfolger" würden nicht dies verkörpern was die unsrigen einst getan haben ( oder besser gesagt auch heute noch tun) .... Einerseits versteh ich das ja irgentwie denn wie auch überall anders hat sich sicherlich einiges verändert ... Doch dann verstehe ich eines nicht ....es wird hier auch sehr viel geschrieben , von Gedanken über das "Aussterben" der Gothic-"Kultur".... Sind nun die älteren für oder gegen die "Erben" des Gothics ...ich lese hier eigentlich nur Wiedersprüche und werde daraus einfach nicht schlauer ... Vielleicht liegt es einfach daran das ich mich selbst , zählend zur Jugend , mich mit den Älteren "unserer" Gesellschaft nicht messen kann ...:p Helft mir doch einfach mal weiter :cool: Lg |
| Seneca | Mein Junger Padawan... Unergründlich die Wege zur Dunklen Seite sind, wie auch Ihre Absichten. Mit Sorge beobachten wir, wie viele der Jünglinge sich blind den Versprechen und Einflüsterungen der Dunklen Lords hingeben, welche damit das Gleichgewicht der Macht nachhaltig zu ihren Gunsten beeinflussen wollen...! Der Hauptgrund für den Zwiespalt liegt schon in der Art uns Weise, wie man früher, und heute zur "Szene" fand. Nebenbei sei aber erwähnt, das hier nichts weiter geschieht, wie schon vor 10 jahren, als die damals junge Generation der "Schwarzromantiker" die Wavekultur unterwanderte, und später ablöste...! |
| oskadis | Lang lebe die Schwarzromantik! :D |
| fraeulein grau | oh, das siehst du im falschen lichte, öhm, xtastedbloodx. wenn man die pubertät erstmal hinter sich hat, erkennt man, das dieselbe einen längeren zustand geistiger umnachtung darstellt; dass teenager sich, aufgrund ihres chaotischen hormonhaushaltes, in beständigem wechsel von klaren momenten und phasenhafter unzurechnungsfähigkeit befinden und erst so fünf, sechs jahre später bemerken, wie unlogisch ihr verhalten zu dieser zeit war. pubertät ist die phase, in der man all' die hirnrissigen dinge tun, glauben und laut vertreten kann, die einem später ein leben lang peinlich sein werden. älterwerden ist insgesamt eine sinnvolle, schöne sache. man lernt dinge. wir wollen euch quasi abkürzungen aufzeigen, damit ihr es mal leichter habt. wertvolle tips wie "gib dir nur namen, in denen du notfalls auch das bad putzen kannst" mit "goth" und artverwandten themen hat das eigentlich gar nicht so viel zu tun. sicher, man kritisiert, oft im spöttischen tonfalle dessen, der's inzwischen besser weiss, aber eigentlich will tante grau nur helfen. wenn ihr nicht von meiner überlegenen, hart erarbeiteten weisheit profitieren wollt, bitte, geht nightwish hören oder -uuh- kauft euch glöckchen oder'n klingelton oder was die heutige jugend sonst so tut. nochwas: sicher, die welt ist für jeden ganz neu ect. pp., aber all' die weltbewegenden kleinen fragen und probleme wiederholen sich, und manchmal seid ihr ganz besonders engstirnig und uneinsichtig und egozentrisch und sowas von davon überzeugt, dass z. b. das leben als solches sich ausschliesslich in der schule abspielt. wenn dann auch noch begonnen wird, über die sog. szene zu fachsimpeln (simpeln, ja) und über vage begriffe mit "g" am anfang zu streiten.. da fällt es irgendwann schwer, das ernstzunehmen. aber lasst uns doch spotten, im grunde haben wir euch gaaanz dolle lieb- ohne kiddies wär' das board nur halb so lustig. |
| wasserfee | [QUOTE]Der Hauptgrund für den Zwiespalt liegt schon in der Art uns Weise, wie man früher, und heute zur "Szene" fand.[/QUOTE] und die wäre, laut deiner Meinung? |
| Seneca | Ganz einfach: Früher musste man sie suchen, und wurde nicht eingeladen, oft hat man lange Zeit gebraucht, um akzeptiert zu werden. Der einzige Weg um in die "Szene" zu gelangen war im Prinzip über Leute, die schon "drin" waren...! Heute geht man einfach regelmässig in einen Club, das war's...! Oder man macht's gleich per Internet....! |
| Zerbrochener | Erkenntnisse aus diversen Analysen führten zu folgendem Ergebnis: Früher fand ein jeder selbst zum Gothic (Selbsterkennung), heute findet Gothic seine Konsumenten (Manipulation) Ideale und Überzeugung wichen der Spass- und Unterhaltungs-Philosophie ----> Entstehung der "Club-Szene" ----> zunehmende Entfremdung |
| Seneca | Amen...! |
| rosenkind | [QUOTE]Heute geht man einfach regelmässig in einen Club, das war's[/QUOTE] wieder ein Beweis mehr: ich bin ein Poser :) - und ein Partymuffel |
| Seneca | Du hast da etwas verwechselt, Rosenkind...Poseure findet man vorzugsweise in den Clubs...!!! |
| rosenkind | dann eben das... aber ich bin durchs Netz drauf gekommen, was bin ich nun? |
| Seneca | Ich pauschalisiere wie immer nur die anonymme Masse, nie den Einzelnen...*g* |
| rosenkind | oha, ich werde bei dir also als Ausnahme von der Regel geführt? krieg ich dafür irgendwas? :D |
| xtastedbloodx | Danke für eure Antworten .... Hierbei muss ich jedoch noch eines meiner Jugendlichen Weisen Worte anführen ...Ich denke ich bin bereits aus der Pupertät raus ....und denke auch ich habe gefunden was ich gesucht habe .... Habe dies jedoch schon bereits vor 3 Jahren gefunden , das heißt da war ich gerade in der Pupertät .... :cool: Ansonsten ist es denke ich für "uns" auch nicht wirklich leicht anschluss in die Szene zu finden ...mehrere Faktoren nehmen nämlich daran teil .... Sicherlich ist es heutzutage "ANDERS" in die Szene zu kommen , aber ich denke nicht das es leichter ist....für die damaligen Verhätlnisse vielleicht ... Unter den vielen Jung schwarzen gibts aber auch Ausnahmen ...und ich denke eine dieser Ausnahmen repräsentiere ich .... Möglicherweise eine eher Eingebildete Phrase , doch würde ich diese wirklich als richtig ansehen ... lg |
| fraeulein grau | hihi, pubertät hat doch nix mit pups zu tun.. das ist so einer dieser typischen fehlerchen, bei deren anblick ich mich alt und weise fühle. und natürlich isses schwer, in eine szene hineinzukommen, die sich beständig selbst leugnet. |
| rosenkind | szene oder subkultur, das ist hier die Frage... ich sehe mich als Teil der Subkultur, aber nicht als Teil der Szene... |
| Goat93 | Viel Kritik kommt einfach aus der Masse heraus. Es ist überall zu viel geworden und zu viel von dem, was man selbst nie wollte. Wenn man Heute mit "Früher" (also von vor 3 Wochen :D ) vergleicht, fallen einen da schon so einige gravierende Unterschiede auf. Die Leute verhalten sich viel normaler, angepasster. Man kann die kaum von "normalen" Handyton-Charts-Disco Leuten unterscheiden, die Sprache ist genauso wie die der "anderen", die Engstirnigkeit, Arroganz, Überheblichkeit, Intoleranz nimmt immer mehr zu, es werden Trüh und Untrüh Definitionen mit in den Goth Bereich eingebracht, die eigentlich völlig überflüssig und Sinnentleerend sind. Die Leute passen sich immer mehr den Gesellschaftlichen Normen an. Klamottensucht bei X-tra, Gedankenlosigkeit, Tanzen Ficken Spaßhaben Saufen. Die Musikalische Entwicklung in den Discos ändert sich auch immer mehr zu normalen Tanz Discos mit BumBumBum Musik, es ist für die "normalen" sehr einfach eben schwarze Klamotten an und mit auf der Tanzfläche gehüpft, der Beat ist ja der gleiche. :( |
| Nnordy | [QUOTE]Nachdem ich hier sehr viel lese , lese ich des öfteren über Zeilen , wo ich meine herauslesen zu können , das sehr viel an der "schwarzen" "Jugend" kritisiert wird...und ausschließlich von den älteren unserer Runde ! Die "Nachfolger" würden nicht dies verkörpern was die unsrigen einst getan haben ( oder besser gesagt auch heute noch tun) .... Einerseits versteh ich das ja irgentwie denn wie auch überall anders hat sich sicherlich einiges verändert ... Doch dann verstehe ich eines nicht ....es wird hier auch sehr viel geschrieben , von Gedanken über das "Aussterben" der Gothic-"Kultur".... Sind nun die älteren für oder gegen die "Erben" des Gothics ...ich lese hier eigentlich nur Wiedersprüche und werde daraus einfach nicht schlauer ... [/QUOTE] Prinzipiell würde ich mich Seneca und Zerbrochener anschließen, aber noch einige Gedanken zum Eingangspost: Es gibt keinen Widerspruch zwischen dem "Aussterben" der schwarzen Kultur und dem "Wettern" gegen den "Nachwuchs", da das eine das andere bedingt. Die Kultur stirbt aus, weil der Nachwuchs oftmals einfach nicht mehr begreift, um was für eine Kultur es geht, was diese ausmacht, und daher sein eigenes Ding macht, was in den meisten Fällen wenig bis gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was ursprünglich mal war. Letztlich läuft es auf eine Art "Ausverkauf" hinaus, wenn man so will. Selbst ich, die ich mit mittlerweile 12 Jahren sicher noch nicht wirklich zum 'Alteisen' zähle, ertappe mich dabei, daß ich über den "Nachwuchs" teilweise eher verzweifelt-resignativ den Kopf schüttele... Das fängt bei der Lebenseinstellung an und hört bei Musik und Klamotten auf... Solch seichte Stampfmucke (ja, ich gebe es zu: Ich HASSE Electro!!!!!!!!!!!!!!!) wäre früher nie irgendwo gelaufen, weder zu Hause bei den Freunden noch in der Stammdisco... Keine zwei Leute sahen gleich aus, da man sich die Klamotten nicht von der Stange von x-tra-x kaufen konnte (damals hieß es noch xtra, hatte einen kleinen s/w Katalog mit 30 Modellen drin und so ein Kleid konnte man sich maximal einmal im Jahr leisten...) sondern vom Flohmarkt, meistens nichtmal in schwarz, so daß man von Hand einfärbte, besonders Begabte nähten sich Sachen selber (sogar ich habe mir meinen ersten Umhang aus Samt selber genäht), und nächtens traf man sich in den Ruinen alter Burgen und Klöster und hörte Dead Can Dance, Joy Division oder Sisters... Natürlich ist es heute leichter in die Szene zu kommen! Einmal aufs WGT gefahren, dann ist man schon "drin"! :rolleyes: Im Ernst: Das WGT ist all das, was wir 'früher' nie gewollt haben. Es ist zu etwas geworden, was nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken eines Treffens von Gleichgesinnten zu tun hat - auch hier der Ausverkauf... 20.000 Leute drängen sich durch Leipzig, aufgesplittert in Gruppen und Grüppchen (auch die Grüppchenbildung gab es früher schon, aber nicht so schlimm...) die die Klamotten anderer argwöhnisch beäugen, wahlweise auch die neuesten Stücke spazieren tragen und unter sich bleiben... Sorry, aber das ist ein leidiges Thema. Hoffe trotzdem, ich konnte den scheinbaren Widerspruch als scheinbar enttarnen. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von fraeulein grau [/i] [B] und natürlich isses schwer, in eine szene hineinzukommen, die sich beständig selbst leugnet. [/B][/QUOTE] Jo, wie ich. Es gibt DIE SZENE nicht. Und gehasst hat man sich schon immer, die EBMler hassten die Rüschenkinder, usw usf. Ehm, falsches Thema. Ich denke auch, dass viele Jüngere herkommen, weil sie rebellieren wollen. Und Rebellionsphasen können irgendwann mal enden. Eigentlich paradox, gibt es das Schwarze doch auch eigentlich nur wegen einer einzigen Rebellion - und wir akzeptieren sie eben nicht. Alerdings hat Goat93 schon Recht, es ändert sich zu sehr, es wird schwammig. Wenn ich mir die Beschreibung durchlese, und mich um schaue, merke ich, dass wir alle ganz normal sind - das gleiche nur in schwarz. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, irgendwo sind sie, jene, die dahinterstehen und auch dort bleiben, weil ihnen ihre Schwarzheit soviel gibt (damit meine ich nicht Selbstbewusstsein etc sondern Kraft). Vielleicht wächst jeder Schwarze auch immer mehr mit seiner Schwarzheit, was jüngeren evtl noch fehlt? Die Manifestation eben... PS: Seneca, hast Du sehr schön gesagt! FräuleinGrau hat natürlich auch in gewisser Weise Recht. EDIT: [QUOTE]Die Kultur stirbt aus, weil der Nachwuchs oftmals einfach nicht mehr begreift, um was für eine Kultur es geht, was diese ausmacht, und daher sein eigenes Ding macht, was in den meisten Fällen wenig bis gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was ursprünglich mal war. [/QUOTE] Danke Nordy, ich denke, das trifft es genau. Es ist nicht der Verfall der Mitgliederanzahl, sondern der Verfall des Gedankens - mehr Quantität statt Qualität. |
