| HeiligerGeist | Hi, vllt proviziert der Beitrag jetzt ein wenig, aber mir ging heute mal folgendes durch den Kopf: Mir ist aufgefallen, dass es Goths gibt, oder besser allgemein "schwarze" Leute, die der Ansicht sind, grundsätzlich sich durch ihren Kleidungsstil von "Normalos" unterscheiden zu müssen. Ansich ist das ja kein Problem, aber was mich jetzt dabei interessiert ist, warum es "schwarze" Leute gibt die sich auch dann z.B. so einkleiden, wenn es absolut unpassend ist, und es besser wäre, sich anzupassen und mal "ne Ausnahme" zu machen, auf die eignen Prinzipien zu verzichten und im Sinne des eigenen Vorteils in der jew. Situation sich eben anders zu kleiden. D.h. wie viele von euch sind der Meinung sich immer und überall so anzuziehen, weil dieser Style für euch das einzig wahre ist, bzw. wer kann auch mal auf den Style verzichten weil der persönliche Vorteil hin und wieder doch mehr wert ist, als ihn sich durch ein paar Klamotten zu verscherzen? lg HG |
| Gothic | Also wenn es wirklich von (großem) Vorteil ist (z.B. in einem Bewerbungsgespräch keine Nieten etc. tragen), dann vezichte ich auch darauf! |
| Strange Dolly | Ich glaube, dass das kein Phänomen der Schwarzen Szene ist. Guck dir doch die Leute an, die überall im Jogginganzug hingehen. Viele interessiert es einfach nicht, ob ihre Kleidung jetzt passend ist oder nicht. Einerseits kann ich schon nachvollziehen wenn jemand sich nicht verbiegen will, andererseits ist es auch eine Frage des Respekts vor einer Person oder Sache. Ich fände es zum Beispiel unhöflich, wenn jemand zu einer Beerdigung neonbunt kommen würde. |
| Goat93 | Was bedeutet da eigentlich ähh verbiegen? Ich mein, der Stuss von wegen die Seele nach außen Tragen oder Individuell sein ist doch eh ausgelutscht :D Die Leute kommen 13-14 Jahre ohne jegliche Nieten und Hundewuffhalsbänder aus, aber dann geht es nicht mehr ohne? Man verbiegt sich? Wohin denn oder wovon weg? |
| Strange Dolly | Ich meinte verbiegen im Sinne von Klamotten anziehen, die man eigentlich nicht so dolle findet und ohne die entsprechenden Umstände auch nicht anziehen würde. Mach ich wenn ich Omi glücklich machen will :p Edit: Massenweise Nieten finde ich sowieso albern. Sieht irgendwie meistens danach aus, als ob die entsprechende Person im Eisenwarenladen gestolpert ist. Aber das ist nur meine Meinung. :p |
| TheSiren | Anfangs war es, zumindest bei mir, pure Provokation. Aber mittlerweile fühle ich mich darin eben sehr wohl. Für den Beruf würde ich mich anders kleiden, das ist klar. Aber wenn ich auffällig rumlaufe, dann einfach nur, weil ich Lust dazu habe und weil ich mir so am meisten gefalle. Das ist eine Kur für mein angeknackstes Selbstbewusstsein. |
| schwarze_kunst | Über Beerdigungen, Vorstellungsgespräche, den Arbeitsalltag oder Hochzeiten (wenn diese nicht gerade im Rahmen des WGT stattfindet) müssen wir denke ich nicht sprechen, da dürfte einem der gesunde Menschenverstand sagen, dass man da möglichst "normal" hin geht ... Aber ansonsten gehe ich so weg wie ich mich in dem Moment am Wohlsten fühle, ob's jetzt in irgendeinen Club, ins Theater oder zum Shoppen geht. Rücksicht nehme ich im Übrigen auch nur auf den, der Rücksicht auf mich nimmt, ausgeschlossen natürlich obige Beispiele. Kurz vor den mündlichen Prüfungen hat uns mein damaliger Technik-Lehrer einmal darauf hin gewiesen, dass wir doch uns für diese doch bitte möglichst anständig kleiden sollten, weil ja dabei auch noch andere Lehrer zugegen waren. Als ich ihn dann nach dem Unterricht gefragt hab' wie das denn bei mir sei (bin damals noch in Ledermantel und so herum gerannt), sagte er mir, dass ich ruhig so da hin gehen könne, weil das halt mein Stil sei und er würd das akzeptieren. Das hat mich dann so beeindruckt, dass ich mich für den Tag "normal" angezogen habe. |
| Montrose | [QUOTE] und es besser wäre, sich anzupassen und mal "ne Ausnahme" zu machen, auf die eignen Prinzipien zu verzichten und im Sinne des eigenen Vorteils in der jew. Situation sich eben anders zu kleiden. [/QUOTE]Mit der Gothic-Kleidung kommt man überall durch, auch auf Beerdigungen und im Job. Problematisch sind nur Irokesen, Schminke, Halsband bei Männern und zu viele Schmuckstücke. Aber der Rest, selbst der Gestapo-Mantel ist durchaus konform. [QUOTE]Mir ist aufgefallen, dass es Goths gibt,[/QUOTE]Solche Leute sehe ich einmal alle 1000 Jahre. Wenn mir jemand den Schuppen oder die Brücke nennen kann, wo die sich massenweise verstecken, bitte mir sagen. Die Szene ist schon spießig genug. Mein Programm hier, die Leute zur CDU und dem Katholizismus zu bekehren, ist ja gerade noch grenzwertig. Aber wenn jetzt jeder Zahnspangenträger anfängt, die empörte Mutti rauszuhängen, dann können wir die Schwarze Szene echt vergessen. Dann macht Ihr mal alle schön Euer Abitur, werdet Schalterbeamte bei der Kreissparkase in Hinterdupfingen und hört Shakira oder Mariah Carey. [QUOTE]Ich mein, der Stuss von wegen die Seele nach außen Tragen oder Individuell sein ist doch eh ausgelutscht[/QUOTE]Irrtum, das ist brand aktuell. Das Problem, dass ich damit hatte, war nicht, dass die Leute versuchen, ihre Seele nach außen zu tragen oder individuell zu sein. Sondern das Problem, dass ich damit hatte, war, dass es immer mißlang. :D Raus kam da keine Seele, weil die Leute ihre Seele längst verkauft haben, und individuell klappt einfach nicht: wenn 10 Leute individuell sein wollen, machen meist alle 10 genau dasselbe. Zum Individualismus ist ein deutscher Zahnspangenträger schlichtweg zu blöd. Das können irgendwelche Latinos oder Neger einfach besser als wir. [QUOTE]Massenweise Nieten finde ich sowieso albern. [/QUOTE]Ich auch. Denn für einen richtigen Streetfight bringt das gar nichts. |
| Organdi | auffallen wollte ich nie und provozieren auch nicht. ich bin wie ich bin und musste noch nie auf irgendetwas verzichten, um bei den anderen besser anzukommen. zu vorstellungsgesprächen trage ich immer schwarz-weiß, meine absolute lieblingsmischung. auch bei gewissen feierlichkeiten gebe ich meinen stil nicht auf. mit der richtigen ausstrahlung geht alles. |
| Mestigoth | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]selbst der Gestapo-Mantel ist durchaus konform.[/B][/QUOTE] Sowas tragen doch nur diese Rammstein-Schwutten. Mir ist noch nie ein Goth begegnet, der sich solche Dinger überzieht. Das habe ich das erste mal Ende der 90s beobachtet, aber eben bei der Metal-Liga (bei den Cradle-Wannabes). Standardgruftis trugen diese Stoffmäntel à la Cure und Division. :p |
