| Seena | Hey ihrs... Mich würde interessieren, ob ihr in einer Beziehung mit einem "Gleichgesinnten" seid oder nicht. Zu schreiben "jemand Normales" widerstrebt mir irgendwie, aber ich denke ihr wisst, worum es mir geht. Die Frage "Spielt das überhaupt eine Rolle?" drängt sich irgendwie auf, ich weiß und vor ein paar Jahren hätte ich auch noch mit nein geantwortet. Aber in meiner jetzigen Beziehung wird mein "Anders sein" schon manchmal zum Thema. Anfangs fand er das irgendwie noch ganz toll, interessant und anziehend. Mittlerweile sind wir auf einem Punkt an dem ich manchmal Sachen zu hören kriege wie "Zieh doch mal was mit Farbe an" oder "Ich weiß, die Musik ist dir nicht depressiv genug" -.- Nervt dann halt manchmal. Ich will jetzt auch gar nicht zu sehr auf meine Beziehung eingehen - darum gehts mir auch nicht. Mich interessiert, ob ihr das kennt, wenn ja: wie geht ihr damit um? Dunkle Grüße Seena |
| Intoxicated | Für mich ist so was wie ähnlicher musikgeschmack & partylaune wichtig (da ich auch als DJ unterwegs bin und meine beste hälfte sollte mich da supporten anstatt daheim bleiben^^) und allgemein sind gemeinsamkeiten wichtig. "Szene" ist dabei egal, aber meist sammeln sich die leute wegen gemeinsamen interessen, da findet man dann auch was bzw wird gefunden. Ansonsten seh ich das nicht kritisch, wenns passt - gut, wenn nicht - man hats versucht xD |
| kleine Eule | Hallo Seena. .....zu diesem Thema muss ich einfach etwas schreiben. Du bist an einem Punkt an dem ich vor ein paar Jahren war. Es tut unglaublich weh, nicht man selbst sein zu dürfen und schadet der Seele. Vor allem: es funktioniert auf Dauer nicht. So sehr man sich auch bemüht und so sehr man versucht – irgendwann muss man einfach „man selbst sein“....aber vielleicht muss jeder diese Lektion selbst lernen.... vielleicht ist es nichts was man erklärt, vermittelt bekommen kann. Vielleicht muss man den Schmerz selbst fühlen bevor man versteht..... Trotzdem gebe ich Dir diesen Rat, von Herzen, und ich gebe ihn Dir gerne: Finde Dich selbst. Absolut und zu 200 Prozent. Wenn Du Dich selbst gefunden hast, dann halte Dich daran fest was und wer Du bist. Egal was der Rest der Welt davon hält. Gehe Kompromisse ein wenn nötig, aber vergesse niemals wer Du bist. Versuche nicht Dich aus Liebe oder einem anderen Grund zurückzunehmen oder Dich zu ändern.... es wird Dich sonst zerbrechen wie es mich fast zerbrochen hätte. Jeder Mensch sollte dafür geliebt werden was Wer...wer er/sie...wirklich ist...und nicht für eine selbst geschaffene Illusion. Carpe noctem........... die kleine Eule |
| Seena | Danke kleine Eule ;) Sehr schön geschrieben und ja, die Erkenntnis kommt nach und nach, dass es wohl nicht auf Dauer sein wird... Aber ich möchte eigentlich nicht, dass es hier um mich geht, sondern um das Thema ganz Allgemein. Aber ich denke, deine Worte sind wohl auch allgemeingültig. Danke nochmal...hast du schön geschrieben :D |
| kleine Eule | Danke für Dein Lob......würde meine Erfahrung aber durchaus allgemein gültig erklären wollen.......es ist einfach eine Sache genau wie wenn man sehr viele Jahre auseinander ist vom Alter her. Man ist irgendwie geistig auf einer anderen Ebene (soll jetzt nicht abwertend klingen). Das funktioniert einfach nicht...... |