| rosenkind | [QUOTE]ber ich gebe die Hoffnung nicht auf, irgendwo sind sie, jene, die dahinterstehen und auch dort bleiben, weil ihnen ihre Schwarzheit soviel gibt (damit meine ich nicht Selbstbewusstsein etc sondern Kraft). [/QUOTE] kleiner Tipp am Rande: versuch dein Glück ehr unter denen (zumindest was die jungen angeht), die weniger Wert darauf legen, als Goth bezeichnet zu werden. "Der Kern jeder Szene ist mit Idioten besetzt" - Zitat aus einem Forum. Aber was den Verfall angeht: betrifft das nur die Jungend? ich bin letzhin in einer Community (keine schwarze) auf das Profil einer 34-jährigen gestoßen, welche sich Gothic nannte. Die Antworten auf alle Fragen waren so oberflächlich geschrieben, dass mir nur das Wort "hohle Tussi" einfiel (sorry). Es ist traurig zu sehen, dass Gothic für viele scheinbar nur noch Musik, Kleidung und Partymachen bedeutet. Ein Grund mehr, warum ich "die Szene" meide. Man findet mich selten auf Parties, ab und an auf Konzis und WGT... ich frage mich, was ich dort soll, außer vielleicht wegen der Musik, aber sonst... meine Erfahrung zeigt: verbünftige Leute in der Subkultur findet man zumeist außerhalb der SZENE. Und ja, für mich ist Subkultur und Szene inzwischen nicht mehr dasselbe. Als Subkultur sehe ich das Sammelsurium des kompletten Lebensstils (Interessen, Einstellungen, Thematik, Kleidung und Musik) sowie alle Leute, die damit irgendwas für sich verbinden an. Als Szene betrachte ich die schwarze Infrastruktur und die Leute, welche sich zu einer Gruppe mit festen regeln innerhalb der Subkultur zusammenschließen, die weit weniger Offenheit zulässt als die bloße Subkulturzugehörigkeit. Zugegeben, ich habe grade mal eine Schallplatte von den sisters, die ich mir auch noch nie angehört habe, weil mein Plattenspieler streikt :D und dann noch eine CD, auf der einige Bands (z.B. Artwork, Sideprojekt von Oswald Henke) Lieder von the cure nachspielen. Aber ich bin - wie bereits erwähnt - ein Partymuffel. Ich habe eine notorische Abneigung gegen Markenwahn und Konsumgeilheit und surfe auf den Seiten von x-tra-x höchsten rum, um was zum lästern zu haben :D oder um mir Ideen zu holen -> denn ich besitze eine Nähmaschine und habe inzwischen eine Aversion gegen gekaufte Kleidung. Nur Shopping und Partymachen im Sinn haben finde ich hohl, ein Abend in freier Natur gibt mir viel mehr als eine Party und ein paar nette Gedichte aus der Romantik mehr als eine Shoppingtour. edit: wobei ich schöne Kleidung und Aufmachung nicht verachte, grade beim Nähen macht es mir Spaß schöne Dinge zu kreiren, es mag vielleicht oberflächlich sein, aber ich finde auch Aussehen ist eine Art Kunst, die ich erschaffen kann |
| Goat93 | [QUOTE]Aber was den Verfall angeht: betrifft das nur die Jungend? ich bin letzhin in einer Community (keine schwarze) auf das Profil einer 34-jährigen gestoßen, welche sich Gothic nannte[/QUOTE] Nicht die Jugend an sich, sondern mehr die sog. Neueinsteiger. Ich sehe viele, die mit 20 oder sogar 40 neu einsteigen und sich eben so verhalten, wie oben beschrieben. Hatte nun auch genügend Diskussionen mit solchen Leuten, die von sich überzeugt sind Goth zu sein, obwohl dieses in Keinster Weise zutrifft, das es abnervend wird. :( Aber versuch einer 43 Jährigen einmal zu erklären, das Goth nicht einfach nur eigene Interpretation ist, es egal ist wie man rummrennt (das Leben lang in Jeanshose und normalen Klamotten) man sich aber doch immer soooo Goth gefühlt hat und das schon 1975, als es den Goth gar nicht so gab. :rolleyes: |
| rosenkind | Die Frage, die sich mir grade stellt ist: wie Goth muss man sein, um Goth zu sein? Und nein, ich will jetzt nicht wieder eine dieser true-untrue-Diskussionen starten oder eine Diskussion darüber, was Goth eigentlich ist, viel mehr was im Toleranzermessen des einzelnen liegt. ist es nicht manchmal viel "gruftiger" auch "ungruftige" Seiten zu haben? |
| Goat93 | Man muß sich selbst ohne anpassung und anbiederung an andere frei entfalten ;) Dann klapps auch mit dem goth sein :D |
| café.koma | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B] edit: wobei ich schöne Kleidung und Aufmachung nicht verachte, grade beim Nähen macht es mir Spaß schöne Dinge zu kreiren, es mag vielleicht oberflächlich sein, aber ich finde auch Aussehen ist eine Art Kunst, die ich erschaffen kann [/B][/QUOTE] gerade das finde ich in keinster weise oberflächlich. oberflächlich wäre es in irgendeinen laden zu rennen und so schnell wie möglich alles zu kaufen, was andere anscheinend toll finden. schließlich spiegelt die kleidung ja vieles wieder und irgendwo repräsentiert man sich ja dadurch (natürlich nicht nur). früher war es doch auch so dass man sich die kleidung selbst machte, um aufzufallen, nicht so zu sein wie alle und seinen eigenen stil zu kreiren. dies ist heutzutage leider nicht so. so viele gruftis sehen genauso gleich aus wie die normalen. passen sich an, trauen sich nciht. wenn ich hier irgendwo in einem club bin sehe ich nur leute, die vollkommen gleich aussehen udn ist das nicht das, was man eigentlich nciht will? schließlich ist es doch so ein wichtiger bestandteil sich als individuum zu fühlen aber was sieht man an jeder ecke? eine masse von schwarzen, die man nicht voneinander unterscheiden könnte, hätten sie keine gesichter. zugegeben: ich bin auch noch verdammt jung und habe vor ca 4 jahren zu dieser lebensweise gefunden udn ja, damals war ich in der pubertät doch aus der bin ich raus. ich fühle mich halt immer noch so wohl so wie ich jetzt bin, wie ich geworden bin. deswegen halte ich immer mehr abstand zu den meisten leuten hier. sie sind nicht das, was ich einst gefunden habe udn da bleibe ic lieber alleine, zuhause, gehe nicht in clubs um mir irgendnen *clubstatusmist* zu erwerben. @nnordy ich weiss zwar nicht wie das wgt früher war, aber wenn ich in leipzig bin fühle ich mich so wohl, da zeigt es sich am meisten, wie sehr ich das alles liebe. ich finde nicht, dass die leute da verschlossen sind und nur in grüppchen aufgeteilt, zumindest sind mir soclhe kaum begegnen. dieses jahr habe ich wieder so viele nette personen getroffen, so schöne gespräche geführt... ich finde das machts dochaus, du triffst auf gleichgesinnte und wirst freundlich empfangen obwohl man sich gegenseitig nicht kennt. man sitzt am lagerfeuer ober am tisch miteinander und fängt an sich zu unterhalten. egal woher du kommst oder wer du bist. schon auf der fahrt nach leipzig führt man nette gespräche auf rasthöfen und wenn man erst dort ist. natürlich gibts auch da genügend deppen, die nur auf ihr outfit achten, aber man kann wirklich superklasse menschen treffen, die einem ein wahres gefühl von zusammenhalt geben |
| Lesbia | Ich kauf mir alle meine Klamotten, aber auch nur, weil ich weder Nähen noch sonst was kann. Ich hab mal versucht ne olle Hose von mir aufzupeppen. dat war ein Gemetzel.... Die konnt ich hinterher wech werfen. |
| Nnordy | @cafße koma: Das ist ja eben das Problem. Du weißt nicht, wie es früher war - und wenn Du ehrlich bist, es interessiert Dich auch nicht. Schließlich lebst Du im HIer und Heute. Und da liegt eben der Knackpunkt, den man vielen "Neueinsteigern" vorwerfen kann - sie sehen sich als 'Nabel der Welt' - und akzeptieren nicht, daß es auch vor ihnen schon was gegeben hat, was möglicherweise viel umfassender war und viel tiefer ging als sie je vermutet hätten. @WGT: Sorry, kein Kommentar mehr. Diese Kommerzveranstaltung ist dermaßen widerlich, daß ich dazu nichts mehr sagen möchte. Nur so viel: Früher hat man sich dort einfach nur ganz zwanglos "getroffen" - ganz egal, ob man Fetish-angehaucht da war, eher romantisch, oder nur in schwarz. Das war schlicht und einfach wurscht. Heute braucht's einen Auweis, um in die Halle 5 im Werk reinzukommen... :rolleyes: |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i] [B]@cafße koma: Das ist ja eben das Problem. Du weißt nicht, wie es früher war - und wenn Du ehrlich bist, es interessiert Dich auch nicht. Schließlich lebst Du im HIer und Heute. Und da liegt eben der Knackpunkt, den man vielen "Neueinsteigern" vorwerfen kann - sie sehen sich als 'Nabel der Welt' - und akzeptieren nicht, daß es auch vor ihnen schon was gegeben hat, was möglicherweise viel umfassender war und viel tiefer ging als sie je vermutet hätten. [/B][/QUOTE] Wann immer ich so etwa schreibe, wirft man mir gleich einen nicht geringen Grad an Arroganz vor...! das WGT ist von allem mir bekannten Großfestivals noch immer das einzige, das etwas von seinem Flair behalten hat...! Was aber nicht am Veranstalter selbst liegt, sondern an der Initiative einiger Besucher...! |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ganz einfach: Früher musste man sie suchen, und wurde nicht eingeladen, oft hat man lange Zeit gebraucht, um akzeptiert zu werden. Der einzige Weg um in die "Szene" zu gelangen war im Prinzip über Leute, die schon "drin" waren...! [/B][/QUOTE] anders formuliert war das so, dass ein paar leute eine clique bildeten, sich gruftig stylten, einen auf arrogant machten und keinen in ihren kreis liessen. also nichts anderes als heute. [QUOTE][b]Wann immer ich so etwa schreibe, wirft man mir gleich einen nicht geringen Grad an Arroganz vor...![/b][/QUOTE] bei nordy liest sich das nicht geringer arrogant. ich denke das einzige was sich in dieser szene nicht verändert hat ist diese denkweise. was ist das nur, was es vor "denen" gab, was viel umfassender war und tiefer ging? greetz herbstliebe |
| Nnordy | @herbstliebe: Einspruch. Das, was Du schreibst [QUOTE]anders formuliert war das so, dass ein paar leute eine clique bildeten, sich gruftig stylten, einen auf arrogant machten und keinen in ihren kreis liessen. also nichts anderes als heute.[/QUOTE] kann zumindest ich und auch viele aus meinem Freundeskreis nicht bestätigen. Weder das mit der Arroganz noch mit dem nicht reinlassen. Völliger Quatsch. Styling war damals auch schon wichtig, ganz klar, aber man wurde eben NICHT schräg angeschaut bloß wenn man nicht 2h im Bad zugebracht hatte... ;) Ich hatte damals, als mir klar wurde, daß das genau das ist, was ich gesucht hatte, daß ich hier Menschen traf, die ähnlich fühlten wie ich, sich ähnliche Fragen stellten, einen ähnlichen Ekel vor gesellschaftlichen Normen und Zwängen hatte, deren Pessimismus meinem so glich, als klar war, daß ich in keiner "Phase" bin (und in einem halben Jahr wieder alles ganz anders ist)... ich wurde offen und vorbehaltslos 'aufgenommen'. Verwechsle bitte Arroganz nicht mit Distanziertheit - das wird so oft verwechselt... Von mir aus nennt mich arrogant - das war zwar nicht die Intention meines Posts, aber egal. MIr ging es eher darum, aufzuzeigen, daß es mir tierisch auf den Keks geht, wenn ich von 16-Jährigen dumm angemacht werde, wenn ich nicht im neuesten x-tra-x Lackfummel durch die Gegend marschiere (sowas ist mir schon passiert). Ich finde es vielmehr arrogant, wenn Leute, die sich seit 3 Monaten schwarz anziehen, einem ins Gesicht schauen und raushängen lassen, sie seien die Ober-Grufts und wüßten über alles Bescheid. Gothic war und ist kein Modetrend, sondern eine Lebenseinstellung, zu der die äußere Darstellung zwar notwendig dazugehört, aber nicht der Kern der Sache ist. Konkret auf café komas Post bezogen wollte ich nur deutlich machen, daß man von einmal WGT natürlich notgedrungenermaßen nicht wissen kann, wie es 'früher' (also meinetwegen vor 10 Jahren) war, weil man einfach früher nicht da war. Das ist ja nicht café komas Fehler, sondern Fakt. Zugegeben: Ich habe unterstellt, daß es sie auch nicht interessiert - einfach deshalb, weil ich häufig von 'Jüngeren' damit konfrontiert werde, daß es ihnen wurschtegal ist. Das und nichts anderes habe ich auch genauso formuliert. So, und nun ziehe ich mich arrogant ins Bad zurück, werde mich gruftig stylen und dann distanziert nach draußen gehen, um meine armen Arbeitskollegen nicht in mein Büro zu lassen... :D |
| Goat93 | Die Werte und erwartungen haben sich auch verändert. Damit kommen viele nicht klar. Es scheint heute (ich will nicht sagen, das es so ist, aber man bekommt sehr schnell den Eindruck) das Gothik nur noch Spaß haben, Freunde treffen, "anders" sein, lästern, jammern, saufen, Sex haben, Auffallen ist und sonst nichts. Keine Eigeniniative, keine Eigenverantwortung, kein Nachdenken, man ist der Mittelpunkt der Welt mit seiner kleinen Gruppe und das ist soooo toll. Weiter kommen viele einfach nicht auf diese Bewertungs- verschiebungen und dieser Paradoxität klar. Billigster Techno ist jetzt Kult Gothik und wer was dagegen sagt, denkt in Schubladen und ist nicht tolerant. Ahnung haben kann man ja nicht wenn man sowas sagt. Die "neueren" fordern und reden ständig über Toleranz verstehen dieses Wort aber nichteinmal ansatzweise. Jeder versucht nur noch das beste für sich selbst rauszu- picken und es wird einfach mal eben alles andere so umgedreht das es passt. Wenn man dann immer noch die Grenzenlose Frechheit hat das zu verbessern (z.B wenn man behauptet das es vor Umbra mal was gab und das Gothik NICHT aus der Mittelalter Szene stammt :rolleyes: ) dann ist man ein Intolerantes Arschloch, was den armen kleinen ja nur den Spaß verderben will und immer alles niedermachen muß. Mir scheint, das sich der Goth der Schnellebigkeit angepasst hat. Und der Sitte der Arroganten Eigeninterpretation, alles ist nicht so wie es ist und alles ist ja Ansichtssache. Ich hab meine Meinung und du bist ja eh doof. Dieses Verhalten wird immer mehr...schade eigentlich :( |
| xtastedbloodx | Nun noch mal an die Älteren hier .... In einigen Posts habe ich nun auffassen können das ihr euch darüber beschwert , das die Jugend heutzutage keine Ahnung mehr hat , wie es damals eben gewesen ist .... Ich würde sagen das hat mehrere Gründe die ich nun aufzählen werde ../ naja eigentlich nicht wirklich mehrere ... Erstens wer erzählt uns denn von "früher" ? Wer zeigt uns denn wie es damals war ? Dies wäre eigentlich eine eurer Aufgaben , denn von alleine werde ich es zum Beispiel nie erfahren können ....Wie soll ich denn wissen wie es damals war ? Kann mir das jemand erklären ? Einige der älteren Generation tragen doch , was mir so aufgefallen ist , die Nase , gegenüber der Jugend , schon ziemlich hoch ....Die Betonung liegt hier bei Einigen !!! Es ist nicht fair uns gegenüber... ich würde nichts lieber tun als "euch" Stunden lang zu zu hören , um mir von früher erzählen zu lassen ....jedoch so wie es wirklich war .... Doch da viele eben schon mit so nem Hals gegenüber "unsereins" stehen wird es das wohl nicht geben , doch dürft ich euch auch dann nicht wundern wenn euch alles anders erscheint.....wie es euch in erinnerung ist .... Lg |