| HeiligerGeist | [QUOTE]Solche Leute sehe ich einmal alle 1000 Jahre. Wenn mir jemand den Schuppen oder die Brücke nennen kann, wo die sich massenweise verstecken, bitte mir sagen. Die Szene ist schon spießig genug. Mein Programm hier, die Leute zur CDU und dem Katholizismus zu bekehren, ist ja gerade noch grenzwertig. Aber wenn jetzt jeder Zahnspangenträger anfängt, die empörte Mutti rauszuhängen, dann können wir die Schwarze Szene echt vergessen.[/QUOTE] Was meinst du, wieso ich mit der "Gothic Szene" nicht mehr wirklich was am Hut habe. Damals bin ich über ein Mädchen vor 3, oder 4 Jahren vllt noch länger mal dazu gekommen mich einzulesen was diese Einstellung darstellt und was sie aussagt. Dabei kam es mir nicht so sehr auf die Kleidung an, auf das ideologische eher. Aber ich hab zumindest für mich selber entdeckt, dass mir gewisse Eigenarten von Goths auf den Zeiger gingen, vorallem weil sie gegen die eigens aufgestellten Prinzipien von "Gothic" waren. Dass ich jetzt wieder hier poste ist mehr oder weniger ein Zufall. Und zu diesem "Wenn 10 individuell sein wollen, tun meist alle das Gleiche", wo ist da bitte so sehr etwas verwerfliches dran. Ich denke, in jeder Subkultur würden die sich dann freuen, anders zu sein wie der Rest, was ja an sich schon der Witz ist. Es ist doch egal wie jemand sich kleidet. Ich finde vom gedanklichen her einen Menschen besser, wenn er sich einfach nur weil er/sie es schön findet z.B. Gothmässig kleidet, als wenn eine komplette Ideologie dran hängt. Fängt dort nicht der Individualismus an? lg |
| Mestigoth | Was ist denn die Gothic-Ideologie? Klärt mich auf. Bin neu hier. ;) |
| HeiligerGeist | [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Gothic_%28Kultur%29]Gothic Kultur[/URL] bitte sehr *g |
| TheSiren | Du machst es dir zu einfach. :D |
| HeiligerGeist | Würde er mich nach dem Sinn des Lebens fragen würde ich auch mit 42 antworten ;) |
| Mestigoth | [i]Ein charakteristisches Lebensgefühl, das alle Angehörigen der Gothic-Szene miteinander teilen, gibt es nicht. So werden zwar philosophische, religiöse sowie politische Fragen unter Goths thematisiert, allerdings nicht einheitlich beantwortet.[/i] Trifft erfahrungsgemäß zu und ist für mich völlig ausreichend, um zu erkennen, dass es keine Ideologie gibt. ;) [i]Die Gothic-Kultur ist keine politisierte Bewegung. Sie verfolgt weder Ziele noch folgt sie einer gemeinsamen Ideologie.[/i] |
| Goat93 | [QUOTE]Und zu diesem "Wenn 10 individuell sein wollen, tun meist alle das Gleiche", wo ist da bitte so sehr etwas verwerfliches dran[/QUOTE] Weil sie dieses "Indiviuelle" wie ein Schild nach vorn tragen, Standarts von anderen verlangen die sie selbst nicht im geringsten erfüllen und weil sie Maßstäbe verlangen, die es nicht gibt. Kritik dann zu äußern gleicht einem Blasphemischen Akt. Ich bin zu Alt für so einen Kindergarten und vor allem bei Älteren find ich das einfach überflüssig, dieses "Individuell" Gehabe und Gelabere. Durch den Scheiß wurd vieles im Goth zu einer Karikatur ihrer Selbst. Ich hasse auch Dumme Menschen die denken, das sie Hichintelligent wären oder "Philosophieren" könnten. Meine Güe, woher kommt diese total Fehleinschätzung der Leuten nur her? |
| HeiligerGeist | Ideologie war dann vllt das falsche Wort. Nur ich habe vor einigen Jahren als ich mir die Goth Kultur angeschaut habe die Erfahrung gemacht, dass es Goths auf tiefsinnigeres ankommt im Gegensatz zu der als oberflächlich bezeichneten Gesellschaft. Das fand ich für mich persönlich ziemlich gut. Was mich halt aufregte war dann die Beobachtung, dass zwar auf Tiefsinnigkeit wert gelegt wurde, aber untereinander jeder noch "besser" usw. aussehen wollte. Das fand ich irgendwo bescheuert. |
| Mestigoth | [QUOTE][i]Original geschrieben von HeiligerGeist [/i] [B]Nur ich habe vor einigen Jahren als ich mir die Goth Kultur angeschaut habe die Erfahrung gemacht, dass es Goths auf tiefsinnigeres ankommt im Gegensatz zu der als oberflächlich bezeichneten Gesellschaft. Das fand ich für mich persönlich ziemlich gut. [/B][/QUOTE] Diese Tiefsinnigkeit betrifft nur einen geringen Teil dieser Kultur. Und dann stellt sich mir wie immer die Frage, ob so etwas tatsächlich kultur-abhängig ist und nicht vielleicht abhängig von der jeweiligen Person. Allgemein kommt das Gewäsch innerhalb der Szene kaum über Küchentischphilosophie hinaus. Ich hatte vor kurzem ein Mädel kennen gelernt, das mir ständig offenbarte, es sei anders. Aus was dieses "anders sein" besteht, konnte ich weder feststellen noch konnte mir das die Dame selbst erklären. Zwischen dem Wunsch nach Andersartigkeit und tatsächlicher Andersartigkeit liegt eben immer noch ein Unterschied. Es gibt in der Schwarzen Szene generell viele Menschen, die sich gerne selbst verarschen, sich etwas vormachen, es offenar nicht einmal bemerken und auch nicht daran erinnert werden wollen. :D |
| Igla | Bei mir ist das Problem eher anders - ich habe immer Lust, zu "schwarzen" veranstaltungen nichts schwarzes anzuziehen. Im Sinne von: ich bin so anders, das ich von den die anders sein wollen und deswegen gleich aussehen, anders bin, weil ich normal aussehe. |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Igla [/i] [B]Bei mir ist das Problem eher anders - ich habe immer Lust, zu "schwarzen" veranstaltungen nichts schwarzes anzuziehen. Im Sinne von: ich bin so anders, das ich von den die anders sein wollen und deswegen gleich aussehen, anders bin, weil ich normal aussehe. [/B][/QUOTE] Hört sich nach einen Goth an...das ist schwierig :eek: :( |
| Schwarzer Prinz | Jo :D Bin auch in bunten Sachen auf schwarz Veranstaltungen gegangen (zumeist Batik Stil)... komischerweise störte das die Gäste da kaum, aber dafür meine damaligen achso trven "schwarzen" Bekannten. |
| Goat93 | [QUOTE]Es ist doch völlig egal ob einer schwarz trägt oder bunt ... es kommt auf den einzelnen Menschen an[/QUOTE] Ah, das ist übrigends nen netter Aufhänger um zu zeigen wie Gesellschaftlich die Goth Szene doch ist. Als erstes wurde das Ausgrenzen aus der Gesellschaft angeklagt (die verstehen uns nicht, alle doof, haben gar keine Ahnung bla bla) dann macht man genau das gleiche. ^^ |
| Igla | Ich habs wieder: "Ich bin ein so großer nonkonformist, dass ich nicht mit dem Rest von euch konform gehe." |
