German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: lebens : ART
    Thema: Was/wer ist "normal" ?
Schwarzer PrinzIn Anlehnung an den Thread "Lebensgefühl"

[url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=73001[/url]

stelle ich zur Diskussion:

"Man muss erstmal einen Zustand definieren (d.h. Normalität) um dann entscheiden zu können bin ich anders (abseits der Normalität?). Aber wenn hier noch nicht mal Normalität definiert werden kann, ist die Diskussion um anders sein eigentlich überflüssig...."

Bin ein paar Seiten zurückgegangen und habe keinen entsprechenden Thread gefunden, sollte er schon existieren, dann zusammeführen oder schließen
:)
SenecaIch habe darauf absolut keine Antwort. Ich glaube als "normal" wird bezeichnet wer oberflächlich als angepasst erscheint, und seine Interessen nicht in den Vordergrund spielt, sonder sie im privaten alleine oder mit anderen Gleichgesinnten auslebt.

Eines ist somit klar...Normalos sind per Definition eine extrem seltene, ich möchte fast sagen, vom Aussterben bedrohte Rasse.

So weit ich das Beurteilen kann meine der generische Goth mit Normalos Leute die keine Schwarzen Kutten tragen.
das hat mit dem Annahme zu tun das tragen schwarzer Kutten sei ein drigendes Qualitätsmerkmal für intelligente und interessante Leute.
BartimäusAls normalos würde ich definieren...

Leute die sich selber der masse anpassen und alles das in der masse getan wird sofort akzeptieren und mitmachen und sich selber so verärndern das sie von der masse akzeptiert werden...

so in etwa würde ich es definieren...
MontroseWenn ein Normalo einer ist, der das tut, was die Masse tut....

dann frage ich: was tut denn die Masse?

Denn wenn ich nicht weiß, was die Masse tut, dann kann ich auch nicht erschließen, was ein Normalo ist.
Schwarzer PrinzGut gut, also was ist die Masse / was tut die Masse ?

Und ist die heutige Goff Szene nicht selber eine "Masse" ?

Gruftigirl und ihre Kollegen sind hier eindeutig eingeladen zum mitschreiben, übrigens :)
moreEben, so wie Montrose sehe ich das auch (hab ich das ehrlich gesagt?!)
Äußerlichkeiten sind ja nur die äußeren Zeichen der Persönlichkeit. Und oft muss man bestimmte Kleidung tragen, sei es im Beruf oder aus anderen Gründen. Somit kommt eine Beurteilung aufgrund der Kleidung kaum in Frage wenn es darum geht einen Menschen als "normal" zu kennzeichnen.

Eigentlich ist es ja sehr "Mainstream" unnormal und unangepasst zu sein. Das ist sogar schon so eine Modeerscheinung geworden, dass so ziemlich in jedem Lebensbereich Möglichkeiten angeboten werden, sich möglichst abzugrenzen, was wiederum dazu führt, dass die Abgrenzung normal wird.

Das sah ich erst wieder heute, als ich beim H&M eine ganze Abteilung mit "Emo-Mode" gefunden habe. Ich habe nicht schlecht gestaunt. Somit wird alles abgrenzende mit Gewalt normalisiert.

Normal ist für mich auch ein Zustand des gewohnt seins. Wenn ich einen Zustand gewohnt bin, ist es für mich ein Normalzustand.
Seneca[i]I got tired of looking at clothes from this point of view of rebellion
I found it exhausting, and after a while I wasn't sure if it was right.
I'm sure that there is such a thing as the 'anti-establishment'.
It feeds the establishment[/i]

[size=1][i]Vivien Westwood, 1986[/i][/size]
gruftigirl@Schwarzer Prinz

Danke für die Einladung... :)

Genau definieren kann ich das Wörtchen "normal" leider auch nicht, ich kann nur bestätigen, das ich in meinen Augen und in deren von meiner Umgebung NICHT normal bin, denn...
- sonst würde man mich nicht beachten,
- würde ich keine Abmahnung wegen äußerem Erscheinungsbild bekommen,
- würden sich Kunden nicht über mein Privatoutfit beschweren,
- würde ich nicht ständig auf der Straße beschimpft und beleidigt werden,
- würde ich in einem Gothic-Forum nicht angegriffen werden,
- würde meine Mutter nicht sagen, "Zieh was Normales" an,
- würde meine Schwester nicht jedesmal kreischen "Wie schaust Du denn schon wieder aus!!",
- würde mein Vater nicht bedauern, er wäre der Vater der Bescheuerten,
- würde mein Vorgesetzter nicht sagen "Was geht in einem solchen Menschen nur vor...",
- würden Kinder nicht Monster hinter mir herrufen,
- würde meine Kollegin nicht behaupten, der Duft ist NICHT normal,
- würde meine Mutter nicht sagen "Wie kann man solche Autos nur schön finden??",
- würde sich nicht die halbe Menschheit auf den Straßen nach mir umdrehen,
- würde man mich in einen Bestatterforum nicht als Freak beschimpfen,
- würde man mir nicht raten, ich solle mir eine weiblichere, hübschere Frisur zulegen,
- würden Freunde nicht sagen "Wie kann man sich so nur wohlfühlen?",
- würde eine Freundin nicht Angst haben, ihr Kind bekomme Alpträume wegen mir,
- würde mein Sohn nicht zu einem Schulkameraden sagen "Die Satanistin ist meine Mutter",
- hätten Verkäuferinnen nicht diesen herablassenden, verachtenden Blick drauf, wenn sie mich erspähen (und mich nicht links liegen lassen),
- ja, selbst hier unter den Gothics würde ich Anschluß bekommen, was aber nicht der Fall ist. Denn: für die Gothics bin ich zu alt und für die Gleichaltrigen bin ich zu gothic.

Also, ich bin NICHT normal, obwohl ich mich nicht als abnormal fühle. "To fit in", wie die Amis so schön sagen. Es muß nicht der Weisheit letzter Gedanke sein, aber solange die breite Masse daran festhält, wird so die Norm geprägt. Und wer nicht dieser allgemein anerkannten Norm festhält, ist NICHT normal. Klingt doch einleuchtend, oder...?
Razielim[QUOTE]Ich habe darauf absolut keine Antwort.[/QUOTE]

Ich schon. Schwarzen Prinzes Einleitung schlussfolgernd existiert kein definierter Zustand der Normalität. Ein Zustand, der dem Begriff "Normal" auch lediglich als Namen benutzen würde, einer global verständlichen Sache ein Wort zu verleihen, würde auch keinen großen Sinn machen. Man könnte sich also darüber streiten was normal wäre und hätte damit trotzdem keine Bewertung erreicht sondern nur eine Definition. Aber whatever. Der Tatsache der nicht-existenten, absoluten Normalität entnehme ich ganz einfach eine lediglich subjektiv vorhandene: (haha, bin ich wirklich der erste der das in die diese Diskussion einbringt?)
Wer täglich auf dem Weg zur Arbeit seinen Aufzug zur Arbeitsetage mit 18 anderen komplett in schwarz gekleideten und nach sonstwas riechenden Gestalten teilt erahnt mit der Zeit dass keine okkulte Satansanbetung oder ein demonstrativer Gedenkzug der vom Aussterben bedrohten Pandabären dafür verantwortlich sein muss, sondern sich dies auf wiederrum subjektive Geschmäcker zurückführen lässt. (Schwarz ist schick, by the way.)
Meine empfundene "Abnormalität" äußert sich wiederrum durch Interpretationen ansonst ungewohnter Situationen zu einem realitätsfernem Bild, die kurioserweise dennoch manchmal ernstgenommen werden. Wenn die plötzliche Anwesenheit einer Gruppe Hip-Hopper in dieser Wohngegend so subtil Drogenhandel und Bandenkriege vermitteln würde, als ob dies schon immer Alltag gewesen wäre, beispielsweise.


Wenn ich also darüber nachdenken müsste wie normal ich bin kann ich darüber eigentlich keine Aussage machen da ich keine lediglich äußere Wahrnehmung von mir habe und alles was ich tue mit einem Sinn verbinden muss, der erst Antrieb dazu gewesen ist. Aber ich bin immer furchtbar begeistert davon für unnormal gehalten zu werden und bei Leuten dein Eindruck zu hinterlassen, ich hätte etwas zu verbergen.

Edit: "Abornmalitäten" werden mit der Zeit zunehmends mehr als "Normal" empfunden, wenn man sich ein besseres Verständis darüber aneignet, oder eine logische, wenn auch nicht wahrheitsgemäße, Erklärung dafür findet.

Just my two Cent
Razielim
AntaressAuch wenn ich hier nur immer stiller Mitleser bin, hätte ich doch mal eine Frage an Gruftigirl.
Warum änderst du es nicht, wenn du doch überall aneckst und selbst deinen Kindern peinlich bist.
Es macht dir doch offensichtlich zu schaffen das man dich so behandelt.
Wenn ich mir das alles so durchlese, dann drängt sich mir der Verdacht auf, das du eigentlich unglücklich darüber bist obwohl du mit aller Macht versuchst deinen Stil und deine Provokante Art (sei es duch Kleidung, Duft oder dein Wesen) aufrecht zu erhalten.
gruftigirl@Antaress

Es ist ein Gefühl, das von meinem Inneren kommt. Ich kanns mir nicht erklären, ich kann mich auch nicht ändern. Das habe ich schon so oft - eben wegen dieser Anfeindungen - versucht und mußte feststellen, ich kann nicht "ohne".
Es ist ein Bedürfnis, es versteht so gut wie keiner, aber es existiert. Man muß es nicht einmal "gothic" nennen, aber mit Gothic habe ich sowas wie eine Rechtfertigung, eine Erklärung für meine Gefühle, mein Wesen. Und egal wieviele Feinde ich mir damit schaffe, ich kanns nicht aufgeben. Also muß ich lernen, mit allen Konsequenzen zu leben.
Man ist zwar Außenseiter, aber man ist auch ganz sich selbst. Und wer mir Klischee hinterherwirft, den kann ich wohl nicht aufhalten. Aber für mich sind das keine Klischees.

Mag sein, das mich manche sogar als psychisch krank halten. Mag sein, daß das auch stimmt. Aber ich kann es nicht ändern. Das bin ich.
So schauts aus.
AntaressNaja gut, wenn dem so ist, ist es wohl so. aber meinst du nicht auch das es sich vielleicht ein wenig entschärft wenn du ab und an mal ein wenig kürzer damit trittst. Nicht ganz aufgeben, das mein ich nicht. Aber ein paar Sachen eher "gesellschaftsfähiger" machst. Wenn ich mir überlege das ich überall anecke, mir meine Umwelt zum Feind mache und mich damit zum Gespött, das wäre füchterlich für mich. Ich möchte Respekt, Anerkennung, das wird dir alles vorenthalten. Man lacht dich aus, man greift dich an, du bist peinlich, ja sogar hier, wo du denkst das du Mitstreiter hast, wirst du teilweise angefeindet. Ist es das alles wert?
Meinst du wenn du dich zumindestens etwas anpasst, das du dich gleich ganz verlierst? Das du dann nicht mehr der bist der du im Innersten bist? Kann ich mir nicht vorstellen. Der Charakter bleibt doch der Selbe, und darum geht es doch. Ich denke du kannst nur gewinnen.
gruftigirl[QUOTE]Man lacht dich aus, man greift dich an, du bist peinlich, ja sogar hier, wo du denkst das du Mitstreiter hast, wirst du teilweise angefeindet. Ist es das alles wert?[/QUOTE]

Ja.
AntaressDann darfst du dich aber auch nicht wundern und empört sein darüber. Dann sind deine Beiträge, wie die Abmahnung wegen der Kleidung oder den sonstigen Ungerechtigkeiten dir gegenüber sinnlos. Denn du willst das dann so. Oder willst du Bestätigung und Streicheleinheiten das die Menschheit schlecht ist? Dann mußt du es so hinnehmen. Ich meine, du bist keine 14jährige mehr die um jeden Preiß auffallen will. Du bist eine gestandene Frau die sicher abwägen kann welche Reaktionen ihre Aktionen hervorrufen.
Goat93Wow, von nicht normal über nicht beachtet zu
Psychisch krank....geht ja ganz schön fix...

Ich würd eher sagen das Gruftigirl sich was einredet
um sich selbst darüber zu Promoten
AntaressMir ist es schleierhaft warum man so einen Aufwand betreibt und sich selbst dermaßen kasteit nur um negativ aufzufallen? Warum man unbedingt als nicht "Normal" gelten will? Warum man das gesellschafftliche Gefüge so vor den Kopf stoßen muß um ja nicht als der nette Mensch von Nebenan gelten zu müssen?
Was ist so schlimm daran, am Normal sein, was ist es eigentlich, woher weiß man das man unnormal ist?
Ist es die Schrankwand die man im Wohnzimmer stehen hat? Oder das man dreimal am Tag ißt? Oder das man sich Familie, Beruf und Kinder wünscht? Und kann ich, wenn ich das alles habe, nicht trotzdem anders sein als andere, weil ich anders denke, oder fühle.
Wenn man genau darüber nachdenkt, und ich will jetzt nicht all meine Gedanken darüber aufschreiben, dann ist keiner Normal, denn der Mensch an sich ist so unterschiedlich, das es gar nichts normals geben kann.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Antaress [/i]
[B]N Aber ein paar Sachen eher "gesellschaftsfähiger" machst. Wenn ich mir überlege das ich überall anecke, mir meine Umwelt zum Feind mache und mich damit zum Gespött, das wäre füchterlich für mich. Ich möchte Respekt, Anerkennung, das wird dir alles vorenthalten. Man lacht dich aus, man greift dich an, du bist peinlich, ja sogar hier, wo du denkst das du Mitstreiter hast, wirst du teilweise angefeindet. Ist es das alles wert?
[/B][/QUOTE]

Diese Aussage find ich ja ganz uebelst - gesellschaftsfæhiger-
Manchmal gibt es Situationen, da kann man sich noch so anpassen, man fællt trotzdem auf.
Nur weil jemand eine eingerostete Meinung hat, muss man den anderen mit seiner Art nicht fuer einen Stænker halten.

Warum lacht man einen andersartigen Menschen aus? Warum muss man das tun?

Kapier das nicht!
AntaressAuslachen muß man keinen, aber anscheinend passiert ihr das, so wie sie das schreibt. Und das find ich schon sehr erschreckend und demütigend für sie. Ausserdem hatte ich den Eindruck das sie unter der Situation leidet, darum das Wort "Gesellschaftsfähiger" in Zusammenhang mit "normaler". Beispiel, weniger Duft oder was auch immer sie extrem macht um aufzufallen.
more[QUOTE]Mir ist es schleierhaft warum man so einen Aufwand betreibt und sich selbst dermaßen kasteit nur um negativ aufzufallen? Warum man unbedingt als nicht "Normal" gelten will? Warum man das gesellschafftliche Gefüge so vor den Kopf stoßen muß um ja nicht als der nette Mensch von Nebenan gelten zu müssen?
( ... )
Wenn man genau darüber nachdenkt, und ich will jetzt nicht all meine Gedanken darüber aufschreiben, dann ist keiner Normal, denn der Mensch an sich ist so unterschiedlich, das es gar nichts normals geben kann.[/QUOTE]

Ich finde es unglaublich interessant, wie du das beschreibst. So ähnlich sehe ich es auch.

Dieses plakative "Anders-sein" - gerade auch im Sinne von "die Anderen schocken müssen" - sehe ich als wahnsinnig fixiert auf die eigene Person. Hat ja was von Aufmerksamkeit heischen. Und wenn es negative Aufmerksamkeit ist, umso besser! "Bitte, bitte beachtet mich!"

Am allerschlimmsten finde ich daran, die Verurteilung der sog. "Normalos"

Also, ich ziehe durch die Stadt, wie ein wandelndes Plakat mit der Aufschrift "Leck mich am Arsch" und beschwer mich dann drüber, dass die Leute sich nach mir umdrehen, weil sie das nicht verstehen.

Dann wird geheult und nach Toleranz gebrüllt. Aber genau diese Leute tolerieren die Reaktionen der sog. "Normalos" überhaupt nicht!

Wenn ich also mit diesem Plakat durch die Straßen laufe muss ich auch akzeptieren, dass der Mensch nunmal so ist, dass er ablehnt was er nicht kennt. Oder zumindest Fremden gegenüber skeptisch ist. Das ist dem Menschen angeboren. Hätte er früher versucht den Säbelzahntiger zu streicheln, wäre ihm die Hand abgebissen worden. Die Reaktionen der Masse sind berechenbar. Also muss ich in den Wald hineinschreien, so wie ich erwarte, dass es daraus zurück hallt.

Diese ewige, nervige Weinerei darüber, wie blöd die Gesellschaft ist, und auf uns Schwarzkittel reagiert, hängt mir sowas von zum Halse raus. Als wüssten wir nicht schon lange, warum die so reagieren. Das hat nichts mit Akzeptanz zu tun, sondern ist eine ganz natürliche skeptische Haltung genährt von Klischees die genau diese Leute selbst so gerne zur Schau tragen. Wenn ich also rumlaufe mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, mit Nieten bewehrt und alle Klischees erfülle, die man so in der schwarzen Szene finde, dann nähre ich genau diese Unsicherheit bei den Leuten.

Wobei ich sagen muss, dass die Menschen sehr auf Mimik reagieren. Und ich eigentlich sehr oft, sehr positive Reaktionen auf mein Äußeres bekommen habe, selbst wenn ich total überstylt auf dem Weg zur Disko war. Gerade ältere Menschen unterhalten sich gerne mit mir, auch darüber, warum ich so gekleidet bin. Mir ist sehr viel Interesse entgegengebracht worden. Ich kann die Berichte die das Gegenteil aussagen eigentlich nicht nachvollziehen. Liegt hoffentlich auch daran, dass ich einfach gerne lache.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHeart [/i]
[B]
Warum lacht man einen andersartigen Menschen aus? Warum muss man das tun?