| Kelevra2011 | Ich kann der kleinen Eule nur zustimmen. Was deine Frage angeht... bei meiner vorletzten beziehung war die paarung wie feuer und wasser, sie war das typische modepüppchen und ich der kleine böse grufti vor dem kinder schreiend weglaufen. um es kurz zu machen es hat nich funktioniert da ich ihr zuliebe auf viele dinge verzichtet habe die mich ausmachen, und ich muss sagen ich war, weder davor noch danach, psychisch so am limit. ich bin gegen ende wegen kleinigkeiten ausgerastet, über die ich vorher gelächelt habe, und ich war zu dieser zeit auch alles andere als ein angenehmer zeitgenosse, mir wurde von arbeitskollegen freunden und meiner famillie mehrfach gesagt das ich mich auf dem falschen weg befinde was ich zu der zeit aber leichtfertig abgetan habe. nachdem diese beziehung vorbei war habe ich mich erst mal für einige monate auf "selbstfindung" begeben. klingt vll seltsam aber es hat geholfen. ich weis jz was ich zum zufrieden sein brauche und wen ich in meiner nähe haben möchte und wen nicht. seit dem ich das konsequent durchziehe geht es mir um welten besser. und ich gehe mit einer sehr positiven einstellung an den tag. vll hilfts dir ja bei deiner frage |
| kleine Eule | ..dies alles und auch eine kürzlich mit einem Kollegen geführte Diskussion bringt mich zum Grübeln was es genau ist, das in schwarzen Partnerschaften anders ist..was denkt Ihr? |
| hagzissa13 | bei uns ist nix anders. Wir sind genauso bekloppt, wie alle anderen. Nur schwarz angezogen und etwas andere Musik. |
| Nóirín | [QUOTE][i]Original geschrieben von kleine Eule [/i] [B]..dies alles und auch eine kürzlich mit einem Kollegen geführte Diskussion bringt mich zum Grübeln was es genau ist, das in schwarzen Partnerschaften anders ist..was denkt Ihr? [/B][/QUOTE] Abgesehen davon, dass man sich verstanden und auf eine bestimmte Art irgendwie verbunden fühlt, so dass man dieses "schwarz sein" teilen und gemeinsam haben kann, sind das Partnerschaften wie sie andere Menschen auch haben. |
| Schattenmelodie | Nun ich denke, man muss den anderen anders sein lassen und viel mit Humor nehmen.. und auf keinen Fall verletzend werden. Solange der Partner einen selber auch so akzeptiert und nicht erwartet, sich allzu sehr zu verbiegen.. warum nicht? Jetzt zur Realität. ;P Ich persönlich habe schon manchmal Schwierigkeiten, obwohl ich "nur" mit einem Blackmetaller das Leben teile, und man ja meinen könnte, der gehört ja doch noch irgendwie dazu... Am anfang, wie das eben so ist, ist einem das sowieso wurscht. Es gab Phasen, da haben wir uns nur noch angemacht, ich kam mit seinen Interessen und Hobbies und die daraus folgende Freizeitgestaltung nicht klar ( ich renn einfach nicht gerne komplett in Tarn auf irgendwelchen Truppenübungsplätzen rum und lass mich abballern , er kam mit meiner Freizeitgestaltung nicht klar, sodass wir auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. Gut, war nicht weiter schlimm, ich gehe dann doch lieber alleine spazieren und lese irgendwo gemütlich mein Buch, anstatt ein motzdenes Etwas ständig sagen höre, auf der Rückfahrt hören wir Burzum. Naja, irgendwann haben wir uns zusammengerauft, ich habe Ohrenstöpsel, er seine Kumpels und jetzt klappts. Jeder macht sein Ding. Wobei es wirklich schade ist, dass ich Konzerte oder ähnliches nicht mit ihm zusammen erleben kann aber so ist das.. Ich persönlich bin nicht sehr überzeugt davon, dass Beziehungen, wo angenommen der eine ein total böser Grufti ist und der andere leidenschaftlicher Techno-Fan. Wobei, was sich manchmal so als Goth bezeichnet, könnte man getrost in dieselbe Ecke schieben, aber das ist ja nicht das Thema^^ Nein, ich denke nicht, dass sowas wie "kulturübergreifende Liebe" möglich ist. |