| Montrose | [QUOTE]Bin auch in bunten Sachen auf schwarz Veranstaltungen gegangen (zumeist Batik Stil)... [/QUOTE] Pfui, sowas macht die ganze Atmosphäre kaputt. Da bemüht sich der Veranstalter, alles dunkelzu machen, Kerzen aufzustellen, und alles ist wunderschön. Und dann kommen ein paar Blue-Jeans-Deppen, möglichst noch mit weißem T-Shirt daher (oder Blue-Jeans-Weiber, die Gothic mit Aerobic für ihr Übergewicht verwechseln) daher und machen aus einer Gothic-Veranstaltung diese übliche Dummproleten-Disco-Scheiße. Wenn ich Dir in einem Batik-Hemdchen begegnen würde, würde ich an die Kasse gehen und entweder mein Geld oder Deinen rausschmiss fordern. :mad: Aber so sind die leute heutzutage: rücksichtlos und egoistisch. Das ist genau dieselbe Spezies, die im Betonwohnblock sonntags pünktlich um 8:30 Uhr anfangen, lautstark Löcher für irgendein Popelregal reinzubohren. Es gibt tausend Gründe, Möchtegern-Gothics erstmal zu schulen, bevor man sie auf die Schwarze Welt losläßt. |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Es gibt tausend Gründe, Möchtegern-Gothics erstmal zu schulen, bevor man sie auf die Schwarze Welt losläßt. [/B][/QUOTE]Und ich glaube zu wissen wer sich dazu berufen fühlt. Viel Glück und alles Gute Monti, ich bin dazu zu müde geworden. |
| Krea | [QUOTE]Zitat shadowflower: ich denke das ist so eine Art Flucht aus dem Konformitätsdruck in der Gesellschaft ... aus der man in eine andere Konformität flüchtet, der man sich zugehörig fühlt[/QUOTE] Ich persönlich finde die Gesellschaft eigentlich gar nicht so konform - denn dafür gibt es m. E. viel zu viele Gruppierungen, zu denen Mensch sich zugehörig fühlen kann... und wenn ich mir die Jugendlichen ansehe, die mit in den Knien hängenden "Bammelbuxen" und dicken Proll-Goldketten um den Hals daher kommen - finde ich die ganz schön anders... :rolleyes: |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Krea [/i] [B]... und wenn ich mir die Jugendlichen ansehe, die mit in den Knien hängenden "Bammelbuxen" und dicken Proll-Goldketten um den Hals daher kommen - finde ich die ganz schön anders... :rolleyes: [/B][/QUOTE]Auch die sind nur eine Minderheit im Ganzen. |
| Krea | [QUOTE]Zitat Seneca: Auch die sind nur eine Minderheit im Ganzen.[/QUOTE] Streite ich nicht ab - und/aber jede Minderheit (und auch Mehrheit) mit ihrem eigenen "anders Sein" sorgt erst dafür, das Ganze zu bilden. |
| Igla | Auf einer Seite steht Macht, auf der anderen - Freiheit. Bei jeder noch so gleinen Bewegung gibt es einerseits ein Bestreben nach Kontrolle, nach Selbsterhaltung, und andererseits nach Abgrenzung von außen, was ja auch mit Selbserhaltung zu tun hat, weil ja sie sich dadurch definiert. Ich glaube, es ist falsch, von "der Gothic-Szene" zu reden, weil man damit die dazugehörigen Menschen nur als Klischee beschreibt. Schlimmer noch, wenn man dieses "dazugehören" viel zu ernst nimmt. Ich bin der Meinung, das jeder Mensch eine autonome Einheit ist, und je einzigartiger, desto wertvoller ist für mich jemand. Ich finde, man soll es weniger ernst nehmen und sich verschiedenen Richtungen öffnen zu können. Man verkleidet sich, man taucht in eine Stimmung ein, man tut bestimmte Dinge, man kehrt in das Leben zurück. Aber damit wäre das Problem mit dem Anders-Sein nicht gelöst. Wird auch nie sein, weil der Widespruchsgeist von Punk (mit dem ja alles angefangen hat.. eigentlich noch früher, aber das lassen wir jetzt..) einem sagt, man soll anders und dagegen sein. Also ist man auch mal dagegen, anders zu sein. Oder anders dagegen. Und dann natürlich dagegen, dass jemand anders dagegen ist. Dieses Problem ist pracktisch unlösbar. Es gibt einem ein gutes Gefühl, auf Menschen wie sich zu treffen. In einer grauen Masse, oder in einer schwarzen. Wenn aber Abgrenzung, Provokation und anders-sein (kommt alles vom Punk) eine Subkultur definieren, was macht sie dann einem Klub, wo alle von der gleichen Art sind? Eben dieser Widerspruch macht die Sache ein bisschen komisch... wenn man drüber nachdenkt, dann läuft man immer nur im Kreis... verrückt.. |
| logic_system | "it is simple, if you want to be different to the others simply dress up like we do and listen to the same music, pal!" (south park goth kids) das sagt alles. und da muss ich meinen vorschreibern recht geben: du klingst wie eine besorgte mutti... oh man..konformismus an allen ecken. die szene fängt echt an mich richtig anzukotzen. das zielt sollte nicht anders-sein sein, sondern einen zustand des "sein" an sich zu erreichen, in dem man einfach mal "ist" und versucht sich selber zu (er)finden. aber bei konformisten, die sich erst fragen "darf man das" á la HG ist offensichtlich hopfen und malz verloren. klar gibt es gesellschaftliche anlässe, auf die es rücksicht zu nehmen gilt, aber ich verstehe nicht, warum sich meine mutter schminken darf und ich nicht? eine denke wie im eingangspost entsteht glaube ich nur, wenn es sich um das szene-übliche schwarze faschingskostüm handelt, dass man am wochenende rauskramt... |
| HeiligerGeist | Das Hopfen und Malz verloren sagt man zu mir aha. Mein blickwinkel ist ein ganz andrer. So wie ich mich kleide, gefällts mir in der Regel, oder "tuts". Ich bin weder in dieser Szene, noch kann ich sie großartig leiden. Ich bin übrigens genau der gleichen Meinung wie mein Vorposter dass man sich "selbst" erfinden sollte. Der Grundgedanke meines Eingangspost war übrigens einfach nur "Was soll der Mist, wenn es Nachteile bringen kann, die mit geringer Anpassung in manchen Fällen, kaschiert sind?" und wie jemand, der sich dadurch angesprochen fühlt, auf meine Überlegung reagiert. lg |
| vengeance | Tja Nachteile. Die bewertet doch jeder anders. Und für den einen ist es halt so, dass der Nachteil, sich anzupassen, größer ist, als der, gesellschaftliche Einbußen zu haben. Mir ging es übrigens nie sonderlich um die Gesellschaft. Also Schlagworte wie Individualttät oder sich unverstanden fühlen - das is mir wurscht. Weil mir die Leute irgendwo wurscht geworden sind. Ich trage gern schwarz und immer. Gibt ja für versch. Anlässe auch verschiedene Kleidungsformen. In seltenen Ausnahmen (z.b. Bewerbung) kann auch mal ein dunkles Blau oder Rot dazu ;) Ich mag halt ehr die nicht-gesellschaftlichen, düster-romantischen Hintergründe. vengeance |
| riomar | Nonkonformismus ist eine tolle Sache, finde ich. Wenn ich morgens erwache, denke ich natürlich sofort darüber nach, wodurch ich mich heute mal von der großen grauen Masse abheben könnte und da fallen mir immer nur meine schwarzen Klamotten ein. Mit wenigen Ausnahmen gibt es nichts, was es wert ist, sich anzupassen. Für die Beerdigung meiner Großmutter und die Heirat meiner Mutter habe ich selbstverständlich Ausnahmen gemacht, weil die es mir wert sind. Ansonsten trage ich [B]Schwarz[/B]. Das war eine Entwicklung. Wenn man schon als Kind Sprachprobleme hat und eine Brille tragen muss, wird man schnell zum Außenseiter. Dadurch war ich für "andersartige" Musik vielleicht empfänglicher und es führte dazu, dass ich irgendwann nur noch schwarz trug, weil mir die Musik und die Szene nahe sind. Die Masse unserer Gesellschaft, die Alltagskultur sind es einfach nicht wert, dass ich mich an sie anpasse. Ich will durch meine schwarze Kleidung einen Kontrapunkt setzen. Ich will, dass man sieht, dass ich bei vielen Teilen der Massenkultur das Kotzen kriege. Ich glaube, es war Edgar Allan Poe, der in einer seiner Kurzgeschichten einen Detektiv sinngemäß sagen ließ: Ich lehne den Massengeschmack ab, denn er hat der Allgemeinheit gedient. Es gibt so vieles, wodurch ich mich als Außenseiter fühle, schon dadurch, dass ich mich um ein einigermaßen korrektes Deutsch bemühe und dass ich die sog. Rechtschreibreform in fast allen Punkten ignoriere. Warum sollte ich so werden wie diese Spießer, die nur arbeiten, um nach 40 Jahren ein kleines Häuschen abgezahlt zu haben? Was ist erstrebenswert an Markenfetischisten? Kurz und gut, es ist nichts Schlimmes daran, sich an bestimmte Massenphänomene nicht anpassen zu wollen. |