Kapier das nicht! [/B][/QUOTE]

Weil die Menschen oftmals Realsatire pur sind.
Mehr wie Kopfschütteln und Auslachen bleibt da nicht
über....
moreSchauen wir uns mal selbst an? Wie reagieren wir wenn wir (nur ein Beispiel) Hopper, Emo, Metaller, andere beliebige Jugendkultur oder Randgruppe sehen? Na??? Uns liegen X-tausend blöde Klischees auf der Zunge, und ja, ich hab mich selbst schon dabei ertappt, dass ich in mich hineingegrinst hab.

Dass der eine lauter reagiert wie der Andere ist sicherlich Charaktersache. Es gibt auch einfach sehr, sehr viele dumme Menschen, denen langweilig ist, und die sich gerne darüber profilieren, dass sie es sich trauen jemanden anzupöbeln.

Aber das liegt sicher nicht an uns, sondern wären wir dick, klein, türkisch, oder sonstwas würden uns die selben Leute auch anpöbeln. Wir sind halt gerade richtig an Ort und Stelle um als Frustabladeplatz von solchen Leuten zu dienen. Und wir passen halt in das Raster dieser Menschen.

Mein Schwiegervater war immer der Meinung, alle tatoowierten Menschen wären Verbrecher. Seit er mich kennt ist dieses Klischee aus seinem Kopf verbannt. Oft reicht einfach der Beweis des Gegenteiles um den Frieden wieder herzustellen.

Wir Goffis sollten uns nicht als das Opferlamm der Nation sehen, es gibt genügend andere Leute, die genauso Opfer von irgendwelchen Blödianen sind. Und sich darüber aufzuregen ist vergebens, denn blöde Menschen gabs schon immer und die sterben auch nicht aus. Ich hätte auch noch nie davon gehört, dass ein Mensch davon gestorben wäre, weil andernorts jemand über dessen Existens geheult hat.
Montrose[QUOTE]Warum lacht man einen andersartigen Menschen aus? Warum muss man das tun?[/QUOTE]

Niemand hier würde über einen Rollstuhlfahrer oder über einen Leistungssportler lachen.

Andersartige Menschen werden also für gewöhnlich nicht ausgelacht.

Das Problem fängt dann an, wenn jemand für etwas ernstgenommen werden will, dass ich nicht ernstnehmen kann.

Da habe ich das Gefühl, in ein Theaterstück eingebaut zu werden, bei dem ich nicht mitspielen möchte, weil ich darin keinen Sinn sehe.

Die "Andersartigen" könnten ja versuchen, mich zu überzeugen, dass das doch einen Sinn hat. Nur zu sagen "So bin ich halt" ist ein bißchen ein schwaches Argument.

Gäbe es irgendwelche überzeugendere Gründe?
more[QUOTE]Niemand hier würde über einen Rollstuhlfahrer oder über einen Leistungssportler lachen.[/QUOTE]

Wenn du dich da mal nicht bitter irrst mein Lieber...
AntaressAndersartigkeit ist faszinierend
Extrem Andersartig ist verunsichernd
Und genau darauf reagiert der Mensch unterschiedlich. Die einen gaffen, die anderen Fragen, wieder andere tuscheln und wenn es ganz schlimm kommt werden sie agressiv.
MontroseWas soll "Andersartigkeit" denn sein? Es gibt tausend Arten, wie Menschen "anders" sein können.

[QUOTE]Und genau darauf reagiert der Mensch unterschiedlich. Die einen gaffen, die anderen Fragen[/QUOTE]

Welche Antworten bekommen sie dann auf ihre Fragen?
Darauf kommt's doch an!


Wenn einer als Einzelkämpfer irgendwas für Umweltschutz, Gerechtigkeit etc. macht, dann wird man das doch eher akzeptieren können als wenn einer einfach "nur so" anders ist.

[QUOTE]und wenn es ganz schlimm kommt werden sie agressiv.[/QUOTE]
Was soll daran schlimm sein, sich gegen Unfug zu wehren. Immerhin haben die "Normalos" auch ein Recht auf ihre Lebensform. Die Aufmerksamkeit gegenüber irgendwelchen Blender geht doch auf ihre Kosten.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Wenn du dich da mal nicht bitter irrst mein Lieber... [/B][/QUOTE]

Ich lach jeden Tag über Leistungssportler :D
moreMeine Schwester hat ein behindertes Kind - Anfeindungen sind an der Tagesordnung, einkaufen gehen ist ein Spießrutenlauf.

Und da bekomme ich wirklich einen Hass! Wenn ich mich anziehe wie ein Schornsteinfeger ist das meine Sache, dann weiß ich warum die Leute gaffen, aber ein behindertes Kind sieht nicht freiwillig so aus.
Also würde ich niemals behaupten, dass Rollstuhlfahrer nicht ausgelacht werden, wenn schon kleine Kinder mit Behinderung diffamiert werden.
AntaressMeine Theorie ist relativ simpel
Jeder sucht im Gewimmel der Welt seinen Platz und es ist nicht gerade einfach rauszufinden wer man ist. Es gibt viele unterschiedliche Richtungen und Denkweisen. Mal fühlt man sich dort wohl, ein paar Jahre später wandelt sich der Standpunkt und man geht wo anders hin (menschlich gesehen). Irgendwann hat man genau das gefunden wonach man sucht oder sich zumindestens arangiert mit dem was halt grad ist. Man ist entweder zufrieden oder man geht weiter auf Schatzjagdt. Die einen wollen partout "Normal" sein und ja nicht anecken und vergessen darüber ihre eigene Persönlichkeit (ich nehme mich damit nicht aus) und wieder andere wollen Ihre "Persönlichkeit" unter allen Umständen verteidigen und verliehren damit an Glaubwürdigkeit weil sie sich so verrenken.
DyspenthesIch behaupte mal, dass die "Anfeindungen", von denen gruftigirl spricht, vor allem daher kommen, dass es in jedem Fall lächerlich und komisch wirkt, wenn ein Mensch, von dem man erwarten würde, dass er erwachsen sei, sich gibt, als sei er/sie 14. Und da ist es vollkommen egal, ob das nun Grufti-Kleider sind, oder knappe T-Shirts, auf denen "Bitch" steht und eine Hüftjeans, aus der der String-Tanga rausguckt. Man erwartet einfach, dass jemand mit 40 in gewisser Weise "erwachsen" ist, und dazu gehört auch, nicht wütend aufzustampfen und sich im Zimmer einzuschließen, nur weil mal irgendjemand etwas blödes geäußert hat. Wenn man in diesem Alter extravagante Kleidung bevorzugt, muss man auch die Stärke haben und ausstrahlen, dass es passt, aber das geht nicht, wenn man unbedingt seine Teenager-Jahre nachholen will.

Man ist immer nur "anders", wenn man sich unter Menschen aufhält, zu denen man nicht passt. Und wenn man dann auch noch krampfhaft versucht, zu passen, fällt das in der Regel auf, es wirkt unecht. Früher habe ich gedacht, dass ich niemals Menschen kennenlernen würde, die mich nicht als "anders" empfinden und ablehnen würden, aber es waren einfach nur die falschen Menschen, mit denen ich zu tun hatte. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis man Menschen trifft, die irgendwie "passen".
Und sobald man mit sich selbst wirklich im Reinen ist, fällt es auch nicht mal auf, wenn mal ein blöder Witz kommt, die ohnehin seltener werden, weil die Ausstrahlung eine andere ist. Man hat es überhaupt nicht mehr nötig, sich selbst zu erklären. Ich kann mittlerweile sogar anziehen, was ich will, und fühle mich in nichts "unecht".

Was ist also "normal"? Alle und nichts. Die meisten Menschen schaffen es nur irgendwann, sich zu arrangieren. Sie haben exakt die gleichen "Probleme", die hier thematisiert werden, weil jeder Mensch irgendwie Aufmerksamkeit und Respekt möchte und braucht. Aber statt darüber wochen- oder monatelang zu lamentieren, werden sie tätig und versuchen, etwas aus ihrem Leben zu machen. DAS ist wiederum das Normale. Und damit sind diese "Normalen" viel viel tiefgründiger als die Jammerlappen hier, die keine anderen Themen haben als ihr ach so entsetzliches Schicksal, angeblich "anders" zu sein.
Montrose[QUOTE]Angeblichen "Normalos" kann man es halt irgendwie nicht recht machen.[/QUOTE]
Das ist das Schicksal jedes Menschen und hat mit "normal"/"unnormal" überhaupt nichts zu tun.

Natürlich muss ich mich gegen die Vorstellungen meiner Eltern abgrenzen.

Natürlich muss ich mich von Ansprüchen anderer abgrenzen um meinen Weg zu gehen.

Natürlich muss ich irgendwie auch funktionieren, weil sonst andere ein Problem mit mir haben .... so wie ich ja auch mit anderen ein Problem haben könnte.


Zu glauben, das habe irgendetwas mit einem Kampf gegen "Normalos" oder gegen "die Masse" zu tun ist doch wohl etwas albern.


Die Frage darf wohl schon gestellt werden, warum die "Anderen" sich so schwertun, ihr Anderssein einfach durchzusetzen und zu leben, wie das jeder andere auch muss.


Glaubt Ihr denn, dass ein "Normalo" nirgends aneckt? Glaubt Ihr denn, z.B. nur ein Grufti hätte Streß mit dem Chef gepachtet?

Das Problem ist doch, dass es echten Streß und nur selbstgemachten Scheinstreß, die Provokation für lau gibt.

[QUOTE]Man wuerde niemals auf die Idee kommen zu jammern, wenn man nicht ausgelacht wuerde stændig oder aneckt oder sogar stændig gesagt bekommt: Das ist nicht normal.[/QUOTE]
Vielleicht liegt da einfach ein Sprachproblem vor. Bei manchen Leuten sollte man nicht sagen "Das ist nicht normal", sondern man müßte sagen "Das stört mich" oder "Das find ich scheiße."

Und dann wäre man endlich mal an einem konstruktiven Diskussionspunkt: ist es scheiße oder nicht?

Wenn ein Kind ständig Tassen umschmeißt und den Unterricht stört, dann ist das scheiße. Punkt. Wenn jemand einem anderen die Vorfahrt nimmt, ist das scheiße. Punkt.

Man muss doch nicht jedesmal ein Drama draus machen und so tun, als ob es Scheiße nicht geben kann, als ob Menschen prinzipiell immer und überall alles richtig machen.

Natürlich gibt es auch dieses Manöverchen: ich guck, dass ich absichtlich irgendwo anecke, damit die Leute von meinen wirklichen Schwachstellen abgelenkt sind.

Solche Techniken wandte ich gelegentlich auch an. Ein zweischneidiges Spiel, denn bisweilen fangen die Leute dann an Fehler zu sehen, die gar nicht da sind. Man redet dann genau das herbei, was man eigentlich vermeiden will. Nur.... das ist keine hochtrabende Lebensphilosophie, sondern nur ein Manöverchen. Manchmal klappt's .... wenn aber wirklich was wichtigeres zur Debatte steht, ist es besser, dieses Manöverchen gelingt nicht.


Diese Scheinprovokationen, diese Vernebelungsaktionen erleichtern nicht, sondern ganz im Gegenteil erschweren eine Beurteilung ganz gewaltig, ob jetzt wirklich Scheiße vorliegt oder nicht.

Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder, der mal Mist gebaut hat, zum Lehrer oder Richter oder Polizisten sagen würde: "eigentlich hab ich alles prima gemacht, aber Ihnen paßt meine Nase nicht." So einfach ist das nun auch wieder nicht.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Das ist das Schicksal jedes Menschen und hat mit "normal"/"unnormal" überhaupt nichts zu tun.


1.Die Frage darf wohl schon gestellt werden, warum die "Anderen" sich so schwertun, ihr Anderssein einfach durchzusetzen und zu leben, wie das jeder andere auch muss.


2.Glaubt Ihr denn, dass ein "Normalo" nirgends aneckt? Glaubt Ihr denn, z.B. nur ein Grufti hätte Streß mit dem Chef gepachtet?

Das Problem ist doch, dass es echten Streß und nur selbstgemachten Scheinstreß, die Provokation für lau gibt. [/B][/QUOTE]

Wenn es nichts zu tun hætte, dann hætte ich so viele Jahre meine seelige Ruh gehabt.

1. Frage: Weil die Massen auf einen einstuerzen und das leben lassen ziemlich erschweren

2. Frage: Klar, bei den Unnormalos :D. Scherz beiseite. So blauæugig bin ich nicht, hab genug unrechtes gesehen.

Selbstgemachter Scheinstress gibts fuer mich nicht, wobei dieser Thread darauf hinauslaufen kønnte :D
Montrose[QUOTE]1. Frage: Weil die Massen auf einen einstuerzen und das leben lassen ziemlich erschweren[/QUOTE]
Es gibt keine "Massen". Es gibt Eltern, Tanten, Lehrer, Chefs, Freunde, Nachbarn.

Kann man nichtmal von diesen Nonsensbegriffen wie Massen zu dem kommen, was gemeint ist: konkrete Personen.

Und so, wie es Leute gab und gibt, die nicht mit Dir zurande kommen, wird es auch welche geben, die Dich okay finden.

[QUOTE]Selbstgemachter Scheinstress gibts fuer mich nicht, [/QUOTE]
Okay, es gibt selbstgemachten Streß.

Die Sache ist ganz einfach: entweder Du bist für einen anderen, und der klopft Dir auf die Schulter.

Oder Du bist gegen ihn, und dann ist halt Kampf. Wenn's gut klappt, stressen sich beide, und einer sagt dann irgendwann: das ist es mir nicht wert.

Ein fairer Handel, finde ich. Davon auszugehen, man bekommt alles, was man will, ohne Gegenwind, so ist die Welt halt mal nicht.

Wenn aber einer von vornherein gar nicht kämpfen will, weil er sich zu fein ist, weil er sich nicht die Hände schmutzig machen will, oder weil er meint, die anderen durch die Mitleidstour rumkriegen zu können .... das wäre doch verdammt ungruftig....

das wäre ja richtig katholisch :D
Goat93[QUOTE]1. Frage: Weil die Massen auf einen einstuerzen und das leben lassen ziemlich erschweren[/QUOTE]

Ich frag mich wirklich, ob das so richtig ist...
Kann es nicht eher sein, das bestimmte Personen
direkt diese erschwernis haben wollen, da sie
dadurch auch zwangsläufig im Mittelpunkt stehen?

Ich kann einfach nicht so ganz verstehen wieso die
einen ständig so unnormal gelten und soooviel Streß haben
(dabei meist zwischen 13-19 sind) und die anderen das
nicht haben, aber beide im gleichen gesellschaftsbereich
leben und ein sehr ähnliches Umfeld haben?
Dyspenthes@Montrose:
Vollkommene Zustimmung!

@Goat:
Weil manche Menschen in ihrem Verhalten unbewusst irgendwelche Auffälligkeiten haben, gerade bei Teenagern, die eigentlich ganz harmlos sind, aber dazu führen, dass sie auffallen. Und weil manche Menschen, gerade Teenager, besonders empfindlich reagieren, wenn sie irgendwo auf die leisteste Ablehnung stoßen. Und bei anderen ist das eben nicht so.
Wenn die Menschen, die auffallen, mal auf Kritik hören würden und sich diese zu Herzen nehmen würden, würden sie ziemlich schnell merken, dass man vieles ganz leicht ändern kann. Aber das kann nicht funktionieren, wenn konstruktive Kritik direkt als Angriff gesehen wird und man einen auf Heulsuse macht.
Und meines Erachtens liegt darin wieder der Unterschied zwischen den "Normalen" und den vermeintlich "Ausgestoßenen": Die "Normalen" haben gelernt, mit Kritik umzugehen.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Es gibt keine "Massen". Es gibt Eltern, Tanten, Lehrer, Chefs, Freunde, Nachbarn.

Wenn aber einer von vornherein gar nicht kämpfen will, weil er sich zu fein ist, weil er sich nicht die Hände schmutzig machen will, oder weil er meint, die anderen durch die Mitleidstour rumkriegen zu können .... das wäre doch verdammt ungruftig....

das wäre ja richtig katholisch :D [/B][/QUOTE]

Schon 10 gegen 1 kann wie eine Masse wirken, meistens sind es aber weit mehr

Mitleid, Mitgefuehl etc sind mir selbst sehr fremd und ich hasse es, wenn man es mir unterstellt oder irgendjemand anderen, von dem ich weiss, das er sich was ganz anderes wuenscht, als beschissenes unbrauchbares Mitleid.

Amen




[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Ich frag mich wirklich, ob das so richtig ist...
Kann es nicht eher sein, das bestimmte Personen
direkt diese erschwernis haben wollen, da sie
dadurch auch zwangsläufig im Mittelpunkt stehen?

[/B][/QUOTE]

Ah deshalb hast Du immer eine "MassenMeinung" :D
damit lebt es sich leichter ;)

Ich bin lieber Ich, egal wie ætzend es ist.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHeart [/i]


Ah deshalb hast Du immer eine "MassenMeinung" :D
damit lebt es sich leichter ;)

Ich bin lieber Ich, egal wie ætzend es ist.[/QUOTE]

Weißt du, sowas nennt man Realsatire, was du da von dir
gibst :D
Darüber wird dann auch gelacht :D

Wieso wird darüber gelacht?
1. es ist Grundlegend falsch
2. Es ist eine einfache und billige Unterstellung um selbst
besser dazustehen
3. In dem Kontex ist es eine recht Schwache beleidigung

:D
DarkHeartNaja, dann lachen wir halt ueber uns gegenseitig ;)

weil jeder falsch ueber den anderen denkt und
ne huebsche Satire abgibt.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Weißt du, sowas nennt man Realsatire, was du da von dir
gibst :D
Darüber wird dann auch gelacht :D

Wieso wird darüber gelacht?
1. es ist Grundlegend falsch
2. Es ist eine einfache und billige Unterstellung um selbst
besser dazustehen
3. In dem Kontex ist es eine recht Schwache beleidigung

:D [/B][/QUOTE]
gruftigirlHurraaahh,
ich sollte eigentlich eine gestandene Frau darstellen und benehme mich aber wie eine 14jährige.
Ich will mit aller Gewalt meine Teenagerjahre aufholen.
Ich will volle Kanne auffallen und jammere dann, wenn ich angegriffen werde.
Egal ob positive oder negative Reaktionen, hauptsache auffallen.
Ich bin eine staatlich geprüfte Im-Mittelpunkt-Steherin.
Ich will mit aller Gewalt "anders" sein.
Ich brülle in den Wald hinein und bin entsetzt über das Echo.
Ich hoffte, hier Gleichgesinnte zu finden und darf mich nun ausweinen, weil dem nicht so sei.
Wow! Ein 40jähriger EMO...
(Sollte ich irgendetwas ausgelassen haben, dann bitte hier einfügen.)