| Mainzlweibchen | Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es wirklich schon bei einem unterschiedlichen Musikgeschmack schwierig ist! Wobei das eher meine damaligen Partner gestört hat. Mich hat die andere Musik nicht gestört, aber mitreden konnte ich halt nicht. Was aber halt auch eher meinen Partner gestört hat. Ich persönlich finde das nicht schlimm unterschiedlich zu sein, solange es genügend andere gemeinsamkeiten gibt. ICh meine Musik oder AUssehen alleine heißt ja nicht, dass man nicht sonst auch auf einer Wellenlänge sein kann. Mein jetziger Partner (und das ist er seit 6 Jahren) ist auch nicht unbedingt das was man als Grufti bezeichnet, aber das Funktioniert recht gut. Ich geh trotzdem meistens mit wenn er wo hingeht, was nicht so mein Ding ist und ich kann trotzdem Spass mit meim Partner haben. Zugegeben, er geht nicht überall dahin mit was mir gefällt und manchmal ärgert mich das auch. Aber muss man denn immer aufeinanderkleben?! Mir reicht es aus, dass wir uns oft die WOrte aus dem Mund nehmen, und das selbe denken oder fühlen. Ich denke es ist möglich, aber man muss mit gewissen Einschränkungen leben, wenn man sich zu arg eingeschränkt fühlt macht das keinen Sinn. |
| kleine Eule | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nóirín [/i] [B]... dass man sich verstanden und auf eine bestimmte Art irgendwie verbunden fühlt...[/B][/QUOTE] Würde das sofort so unterschreiben.... "Bunt" und "Schwarz" - das geht (als Beziehung) nicht zusammen. Es ist ja nicht nur die Musik......es ist die ganze Art das Leben und alle Dinge zu sehen.....zwei grundverschiedene Lebensphilosophien prallen aufeinander die so gegensätzlich sind dass sie sich 24/7 nicht mal mit aller Toleranz der Welt vereinbaren lassen...einer verliehrt immer....... Sicher wird es Einzelfälle geben wo es gut klappt und ich wünsche es wirklich jedem aber es ist viel viel Toleranz und viel Verzicht von beiden Seiten notwendig........das geht sicher ein paar Jahre gut, aber kein ganzes Leben... "Gegensätze ziehen sich an" heisst es.....mit den Jahren wird es immer schwieriger wenn der Drang man selbst zu sein so groß wird dass man fast daran zerbricht........ Himmel klingt das frustriert..... :rolleyes: Aber - wie sagte meine Oma so schön: "Auf jeden Pott kommt mal ein Deckel". Habe meinen dunklen Engel gefunden und gebe ihn nie wieder her :D :D:D |
| NinaNiterose | Wenn mein Freund und ich durch die Stadt gehen, starren uns grundsätzlich alle an. Ich bin Goth und er ist Punk. Muss ein ziemlich seltsamer Anblick sein, wenn schwarz und knallbunt händchenhaltend durch die Fußgängerzone spazieren... ;) Aber bis auf die äußerlichen Unterschiede läuft es bei uns super. Auch früher hatte ich schon Beziehungen mit Mitgliedern anderer Szenen und Kulturen und das war nie ein Problem. Ich denke, dass sowas sehr gut funktionieren kann, wenn beide Partner genug Toleranz mitbringen. |
| Schattenmelodie | Stelle gerade fest, dass schwarz nicht mir Hippie funktioniert :D |
| Evillight | Ich glaube, dass es nicht so einfach ist, eine dauerhafte Beziehung zwischen Goths und sog. Normalos aufzubauen, soweit es in den Differenzen nicht nur um 'schwarze Klamotten und andere Musik' geht. Ich finde idR keinen Gesprächspartner für meine Themen bzw Vorstellungen und es wäre wirklich schön, jemanden zu haben, der zuhört und zumindest ansatzweise versteht. Nach der letzten Beziehung hatte ich auch nur noch das Gefühl, zuviel für taube Ohren sinnlos preisgegeben zu haben. "Gegensätze ziehen sich an" ist daher auch nicht dass, was ich nachvollziehen kann. Die Natur steht eher dagegen. |