| Ronin76 | Vor wenigen Jahren, kam "Gothic" mal wieder stark in Mode. Überall waren zunehmend schwarz gekleidete Menschen anzutreffen, und so mancher Friedhof war des Sommers, am Wochenende stark überfüllt. Der Wochenendgrufti war geboren. Sehen und gesehen werden. Die Anzahl der (schlechten) Bands und zB der Gothic-Online-Shops (Mode, schwarzes Wohnen) stieg parallel dazu. Der Anlaß, diesen Beitrag zu erstellen ist schnell erklärt. Die Beitragsanzahl ist in allen Unterforen der Nachtwelten sehr stark zurückgegangen, manche Themen welken wochenlang einsam vor sich hin, bis mal wieder jemand schreibt. Auch die Bilderflut in der Bilddatenbank (BdB) ist davon gleichermaßen stark betroffen. Früher wurden täglich, viele neue Fotos eingestellt, heute ist eine tagelange Pause zur Norm geworden. Tja und auf der Straße sieht man nun auch immer weniger schwarze Gestalten. Will sich dazu jemand äußern ? Liest das hier überhaupt noch jemand ? ;) |
| rosenkind | ich würde ehr sagen, dass Gothic heute so normal geworden ist, dass es selbst die Restorte wie schwarze Foren nicht mehr braucht. Was 2005 noch cool und gruftig war bzgl Mode, nightmare before Christmas und Emily Strange, sehe ich heute an jeder zweiten baumeln, x-tra-x führt Alltagskleidung und ich kenne kaum jemanden, der nicht mindestens eine Band hört, die nicht irgendwann mal als Gothicmusik bezeichnet wurde und ich kenne nicht nur Gothics! Wir sind inzwischen so normal, dass es keine Restforen mehr braucht und wer cool und anders sein will, der ist heute Emo, Emo ist neu, Emo ist noch nicht normalisiert. aber in zwei Jahren wird auch das vorbei sein. |
| Seneca | Gothicmiezen und Emoschnallen gibt's bei StudiVZ und auf MySpace. Ich denke mir... nein ich beobachte das auch, dass der trend mehr zu den visuell wirkenden reinen "Bewunderungsplattformen" geht auf denen man sich auch nicht der Gefahr einer Kritik aussetzt. Ich empfehle übrigens jetzt schon jedem die neue Ausgabe vom SPEIEGEL mit dem KulturSPIEGEL als Beilage welche am 31.03 erscheint. Thema: Wie aus Jugendkultur Mode wird. (Am Beispiel von Emocore) Da Habe die Schreiber dieses ganzen Diplomarbeiten über die Szene also doch noch einen ordentlicher Job gefunden :D |
| Mestigoth | Das ist nicht nur auf Foren so, sondern auch in den Chats. Die waren ca. 2002 vollkommen überfüllt - neben HIM-Fans allerdings auch von "richtigen" Goths. Leider scheinen gerade letztere mitverschwunden zu sein, denn wo heute Gothic drauf steht, ist nur noch Metal drin. :p Hier geht nicht nur ein Trend zurück, sondern ein Teil der Restszene stirbt mal wieder mit. Mometan scheint alles rückläufig zu sein. Übrigens ist der Cybertrend vor einiger Zeit bei uns angekommen. Die teilen sich jetzt mit den Metallern die Tanzfläche. :eek: |
| Schwarzer Prinz | China: Sack Reis. D.h. ist mir egal. Ist es halt Mode geworden - na und ? Man muss es ja net mitmachen :rolleyes: |