Mann, jetzt bin ich echt gescheiter.
Fahren wir alle hier nicht allesamt Karussel und drehen uns unendlich nur im Kreis herum?????
*kopfschüttel*
Montrose[QUOTE]Schon 10 gegen 1 kann wie eine Masse wirken, meistens sind es aber weit mehr[/QUOTE]
Es mag wie eine Masse wirken, ist aber keine. Es sind konkrete Personen.

Der Satz "Meistens sind es weit mehr" kann ich nicht glauben, es sei denn, Du heißt Britney Spears. Vielleicht kennen Dich nichtmal 10 Leute. :p

[QUOTE]Ich hoffte, hier Gleichgesinnte zu finden und darf mich nun ausweinen, weil dem nicht so sei.[/QUOTE]
Weil Du im falschen Forum bist. Und vielleicht auch auf dem falschen Board, weil hier die meisten Stinos sind:

bestimmt 80 % Gymnasiasten oder Abitur. Gothic wurde genauso wie Darkwave oder Punk ganz alleine dazu erfunden, damit Stinos - also Typen, die ansonsten 1a funktionieren und scheißnormal sind - eine andere, ihre "dunkle" Seite ausleben können, ohne sich dafür allzu sehr anstrengen zu müssen (für die Sportlicheren unter uns gibt es noch Golf, Tischtennis oder Bergwandern auf Madeira).

Ich hab's Dir ja schon gesagt: eine hübsche Ponyfrisur und dann hast Du hoffentlich feminine Hüften, vielleicht nimmt Dich dann einer hier auf eine Spritztour mit dem SL360 Cabriolet mit. :)
Razielim@gruftigirl: Sofern es sich nicht um eine der mittlerweile weit verbreiteten Mode-Psychosen handelt mit denen du dich "plagst" wäre ein Besuch bei einem Psychater bei erkannter, [i]echter[/i] Problematik trotz allem immer ein empfehlenswertes Unterfangen.

[QUOTE][i]Original von Goat93[/i][b]

Ich frag mich wirklich, ob das so richtig ist... Kann es nicht eher sein, das bestimmte Personen direkt diese erschwernis haben wollen, da sie dadurch auch zwangsläufig im Mittelpunkt stehen?[/QUOTE] [/b]

Kann das ganze nicht auch vielmehr Resultat einer großen Verwirrung sein? Die Verwunderung über die eigene, heranwachsende Akzeptanz gegenüber "Masse" und "Mainstream", vor der man sich doch noch vor Jahren in "intelektuellere" und "bedachtere" Kreise geflüchtet hat? Die Besorgnis unerkannt zum ach so bösen Mainstream-Zombie verkommen zu sein und vor dem Absturz nocheinmal kräftig in die Gothen-anderssein-Klugscheißpedale zu treten bevor die alles vernichtende Frage der Denkmurmel unser aller [i]die[/i] vernichtende Gehirnwäsche unterzieht: "Warum bin ich überhaupt/eigentlich noch hier/Gothe?"
Ich habe ja eine Theore. Was man ist, entscheidet man nicht selbst, sondern ist Resultat all unserer Konfrontationen. Wenn in einem isolierten Raum voller Gothen der Faktor, der die werten Leut erst zu ach so anderen Wesen gemacht hat, fehlt, beginnen sie den Grund dafür, sich als anders wahrgenommen zu haben, zu vergessen. Erinnern sich aber noch gut, irgendwie "anders" gewesen zu sein. Der fehlende Gegenpol hat das Lebensgefühl vieler Leute, die sich dieser Szene zur Demonstration ihrer Distanziertheit zu anderen Subkulturen, Szenen und Menschen angeschlossen haben, den Todesstoss versetzt.


So in etwa vielleicht?


Cheers
Razielim
gruftigirl@Montrose

Nee, dankeschön. Ich setz´mich lieber selber ans Steuer meines Leichenwagens... :cool:
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Es mag wie eine Masse wirken, ist aber keine. Es sind konkrete Personen.

Der Satz "Meistens sind es weit mehr" kann ich nicht glauben, es sei denn, Du heißt Britney Spears. Vielleicht kennen Dich nichtmal 10 Leute. :p


[/B][/QUOTE]

Jetzt hasst Du mich aber erwischt - nur Britney kennt mich und sie hat alles ihren Fans weiter erzæhlt :D
Goat93Ich würd mir echt wünschen, das hier mal mehr die
Beiträge von Razielim durchlesen und kommentieren
würden :confused:

Ja, so stell ich mir das irgendwie vor, außer das dabei
natürlich noch andere Aspekte einwirken, wie Werbung
und Umfeld halt. Vielen wird dieses Image des Goth
ja als Cool verkauft, dann MUß man so sein, MUß diesen
Ärger mit den Normalo haben ect...
SenecaAuch wenn die Bilde die Montrose hier im Thread malt einigen überzeichent erscheinen, er hat leider absolut recht damit, bis hin zur der Gothic-Pony-Schnitte auf dem Beifahrersitz des Coupes.
und der Mitgliedschaft im SM-Zirkel.

Wenn ich mir so ansehen wer die Szene lenkt und wer sie bevölkert...das sind das nicht, um es mal deutlich auszudrücken, die 5000 WGT-Zelter, sondern die übrigen 12.000 Leute die sämtliche drei bis fünf Sterne Hotels in Leipzig ausgebucht haben.

Was kenne ich dort: Anwälte, Ärzte, Ingenieure, Techniker und Industriefacharbeiter... Leute die definitv über 2500€ Brutto im Monat liegen...und eingestreuit ein paar Sozial- und Geisteswissenschafler....

Auf der anderen Seite ein paar Studenten die sich schon als Elite Wähne weil sie ihr Abi mit 2,1 gemacht und es geschafft haben in einem Fach mit NC immatrikuliert zu sein.

Alles ganz normal.


Auch in der Schwulen und Lesbenszene in der ich lange verkehrte schien alles normal... das Drama lag auch dort nie weit unter der Fassade... hin und wieder brach dort auich jemand aus sich heraus oder brachte sich halt jemand um weil er dem Druck und dem Zwiespalt nicht mehr ertrug, oder sich selbst.

Ganz große Drama, AIDS, Lüge Selbmord, Magersucht und erpresster Sex...aber so was erwarte man da ja auch...!

Alles ganz normal so weit.
Schwarzer PrinzMh, wurde eine Definition von "normal" gefunden, falls ja, bitte kurze prägnante Zusammenfassung :)
Razielim[QUOTE][i]Original von Goat93[/i][b]

Ich würd mir echt wünschen, das hier mal mehr die Beiträge von Razielim durchlesen und kommentieren würden.[/QUOTE][/b]

Ich... fühl mich... geschmeichelt..?

[QUOTE][b]Ja, so stell ich mir das irgendwie vor, außer das dabei natürlich noch andere Aspekte einwirken, wie Werbung und Umfeld halt. Vielen wird dieses Image des Goth ja als Cool verkauft, dann MUß man so sein, MUß diesen Ärger mit den Normalo haben ect...[/QUOTE] [/b]

Ich glaube, nicht wenigen wird die Neigung zum Gothic als Folge einer intelligenten und interessanten Persönlichkeit verkauft. Und ich glaube, nicht wenige deuten daher ihr nachlassendes Interesse daran als Nachlass ihres eigenen geistigen Horizontes.. aber das ist nur eine Vermutung meinerseits.

@Schwarzer Prinz:
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Normal[/url]

Cheers
Razielim
SenecaNormalität ist nur ein Modell, sie existiert nicht, speziell nicht in sich ständig veränderen Systeme wie Gesellschaften.
Wäre Normalität eine festgelegtes mass, dann müste man das heutige "Establishment" also die 68er, als hochgradig unormal bezeichnen, was wiederum die Definition der "Norm" ad absurdum führt.

Es ist zwecklos den Kreuzzug gegen Gesellschaftsnormen durch das zur Schau tragen der eigenen "Andersartigkeit" führen zu wollen. Versuche dieses, ob nun durch reine Äußerlichkeit oder durch vermeintliches Rebellentum unter Ausnutzung der Systemtoleranz zu erreichen, sind zum Scheitern verurteilt. Der Grund dafür liegt in der Zwangsdynamik der eingefahrenen Konsumgesellschaft, die zunehmend verzweifelt nach neuen Trends sucht um in einer eigentlich übersättigten Welt immer wieder neue Reize zu schaffen.

Jene "Rebellen" gaukeln uns vor, dass wir in einer freien Gesellschaft leben.
Die Gesellschaft toleriert daher ihre "Rebellen", sie ist langfristig sogar in der Lage sie wieder als Konsumenten zu assimilieren.

Sehen wir der Sache mal in Auge...Gothic ist, wenn überhaupt, konformistische Rebellion...so wie zuvor zehntausende James Dean Epigonen in den 50ern.

Koformistische Rebellion gilt in unseren Breiten aber seit den späten 80ern als weitesgehend normal, speziell als wichtige Phase der Selbstfindung junger Erwachsener.
Schwarzer PrinzSeneca:

>>>>Normalität ist nur ein Modell, sie existiert nicht, speziell nicht in sich ständig veränderen Systeme wie Gesellschaften.
Wäre Normalität eine festgelegtes mass, dann müste man das heutige "Establishment" also die 68er, als hochgradig unormal bezeichnen, was wiederum die Definition der "Norm" ad absurdum führt.

Der Tenor ist also hier, normal lässt sich nicht oder so gut wie gar nicht definieren ?

>>>>>Es ist zwecklos den Kreuzzug gegen Gesellschaftsnormen durch das zur Schau tragen der eigenen "Andersartigkeit" führen zu wollen. Versuche dieses, ob nun durch reine Äußerlichkeit oder durch vermeintliches Rebellentum unter Ausnutzung der Systemtoleranz zu erreichen, sind zum Scheitern verurteilt. Der Grund dafür liegt in der Zwangsdynamik der eingefahrenen Konsumgesellschaft, die zunehmend verzweifelt nach neuen Trends sucht um in einer eigentlich übersättigten Welt immer wieder neue Reize zu schaffen.

Du meinst also, man müsse diese Zwangsdynamik der heutigen Gesellschaft wiederspruchslos hinnehmen ?


>>>Jene "Rebellen" gaukeln uns vor, dass wir in einer freien Gesellschaft leben. Die Gesellschaft toleriert daher ihre "Rebellen", sie ist langfristig sogar in der Lage sie wieder als Konsumenten zu assimilieren.

Welche "Rebellen" sind jetzt hier gemeint ??

Du klingst übrigens teilweise ziemlich desillusioniert. Könnte das korrekt sein ?


Ich selber bin NICHT der Meinung, dass man sich allem anpassen sollte, aber in gewissen Grenzen die der Erhaltung des eigenen Leben(standards) dienen schon. Und dies nicht nur äußerlich zur Schau tragen, sondern auch durch eine gewisse Einstellung und evtl. sogar Taten (obwohl die Deutschen ja eher zum klagen und zerreden als zu Taten neigen)......
Montrose[QUOTE]Du meinst also, man müsse diese Zwangsdynamik der heutigen Gesellschaft wiederspruchslos hinnehmen ?[/QUOTE]
Genau. Und zwar einfach deshalb, weil Dein Widerspruch selbst wieder Kult und damit Konsumnorm wird. Wie Adorno schon feststellte, hat sich die Gesellschaft gegen Revolution immunisiert, indem sie selbst permanent revolutioniert.

[QUOTE]Welche "Rebellen" sind jetzt hier gemeint ??[/QUOTE]
Klare Frage, klare Antwort: ALLE.

[QUOTE]Ich selber bin NICHT der Meinung, dass man sich allem anpassen sollte, aber in gewissen Grenzen die der Erhaltung des eigenen Leben(standards) dienen schon. [/QUOTE]
Genau das ist bürgerlicher mainstream. Alles wie gehabt, aber ab und zu durch ein Piercing oder eine Glatzenrasur groß, aber völlig bedeutungslos NICHT demonstrieren. Das ist wie Masturbation: macht Spaß, bringt aber nichts hervor. ;)

[QUOTE]sondern auch durch eine gewisse Einstellung und evtl. sogar Taten (obwohl die Deutschen ja eher zum klagen und zerreden als zu Taten neigen)......[/QUOTE]
Nana, warum so unkonkret. Wir kennen doch diese "gewissen Einstellungen" ganz genau. Und eigentlich ist man fast froh, dass die Deutschen nur reden ... :D

[QUOTE]Du klingst übrigens teilweise ziemlich desillusioniert. Könnte das korrekt sein ?[/QUOTE]
Sagen wir mal so: es gibt heutzutage keine Veranstaltung und keinen Gedanken mehr, der nicht theoretisch vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (ja, das ist der korrekte Titel) gesponsert sein könnte.

Sogar Lafontaine tanzte damals breakdance (als breakdance noch "in" war, versteht sich). Das ist alles eine riesengroße, Party, bei der sich wie bei einer Discokugel hin undwieder die Farben ändern.

Indes, meine Brille, die man mir aufsetzte, ist mittlerweile so dick, dass ich den Ernst nicht mehr erkennen kann. Irgendwo isser mir runtergefallen, unter'm Teppich oder so, und ich find ihn einfach nicht mehr.

Egal. Willst 'nen selbstgemalten "Ich pin pöhse"-Sticker oder ein Rewoluschen-T-Shirt. Gibt's im Sonderangebot für'n Appel und 'nem Ei. :)
Schwarzer PrinzMontrose = Seneca ?

Und wiese sollte ein Piercing oder Glatzenrasur irgendein Symbol für Rebellion (whatever) sein: Für mich ist das Mode und nichts anderes. Piercings sind so "in" dass sie schon wieder "out" sind....
Montrose[QUOTE]irgendein Symbol für Rebellion (whatever) sein[/QUOTE]
Whatever, scheißegal. Kann man alles nehmen. Dann ist es halt was anderes. Wenn's Euch allen so gut geht, warum oder wogegen wollt Ihr dann ums Verrecken rebellieren. Macht doch keinen Sinn.

[QUOTE]Montrose = Seneca ?[/QUOTE]

(Montrose + Seneca)/ (Hawkings - Urknall) = Weltformel³
Schwarzer PrinzÄh, wer ist "wir" ? Schrieb ich irgendwo, dass es mir gut geht ?

Also um das nochmal klar zu stellen: Deine Einstellung, Montrose, ist, friss oder stirb. Nehme hin wie es ist, man kann eh nichts ändern ?
MontroseMeine Einstellung ist: was soll man überhaupt ändern?

Wenn einer eine Armee losschickt, muss er doch eine Vorstellung haben, wogegen?

Viele auf dem Board wollen die Kirche abfackeln. Ist das für mich ein lohnenswertes Ziel? Nö, was hab ich davon. Frei rumvögeln kann ich auch mit Kirche, wie mir mancher Priester zeigt.

Also wogegen dann? Ungerechtigkeit? Puh, wie Seneca schrieb, verdienen die meisten hier durchaus okay. So what?

Was wollt Ihr ändern? Wo steht der Feind? *Gewehr durchladen*

Das einzig lohnenswerte Ziel, dass ich mit meinem Wehrmachtsfernglas in letzter ausmachen konnte, ist eine Dame mit schlechtsitzender Frisur. Und dagegen hab ich doch jetzt schon ganz gewaltig rebelliert. Hm, man könnte auch diese ganzen Gruftis abfackeln. Vielleicht sollte ich mal eine handvoll Bibeln in die Disse mitnehmen und, falls das mit dem Wunder nicht klappt, ein paar Explosivkörper hinter dem DJ parken. Man müßte mehr gegen die Rebellion rebellieren.

So, jetzt. Wenn Du mich als Volksrebell mieten könntest, was sollte ich für Dich tun?
Schwarzer PrinzIst Deine Einstellung, wenn Du zufrieden bist, okay. Andere sehen das anders.

Nee ich wollte Dich nicht mieten ;) Dann lieber Gruftigirl, die macht sicher mehr her als Du. Kann man Dich auch mieten, Gruftigirl ? Aber dann erstmal längere Haare wachsen lassen bitte...:)
DarkHeartWarum trægst Du eigentlich so viel Hass in Dir Montrose oder warum redest
Du nur von rebellieren wollen, abfackeln und sontiges, fast ueberall, wo man Dich so antrifft?

Fællt Dir nur sowas ins Auge,
hast Du keine anderen Themen, die Dich etwas positiver stimmen? Jedes Wort von Dir
erinnert mich an Rebellion. Immer schøn rebellieren gegen die, die Dir nicht in den Kram passen,
aber anderen unreife Rebellion unterstellen wollen




@Mieten und noch Extrawuensche haben, sind Menschen jetzt schon Waren aus einem Katalog?
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Schwarzer Prinz [/i]
[B]Montrose = Seneca ?

Und wiese sollte ein Piercing oder Glatzenrasur irgendein Symbol für Rebellion (whatever) sein: Für mich ist das Mode und nichts anderes. Piercings sind so "in" dass sie schon wieder "out" sind.... [/B][/QUOTE]

Autsch, die Glatze war DAS Zeichen gegen das Government
und beim Anfang keine Mode, sondern ein Statement,
ebenso der Iro, Laane Haare usw usf.
Diese Sachen sind ales erstes Statement um dann später
Mode zu werden, Rebellion wird zu Konsens, Antikommerz
zu Kommerz, Anti zu Pro und Freak zu Normal, das ist
die beste und Fähigste Waffe der Gesellschaf.

Und dadurch, das Du schon sagst, es wäre Trend haben sie
ihr Ziel auch vollkommen erreicht :)
Schwarzer Prinz[QUOTE][b]Und dadurch, das Du schon sagst, es wäre Trend haben sie
ihr Ziel auch vollkommen erreicht :) [/B][/QUOTE]

So sehe ich das auch, deswegen ist es ja sinnlos - wie Gruftigirl - auf diesem Wege rebellieren zu wollen oder seine Einzigartigkeit zur Schau stellen zu wollen...

