| Dragonheart | Ist es nicht so dass das die Gesellschaft den Charakter eines jedem formt? Und dennoch habe ich das Gefühl das die Gesellschaft den Charakter des Goth unterdrückt. Mich selbst plagt schon länger eine Frage! Bin ich ein Goth oder nicht? Ja ihr denkt jetzt sicher, äh schon wieder so ne Frage, aber meinen Frage geht tiefgründiger. Ich selbst bin in einem Wohlbehüteten Haus aufgewachsen und hatte nie etwas mit Gothic zu tun, doch fühlte ich mich nach und nach doch hingezogen. Ich habe schon viel in meinem Leben durch machen müssen. Jetzt kommt die Ironie, die Gesellschaft hat mich zum Goth gemacht, doch unterdrückt sie das, zu was sie mich gemacht hat. Von meinen Eltern aus dürfte ich schon nicht das machen, was ich gerne wollte und von der Gesellschaft erst recht nicht. Besonders schwer ist es für mich weil ich nächsten Jahr meine Ausbildung anfangen will, aber welcher Arbeitgeber würde schon einen Goth nehmen, besonders weil es viel Leute gibt, sagen wir mal die meisten, die viele Vorurteile gegen uns haben, dann werden wir ja wieder als aggressive, blutrinkende Nichtsnutze dargestellt. Würde man mich auf der Straße treffen würde man nie erkennen das ich Goth bin. Ich selbst bezeichne mich als Soft-Goth(naja was heißt schon Goth)und auch wenn ich könnte würde ich wahrscheinlich nicht mehr sein. Ich würde gerne das machen was ich will, aber ich habe angst davor von der Gesellschaft ausgestoßen zu werden. Ich würde mich gerne so kleiden, doch habe ich angst von Leuten angestarrt zu werden. Ich würde gerne meinen Willen ausleben. Und jetzt meine Frage, würdet ihr mich als Goth sehen auch wenn ich nicht alles so ausleben kann wie ich eigentlich will? |
| smart_hicks | Ich kann mir vorstellen, was jetzt wieder für Antworten von der "verbitterte Goth"-Fraktion auf Dich einprasseln werden. Eins möchte ich Dir sagen: Bleib so wie Du bist und kleide Dich wie Du möchtest, selbst wenn der Spießbürger von nebenan die Nase rümpft. Du gehörst weiterhin zur Gesellschaft, wenn auch nicht zum Kern oder Mittelpunkt, aber das tun nur die wenigsten. Und gerade weil Du zur Gesellschaft gehörst, hast Du die Möglichkeit mit anderen zusammen diese von innen heraus zu verändern. Ich begrüße jeden Menschen, der sich auch nur vermeintlich oberflächlich von dem Einheitsbrei absetzen möchte, auch wenn die Zugehörigkeit zu einer Jugend-Subkultur auch wieder eigene Regeln und Zwänge besitzt, was aber auch gar nicht schlimm sein muss, denn der Zusammenhalt wird Dich aufbauen. Ich habe immer noch ein idealistisches Bild von Gothic, auch wenn ich selbst nicht viel damit zu tun hab -> Die Musik gefällt mir bis auf einige Ausnahmen (Sopor Aeturnus) nicht so gut wie eben Metal. Ich wünsch Dir alles gute und lass Dir von den hier Alteingesessenen nicht den Spaß verderben, den Du zweifellos haben kannst und wirst. Gruß Hicks |
| Seneca | Nicht die Gese[b]ll[/b]schaft unterdrückt den Goth ([i]es heißt nicht Gothic[/i])...das machen die schon selbst untereinander aus. PS: Wir Goths sind übrigens auch Rechtschreibnazis und editieren gnadenlos die Rechtschreibung in unserern Foren wenn es uns zu viel wird. |
| smart_hicks | Immer die gleichen Antworten auf immer die gleichen Beiträge *gähn* - und ich bin ja nun wirklich kein langjähriges Mitglied dieser desillusionierten Mannschaft hier. Soll jeder doch seinen Spaß haben, ob er nun einer Subkultur (wie man sie auch definieren mag, aber scheinbar hat man sich ja doch irgendwie drauf geeinigt, sonst gäbe es keine Plattform wie Nachtwelten) angehört oder nicht. Aber bei den alten, verkrusteten Goths hier... na ja, ich hör lieber auf, bevor... Gruß Hicks |