| Nnordy | Leider ist es so, daß eben die meisten (nicht alle!) 'Jüngeren' sich nicht die Bohne für 'früher' interessieren. Symptomatisch dafür ist folgende Begebenheit: Mein Mann mit seinen 34 Wintern und ca. 17 Jahren "schwarz" zählt mittlerweile ja schon zum Alteisen. In unserer Stammdisco hier wurde er vor zwei Jahren mal von einem schätzungsweise 16, 17 Jahre alten, so böööööööööösen 'Gothic' folgendermaßen angemacht: "Was willst'n Du hier, Du Pseudo?" Wir waren total perplex, und obwohl es eigentlich traurig war, haben wir schallend loslachen müssen... Auch ich selbst hatte schon ähnliche Erlebnisse. Im Ernst: Ich freu mich über jeden, der ernsthaft Interesse zeigt, und nachfragt. Ehrlich. Aber bei den meisten ist ein solches Interesse nicht vorhanden (was allein ja noch nicht mal sooo schlimm wäre), dafür aber diese 'Ich bin der Nabel der Welt, vor mir gab's nix was erwähnenswert wäre und ich bin ja sooooooo true' Attitüde. Zum K*#*. Ich hoffe, damit etwas zur Klärung meines Standpunkts beigetragen zu haben. |
| logic_system | [QUOTE]Ich denke auch, dass viele Jüngere herkommen, weil sie rebellieren wollen. Und Rebellionsphasen können irgendwann mal enden. Eigentlich paradox, gibt es das Schwarze doch auch eigentlich nur wegen einer einzigen Rebellion - und wir akzeptieren sie eben nicht.[/QUOTE] rebellion is dead. soviel zu dem thema, heute zu provozieren is ne echte herausforderung *gg* irgendwo weiter oben hat noch jemand moniert dass es sich "nur" um die musik drehen würde. ist es nicht so dass die musik maßgeblich das eigene umfeld mitprägt? das problem ist dass es eben nicht mehr um musik geht, sondern um party, das gestampfe auf das man tanzt kann ja verschiedenst erzeugt sein und is ja egtl. egal, hauptsache das neue outfit kommt an. ich mein in zeiten der mp3s sind die musik und die veranstaltung nur noch am verkommen. jeder emint er muss ne party machen, lädt sich 5 playlists und ist jetzt dj. da liegt auch der hund begraben, die leute sind nicht mehr wirklich mit herz bei der sache.... ich mein man kann nich alles kaufen und durch den kaufprozess is man doch viel mehr gezwungen ne persönliche auswahl zu treffen was dem abend immer ne sehr persönliche note gibt (im besten fall ;) ). was mir generell fehlt is ne gewisse "authentitziät" (hoffe mal das is richtig geschrieben *g*) und kontinuität der leute in der szene, also der einzelpersonen - vor allem in meiner (jungen) altersschicht. identität von der stange und oftmals austauschbar. und zur "sache" fehlt irgendwie generell der etwas lockere umgang, bzw. ne gewisse selbstironie - und nein damit meine ich nicht die typische klischee-ich-mach-einen-auf-putzig-hello-kitty nummer der stangengrufteusen. und das ständige sich selbst in szene-gesetze nervt auch - was will man machen? leben lassen und einfach ganz furchtbar arrogant drüberhinwegsehen *g* vielleicht spaltet sichs ab und geht in den raveclubs auf lol |
| Goat93 | ich denke auch nicht, das es nützt nur von "früher" zu träumen. Vielmehr hat man das Gefühl, das der "Heutige" Goth mit dem von "Früher" nichts mehr gemein hat. An sich ist das zwar kein Kritikpunkt an sich, aber man hat es heute einfach zu leicht um Goth Metaller Hopper Techno oder sonstwas zu sein. Man zieht sich einfach nach dem klischee an und kennt 3-4 ChartBands, fertig ist der evil trüh total Integrierte Sonstwas... Ich kann da nur für mich sprechen, aber für mich war es zuteil recht schwer bestimmte Sachen überhaupt zu bekommen. Wer fährt denn heute für eine CD ungefähr 200Km? Oder wer freut sich denn heute noch, jemanden mit ähnlichem Aussehen überhaupt zu treffen? Heute wechseln die Leute mal eben ihre ganzen Sichtweisen und sind Gothik, in 2 Jahren sind sie dann beinharte Metaller... Wenn es in der einen "Szene" zu konfrontationen kommt und nicht alles Sonnenschein und Spaßhaben ist,wechselt man einfach in die nächste "Szene", immer dabei darauf bedacht über die "anderen" auch ja zu lästern, weil die sind ja soooooo doof... Das Verhalten der Leute an sich ist das Problem, nicht das früher oder heute. Normalerweise sollte eine ständige Weiter- entwicklung stattfinden. Aber das was heute ist ist eine De- generation sondermaßen. |
| logic_system | *unterschreib* und wer geht als schüler denn noch nebenher arbeiten um sich musik oder stoffe / schlag mich tot finanzieren zu können... zumindest ersteres gibts ja bei kazaa usw. |
| Lesbia | Mann, was ihr da so von eurem nachwuchs erzählt... So dumm sind ja noch nicht mal die meisten Nicht-Gothiks... Und das man Arroganz mit Distanziertheit verwechseln kann stimmt. Ich selbst werd oft für arrogant gehalten, nur weil ich nicht jedem gleich meine intimsten Gedanken breit treten will. |
| café.koma | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i] [B]@cafße koma: Das ist ja eben das Problem. Du weißt nicht, wie es früher war - und wenn Du ehrlich bist, es interessiert Dich auch nicht. Schließlich lebst Du im HIer und Heute. Und da liegt eben der Knackpunkt, den man vielen "Neueinsteigern" vorwerfen kann - sie sehen sich als 'Nabel der Welt' - und akzeptieren nicht, daß es auch vor ihnen schon was gegeben hat, was möglicherweise viel umfassender war und viel tiefer ging als sie je vermutet hätten. @WGT: Sorry, kein Kommentar mehr. Diese Kommerzveranstaltung ist dermaßen widerlich, daß ich dazu nichts mehr sagen möchte. Nur so viel: Früher hat man sich dort einfach nur ganz zwanglos "getroffen" - ganz egal, ob man Fetish-angehaucht da war, eher romantisch, oder nur in schwarz. Das war schlicht und einfach wurscht. Heute braucht's einen Auweis, um in die Halle 5 im Werk reinzukommen... :rolleyes: [/B][/QUOTE] und woher willst du das beurteilen? kennst du mich? ich interessiere mich sehr wohl wie es früher war, nur kann man das, was früher war nicht mehr rückgängig machen, dafür hat sich alles viel zu sehr in andere richtungen entwickelt, was schade ist. ud als nabel der welt sehe ich mich ganz bestimmt nicht, ich bin mir vollkommen im klaren darüber, dass ich nict die erste bin, die sich als goth identifiziert... und ja, ich weiss leider nicht, wie das wgt vor 10 jahren war, aber da kann ich nun mal leider ncihts für. ich sehe es jetzt als eine sehr schön veranstaltung und finde es nun mal ungezwungen. das was du oben beschreibst scheint für mich so zu sein. wahrscheinlich war es vor jahren noch extremer unddas will ich auch garnicht beurteilen oder dem wiedersprechen, aber für mich ist es jetzt so wie es ist schön. man kann die zeit nun mal leider nicht zurückdrehen. bei manchen leuten habe ich manchmal ect das gefühl, dass sie nichts anderes zu tun haben als der vergangenheit nachzutrauern und sich vor der gegenwart volkommen zu verschließen,... |
| Nnordy | So, jetzt schreib ich es nochmal, weil offensichtlich ist, daß keiner rafft, wie mein Post gemeint war: Ich bin DICH, café koma, nicht persönlich angegangen, und wenn Du weitergelesen hättest (s. meinen letzten Post auf S. 2), wüßtest Du auch was ich eigentlich meinte. Ja, ich trauere der Vergangenheit nach. Weil ich das Zusammengehörigkeitsgefühl vermisse. Das heißt allerdings im Umkehrschluß NICHT, das ich in der Gegenwart nicht überlebensfähig wäre oder mich vor der GEGENWART verschlöße. Ich verschließe mich lediglich vor einigen Auswüchsen, die mir nicht passen. Nicht mehr, aber auch ganz bestimmt nicht weniger. Man findet Mittel und Wege - in dem man z.B. nicht mehr so oft weggeht oder sich kleine feine Festivals sucht, die nicht Kommerz in der Vordergrund stellen, sondern die Musik und die Besucher. Und indem man selbst etwas tut, wie ich auch. So, mal sehen ob das verständlich war, oder ob meine Arroganz doch zu offensichtlich ist... :o |
| logic_system | dem zweiten teil kannsch nur beipflichten |
| wasserfee | [QUOTE]Erstens wer erzählt uns denn von "früher" ? Wer zeigt uns denn wie es damals war ? Dies wäre eigentlich eine eurer Aufgaben , denn von alleine werde ich es zum Beispiel nie erfahren können ....Wie soll ich denn wissen wie es damals war ? Kann mir das jemand erklären ?[/QUOTE] Genau das denke ich mir auch! Endlich habe ich dorthin gefunden wo ich mich "zuhause" fühl. Befinde mich ständig auf der Suche nach "Gleichgesinnten" und finde einfach niemanden der mir zeigt wie es denn wirklich war und was das tatsächliche ursprüngliche Gedankengut hinter dem Schwarzen war. Was bleibt unserer "neuen" Generation denn anderes über, als selbst einfach so zu tun wie wir es glauben? Ausserdem: Trifft man endlich jemanden, fängt mit ihm ein Gespräch an und wird dumm angemacht. Ja ist denn das nicht klar, dass wir "jungen" uns halt einfach nicht so perfekt in was auch immer auskennen? Gerade deshalb würden wir euch ja brauchen, aber ausser auf uns zu schimpfen könnt oder wollt ihr ja anscheinend nichts! Es liegt in eurer Macht, uns des Besseren zu belehren, also tut es doch! |
| Darket | *lol* Gerade Nnordy die Arroganz der etwas (nur ein klein bisserl, 25 gelle? :D ) Älteren vorzuwerfen ist ziemlich blödsinnig. Ich zähle mit 21 Lenzen wahrlich nicht zu besagtem alten Eisen (liege glaub ich etwas unter dem nicht representativen NW-Schnitt), aber Arroganz ist mir von dieser Seite nie entgegengeschlagen. Mag an persönlicher Bekanntschaft liegen, aber von Nnordy+Gatte kam die Aussage, dass sie sich beispielsweise auf dem NW-Treffen, bei dem die meisten Anweseneden zwischen 18 und 25 waren sauwohl gefühlt hätten. Ich glaube niemand hier stellt in Frage, dass es unter den 20 jährigen vernünftige Menschen gibt, es gibt nur bedauerlicher Weise ziemlich viele, die das nicht sind. :rolleyes: Ich sehe das Problem weniger in der mangelnden Rückkehrbereitschaft zu "alten Werten" viel mehr in der Respektlosigkeit gegenüber diesen Ursprüngen. Wir haben mit dieser Szene ein lauschiges, subkulturelles Plätzchen, das die wenigsten missen wollen, egal aus welchen Gründen sie hier sind oder wie lange sie bleiben. Der Haken ist, dass die wenigsten daran beteiligt waren dieses auf- und auszubauen, wir haben uns ins gemachte Nest gesetzt, wofür uns an sich wahrscheinlich auch niemand verdammen wird, so wir bereit sind uns produktiv einzubringen und ein gewisses Maß an Respekt untereinander zu wahren. Das Problem fängt dann an, wenn dieses Maß nicht mehr da ist. Niemand wird hier gezwungen Joy Division zu hören, ich persönlich besitze genau eine CD von denen, weils die mal günstig im Saturn gab. Aber wir begreifen uns als eine semi-autonome Kultur und etwas Kulturgeschichte hat noch niemandem geschadet, wems nicht gefällt bitte sehr, aber wenn ein DJ in einem der viel gescholtenen Clubs nichtmal eine CD von den Sisters (oder Cure oder Joy Division, oder...) besitzt, empfinde ich das als Ohrfeige einer großen Tradition. Das bezieht sich nichteinmal nur auf Musik. Ich frage mich bei vielen (mir selbst eingeschlossen) weshalb sie den an und für sich nicht ganz leichten Weg ins freiwillige Außenseitertum antreten, ohne sich mit zumindest einem Teil der eigentlichen Werte identifizieren zu können. Für mich selbst kenne ich die Antwort, wie der Rest denkt weiß ich nicht. Eine gewisse Arroganz ist den meisten Subkulturen zu eigen, wenn wir nicht "anders" oder "besser" wären, müssten wir diesen Weg nicht gehen. Aber weshalb diese Arroganz derart maßlos und v.a. auch untereinander ausgelebt wird ist mir schleierhaft. Ich unterstelle den frustrierten, Altgedienten in diesem Zusammenhang nichteinmal Arroganz, sie sehen das dahingehen, was sie aufgebaut haben, eine gewisse Verärgerung ist verständlich, oder irre ich? |
| Nnordy | Danke, Darket. Ich kann das genauso wie Du es darstellst von der Warte der 'Älteren' ;) einfach 100% unterschreiben. 'Respekt' ist genau das Wort, das es trifft. |