| Igla | Findet ihr nicht, dass das ständige Schwarz tragen eher einem Dresscode oder gar einer Uniform gleicht? Ist Individualität nicht das, was noch nie da gewesen ist oder zumindest nicht da ist? Es grenzt einen schon aus, wenn er ständig nur schwarz trägt. Aber die Ordnung wird damit nicht zerbrochen, es wird nur eine eigene geschaffen. Und es ist heute gar nicht so unüblich, dass die Leute schwarz tragen. Ist es nicht ein bisschen Selbstbetrug, dass man nur mit einer Farbe Gesellschaftskritik ausüben kann oder zu etwas besserem wird? |
| Seneca | Ich weis auch nicht wer auf den Dreh mit dem Schwarz gekommen ist...NUR schwarz...das geht doch garnicht, das sieht nach nichts aus. Mir ist der Stil wichtiger als die Farbe...der Schnitt der typischen Goth-Klamotten funktioniert auch in Rot, Violett und weiss, und auch in Kombination. Man trägt ja zum Schwarzen Anzug mit schwarzem Hemd auch keine schwarze Kravatte, die sollte schon rot oder violett sein. Die Mode wie auch das Leben brauchen Kontraste. |
| Igla | Ich hab beim CSD zwei Mädels gesehen, sie hatten gelb und orangefarbene Sachen an. Und dass sah sowas von Gothic aus - der Schnitt, die Netze, und.. alles.. und Kontaktlinsen noch, mit so.. verschiedenen Farben. Dass nenne ich mal originell und einzigartig. Respekt dafür! |
| Montrose | [QUOTE]Ist Individualität nicht das, was noch nie da gewesen ist oder zumindest nicht da ist?[/QUOTE]Das halte ich für einen Irrtum. Ich bin ich auch wenn ich dieselben Klamotten wie jemand anderer trage. [QUOTE]Anders sein ist eine Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmtheit,[/QUOTE]Zustimmung! |
| Igla | [QUOTE]Das halte ich für einen Irrtum. Ich bin ich auch wenn ich dieselben Klamotten wie jemand anderer trage. [/QUOTE] Menn man meint, mit den Klamotten Individualität ausdrücken zu wollen.. |
| Dyspenthes | @Igla: Denke ich nicht. Man ist doch in jedem Fall "man selbst", egal ob man nun meint, dass Kleidungsstil Individualität ausdrückt oder nicht. Es spricht sogar für eine eigene Meinung, ob man dem Kleidungsstil Ausdruck einer Persönlichkeit zuspricht oder ob man eben genau das nicht tut, weil man sich doch offenbar über dieses Thema eine Meinung gebildet hat. Ich habe die Frage, ob irgendwelche Kleidung in der Lage ist, mir meine Persönlichkeit und meine Individualität zu nehmen, für mich mit Nein beantwortet. Selbst wenn ich im Hosenanzug aussehe, wie dutzend andere Frauen auch, bin ich noch immer ich. Und wenn ich ein rotes T-Shirt und eine blaue Jeans anziehe und ein Bekannter mich auf der Straße erstaunt mit "huch, so bunt heute!" begrüßt, bin ich immer noch ICH und werde von meinem Bekannten- und Freundeskreis glücklicherweise auch als solches wahrgenommen. Wenn man hingegen der Ansicht ist, dass der Kleidungsstil Ausdruck der eigenen Individualität ist, ist das immer noch die Meinung eines Individuums. Dieses Individuum setzt sich damit Grenzen, die ich für mich als unnötig empfinde, aber ich kann es tolerieren, wenn andere Menschen ihre Individualität auch durch Kleidung ausdrücken wollen. Wenn mein Gegenüber nun die gleiche oder sehr ähnliche Kleidung wie ein paar andere Menschen trägt, ist wahrscheinlich ein Faible für diese Kleidung auch Teil seiner Individualität. Alles in allem bezweifle ich sehr stark, dass man mit irgendwas irgendjemandem die Individualität nehmen kann. Jedes Lebewesen auf dieser Erde hat seine Individualität. Man kann mit Kleidung diese Individualität unterstreichen oder man lässt es sein. Zur Eingangsfrage: Ich denke, erst waren da Menschen wie ich, die von ihrer Umgebung einhellig gesagt bekamen, dass sie irgendwie komisch und anders seien. Und dann kamen die Leute, die sich von der Masse abheben wollten und zwanghaft anders sein wollten. Die Leute, die anders waren und sind, ziehen noch immer einfach ihr Ding durch, egal, ob das nun "anti", "anders" oder was auch immer sind. Die Leute, die unbedingt anders sein wollen, stellen irgendwelche Regeln auf, die sie bei denen glauben zu sehen, die mal den Anfang gemacht haben, also bei denen, die sie selbst vorher als "anders" klassifiziert haben. Der größte Teil der heutigen angeblich so alternativen Szenen besteht aus Posern, die Positionen und Kleidungsstile anderer Menschen imitieren, statt ihren eigenen Stil zu finden. |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i] [B]Durch anderes Aussehen wird man schnell zum Außenseiter, auch wenn man das nicht will. Die anderen Menschen denken, dass man mit dieser Kleidung damit provozieren will.[/B][/QUOTE] Irgendwie finde ich das komisch. Ich wurde nie wegen meiner Kleidung zum Außenseiter. Da gab es ganz andere Gründe, die auch sehr viel logischer sind. Und als mir dann mal ein Lehrer unterstellte, nur provozieren zu wollen, hatte das eindeutig mehr mit meinen Äußerungen im Unterricht zu tun als mit den Massen an Sicherheitsnadeln, den schwarzen Kleidern (zum Teil historisch geschnitten mit viel Spitze, Samt, und Satin), dem Kreuzkettchen oder dem fetten Pentagramm auf meinem Mäppchen. Ja, selbst als ich mal auf einer Klassenfahrt spaßeshalber in Lackhose, Lederjacke und wirklich übelst geschminkt (ich sah etwa so aus wie Siouxsie auf ihrem letzten Albumcover) zum Konzert ging (Orpheus in der Unterwelt *g*), hat kein Lehrer und kein Mitschüler irgendwelche negativen Äußerungen gebracht. Die meisten fanden es eher cool, dass ich mich wirklich traute, so herumzulaufen. [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i] [B]Man wurde mir gesagt, ich solle mich an die Masse der Menschen anpassen, das heißt, ich solle farbige Klamotten tragen. Das will ich auch nicht, weil ich mich in farbige Klamotten unwohl fühle. Ich habe nicht davor, mit schwarzer Kleidung andere zu provozieren.