| Seneca | Quatsch...so was habe ich noch nie zuvor geschrieben. Das war bisher der Job vom Mestigoth. @ Dragonheart Nimm die "Szene" nicht so ernst! Du wirst nämlich feststellen können dass gerade die etwas älteren Semester das auch nicht mehr tun. Das liegt schlicht daran das man mit der Zeit aufhört sich noch Gedanken um das eigene Bild in der Gesellschaft zu machen weil man irgendwann auf die eine oder andere Weise in selbiger angekommen ist. |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Quatsch...so was habe ich noch nie zuvor geschrieben. Das war bisher der Job vom Mestigoth. [/B][/QUOTE] Okay, das sollte ich Dir nicht unterstellen, aber gerade in Bezug auf Deine Moderatoren-Tätigkeit, finde ich es etwas hart, ein neues Mitglied dieses Boards gleich durch flapsige Bemerkungen zu vergraulen, sollten Dich Beiträge dieser Art auch noch so sehr nerven. Na gut, auf der anderen Seite weiß dann ein Gast sofort, wie der Wind hier einigen Menschen entgegenweht. Aber ich will Dir ja nix vorschreiben, war nur ein Denkansatz. Gruß Hicks o man, diesen kurzen Beitrag habe ich mindestens 5 mal editiert |
| smart_hicks | [QUOTE][i]Original geschrieben von Seneca [/i] [B]Quatsch...so was habe ich noch nie zuvor geschrieben. Das war bisher der Job vom Mestigoth. @ Dragonheart Nimm die "Szene" nicht so ernst! Du wirst nämlich feststellen können dass gerade die etwas älteren Semester das auch nicht mehr tun. Das liegt schlicht daran das man mit der Zeit aufhört sich noch Gedanken um das eigene Bild in der Gesellschaft zu machen weil man irgendwann auf die eine oder andere Weise in selbiger angekommen ist. [/B][/QUOTE] Eine ganz persönliche Sicht bzgl. dem Thema "Szene": Ich war früher auf der Realschule ein Außenseiter der heftigen Sorte. Meine Noten haben darunter gelitten und ich kam mit niemandem klar, war somit auch das Gespött der Klasse. Zu der Zeit hatte ich damals keinen Raum mich frei entfalten zu können, jede Tür schien mir verschlossen. Quasi wurde ich damals als Jugendlicher an den Rand der Gesellschaft gedrängt und ich Idiot habe nicht kappiert, dass eine Tür mir noch offen stand, ein Raum sich mir bot, in welchem ich Freunde finden konnte, welche die gleichen Interessen wie ich hatten. Was ich damit sagen möchte: Ich hätte mich einer Szene anschließen können und wäre mit dieser Entscheidung längst nicht so heftig auf die Fresse geflogen wie es damals nun passiert ist. Ich verfluche es bis heute, dass ich zum damaligen Zeitpunkt nicht einfach ein paar Metalheads kennenlernte, mit denen ich mal ein paar Bier trinken konnte und die Sorgen hinter mir lassen konnte. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und meine Meinung gefestigt, dass gerade während der Pubertät eine Jugend-Subkultur ein rettender Anker oder Zufluchtsort in dieser diffussen Gesellschaft sein kann. Klar, mit zunehmenden Alter ist die Persönlichkeit stärker ausgeprägt und man brauch solche Räume nicht mehr in dem Ausmaß wie in einer Zeit, in welcher man nach Orientierung sucht. So, das dazu Gruß Hicks Dieser Beitrag auch zwei mal editiert. Hab wohl zu viel Bier... äh ja |
| Demon17 | [QUOTE]Ich würde gerne das machen was ich will, aber ich habe angst davor von der Gesellschaft ausgestoßen zu werden. Ich würde mich gerne so kleiden, doch habe ich angst von Leuten angestarrt zu werden.[/QUOTE] Wenn Du Dich in auffälliger Kleidung nicht wohl fühlst, solltest Du es lassen. In Deinem Alter legt man viel Wert auf die Meinung der Leute in irgendeiner Clique. Es reicht jedoch völlig, wenn Du die Klamotten am WE trägst. Ohne Geld hast Du sowieso Probleme mit der Anerkennung. Insofern bleib so, such Dir nette Freunde, die das akzeptieren und fahr mit Ihnen aufs WGT oder andere Veranstaltungen. Das kostet alles Geld und niemand hat etwas davon, wenn du mittellos zuhause sitzt. (Ich habe ehrlich gesagt auch noch keinen gesehen, der aufgebrezelt im Büro sitzt.) |
| starfish | [QUOTE]aber meinen Frage geht tiefgründiger.[/QUOTE] nein. |