| Montrose | [QUOTE]Es ist nicht fair uns gegenüber... ich würde nichts lieber tun als "euch" Stunden lang zu zu hören , um mir von früher erzählen zu lassen ....jedoch so wie es wirklich war ....[/QUOTE]Genau das unterscheidet einen jüngeren von einem klügeren .... das Gerede anderer ernstzunehmen. Entweder man geht seinen eigenen Weg oder man geht gar keinen Weg. [QUOTE]das WGT ist von allem mir bekannten Großfestivals noch immer das einzige, das etwas von seinem Flair behalten hat...! Was aber nicht am Veranstalter selbst liegt, sondern an der Initiative einiger Besucher...[/QUOTE]Ich glaube, es liegt an der Stadt. Die "singenden" Straßenbahnen, dieser tiefviolette Flieder, die leeren Fabrikhallen mit Graffiti und eingeworfenen Scheiben. Ich glaub, in zehn Jahren wird das nicht mehr sein. Und dann wird es heißen: die Menschen haben sich geändert. Aber vielleicht ist es wirklich nur das Ambiente. [QUOTE]Ich glaube niemand hier stellt in Frage, dass es unter den 20 jährigen vernünftige Menschen gibt, es gibt nur bedauerlicher Weise ziemlich viele, die das nicht sind.[/QUOTE] Gothic ist so bombastisch, daß es genau das, was zu seiner Wahrnehmug notwendig wäre, abstumpft. Ein echter Goths ist ein Hipphopper, dem gerade sein Walkman in den Fluß gefallen ist. Endlich Stille und dieses unsägliche Erstaunen darüber ... [QUOTE]wir haben uns ins gemachte Nest gesetzt, wofür uns an sich wahrscheinlich auch niemand verdammen wird,[/QUOTE]Genau. Als ich Dein Gothic gemacht habe, warst Du noch gar nicht auf der Welt. Wie kommt ihr eigentlich dazu, unser Gothic zu klauen..... hääää?? [QUOTE]wenn wir nicht "anders" oder "besser" wären, müssten wir diesen Weg nicht gehen.[/QUOTE]Aber wir müssen diesen Weg gehen, diesen gnadenlosen Hohlweg der Finsternis, weil wir schlechter sind, schlechter. [QUOTE]Aber weshalb diese Arroganz derart maßlos und v.a. auch untereinander ausgelebt wird ist mir schleierhaft.[/QUOTE]Unsicherheit? [QUOTE]Altgedienten in diesem Zusammenhang nichteinmal Arroganz, sie sehen das dahingehen, was sie aufgebaut haben, [/QUOTE]Naja, Du solltest es nicht übertreiben mit der Selbstkasteiung. Die Karthäusernelke wächst auch ohne mein Zutun. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von xtastedbloodx [/i] In einigen Posts habe ich nun auffassen können das ihr euch darüber beschwert , das die Jugend heutzutage keine Ahnung mehr hat , wie es damals eben gewesen ist .... [/QUOTE]Das hast du m.E. nicht ganz richtig aufgefasst. "Wie es damals eben gewesen ist", darum geht es eigentlich gar nicht. Nnordy schrieb: [COLOR=limegreen]"Die Kultur stirbt aus, weil der Nachwuchs oftmals einfach nicht mehr begreift, um was für eine Kultur es geht, was diese ausmacht"[/COLOR] Da ist nicht von Vergangenheit die Rede, sondern von Gegenwart. [QUOTE]Es ist nicht fair uns gegenüber... ich würde nichts lieber tun als "euch" Stunden lang zu zu hören , um mir von früher erzählen zu lassen ....jedoch so wie es wirklich war .... [/QUOTE]Wie es wirklich war? Die Grufties waren die Außenseiter, die Randgruppe, der Abschaum der Gesellschaft, die vom Rest der Gesellschaft verlacht, verspottet und gedemütigt wurden, und im Osten Deutschlands schon auch mal gewaltsam zum Friseur geschleift wurden oder in [URL=http://www.jugendwerkhof.de]Jugendwerkhof[/URL] oder Stasi-Knast landeten. Also nimm es ihnen nicht krumm, wenn sie dir nicht erzählen mögen, "wie es wirklich war" ... [QUOTE][i]Original geschrieben von wasserfee [/i] Genau das denke ich mir auch! Endlich habe ich dorthin gefunden wo ich mich "zuhause" fühl. Befinde mich ständig auf der Suche nach "Gleichgesinnten" und finde einfach niemanden der mir zeigt wie es denn wirklich war und was das tatsächliche ursprüngliche Gedankengut hinter dem Schwarzen war. [/QUOTE]Es geht auch weniger um Gedankengut und Gleichgesinnte. Die wenigen verbindenden Grundsätze wie Neugier, Toleranz, Gewaltfreiheit und Friedlichkeit wurden schon mehr als oft genug genannt. Über diese Grundsätze zu diskutieren ist eine Seite, diese mit Leben zu füllen ist eine ganz andere Seite. Dabei spielen Visionen, Gefühle und Lebenserfahrungen und der ganz persönliche Umgang mit ihnen eine sehr große Rolle. Um die Zauberkraft, die diesem Lebensstil innewohnt, die uns das Außenseitertum ertragen und annehmen lässt, erfahren oder gar erwerben zu können, reicht es nicht aus, ein wenig beim Erzählen zuzuhören. [QUOTE]Was bleibt unserer "neuen" Generation denn anderes über, als selbst einfach so zu tun wie wir es glauben? [/QUOTE]Neugierig zu sein und auf die vielen kleinen Tips und Tricks und Hinweise auf Geheimtürchen zu achten, die hier und da zu finden sind, und dann auch den Willen und Mut zu haben, sich etwas kleiner zu machen (damit man durch die Geheimtürchen passt) und den (nicht immer leichten und spaßigen) Weg ins neue Leben zu gehen. [QUOTE]Ausserdem: Trifft man endlich jemanden, fängt mit ihm ein Gespräch an und wird dumm angemacht. [/QUOTE][COLOR=limegreen]"meine Erfahrung zeigt: vernünftige Leute in der Subkultur findet man zumeist außerhalb der SZENE. Und ja, für mich ist Subkultur und Szene inzwischen nicht mehr dasselbe. Als Subkultur sehe ich das Sammelsurium des kompletten Lebensstils (Interessen, Einstellungen, Thematik, Kleidung und Musik) sowie alle Leute, die damit irgendwas für sich verbinden an. Als Szene betrachte ich die schwarze Infrastruktur und die Leute, welche sich zu einer Gruppe mit festen regeln innerhalb der Subkultur zusammenschließen, die weit weniger Offenheit zulässt als die bloße Subkulturzugehörigkeit."[/COLOR] (rosenkind) [QUOTE]Ja ist denn das nicht klar, dass wir "jungen" uns halt einfach nicht so perfekt in was auch immer auskennen? Gerade deshalb würden wir euch ja brauchen, aber ausser auf uns zu schimpfen könnt oder wollt ihr ja anscheinend nichts! [/QUOTE]Ach, wer perfekt ist, ist tot. Manchmal hilft es schon, einfach etwas besser zuzuhören und das Gesagte nicht immer gleich auf sich selbst zu beziehen oder mit eigenen Vorstellungen und Annahmen zu vermischen (und so etwas hineinzuinterpretieren was gar nicht gesagt wurde). Wenn alle immer wieder aneinander vorbeireden, dann verlässt selbst einen [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=39475]gutmütigen Elefanten[/URL] wie mich mitunter die Geduld. :rolleyes: [QUOTE]Es liegt in eurer Macht, uns des Besseren zu belehren, also tut es doch![/QUOTE]Nöööö, köööne Lust! :D Wer neugierig genug ist und etwas wirklich wissen will, der findet es auch selbst heraus. Es gibt Musik, Bücher, Filme, Bilder und das liebe Internet. Und Suchtips gibt es zum Beispiel im [URL=http://www.nachtwelten.de/vB]German Gothic Board[/URL] und seinen Unterforen zuhauf ... |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Ein echter Goths ist ein Hipphopper, dem gerade sein Walkman in den Fluß gefallen ist. Endlich Stille und dieses unsägliche Erstaunen darüber ... [/QUOTE]That's it ! |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]kleiner Tipp am Rande: versuch dein Glück ehr unter denen (zumindest was die jungen angeht), die weniger Wert darauf legen, als Goth bezeichnet zu werden. "Der Kern jeder Szene ist mit Idioten besetzt" - Zitat aus einem Forum. [/B][/QUOTE] Mit jungen hab ich nichts zu tun, also Mittzwanziger sind es schon ;) Hab es sehr gemischt, ältere (wirklich ältere, 10+ Jahre dabei) und halt auch welche, die so lange wie ich dabei sind. Und wir nehmen uns nicht so ernst und die anderen auch nicht, von daher ist es ok. Wobei mir auffällt, dass in dem Fall mehr die älteren unserer Leute immer am Meckern sind, obwohl ich da mitmeckere, da ich auch eher wirklich schwarze Musik bevorzuge. [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Aber was den Verfall angeht: betrifft das nur die Jungend? ich bin letzhin in einer Community (keine schwarze) auf das Profil einer 34-jährigen gestoßen, welche sich Gothic nannte. Die Antworten auf alle Fragen waren so oberflächlich geschrieben, dass mir nur das Wort "hohle Tussi" einfiel (sorry). [/B][/QUOTE] Ich denke auch nicht, dass es nur auf Jugend bezogen ist. Ich habe auch von einer gehört, die mit um die 30 anfing, dich schwarz anzuziehen und sich auch als total evil bezeichnet, aber im Endeffekt keinen Schimmer hatte. Dann wollte sie mich mal aufklären, in welche Clubs man so gehen kann und ich nickte nur und sagte, dass ich jene Clubs kennen würde. Oder Bands...ach herrje, bezeichnete dann alles unbekanntere (also abseits der Charts) als Newcomer aber naja. Vielleicht hat man bei den Jüngeren nur eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass es "nur eine Phase" ist, aber sollte nicht ausschliessen, dass es das auch bei Älteren gibt. [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Es ist traurig zu sehen, dass Gothic für viele scheinbar nur noch Musik, Kleidung und Partymachen bedeutet. Ein Grund mehr, warum ich "die Szene" meide. Man findet mich selten auf Parties, ab und an auf Konzis und WGT... ich frage mich, was ich dort soll, außer vielleicht wegen der Musik, aber sonst...[/B][/QUOTE] Das stimmt allerdings. Wobei party für mich das Ausleben meiner Schwarzheit in extremerer Form darstellt; ich habe einfach nicht die Zeit, mich jeden Tag aufzudonnern, und, vor alle, ich kann dort tanzen (sofern das bei der Musik noch geht). Richtig Partylaune verspüre ich nie, mich beruhigt es auch. Und WGT...hm, fragte mich auch, was ausser Kaufen, durch die gegend laufen und Konzerte da nun so aussergewöhnlich gewesen sein soll (also damals, als ALLES BESSER WAR). [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]meine Erfahrung zeigt: verbünftige Leute in der Subkultur findet man zumeist außerhalb der SZENE. Und ja, für mich ist Subkultur und Szene inzwischen nicht mehr dasselbe. Als Subkultur sehe ich das Sammelsurium des kompletten Lebensstils (Interessen, Einstellungen, Thematik, Kleidung und Musik) sowie alle Leute, die damit irgendwas für sich verbinden an. Als Szene betrachte ich die schwarze Infrastruktur und die Leute, welche sich zu einer Gruppe mit festen regeln innerhalb der Subkultur zusammenschließen, die weit weniger Offenheit zulässt als die bloße Subkulturzugehörigkeit.[/B][/QUOTE] ich bevorzuge auch Subkultur. Ich denke, man kann Teil der schwarzen Subkultur sein, ohne der nicht vorhandenen Szene zugehören. Szene, wenn überhaupt, würde für mich mehr auf Clubs und sowas zutreffen, der Gedanke an sich ist doch eher Subkultur. Ist auch nicht zu eng definiert, wie Du sagst, und man könnte alle weiteren Grüppchen (Synthies, EBMler, Futurepopper etc) mit einbeziehen. [QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i] [B]Zugegeben, ich habe grade mal eine Schallplatte von den sisters, die ich mir auch noch nie angehört habe, weil mein Plattenspieler streikt :D und dann noch eine CD, auf der einige Bands (z.B. Artwork, Sideprojekt von Oswald Henke) Lieder von the cure nachspielen. [/B][/QUOTE] Eeeeeeek! Skandal! Das meine ich aber nur subjektiv, weil sowohl die Sisters als auch The Cure zu den am meisten von mir verehrten bands zählen ;) Was man im Endeffekt den ganzen Tag hört und was man kennt und was nicht, hat nach wie vor mit Geschmack zu tun. Man kann halt nicht alles kennen, und man braucht nicht alles mögen. Ich finde Siouxsie & the Banshees teils richtig nervig, huch, ich bin untrue ;D Lesbia: Ich bin auch angeblich arrogant, aber ich bin einfach nur distanziert. Wenn ich einmal warm mit jemanden bin, ist es ok, aber ich denke bestimmt nicht, ich sei was besseres, dafür bin ich viel zu sehr verkorkst. Kommt aber halt bei anderen oft so an. Trotzdem, genau das, was Darket auch ansprach, wenn es ja soviel (undefiniertes) gibt, was uns alle verbindet, und alle verbunden sind, wieso wird man dann angerempelt oder keinen Blick gewürdigt? Wenn ich mit meinen Mitte 20 höre, dass es mal ein Gemeinschaftsgefühl gab, suche ich es vergebens, und das geht schon seit Jahren so. Und wenn dann die Knallbunt-Schattenboxer zur Abwechslung vom utz-utz-utz-ihr redet und atmet-utz-utz-utz mal wirklich schwarze Musik vorgesetzt bekommen, und die dann schauen wie ein Auto - nur nicht so schnell - und das kacke finden, frage ich mich, was die dann in einer schwarzen Disse machen. das schlimme daran ist, dass sich die Disse anpasst. Mein Vorschlag: Schwarze Dissen der schwarzen Musik, und jene gehen dann wieder auf ihre Technoparties oder lernen mal schwarze Musik kennen, wenn sie sich schon als welche bezeichnen. Ja, ich bin intolerant, ehrlich: Ich habe nichts gegen die, aber ich habe was gegen utz-utz-utz. ich habe nicht das Gefühl, dass ich mit den meisten dort noch was zu teilen habe, weil ich eben dieses Technogedudel (ich habe nichts gegen Futurepop oder einiges an Weiberelectro, aber was gegen utz-utz-utz) nicht ausstehen kann und mich frage, ob dahinter die gleichen Motive stecken wie ich sie halt eben habe. So, ich glaube aber, das wurde ein wenig OT hier, wobei es dennoch um Wertewandel ging :D ! So, nun weiter, bin nun in Fahrt gekommen. Aber mir fällt nichts mehr ein. Also reichts erstmal für heute... |