[/B][/QUOTE] Das finde ich auch komisch. Meine Mutter kommt seit 13 Jahren damit, dass ich doch mal bunt tragen soll. Aber das war's auch schon. Allerdings habe ich festgestellt, dass es völlig egal ist, was man trägt, solange man selbst mit sich im Reinen ist. Mal abgesehen davon: Schwarze Kleidung an sich provoziert nicht. Niemanden. Das ist zumindest meine Erkenntnis nach 13 Jahren fast ausschließlich schwarz. Tut mir ja Leid für alle, die glauben, dass man damit leicht provozieren könnte, und tut mir erst Recht Leid für die, die glauben, einen Grund dafür gefunden zu haben, dass man sie nicht leiden kann. Aber es sind andere Gründe, die dazu führen, auch wenn das selbst dem Gegenüber oft nicht bewusst ist. [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i] [B]Ich trage schwarz, weil ich melancholisch bin. [/B][/QUOTE] Blubb. Weißt du, wie viele melancholische Menschen ich schon kennengelernt habe, die quietschrosa trugen? Und wie viele schwarz gekleidete Menschen, die wahnsinnig lebensfroh sind und überhaupt kein bisschen melancholisch? Du kannst ja tragen, was du willst, und kannst dafür ja auch die Gründe angeben, die du willst, das ist dein gutes Recht. Aber der Zusammenhang zwischen schwarz und melancholisch existiert real nicht wirklich. |
| vengeance | [QUOTE][i]Original geschrieben von Igla [/i] [B]Ich hab beim CSD zwei Mädels gesehen, sie hatten gelb und orangefarbene Sachen an. Und dass sah sowas von Gothic aus - der Schnitt, die Netze, und.. alles.. und Kontaktlinsen noch, mit so.. verschiedenen Farben. Dass nenne ich mal originell und einzigartig. Respekt dafür! [/B][/QUOTE] Tut mir leid. Das ist einfach *murks* Das traurige Phänomen unserer heutigen Zeit zu dem Thema. Es mag vielleicht individuell sein und einzigartige aber es is nicht gruftig. Gruft bedeutet nun mal schwarz. Es ist einfach DAS Stilmerkmal. (Andersrum bedeutet aber schwarz nicht Gruft, klar) Es mag ein Klischee sein und das gefällt manchen nicht, aber es ist nun mal so. Man kann nicht einfach hergehen und sagen "heute ist gelb gruftig, morgen gepunktetet Nerz" @Dyspenthes Leider wird man in unserer schnellen und oberflächlichen Welt sehr schnell und *nur* wegen seiner Kleidung zum Aussenseiter. Da braucht man blos mal in ein Autohaus zu gehen und sich beraten lassen zu wollen. Oder sonstwo. Oder in ein Meeting bei der Arbeit. Da muss man sich halt schon durech seine Taten beweisen, denn man wird einfach abgestempelt. Und zur Ausage von wegen Melancholie - ich finde dein Argument dagegen irgendwie haltlos. Denn du willst die Aussage entkräften, tust es aber nicht, da du den Umkehrschluss anführst (auch bunte Menschen können melancholisch sein) - was aber nicht greift. Denn nur weil bunte Menschen auch melancholisch sind, heißt das ja nicht, dass jemand nicht aus seiner inneren Melancholie heraus schwarz tragen mag, oder? Dieses Argument wird übrigens oft angeführt, und ich glaube, dass das oftmals gar nicht so gedacht ist. Glaub die wenigsten Gruftis denken, dass schwarz immer = Gruft und Melancholie immer = schwarz und nur Grufts tiefgründige Lebensphilosophien spinnen würde. (Heutzutage ja eh ehr weniger, naja) Denke einfach, dass viele das Klischee satt haben und versuchen, aus diesem auszubrechen, dennoch aber sich irgendwie noch zum Grufti oder dessen thematischem Umfeld dazuzählen wollen. Das geht halt nicht vengeance |
| Igla | Verdammt, es muss nicht immer gruftig sein. Schwarz. Dresscode, Schwarz, Dresscode... - ich kriege Kopfschmerzen! Aber, ok, damit mache ich mich hiier nur unbeliebt, mit meiner "bunten" Einstellung. |
| vengeance | [QUOTE][i]Original geschrieben von Igla [/i] [B]Verdammt, es muss nicht immer gruftig sein. Schwarz. Dresscode, Schwarz, Dresscode... - ich kriege Kopfschmerzen! Aber, ok, damit mache ich mich hiier nur unbeliebt, mit meiner "bunten" Einstellung. [/B][/QUOTE] Schon recht. [IMG]http://www.mycare.de/artikelpics/78597_kl.jpg[/IMG] Aber wenn vom "schwarz" gar nichts mehr übrig ist, ist es einfach nicht mehr gruftig. Und klar, es muss nicht immer gruftig sein. Oder war das ein freudscher Vertipper? ;) Aber wenn wir von gruftig reden, dann ist nun mal Schwarz Bestandteil |
| Igla | Finde ich nicht unbedingt. Solche Regeln klingen für mich konservativ. Wenn ich sowas höre, (grundsätzlich "das muss so sein", "du gehörst dahin", "diese menschen machen das und nicht das"), bekomme ich Lust, dagegen zu rebellieren. Och... |
| vengeance | Naja ich würds weniger vom Regelstandpunkt aus sehen, als von der Sichtweise, wie es sich definiert. Du kannst ja auch nicht hergehen und einen Audi 80 Oldtimer nennen. Oder eine große Bratwurst Hackbraten. Ich meine, klar kannst Du das. Aber die Kommunikation mit Gleichgesinnten (?) fällt dann etwas schwer :-) |
| Igla | Naja, es gibt ja Leute, die auch alles verkehrt machen wollen und alles zu vermischen neigen. Und dabei keine festen Regeln akzeptieren. ;) *ich balstel mir ne Subkultur* Und es macht mir Spaß, provozierend und stachelig zu sein, und Grenzen aufzuspüren. Ich habe festgestellt, dass sie bei jedem existieren, egal ob er einer Subkultur angehört oder nicht. Ach, das Leben ist so spannend.. An dieser Stelle erlaube ich mir ein kleines Zitat. Blumentopf - "Fuck The System" [I][SIZE=1]Ich setz' die weiße Dame auf das schwarze Feld, komm zur Beerdigung in Weiß, was auch Tote noch in Atem hält, bekämpf' den Lungenkrebs und kauf 'n Fishernetz, dann hat die Sache keinen Haken, daß ich mich nicht verletz'. Stehl' dem Tagedieb die Nacht, änder' ohne Blinken meine Fahrspur, dreh' am Zeiger meiner Digitaluhr, genieß' das Leben auf der Schmalspur und in vollen Zugen von der Bahn, exportiere nach Australien Sonnenstrahlen. Ich leg' auf meine Stimme einen Treibhauseffekt, nehm' ein'n Schluck vom guten Wodka von 'nem obdachlosen Stubenhocker und geh' zum Brunnen, wenn der Krug auch schon gebrochen ist, zur Straße von Gibraltar, wenn mir mal nach Shoppen ist, verkauf' das Weißbrot au'm Schwarzmarkt, dann gibt's 'n Zahltag mit Schwarzgeld und weißer Weste, ich staub' sie jedes Mal ab, bin im Geschäft, dreh' in Hollywood 'nen Tesafilm, und bring' es auf'n Nenner, schreib das über'n Zähler hin, es sind nur sieben kurze Worte, die die ganze Lage klären: Ich starte senkrecht durch und schlage quer. [/SIZE] [/I] ;) |
| vengeance | Ja, das merkt man ;) Und der Text ist auch schon nicht schlecht. Naja. Sind halt unterschiedliche Vorlieben. Mir gehts nicht so sehr ums provozieren oder immer-anders-sein - dazu sind mir die Leute zu egal. Ich mag es unkonventionell, ungezwungen und locker. Schwarz trage ich hauptsächlich , weils mir einfach Spaß macht und nicht, um Konventionen zu erfüllen. Ok und um vielleicht eine gewisse zugehörigkeit zum Ausdruck zu bringen. Aber die Konvention ist bei mir weniger die Kleiderdarbe als der Stil. Mag z.b. die Konvention Anzug-Krawatte nicht, egal ob schwarz oder nicht. Sagen wir es so, ich bin bereit, konventionen zu erfüllen, zu einem gewissen Maße, wenns mir Spaß macht. Ich bin ja auch gefühlsmäßig nicht ausschließlich-grufti denn dazu gibt's noch zu viele andere Interessen. |