| jadeaugen | [QUOTE]Diese Zeit hat mich sehr geprägt und meine Meinung gefestigt, dass gerade während der Pubertät eine Jugend-Subkultur ein rettender Anker oder Zufluchtsort in dieser diffussen Gesellschaft sein kann. Klar, mit zunehmenden Alter ist die Persönlichkeit stärker ausgeprägt und man brauch solche Räume nicht mehr in dem Ausmaß wie in einer Zeit, in welcher man nach Orientierung sucht.[/QUOTE] Ich melde mich mal hier zu Wort. Nein. Nur sehr bedingt, würde ich sagen. Ich habe mich persönlich bewusst dagegen entschieden, mein Verhalten und Aussehen zu hundert Prozent einer Subkultur anzupassen. Denn damit maskiert man sich. Zumindest tun das viele. Zwar ist es schwer, seinen eigenen Weg zu finden, und durchaus bequemer, einen vorhandenen Lebensstil anzunehmen und alles daran anzupassen, aber gleichzeitig betrachte ich das sehr kritisch. Man kann nicht heute entscheiden: Ich bin jetzt Goth/Punk/Emo/Hopper; und dann direkt alles übernehmen, nur um Anschluss zu haben. Denn das funktioniert einfach nicht, zumindest hat das bei niemandem in meinem Umfeld funktioniert. Entweder man entwickelt sich einfach schleichend in so eine Kultur hinein, oder eben nicht, am Ende bleibt doch: Man muss vor allem in der Lage sein, selbstständig mit sich klar zu kommen. Orientierung muss man gerade in der Zeit in sich selbst finden. Entweder man ist in einer Szene, weil sie mit dem Selbst übereinstimmt, oder man ist es nicht und wird es auch selten langfristig und von Herzen sein, da man sich maskiert hat. Und an den Threadersteller: Goth ist, was sich Goth nennt, meine Devise. Ob du nun "trve" bist oder es "untrve" ist, nicht jeden Tag in voller Montur herumlaufen zu können, kann ich dir nicht beantworten. Denn sich darüber Gedanken zu machen, ob man denn nun gut dem Klischeebild einer Szene entspricht, ist Unsinn. |
| Federwolke | Deine Frage ist keineswegs anders, als all die anderen, bereits gestellten Fragen zur Szenezugehörigkeit, die übrigens allesamt ebenfalls mit dem Anspruch gestellt wurden, einen Ansatz bzw. Denkanstoß vorzugeben, der tiefgründiger ist als alle zuvor. Das Gedankengut, die Motivationen, Stile und Subszenen, die sich innerhalb der schwarzen (inzwischen eher schwarzbunten) Szene über die Jahre hinweg gebildet haben sind derart weiträumig, dass sie keine allgemeingültige Definition für die Szene zulassen. Und das ist auch gut so, denn nur so kann die Szene fortschreitende Selbstentfaltung und Individualismus fördern. Es gibt also keine Regeln an die du dich halten und keine Attribute, die du unbedingt haben musst. Keiner von uns in diesem Forum kann dir somit die Frage beantworten: [QUOTE]Bin ich ein Goth oder nicht?[/QUOTE] Was kannst du jetzt also tun, um sie selbst zu beantworten? Wie wäre es, wenn du dir, anstatt dir die Meinungen anderer Leute anzuhören selbst einmal Gedanken darüber machst? Fühlst du dich zugehörig oder nicht? Wenn du dich zugehörig fühlst, bist du es auch. Schließlich geht es hier nicht darum uniformiert zu sein und stets gleichbleibenden vorgefertigten Meinungen hinterherzurennen, sondern darum sich Weiterzuentwickeln und einen eigenen Weg zu finden. |
| Takk... | Die Frage ist viel weniger, ob man Goth ist oder nicht, sondern wie man Gothic für sich definiert. Ob es ein bestimmtes Lebensgefühl ist, oder halt die Musik oder der Stil für einen wichtiger ist. Das ist sekundär. Wichtiger ist es, ob man mit dem, wie man sich selber sieht, glücklich ist. Um aus einer gewissen Enge oder einen gesellschaftlichen Zwang zu entkommen, muss man auch etwas neues wagen. Dies erfordert vor allem Mut. Somit ist der erste Schritt, etwas neues zu wagen, immer sehr schwierig, aber wenn es dich glücklicher und selbstbewusster macht, zieh diesen Schritt durch, bleib aber immer du selbst. Das heißt: Kopiere nicht, sondern setze eigene Maßstäbe. Wenn du so bist, wie du bist, wirst du auf mehr Akzeptanz stoßen und andere Meinungen werden dir zunehmends egal sein. Für meinen Teil bin ich der Techno/ House und Indieszene nicht abgeneigt, nehme auch Teile dieses Stils (musikalich und outfitmäßig) an, die mir persönlich zusagen, würd mich aber trotzdem als Anhänger der schwarzen Szene bezeichnen, aufgrund der Inhalte und des Lebensgefühls, da ich vor allem ein sehr introvertierter und pessimistischer Mensch bin. Das ist für mich durchaus vereinbar und widersprecht sich nicht. Ich würde dir diesbezüglich den Hinweis geben, die Elemente rauszusuchen, die deinen persönlichen Ideal oder Geschmack entsprechen, man fühlt sich dadurch viel wohler und individueller, als einen bestimmten Klischee hinterherzulaufen. |