Naja, mal abwarten ob der Chef (=Seneca) noch auf meine Fragen antwortet. Denn Montroses Antworten sind mir doch etwa zu abstrus. Ums mal vorsichtig zu sagen :D
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]seneca, was ist eigentlich mit Fällen wie z.B. Familie Sonnemann?

Oder ist alles eine Frage der Größenordnung der Gruppierungen und wird nicht der einzelne, sondern die Subkultur assimiliert? Und ist eine Rebillion oder Ausstieg somit einem Individuum oder einer kleinen Gruppe von Individuen möglich? [/B][/QUOTE]

erzähl mal, ich hab noch nie von den Sonnemanns gehört o.0

Ich mag Monties Beiträge ^..^
SenecaDu Rosie...ich kenne so "Sonnemanns" selbst, die haben das Austeigertum nicht erfunden...noch von früher 1992-1995...Die Kinder meiner Hoffmanns sind zur einen Hälfte im Sozialhilfemilieu versackt, und die ander Hälfte wurde ein Punk, später schwanger, hat einen StiNo geheiratet... und tja... den Rest kannst Du Dir denken... Papa Hoffmann lebt (falls er noch lebt) jetzt in Bemen und hat keine Zähne mehr. Seine Ex-Frau hat sich vor Jahrzehnten von ihm getrennt und eine Karriere als selbstständige Hebamme angefangen...so was mit sanfte Geburt zuhause und was mit Shakren und Steinchen.

Das klärt evtl. auch die Frage vom Prinzen... Ja ich bin desillusioniert... Die "schwarze" Szene war nur eine von vielen angeblich "unkonservativen" in denen ich mich in den letzten 18 Jahren herumgetrieben habe. Sie war immer recht praktisch, da man durch sie in viele andere verwandte Szenen leicht transzendieren konnte.
Montrose[QUOTE]Ist Deine Einstellung, wenn Du zufrieden bist, okay. Andere sehen das anders. [/QUOTE]

Andere sehen es anders??

Wer sind die anderen??

Inwiefern sehen sie etwas anders??

Merkst Du nicht, dass Du nur mit Worthülsen spielst, ohne dass Du irgendetwas mit Inhalt ausdrücken könntest. Es ist alles nur Bluff.

Wenn es die anderen gäbe und die hätten was zu sagen....
was wäre das denn, Schwarzer Prinz. Du bist am Zug!


[QUOTE]Warum trægst Du eigentlich so viel Hass in Dir Montrose [/QUOTE]
Weiil ich die Menschen für Lügner und Schwindler halte.

[QUOTE]So sehe ich das auch, deswegen ist es ja sinnlos - wie Gruftigirl - auf diesem Wege rebellieren zu wollen [/QUOTE]
Rebellieren gegen was???? Da steckt doch kein Plan und kein Ziel dahinter. Das ist doch alles sinnloser Krampf.

[QUOTE]seneca, was ist eigentlich mit Fällen wie z.B. Familie Sonnemann?[/QUOTE]
Wozu sollte das gut sein? Was war die Botschaft?

Dass wir jetzt nicht mal mehr Hartz-IV brauchen, sondern die Armen halt im Wald umsonst Beeren pflücken sollen?


Ich finde diesen inhaltsleeren Aktionismus, der nicht mal als Jux daherkommt sondern enrstgenommen werden will, dermaßen zum Abkotzen.

Ich mach diesen Scheißdreck ja schon seit Jahrzehnten mit, dass ständig irgendein Arschloch mir unter die Nase reiben will, dass er "anders" ist und deshalb gefälligts Respekt verdient.
Von der Nicaragua- bis zu Peace- bis zur AKW- bis zur Feminismusscheiße (Menstruationstänze, ja, das war wirklich mal in, gaaanz lecker). Und natürlich ist jeder, der mal eine Mettwurst ißt, ein Bambimörder der alle Tiere auf dem Planeten ausrotten will.

Ich hab einfach die Schnauze voll von Leuten, die wirklich gar nichts in der Birne haben, völlig ungebildet und strunzdoof sind, aber sich mit irgendeiner völlig nutzlosen Scheiße profilieren wollen.

Das ist einfach ein Ermüdungseffekt.

[QUOTE]warum redest
Du nur von rebellieren wollen, abfackeln und sontiges,[/QUOTE]
Sorry, Du hast vergessen zu schreiben, was ich abfackeln will. ;)
Als erstes diese ganzen verlogenen Wattebäuschchenwerfer.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Andere sehen es anders??


Weiil ich die Menschen für Lügner und Schwindler halte.


. [/B][/QUOTE]

Ich wurde letztens von jemanden aufgeklært, das Du viel Ironie in Deinen Texten benutzt
und manche Aussagen nur Spass sind,
ich dagegen hab Dir alles geglaubt

Mich kann man also ziemlich gut beluegen

Vielleicht glaubst Du anderen so schlecht, weil Du es von Dir nicht anders kennst, weil Du selbst
gerne die Leute hochnimmst?
Montrose[QUOTE]Ich wurde letztens von jemanden aufgeklært,[/QUOTE]
Warum fängt Dein Beitrag mit "ich" an? Bist Du gerade das Thema?
Neulich hat so ein Spaßvogel, nachdem ich ihn x-mal nach seiner Weltanschuung fragte, und da nichts kam, geschrieben [u]ich meine[/u] ....... unterstrichen, damit man ja nicht übersieht, dass er eine Meinung hat. Hatte er aber nicht. Anschließend kamen wieder nur hohle Phrasen.



Du schreibst gekonnt an meinem Beitrag vorbei und versuchst die Sache dadurch abzutun, dass ich angeblich nur Spaß mache.

Mache ich aber nicht.

Ich frage, inwiefern andere Leute "anders" sind?

Gerade dadurch versuche ich euch ernstzunehmen, indem ich verstehen will, was eure Meinung ist.


Anstatt an mir vorbeizuschreiben, gib doch nur auf eine meiner Fragen eine Antwort.

Welche Botschaft, zum Beispiel, wollten die Sonnemanns übermitteln?


Hast Du dazu eine Meinung? Kann man mit Dir über solche Dinge sprechen?

[QUOTE]Andere sehen es anders??

Wer sind die anderen??

Inwiefern sehen sie etwas anders??

Merkst Du nicht, dass Du nur mit Worthülsen spielst, ohne dass Du irgendetwas mit Inhalt ausdrücken könntest. [/QUOTE]

Ich möchte darauf eine Antwort!


Das Problem ist: die früheren Nicaragua- und Feminismus-Freaks konnten wenigsten ihre Ziele noch halbwegs formulieren.

Ihr aber seid die (Wort- und Klamotten-)Hülsen-Generation .... es ist alles noch viel schlimmer geworden als damals. :(
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Ihr aber seid die (Wort- und Klamotten-)Hülsen-Generation .... es ist alles noch viel schlimmer geworden als damals. :( [/B][/QUOTE]Junge, so alt sind wir auch noch nicht dass wie uns da einfach ausnehmen können. Mit ein wenig Selbstkritischer Analyse kommt man oft selbst zum Schlus dass man auf irgendeiner fremddefinierten Welle reitet. Die Frage ist dann nur, ob man absteigen will. Oft sind es ja nicht mal neue Erkenntnisse die man persönlich da zieht. Im Laufe der Einverleibung der Punkszene in die Konsumgesellschaft kamen auch schon andere darauf, wie die von mir bereits zitierte Vivienne Westwood.
DarkHeartIch fange immer mit Ich an, weil ich ein Egoist bin - typisches Merkmal dafuer.

Na dann kann ich ja schonmal was super gut - gekonnt vorbei schreiben :D

Eigentlich hab ich Dich immer ernst genommen, bis man mir sagte, das vieles von Dir Ironie sei und viele harte Meinungen, die oft ins beleidigende gehen, Spæssle sein sollen. Wenn das wirklich alles ernst gemeint ist, was Du in 4000 Posts geschrieben hast, dann bin ich ja froh darueber, wenn auch entsetzt, das ein Mann so viel Murks von sich geben kann.

Warum ich anders bin?

Weil ich gewøhnliches zwischenmenschliches nicht kann, - dadurch wurde ich zum Gespøt gemacht, weil andere es alles kønnen und stændig betreiben.

Ich suche daher gezielt nach meinesgleichen, sie sind wirklich verdammt schwer zu finden in dem Getuemmel, aber sie sind vorhanden und sofort erkennbar, manche auf den ersten Blick, manche auf den zweiten erst.

Habe mich halt vertan in mimikfreien GothicFaces meinesgleichen zu sehen. Ein fataler Fehler. Dennoch kann ich Menschen verstehen, die in Gothic ihr Dasein suchen, hab ich ja auch gemacht., weile viele Probleme mit der Gesellschaft bekommen und das sind weit mehr als 10 Personen, die einem im Leben begegnen und einem das Leben aussergewøhnlich schwer machen.

Wie es mit den anderen aussieht, weiss ich nicht,

Mein Ziel ist gegenseitige Akzeptanz zu erlangen, daher schreibe ich in Foren, das ein Haufen Dummbabler auch mal von anders denkenden uebertønt werden und man eine Meinung, die mehrfach auftaucht, nicht als die Richtige angesehen werden soll, nur weil sie in der Ueberzahl auftaucht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Warum fängt Dein Beitrag mit "ich" an? Bist Du gerade das Thema?
Neulich hat so ein Spaßvogel, nachdem ich ihn x-mal nach seiner Weltanschuung fragte, und da nichts kam, geschrieben [u]ich meine[/u] ....... unterstrichen, damit man ja nicht übersieht, dass er eine Meinung hat. Hatte er aber nicht. Anschließend kamen wieder nur hohle Phrasen.



Du schreibst gekonnt an meinem Beitrag vorbei und versuchst die Sache dadurch abzutun, dass ich angeblich nur Spaß mache.

Mache ich aber nicht.

Ich frage, inwiefern andere Leute "anders" sind?

Gerade dadurch versuche ich euch ernstzunehmen, indem ich verstehen will, was eure Meinung ist.


Anstatt an mir vorbeizuschreiben, gib doch nur auf eine meiner Fragen eine Antwort.

Welche Botschaft, zum Beispiel, wollten die Sonnemanns übermitteln?


Hast Du dazu eine Meinung? Kann man mit Dir über solche Dinge sprechen?



Ich möchte darauf eine Antwort!


Das Problem ist: die früheren Nicaragua- und Feminismus-Freaks konnten wenigsten ihre Ziele noch halbwegs formulieren.

Ihr aber seid die (Wort- und Klamotten-)Hülsen-Generation .... es ist alles noch viel schlimmer geworden als damals. :( [/B][/QUOTE]
Goat93Darkheart:

Meinst du nicht, das es etwas sehr Polarisierend ist, wenn
man 400 beiträge einfach in Ironisch, Nicht ironisch einteilt?

Ok, so funktioniert das StiNO vs. Goth Thema ja auch,
weil muß man nicht nachdenken, aber an der Wirklichkeit
geht das eben völlig vorbei.

Ironie erkennt man im Regelfall durch den Inhalt und dem
Satzbau. Monti benutzt viel Ironie, aber nicht nur.
In einem beitrag können echt so richtig und jez ohne
Gelüge, Ernst, Ironie, Sarkasmus,Polemik und Witz
sein, alles in einem..goil....

[QUOTE]Weil ich gewøhnliches zwischenmenschliches nicht kann, - dadurch wurde ich zum Gespøt gemacht, weil andere es alles kønnen und stændig betreiben[/QUOTE]
Sex?


[QUOTE]Mein Ziel ist gegenseitige Akzeptanz zu erlangen, daher schreibe ich in Foren, das ein Haufen Dummbabler auch mal von anders denkenden uebertønt werden und man eine Meinung, die mehrfach auftaucht, nicht als die Richtige angesehen werden soll, nur weil sie in der Ueberzahl auftaucht.[/QUOTE]

Uhi, jez kommen die Harten Geschütze. Es ist eher Zufall
das sich so viele hier zu Wort melden, die die Böse Seite
einnehmen. Normalerweise hätt ich erwartet das eine
Legion Superkultevilgoofs hier schreiben, die trauen sich
aber anscheinend wohl nicht.
Wenn es dich in irgendeiner Weise aufbaut, deine bzw. die
Ansicht von Gruftigil stellt die Masse dar, die Gesellschaft,
die Mehrheit. Glückwunsch, du bist mitten drin :)
Montrose[QUOTE]Weil ich gewøhnliches zwischenmenschliches nicht kann[/QUOTE]
[QUOTE]Mein Ziel ist gegenseitige Akzeptanz zu erlangen[/QUOTE]

Eine schwierige Aufgabe. Warum sollten andere akzeptieren, wenn jemand Zwischenmenschliches nicht kann?

Reden wir mal von richtigen Stinos: die gehen zur Jugenddisse, die lernen einen Partner kennen, die gründen eine Familie. Punkt.

Folge: die werden natürlich akzeptiert, weil der Partner im selben Boot sitzt und die Kinder eh nicht davonlaufen können und zumindest anfangs zu den Eltern hochschauen.

Und jetzt die Outcasts: treffen sich unverbindlich; trinken ihr Bier; laufen auseinander, wenn es zwischenmenschlich eng wird. Was heißt für einen outcast "Akzeptanz"? Was heißt Akzeptanz, ob mir einer auf der Mattscheibe zustimmt oder nicht?

Bestimmte Dinge bekommt man nicht, wenn man nicht "kann". Das ist nicht böse gemeint, es ist einfach so, wie die Welt funktioniert.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Eine schwierige Aufgabe. Warum sollten andere akzeptieren, wenn jemand Zwischenmenschliches nicht kann?

Bestimmte Dinge bekommt man nicht, wenn man nicht "kann". Das ist nicht böse gemeint, es ist einfach so, wie die Welt funktioniert. [/B][/QUOTE]

Das wirds wohl sein, hab ich Pech gehabt, aber seitdem ich weiss, warum ich nicht kann, ists nur noch halb zu schlimm. Trotzdem wære es schøn, wenn es mehr Akzeptanz geben wuerde, das man sich nicht wegen jedem Keks fertig macht


Goat: Es gibt noch mehr Zwischenmenschliches ausser Sex, aber ich denk, das weisst Du.

Leider Gottes kapier ich recht selten Ironie, das hat mir schon viel Ærger gebracht, weil ich dann immer mit harten GEschuetzen aufmarschiere.
Razielim[QUOTE][i]Original von DarkHeart[/i][b]

@Mieten und noch Extrawuensche haben, sind Menschen jetzt schon Waren aus einem Katalog?[/QUOTE] [/b]

Ach was. Ich nehme an dass dies wirklich nur ein dummer Witz war.

[QUOTE][i]Original von Goat93[/i][b]

Autsch, die Glatze war DAS Zeichen gegen das Government und beim Anfang keine Mode, sondern ein Statement, ebenso der Iro, Laane Haare usw usf. Diese Sachen sind ales erstes Statement um dann später Mode zu werden, Rebellion wird zu Konsens, Antikommerz zu Kommerz, Anti zu Pro und Freak zu Normal, das ist die beste und Fähigste Waffe der Gesellschaf.[/b][/quote]

Also, ich trage lange Haare weil sie mir gefallen. Sicherlich hat mich irgendwann mal etwas darauf konditioniert, aber das halte ich eigentlich für völlig zweitrangig solange ich sie so einfach nur mag.

[quote][b]
Und dadurch, das Du schon sagst, es wäre Trend haben sie ihr Ziel auch vollkommen erreicht[/QUOTE] [/b]

Ziel! Ach, Blödsinn. Das ist ein vollkommen natürliches und zyklisches Ereigniss, gesteuert durch die Macht der Wahrnehmung. Keine Revolution, Rebellion oder Gesellschaftsaufstand bezog ihre Kraft aus ihrer Kleidung oder ihrer Mode, sondern aus schierer, reiner Gewalt und/oder anderwertigem Durchsetzungsvermögen. Der Fehler liegt aber immer da zu glauben einen Aufstand begehren zu können indem man sich lange Haare wachsen lässt oder eine Glatze schneidet... und der Rest sich so Mysteriös wie ein Portal aus der siebten Dimension von alleine erledigt.
Prägung und Kondition lassen uns mit der Zeit einfach glauben dass es, für welches politische Statement auch immer, "reichen" würde sich anzuziehen wie seine politischen Anhänger und dumm in der Gegend herumzustehen oder zu -faseln. Himmel, ja. Was hätt auch ich als Machthaber Angst vor einer Masse Menschen die sich kollektiv infektionserregende Metallstücke durch die Brust rammen um ihren Willen durchzusetzen.
Revolte braucht weder Kleidung noch Haare. Das bestimmte Ideale von Menschen bestimmten Modegeschmacks erfunden und in die Welt gesetzt wurde hat sicher einen Zusammenhang, aber ein Zusammenhang zwischen Durchsetzung dieser Ideale und Mode existiert ungefähr so sehr wie zwischen der menschlicher Gesundheit und dem Konzept des "Biorhytmuses"...

Kleidung ist, wie schon gesagt, meist nur ein Ausdruck der Identifikation mit diesen Vorstellungen. Oberflächlich vielleicht dass der "Revolte". Wie in der schnellebigeren Modewelt prägt sich aber sehr schnell ein, dass sich das sehr bald totläuft und der monentane Kleidungsstile kein Ausdruck von Rebellion, sondern lediglich von Mitläufertum ist, wenn so überhaupt niemand anfängt zu rebellieren. Und der "Mainstream" hat eine angeborene Aversion, vor sich selbst als Mitläufertum zu gelten. Darum ist er ja so wandlungsfähig.

[QUOTE][i]Original von Schwarzer Prinz[/i][b]

So sehe ich das auch, deswegen ist es ja sinnlos - wie Gruftigirl - auf diesem Wege rebellieren zu wollen oder seine Einzigartigkeit zur Schau stellen zu wollen...[/QUOTE] [/b]

Ach, macht sie das? Sicher, dass sie ihre Einzigartigkeit gegenüber anderen nicht einfach nur vor sich selbst zur Schau stellt? Zumindest dagegen hätte ich nichts einzuwenden.