| Goat93 | Zu dem "schwarze Klamotten". Das ist doch nur ein Überbegriff, der als Schlagwort genutzt wird um sich selbst zu präsentieren. Ich seh z.B auf ner Goth Veranstaltung so gut wie keinen "Schwarzen", im Gegensatz zu anderen Bereichen, wo Leute Schwarze Anzüge oder Uniformen anhaben und so Pistolen an den Seiten z.B Zudem find ich es immer wieder witzig, wie Leute versuchen über Kleidung (einer DER Spießig Gesellschaftlichen Konsens direkt noch vor Autos und Handys) ihr Ego zu bewältigen. Man ist früher vor der Banalität seiner Mitmenschen geflohen, wollte nicht die aktuellen Schminktipps, Autozubehörkataloge, Fussballspielanalysen oder Kleindungsmarkenstatistiken als Freizeitfüllende Kommunikationsplattform um sich herum haben. Aber genau das ist es doch, was schon lange im Goth ist. Stundenlang über punte oder schwarze Klamotten labern, dann beim näxten Techno Lied wieder die Knicklichter rausholen und sich besaufen :( |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Leider wird man in unserer schnellen und oberflächlichen Welt sehr schnell und *nur* wegen seiner Kleidung zum Aussenseiter. Da braucht man blos mal in ein Autohaus zu gehen und sich beraten lassen zu wollen. Oder sonstwo. Oder in ein Meeting bei der Arbeit. Da muss man sich halt schon durech seine Taten beweisen, denn man wird einfach abgestempelt.[/B][/QUOTE] Hm, ich weiß ja nicht, wie dein Kleidungsstil ist, aber mit meinem bekomme ich keine Probleme. Und wenn es sich um Angelegenheiten handelt, die mir sehr wichtig sind, ziehe ich eine ganz normale schwarze Hose und ein ordentliches T-Shirt an (wobei die meistens von mir im Schnitt geändert worden sind) und dann kann man nun wirklich nicht mehr sagen, ob ich nun Grufti bin oder einer von Millionen irgendwelcher anderer schwarz gekleideter Menschen. Ich weiß nicht, ob das nur hier so ist, aber laufen die Menschen bei euch wirklich bunt herum? Hier habe ich nur zu oft den Eindruck, dass Pastellfarben und Grautöne überwiegen... [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Und zur Ausage von wegen Melancholie - ich finde dein Argument dagegen irgendwie haltlos. Denn du willst die Aussage entkräften, tust es aber nicht, da du den Umkehrschluss anführst (auch bunte Menschen können melancholisch sein) - was aber nicht greift. Denn nur weil bunte Menschen auch melancholisch sind, heißt das ja nicht, dass jemand nicht aus seiner inneren Melancholie heraus schwarz tragen mag, oder?[/B][/QUOTE] Die Aussage war, dass Dark Angel schrieb, er/sie würde schwarz tragen, weil er/sie melancholisch sei. Und ich frage mich, ob man aus Melancholie heraus wirklich unbedingt schwarz tragen will, ob es da einen Zusammenhang gibt. Für mich gibt es keinen, oder präziser: Ich halte die Aussage für den Quatsch, den wir mit 14/15 gelabert haben, als wir uns für übelst tiefgründig, melancholisch, schwarz, anders und bla gehalten haben und selbstverständlich der Meinung waren, dass man als Goth niemals lachen dürfte. In meinen Augen trägt jemand entweder schwarz, weil es ihm gefällt und er beim Blick in den Spiegel das Gefühl hat, dass es "richtig" aussieht, oder aber er nimmt die Bilder unserer Gesellschaft, um sich damit ein Image zu geben. Schwarz wird von Menschen getragen, die trauern, sowie von welchen, die in Amt und Würden sind, also trägt man schwarz wegen innerer Trauer und weil man sich von der "Masse" abheben will. Redet dann vielleicht noch ein wenig von der bösen Gesellschaft, die einen zu was auch immer zwingen will, während man sich selbst deren Bildern unterwirft. Na toll! Und weißt du was? Sowas nervt mich so langsam tatsächlich. [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Dieses Argument wird übrigens oft angeführt, und ich glaube, dass das oftmals gar nicht so gedacht ist. Glaub die wenigsten Gruftis denken, dass schwarz immer = Gruft und Melancholie immer = schwarz und nur Grufts tiefgründige Lebensphilosophien spinnen würde. (Heutzutage ja eh ehr weniger, naja)[/B][/QUOTE] Wenn ich gelegentlich in dieses Unterforum gucke, kommt es mir anders vor. Keine Ahnung, wie die meisten Gruftis denken, ich habe nur mit ein paar Ausgewählten privat Kontakt. [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Denke einfach, dass viele das Klischee satt haben und versuchen, aus diesem auszubrechen, dennoch aber sich irgendwie noch zum Grufti oder dessen thematischem Umfeld dazuzählen wollen. Das geht halt nicht[/B][/QUOTE] Nein, eben, das geht ganz definitiv und eindeutig nicht! "Schwarz" ist tatsächlich eine Sache, die man entweder ist oder eben nicht. Für mich bedeutet das, dass derjenige, der "schwarz" ist, überhaupt nicht auf die Idee käme, beim Kleiderkauf die hellen Kleider auch nur eines Blickes zu würdigen, dass man irgendwelchen Gruftkitsch wie Plastikskelette ganz toll findet und sich wundert, dass man seltsam dafür angeguckt wird, dass man Goth-Rock und artverwandte Stile hört und sich wundert, warum man gesagt bekommt, dass sowas zu depressiv sei. Kurz gesagt, dass man für sich überhaupt nicht vorstellen kann, irgendwas anderes zu tragen und zu machen, als Dinge, die mehr oder weniger "schwarz" sind, und dass man in erster Linie IST, statt sich mit irgendwelchen Klischees und was auch immer auseinanderzusetzen und zu versuchen, möglichst viel Quatsch zu adaptieren. Und wenn jemand, wie Igla, hauptsächlich andere Dinge toll findet, ist er dann halt kein Grufti, aber IST auch. Das nennt man, soweit ich es noch aus der Schule in Erinnerung habe, Individualität. Und wenn man mal den Quatsch vergisst, dass Gothic=Individualität ist, sondern einfach ein jeder seine Individualität ausleben würde, hätten wir in dieser Szene ein eindeutig geringeres Problem damit, dass irgendwelche Leute kommen und das ganze in die Luft sprengen wollen, indem sie unbedingt Goth sein, das ganze aber wieder revolutionieren wollen! |