| Letalis | hm, zum Glück ist mir so etwas noch nicht passiert... Ich hab in der Tat auch einen kleinen Gewissenskonflikt, was das angeht, weil ich auch von vielen (allerdings keinen Goths sondern "normalen" Menschen) als "Grufti" bezeichnet werde, was für mich immer ein wenig abwertend klingt. Mein Problem ist einfach, das ich eine andere Denkweise als die meisten zu haben scheine, das ich sehr viel philosophischen Kram denke, anders bin, die "normalen" Menschen nicht zu verstehen scheine. Ich weiß nicht, ob das nun auch unter die Kategorie "Pseudo" fällt, aber mir persönlich geht es darum, das zu leben, was ich möchte und das überschneidet sich eben kaum mit dem Bild der normalen Gesellschaft. Ich meine jetzt nicht damit, das ich mich krankhaft von allen unterscheiden will, das tuen viel zu viele in meinem Alter, obwohl sie gar nicht wissen, was dahinter steckt. Ich hab einfach eine andere Art zu leben und zu denken. Ich weiß halt nicht, wie ich mich selbst kategorisieren soll... also Pseudo? Als Normalo? Als... keine Ahnung! Ich find es ja selbst manchmal komisch was es so für "pseudos" gibt, aber was kann ich mir für ein Urteil erlauben, wenn ich nicht weiß, zu was ich gehöre? Wär schön wenn mir mal jemand ne Antwort geben würde... nicht was ich jetzt bin, sondern ob das Kennzeichne dafür sind, das ich total pseudo bin... will wissen ob die anderen recht haben... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Letalis [/i] [B] Mein Problem ist einfach, das ich eine andere Denkweise als die meisten zu haben scheine, das ich sehr viel philosophischen Kram denke, anders bin, die "normalen" Menschen nicht zu verstehen scheine. Ich weiß nicht, ob das nun auch unter die Kategorie "Pseudo" fällt, aber mir persönlich geht es darum, das zu leben, was ich möchte und das überschneidet sich eben kaum mit dem Bild der normalen Gesellschaft. Ich meine jetzt nicht damit, das ich mich krankhaft von allen unterscheiden will, das tuen viel zu viele in meinem Alter, obwohl sie gar nicht wissen, was dahinter steckt. Ich hab einfach eine andere Art zu leben und zu denken.[/B][/QUOTE] Ich würde nicht behaupten, dass Du Pseudo bist. Gerade das Denken und eben nicht nur das evil-Denken macht ja das schwarze aus; die Melancholie, doch auch eine gewisse Art Weltschmerz und ich sage mal so: Es gibt Leute, die sind anders. Und wieso sollten sich jene dann nicht in eine Nische einfügen, die einfach dazu passt? Mir erging es genauso, während meine Mitschüler über die Backstreet Boys diskutierten, sass ich alleine auf dem Schulhof und beobachtete die Wolken und schätzte andere Dinge. ich denke, das einzige was einen zum Poser eben macht ist, irgendwie Clubmässig dabei zu sein und diese ideologie nicht geschnallt haben. Ich weiß halt nicht, wie ich mich selbst kategorisieren soll... also Pseudo? Als Normalo? Als... keine Ahnung! Ich find es ja selbst manchmal komisch was es so für "pseudos" gibt, aber was kann ich mir für ein Urteil erlauben, wenn ich nicht weiß, zu was ich gehöre? Wär schön wenn mir mal jemand ne Antwort geben würde... nicht was ich jetzt bin, sondern ob das Kennzeichne dafür sind, das ich total pseudo bin... will wissen ob die anderen recht haben... |
| Lesbia | @Letalis, so ging es mir auch eine Zeit lang. Ich hab mich einfach dafür entschieden, mein eigenes Schubkästchen aufzumachen, indem nur Platz für eine ist. Und zwar für mich. Macht alles viel einfacher, da ich, sobald ich mich zu irgendetwas zugehörig fühle, mich verbiege, um das Musterbeispiel zu sein. Mal so ne Frage: Warum nutzen nicht einfach die, die zum "alten Eisen" gehören und Lust dazu haben, diesen Thread zur Information über die guten, alten Zeiten. Wrüde mich nämlich auch mal interessieren. |
| Gruftinchen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lesbia [/i] [B] Mal so ne Frage: Warum nutzen nicht einfach die, die zum "alten Eisen" gehören und Lust dazu haben, diesen Thread zur Information über die guten, alten Zeiten. Wrüde mich nämlich auch mal interessieren. [/B][/QUOTE] diese frage hab ich mir beim lesen auch gestellt... *keksdosehinstellt* *sichhinsetztundwartet* |
| Tsafried | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Ich würde nicht behaupten, dass Du Pseudo bist. Gerade das Denken und eben nicht nur das evil-Denken macht ja das schwarze aus; die Melancholie, doch auch eine gewisse Art Weltschmerz und ich sage mal so: Es gibt Leute, die sind anders. Und wieso sollten sich jene dann nicht in eine Nische einfügen, die einfach dazu passt? Mir erging es genauso, während meine Mitschüler über die Backstreet Boys diskutierten, sass ich alleine auf dem Schulhof und beobachtete die Wolken und schätzte andere Dinge. [/B][/QUOTE] hm... find ich auch so ich habe einfach eine andere Art zu denken als die meisten meiner Altersgenossen: Ich kenne ein paar Nicht-Goths mit denen ich mich wundervoll verstehe aber, ganz im Ernst keinen Goth persönlich:) ich bin noch nicht lange 'dabei', etwa ein Jahr, und davon circa ein halbes nur im denken und nicht nach aussen. ich ziehe an was mir gefällt, und das ist eben schwarz, in hellen sachen fühle ich mich nicht wohl. Ich bin einfach Ich, und mein Ich tendiert nun mal richtung gothic, oder Schwarzromantik was ich als Bezeichnung schöner finde. Mir ging es nie darum 'evil' zu sein, ich wollte nur Leute kennenlernen die mich verstehen (is mir in bisher aber in der subkultur gothic noch nicht gelungen:D bin halt eher einzelgänger). Gothic ist für mich das Gefühl, nicht alleine zu sein. Viele halten mich für arroganter als früher, aber der Unterschied besteht darin das ich viel mehr von dem was ich denke auch sage als früher. Wenn es mir schlecht geht, tue ich nicht so als wäre alles in Ordnung und kann dabei auch ziemlich verletzend sein. Die Schulhofsituation kenne ich, auch wenn ich noch nicht soweit bin, das ich Schönes immer erkenne, d.h. ich stehe in den Pausen alleine rum und höre Musik, weil mich das was die anderen tun schlichtweg nicht interessiert. Ich lebe in meiner eigenen kleinen Welt und bin damit auch halbwegs zufrieden. und: das soll keine 'Ich armer Goth' Beitrag sein, auch wenn meine Posts oft so verstanden werden wie ich gemerkt habe, ich kann bloß anders nicht ausdrücken was ich sagen möchte. LG Tsa |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von Letalis [/i] Ich hab in der Tat auch einen kleinen Gewissenskonflikt, was das angeht, weil ich auch von vielen (allerdings keinen Goths sondern "normalen" Menschen) als "Grufti" bezeichnet werde, was für mich immer ein wenig abwertend klingt. [/QUOTE]Warum findest du "Grufti" abwertend? Ich finde es passender als das Modewort "Gothic", das wörtlich übersetzt "Grusel" heißt, wenn man von der Abstammung von "Gothic Novel" ausgeht. [QUOTE]mir persönlich geht es darum, das zu leben, was ich möchte und das überschneidet sich eben kaum mit dem Bild der normalen Gesellschaft. Ich meine jetzt nicht damit, das ich mich krankhaft von allen unterscheiden will, ... Ich hab einfach eine andere Art zu leben und zu denken. ... Ich weiß halt nicht, wie ich mich selbst kategorisieren soll... also Pseudo? Als Normalo? Als... keine Ahnung! [/QUOTE]Warum dich selbst in eine Schublade stecken? Du bist du und damit basta. Und die Anderen haben offenbar schon die Schublade "Grufti" für dich gefunden (also nicht "Poser" oder "Pseudo" :) ). [QUOTE][i]Original geschrieben von Lesbia [/i] Warum nutzen nicht einfach die, die zum "alten Eisen" gehören und Lust dazu haben, diesen Thread zur Information über die guten, alten Zeiten. Wrüde mich nämlich auch mal interessieren. [/QUOTE]Warum wollt ihr unbedingt in den "guten, alten Zeiten" wühlen? Wenn ihr den Zauber am Leben erhalten wollt, dann sucht nach denen, [URL=http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=1088905#post1088905]die ihn [b]heute[/b] leben ...[/URL] |
| Luscina | Puh....4 Seiten gelesen und nun habe ich kopfschmerzen....ob nun vom vielen lesen (von einem gandiosen uraltem bildschirm, der mir bald noch den letzten nerv raubt) oder den vielen Gedanken, die ich mir gemacht habe, oder auch beiden? Nunja, nicht weiter von Belang^^“. Jetzt wurde hier schon über so vieles geredet und es fällt mir irgendwie schwer mich da irgendwie so zurechtzufinden um auf irgendetwas antworten zu können...*drop* Ich werde wohl einfach mal drauf losschreiben, es einfach hinauslassen, was gerade so rauskommt, wahrscheinlich ist es wirr und womöglich wiederspricht es sich noch, aber meiner Meinung ist es fast aussagekräftiger als eine stundenlang gut durchdachte Antwort. Ich bin selbst noch recht jung mit meinen viertel vor 17 Jahren und mir mögen viele Erfahrungen und einiges an Wissen fehlen aber ich will lernen. Lernen über das was ist, das was war und mit der Zeit immer weiter lernen was sein wird, denn so besteht doch immer eine Veränderung. Selbst habe ich festgestellt, dass es viele gibt, die einen verurteilen, obwohl sie einen nicht kennen, ob nun irgendwelche arroganten Leute, die sich für das Größte halten und jeden, der nicht ihrer Norm entspricht missachten, Leute vom „alten-eisen“ oder was weiß ich sonst noch. Einerseits kann es auf einen sehr abweisend wirken, dennoch kann ich andererseits viele Leute des „alten-eisens“ gut verstehen. Sie haben oftmals schon so viel Respektlosigkeit und Arroganz erlebt, dass sie es einfach satt haben, schließlich sind es auch nur Menschen. Auf der anderen Seite gibt es noch die „Gesellschaft“ (wie auch immer man sie definieren mag), die einen verurteilt, als Außenseiter ansieht, ignoriert etc. Und dennoch ist es mir egal. Soll die engstirnige „Gesellschaft“ mich doch hassen, mich beschimpfen. Es mag sich nach Rebellion anhören, aber so ist es nichtmals gemeint, das einzige was ich will ist ich selbst sein, mich nicht verstecken zu müssen, mich einfach frei entfalten zu können. Pubertät hin oder her, es mag eine laune sein, das kann ich vielleicht nicht beurteilen, aber ist es denn nicht menschlich man selbst sein zu wollen? Sich nicht irgendwelchen Normen anzupassen, wenn diese nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen? Denn ich fühle mich nun mal so, als wäre ich anders als der Großteil eben jener „Gesellschaft“, als würden sie weder meine Gefühle und Gedanken teilen, noch die verstehen können, oder meißt nicht einmal wollen. Dabei ist es mir doch sehr wichtig, dass es Menschen um mich herum gibt, die mich verstehen und mich nicht mit einer Handbewegung abtun. Ich will damit nicht sagen, dass ich mit solchen Menschen, die es nicht nachvollziehen können nicht befreundet sein kann, denn ich habe noch viele alte Freunde, die sich der gesellschaftlichen Norm angepasst haben oder wie auch immer man es beschreiben soll und die nicht verstehen was in mir vorgeht und dennoch mag ich sie. Jedoch wird immer eine gewisse Distanz des Unverständnisses bleiben. Wie schon Leute vor mir sagten (nein, ich plappere hier nicht nur nach, sondern vertrete lediglich die selbe Einstellung), kann ich mich nicht irgendetwas zuordnen, oder genaugenommen mag ich es auch gar nicht, denn ich bin ich selbst, mein eigenes kleines Universum und ich habe genaugenommen nicht die Absicht mich irgendwelchen Vorstellungen Anderer zu unterwerfen und mich anzupassen, das habe ich lang genug getan. Ich habe einige Entwicklungen hinter mir und bin nun auf dem Weg zu meinem wahren Ich zu finden, dass sich nicht mehr verstecken muss, sondern lebt. Hmm, im mom fällt mir irgendwie nichts weiter ein, vllt kommt das noch^^“ |
| Montrose | @Luscina. Dein langer Text wiederholt immer wieder denselben Inhalt: "ich will anders sein, ich will mich selbst sein." Ich halte das für keinen guten Ausgangspunkt für Gothic. Denn "anders" ist jeder Mensch. Auch der Arbeiter mit Latzhose oder die Sekretärin mit den Bildern ihrer Kinder auf dem Schreibtisch. Und jeder erwachsene Mensch ist ein Kompromiß aus seinen Wünschen und den unvermeidlichen Zwängen. Wenn jemand bei den Gothics richtig anders sein will, dann geht er mit einer Blue Jeans, einem weißen T-Shirt mit Snoopy drauf und Turnschuhen in die Disse. Das ist dann wirklich anders. Was mich an Deinem Text stört, ist: Du gibst Deinem "Andersein" überhaupt keinen Inhalt. Was genau ist denn an Dir so anders. Das "Anderssein" und das "Selbstsein" als Worte sind kein Ersatz für das, was man tatsächlich selbst ist. Soweit ich das sehe, denken die Leute, die wirklich anders sind ---also die ganzen "Originale" in meiner Stadt --- kaum drüber nach, daß sie anders sind. Sie sind einfach. Sie würden das wahrscheinlich gar nicht verstehen: weder, daß jemand anders sein will, noch, daß ausgerechnet sie so anders sind. Das war eine recht interessante Episode, als eine Frau, die anscheinend irgendwie nicht ganz richtig im Kopf war oder auf Entzug oder verarmt...irgendwie halt "anders", im Bus --- vielleicht aus Einsamkeit oder weil sie Anerkennung brauchte --- versuchte, mit einer (Haus?)frau, eine Tüte voll Gemüse zwischen den Beinen, ins Gespräch zu kommen. Das klappte sogar. Was ist "anders sein"? So anders sein, wie Anderssein tatsächlich ist --mit allen Konsequenzen--- das wolltest Du doch gar nicht sein. Das wollen ja nicht mal die, die tatsächlich anders sind. Gothic ist keine Religion. Es ist nichts, dem man auf einem langen Weg nachfolgen könnte, und man käme dann in irgendeinem Himmel oder irgendeiner Hölle raus. [QUOTE]Soll die engstirnige „Gesellschaft“ mich doch hassen, mich beschimpfen.[/QUOTE]Die Gesellschaft hat wichtigere Probleme als sich mit kleinen Mädchen abzugeben. [QUOTE] bin nun auf dem Weg zu meinem wahren Ich zu finden, [/QUOTE]Kannst Du Deine eigene Stirn sehen? Nein? Wenn Du nicht mal das kannst, wie willst Du erst Dein "wahres Ich" sehen. [QUOTE]einiges an Wissen fehlen aber ich will lernen. [/QUOTE]Lernen wirst Du so oder so, ob Du willst oder nicht. Wenn Du Glück hast, lernst Du die richtigen Leute kennen, die Dich mögen. |
| Luscina | Ich habe nicht von anders sein gesprochen, darum geht es mia net. ich habe au net gesagt, dass ich mich als goth bezeichm´ne, den ist nunmal nicht so. wie gesagt, ich habe einfach drauf los geschrieben und vllt einige ausdrucksweisen übertrieben gewählt. :rolleyes: ich lasse mich auch gerne von besserem belehren, wenn ich falsches sage, aber du scheinst ja iwie n prob mit mia zu ham, oda irre ich mich? |