[QUOTE][i]Original von DarkHeart[/i][b]

Mich kann man also ziemlich gut beluegen[/QUOTE] [/b]

Ach, dass stimmt doch nicht. Nur kann ohnehin niemand dechiffrieren, was Montrose mit dem was er sagt ernst meint, oder mit was er übertreibt, und vor allem, was er dann mit seinen Übertreibungen darstellen will. Das Fehlen von letzterem hat mich letztendlich dazu getrieben gar nichts mehr von ihm ernst nehmen zu können.

[quote][b]Leider Gottes kapier ich recht selten Ironie, das hat mir schon viel Ærger gebracht, weil ich dann immer mit harten GEschuetzen aufmarschiere.[/quote][/b]

Vielleicht verstehst du ja meinen.

Cheers
Razielim
Goat93Razie:

[QUOTE]Also, ich trage lange Haare weil sie mir gefallen. Sicherlich hat mich irgendwann mal etwas darauf konditioniert, aber das halte ich eigentlich für völlig zweitrangig solange ich sie so einfach nur mag.[/QUOTE]
Wenn du für die Lamgen haare zusammengeschlagen wirst,
deine Arbeit verlierst und in den Knast wanderst, dann
reden wir darüber nochmal
:rolleyes:

[QUOTE]Keine Revolution, Rebellion oder Gesellschaftsaufstand bezog ihre Kraft aus ihrer Kleidung oder ihrer Mode, sondern aus schierer, reiner Gewalt und/oder anderwertigem Durchsetzungsvermögen[/QUOTE]
Die Optik war immer schon wichtig, ob das ganz früher die
Rüstungen waren oder bei den Nazis und Kommunisten die
Uniformen, das Aussehen mußte immer was hermachen und
für vieles als Blickfang herhalten. Ebenso wird heute auch
über die Kleidung rebelliert, nur das keine Rebellion mehr
hintersteht.
Denk nur mal dran, woran denken die meisten Menschen, wenn
man nach der Kleidung der Nazis fragt?
SS Uniform ;)

Gerad bei der "neueren" Geschichte, also ab 1900
war das mit der Optik sehr sehr wichtig....

[QUOTE]Revolte braucht weder Kleidung noch Haare.[/QUOTE]
Nun, welche Revolte hatte keine besondere Kleidung
und Optik?

[QUOTE]Kleidung ist, wie schon gesagt, meist nur ein Ausdruck der Identifikation mit diesen Vorstellungen. Oberflächlich vielleicht dass der "Revolte". Wie in der schnellebigeren Modewelt prägt sich aber sehr schnell ein, dass sich das sehr bald totläuft und der monentane Kleidungsstile kein Ausdruck von Rebellion, sondern lediglich von Mitläufertum ist, wenn so überhaupt niemand anfängt zu rebellieren. Und der "Mainstream" hat eine angeborene Aversion, vor sich selbst als Mitläufertum zu gelten. Darum ist er ja so wandlungsfähig[/QUOTE]
Das stimmt, allerdings muß dazu gesagt werden, das es
nur passiert, wenn der Druck von außen auch nachlässt
und die Gruppierung wirklich integriert wird (obwohl sie
es nicht will)

Darkheart
[QUOTE]Goat: Es gibt noch mehr Zwischenmenschliches ausser Sex, aber ich denk, das weisst Du.[/QUOTE]
Erzähl mal
Razielim[QUOTE][i]Original von Goat93[/i]

Wenn du für die Lamgen haare zusammengeschlagen wirst, deine Arbeit verlierst und in den Knast wanderst, dann reden wir darüber nochmal[/QUOTE]

Soll ich jetzt eine Affinität zur politischen Aussage mit meinen Haaren heucheln um mich dir als meines Keratinballens auf meiner Kopfhaut würdig zu erweisen?

wenn du möchtest aber auch:

[i]"Findest du mich unwissend, so erleuchte mich."[/i]

Cheers
Razielim

PS: Auf den dazuditierten Rest geh ich vielleicht Morgen ein. Ich geh fernsehen.
DarkHeartRazielim, da ich Odessa sehr gerne mag, werde ich mich mit Dir nicht streiten :D

Goat: [url]http://tinyurl.com/3cvuel[/url]
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von Razielim [/i]
[B]Soll ich jetzt eine Affinität zur politischen Aussage mit meinen Haaren heucheln um mich dir als meines Keratinballens auf meiner Kopfhaut würdig zu erweisen?

wenn du möchtest aber auch:

[i]"Findest du mich unwissend, so erleuchte mich."[/i]

Cheers
Razielim

PS: Auf den dazuditierten Rest geh ich vielleicht Morgen ein. Ich geh fernsehen. [/B][/QUOTE]

Nein, Entwicklung von Rebellischem
Konsens zur Mode erkennen :)

DarkHeart

Und was soll mir jetzt gulliboard und alles fit im Schritt
sagen?
Was sagt das darüber was, woran du am Zwischenmenschlichen
scheiterst?
gruftigirlIch sags ja, wir fahren hier alle Karussel....
Warum bin ICH eigentlich im falschen Forum????

Ich weiß nicht, wer hier eigentlich auf die Idee kam, daß ich rebellieren will?
Ich weiß nicht, warum meine Frisur Provokation hervorrufen soll?Ich weiß nicht,warum man um alles in der Welt mit aller Gewalt anderen gefallen muß?
Ich weiß auch nicht, warum es hier zu einem Sport ausartet, mich als Klischee-Abziehbildchen aussehen zu lassen und jeder dazu eingelladen wird, kräftig mitdraufzuhauen????

Ich bin so wie ich bin und mein einziger Fehler war, hier Gleichgesinnte zu erhoffen...

Dem einen gefallen lange Haare, dem anderen nicht. Das Längste, was ich mal hatte, war kinnlang, dank Dauerwelle und tonnenweise Haarspray sahen sie EINIGERMASSEN ok aus. Alle zwei Monate erneuern, dennoch hingen die Lotten wieder runter. Ich hab nämlich die dünnsten Haare der Welt und ich hatte lange die Schnauze voll, weil egal was ich tat, es sah nur soso-lala aus. Selbst bei 12mm Länge mußte das stärkste Gel UND Haarspray ran, und das nervte schon sehr. Irgendwann hatte ich den Mut, meine Traumfrisur zu wagen. Mit eigenem Gerät schnitt ich sie auf 3mm, das sah voll geil aus - und mein Ex-Freund machte einen Riesenaufstand. Da ich aber niemandem Besitzes sei, setzte ich mich durch. Ich finde Glatze bzw. Fastglatze bei Frauen - ob Gothic oder nicht - nicht nur ästhetisch und flippig, sondern auch sehr erotisch! "Rebellion" ist das nur bei anderen, ich gefalle mir sehr mit der Frisur, die sitzt immer, auch ohne Chemie&Co, mal abgesehen vom hygienischen Aspekt in meinem Beruf... Ich hoffe, das kann man jetzt endlich mal so stehenlassen und diese Rebellionsscheiße wenn noch einmal jemand erwähnt, wird das von mir mit Ignoranz bestraft! :mad:
Lieber Prinz, ich weiß nicht, warum auch DU mich hier so charmant von der Seite anmachst, hatten wir doch so netten privaten Mailkontakt... Aber ja, virtuell ist ja nicht echt, sonst wäre ich da nicht drauf reingefallen... Maxnix, wie die GIs so schön sagen, Lebenstraining ist wichtig für die Weiterentwicklung...
Danke, Darkheart, da bist Du mir zuvorgekommen. Das mit dem dummen Gelaber x 4000 wollte ich schon lange mal schreiben. Fragt sich, wer sich hier wichtig machen will. Es mag ja Leute geben, die soviel Zeit haben... Kann ich leider nicht mithalten, ICH MUSS ARBEITEN!

Alles was ich verbrochen habe, ist, das ich mich kleide, wie es mir gefällt, die Frisur trage, die nach meinem Geschmack ist, daß ich Dinge tue, die andere für nicht-normal halten und ich dachte, das wäre Gothic. Ob ich nun Gothic bin oder nicht, das entscheide ich ganz alleine. Dieses Elitedenken "Der ist richtig echt" und dergleichen, das könnt ihr euch sparen. Für mich ist jeder echt.
Wer sagt, "Ich bin Gothic", der ist Gothic.
Wer sagt, "ich bin kein Gothic", der soll es bleiben lassen.
Jeder wie er will.
Macht bitte nicht wieder so´n Kult draus!!!

Voila´, nun könnt ihr wieder meine Wörter im Mund umdrehen, meine Aussagen zitieren, mich herablassend beleidigen, mich als Zielscheibe für euren Zynismus mißbrauchen... Aber VERSCHWINDEN werde ich nicht!
(Vielleicht komme ich irgendwann auch mal auf 4000 Posts :D )
Razielim[QUOTE][i]Original von Goat93[/i][b]

Nein, Entwicklung von Rebellischem Konsens zur Mode erkennen [/QUOTE] [/b]

Kleidung als Ausdruck rebellischer Gesinnung... Himmel, dass weiß doch jeder. Ich dachte wir reden bereits über Konsequenzen inflationär missbrauchter Mode als Katalysator einer Revolte.

[QUOTE][b]Denk nur mal dran, woran denken die meisten Menschen, wenn man nach der Kleidung der Nazis fragt? SS Uniform[/QUOTE] [/b]

Und wenn die Nazis alle in Neanderthaler-Unterwäsche patroulliert wären hätte man nun diese in Erinnerung. Die satirische Ambition dieser These erschwert den meisten Lesern nur, dies ernstnehmen zu können. Tatsächlich bin ich mir sicher dass eine nicht gerine Menge Menschen Angst vor rosa Tütü's hätten, wenn diese zur Arbeitskleidung der Betreiber der bekannten Vernichtungslager gedient hätte.
Einmal anders: Warum, glaubst du, macht eine Uniform denn etwas her?

[QUOTE][b]Nun, welche Revolte hatte keine besondere Kleidung und Optik?[/QUOTE] [/b]
Die Französische? Die Bolschewistische? Der Mauerfall? Der Spartaner-Aufstand in Rom? Die der amerikanischen Unabhängigkeit von England?

Abgesehen davon verstehe ich den Zusammenhang dieser Frage mit meiner Aussage nicht. Weil Revolten in der Vergangenheit ein Outfit hatten sind sie für ebendiese auch notwendig?

Aber ich glaube dass wir uns vom Ursprungsthema entfernen.. ging es nicht irgendwann um gothische Mode als Ausdruck von Rebellion, Revolte und so weiter?

[QUOTE][i]Original von DarkHeart[/i][b]

Razielim, da ich Odessa sehr gerne mag, werde ich mich mit Dir nicht streiten[/QUOTE] [/b]

Klingt für mich, als sei Odessa mir jetzt was schuldig.


@gruftigirl: Wenn du ein paar Menschen und Gleichgesinnte auf diesem Forum kennenlernen möchtest kannst du diejenigen, die deinem Geschmack nicht entsprechen einfach herausfiltern. Subtil, oder per Ignore-Funktion. Wie ich das sehe hast du mit DarkHeart und anderen ein paar Sympathisanten gefunden. Die Diskussionen setzen sich dann eben in der Form fort, dass dann wohl nur diese von dir Feedback bekommen werden.


Cheers
Razielim
DarkHeartGoat: Interessiert Dich das wirklich, warum ich zwischenmenschlich versage? Wenn ja warum?

Raziliem: Wenn Du meinst
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Razielim [/i]
[B]Die Französische? Die Bolschewistische? Der Mauerfall? Der Spartaner-Aufstand in Rom? Die der amerikanischen Unabhängigkeit von England?
[/B][/QUOTE]Stimmt nicht. Alle diese Revolutionen haben ein Modemerkmal hervorgebracht das mit ihnen Assoziiert wurde...die französische Revolution brachte uns die langen Hosen der "Sansculottes", Die Bolschewisten hatten ihre "Trozki-Tüten", die charakteristischen Mützen mit dem roten Stern. Der Spartakus-Aufstand war ein Gladiatoren und Sklavenaufstand der zuletzt in einem organisierten Heer mündete das nur mit Drei Legionen niedergeschlagen werden konnte. Es ist zweifelhaft das es hierbei keine Erkennungszeichen gab.

Im Unanhängigkeitskrieg gab es ebenfalls solche Uniformierungen die später regelrecht Mode wurden. Mir fallen da z.B. "Rogers Rangers" ein der Vorläufer moderner Spezialeinheiten die sich auf Guerillataktiken im Busch spezialisiert hatte...Diese Rangers wären heute ohne ihre Grün-braunen "Uniformen" und Waschbärfellmützen undenkbar.

Heute änderst sich so etwas...aber selbst der Mauerfall hatte seine Symbole...zumindest für uns im Westen...den Trabbi...dessen Symbolkraft derart nachhallt dass man derzeit ernsthaft über eine Neuauflage in der Art der Mini der BMW-Group oder des New Beetle von Volkswagen nachdenkt.
Goat93Razie:

[QUOTE]Kleidung als Ausdruck rebellischer Gesinnung... Himmel, dass weiß doch jeder. [/QUOTE]
Ich muß zugeben, das ich dich da leider gegenteilig
interpretiert habe.

[QUOTE]Ich dachte wir reden bereits über Konsequenzen inflationär missbrauchter Mode als Katalysator einer Revolte.[/QUOTE]
Darüber habe ich versucht zu reden, was irgendwie nicht so
ganz richtig aufgenommen wurde.

[QUOTE]Und wenn die Nazis alle in Neanderthaler-Unterwäsche patroulliert wären hätte man nun diese in Erinnerung. Die satirische Ambition dieser These erschwert den meisten Lesern nur, dies ernstnehmen zu können. Tatsächlich bin ich mir sicher dass eine nicht gerine Menge Menschen Angst vor rosa Tütü's hätten, wenn diese zur Arbeitskleidung der Betreiber der bekannten Vernichtungslager gedient hätte.[/QUOTE]
Das magst du jetzt Ironisch etwas verspotten, Tatsächlich
kann man sowas wirklich Psychologisch erreichen.

[QUOTE]Einmal anders: Warum, glaubst du, macht eine Uniform denn etwas her?[/QUOTE]
Weil sie ein Paradox der Menschlichen Psyche darstellt.
Einerseits stellt eine Uniform eine Anonymität da, anderer-
seits erhebt eine Uniform eine Person über ihren eigentlichen
Status hinaus. Je mehr Ausdruckskraft und Macht mit dieser
Uniform assoziert wird, umso mehr kommt dieses Paradox
zum tragen.

[QUOTE]Weil Revolten in der Vergangenheit ein Outfit hatten sind sie für ebendiese auch notwendig?[/QUOTE]
Nein, das ist nicht meine Aussage, ich bezog mich mehr
auf den Zusammenhang, Rebbellion über die Kleidung
als Erkennungsmerkmal der Rebellion.
Für eine Rebellion ist es einfacher, wenn sie eine Optik
haben.

[QUOTE].. ging es nicht irgendwann um gothische Mode als Ausdruck von Rebellion, Revolte und so weiter?[/QUOTE]
Darüber schreiben wir schon die ganze Zeit

Darkheart:

Wenn es nicht zum Thema gehört, wieso schreibst du das
dann explizit hier rein?
Wieso schreibst du erst, das du "anders" bist durch
Zwischenmenschliches Versagen um dann auf diesen
Umstand gar nicht eingehen zu wollen?

grufti:

[QUOTE]Ich weiß nicht, wer hier eigentlich auf die Idee kam, daß ich rebellieren will?[/QUOTE]
Ich

[QUOTE]Ich weiß nicht, warum meine Frisur Provokation hervorrufen soll?[/QUOTE]
Darüber wird hier gerad geschrieben

[QUOTE]Ich weiß nicht,warum man um alles in der Welt mit aller Gewalt anderen gefallen muß?[/QUOTE]
Mußt du nicht, wir müßen dir ja auch nicht gefallen

[QUOTE]Ich weiß auch nicht, warum es hier zu einem Sport ausartet, mich als Klischee-Abziehbildchen aussehen zu lassen und jeder dazu eingelladen wird, kräftig mitdraufzuhauen????[/QUOTE]
Durch deine Beiträge

[QUOTE]Ich bin so wie ich bin und mein einziger Fehler war, hier Gleichgesinnte zu erhoffen...[/QUOTE]
Nein, dein Fehler liegt immer noch völlig wo anders

[QUOTE]"Rebellion" ist das nur bei anderen,[/QUOTE]
Warum?

[QUOTE]Kann ich leider nicht mithalten, ICH MUSS ARBEITEN![/QUOTE]
Da darf man jetzt implizieren, das alle anderen, die nicht
deiner Ansicht sind und trotzdem hier schreiben können,
nicht Arbeiten müßen?

[QUOTE]Alles was ich verbrochen habe, ist, das ich mich kleide, wie es mir gefällt, die Frisur trage, die nach meinem Geschmack ist, daß ich Dinge tue, die andere für nicht-normal halten und ich dachte, das wäre Gothic[/QUOTE]
Wie oben weiter geschrieben ist dieses nicht dein Fehler, was
man dir aber schon seit zig Seiten versucht klarzumachen.
Es interessiert hier keine Sau, wie du dich kleidest, wie
du rumrennst oder wie dein Geschmack ist.
Dein erster Fehler ist, das du von allen anderen Erwartest,
sie müßten mit dir einer Ansicht sein oder zumindest ihre
eigenen Ansichten nicht schreiben.
Dein zweiter Fehler ist, deine Erwartungen mit Gothic
zu verknüpfen und dein Handeln als Gothic darzustellen.
Dein handeln hier, das was du desweiteren hier schreibst
wie dein Handeln in der RL ist/wäre, ist normal Menschlich,
nicht Übertrve Gothik, wo man ganz alleine irgendwo
rumsitzt und von jedem mit Blümchen beschenkt wird.
Deine Aussage enthält ein Paradox.
Du willst "anders" sein, aber dann doch nicht. Du erwartest
das andere dich als "abnormal" hinstellen/erkennen/bezeichnen
heulst aber dann rum, wenn sie es wirklich machen.