| Phoenix1384 | Ich kann nur für mich sprechen, aber ich halte mich seit Monaten hier sehr stark zurück, da mich die meisten Themen hier nicht, oder nicht mehr, interessieren. Zudem wird hier mit mehr oder weniger Niveau auf Leuten rumgehackt, die sich als Emo oder Goth bezeichnen, was natürlich dazu führt, dass ein Meinungsaustausch dann auch gar nicht mehr gefragt ist. Wenn ein Gothic-Forum kein geistiger Rückzugsort vor den Attacken des Alltags ist, wozu soll man sich dann dort aufhalten? Wenn man sich als Gothic bezeichnet und in einem Forum, dass sich "German Gothic Board" nennt, und dort nur liest wie kacke doch gothic ist und dass das eh nur ein Modetrend ist und kommerziell und überhaupt nicht VERSUCHT wird dem entgegen zu wirken, kann ich sehr gut nachvollziehen dass die Aktivität hier zurückgeht.. Gruftige Grüße phoenix /edit: Um mal auf die Welt außerhalb von Foren zu kommen: die Gothicszene hat sich nicht zuletzt selbst normalisiert, einfach dadurch, dass viele aus den ersten Generationen durch ihren Broterwerb in der Szene zur Kommerzialisierung beigetragen haben, ohne ihnen jetzt irgendwelche Vorwürfe zu machen. Ich denke, das ist ein natürlicher Prozess, der dann eintritt, sobald eine soziale Gruppe eine bestimmte kritische Masse erreicht hat. Ebenso wollten doch viele Goths immer, dass sie als "normal" gesehen werden. Sie wollten akzeptiert werden... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Vor wenigen Jahren, kam "Gothic" mal wieder stark in Mode. Überall waren zunehmend schwarz gekleidete Menschen anzutreffen, und so mancher Friedhof war des Sommers, am Wochenende stark überfüllt. Der Wochenendgrufti war geboren. Sehen und gesehen werden. Die Anzahl der (schlechten) Bands und zB der Gothic-Online-Shops (Mode, schwarzes Wohnen) stieg parallel dazu. Der Anlaß, diesen Beitrag zu erstellen ist schnell erklärt. Die Beitragsanzahl ist in allen Unterforen der Nachtwelten sehr stark zurückgegangen, manche Themen welken wochenlang einsam vor sich hin, bis mal wieder jemand schreibt. Auch die Bilderflut in der Bilddatenbank (BdB) ist davon gleichermaßen stark betroffen. Früher wurden täglich, viele neue Fotos eingestellt, heute ist eine tagelange Pause zur Norm geworden. Tja und auf der Straße sieht man nun auch immer weniger schwarze Gestalten. Will sich dazu jemand äußern ? Liest das hier überhaupt noch jemand ? ;) [/B][/QUOTE] Gothic als Trend ist noch lange nicht vorbei. Das hier weniger geschrieben wird, liegt eher daran, das Heute sich die Leute viel schneller und einfacher selbst eine I-Net Plattform aufbauen können und somit den bösen Attacken aus den Weg gehen können, die Phönix schon angesprochen hat. Es gibt Unzählige kleine Goth Foren, jede Stadt hat z.B ersteinmal "Schwarzes Düdeldüt", wo sich alle austauschen können, dann die richtig großen wie Bravo Forum und so auch. Dann eben die ganzen Elitären Kleinen Foren, wo man sich dann gegenseitig die Schulter geben kann, wie Fies und Gemein die Welt ist. edit: Dem Rest des Beitrages von Phönix kann ich nur zustimmen |
| rosenkind | Du hast myblog vergessen, Goat. Ich hab mir da mal die ganzen Hinjtergründe angeschaut, die man wählen konnte, 75% Gothkiddie- und Emoklischee, 20% Teenie Bon Bonwelten und 5% mit dem man was anfangen konnte. |
| Rosemarie | ich finde wochenendgruftis gut. :q :D |
| Demon17 | Ich denke auch, der Rückgang der Zugriffe auf Nachtwelten läßt sich durch die Vielzahl kleinerer Foren erklären. Ich erlebe Ähnliches seit geraumer Zeit bei den Gedichteforen. Es ist inzwischen technisch einfacher und billiger geworden ein Forum zu installieren, als eine anständige Website zu gestalten. Von Niedergang kann zahlenmäßig keine Rede sein, eher von Verflachung durch Öffnung. Allerdings erleben inzwischen die Underground - Sachen bzw. die eigenwilligeren, weniger kommerziellen Sachen ein Revival, während sich im Cyber vieles totläuft. Die Karawane zieht weiter, es werden vielleicht mehrere kleinere daraus. |