| Montrose | Also wenn ich Dich recht verstehe, machst Du mir den Eindruck, als ob Du meine Ausführungen als Problem, das ich mit Dir habe, empfindest. Und was macht das jetzt mit Dir? [SIZE=1]Supi, jetzt hat es sich doch gelohnt, daß ich vor 15 Jahren mal so ein Sozpäd-Buch gelesen habe. Denn mit diesem knowledge kann ich nun in einer kommunikativen Konfliktsituation einfühlsam und verständisvoll reagieren. Also, Monty, es geht doch. [/SIZE]:D |
| Luscina | nein, es war lediglich eine frage, weil es auf mich so schien. ich habe kein prob damit wenn jemand das kritisiert was ich schreibe. |
| Montrose | [QUOTE]ich habe kein prob damit wenn jemand das kritisiert was ich schreibe.[/QUOTE] Genau das scheint mir das Problem zu sein. Du benutzt Worthülsen: "ich bin anders" "ich bin ich" "Kritik" "mit Kritik hab ich kein Problem" 1) "ich bin anders" Worin? In Deinem Wunsch des Andersseins bist Du in der Masse. Das Andersein ist gerade total in Mode, also bist Du wie alle anderen. 2) "Ich bin ich" Wer bist Du? Der Spruch könnte von jedem x-beliebigen Werbespot stammen. Ich bin ich, weil ich Tchibo-Kaffee trinke, oder was? 3) "Kritik" ... es gib an Dir nichts zu kritisieren, weil Du nichts bist. In Deinem Beitrag ist nichts von Dir erkenntlich.... Wie soll man nichts kritisieren? 4) Klar hast Du kein Problem mit Kritik, weil das ganze ja eh nur eine Farce ist. Wir müssen ein wenig davon abkommen, Rollen zu spielen, sondern das ganze mit Inhalten füllen. |
| Idril Amandil | ich sag nur soviel: jeder mensch ist für sich anders. langsam gehen mir solche diskussionen auf den keks. es gibt solche uns solche leute und ich hasse es, wenn alles pauschalisiert wird. |
| Goat93 | [QUOTE]ich sag nur soviel: jeder mensch ist für sich anders[/QUOTE] ne, heute ist jeder Mensch für ANDERE Anders, aber bestimmt nicht für sich selbst. Für sich selbst anders als die anderen zu sein, bedeutet ignoriert und diskriminiert zu werden,da man nicvht zu den anderen passt. Ich kenne bisher aber kaum ein Goth, der dieses will, sondern, wie hier, nur Leute die sich gerade darüber aufregen, falls es ihnen passieren sollte. Heutzutage ist es total in diese Worthülsen wie anders sein, ich bin ich, individuell sein usw. zu benutzten, aber es sind bei den Leuten trotzdem nur Worthülsen. Ich kenne ein paar richtig evilige Möchtegerngoth, die sich selbst als "Individuell" und "keiner Szene zugehörig" fühlen, rennen aber wie aus einem Leitfaden für Modegruftis im Bravo Bildband rum, wissen gar nichts, sind Mittelstandkinder mit geregeltem Einkommen und provozieren ihre Umwelt mit so richtig eviligen Hundeflohbändern um Hals und Matrixmänteln :rolleyes: Die sind so individuell, das sie gleich zu 4. in den gleichen Klamotten rumrennen, sich gleich mit den Kajalstift beschmieren und sich total evil individuell alle gleich die gleiche Individuelle Musik kaufen...wow wie geil ist das denn? < Kann mir mal jemand erklären, wie man diese ganzen ich-bin-soooooooo-anders Menschen ernst nehmen soll? :( |
| Idril Amandil | wenn niemand anders wäre, wären wir alle gleich. und trotz aller diskussionen ist es genau das, was niemand möchte. |
| Letalis | Eben, aber dieser Wunsch, zwanghaft anders zu sein, ist allen gleich und macht sie alle gleich, zumindest die Pseudos! Ich habe mich deshalb dafür entschieden, das zu leben, was ich meine das es mir passt, und mich gar nicht mehr an etwas zu halten. Rebellion ist, in dieser Zeit nicht mehr zu rebellieren und so werde ich das tun was ich möchte! Es macht mich wirklich wütend, das Dinge, die früher noch mal etwas bedeutet haben in einem Sumpf versinken und so kann ich auch als Nachwuchsgrufti ein gewisses Verständnis für die "Oldschooler" empfinden, da ich mich da sehr gut reinversetzen kann! Ich finde es wirklich schlimm, wenn Leute eine Lebensart annehmen, ohne sich damit zu beschäftigen und sich selbst zu fragen, ob man zu dieser Ideoloige stehen kann, sie laufen einfach nur mit! Ohne Nachdenken, nun ja. Deswegen würde ich mich nicht als Grufti kategorisieren, weil ich die genaue Definition nicht kenne. Ich kann nur sagen, wer und was ich bin und dann sehen, wer mich in welche Schublade steckt. Ich find das immer sehr interressant, weil ich mich selbst immer anders einschätze und ich muss die Meinung anderer ja nicht annehmen, trotzdem interessiert sie mich weiß nicht ob klar geworden ist, was ich meine, ich hoffe mal ja |
| Lesbia | Naja, klar diese "Ich bin so anders als all die andern"-Viecher kann man nicht wirklich ernst nehmen. Aber es gibt halt auch etwas Charakter schwächere und unsicherere Menschen, wie ich, die diese klare Abgrenzung brauchen, um überhaupt in der Lage zu sein, sich selbst zu deffinieren. |
| Idril Amandil | mal eine frage: findet IHR euch irgendwie individuell oder anders als andere leute? ich meine jetzt nicht im sinne von anders-cool oder keine ahnung. wenn nicht, würdet ihr euch sicher ganz anders verhalten. ich weiß nicht, warum ihr immer darauf rumreitet, dass die "pseudos" anders sein wollen. wenn ihr nicht anders als andere leute sein wölltet, würdet ihr nicht das leben führen, das ihr jetzt führt. ich denke, es kommt darauf an, WIE man dieses "anders sein" auslebt, also auf WELCHE ART UND WEISE. ist ein schwarzes lebensgefühl nicht etwas, was anders ist und sich von der masse abhebt? also auch EUER lebensgefühl? |
| Montrose | [QUOTE]es gibt solche uns solche leute und ich hasse es, wenn alles pauschalisiert wird.[/QUOTE]Das ist paradox, weil es selbst eine Pauschalisierung ist. [QUOTE]wenn niemand anders wäre, wären wir alle gleich.[/QUOTE] Warum redet Ihr über das Thema wie in matematischen FORMELN. Füllt das doch endlich mal mit INHALTEN. [QUOTE]Aber es gibt halt auch etwas Charakter schwächere und unsicherere Menschen, wie ich, die diese klare Abgrenzung brauchen, um überhaupt in der Lage zu sein, sich selbst zu deffinieren.[/QUOTE] Wozu braucht man denn so eine Abgrenzung? Und wie willst Du Dich von was abgrenzen, wenn Du gar nicht weißt, wovon? Sich selbst definiert man, indem man sich selbst ist. Was bringt es Dir, wenn Du das Leben jemanden anderen führst? Das Problem, daß ich mit solchen Leuten habe, ist: sie enttäuschen einen furchtbar. Die kommen mit einer Maske daher, die sie gar nicht sind, und dann .... Was habe ich denn von jemandem, wo nur die Verpackung stimmt, aber innen ist nichts drin. [QUOTE]Ich weiß nicht, warum ihr immer darauf rumreitet, dass die "pseudos" anders sein wollen.[/QUOTE]Das ist das Paradox vom Paradox: wir sind anders, weil wir nicht wie die andern anders sein wollen. Ist doch albern. |
| Lesbia | [QUOTE]Wozu braucht man denn so eine Abgrenzung? Und wie willst Du Dich von was abgrenzen, wenn Du gar nicht weißt, wovon? Sich selbst definiert man, indem man sich selbst ist. Was bringt es Dir, wenn Du das Leben jemanden anderen führst? Das Problem, daß ich mit solchen Leuten habe, ist: sie enttäuschen einen furchtbar. Die kommen mit einer Maske daher, die sie gar nicht sind, und dann .... Was habe ich denn von jemandem, wo nur die Verpackung stimmt, aber innen ist nichts drin. [/QUOTE] Äh, wie sollst du sein, wie du bist, wenn du genau das nicht wissent tuten tust? Ganz genau das ist es, warum ich mich von anderen in meiner Persönlichkeit abgrenze. Grenze ich mich nicht ab, versuche ich so zu sein, wie sie. Weil ich sie toll finde, weil sie beliebt sind oder what ever. In dem Moment, wo ich mich ganz klar abgrenze, habe ich nicht das Bedürfnis mich anzugleichen. Das heißt nich, dass ich teilweise nicht so sein kann wie andere. Verstehst du, was ich mein??? |
| Luscina | Das "anders" bezog sich bei mir aber z.B. auf das wort "fühlen", ich fühle mich in einigen aspekten anders, vor allem im Bereich meiner Psyche, vielleicht, weil es dort viele Veränderungen gegeben hat, Veränderungen, von denen ich nicht sagen kann ob sie nun gut oder schlecht sind. Und ja, dies mag wieder inhaltslos werden, aber ich habe keinen Grund hier jedem Einblicke in eben jene Psyche zu gewähren. Diese Veränderungen haben sich wohl nach und nach angehäuft und dennoch schien mir diese Veränderung so plötzlich und schlagartig. Na wenn das nicht mal paradox klingt, aber dennoch ist es nuneinmal so. Im Nachhinein wird einem oftmals alles klarer, wovor einen zuvor noch die Augen verschlossen waren. Diese Veränderungen haben jedoch nichts hiermit zu tun also ist es auch nicht weiter von elang. Ich habe nicht den Wunch "anders" zu sein, ich will nur das ausleben was ich in meinem inneren empfinde. Und da kommt wieder die Facette, oh ja, die böse Facette, die Maske, das ich nicht lache. Ich weiß sehr wohl was eine Maske ist und ja, ich kann meine Rollen gut spielen, wie arrogant es auch klingen mag, aber nicht im Bezug auf meine Einstellung etc. sondern auf meinen seelischen Zustand und meine Gefühle, die ich nicht preisgeben möchte. Aber diese hinter einer Maske zu verbergen, ist es das was ich will? Ich kann mir diese Frage selbst nicht beantworten. Sie wiederspricht sich mit meinem Wunsch mich auszuleben, aber dennoch kommen die Momente in denen die das verbergen was sich im innersten abspielt. Es ist mir selbst ein großes Rätsel. Jaja, wie pardox das doch alles ist.... Worthülsen, soso. Nunja, es ist nuneinmal so, dass bei mir sogar einiges dahinter steckt, das was ich damit verbinde, aber du kennst eben jene Inhalte nicht und somit liegt die Schuld des missverstanden werdens letztendlich bei mir, weil ich es nicht ausspreche, was ich damit meine, es vielleicht auch nicht so einfach in Worte fassen kann. Nja, und letztenendes hat es wohl wieder zu nichts geführt. Wahrscheinlich höchstens, dass dies und das in diesem Text paradox ist oder, dass die Inhalte fehlen.... |
| Idril Amandil | ich glaube sowieso, wir verstehen uns hier alle komplett falsch ;) :p |
| Luscina | *g* Nja, was soll man machen, vllt will man sich ja garnet verstehen ;) |
| Idril Amandil | ich glaub solche diskussionen kommen nie zu einem ende, weil man seine gedanken einfach nicht so verfassen kann, wie man eigentlich möchte... so geht es mir jedenfalls :D |
| Letalis | ja, es ist einfach schlimm.. Es hängt so sehr an Definitionen, was anders sein und pseudo und alles betrifft... Eben aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, so zu sein wie ich bin, und ich denke, das ist die beste Lösung, sich vom zwanghaft "anders sein" abzugrenzen. Und wenn sich meine Art zu leben mit der von anderen überschneidet oder sogar komplett deckt, dann denke ich werde ich wohl zu dieser Gruppe gehören, ohne Pseudo zu sein. Wenn ich jetzt durch Zufall genau dem Schema (wenn es so etwas überhaupt gibt) eines Gruftis entspreche, dann bin ich eben einer, und irgendwie wird man natürlich beeinflusst, aber ich kann sagen, das ich mich an ehesten in die Gruftischublade stecken würde, also... ach ich weiß auch nicht, wie ich das in Worte fassen soll, vielleicht versteht ihr mich trotzdem ;) |
| Montrose | [QUOTE]ich mich an ehesten in die Gruftischublade stecken würde[/QUOTE]Schubladen wie Grufti gibt es doch gar nicht. Wahrscheinlich gibt es "in der Realität" überhaupt keine Schubladen, egal ob Christ oder Boderliner oder Hiphopper oder SPDler oder die ganzen anderen Kategorien. Die Dinge sind jenseits dieser Kategorien. Und deshalb macht es auch keinen Sinn, diesen Kategorien nachzueifern, sondern sie sind nur dazu da, grob sich unterhalten zu können. Zu sagen "ich bin Goth" erachte ich ... wie die anderen Selbstzuschreibungen... für einen Scherz. Das ist lustig, aber völlig gegenstandslos. @Luscina. Ich glaube das nachvollziehen zu können. [QUOTE]weiß sehr wohl was eine Maske ist und ja, ich kann meine Rollen gut spielen, wie arrogant es auch klingen mag,[/QUOTE]Ich beneide solche Leute. Denn ich sehe die Macht, die dahinter steckt, sich soweit beherrrschen zu können, daß man dem anderen eine Welt vorzaubert, die ihn an Marionettenfäden nach dem eigenen Willen führt. Die meisten Menschen können das. Ich kann's oft nicht. Aber in einer nur ehrlichen Welt geht man irgendwie unter. Man ersauft und verhungert zugleich. |
| BareGraceMisery | [QUOTE]Äh, wie sollst du sein, wie du bist, wenn du genau das nicht wissent tuten tust? Ganz genau das ist es, warum ich mich von anderen in meiner Persönlichkeit abgrenze. Grenze ich mich nicht ab, versuche ich so zu sein, wie sie. Weil ich sie toll finde, weil sie beliebt sind oder what ever. In dem Moment, wo ich mich ganz klar abgrenze, habe ich nicht das Bedürfnis mich anzugleichen. Das heißt nich, dass ich teilweise nicht so sein kann wie andere. Verstehst du, was ich mein???[/QUOTE] die aussage finde ich ech gut getroffen, ich kann dich vollkommen verstehen... ich glaube so ähnlich ist das bei mir wohl auch, jedenfalls teilweise! ich hätte das aber denke ich nie so gesat, wenn du es nicht ier geschriben hättest, und ich hätte mir es ni wirklich eingestanden und ich weiß auch nicht, ob ich das jetzt tun kann!´ @montrose: du scheinst ja wirklich ein problem damit zuhaben, das hier diverse leute einfach nur dabei sind sich selbst finden zu wollen... dabei steht ja gar nicht fest ob sie dieses ich finden können, aber das ist doch auch nicht wichtig! irgendwann fühlt man sich einfach mit bestimmten leuten wohl und in bestimmten klamotten und mit einer bestimmten lebensart, mag dann iellceicht auch noch bestimmte musik... und? wenn das nun alles irgendwie ins bild "gothic passt? du kommst wohl nicht mehr drum herum von anderen als ein solcher bezeichnt und betrachtet zu werden... also wirst du dich dann später auch selbst als solcher bezeichnen, schon alleine der einfachheit wegen! Jeder mensch ist anders... denn niemand ist genau so wie ein anderer!!! das geht ja gar nicht! niemand könnte das gleiche denken wie ich... jedenfalls nich in allem und immer! also: ich bin anders. :p @luscina: woltle dich ur noch ganz lieb grüßen ;) vll siht man sich ja jetzt mal öfters, so nach der schule oder davor... |