[QUOTE]Ob ich nun Gothic bin oder nicht, das entscheide ich ganz alleine.[/QUOTE]
Auch darum geht es in den anderen Beiträgen, wenn nicht
direkt, sondern eher indirekt.
Bill von Tokio Hotel entscheidet sich auch dafür Gothik
zu sein, wer fängt dann als erstes an zu schreien, wenns
so kommt?
Solche wie du, deren Paradoxierte "Abnormalität", ihr
"elitestatus" damit Zwangsläufig weggenommen wird.
DU willst Elite sein. Also solltest DU darüber auch mal
Nachdenken, was Elite überhaupt bedeutet.

[QUOTE]Wer sagt, "Ich bin Gothic", der ist Gothic.[/QUOTE]
Das funktioniert nicht.
Ein Beispiel hab ich oben weiter genannt.

[QUOTE]Voila´, nun könnt ihr wieder meine Wörter im Mund umdrehen, meine Aussagen zitieren, mich herablassend beleidigen, mich als Zielscheibe für euren Zynismus mißbrauchen... [/QUOTE]
Danke, werd ich auch Herzlichst gebrauch von machen

Ach ja, ich möchte mich jetzt hier einmal dafür Entschuldigen,
das so viele andere die gleiche Aussage treffen wie ich.
Das ist mir schon sehr unangenehm und Peinlich.
hagzissa13"Normal" ist für mich "der Norm entsprechend" und "der Norm entsprechend" ist für mich der Durchschnitt. Das heißt, ich bemühe meinen berühmt-berüchtigten DDM (=deutscher Durchschnittsmensch) und schaue mir an, wie dieser geartet ist. DAS ist für mich die Norm.

Und dann schaue ich mir das Individuum an und vergleiche es mit dem, was ich als Durchschnitt tagtäglich um mich herum sehe. Je mehr sich das Individuum vom Durschnitt abhebt, desto un-normaler ist er/sie.
DarkHeartGoat: Wer sagt denn, das es nicht zum Thema gehørt?
wæhrend ich andere Ironie nie abraffe, denke ich immer bei Dir, das Du mich veralbern willst.
Keine Ahnung warum, wahrscheinlich weil Dir spontan nur plump Sex einfiel?!
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHeart [/i]
[B]Goat: Wer sagt denn, das es nicht zum Thema gehørt?
wæhrend ich andere Ironie nie abraffe, denke ich immer bei Dir, das Du mich veralbern willst.
Keine Ahnung warum, wahrscheinlich weil Dir spontan nur plump Sex einfiel?! [/B][/QUOTE]

Sex nimmt ein Großteil der Zwischenmenschlichen
Beziehung zwischen Menschen ein, wieso sollte man
danach nun nicht fragen?
DarkHeartAh, alles klærchen

Zwischenmenschliches ist erstmal fuer mich der soziale Kontakt
Sex, wenn ueberhaupt, wuerde erst viel spæter kommen

ich begruesse generell Leute nicht, verweigere Beruehrungen (Hand geben, Umarmungen etc), gucke den Leuten nicht in die Augen, nehme nicht am SmallTalk teil, stelle høchstens unsensible Fragen, weil ich mit deren Gelaber nichts anfangen kann und die Logik nicht kapiere, sitze mimikfrei gelangweilt in der Ecke rum,
erstarre, wenn man ausgelassen ist und wenn ich gehe, dann gehe ich, ohne mich zu verabschieden oder
zu bedanken.

Ist doch normal oder?
MondsilbertaufeIch denke, das ist unhöflich und sollte deshalb nicht normal sein.
DarkHeartGenau das bekomme ich seit meinem 4. Lebensjahr zu høren von Verwandten, Bekannten, Freunden, Lehrern, Chefs etc. - Du bist nicht normal!-

hab noch vergessen zu erwæhnen, das ich die Leute wie Luft behandle (unbeabsichtigt), wenn es mehrere als 2 sind oder længer als halbe Stunde dauert, das ich die Ruhe liebe und Einsamkeit, habe kaum Empathie, wenig Mitgefuehl, wenn dann auswendig gelernt. Allerdings liebe ich es eine Person um mich herum zu haben, wenn ich auch dieser Person nicht sonderlich viel Beachtung schenke.

Ich fand mich selbst recht normal, weil die Natur es so gemeint hat mit mir, wie ich bin und es keine Charakterschwæche ist, wie sich jahre spæter herausstellte und verwundert ueber die vielen anderen Wesen, die in der Grundkommunikation so gleich waren, allesamt. Meine Mutter hats mir versucht wegzupruegeln, weil es nicht normal ist, aber half nichts.

So wurde ich dunkel, depressiv und landete im Gothic Forum :D

Warum wird mein Verhalten als so unnormal gehalten? Warum wuenscht sich der Mensch eine einheitliche Kommunikation, warum kann er mit Spoks-æhnlichen Geschøpfen nichts anfangen und stempelt sie einfach als unnormal ab?
Goat93[QUOTE]Genau das bekomme ich seit meinem 4. Lebensjahr zu høren von Verwandten, Bekannten, Freunden, Lehrern, Chefs etc. - Du bist nicht normal!-[/QUOTE]

Unhöflich, das ist aber Erziehungssache :)
Wieso änderst du deine Erziehung in der Richtung nicht
einfach, indem du Hallo, Auf Wiedersehen oder sowas
sagst?
Das andere ist Heute auch eher als Normal eingestuft, nur
das die Problematik natürlich besteht, ganz viele
Egomanen um sich zu haben, die Aufmerksamkeit brauchen.
Allerdings ist das auch nicht unnormal, sondern Alltag :)
Mondsilbertaufe[QUOTE]Warum wuenscht sich der Mensch eine einheitliche Kommunikation[/QUOTE]
Weil der Gegenüber die Nichtbeachtung als Abwertung interpretiert. Ich bin mir nicht sicher, aber deine Depressivität begründet sich bestimmt nicht allein aus deiner strengen Erziehung. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute in deiner Umgebung gelernt haben, dein Verhalten zu spiegeln und quittieren es mit Nichtbeachtung.
Wenn ich mir vorstelle, jeder würde mich wie Luft behandeln, würde ich auch depri werden.
[QUOTE]ich begruesse generell Leute nicht, verweigere Beruehrungen (Hand geben, Umarmungen etc), gucke den Leuten nicht in die Augen, nehme nicht am SmallTalk teil,[/QUOTE]
Es macht ja auch keinen Spaß. Man machts trotzdem, weil man gelernt hat, dass "Guten morgen" zu sagen und dabei schief zu grinsen bewirkt, dass man falls man einen Rat braucht nicht alleine dasteht.
Höflichkeit ist eine Erziehungssache. Mehr nicht.
Das können auch Autisten.
Montrose[QUOTE]Ich sags ja, wir fahren hier alle Karussel....[/QUOTE]
Hotel California. Einmal eingecheckt, nie wieder Ausgang.

[QUOTE](Vielleicht komme ich irgendwann auch mal auf 4000 Posts )[/QUOTE]Schon möglich. Dann bist Du auch ein fortgeschrittener Goth. Ich kann ja ein bißchen aufpassen, dass Dich nicht irgendwelche Darkhearts oder Razielims vom falschen Weg abbringen.

[QUOTE]"Normal" ist für mich "der Norm entsprechend" und "der Norm entsprechend" ist für mich der Durchschnitt. Das heißt, ich bemühe meinen berühmt-berüchtigten DDM (=deutscher Durchschnittsmensch) und schaue mir an, wie dieser geartet ist.[/QUOTE]Das kommt erstens auf Dein Umfeld an, was Du als normal oder nicht-normal erfährst. In einer Schwulenbar ist jeder Schwule normal.

Und zweitens kommt es darauf an, welche Eigenschaften Du als Kriterium heranziehst. Die meisten haben ein Auto, dann müßte kein Auto zu haben ja total individuell sein.

[QUOTE]Warum wird mein Verhalten als so unnormal gehalten?[/QUOTE]
Leute Deines Schlages habe ich schon zwei- oder dreimal getroffen. Und es fiel tatsächlich auch anderen auf, so dass das anscheinend eine objektivierbare Verhaltensbesonderheit ist.

Das Problem ist, dass andere sich durch solch ein Verhalten gekränkt fühlen. Wer will schon erleben, dass er dem anderen scheißegal ist? Wenn einer sagt "Leck mich", dann sag ich "Du mich auch". Ist doch nachvollziehbar, oder?

[QUOTE]Höflichkeit ist eine Erziehungssache. Mehr nicht.
Das können auch Autisten.[/QUOTE]
Ich denke nicht, dass das der Punkt ist. Wenn jemand Interesse und Höflichkeit nur heuchelt, dann ist damit gar nichts gewonnen. Ganz im Gegenteil, es macht die Sache noch viel schlimmer. Weil man denkt dann "die mag mich" und blamiert sich womöglich, wenn sich das alles als Lüge herausstellt. Viel Schmerz ließe sich vermeiden, wenn die angeblich achso sozial kompetenten Frauen weniger heucheln würden. Von daher bin ich fast froh, dass darkheart ehrlich ist.

Die Gleichgültigkeit gegenüber den meisten anderen Menschen kann ich übrigens nachvollziehen. Irgendwie kommt mir das gar nicht so unnormal vor.

Sonderbar wird es aber, wenn jemand gegenüber allen Menschen gleichgültig ist. Denn dann ist das doch eine Art Alien, das ganz anders empfindet und tickt als andere Menschen. Die Frage kann man ja durchaus stellen, dass es vielleicht Menschen gibt, denen bestimmte Emotionen vollkommen fehlen.

Für mich ist das ein unheimliches Thema. Wie schon gesagt, das sind doch dann irgendwelche Aliens.
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Weil der Gegenüber die Nichtbeachtung als Abwertung interpretiert. Ich bin mir nicht sicher, aber deine Depressivität begründet sich bestimmt nicht allein aus deiner strengen Erziehung. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute in deiner Umgebung gelernt haben, dein Verhalten zu spiegeln und quittieren es mit Nichtbeachtung.
Wenn ich mir vorstelle, jeder würde mich wie Luft behandeln, würde ich auch depri werden.

Es macht ja auch keinen Spaß. Man machts trotzdem, weil man gelernt hat, dass "Guten morgen" zu sagen und dabei schief zu grinsen bewirkt, dass man falls man einen Rat braucht nicht alleine dasteht.
Höflichkeit ist eine Erziehungssache. Mehr nicht.
Das können auch Autisten. [/B][/QUOTE]

Schøn wære es, wenn man mich wie Luft behandeln wuerde, denn ich will doch nichts anderes, aber nein, es wird stændig rumgemosert, anstatt mich zu lassen, wie ich bin.

Warum ich depressiv wurde? Ganz einfach, weil ich das laute Umfeld nicht ertragen kann durch mein ueberdimensionales funktionierendes Gehør. Wenn Radio læuft, Gequassel stattfindet, dann høre ich minimale unverstændliche Silben und der Rest hæmmert in meinem Kopf. Und weil meine angeborene Kommunikation nicht anerkannt wird bzw. fremd ist und ich dafuer ein Schauspiel hinlegen muss und trotzdem auffalle, also kann ich das Schauspiel gleich lassen. Jahrelanges verstellen, jahrelange seltsame Mimiken studieren,
sich versuchen mit aller Macht anzupassen, das macht mehr krank, als gesund.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Unhöflich, das ist aber Erziehungssache :)
Wieso änderst du deine Erziehung in der Richtung nicht
einfach, indem du Hallo, Auf Wiedersehen oder sowas
sagst?
Das andere ist Heute auch eher als Normal eingestuft, nur
das die Problematik natürlich besteht, ganz viele
Egomanen um sich zu haben, die Aufmerksamkeit brauchen.
Allerdings ist das auch nicht unnormal, sondern Alltag :) [/B][/QUOTE]

stellt Euch mal vor, Ihr wuerdet versehentlich in einer Welt geboren sein,
wo Autisten das Leben angeben. Um angenommen zu werden oder akzeptiert,
muesstet Ihr Euer ganzes Verhalten, Euer Dasein umstellen, obwohl Eure
Denkweise ganz anders funktioniert, muesstet den Clown machen, muesstet
stundenlang schweigend herumsitzen, jeglichen Kørperkontakt vermeiden,
leise sprechen, Euch selber beschæftigen etc. Wie lange wuerdet Ihr das aushalten?

Frueh oder spæter wuerdet Ihr als seltsame laute Tølpel auffallen.

Unter Autisten ist es unhøflich sich in die Augen zu gucken, wenn sich jemand abdreht,
signalisiert er, das er Ruhe braucht, das Luft behandeln ist keine Absicht, man ist gerade
wieder am Analysieren und versucht sich irgendwie vom Krach abzuwenden, zumal man eh
nichts mehr versteht.


Daher mein Apell an alle, wer Euch sonderbar erscheint, wird seine Gruende dafuer haben,
belæchelt denjenigen nicht, stellt Euch nicht ueber ihn, nur weil ihr eine Massenkommunikation
beherrscht und fordert ihn niemals auf, das er sich nur fuer Euch verstellen muss, damit er
Euch besser gefællt.


So ein Sprachkommunikator aus Star Trek und Co, das wære mal eine gute Erfindung :D
Goat93Darkheart:

Bei dir kommt immer verstellen, verstellen, verstellen.
Ein Morgendlichen "Moin" ist schon verstellen?
Ist schon ein Ausbrechen aus deiner Armseligen,
Unterdrückten und so misshandelten Lebenseinstellung?

Ich verstehe dann allerdings auch nicht, wieso du
überhaupt erwartest, irgendwo gleichgesinnte zu finden,
denn ich kann mir nicht vorstellen, was du mit denen
machen willst.
Lustiges Schweigen im Vierieck?
Nicht reden und ganz witziges nicht unterwegsgehen?
Sich mal voll Spannend Stundenlang ignorieren?

Ich bin da etwas überfordert...

Meine Auffassung deienr Situation ist eher so, als
wenn du einfach falsch auf deinem Umfeld reagiert hättest.
Wenn du wohl anders reagiert hättest, würde vieles
wohl auch anders bei den Leuten ankommen...
Aber das ist jetzt eher eine Mutmaßung und nicht wirklich
relevant

edit:

Monti:

Höflichkeit ist nicht unbedingt Freundesbekundung.
Wenn man eine Fremde Person mit Herr oder Frau
anredet, will man die nicht gerad zu sich nach Hause
einladen, es ist aber dennoch Höflich.

Da liegt schon ein gewaltiger Unterschied zwischen.
Montrose[QUOTE]Höflichkeit ist nicht unbedingt Freundesbekundung.[/QUOTE]
Wenn jemand keine Freundschaft möchte, ist es im Prinzip egal, ob er höflich ist oder nicht. Wenn mir jemand sagen würde, dass ihm das "Guten Morgen" oder das "Mahlzeit" in der Kantine tierisch auf den Sack geht, dann könnte ich das nachvollziehen.
Es geht hier nicht um Höflichkeit, dessen bin ich mir ganz sicher.


Wenn wir schon am Mutmaßen sind: vielleicht wurde darkheart tatsächlich so lange gegängelt, bis ihre natürliche Freundlichkeit einfach abgestumpft war.

Ist wie mit den Pfarrern, deren Kinder überproportional häufig Mörder und Terroristen werden. Oder wenn der Partner alle halbe Stunde fragt, ob man ihn noch liebt. Das erreicht einfach ganz genau das Gegenteil.

Ist nur eine Vermutung, vielleicht war darkheart auch schon immer so. Aber wenn durch Gängelei da irgendwas kaputt gegangen wäre, dann könnte ich das nachvollziehen.


Wie geht man damit als Außenstehender um? Ich weiß es wirklich nicht. Mosert man rum, stumpft der andere noch mehr ab. Mosert man nicht rum, dann kommt der andere gar nicht erst auf die Idee, dass es auch anders ginge. Ich mein, die Tour "Laßt mich alle einfach in Ruhe" geht ja auf Dauer irgendwie auch nicht.
Goat93Dein erster Satz setzt das eigentlich schon alles in Relation.
Man sollte immer Höflich sein, egal ob man Freundschaft
sucht oder nicht, denn wenn man das nicht schafft, hat
man ja gerad die nicht gewollte Situation wie Darkheart.
Die Leute sind verblüffenderweise auch zu einem selbst
Höflich, wenn man es zu ihnen ist. Ohne Tupperware
Privatparties zu feiern. :rolleyes:
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]

[b]Leute Deines Schlages habe ich schon zwei- oder dreimal getroffen. Und es fiel tatsächlich auch anderen auf, so dass das anscheinend eine objektivierbare Verhaltensbesonderheit ist.

Das Problem ist, dass andere sich durch solch ein Verhalten gekränkt fühlen. Wer will schon erleben, dass er dem anderen scheißegal ist? Wenn einer sagt "Leck mich", dann sag ich "Du mich auch". Ist doch nachvollziehbar, oder?


Für mich ist das ein unheimliches Thema. Wie schon gesagt, das sind doch dann irgendwelche Aliens. [/B][/QUOTE]

Was viele nicht wissen, das Autisten es lieben eine Person um sich zu haben, aber mehr als eine geht nicht, zu viel Krach, jedoch fællt es auch ultra schwer, also mir zumindest mich længer als 1 Stunde mit der Person zu beschæftigen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Darkheart:

Bei dir kommt immer verstellen, verstellen, verstellen.
Ein Morgendlichen "Moin" ist schon verstellen?
Ist schon ein Ausbrechen aus deiner Armseligen,
Unterdrückten und so misshandelten Lebenseinstellung?[/b][/quote]

-------Wen ich als Normalo richtig lieb hab, dem schenke
ich sogar ein Læcheln ;)-------------------

Ich verstehe dann allerdings auch nicht, wieso du
überhaupt erwartest, irgendwo gleichgesinnte zu finden,
denn ich kann mir nicht vorstellen, was du mit denen
machen willst.
Lustiges Schweigen im Vierieck?
Nicht reden und ganz witziges nicht unterwegsgehen?
Sich mal voll Spannend Stundenlang ignorieren?