| gruftigirl | Wie schon im Generationenkonflikt-Thread erwähnt, ich bin meine eigene Szene. Zwar erfreut es mich sehr, Menschen, die meinem Schönheitsideal entsprechen, zu sehen, schöne Musik zu hören und im web interessante Geschichten und Meinungen zu lesen, aber selbst wenn ich restlos "out" und "übrig" wäre, mir gefällt mein Lebensgefühl, auch wenns oft mit viel Streß und Pöbel verbunden ist. Ich dachte, es gäbe wirklich eine Szene, aber da ich weit und breit hier in meinem Bekanntenkreis die einzige Schwarze bin, war mir das nie so bewußt, wie kommerziell und oberflächlich die Leute darin geworden sind bzw. dazukamen. Ich habe Tausende von Berichten aus Büchern und alten Zeitschriften gesammelt und zu einem Album zusammengefäßt, in denen von den "alten Zeiten" die Rede war, auch die Fotos die ich sammle, stammen von früher. Grufties mit Pikes, hochtoupierten Haaren, ganz in Schwarz und geil geschminkt, DAS gefällt mir!!!! Mein Leitz-XXL-Ordner ist proppenvoll mit solchen Bildern und Stories, da blättere ich tagtäglich darin und schwelge, immer auf der Suche nach neuem "Stoff". Vielleicht hänge ich einem Traum nach, der schon längst ausgeträumt ist, aber für mich existiert er weiter. Und das unabhängig wie alt ich bin oder ob diese Szene in diesem Sinne weiter besteht. Zwar bin ich auch aufgeschlossener zu neuerer Musik, EBM inbegriffen, aber zum Glück muß ich da niemandem Rechenschaft ablegen... :) Und sollte ich in Echt mal Schwarzgekleidete sehen, freue ich mich immer, auch wenn die Klamotten 08/15 nach Xtrax zusammengestellt wurden! |
| Demon17 | Ich denke das die Reduktion auf das Äusserliche nicht das Wesentliche ist. Wann sagt ihnen endlich jemand, das es darauf ankommt was drin steckt? Aber nein, eine Norm hebt nur den Umsatz an Schminke ... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Ich denke das die Reduktion auf das Äusserliche nicht das Wesentliche ist. Wann sagt ihnen endlich jemand, das es darauf ankommt was drin steckt? Aber nein, eine Norm hebt nur den Umsatz an Schminke ... [/B][/QUOTE] Das Zuhören ist da schon eher das Problem. |
| Mestigoth | Wenn wir alle kulturellen Merkmale ablehnen, gibt es auch keine Kultur mehr. Einleuchtend, nicht? |
| Demon17 | Wenn wir Outfits für wichtiger halten als Lebenseinstellungen, haben wir keine Kultur. |
| Mestigoth | Die da wäre? Was ist denn nun [u]die[/u] Gothic-Lebenseinstellung? Ich weiß bis heute nicht, was das sein soll. Goths bestehen nicht nur aus Heulbojen und Grüblern. Das war noch nie so. |
| Demon17 | Wir haben das in dutzenden Threads diskutiert, ich denke das reicht. |
| Todessehnsucht | Ich denke dieses Lebenseinstellungsding zieht sowieso nur in Kombination mit anderen Merkmalen, ansonsten wirkt es mitlerweile eher wie etwas das die Leute nutzen um ihr Gruftisein zu definieren weil ihnen alle anderen Merkmale fehlen usw. eine Kultur bietet nämlich ganz am Rande n bissel mehr als nur dies. |
| Demon17 | Das Problem ist nur, das diese "Merkmale" verhökert werden... |
| CramBoy | [QUOTE]Ich empfehle übrigens jetzt schon jedem die neue Ausgabe vom SPEIEGEL mit dem KulturSPIEGEL als Beilage welche am 31.03 erscheint[/QUOTE] Der Spiegel hat sich ja schon immer durch fundierte Szenekenntnis und zutreffende Berichte über die Szene ausgezeichnet... |