| Goat93 | [QUOTE]@montrose: du scheinst ja wirklich ein problem damit zuhaben, das hier diverse leute einfach nur dabei sind sich selbst finden zu wollen... dabei steht ja gar nicht fest ob sie dieses ich finden können, aber das ist doch auch nicht wichtig! irgendwann fühlt man sich einfach mit bestimmten leuten wohl und in bestimmten klamotten und mit einer bestimmten lebensart, mag dann iellceicht auch noch bestimmte musik... und? wenn das nun alles irgendwie ins bild "gothic passt? [/QUOTE] Das sehe ich erhlich gesagt auch nicht so. Die Fragen sind, warum findest du das gerade gut? Warum fühlst du dich bei den Leuten wohl? Warum trägst du ausgerechnet Schwarz? Bei der Beantwortung kommt man dann imemr wieder ins Sozialpädagogische. Man wird durch sein Umfeld geformt und bestimmt. Man sieht an andere etwas bestimmtes und richtet sich dementsprechend aus. Du bist du, aber dein Ich ist nur eine Ansammlung von Einflüßen deines Umfeldes. Wenn dein Umfeld sich ändern würde, sagen wir einmal völlig radikal, dann würdest du dich auch völlig verändern und würdest mit deinem Selbst, welches du jetzt als dein Ich darstellst, nicht mehr viel gemein haben. Im Endeffekt heißt das dann auch, das du dich an dem, was man unter "Gothik" packt, irgendwie identifizierst, denn ansonsten würde man dich nicht als solches bezeichnen wollen. Zudem hast du auch keine Gedanken, die nicht schon vorher irgendwie von anderen gedacht wurden und du verübst auch keine Handlung, die nicht vorher schon getan wurde. Bei einer Menschenmasse von über 6 Milliarden Menschen auch schwer vorstellbar, das du da Einzigartig wärest ;) Was heute immer wieder gern vorgehalten wird, das anders sein, soll doch nur vor Kritik schützen. Und wenn man keine Kritik abkann, tjoah hat man eben Pech gehabt :rolleyes: |
| Montrose | [QUOTE]Du bist du, aber dein Ich ist nur eine Ansammlung von Einflüßen deines Umfeldes. Wenn dein Umfeld sich ändern würde, sagen wir einmal völlig radikal, dann würdest du dich auch völlig verändern und würdest mit deinem Selbst, welches du jetzt als dein Ich darstellst, nicht mehr viel gemein haben.[/QUOTE]Nö. Das hoffe ich nun aber mal wirklich nicht. "Gotisch" wäre es ja wohl eher, sich vom Magnet der Massen zurückzuziehen und sich selbst zu bewahren. Und wem das zu modern ist: es gab schon immer Märtyrer, Eremiten, Propheten - Leute, die gegen den Strom geschwommen sind. Das ist ja genau der Sinn vom "anders sein": das ich selbst bestimme, wo's langgeht, und nicht andere. [QUOTE]Zudem hast du auch keine Gedanken, die nicht schon vorher irgendwie von anderen gedacht wurden und du verübst auch keine Handlung, die nicht vorher schon getan wurde.[/QUOTE]Doch, ganz genau das mache ich. Wenn ich zum Beispiel mit jemandem rede, dann könntest Du sagen: "Aha, geredet haben schon Milliarden Menschen vor Dir." Da antworte ich aber: "ICH rede mit X über das Thema SOUNDSO in einer GANZ BESTIMMTEN SITUATION tatsächlich als allererster Mensch zum allerersten mal." Ich bin einmalig, weil meine Situation und mein Umfeld einmalig ist und weil ich, der daran teilnimmt, eben auch nur einmal vorhanden ist. Derjenige, der mich ersetzen würde, wäre .... anders. [QUOTE]du scheinst ja wirklich ein problem damit zuhaben, das hier diverse leute einfach nur dabei sind sich selbst finden zu wollen...´[/QUOTE]Nö. Ich paß nur auf, daß sie sich selbst und nicht irgendwas anderes finden. ;) |
| BareGraceMisery | ok... dann pass mal schön weiter auf! klang nur teilweise anders, wie du das gesagt hast, aber so ists natürlich in ordung (aber wohlzeitverschwendung) ;) @goat: 1.warum ich mich bei den leuten wohl fühle? ich denke mal einfach so... es gibt halt menschen bei denen man sich wohl fühlt und wleche bei denen mn sich nicht wohlfühlt! das ist einfach so! oder gibt es bei dir nicht auch leute, bei denen du dich wohl fühlst und welche bei dnen du dich nicht wohl fühlst? warum man sich bei denen wohl fühlt ist doch eigentlich egal... jedenfalls fühle ich mich nicht bie leuten wohl, bei denen ich denke, dass ich mich wohl fühlen müsst um gothic zu sein! 2.Warum ich ausgerechnet schwarz trage? woher weißt du üerhaupt ob ich schwarz trage? ob ich wert darauf lege, dass ales schwarz ist? das weißt du nicht!!! aber auch hier: ich trag halt die klamotten die ich mag, weil ih sie mag, und warum ich sie mag ist doch egal! ih mag sie halt, weil se in meinen augen schön sind! ich würde mir aber nie etwas kaufen,nur weil es achso gothic is aber ich es selbst nicht schön find!!! zu meinen gedanken: natürlich habe ich keine gedanken (nehme ich jedenfalls mal so an) die noch nie jemand hatte, aber neimand hatte diese gedanken in dieser abfolge... und keine BESTIMMTE person denkt das slebe wie ich, soll heßen die ansammlung meiner gedanke hab nur ic in dieser form!!! jedenfalls würde es mich sehrbeunruhigen, wenn irgendwer immer das gleiche denken würde wie ich! |
| BareGraceMisery | sorry, mein computer spinnt! ich woltle das nciht drei mal posten! ich werd versuchen es zwei mal zu löschen! |
| Goat93 | Montrose: [QUOTE]Du bist du, aber dein Ich ist nur eine Ansammlung von Einflüßen deines Umfeldes. Wenn dein Umfeld sich ändern würde, sagen wir einmal völlig radikal, dann würdest du dich auch völlig verändern und würdest mit deinem Selbst, welches du jetzt als dein Ich darstellst, nicht mehr viel gemein haben. -------------------------------------------------------------------------------- Nö. Das hoffe ich nun aber mal wirklich nicht. "Gotisch" wäre es ja wohl eher, sich vom Magnet der Massen zurückzuziehen und sich selbst zu bewahren. Und wem das zu modern ist: es gab schon immer Märtyrer, Eremiten, Propheten - Leute, die gegen den Strom geschwommen sind. Das ist ja genau der Sinn vom "anders sein": das ich selbst bestimme, wo's langgeht, und nicht andere. [/QUOTE] Wenn man dich jetzt sofort in die Wüste stellen würde, hättest du nach einiger Zeit gar keinen Bezug mehr zum Goth sein ;) Das ist mit dem Umfeld gemeint. Es geht hierbei nicht um "die Masse", nebenbei gesagt Goth ist schon eine eigene Masse. [QUOTE]Ich bin einmalig, weil meine Situation und mein Umfeld einmalig ist und weil ich, der daran teilnimmt, eben auch nur einmal vorhanden ist. Derjenige, der mich ersetzen würde, wäre .... anders. [/QUOTE] Nö, du denkst das du einmalig bist. Mehr aber auch nicht. Wenn du dich schwarz anmalst und nackt durch die Straßen rennst, dann denkst du das hätte keiner vor dir gemacht, aber es haben schon Hunderte vor dir gemacht. Du wählst nur aus einem bestimmten Setzkasten in deinem Leben aus. Was ziehst du an, da gibt es nur bestimmte Möglichkeiten, diese limitieren dich schonmal, was ißt du, da gibt es auch nur bestimmte Möglichkeiten, wie sprichst du, in welcher tonlage sprichst du ein Wort aus, in wievielen Tonlagen KANNST du überhaupt ein Wort aussprechen...alles limitiert und alles Dinge die über 6 Milliarden Menschen jetzt auch haben ;) Bare: [QUOTE]warum ich mich bei den leuten wohl fühle? ich denke mal einfach so[/QUOTE] Einfach so? Nicht eventuell weil die Leute net zu dir sind oder du irgendetwas von ihnen irgendwie bekommst? Weil du bestimmte Erwartungen erfüllt bekommst, die du innerlich stellst? [QUOTE]woher weißt du üerhaupt ob ich schwarz trage? ob ich wert darauf lege, dass ales schwarz ist? das weißt du nicht!!![/QUOTE] Daran sah man dann eigentlich auch, das diese Fragen nur Beispiele und Hypothetisch sind :D Aber wieso bekomm ich erstaunlicherweise immer wieder die exakt gleichen Antworten auf diese Fragen? Von völlig unterschiedlichen, alle natürlich einmaligen Personen? Reiner Zufall? [QUOTE]zu meinen gedanken: natürlich habe ich keine gedanken (nehme ich jedenfalls mal so an) die noch nie jemand hatte, aber neimand hatte diese gedanken in dieser abfolge... und keine BESTIMMTE person denkt das slebe wie ich, soll heßen die ansammlung meiner gedanke hab nur ic in dieser form!!! jedenfalls würde es mich sehrbeunruhigen, wenn irgendwer immer das gleiche denken würde wie ich![/QUOTE] Wäre ich mir auch nicht sicher. Wenn man alle Menschen zunimmt die je gelebt haben kommt man schon auf einer Unvorstellbaren Summe. Das diese Menschen alle irgendwie völlig anders existiert haben sollen ist etwas unwahrscheinlich. Nur weil du das nicht nachprüfen kannst, heißt es ja nicht das es das nicht gibt. Die Erde war ja auch sehr lange eine Scheibe ;) |
| islandgodness | just goth in mind but not in breast *traurig den kopf schüttel* |
| theFleder | @Zerbrochener [QUOTE]Früher fand ein jeder selbst zum Gothic (Selbsterkennung), heute findet Gothic seine Konsumenten (Manipulation) Ideale und Überzeugung wichen der Spass- und Unterhaltungs-Philosophie [/QUOTE] sehr gute Formulierung und die Antwort der eigentlichen Frage hier. Mal abgesehen davon, daß sich alles und jedes auf dieser Welt in jeder Sekunde in Veränderung befindet ... und man dieses Naturgesetz ganz einfach akzeptieren muss. Man kann sich nur in die Welt eingliedern, die man vorfindet. Und die Welt des Jahres 2005 ist nun mal eine gänzlich andere, die sich aus vollkommen anderen Werten, Normen und Problemen zusammensetzt als die Welt des Jahres 1985. Wem das klar ist, dem stellt sich nicht eine solch dämliche Frage. Man erkennt den Gruftie daran, daß er dieses neuzeitliche Wort "Gothic" niemals aussprechen würde... |
| Montrose | [QUOTE]Wenn man dich jetzt sofort in die Wüste stellen würde, hättest du nach einiger Zeit gar keinen Bezug mehr zum Goth sein[/QUOTE]Vielleicht würde ich dort was besseres finden. [QUOTE]Wenn du dich schwarz anmalst und nackt durch die Straßen rennst, dann denkst du das hätte keiner vor dir gemacht, aber es haben schon Hunderte vor dir gemacht. [/QUOTE]Entschuldigung, ich wollte dir nicht deine Ideen klauen. [QUOTE]Du wählst nur aus einem bestimmten Setzkasten in deinem Leben aus.[/QUOTE]Immerhin wähle ICH und WÄHLE ich. Ich und wählen hört sich doch schon recht individuell an. Gothic selbst ist Massenkäse, geb ich zu. 90 % sind fettbewadete Normalos, auch klar. Das sagt ja sogar dieser Goethes Erben Mensch ganz unverhohlen ins Publikum: daß sie nur dasitzen, weil sie zu blöd sind, selbst solche Texte wie er zu schreiben. Und doch: ich erkenne in meinem Umfeld hin und wieder schon Leute, die auf ihre Art einmalig sind. [QUOTE]Wenn man alle Menschen zunimmt die je gelebt haben kommt man schon auf einer Unvorstellbaren Summe. Das diese Menschen alle irgendwie völlig anders existiert haben sollen ist etwas unwahrscheinlich.[/QUOTE] Es haben ja nicht alle Menschen, die jemals gelebt haben, im Jahr 2005 in Deutschland gelebt. Es soll ja auch noch andere Länder und Zeiten gegeben haben. Und, oja, da gab es Völker, die haben wirklich ganz anders als wir gedacht ... Es ist eine gewisse (typisch deutsche) Engstirnigkeit, zu glauben, andere müßten immer wie man selbst denken. [QUOTE]just goth in mind but not in breast *traurig den kopf schüttel*[/QUOTE] *Kopf traurig mitschüttel* [QUOTE]Und die Welt des Jahres 2005 ist nun mal eine gänzlich andere, die sich aus vollkommen anderen Werten, Normen und Problemen zusammensetzt als die Welt des Jahres 1985. Wem das klar ist, dem stellt sich nicht eine solch dämliche Frage.[/QUOTE]Die Zeit war damals wirklich anders. Man rannte noch mit Kassetten rum, Computer und Wave usw., das war alles noch neu, es gab Thatcher und Atomkraftgegner, und der Mauerfall stand noch bevor. Es gab keine Handies, Rechner waren noch nicht so verbreitet. Überhaupt. Der Film "23" zeigt wirklich sehr schön, wie es damals war. Für die späten Siebziger halte ich "Christiane F." für ein Dokument von zeitgeschichtlicher Bedeutung. Daß vieles noch nicht war, gab natürlich auch viele Chancen, was neues auszuprobieren. Zu sagen: wir brauchen uns die Frage nach dem Früher nicht zu stellen, weil wir ja heute andere Normen und eine andere Welt haben, finde ich schade. Aber vielleicht wirst Du --- wie ich und andere -- auch mal anders drüber denken. Wenn man älter wird, interessieren sich manche zunehmend für Geschichte. Man steckt nicht mehr so wie als Junger in einzelnen Zeitpunkten fest, sondern überschaut eine gewisse Zeitspanne. Und dann fragt man sich: wie ist das alles geworden und wie wird es werden? Man fängt dann an zu begreifen, daß bestimmte Dinge dauerhaft oder gar nicht sind. Gothic bloß als sich schwarz anziehen und die Musik hören ... das kann's nicht sein. Das ist zu wenig. |