| Ronin76 | @Dragonheart Mit deinen ca 18 Jahren hast du sicherlich schon viel durchgemacht.. aber es gibt eigentlich gar keine Goths sondern nur Menschen welche "glauben" welche zu sein. Also eine Religion daraus machen. Schwarze Kleidung wird gerne von Jugendlichen benutzt um Rebellion gegen das Elternhaus zu begehen. Deine Identitätskrise wird in ein paar Jahren sicherlich vorbei sein. Entweder wirst du ein Mitläufer oder du findest Selbstbewußtsein. Die Frage welche du dir stellen solltest ist also: Warum willst du Goth sein ?? |
| gruftigirl | In meinem Freundes-/Familien-/Bekannten-/Kollegenkreis bin ich die EINZIGE Schwarze und fühle mich "bei mir selbst angekommen", auch wenn man tagtäglich kleine und größere Probleme damit hat, weil ich ja auch recht extrem aussehe, auch im Alltag. Kontakt zu Gleichgesinnten habe ich nur, wenn ich mal alle zwei Monate zum Tanzbeinschwingen gehe oder im Internet. Mit 40 ist es auch nicht einfach, Gleichaltrige mit gleichem Lebensstil zu finden, aber das tut meiner schwarzen Einstellung keinen Abbruch. Ich habe meinen Rückzugsort (Wohnung), meine Musik, meine Literatur, meine Kleidung, meine Hobbies, und das ist wie ein Kurzurlaub von Alltag und Arbeit. Selbst klamottenmäßig lasse ich mir nix vorschreiben. Ich mag den alten Stil, wallende Gewänder, Spitze und Rüschen, "Funeral Chic", schön morbide und altbacken, das Meiste hab ich für ein paar Euro aus dem Second Hand Shop, die Szenekleidung ist mir viel zu faschingsmäßig, zu teuer und zu stereotyp, jeder guckt gleich aus... Ich nenne es Gothic, denn dann hat man eine schnelle Erklärung, selbst wenn ich die Krise kriege, wenn ich mir Festivalfotos ansehe... Das Bunte ist echt grausam... Aber - jedem das Seine. MEIN Gothic ist jedenfalls schwarz. |
| Bartimäus | bei mir ist es ähnlich aber... Es geht nicht darum ob du ein "Goth" bist oder ein "Hip Hoper" ich meine was sind das schon für Begriffe?? Es sind Begriffe die die Gesellschaft verwendet um jeden ein eine gruppe zu stecken doch das geht nicht es sei den man ist wie einer dieser vielen "Zombies"(nenne ich sie mal schnell) die überall in der straße sind die alles was sie tun und denken darauf ausrichten was werden die anderen denken und somit sich selber als individium vollkommend vernichten bis sie ein willenloses geschöpf von tausenden sind (meine meinung) daher frage dich nicht bis du ein goth den den fehler habe ich anfangs auch gestellt und ich bin keiner und du auch nicht wie du es schreibst... DU BIST DU also trage was du willst und denke nicht nach was andere denken werden den goth ist ein begriff den die gesellschaft inzwischen geprägt hat... wenn du mit leuten aus der "goth-scene" dich verstehst und die atmosphäre magst dan gut geh mit ihnen und verbringe zeit mit ihnen aber sei kein goth sondern sei einfach DU vielleicht hilft das ein bischen aber vermutlich nicht den ich kenne es man will einfach zu einer gruppe dazu gehören und ein teil von was sein und dazu entfehle ich die lieber ein verein zu suchen als dich eine subkultur oder szene anzuschließen...kann auch ein außergewöhnlicher verein sein bei mir war es american football aber die hauptsache es interresiert dich und es macht dir spaß ansonsten sei einfach du |
| Goat93 | das problem bei dem "du" sein ist wohl die angst, allein gelassen zu werden, weil man zu sehr "du" ist statt wie die anderen :p |
| gruftigirl | [QUOTE]das problem bei dem "du" sein ist wohl die angst, allein gelassen zu werden, weil man zu sehr "du" ist statt wie die anderen[/QUOTE] Öha, das kommt mir irgendwie bekannt vor... |