| Demon17 | Ein paar interessante Gedanken zum Prozess der Kommerzialisierung einer Subkultur mögen enthalten sein. Von der Subkultur zur Mode ... Die Mode wechselt schnell, die Schwarze Szene gibt es seit dreissig Jahren. Wer es auf Mode reduziert um die Zahl der Konsumenten zu erhöhen, bzw. das Schwarz trägt weil es chic ist, ist wie ein Furz im Wind. |
| Mestigoth | Todessehnsucht hat es doch schon geschrieben. Und damit stimme ich völlig überein. Es ist die Kombination all dieser Merkmale. Ein Stuhl hat eben in den meisten Fällen vier Beine, um fest auf dem Boden zu stehen. Und wenn daran gesägt wird, fängt das Ding an zu kippen. |
| Demon17 | Man darf sich nur nicht wundern, wenn man irgendwann zwischen den Stühlen sitzt, wenn es keinen Bauplan gibt und kurzfristige Profitinteressen prägend werden. Das Verhältnis von Subkultur und Wirtschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass letztere an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt. Das war schon bei den meisten, frühen Wave-Bands so, spätestens nach der dritten, vierten Scheibe konnte man sie vergessen. |
| Phoenix1384 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [BDas Verhältnis von Subkultur und Wirtschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass letztere an dem Ast sägt, auf dem sie sitzt. Das war schon bei den meisten, frühen Wave-Bands so, spätestens nach der dritten, vierten Scheibe konnte man sie vergessen. [/B][/QUOTE] Das war nicht nur bei frühen Wave-Bands so. Dieses Prinzip lässt sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen. Selbst der Jazz litt damals unter einer zunehmenden Kommerzialisierung und Verfremdung durch 'szenefremde' Musiker, die die Kultur des Jazz massentauglich machte. So avancierte sich der Jazz von der Plantagenmusik der Sklaven in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Country-Club Beschallung des amerikanischen Bürgertums (Swing) in den 1930'er bis 1950'er Jahren und hatte von dort großen Einfluss auf spätere zum Teil bis heute bestehende Musikstile. So wie ich das sehe gibt es für Untergrundmusik nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie entwickelt sich nicht weiter und geht nach mehr oder weniger kurzer Zeit wieder unter, wird nur noch von wenigen Kennern der alten Zeiten wegen gehört und stirbt. Oder sie entwickelt sich weiter, entwickelt paralele Stile, verschmilzt mit anderen bestehenden Richtungen, wird erweitert, als Summe aller Stile von einem großen Publikum gehört und lebt. Was für die Musik gilt, gilt auch für die sie umgebende (Sub-)Kultur. Kultur ist etwas lebendiges, dass sich ebenfalls ständig verändert. Würde sie statisch werden und ihre Werte, Normen, Verhaltensmuster, Denkstrukturen, Moden nicht verändern und neues kreiren, würde sie zwanghaft an Klischees festhalten, würde sie sterben, oder zu einer Art Verhaltenscodex verkommen, dem man sich unterwerfen muss. /Ergänzung: Subkulturen sind zwangsläufig in gewisser Weise von der "Up-"Kultur, dem Mainstream/der Gesellschaft abhängig. Es ist ihnen nicht möglich zu wachsen, ohne Bezug zum Mainstream zu nehmen, bzw. in ihm mehr oder weniger aufzugehen und eine Art Paralelkultur zu werden. Solche Entwicklungen laufen nicht ohne eine gewisse Angleichung an die Werte des Mainstream, und der Bildung neuer Subkulturen ab, die ihrer einztigen Muttersubkultur entgegengesetzten Weg, oder zumindest einen anderen einschlägt. Auf diese Weise entstanden einst Gothic, Emocore und wie die ganzen Punkderivate alle heißen und so werden immer wieder neue Subkulturen entstehen. Selbst der Mainstream verändert sich stetig. Und zwar von unten her aus den Subkulturen, die ab einer bestimmten kritischen Masse (lange Existenz und große Zugehörigenzahl) nämlich einen viel größeren Einfluss auf den Mainstream haben, als es innerhalb der Subkultur wahrgenommen, bzw. anerkannt wird. |