| Goat93 | [QUOTE]Vielleicht würde ich dort was besseres finden. [/QUOTE] :rolleyes: [QUOTE]Entschuldigung, ich wollte dir nicht deine Ideen klauen. [/QUOTE] hihi, was besseres ist dir auch nicht eingefallen? [QUOTE]Immerhin wähle ICH und WÄHLE ich. Ich und wählen hört sich doch schon recht individuell an.[/QUOTE] Japp, irre individuell. Ich erkenne dich vor Individualität gar nicht wieder :D [QUOTE]Und doch: ich erkenne in meinem Umfeld hin und wieder schon Leute, die auf ihre Art einmalig sind[/QUOTE] eben, in deinem Umfeld. Aber mal ehrlich, sooo groß ist dein Umfeld doch auch nicht ;) [QUOTE]Es haben ja nicht alle Menschen, die jemals gelebt haben, im Jahr 2005 in Deutschland gelebt.[/QUOTE] Was für eien Feststellung. Applaus :rolleyes: [QUOTE]Und, oja, da gab es Völker, die haben wirklich ganz anders als wir gedacht ... [/QUOTE] Klar, in rosa dreiecken :p [QUOTE]Es ist eine gewisse (typisch deutsche) Engstirnigkeit, zu glauben, andere müßten immer wie man selbst denken. [/QUOTE] Jetzt kommt die typische vollkommen indivudelle Deutsche Blah bklah Antwort ich geb es auf, ja alle Menschen sind so irre Indiduell und irre Einzigartig, mensch, die sehen sogar alle anders aus, rosa, blau alle mIllionen farben, alles mögliche halt und es ist natürlich auch totaler plödsinn, sozialstrukturen oder Psychologie existieren zu lassen, weil sind ja alle anders und das ist es eben. Ich geh mir jetzt ein völlig individuelles Bier holen und trinke dieses völlig von allen anderen bieren zu unterscheidende Bier jetzt mal völlig indivudell alleine total neuartig aus :rolleyes: Solange der Gedanke des einzigartig seins deinem Ego hilft ist es ja in orndung :rolleyes: |
| Montrose | Na dann: wohl bekomm's ! :D |
| theFleder | PROSIT, habe mir auch grad ein individuelles Bier gekauft und trinke das jetzt individuell aus und da hier scheinbar schon 2 andere ein ebensolches individuelles Bier trinken, sind wir ja schon ´ne kleene individuelle Biertrinker-Runde. :D :D :D |
| theFleder | [QUOTE] Und, oja, da gab es Völker, die haben wirklich ganz anders als wir gedacht ... [/QUOTE] es [SIZE=4]gab[/SIZE] ? Es GIBT, nicht es gab. Die Behauptung, ein Damals nicht mit einem Heute vergleichen zu können, schließt aber noch lange nicht mit ein, sich nicht für Geschichte zu interessieren - diese Schlußfolgerung daraus empfinde ich als sehr flach und auch falsch -- im Gegenteil, diese Behauptung stelle ich sogar letztendlich nur deswegen auf, weil ich mich stark mit Geschichte beschäftige. Geschichte ist unglaublich interessant - doch man sollte situationsangemessen reagieren und dazu gehört nun einmal, die Tatsache akzeptieren zu lernen, daß sich das Leben immer und immer wieder verändert, weiterentwickelt und neu kreiert. Die meisten Menschen wollen sich "Festhalten" und dieses Naturgesetz nicht akzeptieren - und eben genau dann entstehen solche irrsinnigen Auffassungen, früher sei alles besser und schöner gewesen. Es war zu keiner Zeit besser oder schöner, es war einfach nur anders. Und morgen wird es auch wieder anders sein. |
| Nnordy | Aber nur weil sich vieles ändert heißt das nicht, daß man jeden Tag sozusagen das Rad neu erfinden muß, oder? Will sagen: Es lohnt sich, bestimmte Dinge zu bewahren, wozu eben gehört, daß man überhaupt als "Neueinsteiger" (ich nehme jetzt mal bewußt diesen Terminus) auch sensibel dafür ist, daß mit einem nicht alles anfängt, sondern daß die schwarze Subkultur auch Anfänge hat, die schon einige Jährchen mehr, als er zumeist auf dieser ERde weilt, zurückreichen - und sich vielleicht sogar auch ein bißchen dafür interessiert, wie es früher war, um festzustellen, inwieweit eine weltanschauliche und emotionale Deckungsgleichheit besteht (womit wir wieder beim Thema "Selbstfindung" wären). Es geht hier um eine "Kultur", nicht um eine Modeerscheinung! Um eine Kultur, die mehr ist als nur Musik und Kleidung. Ich weiß daher auch nicht, wie man über das Internet "schwarz" werden will - der persönliche Gedankenaustausch erfordert, zumindest bei mir, direkt visuellen oder doch zumindest akustischen Kontakt, aber nur durch getippte Wörter... Nun ja. Außerdem: O doch, es gibt Zeiten die besser und schöner waren. Für jeden ganz individuell (das ist kein Witz). Frag mal Deinen Opa oder Deine Mutter, welche Zeiten für sie die schönsten waren, und sie werden Dir völlig unterschiedliche Daten nennen. Es liegt an den Gefühlen und den Ereignissen, die man mit den Zeiten verbindet, und da kann ich nur sagen: Anfang bis Mitte der 90er war für mich die wundervollste Zeit, wenn ich es in bezug auf die schwarze Szene sehe. Basta. :) |
| theFleder | hihihi dein süßes Basta hat dann gleich das Gesamtthema verebben lassen *ggggggggggggggggggggggggggggggggggggggg* mit den Alten da hast recht, natürlich waren für die andere Zeiten die schönsten, aber sie haben ja auch keine anderen erlebt. Uns wirds genauso gehen wenn alt und grau (statt schwarz *g*) Aber neigen die Menschen nicht allesamt dazu, die Jugend als ihre schönste Zeit zu preisen, auf Sockel über Söckel zu stellen und ach, die Jugend.... vorbei auf ewig vorbei .... sie wird in den Himmel empor gehoben in unserer westlichen fuck-off-Gesellschaft und das Alter wird als was Totes, Schlechtes, Alt gleich dumm, herunter gespielt mit dem Fazit, dass alle Westler absolute Paranoia vor dem Älterwerden haben. Inklusive meinereimer. und je nachdem in welcher "Jugend" Mensch aufwuchs oder aufwächst .... |
| majiik | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Ganz einfach: Früher musste man sie suchen, und wurde nicht eingeladen, oft hat man lange Zeit gebraucht, um akzeptiert zu werden. Der einzige Weg um in die "Szene" zu gelangen war im Prinzip über Leute, die schon "drin" waren...! [/B][/QUOTE] Wieso frueher ? Gut ich weis nicht wie lange du meinst, wenn du "frueher" sagst. Doch vor 3-5 Jahren ging das bei mir genau so. .. Keine einladung im Briefkasten ;) LG |
| Nnordy | @majiik: Seneca meint die Zeit von vor etwa 15-20 Jahren (nein, das ist kein Witz). Ich kann das für meine Anfangszeit (vor 14 Jahren in etwa bestätigen, wobe ich das Glück hatte, gleich in einen Kreis von Leuten reinzukommen, die mich sehr herzlich aufgenommen bzw. umstandslos akzeptiert haben). Gestern Abend hat das einer meiner 'dienstältesten' Bekannten ganz gut auf den Punkt gebracht: Früher war es so, daß die Leute hauptsächlich schwarz waren, und NEBENHER quasi noch einen Beruf hatten (weil man ja Geld verdienen mußte), der ihnen mitunter sogar peinlich war, und damals hat man niemanden gefunden, der etwa Bänker war, Wirtschaftler oder sonstwas. Das vertrug sich weder mit dem Selbstverständnis noch mit der Natur der Personen. Sportarten/Freizeitbeschäftigungen wie Tennis oder Golf waren verpönt. Heute ist es so, daß die Leute hauptsächlich einen Beruf haben oder Schüler/Studenten sind, und schwarz sein ihr Hobby, ihre Freizeitbeschäftigung ist. Der Unterschied ist also: Schwarz als Lebensdefinition, als Lebensgefühl, als Sein, oder schwarz als Hobby. Ich finde diese gemachte Unterscheidung zutreffend, denn nur so ist es zu erklären, daß viele heute denken, schwarz sein definiere sich über Musik und Klamotten (ausschließlich). Totaler Schwachsinn... |
| majiik | bist du arbeitslos nordy ? :p |
| Nnordy | Nein, wieso? Und das waren auch früher nicht alles arbeitslose Asseln, wenn Du das meinst. WAr mir klar, daß einige nicht verstehen werden, was ich meine... Um Deine Frage in aller Ausführlichkeit zu beantworten: Neben meinem Studium habe ich 100h monatlich gejobbt, davor eine Ausbildung gemacht und ab 1. März bin ich wieder Vollzeit berufstätig als Redakteurin... |
| rosenkind | Thema Individualität: es gibt weder das absolute Individuum, noch gibt es den Menschen von der Stange. Unsere Einzigartigkeit als Mensch besteht nicht daraus, dass wir völlig anders sind als andere, sondern sie besteht in der Kombination unserer Eigenschaften, die wir mit anderen teilen. Die meisten (so gut wie alle?) Menschen trinken genauso aus dem Glas wie ich es tue. Aber keiner davon trägt meinen Namen + wohnt in meinem Haus + hat meine Eltern + mein Geschlecht + .... einzigartig ist somit jeder... nur manche Individuen haben halt ein paar Eigenschaften, die sie mit weniger Menschender Gesamtkultur um sie herum gemeinsam haben... [QUOTE]Sportarten/Freizeitbeschäftigungen wie Tennis oder Golf waren verpönt.[/QUOTE] Das leuchtet mir nicht ganz ein. Gut okay, Golf ist als "Bonzensport" verpönt aber was ist schlimm an Tennis? [QUOTE]und damals hat man niemanden gefunden, der etwa Bänker war, Wirtschaftler oder sonstwas.[/QUOTE] Ich besuche ein Wirtschaftsgymnasium, aber ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, in dieser Richtungzu arbeiten, ich möchte es nach Möglichkeit sogar vermeiden, überhaupt irgendwie in der Wirtschaft/für die Wirtschaft zu arbeiten und seis nur als Verkäuferin bei Edeka. Warum ich aufner Wirtschaftsschule bin, liegt einzig und allein daran, dass diese Privatschule meine einzigeMöglichkeit war, direkt nach der Realschule mein Abi zu machen und ich, soblad ich selbiges habe, in den sozialen Bereich gehen möchte. Vielleicht mit Sozialpädagogik? ;) |
| majiik | nein nein, ich habe schon verstanden. Aber ich merke immer wieder das ich nen komischen Sinn fuer Humor habe :confused: |
| Demon17 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Mein Junger Padawan... Unergründlich die Wege zur Dunklen Seite sind, wie auch Ihre Absichten. Mit Sorge beobachten wir, wie viele der Jünglinge sich blind den Versprechen und Einflüsterungen der Dunklen Lord hingeben, welche damit das Gleichgewicht der Macht nachhaltig zu ihren Gunsten beeinflussen wollen...! Der Hauptgrund für den Zwiespalt liegt schon in der Art uns Weise, wie man früher, und heute zur "Szene" fand. Nebenbei sei aber erwähnt, das hier nichts weiter geschieht, wie schon vor 10 jahren, als die damals junge Generation der "Schwarzromantiker" die Wavekultur unterwanderte, und später ablöste...! [/B][/QUOTE] ...vor zwanzig Jahren Seneca so lange ist das schon wieder her. Mitte der 80er war es als diese gelackten Grufties sich in unsere Tanzhallen verirrten...:D |
| Solstice | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]...vor zwanzig Jahren Seneca so lange ist das schon wieder her. Mitte der 80er war es als diese gelackten Grufties sich in unsere Tanzhallen verirrten...:D [/B][/QUOTE] Und ich dachte, das wäre ein Dauerzustand? |
| theFleder | jetzt habt ihr ja fast ein halbes Jahr Pause in diesem Gespräch gemacht :D :D :D |
| rosenkind | Gut Ding will Wele haben :D |
| LordByron | also ich bin wie folgt in die "Gothic Szene gekommen": Ich habe mich so entwickelt ohne leute dieser szene zu kennen. Dann habe ich angefangen in clubs zu gehn habe leute kennen gelernt... und über die bin ich dann "rein gekommen" ;) in sofern ... wie das sein muss finde ich... Ich denke man muss sich seinen platz ergattern... ihn geschenkt bekommen is langweilig. *HOCH LEBE DIE ROMANTIK BEI SCHWARZEN KERZEN* :) *gibt doch nichts tolleres* |
| logic_system | ich find rote kerzen schöner, bin ich jetzt kein schwarzkittel mehr? *g im ernst, die, die am meisten tumult um das "bin ich jetzt gruftie" bzw. "hey, ich kann mir schwarze klamotten kaufen" machen, haben das ganze am wenigsten begriffen..... es gibt keine grufties mehr, dafür aber: gothic-lolitas cyber-goths "batcaver" tbmler metalfreds und uniform-freunde mit einem ziemlich pervertierten verständnis des neofolk-genres das, was alle gemeinsam haben: meistens abziehbildchen, keine wirkliche ahnung von der musikalischen materie und oft ein ziemlich gleichförmiges leben (woche: arbeiten, wochenende: disco gehen). und ja, dass ist das ergebnis einer zweijährigen feldstudie ;) dass man mal volle "persönlichkeiten" trifft, ist selten und wenn machen die meistens musik (nein, billig-fruity loops electro zählt für mich nicht dazu) oder sonst irgendwas kreatives....aber das wird ja auch immer seltener es ist doch traurig, dass das "leben" nur in club stattfindet, sich alles um clubs dreht und / oder das internet. ist doch viel schöner sich seine aktuellen perlen (ach, ich vergaß, heute kauft ja kein schwanz mehr cds oder platten oder gar tapes...) bei nem glas weißwein mit freunden anzuhören und auszutauschen, über gott und die welt zu reden, anstatt sich das disco-gedröhne zu geben |
| rosenkind | [QUOTE]Warum ich aufner Wirtschaftsschule bin, liegt einzig und allein daran, dass diese Privatschule meine einzigeMöglichkeit war, direkt nach der Realschule mein Abi zu machen und ich, soblad ich selbiges habe, in den sozialen Bereich gehen möchte. Vielleicht mit Sozialpädagogik?[/QUOTE] und fast 2 Jahre später studiert sie Pädagogik. Langsam mach ich mir echt Angst :D |
| Darket | [QUOTE]ist doch viel schöner sich seine aktuellen perlen (ach, ich vergaß, heute kauft ja kein schwanz mehr cds oder platten oder gar tapes...) bei nem glas weißwein mit freunden anzuhören und auszutauschen, über gott und die welt zu reden, anstatt sich das disco-gedröhne zu geben[/QUOTE] Das liegt daran, dass der Grufti von welt nur Rotwein trinkt. |