| Montrose | [QUOTE]Leider wird man in unserer schnellen und oberflächlichen Welt sehr schnell und *nur* wegen seiner Kleidung zum Aussenseiter. [/QUOTE]Die mit den anderen Klamotten fangen doch an mit der Oberflächlichkeit. Was soll denn daran die große Kunst sein, sich andere Klamotten zu kaufen? Dass jemand anders aussieht heißt doch noch lange nicht, dass er anders ist. Aber genau mit diesem Scheiß fangen doch die "Außenseiter" an. Die legen es doch darauf an, dass man sie aufgrund von Äußerlichkeiten beurteilt. Nehmen wir mal einen, der sich die Arme tätowiert. Warum tut er das? Der will doch, dass man ihn für Knacki oder sonstwas hält. Wie kann der also empört sein drüber, dass man ihn für Knacki hält, wenn er doch ganz genau diesen Eindruck erwecken will. Und dieser Scheiß läuft massenhaft. Ich hab neulich mal die Freunde von ein paar weiblichen Bekannten kennengelernt. Alles normale Bubis, Studium oder Programmier oder sonstwas .... und die kommen alle mit kahlgescherten Köpfen daher. Brave Jungs, Spießer, weich und lächelnd..... und ich frage mich: warum tut ihr das? (Ich frag da nicht direkt nach, denn sonst bekäm ich Ärger zu sagen: warum sieht denn Dein Typ so scheiße aus?) |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Und dieser Scheiß läuft massenhaft. Ich hab neulich mal die Freunde von ein paar weiblichen Bekannten kennengelernt. Alles normale Bubis, Studium oder Programmier oder sonstwas .... und die kommen alle mit kahlgescherten Köpfen daher. Brave Jungs, Spießer, weich und lächelnd..... und ich frage mich: warum tut ihr das?[/QUOTE] nur mal aus privatem interesse... was hat denn das jetzt mit obigem zu tun? |
| Montrose | Das Thema lautet: "Warum will ein Goth zwanghaft anders sein?" Ich hab darauf die Antwort gegeben: Weil anscheinend alle anders sein wollen. Das ist klassische Philosophie, kannste bei Aristoteles nachlesen oder an der Stuttgarter Uni, Einführung in die Logik, anhören. P = Alle Deutschen wollen anders sein. A = Goths sind Deutsche. _____________________________ Conclusio: Goths wollen anders sein. :D |
| Creobotra | ach, mit logik hab ichs nicht so. ich frag mich nur, worin du jetzt das "anders sein wollen" siehst, nur weil sich jemand kopf kahlschert. wenns jemand steht, warum nicht? viele sehen mit dem haar, das sie stehen lassen, wesentlich schlechter aus. verbindestet du jetzt mit geschorenem haupthaar gleich ne "andersartigkeit"? |
| Montrose | [QUOTE]verbindestet du jetzt mit geschorenem haupthaar gleich ne "andersartigkeit"?[/QUOTE] Eigentlich schon. Ich mein, was soll das denn bedeuten. Haare gehören doch auch zum Menschsein. Wenn die jemand abrasiert, muss es doch dafür einen Grund geben. Ich beurteile auch Frauen so. Wenn die Haare kurz sind, ist das entweder eine Schwimmerin oder eine Lesbe. Okay, manchen Frauen steht es ... den meisten aber nicht! Trotzdem schneiden sie die Haare ab. Warum tun die das? Übrigens wehre ich mich dagegen, Glatzen als Kennzeichen der rechten Szene anzusehen. Hitler und Goebbels hatten ja auch keine Glatze. Wann immer jemand etwas an seinem natürlichen Körper verwandelt, dann hat das einen Grund. [QUOTE]wenns jemand steht, warum nicht? viele sehen mit dem haar, das sie stehen lassen, wesentlich schlechter aus.[/QUOTE] Das finde ich nicht. Okay, wenn jemand vielleicht in frühen Jahren Glatzenansatz hat, dann macht eine Vollglatze Sinn. Aber viele, die ich traf, sahen m. E. wie kahlgeschorene Küken aus. |
| Creobotra | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] Eigentlich schon. Ich mein, was soll das denn bedeuten. Haare gehören doch auch zum Menschsein. Wenn die jemand abrasiert, muss es doch dafür einen Grund geben.[/QUOTE] natürlich, seh ich aber nur als weitere "möglichkeit", nicht als ausnahme. [QUOTE]Übrigens wehre ich mich dagegen, Glatzen als Kennzeichen der rechten Szene anzusehen. Hitler und Goebbels hatten ja auch keine Glatze.[/QUOTE] na, darüber muss man hoffentlich nicht diskutieren. [QUOTE]Ich beurteile auch Frauen so. Wenn die Haare kurz sind, ist das entweder eine Schwimmerin oder eine Lesbe. Okay, manchen Frauen steht es ... den meisten aber nicht! Trotzdem schneiden sie die Haare ab. Warum tun die das?[/QUOTE] weil sie sich nicht um deine meinung scheren? ;) [QUOTE]Das finde ich nicht. Okay, wenn jemand vielleicht in frühen Jahren Glatzenansatz hat, dann macht eine Vollglatze Sinn. Aber viele, die ich traf, sahen m. E. wie kahlgeschorene Küken aus.[/QUOTE] nja, das ist ja wohl subjektiv. mal abgesehen davon, der "Number one cut" war in england (oder ist es vllt noch) sehr beliebt, viele geschäftsleute (gut, jüngere) hatten den. |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von instroemen3 [/i] [B]Und was ist "schwarz"? Deine Erklärungen waren für mich nicht hinreichend; ganz im Gegensatz zu dem Ansatz, dass man eben einfach sein sollte, statt immer zu versuchen, [I]etwas[/I] zu sein. Wobei ich gerade feststelle, dass sich die Gedanken im gesamten Unterforum im Kreis drehen, denn... hatten wir diese Diskussion nicht schon einmal? :rolleyes: [/B][/QUOTE] Ist dir vielleicht schonmal aufgefallen, dass es unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Verhaltensweisen, etc. gibt? Wahrscheinlich ja, wenn du nicht völlig egozentrisch bist. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass diese Unterschiede zum Teil auch mit der bevorzugten Musik zusammenhängen - ein Klassik-Fan gibt sich anders als ein Hopper beispielsweise. Eine dieser Beobachtungen ist, dass auch unter vielen, die sagen wir mal klassischen Goth Rock hören, tendenzielle Gemeinsamkeiten bestehen. Ich bin kein Psychologe oder Soziologe und habe nicht die notwendigen Begriffe, um beschreiben zu können, wie sich die Verhaltensformen oder -normen unterscheiden. Aber sie sind augenscheinlich vorhanden. Zur Ergänzung: Ich denke, es hat was mit der Ausstrahlung zu tun. Und ich glaube nicht, dass man die Ausstrahlung eines Menschen beschreiben kann. |
| vengeance | noch mal zu einem Post von der letzten Seite. Klar ist es stinkeeinfach sich andere Kleidung anzuziehen, und damit aufzufallen. Das kann jeder. Aber ich glaube darum geht's uns doch nicht oder? Wenn wir von andersartigkeit reden (welcher m.E. nicht Hauptbestandteil und Triebfeder des Gruftis ist) - dann doch wohl ehr von einer inneren Andersartigkeit, die durch (auffällige) Kleidung allenfalls unterstrichen wird. Im übrigen schätze ich die Menschen, bei denen es, wenn sie von Grufti oder gruftig reden, nicht zuallererst von ihrer Wirkung auf die Gesellschaft sprechen, sondern von Thematiken. Das Anecken an der Gesellschaft sehe ich ehr bei den Punks. Den Grufti sehe ich ehr als den etwsa introvertierten, der das Dunkle und Mordide sucht, das romantisiert und dem die Gesellschaft eigtl piepegal ist. vengeance |