---------Gibt es, bin ich auch schon begegnet auf der Arbeit,
aufm Ausflug vom Arbeitgeber, keine Ahnung
ob Aspies, aber æhnlich sonderbar wie ich es war, fuer mich war
es die pure Erfuellung, da man ja sowieso Einzelgænger ist und
sich gerne ausgiebig mit seinem Lieblingsthema beschæftigt, ist
es nicht schlimm, dennoch liebt man es nicht ganz allein zu sein,
jemanden einfach dazuwissen-------------

Ich bin da etwas überfordert...

------------wenn soll man sich auch in etwas hineinversetzen,
das man nicht kennt-------------
AntaressDie Frage ist, willst du nicht oder kannst du nicht?
DarkHeartIch?

Autisten sind gute Schauspieler (kommt auf den Grips an, nicht jeder ist ein Genie) also die,
die nicht die ganz krasse Behinderung haben
Autisten a la Kanner schaffen es wohl nicht, die leichtere Form Asperger kønnen schauspielern,
so auch ich, aber trotzdem hats mein Mann gemerkt, das ich zum Teil wie aufgezogen
wirkte, ohne das er was ahnte. Wien Roboter, der wahllos Texte ableiert, oft 10x mal hinter-
einander. Mein Hab-Dich--so-lieb fand er beleidigend, weil es den Sound vom Erklær-bæren hat
und ich es mir wahrscheinlich dort abgeguckt hatte. (unbewusste Echolalie - die peinlicheren Dinge
lass ich mal sein)

Ich schaffe es ganze 4 Stunden ein Schauspiel zu halten beruflich, den Sprach-SingSang vielleicht
eine Stunde, dann meiselt meine Mimik dahin
und die Leute sind dann pløtzlich schockiert, wenn ich in mein eigentliches Dasein verfalle, wurde schon
von einem Chef als Blender bezeichnet

Heute habe ich es geschafft mit einem Mædel eine Stunde zu kommunizieren, danach fiel ich wieder zusammen, eigentlich bin ich schon 30 Jahre geuebt und trotzdem klappt es nicht mit der Anpassung.

Danach bin ich jedesmal so geschlaucht, das ich mich erstmal hinlegen muss.



Daher kann ich es wohl nicht - der Wille ist ab und an noch da, besonders wenn ich einen Menschen sehr gerne mag, aber ich schaffe es nicht, tut mir leid.
Mondsilbertaufe[QUOTE]Mein Hab-Dich--so-lieb fand er beleidigend, weil es den Sound vom Erklær-bæren hat[/QUOTE]
Das hat schon was tragisches, was du da schreibst.
Wieso hast du geheiratet, wenn du keine Liebe empfinden kannst?
[QUOTE]Wien Roboter, der wahllos Texte ableiert, [/QUOTE]
Wie kann da eine Beziehung funktionieren?
Hast du Kinder?
[QUOTE]Wenn jemand Interesse und Höflichkeit nur heuchelt, dann ist damit gar nichts gewonnen. Ganz im Gegenteil, es macht die Sache noch viel schlimmer. [/QUOTE]
So ein Käse, was du da schreibst. Bei einfacher Höflichkeit geht es wohl kaum darum Everybodys darling zu sein. Man muss sich auf einer Party beispielsweise nur mal anschauen, wie unterschiedlich ausgeprägt die Höflichkeit ist und welche Konsequenzen das hat: Die einen treten ein und geben ersteinmal jedem die Hand. Das ist meines Erachtens nett, aber unnötig, denn Händeschütteln ist nicht Jedermanns Ding.
Dann gibts diejenigen, die kommen rein und bei einem vollen Partyraum gesellen sie sich sofort zu ihren Leuten. Das sind diejenigen, über die getuschelt wird, sie seinen arrogant oder ignorant oder was auch immer. Zu diesen Leuten hält man Abstand und ignoriert sie ebenfalls.
Und dann gibt es meinen Favoriten das Mittelding: Einmal auf jeden Tisch geklopft und ein "Hi" gemurmelt und die Sache ist gegessen. Wenn man später Anschluss suchen sollte, wird man zu den anderen leichter Zugang finden. Abgesehen davon gehen die Tabletts mit dem Schnäpsen dann nicht an einem vorrüber... :p

Derjenige, der sich integrieren kann, hats leichter im Leben und schafft es, sich schneller zu etablieren. Es braucht dafür weniger als sich manche vorstellen.
Auf Höflichkeit kann man scheißen, wenn man für andere unersetzlich ist.
[QUOTE]Wenn jemand keine Freundschaft möchte, ist es im Prinzip egal, ob er höflich ist oder nicht. [/QUOTE]
Es ist nicht nur die Freundschaft, was es von anderen Menschen zu erwarten gibt. Manchmal will man Geld, oft nur einen Gefallen, manchmal einfach nur keinen Stress mit Schlägern oder Lehrern, manchmal will man einen Prozess gewinnen, machmal sich auskotzen...
Manchmal will man einfach nur gehört und ernstgenommen werden. Sowas schafft man leichter mit Höflichkeit.

Außerdem: Ohne Höflichkeit, keine Freundschaft. Ich finde die Art, wie DarkHeart schreibt durchaus nicht unhöflich. Deswegen denke ich, dass sie hier durchaus Freunde finden könnte.
Wenn sie allerdings eine Schreibweise analog zu ihrem Verhalten in Menschengruppen präsentieren würde, würde sie hier unbemerkt untergehen.
[QUOTE]Es geht hier nicht um Höflichkeit, dessen bin ich mir ganz sicher. [/QUOTE]
Das Hauptproblem liegt sicher woanders.
Ein bisschen Höflichkeit erleichtert die unveränderbare Situation aber für beide Seiten.
gruftigirlNun werde ich den weisen Ratschlag von Razielim befolgen.

*ignorier* :)
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Mondsilbertaufe [/i]
[B]Das hat schon was tragisches, was du da schreibst.
1.Wieso hast du geheiratet, wenn du keine Liebe empfinden kannst?

2.Wie kann da eine Beziehung funktionieren?
3.Hast du Kinder?

Außerdem: Ohne Höflichkeit, keine Freundschaft. Ich finde die Art, wie DarkHeart schreibt durchaus nicht unhöflich. Deswegen denke ich, dass sie hier durchaus Freunde finden könnte.
Wenn sie allerdings eine Schreibweise analog zu ihrem Verhalten in Menschengruppen präsentieren würde, würde sie hier unbemerkt untergehen.

Das Hauptproblem liegt sicher woanders.
Ein bisschen Höflichkeit erleichtert die unveränderbare Situation aber für beide Seiten. [/B][/QUOTE]

1. Ich wusste es selbst nicht, fuehle meine Liebesart normal, wusste nicht, das sie keine uebliche Einheit ist.
2. Mit Vorwuerfen seit 8 Jahren, das ich nicht normal sei, obwohl er mich mit dem Wissen meiner
"Unnormalitæt" geheiratet hat, dachte aber, es wære nur eine Phase wegen damaliger "Trauer"

3. Um Gottes Willen nein, hast Du welche?

Viele Aspies schreiben sehr nett, sie kommunizieren sehr gerne schriftlich, besonders die, die
sonst Sprachschwierigkeiten haben. Habe hier schon viele liebe Freundschaften gefunden ;)
u.a. Gruftigirl. Allerdings wurden mir in anderen Foren schon Monologe vorgeworfen oder
Menschen fuehlten sich verletzt, weil ich nicht rechtzeitig auf sie reagierte, waren aber
andere Forensarten.
OdessaRazielim, da ich Odessa sehr gerne mag, werde ich mich mit Dir nicht streiten

-----

Ähm, sorry fürs off topic, aber nachdem ich auf diesen thread hingewiesen wurde und das jetzt lese - was immer Du Razielim zu sagen hast, sags ihm! Sei versichert, ich bin nie mit ihm einer Meinung, finde seine meist sowas von daneben wie er auch meine, und wir werden uns sicher irgendwann mal entweder erschießen, erstechen oder uns mit Zwergenschuhen zu Tode bewerfen... also nimm keine Rücksicht auf mich, Ehe- und/oder sonstige LiebesHassbande interessieren hier in keinster Weise :D


-----
Klingt für mich, als sei Odessa mir jetzt was schuldig.
-----

Vergiss es, Sachse. Sei froh wenn ich Dich nach "dem" heute vorhin noch weiterleben lasse *lieb und ganz NORMAL dabei ausschaut* :q :D
DarkHeart:D na dann.....obwohl es mir echt schwer fællt
Schwarzer Prinz[QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i]
[B]Andere sehen es anders??

Wer sind die anderen??
[/B][/QUOTE]

Ich, zB. :)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von DarkHeart [/i]
[B]Warum wird mein Verhalten als so unnormal gehalten? [/B][/QUOTE]


Vielleicht, weil es nicht dem Durchschnitt ( = der Norm) entspricht? ;)
ShephrenDer Durchschnitt...die Norm.Bah!Ich habe genug von solchen irrelevanten Werten.Soll die Gesellschaft ruhig denken was sie will.Den Oberflächlichen 90% kann man es so oder so nicht recht machen.Sollen sie ihr wertloses Leben leben,ich bin ihrer überdrüssig und wenn sie weg sind,habe ich wenigstens meine Ruhe.

gruftigirl und DarkHeart,euch beide kann ich verstehen.DarkHeart,ich habe auch deinen anderen Thread gelesen und würde mich gerne per PN melden,leider ist mir das aber nicht möglich da du scheinbar keine PN's erhalten möchtest.
Wenn ich mit dir in Kontakt treten dürfte,würde mich das sehr erfreuen.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Shephren [/i]
[B]Der Durchschnitt...die Norm.Bah!Ich habe genug von solchen irrelevanten Werten. [...] Den Oberflächlichen 90% kann man es so oder so nicht recht machen.Sollen sie ihr wertloses Leben leben...[/B][/QUOTE]


Naja, nur weil jemand eher der Norm entspricht, heißt das ja nicht, daß er ein schlechter Mensch ist. ;)
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von Shephren [/i]
[B]DarkHeart,ich habe auch deinen anderen Thread gelesen und würde mich gerne per PN melden,leider ist mir das aber nicht möglich da du scheinbar keine PN's erhalten möchtest.
Wenn ich mit dir in Kontakt treten dürfte,würde mich das sehr erfreuen. [/B][/QUOTE]

wieder freigeschaltet ;)
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Vielleicht, weil es nicht dem Durchschnitt ( = der Norm) entspricht? ;) [/B][/QUOTE]

Was ist denn der Durschnitt?
So anhand von Verhaltens und Wesensbeispielen
des Alltages mal...
DarkHeart[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Naja, nur weil jemand eher der Norm entspricht, heißt das ja nicht, daß er ein schlechter Mensch ist. ;) [/B][/QUOTE]

Es gibt Normalos, die ich sehr gern habe und wenn sie mich sogar so lassen, wie ich bin, dann kann ich mein Glueck kaum glauben, Kommt halt nicht so oft vor
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Was ist denn der Durschnitt?
So anhand von Verhaltens und Wesensbeispielen
des Alltages mal... [/B][/QUOTE]


Geh auf einen belebten Platz in Deiner Nähe, setze Dich dort in ein Cafe und beobachte die Menschen. Da hast Du ganz schnell raus, was der Durchschnitt ist! ;)
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Geh auf einen belebten Platz in Deiner Nähe, setze Dich dort in ein Cafe und beobachte die Menschen. Da hast Du ganz schnell raus, was der Durchschnitt ist! ;) [/B][/QUOTE]

Das ist zwar ein netter Vorschlag, erzielt leider keinerlei
gültiges Ergebnis, daher frag ich dich lieber, du scheinst
ein Ergebnis vorliegen zu haben.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Das ist zwar ein netter Vorschlag, erzielt leider keinerlei
gültiges Ergebnis, daher frag ich dich lieber, du scheinst
ein Ergebnis vorliegen zu haben. [/B][/QUOTE]


Mhh, also ich mache das oft, mich irgendwo hin zu setzen und Menschen zu beobachten. Dabei fallen mir folgende Dinge auf:

Der durchschnittliche junge Mensch:
... profiliert sich über sein äußeres, die Jungs ganz cool, Eiswürfel pinkelnd, die Mädels aufgepretzelt wie zu einer Modenschau

Der durchschnittliche "Mittelalte" Typ "A":
... erfolgreich, gut gekleidet, forsch unterwegs, Handy am Ohr

der durchschnittliche "Mittelalte" Typ "B":
... erfolglos, resigniert, 6 Kinder im Schlepptau, ungepflegt, "Assiton" am Leib

der ältere Mensch im Durchschnitt:
... auf die jungen schimpfend, augenkrebsverursachend gekleidet, mürrisch blickend (die Welt ist schlecht)


... meine Meinung nach meiner Erfahrung - erhebt keinen Anspruch auf letzte Wahrheit.
Seneca...der duchschnittliche mittzwanziger ist konkret krass fährte einen alten 5er BMW und nimmt Drogen. Das duchschnittliche mittlere Management hat ein Alkoholproblem, ist stocksteif, dauernölig und internetsüchtig. So sähe das bei mir aus wenn ich aus meinem Arbeitsumfeld die Norm ableiten will...

Ich weigere mich aber vehement das zu tun da eine solche Ableitung ein Vorurteil wäre, weiter nichts.
Montrose[QUOTE]Geh auf einen belebten Platz in Deiner Nähe, setze Dich dort in ein Cafe und beobachte die Menschen. Da hast Du ganz schnell raus, was der Durchschnitt ist![/QUOTE]
Frau Lehrerin, Ich Ich ich.... weiß die Antwort.

Es sind die, die alle im Cafe sitzen und die Menschen beobachten.

:D


[QUOTE]... erfolglos, resigniert, 6 Kinder im Schlepptau, ungepflegt, "Assiton" am Leib[/QUOTE]

Wenn einer 6 Kinder im Schlepptau hat, kann er ja wohl kaum erfolglos sein. Immerhin haben seine Geschlechtsorgane funktioniert und irgendjemand wird nach seinem Tod die Blümchen auf seinem Grab gießen.

Resigniert ist der höchstens, weil er den Typ A sieht und Mitleid mit ihm empfindet. :)
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von hagzissa13 [/i]
[B]Mhh, also ich mache das oft, mich irgendwo hin zu setzen und Menschen zu beobachten. Dabei fallen mir folgende Dinge auf:

Der durchschnittliche junge Mensch:
... profiliert sich über sein äußeres, die Jungs ganz cool, Eiswürfel pinkelnd, die Mädels aufgepretzelt wie zu einer Modenschau

Der durchschnittliche "Mittelalte" Typ "A":
... erfolgreich, gut gekleidet, forsch unterwegs, Handy am Ohr

der durchschnittliche "Mittelalte" Typ "B":
... erfolglos, resigniert, 6 Kinder im Schlepptau, ungepflegt, "Assiton" am Leib

der ältere Mensch im Durchschnitt:
... auf die jungen schimpfend, augenkrebsverursachend gekleidet, mürrisch blickend (die Welt ist schlecht)


... meine Meinung nach meiner Erfahrung - erhebt keinen Anspruch auf letzte Wahrheit. [/B][/QUOTE]

[QUOTE]Der durchschnittliche junge Mensch:
... profiliert sich über sein äußeres, die Jungs ganz cool, Eiswürfel pinkelnd, die Mädels aufgepretzelt wie zu einer Modenschau[/QUOTE]
- Hört sich gerad nach einem Goth an...oder Hopper oder
Metaller oder Tekker oder oder oder...hmmm

Bei den anderen isses eigentlich genauso... Leider an
der realität vorbei ...

Was isn nu Durchschnitt :(
rosenkind[QUOTE]Was isn nu Durchschnitt[/QUOTE]

vielleicht können [URL=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/]die hier[/URL] bei der Findung einer Antwort helfen ;)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Was isn nu Durchschnitt :( [/B][/QUOTE]

Was ich schrieb, soll heißen: Sind wir nicht alle ein bißchen durchschnittlich? ;)

denn:
Haben wir (fast) alle nicht zwei Arme, zwei Beine, zwei Augen, zwei Ohren?
Haben wir nicht (fast) alle das Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit, Sexualität?
Haben wir nicht (fast) alle das Bedürfnis nach Anerkennung, Lob und Aufmerksamkeit?
Wünschen wir uns nicht (fast) alle Sicherheit, Gesundheit und ein materielles Auskommen?


Wir [u]alle[/u] haben etwas durchschnittliches an uns, nur der ein oder andere weicht auf seine Art etwas mehr oder weniger davon ab, trägt z.B. keine bunten Klamotten (was die meisten Menschen eben tun), oder färbt sich die Haare in nicht durch die Natur vorgegebenen Haarfarben (was die meisten Menschen eben nicht tun), oder trägt Klamotten, die die meisten Menschen eben nicht tragen würden, oder geht Hobbies nach, die die meisten Menschen mit einem Stirnzunzeln abtun würden. Das ist dann außerhalb der Norm.
Diese verändert sich ständig, meiner Meinung nach der Grund, warum es so schwer fällt, eine allgemeingültige Definition zu finden. Der Zeitgeist verändert alles - stetig.
Man kann sich nur zu einem Zeitpunkt x umschauen, registrieren, was "die meisten" gerade tun und machen und dann feststellen, was bei wenigen anderes ist - das ist dann die Abweichung von der (gerade vorherrschenden) Norm.
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von rosenkind [/i]
[B]vielleicht können [URL=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/]die hier[/URL] bei der Findung einer Antwort helfen ;) [/B][/QUOTE]



*Das magische Dreieck der Input-Output-Rechnung

*Beirat Umweltökonomische Gesamtrechnungen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

was soll ich davon nehmen?

hagzissa13

WIR können überhaupt nicht registrieren, was die meisten
gerade tun oder nicht tun, das ist für UNS völlig unmöglich,
wodurch sich eine Definition unsererseits auch von selbst
erledigt.
An sich definiert jede Subkultur "Durchschnitt" immer vom
eigenen Standpunkt aus. Was man selbst macht ist
KEIN Durchschnitt, die Anderen sind aber ...