| Mestigoth | Komisch, dass einige Kulturen trotz Stillstand immer noch existieren und ihre Größe beibehalten haben, ohne sich bis zur Unkenntlichkeit "weg-vermischt" zu haben. |
| Demon17 | [QUOTE]Was für die Musik gilt, gilt auch für die sie umgebende (Sub-)Kultur. Kultur ist etwas lebendiges, dass sich ebenfalls ständig verändert. Würde sie statisch werden und ihre Werte, Normen, Verhaltensmuster, Denkstrukturen, Moden nicht verändern und neues kreiren, würde sie zwanghaft an Klischees festhalten, würde sie sterben, oder zu einer Art Verhaltenscodex verkommen, dem man sich unterwerfen muss.[/QUOTE] Da hast Du völlig recht, doch der Swing differenzierte den Jazz, entwickelte ihn weiter. Der Bigbandsound war etwas Neues. Die Kommerzialisierung die zB. das Verhältnis von EBM zum Cyber prägt, ist jedoch von einer Entdifferenzierung und dem weitgehenden Mangel an Kreativität geprägt. Ebenso war es schon Mitte der 80er. Die Musik erstarrte in den eingefahrenen, inzwischen populären Hörgewohnheiten und wurde kaum noch weiter entwickelt. Ende der 80er war es dann vorbei. Die Popmusik (Mainstream) der Gegenwart lebt heute noch von der Kreativität der 60er und 70er, hat aber kaum noch Neues beizutragen. Dasselbe erleben wir jetzt in Teilen der schwarzen Szene. Es geht eben um den Mangel an Kreativität, der aus dem größten gemeinsamen Nenner resultiert, wenn N zu sehr ausgeweitet wird. Neue Ansätze werden zwar entwickelt, können sich aber nicht mehr durschsetzen, weil alles einer kurzatmigen Profitlogik untergeordnet wird. Früher war es normal, das bei neuen Liedern die Tanzfläche ersteinmal leer blieb, bis sie 20 - 30 mal gespielt worden waren und jeder den Rythmus kannte, heute haben alle denselben Rythmus. Das ist halt der Unterschied von Variation und Degenaration. |
| Goat93 | @Demon Schöne Beiträge :) |
| Demon17 | @goat merci :o |
| Ronin76 | Vermutlich liegt der Mangel an Durchsetzungspotential von neuen Stilen auch an der zunehmenden Interessenlosigkeit und Reizüberflutung der Bevölkerung. Wo keine Nachfrage besteht, gibts auch kein Angebot. Ich mache zunehmend die Erfahrung, daß die meisten Leute einfach überhaupt keinen Musikgeschmack und Musikwissen haben. Wenn man sie frägt, was sie für Musik hören oder bevorzugen, können sie das meistens gar nicht konkret beantworten und nennen dann als ihre Quelle das Radiostandardprogramm mit der Extraportion Werbung. Schon einen Hauch spezifischer sind dann Bezüge zur Rockmusik. Niemand will sich heute noch festlegen, die Leute geben sich diplomatisch und täuschen Unantastbarkeit und Toleranz vor. Eine Gesellschaft von Vielleichtsagern. Ein Ja und Nein wird schon als zu extremistisch gewertet. Unter solchen Umständen kann darum auch kaum eine neue, charakteristische Musikrichtung oder gar eine neue Szene entstehen. Außer es wird von den Medien propagiert, so wie derzeit bei Emo (oder gibts schon wieder was Neues ?). Die berüchtigte, gesteuerte Gesellschaft. Und dann ist es plötzlich "In" und in Mode, bis die Medien und der Kommerz die Sache ausgeschlachtet haben und der Markt gesättigt ist. Dann wird auch schon der nächste Trend vorgegeben, und die Masse nimmt es bereitwillig auf, da sie ja "In" sein will, und Angst hat etwas zu verpassen. Etwas zu verpassen ist laut den Medien nämlich ungehörig, die Konsumenten sollen ja neugierig und konsumorientiert gehalten werden, damit der Rubel auch weiterhin kräftig rollt. Andererseits wird es immer schwieriger noch neue Musikstile zu kreieren, da schon soviel Vielfalt vorhanden ist. Da gibts vom einfachen Flötenspieler bis zur 10-Mann Band inzwischen so ziemlich Alles. Presto bis Piano, von agressivem Metal zu ruhigem Atmosphere, und dazu ein paar dutzend verschiedene Grundinstrumente. Im elektronischen Bereich sieht es ähnlich aus. Daher wird wohl auch so viel kopiert und sich an Vorbildern orientiert, denn wieso das Rad neu erfinden ? ;). In Zukunft werden daher wohl auch immer mehr Fusionsstile entstehen, wie zB Crossover, Fusion, Trip Hop. |
| Montrose | [COLOR=tomato]Goth Hop[/COLOR] Ichsch bin schwaaz. Na und? :) Ichsch bin schwaaz. Na und? meine Seele is wund wie ein bunter Hund von Stund zu Stund sag ich dir mit redegewandtem Mund Hier gehts lang hier gehts lang Ichsch bin schwaaz Na und. meine Seele is auf der hatz wie vor dem Hund die Katz meine Schwester lebt in Mainz zusammen mit nem Heinz der Bruder in Rödelheim der andere in Mannheim, das Schwein alle sind sie bunt doch ichsch bin schwaaz. Na und? |
| Ronin76 | Yo!, MC Montrose is in da House ! Alder, nenn mich doch einfach Walther, meine Rhymes sind krasser, denn ich bin ein fetter Textverfasser Da kannst du rappen wie ein Wilda, klingst trotzdem wie die rote Milva ! Schau in den Spiegel, Siehst Du Dein Gesicht? Schau in den Spiegel, Erkennst Du diese Augen nicht? Siehst Du die Tränen, Schwarz wie die Nacht? Hörst Du die Stimme, Hörst Du wie sie lacht? Dich zu dissen liegt mir jedoch fremd, darum mach dir mal nicht in Hemd Yo, PeAce !.. :p |
| _icarus_ | Da ischt ja hier voll das fette Rap Battle am abgehn tun, Alda :D is eh voll krasse Nachtwelten Ghetto hier...^^ Sind krass voll viele "Schwarze" hier isch schwör... |
| gruftigirl | Hiiilfääähh! Die verfolgen mich wirklich überall... :mad: -------------------------------------------------------------------- Als ich jünger war Haßte ich es auf Hochzeiten zu gehen Mütterliche Bekannte kamen zu mir Pieksten mich in die Seite Lachten Und sagten "Du bist der Nächste" Sie haben damit aufgehört Als ich anfing Auf Beerdigungen Das Gleiche zu tun |
| Montrose | Ichsch hab kein Hemd mir läuft der Schweiß mich zu dissen wäre großer Scheiß. Ich versteh dich nich, Du redest Schnee Was is Milva? Hagebuttentee? Komm nich mit fetter Textverfasser. Fett sein und die Welt nur hassen. Ich nenn Dich nich Walter, ich nenn dich Kurt, Sanitäter, zieh straffer seinen Feststellgurt. Wow, MC Ronin is in the House, everybody is very pleased Ronin mit 'ner Black und Decker voll verpeilt ins Schwarze schießt. [QUOTE]Hiiilfääähh! Die verfolgen mich wirklich überall[/QUOTE] Klar. Gothic ist vollkompatibel, es steckt quasi überall drin. Wenn der Goth Rap Battle entschieden ist, schauen wir uns als nächstes Gothic in der Volksmusik an. :cool: |
| Seneca | Ich glaube das Thema ist somit gegessen, will heißen: vom Tisch! Gute Verdauung allerseits! |