| Goat93 | [QUOTE] Ich habe die Beobachtung gemacht, dass diese Unterschiede zum Teil auch mit der bevorzugten Musik zusammenhängen - ein Klassik-Fan gibt sich anders als ein Hopper beispielsweise. Eine dieser Beobachtungen ist, dass auch unter vielen, die sagen wir mal klassischen Goth Rock hören, tendenzielle Gemeinsamkeiten bestehen.[/QUOTE] Da fangen die Klischeebildungen doch auch schon an. Ein paar machen was vor und andere machen das nach. Daher kommt diese "Schwarze Szene" doch auch, ebenso wie dieses Vermischen von allem und das totale Verändern der Inhalte ebenso wie auch der Aufbau der Szene erst. Irgendwann haben einige festgestellt Schwarz=Goth. Eigentlich totaler Schwachfug, aber daraus wurd eine Kriegsparole auf dem Schlachtfeld der Psychologischen Entwicklung Zitgtausender Jugendlicher auf ihrem Weg des Lebens. Und wenn man dem widerspricht gehört man eben nicht dazu, genial irgendwie... Es gibt Klassik Fans, die würden auf einem Black Metal Konzert nicht auffallen, ebenso gibt es Überzeugte Christen die Burzum geil finden. Goth die HipHop hören und Hopper die Satanisten sind. Gab es eigentlich von Anfang an, das es alles gab. Nur das die Grenzen der Szene heute einfach andere sind. Einerseits alles vermischen und für alles offen sein, andererseits total Diktatorische Maßstäbe bauen um das eigene Ego aufzubauen und sich einreden zu können "anders" zu sein, wie "DIE ANDEREN"... Denken? Glücksache :( |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von vengeance [/i] [B]Den Grufti sehe ich ehr als den etwsa introvertierten, der das Dunkle und Mordide sucht, das romantisiert und dem die Gesellschaft eigtl piepegal ist.[/B][/QUOTE] :) @Goat: Eine Ausstrahlung kann man nicht faken, egal, wie viel Mühe man sich gibt. Man merkt es ziemlich direkt, ob sich jemand nur verkleidet oder etwas wirklich ist. Und natürlich kann ein Klassik-Fan auch Burzum hören - aber wir haben ja auch schon festgestellt, dass ein Grufti auch Christina Aguilera hören kann, ohne dadurch weniger Grufti zu sein, weil sein Hauptaugenmerk nunmal ganz einfach auf Gruft-Musik liegt. |
| Annun | Ich möcht nicht anders sein und wollte es nie. Ich bin grundsätzlich jemand, der wenig auffallen möchte (außer halt auf der Bühne ^^). Schwarz mochte ich schon immer und ich wurd in diese Musik hineingeboren (zu aller Anfang Alice Cooper ^^). Joa, das wars und ich hab meinen Pfad nicht verlassen, weil ich mich in ihm wohlfühle... warum sollte ich Glitzzeugs anziehen, wenn ichs nicht mag - nur weil es Mode ist? Nö, ich kleide mich so, wie ich möchte. Auch jemand, der kein schwarz trägt, kann dieser Kultur angehören, die Kleidung hat null damit zu tun, SCHWACHSINN!!!! -.- Ich find es total albern, dass jemand anders sein möchte... JEDER ist individuell, egal, wie er sich kleidet, darauf kommts nicht an! Und wenn jeder Individuell sein möchte, dann ist man irgendwann auch nur nen Punkt in der Masse... |
| Goat93 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dyspenthes [/i] [B]:) @Goat: Eine Ausstrahlung kann man nicht faken, egal, wie viel Mühe man sich gibt. Man merkt es ziemlich direkt, ob sich jemand nur verkleidet oder etwas wirklich ist. Und natürlich kann ein Klassik-Fan auch Burzum hören - aber wir haben ja auch schon festgestellt, dass ein Grufti auch Christina Aguilera hören kann, ohne dadurch weniger Grufti zu sein, weil sein Hauptaugenmerk nunmal ganz einfach auf Gruft-Musik liegt. [/B][/QUOTE] 90% der heutigen Szene ist ein FAKE, was kann man da nicht faken? Man kann ALLES faken, ist gar ned mal so schwer. Irgendwann wird das Fake sogar als Original anerkannt :p |
| Schwarzer Prinz | du sagst es zählt das Wort fällt dir gerade keines ein du sagst es zählt die Tat hast du gerade keine Zeit du sagst die Zeit die fehlt macht es dir oft so schwer es wird wohl wieder Zeit und wenn das alles ist dann will ich anders sein Menschen die man liebt belügt man nicht Freunde die du schätzt die hast du nicht Worte sind stets gut gewählt und dennoch leer so wird ide Zeit die fehlt wohl immer Vorwand sein ref. du weißt daß Leere dich umgibt du weißt daß Bitterkeit dich nie erreicht du weißt was dich umgibt besteht aus Oberflächlichkeit so wird's wohl immer sein ref. wer denkt er sah schon mehr den trügt der Schein Second Decay "Anders sein" |
| Mestigoth | Das Regenlied ist auch toll! Nur wer kennt heute noch Second Decay? Ich muss aber gestehen, bei mir verstauben auch deren Alben im Schrank. Mit "The Hunt" war letztlich der Höhepunkt erreicht. :) Purwien solo sagt mir gar nicht zu. :( [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i] [B]Ein schönes Gedicht! [/B][/QUOTE] Ein Liedtext ist das. |
| Schwarzer Prinz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dark Angel 2 [/i] [B]@Mestigoth danke für den Hinweis! Ich habe es für ein Gedicht gehalten. [/B][/QUOTE] Aber es steht doch drunter welcher Titel es ist :rolleyes: @ Mesti: Keine Ahnung, ich habe nur "De Luxe" eine Art Best of... Achso und "Der Nerv" auch, die haben recht gute Texte ähnl. "Fliehende Stürme" :) |
| Montrose | [QUOTE]Ein schönes Gedicht![/QUOTE] Nö, das ist ein selbstgerechter Schmalzklumpen. Das ist in etwa der Text, den man von einer Frau hört, die gerade Scheiße gebaut hat und nun davon ablenken will. [QUOTE]du weißt daß Leere dich umgibt[/QUOTE] Achja, sowas sagt man, wenn man dem anderen weh tun will. Natürlich umgibt keinen einzigen Menschen auf diesem Planeten Leere, nicht mal das fieseste Arschloch. Aber man wünscht es dem Gegner, man versucht es ihm einzureden. Man versucht ihm damit weh zu tun. Wie schrecklich widerlich und billig solche Textzeilen doch sind. Second decay = letzter Scheißdreck. Ab in die Mülltonne. :mad: |
| aurora borealis | Montrose, Deine Beiträge nehmen immer mehr an Sinn und Eloquenz ab. Vielleicht solltest Du mal wieder Urlaub machen. |
| Goat93 | Kuhl, neuer Sport, Textzeilen braten :D [B]du weißt daß Leere dich umgibt[/B] [du weißt daß Bitterkeit dich nie erreicht] [B]du weißt was dich umgibt besteht aus Oberflächlichkeit[/B] [so wird's wohl immer sein] Die Fetten Sätze ^^ Leere besteht aus Oberflächlichkeit? Ein Vakkum besteht aus Profanität? Ein ganz neuer Physischer Zyklus wird beginnen *_* Allerdings gen ich Aurora recht, Monti. Deine Beiträge lassen immer mehr nach, hat man in lezer Zeit desöfteren gemerkt. Etwas Chaotisch und am Thema vorbei meistens ~.~ |
| Mestigoth | Ich denke nicht, dass hier physikalische Leere gemeint ist, sondern das Nichtvorhandensein von Tiefe unter der Oberflächlichkeit. Man sollte zudem beachten, wann der Text entstanden ist. Das war vor 14 Jahren. |
| Goat93 | Wenn etwas nicht Tief ist, ist es deswegen aber nicht leer, sondern Flach/Seicht. Oberfläche beschreibt wiederum eine Fläche und auch keine Tiefe/Räumlichkeit, es ergibt also so oder so keinen Sinn :D |
| Schwarzer Prinz | Gibt es - ausser Combichrist - irgendwas das Monti mag ? :rolleyes: |