Ironischerweise erzeugt dieses Verhalten, da es sich mit
den der anderen Subkulturen ja deckt, wiederum auch
einen anderen "Durchschnittswert".
Der "Durchschnittliche" Gothic hat nichts mit Gothic zu
tun, witzig, nicht war? :)
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von Goat93 [/i]
[B]Der "Durchschnittliche" Gothic hat nichts mit Gothic zu
tun, witzig, nicht war? :) [/B][/QUOTE]

Nö, nicht witzig, sondern logisch! :D
AntaressWenn ich mir das so durchlese, erweckt das ganze den Eindruck als sei der Durchschnitt im Grunde verachtenswert. Normalsein bedeutet für den Großteil von euch etwas schlechtes, das man auf gar keinen Fall nachmachen oder erleben sollte.
Vielleicht ist es aber etwas was für die meißten Menschen erstrebenswert ist, weil es eine Richtlinie darstellt das das Chaos im Leben lindert. Wie für ein Kind das Regeln braucht und Grenzen um sich überhaupt zurecht zu finden. Denn ohne diese Regeln und Grenzen wäre es zutiefst unglücklich, mal jetzt nur auf den Erzieherischen Wert geschaut.
Es läßt sich nicht leugnen das es sich einfacher lebt wenn man mit der Masse schwimmt und sich anpasst. Wenn ich nur mal das Beispiel Frisur anschneide oder Kleidung. Wenn man die Erwartungen der anderen erfüllt, oder zumindest das was man denkt das von einem erwartet wird (Das ist nämlich genau der Punkt, was wird von mir erwartet?)
Nicht jeder ist so stark und sagt, nö ich will das jetzt aber anders. Wer auf eine stille Revolte macht, der wird zwar im ersten Moment etwas schief angesehen, man zweifelt an denjenigen und man munkelt, aber wenn es sich dann bestätigt hat, dann hat man auch den Respekt. Nur wie gesagt, nicht jeder hat den Nerv sich für sich selbst einzusetzen, es ist sehr zermürbend.
Ich wünschte von ganzen Herzen, wir wären Normal und ich sehne mich nach nichts anderen als Normalität, dann wären diese Kämpfe vorbei und ich könnte in Ruhe leben und könnte mich wieder auf mich selbst konzentrieren.
moreEs gibt ja auch einen Grund warum es die schwarze Szene vornehmlich in Europa und einen gewissen Teil in Amerika gibt und so gut wie keine in Dritt-Welt-Ländern.
Dieser Überhang an Konsumgütern, diese bunter Glitzerwelt führt zu einer Ablehnung dessen. Jede Bewegung gebiert irgendwann die Gegenbewegung. Als die Schreibmaschine aufkam wurden hangeschriebene Briefe und schöne Füllfederhalter wieder modern.
Natürlich ist das Ablehnen der Normalität für Menschen die nur das kennen ein Aufbruch in eine bisher ungeahnte Freiheit. Menschen die schon genug Probleme haben sind in der Regel zu beschäftigt um auch noch in anderen Bereichen "abnormal" zu sein. Oder sie kultivieren ihre Andersartigkeit bis hin zum Bizarren, was man ja hier durchaus auch antrifft.

Für mich war das damals jedenfalls eine unglaubliche Befreiung. Schon immer als merkwürdig unter Freunden und Bekannten verschrieen aus einem übelst zerrütteten Elternhaus, oft auf Ablehnung gestoßen in der erzkonservativen Kirchengemeinde, als Fremde im neuen Wohnort - das war für mich wie Wellness für die Seele, als ich entdeckte, dass ich mit Absicht anders sein kann und dieses ewige Streben nach der Anerkennung oder zumindest Akzeptanz der Anderen, Freunde, Familie, ect. aufgeben konnte. Als ich auch einen Ausdruck finden konnte der sich äußerlich zeigte für das was mich Teile meiner Familie mal konnten.

Aber hat das nicht fast jeder Teenager auf die ein oder andere Weise?

Für mich bedeutet das "schwarz-sein" noch immer sehr viel. Aber die Abnormalität ist irgendwie verschwunden. Vor allem da ein schwarzer Kleiderschrank und merkwürdige Bilder an der Wand, sowie ein komischer Freundeskreis und Musik die für andere zum Fürchten ist, für einen selber irgendwann Normalität werden und nur der skeptische Blick von Arbeitskollegen, die einen versehentlich zu Hause besuchen einem vor Augen führt, dass meine Einrichtung und mein Kleidungsstil weit weg vom Prädikat "normal" sind. Aber für mich ist das normal. Und ich wundere mich darüber, wenn Bekannte sagen - hey, was ist mit dir los? Mal nicht in schwarz?

Im Endeffekt wird alles abnormale nach Gewöhnung normal. Und wäre es nicht so, sähe sich der Mensch ständigem und permanentem Stress ausgesetzt. Der Mensch braucht Normalität - sonst wird er irgendwann ziemlich ausgebrannt sein.
Ich gebe mich zufrieden mit meinem Leben, das ist sicher auch ein harter Lernprozess, den aber jeder individuell durchmacht. Wenn mich heute jemand fragen würde wer ich bin, würde ich sagen, eigentlich ganz nett, ziemlich gesprächig und ein bisschen exzentrisch.
gruftigirl@more
Sehr schön geschrieben.

Ich glaube, normal ist das, womit man sich wohlfühlt...
Antaress@grufti
Schön geschrieben, guter Satz, aber halt nur einseitig. Das ist für dich normal, wie du siehst am eigenen Beispiel, für andere wiederum nicht. Und genau deßhalb wird diese Diskusion auch zu nichts führen, sich endlos drehen. Denn es ist Ansichtssache, genauso wie Kunst, Geschmack, Liebe, Schönheit, Inneneinrichtung und Musik. Jeder wird es anders Definieren, immer wird einer kommen und sagen das es nicht normal ist wie du, dein Leben führst, deine Kinder erziehst, deinen Berufsweg planst oder deinen nächsten Urlaub. Völlig wurscht.
Meine Schwester malt blutende Engel, und? Meine Schwiegermutter würde aus allen Wolken fallen, ich finds gut. Mein Vater ist das vierte Mal verheiratet, für jemanden der an die große Liebe glaubt ein Alptraum, in meiner Familie ganz normal.
Die eine ist zur Hausfrau geboren und will nichts anderes machen als sich um die Familie zu kümmern, die andere wird Bundeskanzlerin.

Alles Ansichtssache.
gruftigirl@Anta
Sehr schön geschrieben.

Alles Ansichtssache.
MontroseNorm ist keine Ansichtssache, weil man ja einfach auszählen kann, was die meisten tun. Wenn sich rausstellt, dass die Deutschen am liebsten Mettwurst essen, dann wäre Mettwurst halt die Norm.

Nur, was würde das aussagen? Gar nichts. Ob etwas "normal" oder "unnormal" ist, sagt per se überhaupt nichts aus.

Die Sache wird erst interessant, wenn jemand ein bestimmtes Merkmal (ganz egal ob Norm oder nicht Norm) mit weiteren Eigenschaften wie "gefährlich", "gut", "krank", "gesund" usw. kombiniert. Aber solche Kombinationen sind bisweilen x-beliebig.

Beim einfachen Mann auf der Straße ist "Norm" meist automatisch mit "Rechtschaffenheit" gekoppelt. Natürlich ist das Unsinn. Die Koppelungen sind der Schwachpunkt.
Samsa209dieses wort normal, das finde ich, dass mjuss jeder für sich selber definieren, denn jeder hat (hoffentlich) eine eigene meinung, und für jeden ist etwas anderes normal.. für die einen ist das bestatten normal, für andere abnormal, für die einen ist nutellabrot mit bananen normal, für die anderen nicht, für die einen ist schwarz normal, für die anderen nicht.. (normal ist ja auch hier zu differnezieren, zb farbe der trauer ist5 für uns schwraz normal, in china zb weiß)

solange niemand bei einem normunterschied verletzt wird, ist es ja ok..

lg

samsa
SenecaEs ist völlig bedeutungslos ob man sich für normal hält oder nicht. Solange alles im Rahmen der sozialen Norm bleibt ist man genau das....der Norm entsprechend.

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Norm[/url]
Montrose[QUOTE]dieses wort normal, das finde ich, dass mjuss jeder für sich selber definieren, denn jeder hat (hoffentlich) eine eigene meinung, und für jeden ist etwas anderes normal.. [/QUOTE]

Nö. Hier wird zwischen "selbst auf etwas kommen" und "eine eigene Meinung haben" nicht genau unterschieden.

Wahrscheinlich ist dieses Wischiwaschi beabsichtigt, weil sich erst durch diesen Trick mit wenig scheinbar viel erreichen läßt.


Ich kann selbst auf etwas kommen und dennoch kann das Ergebnis mit dem Ergebnis anderer übereinstimmen. Wenn ich sage 7 x 6 = 42, Du sagst das selbständig, weil Du Kopfrechnen kannst, und ein paar Millionen andere sagen das auch, weil sie Kopfrechnen können ..... dann ist das Ergebnis richtig, auch wenn nicht "jeder eine eigene Meinung hat."

Ich kann umgekehrt eine eigene Meinung haben, indem ich einfach sage 56 x 7 scheiß drauf, das ist 133, weil 133 meine Lieblingszahl ist. Mit so einer "eigenen" Meinung kann man voll daneben liegen.

Folglich: eine eigene Meinung zu haben, kann man am Arsch abwischen, weil das "eigene" überhaupt nichts drüber aussagt, ob es was taugt.

Eine Meinung ist nur eine Meinung, also gar nichts.

Besser als eine "eigene meinung" wäre, eine eigene Fähigkeit zu haben, zu sinnvollen Dingen zu gelangen ..... ganz egal, wieviel andere Leute zum selben Ergebnis kommen.

Der faule Trick am nur "anders sein" ist, dass man dafür nichts können muss. Es ist die billigste Form von "Individualität".

[QUOTE]und für jeden ist etwas anderes normal.. [/QUOTE]
Was der Einzelne für normal hält, ist völlig irrelevant, weil sich der Normbegriff überhaupt nicht auf den Einzelnen bezieht. Wenn jemand sagt "Ich bin normal" so ist das wurscht, weil ein Einzelner keine Norm begründen kann. Nur viele können eine Norm schaffen, aber nicht ein einzelner.



Vielleicht wäre die Sache einfacher, wenn man das hier völlig falsch gebrauchte Wort "normal" durch ein besseres Wort ersetzt. Es geht doch nicht um "normal", sondern darum, ob jemand das, was er tut, für richtig hält. Und "richtig" und "normal" sind dann zwei vollkommen verschiedene Begriffe.

[QUOTE]dieses wort normal, das finde ich, dass mjuss jeder für sich selber definieren, [/QUOTE]
Nein. Und zwar weil man dann nicht mehr sprechen kann. Wenn das Wort "kann" Nutella für Dich bedeutet, würdest Du ja meinen, ich rede gerade vom Frühstück.
moreAber Monti - da ja jeder Mensch eine eigene Vorstellung von der Normalität hat und Dinge mit denen er konfrontiert wird in seine Schemata einordnet bildet sich der Massengeschmack.

Es ist ja nicht so dass die Normalität vorgegeben ist. Sondern aufgrund der vielen "Normalitäten" die die Menschen haben bildet sich eine gewisse "Durchschnittsnormalität". Also definiert ja doch jeder das was er als normal empfindet.

Natürlich ist es auch so, wenn mir etwas Neues begegnet und mir ein anderer sagt: "Das ist doch normal", werde ich, sobald ich mehrerer solcher Meinungen habe, für mich diese Neuentdeckung auch als normal übernehmen.

Also kreiere ich meine persönliche und individuelle Normalität und werde von der Masse beeinflusst in dem was ich als normal ansehe.

Das hat alles viel mit Wahrnehmung zu tun und auch mit dem in welchen Gesellschaftsschichten ich mich bewege. Ich war mal bei einer Freundin in einer Crack-WG. Das hießt dort wohnten Dealer und sonstige Gestalten. Für das Mädel die Normalität - für mich ein absoluter Alptraum den ich nur als absolut bizarr und beängstigend empfunden habe. Abnormal! Aber würde ich einfach in so eine Gesellschaft hineingezogen oder würde in so einem Umfeld aufwachsen wäre das für mich auch normal.

Grundschulkinder die in einer Behindertenintegrationsklasse eingegliedert sind sehen Behinderungen als ganz normal an. Für sie persönlich ist der Umgang mit Behinderungen alltäglich und Gewohnheit. Die Lehrerin trägt noch einen Teil zu dieser Integration teil. Kommt ein fremdes (gesundes) Kind in diese Klasse ist die Anwesenheit vieler behinderter Kinder erst auch mal unnormal bis sich sein eigenes Wahrnehmungsmuster geändert hat.

Also meine These: Ja, normal definiert jeder für sich selbst. Und ja - Normalität wird durch die Gesellschaft beeinflusst. Und die Einstellung darüber was normal ist ändert sich fast täglich mit dem Grad welche Erfahrungen wir machen, wie oft wir mit Unnormalem konfrontiert sind und wie unsere Gesellschaft damit umgeht.
Montrose[QUOTE]Also meine These: Ja, normal definiert jeder für sich selbst.[/QUOTE]


Was soll dieser Satz bedeuten.

Etwa: Jeder meint, dass so, wie er denkt und fühlt, alle anderen auch denken und fühlen?

Ich versuche gerade zu begreifen, was das Wort "normal" hier bedeuten soll?

"Normal" ist doch genau das Gegenteil von "jeder definiert für sich selbst".
DarkHeartIch kenne einige, die es schon unnormal finden,
wenn man sich Gedanken um normal oder nicht normal macht
oder sich Gedanken zu ueberhaupt etwas macht.

Ich denke, Normal liegt im Auge jedes einzelnen Betrachters,
die Mehrheit einer Meinung "siegt" dann wohl, solange bis
genug andere kommen und das wiederlegen kønnen.
Montrose[QUOTE]Ich denke, Normal liegt im Auge jedes einzelnen Betrachters,[/QUOTE]
Ich denke, dass die meisten Leute, wenn sie das Wort "normal" benutzen, gar nicht das Wort "normal" meinen, sondern das Wort "richtig".

Die insgeheime Argumentation geht dann so: eine Sache gefällt mir, und damit mir keiner wiederspricht, behaupte ich gleich mal dazu, dass alle anderen das auch so sehen. Wobei "alle andere das auch so sehen" durchaus eine Lüge sein kann.


Gestern erzählte ich, löschte es aber, und schreib es hier wieder, dass meine Mutter bei einem Streit zu sagen pflegte "Das macht man so, wie ich es sage." Mit dem "man" wollte sie Recht haben, und ihr Argument war "alle anderen tun das auch so wie ich, deshalb muss es richtig sein."
Wenn ich aber zeigte, dass es genauso viele Leute gab, die etwas anderes taten als was sie für "normal" hielt, sagte sie "Was gehen mich die anderen Leute an." ;)

Halten wir mal fest: Der "Normal"-Begriff dient schlichtweg als Lüge, um seine Position zu untermauern. Ob eine Sache wirklich "normal", d.h. häufig verbreitet ist, interessiert nicht. Wie meine Mutter kann man im nächsten Moment genau das Gegenteil behaupten "ich bin halt anders", um seine Position -egal mit welchen Gründen - aufrechtzuerhalten.


Immerhin, und da habt Ihr recht, ist der Norm-Begriff etwas, das man x-beliebig festlegen kann. Denn selbst wenn man feststellt, dass 70 % das eine und 30% das andere tun, ist unklar, ob eine Minderheit von 30 % deshalb schon "unnormal" ist.

Festhalten kann man aber auch, dass auch wenn jeder theoretisch seine eigene Normen festlegen kann, er damit behauptet, dass diese Norm für die anderen auch gelten soll.

Mit der Norm sollen also andere Leute manipuliert werden.

Da fragt man sich allerdings, ob es einen Sinn macht, über "normal" oder "unnormal" zu diskutieren, wenn schon von vornherein klar ist, dass diese Begriffe nichts bedeuten und nur dem Zweck dienen, den anderen hinters Licht zu führen.
moreHey Monti - schade dass du meinen Beitrag nicht ganz gelesen hast, dann hättest du dir nämlich deine Frage an mich selbst beantworten können. Sorry, aber ich wiederhole mich für dich nicht nochmal. Bitte lese meinen Beitrag nochmal durch.
MontroseDoch doch, ich hab Dich verstanden. Ist doch alles ganz klar. Da muss ich doch nicht nochmals alles durchlesen.
moreWie kommst du dann darauf, meine Aussage nur auf "Jeder bildet seine eigene Normalität" zu reduzieren, wo ich doch ziemlich genau ausgeführt habe, dass sich der Eindruck von Normalität aus verschiedenen Komponenten zusammen setzt?

Ich fühl mich etwas missverstanden?

Oder vielleicht magst du mir ja mal erklären, woraus sich "Normalität" aus deiner Sicht zusammen setzt? Glaubst du, Normalität wird nur von Außen geschaffen?
Schwarzer Prinz[QUOTE][b]

Ich fühl mich etwas missverstanden?

[/B][/QUOTE]

*tröst* Eine Runde Mitleid für das arme missverstandene Goffgirl ;)
Seneca@ Schwarzer Prinz

Lerne er endlich einmal die [i]tags[/i] "[b],[i]" etc. richtig zu verwenden, Wird sind es langsam leid ständig hinter ihm aufzuräumen! :D
Goat93[QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i]
[B]Aber Monti - da ja jeder Mensch eine eigene Vorstellung von der Normalität hat und Dinge mit denen er konfrontiert wird in seine Schemata einordnet bildet sich der Massengeschmack.

[/B][/QUOTE]

Wie soll jeder eine eigene Vorstellung von Normal denn haben?
Vor allem, woher?

Diese Kontexe werden anerzogen und unterliegen dem-
entsprechend der Erzierhischen Wirkung des gegeben
Umfeldes.
Das Umfeld unterliegt wiederum zu einem gewissen Teil
der Ethik und Moral der größeren Masse/Gesellschaft.

DU selbst kannst dir gar nicht erklären oder anerziehen, was
normal ist und was nicht, da du ersteinmal genügend
Parallelbeispiele bekommen müßtest um aussortieren zu
können. Das kannst du aber nicht, also greifst du auf die
vorgegebenen Schemata zurück, die man dir schon im
Kindesalter beibringt und die völlig dynamisch dem Zeit-
geist angepasst sind.
Das fängt bei profanen Alltagssachen an, bis zu Diskussions-
debatten um dem Weltfrieden.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur